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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1915-11-02"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">68. Jahrgang Nr. 298</biblScope>
          <date when="1915-11-02">1915-11-02</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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      <editorialDecl>
        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Präsidentschaftskrisis erweitert, weil noch kein Wann da ist, der das Danaergeschenk dieser stärksten Verantwortung aus sich, nehmen, der die Entschlossenheit und die Kraft hätte, das zermürbte Frankreich! vor der Katastrophe zu retten, der es entgegentreibt. Aber schon die Umbildung des Kabinetts zeigt deutlich!, wie die Unzufriedenheit im Lande mit der Politik der Delcasse, Viviani, Poincare und Genossen wächst. Denn um dieser, trotz der scharfen Zensur immer deutlicher zum Ausdruck gelan­ genden Opposition zu tb egegnen, hat man die unbeliebtesten der Verantwortlichen ausge­ schifft, hat man setzt durch Hinzunahme von ausgeprägt Konservativen, wie Denhs Cochin und Meline, und des greifen, über den Par­ teien stehenden Freheinet ein Kabinett der Sammlung, in dem nach! britischeimj Muster alle großen Parteien vertreten sind, gebildet, um auf diesem Wege noch! eimnäl alle Fran­ zosen unter eine Fahne zu sammeln. Denn darüber darf man sich! nicht hinwegtäuschen, das neue Kabinett ist ein Ministerium des na­ tionalen Widerstandes. Wie lange es das sein wird, und ob es sich, überhaupt als die "Re­ gierung der Unsterblichen" — so nennt Clemenceau spöttisch das Kabinett, weil Poincare drei seiner Kollegen aus der Akademie Francaise, also drei sogenannte Unsterbliche, hin­ eingebracht hat — erweisen wird, das steht freilich&gt; auf einem anderen Blatt.</p>
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          <p>Bericht des deutschen Hauptquartiers. WTB. Berlin, 30. Oktober. Mittags. (Großes Hauptquartier).</p>
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          <p>Westlicher Kriegsschauplatz. Keine wesentlichen Ereignisse.</p>
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          <p>Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe deS Generalfelbmärschalls von Hindendurg. Nordöstlich! von Mitau wiesen unsere bei Plakanen aus das Norduser der Misse vorge­ schobenen Kräfte 2 starke nächtliche Angriffe ab u.zogen sich! vor einem weiteren Angriff in die Hauptstellung aus das Südufer zurück. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern Nichts Neues. Heeresgruppe des Generals von Linsingen. Westlich! von Ezartorysk wurde die russi­ sche Stellung bei Komarow und die Ortschaft selbst genommen; ein nächtlicher russischer Gegenangriff blieb erfolglos. Kamienucha, Hetalisowska und Bielgow Wurden gestürmt. 18 Offiziere, 929 Mann sind gefangen genommen, 2 Maschinengewehre erbeutet. Ein russisches Kampfflugzeug wurde bei Kukli heruntergeschossen. Balkankriegsschanplatz. Die Armeen der Generale von Koeveß und von Gallwitz haben feindliche Stellungen gestürmt, über tausend Serben gefangen genommen, 2 Geschütze und 1 Ma­ schinengewehr erbeutet und sind in der Vorbävegung geblieben. s Die Armee des Generals Bojadjeff setzt die Verfolgung fort. Oberste Heeresleitung. WTB. Berlin, 31. Oktober. (Großes Hauptquartier.) .</p>
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          <p>Bayerische Truppen setzten sich nordöstlich von Neuville in Besitz der französischen Stel­ lung in einer Ausdehnung von 1100 Meter, machten etwa 290 Gefangene und erbeuteten vier Maschinengewehre und 3 Minenwerfer. Ein feindlicher Gegenangriff wurde abends abgeschlagen. In der Champagne ist ein weit vorsprin­ gendes deutsches Grabenstück nördlich von Le Mesnil in der Nacht vom 29. zum 30. Okto­ ber durch! überwältigenden Angriff gegen die dort stehenden Kompagnien an die Franzosen verloren gegangen. &gt; Bei Tahure griffen nachmittags unsere Truppen an. Sie stürmten die Butte de Ta­ hure (Höhe 192 nordwestlich, des Ortes). Der Kamps dauerte die Nacht hindurch an. 21 französische Offiziere (darunter zwei Bataillonskommendeure) und 1215 Mau« wurden gefangen genommen. Westlicher Kriegsschauplatz.</p>
