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        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1915-10-20"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">68. Jahrgang Nr. 286</biblScope>
          <date when="1915-10-20">1915-10-20</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Vom Westen kamen gestern keine Meldun­ gen. Im Osten ist jetzt neben die deutsche Offenifi'be vor Dünaburg eine deutsche Offensive vor Riga getreten. Der deutsche Angriff hat östlich von Mitau und hauptsächlich bei Groß-Eckau eingesetzt und hat offenbar den Zweck, den Uebergang über die Eckau und die Msse zu erzwingen, ^üach dem gestrigen Berichte ist dies nicht nur gelungen, sondern die Russen sind sogar bereits bis an die Düna bei Borkos­ witz zurückgeworfen. Weiter südliche bei Jakob­ stadt wurden russische Angriffe abgeschlagen. Nichts beleuchtet die Abhängigkeit Ruß&gt;lands vom Auslande in Bezug auf Kriegs­ lieserungen so sehr, als ein von einem unserer Kampfflugzeuge abgeschossenes russisches Flug­ zeug. Ein russischer Stabskalpitän steuerte das französische Flugzeug, das ein englisches Ma­ schinengewehr führte. Es hätte nur die ameri­ kanische Munition gefehlt. Die Kämpfe bei den Armeen Linsingens dauern noch an, nehmen aber einen für uns günstigen Verlauf. Die österr.-ungar. Truppen haben in Wol­ hynien russische Angriffe abgeschlagen und hie­ bei 500 Russen gefangen. Ebenso wurden nördlich Rafalowka 100 Russen gefangen. Bei Czartorhsk dauern die Kämpfe noch an. Die Italiener haben anscheinend eine neue Offensive am Jsonzo versucht. Rach starkem Artilleriefeuer griffen sie am Krn, Mrzli Brh und am Tolmeiner Brückenkopf au. Alle An­ griffe brachen aber im Feuer der österr.-ungar. Truppen zusammen. Unter schweren Verlu­ sten flutete die italienische Infanterie zurück. Ebenso wurden italienische Angriffe bei Salcano und Petiano unter großen Verlusten für die Italiener abgewiesen. In Serbien gehen die Operationen günstig vorwärts. Der Aufmarsch unserer Armeen nach! Erzwingung des Donauüberganges ist im wesentlichen beendet. Damit ist die wichtigste Vorbedingung für ein gutes Fortschreiten der weiteren Angriffe gegeben. Auch! die Lei­ stungen der Bulgaren verdienen hohe Aner­ kennung, da diese bei ihrem 'Ansturm auf die Höhen zum Teil schon durch Schnee gehen mutzten. Eine einheitliche Führung 'der deut­ schen, österreichischen und bulgarischen Truppen ist, wie außerdem aus den Berichten der letzten Lage zu ersehen ist, in erfreulicher Weise ge­ Die Bulgaren an der Bahn Saloniki—Nisch. Die Kämpfe vor Riga und DiinaBurg. — Russische Augriffe am Styr abgeschlagen. — Starte italienische Angriffe an der Jsonzofront Blutig zurückgewiesen. — OBrenovae, die Höhen südlich Grocka, Bei Lneiea und die Orte Vodanh und Mala-Irsna »an den Unsern Besetzt. — Rasches Vordriage» der Bulgaren in Serdic«. — Die Bahn SalouM-Risch Bei Brauja «uterBrochen. währleistet. Oesterreichisch-ungarische Trup­ pen der Armee Koevoeß haben die Stadt Obrvnovac, 25 Kilometer südöstlich! von Belgrad, genommen. Südlich von Belgrad wurden die Höhen östlich von Vjranic, südlich von Ripanj und Grocka an 'der Donau genommen. Die Armee Gallwitz erkämpfte die Gegend west­ lich! von Seone und die Orte Vodanj und Mala^Trfno, wie das Höhengelände bei Lneiea, Bogevac und Misljenovac. Rasche Fortschritte machen die Operationen der ersten bulgari­ schen Armee unter General Bojadjeff, die ge­ gen Zajecar, Knjazevac über Jnovo und ge­ gen den Kessel von Pirot vorgeht. Die wichtigste Meldung ist aber die Besitznahme von Vranje durch bulgarische Truppen. Dieser Ort liegt an der Bahn Saloniki—Risch und durch deren Uebergang in bulgarische Hände ist der Antransport von Truppen der Verbündeten nach Norden und jede Zusendung von Kriegs­ material und Munition für die serbischen Ar­ meen unmöglich gemacht worden. Auch die südlich davon operierenden bulgarischen Trup­ pen nähern sich in schnellem Anmarsch aus der Linie Egripalanka—Jstip dieser Bahn. Damit dürfte der Salonikibluff der Ententemächte ein baldiges Ende erreichen, denn die dort stehen­ den Franzosen und Engländer sind heute schon von jeder Verbindung mit den Serben abge­ schnitten. Es könnte nur eine Zusammenstel­ lung dieser Truppen auf griechischem Gebiete und der geschlossene Vormarsch gegen Nor­ den in Frage kommen. Hierzu dürste aber Griechenland schwerlich seine Zustimmung ge­ ben. Es heißt sogar, daß die Griechen ganz energisch den Abtransport dieser Truppen for­ dern und mit deren Entwaffnung drohen. Die österr.-ungar. Truppen gelangten in der Verfolgung bereits über Ripanj hinaus und erstürmten den Zigeunerberg bei Grocka In den Kämpfen um den Avala wurden 2000 Serben gefangen genommen.</p>
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          <p>Bericht des deutschen Hauptquartiers. MTB. Berlin, 19. Oktober. Mittags. (Große* Hauptquartier.)</p>
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          <p>Westlicher Kriegsschauplatz. Keine wesentlichen Ereignisse.</p>
