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        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1915-10-27"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">68. Jahrgang Nr. 293</biblScope>
          <date when="1915-10-27">1915-10-27</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>sich, geradezu im Gegensatz zu dem Panzer­ kreuzer "Moltke", der auch, vor einigen Wo­ chen in der Ostsee torpediert wurde, aber schon nach! 14 Tagen wieder gefechtsklar war. Die Engländer werden natürlich! den Verlust un­ seres Panzerkreuzers als einen großen Erfolg hinstellen. Demgegenüber muß aber nachdrück­ lich! darauf verwiesen werden, daß die Eng­ länder ihre Panzerkreuzer seit Monaten im Kanal und an der ganzen englischen Küste hinter Netz- und Minensperren verstecken und daß man Schiffe, die man so gewissermaßen lim Fliegenschrank aufhebt, nicht gut verlieren kann. Der "Prinz Adalbert" ist. draußen am Feind von seinem Schicksal erreicht worden und mit ihm seine Besatzung, die treu bis zum&gt; Tode ihre Pflicht unter der schwarz-weiß-s roten Flagge erfüllt hat.</p>
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          <p>Bericht des deutschen Hauptquartiers. WTB. Berlin, 26. Oktober. Mittags: (Großes Hauptquartier).</p>
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          <p>Westlicher Kriegsschauplatz. Nordwestlich! von Souchez wurden feind­ liche Handgranatenangrifse abgewiesen. In den Kämpfen vom "24. Oktober sind an der vorspringenden Ecke nördlich! von Le Mesnil in der Champagne etwa 250 Meter unserer Stellung vorübergehend in Feindes­ hand gekommen. Gestern wurden die Fran­ zosen wieder daraus vertrieben. i 5 Lssitzicxe und Wer 150 Mann blieben gefangen in unserer Hand. Nordwestlich! von Le Mesnil hält der Feind noch einen kleinen deutschen Graben besetzt. Auf der Eombreshöhe hatte unsere Spren­ gung guten Erfolg, französische Sprengungen im Priesterwalde blieben erfolglos.</p>
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          <p>Heeresgruppe des Generalfewmiarsihalls von HiUdenbnrg. Der Jlluxt-Abschnitt Nördlich von Wluxt ist wieder Überschritten. Das bereits vorgestern vorübergehend genommene Gehöft Kasimirski ist fest in mfjerer Hand. Heeresgruppe des GeneralfeldnmrschallS Prinz Leopold von Payer» Russische Angriffe östlich von Baranowitschi und gegen unsere Kanalstellung südlich des Wysgonoskoje-Sees sind abgeschlagen. Heeresgruppe des Generals von Linsingen. Oestlich! von Kulki (westlich von Chartorhsk) wurde in der Nacht zum 25. Oktober die feindliche Stellung gestürmt. Ein allge- . meiner russischer Gegenangriff blieb erfolglos, z Gestern wurden weitere Fortschritte gemacht. Der Feind ließ 4 Offiziere, 145» Mann I und 10 Maschinengewehre in unserer Hand. Palkankriegsschanplatz. Oestlich von Visegrad ist die Höhenlinie Suka—Bora—Panos erreicht. Der Angriff der Armeen von Koevoeß und von Gallwitz schrei­ tet fort. Südlich! von LZalanka sind die Nordhänge j des Raca-Tales in unserem Besitz, weiter öst- j lich sind Markovac, Vk. Laole, Kucevo genom- j men. I In den letzten drei Tagen sind | 960 Serben &lt; 'gefangen genommen. " • i Oestlicher Kriegsschauplatz. Von der Armee des Generals Bojadjefs liegen keine neuen Meldungen vor. Oberste Heeresleitung.</p>
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          <p>Bericht unserer Verbündeten. WTB. Wien, 26. Oktober, mittags. — Amtlich wird verlautbart: Russischer Kriegsschauplatz. Tie südwestlich! von Czartorysk kämpfen­ den k. und k. Truppen wehrten mchrere An­ griffe russischer Schützendivisionen ab, wobei sie 2 Offiziere und 500 Mann gefangen nahmen und 1 Maschinengewehr er­ beuteten. 1 Deutsche Regimenter warfen den "Feind beiderseits der von Nordwesten nach! Gzartorhsk führenden Straße. Insgesamt ließen die Russen in diesem Raume gestern 4 Offiziere, 1450 Mann und 10 Maschinengewehre in den Händen der Verbündeten. Sonst blieb im Nordosten die Lage un­ verändert. f Italienischer Kriegsschauplatz. Der gestrige Schlachttag verlief im Ver­ hältnis zu den vorangegangenen ,mt der Front der Hochfläche von Doberdo ruhiger; dagegen wurde um unsre Brückenkvpfstellung von Görtz und Tolmein sowie im Nordabschnitt nörd­ lich! Tolmein bis zum Krn wieder äußerst hef­ tig gerungen. Alle diese Kämpfe endigten mit dem vollen Mißerfolg des angreifenden Fein­ des. Mm Krn brachen drei Vorstöße der Ita­ liener in unsrem Feuer zusammen. Vor dem Mrzli Vrh scheiterte ein feind­ licher Nachtangriff. &lt;35egen den Tolmeiner Brückenkopf berei­ tete nachmittags ein besonders lebhaftes Ar­ tilleriefeuer neue Angriffe starker Kräfte vor. Spät abends schlugen unsre Truppen einen solchen Angriff auf der Höhe westlich von Santa Lucia, heute zeitlich ftüh einen zwei­ ten gegen die Stellung nördlich! von Kocarsce, der bis zum Handgemenge führte, unter schwer­ sten