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          <p>Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des GeneralfclvmarschaNs von Hindenbnrg. Durch, unser konzentrisches Feuer wurden die Russen gezwungen, den Ort Pla­ kanen auf dem Nordufer der Misse wieder Ku räumen. Heeresgruppe des Generalfeldmarschatts Prinz Leopold von Bayern. Die Lage ist unverändert. Heeresgrulype des Generals v. Linsingen. Der Angriff westlich, von Ezartorysk er­ reichte die Linie Ostrand von Komarow-Höhen östlich von Podgacie. Die erreichten Stellun­ gen wurden gegen wiederholte russische Nacht­ angriffe in teilweise erbitterten Kämpfen ge­ halten. Etwa 150 Russen von 11 verschiedenen Regimentern sind ge­ fangen genommen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Deutsche Truppen der Armee des Gene­ rals von Köveß haben Grn. Milanovac ge­ nommen. Nordöstlich, davon wurde der Feind an der Sttaße Satornja—Kragujevac aus sei­ nen Stellungen südlich der Srebrnica gewor­ fen. Tie Armee des Generals von Gallwitz drängte beiderseits der Morawa den Gegner Weiter zurück. ($09 Gefangene wurden eingebracht. Bon der Armee des Generals Bojadjeff liegen keine neuen Nachrichten vor. Oberste Heeresleitung. WTB. Berlin, 1. November. Wittags. (Großes Hauptquartier.)</p>
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          <p>Westlicher Kriegsschauplatz. In der Champagne schritten die Fran­ zosen bei Tahure nachmittags zum Gegen­ angriff. Sie wurden abgewiesen. Tie von unseren Truppen am 30. Oktober erstürmte Butte de Tahure ist fest in unsrer Hand ge­ blieben. Die Zahl der in den letzten Tagen ge­ machten Gefangenen ist auf i 31 Offiziere und 1277 Mann gestiegen. Bei Combres kam es zu lebhaften Kämp­ fen mit Nahkampfmitteln. Leutnant Boelke hat am 30. Oktober süd­ lich, von Tahure einen französischen Doppel­ decker zum Absturz gebracht und damit das 6. feindliche Flugzeug außer Gefecht gesetzt. — In der Gegend von Belfort fanden mehrere I für die deutschen Flieger erfolgreiche Luft­ gefechte statt.</p>
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          <p>Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenbnrg. Beiderseits der Eisenbahn Tuckum—Riga gewannen unsre Truppen im Angriff die all­ gemeine Linie Raggasem—Kemittiern (hart west­ lich, von Schlot)—Taunsem. Feindliche Gegen­ stöße wurden abgeschlagen. Westlich und südwestlich von Dünaburg, wurden starke russische Angriffe abgewiesen. Zwischen dem Swenten- und Jlsen-See war der Kampf besonders heftig. Er dauert an einzelnen Stellen noch, an. Vereinzelte feindliche Vorstöße nördlich des Dryswjaty-Sees scheiterten ebenfalls. Der Gegner hatte große Verluste. Bei Olai (südwestlich von Riga) wurde ein russisches Flugzeug zur Landung gezwun­ gen. Führer und Beobachter sind gefangen ge­ nommen. Heeresgruppe des Generalfeldmarfchälls Prinz, Leopold von Bayern. Oestlich von Baranowitschi wurde ein rus­ sischer Nachtangriff nach Nähkampf abgeschla­ gen. Heeresgruppe des Generals v. Linsingen. Die Lage ist im allgemeinen unverändert. Ein feindlicher Gegenstoß nördlich von Ko­ marow hätte keinen Erfolg. — Deutsche Trup­ pen des Generals Grafen v. Bothmer wurden bei Siemikowce an der Sttypa (nördlich! von Burkanow) angegriffen und stehen dort noch im Kampfe. Balkan-Kriegsschauplatz. In Fortsetzung des Angriffs wurden die Höhen südlich von Grn—Mlanowac in Be­ sitz genommen. In der Richtung auf Kragujevac ist der Feind über den Petrovackar- und LepenicaAbschnitt zurückgeworfen. Oestlich, der Morawa ist gegen den Wider­ stand der Serben der Trirunovo-Berg genom-i men. Es wurden einige hundert Gefangene gemacht. Die Armee des Generals von Bojadjeff ist am 30. Oktober unter Nachhutkämpfen dem Feinde bis in die allgemeine Linie, Höhen von Planinica (südwestlich, von Zajecar)—Slatina (nordwestlich, von Knjazevae) — östlich von Svrsjig (westlich von Lele)—Palanka — öst­ lich von Vlasetince gefolgt. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Zahl der im Oktober von deutschen Truppen im Osten eingebrachten Gefangenen und die von ihnen gemachte Beute beträgt: Gefangene: Erbeutet: Bei öer Heeresgruppe von Hindenbnrg: 98 Offiziere, 14482 Manu 40 Maschinengewehre Bet der Heeresgruppe des Prinzen Leopold von Bayern: 12 Offiziere, 4134 Mann 2 Maschinengewehre Bei der Heeresgruppe des Generals von Linsingen: &gt;0 Offiziere, 8871 Mann 21 Maschinengewehre Bei der Heeresgruppe des Generals Grase« von Bothmer: 3 Offiziere, 1525 Mann 1 Maschinengewehr Bei der Heeresgruppe von Mackensen: &gt;5 Offiziere, 11937 Mann 23 Geschütze*, *u}umiuiu. 244 Offiziere, 40949 Mann 23 Geschütze, 80 Maschinengewehre * Abgesehen von einer großen Zähl aufge­ fundener Geschütze älterer Fertigung. Oberste Heeresleitung. "</p>
