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        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1915-10-26"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">68. Jahrgang Nr. 292</biblScope>
          <date when="1915-10-26">1915-10-26</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Im Westen haben die Franzosen seit ihrer fehlgeschlagenen Offensive zum erstenmale wie­ der einen größeren Angriff versucht und zwar Lei Tahure und Le Mesnil. Bei letzterem Orte empfinden sie eine vorspringende Stellung der Unsern als besonders lästig. An dieser Stelle wird noch! gekämpft, während an allen anderen Punkten trotz des heftigsten Trommelfeuers, mit dem die Franzosen ihren Angriff einleite­ ten, alle ihre Bemühungen scheiterten, aber schwere Verluste für die Franzosen 'erbrachten. Im Osten haben die Russen einen vergeb­ lichen Vorstoß gegen Kekkau. südöstlich von» Riga, versucht, ebenso scheiterten russische An­ griffe bei Dün^burg, doch! erhöhte sich hier die Zahl der gefangenen Russen auf &gt;3727. Räch der Einnahme von Jlluxt waren schwache deutsche Kräfte nördlich dieses Ortes vorgegan­ gen, mußten aber oor überlegenen feindlichen Kräften wieder zurückgehen. Weiter südlich hatten die Russen nördlich! des Driswiathsees einen Angriff versucht, der ebenfalls scheiterte. Jn Wolhynien haben österreichische Trup­ pen östlich Don Komarow neuerdings die russi­ schen Stellungen in 4,5 Kilometer Breite durchbrochen. Tie öflerr.-ungar. Truppen haben in Wol­ hynien 2 Offiziere und 1000 Russen gefangen. Von der italienischen Front kommen Nach­ richten, welche zeigen, daß sich dort Ereigniiie von großer Tragweite abspielen, und die Front, dre wochenlang halb vergessen schien, scheint sich letzt zu einem Hauptcampsplatz auszugestalten. Es wird immer Uarer, daß die Italiener mit Anspannung der äu­ ßersten Kräfte kämpfen und ohne Rücksicht auf Menschenopfer immer neue Reserven zum An­ griff vortreiben, um endlich einmal bei dieser dritten Offensive, die sich zu einem militäri­ schen Unternehmen größten Stils auswächst, einen greifbaren Erfolg zu erzielen. Warum Italien sich gerade jetzt vor dem Eintritt des Winters, zu dieser -großen Kraftanstrengung aufrafft, wird ohne weiteres klar, wenn man die ungünstige Lage des Vierverbandes aus dem Balkan bedenkt. Tie Verbündeten Ita­ liens wollen endlich! einmal positive militäri­ sche Leistungen sehen, und Italien hat sich diesem Truck, der Wohl in erster Linie von England ausgeht, mit der bekannten flabi# scheu Widerspruchslosigkeit fügen müssen. Die Kämpfe, die, tote der neueste Heeresbericht fest# dem Trenovaglava- und Mirkovacgipsel in Besitz genommen. Unsere Flotte hat nach langer Pause wie­ der ein Opfer zu verzeichnen. Der große Kreu­ zer "Prinz Adalbert" wurde von einem feind­ lichen Unterseeboot versenkt. Ob es ein eng­ lisches oder ein russisches Unterseeboot war, ist nicht gemeldet. Leider ist mit dem Schsiff auch! der größte Teil der Besatzung unterge­ gangen. Unsere Unterseeboote haben wieder reiche Beute gemacht. Im Mittelmeer hat eines der­ selben vor den Toren des Hafens von Saloniki den englischen Transportdampfer "Martotti" versenkt. Rur 83 von 1000 englischen Solda­ ten konnten gerettet werden. Ein anderes Unterseeboot hat bei der Insel Wight an der Ostküste Englands einen anderen englischen Transportdampser versenkt und einem dritten, unserer Unterseeboote fiel ein französisches Schiff mit Kriegsmaterial im Aermelkanal zuwi Opfer. Weitere Mißerfolge der italienischen Offensive Weitere Mißerfolge -er italienischen Offensive Neue französische Angriffe abgeschlagen. — Russische Angriffe gescheitert. — Die russische Stellung bei Komarow durchbrochen. — Der Kreuzer "Prinz Adalbert" torpediert. — Zrei feindliche Transportdampfer versenkt. — Weitere Fortschritte in Nordserbien. — Entscheidende Niederlage der Serben bei Nesküv. — Griechenland lehnt das Biervervauvs-Ultimatnm ab. stellt, überall mit beispielloser Erbitterung ge­ führt werden, erstrecken sich aus die ganze Front. Die Italiener haben die Stellungen unsrer Verbündeten erst durch starke AriillerievorBereitung zu erschüttern gesucht, und man kann sich vorstellen, daß bei den verzweifelten An­ strengungen des Gegners ein geradezu rasendes Feuer aus Geschiützen aller Kaliber gegen die österr.-ungar. Stellungen niedergeprasselt sein muß. Aber trotz dieser ungeheuren Anstren­ gungen sind die anstürmenden Italiener über­ all auf die unerschütetrliche Widerstandskraft unserer tapferen Verbündeten gestoßen, die mit todesmutiger Entschlossenheit und eisernem Willen alle welschen Angriffe zum Scheitern brachten. Und selbst da, wo es den Italienern gelang, an kleinen Stellen in die äußerste Frontlinie einzudringen, wurden sie durch schneidige Gegenangriffe der österr.