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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1915-12-16"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">68. Jahrgang Nr. 341</biblScope>
          <date when="1915-12-16">1915-12-16</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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      <editorialDecl>
        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Weiteres Vordringen in Montenegro. Im Westen 4 feindliche Flugzeuge vernichtet. — Die Griechen räumen Saloniki. — Neue Niederlage der serbischen Heerestrümmer in Albanien. — Arabische Angriffe auf die Westgrenze Aegyptens. — Neue türkische Erfolge in Mesopotamien. 1 Im Westen wurde an der belgischen Küste ein englischer Dampfer, der auf Gvunjd ge­ raten war, von unsren Fliegern mit Erfolg mit Bomben belegt. Mehrere Flugzeugge­ schwader, die der Feind hinter unsre Linien senden wollte, wurden zerstreut. Hierbei wur­ den von den Unsern vier feindliche Flugzeuge darunter ein großes mit zwei Moteren, zum Absturz gebracht. Aus Hem Osten liegen keine neuen Mel­ dungen vor. Auch vom italienischen Kriegsschauplatz wird heute nichts Neues gemeldet. In Montenegro geht es unaufhaltsam vor­ wärts. Tie von Plevlje vorrückenden österr.ungar. Truppen haben die Montenegriner aus ihrer ganzen Stellung an der Vrana-Gora geworfen und bis über die Tara zurückge­ drängt. Bei Berane kämpfen auch Muhamvi'edaner und Albaner gegen die Montenegriner. An der mazedonischen Front herrscht nach dem amtlichen bulgarischen Bericht gegenwäv tig Rühe. Es findet somit die Meldung, daß bulgarische Truppen bereits die griechische Grenze überschritten haben, keine Bestätigung. Tie Türken haben in Mesopotamien Kut el Amara erstürmt und einen englischen Moni­ tor aus dem Tigris durch Artilleriefeuer verx senkt. An den Dardanellen gab es nur Ar­ tillerie- und Minettkämpfe.</p>
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          <p>Bericht des deutschen Hauptquartiers. WTB. Berlin, 15. Dezember. Mittags. (Großes Hauptquartier).</p>
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          <p>Westlicher Kriegsschauplatz. An der Front hat sich nichts von beson­ derer Wichtigkeit ereignet. Ein am 12. Dezember auf der Höhe von La Panne auf Grund geratener englischer Dampfer wurde gestern von unseren Fliegern mit beobachtetem Erfolge angegriffen. Der Feind, der mehrere Flugzeuggeschwa­ der gegen Baupaume—Peronne nach Lothrin­ gen und aus Mühlheim (Baden) angesetzt hat­ te, büßte im Lustkampfe oder durch Feuer un­ serer Abwehrgeschütze vier Flugzeuge,, darun­ ter ein großes Flugzeug mit zwei Motoren ein.</p>
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          <p>Oestlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Balkan-Kriegsfchaniplatz. Südwestlich von Plevlje ist der Feind über die Tara und weiter östlich über, die Linie Grab-Brodarovo zurückgeworfen. Mehrere hundert Mann I wurden gefangen genommen. , Oberste Heeresleitung.</p>
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          <p>Bericht unserer Verbündeten. WTB. Wien, 15. Dezember, mittags.; Amtlich wird verlautbart: Russischer Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Tie von Plevlje aus vordringenden öster­ reichisch-ungarischen Streitkräfte des Generals v. Koeveß haben gestern auch die montene­ grinischen Stellungen südlich der Vrana-Gora in ganzer Breite geniontmen. Eine Kolonne drang in der Verfolgung bis an die TaraSchlucht vor pnd zersprengte bei Glibaci ein feindliches Bataillon. Andere Truppen kamen bis Grab. Auf den Höhen unmittelbar östlich von Berane stützen nebst unsren Abteilungen auch MoslimS und Albaner gegen die Montene­ griner tat Kampfe. Tie Zahl der gestern eingebrachten 'Ge­ fangenen: 340 .Soldaten und 150 Wehrpflich­ tige. &gt; Der stellvertretende Chef des Generalstäbesr v. H o e s e r, Feldmarschalleutnant. Tvr holliinvischeu Ambulanz für Deutschland und Oesterreich-Ungarn! sind als Standorte Beuthen und Budapest ange­ wiesen worden. (Z.) Site englisch-französische Kriegsanleihe. Paris, 15. Dez. Die englisch-französi­ sche Anleihe ist in Newhork bis zu 93 drei Viertel angeboten worden. Dann wurde sie allerdings mit 95 ein Viertel notiert. Die Zeichner des Garantiesyndikates scheinen zu verkaufen, ad der Termin der Stückeliefer­ ung herannaht. (Z.) Englische Willkürakte. f Der ■ Nieuwe Rotterd. Courant protestiert gegen den englischen Willkürakt gegen henDam- pfer "Frisia", dessen niederländische Post in Deal von Bord geyokr wurde. Das Blatt nennt das Vorgehen der Engländer einen ern­ sten Machtmitzbrauch, und spricht die Erwar­ tung aus, daß die Regierung entsprechende Maßregeln ergreifen werde. !