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          <p>Zwischen 7 und 8 Uhr vormittags wurde heute auf dem Arsenal und der Kaserne von Kragujevac die österr.-ungar. und kurz nach­ her die deutsche Fahne gehißt. Im Flnßwinkel zwischen der Morava und Resava haben deutsche Truppen nach heftigen Kämpfen die beherrschende Höhe TrirunovoBrdo genommen. Bulgarische Kräfte haben auf der Straße nach Parazin die Höhen westlich Planinica und im Nisava-Tal die Höhen westlich Bela-Pch lanke erkämpft. Tie bisherige Gesamtbeute der deutschen und österr.-ungar. Truppen des Generals o. Koeveß betrügt 20 Offiziere, gegen 6600 Mann 32 Geschütze, 9 Maschinengewehre, über 39 Munitionsfuhrwerke, 1 Scheinwerfer, diele Ge­ wehre und Artilleriemunition und sehr diel Jnfanteriemunition; überdies wurden 45 alte oder gesprengte Geschützrohre erbeutet. Ter stellvertretende Chef des Generalstabes r v. H o e f e r, Feldmarsch alleutnant.</p>
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          <p>"Aber mich hast du mitgequält." Er Nützte ihre Hände. "Hab ich das wirklich, Lotti? Hast du nicht längst gewußt, wie es um mich steht?" "Ein bischen geahnt hab' ich es schon, Georg. Aber so etwas möchte man doch genau wissen. Und dann — hier sehen dich alle Damen so eroberungslustig an. Der berühinte Schriftsteller ist ihnen eine so interessante Per­ sönlichkeit. Die blonde Engländerin, die mit uns im Hotel Splendid wvhnt, läßt dich nicht aus den Augen, und die beiden feschen Wie­ nerinnen, die mit ihrer Mütter bei Tisch, ne­ ben uns sitzen, die fallen mir schon längst auf die Nerven mit ihren koketten Blicken. Was die sich! wohl denken? Ich war furchtbar eifersüchtig, sagte Lotti lachend. Er zog sie fest an sich!. "Nein — jetzt flunkerst du, du warst gar nicht eifersüchtig, sondern hast die kleinen Wie­ nerinnen immer ein bischen mokant und über­ legen angesehen, weil du ganz genau wuß­ test, daß du allein mein Herz ausfüllst. Ich lvar jck mW nicht, eifersüchtig auf die Hev­ een, .die sich! um deine Gunst bemühten." j Sie lachten beide übermütig auf, und Bruckner küßte sein Bräulchen erst einmal wie­ der his zur Atemlosigkeit ah. , i Schnell verging ihnen die Zeit. Sir Krö­ ten sich, so viel zu sagen, nun ihr Verhält­ nis ein so ganz anderes geworden war. Lotti beichtete, wie ungeduldig sie auf seine Er­ klärung gewartet habe. Grade, als sie wieder etwas mit einem Kuß bekräftigen mutzten, erschien Frau Ger­ trud Horst mit Rita vor dem Strandkorb. ) Frau Gertrud sah lächelnd und bewegt auf das glückliche Paar, und Rita, die auch längst gemerkt hatte, wie es um die beiden stand, sagte lächelnd: »Ich! gratuliere." Das Brautpaar sah erschrocken auf, aber sie blieben nebeneinander sitzen, Hand in Hand. "Mutti — liebe Mutti!" rief Lotti weich. "Was ist denn das, Kind?" fragte diese, mit ihrer Rührung kämpfend. Um Lottis Mund zuckte der Schelm. "Ach,, nichts weiter, Mutter — ich habe nur einen lässigen Junggesellen von seiner Ehescheu kuriert. Du weißt, — ich hatte es mir doch- vorgenommen, solche säumige Män­ ner zu bekehren." "Und nimmst nun den ersten Bekehrten gleich für dich in Anspruch?" Lotti sprang auf und fiel der Mutter um dtzn Hals. "WM doch nicht gleich eine andere zur .Stelle war, hab ich mich erbarmt." "Oho!" rief Tr. Bruckner. Lotti gab ihm den ersten freiwilligen Kuß. "Nun schweig still," sagte sie schelmisch. Bald.daraus kehrten sie alle zusammen ins Hotel Splendid zurück, wo sie Wbhnung genommen hatten. Es war Zeit, Toilette zu machen für die Tafel. * So war Lotti Horst als Bricht von Swinenründe zurückgekehrt. Rita war dringend von ihren Schwiegereltern gebeten worden, wieder zu ihnen ins Haus zu kommen, damit nicht noch mehr Gerede entstand, als es schon ohnedies der Fall war. Da auch Gerd seine Bitten mit den ihren vereinte und Frau Helene entschieden liebens­ würdiger geworden ümr durch! Men schwe­ ren Verlust, so willigte Rita ein. Und so bezog sie wieder die Zimmer im Falknerschen Hause, die sie als junges Mädchen bewohnt hatte. Sie besuchte aber Horsts sehr tost und ging auch zuweilen zu Lina hinaus, um da noch, allerlei Anweisun­ gen zn geben über die Sachen, die bei einem Verkauf der Billa sie für sich behalten woll­ te. Es gab da manches, was sie nicht in tcembe Hände kommen lassen wollte. äLI Li L twi -'äu l i J</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. "Ter Lieg hängt von der Zahl der Kanonen ab.