Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom 1914-11-18. Unterstützt durch den Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE). Herausgeber: Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau (2016). Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International. Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk. Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut. 67. Jahrgang Nr. 314, 1914-11-18. Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt. (https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&db=100) Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet. Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert. Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen. Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes 'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/) der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)" ──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────── Kurier für Niederbayern Jahrgang 67 Nummer 314 18. November 1914 ────────── Der Krieg. ────────── Im Westen gehen die blutigen Kämpfe un­ unterbrochen weiter. Unsere Truppen gewin­ nen tägliche mehr Boden. Vor allem wird um den Besitz von Upern Heist gestritten. Auch im Argonnerwalde geht es vorwärts. Im Osten nützt Generaloberst v. Hindenburg jetzt nun seinen Sieg weiter aus. Auch zwischen den Oesterreichern und den Russen haben sich neue Kämpfe entwickelt. In Serbien machen die Oesterreicher gute Fortschritte. Ter letzte Kampf um Belgrad wird jetzt eingeleitet, Tie serbische Armee ist im Rückzüge begriffen. Tie Russen sind vor den Türken zurückge­ wichen. An der ägyptischen Grenze kam es zu einigen kleinen Grenzgefechten. In allen von Moslims bewohnten Ländern gährt es gegen die Fremdherrschaft. ────────── Es wurde gestern nachmittags gemeldet: WTB. Berlhn, 17. November. Mittags. (Grostes Hauptquartier.) Vom westlichen und östlichen Kriegsschauplatz. Auch, der gestrige Tag verlies auf dem westlichen Kriegsschauplatz im Allgemeinen ru­ hig. Südlich von Verdun und nordöstlich Cireh griffen die Franzosen erfolglos an. Tie Operationen auf dem östlichen Kriegs­ schauplätze nehmen weiter einen günstigen Fortgang. Nähere Nachrichten liegen noch nicht vor. Oberste Heeresleitung. ────────── Der Gouverneur von Warschau gefangen. Berlin, 17. November. Unter den in der Schlacht bei Kutno Gefangenen befindet sich der Gouverneur von Warschau v. Corff mft seinem Stabe. ────────── Ein deutscher Flieger über Kronstadt. Berlin, 18. November. Nach der "Frkf. Ztg." erschien über Kronstadt ein deutscher Flieger. Ter Kommandant der Festung setzte 10 000 Rubel für dessen Abschuß, aus. Im Westen gehen die blutigen Kämpfe un­ unterbrochen weiter. Unsere Truppen gewin­ nen tägliche mehr Boden. Vor allem wird um den Besitz von Upern Heist gestritten. Auch im Argonnerwalde geht es vorwärts. Im Osten nützt Generaloberst v. Hindenburg jetzt nun seinen Sieg weiter aus. Auch zwischen den Oesterreichern und den Russen haben sich neue Kämpfe entwickelt. In Serbien machen die Oesterreicher gute Fortschritte. Ter letzte Kampf um Belgrad wird jetzt eingeleitet, Tie serbische Armee ist im Rückzüge begriffen. Tie Russen sind vor den Türken zurückge­ wichen. An der ägyptischen Grenze kam es zu einigen kleinen Grenzgefechten. In allen von Moslims bewohnten Ländern gährt es gegen die Fremdherrschaft. Es wurde gestern nachmittags gemeldet: WTB. Berlhn, 17. November. Mittags. (Grostes Hauptquartier.) Vom westliche« und östliche« Kriegsschauplatz. Auch, der gestrige Tag verlies auf dem westlichen Kriegsschauplatz im Allgemeinen ru­ hig. Südlich von Verdun und nordöstlich Cireh griffen die Franzosen erfolglos an. Tie Operationen auf dem östlichen Kriegs­ schauplätze nehmen weiter einen günstigen Fortgang. Nähere Nachrichten liegen noch nicht vor. Oberste Heeresleitung. Der 8omer«e«r «o« Warschau gefangen. Berlin, 17. November. Unter den in der Schlacht bei Kutno Gefangenen befindet sich der Gouverneur von Warschau v. Corff mft seinem Stabe. Heute früh wurde