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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1915-12-20"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">68. Jahrgang Nr. 345</biblScope>
          <date when="1915-12-20">1915-12-20</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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      <editorialDecl>
        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Vor der Entscheidung Griechenlands. Fliegerangriffe anf Metz. — Der kleine Kreuzer "Bremen" verloren. — Unsere Flotte anf der Suche nach dem Feind. — Weiteres Vordringen in Montenegro. — Die Verluste der Engländer und Franzose« in Mazedonien: 37000 Mann gefallen. — Türkische Erfolge in Mesopotamien. Im Westen scheint es, als ob Frankreich; 1 nur noch von seiner Luftflotte etwas erhofft. Tenn nach einer kühnen Initiative zu Lande h!ält man vergeblich Ausschau, und die große Offensive, die in den letzte^ Wochen wieder­ holt angekündigt wurde, scheint einstweilen den Winterschlaf angetreten zu haben. Da­ gegen entfaltet die Luftflotte seit einigen Ta­ gen eine auffallend lebhafte Tätigkeit, die aller­ dings zu den Erfolgen, die sie erzielt, in gar keinem Verhältnis steht. Das wird aber in den französischen Berichten nie zugegeben: es wird vielmehr tmjmfer von wertvollen Er­ rungenschaften gefabelt, die unsre Heereslefitung fast regelmäßig in Abrede zu stellen ge­ nötigt ist. An den letzten beiden Tagen haben die französischen Flieger Metz einen Besuchs abgestattet, durch den allerdings nur das dor­ tige Museum und andere Gebäude beschädigt wurden. Im Osten hat sich die Zahl der gefan­ genen Russen am Miadziolsee auf 235 er­ hob Sonst gab es nur kleinere Vorpostenge­ fechte. dmfre Motte hat leider einen Verlust zu verzeichnen. Der kleine Kreuzer "Bremen", der sich in der äußersten Ostsee auf Vorposten gegen den Feind befand, wurde dort durch ein feindliches U-Boot angeschossen. Der Kreu­ zer, der aus dem Jähre 1908 stamsmlte, hatte ÄLöö Tonnen Wasserverdrängung und 23,2 Knoten Geschwindigkeit und zehn 10,5-Zentimeter-Geschütze. Glücklicherweise konnte bet größte Teil der 305 Mann betragenden Be­ satzung gerettet werden. In der Nordsee such­ ten in den letzten Tagen der Vorwoche Streitkräfte unsrer Flotte die Schiffe des Feindes, ober alles Suchen war vergebens. An der italienischen Front machten die tJaliener nur - vereinzelte vergebliche Vor­ stöße. In Montenegro ist das Gebiet nvrdwesblich von der Tara abwärts von Mojkovac vom Feinde gesäubert. Da Mojkovac an der Stelle der Tara liegt, in der der Fluß aus nörd­ licher Richtung in die nordwestliche umbiegt, bedeutet das, daß heute im ganzen nördlichen Zipfel Montenegros, soweit er früher zumj Sandschak gehörte, kein Feind mehr steht und die Montenegriner völlig über die Tara hin­ über nach Altmontenegro zurückgedrängt wor­ den sind. Nur der montenegrinische Teil des Sandschak, der im Osten der Tara zwischen die­ ser und dem Lim Hegt, ist zwch von beW Montenegrinern besetzt, die die Verteidigung dieser Front allerdings in der Hauptsache den aus Serbien geflüchteten serbischen Truppen überlassen zu haben scheinen. Wenigstens wird gemeldet, daß unter den bei der Erstürmung von Bijelopolje gemachten 1950 Gefangenen, zu denen sich gestern noch 700 gesellten, nur eine ganz geringe Zahl von Montenegrinern gewesensei. Stärker dürften die Montenegri­ ner unter den 13500 Gefangenen vertreten sein, die in den !letzten&gt; 5 Tagen der Armee Koeveß nördlich von der Tara in die Hände fie­ len, obwohl auch hier sicherlich die Mehrheit auf die Serben entfallen bürgte. i Die Montenegriner haben, das Beispiel ihrer Bundesgenossen befolgend, Ergebung vor­ täuschend, sich! zu den österreichischen Stel­ lungen begeben und diese plötzlich mit Hand­ granaten beworfen. Die Strafe folgte der Tat auf dem Fuße. Die Türken setzten ihre Angriffe auf die englischen Stellungen bei Kut et Amara mit Erfolg fort. An den Dardanellen gab es nur Artillerie- und Minenkämpfe, bet denen die Türken einen feindlichen Schlepper versenkten.</p>
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          <p>Bericht des deutschen Hauptquartiers. WTB. Berlin, 18. Dezember, mittags. (Große- Hauptquartier.)</p>
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          <p>Westlicher Kriegsschauplatz. Keine wesentlichen Ereignisse. Auf Metz wurde ein feindlicher Fliegeran­ griff ausgeführt, bei dem das stöbt. Museum schwer beschädigt wurde, sonst aber kein Scha­ den angerichtet wurde.</p>
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          <p>Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Zahl der zwffchen Narosz- und Miadciol-See eingebrachten Gefangenen hat sich! ans 2 Offiziere und 235 Mann erhöht. Die Lage ist an der ganzen Front unversändert. Es fanden nur kleine Patrouillen­ gefechte statt. Balkankriegsscharchlatz. Beim Kampfe ustns Bijelopolje wurden As ganzen , . ! MM» W»«». f _ ; darunter eine geringe Zähl Montenegriner, gefangen. Das Gebiet nordöstlich- der Tara, abwärts von Mojkovase, ist vom Feinde gesäubert. Den österreichisch-ungarischen Truppen sind bei den erfolgreichen Kämpfen der, letz­ ten fünf Tage in dieser Gegend 13500 Gefangene i , 1 in die Hände gefallen. Oberste Heeresleitung. WTB. Berlin, 19. Dezember, mittags. (Großes Hauptquartier).</p>
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          <p>Westlicher Kriegsschauplatz. Von der Front sind keine Ereignisse von Bedeutung zü berichten. Metz wurde nachts von feindlichen Flie­ gern angegriffen; es wurde nur Sachschaden angerichtet.</p>
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          <p>Oestlicher Kriegsschauplatz. Kleinere russische Abteilungen, die an ver­ schiedenen Stellen gegen unsre Linien vorfühl­ ten, wurden abgewiesen. Balkan-Kriegsschauplatz. Bei Mojkovac und Bijelopolje sind er­ neut etwa ' 700 Serben und Montenegriner gefangen genommen worden. 1 Oberste Heeresleitung.</p>