</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. Holden der Tat nicht des Wortes. Ein Mitarbeiter schreibt uns vom West­ lichen Kriegsschauplatz: Wie ich kürzlich von Roubaix nach Lille fahre, treffe ich auf der Elektrischen einen blutjungen Feldwebel, des­ sen Brust mit dem Eisernen Kreuz 2. Kl. und auch mit dem 1. Klasse geschmückt ist. Neu­ gierig frage ich ihü, bei welchen Wafsentaten er sich die beiden Auszeichnungen geholt habe. Der junge Feldwebel entgegnet: "Lieber Kame­ rad! Tie Frage ist mir schon so häufig gestellt worden, daß ich nicht mehv darauf antwor­ ten mag. Erspare mir also auch diesmal die Antwort!" — Bravo, dachte ich im Stillen. Das ist ein echt deutscher Zug, nicht in Worten, sondern in der Tat ein Held zu sein. — Ein ähnliches Erlebnis hatte ich kürzlich auf einer Fahrt durch Belgien. Mit mir tat Abteil saß ein ergrauter Landsturmmann, der tat 1 Knopf­ loch das Band des Eisernen Kreuzes trug. Auf meine Frage, bei welcher Gelegenheit er mit dem Kreuze ausgezeichnet worden sei, entgegnete er kurz, nachdem er aus seiner Pfeife noch einige bedächtige Züge ^geholt hatte: "Bei einem Fliegerangriff!" Das war alles, und' ich merkte sofort, daß ich ihn mit weiteren Fragen nur in Verlegenheit gesetzt hätte. Un­ sere Gegner zeichnen sich meistens durch das Gegenteil aus: sie sind Helden in Worten, lassen es aber an den Taten fehlen. Wir wollen ihnen diesen zweifelhaften Ruhm nicht mißgönnen!</p>
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          <p>Vom östlichen Kriegsschauplatz. Rnßlanbs Wirtschaftslage. Die Vertreter der russischen Großindustrie des Handels und der Banken sind nach einer Meldung aus Petersburg zusammengetreten, um die Möglichkeit zu untersuchen, ob Rußland imstande sei, den wirtschaftlichen Krieg gegen die Zentralmächte, Bulgarien und die Türkei ohne fremde Unterstützung zu führen. Die Versammlung tarnt! nach längeren Verhandlun­ gen zu dem Schlüsse, daß die wirtschaftlichen Kräfte Rußlands hierzu nicht ausreichen, da es gegenwärtig bei der Beschaffung vieler für die Aufrechterhaltung des wirtschaftlichen Le­ bens, und die Fortführung des Krieges not­ wendigen Dinge sich in voller Abhängigkeit von England unp Frankreich befinde.</p>
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          <p>Italienische Rlilitärprozesse. Ter Bert. Lokalanz. meldet aus Lugano: In Partogruaro (Provinz Ferreha) beginnt am Donnerstag, wie der Popolo d'Jtalia berichtet, vor dem Kriegsgerichte ein Prozeß gegen Ma­ jor Zunini, militärischer Mitarbeiter der Turiner Stampa bis zu seiner kürzlich erfolgten Einberufung. Nach dem Secolo sind in die Sache noch andere, zum Teil hochstehende Per­ sönlichkeiten, ein Senator, bei dem eine Haus­ suchung vorgenommen wurde, und ein an­ derer Major verwickelt. Secolo fordert im Na­ men des Vaterlandes strengste Bestrafung,sagt aber nicht, um welche Vergehen es sich, handelt. Nach den Andeutungen des Popolo d'Jtalia scheint es sich um einen Tendenzprozeß gegen die Stampa zu handeln, wegen deren neutra­ listischer Haltung bis Kriegsausbruch und spä­ terer Opposition gegen die weitere Ausdeh­ nung des Krieges. In Verona wurde der Vorsteher der Intendantur, Oberst Pasquato, wegen Bestechlichkeit bei Militärlieferungen verhaftet. Der Krieg mit Italien.</p>
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          <p>Vakkanhumor. Auch im Kriege hat der Humor seinRecht, sagte das englische Kriegsministerium und fügte in den Bericht über die Schlacht am Barbar die Wendungen ein: "Es gelang un­ serer 10. Division mit Hilfe von Verstärkun­ gen — zurückzugehen . . . Ta die Straße sehr gebirgig ist, wurde es nötig, acht Geschütze an einer 'Stelle aufzustellen, von wo sie beim Rückzüge nicht wieder geholt werden konn­ ten." Als Ergänzung kam dann weiter die Meldung, daß die Franzosen den Brückenkopf von Grvik räumten und daß die Engländer dieser Bewegung folgten, daß dies aber ge­ wollt, planmäßig vorbereitet und bewunder­ ungswürdig unter ganz geringen Verlusten ausgeführt worden sei. Planmäßig haben sich einst die Russen von den Karpathen und aus Lemberg, aus Warschau und Brest-Litowsk zu­ rückgezogen, planmäßig kehren die Engländer und Franzosen aus stark befestigten Stellungen an den Ausgangspunkt ihres Daseins auf dem Balkan zurück und planmäßig werden sie als­ bald aus Saloniki und ebenso von Gallipoli vertrieben. Und immer war es nötig, Ge­ schütze dort aufzustellen, wo sie nur der böse Feind abholen konnte, und immer tojmien recht­ zeitig die Verstärkungen, so daß die — Flucht gelang. Ob man glaubt, im eigenen