Verlusten für den Feind zurück. Der Raum von Desela stand zeitweise un­ ter Trommelfeuer. Ein schwächlicher italieni­ scher Angriff gegen Zagora wurde leicht abge­ wiesen. Der Monte Sabotino, vor dem der Gegner in den letzten Tagen mindestens 2500 Man« verlor, wurde gestern nicht mchr angegrif­ fen, wohl aber:oon der italienischen Artillerie heftig beschossen. Zahlreiche Granaten fielen auch in den Mdteil von Görz. Abends grif­ fen sehr starke feindliche Truppen die Podgorahöhe an. Es half ihnen nichts, als sie Bomben mit giftigen Gasen verwendeten. Sie wurden blutig zurückgeschlagen. Gestern ließen sich der Verluste der Ita­ liener bei ihren Angriffen gegen die Hochflächp von Doberdo stellenweise übersehen; so lagen vor der Front eines unsrer InfanterieRegimenter 3000 Feindesleichen. An der Tiroler Front wiesen die Ver­ teidiger der Laftaun-Stellung einen Angriff des italienischen 116. Inf.-Regts. ab, Südöstlicher Kriegsschauplatz: 1 Südöstlich! von Visegrad vorgehende öfter- | reichisch-ungarische Streitkräfte warfen den 1 Feind an die Grenzen zurück. | Unter den Gegnern befanden sich neben 1 serbischen Bataillonen auch Montenegrinische, j Die im Nordwestwinkel .Serbiens operie- 1 renden k. und k. Truppen der Armee des Ge­ nerals v. Koeveß nähern sich der oberen Kolubara und der von den Serben vor unsrer Reiterei geräumten Stadt Valjevo. Die von Obranovac südwärts entsandten österr.-ungar. Divisionen entrissen dem Geg­ ner nach! erbitterten Kämpfen die starken Hö­ henstellungen südlich, und südöchlich von Lazarevac. Deutsche Truppenteile warfen den Feind über Arangje-Lovac. , In Topola und auf den Höhen östlich, da­ von stehen österr.-ungar. Kräfte im Gefechte. Die beiderseits der Morawa vordringende deutsche Armee bemächtigte sich der Höhen nördlich, von Raca, des Ortes Markovac und wei­ terer serbischer Stellungen südöstlich von Petrvvac. Das Gebirgsland in der Donauschleife östlich, der Klissuraenge ist zum größten Teile vom Feinde gesäubert. Es wurden hier drei von den Serben verlassene Geschütze einge­ bracht, darunter ein schweres. Ter stellvertretende Chef des Generalstabe-r v. H o e f e r, Feldmarschalleutnant. * Ereignisse zur See. Am 25. Oktober nachmittags suchte ein italienischer Flieger die Stadt Trie stmit Bom­ ben heim, wobei er, ohne einen Material­ schaden anzurichten, drei Einwohner tötete und" mehrere toetimmbete. Ter Besuch! wurde wenige Stunden später durch unsre Marineflieger in Venedig erwi­ dert, wo sie von Halb 11 Uhr nachts bis 1 Uhr früh in rascher Folge Arsenal, elektri­ sche Zentrale, Bahrihos, einige Festungswerke und andre militärische Baulichkeiten ausgiebig und erfolgreich! mit Bomben mittleren und schwersten Kalibers belegten und zahlreiche Brände verursachten. Am nächsten Morgen um 8 Uhr griff ein Seeflugzeuggeschwader neuerdings Venedig an, wo noch, ein vom nächtlichen Bombardement herrührender Brand emporloderte. Außer den ftüher.ausgezählten Gebäuden wurden diesmal auch, Flugzeughallen und Kriegsfahrzeuge erfolgreich bombardiert. Schwächliche Versuche zweier feindlicher Flieger, unsre Aktion zu stören, wurden durch, unser Gewehrfeuer in .kürzester Zeit vereitelt. Bei beiden Unternehmungen wurden unsre Flieger von starker Artillerie heftig, aber er­ folglos beschossen. Alle kehrten unversehrt zu­ rück. Flottenkommando. Halft Bey, türkischer Minister des Aeußer«. Frankfurt, 26. Oktober. Der "Franks. Ztg." wird aus Konstantinopel gemeldet: Die angekündigte Uebernahme des Ministeriums des Aeußern durch, den.derzeitigen Präsidenten der Kammer, Halil Bey, .ist nunmehr vollzo­ gen. Ter Großwesir, Prinz.Said, wird das Großwesirat allein führen. Mit Halft über­ nimmt einer der markantesten juristisch, tote politisch gleich bedeutenden Köpfe das schwie­ rige Amt. Er ist, überzeugter Anhänger des Anschlusses der Türkei an die Zentralmächte und hat in diesem Sinne seit langem entschei­ dend mitgewirkt. Das Präsidium der Kam­ mer dürfte der bisherige Mali von Adrianvpel, Hadji Adil, erhalten. (Z.) ; Efttc japanische Militärmission in Rom. Sd. Parts, 25 .Oktober. Der "Matin" meldet: Die japanische Militärmission, beste­ hend aus einem Oberst, zwei Oberstleutnanten und zwei Majoren ist in Rom eingetroffen.</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. französische Scheußlichkeit. Wie die Dresdener Nchr. berichten, erhielt eine Witwe von einem Hauptmann ihres Sohnes, der als Krankenpfleger im Felde ist, die 'Nachricht, daß ihr Sohn in französische, Gefangenschaft geraten und ermordet worden sei. Er wurde von einem französischen Offi­ zier gedrängt, ihm zu verraten, wo derStand des deutschen Stabes sei. Das löhnte er ab und darauf tötete ihn der Franzose durch einen Schuß in die Brust!, obwohl der Teut­ sche die Rote Kreuzbinde turg. (Z.) Die belgischen Truppen erhalten ebenfalls Stählhelme. Sd. Lyon, 26. Oktober. "Republicain" meldet aus Le Havre: Tie belgischen Truppen erhalten ebensolche Helme, wie die französi­ schen. Die Helme werden käppiartig gestrichen und tragen auf der Vorderseite des Kopses den belgischen Löwen als Abizeichen.</p>