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          <p>Schlich« KrUMmM. Heeresgruppe des Generalfewmarschalls von Hindenburg. Südlich von Riga stürmten unsere Trup­ pen mehrere russische Stellungen und erreich­ ten die Düna östlich von Borkowitz. 1 Offizier, 24« Mann wurden gefangen und 2 Maschanengetoehre er­ beutet. Ein russischer Angriff nordwestlich von Jakobstadt wurde abgewiesen. In Gegend von Smolnh wurde durch eines unserer Kampfflugzeuge ein ftanzösischer Doppeldecker, der von einem russischen Stabskapitän geführt wurde und mit einem englischen Maschinengewehr ausgerüstet war, abgeschossen. Heeresgruppe des Generakftldmarschalls Prinz Leopold von Patzern. Nichts Neues. Heeresgruppe des Generals von Linskngen. Die gestern gemeldeten Kämpfe am Styr nehmen einen für uns günstigen Verlaus. Palkankriegsschauplatz. Bei der Heeresgruppe des Generalfeld­ marschalls von Mackensen wurde von der Ar­ mee des Generals von Koevoeß durch österrei­ chisch-ungarische Truppen die Stadt Obrenooae genommen. Südlich! von Belgrad erreichten deutsche und österreichisch-ungarische Verbände nach Kampf die Höhen östlich! von Viranic, südlich Repanh und südlich von Grocka an der Donau. Die Armee des Generals von Gallwitz erkämpfte mit dem reichten Flügel die Gegend westlich von Seone, sowie die Orte Vodanj und Mala-krsna. Das Höhengelände bei Lucica, sowie süd­ lich und östlich von Bozevac bis Wsljenovac wurde dem Feinde entrissen. Die Armee des Generals Bojadjeff drang gegen Laicar, Knjazevac, über Jnovo und gegen den Kessel von Pirot weiter vor. Andere bulgarische Truppen haben Vranje im oberen Worawatale genommen und weiter südlich die Linie Egri-palanka—Stip bereits überschritten. Oberste Heeresleitung. Oestlicher Kriegsschauplatz.</p>
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          <p>Bericht unserer Verbündeten. WTB. Wien, 19. Oktober, mittags. — Amtlich wird gemeldet: Russischer Kriegsschauplatz. Tie Russen setzten gestern ihre Angriffe int Sumpf- und Waldgebiete des unteren Sthr fort. Bei dem nordwestliche von Derazno lie­ genden Dorfe Boguslawka stürmte der Feind dreimal vergebens gegen die Stellung einer Honveddivision an. Er wurde durch Feuer und im Nahkampf in die Flucht geschlagen und ließ 3 Offiziere und über 500 Mann und 2 Maschinengewehre in unsrer Hand. Auchi eine über Kulikowiee vordringende russische Division wurde wieder auf das Ostufer zurückgetrieben. In der Gegend Ezartorhsk gewann der Gegner an einigen Punkten das Westufer des Sthrflusses. Dort wird noch' gekämpft. Nördlich' von Rasalowka griffen die Rus­ sen gleichfalls mit starken Kräften an. Sie wurden abgewiesen, wobei wir 100 Mann gefangen nahmen. Sonst blieb die Lage im Nordosten un­ verändert. Atakienis&gt;ch«r Kriegsschauplatz. Die Kämpfe an der Jsonzofront nahmen an Ausdehnung zu. Gestern mittag setzte gegen unsre Stellungen am Krn, am Tolmeiner Brüc­ kenkopf, bei Tonale und Plava gegen den Görzer Brückenkopf und das Plateau von Doberdo starkes feindliches Geschützfeuer ein, das mit großer Heftigkeit bis in die Abendstunden anhielt und an einzelnen Abschnitten auch nachts andauerte. Unter dem Schutze dieses Feuers ging die italienische Infanterie an zahl­ reichen Stellen zum Angriff vor. Am Krn, am Mrzli Brh und vor den Stellungen des Tolmeiner Brückenkopfes bra­ chen alle feindlichen Angriffsversuche in un­ serem Infanterie- und Maschinen- und flan­ kierendem Geschützfeuer zusammen. Die geg­ nerische Infanterie flüchtete, wo sie angegan­ gen war, unter den schwersten Verlusten in ihre Gräben zurück, stellenweise zog sie es vor, "Avanti" zu schreien, ohne ihre Deckung zu verlassen. Gegen den Monte Sabotino (westlich von Salcano) gerichtete Angriffe und mehrere starke Vorstöße gegen die schon seit einigen Tagen heiß umstrittene Stellung bei Peteano wurde gleichfalls zurückgeschlagen. Auch hier erlitt die italienische Infanterie große Verluste. In Kärnten und Tirol herrscht weiter rege feindliche Artillerietätigkeit. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Die Angriffe der verbündeten Heere mach­ ten auch' gestern überall Fortschritte. Die Macva ist zum größten Teil in unsrem Besitz. Die beiderseits der Kolobaramündung überschisften k. und k. Truppen nahmen um Mitternacht die Stadt Obrenovac und die Hö­ hen südöstlich' davon. Die von Belgrad abwärts vordringenden Streitkräfte gelangten in der Verfolgung, des Feindes über Ripanj hinaus. Eine österr.-ungar. Kolonne erstürmte mit dem Bajonett den Zigeunerberg südlich' von Grocka und nahm mit den beiderseits der un­ teren Morawa vorrückenden deutschen Divi­ sionen die Verbindung auf.' In den dreitägigen Kämpfen um den Avals und um die Stellungen nordwestlich von Grocka find von unsren Truppen \ 15 serbische Offiziere und 2000 Mann als Gefangene eingebracht wurden. Die Bulgaren entrissen dem Feind die erste befestigte Linie längs von Pirot und drangen bis in die Gegend von Vranja vor. Der stellvertretende Chef des Generalstabes r v. H o e f e r, FeldnmrsttzaHeutnant.</p>
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          <p>Bon der letzten englischen Offensive. Rosendaal, 19. Oktober. Aus Dieppe wird gemeldet: Die ersten hier eingetroffenen Berichte aus der englischen Front besagen, daß diesmal unter viel größerem Einsatz an Streitkräften angegriffen wurde als bei Loos. Nach Mitteilungen britischer Offtziere standen rund 300 000 Mann in Reserve, um in die zu schlagende Bresche einzudringen. Verhängnis­ voll für die Offensive war das ungünstige Wetter. Obwohl die Beschießung der deutschen Linien an Heftigkeit nichts zu wünschen übrig ließ, mißglückte der auf einer Linie von 32 Kilometern angesetzte Sturmangriff durch« un­ vorhergesehenes feindliches Flankenfeuer. Man glaubte des Erfolges so sicher zu sein, daß die vorgetriebenen Kolonnen durchwegs aus zwei­ ten Soldaten zusammengestellt worden waren. Infolgedessen erlitten die europäischen Trup­ pen relativ stärkere Verluste als in den An­ griffen bei Loos. (Z.) Rücktritt des Kabinetts Biviani. Nachrichten aus Paris zufolge lassen ei­ nen baldigen Rücktritt des Kabinettes Biviani Voraussagen. (Z.) Neue Millionenaufträge für Amerika. Die französische Regierung hat der Ame­ rican Canand Foundrh Co. in Newherseh, die bereits seit Ausbruch des Krieges mit Kriegs­ lieferungen für die Entente beschäftigt ist, neuerdings einen Auftrag für 100 Millionen ertieift. Vom westlichen Kriegsschauplatz.</p>