berichtet: Ei« deutscher Slieger über Kronstadt. Berlin, 18. November. Nach der "Frkf. Ztg." erschien über Kronstadt ein deutscher Flieger. Ter Kommandant der Festung setzte 10 000 Rubel für dessen Abschuß, aus. Unsere "Vettern". Berlin, 18. November. Tie "Tägliche Rundschau" erfährt, daß, wegen der Einsper­ rung werblicher Deutscher in England scharfe Schritte unternommen worden seien, von deren Ergebnis es abhänge, ob zu Vergeltungsmaß^ nahmen gegenüber Engländerninnen inTeutschland geschritten werde. ────────── Vom Buren-Aufstand. Berlin, 18. November. Englische Blät­ ter berichten: Dewet habe den General Hertzog, der ihn zur Unterwerfung überreden wollte, gefangen genommen. ────────── Die Kämpfe im Westen. London, 18. November. "Morningvost" meldet: Seit Freitag herrscht eine große Tä­ tigkeit in der Champagne. Reims und die Um­ gebung werden wieder heftig beschossen. Die deutschen Linien erstrecken sich in einem Halb­ kreis um die Stadt. Tie Deutschen haben verschiedene Vororte besetzt. Sie erhalten of­ fenbar große Verstärkungen an Artillerie. Ihre schweren Belagerungsgeschütze sind wieder von den Höhen abgefahren und die deuffchen Lauf­ gräben um ein gutes Ende vorgeschoben wor­ den. Die nächtlichen Angriffe dauern noch an. Heute früh, sind die Schlachthäuser in die Lust gesprengt worden. Amsterdam, 18. November. (Nichtamt­ lich.) Ter belgische Berichterstatter von "De Tijd" meldet: Zur Verstärkung der geschwäch­ ten westlichen Front und zur Ablösung belgi­ scher Truppen wurden ftische französische Trup­ pen herangeführt. Ein Teil der Belgier geht nach, Paris, um die unverbrauchten Truppen der Pariser Fortsbesatzungen für den Front­ dienst frei zu machen. ────────── WTB. Wien, 18. November. (Amtlich.) Aus dem Bereich von Krakau vorbrechend, nah­ men unsere Truppen gestern die vorderen Be­ festigungslinien des Feindes nördlich, der Reichsgrenze. Im Raume Wolbrom-Pilica gelangten die Russen zumeist nur in den Bereich unseres Artilleriefeuers, Wo die feindliche Artillerie angriff, wurde sie abgewiesen. Eines unserer Regimenter machte 500 Gefangene und er­ beutete zwei Maschinengewehrabteilungen. Der deutsche Sieg bei Kutno äußert be­ reits seine Wirkungen auf die Gesamtlage. Der stellvertretende Chef des Generalstabes v. Höfer, Generalmajor. Vom österreichisch-russischen Kriegsschauplatz. ────────── Auf Grund geraten. Kopenhagen, 17. November. "Berlinske Tidende" meldet aus Trontheim: Der englische Dampfer "Weimar", auf der Fahrt von Archangelsk nach Leth, geriet bei Bollreholmen auf Grund. Auf dem Schiff be­ fanden sich, 28 englische Marineoffiziere und Matrosen, die mit einem Eisbrecher von Ca­ nada kamen. Sie sind in Trontheim inter­ niert. Ein deutsches Schiff in der australischen Flotte. Rotterdam, 16. Nov. Der "Nieuwe Rotterdamsche Courant" meldet: Das deutsche Regierungssahrzeug "Komet", das bei NeuGuinea von einer australischen Flottenabtei­ lung fortgenommen wurde, ist dieser Tage un­ ter dem Namen "Una" einverleibt worden. Eine Mine explodiert. Amsterdam, 17. November. Nach einer Meldung des "Telegraaf" explodierte heute eine bei Westkapelle an Land geschwemmte Mine, als man sie am Westkapeller Teich, ent­ laden wollte. Der Kapitän, zwei Marineoffi­ ziere und vier Unteroffiziere wurden getötet. ────────── Vom westlichen Kriegsschauplatz. Tic Kämpfe in Flandern. Amsterdam, 18. November. Nach den Berichten von der Küste herrschte dort gestern ein schreckliches Unwetter. Ter wütende Schnee­ sturm hatte sich, zwar gestern etwas gemildert, aber es regnete und ein eisiger Wind wehte. Der Korrespondent des Telegraaf meldet, daß die Deutsche Heeresleitung umfassende Vor­ sorge in Anbetracht des schlechten Wetters trifft. Sie hat in allen Weberien und Wolllagern die Bestände an Wolle aufnehmen und requirieren lassen. In Tondermonde, dem Mittelpunkte der Webereiindustrie, wurden große Mengen Wolldecken aufgekauft. Im all­ gemeinen sei die deutsche Heeresorganisation zu bewundern, aber gegen ungeheure Terrainschwierigkeiten, die infolge des Wetters auf­ treten, gebe es keine Mittel. Ter völlig durch­ weichte Lehmboden Flanderns und wassergesüllte Hohlwege seien unpassierbar. Das ganze User- und Lhsslußgebiet mit seinen unzähligen Nebenwässern bilden regelmäßig zu dieser Jah­ reszeit große Ueberschwemmungsstrecken, die für beide Gegner unzugänglich seien. ────────── Ter Prinz von Wales im Kriege. London, 17. November. (Reuter.) Der Prinz von Wales begab sich nach der Front der Expeditionsarmee. (Es verlautet, der Prinz wurde dem Stabe Frenchs zugeteilt.) Der Krieg mit England. ────────── rittener Buren zwischen Philippstown und Cvlberg gezeigt haben. Zu größeren Kämpfen ist es bisher nicht gekommen, da General Tetoet, der den Oberbefehl führt, mit äußerster Vorsicht operiert und bemüht ist, durch stetes Ausweichen und Wiederauftauchen die gegen die Buren aufgebotenen Streifkommandos zu ermüden und zu verwirren. (Z.) ────────── Deutschland und Japan. Die Tsingtau-Berteidiger. Die Petersburger Telegraphenagentur be­ richtet: Der Kaiser von Japan hat gestat­ tet, daß der Kommandant und die Offiziere ihre Waffen behalten. ────────── Der Krieg zwischen OesterreichUngarn, Serbien und Montenegro. Die Kämpfe in Serbien. Wien, 17. November. Ter Kriegsbe­ richterstatter der "Neuen Freien Presse" mel­ det, daß die Serben nach dem Fall von Valjewo sich 10 Kilometer weit in der Richtung auf Kragujevac zurückzogen. Um die neue Stel­ lung tobt ein neuer Kampf. Ter Kampf mit den Serben. Frankfurt, 17. November. Von der Schweizer Grenze erfährt die "Frkf. Ztg.": Tie "Ag. Hav." gibt folgende serbische Mel­ dung aus Nisch, vom 16. ds. wieder: Tie öster­ reichischen Truppen, die in unser Gebiet ein­ gedrungen sind, waren von einer so großen numerischen Ueberlegenheit, daß wir uns schrittweise zurückziehen mußten; deshalb ha­ ben wir Pecka, Zavlaka und Cocelftva ge­ räumt. Ein serbischer Hilferuf. Bukarest, 17. November. Prinz Georg von Serbien hat an Rumänien ein dringendes Hilfegesuch gerichtet, Nach der Ansicht des Prinzen könnte Serbien mit rumänischer Hilfe den Sieg über Oesterreich-Ungarn davontragen. ────────── Tages-Uebersicht. Der Sieg Hindenburgs wurde in den Ber­ liner Schulen durch Ausfallen des Unterrichtes und Veranstaltung von Schulfeiern festlich be­ gangen. Für die österreichische Kriegsanleihe wur­ den in Oesterreich-Ungarn bereits über eine halbe Milliarde Kronen gezeichnet. 225 Millionen Pfund, das sind 4,5 Mil­ liarden Mark, Kriegskredite hat das englische Unterhaus bewilligt und die Regierung ermäch­ tigt, eine zweite Million Mann unter die Waf­ fen zu stellen. ────────── Bayerische Nachrichten. Bayerische Juristen im Kriege. Von baye­ rischen Justizbeamten und Justizanwärtern so­ wie Rechtsanwälten sind bis jetzt zusammen 57 gefallen, nämlich ein Amtsgerichtsdirektor, ein 2. Staatsanwalt, vier 3. Staatsanwälte, 7. Sekretäre, 7 Gerichtsassistenten, ein Gefängnis­ aufseher, 9 geprüfte Rochtspraktikanten und 22 Rechtsanwälte. Kriegsgefangene in München. Tie Zahl der zur Zeit in München internierten Kriegs­ gefangenem beträgt 36 621 Mann, daruüter 963 Offiziere. Ter bayerische Lazarettzug W ist im Bahn­ höfe in Lille mit einem Materialzug zusam­ mengestoßen. Von dem Materialzug wurden 2 Offiziere und 1 Mann getötet und 14 Mann schwer verletzt. Ter Lazarettzug, der leer war, fuhr mit den unversehrt gebliebenen Wagen in den Bahnhof, nahm dort 150 Verwundete nach Würzburg auf und fuhr sodann nach seinem Ausgangsorte Nürnberg ab. ────────── "Ach, du lieber Gott, da fährt er wahr­ haftig hin! Es ist doch eine Rücksichtslosig­ keit von dem Stationsvorsteher, den Zug ab­ fahren zu lassen, ehe man sein Gepäck heraus­ nehmen kann. Ich werde mich beschweren, ja­ wohl, das werde ich. Was fehlt denn nur um Gottestoillen noch — ich bin ganz wirr — mein armer Kopf." Annelies mußte nun doch herzlich lachen. "Den hast du ja gottlob noch, deinen Kopf, liebstes Tantchen. Und nun zählen wir noch einmal genau. Aber was hast du denn noch! hier am Arm hängen, — ein Luftkissen. Hast du das schon mitgezählt?" Tante Pinchen starrte