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          <p>Vom östlichen Kriegsschauplatz. Ans Rußlaub. Ein Schwede, der von einer Reise aus Rußland zurückgekehrt ist, berichtet, daß die Not in Rußland sehr groß sei. Die Anzahl der Flüchtlinge in den Strädten sei ganz un­ geheuer. Moskau soll jetzt eine MillionMenschen mehr als gewöhnlich! beherbergen, aber das sei noch gar nichts gegen die Unmassen armer- Flüchtlinge, die kein Dach! über dem Haupt hätten, und unter unsäglichen Leiden weiter wandern, ihre toten Kinder in den Grä­ ben der Landstraße begraben. In keinem an­ deren Lande wäre es möglich, daß das Volk auch nur annähernd mit einem solchenGleichinmte sein Unglück ertragen würde, wie hier die Armen Rußlands, die es nicht gewohüt seien, von Gott oder ihrem Väterchen etwas zu verlangen. Ueber die Waffenvorräte heißt es, daß für die Soldaten, die in Petersburg ausgebil­ det würden, kaum noch welche vorhanden seien. (Z.)</p>
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          <p>Der Krieg mit Italien. Planmäßige Beschießung eines Spitals bei Görz. Aus dem k. u. -8, Kriegspressequartier wird gemeldet: Das Reservespital, das sich bis zur Beschießung am 25. und 26. im Zen­ trum der Stadt Görz befand, wurde damals auf einen Hügel ostwärts der Stadt verlegt und durch Genfer Flaggen von riesiger Größe kenntlich gemacht. Am 13. Dezember began­ nen feindliche Artilleriegeschosfe in der Um­ gebung des Spitals einzuschlagen. Die Ein­ schläge näherten sich! dem Spital imimier wehr, bis um 11 Uhr 30 Min. vormittags die erste Granate in den Operationssaal eindrang, einen Sanitätsunteroffizier sowie einen Sanitätssol­ daten tötete und zwei Soldaten schwer ver­ letzte. Der Saal wurde vollständig zertrüm­ mert. Kurz darauf erhielt der Turm des Ge­ bäudes mit dem Wasserreservoir drei Treffer. Tie Küche, der Offiziersraum und ein Kran­ kensaal erhielten ebenfalls je einen Treffer. Der Le iter des Spitals ordnete den "Abtrans­ port beer Verwundeten an. Aber auch der Transport wurde von den Italienern unter Feuer genommen. Es ist nur einebni glücklichen Zufall zu verdanken, daß dieser die meuch!lerischste und niedrigste Brutalität übertrefsende Uebersall keine größeren Opfer forderte Das ganze Personal hat einstimmig protokolla­ risch ausgesagt, daß die Beschießung der An­ stalt keinem Zufall zuzuschreiben ist, sondern Mit Absicht und planmäßig durchgeführt wurde. Schließlich! sei festgestellt, daß sich in der Nähe des Spitals weder Batterien noch militärische Magazine oder Truppenunterkünfte befänden, durch die die Beschießung allenfalls zu rechtI fertigen wäre.</p>
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          <p>einen wirklichen Deutschenfreund antrifft. In dem Stä-dtchen K. hatten unsre Truppen jüngst rrHelegenheft, solch einen Weißen Raben tzu beobachten, der gute Mann verschmähte die Fjriedsertjlgkeitsbinbe, seiner Landsleute und griff zu einem viel wirksameren Mittel, sich als den tsch- fre u n dl ich,er Bürger kenntlich zu machen. Hatte er doch aus einer deutschen Feldpostkarte das schwarz-weiß-rot umränderte Bildnis Kaiser Wilhelms herausgeschnitten und sich dieses in der Herzgegend an seinen schmuttzigen Kittel geheftet. Also geschmückt stoüzierte er durch die Straßen und erblickte offene bar seine "Aufgabe darin, den deutschen Sol­ daten mit lebhaften Gesten seinen politischen Standpunkt klar zu machen. "Wenn er un­ sere Krieger in einer Gruppe beisammen stehen sah, trat er mit freundschaftlichem Gruß hin­ zu. Er pflegte dann an seine bildgeschmückte Brust zu schlagen und radebrechte: "Kaiser deutsches — guter Mann, sehr guter Mann! Peter — schlechter Mann!" Und zur Ergötzung aller machte er bei diesen Worten die nicht mißzufterstehende Gebärde des Henkens. . J &lt;kz.)</p>
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          <p>Die Türkei im Kriege. Sier türkische Bericht. Konstantinopel, 18. Dezember. Das Hauptquartier teilt mit: An der Jrakfront fahren unsre Truppen fort. Verteidigungswerke aller Art vor bey feindlichen Hauptstellung bei Kut el Amara zu zerstören. Unsre schwere Artillerie beschießt wirksam die Schützengräben und andre Ein­ richtungen des Feindes bei Kut et Amara. Ter Feind benutzt aufs neue Dumt-Dumi-Geschosse. An der Kaukasusftont hat sich außer Scharmützeln zwischen Patrouillen nichts er­ eignet. An der Dardanellenfront bei Anaforta beiderseits zeitweise ununterbrochenes Geschützfeuer. Von zwei vom Feinde entzündeten Mi­ nen zerstörte eine durch Rückschlag feindliche Schützengräben, die zweite verursachte keinen Schaden bei uns. Unsre Patrouillen erbeu­ teten in den feindlichen Schützengräben eine Menge von Bajonetten, Geschoßen und ver­ schiedenes Kriegsmaterial. Bei Art Burun schleuderte der Feind gegen unsren rechten Flügel eine große Menge von Bomben. Ein Kreuzer und drei gepanzerte Monitore und Landgeschütze schlossen eine Zeitlang in ver­ schiedener Richtung. Unsre Artillerie antwor­ tete in wirksamer Weise. Bei Sedd il Bähir versenkte unsre Artillerie an der Meerenge ant 17. ds. nachmittags einen der beiden Schlepper, die Material und Mannschaften lan­ deten. Die Landung wurde unterbrochen. Un­ sere Landartillerie richtete auf dem rechten und linken Flügel Verwüstungen in den feindlichen Schützengräben an. Ihre Bombeneinschläge brachten die feindlichen Batterien zum Schwei­ gen. Ein Kreuzer und ein Mpnitor, welche die Umgebung von Altschi Tepe beschossen, richteten keinen Schaden an. Tie tür kischen Erfolg» #m Tigris. Konstantinop el, 19. Dezember. Ein Telegramm aus Bagdad weidet: Von zwei englischen Monitoren, welche die türkische Be­ lagerungslinie um Kut el Amara zu bur# brechen versuchten, wurde einer versenkt, der andere zur Rückkehr gezwungen. Die 'Ver­ luste der Engländer während der letzten tür­ kischen Angriffe wurden auf 1000 Mann ge­ schätzt.</p>