Lande durch diese Kindereien die Wahrheit verbergen zu können? Sind ganze Völker so unmündig, daß sie die typische Wendung der englisch-frawzösischen Balkanberichte: "wir verbesserten un­ sere Stellung" niemals mit der Landkarte ver­ glichen? Fast scheint es so. Wer ganz gewiß gilt das Gleiche auch von Pen unbeteiligten Völkern, die nicht nur aus Neugier, .sondern gleich den Rumänen und Griechen auch mit dem allerpersönlichsten Interesse den Vorgän­ gen folgen und nach ihnen ihre Entscheidungen richten. Hier aber ist der Kredit der Entente so schmählich zusammengefallen, daß er durch die Planmäßigkeit der empfangenen Prügel und die Vorsorglichkeit, mit der man die Ge­ schütze verliert, nicht mehr aufgefrischt wer­ den wird. Beweise sind sowohl in Bukarest leicht zu finden, wo die eifrigsten Anhänger der Entente umzuschwenken beginnen, wie in 'Athen, wo man bisher mit allen Drohungen noch gar nichts erreichte und eine Gprache zu hören bekommt, die zwar höflich klingt, aber kaum noch etwas von jener Demut ver­ rät, mit der einst die kleinen Staaten auf die Offenbarungen von Großmächten lauschten. Gerade die Griechen sehen ja die "Erfolge" der Engländer und Franzosen, ihr planmäßi­ ges Davonlaufen aus nächster Nähe; ihre Truppen stehen dabei sozusagen Spalier. Sie hören täglich, stündlich das flehende Bitten um ihre Liebe und Freundschaft, und sie sehen den Bulgaren, den Oesterreicher, den Teut­ schen an ihver Grenze. Sie wissen, daß das Ziel des Unternehmens, von Saloniki die Ver­ bindung der Mittelmächte mit Konstantinopel zu zerschneiden, unerreichbar wurde, daß die Dardanellen fester stehen als je. — Es gibt ein Wort, das "Prestige" heißt und sich in allen seinen Merkmalen in deutscher Sprache kaum ausdrücken läßt, Es geht jetzt um das Prestige Englands und Frankreichs im Orient wnd damit zugleich um ihre Machtstellung. Und nur deshalb bleiben sie noch in Gallipoli, nur deshalb wollen sie aus der griechischen Hafenstadt ein verschanztes Lager machen. Es ist zu spät geworden, denn auch aus dem Irak gegenüber vom Euphrat und Tigris fontmit die Kunde von allzu planmäßigen Rückzügen im Jagdgalopp und von Geschützen, die man dorthin postierte, von wo man sie später nicht wieder holen konnte. "Wir verlassen unsere Stellung, man weiß, was das bedeutet",' schreibt grimmig George CleMenceau. Man habe auf ein Wunder gewartet, und das Wun­ der sei nicht gekommen, fügte er hinzu. Und doch, das Wunder ist da, nur in an­ derem Sinne: das kleine verachtete Bulga­ renvolk, das England, Frankreich und Ruß­ land auf der Londoner Konferenz wie einen ungetreuen Knecht behandelten, hat die eng­ lisch-französische Armee verprügelt und dieRussen gezwungen, in scheuer Ehrfurcht vor den Grenzen zu bleiben, und der verachtete kranke Mann am Bosporus, der Türke, den man mit Fußtritten zu bewirten pflegte, hat nun seinerseits den Fuß kräftig erhoben. So kräf­ tig, daß das Prestige der Entente zersplittert ist, wie bas Glas von Edenhall. "Wirklich, es geschehen noch Zeichen und Wunder! (L. N. N.)</p>
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          <p>Die Türkei im Kriege. Der türkische Bericht. Konstantrnopel, 15. Dezember. Das Hauptquartier teilt mit: An der Jrakfront tmtrben die letzten auf dem rechten Ufer des Tigris befindlichen Häu­ ser Kut el Amaräs am 13. Dezember erstürmt. Bon zwei feindlichen Monitoren, die in öst­ licher Richtung zu fliehen versuchten, wurde einer durch unsre Artillerie versenkt. Dev an­ dere kehrte auf den alten Platz zurück. Aus der Kaukasusfront ereignete sich nichts. Auf der Dardanellenfront örtliche Feuer­ gefechte aller Art, besonders mit Bomben un!d Lufttorpedos. Unsre Artillerie zwang feindliche Schiffe, die in der Bucht von KiMikli Lstman Schutz suchen wollten, zur Flucht. Bei Art Burun zerstörten zwei von uns auf dem rechten Flügel zur Explosion gebrachte Minen zwei feindliche Gegenminen. Ein feindlicher Kreuzer beschoß wirkungslos unsre Stellun­ gen in diesem Abschnitt und zog sich dann zurück. Unsre Artillerie zwang einen feind­ lichen Kreuzer sowie ein feindliches Torpe­ doboot, die sich der Küste näherten, um un­ seren linken Flügel zu beschießen, sich zu ent­ fernen und brachte einige feindliche Batte­ rien zum Schweigen.</p>
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          <p>Kriegssteuerungen aus dem Wege zu gehen. Daily Mail teilt mit, daß die englische Regie­ rung bereits eine geheime Untersuchung we­ gen dieser Machenschaften vorgenommen hat.</p>
