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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1915-11-25"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">68. Jahrgang Nr. 321</biblScope>
          <date when="1915-11-25">1915-11-25</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Vom Westen liegen ferne Nachrichten vor. General French Hatte die Widerlegung sei­ ner Lügenmeldung, daß bei Loos 7—8000 Deutsche gefallen seien, angezweifelt. Der deutschte amtliche Bericht von gestern sagt hie!zu kurz und bündig: Auf ein solches Unter­ fangen hübe er nichts zu erwidern. Recht so! Mit Lügnern streitet man sich nicht. j Im Osten unternahmen die .Unsern bei Bersemünde, südöstlich, von Riga, einen Bor­ stoß, der Hnen 700 Russen als Gefangene ein­ brachte. Bei Jlluxt hatten die Russen einen vorgeschobenen Posten zurückgedrängt, wurden aber wieder zurückgeworfen. Auch! bei Czartorysk in Wolhynien hatte eine russische Ab­ teilung einen Vorstoß unternommen, der aber ohne Erfolg blieb und Dr 50 Mann kostete, die als Gefangene Tn unserer Hand blieben. An der italienischen Grenze konzentrierten sich die feindlichen Angriffe auf die Stellungen am Monte San Michele, wo ,es starken ita­ lienischen Kräften gelang, in die österr.-ungar. Stellungen einzudringen. Hvnved- und stei­ rische Infanterie warfen in wütenden Gegen­ angriffen die Italiener wieder zurück. Auf den übrigen Fronten kamen l&gt;ie Angriffe der Italiener nicht zur Entwicklung. In Serbien sind den Serben die letz­ ten Stützpunkte an derj montenegrinischtön Grenze entrissen worden. Mitrchvitza wurde von den Oesterreich,ern besetzt und hierbei 700 Serben gefangen, Priftina von den deutschen Truppen genommen, während &gt;hon Osten die Bulgaren ebenfalls auf diese Stadt anmar­ schierten. Westlich von Priftina sind die Ser­ ben bereits über die Sitnica zurückgeworfen. Die Unsern stehen somit bereits mitten auf dem vielgenannten Amselfeld. Es wird also auch hier zu keiner größeren Schlacht mehr kommen. Die serbische Archee hat nicht die Kraft zu einem energischen Widerstand. Da­ gegen scheint ein Teil der Serben nach Süden durchbrachen zu wollen. Es dürfte Hnen nicht gelingen, denn hier haben ihnen die Bulgaren den Weg verlegt. Die serbische Regierung soll von Prizyen, dem letzten Grenzort Ser­ biens an der montenegrinischen Grenze, wo sie zuletzt weilte, auf dem Wege über Monastir nach, Saloniki sein, während König Peter sich in Cettinje befindet und von dort aus regiert. Ein heimatloser König, ein heimat­ loses Heer, ein heimatloses Volk. Längst zer­ brach, die Hoffnung auf Frankreichs und Eng­ lands Hilfe. Der Weg nach Griechenland ist gesperrt, in Montenegro bereitet sich, nur der Hunger, die Gäste zu empfangen, ngch Alba­ nien führen , nur mühsame Wege, die ein ent­ Mitrowitza und Pristina eingenommen. KSmpfe vor Riga imb Dünavurg. — Die Schlecht am Amselselve. — Italienische Angriffe am Monte San Michele abgeschlagen. — Einlenken ver Entente in Griechenland. kräftetes Heer nicht mehr zu überwinden ver­ mag, und es lauern zahllose Banden, den Verhaßten den Garaus zu machen. Geschütze, Munition, Prvviant gingen verloren, und nir­ gends leuchtet ein Stern.</p>
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          <p>Westlicher Kriegsschauplatz. Keine wesentlichen Ereignisse. Der englische Oberbefehlshaber hat ver­ sucht, die amtliche deuffche Richtigstellung, daß alle bei den Kämpfen um Loos ami 8. Oktober beteiligten deutsch,en Truppen nicht, wie von englischer Seite v behauptet, 7000—8000, son­ dern 763 Mann verloren haben, anzuzweifeln. Wir haben auf ein solches Unterfangen nichts zu erwidern.</p>
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          <p>Heeresgruppe veS GeneralfeldmarschallS von HinDenburg. Südöstlich, von Riga fielen bei einem Vorstoß auf Bersemünde, der die Russen vor­ übergehend aus dem Orte vertrieb, 6 Offiziere, 700 Mann gefangen in unsere Hand. 2 Maschinengewehf re wurden erbeutet. Ein vorgeschobener Posten in Janopol, nördlich von Jlluxt, mußte sich vor einem russischen Angriff zurückziehen. Durch Gegen­ angriff wurde das Gehöft wieder genommen. Heeresgruppe des Geueralfeldmarfchalls Prinz Leopold von Bayern Die Lage ist unverändert. Heeresgruppe des Generals v. Linsingen. Vorstöße russischer Abteilungen nordöst­ lich, von Czartorhsk und hei Tubiszeze nörd­ lich, der Eisenbahn Kowel—RolvNo wurden ab­ gewiesen. 60 Gefangene und 3 Maschinengewehre wurden eingebracht. Balkan-Kriegsschnuplatz. jMiitrowitza ist von österreichiisch-ungari schien, Priftina von deutschen Truppen ge­ nommen. Die Serben sind westlich, von Priftina 'über die Sitnica zurückgeworfen. , _ Oberste Heeresleitung. Oestlicher Kriegsschauplatz.</p>