“ Unter dieser Ueberschrift schreibt die "Nowoje Wremja": "Im Verlaufe der letzten fran­ zösischen Offensive sollen, nach verschiedenen Berichten, annähernd zwei Millionen Grana­ ten und Schrapnells oerschossen worden sein. Tie Deutschen haben seit Kriegsbeginn m außerordentlichem Maße mit Artilleriekrästen gearbeitet und manchmal einen kleinen Teil des Kanipffeldes mit einer Zahl von Geschossen belegt, die die früheren Kriege in dieser Hin­ sicht weit in den Schatten stellt. Das Schicksal der Armeen hängt heute von der Zahl der Kanonen ab. Sieger wird derjenige sein, der über mehr Kanonen verfügt, als die andere Partei." Diese Feststellung der Nowoje Wrem­ ja ist für Rußland nicht sehr aussichtsreich, da die russischen Werke den Geschütz- und Mu­ nitionsverbrauch der Zarenheere nicht zu dekten vermögen und die Vereisung der russischen Häfen eine Einfuhr unmöglich- macht. Der Krieg mit Italien. Tie Exniichiernng in Italien. Berlin, 30. Oktober. Ter Vertreter der "Voss. Ztg." in Konstantinopel hatte Gelegen­ heit, einen Einblick zu tun in den Brief einer nichtamtlichen, aber in hoher gesellschaftlichen Stellung befindlichen italienischen Persönlich­ keit. Er ist in der Schweiz am 16. Oktober geschrieben und schildert die Ernüchterung, die in Oberitalien dem nationalistischen Rausch gefolgt ist. "Eines ist gewiß." so heißt es in dem- Brief, "die Herrschaft der Gasse ist zu Ende und Abertausende erinnern sich beschämt, daß sie sich ihr feige unterworfen haben. Je­ denfalls sind wir davon geschützt, in weitere Abenteuer verstrikt zu werden. An den Fol­ gen des einen, an dem unsere heldenmütige Armee nutzlos verblutet, werden wir ein Jahr­ zehnt zu tragen haben. Alle Augen Pnd auf Giolitti gerichtet. Obwohl ich sein politischer Gegner bin, gebe ich zu, daß er der Mann des Augenblicks ist. Aber auch ihm wird es nicht mehr gelingen, den Fehler gutzumachen, den Sonnino und Salandra leichtfertig begingen, und alle Arbeit, entscheidenden Einfluß auf dem Balkan zu gewinnen, ist umsonst gewesen." (Z.)</p>
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          <p>gen des 28. Okt. ist eine Abteilung, die in der Nähe von Pirot die Nacht zugebracht hatte, in diese Stadt eingedrungen und verfolgt den geschlagenen Feind weiter. Die englische und französische Flotte haben die Beschießung der ägäischen Küste wieder aufgenommen. Zwischen Risch und Pivot. Die zweite bulgarische Armee hat sich zwischen Nisch und Pirot geschoben. Die Ver­ bindung Zwischen den beiden Städten ist unter­ brochen. Tie Funkenstation in Nisch ist nicht mehr in Tätigkeit. Serbien kann nur noch mit der Funkenstation in Mitrowitza über Antivari arbeiten. Zwei historische Reiter. Den beiden ersten Kavalleristen, die sich auf serbischem Boden trafen, wird von bul­ garischen, deutschen, österreichischen, ungari­ schen und türkischen Truppen eine Ehrengabe gewidmet werden. (Z.) Bergeltnugsmaßregeln von Bulgarien. Der "Pester Lloyd" meldet aus Sofia: Die bulgarische Regierung beschloß, gegen England und Frankreich wegen der völker­ rechtswidrigen Beschießung offener wtädte energische Maßnahmen zu ergreifen. Das Re­ gierungsorgan "Narodu Prava" droht, man werde, falls es notwenoig werden sollte, die ,in Bulgarien lebenden Untertanen der beiden Staaten in Dedeagatsch einschließen. Nebqr dir Berlnste der Serben an Menschen und Material liegen aus Saloniki und Sofia Meldungen vor, nach denen seit Be­ ginn der serbisch-bulgarischen Operationen die Serben enormes Material verloren haben. Etwa ein Viertel der gesamten serbischen Ar­ tillerie ist entweder kampfunfähig geworden oder in die Hände des Feindes geraten. Bis­ her seien von den serbisch-bulgarischen Kriegs­ schauplätzen rund 14 5000 Gefangene in das Innere Bulgariens gebracht worden. T«s Eingreifen der türkischen Truppen. An der nordwestlichen bulgarischen Grenze sind fünf türkische Divisionen unter dem Kom­ mando des Feldmarschalls von der Goltz ein­ getroffen, ,um die bulgarischen Truppen ab­ zulösen, die an einem anderen Teile der Front Verwendung finden werden. (Z.) Zwei Engländer in Saloniki erschossen. Ein griechischer Wachposten wollte einen englischen Offizier ant Eintritt in den verbo­ tenen Teil des Zollhauses hindern. Der Of­ fizier versuchte, dem Posten das Gewehr zu entwinden. Als dessen Begleiter den Re^ volver auf den Posten abschießen wollte, schoß der Grieche ihn ebenfalls nieder. Am Balkan. Zur Lage in Serbien. Frankfurt a. M., 29. Oktober. Tie "Agence Hüvas" läßt sich aus Athen bKichten: Ter heldenmütige Widerstand der Serben und das beständige Eintreffen von neuen Truppen der Verbündeten in Saloniki und an der serbi­ schen Front haben keinen Einfluß auf die Lage. Für den Augenblick spricht nichts da­ für, daß