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          <p>Der Krieg mit England. Pen mit vier Geschützen sind vor kurzem zu den Senussi übergetreten. (Z.) zu Frcnchs Abberufung. Die Nachrufe in der englischen Presse für French sind sehr höflich!, 'verraten aber kein tieferes Bedauern über den Abgang. Natür­ lich wird an der Fiktion festgehaltn, daß Ge­ sundheitsgründe das Entlassungsgesnch veran­ laßt hätten. Ueber den Charakter seines neuen Postens herrscht noch&gt; Unklarheit. Haigs Er­ nennung wird fteundlich, aber ohne Begei­ sterung begründet. Neben ihm käme nur Sir William Robertson in Frage. (Z.) Opposition im Oberhiause. Die Unzufriedenheit mit der englischen' Regierung machte sich! gestern Lust durch den erneuten heftigen "Angriff aus das dänische Handelsabkommen int Oberhaus. Verschiedene einflußreiche Lords, darunter drei liberale ftchhere Minister, beschuldigten das Ministerium des Auswärtigen, daß es die Blockade nichtig mache. Der Angriff wird heut« fortgesetzt, trotzdem Lord Lansdowne ihn als sehr schäd­ lich bezeichnete und endgültig erklärte, dieRegierung werde de der Geheimhaltung des Ab­ kommens festhalten. (Z.) Tie Sperrung des Suezkanals. Die D. Tgsztg. meldet aus dem Haag: Die bevorstehende Sperrung des Suezkanals, die nunmehr sicher erwartet wird, rief in Lon­ don einen ungeheuren Eindruck hervor. Man erblickt darin ein ernstes Anzeichen für die Gefahr, die dem Suezkanal droht. Zwar gab Kitchener optimistische Aufschlüsse über denVerteidigungszustand des Kanals. Trotzdem aber herrscht in allen Kreisen große Beunrühigung. Noch kürzlich! hielt man in London den deutsch­ türkischen Feldzug gegen Aegypten für einen Muff. (Z.) Tie Stimmung in Aegypten. Die Mrung in Aegypten ist in stetem Wachsen. 300 Mann englisch-ägyptischerTrup-</p>
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          <p>Der Krieg zur See. Kleiner Krenzer "Bremen" versenkt. WTB. Berlin, 18. Dez. Am 17. De­ zember nachmittags wurde S. M. kleiner Kren­ zer "Bremen" und eines seiner Begleit-Torpe° doboote in der östlichen Ostsee durch! U-Bootsiangrifs zum Sinken gebracht. Ein erheblicher Teil der Besatzung wurde gerettet. Unsre Flotte auf der Suche »ach! dem Feind. WTB. Berlin, 19. DezemberH Teile unsrer Flotte suchten in der letzten Woche die Nordsee nach dem Feinde ab und kreuz­ ten dann zur Ueberwachung des Handels am 17. und 18. Dezember im Skagerackl. Hierjbei wurden 52 Schiffe untersucht, 1 Dampfer mit Bannware aufgebracht. Während der gan­ zen Zeit ließen sich englische Seestreitkjräfts nirgends sehen. ' Der Chef des Admiralstabes der Marine. Gesunkener Hilfskreuzer. ' 1 Ber lin, 19. Dezember. Wie wir best: Zeitung ,Hestia" in Athen vom 27. Novem­ ber entnehmen, lief nach einem Telegrawws der griechischen Behörden aus Kreta an die griechische Regierung bei der Insel Granta, Bezirk Leontzthhi aus Kreta, ein englischer Hilfskreuzer, der zur Verfolgung der Unter­ seeboote verwendet wurde, auf eine Klippe. Das Schiff wurde seinem Schicksal überlassen, nachdem sich englische Kreuzer vergeblich be­ müht hatten, das Schiff flott zu machen.</p>
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          <p>die Weiße Flagge gehißt, und zwischen 4 und 5 Uhr nachmittags kamen die ersten Engländer an Land. Zwei Tage später beraubte das englischeKommando die Teutschen in Duala Mit List ihrer körperlichen Freiheit. "Ich selbst", schreibt der Missionär Stähl in seinem interessanten Bericht, "komme Mir beim Rück­ blick auf jenen 28. September wie blind bor. Ich hatte mir nämlich unsere Lage und das Verhalten der Engländer uns gegenüber nach der Besitzergreifung Dualas etwa folgender­ maßen vorgestellt: Die Sieger werden nicht nur sofort für Ruhe und Ordnung und für ge­ nügenden Schutz sorgen, sondern werden auch angesichts unserer numerischen Schwäche uns nicht anders denn großmütig, "gentlemanlike" und mit aller "Rücksicht behandeln, schon um Unserer gemeinsamen Hautfarbe willen, so daß den Eingeborenen die Kriegführung der Wei­ ßen gewissermaßen imponieren mvß. Man wird uns selbstverständlich in keiner Weise hin­ dern, unserer Misslonsarbeit in Schule und Gemeinde und auf den zahlreichen Außenstationen nachzugehen und die Leute wieder zu sam­ meln, so daß in kurzer 'Zeit auch in dieser Hinsicht Ordnung wiederhergestellt sein wird. Aber schon am nächsten Tage sollten der Misstnär und seine Landsleute erkennen, was die "Engländer — einst das erste Bibel- und Mifsionsvolk — heute sind: "Im Laufe des 'Vor­ mittags ging das Gerücht durch! die Stadt, es sollen sich alle Deutschen zwecks Feststellung ihrer Personalien im Regierungshospital mel­ den. Ich ging gegen mittags durch einiqeStraßen der Stadt, wobei mir auffiel, daß fast kein Teutscher mehr zu sehen war. Gegen 3 Uhr ging mein Stationsgenosse, Missionar Walt­ her, in den Hospitalhof, um sich zu melden. Aber er kam nicht wieder, sondern schickte mir durch einen Jungen ein paar flüchtig ge­ schriebene Abschiedsworte. Immer noch, hielt ich es für ganz ausgeschlossen, daß man uns Zivilpersonen von Duala wegführen werde. Um aber Näheres über die Lage zu erführen, mach­ ten meine Frau und ich uns auf den Weg zum nahen Regierungshospital. Ich bat einen Engländer um Aufschluß über unsere angeb­ liche Meldepflicht. Der erwiderte, wir hät­ ten durchaus nichts zu befürchten, wir' hät­ ten nur unsere Namen anzugeben, dann könn­ ten wir wieder nach Hause gehen." Ohne Ver­ dacht zu schöpfen, schritten der Missionar und seine Frau durch die Bajonette der zählreichen schwarzen Wachen zum Hoftor hinein, um ihre Meldung zu machen. "Aber wozu sind hier so viele unserer Landsleute versammelt? Und wo­ zu stehen auch hier drinnen im Hof so viele schwarze Soldaten mit aufgepflanzten Seiten­ gewehren? Jetzt erst steigt ein leichter Ver­ dacht in mir auf, daß man uns äM Ende doch! anders als "gentlemanlike" behändeln könnte. Aber nein, das ist nicht möglich! Jmimierhin halte ichs für ratsam, mit jm'emer Frau zuch Tor hinauszugehen, so lange es noch Zeit ist. Nun erst werden mir endlich die Augen geöffnet: Während uns nämlich beim Herein­ gehen die Soldaten völlig ignoriert hatten, fassen sie uns beim Hinausgehenwollen an den Armen, und einer droht mir, jMich nieder­ zuschießen, wenn ich noch einen Schritt weiter gehe. Keine Beschwerde, kein Bitten hilft. Ein englischer Offizier hört uns zwar an, zuckt aber nur die Achseln. Inzwischen kommen schwarze Wachen und stellen uns Deutsche alle inMarsch!reihen auf. Alles ist in großer Aufregung. Ge­ schäftig eilen englische Unteroffiziere mit der Peitsche unter dem Arm hin und her. Mit hilflosen Blicken irren einige deutsche Frauen an den Reihen der Männer auf und ab. Schwarze Hausjungen stehen weinend, oder auch starr und erstaunt blickend, abseits; eini­ gen gelingt es, ihren Herren wenigstens noch ein Paketchen mit Leibwäsche in unsere Reihen hereinzubieten. Die meisten von uns aber ha­ ben nichts; als was sie auf dem Leibe tra­ gen; man hatte uns schmählich! in eine Falle ge­ lockt."