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          <p>Hellmers zeigte eine bedenkliche Miene. &gt; "Du, das ist eine bedenkliche Sache!" "Und was rätst du mir??" fragte der andere unruhig, dringlich. "Ja, das läßt sich nicht mit zwei Worten sagen. Du bist mir ohnhin noch immer dei­ nen Besuch schuldig. Weißt du was: komme doch morgen mittags zum Essen zu uns! Wir haben Truthahn. Ich garantiere, daß er dir schmecken wird. Das Kochen ist meiner Frau beste Eigenschaft. Damit hat sie seinerzeit mein Herz erobert." Ein Lächeln, in dem ein Zug bitterer Jrv. nie und Selbstverspottung lag, glitt über das verschämte, blasse Gesicht des Bierkutschers. "Danke schön! Ich komme. Meine beste Empfehlung an deine Frau Gemahlin." Der Kutscher machte eine nachlässig-abwehrende Handbewegung, als Wenn er sagen wollte: Stürze dich ihretwegen nicht in Un­ kosten! Dann stärkte er sich mit einem tie­ fen Zuge aus seinem Bierglase und fiel mit kräftiger Kehle in das zweite Lied ein, das die Kommilitonen inzwischen angestijmwit hat­ ten. Viktor Felden machte mit besonderer Sorg­ falt Toilette. Es galt ja, vor einer deutschen Dame, der Gattin seines Korpsbruders, Ehre einzulegen und ebnen möglichst guten Eindruck zu machen. Für die beiden Töchterchen Hell­ mers hatte er sich mit einigen Süßigkeiten versehen, denn er wußte bereits, daß in Ame­ rika Damen und Kinder Cahidies in noch viel größeren Quantitäten zu schlecken beliebten als daheim im Vaterlande. Mir. Nagel hatte ihm nur ungern Ur­ laub gegeben, obgleich das Restaurant des Sonntags mit Rücksicht auf die strenge ame­ rikanische Sonntagsheiligung von den Gästen nur verstohlen, durch die Hintertür 'im Haus­ flur, besucht werden durfte. Millie hätte zwar anfangs schmollend die Lippen aufgeworfen, daß er sie gerade am Sonntag verlassen wollte, aber zuletzt, als er sich an der Türe noch einmal mit emefntl "Leb Wohl, Millie!" um­ wandte, nickte sie Hm freundlich, verliebt zu und sandte ihm eine Kußhand nach. Frau Hellmers war eine vierschröttge Dame, Die sich in ein Kleid von schreiend hlellen Far­ ben geworfen hatte, das in der Taille zu weit und in den Schultern zu enge war und treffen ganzem Schnitt man deutlich Me ungeübte Hand der Dilettantin ansah. Ihr Gesicht mochte früher einmal Wbsch gewesen sein, jetzt ging es sehr in die Breite, und die Spuren dev materiellen Sorgen und der FreudlosigMt des Alltagslebens und harter Arbeit verschöner­ ten &amp;&amp; nicht. ; ; (Forts, folgt.) _ ; ; , j aus ihrem ganz froh-übermütigen Wesen. Es « war ein Wunder, daß Mr. Nagel noch nichts gemerkt hatte. Jedenfalls war der Augenblick nahe, der das geheime Liebesverhältnis an den Tag brachte und eine Auseinandersetzung zwischen Kellner und Wirt herbeiführen mußte. "Was hast du denn, lieber Felde»!" fragte Hellmers, dem das stille, grüblerische Wesen seines Kvrpsbruders auffiel. "Ich glaube, ich stehe wieder inmal an einem Wendepunkte meines Schicksals. "Soll das heißen, daß du deine Stellung aufgeben willst?" Der Jüngere zuckte mit den Schultern. "Das ist's ja eben, was mich innerlich unaufhörlich beschäftigt und worüber ich mir selber nicht ins Klare kommen kann: soll ich gehen oder soll ich bleiben?" Hellmers schüttelte mit demi Kopse. "Du sprichst in Hieroglyphen, lieber Fel­ ben." Viktor Felden sHNte sich nach Mitteilung nach der Teilnähme eines verständnisvollen, mitfühlenden Menschen, und so berichtete er 8nr$ im Flüsterton, über die Zwangslage in die er sich selber durch seine geringe Wider­ standsfähigkeit gegen Millies Verliebtheit ge' bracht hatte. , p. , '■ l .; 'L i .1</p>
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      </div>
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          <p>Bayerische Nachrichten. &lt;Ein dcntfch-öfterrcichifch'nngarisches Wirt­ schaftsbündnis. wurde in der letzten Vollversammlung des Bayerischen Landwirtschastsrates vom 2. ds. Im Finanzausschuß der Abgeordnetenkammer wurde gestern der Etat der Berg-, Hüttenund Salinenverwaltung in Beratung genom­ men. In derselben betonte der Mitberichter­ statter, daß der Staat gezwungen sei, teurer als die Privatindustrie zu arbeiten und daß man nach dem Frieden zur Abstoßung der un­ tauglichen Werke kommen müsse. Er rühinte die vaterländische Haltung der Bergarbeiter und sprach sich für möglichste Geduldsamkeit unter den Arbeiterverbänden aus. Tas Milchverbot in den Kaffeehäusern Münchens wurde vom stellvertretenden Gene­ ralkommando des 1. Armeekorps wieder auf­ gehoben. Erfroren ist aus einem Dienstgang der in Berchtesgaden beschäftigt gewesene 41jährige Kaminkehrergehilfe Xaver Maiß von München. Er wurde gestern früh im Landtal-GrabeN tot aufgefunden. An Trichinose erkrankte in Dollnstein bei Eichstätt die Familie des Wasenmeisters Kör­ ner nach dem Genusse von Schweinefleisch. Die beiden Töchter sind bereits gestorben. Vater und Sohn befinden sich noch in Lebensgefahr. Das trichinöse Schwein hat Körner selbst ge­ schlachtet. , Liebeskummer veranlaßte eine ledige Kon­ toristin am Dutzendteich in das Wasser zu springen. Sie wurde aber noch lebend heraus­ gezogen und in das Krankenhaus gebracht. Abgestürzt sind bei dem Bau des Krüp­ pelheims in Würzburg 8 Arbeiter. 