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          <p>Vom östlichen Kriegsschauplatz. Straßenkrawalle in Petersburg. Christiania, '19. Oktober. Eine aus Petersburg hier eingetroffene Persönlichkeit erzählt, daß blutige Krawalle in der letzten Zeit auch in der Hauptstadt Rußlands statt­ gefunden haben. Arbeiter und Stüdenten zo­ gen mit roten Fahnen durch die Straßen, nach einem Platz, wo der Sozialistenführer Tscheidse eine Rede hielt, die in der Forde­ rung ausklang, die vertagte Duma müsse wie­ der einberufen werden. Darauf schritt die Po­ lizei ein und die erregten Volksmassen nah­ men Straßensteine und alles, was sie fanden, und bombardierten damit die Polizei. Nun wurden Kosaken gegen die Menge losgelassen und viele Personen schwer verletzt. (Z.)</p>
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          <p>Der Krieg mit Italien. Italiens Kriegserklärung an Bulgarien. Rom, 19. Oktober. Die "Agenzia Stefatti" meldet: Da Bulgarien die Feindselig­ keiten gegen Serbien eröffnet hat und mit den Feinden Italiens dessen Verbündete be­ kämpft, erklärt die italienische Regierung auf Weisung des Königs, daß zwischen Italien und Bulgarien der Kriegszustand herrscht. Italiens Weigerung. Carriere della Sera bringt mit gewisser bitterer Miene einen offiziösen Artikel, der die absolute Notwendigkeit einer Absage auf eine italienische Mitwirkung beim Balkanun­ ternehmen darlegt. Italien führe einen De­ fensivkrieg, den es gewollt habe und daher könne das italienische Volk verlangen, daß der Krieg an seinen Grenzen ausgefochten werde. Um Italiens Hilfe. Zürich, 19. Oktober. Mailänder Blätter berichten aus Paris: Auch in Rußland trete nunmehr offensichtliches Mißtrauen gegenüber Italien hervor. "Jdea Nationale" und "Secolo" benutzten die Meldung, um neuerdings die dringliche Notwendigkeit der Teilnahme Italiens an der Balkanunternehmung der Ver­ bündeten darzutun. "Secolo" meint, einer Na­ tion, die, wie die italienische, so siegreich (wo? D. Red.) kämipfe, sei es unwürdig, hier bei­ seite zu stehen. (Z.)</p>
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          <p>Abtranshort aller bei Saloniki gelandeten Truppen, andernfalls Griechenland die nichtabtransportierten Truppen entwaffnen und festsetzen werde. . Rumäniens Politik. Die "Franks. Ztg." meldet aus Budapest: Nach einem Bukarester Bericht des "Az Eft" schreitet die rumänische Politik einer raschen Entwicklung entgegen. Heute sei es für nie­ mand mehr zweifelhäft, daß die Neutralität Rumäniens nur kurze Zeit noch! würde fest? gehalten werden können und es scheint beinahe, daß auch Rumänien auf dem Plane des Welt­ krieges erscheinen werde. Nach der heutigen verzweifelten Situation der Entente 'sei es nicht schwer vorauszusehen, in welcher Gruppe der Kriegführenden Rumänien seinen Platz einnehmen werde. Die Aktion Rumäniens würde erfolgen, wenn der Erfolg gesichert er­ scheinen werde. Dieser Zeitpunkt scheine den bisherigen Gegnern per Entente jetzt gefönt? men zu sein. (Z.) Montenegro verlangt Geld und Waffen. Zürich, .19. Oktober. Die montenegri­ nische Regierung hat ihren Konsul in Rom beauftragt, Hilfe an Waffen, Munition und Geld zu verlangen. (Z.)</p>
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          <p>Der türkische Bericht. Konstantinopel, 18. Oktober. Das Hauptquartier teilt mit: An der Dardanellenfront bei Anaforta außer Scharmützeln zwischen Aufklärungsab­ teilungen und aussetzendem Artilleriegefecht nichts von Bedeutung. Bei Ari Burun brach­ ten unsere Küstenbatterien feindliche Tor­ pedoboote, die eine Zeitlang wirkungslos un­ sere Stellungen beschossen hatten, zum Schweigen. Wir sprengten eine Mine, die der Feind bei Vanli Tepe gegraben hatte. Bei Seddil-Bahr schoß der Feind am 16. Oktober in 24 Stunden mehr als 1000 Hau­ bitzen ab, ohne irgend eine Wirkung zu er­ zielen. Sonst nichts von Bedeutung. Landung der Verbündeten in Enos? ' London, 19. Oktober. Tie Blätter mel­ den aus Rom: Rach! einer Mitteilung des "Messaggero" sind Truppen der Verbündeten in Enos auf türkischem Boden, in der Nähe der bulgarischen Grenze, gelandet. Der Trans­ port der in Saloniki gelandeten En teilte trup­ pen nach! Serbien hat begonnen. Der erste Transport soll 4000, nach anderer Version 10000 Mann betragen haben. (Z.) Diese Nachricht wird selbst von englischen und französischen Blättern stark bezweifelt und dürfte sich! kaum als richtig erweisen. Die Türkei im Kriege. Eine englische Heldentat. Ein der letzten Beschießung von Aivalah in der Türkei durch! einen englischen Kreuzer am 5. Oktober, wurde das Haus des italieni­ schen Konsuls vollständig zerstört und die aus sechs Köpfen bestehende Familie des Kon­ suls getötet. (Z.)</p>
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          <p>1 Ter Ui-Bootstricg im Mittelmeer. Paris, 19. Oktober. Der "Temps" mel­ det aus Marseille: Der Postdampfer "Eugenie Pereira" ist am 18. Oktober in Marseille mit den Ueberlebenden des Postdamlpfers "Admi­ ral Hamelin" eingetroffen, der kürzlich von einem deutschen Unterseeboot im Mittelmeer versenkt worden ist. 50 Menschen sind uab­ gekommen, etwa 30 wurden verletzt. Ter Schlachtkreuzer "Jawus Selim" in Warna. Lug ano, 19. Oktober. Ter Schlachtkreu­ zer "Sultan Jawus Selim" kreuzte eine halbe Stunde vor Constanza und fuhr dann mit Volldampf nach Warna weiter. Der Krieg zur See.</p>