Griechenland seine Neutralität auf­ zugeben beabsichtige. (g.) , In Eilmärschen vorwärts. Nach den in Bukarest eingetroffenen Mel­ dungen nehmen die Ereignisse auf dem Bal­ kan einen schnellen Verlauf. Tie Trnppenziehen in Eilmärschen vorwärts. Die Trup­ pen der Verbündeten stehen nur noch 30 Kilo­ meter von 'Kragujewatz entfernt. Ter Tonauweg von Nlm bis zum Schwat­ zen Meere frei. Sofia, 30. Okt. Zum erstenmal seit Be­ ginn des Weltkrieges ist gestern der ungarische Donaudampfer "Berettio" von Orsova in Vidin angekommen. Bukarest, 31. Okt. Die Deutsche, die Ungarische und die Oesterreichische Schiffahrts­ gesellschaft haben beschlossen, die Schiffahrt aus der unteren Donau wieder zu eröffnen. Oesterreichische Dampfer begannen mit der Säuberung der Donau von Minen. Diese Ar­ bei wird ungefähr 10 Tage in Anspruch! neh­ men, dann ist die Donau für die Schiffe von Ulm. bis zum Donaudelta frei. Ter bulgarische Bericht. 1 Sofia, 30. Okt. ' Amtlicher Heeresbericht über die Operationen vom 28. Oktober: Aach der Einnahme von Zajecar, Knjacevac und Jnovo fuhren unsre Truppen fort, den Feind in westlicher Richtung zu verfolgen. AmMor­</p>
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          <p>Die Türkei im Kriege. Ter türkische Bericht. Konstantinopel, 29. Okt. TasHauptquartier berichtet von der Dardanellenfront: Bei Anaforta traf eine von unserer Artillerie abgeschossene Bombe ein feindliches Munitionskwpot und brachte es zur Entzündung. Ter Brand dauerte 15 Minuten. Unsere Artillerie zerstreute feindliche Truppen, die Verschan­ gen auswarfen. Die Antwort des Feindes hatte kein Ergebnis. Bei Ari Burun schleu­ derte der Feind in der Nacht zum 28. Otto-, der bis morgens Bomben gegen die Gräben auf unserem rechten Flügel. Am 28. Oktober Lei Tage eröffnete die feindliche Artillerie ein wirkungsloses Feuer in verschiedenen Rich­ tungen. Auf Seddil Bahr gegenseitiges Artil­ leriefeuer und Kamps mit Bomben und Torpedas. Ter Feind schoß gegen unsren linken Flügel ungefähr 1000 Geschosse ab, die nur Erdstürze in einigen unserer Schützengräben 'hervorriefen. Sonsi nichts von Bedeutung^ Konstantistopel,31. Okt. Das Haupt­ quartier meldet: An der Tardanellenfront versenkte unsere Artillerie heute das franzö­ sische Unterseeboot "Turquoise". Wir mach­ ten die Besatzung, die aus zwei Offizieren und 24 Mann bestand, zu Gefangenen. Ter Feind begann auf drei Teilen der Front mit zunehmender Heftigkeit Artillerie­ feuer und Bombenwerfen. Wir erwiderten kräftig. Einige feindliche Schiffe nahmen an diesem Feuer teil. Bei Anafarta traf unsere Artillerie ein feindliches Transportschiff am Vorderteil.Tas Schiff entfernte sich, in dichten Rauch eige­ hüllt. Bei Arirwarika verursachte eine un­ serer Bomben in den feindlichen Schützengrä­ ben einen Brand, der zwei Stunden dauerte. Bei Seddil Bahr zerstörte ünsere Artillerie izwei feindliche Minenwerferstellungen auf dem rechten Flügel und in der Mitte. Sonst nichts Neues. Eine nette Tard ancltenattlou ? In politischen Kreisen wird die Rede Lansdownes, in der er Serbien einfach aufgibt, dahin ausgelegt, daß die englische Aktion sich nunmehr hauptsächlich wieder gegen die Dar­ danellen richten dürfte. Für England gilt es hauptsächlich, die drohende Gefahr von Aegyp­ ten abzuwenden, zugleich dürfte England auch von Rußland genötigt sein, die Aktion gegen die Dardanellen mit starken Kräften wieder aufzunehmen. Ter Abschied General Hamittons. Reuter meldet: General Hamilton, der bisherige Oberbefehlshaber an den Darda­ nellen, sprach! in einem Abschiedsbefehl an seine Truppen seinen Dank für ihre bewunderns­ werten Leistungen in einem der schwersten Feldzüge der Weltgeschichte aus. Er gibt sei­ nem vollsten Vertrauen Ausdruck, daß ihnen ein entscheidender Sieg unter'dem neuen OberiDesehlshaber beschieden sei. %8.)</p>
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          <p>Der Krieg zur See. Wiedereinstellung des Tampferdicnstcs Eng­ land-Holland. Berlin, 30. Oktober. Die "Morgenpost" meldet aus Amsterdam unterm 29. Oktober: Nach! hiesigen Blättermeldungen ist der Dam­ pferdienst London—Vlissingen aus unbekann­ ten Gründen heute wieder unterbrochen wor­ den. Auch! morgen wird der fällige Zeelanddampfer nicht von Vlissingen abführen. &lt;Z.) Ein 14000 Tonnen-Tampsex gesunken. Nach, einer Meldung aus Christiania ret­ tete der norwegische Dampfer "Turid", 'der 'in Drontheim angekommen ist, 22 Personen von dem 14 000-TonnendamPfer der Canadian-Pa­ ri fic-Bahn "Expreß of Britain", der mit Koh­ len nach Archangelsk unterwegs, vor Kap Gorodezky im Weißen Meer aus eine Mne Metz und in drei Minuten sank. (Z.) Lin englisches Schiss untergegangen. , i Reuter meldet amtlich«: Der HilfS-M-, uensucher "Hhthe" ist in der Nacht vom 28. Oktober bei Gallipoli infolge eines Zusammen­ stoßes mit einem anderen Kriegsfahrzeug ge­ funken. Außer der Besatzung waren 250Mann an Bord, 100 Mann werden vermißt. Ein italienischer Dampfer versenkt. A then, 30. Oktober. Ter italienische Segler "Tibia", mit einer Azethlenladung an Bord, wurde von einem österreichischen Un­ terseeboot bei Jthaka versenkt.</p>