5 von ihnen wurden schwer verletzt. Beim: Baumfällen getötet'wurde in Ober­ breit bei Würzburg der 18jährige Bauerssohn Beruh. Friedlein. Sein Bruder erlitt kürz­ lich den Heldentod. Vom Schnellzuge abgestürzt ist zwischen Hergensweiler und Schlachters der 46 Jahre alte verheiratete Fabrikbesitzer Sigmund Fi­ scher aus Rorschach. Er zog sich dabei sehr schwere 'Verletzungen zu. !Mts. besprochen. Aus den Vortrag des 1. Präsidenten, Dr. Freiherrn v. Cetto-Reicherts' hausen und nach eingehender Debatte wurde folgende Resolution einstimmig beschlossen. "Der Bayer. Landwirtschaftsrat erblickt in der Verbesserung und Befestigung der handels­ politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn die Krönung des politischen Bündnisses beider Staaten, welches sich in dem gegenwärtigen Weltkriege so großartig bewährt hat. Gegenüber dem wirtschaftlichen Kampf, den unsre Gegner neben dem Krieg der Heere mit uns führen und der auch nach einem Friedensschluß voraussichtlich noch nicht so bald beendigt werden wird, erscheint eine engere wirtschaftliche Verbindung der bisherigen Ver­ bündeten im beiderseitigen Interesse des Wohl­ standes als einer Grundlage ber; politischen Machtstellung gelegen. Zur Erreichung dieses Zieles sind neben zollpolitischen Annäherungen Handels- und wirtschaftspolitische Maßnahmen, welche die möglichste gegenseitige Anpassung der Gesetz­ gebung auf diesen Gebieten herbeiführen, ins Auge zu fassen. Sowohl die verkehrspolitischen Maßnah­ men wie jene der Zollpolitik werden bei den 8 gegebenen Grenz- und Verkehrsverhältnissen | in erster Linie Bayern berühren. Bei voller I Würdigung, der aus einem engeren ZusamI menschluß zu erhoffenden Vorteile richtet da­ her der Bayerische Landwirtschaftsrat an die K. Staatsregierung das Ersuchen: Bei den zu erwartenden Vertragsverhand­ lungen mit Oesterreich-Ungarn und den an­ deren Staaten des Südostens rechtzeitig und nachdrücklich die wirtschaftliche Lage Bayerns und die Interessen der bayerischen Staats­ finanzen zu wahren. Insbesondere würde eine Ermäßigung oder gar ein Wegfall der jetzigen Zölle auf Vieh, Getreide, Hopfen, Holz, Wein; Weinmaische und Weintrauben die bayerische Land­ wirtschaft aufs empfindlichste treffen und ihr zugunsten eines allgemein-deutschen Interesses unverhältnismäßig Opfer auferlegen."’</p>
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          <p>Weber, Ludwig Friedl, Joh. Stangl, WM Greibing, Ludwig Stöckl, Lorenz Gabelsber­ ger, Franz Dierl, Max Simmelbauer, Joses Kloiber und Mich. Müller, den Landstupmmännern Josef Ostenried, Alois Buchbauer, Wolsgang Baumann, Georg Hackl, Mich. Fuchst Anton Schmiedbauer, Franz Lallinger, Georg Edlfürtner, Ludwig Kaiser, Joh. Aman, Lo­ renz Schneider, Gotthard Hirsch, Leonhard Memminger, Franz Eder, Josef Pongratz, Ed. Erhardt, Paul Brunner, Josef Riemböck' Gg. Oswald, Heinrich Aidenberger, Ldw. Mandl, und Heinrich Stümps das Militärverdiensttreuz 3. Klasse mit Schwertern verliehen.</p>
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          <p>zeitgemäß seien. Bei anderen städtischem Be­ trieben hätte er sie ganz in der Ordimmg. Dort müsse den Betriebsleitern eine gewisse Bewegungsfreiheit gewahrt werden, wenn sie auch auf ein gewisses Maß. beschränkt bleibe. Er müsse heute bei vielen Positionen' wegen bis 30 Mark Ueberschreitungen Nachgenehmi­ gung fordern. Das finde er als Kaufmann und Ingenieur übertrieben. Deshalb ersuche er, daß diesen Kassenvorschriften ein Zusatz beigefügt werde, der den industriellen Betrie­ ben der Stadt eine Erleichterung schaffe. Die Stadt müsse auch rasch und schnell arbeiten, besonders in ihren Betriebmr, und mit ge­ ringem BeamtenMiaterial. Ueberall ertöne der Notschrei, daß wir zu viel Beamte haben. Durch diese Vorschriften werden die Beamten nicht weniger. Wenn den Leitern mehr Be­ wegungsfreiheit gewährt werde, könnten diese auch mehr Beamte einsparen. Er Mache jetzt alles allein und hübe auch noch die Stratzchrbahn zu leiten. Wenn aber Zöpfe verlangt werden, dann müsse er natürlich oft Wichti­ geres liegen lassen, um diese Schreibarbeiten zu erledigen. Herr M.-R. Kohlndorfer schlug vor, der stöbt. Etatskommission den Antrag zur Be­ ratung zu überweisen, ob nicht den städt. Wer­ ken eine Bewegungsfreiheit in dem Sinne zu­ gestanden werden solle, daß sie bis zu ftner bestimmten SuMjrne (in der Diskussion wur­ den 10 Prozent des Etatstitels genannt) Ueber­ schreitungen mit nachheriger Begründung ma­ chen können. Es komme ja auch vor, daß in den industriellen Betrieben oft etwas sehr rasch angeschafft werden müsse, um dadurch größeren Schaden für die Stadt zu verhindern!. Der Antrag Kohlndorser fand hierauf ein­ stimmige Genehmigung.</p>