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          <p>Bern östliche« Kriegsschauplatz. Zur Kriegslage im Osten. Moskau, 25. Oktober. Der "Rußkoje Slovo" meldet: Wolhynien und Minsk werden immer mehr geräumt. Tie russischen Versprechungen. W i e n, 26. Oktober. "Wiek Nowy" meldet: Nach! russischen Berichten weilen zur Zeit durch! russische Vertreter zur Auswanderung überredete galizische Ruthenen mit ihren Fa­ milien in Wolhynien, wo sie vergebens aus die thuen zugesicherten Bodenschenkungen war­ ten. Im Waldgebiet von Rowno lagern 30 000 AuÄvanderer, dem Hunger und Elend preis­ gegeben. T-ie unnütze Duma. "Moskau, 25. Oktober. Der "Rußkoje Slovo" meldet; In Regierungskreisen verlau­ tet, daß die Duma nicht früher als zum 3. Dez/ einberufen werden wird, da sie jetzt gar nichts zu tun Mite, sich» nur mit Interpellationen und unnützer Kritik beschäftigen könnte und dadurch dem Lande nur schaden würde. Vom östlichen Kriegsschauplatz.</p>
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          <p>um etwaigen Versuchen einer Entwaffnung mit Gewalt entgegenzutreten. Demgegenüber will die griechische Negierung ihrem zum Aus­ druck gebrachten Standpunkt unbedingt Gel­ tung verschaffen. Prinz Nikolaus von Grie­ chenland hat die in Saloniki konzentrierten griechischen Truppen besichtigt. (Z.) (Mfichenland bleibt fest!. Ter Athener Korrespondent der Morning Post erklärt, aus diplomatischer Quelle er­ fahren zu haben, daß der griechische Minister­ präsident auch auf die jüngsten erweiterten Anerbietungen Rußlands - und Englands er­ klärt habe, er bedauere, daß Griechenland nicht von der Politik der bewaffneten Neutralität abgehen könne, so lange die Dinge auf dem Balkan sich nicht geändert hätten. (Z.) Ter Kriegszustand in Griechenland. Wien, 27. Okt. Hier vorliegende Bukarester Meldungen besagen: Der König von Griechenland unterzeichnete ein Dekret, worin der Kriegszustand angeordnet wird. Tie Landung in Saloniki. Wien, 26. Oktober. Das "Neue Wiener Journal" meldet aus Lugano: Italienische Plätter melden aus Saloniki,, daß die dort stehenden englisch-französischen Truppen den Befehl er'hielten, die griechische Grenze nicht zu überschreiten. Ferner wird aus Lugano gemeldet, daß der ehemalige englische Gesandte in Sofia auf der Heimreise in Neckpel eintraf. Er erzählte, daß die Vierverbandstruppen in Saloniki bedeutende Befestigungen errichten, die zur Sicherheit (!) der gelandeten Trup­ pen dienen sollen. (SO Tie Landungstruppen in Saloniki. In Saloniki verhalten sich die ausge­ schifften Ententetrnippen arrogant gegen die Griechen. Es ereigneten sich dort bereits meh­ rere Zwischenfälle. An maßgebender Stelle liegen Nachrichten vor, daß die griechische Re­ gierung keine weiteren Truppen landen lassen werde. — In Frankreich wurde eine Liste für Freiwillige gegen Bulgarien ausgelegt. In drei Tagen meldeten sich — 36 Camelots, wo­ rauf die Anmeldungsliste geschlossen wurde. Kabinettskrise in Rumänien? Tie "Daily News" erfährt aus Rom, daß mehrere rumänjjche Minister, die gegen eine Beteiligung am Kriege waren, zurückgetreten seien. (80</p>
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          <p>ihrer Schönheit viel Verehrer, mit denen sie kokettierte und von denen "sie fid), den Hof machen ließ, ohne daß es ihr sonderlich tief gegangen wäre bei einem von ihnen. Sie war auch klug genug, die Grenzen so zu ziehen, daß ihr etwas eifersüchtiger Gatte nicht ein­ schreiten konnte. Frau Dr. Halm hatte schon lange Zeit mit einem großen Interesse Dolf Falkners Persönlichkeit verfolgt. Der bildschöne Mensch hatte es der temperamentvollen Frau ange­ tan. Vielleicht war sie nur deshalb ihren Verehren gegenüber so zurückhaltend, weil ihr Dolf Falkner besser gefiel als alle anderen Männer. Sie war in Gesellschaft verschie­ dentlich! mit Juanita Falkner zusammengekom­ men, aber die beiden Damen hatten wenig Gefallen aneinander gefunden. Mit dem Instinkt der Eifersucht hatte Frau Dr. Halm in Erfahrung gebracht, daß Juanita das Haus ihres Mannes verlassen hatte. Und als nun an diesem Abend Dolf Falkner in ihren Gesichtskreis trat, sprühte ihm aus ihren Augen ein seltsames, unbe­ herrschtes Feuer entgegen. Sie war wieder von einer Verehirerfchar umgeben, aber über diese hinweg trafen die beiden Augenpaare ineinander. , Dolf Falkner war von dem 'Blick der schönen Frau elektrisiert. Es gelüstete ihn, seine Macht über Frauenherzen wieder einmal zu erproben. Und mit großer Befriedigung merkte er, daß er einen tiefen Eindruck machte. ,Es sprühte und funkelte ihm aus Melanie Halms Augen etwas entgegen, was sich wie ein heilendes Pflaster auf