</p>
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          <p>dinärster Schimpfreden, unter denen das ste­ reotype "damned dutshman" noch das mil­ deste war. Noch schlimmer als das wär, der Fuselgeruch, den der Betrunkene ausströmte^ und das Schnarchen, Ausstößen und die son­ stigen ordinären Manieren, die die niedrige Herkunft des rüden Burschen bezeugten. Da erforderte es denn einen hohen Grad von Selbstbeherrschung und Selbstverleugnung, still neben dem Unhold zu liegen, von Ekel und dem Gefühle der Erniedrigung überwältigt. Wenn Viktor gelben bisher geglaubt hatte, Schlimmeres, als er bereits in Amerika erlebt) Dünne ihn nicht mehr betreffen, so sah e!v nun, daß er sich geirrt hatte, und daß es noch etwas Schwereres gab als Hunger und Obdach«losigkeit. Diese schlaflosen Nächte in der unmittel­ baren Nähe des widerlichen Trunkenboldes waren die schwersten Stunden im beshirigen Leben des Exstudenten, und statt im stärken­ den Schlummer für den kommenden, arbeitsvollen Tag neue Kräfte zu suchen, stöhnte er seine Seufzer, seine ohnmächtige Empö­ rung in die Kiffen hinein. In diesem Einerlei einer körperlich schwe­ ren, ungewohnten, geistig abstumpfenden Tä­ tigkeit und der täglichen Brutlffierung seines Wo- und ReinvichkeitsgeftihlS, der chm ffch licher Kauz, der seinen Gehilfen mit großer Geduld unterwies und nicht viel Aufhebens machte, wenn der Unerfahrene einmal etwas verdarb. ’ gelben alias Schmidt empfand es deshalb auch nicht unangenehm, daß ihn der Meister der Einfachheit wegen und nach der Landessitte einfach beim Vornamen —Char­ les — rief. Ungleich schwerer war es zu ertragen, daß er seine Kammer oben unter dem Dache des Hotels mit eineht anderen Ho­ telangestellten, einem Irländer, teilen mußte; die Kammer nicht nur; sondern auch daszweischläftige Bett, das fast den ganzen Raum einnahm. Immerhin hatte auch das seinen Vorteil; denn der SohU der grünen Insel sprach nur englisch und so hatte Charles Schmidt täglich Gelegenh!eit, sichi im Gebrauche des frembtn Idioms zu üben, u|mf so mjehr/ als sich Patrick, wenn er nicht gerade sinn­ los betrunken war, sehr geschwätzig erwies. Leider war der vom allzu reichlichen Alkohvkverbrauche erzeugte mehr oder minder un­ zurechnungsfähige Zustand bei dem Irländer fast die Regel, und sobald er einen Rausch hatte, zeigte sich der sonst so harmlose, mit­ teilsame Mansch von seiner unangenehmsten Seite. Er "wurde roh und streitsüchtig, Und wenn ihn der Schlafkamerad zur Ruhe ver­ wies^ ergoß sich fein Aergev in einer Wut or­ : geborenen und anerzogenen Begriffe von An1 stand und Lebensart, waren die allwöchenh| liehen Zusammenkünfte mit seinen KomwiliI tonen das Labsal, das der verschmachtenden Seele neue Impulse gab, neue Kraft zu wei­ terem Dulden und Ausharren. Ihm zuliebe hatten die Herren ihre Sonnabend-Kneipabende aus Frederik Nagels Lokal in eine deutsch-amerikanische Wirtschaft verlegt, und so war es gelben ermöglicht, sich im Kreise seiner ehemaligen Standesgenossen wieder als gesitteter Mensch zu fühlen und sich nach den moralischen Mißhandlungen der Woche geisfljig und seelisch wieder aufzurichten. Hier und da, wenn er glaubte ,das. was ihm seine Lage an Selbstverleugnung auferlegte, nicht Mehr ertragen zu können), trat die Versuchung von neuem an ihn heran, dem JamiMer mit einem Male ein Ende zu Machen. Ob er an seinen Onkel in der Hei­ mat schrieb und um die Mittel bat, wieder zurückzukehren, um als Beamter ein tüchtiges' urbeitsfrohes Mitglied der Gesellschaft zu wer­ den. Denn seinen Hochmut von ehedem hatte er Engst bitter bereut. Oder ob er sich! nicht doch an Mister Pemberton wandte und um feine Hilfe bat?. Aber er konnte sich doch weder zu dem einen noch zu dem anderen entschließ«!. j ( j (Forts, folgt.) _ . : , J</p>
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          <p>Tages-Uebersicht. Ter neue Zehn-MilliarveMKredit. Der Reichsschatzsekretär beantragte bekanntlich beim Reichstage die Bewilligüng eines weiterenKredits von zehn Milliarden. Im Anschluß hier­ an wurde vielfach im Publikum die Meinung verbreitet, daß der Genehmigung des Kre­ dits durch den Reichstag alsbald die Aus­ gabe einer neuen Kriegsanleihe folge. In der Presse wurde zwar die Auffassung bereits wi­ derlegt. Es erscheint indes angezeigt, noch!mals hinzuweisen, dajß der Reichsschatzsekreitär im Reichstage mit voller Deutlichkeit er­ klärte, vor März nächsten Jahres sei keinesfalls die Ausgabe einer weiteren Kriegsanleihe zu erwarten. Auf Grund der für die bisherigen Kriegsanleihen festgesetzten Emissionsbedingun­ gen läßt sich aus dieser Erklärung folgern, daß wenn im neuen Jahre eine weitere An­ leihe auf den Markt kommt, die Einzahlungen darauf nicht vor April zu leisten sein wür­ den.</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Tas Kardinalbarett setzte gestern König Ludwig dem neuen Kurienkardinal, apostoli­ schen Pro-Nuntius Frsühwirt in der Aller­ heiligen-Hofkirche in München auf. An der Feier nähmen Kardinal-Erzbischof Dr. v. Bettinger, die Staatsminister, die übrigen Hof­ chargen, djas diplomatische Korps u. et. leil. Auch Königin Therese und die Prinzessinnen waren erschienen. Nach! der Zeremonie fand in den Reichen Zimmern der K. Residenz Hoftafel statt. ( Boin Staatsschuldbnch!. Am 1. Dezember 8 1915 bezifferten die Eintragungen in das Bah. Staatsschuldbuch! 