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          <p>Pie Geschäftsführung der GemeindeHrntiheithnfTe hatte in der letzten Sitzung des Gemeindekollegiums Anlaß zu einer lebhaften Debatte gegeben. Die Rechnung der Versicherung pro 1918 wurde mit 13 durch 11 Stimmen nicht genehmigt. Nunmehr befaßte sich auch der Magistrat in seiner letzten Sitzung mit dieser Angelegen­ heit. Herr R^-R. Ambros erklärte u. a.: Die Gemeindekrankenoersicherung hat schon wäh­ rend ihres Bestehens zu sehr unliebsamen Er­ örterungen Veranlassung gegeben und auch, die letzte Abrechnung bei ihrem Hinscheiden ist im Gemeindekollegium sehr stürmisch, verlau­ fen. Es ist von vorneherein ohne weiteres zuzugeben, daß diese Rechuungsstellung mit Recht zu erheblichen begründeten Beanstand­ ungen und Beschwerden Anlaß gegeben hat. Es ist aber zu bemerken, daß diese Beanstan­ dungen, wie sie im Gemeindekollegium vorgsbrktcht worden sind, nicht nur vom städt. Rbifionsamt festgestellt wurden, sondern auch vom Magistrate bereits festgestellt und her­ vorgehoben worden sind. Das Gemeindekol­ legium hat also neue Beanstandungen, die nicht bereits im Magistrat vorgebracht wor­ den sind, zu dieser Rechnung nicht vorgebracht. Es wurde darauf hingewiesen, daß die Füh­ rung des Hauptbuches einen sehr schlampigen Eindruck gemacht habe. Das ist richtig. Das Buch hat nicht schön ausgesehen. Das Buch! war aber während des Geschäftsjahres voll­ kommen sauber und ordentlich, geführt wor­ den. Bei der Rechnungsfeststellung hat man aber gesehen, daß die Einträge in unrichtiger Weise vorgenommen sind, da sie nicht in den richtigen Titeln verbucht waren. Infolgedes­ sen mußten diese vielen Streichungen und Übertragungen vorgenommen werden. Aus eine Frage des Herrn Magistratrats Kohlw dorfer, wer diese Fehler gemacht habe,erwiderte Herr Rochtsrat Ambros, das Buch sei in der Stadtkämmerei geführt worden, und fuhr dann fort: ,Die Rechnung selbst ist aber in richtiger Weise gestellt. Tie Unterzeichnung! der Quittungen durch, die betreffenden Beam­ ten anstelle der Krankengeldempfänger ist na­ türlich, ein sehr grober Verstoß; das durste unter keinen Umständen geschehen. Es ist da­ her eine Bestrafung des Beamten, der dies abgegeben werden sollen.. Als Mindestpreis . wurden 50 und 40 Mark pro Tausend mtgep geben. Die Abgabe soll auch, in geringeren Quantitäten erfolgen. —’ Kinder und Trambahn. 'Die Di­ rektion der stöbt. Straßenbahn hatte 'sich be­ reits früher beklagt, daß Kinder beim Herannahen eines Motorwagens sich, mit gegespreitzten Beinen auf die Trambahngleise stellten, hierdurch! den. Wagenführer im Dienste behinderten und sich! selbst in Lebensgefahr brachten. Durch Hinweise in den Schulen und in der Presse wurde diesem Unfug gesteuert. Neuerdings machen sich ähnliche Urchukömmlichjkeiten bemerkbar. Kinder stellen sich auf die Fußbreiter von haltenden Motorwagen oder setzen sich! gar auf die unteren Puffer der Wagen, um so eine Freifahrt %u genießen. An den Endhaltestellen haben Kinder des öfteren dort stehende Packwagen entkurbelt und die Wagen umhergeschoben, wodurch sie sich und andere Kinder die auf den Gleisen umherstawden in schwere Gefahr brachten. Personen­ wagen wurden bereits mehrmals von Kindern geöffnet uttti verunreinigt. Die Direktion der Straßenbahn ersuchte daher den Magistrat neuerdings in Hinweisen in der Presse und durch, Verwarnungen in den Schulen die Kin- j der auf das Gefährliche ihres Treibens auf- • merksam zu machen und die Verüber solchen i Unfuges ernstlich, zu bestrafen. Halbwüchsige * Burschen machen sich des öfteren das Ver- i gütigen, mit Spazierstöcken angesammelten j Schmutz aus den Trambahnschienen herauszu- i werfen und damit die Straße zu verunreinigen. ( Auch, dies sei int Interesse der Reinlichkeit ' unzuläsfjjg. Der Magistrat beschloß, in sei- ■ ner letzten Sitzung,im Sinne derAnregung der ; Straßenbahndirektion erneut auf die bestehen­ den Verfügungen zum