-ungar. In­ fanterie binnen kurzem wieder unbarmherzig hinausgeworfen. Neuerdings scheiterten ita-' lienische Angriffe auf die Hochfläche von Viel­ gereuth und die (Sima bi Messodi, den Ort Sief und im obersten Rienztale. Auch' am Krn wurden zwei Angriffe der Welschen zu­ rückgeschlagen, die am Mrzli Vrh besonders schwere Verluste erlitten. Tort wurden zwei Alpinikompagnien vollständig aufgerieben. Am Tolmeiner Brückenkopf und bei Santa LUeia und Selo hatten italienische Angriffe gleichfalls keinen Erfolg. Ber Plava zerstreute die osterr.-ungar. Artillerie den Feind, ebenso am Monte Sabatino. Bei Zagero gelangten die Italiener rn dre Graben der Verteidiger wurden aber nachts wieder hinausgeworfen. Am heftigsten tobte der Kampf auf der Hochfläche von Toberdo, wobei die Italiener wiederholt starke Massenangriffe versuchten, doch unter dem verheerenden Feuer der Verteidiger stets flüch­ ten mußten.Tie italienischen Angriffe östlich Monfalcone teilten das Schicksal der anderen. Ein italienischer Flieger warf Bomben aus Triest, die 2 Einwohner töteten und 12 ver­ letzten. Am Balkankriegsschauplatz sind die Ver­ bündeten von Visegrad bis zur Donau weiter vorgerückt, wo der Ort Sip erreicht hmtbe. Die Donau dürfte jetzt bald vom Feinde befreit und fahrbar sein, sobald die von den Serben gelegten Minen beseitigt sind. Die bulgarischen Hxuppen haben nördlich von .Pirot die beherrschenden Höhen zwischen</p>
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          <p>WTB. Berlin, 25. Oktober. Mittags. (Großes Hauptquartier). ZCß&amp;t Krik«Wyf«. In der Champagne griffen die F^,-. .zvsen I bei Tahure und gegen unsere nörd.Ich von Le Mesnil vocgelegene Stellung nach! stärlster Feuervorbereitung an. Bei Tahure kam ihr Angriff in unserem Feuer nicht zur Durchführung. Am späten Abend wurde an der vorsprin­ genden Ecke nördlich! von Le Mesnil noch heftig gekämpft. Nördlich! und östlich davon waren die An­ griffe unter schweren Verlusten für die Fran­ zosen abgeschlagen. Bericht des deutschen Hauptquartiers.</p>
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          <p>Oktober genommenen Stellungen nordwestlich von Tünaburg scheiterten. Tie Zahl der Gefangenen erhöhte sich! auf 22 Offiziere und 3705 Mann, die Beute auf 12 Maschinengewehre und 1 Mi­ nenwerfer. Schwache deutsche Kräfte, die nördlich! von Jlluxt über den gleichnamigen Abschnitt vor­ gedrungen waren, wichen vor überlegenem An­ griff wieder auf das Westuser aus. Nördlich! des Driswiathsees blieben russi­ sche Angriffe gegen unsere Stellungen bei Gateni-Gren!zthal erfolglos. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayer« Die Lage ist unverändert. Heeresgruppe des Generals No» Ltnsingen. Oestlich von Komarow sind österreichische Truppen in die feindliche Stellung auf 4,5 Kilometer Breite eingedrungen. Bakkankriegsschauplatz. Bei Visegrad ist der gewonnene Brücken­ kopf erweitert. Westlich! der Kolubara wurde der Tamnävaübergang nordwestlich! von Ub in Besitz genommen. Die Armee des Generals von Koevoeß hat die allgemeine Linie Lacarevac, nördlich! von Arangjelvvac,—Rabrovac, westlich von Ratari, erreicht. Tie Armee des Generals von Gollwitz hat südlich! der Jaseliea die beherrschenden Höhen östlich! von Banicina gestürmt, hat in der Morawaebene in heftigem Kampfe Dl. Lrwadica und Zabari gewonnen und ist östlich! davon bis zur Linie Presednahöhen, süjdlW von Petrovac, westlich! von Mejljnica gelangt. Im Pektale wurden die Höhen westlich und nordwestlich! von Knzewo besetzt. Tie bei Orsova übergegangenen Truppen find weiter nach! Süden vorgedrungen und haben mit ihrem linken Flügel Sip an der Donau erreicht. Tie bulgarische Armee des Generals Bojadjeff hat den Kamm zwischen den Gipfeln Drenovaglava und des Mirkovac, 20 Kilometer nördlich von Pirot, genommen. Oberste Heeresleitung.</p>
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          <p>Bericht unserer Verbündeten. WTB. Wien, 25. Oktober. Mittags. — Amtlich wird Verlautbart: Russischer Kriegsschauplatz. Angriffe westlich- von Chartorhsk nehmen einen günstigen Fortgang. Ter Feind wird trotz heftigen Widerstan­ des gegen den Sthr zurückgedrängt. Gestrige Beute in diesen Kämpfen: &lt; 2 Offiziere, 1000 Mann, 4 Maschinengewehre. Sonst im Nordosten nichts Neues. Italienischer Kriegsschauplatz. Tie Jfonzoschlacht dauert fort. Auch am gestrigen Tage, dem vierten der großen Jnfanteriekämpfe schlugen die Verteidiger alle italienischen Angriffe, die nicht schon im Feuer unsrer Artillerie zusammenbrachen unter den schwersten Verlusten des Feindes zurück und behaupten überall ihre Stellungen. An der Tiroler Front griffen mehrere Ba­ taillone unsre Verteidigungslinien auf der Hochfläche von Vielgereuth (wie immer ver­ gebens) an. Ebenso scheiterten feindliche An­ griffe auf