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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1915-02-18"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">68. Jahrgang Nr. 39</biblScope>
          <date when="1915-02-18">1915-02-18</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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      <editorialDecl>
        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>zieren »ine Gruppe von 15 Personen. Wir wußten- Mß, sobald der Feind mit seinen Scheinwerfern Las Feld absuchte, wir uns un­ beweglich oerhnlten mußten. Es war eine stürmische Nacht mit Mondschein. Bei diesem konnte man deutlich auf der uns .umgebenden Wasserfläche dunkle Punkte treiben sehen. "Tas sind die Leichen Gefallener", flüsterte der Offi­ zier uns zu. lind man spürte es. Tie Lust war durch den Verwesungsgeruch verpestet. Wir schritten durch ein Gebiet, wo vor der Ueberschwemmnng die Belgier gekämpft hatten. Um die Verbündeten zu retten, waren die Bel­ gier hier wochenlang ohne Reserve gestan­ den, und um zu verhindern, daß. der Feind den rechten Flügel eindrückte, hatten sie allein dessen ganzen Anprall an der User auszu­ halten. ~ Das Ziel unsrer nächtlichen Wan­ derung war eine Baumgruppe mit einigen Trümmerhaufen am Ende des Weges, die wie eine Insel aus der Ueberschwemmnng heraus­ ragte. Wir befanden uns jetzt noch einige 100 Meter von den deutschen Schützengräben ent­ fernt. Vorsichtig anschleichend kamen wir jetzt an- Tie vor uns stehenden Haustrümmer mußten einst ein anheimelndes Fleckchen ge­ bildet haben. Jetzt war alles verlassen. Nur eine Gruppe junger Soldaten lag im Schüt­ zengraben. Verwundert sahen sie uns an. Auf diesem vorgeschobenen Posten hatten sie noch bis zur nächsten Nacht auszuhalten. Es war einer der gefährlichsten Punkte, diese aus dem Wasser ragenden Häuserruinen. Ter Posten wird nie abgelöst. Als .er. zum erstenmale abgelöst werden sollte, verlangte er auf diesem Posten bleiben zu dürfen. Eines dieser ver­ wüsteten Häuser ist nämlich sein Geburtshaus, in bessern Trümmern er seinen gefährlichen Po­ sten bezogen hat. Dort will er ausharren./ Einst Offizier, verliest er die belgische Ar­ mee, um in einen Orden einzutreten. SBetm' Ausbruch des Krieges vertauschte er die Mönchskutte wieder mit dem Soldatenrocke. Um halb 12 Uhr nachts traten wir auf unserm Steig wieder den Rückweg durch die mit Lei­ chengeruch geschwängerte Gegend an. Nur ein­ mal fiel ein Schuß.</p>
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          <p>Der Krieg. Meere schickt. Ein sonderbares Schauspiel. Tie meerbeherrschende englische Flagge ist vom Meere verschwunden. Das ist allein schon ein Erfolg, der in der ganzen Welt wohl allen jenen zu denken geben wird, die bisher in skla­ vischer Furcht vor der unbezwinglichen Macht Englands zur See gelebt haben. Allerdings hat dieses unwürdige Gebühren unsres Fein­ des, der zudem seine Handelsschiffe bestückt haben soll, eine sehr ernste Seite. Er macht die neutrale Schiffahrt völlig vogelfrei. Es wird nun trotz allep Proteste der wirklich! neutralen Schiffahrt nichts übrig bleiben, als die als Kriegsgebiet bezeichneten Gewässer zu meiden, das allein wird ihr Schutz gewähren. Tie Unterseebootsaktion hat bereits begon­ nen. Vorgestern hat ein deutsches Untersee­ boot beim Kap Antifer den englischen