seine verwundete Eitelkeit legte. Frau Melanie aber wollte die schöne Spa­ nierin ausstechen, und Dolf ging eifrig mit all seinen oft erprobten Verführerkünsten ins Feuer. So kamen sich, diese beiden Menschen nur tzu willig entgegen. Dolf wollte um jeden Preis einen neuen Triumph seiner Eitelkeit feiern, und Frau Melanie war eine jener Na­ turen, die nur das begehrenswert finden, was sie anderen Menschen streitig machen müssen. Dolf und Frau Melanie Halm trafen bald überall zusammen, und es war nicht immer ein zufälliges Zusammentreffen, Es hatte nicht lange gedauert, bis Dolf einen neuen Sieg zu perzeichnen hatte. Melanie Halm war un­ sinnig verliebt in den schönen Menschen mfi den faszinierenden Augen unp der betörenden Stimme. Sie war so beherrscht von ihrer Lei­ denschaft, daß fte kaum ihrem Gatten gegen­ über die nötige Vorsicht walten ließ, trotzdem sie dessen leicht entstammte Eifersucht kannte. i So gingen einige Wochen hin und Dolf j erklärte seinem Vater, daß er darein willige, I Rita für 1 Million Mark ihre Freiheit wieder­ zugeben. Er möge die nötigen Schritte zur Einleitung der Scheidung tun. Daß Dolf die Gelegenheit dazu benutzte, der schönen Frau Melanie zuzuflüstern, daß er nur ihretwegen außerstande sei, länger Ehe­ sesseln zu tragen, war bei seinem Charakter selbstverständlich. Er liebte Melanie Halm so wenig, wie er andre Frauen geliebt hatte, aber es schmei­ chelte seiner Eitelkeit, daß sie sich ihm so sinnlos mit ihrem ganzen leidenschaftlichen Temperament hingegeben hatte. Esner seiner Bekannten warnte ihn wohl­ meinend und machte ihn auf Dr. Halms Othel­ lonatur aufmerksam. Aber Dolf verlachte seine Mahnung, weil der Warner zu Frau Melanies Verehrern ge­ hört &gt;hatte. Er hielt es für Mißgunst, f * Gelegentlich! einer geschäftlichen Konferenz hörte Bernhard Falkner, daß über seinen Sohn Dolf und Frau Dr. Halm allerlei Gerüchte kursierten. , 1 &gt;U Ld Li MU j ’U - LJ</p>
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          <p>| Unterseeboote ihren Stützpunkt im Lumparen I Fjord haben. Ter Hafen soll für diese Zwecke | ausgezeichnet sein. $ Tic Unterseetwotwacht. 1 } Rotterdam, 26. Oktober. Tie "Morning Post" erfährt aus Athen, daß laut Bukarester Meldungen zwei deutsche Unterseeboot? im Hafen von Warna eingetroffen sind, um russische Landungsoersuche zu beobachten. Im südlichen Teil der rumänischen Küste sei ein drittes deutsches Unterseeboot erschienen. "Göben" ist kreuzend wiederholt vor Konstanza gesehen worden. (SO 8 Tie Flotte der Verbündeten vor Dedeagatsch!. I Berlin, 26. Oktober. Die Londoner I Blätter melden, daß die Flotte der Verbünde| ten die Beschießung von Dedeagatsch und LaI gos fortsetzte. Die Ausschiffung von Trup­ pen in Dedeagatsch habe heute begonnen. Die Stadt werde von den Türken verteidigt. Die Bahnlinie zwischen Saloniki und Adrianopel sei unterbrochen. Zwei russische Dampser versenkt. Tie "Deutsche Tagesztg." meldet aus Konstantinopel: Wie "Turan" meldet, hat die tür­ kische Flotte fn der Nähe von Sebastopol zwei russische Dampfer versenkt. Der eine harte Zucker, der andere eine Ladung Fett an Bord. (SO Der Kreig zur See. Tie Stützpunkte der englischen Unterseeboote in Finnland. K o!peNhag e n, 26. Oktober. Wie Stock­ holms Aftenbladet von gut informierter Seite erfährt, weilen die russischen und englischen</p>
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          <p>Der Krieg mit England. Tie Demission Greys angenommen. Die Wiener Mittagsztg. meldet aus Rot­ terdam: Die Demission Greys wird dem Verj nehmen nach! vom König unter Vorbehalt atu ] genommen werden. Es verlautet weiter, daß | vier Unterstaatssekretäre ihre Demission ein1 gereicht haben. (Z.) Tie Schisfbaner vom Elhde. London, 25. Oktober. Ueber 200 Ver­ treter der Gewerkschaften der Schiffbauer vom Clhde, die 97 500 Arbeiter vertreten, haben i einstimmig eine Entschließung angenommen, I in der die sofortige Aufhebung der VerurteiI lung dreier Schiffbauer zu Gefängnisstrafen j fordern. Die Entschließung wurde Llohd-Ge$ orge übermittelt.</p>
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          <p>sie gekämpft. Man vertröstete uns immer auf unsre große Artillerieentfaltung. Aber seit wir sie gekämpft. Man vertröstete uns immer auf unsre große Artillerieentfaltung. Aber seit wir die deutschen Gefangenen gesehen haben, die aus der Gießkanne (— wie die Franzpfen ihr Trommelfeuer nennen —) herauskamen, glaubt keiner von uns mehr aufrichtig daran, daß wir mit ihnen fertig werden." Diese Leute sprachen ganz freimütig und bekannten alle, daß sie am Ende ihrer Ner­ ven feien. Ich! fragte sie nach ihren Erfahrun­ gen mit den deutschen Gefangenen. Besonders ein verwundeter Unteroffizier hat ihnen gro­ ßen Eindruck gemacht, als er ihnen in gutem Französisch sagte: "Fragen Sie alle diese Leute, die alle nur darum Ihre Gefangenen