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          <p>WTB. Wien, 24. November, mittags« Amtlich wird gemeldet: Russischer Kriegsschauplatz. Nichts Neues. , Italienischer Kriegsschauplatz. Der Görzer Brückenkopf stand zwar guch 1 gestern unter lebhaftem Geschütz- und Minen­ werferfeuer; in Jnfantzeriekämpfen trat jedoch eines Pause ein, da .dH Italiener nicht an­ griffen. &gt; Um so erbitterter wurde beiderseits des Monte San Michele gerungen. Nördlich des Berges drangen starke italienische Kräfte nachmittags in unsre Stellungen ein. Steieri­ sche Infanterie und Honlved schritten zum Ge­ genangriff und warfen den Feind nach, wechselvollen, wütenden Nahkämpfen vollständig zu­ rück. Mehrere Angriffe auf den M. S. Michele selbst und im Raume von San Martina wur­ den unter schwersten.Verlusten der Italiener abgewiesen, Angriffsversuche gegen unsre Stel­ lungen aus dem Monte dei Sei Busi sofort durchs Feuer ersfickt. Gegen die Straßen­ sperre bei Zagora warf per Gegner, schwere Mnenwerserbomben, die giftige Gase entwitkelten. 1 An der Tiroler .Südfront wurden dev Bahnhof und der alte Stadtteil von Riva wie­ der beschossen. Einer unsrer Flieger belegte Baracken und Magalzine von Ala mit Bomben. Südöstlicher Kriegsschauplatz. An der oberen Drina verlief der Tag ruhig. (Bei Priboj haben sich, unsre Trup­ pen den Uebergang auf das Südufer des Lim erkämpft. : Südwärts von Novipazar -dringen k. und k. Streitkräfte gegen hie montenegrinische Grenze vor. ’ Tie durch, das Jbartal vorgehenden öster­ reichisch-ungarischen Truppen warfen unter hef­ tigen Kämpfen den Feind aus seinen Stel­ lungen nordöstlich, von Mitrowitza und rückten in diese Stadt ein. Sie nahmen &gt; 700 Mann, unter ihnen 4 Offiziere, gefangen. Auch, Priftina ist den Serben entrissen worden . ,Eine deutsche Kolonne drang von Norden her ein, eine bulgarische folgte von Osten. Ter stellvertretende Chef des Generalstabes r v. H o e f e r, Feldmarfchalleutnant. Bericht unserer Verbündeten.</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. Tolmetsichpr bei einem Kriegsrat. Nach dem Eclair wurden bei dem letzten Kriegsrat zwischen den englischen und fran­ zösischen Ministern Dolmetscher benötigt, da mit Ausnahme Balfours von den Engländern keiner die französische und von den Franzo-. fen keiner die englische Sprache beherrschte. Französische Maßnahmen. Genf, 24. Nov. Eine Abordnung der parlamentarischen Marinekommstssion ist in Marseille angekommen . Es wurde unter Zu­ ziehung der Marseiller Reeder eine Konferenz abgehalten, an der auch&gt; Admiral Bienaime teilnahm . Diese beschäftigte sich mit der Frage der Requirierung sämtlicher Schiffe der Warseiller Handelsflotte für die Bedürfnisse der Balkanexpedition. (Z.)</p>
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          <p>Vom östlichen Kriegsschauplatz. Tie Dumatagung. Die Ärbeitergruppe der Reichsduma beWotz'^ bas Budget zu verweigern, wenn die Regierung, wie sie beabsichtigt, die Budgetberatungen in beschleunigter Weise durchfühiren sollte. Dieser Parteibeschluß, darf als erstes Anzeichen der bevorstehenden Duma­ kämpfe gegen Goremykin gelten . (Z.)</p>
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          <p>mein gehalten ist, verlangt von Griechenland die Bestätigung der schon früher gegebenen Zusicherungen betreffend die Lage der Trup­ pen der Alliierten in Griechenland. Die Note enthält keine .Frist, bittet .aber um möglichst rasche Antwort. . Man glaubt Hier an eine völlige Zustimmung per griechischen Regierung zu den Forderungen der Alliierten. Griechenland nnd die Entente. Frankfurt, 24. November. .Aus Konstantinvpel wird der "Franff. Ztg." gemel­ det: Nach Athener Informationen ist die Mis­ sion Kitcheners vergeblich verlaufen. Man er­ wartet stündliche ein .Ultimatum und die Abbe­ rufung der Ententegesandten. In Lemiros sind starke französisch-englische Kräfte versammelt. (Z.) &lt;Für diese Nachricht, Pie den letzten Mel­ dungen über die Vorgänge durchaus wider­ spricht, fehlt jede Bestätigung. D. Red.) Eine Kundgebung Benizelos. Frankfurt, 24. November. Aus Am­ sterdam tzrird der "Franff. Ztg." gemeldet: Wie Reuter aus Athen berichtet, wird Venitzelos eine Kundgebung erlassen, worin er aus-' einandersetzt, warum die Liberalen sich, bei den Wahlen der Abstimmung enthalten wer­ den, und daraus hinweist, daß diese Enthal­ tung nicht bedeute, daß er 'sich aus dem polischen Streit zurückziehen werde. Er werde sich ’i wieder mit der Politik befassen, wenn der Horizont aufgeklärt ist. Wenn die Liberalen jetzt an den Wählen teilnehmen, würde der Zustand sich, verschlimmern, während es nicht wünschenswert sei, daß die Liberalen die Ur| fache innerer Unruhen wären in einem AugenI blick, da der auswärtige Zustand so verwirrt sei und der Krieg so dicht an der Grenze stehe. (ZA Am Balkan. Der bulgarische Bericht. WTB. Sofia, 24. November. Amtlicher Bericht über die Operationen vom 22. dsß Die Kämpfe dauern in der Ebene von Kossowö an. Wir erbeuteten 6 Schnellfeuerhchubitzen^ 2 Schnellfeuer-Feldgeschütze, eine Menge Mu­ nition und Kriegsmaterial und machten eine große Anzahl Gefangene. Auf den übrigen Fronten keine Veränderung. Französische Ge­ fangene erzählen, Offiziere versicherten ihnen, daß sich in der bulgarischen Armee aus'Menschenftessern zusammengesetzte Truppen befän­ den. Am 19. November brachten unsre Trup­ pen von drei Feredschik überfliegenden feind­ lichen Wasserflugzeugen eines zum Absturz, das zwischen den Armeen der Unteren Maritza niederfiel, wo es verbrannte. König