auf das unter ihrer Mantille herborbaumelnde Kissen, und dann entstieg ein erlösender Seufzer ihrer Brust. "Ach, ja — das Kissen — das hatte ich in der Auftegung ganz vergessen. Gottlob — nun ist doch wohl alles da. Bitte, zähle doch, noch mal, Kind. Ich bin ganz erschöpft." Annelies zählte gewissenhaft mit einem Schelmenlächeln die zwölf Stücke vor. Nun war Tante Pinchen zuftieden. Neu gestärkt erhob sie sich,. "Wh, Kind, du glaubst ja nicht, was man jedesmal für Aerger und Schererei mit dem Gepäck hat. Da saß so ein "unver­ schämter Mensch in meinem Abteil, du weißt, ich fahre stets Nichtraucher, denn in Frauen­ abteilen ist man doch heutzutage nicht mehr vor Eisenbahnräubern sicher — also ja, was wollte ich sagen, also, da war so ein unver­ schämter Mensch, den hatte ich mit meiner Schirmrolle aus Versehen gestoßen, und dann ärgerte es ihn, bafj ( Hänschen so fröhlich sang — er wollte nämlich schlafen — ja, der sagte ganz wütend und unhöflich,, ich solle mir doch einen Gepäckwagen extra mieten und den "ver­ dammten Piepmatz" ins Hundeabteil sperren. Denk dir nur die Roheit! Mein armes Häns­ chen ein "verdammter Piepmatz", und ins Hundeabteil, bloß weil er so fröhlich, singt und sich auf die Reise freut, tote ich. Wie fin­ dest du das, Annelies?" Diese konnte nicht antworten, weil sie sonst die Fassung verloren hätte. Sie nahm das entrüstete Tantchen in ihre Arme und küßte sie erst einmal tüchtig ab. Und dann sagte sie beruhigend: "Jetzt denken wir aber gar nicht mehr an solche verdrießlichen Sachen, Tante Pin­ chen, jetzt sind wir nur noch vergnügt und froh. Bef so klarem, wolkenlosem Himmel zur Heuernte, da kann man nur vergnügt sein. Und nun komm zum Wagen." (Fortsetzung folgt.) ' , j Wie gut, daß ich noch einmal nachsah. So — nun zählen Sie mal, Friedrich, zwölf Stück müssen es sein. Zwei Handkoffer, zwei Blu­ senkartons, eine Schlummerrolle, eine Hut­ schachtel, ein Vogelbauer — ach, mein Häns­ chen, nun sind wir da, mein Zuckerhänschen —, also, wieviel — sieben Stück, eine Plaid­ rolle, ein Frühstückskörbchen, eine Schirmrolle, eine Handtasche — mein Gott — das sind ja nur elf Stück, da fehlt noch eins." Entsetzt wollte die alte Dame noch ein­ mal die Abteiltür aufreißen und hinaufklet­ tern, um nach dem zwölften Gepäckstück zu fahnden. In demselben Augenblick setzte sich jedoch der Zug in Bewegung. Annelies hielt Tante Pinchen energisch zurück, sonst hätte sie eine Fahrt auf dem Trittbrett, die Türklinke festhaltend, ins Ungewisse angetreten. "Laß mich doch, Kind, es fehlt mir ja Koch ein Stück!" rief Tante Pinchen außer sich. "Aber Tantchen, so beruhige dich doch, der Zug fährt ja schon ab. Zähle doch erst ruhig noch einmal nach, es wird schon alles da sein," begütigte das junge Mädchen und Unterdrückte nur mit Mühe das aufsteigende Lachen. Tie alte Dame sank entgeistert auf einen de rkofser nieder und starrte dem Zuge nach. ────────── Niederbayerische Nachrichten. Gefallene, verwundete und vermißte Niederbahern in außerbayerischen Berlustlisten: In der preußischen Verlustliste Nr. 76: Res.Jnf.-Regt. Nr«.' 80, 4. Kompagnie: Reserbist Josef Bergmeier aus Viksbiburg, tot. — Ula­ nenregiment Nr. 11, Saarburg, 3. Eskadron: Sergeant Hermann Ulber aus Hartmannsdorf b. Landshut, l. b. — In der preuß. Verlust­ liste Nr. 77: Jnf.-Regt. Nr. 172, Neubrei­ sach, 2. Kompagnie: Wehrmann K. Kronner aus Plattling, s. b. — Jäger-Bat. Nr. 4, Naumburg a. S., Radfahrer-Kompagnie: Jä­ ger Josef Martin Euthofer aus Passau, berat.; ‘1. Pionierbataillon Stru. 14, Kehl, 2. Feld­ kompagnie, Pionier Alfons Wimmer aus Birn­ bach, l. b. — 10. Jnf.-Regt. Nr. 134, Plauen. 9. Kompagnie: Wehrmann Josef Gaim aus Deggendorf, tot. — 11. Jnf.