sind, weil sie verschüttet worden find: Es ist keiner unter ihnen, der nicht sofort wieder zurück in seinen Schützengraben und zu seiner Kompagnie möchte,, statt in die Sicherheit des Gefangenenlagers zu ziehen." — "Nun", ver­ besserte ein Sergeant, der mit seiner gekün­ stelten Fröhlichkeit die anderen mitzureißen versuchte, "das sagen wir auch. Das sagt doch jeder von uns, wie wir hier stehen." Aber die anderen wehrten ab. "Nein, wir wollen ehrlich sein. Wir haben genug. Unsre Nerven sind entzwei. Bei uns ist feiner, der den Krieg nicht satt hätte. Das ist der einzige Unterschied Mischen Teutschen und Franzo­ sen. Wir sind unsrer Meinung nach ebenso tapfer wie die Ihrigen, ebSrso gut ausge­ bildet und ausgerüstet. Aber die besseren Nertoert sind Bei Ihnen. Und es scheint, daß die Nerven desto mehr entscheiden, je länger der Stellungskrieg mit seinem schrecklichen Artil­ lerie- und Minenfeuer dauert." Ich habe den Eindruck, daß diese Fran­ zosen richtig beobachtet haben. Für den Fort­ gang dieses Teiles des Krieges ist entscheidend, wer die Trommelfeuernerven hat. Und die haben unsre Leute. Ich weiß schon bezeich­ nende kleine Züge. In eine eingetrommelte Stellung, vor der der Feind unangenehme Fortschritte ge­ macht hatte, rücken die Bayern "zum Aus­ putzen" aus einer schwer beschossenen Reserve­ stellung vor. Ein baumlanger Herkules lenkt den Blick des Obersten auf sich. "Grüß Gott, Herr Oberst," sagt der Mann treuherzig. "Grüß Gott. Was sind Sie denn im Zivil?" — "A Senw aus'm Algäu", sagt der Mann, zieht sich im Granathagel den Rock aus, behängt' sich den Gürtel rings mit Handgranaten und spricht: "Also die Stellung da vorn sollen wir stürmen. Ja, das wer'n mer glei fjcumw Grüß Gott, Herr Oberst!" Eine Viertelstunde später hatten sie die Stellung, in der sie Fran­ zosen fanden, die infolge ihres eigenen Trom­ melfeuers kopflos und betäubt geworden wa­ ren. In eine andere eingetrommelte Stellung, deren Besatzung schwer gelitten hatte, gehen Bayern als Ablösung. Sie warten aus den Angriff, aber die Franzosen trommeln weiter. Da wird es einem Kreigsfreiwilligen zu langweilig. Er ,springt ungedeckt auf die.Brust­ wehr, schwingt drohend sein Gewehr hinüber und schreit: Jetzt kommt's an, wann's a Schneid habt's. Jetzt sän Bayern da! Im nächsten Moment reißt ihn ein Unteroffizier im Schwung herunter und schreit ihn zornig an: "Willst s'Maul halten, Tu Lackl, saudummer. Dös wannst ihnen noch sagst, daß Bayern da sän, na trauens sich, ja schon gar nimmer zu kemma. , Das sind Trommelfeuernerven. Was sie bedeuten, haben die Franzosen und Englän­ der durch! den Ausgang ihrer neuen Offensive erfahren. W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter.</p>
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          <p>Botschafter Frhr. v. Wangenheim, der Vertreter des deutschen Reiches in Konstanti­ nopel ist am Montag früh' in .Konstantinopel gestorben. Ter Reichstag. Nach der "Berl. Ztg." verlautet, der Reichstag werde aller Borausfichlt nach am 9. Dezember zusammentreten, während das preußische Abgeordnetenhaus eine neue Session am 11. Januar 1916 beginnen werde. (Z.) i r, &gt; ! Beschlagnahmte Kühe. Stadtarzt Tr. A. Maier in Steyr (Oberösterreich!) besitzt ein Bauerngut, von dem er bisher die Milch! nach Steyr lieferte. Diese Lieferung stellte er aber plötzlich! ein und sandte die Milch nach Wien. Ties wurde ihm von der Behörde untersagt, worauf er mit dem Verkauf der Kühe drohte. Nun hat die Bezirkshauptmannschast Steyr mit Bewilligung der k. k. Satthalterei die KWe beschlagnahmt und fordert die Mich für die Stadt Steyr wie früher an. Amerikanische Alottenvlerstärknng. Die "Morningpost" meldet aus Washington: Das Mitglied des Repräsentantenhauses Gardner trat in einem Briefe an den Präsidenten der Flottenkommission für eine solche Verstärkung der amerikanischen Flotte ein, daß sie hin­ ter keiner anderen mehr zurückstehen würde. Das amerikanische Volk, sagt er, fördert Si­ cherheit gegenüber jedem anderen, auch dem englischen. Der Ausbau der Flotte muß be­ schleunigt werden, um nötigenfalls auch ge­ gen die englische Flotte auftreten zu können. Tages-Uebersicht.</p>
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          <p>und am 22. Februar 400 Zentner Gerste, die teilweise aus seiner eigenen Oekonomie stamm­ te, teilweise von ihm aufgekauft wurde. Er ließ sich! für den Zentner 17.30 Mark zahlen, obwohl damals der Höchstpreis nur 12.14 bzw. 12.35 Mark betrug. Das Landgericht Mün­ chen I verurteilte Berghamryer wegen Ueberschreitung der Höchstpreise zu Geldstrafen von 4200 und 240 Mark e'b. 280 und 60 Tage Ge­ fängnis. Der Staatsanwalt hatte 7000 Mark Geldstrafe beantragt. Petroleum gab für Butter. In der letzten Magistratssitzung wurde festgestellt, daß gutsituierte Leute, die im Besitze von Gasund Glühlicht sind, vom Kaufmann soviel Pe­ troleum holen ließen, als ihnen mögliche war, um durch! Austausch gute und billige Bürter vom Lande zu beziehen. Bayerische Nachrichten. Uebcrschreitung der Höchstpreise. Der Gast­ wirt Josef Berghammer von Ampfing, .B.-A. Wühldors, verkaufte am 14. Februar 800 Ztr.</p>