366,7 Millionen Mark. Von der vierprozenNgen Schuld sind 97,9 Mil­ lionen Mark, von der dreieinhalb prozenti!gen. 263 Millionen Mark und von der 3prwzentigen 5,8 Millionen Mark eingetragen. Die Buchschuld beträgt jetzt 16,50 Prozent der ein­ tragungsfähigen Staatsschuld. Einfuhr von Rindern und Ziegen aus der Schweiz. Die Einfuhr von Rindern und Zie­ gen aus den schweizerischen Kantonen Frei­ burg, Tessin und Waadt nach Bayern ist vom 20. ds. Mts. ab wieder zugelassen. An der Universität München wurde am Samstag das neue Studienjahr in Gegenwart des Königs mit einer patriotischen Ansprache des Rektors eröffnet. Englischer Hopfen sollte nach! einer Be­ hauptung des Abgeordneten Schlittenbauer im Landtag in der letzten Zeit nach Belgien ein­ geführt worden sein. Er stützte sich hiebei auf eine Mitteilung der Münchener Zeitung. Diese I Behauptung wird auf Grund authentischer Jnj formattonen, wie ja sofort anzunehmen war, nunmehr als völlig falsch erklärt. Tie Bürgerrech tsgebühr in Würzburg, die bish'er 25 Mark betragen hatte, wurde für Reichsangehörige, welche Anspruch auf Bür­ gerrechtsverleihung besitzen auf 10 Mark, für Reichsangehörige ohne solchen Anspruch auf 50 Mark, für Ausländer auf 100 Mark festge­ setzt. Auf diese Gebühven wird eine dort be­ zahlte. Heimatgebühr angerechnet. Wer voll­ jährig fünf Jahre in Würzburg gewohnt und Umlagen bezahlt hat, erhält das Bürgerrecht gebührenfrei, ebenso alle Kriegsteilnehmer und außerdem Mitglieder der Freiw. Feuerwehr und Freiw. Sanitätskolonne nach zweijähriger Dienstzeit. Verhafteter Postanweisungsdieb. JnNürnberg wurde ein 37jähriger Postsekretär aus Würzburg verhaftet, der unter dem Namen eines Oberleutnants von Metzler sich mehrere Postanweisungsschwindeleien zu Schulden hatte kommen lassen. Tmrchgebrannt ist der 16 Jahre alte Sohn eines Geschäftsmannes in Fürstenfeldbruck mit einem gleichaltrigen Mädchen, (gr nahm die Ersparnisse seines Vaters mit 2340 Mark mit. Das Pärchen konnte noch nicht ermittelt Weh­ den. !</p>
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          <p>Hartmannschen Stiftung (22.50 Mark) wird wieder vorgenommen. Der Magistrat über­ wies die Angelegenheit in seiner letzten Sitzung einer Spezialkommission. —* Liegen geblieben ist gestern abends ein pensionierter Eisenbahner, der dem Al­ kohol allzusehr zugesprochen hatte, in der obe­ ren Altstadt. Passanten veranlaßten seine Ver­ bringung in seine Wohnung. —• Diebstähle. In hiesigen Geschäften wurden gestern von noch unbekannten Die­ ben Schaukästen erbrochen und daraus Waren entwendet. In einem anderen Geschäfte wur­ den von den vor dem Laden ausgelegten Wa­ ren einige Gegenstände gestohlen. —^ Der W och en m arkt dieser Woche wird — wie immer — am! Freitag (Hl. Abend) abge­ halten. Das &gt;hier verbreitete Gerücht von einer Verlegung des Marktes entspricht daher nicht der Wahrheit. —* D e r g estrig e Sonntag brachte uns die Andauer der kühlen Temperatur zur Freude der Wintersportsfteunde. Leider fehlt der Rodelbahn das Hauptelement, um sie be­ triebsfähig zu machen, sodaß die Rodler und Rodlerinnen vorläufig nicht aus ihre Rechlnung kamen. —Der goldene Sonntag brachte ge­ stern unsrer Geschäftswelt erhöhte Tätigkeit. Auch von der Umgebung war ein verstärkter Zustrom zu verzeichnen. Wenn auch! der "gol­ dene Sonntag" seinen Vorgängern in Frie­ denszeiten sich nicht gleichstellen konnte, so war doch in den meisten Geschäften das Er­ gebnis ein annehmbares. — s Die Eisbahnen hatten gestern Hoch­ betrieb. Ueberall tummelten sich smuntere Schlittschuhläufer und -läuferinnen und übten sich in ihrer Kunst. Auch&gt; die Eisschützen ob­ lagen mit Eifer und Hingebung ihrem müskelstärkenden Sport. Die Marien an stakt L andshut hat für die Weihnachtsspiele folgende Tage ange­ setzt: 24. Dezember nachm, halb 3 Uhr; 26.' Dezember nachm. 2 und 4 Uhr; 1. Januar nachm. 3 Uhr; 2. Januar nachm. 3 Uhr, wo­ zu die verehr!. Mitglieder und Wohltäter des Vereins fteundlichst eingeladen werden. —* Eine Weihnachtsfeier wurde ge­ stern nachmittags vom Erziehungsinstitüt der Ursulinen hier für&gt; die Verwundeten veran­ staltet. Ein auswahlreiches Programm ließ Musikalische und deklamatorische Darbietungen in rascher Folge vorübergehen. Herr Insti­ tutsdirektor Numberger hielt eine begeisternde patriotische Ansprache, in der er besonders! die Verwundeten begrüßte, die zahlreich er­ schienen waren und ihnen für ihre Opfer, die sie dem Vaterlande bringen mußten, den Dank unsres Volkes zum Ausdruck brachte. Jedem der Verwundeten wurde sodann eine kleine Weihnachtsgabe überreicht. Der dreistimmige Chor: "Sei gegrüßt, lieb' Friedensfürst", schloß die schön verlaufene Verunstaltung. —* Der Kath. Frauenbund veranstal­ tet am Donnerstag, den 23. Dezember tot! Uri sulinensaale nachmittags halb 3 Uhr eine Weih­ nachtsbescherung für die Kriegerwaisen. Dank der Opferwilligkeit der Mitglieder und des Fleißes des Arbeitszirkels ist es dem Frauen­ bund möglich, sämtlichen Kindern der für das Vaterland Gefallenen eine WeihNachtsfteude zu bereiten. Zur Feier, die im Rahmen eines schlichten Familienfestes stattfindet, sind Gäste willkommen. | — 1 * Das Zei tungslesen — eine Pflicht. Zu je l Tag Gefängnis wurden zwei Leute einer kleinen Gemeinde bei Os­ nabrück verurteilt, weil sie entgegen der ver­ fügten Beschlagnahme einige Pfund Schafwolle verkauft hatten. Sie brachten zu ihrer Ver­ teidigung vor, die Verordnung wäre ihnen unbekannt geblieben, da sie in der Gemeinde nicht in der üblichen Weise bekannt gemacht worden ist und sie Zeitungen nicht lesen. Das Gericht glaubte ihinen, erklävtp aber: "Wer jetzt keine Zeitung liest, handelt fahrlässig und kann sich bei Kriegsverordnungen auf Unkennt­ nis, die ihn straffrei machen solle, nicht be­ rufen." Wer nicht außerhalb der Zell leben will, hat sich dies« Pflichterfüllung längst zur Gewohnheit gemacht. Sie ist besonders eine tägliche Aufgabe für den, der im geschäftlichen Leben steht. Lokales. La«d»hut. 20 Dezember. —' Das Eiserne Kreuz wurde dem Pi­ onier, Herrn Carl Krieger, Sohü des Hertzn Bindermeisters Krieger hier, verliehen. —* Den Heldentod für das Vater­ land starb in einem Feldlazarett der Dbstweinkeltereibesitzersso'hn Herr Karl Weinzierl von Berg o. L., Soldat im 15. Jns.