Peters Flucht nach Eetinje. Budapest, 24. November. Wie der So­ fioter "Kambana" aus Saloniki berichtet wird, nahm König Peter die Einladung König Nikitas von Montenegro, nach Eetinje zu über­ siedeln an. Die Minister werden den Serben­ könig begleiten. (Z.) Kitchener über das Salonikiabentcuer. Amsterdam, 24. November. In Lon­ don eingetroffene Telegramme aus Athen und Saloniki besagen, daß Kitchener vor seiner Abreise aus Athen zu Mitgliedern seiner Um­ gebung geäußert habe, daß auf diesem Kriegs­ schauplatz jede weitere Kriegshandlung 'per Verbündeten zwecklos sei. (Z.) Unterredungen. Der griechische Gesandte in London hatte gestern abends eine Unterredung, mit Sir Ed­ wards Greh, wozu auch der italienische und der serbische Gesandte hinzugezogen wurden. Unterbrechung in der Landung. Genf, 24. Nov. Einer Privatmeldung aus Saloniki zufolge tritt von nächster Woche ab eine längere Unterbrechung in der An­ kunft der verbündeten Truppen eine Das Einlenken des Vierverbaudcs. Athen, 24. November. (Agence Havas.) Eine gemeinsame Note des Vierverbandes an Griechenland wurde gestern mittags überreicht. Sie wurde während des Frühstücks, das der König zu Ehren Denys Cochins gab, bespro­ chen. Der König ließ Cochin die günstige Aufnahme dieser Note durchblicken. Die Note, die in fieundschastlichem Geist und ganz allge-</p>
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          <p>er türkische Bericht. Kwnstan tin op el, 23. November. Amt­ licher Bericht des Großen Hauptquartiers: 1 An der Jrakfront nichts Wichtiges, abge­ sehen von bedeutungslosen Plänkeleien zwi­ schen unsren Vorposten ,und den feindlichen Truppen in der Hegend nördlich! vor Korna und am Tigris. Am 21. November erbeu­ teten wir ein englisches Flugzeug, das von uns heruntergeschossen wurde. Der Führer, der Ma­ jorsrang hatte, war seicht verwändet und wur­ de gefangen genommen. An der KaukasusfrontPatrouillengefechte. An der Dardanellenfront hei Anafarta und Ari Burun gegenseitiges Artilleriefeuer mit zeitweiligen Unterbrechungen ,und Bombenkämpfen. Bei Sedd jl Bahr versuchte das Zentrum des Feindes am 21. November an unsre vorgeschobenen Gräben heranzukommen | und sich in ihnen festzusetzen. Wir gingen I zum Angriff über, vertrieben den Feind aus | diesen Gräben und schlugen einen Gegena1 griff, den er durchzuführen versuchte, volli ständig ab. Am 22. November starker Artilleriekampf auf dem xechten Flügel. Unsre Artillerie zerstörte einen Teil der feindlichen Gräben. Im Zentrum heftiger Bomb en kämpf. Eine Mine, ,bte der Feind auf dem lin­ ken Flügel zur Entzündung brachte, richtete keinen Schaden an. , Eine türkische Offensive. 1 Von englischer Seite stammende Meldun­ gen besagen, daß die Türken auf Gallipoli große Verstärkungen und neue schwere Artil­ lerie herbeiführen. Anscheinend bereiten die Türken eine große Offensive gegen die Lan­ dungstruppen vor .(Z.) Ter Heilige Krieg. 8 Konstantinopel, 24. November. Hie: hergelangten Meldungen zufolge hat der Emir f von Algerien, Abdul Malik sämtliche Araberi- stamme aufgefordert, sich am! Heiligen Kriege | zu beteiligen. &amp;in großer Teil der Araber!' stamme ist dieser Aufforderung bereits nacht gekommen und hat den Heiligen Krieg gegen die Franzosen, die Feinde des Islams, bereits ; aufgenommen. (Z.) Die Türkei im Kriege.</p>
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          <p>Der Krieg zur See. Torpediert. Genf, 24. November. "Petit Journab' meldet: Der italienische Dampfer "Dorida" ist im Mittelmeer durch! feindliches Unterseeboot torpediert worden. Alle .Reisenden würden gerettet. &lt;Z.) , Die Untersoebootsgesahr im Aegäifchen Meer. Konstantinopel 24. November. Die vor Saloniki liegenden Schiffe der Entente haben, wie hierher berichtet wird, Befehl erhal­ ten, wegen der Unterseebootsgefahr den Hafen von Saloniki nicht zu verlassen. Die Draht­ hindernisse des Hafens svurden neuerdings ver­ stärkt.</p>
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          <p>Tages-Uebersicht. Höchstpreise für Leder. Gleichzeitig mit der Bekanntmachung, die die Höchstpreise für Großvielhhäute und Kalbfelle regelt, tritt am 1 .Dezember eine weitere Bekanntmachung *tn Kraft, die Höchstpreise für Hetzer festsetzt und 'eine BeschlagnaWne bestimmter für Militär­ zwecke zu verwendendesLeveLfärtest ai/sfprichit. Die Höchstpreise betreffen Leder jeder Herkunft, jeder Gerbart und jeder Zurichtungsart. Eine Preistafel verzeichnet die Preise für die ein­ zelnen Arten und Sorten von Leder. Der Verkaufspreis im Großhandel darf den fest­ gesetzten Grundpreis int Kleinhandel um nicht fnehr als 10 v. H. überschreiten. Die fest­ gesetzten Preise sind für Leder bester Beschaf­ fenheit angenommen. Gleichzeitig wird die Herstellung künstliche beschwerten Leders, sowie jede künstliche Beschwerung von Leder durch irgendwelche beschwerenden Mittel verboten. Tier Beirat der Reichsprüfungsstelle für Lebensmittelpreise trat Montag vormittags in seinem Ausschuß für Kartoffeln, Gemüse und Obst unter dem Vorsitz des Präsidenten Tr. Kautz wiederum zu einer Sitzung zusammen. In einer allgemeinen Aussprache über die