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          <p>Astustorf, 25. Oktober. (Gefallen) sind auf dem Felde der Ehre der Reservist Karl Schießt, Schulverweser von Altfraunhofen, im Alter von 27 Jahren in den Kämpfen bei Arras. Der tapfere Held war schon einmal durch einen Kopfschuß verwundet und nun hat | ihn das feindliche Blei tödlich getroffen. Er 1 war ein lebensffoher, junger Mann. — Ter § 24 Jahre alte Infanterist Xaver Wimmer, 1 Bauerssohn von Schinrpshausen bei Arnstorf, und der Infanterist Josef Eisenreich!, Bauersfohn von Halmbrunn bei Arnstorf, 30 Jahre alt, starben ebenfalls den Heldentod für das Vaterland. Apnstorf, 25. Oktober. (Bierpreiserhö hung.) Ab 1. November wird dahier der Bier­ pries von 24 auf 28 Pfg. der Liter dunkles Bier und der Liter Helles Bier von 26 aus 32 Pfg. erhöht. Straubipg, 25. Oktober. (Radunfall.) Ein radelnder Knabe nahm einen anderen Jungen mit aufs Rad, konnte vor einem entgegenkom­ menden schweren Wagen das Rad nicht mehr meistern und kam zu Fall, wobei sein Gefährte derart unter das Fuhrwerk zu liegen kam, daß ihm beide Beine abgefckhren wurden. Teggendörf, 26. Oktober. (Schwerer Ver­ dacht.) Gestern wurde durch die Gendarmerie Wintzer der in den 50er Jahren stehende Mau­ rer Jakob Wimmer, wohühaft in Weinberg, Gemeinde Neßlbach, festgenommen und in das Landgerichtsgefängnis Deggendorf eingeliefert. Wie verlautet, soll sich! Wimmer an noch sehr jugendlichen Mädchen in sittlicher Beziehung schwer verfehlt haben. Niederbayerische Nachrichten.</p>
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          <p>Kriege wider. Bei dieser Stadt, die in den Chroniken des Mittelalters als Ansiedlung un­ ter beim Namen Gurgusewatz auftaucht, und die diesen Namen erst int Jahre 1857 mit ihrem jetzigen vertauschte, vereinigen sich der östliche Trgovisti-Timok, der am Midzor, urtlb der westliche Srrljiski-Timok, der am Zelmji Vrh entspringt. Beide fließen als Timok.nörd­ lich davon in die Donau. In dem engen, viel­ gewundenen Durchbruchstal des Unterlaufes bildet der Timok die örtliche und sprachliche Grenze zwischen Serbien und Bulgarien. Auch längs des Timok zieht sich! eine wichttge Heer­ straße hin, die ebenfalls auf die Römer zurück­ geht, und die in der Kriegsgeschichte des Lan­ des eine große Rolle gespielt hat. Es ist eine großartige, wildromantische Landschaft mit höhen, zerklüfteten Kalksteinbergen und meh­ rere Kilometer langen Engpässen, in denen sich schon in früheren Zeiten entscheidende Kämpfe abgespielt haben. Zwischen Türken, Oesterreichern und Serben ist namentlich im 18. und 19. Jahrhundert im Bereich desTimokflufses hart gekämpft worden, und immer wie­ der stand Knjazewatz, das soviel wie Fürsten­ stadt heißt, im Brennpunkt der kriegerischen Ereignisse. strömt. Erst in den letzten Jahren wurden hier von der serbischen Regierung Versuche gemacht, das Gebiet wieder auszuforsten. Je mehr sich, aber die Morawa dem Tonautal nähert, umsomehr entfaltet sich die Natur, um ihren Unterlauf vollends mit dichten Auen zu umsäumen. Auch, breiter und tiefer wird der Fluß. Dichte Waldgebirge türmen sich an seinen Ufern auf, und seine Westseite ist begrenzt von der sehr fruchtbaren Gegend der Schumadia, deren Bewohner, die Schumaditzer, den Kern des serbischen Volkes bilden, das in den Zeiten der Freiheitskriege»in dem Berg­ waldland der Schumadia eine Zufluchtsstätte gefunden hat. In dieser Ebene liegt auch die Kreisstadt Kragujewatz mit ihren berühm­ ten Kanonengießereien sowie mit den Mupitions- und Waffenfabriken. Ehe Belgrad im Jahre 1842 Residenz der serbischen Fürsten wurde, hatten sie in Kragujewatz ihren Sitz. Als das Landschaftsbild außerordentlich ver­ schönernd kommen die sanften Waldberge am änderen Ufer hinzu, die Ausläufer der Balkanvorberge, in denen sich Serbiens minerali­ scher Reichtum an Kupfer, Eisen und Blei birgt. Auch, das weinreiche Timoktal, in dem die Bulgaren bei Knazevac ihren ersten Sieg über die Serben errungen haben, hallt vom</p>