-Regt.» Der Verblichene wurde durch, einen Granat­ splitter verletzt. Er starb an den Folgen einer Gehirnhautentzündung. —' Die Wied erwähl des Herrn Rechts­ rat Costa fand nun durch Ministerialentschlie­ ßung auch die Bestätigung des K. Ministeri­ ums des Innern. —' Die Koiegsfürsorgestelle hat an den Magistrat das Ersuchen um Beschaffung eines Vorschußkredites von 65 000 Mark aus der Gemeinde- oder Sparkasse. Der Kredit ist erfUorderlich zur freiwilligen Unterstütz­ ung von Kriegerangehörigen. Die Angele­ genheit wurde vom Magistrat in seiner letz­ ten Sitzung der Sparkasse zur tunlichsten Be­ rücksichtigung überwiesen. —' Die Verteilung der Scharffensteinschen (360 Mary, Gaabschen (100 Mary und</p>
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          <p>Schweinefleisch her Pfund 1,40 Mk. (von der Regierung fest­ gesetzter Höchstpreis). Geringwertige Teile, wie Kopf und Ha­ xen dürfen höchstens 1,10 Mk. per Pfund ko­ sten.</p>
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          <p>der rechten Flanke; Erstürmung der Ortschaften Neuvireuil und Opph. 3. bis 5. Oktober 1914( ' Famponx Erstürmung der Höhen westlich Bailleul-Fampoux, Einnahme von Bailleul 8. bis 10. Oktober 1914: Earench Angriffs- und Abwehrkämpfe im Ver­ bände einer Reserve-Division. 20. bis 24. Oktober 1914: Maison-B tauche Angriff auf befestigte Feldstellung bei la Maison-Blanche. 9. Mai bis 16. Juni 1915: Arras Abwehr des großen englisch-französi­ schen Durchbruchversuchs. Besonders hervorzuheben 9. bis 12. Mai, 16. Juni 1915. Gedenktage. des 2. bayer. Referve-Infanterie-Rkgts. Stab und 1. Bataillon München, 2. Batail­ lon Landshut, 3. Bataillon Passau. 18. August 1914: &lt; Mittcrsheim (Lothringen): Unterstützung des Angriffs eines preuß. Armeekorps auf Lauterfingen. 20. August 1914: St. Johann v. Bassel (Lothringen): Bewegungs-Gefecht, Waldkampf, Er zwingung des Ueberganges über den Saar-Kohlenkanal. i 22. August 1914: Autrepierre (Lothringen) Verfolgungsgefecht, vermutlich! gegen feindliche Heereskavallerie. 24. August 1914: SablaiNvikle-Moniigny Verfolgung als Reserve eines Armee­ korps. 25. August 1914: Meuarmont Verfolgungsgesecht am rechten Flügel des Korps. 26. August bis 2. September 1914: Luneville Verteidigung der Stadt und der Hö­ hen von Herimenil. 3. bis 12. September 1914: Einville Angriffs- und Verteidigungskämpfe westlich Einville. 2. Oktober 1914: Fresnes les Montauban Begegnungsgefecht mit Entwicklung nach</p>
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          <p>Handel und Verkehr. c - München, 18. Dez. (Vieh mar kt.) Bericht vom 13. bis 18. Dezember. Preise per 50 Kilo Lebendgewicht: Ochsen: 1. Qualität 74—78, österr. 00-00, Holland. 00—00, 2. Qual. 69—73, österr. 00—00, holl. 00—00, 3. Qual. 64—68, österr. 00—00, holl. 00—00, 4. Qual. 58—63, österr. 00—00, schweb. 00—00, 5. Qual. 49—57, schweb. 00—00. Bullen: 1. Qual. 63—68, 2. Qual. 57—62,3. Qual. 50—56 ;Küheu. Kalbinnen rl.Qual. 60-73, 2. Qual. 58—67, 3. Qual. 51—67» 4. Qual. 44—50, 5. Qual. 34—43; gering genährtes Jungvieh: 32—49; Kälber: feinste 70—74, mittlere 65—69, geringe 60—64 • Schafe: Stallmastschafe, Mastlämmer und jüngere Masthammel000—000, ältere Masthammel 00—00, mäßig genährte Hammel, gering. Lämmer 000—000; Schweine: Fettschweine über 150 Klgr. 105—128, vollfletfchige von 120 bis 150 Klgr. 108—128, von 100 bis 120 Klgr. 118—000, von 80 bis 100 Klgr. 108—000, dto. unter 80 Klgr.i 93—000, Sauen 100 bis 103, Bratenschweine 78-000 Mk. Preise per 50 Klgr. Schlachtgewicht: Bullen 2. Qual. 00—00, 3. Qual. 00—00, Kälber: feinste 82—86, mittlere 76—81, geringe 68—75; Schafe: Mast­ lämmer und jüngere Masthammel 87—92, ältere Masthammel 00—00, mäßig genährte Hammel und Schafe 00—00; geringere Lämmer und Schaf, 70—86. Schweine: Fettschweine über 150 Klgr. 130—140,vollfleischigevon 120—150Klgr. 132—140von 100 bis 120 Klgr. 130—149,von 80 bis 100 Klgr. 130—135, unter 80 Klgr. 124—000,Sauen 00—00, Bratenschweine 111-000 Mk. Nürnberg, 18. Dez. (Hopfenbericht.) Auch im Laufe dieser Woche hat die Geschäftslage im allgemeinen keine Aenderung erfahren. Die Zu­ fuhren beliefen sich auf 800 Ballen, während der Gesamtwochenumsatz nur 600 Ballen beträgt. Ge­ handelt wurden hauptsächlich wiederum gutfarbige Mtttelhopfen von 30—4o Mark. ca. 200 Ballen geringere Hopfen brachten 20—25 Mark, besierer und feinerer 50—60 Mark. Stimmung sehr ruhig Preise unverändert.</p>
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          <p>Literarisches. Vater ist im Kriege. Ein Bilderbuch für Kinder, herausgegeben von der Kriegskinderfpende deutscher Frauen. Kronprinzenpalais, Berlin W. 56. Auslieferung für den Buchhan­ del Hermann Hillger Verlag, Berlin W. 9. Preis 1,20 Mk. — Das ist in der Tat ein neuer! Verlag und eine ganz neue Stelle für die Ausgabe eines Weihnachtsbuches lEinfach.'Kron­ prinzenpalais Berlin! Da weiß jsder sofort Bescheid im ganzen Teutschen Reich! Auch will sich die Herausgeberin gar nicht verstecken. I In aller Holdseligkeit thront die hohe Frau im 1 breiten Eichenkranze im Bilde auf dem Umischlag und schaut glückselig lächelnd auf ihr Tüchterchen herab, dessen Besitz ihr all die unzähligen Kriegskinder im Vaterland doppelt nahe brachte, so daß die süße kleine Prinzeß gleich durchs ihren Eintritt ins Dasein Segen schaffte, als hätte sie die "Kriegskinderspende" deutscher Frauen" von den Sternen mitge­ bracht. Tie Illustrierte Kriegs-Chranik des Da­ heim, ist jetzt bereits bis zum 34. Hefte vorge­ schritten, obgleich, nur alle 14 Tage eine Lie­ ferung ausgegeben wird, — so schrecklich lange | dauert der Weltkrieg nun bereits.