die Cima di Messodi, den Ort Sief und im oberen Rienztale. Am Krn wurde ein Angriff gestern, ein zweiter heute Nacht, abgewiesen. Auch gegen den Mrzkt Vrh mißlangen zwei Vorstöße unter besonders schweren Verlusten der Italiener. Südöstlich dieses Berges drang der Feind in ein kurzes Grabenstück ein, wurde aber durch! einen Gegenangriff wieder hinausgeworfen. Ein neuer Vorstoß von zwei Alpinibataillonen brach hier in unsrem Feuer zusammen. Diese feindlichen Abteilungen wurden fast voll­ ständig aufgerieben. Vor dem Tolmeiner Brückenkopf richteten sich- die Angriffe Hauptsächlich gegen unsre Stellungen aus dem Rücken westlich! von Santa Lucia und bei Selo, die sämtlich! in unsrem Besitz blieben. ; i Ter Abschnitt von Plava stand unter schwerem Geschützfeuer. Ansammlungen des Feindes bei Plava wurden durch! die Wirkung unsrer Artillerie zersprengt. Bei Zagera be­ mächtigten sich die Italiener untertags eines vorspringenden Teiles unsrer Gräben. Nachts wurden sie daraus vertrieben. Vor Monte Sabotino erstickte unser Ar­ tilleriefeuer gestern vormittags noch! einen An­ griff. Hierauf unternahm der Gegner keinen ernsten Versuch, mehr, sich den Linien des Görzer Brückenkopfes zu nähern. Am heftig­ sten waren die Kämpfe am Nordabschnitt der Hochfläche von Toberdo, wo sehr starke ita­ lienische Kräfte wiederholt in Massen zum An­ griff vorgingen. Immer wieder mit verhee­ rendem Feuer empfangen, mußte der Feind in seine Deckungen zurückfluten. Ein Angriff ge­ gen unsre Stellungen östlich! Monfaleone teilte das Schicksal aller anderen Anstrengungen der Italiener. Triest wurde gestern nachmittagsi hon feindlichen Flieger heimgesucht, der durch Bom­ benwurf zwei Einwvhner tötete, zwölf ver­ wundete. Südöstlicher Kriegsschauplatz: Oesterr.-ungar. Reiterabteilungen rückten in Paljewo ein. Tie.Armee des Generals von Kovveß nähert sich! kämpfend der Stadt Arangjelovac. Tie beiderseits der Kolubara vordringen­ den k. und k. Truppen dieser Armee befinden sich- im Angriff gegen die Höhen süplich ! und südwestlich! von Lazarevac. Ein anderer österr.-ungar. Heereskörper warf die Serben bei Ratari, 10 Kilometer südwestlich! von Palanka. Teuffche Streitkräfte erstürmten die mit großer Erbitterung verteidigten Stellungen südlich, von Palanka und gewannen Petrovac im Mlawatal. Tie bei Orsova überschifften österr.-ungarund deutschen Truppen dringen im Gebirge östlich, der Stromenge Klissura 'bor. Ter Feind flüchtete und ließ Gewehre und Munition liegen. Die Bulgaren haben in den letzten Tagen den Timok von der Quelle bis zur Münpung an zahlreichen Punkten überschritten. Ihre An­ griffe auf die Höhen des linken Ufers und auf Zajecar, Knjazevac und Pirot schreiten vor­ wärts. Ter stellvertretende Chef des Generalstabes r v. H o e f e r, Feldmarfchalleutnant. Ter Papst und das Los der Kriegsgefangenen Rom, 25 .Oktober. (Meldung der Agencia Stefani.) Dem "Osservatore Romano" zu­ folge erhielt der Papst von sämtlichen Krieg­ führenden die formelle Zusicherung, daß den Kriegsgefangenen die Sonntagsruhe gewährt werde.</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. 'Tie Verschärfung der Kabinettskrise in Frank­ reich!. Köln, 25. Oktober. Laut "Köln. Volkszeitung "berichtet der Pariser Korrspondent des Mailänder "Secolo" von einer tiefgehen­ den Kabinettskrise. Das Parlament habe sich von allen Mängeln und Fehlern der Regie­ rung hinlänglich! -überzeugt. Eine von der Kammer vorgeschlagene Geheimsitzung wurde von den verbündeten Regierungen hintertrie­ ben, da Aktenstücke über die Politik des Vier­ verbandes in der zahlreich! besuchten, wenn auch geschlossenen Versammlung nicht zur Kenntnis gebracht werden dürften. Briand sei zum Nachfolger Vivianis ausersehen. Weiter­ hin denke man an Clemenceau und Barton. Letzterer werde von den Sozialisten bekämpft. (Z.)</p>
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          <p>Vom östlichen Kriegsschauplatz. Bitterwasser statt Brot. Kopenhagen, 25. Oktober. Die Stel­ lung des russischen Verkehrsministers Ruchlow ist ernstlich! bedroht und man rechnet mit seinem baldigen Rücktritt. Ter Anlaß dazu ist folgender: Kürzlich, traf eine große Sendung von Bitterwasser in Moskau ein, statt eines erwarteten Transportes von Lebensmitteln _ Mit Bestechungsgeldern ist es den Lieferanten gelungen, die Eisenbahnbeamten zu bestimmen, das Bitterwasser vor den Lebensmitteln an die enttäuschte Bevölkerung Moskaus zu sen­ den. Ter Vorfall bietet jetzt in allen Varietes und Spielhallen Rußlands Anlaß zu satiri­ schen Vorträgen.</p>