Damp­ fer "Tulwich" und gestern hat ein Unterseeboot beim Leuchtturm von Barfleur den französischen Dampfer "Pille de Lille" in Grund gebohrt. Tie Oesterreicher haben nach zweitägigem Kampfe Kolomea eingenommen und bei den Kämpfen 2000 Gefangene gemacht. In den Karpathen konnten die österreichischen Trup­ pen den Russen in der Verfolgung erneut weitere 4040 Gefangene abnehmen. Gestern nachmittags wurde berichtet: Bericht des deutschen HWtWttittS. WTB. Berlin, 17. Februar. Mittags. (Großes Hauptquartier.) Westlicher Kriegsschauplatz. Offenbar veranlaßt durch unsere großen Erfolge im Osten unternahmen Franzosen und Engländer gestern und in der vergangenen Nacht an verschiedenen Stellen besonders hart­ näckige Angriffe. Tie Engländer verloren bei gescheiterten Versuchen, ihre am 14. Februar verlorenen Stellungen wieder zu gewinnen, erneut 4 Offiziere 170 Mann an Gefangenen. Nordöstlich Reims wurden feindliche An­ griffe abgewiesen. 2 Offiziere 179 Iranzosen blieben in unseren Händen. Besonders starke Vorstöße richteten sich! Im Westen haben die Verbündeten, wohl um den Russen im Osten Luft Zu machen, einen allgemeinen Angriff durchgeführt. Sie haben sich nicht nur blutige Köpfe geholt, sondern sie mußten auch, nahezu tausend G-efangene in den Händen unsrer Truppen lassen. Tie Engländer versuchten ihre verlorenen Stellungen bei St. Eloy wieder zu erobern mußten jedoch, abermals unverrichteter Tinge abziehen mit Hinterlassung von 4 Offizieren und 170 Mann Gefangenen. Bei Reims Ha­ ben die Franzosen einen Angriff versucht und verloren hierbei 2 Offiziere und 179 Mann an Gefangenen. In d er Champagne versuch­ ten die Franzosen anscheinend mit größeren Kräften einen Durchbruch, der sie auf .kurze. Strecken in unsre Gräben führte, die sie aber wohl nicht allzulange behalten werden. 200 Franzosen 'mivben hier gefangen. In den Mrgonnen gelang unsern Truppen ein weiterer Vorstoß, der abermals einen Teil der ftanzöfischen Haupfftellung in unsre Hände brachte mit 350 Gefangenen, 2 Geschützen und t 7 Ma­ schinengewehren. Ebenso wurden bei Toul 2 Maschinengewehre erbeutet. Tie Verbündeten satten sich also ganzl gewaltig verrechnet, wenn sie glaubten, die Wachsamkeit unsrer Truppen täuschen und die Mißerfolge der Russen wieder wettmachen zu können. ; Im Osten sind die letzten Russen nördlich der Memel über die Grenze geworfen wor­ den, verfolgt von unsern Truppen. Bei Augustowo finden noch Verfolgungskämpfe statt, die jedenfalls unsre Kriegsbeute noch weiter vermehren werden. Tie zur Hilfe für die geschlagene Armee herangerückte russische Ko­ lonne wurde bei Kolno derart geschlagen, daß 700 Gefangene und 6 Maschinengewehre in unsre Hände fielen. Ebenso wurde eine feind­ liche Abteilung von Grajewo auf Ossowiece zurückgeworfen. Auf der Linie Plock—Racionz scheinen die Russen nochmals neue Kräfte aus Warschau herangezogen zu haben, denn der Bericht sagt, daß sich dort hartnäckige Kämpfe zu entwickeln scheinen. Nun, unser Hindenburg wird auch hier Vorsorge getroffen ha­ ben, die den vielen Niederlagen der Russen eine weitere hinzufügen und unsre Truppen ein Stück Wegs weiter nach Warschau brin­ gen wird. Ter 18. Februar ist nun da, und es ist ein Glück, daß die Frist abgelaufen ist, die von der deutschen Regierung den Neutralen gestellt worden ist, um ihre Geschäfte abzuwikkeln. Tiefes Entgegenkommen ist wenig ge­ würdigt worden. Am meisten hat es unser Feind, England, benützt, um seine Schiffe zu bemalen, die er unter neutraler Flagge in die</p>