Kartoffelversorgung der Bevölkerung fanden die Bemühungen der Reichskartoffelstelle volle Anerkennung und es wurde dem Wunsche Aus­ druck gegeben, durch Einwirkung auf Land­ wirte und Händler die möglichst schnelle Be­ schaffung der angemeldeten Beträge und der weiter erforderlichen Wintervorräte zu sichern. Sollte, wie mehrfach! angenommen wurde, eine Zurückhaltung der Händler vorliegen, so müßte ihnen gegenüber von dem den Städten zu­ stehenden Enteignungsrecht Gebrauch gemacht werden. Seitens der Eisenbahnverwaltungen sind schnellste Beförderung und Maßnahmen gegen Frostgefahr zugesagt. Nach! Mitteilung des Eisenbähntzentralamtes sind zwischen dem 28. Oktober und 16. November rund 9 Mill. Zentner Speisekartoffeln befördert worden. Es ist anzunehmen, daß sie meist nach- bemj Westen bestimmt waren, sodaß die imwer noch! behaup­ tete Kartoffelknappheit füglich behoben sein sollte. In der Erörterung wurden u. a .die Fragen etwaiger Sonderpreise für wirkliche Saatkartoffekn und einer erweiterten Be­ schlagnahme unter Herabsetzung der Höchstpreise gestreift. Seitens eines Vertreters des Kriegs­ ministeriums wurde erklärt, daß auch! die Hee­ resverwaltung sich unvedrngk an Me Höchst­ preise für Kartoffeln hält. Weiter wurde über die Festsetzung von Höchstpreisen Mr Gemüse auch! Zwiebeln und für Sauerkraut verhandelt. Eine eingehende Erörterung fand über die Be­ messung der Sauerkrautpreise statt. Man war sich! ferner darüber einig, für Obst solange die Preise eine angemessene Höhle bewahren, von einer Höchstpreisfestsetzung abzusehen. End­ lich, wurde über Höchstpreise für Fettersatz­ mittel, in erster Linie für Marmeladen, aber auch« für Apfelkraut, Rübenkraut, Bienenhonig und Kunsthonig verhandelt.</p>
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          <p>sammelten Landtages bis einschließlich 26. Ja­ nuar verlängert wird.. TovgeMrjzt. Beim Abrutschen am Stie­ gengeländer stürzte in ,München der 7 Jahre alte Gchmeiderssohn Franz Braun ab und blieb tot liegen.</p>
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          <p>Bayerischer Landtag. Kammer der Abgeordnete«. Nach! längerer Pause trat das Plenum der Kammer heute wieder zusanMen. Bor Eintritt in die Tagesordnung widmete Prä­ sident Dr. von Orterer dem intzwischjen ver­ storbenen Abg. Weißenfeld .einen warmemp­ fundenen Nachruf und heglüÄvünschte den Abg. Burger (Z.) per bereits 47 Jähre dem Hause angehört, zu seinem vor kurzem began­ genen 80. Geburtstag. _ Unmittelbar dvrauf nahm Ministerpräsident Graf Hertling das Wort zu einer Erklärung, in der er mit Be­ zugnahme aus die kürzliche amtliche Auslas­ sung dem Hause mitteilte, daß der Streikrevers aufgehoben und durch! nachfolgende Bestim­ mung ersetzt sei; "Die Teilnahme an Bestre-^ bangen, die den staatlichen oder dienstlichen Interessen zuwiderlaufen, ist verboten; darun­ ter fällt insbesondere di,e Teilnahme an Ver­ einen, deren Zweck oder Bestrebungen die Ge­ fahr eines Ausstandes herbeizuführen geeignet sind". Die gleiche Angelegenheit behandelte eine Interpellation der Sozialdemokraten, die der Abg. Roßhäupter begründete, wobei er vom Ministerpräsidenten eine klare Auskunft wünschte, ob den Staatsarbeitern und Beamten der Beitritt zum Süddeutschen EisenbahNerverband wie überhaupt die Zugehörigkeit zu den freien Gewerkschaften und sozialdemokra­ tischen Vereinen gestattet sei. Graf Hertling entgegnete, wenn die Gewerkschaften die be­ sonderen Pflichten der staatlichen Verkehrssanstalten anerkennen, werde dem Beitritt zu den freien Gewerkschaften nichts in den Weg ge­ stellt. Dies gelte .auch für den Süddeutschen Eisenbähnerverband. Bezüglich! der Frage des Beitritts von Beamten und Staatsarbeitern zu sozialdemokratischen Vereinen seien alle Mi­ nisterien beteiligt. Eine Erklärung der Re­ gierung hierüber werde abgegeben, wenn der im Gemeindebeamtengesetzausschuß gestellteAntrag auf Abänderung des Gemeindebeamten­ gesetzes im Plenum der Kamsmjer zur Diskussion stehe. — Nach, Besprechung der Interpellation an der sich die Abg. Dr. Süßheim &lt;Soz.), Dr. von Casselmann (Lib.) und Held (Z.) beteilig­ ten, zog Abg. Dr. Süßheim (Soz.) den An­ trag seiner Partei betr. Aufhebung des Rever­ ses zurück. — Rasch! erledigte das Haus hier­ auf noch, mehrere Gesetzentwürfe und nahiri sie einstimmig an, so den Entwurf über die Niederschlagung von Strafverfahren gegen Kriegsteilnehmer, den Entwurf zur Aenderung des Gesetzes über den Kriegszustand, wonach bei Zuwiderhandlungen gegen Bestimmungen der Militärbehörden bei mildernden Umstän­ den auch, auf Geldstrafe erkannt werden kann, und schließlich den Gesetzentwurf über den vor­ läufigen Vollzug des Budgets für 1916/17. Donnerstag vormittags: Etat des K. Hauses und des Aeußern.</p>
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          <p>Weibliche Feuerwehr. In dem OrteGratsch bei Meran hat sich, eine Antzahl Frauen in den Dienst des Allgemeinwohls gestellt. Die dortige Feuerwehr, die infolge Etnrückens der meisten Mitglieder nicht mehr imstande war, ihre Ausgabe voll zu erfüllen, wurde durch! den Eintritt mehrerer Bauernmädchen ver­ vollständigt. Die neue weibliche Feuerwehrabteilung hat bereits ihre .erste Uebung ab­ gehalten. Allerlei.</p>