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          <p>der Wasserweg donauaufwärts binnen kurzem befahrbar sein werde. (Nach, Wegräumung der Minen.) Tie Wirkung unserer schweren Artillerie. Berlin, 25. Oktober. Nach dem Berl. "Lokal-Anz." melden Bukarester Blätter: Die Artillerie der Verbündeten hat von Orsowa aus die serbischen Batterien von Tekija zum Schweigen gebracht. Die Serben räumen an­ geblich das ganze Donau-User. Die russischen Schiffsgeschütze wurden demontiert. Die ser­ bische Bevölkerung ist nach Rumänien ge­ flüchtet. Tie Wirkung der Einnahme von Uesküb. Berlin, 25. Oktober. Nach dem Ver­ luste von Uesküb sind die Serben von den Ententetruppen vollständig abgeschlossen. Die Bulgaren haben bisher über 5000 Serben zu Gefangenen gemacht. Die Operationen wer­ den durch! die Witterung off behindert. Die Stimmung der bulgarischen Truppen ist vor­ züglich. Türkische Truppen in Bulgarien? Paris, 25. Oktober. Ten Blättern wird " aus Athen gemeldet: Griechische Blätter be­ richten, daß in Tedeagatsch türkische Streitkräfte eingetroffen seien. Der türkische General- { stab habe sich an die bulgarische Grenze be­ geben. (Z.) Tie Haltung Rumäniens. Das Berliner "Tageblatt" meldet aus Lu­ gano: Der Bukarester Sonderberichterstatter des "Carriere della Sera" meldet, die rumänische Regierung und die öffentliche Meinung seien von der großen Uebermacht Deutschlands im Balkankrieg völlig durchdrungen. Daher sei es sehr schwer, Rumänien zur Aktion für den Vierverband zu besttmmen, es sei denn, daß der Vierverband sich&gt; zu einer gewaltigen Krastanstrengung am Balkan aufraffe. Aber der Vierverband, der immer und überall zu spät j kam, sei auch bei der Landung in Saloniki zu spät gekommen. (Z.) Ter Unrsäng der Landung in Saloniki. Konstantinopel, 25. Oktober. In Saloniki wurden bisher an ffanzösischen und englischen Truppen zusammen etwa 58 000 Mann und 100 Kanonen gelandet. Hiervon entfallen 19 000 Mann aus die Englän­ der. In der Richtung nach Serbien wurden bis jetzt 20 000 Mann abtransportiert. Die Bahn beörderte 12 000, der Rest von 8000 marschierte an die Grenze. Der Wagenmangel ist so groß, daß, wenn die Entente wirklich! 100 000 Mann zur Unterstützung Serbiens zu befördern beabsichtigt, 4 Wochen zum Trans­ port nötig wären. Infolge des schlechten Zu­ standes der Landwege sind von den Truppen aus dem Fußmarsche gegen 200 Mann marode geworden. Diese sind in die Hospitäler nach Saloniki zurückgebracht worden. Im Uebrigen herrscht unter den Truppen, welche zum Fußmarsch gezwungen wurden, zunehmende Renitenz. (F. Ztg.) Italiens Haltung in der Balkan-Krisis. Berlin, 25. Oktober. Der "Köln. Ztg." zufolge meldet der Korrespondent der "Tribuna", daß man Grund zur Vermutung habe, Italiens Verhalten in der Balkankrisis hänge von Griechenlands Haltung ab.</p>
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          <p>Der Krieg zur See. Ter Kreuzer "Prinz Adalbert" gesunken. WTB. Berlin, 25. Oktober. (Amtlich.) Am 23. Oktober wurde der große Kreuzer "Prinz Adalbert" nach zwei Schüssen eines feindlichen Unterseebootes zum Sinken ge­ bracht. Leider konnte nur ein kleiner Teil der Besatzung des Schiffes gerettet werden. Der Chef des Admiralstabes der Marine, gez. v. Behncke. Torpedierte Schiffe. Athen, 25. Oktober. (Nicht amtliche) Telegramm des Korrespondenten des WTB. Hiesige Zeitungen melden: Englischer Trans­ portdampfer "Marketti" mit 1000 englischen Soldaten, Maultieren, Munition und Kranken­ pflegern bei Jsagesi an Südostküste des Hafens von Saloniki versenkt. 83 Mann gerettet. Köln, 25. Oktober. (Nichtamtlich.) Die "Kölnische Zeitung" meldet ,'von der holländi­ schen Grenze: Am 20. ds. wurde ein englisches Translporffchifs bei der Insel Wight durch ein deuffches Unterseeboot torpediert. Der Dam­ pfer legte sich! über und sank. Zahlreiche Sol­ daten sprangen über Bord. Paris, 25. Oktober. Nach einer Mel­ dung des "Journal" torpedierte ein deuffches Unterseeboot ein französisches Schiff, welches 50 Ambulanzen an Bord hatte, im Aermelkanal.</p>
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          <p>Der Krieg mit England. Ter Zeppelinangriff auf London. Haag, 25 Oktober. Belgier, die aus London angekommen sind, berichten Einzel­ heiten über die Verwüstungen beim jüngsten Zeppelinangriff auf London. Ueber hundert Gebäude wurden beschädigt. Tie englische Re­ gierung schätzt den Schaden auf mindestens 10 Millionen Pfund.</p>
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          <p>auch gar nichts mehr da war, was ein Dach gegen das Wasser oder eine Wand gegen den Wind hätte bieten können. Trotz der Be­ schießung aus einer Reihe feindlicher' Batte­ rien, die ihr Feuer auf diese eine Stellung bereinigt hatten, tottren die Verluste über­ raschend gering gewesen. An Toten und Ver­ wundeten nur 13 Mann. Der Regen hielt an, der Feind blieb still, am nächsten Tag kamen Reserven, warfen die Franzosen aus den Teilen der Stellung, in die sie vorgekommen waren und "machten Ord­ nung", wie sie sagten. Eben begann man die Lage zu besprechen und versuchte, sich über die Einzelheiten des Kampfverlaufes klar zu werden, da kam der Ablösungsbefehl. Mit einem heilen Geschütz zog die Batterie in Ruhestellung ab. "Wir sahen uns nicht um! " W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter.</p>