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          <p>turen bei seiner unzweifelhaften Nierenkrank­ heit bald zu Tode kurierten. Das weitere ist noch in unlverblaßter Erinnerung. Wie Yuan schließlich bhne gefährliche Erschütterung des Riesenreiches die Mandschu-Dhnastie über die Grenze bugsierte, die chinesische Republik schuf und sich zum Präsidenten mit allmählich immer autokratischer bemessenen Vollmlachten wählen ließ. Der Weg zum Thron stand offen, umsomehr, als ein seit mehr als zwei Jahr­ tausenden streng monarchisch regiertes Volk nicht über die Nacht zur alleinseligmachenden Republik bekehrt wird. Und China braucht gerade jetzt eine straffe Hanjd. . .. König Nikitas Gesetzbuch. Die Untertanen König Nikitas sind ein recht eigenwilliges Volk, das in allen Lebens­ verhältnissen mehr aus seine eigene Kraft als auf all das "Geschwätz" vertraut, womit andere Völker ihre "Papierfetzen" (so nennen die Montenegriner die Gesetzbücher) zu füllen Pfle­ gen. Jeder rechtschaffene Montenegriner ver­ abscheut und verhöhnt dieses "Gewäsch" von ganzem Herzen. König Nittta aber, der durch abendländische Unschauungen augenscheinlich bedenklich beeinflußt ist, ließ zum Entsetzen seiner Untertanen ein Gesetzbuch verfassem das zum mindesten ihren größten Exzessen einen Damm entgegensetzen sollte. Ein Studium dieses Gesetzbuches, aus dem das "Svenska Dagbladet" einige bezeichnende Proben mitteilt, gewährt einen interessanten Einblick in die Kulturzu! stände dieses Landes. Paragraph 28 lautet z. B.: "Es ist in Friedenszeiten nicht zulässig, daß eine ganze Bande plündernd über die türkische Grenze dringe. Jedes Verbrechen, das ein Montenegriner im ftemden Lahde begeht, wird gerichtlich ganz ebenso bestraft werden, als wäre es im eigenen Lande ge­ schehen." Im Paragraph 34 heißt es: "Wer einen unschuldigen Montenegriner mit den Füßen stößt oder mit dem Pftifenrohr (!) schlägt, soll 50 Dukaten Buße zahlen. Falls der Angegriffene aber sofort seinen Angreifer tötet, so soll die Sache als abgetan gelten. Tötet jedoch der Angegriffene seinen Angreifer erst nach einer Stunde oder nach einem gantzen Tage, so soll er für vorsätzlichen Mord bestraft werden." Die Blutrache wird in Paragraph 39 näher präzisiert: "Es ist von nun an streng verboten, bei Ausübung der Blutrache an dem Schuldigen auch dessen unschuldigen Bruder zu töten." Paragraph 59 lautet: "Wer einen Dieb während seiner Tat niederschießt, erhält eine Belohnung von 20 Dukaten." Zum Schluß sei noch auf folgendes Verbot des 89. Para­ graphen erwähnt: "Der Brauch bet Frauen und Männern, sich beim Tode eines Familien­ mitgliedes die Haare abzuscheren und das Ge­ sicht zu zerfleischen, um wegen der Trauer so entstellt umherzugehen, ist nicht mehr ge­ stattet."</p>
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          <p>Letzte Posten. Der beschleunigte Rückzug der Entente auf Saloniki. Sd. Gens, 16. Dezember. Laut Meldung Pariser Blätter aus Achen findet der Rückzug der Verbündeten so schnell statt, als es nur der Transport des Kriegsmaterials nach Sa­ loniki gestattet, wo die Errichtung eines be­ festigten Lagers bereits int Gange ist. Falls die Teutschen griechisches Gebiet betreten, glaubt man, daß die griechische Regierung diesen das gleiche Entgegenkommen wie den Verbündeten gewähren "wird. Eine ttetijc Niederlage der serbischen Heeres­ trümmer in Albanien. Sd. Budapest, 16. Dezember. Die ser­ bischen Truppen, die aus Monastir über Ochrida nach Albanien flohen, haben nach einer Sofioter Meldung längs der schwarzen Drina eint neuerliche Niederlage erlitten. Die alba­ nische Bevölkerung schließt sich! in immer grö­ ßeren Massen den bulgarischen Truppen an, so daß für w Italiener in Valona eine ernste Gefahr entsteht. Tie türkisch-bulgarische Flotte bchierrscht das Schwarze Meer. Sd. Berlin, 16. Dezember. Wie die Morgenblätter melden, erfährt man, daß die türkisch-bulgarische Flotte das Schwarze Meer von der russischen Flotte gesäubert hat, sodaß die Türken die Schiffahrt wieder aufnehmen konnten. Streitmacht der Türken. Sd. Berlin, 16. Dezember. Laut "Lok.Anz." werden die Türken in kürzester Zeit über eine Streitmacht von 2 Millionen Mann verfügen. Wie die Pariser "Temps" meldet, wird die eigentliche Tätigkeit der türkischen Armee erst jetzt mit voller Kraft einsetzen.</p>