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          <p>' to Tingolsing, .23. Nov. (Rauferei.) Der Metzgerssohn Valentin Huber und der Vieh­ händler Deschauer, beide von Mer, sind schon einige Zeit verfeindet. Am.Samstag den 20. ds. nachts hatten sie .in der Kellnerschen Wirt­ schaft hier einen Wortwechsel; als die beiden dann .nach! Hause gingen, wurde Huber von Deschauer so in .den Arm gestochen, daß er sofort ärztliche Hilfe,m Anspruch nehmen muß­ te. Deschauer soll in Notwehr gehandelt ha­ ben. Moosdors b. Jttling, ,24. Nov. (Tödlich verunglückt.) Gestern abends ist der 60 jähr. Söldner Schmerbeck dahier .bei Ausstellung eines Dachstuhles vom Hause heruntergefallen und starb bald daraus. Wufit?r(;tcn hl Bl., 22. Nov. (Wegen Vergehens gegen das Kriegszustandsgesetz) haste sich gestern der Kaufmann Karl Baruch von Nürnberg vor dem hiesigen Schöffengerich­ te zu verantworten. .Mitte Juli lf. !Js. kaufte derselbe in der Kegend hon Eschlkam von mehreren Händlern Eier ,auf, ohne daß er die hiezu erforderliche .bezirksamtliche Erlaub­ nis erhvlt gehabt hätte. Er wurde zu drei Tagen Gefängnis und .Kostentragung verur­ teilt. Niederbayerische Nachrichten.</p>
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          <p>in denen der Sekretär feinen eigenen 16 entf ausübt. Auch! der Vorstand habe sich ein eige­ nes Büro eingerichtet. Es gefalle ihm auch nicht, wenn Zwischen der Vorstandschaft der Lieferungsberbände und der Handwerkskam!nter eine Personalunion besteht. Herr Oberregierungsrat Fruhmann be­ tonte, daß der Regierung Wohl ein Aujsichtsaber kein Disziplinarrecht zustehle. Immer­ hin sei die Angelegenheit bon ihm in der nach­ folgenden Sitzung der Handwerkskammer be­ sprochen und der Ton des Briefes an Herrn Landrat Streibl mißbilligt worden. 'Der Haus­ haltsplan sei richtig erstellt. Die Arbeitsräu­ me des Sekretärs seien getrennt von seinen Privatberufsräumen. Ein bisher unbenützter Raum sei mit Zuschuß der Stadt Passau als Sitzungszimmer der Vorstandschaft Angerichtet worden. Die Heereslieferungen seien anfangs von der Handwerkskammer verteilt worden, (allein es haben sich! sehr viele Unzuträglichjfeiten, Lieferungsverspätungen usw. heraus­ gestellt, daß die Zuteilung von Lieferungen in Frage stand. Auch seien Kosten für die Kammer entstanden, die auf Verlangen der Regierung, da es sich! um private Dinge hiebei Wandle, aus der Rechnung der Kammer ferne tzu halten seien. Man schritt dann zur Grün­ dung von Lieferungsverbänden tritt Eintritts­ geld. Dafür werden dem Handwerker bei jber Bezahlung der Arbeiten keine Abzüge mehr gemacht, wie bisher. Er 'hat aber Anspruch auf Zuteilung von Heereslieferungen. Daß der Vorstand der Handwerkskammer auch die Vorstandfchaft eines Verbandes ehrenamtlich übernommen hat, müsse ihm zur Ehre ange­ rechnet werden und man sollte ihm hiefür dankbar sein. Er bekommt ja nichts für feine Arbeit und hat nur Scherereien. Man hat sich darüber beschwert, daß die Handwerkskammer nicht immer liebenswürdig fei. Wenn die Herren Landräte aber einmal lesen würden, welche Grobheiten und Rohheiten in ben Brie­ fen an die Kammer derselben an den Kops geworfen Werden, dann würden sie sich darüber nicht wundern. Wo man mit Steinen hinwirft, wird eben auch hergechvrfen. Herr Landrat Streibl wünschte, daß die K. Regierung den gleichen Schutz, den sie der Handwerkskammer angedeihen lasse, auch dem Handwerk zuwenden wolle. Es wurde hierauf der Ausschußantrag auf Bewilligung von 6000 Mark mit allen gegen 1 Stimme (Streibl) angenommen.</p>
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          <p>mir wiederzusehen. Und wenn Sie in dem Ihnen fremden Lande einen Rat, einen Führer, einen Freund brauchen sollten, ich stehe Ihnen jederzeit zur Verfügung, Mister Felden." Er hatte es recht langsam und deutlich gesagt, um von dem Deutschen gut verstan­ den zu werden. Sein Händedruck wär herzilich, seine Augen sahen den ihm Gegenüber­ stehenden mit aufrichtigem Wohlwollen, mit ehrlicher Hochachtung an. Kein Zug in dem ernsten ruhig blickenden Gesicht verriet, welche heftigen, schweren Kämpfe er hinter sich hatte, wie bitter seine Schmerzen gewesen, wie heiß, sein Haß gegen den Deutschen in ihm geglüht hatte. Leutnant von Flottwitz, der ungewöhnlich ernst aussah, und in dessen sonst ewig lachen­ den Augen die humoristischen Lichter ganz er­ loschen zu sein schienen, trat heran, um sich zu verabschieden. Miß. Parkhurst reichte ihm freundlich, die Hand, aber die Einladung, auf die der junge Deutsche wähl gerechnet hatte, erfolgte nicht- Enttäuscht wechselte der Offi­ zier mit den beiden Herren einen Händedruck, um dann wieder zu den beiden Damen, denen er seit einiger Zeit seine Kavalierdienste wid­ mete, zurüotznkehren. , Unter den auf den Pier Wartenden war i die Aufregung groß. Funkentelegramme hat- i I ten bereits von dem Schiffsbrand berichtet. [ I Nun harrten sie in Furcht und Freude. Schon | e von ferne winkten Miß Carries Angehörige ] mit Taschentüchern, und als sie das Lausbrett j als