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          <p>Der Verband daher. Gewerbe-Vereinr hielt in Nürnberg eine Sitzung des Landes­ ausschusses ab, in welcher der Vorsitzende Hofdekorationsmaler Hartner-Nürnberg einen Be­ richt über die Tätigkeit des Verbandes wäh­ rend des Krieges erstattete. Der Versuch, den Gewerbetreibenden und Handwerkern, die durch den Krieg in Mitleidenschaft gezogen worden seien, Arbeit zu verschaffen, sei von Erfolg gewesen. Herr Generalsekretär MünchNürnberg, referierte über Hilfsmaßnahmen für den durch den Krieg in Bedrängnis gera­ tenen Mittelstand. Es wurde der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß die dem Landtag unter­ breiteten Anregungen Erfüllung finden. Zur Warnung. In der Provinzpresse werden häufig durch Inserate Stickckpparate angeboten und den Käufern lohnender und dauernder Nebenverdienst in Aussicht gestellt. Tie Inserate wurden erlassen von der Baumeisterssrau Rosa Volk in München. Für den Apparat verlangte sie 15—20 Mark. Es mel­ deten sich zahlreiche Frauen und München-, meist Angehörige des Arbeiter- und Mittel­ standes. Sie waren alle betrogen, da sie wohl den teuren Apparat, aber keine Arbeit erhal­ ten konnten. Der Stickapparat nebst Zube­ hör kam der Volk höchstens aus 5—6 Mark zu stehen. Reklamationen ließ die Volk un­ berücksichtigt und an die schriftliche Abma­ chung, daß sie eventuell den Apparat zurück­ nehme und das Geld zurückerstatte, hielt sie sich, auch nicht. Das Landgericht München I verurteilte die Volk wegen eines fortgesetzten Vergehens des Betruges zu 5 Monaten Ge­ fängnis. j Bayerische Nachrichten.</p>
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          <p>Allerlei. Liebesgabe». Eine niedliche Szene spiel­ te sich aus dem Bahnhof Zoologischer Garten in Berlin ab. Auf dem Bahnsteig saß eine Mutter mit ihrem kleinen etwa dreijährigen Töchterchen, dem anscheinend das Warten aus den Zug zu langweilig wurde und das seine Ungeduld in steigendem Maße kundgab. Um die Kleine zu zerstreuen, erhielt sie von ihrer Mutter ein Stück Kuchen. In demselben Augenblick rollte ein Zug mit Feldgrauen in die Halle; die Rote-Kreuz-lSchwestern erschie­ nen an den Wagenabteilen und boten den Kriegern Kaffee und belegte Brötchen. Plötz­ lich, ist die Kleine von der Seite ihrer Mutter verschwunden, steht mitten unter den Feld­ grauen, reicht einem von ihnen ihr Stück Ku­ chen und gibt sich nicht eher zuftieden, bis der lächelnde Krieger sich einen Bissen davon abbricht. Freudestrahlend kehrt sie zu ihrer Beschützerin zurück und ruft: "Mutti, ich habe Liebesgaben verteilt!"</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. Griesbach, i. R., 24. Oktober. (Ein flüch­ tiger italienischer Offizier aufgegriffen.) Am letzten Samstag mittags erschien in einem hiesigen Geschäfte ein etwa 30jähriger Wann und kaufte sich! Milchschokolade. Er gab sich, als Oesterreicher aus, allein sein seltsames Be­ nehmen und sein gebrochenes Teutsch erreg­ ten Verdacht. Tie Polizei nahm sich seiner an und erkannte in ihm einen aktiven italieni­ schen Artillerie-Offizier, der aus einem öster­ reichischen Gefangenenlager entflöhen war, auf dem Wege über Passau hierher kam und nach München weiterfahren wollre. Außer einem größeren Geldbetrag in österreichischer Wäh­ rung, hatte er noch, einen italienischen Mjilitärsahrscheinausweis und Kompaß bei sich. Er Wurde in die Garnison Schärding verbracht. Rcntirchen, 21. Oktober. (Hitzige Köpfe.) Aus dem Heimwege gerieten zwei im Alter von 50 resp. 60 Jahren stehende Arbeiter wegen einer Schuld von 2 Mark in Streit, wobei der ältere dem jüngeren einen nicht unbedeutenden Stich in die Brust beibrachte, so daß er aus dem Wege liegen blieb. Schäde, daß diese beiden alten Helden ihren Feuergeist nicht mehr bei einem Angriff ams un­ seren Fronten verwerten können!</p>