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          <p>Unterlagen^ der Energiebegriffe gegeben und die Energie als Arbeitsfähigkeit der Kör­ per eingeführt. Maß der Energie ist ihr Ar­ beitswert. Es folgte eine Besprechung der verschiedenen Energieformen: Lagenenergie, Bewegungsenergie, Spannungsenergie,Wärme­ energie, chemische, elektrische, magnetische und Strählungsenergie in Rücksicht auf ihre Tätige keit und praktische Ausnutzbarkeit zur Ar­ beitsleistung. Bei der Besprechung des Zu­ sammenhangs zwischen Wärme und Arbeit (1 Kalorie gleich 427 mkg.) würde die Ge­ nialität der Robert Mayerschen Leistung ge­ würdigt. Die Frage nach, dem gegenseitigen Verhalten der verschiedenen Energieformen führte zur Erkenntnis der Energieumwand­ lung und zur Aufftellung des Gesetzes von der Erhaltung der Energie. Energieumformungen naturwissenschaftlicher wie vor allem auch tech­ nischer Art würden besprochen, die Unmöglich­ keit des Perpetuum mobile aus dem Energie­ gesetze erkannt. Das Entstehen der für den Menschen wichtigsten und notwendigen Ener­ gieformen aus der Lagenenergie und der che­ mischen Energie würde behandelt und gezeigt, wie diese beiden Energieformen durch die Ener­ gie der Sonnenstrählung bedingt und geschaf­ fen sind. Die für das Leben von Pflanzen, 'Tieren urld Menschen notwendigen Energie­ beträge sind Umwandlungen aus der Energie der Sonnenstrählung, sodaß die Sonne als letzte Energiespenderin für das Geschehen und Leben auf der Erde erscheint. Der Hinweis auf Robert Mayers Leistungen und Bedeutung für die Menschheit schloß den Vortrag. Herr Professor Hofmann, der Vorstand des Gewerbävereins gab in herzlichen Worten dem Danke der Zuhörer an den Redner für dessen interessante und klar verständliche Gestaltung des schwierigen Themas Ausdruck. Lokales. Laudshut, 27, Oktober. —*DasEiserneKreuz 1. Klasse wurde dem K. Major Plötz der Reserve des 16. Inf.!? Regts., dem Offiziersstellvertreter Joh. Haslmayr und dem Vizeseldwebel der Landwehr I. Taubender des Landwehr-Jnf.-Megts. Nr. 2 verliehen. —* Den Heldentod für das Vater­ land starb Herr Max Probst, Sohn des Herrn Schlossermeisters Prabst Mer. —* Auf deut Felde der Ehre gefallen ist der Hilfslehrer Herr Karl Weiß von Wei­ ßenberg, Sohn des Herrn Badereibesitzers Weiß hier. Der gefallene Held, dessen Brust das Eiserne Kreuz, schmückte, stand seit 10 Monaten im Felde, zuletzt als Unteroffizier in der 20. Pionierkompagnie. —* Einen guten Fang machte gestern unsre Schutzmannschaft. Zn der Nacht vom 22. zum 23. ds. entwendeten in Mühldorf zwei Personen, eine männliche und eine weib­ liche aus einem Hause einen Betrag von 100 Mark und Schmucksachen. Gestern konnten die beiden Diebe nach! der Beschreibung hier fest­ genommen werden. Hierbei stellte sich« heraus, daß der Mann der Artist Emil Rheinstrom ist, der dem Ersatzbataillon des Füsilier-Regts. 35 in Brandenburg angehört, sich, aber unter Urlaubsüberschreitung und Fälschung des Ur­ laubsscheines hier herumtrieb. Die Frau war seine Geliebte, die Zigeunerin Berta Walther von Listau, Bezirkshauptmannschaft Glattau. In dem Besitze der Verhafteten fanden sich noch, einige Schmuckgegenstände. . —* Die weißen Brotmarken des Stadtmagistrats haben lt. Bekanntmachung des Magistrats nur noch! bis 8. November Giltig­ keit. Es dürfen dann im Geschäftsverkehr nur noch! die rosafarbenen Marken verwendet werden. Von den Geschäften sind die weißen Brotmarken bis zum 20. November einzu­ liefern. —* Die Motoripostlinie LandshutVelden erfährt vom 1. November ab, wie auch, andere Motorpostlinien, eine Einschrän­ kung dahin, daß nur noch! je 1 Fahrt in jeder Richtung stattfindet. Es ist dies eine Folge per Knappheit des zur Verfügung stehenden Gum­ mi-Materials. —* Die Maul- und Klauenseuche ist im Anwesen des Söldners Josef Meier in Haunwang amtstierärztlich' festgestellt worden. Die amtlichen Maßnahmen sind bereits ver­ fügt, doch! wird "der Stadtbezirk hiervon ritiäjt betroffen. —* Von der Wallfahrt nach, Altötting kehrten gestern nachmittags die Teilnehmer hieriher zurück. In der Jesuitenkirche fand noch eine Ansprache mit Tedeum statt, die den Abschluß der Pilgerfahrt' bildete. . I i —* Eschelbach-Vortrag. Am Freitag den 29. Oktober abends 8,15 Uhr veranstalten die Londshuter Liedertafel und der Volkshochjfchulvorein gemeinsam einen vaterländischen Abend, an dem der rühmlichst bekannte rhei­ nische Dichter Hans Eschelbach, von Bonn einen Vortrigg über das Thema "Bei den Bayern in der Feuerlinie" halten wird. Der Dichter, welcher von S. K. Hoheit dem Kronprinzen Rupprecht von Bayern zum Vortrag seiner Kriegsdichtungen bei'den bayerischen Truppen zum Besuch, der bayerischen Front auf dem westlichen Kriegsschauplatz eingeladen worden war, wird am Freitag Erlebnisse und Kriegs­ dichtungen ernster und heiterer Art, nament­ lich, solche, die die Kriegstaten der Bayern be­ handeln, zum Vortrag bringen. Die hervor­ ragenden dichterischen Leistungen, über welche bereits früher berichtet wurde, lassen mit Be­ stimmtheit einen besonders genußreichen, von edlem vaterländischem Geiste getragenen Abenp voraussahen. Der Besuch, der Veranstaltung der oben genannten Vereine kann daher Alt und Jung aufs wärmste empfohlen werden. Da int: hiesigen Stadttheater die Zahl der zur Verfügung stehenden Plätze ziemlich, beschränkt ist, mußte für diesmal von den sonst üblichen Vergünstigungen für Schüler usw. Abstand ge­ nommen werden, zumal für Schüler