eine der ersten überschritten hatte, stürizI ten ihr die Eltern und der Bruder entgegen, jj Sie küßten die gesund und munter Heimkehi| rende wieder und wieder und streichelten ihv | die Wangen und konnten sich nicht an ihr satt sehen. Bescheiden standen die Leiden Her­ ren zur Seite, bis Miß Carrieffich nach ihnen umwandte, und nun folgte die Begrüßung Pembertvns und die Vorstellung des jungen Teutschen mit ein paar erklärenden Worten seitens Carries und Mr. Pemberton.s Mr. Parkhurst sagte dem jungen Deutschen ein paar freundliche Worte des Dankes und erklärte, daß er und .Mrs. Parkhlnrst daraus rechneten, ihn nächstens bei sich begrüßen zu können. Dann noch! ein letzter Händedruck Car­ ries, und Mr. Felden entfernte sich, häftig, mit blutendem Herzen. Solange er glaubte, beobachtet zu sein, ging et schnellen Schrittes, in strammer Hal­ tung. Nach! .einer Weile verlangsamten sich seine Schritte, und das Haupt sank ihm auf die Brust. Es hatte ja feine Eile; niemand war­ tete aus ihn, keine ,Menschenseele gab es in dieser großen Stadt, die irgend welches In­ teresse nahm an seiner Ankunft. Obgleich, et angesichts der großen Millionenstadt dahin­ schritt, hatte er doch die Empfindung, als ob die Welt leer sei, als ob er auf einer Insel ausgesetzt wäre, die keinen Sterblichen berge außer ihm. Daß man von Hoboken mit der Dampf­ fahre nach Newhork hinübergelangte, wüßte er. Mechanisch, wie ein Automat, ohne zu denken, handelte er. , ' i Erst als er drüben in dem ungeheuren Tu­ mult des Hafenlebens stand und beinahe von einem der vorüberrasselnden Geschäftswagen überfahren worden wäre, raffte er sich! zu­ sammen und überlegte. Wohin? Ein Obdachsuchen, das war das Nächste, Selbstverständ­ liche. Er kaufte sich« am nächsten Zeitungs­ stand ein deutsches Blatt und suchte in den Anzeitzespalten. Bald hatte er die betreffende Rubrik gefunden. , Eine Anzahl deutscher Boardinghäuser kündigten sich, zu Preisen an, die zwischen 5 bis 10 Dollar für "Room" und "Board", also für Wohnung und volle Verköstigung lau­ teten. ; ' ! *1 I L i U (Fortsetzung .£! jj ' ij</p>
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          <p>Lokales. Landshut, 25 November. —’ Das Eiserne Kreuz wurde dem Pionier eines Scheinwerferzuges Herrn Jgn. Zott von hier verliehen. —* Das Eiserne Kreuz wurde vom Res.-Juf.l-Negt. Nr. 2 verliehen' dem Unter,. .Offizier Balthasar Hölzl, den Unteroffizieren der Landwehr Heinrich! Tepasse ynb Joh. Freudelsperger, dem Gefreiten der Reserve Wil­ helm Brückmann, den Gefreiten der Landwehr Franz Wimmer und Kaspar Sch!eichl, demIRefe Aisten Joh. Wachinger, Albrecht Linden thaler, Leonhard Sebald, Johann Winter, Se­ bastian Märkl, Michael Strobl, M- Schrank, Max Reiter, Anton Winkler und Max Rat­ berger, dem Ersatzreservisten Josef Pieringer, den Landwehrmännern Karl Weigl, Simon Jobst, Simon Kurzhals, Michael Morigl, Jos. Leriz, Hans Kreckl, Quirinus Press, Heinrich Holzapfel, Josef Fink, Georg Nagerl, Josef Spanner, Josef Meier und Alois Gaißinger, dem Landsturmimlann Joh. Graßl. — 51 Seinen Verletzungen erlegen ist der Musketier Heinrich Eisenberg von Kö­ thendorf bei Weimar int hiesigen Garnisons­ lazarett. Die Leiche wird voraussichtlich heute in die feeimat überführt. t &gt; —* Ein Verwundetentransport kam heute nachts 10 Uhr mit dem! Hilfslazarett­ zug 62 aus dem Westen hier an. Es waren ,138 verwundete Krieger, von denen 132 liegend transportiert werden mußten. Die Freiwillige Sanitätskolonne verbrachte sie noch in der Nacht in die hiesigen Lazarette. —* Zur Ver st e i g e r ttng gelangten ge­ stern im Notariate II hier die beiden An­ wesen des früheren Gewerbebankdirektors Be­ cher, Zweibrückenstraße 653 und Achdorf 65einhalb. Das Meistgebot legte die Stadt­ gemeinde Landshut mit 48 010 Mark, doch blieb der Zuschlag bis zum 7. Dezember aus­ gesetzt. ; , 1 —' Der Steuersoll des Kreises wurde in der letzten Landratssitzung auf 4 100 896.05 Mark festgesetzt. Hievon treffen auf Einkommensteuer 2 592 315.50 Mark, Ge­ werbesteuer 134 655.13 Mark, Kapitalrenten­ steuer 219 818.60 Mark, Grundsteuer 876924 Mark 55 Pfg. und Haussteuer.277 182.27 Mk. Hievon treffen auf die vier unmittelbaren Städte Deggendorf 62 981.73 Mark, Landshut ,321 789.30 Mark, Passau 261 855.02 Mark und Straubing 205 174.83 Mark. Die Städte tra­ gen somit 21 Prozent der Kreisumlage. —’ Der Kreisfonds für besondere Un­ glücks- und Notfälle in Niederbahern wurde aus den Renten des MaximilianshtlfsmagOtzinsfonds für Niederbahern behufs Bereit­ stellung von Mitteln für außerordentliche Un­ glücks- und Notfälle gebildet und im Jahre 1902 durch! Zuweisung des Kaufschillings für das ^usgrabungsfeld in Eining im Betrage von 7000 Mark verstärkt. Außerdem bewillig­ te der Landrat von 1899 bis 1904 jährlich 5000 Mark und von 1905 bis 1913 jährlich 4000 Mark und 1914 noch! 3000 Mark. Die Rechnung dieses Fonds schließt bei 12 943.65 Mark Einnahmen und 12 225.65 Mark Aus­ gaben mit 718 Mark Aktivrest ab. Das Ver­ mögen des Fonds beträgt 68161.25 Mark.. — y Die Rechnung über den Betrieb der Heil- und Pflegeanstalt Deggendorf für das Jahr 1914 weist bei 488 801.38 Mark Einnah­ men und 449 878.02 Mark Ausgaben einen Aktivrest von 38 923.36 Mark aus. Das Ver­ mögen der Anstalt beträgt 844 293.87 Dark und die Schulden 186169.73 Mark. &gt;</p>