Schutze des Trambahn­ verkehrs hinzuweisen und die Schulen zur Strafeinschreitung gegen Schuldige zu veran­ lassen. — Der letzte Trambahnwagen, der jetzt fahrplanmäßig nachts 10 Uhr 44 Min. j zur Stadt fahren soll, wird auch, des öfteren von Gästen der Bahnhofrestauration benutzt. [ Ta der Wagen jedoch! auf die Ankunft des letz- ten Münchener Zuges warten mutz, ergeben sich i öfters Unzuträglichkeiten. Herr Direktor Schel- ! ler wies in der letzten Magistratssitzung wie- ; derholt darauf hin, daß dieser Wagen nicht ; vor Ankunft des Münchener Zuges abfahren : darf. Auf verschiedene Anregungen hin, 6 wurde beschlossen, mit dem Inhaber der Bahn- ; Hofrestauration ein Abkommen dahin zu tref- ! fen, daß dieser die Abfahrtszeit des Wagens ) seinen Gästen bekannt gibt. | —’ Gasmesser. Hier wie auch, ander- j wärts macht sich infolge stärkerer Benutzung ' von Gasbeleuchtung ein Gasmessermangel fühl- j bar. Tie Direktion der stöbt. Lichtwerke er- j suchte daher den Stadtmagistrat ein Aus- I schreiben erlassen zu dürfen, daß Gasbenutzer, f welche in ihren Wohnungen gleichzeitig einen Koch- und Leuchtgasmesser aufgestellt haben, | ersuch t werden, so ferne sie stacht mehr als j vier Flammen brennen, den Leuchtgasmesser ^ dem stöbt. Gaswerke zur Verfügung zu stellen j und ihr Leuchtgas nach dem bestehenden Pau- j schalflammenshstem zu beziehen. Eventuell soll i in kleine Wohnungen, in denen nicht mehr als j eien oder zwei Flammen gebrannt werden t und nur Leuchtgas benutzt wird, dieses zu einem Pauschalpreis abgegeben werden. Hie- * für sei vorzuschlagen pro Monat und Flamme für Normalbrenner und Hängebrenner lNormal 3 Mk. d. i. 10 Pfg. pro Nag, für Lilliput und Gräzinlicht 1,80 Mk., d. 'i. 6 Pfg. pro Tag. Der Magistrat hat beschlossen, vor­ erst nur die Ausschreibung auf Überlassung der Gasmesser z ugenehmigen. —* Die Liedertafel Lan ds Hut will auch Heuer eine Weihnachtsfeier für die Ver­ wundeten abhalten und ersuchte den Stadt­ magistrat ihr hierzu den Rathaussaal abzu­ lassen, da ein anderes geeignetes- Lokal nicht zur Verfügung stehe und das Stadttheater hierfür zu klein sei. Der Magistrat hat hierzu in seiner letzten Sitzung beschlossen, in Dank­ barkeit für die heldenhaften Leistungen unsrer Verwundeten den Rathaussaal zur Verfügung zu stellen, da für die Verwundeten das Beste gerade gut genug sei. Zugleich, wurde der Liedertafel der Dank und die Anerkennung des Stadtmagistrats für die Vornahme der Veranstaltung ausgesprochen. —* Ausgestaltung des stöbt. Fried­ hofes. Auf Anregung des Herrn Mjs-R) Kohlndorfer wurde eine stöbt. Kommission zur Ausgestaltung unseres Friedhofes ernannt. Diese Kommission hat nun beschlossen, hin­ sichtlich der Bepflanzung die alten Bestim­ mungen als ausreichend gelten zu lassen. Da­ gegen soll für die Aufstellung von Grabdenömälern in Zukunft gelten, daß die Aufftellung von Grabdenkmälern und Monumenten, sowie die Einfriedung der Gräber nur unter der Bedingung gestattet sei, daß die mit der Aus­ führung betraute Firma unter Angabe des Herstellungsmaterials eine Zeichnung des Grabdenkmals in doppelter Ausführung der Kommission vorlegt und deren Zustinchsung erhält. Im allgemeinen soll von poliertem Granit und schwarzem Syenit, sowie von guß­ eisernen und Blechkreuzen Abstand genommen werden. Auch sollen Perlen- und Blechkrän-i ze nicht in Verwendung kommen. Zur Her­ stellung einfacher und schöner Kreuze werden bei der Friedhofverwaltung Entwürfe zur Auswahl in verschiedenen Preislagen vorge­ legt. Im übrigen sollen die gärtnerischen An­ lagen, soweit sie von der Stadt unterhalten werden, durch die Hosgartendirektion zur Ausführung gelangen auf Kosten der Friedhof­ verwaltung. Zu den Anlagen bei den Krieger­ gräbern soll um einen Zuschuß der Militär«-, Verwaltung nachgesucht werden. Ter Magi­ strat erklärte sich! in seiner letzten Sitzung hiemit einverstanden, doch, soll bezüglich der Kränze eine Übergangszeit festgesetzt werden. verschuldet hat, durchaus angebracht und vom -Magistrate bereits beschlossen. Nicht wie es | geheißen hat, der Herr Hoftat habe diese Be­ strafung vorgenommen, sondern es ist ein Magistratsbeschluß da, nach welchem dem da­ maligen Bureaüvorstand der G.