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          <p>Der Krieg mit England. Krisenstimmung in England. Amsterdam, 19. Oktober. Der Jrenführer Redmond führte in einer Rede in Du­ blin aus, daß die Stellung der Koalitionsre­ gierung in hohem Maße unsicher geworden sei. Es könnten jeden Tag Dinge eintreten, die dem politischen Waffenstillstand ein Ende mach­ ten und das britische Volk in zwei heftig widerstreitende Partetlager teilten. Die Mög­ lichkeit allgemeiner Wählen würde in polt-! tischen Kreisen lebhaft erörtert. Reuter meldet: Wie verlautet, hat der Attorney General Sir E. Carson seine Entzlassung wegen der Balkanverwicklungen, nicht wegen der Wehrpflicht genommen.</p>
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          <p>Erregung in Australiern. Londoner Depeschen berichten,, daß das Aufgeben des Dardanellenunternechmens in Australien eine große Erregung hervorgerufen hät. Das australische Volk sei empört, daß Zehntausende von Australiern nutzlos ihr Le­ ben an de nDardanellen lassen mußten. Die australische Presse äußert ihre Empörung über die ungenügenden Vorbereitungen für dieses Unternehmen. Nunmehr, wo man in Eng­ land beginne, Vernunft anzunehmen, sei es zu spät. &lt;Z.) Aus den Kolonien.</p>
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          <p>Also nochmals los in den Feuerzauber, auf einer langen, geraden Straße, die parallel mit der englischen Front läuft und dauernd mit Schrapnellen und Jnfanteriegeschossen be­ streut wurde. Am Torfeingange großer Sperr­ feuervorhang. Glücklich hindurch! In einer Straße wurde ich mit offenen Armen erwar­ tet. Hier war der Eingang des Zugangsgra­ bens, in welchem sich langsam Ersatzmannschaften hineinschoben, wahrend gleichzeitig die Verwundeten herausgebracht wurden. Ein ganz junger Leutnant wankte hervor, fragte mich!, ob ich ihn mitnehmen könne und warf sich dann lang auf die Erde. Er konnte nicht mehr stehen, er hatte einen Hüftenschutz. Meine Handgranaten waren schnell abgeladen, ebenso schnell hatte ich 12 Verwundete aufgeladen bekommen, darunter den Leutnant, die so rasch wie möglich nach dem Regimentsverbandplatz tzu bringen waren. Dort nahm man mir noch einen Teil ab, lud mir andre zu, mit denen W nach dem nächsten Lazarett mußte. Hier wurde, um für die Eingänge dieser verlustreichen Nacht Platz zu schaffen, abermals umgeladen, und mit 24 Transportfähigen ging es abermals weiter nach dem nächsten Reservelazarett, wo noch Raum war. Dann durfte ich heim. Der Morgen leuchtete mir schon durch das offene Dach, als ich nun an meinen Umzug ging und von dem ungewöhnlich gewordenen, mir ans Herz gewachsenen Quartier in der Dachstube Abschied nahm. Drei Stunden Schlaf wie ein Toter, dann begann der stramme neue Tag. In der Frühe begegnete, mir der Divisions­ general. Er hielt mich an und lobte mich, ich hätte meine Sache sehr brav gemacht. "Und Eindrücke haben Sie wohl heute nachts ge­ nug gesammelt, Herr Künstler, aus denen sie nach dem Kriege dem deutschen Volke Bil­ der malen können, damit es sieht, wie der Krieg wirklich! gewesen ist?" fügte er lächelnd hinzu. "Ja, mir war es genug, das sage ich ehrlich, obwohl ich die Nerven keinen Au­ genblick verloren habe." Mauern und Dächer ein Lärm, daß man sich gegenseitig in das Ohr schreien mußte, um sich verständlich zu machen. Inzwischen wurde regelmäßiges Trommelfeuer auf die Ortschaft gelegt. Da schon viele Häuser in Trümmer­ haufen verwandelt waren, hatten die Keller­ unterstände zum Teil geräumt und gewechselt werden müssen. Wo der des zweiten Batail­ lons war, bei welchem ich die übrigen 1200 Handgranaten abliefern sollte, konnte mir nie­ mand sagen, Ich fuhr mit meinem Wagen in Deckung vor ein zweistöckiges Haus, und es gelang mir, mW bis tzum Regimentsstab durch­ zufragen. Ich trat in einen engen Unter­ stand und hatte einen unvergeßlichen Anblick. Ter Oberst saß mit seinem Stabe um einen Tisch, auf dem ein Talglichtstumpf brannte und aß in aller Rühe ein Stück Brot mit Le­ berwurst, während rings die Erde von den Granateinschlägen zitterte und bebte. "Ja, die Handgranaten", sagte er, "das ist ja sehr brav, daß Sie die hierher gebracht haben. Aber ich kann jetzt niemandem zum Abladen kontzmandieren." Er zog seine Uhr heraus. "Es ist jetzt dreiviertel 12 Uhr. Um 12 Uhr stürme ich, um die Engländer, die schon in den Rand des Torfes eingedrungen sind, wieder hinaus­ zuschmeißen." In diesem Augenblick trat ein Soldat in den Unterstand und meldete dem Oberst: "Es liegt ein ftemder Lastkrastwa,gen auf der Dorfstraße und sperrt den Durch­ gang". — "Was", ries ich erschreckt, "mein Wagen liegt auf der Dorfstraße." — "Rein", verbesserte sich der Soldat, "er 'steht, aber ein Haus liegt aüf ihm." — Darauf eritp schied der Oberst, daß ich versuchen solle, mit meiner Ehplosionskiste so schnell wie möglich aus dem Dorfe zu kommen, um mich zu wei­ terer Verfügung nach der Brigade zurückzujbegeben. Ich kam zu meinem Wagen und entdeckte, daß der Soldat richtig berichtet hatte. Das zweistöckige Haus war oerschjrvlunden, und Mein Wagen stand mitten in dem Trümmer­ haufen, mit Balken, Steinbrocken und Dachiziegln bedeckt. Ich mußte meinen Begleitlmann suchen, der einen Unterstand entdeckt hatte und mit seiner Hilfe den Wagen ab­ räumen. Dann dauerte es noch gute zehn Minuten, ehe wir ihn in dem Trümmerhaufen auf der engen Straße wenden konnten. Glück­ licherweise war der Motor nicht verletzt und sprang gleich an. Ich