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          <p>Sitzung des Iandw. Kreisausschusses von Niederbayern. vom 22. Oktober 1015. Nach, Begrüßung der zckhlreich erschienen Ausschußmitglieder eröffnete der 1. Vorsitz­ ende vormittags halb 10 Uhr die Sitzung urü&gt; beglückwünschte die gelegentlich des Zentral­ landwirtschaftsfestes ausgezeichneten Herren, Regierungsrat Auer (gold. Medaille) Berger Friesendors und Tierzuchttnspektor Förg in Landshut (je große silberne Medaille). Dem so plötzlich! aus dem Leben geschiedenen lang­ jährigen Mitglied des landw. Kreisausschusses von Niederbayern, Herrn Guts- und Brauereibesitzer Trappentreu in Eberspoint widmet der 1. Vorsitzende einen warmen Nachruf. Tie Kreisausschußmitglieder erheben sich zu Ehren des Verstorbenen von ihren Sitzen. Das Di­ rektorium des Kreisausschusses hat zur 3. Kriegsanleihe einen Betrag von 20 000 Mark gezeichnet, was vom Plenum einstimmig gut geheißen wird. — Aus Vorschlag des 2. Vor­ sitzenden wird am 19. Dezember in Passau die Kreisoersammlung des landw. Vereins in Niederbahern mit folgender Tagesordnung ab­ gehalten: 1. Begrüßung durch! den 1. Vor­ sitzenden; 2. Berichterstattung für die Jahre 1914 u. 1915.; 3. Rechnungsablage für 1914; 4. Vortrag des Hrn. Regierungsrats Auer über "Nahrungs- und Futtermittewereitschast"; 5. Wünsche und Anträge. Hinsichtlich der Er­ stattung eines Gutachtens zur Berechnung dar Erzeugungskosten in der Landwirtschaft wird das Direktorium ermächtigt mit entsprechenden landwirtschaftlichen Betrieben ins Benehmen zu treten. Genehmigt wird ein Antrag des Oek.-Rats Wasserburger-Dingolfing, daß das dem daher. Landwirtschaftsrat zur Verfügung gestellte Petroleum gleichmäßig an sämtliche landwirtschaftlichen Bezirksvereine verteilt werde. Ein Bericht über das Ergebnis der letzten Pserdeversteigerungen dient zur Kennt­ nis . Nachdem an den kleineren Orten normale Preise für die Pferde häufig nicht erzielt wer­ den konnten, sollen die Versteigerungen wie­ der an größeren Orten abgehalten werden. Als nächster Versteigerungsort wird Straubing bestimmt. 5 eingelaufene Gesuche um Ersatz für ersteigerte aber hinterher verendeterPferdc mußten der Konsequenzen wegen abgewiesen werden. Die K. Landgestütsverwaltung ist pflm ermächtigt, ersteigerte Werde ,bte durch Krankheit oder Unglüassall zu Verlust gegan­ gen sind, unter Umgangnehmen von einer Ver­ steigerung gegen Bezahlung eines angemes­ senen Preises zu ersetzen . Das Bedürfnis ist nachtzuweisen. Bezüglich des Hinterkorns hält der Kreisausschuß das Zusammenkaufen, Ver­ schroten und nachherige Verteilen durch den Kommunalverband für unzweckmäßig und na­ hezu undurchführbar. Das Hinterkoxn ist z. !Zt. nahezu das einzige Kraftfutter, das sich der Bauer verschaffen kann; es muß in tun­ lichst g»oßer Menge zur Verfütterung frei* gegeben werden, wenn Viehhaltung, Zucht u. Mästung nicht gänzlich vernachlässigt werden sollen. Eine Verfügung des Kriegsministeri­ ums über den Handel mit Fohlen wird be­ kannt gegeben, ebenso ein Bericht über die Ernteschätzung für 1915. — Schluß der Sitz­ ung mittags 12einv. Uhr.</p>
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          <p>Dienstnachrichten. Schuldienst. Die Volksschullehrer-, Mes­ ner- und Organistenstelle in Eiberg, K. Di­ striktsschulinspektion Simbach a. I. I in Zeilarn, kommt ab 1. Dezember 1915 zur Erle­ digung. Endtermin für Bewerbungen: 16. November 1915.</p>
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          <p>Letze Posten. Tire Antwort Griechenlands an die Entente. Sd. Budapest, 25. Oktober. Die Ant\ wort Griechenlands auf die Entente-Note konI statiert nach einer Meldung des "Vilag", daß &gt; England und seine Verbündeten die von der ■ griechischen Regierung befolgte politische Rich­ tung nicht verstehen. Tie Ausgabe Griechen; lands nach den in beiden Balkankriegen ge­ brachten Opfern sei, in friedlicher Art gut zu "inachen, was der Krieg vernichtet habe. The abgelaufenen zwei Jahre hatten für Grie­ chenland die notwendige Besserung der Lage nicht gebracht. Tie griechische Regierung müsse deshalb den Frieden des Landes sichern und eine Umwälzung aller Verhältnisse anbahnen. Tie Türken operieren gemeinsam mit den Bulgaren. Sd. Bud apest, 25. Oktober. Wie eine Atkftner Meldung des "Az Est" besagt, sinjd 70 000 türkische Soldaten in Tedeagatsch ein­ getroffen, um gemeinsam mit den Bulgaren pie Küste gegen englische und französische An­ griffe zu verteidigen. Ein ittienisicher Tampfer versenkt. Paris, 26. Oktober. Ter "Matin" meldet aus Saloniki: Ter italienische PostdaMpfev "Scilla" wurde im Aegäischen Meer von einem Unterseeboot versenkt.</p>
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          <p>Handel und Verkehr. München, 23. Okt. (Vieh mar kt.) Bericht vom 18. bis 23. Oktober. Preise per 50 Kilo Lebendgewicht: Ochsen: 1. Qualität 75—80, österr. 00-00, Holland. 00—00, 2. Qual. 70—74, österr. 00—00, holl. 00—00, 3. Qual. 65—69, österr. 00—00, holl. 00—00, 4. Qual. 60—64, österr. 00-00, schweb. 00—00, 5. Qual. 50—59, schweb. 