— Mit brenI nendem Interesse folgt der Leser ruinier wieder I den lebensprühenden Feldpostbriefen vonKämI pfern an der Front, den Schilderungen der | Kriegsberichterstatter und den belehrendenAusI sätzen von Gelehrten und höheren Offizieren. I In künstlerischem Einbande liegen nun bereits I drei stattliche Bände der Kriegs-Ghronik des | Daheim vor. Wir sind sicher, daß sie aus 1 vielen Weihnachtstischen große Freude berei! ten werden; sind sie doch mit ihren zahlreichen &gt; prächtigen Abbildungen ein herrliches Erin- nerungswerk an die große Zeit, die wir durch■ leben. ! Das Wiedersehen am Weihnachtsabend. 5 Weihnachtsspiel von Gord. Kappelmayer. Beri lag von Carl Aug. Seyfried u. Co. München. , Preis 50 Pfg. j Jngendblätter gegr. 1854 von Jsabella Braun (Verlag Carl Schnell München, Schilf lerstr. 28, 62. Jahrgang.) Jährt. 12 Hefte zum 1 Preise von 4,20 Mk., bei allen Buchhdl. und i Postanstalten mit der fortlaufenden Sonderbei. läge: Der Große Krieg" von Generalleutnant . von Hützlin, zu beziehen. I Kirchenkalender der Erzdiözese MKnchen! Freising für das Kirchenjahr 1916. 43. Jahrg. : Preis 60 Pfg. Vertag der I, I. Lentner^schen Buchhdl. München.</p>
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          <p>Inserate.</p>
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          <p>der 24jährige Dienstknecht Johann Daiser dem i auf Urlaub befindlichen 19jährigen Landes- | schützen Johann Wagner im Gasthause in Kat-- j zenberg am Inn (Oberösterreich) zwei Mjef- | serstiche in die Brust. Man brachte,den Schwer­ verletzten ins hiesige Krankenhaus, wo er an den Folgen der erhaltenen Stiche verstarb. Wagner wird allseits als ein braver, ruhiger Mensch geschildert. Sitzung des landwirtschaftlichen Kreisausschusses von Niederbayern vom 17. Dezember. Der 1. Vorsitzende eröffnet die Sitzung vorm. 9dreiv. Uhr unter Begrüßung der erd schienenen Ausschußmitglieder und tritt sofort in die Tagesordnung ein, indem er über das Ergebnis der jüngsten Visitation der Kasse des landw. Kreisausschusses berichtet. 'Diese Visitation gab zu Beanstandungen keinen An­ laßt iimb wird vom Vorsitzenden dem Rechjnungsführer für seine Mühewaltung derDank ausgesprochen. &gt; Der Vorschlag des landw. Kveisausschusses von Niederbahern für das Jähr 1915, wel­ cher in Einnahmen und Ausgaben mit 72910 Mk. abschließt wird nach dem Antrage des Re­ ferenten (Landratspräsident Mittermeier) im Entwurf genehmigt. Ueber das Ergebnis der letzten Pferde­ versteigerungen erstattet K. Landstallmeister Beichhold eingehenden Bericht, der "demKreisausschuß zur Kenntnis dient. Zur Unterstützung dürftiger Schüler land­ wirtschaftlicher und verwandter Lehranstalten werden insgesamt 2230 Mk. Stipendien ge­ nehmigt. Ueber Petroleumversorgung in der Land­ wirtschaft berichtet Kreissekretär Nebesky. Da­ nach sind die für Dezember zur Verfügung gestellten Mengen gegen die Vormonate nicht unbedeutend erhöht worden. Die Verteilung durch die landwirtschaftlichen Bezirksvereine wird am besten gemeindeweife vorgenomsmlen. Die Abgabe darf sich nicht auf die Vereinsi Mitglieder beschränken. Zur Bildung beson­ derer Bedürftigkeitsklassen besteht bei der ge­ ringen Verbreitung elektr. Licht- und Kraft­ quellen kein Bedürfnis. Gegen die Vorschläge hinsichtlich Neubil­ dung der 10 Geschäftsabteilungen des landw. Kreisausfchusses besäht keine Erinnerung. An die Sitzung reihte sich eine lebhafte Aussprache über die Vivhsammelstelle der südVaher. Zuchtverbände, die Versorgung 'der Städte mit Kartoffeln, wobei insbesondere über die Anordnung des Verkaufes der Kartoffel! nach Gewicht geklagt wird, dann über die An­ fuhr von Futtermitteln. Schluß der Sitzung mittags halb 12 Uhr.</p>
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          <p>20. Sitzung des Kollegiums der Gemeindebevollmächtigten. vom 16. Dezember 1915. Vorsitzender: Herr Kommerzienrat v. ZabueSntg. Eine Einladung des Volkshochschuldereins zu dem abends im Stadttheater statt­ findenden Vortrag wird zur Kenntnis genom­ men. Ebenso eine Einladung des Ortskomi­ tees zu der Weihnachtsbescherung für. Kinder von Kriegsteilnehmern am Mttwoch, 22. De­ zember, nachmittags halb 3 Uhr ital Rathaus­ saale. Nachgenehmigungen standen eine Reihe zur Tagesordnung and Herr 2. Vor­ stand G.-B. Fahrmbacher betonte, daß dies die Folgen der neuen Kassenvorschriiften seien. Es fanden Nachgenehmigung 500 Mark Kran­ kenvers icherungsbeitväge, 672)92 Mark für Straßensprengung, 752,88 Mk. für Kriegs­ unterstützung, 633,78 Mk. Holzhauerlöhne und 30,76 Mk. Ueberschreitung beim Spitalforftwegbau, 138,55 Mk. für Unterrichtsmittel u. 28 und 150 Mk. Mehrforderung für Beheizungsmittel im stöbt. Realschulpensionat. Auch wurde eine Ergänzung der Etats für das Feuerlöschhaus St. Nikola und des Steiger­ turms am Viehimjarktplatze genehmigt, jedoch ein Antrag des Stadtbauamtes, derartige Er­ gänzungen von verwandten Etats allgemein zu genehmigen, abgelehnt, weil ja gerade zur Ver^ Hinderung solcher Dinge die neuen Kassenoorschriften geschaffen worden seien. ' In der De­ batte wies der Herr Vorsitzende auch darauf hin, daß die Kriegsunterstützungen, die jetzt auf die einzelnen Werke und, Etats verteilt seien, besser in einem gemeinsamen Etatsttitel vereinigt wären. Dadurch würde die Sache auch übersichtlicher.</p>