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          <p>gläubigen geschlagen und eine unzäWige Menge derselben über die Klinge gesprungen war, diejenigen, welche sich ritten sonnten, sich geflüchtet hätten und die Glaubensstreiter den Serben nachgesetzt waren, um sie zu er­ schlagen, strebte Murad Khan Ghazi danach, aus der Walstatt den Märtyrertod tzu erleiden." J&amp;ä wird dann weiter erzäW, wie Milosch Oblivitsch! sich an den greisen Herrscher heran­ drängt, wie ihhr die Garden Zurückstoßen wol­ len, wie Murad ihm Gehör schenkt und den tödlichen Dolchstoß zwischen Leichentzjügeln em­ pfängt. Mag die Auffassung von dem beab­ sichtigten Märtyrertode Murads nach erfoch­ tenem Siege auch höfische Fiktion klein, so darf der sich stets gut unterrichtet zeigende Dichter als entscheidender Zeuge dafür tchngejsühdt werden, daß Murad erst mich der KosowvSchilacht ermordet wurde, den großen Sieg aber selbst erfochten hat. Unzähliges erzählt die Volkssage von betn großen Ringen: wie nach der Hunnenschlacht auf den katalaunischen Feldern kämpfen auch! hier die Geister der Tohen in den Lüsten, und verflucht für ewig ist der Boden, der so viel edles Cfhsristenblut f getrunken hat. Auch von der zweiten Amsel' se»-Schlacht-geht manche Sage: "Stradao kao Janko ra Kosvvu", "gelitten wie Janko (Jo­ hannes Hunhadh) auf Kosowo" heißt es noch heute int Topliea- und Labtal, wenn man unsagbaren Schmerz andeuten will. St. Georg und St. Hilarius selbst haben den Ungarn­ helden aus der Vernichtungsfchlacht auf die Flücht geleitet, sonst wäre er in die Hand des Feindes gefallen, ^erzählen die Leute von Kopaenik. Was werden Kinder und Kindes­ kinder des jetzigen Serbengefchlech.tes von der deutsch-österreichischen Invasion zu säbeln wis­ sen? "Bog znaj", .sagen die Serben, "Gott weiß es. . ."</p>
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          <p>befindlichen Denkmales sind das Wappen Frankreichs mit der Krone, Krönungsmantel, Zepter, Schwert und die Halskette des Ordens vom heiligen Ludwig eingemeißelt. Um das kleine Denkmal herum sind sechs Sarkophage angeordnet, drei zur Rechten und drei zur Linken, und zwar in der Weise, daß zur Rechf ten des Königs Karl X. der Herzog von Angouleme, und zu seiner Linken die Herzogin Angouleme Platz gefunden haben, während sich ihm gegenüber die Särge des Grafen und der Gräfin Ehambord und der Herzogin von Parma befinden. Hinter jedem Sarkophag sind in die Mauer eingelassene Tafeln aus schwarzem Marmor in grauer Marmtoreinfassung, die in Goldbuchstaben stanzösische In­ schriften tragen. Die des Grafen Ehambord lautet in deutscher Uebersetzung: "Hier ruht der sehr hohe und ausgezeichnete Fürst Hein­ rich, der Fünfte seines Namens, von Gottes Gnaden König von Frankreich, und Navarra. Geboren zu Paris am ,29. September 1820, gestorben zu Frohsdorf am 24. August 1888?' Ueber dem Grabe "Heinrichs V.“ ist eine rie­ sengroße, mit Lilien durchwebte Fahne ange­ bracht, und zwar in Ausführung eines Befehls, den Graf Ehambord in seiner Kundgebung vom 5. Juli 1871 gegeben hatte, die u. a. die Worte enthielt: "Franzosen! Ich werde nie euren Händen die Föhne Heinrichs IV., Franz I. und der Jungfrau von Orleans ent­ reißen lassen. Sie wehte über meiner Wiege, und ich will und bestimme, daß sie auch mein Grab beschatte."</p>
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          <p>Ein serbischer Stabsoffizier, der am 15. No­ vember vom Anffelfelde hier Eintraf, gab eine schreckliche Schilderung von den dort herrts!ch&gt;enden Zuständen. Die Bevölkerung Altserbiens, die dort Zuflucht suchte, leide furcht­ bare Not. Die meisten find obdachlos, ohne entsprechende Kleidung für das rauhe Winterterwetter. Hunderte von Ochsen und Pfer­ den gingen infolge des herrschenden Futter­ mangels ein, ihre verwesenden Leichen lägen auf den Feldern umher. Der Weg nach, Al­ banien komme für die Flüchtlinge kaums noch! in Betracht. Die ganze Gagend ist durch die Menschan, die stüher durchkamen, aller Vor­ räte entblößt. Auch, der Rückzug nach Mon­ tenegro sei ihnen abgeschnitten; denn dort seien infolge der Abschließung des Hafens von Ankivari die Lebensmittel sehr knapp. Die Lage der serbisch!en Truppen, welche die Zugänge zum Amselseld verteidigen, sei haupt­ sächlich infolge der umfassenden Bewegung Wr Bulgaren äußerst gefährlich,. Tie Bulgaren gegen die Franzosen und Eng­ länder. Genf, 24. November. Die Heeresleitung der Ententetruppen in Saloniki gibt, wie die Blätter berichten, bekannt, daß Bulgarienseine gesamte Heeresmacht nun gegen die englisch&gt;stanzösische Front konzentriert. Die von den Bulgaren bisher innegehabten Stellungen würden von den Teutschen und Oesterreichern eingenommen. (Z.) , j 1 t f ; ( [ !Mnnitionsreichtum überrascht. Rach der Ver­ hinderung einer Verbindung mit dem serbi­ schen Heere, das verzweifelte Versuche machte, die Umklammerung Lu durchbrechen, können die Engländer und Franzosen kaum noch den überlegenen Bulgaren widerstehen und sie fürchten das Auftauchen vordringender öster­ reichisch-ungarischer und deutscher Verstärkun­ gen. Man ist der Ueberzeugung, daß Monastir nicht von den Bulgaren, sondern von den Deutschen besetzt und später an Griechiewland ausgeliefert werden soll. Die österr.