fuhr, wieder auf einem Umweg, zur Brigade zurück, auf einer Straße, die nun noch unter viel tollerem Geschoßhagel lag. Denn nach dem Stocken ihres An­ griffes hatten die Engländer ihr Feuer nach hinten verlegt, um das Herankommen von Ver­ stärkungen zu verhindern. Es ging durch Gra­ nattrichter, und einmal sperrte ein von einer Granate gefällter Baum den Weg, aber wir Hamen hart am Straßenrand vorbei über seine Aeste. Bei der Brigade erwartet mich die Mitteilung, daß nach den nicht angekommenen Handgranaten große Nachftage gewesen sei, Ich sollte sofort auf demselben Wege zurück­ kehren, 300 Meter vor dem Torfe bestmög­ liche Deckung suchen und durch einen Rad­ fahrer, den man mir mitgab, Fühlung mit dem Bataillon zu gewinnen versuchen. Also I noch einmal zurück aus der feuerspeienden Stra1 ße, durch Granatlöcher und über geknickte j Bäume. 300 Meter vor dem Torfe stand ein I Posten,. der nicht schlecht schimpfte, daß ich mich mit meinen tausend Handgranaten vor ihm aufstellte. Mir machte es mehr Sorge, daß mein Radfahrer nicht nachgekommen war. Dem mußte irgend etwas passiert sein, und nachdem ich noch eine Weile auf ihn gewartet hatte, entschloß ich mich, selbst in das Torf zu gehen. Den Unterstand des Feldwebels, wo ich Mannschaften zum Abladen bekommen sollte, fand ich zwischen allen den Trümmer­ haufen nicht mehr, es blieb also nichts übrig, als noch einmal nach dem Regimentsunter­ stande vorzuschleichen. Dort wurde ich mit Freude begrüßt. Tasseiein glücklicher Zufall, daß ich noch einmal komme. Das Telephon war nämlichl durchgeschossen worden. "Wissen Sie noch, mein lieber Major, wie wir damals in.... fünf Tage lang ohne Verbindung mit der Division saßen. So schlimm wird es diesmal nicht werden," sagte der Oberst zu einem der Offiziere. Dann befahl er mir, bei dem Unterstände des Feldwebels, zu dem er mir einen Mann mitschickte, meine Handgra­ naten abzuladen und dann so schnell wie mög­ lich eine Meldung an die Division zu über­ bringen. Denn inzwischen hatte der Sturm stattgefunden, und die Engländer waren zu­ rückgeworfen. Ich meldete mich bei dem Feld­ webel, aber der erklärte es für unmöglich!, die Handgranaten abladen zu lassen. Die fünf Mann, die er zur Verfügung habe, seien so erschöpft, sie hätten den ganzen Tag so Uebermenschliches geleistet und müßten morgen wie­ der auf dem Posten sein, daß er sie jetzt un­ bedingt schlafen lassen müsse. Ta war nichts zu machen. Ich fuhr also, abermals mitten durch den tosenden Kessel des Sperrfeuers, zur Division, gab meine Meldung ab und beschloß dann, nach Hause zu fahren und meine Hand­ granaten abzuliefern. Unterwegs schon hörte ich eine Ueberraschung. Im Verlaufe des Angriffes hatten die Engländer auch, auf unser Dorf das Feuer gelenkt. Ich war neugierig, wie mein Quar­ tier aussehen würde. Ich hatte ein hübsches Tachzimmer, das mir in freien Stunden als Werkstatt zum Zeichnen und Malen diente. Ja, wie sah das aus! Das Dach abgedeckt, sodaß der Nachthimmel auf meine Studien­ blätter sah, die zum Glück unversehrt geblie­ ben waren. Ich mußte gleich mit dem Umltzug beginnen, wenn ich noch ein Auge voll Schlaf nehmen wollte. Doch dazu kam es nicht. Während ich mir noch das Packen über­ legte, kam schon die telephonische Anftage: "Ist der Kraftfahrer L. mit den tausend über­ j schlissigen Handgranaten schon zurück?" — "Ja. eben ist er angekommen!" — "Das ist sehr gut, er soll sie sofort nach ... — an das ent­ gegengesetzte Ende des Frontabschnittes — bringen. Sagen sie ihm, es sei ein shhr wich­ tiger Auftrag!" W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter.</p>
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          <p>mal ein bischen anhaucht. Und nun geben Sie mir mal vernünftig Bescheid. Sie kennen doch meine Frau und wissen Bescheid. Was denken Sie davon, daß sie nicht heimgekom­ men ist?" Tina merkte sehr wohl, daß er unruhig war. Aber das gönnte sie ihm und sie meinte, das sei ihm sehr gesund. Mit wahrer Befriedigung ließ sie ihn im Unklaren. "Ich kann Ihnen nichts weiter sagen, gnä­ diger Herr, als daß die gnädige Frau in heller Angst fortgelaufen sein muß, wie sie ging und stand, unp daß sie nicht wiedergekommen «ist. Wir sind alle in großer Unruhe gewesen." Dolf sprang auf. "Es ist gut — gehen Sie." "Soll ich das Frühstück hereinschicken?" fragte Tina ungerührt. "Nein — oder ja, meinetwegen — und — melden Sie es mir sofort, wenn irgend eine Nachricht kommt." "Ja, gnädiger Herr." Tina ging hinaus. "Der Unmensch — er soll vor Angst und Unruhe nicht wissen, wohin," dachte sie er­ bost. | Dolf eilte, als er allein war, an das I Telephon. Er klingelte bei seinen Eltern an. 8 Sein Vater war selbst am Apparat. 1 Dolf sah sie scharf an. "Wo ist meine Frau, Tina?" "Ich. kann es nicht sagen, gnädiger Herr." Tols fuhr sich, seines Scheitels nicht achjtend, durchs Haar. «Ja, zum Donnerwetter — was 'ist denn nur los? Ist meine Frau wirklich nicht wie­ der heimgekehrt seit — nun seit gestern abend?" "Nein, gnädiger Herr, und sie ist ohne Hut und Mantel ausgegangen." Dolf starrte finster vor sich! hin und dann fuhr er Tina an: "Ja, tzum Donnerwetter — warum hat man mich da nicht geweckt, um mir das zu melden?" Tina stand steif und unbewegt. "Es hat sich niemand getraut, den gnä­ digen Herrn zu wecken, weil der gnädige Herr gestern abend so — so getobt haben und sol­ che Schimpfwörter gebraucht haben, wie sie sich ein anständiger Dienstbote nicht gefallen tzu lassen braucht." Dolf fuhr wieder nervös über seinen sonst so ängstlich! gehüteten Scheitel. "Werden Sie nicht unverschämt, Tina, Sie