-Regt. Nr. 139. Döbeln, 7. Kompagnie: Reserbist Albert Bück aus Passau, berat. , Landau, 15. Nov. (Entwässerungsarbeiten durch Gefangene.) Hundert Franzosen kommen in kürzester Zeit zum Wasserbau nach Wallersdorf bei Landau a. Js. Die Gemeinde bat darum ange­ halten und erhielt die militärische Zusage. Die Ge­ fangenen werden in eigener Baracke untergebracht. Straubing, 15. Noo. (Selbst gestellt) hat sich gestern früh 7 Uhr der vor einigen Tagen aus dem hiesigen Zuchthause entwichene Büßer Pleintinger. Der Ausreißer hat oermutlich nirgends Unterschlupf gefunden. ────────── vorgesehen. Ta das Projekt bis jetzt nicht ausgeftchrt ist, wurde die Summe abgesetzt. Als Zuschuß, für Wiederherstellung der Verbauungen in den Wildbächen bei Obernzell sind als dritte Rate 14 000 Mark vorgesehen. Das Projekt wurde früher auf 100 000 Mark veranschlagt. Der Kreis übernahm 40 Pro­ zent der Kosten, somit 40 000 Mark in vier Jahresraten. 20 000 Mark sind bereits hiefür bestimmt. Da das Projekt jedoch 120 000 Mark kostet, Betragen die 40 Prozent des Kreises 48000 Mark und müssen daher noch 28000 Mark in zwei Jahresraten aufgebracht werden. Wird genehmigt. Als Zuschuß zur Unterhaltsrücklage für die genossenschaftliche Regulierung der Bina und Entwässerung des Binatales in den Ge­ meinden Bonbruck, Bodenkirchen und Wurmsham, B.-A. Vilsbiburg, sind 1000 Mark vor­ gesehen, die bewilligt werden. Es wird hierauf zur Wahl von 6 Mit­ gliedern nebst 6 Ersatzmännern des Landes­ armenrates geschritten. Es werden hiebei ge­ wählt als Mitglieder die Herren Landräte: Hofrat Marschall, K. Oberbürgermeister von Landshilt, Dekan Geiger von Altheim, Bürger­ meister Röck von Zwiesel, Landratspräsident Mittermeier, K. Oekonomierat von Haunersdorf, Gutsbesitzer Scheuerer von Pullach,Bauer Stadlberger von Eggersham; als Ersatz­ leute die Herren Landräte: Stadtpfarrer Schadenfroh von Zwiesel, K. Oekonomierat Sachsenhauser von Oberroning, K. Hofrat u. Bürgermeister Kinskofer von Deggendorf, Oekonom Stanglmayr von Pfettrach; Gutsbesitzer Röckl in Mettenbach, Kaufmann Stark von Abensberg. > . Eine lange Debatte entfachte noch eine HMerpellatron des Herrn Landrats Obermeier zu'einer eventuellen Stellungnahme des Land­ rates zu dem Ministerialerlaß über das Min­ destgewicht von Kälbern und Schweinen und zu den vom Bundesrat bestimmten Höchstprei­ sen für Getreide. Eingehender Bericht folgt. Tie nächste Sitzung wurde auf Donnerstag den 19. November vormittags 9 Uhr ange­ setzt. ────────── Oberleutnant a. T. als militärischer Ver- , ttauensmann zur Seite gestellt, der Wehrkraft- ! verein wird jetzt Die einleitenden Schritte zur 1 militärischen Jugenderziehung vornehmen. Dem i Unternehmen ist der beste Erfolg zu wünschen. ] Als eine ernste patriotische Pflicht der ein­ schlägigen Vereine, der Eltern, Lehrherrn, Ar­ beitgeber ist es zu erachten, diesen Bestre­ bungen jegliche Förderung — insbesondere auch durch restlose Absendung der Jugend — ange­ deihen zu lassen. Wir verweisen auf den heuttgen Inseratenteil. —* DankderSanitätsmannschaften. Ter mobile Transportzug 2 der fteiwilligen Sanitätskolonne v. R. Kr. schickt dem hiesigen Frauenveretn v. R. Kr. nachstehendes Dankschreiben: Der Frauenverein v. R. Kr. in Landshut hat unser in überaus liebenswür­ diger Weise gedacht und uns eine ganze Kiste von nützlichen Gegenständen durch unsere ins Feld nachziehenden Kameraden übermittelt. Freudig bewegt von der Reichhaltigkeit der Sendung und der sinnigen und willkommenen Zusammenstellung derselben, danken wir hiemit aus vollem Herzen und wünschen den für uns so treu besorgten Damen reichste Vergeltung I dessen, der über unsere gemeinsamen Ideal- I Bestrebungen jetzt und nach dem hoffentlich recht j baldigen Ende des für uns bisher so glücklich verlaufenen Krieges sein Urteil fällen wird. Außerdem schickten Dankschreiben für erhaltene Liebesgaben Regimentskommandeur Frhr. v. Eyb vom 2. Schweren Reiter-Regt. und Herr Hauptmann Merk! vom hiesigen Infanteriebataillon. —* Belgische Beutepferde, ca. 70, wurden gestern nach Schätzung durch eine mili­ tärische Kommission an Landwirte verlost. Die Tiere wurden zu Preisen von 23 bis 183 Mark abgegeben. —* Gefangene zu Kulturarbeiten werden verwendet, wie Herr Reg.