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          <p>Letzte Posten. Tie Engländer unter falscher Flagge. Sd. Christiania, 20. Dezember. Meh­ rere Schiffe wurden in der Nähe der Südküste Norwegens von einem Unterseeboot angerufen. Das Boot führet die englische Bezeichnung D 7, aber die deutsche Flagge. Athen, 19. Dezember. Die Engländer haben in letzter Zeit zahlreiche griech!. Schiffe zu Höhen Preisen gemietet, daß die Miete den Wert des Schiffes um ein Vielfaches über­ steigt. Die Engländer hoffen auf diese Weise unter griechischer Flagge ihren Handel un­ gestört im Mittelmeer und in der' Nordsee betreiben zu können. Oesterreich-Ungarn und die BereinigtenStaaten Sd. Berlin, 20. Dezember. Die Beant­ wortung der österr.-ungar. Note durch die Ver&gt; einigten Staaten von Nordamerika wird in der "Voss. Ztg." als keine leichte Aufgabe hingestellt. In der österr.-ungar. Note wird das amerikanische Kabinett in gebührendest Weise darauf aufmerksam gemacht, daß es ins diplomatischen Verkehr schließlich noch! Fors men gibt, die auch die Vereinigten Staaten beobachten müssen. Filiipescu des Landes verwiesen. Budapest, 20. Dezember. Aus Buka­ rest wird berichtet: Nach den verschiedenen Af­ fären, in deren Mittelpunkt Filipescu der Jün­ gere stand, wurde ihm nahegelegt, Rumänien zu verlassen und das Ende des Krieges au­ ßerhalb des Landes abzuwarten, ©r ist vor' einigen Tagen mit seiner Frau aus Bukarest abgefahren. Angeblich ist er über Ungarn in die Schweiz gereist. (Z.) Aufgaben der Italiener in Albanien. Sd. Berlin, 20. Dezember. Eine Pa­ riser Meldung mehrerer Berliner Morgenblät­ ter besagt, daß die in Valona gelandeten an­ geblich 30000 Mann italienischer Truppen in das Innere Albaniens gesandt wurden. In Erwartung weiterer Verstärkungen sollen sie die Sammlungsbafis für die nach Mpntenegro und Albanien .geflüchteten Serben und bie Verpflegung dieser Truppen und der serbi­ schen Zivilbevölkerung sichern, sowie die Stra­ ßen für eine spätere AngriWshewegung in Stand halten und den Aufstand der albanischen Stämme eindämjMen. Versenkter Diampfer. Sd. London, 20. Dezember. Lloyds be­ richtet: Der norwegische Dampfer Nico wur­ de versenkt. 11 Mann der Besatzung und der Lotse wurden gerettet.</p>
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          <p>6.03 9.12 12.00 4.06 8.50 6.26 6.18 12.24 9.22 9.25 7.00 7.47 1.53 5.48 8.40 Die vom DreifaUgkettsplatz kommenden Wagen durchfahren die nachbenannte« Haltestellen: Theaterstraße (Luitpoldbr.) 1,0 Mnuten später. Rosengasse (Neustadt) 2,0 " " Zweibrückenstraße 3,5 " " Bismarckplatz 5,0 " " Johannisstraße (Schlachth.) 6,5 " " Mittl Seligenthalerstraße 7,5 " " Hauptzollamt 8,5 " " Neberführg. (Güterbhf.) 9,5 " " Ab Bahnhof: Bonn. Nachm. Abend- 12.12 6.32 12.48 9 54 9.36 4.35 7.27 6.45 10.26 10.01 12.56 4.46 7.50 1.20 6.57 10.55 10.13 4.57 7.20 130 5.18 10.24 8.21 7.30 1.47 8.28 2.20 8.01 11.30 855 2.40 8.07 2.56 8.13 3.12 8.19 8.25 3.26 8.31 3.37 8.37 3.55 8.43 9.12 4.06 6.03 9 06 6.14 4.21 6.18 9.38 9.25 6.45 12.42 4.29 9.46 6.32 7.15 1.07 9.55 7.38 4.46 6.45 1.13 5.02 7.02 10.13 1.35 7.13 8.05 10.35 5.18 1.41 8.12 10.45 5.33 7.35 2.08 5.48 7.47 8.21 11.15 2.20 8.01 8.40 2.40 8 55 8.13 2.56 8.19 3.12 8.25 8.31 3.42 8.37 3.55 Die vom Bahnhof kommenden Wagen durch­ fahren die nachbenannten Haltestellen: Neberführg. (Güterbhf.) 0,5 Minuten spät« Hauptzollamt 1,5 Weiche Seligenthalerstraße 2,5 Bismarckplatz 5,0 Zweibrückenstraße 6,5 Rosengaffe (Neustadt) 8,0 Theaterstraße (Luitpoldbr.) 9.0 Fahrzeit der elektrischen Straßenbahn. Ab Dreisaltigkettsplatz: Bonn. Nachm. Abend-</p>
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          <p>Amerikas Kriegsgeschäft. Welche ungeheure Summen das ämlerikanische Waffengeschäst aus der Alten in die Neue Welt schafft, zeigt eine Meldung, welche der Politischen Korrespondenz von besonderer Seite zugeht. Danach sind in den letzten drei bis vier Wochen von Rußland bei der Greenpoint Lasin and Construction Comp., die be­ reits 18 Unterseeboot-Zerstörer dorthin gelie­ fert hat, mehrere bedeutende Aufträge * zur stellung weiterer Zerstörer eingelaufen, eben­ so wie Bestellungen aus England und Frank­ reich. Ein Auftrag zur Lieferung von Patro­ nen im Werte von 50 000 000 Dollar wurde von Rußland der Bradleh Constr. Comp, er­ teilt. Die neugegründete Midvale Steel Comp, hät mit Rußland einen Kontrakt aus 3 000 000 Gewehre zum Preise von drei Dollar, die Canadian and Houndry Comp, auf 10000 000 Schrapnells gemacht. Der Umsatz dieser Ge­ sellschaft int Jahre 1914—15 beläuft sich auf 150 000 000 Dollar gegen 27 000 999 im vor­ hergehenden Jahr. Die ebenfalls neue Newhaven Equipment Comp, hat bdm! russischen Kriegsministerium einen Auftrag für Gewehre und Patronen im Werte von 60000 000 Dol­ lar erhalten . Die International Motorcar Co. liefert, ebenfalls nach Rußland, 500 Last­ autos. Görz stand vorübergehend unter schwerem Feuer. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Der Raum südöstlich von Bijelopolje wurde vom Feinde gesäubert. Die Zahl der bei der Einnahme dieses Stadt in unsere Hände gefallenen Gefangenen Wuchs auf 1950 an. Eine unserer Divisionen brachte in Nordvst-Montenegro in den letzten vier Kampfs tagen insgesamt 13.500 Gefangene ein. Ter stellvertretende Chef des Generalstabes; v. Hoefer, Feldmarfchalleutnant. WTB. Wien, 19. Dezember, mittags. Amtlich wird verlautbart: Russischer Kriegsschauplatz. Stellenweise Geschützkampf. { Italienischer Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Am Nord­ hänge des Monte San Michele wurden in den Abendstunden zwei vereinzelte Vorstöße italienischer Infanterie abgewiesen. Südöstlicher Kriegsschauplatz: Tie Verfolgungskämpfe in Montenegro nehmen einen günstigen Verlauf. Wir brachs­ ten gestern etwa 800 montenegrinische und serbische Gefangene ein. Bei den Kämpfen gegen die Montene­ griner ist es vorgekommen, daß uns der Feind — Ergebung vortäuschend — mit aufgeho­ benen Armen und Tücherschwenken entgegen­ lief und so zu vorübergehendem Einstellen des Feuers bewog, daß er dann aber unsre Linien pwtzlich aus nächster Nähe mit Hand­ granaten zu bewerfen anfing. Es ist selbstver­ ständlich, daß solch, schmähliche Kriegslisten eine entsprechend scharfe AhUdung gefunden haben und im Wiederholungsfälle auch weiter finden werden. Ter stellvertretende Chef des Generalstabesr v, H o e f e r, Feldmarfchalleutnant.</p>
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