nehmen sich, allerhand heraus, weil Ihnen meine Frau alles nachsieht. Bei mir gibt es das nicht. Es wird euch ja nicht gleich! eine Merle aus der Krone fallen, wenn man euch "Ist Rita bei euch?" fragte er hastig. "Nein," antwortete sein Vater kurz. "Ist sie auch gestern abend nicht bei euch gewesen?" "Nein. Aber du kannst sofort zu mir kommen, W. habe mit dir zu sprechen." ,^Hat das nicht Zeit?" "Nein, es hat nicht Zeit. Und du wirst von mir von Nita erfahren." Dolf atmete unwillkürlich, auf. Er hatte eine unbestimmte Angst gehabt, Nita könne sich etwas angetan haben. Nun lachte er sich selbst darüber aus. "Kannst du mir nicht gleich am Tele­ phon Näheres sagen?" "Nein — ich erwarte dich." Damit brach Bernhard Falkner das Ge­ spräch ab und Dolf bekam keine Antwort mehr. Hastig nahm er nun sein Frühstück ein Und be­ stellte inzwischen seinen Wagen. , Eine Stunde später stand er in gedrückter Stimmung vor seinem Vater. Dieser sah noch! immer sehr blaß und elend aus, war aber ruhig und gefaßt uttib begrüßte Dolf sehr förmlich, ohne ihm die Hand zu reichen. Da machte Doff eine ärger­ liche Bewegung, als wollte er sagen: "Na, dann nicht." _i u. (Krrtsetzung t»W4 w i J</p>
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          <p>Wurde das Todesurteil bereits vollstreckt. Die tzum Tade&gt; Verurteilten wirkten nach eigenem Geständnis viele Monate, die vorgenannte Eng­ länderin neun Monate, mit, versprengte eng­ lische und französische Offiziere und Soldaten und wehrfähige Franzosen und Belgier nach, Holland zu befördern, damit sie sich dem Heere der Feinde anschließen konnten. Tie Verur­ teilten bildeten eine wohlorganisierte GeselNischaft, die lroy der wiederholten Warnungen seitens des Generalgouverneurs mit verteilten Rollen im großen Stile etappenweise die Anwerbung und Zuführung Wehrfähiger für die feindliche. Armee betrieben. Fasergewinnung aus Hopfenreben. Nach Mitteilung der Geschäftsstelle der Kriegskommission zur Gewinnung neuer Spinnfasern in Harburg an der Elbe ist dar Ergebnis der bisherigen Versuche, aus Hopfenreben Fasern zu gewinnen, Rin befriedi­ gendes, so daß davon abgesehen wurde, in diesem Jahre die noch vorhandenen Bestände anzukaufen.</p>
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          <p>Aus dem bayerischen Landtag. Zum vor­ liegenden Gesetzentwurf des Justizministeri­ ums über die Niederschlagung von Strafver­ fahren gegen Kriegsteilnehmer äußert sich, der Berichterstatter Abg. Speck &lt;Z.) u. a. dahin, daß der Entwurf nur der Billigkeit entspreche und daß von zahlreichen unserer wackeren Krie­ ger durch, die in Aussicht stehenden Gnadenakte schwere Sorge genommen werde. Weiter meint er: Die Wohltat des Gesetzentwurfes wird sich, da der Entwurf in dieser Beziehung keine einschränkende Vorschrift enthält, wohl nicht aus das bürgerliche Strafverfahren be­ schränken, sondern sich auch auf sie Militärs strafen erstrecken sollen. Aus dem gleichen Grunde werde das Niederschlagsrecht der Krone wohl auch das Privatklageverfähren umfassen. Die Tragweite des Entwurfes würde besser beurteilt werden können, wenn die Justizver­ waltung in der Lage wäre, über die ungefähre Anzahl der zurzeit bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften anhängigen, aber ruhen­ den Strafverfahren der hier in Frage kommen­ den Art näheren Aufschluß zu geben. Die Gründe, die zur Vorlage dieses Gesetzentwur­ fes auf dem Gebiete des ordentlichen Straf­ verfahrens geführt haben, dürften auch auf dem Gebiet des Disziplinarstrafverfahrens nach der Ansicht des Berichterstatters als vor­ liegend zu erachten sein. Er wünscht deshalb eine Mitteilung, ob auch, hier eine Niederschla­ gung in den hiezu geeigneten Füllen beabsichj-, tigt oder schon erfolgt ist. Ueber den Militäretat für 1915 hat Abg. Tr. v. Casselmann seinen Berscht an den Fi­ nanzausschuß abgeliefert. Er beantragt Zu­ stimmung zu sämtlichen Etatssätzen. Ter Landtagsaögeordnete Josef Weißenfeld (Zentrum), Hofrat und Bürgermeister der Stadt Neumarkt i. O. ist am Montag abends gestorben. Unsere Kampfflieger. Das K. B. Kriegs­ ministerium teilt mit: Durch Allerhöchste Ent­ schließung vom 1. Oktober 1915 wurden, wie im letzten Verordnungsblatt mitgeteilt, für Kampfflieger, die ein feindliches Flugzeug in deutsche Gewalt bringen, Eroberungsgelder ausgesetzt. Als erste wird die Feldflieger-Ab­ teilung Nr. 3 (Bayer. 3. Armeekorps) diesen Ehrenpreis erhalten, der ihr durch, Allerhöch­ ste Entschließung vom 7. Oktober zugespro­ chen wurde. Die tapfere Abteilung hatte mit ihrem Kampfflugzeug (Führer LeutnantSchlemmer, Beobachter Leutnant Baer) am 15. Juni nach halbstündigem Luftkampfe ein feindliches Kampfflugzeug heruntergeschossen und dadurch in deutsche Gewalt gebracht. Feldpostrerkchr i« den Monaten August ßtnd Sepie nrbcr Iß 15. In den Monaten.August und September 1915 sind von den bayerischen Feldpostanstalten nach der Heimat 54 325 Brief­ postsäcke im Gesamtgewicht von rund 1 369 918 Kilogramm und von den bayerischen Postsam­ melstellen nach dem Felde 198 558 Brieffäcke im Gesamtgewichte von rund 5 569 620 Kilo­ gramm abgefertigt worden. Kriegsfürsorge. Die bayerischen Tuch fabriken haben unter sich 37 000 Mark gesamt melt, welche den vier großen Kriegswohlfahrts­ zwecken überwiesen (rofurben, nämlich, der Kriegs­ invalidenfürsorge, dem Roten Kreuz, der Nationalstiftung für die Hinterbliebenen und der Fürsorge für die Angehörigen Der Kriegsteil­ nehmer. Auch der türkische Halbmond in Kon­ stantinopel erhielt 1000 Mark. Gestohlene Kirchweihgänse. Am Kirchweihsamsiag wurden beim Högerbräu im Tal (München) von einem Botenwagen herab ein Kübel Schmalz und 21 Kirchweihgänse gestohlen. Die "Beibringung" der Gänse dürfte wohl Schmierig­ keiten machen. Bayerische Nachrichten.