-Rat Reischle fm Landrat erklärte und zwar bei Moos 250 Mann, bei Osterhofen 80 Mann, bei A l t d o r f 200 Mann, im Vilstal 200 Mann. Mit den Arbeiten wird in der nächsten Zeit begonnen. —* Wolltag findet heute statt, woraus nochmals verwiesen sein soll. Morgen Don­ nerstag nvird ein Rauch- und Lebensmitteltag abgehalten, an dem außer Rauch- und Eßwaren auch andere notwendige Utensilien wie z. B. Seife, Bürsten, Kerzen, Handspiegels Näh- und Schreibzeug, Taschenmesser, Mund­ harmonika, Zündhölzer usw. gegeben werden können. —* Eine Wählerversammlung für die Gemeindewahlen in Landshut findet heute abends 8 Uhr im Cafe Fischer statt. Tie bür­ gerlichen Vereinigungen treten gemeinschaftlich auf neutraler Grundlage in die Wahl, während die Sozialdemokraten eine eigene Kandidaten­ liste einreichen werden. 8 a n b • b in t, 18 November —* Das Eiserne Kreuz 1. Klasse wurde Herrn Generalmajor Tanner, früher im 16. Inf.-Regt. und Herrn Generalmajor z. T. v. Kießling, früher Kommandeur des 16. Jnf.Regts., verliehen. —* Das Eiserne Kreuz 2. Klasse er­ hielt Herr Oberleutnant Falkner, die Leutnante Geyer und Lang und die Leutnants der Res. Adler und Ott, sämtl. im 16. Jnf.-Regt. —* T i e militärische Vorbildung derJugend von 16 Jahren aufwärts, wurde durch Ministerialerlaß während des Krieges angeordnet. Dem Stadtmagistrate, der hier­ mit betraut ist, wurde durch das stellte er tr. Generalkommando Herr Johann v. Kirschbaum, —* D i e Landshuter Liedertafel veranstaltet unter Mitwirkung des Frhrn. v. Tänzl von Trazberg und des Damengesang­ vereins am Sonntag, den 29. November, nach­ mittags halb 5 Uhr im Prunksaale des Rat­ hauses ein vaterländisches Konzert zu Ehren der hier weilenden verwundeten Krieger. Der Reinerlös wird zu kriegswohltätigen Zwecken verwendet. —* D i e Maul- und Klauenseuche wurde nun auch unter dem Viehbestand der Bauern Martin Sigi in PeterSgiaim amiStierärzlitch fest­ gestellt. Es wurde dieses Anwesen als Sperrbezirk und der übrige Teil der Ortschaft PeterSglaim als Beobachtungsgebiet erklärt. Ebenso wurde die Maulund Klauenseuche unter dem Viehbestand des Bauern Martin Noderer in Furth amtStierärztlich festgestellt und dieses Anwesen als Sperrbezirk und der übrige Teil der Ortschaft Furth als Beobachtungkgebiet erklärt. ────────── Inserate. ────────── Aufruf. Militärische Jugenderziehung betr. Die Unterfertigten richten an sämtliche hiesige Vereine, die durch Stellung von Abrichtern bezw. durch die Zuführung ihrer Jugend sich an der militärischen Jugendausbildung zu beteiligen gedenken, die Einladung, sich bei der am Sreltafl, Den 20. Äiamüer 1914 «denk 8 Uhr int Minzimer des Hotels Kronprinz stattfindenden PM- Versammlung vertreten zu lassen. Die Tagesordnung befaßt sich 1. mit der Organisation für die militärische Jugenderziehung, 2. der Festsetzung der Uebungen, 3. der Bildung einer Ortsausschußes. Landshut, den 17. November 1914. Der Wehrkrastverein Landshut: Der milttörische Vertrauensmann: Dr. Hergt, I. v. Kirschbaum Gymnasialrektor. K. RegterungSdirektor u. Oberleutnant a. D. (§>tadtmagiftrat LctnHshrrl. Marschall, Oberbürgermeister, k. Hofrat. 3658 ────────── Vom östlichen Kriegsschauplatz. Krakau und Przemysl. Berlin, 17. November. Tie "B. Z. am M" berichtet aus Wien: Die Festungen Przemhsl und Krakau sind so gut versorgt, daß sie viele Monate, ja ein Jahr dem feindlichen Angriff trotzen können. (Z.) ────────── Die Türkei im Kriege. Eine Proklamation an die Aegypicr. WTB. K onstanti nop el, 17. Novem­ ber. Tie religiöse Zeitschrift "Sabil Urreshad" veröffentlicht die Uebersetzung der in Aegyp­ ten verbreiteten arabischen Proklamation, in der die Aeghpter aufgefordert werden, den Mo­ ment zu benützen, sich von der englischen Knechtschaft zu befreien. Die Proklamation führt die dem Islam durch die Triple-Entente iund die Aegypten durch die Engländer zu­ gefügten Schädigungen an, die das fruchtbare Land durch die ausschließliche Erzeugung von Baumwolle für ihre Industrie heruntergebracht haben. Schließlich legt die Proklamation den Aeghptern dar, daß der gegenwärtige Krieg die Schwäche Englands enthüllte, dessen Flotte angeblich. die stärkste der Welt, nichts leistete. T>ie Sennssi im