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          <p>Literarisches. Snlzbacher Kalender. In der deutschen Kalender-Literatur marschieren auch wieder mit ihrem Jahrgang 1916 die weit verbrei­ teten Sulzbacher Kalender aus dem I. E. b. Seidelschen Verlag in Sulzbach (Opf.) mit an der Spitze, vorab der wohk in den allermeisten Amtsstellen, Bureaus aller Art, Ge­ schäften und Familien seit mehr als 75 Jah­ ren als zuverlässiges Nachschlagewerk gerne und viel benützte, große Sulzbacher, der "Voll­ ständige Geschäftskalender". Es würde frei­ lich zu weit führen, dessen vielseitigen und um­ fassenden, Heuer speziell vermehrten Inhalt nach den einzelnen Titteln aufzuführen, aber so viel muß doch auch hier betont werden, daß der Sulzbacher Geschäftskalender — ohlne überflüssigerweise in • untergeordnete Details zu verlieren — über die meisten, heutzutage in Betracht kommenden Fragen kurz und bün­ dig Aufschluß gibt. Wie schon int Vorjahr enthält er insbesondere auch die Bestimmungen über Gehalts- und Pensionsbezüge aller Art einschl. der Kriegsbesoldung (mobiler und im­ mobiler Stellen), eine Zusammenstellung der wichtigsten Taten des 1. Kriegsjahres und 'fit seiner bayerischen Ausgabe die daher'. Aemter und Gerichte sowie die Steuern und einen aus berufenster Feder stammenden, bestinfor'Miertznden Artikel zur Einführung des Unterstütz­ ungswohnsitzes in Bayern. Auch der Sulz­ bacher "Hauskalender", von dem eine Aus­ gabe gleich dem genannten Geschäftskalender einen eigenen Münchener Teil enthält, wird sich ebenso wie der "Terminkalender", der "Kalender für Bürger und Landmann", der (offizielle) "Feuerwehrkalender", dank seines reichen Inhalts gewiß auch diesmal eines gro­ ßen Abnehmerkreises erfreuen — und dies mit Recht. Ob ihrer wahrlich sehr praktischen Ein­ teilung seien noch die aus dem gleichem Ber­ lage stammenden Wanjd- und Merkkalender, sowie die Taschenkalenderchen empfohlen. — Für sehr weite Kreise wird der Hauskalen­ der (Preis 30 Pfg.) schon deshalb gerade im Kriege von besonderem Interesse sein, weil er — wie auch der Kalender für Bürger und Landmann — die "Bayer. Ehrentafel", d. H!. das Namensverzeichnis usw. all jener deutschen Krieger enkhält, die mit der k. daher, gol­ denen oder silbernen Tapferkeitsmedallle aus­ gezeichnet wurden. "TerKrieg 1914—1915 in Wort und Bild" (Deutsches Verlagshaus Bong u. Comp., Ber­ lin W 57, wöchentlich ein Heft zum Preise von je 30 ,Pfg.) Wir finden hier eine interessante Schilderung in den neuesten Heften 54—56 der Vorgänge, bevor der eigentliche Uebergang über die Donau durch österreichisch-ungarische Truppen stattfand, und die Schwierigkeiten, welche vor allen Dingen die Pionier-Abteilunigen zu überwinden hatten, um die Truppen der Verbündeten aus das serbische User über­ zusetzen. WDaran schließen sich weitere inte­ ressante Artikel wie "Die englischen und fran­ zösischen Truppenlandungen in Saloniki" ». a. Daß auch hier ein reicher Bilderschmuck nicht fehlt, brauchen wir wohl nicht besonders her­ vorzuheben. Ehronik des Teutschen Krieges. Nach amtlichen Berichten und zeitgenössischen Kund­ gebungen. Fünfter Band: Von Anfang Mäi bis Mitte Juni 1915. 513 Seiten Text mit 8 Bildnissen und 3 Mätt^en. C. H. Becksche Verlagsbuchhandlung Oskar Beck in München. Preis gebunden 2,80 Mark. Wiederholt ist von uns schon aus diese schmucken, handlichen, mit Bildnissen und Karten ausgestatteten, meist 500 Seiten starken Bände hingewiesen worden. Neben den militärischen Tagesberichten, Kund­ gebungen der deutschen und italienischen Staatsmänner, Auszügen aus dem italieni­ schen Grünbuch, dem österreichischen Rotbuch usw. bemerken wir aber noch hochinteressantes sonstiges wichtiges zeitgeschichtliches Material. Man merke sich die "Chronik" als Weihnachts­ geschenk von dauerndem Werte und billigem Preise. Tvutschje Hetvenhaine entstehen schon in zahlreichen Gemarkungen und sind in einer noch.größeren Anzahl geplant, indem für je­ den Gefallenen aus der betreffenden Gemeinde eine Eiche gepflanzt wird, um den Friedens­ baum, die Kaiserlinde, das Ganze mit Gra­ ben und bepflanztem Wall umgeben. Diese lebendigen Denkmäler und Denkmale sollen in ihrer Mitte zugleich einen Platz umschließen, der für Wethefeste der Erinnerung und des Gelöbnisses dient. Die Arbeitsgemeinschaft für Deutschlands Heldenhaine (ehrenamtliche Ar­ beitsstelle Wannsee, Bismarckstraße 5) hat einen Typus für diese Anlagen ausgearbeitet, und in ihrem Umfange hat Willy Lange eine ein­ gehende, reich! mit Abbildungen ausgestattete Schrift als Anleitung herausgegeben, welche unter dem Titel "Deutsche Heldenhaine" durch jede Buchhandlung oder den Kommissionsver­ lag von I. I. Weber, Leipzig, zum Preise von 1,75 Mark (zugunsten der Arbeit an den Heldenhainen) zu beziehen ist. Den zahlrei­ chen Förderern des Gedankens in Stadt und Land wird dadurch! ein vortreffliches, zuverläffiges Hilfsmittel gegeben, um an der Auf­ gabe in ihren Orten selbständig zu wirken, in Anpassung an die örtlichen Bedingungen, z. B. in Anlehnung an vorhandene Wälder, Forste, Hügel, Abhänge, Denkmale und sonst hervorragende historische Plätze. "Wachtfeuer" (Architektur-Verlag "Der Zirkel" G. nt. b. H, Berlin, Wilhelmstr. 