-Kr.M., Sek­ retär Hofmann wegen dieser Sache und über­ haupt wegen dieser schlechten Geschäftsführung ein Verweis zu geben sei. Im Gemeindekollggium ist im allgemeinen über die Verwaltung namentlich in finanzieller Beziehung der Stab gebrochen worden. Dagegen müsse remonst­ riert werden, da dies nicht zutreffend ist.Man darf nur unsere neuorganisierte Stadtkäntzmerei und Stadthauptkasse, unsere Werke an­ sehen. Das Gremeindekollegium wird jetzt selten mehr in die Lage kommen, eine Bean­ standung zu finden. Es ist enffchieden zu weit gegangen, wenn man über die gesamte Verwaltung von A bis Z den Stab bricht. Alles aus einmal kann nicht gemacht werden,, aber die Reorganisation hat eingesetzt und ist zum größten Teil bereits durchgeführt. Sie. wird später auch, gute Früchte tragen und uns' (dem Magistrat) auch wieder den Frieden bringen mit dem anderen Kollegium der inf Interesse der Allgemeinheit sehr wünschens­ wert wäre. M -R. Kohlndorfer glaubt, daß die Vor­ würfe über die Führung der G.-Kr.-Versicherung jedenfalls den bürgerlichen Magistrat nicht berühren, da die Mitglieder desselben eine Revision der Rechnung, Bücher und der­ gleichen nicht vornehmen können. Dafür sind die vom Magistrat aufgestellten Beamten haft­ bar und es wäre auch eine unbedingte Not­ wendigkeit, daß sich der Amtsvorstand in die­ ser Richtung von Zeit zu Zeit vergewissern würde, daß die von ihm gegebenen Aufträge, durch die Beachten in ordentlicher Weise durch­ geführt werden. Wenn dies geschehe, müsse auch beobachtet werden, ob das Personal den Verfügungen nachkommt und die Bücher or­ dentlich führt. Wenn über solche Revisionen dem Referenten an den bürgerlichen Magistrat Mitteilung gemacht wird, können entsprechende Maßnahmen gegen Verfehlungen getroffen werden. Er fasse auch die Tätigkeit des neuen Revisionsamtes dahin auf, daß der damit be­ traute Beamte solche Revisionen vornehmen und dem Magistrate darüber berichten soll. Das Gemeindekollegium habe durch, die Rech­ nungen Einblick in die Geschäftsführung, der bürgerliche Magistrat könne nur den Amts­ stand für dieselbe haftbar machen. Der Nhi-gistrat soll die vorliegende Angelegenheit nicht nur zur Kenntnis nehmen, sondern er müsse die Gewißheit haben, daß die Beamten in Zukunft unter strengster Kontrolle stehen. Herr R.-R. Ambros erklärte, es ist rich­ tig, daß den bürgerlichen Magistratsräten we­ gen solcher Beanstandungen nicht der gering­ ste Vorwurf gemacht werden kann. Was das Revisionsamt betrifft, von dem nur zu be­ dauern ist, das es nicht schon vor 10 Jäh­ ren eingesetzt hat, so ist es ganz richtig, daß der Resivisionsbeamte nicht nur befugt, son­ dern sogar verpflichtet ist, ständig der Kon­ trolle in den Betrieben in Bezug auf RScho­ nungen u. Buchungen zu über und alle Bean­ standungen sofort dem Magistrat zur entspre­ chenden weiteren Veranlassung zur Kenntnis zu bringen. Er glaube, daß in dieser Hin­ sicht die Tätigkeit des Revisionamtes eine sehr förderliche sein werde. Nach der Geschäfts­ einteilung ist der Amtsvorstand mit der Sache selbst nicht befaßt. Die Rechnung soll nun­ mehr wiederholt dem Revisionsamte zugehen und dieses neuerlich! angewiesen werden, mit aller Strenge die Rechnung und Buchungen zu kontrollieren und Unzuträglichkeiten so­ fort zu melden. Aus Anftage konstatierte R.-R. Ambros, daß der Fehlbetrag von 29,80 ML. nunmehr beglichen ist, ebenso auf Anftage des Herrn M.-R. Bartmann, ob Seftetär Hofmann das ganze Jahr 1913 die Rechnung geführt habe, daß auch, der damalige Magistrats-Assistent Schindlbeck hieran beteiligt gewesen sei. Der Magistrat beschloß hierauf, dem An­ trage des Herrn R.-R. Ambros entsprechend, die Rückleitung der Rechnung .</p>
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          <p>Letzte Posten. 5w Angriff auf Nislch«. Berlin, 1. Nvoember. Die bulgarische Artillerie beschießt, wie dem "Lok.-Anz." von seinem Sonderberichterstatter aus Sofia ge­ meldet wird, die Auhenforts von Nischi von Osten und Nordosten her. König Peters Aufenthalt unbekannt. Sd. Budapest, 2. Nov. Nach! serbischen Nachrichten ist der Aufenthalt Königs Peter seit einigen Tagen unbekannt. Der König ist mit dem Kriegsimsinister, deut Thronfolger und dem Generalstab gemeinsaint aus Kragujsoae abgereist. Seither fehlt jede Spur. Der rnssischr Ministerrat reist nach England. Sd. Stockholm, 2. Nov. Laut einer Meldung der Nowoje Wremja aus Peters­ burg reist der ganze Ministerrat am 29. Ok­ tober (alten Stiles) nach, England, , Auch, Italien soll gezwungen werde», keinen Sonderfrieden zu schließen. Sd. Genf, 2. November. Wie der Fi­ garo und das Petit Journal berschten, wird England nun auch in Italien Schritte tun, um es zum Beitritt zuimi Londoner Vertrag zu veranlassen, wodurch Italien verpflichtet wer­ den solle, keinen Sonderfrieden zu schließen.</p>
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