Kriege. Rom, 18. November. Nach den neuesten Nachrichten aus der Chrenaika berief das Ober­ haupt der Senussen aus allen Ländern des Innern Tausende von Beduinen, um nach Aegypten einzubrechen. Aufstand aus EYpern. Auf der Insel Cypern, deren Einverlei­ bung kürzlich. von England verkündet wurde, ist die mohammedanische Bevölkerung in gro­ ßer Erregung; diese fühlt sich in der Frei­ heit der Ausübung des islamitischen Kultus bedroht, der geradezu verboten sein soll. Da die Aufregung wächst, die Meldungen für die Herrschaft Englands bedrohlich lauten, daß ein Mohammedaneraufftand auf der Insel ausge­ brochen ist, bei welchem Engländer von der Menge bedroht wurden, haben die englischen Kriegsschiffe, welche imjAegäischen Meere kreuz­ ten, dieses verlassen und sind mit südlichem Kurs nach Cypern abgedampft. Es gährt allenthalben, wo das britische Imperium seine Gewaltherrschaft errichtet hat. Tie Folgen des Heiligen Krieges werden den Herren Engländern im Laufe der Zeit noch recht fühlbar werden. (Wettere Nachrichten siehe "Letzte Posten".) ────────── tnartfc aus Niederhummel, b.; Florian Weindl aus Kratzen, berm. Menarmont 25. 8. 14. Offiziers-Stellb. Johann Baier aus Plattling, l. b. Tie Unteroffiziere Ignaz Bauer aus Maiersdors, s. b.; Ludwig Geigl aus Frontenhau­ sen, l. b. Lunebille 1. 9. 14. Unteroffizier Josef Zierer aus Dorfacker, l. b. Wehrmann Josef Büchl aus Schweinbach, bernt. Maixil 5. u. 8. 9. 14. Gefr. Josef Geishauser aus Siebengadern, berto. Tie Reserbisten Georg Ganslmeier aus Oberglaim, b.; Georg Wolf aus Hochholzen, berto. Tie Wehrmänner Michael Hamburger aus Altmonsried, l. b.; Josef Strobl aus Stau­ dach, tot; Lorenz Reiser aus Mamming, b.; Xttber Steinberger aus Eigelkofen, b. Fresnes 2. 10. 14. Unteroffizier Franz 3Ectber Betz aus Lands­ hut, tot. Tie Gefreiten Josef Weinzierl aus Priegendorf, tot; Albert Hense aus Thalkirchdorf, l. berro. Die Infanteristen Otto Roth aus Haunhofen, berat.; Alois Steinhuber aus Adlmörting, b.; Anton Fußeder aus Siebengadern, l. b.; Johann Hubauer aus Frontenhausen, b. Tie Reserbisten Franz Schwinghamer aus Johannesschwimmbach, l. b.; Josef Sigl aus Pfaffendorf, s. b.; Anton Stopfer aus Altheim, l. b.; Laoer Gobmeier aus Oberwallenkofen, b.; Franz Xaver Hommer aus Essen­ bach, l. b.; Ludwig Haslbeck aus Harpsendorf, b. u. gest. 15. 10. 14. Tie Wehrmänner Franz Scharf aus Ober­ neuhausen, l. b.; Wilhelm StraußHerger aus Rotthalmünster, berto.; Joh. B. Wenger aus Meßnerschlag, berto.; Mich. Srobl aus Thun­ dorf, berro.: Jakob Maily aus Gaden, berto.: Frz. Paul Rieder aus Weizeneck, berro.; Jakob Plötz aus Sterzenreith, l. b.; Lorenz Zan­ kes aus Haslmühle, s. b.; Joh. Hauder aus Frontenhiausen, l. b.; Gg. Wagner aus Alten­ burg, beim.; Joh. Weinzierl aus Gacklmühl berro.; Ludto. Fraunhofer aus Oberkölnbach, berto.; Alois Geisinger aus Engelreiting, bto.; Joh. Gnambs aus Ergolding, l. b.: Mich. Bichlmeier aus Reihersdorf, s. b.; Mich. Büchl aus Enghof, s. b.; Joh. Bilberger aus Vilsbiburg, berat.; Anton Fischer aus Langenvils berto.; Jos. Breitenacher aus Seiboltsdorf, tot; Anton Gruber aus Eggenpoint, tot. 4., 5. und 6. 10. 14. Tie Unteroffiziere gerb. Krottenthaler aus Steinhügl, tot; Ludro. Ritzinger aus Hör­ mannsdorf, berto. Tie Infanteristen Franz Huber aus Reu­ tern, berto.; Karl Aigner aus Haag, berto.; Max Traxinger aus Richardsreuth, I. b.; Joh. Müller aus Burgholz, berto.; Alois Greindl aus Hubing, berto.; Thomas Weiß aus Eg­ gersdorf, berto.; Lorenz Stiegler aus Furth, berto.; Ant. Schund aus Selsheim, berto. Wehrmann Hornist Georg Altinger aus Unterheldenbach,, verm. Fresnes chez. Montauban 2. 10. 