48, Preis 20 Pfg.) ist das neueste 62. Heft erschienen. "Die Plastik", illustrierte Zeitschrift für biegesamte Bildhauerei und Bildneret und ihre Be­ ziehungen zu Architektur und Kunstgewerbe. Heraus» gegeben von Alex. Heilmeyer, Bildhauer und Kunst­ schriftsteller, München. Monatlich ein Heft mit acht Kunstdrucktafeln und einem Bogen Text. Preis vierteljährlich 3 Mark. Einzelnes Heft 1.20 Mark. Verlag von Georg D. W. Callwey, München.</p>
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          <p>Inserate.</p>
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          <p>Bekanntmachung. Betreff: Metallenteignung. Die Einwohnerschaft Landshuts wird hiemit ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß in den gestrige» Amtlichen Bekanntmachungen des StadtmaglstratS in § 2 der Vorschriften des stelln. Generalkommandos vom 10. ds. Mts. eine Zusammenstellung jener Metallgegenstände, die der Enteignung unterworfen sind und in § 10 jene Metallwaren, welche der Beschlagnahme nicht unter­ liegen, aufgeführt ist. Landshut den 16. Dezember 1915. Stadtmagistrat Landshut. Der Oberbürgermeister: Marschall, k. Hofrat. 2679 Schwarz.</p>
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          <p>Tages-Uebersicht. Ter Kaiser in Berlin. Der Kaiser ist nach einer längeren Reise zu den Armeen im Befehlsbereich des Generalfeldmarschalls von Hindenburg und einer Besichtigung der Ma­ rineanlagen in Libau zu vorübergehiendem Aufenthalt in Berlin eingetroffen. JmHanptansschusse des Reichstages er­ klärte bei der Beratung des Jnitiativgesetzentwurfes betreffend die Herabsetzung der Al­ tersgrenze in der Reichsversicherungsordnung von 70 auf 65 Jahve Ministerialdirektor Dr. Caspar, der Antrag wolle nur die Leistungen erhöhen, aber nicht die Beiträge. 'Bisher sei es der Grundsatz der Versicherungstechnik ge­ wesen, die Einnahmen und Ausgaben in Ein­ klang zu bringen. Im Kriege sei die Finanz­ lage der Versicherungsträger nicht zu über­ sehen. Eine bessere Versorgung der Witwen und Kinder der Krfeger erscheine dringlicher«. Ter Reichsschatzsekretär führte aus, er wäre erfreut, wenn die Durchführung dieser Reform ohne weiteres möglich wäre. Die für das Reich in Frage kommenden Mehrleistungen seien zwar an sich nicht hoch, bei den hohen Anforderungen aber, die von allen Seiten an .das Reich gestellt würden, erscheine eine Hinausschiebung, vielleicht für zwei Jahre zweckmäßiger. , Wenn der Reichstag gewußt hätte, daß das Jähr 1915 ein Kriegsjahr würde so hätte er wohl damals den Beschluß auf eine Revision gerade im Jahre 1915 nicht gefaßt. . Für 700 000 Mark Heringe an einem Tag. Von einem erstaunlich großen Heringsfang wird dem Svenska Dagbladet aus Gothenburg berichtet: Nach mehreren sehr stürmischen Ta­ gen haben die Fischer an einem Tage einen Fang von ca. 14000 Hektolitern gemacht. Ter Preis für einen Hektoliter betragt 46—49 Kronen, so daß dieser große Heringsfang einen Gesamtwert von ca. 700 000 Kronen repräsen­ tiert. Davon sollen nur 50 Hektoliter imLande verbleiben, während der ganze übrige Fang nach Deutschland exportiert werden soll. Ter gute dumme Michl. Wir lesen in der "Ostschweiz" vom 6. Dez.: Seit mehr als Monatsfrist hat der Transport von Blumen, Rosen, Nelken von der französischen und ita­ lienischen Riviera nach Deutschland und Oester­ reich gewaltigen Umfang angenommen. Täg­ lich treffen mehrere hundert Körbe dieser Blu­ men in Romanshorn ein und werden durch Vermittlung der Speditionshäuser an ihre Be­ stimmung gesandt. Betrügerische Heereslieseranten inJtalien. Nach einer Meldung der "Neuen Züricher Ztg." aus Mailand verurteilte das Kriegsgericht in Verona eine Anzahl betrügerischer Heeresliefe­ ranten zu Gefängnisstrafen. Der Direktor des Kriegskommissariats in Verona, Oberst Basguato wurde auf Anzeige eines gestern ver­ hafteten Lieferanten festgenommen und ins Untersuchungsgefängnis gebracht.</p>
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