</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. Zwei tapfere Nieöerbahern. Unteroffizier Wilhelm Mauerer, ein landwirtschaftlicher Arbeiter von Zenting, B. A. Grafenau und Gefreiter der Reserve Max Gegenfurtner, Wagnergehilfe aus Grafling, B. A. Deggendorf, beide der 10. Kom­ pagnie 11. Jnfanterie-Regiments, hielten bald im Angriffe, bald in der Verteidigung stets Schulter an Schulter und des öfteren als die Letzten tapfer im Kampfe aus und verdienten sich damit die Silberne Medaille. (Aus der Bayer. Ehrentafel Nr. 70.) Vom Lande schreibt man «ns: Die Be­ zirksämter haben wie im Frühjahr so auch im Herbste auf Reparatur der Gemeinde-, Schul- und Kirchenwege zu dringen. Daß diese Behörden über ihre Vorschriften nicht hinaus können, das weiß jeder Landbürgermetster. Aber bei dem Vollzüge dieser Anordnung draußen auf dem Lande hapert es gegen­ wärtig ganz gewaltig, denn es fehlt an Gespannen und männlichen Arbeitskräften. Daß mit Frauens­ personen, bet aller sonstiger Vortreffltchkeit, nicht gut Wegmachen ist, das wird sicher jeder Landbürger­ meister gerne bestätigen Starke Aufschottung tut auch unseren Rindviehgespannen sehr weh. Die land­ wirtschaftlichen Herbstarbeiten, die durch das jüngste Regenwetter noch hinaus gezögert wurden, bieten wenig Raum für intensivere Wegreparaturen. Hoffent­ lich drücken die Herren Vorstände der K. Bezirks­ ämter wegen der Herbstreparatur für diesesmal wenig­ stens ein Auge zu. Frontenhausen, 17. Okt. (Den Freund erschoffen.) Der 19 jährige Brauerssohn Kolbeck vom nahen Georgenschwtmmbach hantierte mit einem ge­ ladenen Gewehr. Plötzlich krachte ein Schuß und sein vor ihm stehender Freund, der Bauerssohn Hötzinger aus Grund brach mit einer schweren Schuß­ verletzung im Unterleib zusammen. Er dürfte kaum mit dem Leben davonkommen. Kolbeck stellte sich selbst der Polizei. Dingolfing, 19. Oft. (In Amerika gestorben.) Brauereidirektor Sebastian Wimmer, ein Kind unserer Stadt ist am 17. August in Ohio (Nordamerika) gestorben. Wimmer war mit seinen Eltern als 11 Jahre aller Knabe nach Amerika übersiedelt und hat es dort zu Ansehen und Wohlstand gebracht. Alle fünf Jahre besuchte Wimmer seine niederbayerische Heimat. Abbach, 16. Okt. (Ein Milchfälscher.) Der Gutsverwalter Ernst Schulz von Weichs bei Abbach hatte sich gestern vor der hiesigen Strafkammer wegen Milchfälschung zu verantworten. Dem Angeklagten liegt zur Last, am 2. Februar 40 Liter Milch 8 Liter Waffer, am 3. Februar 60 Liter Milch 9 1 /* Liter Waffer und am 4. Februar zirka 105 Liter Milch 22 Liter Waffer zugesetzt zu haben. Die auf diese Weise verfälschte Milch setzte er an ein Molkereigeschäft in Regensburg ab. Schulz stellte die ihm zur Last gelegten Reale in Abrede. Das Gericht erachtete jedoch den Angeklagten durch die Zeugenaussagen als überführt und verurteilte ihn zu 300 Mark Geldstrafe ev. 30 Tagen Ge­ fängnis. Passau, 19. Oktober. &lt;S. M der König) hat dem Bischof von Passau, Sigmund Frei­ herrn v. Ow, zum 60. Geburtstag telegra­ phisch, seine Glückwünsche ausgesprochen. Passau, 19. Oktober. (Redakteur Nikolaus Hackl) scheidet nunmehr aus der Redaktton der "Donau-Zeitung" in Passau, um die Stelle eines Schloßvikars bei Frhrn. v. Cramer-Klett in Hohenaschau anzutreten; Hackl hat sich als Priester am politischen Leben stark beteiligt und war auch! Vorsitzender des WindthorshBundes Passau.</p>
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          <p>Dienstnachrichten. Kanzleiöienst. Vom 1. November 1915 an wird auf fein Ansuchen in gleicher Diensteseigenschaft in etatsmäßiger Weife versetzt der Kanzlei- und Regtstralurassistent der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft von Ntederbayern Joseph Hörmann in Landshut an die Landwirtschaftliche Berufsgenoffen« fchaft von Schwaben in Augsburg.</p>
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          <p>Lokales. Landrhut, 20 Oktober. &lt; —* DasEiferneKreuiz wurde verliehen dem Ersatzreser-visten Valentin Schmidbauer, Magazinier der Bayer. Elektrizitätswerke hier. —* .Das Militär-Verdien st kr euz 3. Klasse mit Schwertern wurde dem Ober­ gefreiten des 10. Fußartillerie-Regiments, Herrn Alois Plank, Sohn des Herrn Privatier Plant hier, verliehen; ebenso dem Söldners­ sohn Andreas Schalk von Oberwattenbach b. L. —* Anerkennung wurde für sein tapfe­ res Verhalten dem Kriegsfreiwilligen des 16. Infanterie-Regiments, Gefreiten Meindl, Sohn des Herrn Schriftsetzers und Metteurs Meindl hier zuteil in Form eines Divisionsdiploms. —* Zu Feldwebelleutnanten wurden die Offiziersstelloertreter Georg Lindner und Heinrich Lippert des 16. Jnf.-Regt. und Michael Ebertsch des Laudw.-Jnf.-Regt. Rr. 2, Johann Schwarzfischer des 2. Ersatzbataillons des 16. Jnf.-Rgis. befördert. —* Ein Verwundetenzug kam aus dem Westen gestern abends halb 7 Uhr hier an. ES waren 600 Verwundete, von denen 200 hier ausgeladen wurden. 