14. Tie Unteroffiziere Josef Eppeneder aus Bergham, s. v.; Max Gumplinger aus Hohen­ thann, s. v.; Josef Krümmer aus Moosburg, I. v.; Lorenz Auer aus Binabiburg, s. v. Hornist Leonhard Kollmeier aus Reisbach, tot. Tie Gefreiten Josef Osner aus Felizenzell, b.; Josef Ritthaler aus Tingolfing, s. v.; Michael Harhammer aus Ering, v.; Anton Schreier aus Grafenhaun, tot; Joses Westenthauer aus Jesendorf, tot. Tie Infanteristen Josef Schrauner aus Grafendorf, v.; Joses Ramel aus Perkam, s. v.; Josef Wadenstorfer aus Geisenfeld, s. b.; Alois Altbauer aus Oberhausbach, s. b.; Mi­ chael Königbauer aus Kruglau, b.; Joh. Böschl aus Adlhausen, b.; Peter Eckart aus Frein­ berg, b.; Johann Eckl aus Tingolfing, s. b.; Georg Bortenschläger aus Pfaffendorf, b.; Jos. Aigner aus Wörth a. Js., s. b.; Jakob Weindl aus Hauzenbergersöll, bernt.; Josef Spanner aus Altenburg, s. b.; Josef Brielbeck aus Groß­ bich t, berm.; Johann Hagl aus Gallingeck, berm.; Jakob Jpfelkofer aus Oberroning, berm. Jakob Jott aus Münchsdorf, berm.; Johann Auer aus Reiting, berm.; Matthias Reitber­ ger aus Haus, berm.; Georg Obermeier aus Teibersdorf, s. b.; Max Erber aus Niederaichbach, tot; Georg Eisenhofer aus Kemmathen, tot; Matthias Meier aus Rampoldstetten, tot; Jakob Reisinger aus Eberstall, tot; Josef Winkelmeier aus Haunwang, tot; Franz Buberger aus Langquaid, tot; Johann Summer aus Schmidhof, tot; Johann Bauer aus Lahn, tot: Jakob Brunnermeier aus Altdorf, tot; Jakob Kerschreiter aus Buch a. Erlbach, tot; Rupert Schweiger aus Waas, tot; Josef Schachtl aus Frauenholz, tot; Matthäus Westenthaner aus Haarbach, tot; Martin Sigl aus Karpfham, s. b.; Michael Wieser aus Hofham, s. b.; Bar­ tholomäus Gremmer aus Essenbach, b.: Martin Hochholzer Ms Langenkatzbach, s. b.; Michael Holzner aus Gundihausen, f. b.; Johann Kerscher aus Nfederreuth, b.; Johann Lanzendorfer aus Landau a. Js., s. b.; Anton Lang aus Griesbach, b.; Johann Melzl aus Rettenbach, s. b.; Georg Niedermeier aus Vilslern, s. b.; Georg Neuner aus Kröning, s. b. Givenchh 9. u. 10. 10. 14. Inf. Josef Bremm aus Saalhaupt, berl. durch Unborsicht. 8. Kompagnie. Mittersheim 18. 8. ,14. Tie Infanteristen Joses Beck aus Lands­ hut, tot; Sebastian Hammerl aus Halsberg, tot; Ludwig Kroiß aus Ludmannsdorf, berto.; Gondrexange 22. 8. 14. "Die Inf. Georg Best aus Landshut, b.; Josef Risch aus Eglhausen, b.; Michael Schuh- ────────── Heim und Salisko, den Feldwebel» Vogl, Tchelngraber und Meier, den Unteroffizieren Grüner, Zieg­ ler und Härtl, und den Infanteristen Harzberger und Haas. ────────── in diesem Vorgang einen "Markstein in der Entwicklung der Frauenarbeit", glauben, daß dem weiblichen Geschlecht, dadurch ein neues Erwerbsfeld eröffnet fei. Anderer Ansicht sind die Hoteliers und wohl auch die Gäste, denn man hofft, die weiblichen Kräfte durch Schwei­ zer und italienische Kellner zu ersetzen. Tie Wintersaison wird in den Alpen und an der Riviera nicht gerade glänzend werden. Viele Sportsleute haben diesmal etwas anderes zu tun, als in St. Maritz oder Davos Winter­ sport zu treiben, und so werden auch die Kell­ ner dort nicht allzuviel Beschäftigung finden. Man nimmt daher an, daß diese dienstbaren Geister aus den neutralen Ländern ihren Weg nach England finden werden, um dort die eng­ lische Kellnerin zu vertreiben. Vorläufig aber sind sie noch nicht da, und so muß man denn die "Damenbedienung", die dem Engländer ganz ungewohnt und gar nicht behaglich ist, hinnehmen. Die gelernten Kräfte können diese Kellnerinnen übrigens nicht ersetzen. Es herrscht im Londoner Hotelgewerbe Mangel an geeigneten Persönlichkeiten, und ein guter Koch, ist jetzt ein so seltener Vogel, daß die er­ sten Restaurants auf ihn Jagd machen. ────────── KronprinzLichtspiele. Programm se-i vom 18♦ bis einschl. 80. Novemb. 1914. Mittwoch, Donnerstag und Freitag Der Lebenslohn. Dramatisches Lebensbild. Aus dem zoologischen Garte». Jnterefsanie Naturaufnahme. Der Bulkel Polidors. Gelungene Humoreske. Ins schmize Mntl. Ei» Roman in 3 Akte«. Jenseits des Polar­ kreises. Interessante Naturaufnahme. Unsterbliche Werke Dramatisches Lebensbild, Verhext. Gelungene Komödie. ────────── Unsere "Vettern". Berlin, 18. November. Tie "Tägliche Rundschau" erfährt, daß, wegen der Einsper­ rung werblicher Deutscher in England scharfe Schritte unternommen worden seien, von deren Ergebnis es abhänge, ob zu Vergeltungsmaß^ nahmen gegenüber Engländerninnen inTeutschland geschritten werde.