-t ungar. Gefangenen werden nach. Aussage von Offizieren über Albanien nach, Schottland ge­ bracht. Tie Lage der Petersburger StudentcnschMst. Stockholm, 25. November. Die ge­ samte Petersburger Studentenschaft hat am Dienstag eine Resolution gefaßt, aus der fol­ gendes zu entnähmen ist: Das Leben der Pe6 »tersbürger Sküdentenschäft bietet das trautenverwirrung. Die Studentenschaft ist zu einer grauen Masse geworden, die jedes gei­ stigen Lebens vollkommen unfähig ist, unfähig den Wert ihrer sozialen Kräfte einzuschätzen, oder zu realisieren. Zu diesem Selbstgestänidnis sind jene 10 000 Petersburger Studenten gelangt, die nunmehr zwangsweise zu Offizreren gepreßt werden. (Z.) — gramm des "Corriere della Sern" aus Saloniki' bestätigt die Meldung des "Secolo" über die 1 wachsenden Schwierigkeiten des mazedonischen Ententeheeres, gegen dessen 50000 Mann die Bulgaren mit vier Divisionen in einer Stärke von 80 000 Mann auftreten. Verwundete fran) zösische Offiziere berichten über die verheerende Wirkung der bulgarischen Artillerie, deren Letzte Posten. Kämpfe in Serbien. Aus Saloniki wird gemeldet, daß nach Aussagen eines hohen serbischen Offiziers die Bulgaren bereits mit den aus Deutschiland gekommenen schweren Geschützen angreifen. Südlich! von Kraljevo und gördlich von Raska dauern erbitterte Kämpfe an. Die Serben sehen sich! dort vor der feindlichen Uebermacht zum Rückzug gezwungen. Tie Schlacht am Amselfeld. London, 25. November. Der "Daily Telegraph" erfährt aus Saloniki vom 22. ds.: Tie Entente und Griechenland. Sd. London, 25. November. "Daily Chronicle" meldet aus Athen: Von verläs­ siger Seite verlautet: Der Mnig und die Mi­ nister hätten ihre Zusicherung gegeben, daß den setcbischen und den alliierten Truppen von Seiten Griechenlands keine Gefahr drvhe. Die griechische Regierung werde phve Zögern ihre Truppen aus dem Epirus und OstfMaze­ donien zurückziehen, um jeden Verdacht 'zu beseitigen. Jetzt werde die Frage erwägen, welch,e Haltung Griechenland gegenüber den Deutschten, Oesterreichern und Bulgaren ein­ nehmen müsse, wenn die Truppen der Alli­ ierten über die Grenze zurückgehen müßten. Lugano, 25. November. Ein Tele-</p>
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          <p>Nürnberg, 24. Nov. (Biehmark t.) Preise: per 50 Kilogramm Lebendgewicht: Ochsen vollfleischige 1. Qualität 76—79, (Ausland Lebend­ gewicht 00—00), vollfleischtge 2. Qualität 68—75, (Ausland Lebendgewicht 00—00), fleischige 60—67, (Ausland Lebendgewicht 00—00), mäßig genährte 54—58, (Ausland Lbdgew. 00—00), gering genährte 00—00; Bullen: vollfleischige 1. Qual. 62-*-64, 2. Qual. 57—61, mäßig genährte 49—54, (Schlachtgewicht: 1. Qualität 105—109, 2. Qualität 00— 00, 3. Qualität 00—00). Lebendgewicht: Kühe und Kalbinnen vollfleischige 1. Qual. 58—64, 2. Qual. 52—61, ältere ausgemästete 45—51, mäßig genährte 36—44, genug genährte 31—34, gering genährtes Jungvieh 00—00; Kälber (Lebendgewicht): 1. Qual. 77—81, 2. Qual. 71 76, 3. Qual. 64—70; Schlachtgewicht: 1. Qual. 92— 96, 2. Qual. 85-91, 3. Qual. 75—84; Schafe (Schlachtgewicht): Mastlämmer und jüngere Masthammel 85—100, ältere Masthammel, geringe Mastlämmer 78—84, gut genährte junge Schafe 00—00, geringe Hammel u. Schafe 60—74; Schweins (Fettschweine) über 150 Kg. 000—000, vollfleischtge von 120 bis 150 Kg.129—000, von 100 bis 120 Kg. 118—000, von 80—100 Kg.108—000, unter 80 Kg. 93— 000, Sauen 78—00, Bratenschweine 00—00, Schlachtgewicht: Fettfchweine über 150 Kg. 00—00, vollfleischtge von 120—150 Kg. 162—00, von 100 bis 120 Kg. 148—00, von 80—100 Kg. 135-00, unter 80 Kg. 124—000, Sauen 00—00, Braten, fchweine 00—00. Nürnberg, 24. Nov. (Hopfenberich t.) Bei unverändertem Pretsstande und ruhiger Stim­ mung wurden bet Beginn dieser Woche 500 Ballen verkauft. Die Zufuhren beliefen sich im gleichen Zeitraum auf 350 Ballen, darunter 50 Säcke vom Ausland. Der Einkauf erstreckte sich in der Haupt­ sache auf Mittelsorten, wobei Markthopfen 25—35, Hallertauer und Württemberger 35—48 Mark er­ zielten. Preise unverändert. Handel und Verkehr.</p>
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          <p>Literarisches. Kriegs-Echo. Von diesem im Verlag Ullstei» u. Co., Berlin SW. 68, erscheinenden Kriegswerks ist soeben Heft 67 (Preis 10 Pfg.) mit interessanten Krtegsschtlderungen und Bildern erschienen. De» "Baumeister", Monatshefte für Archttektur und Baupraxts, (Verlagsbuchbehandlung Georg D. W. Callwey). Das Heft ist zum Preise von Mark 3.— durch alle Buchhandlungen zu beziehen.</p>
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          <p>Inserate.</p>
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          <p>Bericht des deutschen Hauptquartiers. WTB. Berlin, 24. November. Mittags. (Großes Hauptguartier.)</p>
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