00—CO. Bullen: 1. Qual. 69—65, 2. dual. 54—59,3. Qual.46—53 ;Kühe u. Kalbinnen: 1. Qual. 56—70, 2. Qual. 57—66, 3. Qual. 51—56, 4. Qual. &gt;45—50, 5. Qual. 32—44; gering genährtes Jungvieh: 31—45; Kälber: feinst, 84—88,Z mittlere 78—83, geringe 68—77; Schaft: Stallmastschaft, Mastlämmer und jüngere MasthammelOOO—000, ältere Masthammel 00—00, mäßig genährte Hammel, gering. Lämmer 000—000; Schweine: Fettschweine über 150 Klgr. 110—130, vollfleischige von 120 bis 150 Klgr. 115—130, von 100 bis 120 Klgr. 115—130, von 80 bis 100 Klgr. 118—130, bto. unter 80 Klgr. 115—130, Sauen 100 bis 112, Bratenschweine 122—126 Mk. Preise per 50 Klgr. Schlachtgewicht: Bullen 2. Qual. 00—00, 3. Qual. 00—00, Kälber: feinste 102—106, mittlere 94—100, geringe 80—93; Schaft: Mast­ lämmer und jüngere Masthammel 86—92, älter« Masthammel 00—00, mäßig genährte Hammel und Schaft 00—00; geringere Lämmer und Schaft 60—85. Schweine: Fettschweine über 150 Klgr. 000—000, vollfleischige von 120—IbOKlgr.OOO—000 von 100 bis 120 Klgr. 148—164,von 80 bis 100 Klgr. 145—162, unter 80 Klgr. 125—158,Sauen 00—00, Bratenschweine 154—158Mk. Marktverlauf: Großvieh ziemlich lebhaft, Kälber langsam mit nach­ gebenden Preisen, Schaft unverändert, Schweine sehr flott.</p>
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          <p>Literarisches. Kriegs-Echo. Von diesem im Verlag Ullstein u. Co., Berlin SW. 68, erscheinenden Kriegswerke ist soeben Heft 63 (Preis 10 Pfg.) mit interessanten Krtegrschilderungen und Bildern erschienen. "Der Vortrupps, Halbmonatsschrift für dar Deutschtum unserer Zeit. Herausgegeben von Dr. jur. Hermann M. Popert, Hamburg, und Kapitänleutuant o. D. Hans Paaschs, Berlin. Ver­ antwortlicher Schriftleiter: Dr. phil. R. Kraut, Hamdnrg. Verlag von Alfred Janssen, Hamburg. Preis: Jährlich 5 Mark, vierteljährlich 1.25 Mark Einzelnummer 30 Pfg. "Die Plastik", illustrierte Zeitschrift für die gesamt» Bildhauerei und Btldneret und ihre Be­ ziehungen zu Architektur und Kunstgewerbe. Heraus­ gegeben non 4! lex. Heilmeyer, Bildhauer und Kunstschriftsteller, München. Monatlich ein Heft mit acht Kanstdrncktaftln und einem Bogen Text. Preis vierteljährlich 3 Mark. Einzelnes Heft 1.20 Mark. Verlag von Georg D. W. Callwey, München. Der "Baumeister", Monatshefte für Architek­ tur und Banpraxts, (vrrlagsbuchbehandlung Georg D. W. Callwey). Das Heft ist zum Preise von Mark 3.— durch alle Buchhandlungen zu beziehen. ""Wachtfeuer" (Architektur-Verlag "Der Zirkel" G. m. b. H., Berlin, Wilhelmstr. 48, Preis 20 Pfg.) ist das neueste 54. Heft erschienen.</p>
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          <p>Inserate.</p>
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          <p>Bekanntmachung. Betreff: Brotmarken. Es wird hirmit bekannt gegeben, daß die Wem Brotmarken des SioMezirKes Landshlit ab 8. November er. von den einschlägigen Geschäften nicht mehr angenommen werden dürfe»; von diesem Tage ab haben nur mehr die letztaukgegebenen roten Marken Giltigkeit. Von den Geschäften sind die früheren Brotmarken bls 20. November er. bei den Mehlbestellungen einzuliefern. Wiederholt wird darauf hingewiesen, daß nur noch die grünen Brot­ marken des kgl. Bezirksamtes Landshut zum Einkaufe von Brot- und Mehl im Stadtbezirke berechtigen. L a n d s h u t den 23. Oktober 1915. I. V.: Ambros. 2334 Schwarz.</p>
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          <p>Allerseelensest 1915 betreffend. Nach Benehmen mit den kath. Stadtpsarrämtern wird für das henrige Allerseelensest das Bremen non Sel- ober KerzevliihM auf den Gräbern oder in den Grabkapellen der hiesigen Friedhöfe untersagt. Lands Hut den 26. Oktober 1915. ^ i a ö t trt a i ft tr a t» I. V.: Ambros. 2336 Schwarz. Bekanntmachung.</p>
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          <p>Sic Landshuter Liedertafel bescherte uns am letzten Sonntag wieder ein an Kunstgenüssen reiches Konzert in der Pfarr­ kirche St. Martin. Wohl im Vertrauen aus frühere Leistungen der Liedertafel, die auch für diesmal wieder das Beste erhoffen ließ, hatten sichl denn auch zahlreiche Besucher ein­ gesunden, so daß die Kirche vollbesetzt war. Das Programm war diesmal kein geschlossenes, sondern eine Zusammenstellung von geistlichen und ernsten Gesängen der verschiedensten Kom­ ponisten. Die Liedertafel unter Leitung ihres Chor­ meisters eröffnete die Darbietungen mit dem Ehore "Allmacht" von Lachner, der genau ein­ studiert, zu vollendeter Wiedergabe gelangte. Der Damengesangverein legte in Martin Freys "Zu Gott" eine volle Probe seines rei­ chen Könnens ab. « Von den Gästen wollen wir der Dame den Vorttitt lassen. Die großherzogl. Hofvpernsängerin Hermine Rupprecht-Geßner bot in vier Liedern und dem Brahmschen Rede­ gesang "Wenn ich mit Menschen- und mit Engelszungen redete" eine künstlerisch! vollbefriedigende Leistung. Ihre technisch sichere und einwandfreie Beherrschung aller Mittel zeugten von reifer Kunst. Ihre weiche, volle und ansprechende Altstimme, deren Wohllaut sich mit innigem Vorttag paarte, durchzitterte die weiten Hallen des Gotteshauses und hielt die Hörer ln ihrem Banne. Besonders ihr "Ave Maria" von Kreffchmer