45 von ihnen gingen nach Vilsbiburg (12), Neumarkt (10), Dingolfing (18) und Achdorf (5) weiter. Die übrigen 155 wurden durch die Freiwillige Santtätskolonne in die Lazarette der Reiterkaferne, in die Jnfanteriekaferne, des SolanuS« und Kolcnnenhauses verbracht. Der Zug mit den übrigen 400 Verwundeten setzte die Fahrt »ach Regensburg fort. —* Für den TranSportzng Nr. 8 in Bamberg geht morgen von hier ein Mann der hiesige» Freiwilligen Santiätstolonne als Ersatzmann ab. —* Die Grundpreise für Kartof­ feln. Die Bayer. Staatszeitung schreibt: Von seiten der Reichskartoffelstelle ist festgestellt worden, daß sehr viele Hänpler darauf speku­ lieren, daß die Reichsleitung genötigt sein wird, die Grundpreise für die Kartoffeln zu erhöhen, weil es ihr bisher nicht in ausrei­ chendem Maße gelungen ist, Kartoffeln zu dem festgesetzten Preise zu erstehen. Wir sind aus­ drücklich! ermächtigt, zu erffären, daß diese Hoff­ nungen irrig sind und sich nicht erfüllen wer­ den. Die Reichsleitung denkt nicht daran, die Preise zu erhöhen und ist dazu auch gar nicht genötigt, da sie genügende Befugnisse hat, um Kartoffeln au§ den Lagern gewissenloser Spe­ kulanten auf den Markt gu bringen. (Z.) —* Eine Fe stmesse bon T)cm verstorbe­ nen Opernsänger Herrn Holzapfel brachte am letzten Sonntag der Kirchenchor St. Martin zur Erstaufführung. Die stimmungsvollen Me­ lodien durchbrausten in hehrem Wohlklang die Räume der Kirche und hielten die Hörer in ihrem Banne. Herr Holzapfel erwies sich in diesem Werke als Meister der Komposition, der Chor und Orchester zu innigem Zusammenwirken zu einen vermochte. Leider war es dem Komponisten nicht mehr möglich, die Auf­ führung seines Werkes zu erleben. In Herrn Hofopernsänger Humbert fand das Pater­ noster einen würdigen Solisten, der mit Wär­ me und Innigkeit sich seiner Aufgabe ent­ ledigte. i —* Volkshochschul-Veret» Landsh u t i. B. Mit Rücksicht auf die Fortdauer der Krieges wurde vom Volkshochschulverein Landshut in seiner Ausschußsitzung vom 8. Sept. beschlossen, auch für das Vereinsjahr 1915/16 kein förmliches Bortragsprogramm aufzustellen, sondern wie im Vor­ jahre nur eine beschränkte Zahl von Vorträgen vor­ wiegend patriotischen Inhalts, etwa einen in jedem Monat abzuhalten. Wetter wurde beschlossen, daß das Reinerträgnis der Vorträge wie im Vorjahre auch Heuer zu Zwecken der Krkegsfürsorge verwendet werden soll. An Mttgliederbeiträgen wird mit Rück­ sicht auf die Verminderung der Zahl der Vorträge vorerst nur die Hälfte erhoben. Die Nacherhebung der zweiten Hälfte der Beiträge findet nur dann statt, wenn dies zur Deckung der in Aussicht stehen­ den beträchtlichen Ausgaben unumgänglich notwendig werden sollte. Für die Monate Oktober mit Dezem­ ber lf. Js. sind ins Auge gefaßt ein Vortrags- und Rezitationsabend des Dichters Hans Eschelbach über das Thema. Bei den Bayern an der Front am 29. Oktober (gemeinsam mit der Laudshuter Lieder­ tafel), ein Vortrag mit Lichtbildern von Zahnarzt Hölldobler hier über das Thema "Aus den Grödner, Sexten er und Ampezzan er Dolomiten und den be­ nachbarten Grenzgebieten und ein Vortrag des Privatdozenten der technischen Hochschule Dr. Albrecht Wirth München über die Balkanlage. Die weiter vorgesehenen Vorträge werden später bekannt ge­ geben. — * "Arbeit und Energie" kantet das Thema, über das am nächsten Freitag im Gewerbehausiaale Herr Professor Hugo Freitag zum Gedächt­ nis Robert MayerS spricht. Gäste find hiebei will­ kommen.</p>
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          <p>Unsere Zukunft liegt — tu der Kinderstube. Das wissen mir in diesen schweren Tagen mehr denn je, wo Kinder unsere Hoffnung und Zuversicht sind. Mehr denn je widmen sich ihnen die alleinstehenden Mütter, deren Männer und Väter draußen kämpfen. Es dürfte ihnen willkommen fein zu erfahren, daß auch in bezug aus Körperpflege der Kinder die deutsche Industrie vorgesorgt hat: Die "Steckenchferd-Buttermsich-Sei'e" von Bergmann &amp; Co.. Radebeul, eignet sich besonders für Kinderpflege, infolge ihrer äußersten Mildheit, die den kleinen Körper reinigt, ohne die empfind­ lich« Haut anzugreifen. • 2257 Ein englischer Fisch-ampfer in die Luft ge- z flogen. 1 i London, 20. Oktober. "Lloyd" meldet 1 aus Grimsbh: Der Fischdampfer "Devonian", der am 6. September ausreiste, gilt als ver­ loren. Man glaubt, daß er am 18. September litt die Lust geflogen und die ganze Besat­ zung und 9 Mann ertrunken ist. Erdbeben in Ungarn. Temesvar, 20. Oktober. Gestern vor­ mittags 10, 1, und 2 Uhr fanden sowohl! hier als in ganz Südungarn heftige Erdbeben statt. Tie Seismographen verzeichneten bis 20 Millimeter Ausschlag. Die Richtung war Südsüdwest. Das Erdbeben war besonders in Temesvar von großer Heftigkeit.</p>
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          <p>anfernte.</p>
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          <p>Mietet Pozarevac freilich heute nicht mehr, da- | für aber allerhand sonst "Sehenswertes". Plus j dem "Kralja Aleksandra" steht die über 2,5 Meter hohe Bronzestarue des eben gerühm­ ten Serbenfürsten Milosch, für die sich der j Bildhauer Jovanowitsch 1898 die stattliche J Summe von 21500 Dinar bezahlen ließ. Die Bevölkerung des Städtchens erscheint dem an j serbische Aulturbegrisje nicht Gewöhnten et- t was buntscheckig, denn sie zählt innerhalb des 1 Stadtfriedens außer der Zivilbevölkerung und j dem auch im Frieden, wo der Brigadestab hier liegt, verhältnismäßig zahlreichen Militär, ein , paar hundert Zigeuner, etwa je 1000 Pferde und Rinder, 5000 Borstentiere, 2600 Hammel nnb 250 Bienenstöcke. Die Straßen befinden : sich etwa seit der Jahrhundertwende in einem ganz unserbisch gutem Zustande, was neben anderen Kulturfortschritten dem Wirken des früheren Stadtingenieurs Weitmann, ■ einem Rheinländer, zu danken ist. Im großen uttlb ganzen aber ist die Stadt Pozarevac wie ihre serbischen Schwestern zumeist ein Augiasstall, in dem vielleicht unsere Truppen ein wenig Ordnung schaffen werden.</p>
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