gesonderte Vorträge Eschelbachs stattfinden. Die Karten für die Vereinsmitglieder und deren Familien­ angehörige sowie für Nichimitglieder sind im Vorverkauf in der Attenkoferschen Buchhand­ lung vom Donnerstag den 28. Oktober vorm.' ab und am Freitag abends von halb 8 Uhr ab an der Theaterkasse zu erhalten. Mit Rücksicht aus die Platzfrage empfiehlt es sich', möglichst bald die gewünschten Karten für die Sitzplätze zu besorgen. , —■* Arbeit und Energie. Ueber die­ ses Thema sprach, am letzten Freitag im' Gewer­ behaussaale vor einer zahlreichen Zuhörerschar Herr Professor Hugo Freytag. Der Vortra­ gende gab zunächst in großen Umrissen ein Bild her Entwicklung der physikalischen Forschungsmethvden und Forschungsergebnisse bis Robert: Mayer, wobei besonders Galileis Le­ benswerk als grundlegend hervorgehioben wur­ de. Es folgte eine klare historische Einfüh­ rung in Robert Mayers Entdeckung des Ge­ setzes der Erhaltung der Energie (1840), die auf einer Seereise nach! holländisch Indien J durch eine ärztliche Betrachtung Rob. Mayers, eines Arztes aus Heilbronn in Württemberg, angeregt wurde. Zur Klarlegung der Gesetze wurde nun zunächst der Begriff der mech. Arbeit eingeführt und die verschiedenen Arten von Arbeit, sowie die Arbeitsumformung in Maschinen klargelegt. Es schloß sich die Bee Handlung des Begriffes der Leistung oder des Effektes der Maschinen an, wobei aus der $ Formel für die Leistung die Entwicklung der modernen Technik zu schnell laufenden Ma­ schinen begründet wurde. Damit waren die</p>
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          <p>Die Verluste der feindlichen Handelsflotten. Berlin, 26. Oktober. Vor einigen Ta­ gen wurde das Ergebnis des Handelskrieges für September mit 141,977 Brutto-Registertonnen bekannt. Damit sind seit Beginn des Krieges bis Ende September 1,049,810 BruttoRegistertonnen versenkt, die erste Million To. ist also schon bedeutend überschritten. Ten Hauhtanteil an der Versenkung haben unsre U-Boote, denen insgesamt 423 Schiffe mit 674 516 Tonnen zum Opfer fielen. . , ! 1 1 Ter vor Saloniki torpedierte englische Drans! poxtdampfer. Sd. Athen, 27. Oktober. Wie die "Nea Himera" erführt, lhatte der in der Nähe der Bucht von Tsageszi am Eingänge des Golfes von Saloniki versenkte englische Transport­ dampfer "Merehetti" 1500 englische Soldaten an Bord, ferner 20 Krankenpfleger, 12 Aerzte, sowie viel Mnnition. Griechenland und die Entente. Budapest, 27. Oktober. Nach!einerDrcchitung des Blattes "Villag" hat Griechenland in seiner Antwortnote auf die letzte englische Note den Alliierten ferner mitgeteilt: Grie­ chenland müsse unbedingt und entschlossen da­ ran festhalten, daß die gelandeten Truppen auch jene, die bereits nach dem Kriegsschau­ platz abgegangen seien, über Saloniki zur See wieder abtransportiert werden müßten. Tie griechische Regierung wurde bedauern, wenn sie bei etwaiger Außerachtlassung dieses Wun­ sches in die schwierige Zwangslage geriete, die gelandeten Truppen entwaffnen und in Gefangenenlagern internieren zu muffeln. Daraufhin überreichte der englische Ge­ sandte Ekliot der griechischen Regierung eine Note, in welcher der Abbruch der freundschaft­ lichen Beziehungen gedrbht wird. Nach einem Ministerrat legte Zaimis neu­ erdings Verwahrung gegen das Landen der Ententetruppen ein. feindliche Flieger über Tedeagatsch. Sd. Paris, 27. Oktober. Ter "Temps" meldet aus Athen: Flugzeuge der Alliierten bombardierten erneut Tedeagatsch und Porto Lagos.</p>
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          <p>Literarisches. Literarischer. Kriegs-Echo. Von diesem im Verlag Ullstein u. Co., Berlin SW. 68, erscheinenden Kriegswerke ist soeben Heft 63 (Preis 10 Pfg.) mit interessanten KriegSschtlderungen und Bildern erschienen. "Die Plastik", illustrierte Zeitschrift für die gesamte Bildhauerei und Btldnerei und ihre Be­ ziehungen zu Architektur und Kunstgewerbe. Heraus­ gegeben von Alex. Heilmeyer, Bildhauer und Kunst­ schriftsteller, München. Monatlich ein Heft mit acht Knnstdrucktafeln und einem Bogen Text. Preis vierteljährlich 3 Mark. Einzelnes Heft 1.20 Mark. Verlag von Georg D. W. Callwey, München. ""Wachtfeuer" (Architektur-Verlag "Der Zirkel" G. m. b. H., Berlin, Wilhelmstr. 48, Preis 20 Pfg.) ist das neueste 54. Heft erschienen.</p>
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          <p>Handel und Verkehr. Arustorf, 25. Oktober. (Ter 4. heurige Schweinemarkt) dahier war bei schöner Herbstwitterung gut besucht. Zu demselben wurden ca. 1.50 Schweine dem Verkaufe unterstellt. Der Handel ging lebhaft und wurden die mei­ sten Schweine aufgekauft. 5—6 Wochen alte Ferkel kosteten 28—38 Mark, größere Schweine (Läufer) 56—70 Mark das Paar. Weißkraut der Zentner 6 Mark. Nächster Schweinemarkt am Samstag den 30. Oktober.</p>
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