war eine Glanz­ leistung, | Als gleichwertiger Künstler erwies sich der aus der Aufführung des Mozarttequiems bereits bekannte Gatte der Künstlerin, Herr Hofopernsänger Geßner, dessen volle anspre­ chende Baritonsttmme in Höhe und Tiefe von klangschöner Wärme, zu den Hetzen der Zu­ hörer sprach!. Mit seiner Darbietung des "Herr Gott Abrahams" aus dem Mendelssvhnschen "Elias", wie als Solist in dem Heßschert Schlußchor erwies sich Herr Geßner als fer­ tiger Künstler. Als dritter im Bunde bereicherte Herr K. Kammersänger Ludwig Heß (Tenor) das Pro­ gramm durch eine Reihe von Liedern. Herr Heß gehört zu den größten Gesangskünstlern des deuffchen Konzertsaales. Ein tiefer, dra­ matischer Schwung ist dem Vorttag des Gastes zu eigen, doch scheint derselbe mit den Klang­ wirkungen unsrer Marttnskirche nicht voll ver­ traut gewesen zu sein. Einen vollen Erfolg aber hatte Herr Heß als schaffender Künstler. Sein Kantate für Chor, Solo, Orgel und Blä­ ser, "Des Volkes Andacht und Gebet", das die Liedertafel, den Damengesangverein und einen starken Bläserchor unter Herrn Lehrer Lehners Leitung vereinte, ist in dem monumen­ talem Aufbau seiner Vertonung ein bleibendes Werk. Vor allem ist es das Schlußgebet für Kaiser und Heer, das in seiner dreifachen Ausführung, für Bläser-, Halb- und ganzen Chor, ttotz der Wiederholung packend und er­ greifend wirkt . Inniges Verttauen zu dem Siege unsrer Waffen und zum helfenden Gotte sprechen aus den gewaltigen Tönen, die der Künstler hier meisterte und zu einem gewal­ tigen Werke fügte. Tie gesamten Darbietungen, zu deren Ge­ lingen auch Herrn Stadtpfärrorganiften Mayerthallers meisterliche Führung der Orgelpartie nicht den kleinsten Teil beigetragen hat, stan­ den unter dem Eindrücke einer bis ins Kleinste bunfigear beiteten Vorbereitung. Ten beiden verbündeten Gesangvereinen, und deren schon so oft bewährtem Chormeister gebührt uneinge­ schränkte Anerkennung, wie auch den bei den Vorbereitungen tätigen Vereinsleitungen und nicht zuletzt dem Pfarrherrn von St. Mar­ tin, der stets in so bereitwilliger Weise unsre schöne Martinskirche zur Verfügung stellt, die den prächtigsten Rahmen für derartige Ver­ anstaltungen bietet. F.— das reelle Gewerbe weiterverkaufen. Eine Haussuchung förderte erhebliche Mengen sol­ chen gestohlenen Materials und zudem auch größere Quantitäten gleichfalls gestohlenen Brennholzes zutage. Die beiden hatten die Waldbesitzer der Umgebung gehörig gebrandschatzt. Nun dürfte ihnen aber das Handwerk auf längere Zeit gelegt sein. —* Konkurs Gewerbebank. In der Verhandlung der Mitglieder der Gewerbebank die am Sonntag im Dhallerbräu stattfand, wurde beschlossen, die Einstellung des Kon­ kurses zu beantragen und eine außergerichit-i lich« Liquidation der Bank in die Wege hu leiten. Tie Vorstandschaft wurde ermächtigt, die hierzu notwendigen Schritte zu unterneh­ men. Ten Hauptanstoß für diesen Beschluß hatte die Mitteilung des Liquidators der Pfaffenhofener Bank gegeben, daß bi v e Kosten des Konkurses dieser Bank seinerzeit 149 000 Mark betragen haben. Tie Versammlung erhoffte daher von einer Liquidation für Gläubiger und Mitglieder ein besseres finanzielles Re­ sultat erzielen zu können. —* Fohlenversteigerung. Morgen Mittwoch werden am Viehmarktplatz 80 Stück ein- bis dreijährige französische und belgische Fohlen zur Versteigerung gelangen. Händler sind als Steigerer ausgeschlossen. —* Ertappter Fahrrad dieb. Ter Schweizer Matthäus Kreithmeier von Essenbach wollte hier ein gestohlenes Fahrrad ver­ kaufen, wurde hierbei aber von der Schutzmannschaft ermittelt und festgenommen. —* Ueberfallen wurde gestern bei Buch a. Erlbach! ein Radler von zwei unbekannten Burschen. Der Nadler wurde vom Rade ge­ rissen und durchsucht. Ta er aber kein Geld bei sich hatte, konnten die Räuber keine Beute machen, worauf sie schleunigst die Flucht er­ griffen. —* Im Stadttheater wird am näch­ sten Samstag, 30. Oktober, ein Gastspiel des Münchner Schauspielhauses stattfinden. Es wird die dreiaktige Komödie "Am Teetisch" mit der gleichen Besetzung wie in München gege­ ben werden. Bei dem Ansehen, welches das Münchner Schauspielhaus genießt, dürfte der Erfolg des Unternehmens ein guter sein, was auch! zu wünschen wäre, um eine todtere An­ zahl Gastspiele dieses Unternehmens zu erhal­ ten. Im Magistrat wurde in der letzten Sitzung Herrn Theaterkommissär Kohlndorfer der Dank des Magistrats für seine Bemühungen für unser Stadttheater zum Ausdruck gebracht. Für später sollen auch! die Münchner Kammer­ spiele und das Gärtnerplatztheater zu Gast­ spielen gewonnen werden. Ebenso ist ein Gast­ spiel Konrad Drehers vorgeseihen, so daß unser Theater !heuer auch! ohne ständige Bühne gute Kunstgenüsse bieten wird.</p>
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