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          <p>Westlicher Kriegsschauplatz. Meere schickt. Ein sonderbares Schauspiel. Tie meerbeherrschende englische Flagge ist vom Meere verschwunden. Das ist allein schon ein Erfolg, der in der ganzen Welt wohl allen jenen zu denken geben wird, die bisher in skla­ vischer Furcht vor der unbezwinglichen Macht Englands zur See gelebt haben. Allerdings hat dieses unwürdige Gebühren unsres Fein­ des, der zudem seine Handelsschiffe bestückt haben soll, eine sehr ernste Seite. Er macht die neutrale Schiffahrt völlig vogelfrei. Es wird nun trotz allep Proteste der wirklich! neutralen Schiffahrt nichts übrig bleiben, als die als Kriegsgebiet bezeichneten Gewässer zu meiden, das allein wird ihr Schutz gewähren. Tie Unterseebootsaktion hat bereits begon­ nen. Vorgestern hat ein deutsches Untersee­ boot beim Kap Antifer den englischen Damp­ fer "Tulwich" und gestern hat ein Unterseeboot beim Leuchtturm von Barfleur den französischen Dampfer "Pille de Lille" in Grund gebohrt. Tie Oesterreicher haben nach zweitägigem Kampfe Kolomea eingenommen und bei den Kämpfen 2000 Gefangene gemacht. In den Karpathen konnten die österreichischen Trup­ pen den Russen in der Verfolgung erneut weitere 4040 Gefangene abnehmen. Gestern nachmittags wurde berichtet: Bericht des deutschen HWtWttittS. WTB. Berlin, 17. Februar. Mittags. (Großes Hauptquartier.) Westlicher Kriegsschauplatz. Offenbar veranlaßt durch unsere großen Erfolge im Osten unternahmen Franzosen und Engländer gestern und in der vergangenen Nacht an verschiedenen Stellen besonders hart­ näckige Angriffe. Tie Engländer verloren bei gescheiterten Versuchen, ihre am 14. Februar verlorenen Stellungen wieder zu gewinnen, erneut 4 Offiziere 170 Mann an Gefangenen. Nordöstlich Reims wurden feindliche An­ griffe abgewiesen. 2 Offiziere 179 Iranzosen blieben in unseren Händen. Besonders starke Vorstöße richteten sich! ♦ gegen unsere Linie in der Champagne, biti ebenfalls zu erbitterten Nahkämpfen führten. Abgesehen von einzelnen kurzen Abschnit­ ten, in die Per Feind eingedrungen ist, und in denen der Kampf noch andauert, wurden hia feindlichen Angriffe überall abgewiesen. &lt; etwa 200 Zranzosen würde« gefapgen genommen. 1 In den Argonnen fetzten wir unsere Offensive fort, eroberten weitere Teile der feindlichen Hauptstellnng, machten 350 Gefangene und eroberten 2 Gebirgsgeschütze und 7 flRap schinengewehre. ' 1 &lt; Auch im Priesterwalde (nördlich Tont) sind kleinere Erfolge zu verzeichnen. Tabei wurden 2 Maschinengewehre ge­ nommen. Bon der Grenze der Reichslande nichts» Neues. ' Sestlicher Kriegsschauplatz. Nördlich der Mem'el find unsere Truppen dem überall geworfenen Gegner in Richtung Tauroggen über die Grenze gefolgt. In dem Waldgebiet östlich« Augustowo finden an vielen Stellen noch« Berfolgungskämpfe statt. ; Tie von Lomza nach Kolno vorgegangene russische Kolonne ist geschlagen. 700 Gefangene und 6 Maschinengewehre fielen in unsere Hände. Ebenso wurde eine feindliche Abteilung bei Grajewo aus Ossowiece zurückgeworfen. In der gewonnenen Front Plock-RacionH (in Polen nördlich der Weichsel) scheinen sich hartnäckige Kämpfe zu entwickeln. In Polen südlich der Weichsel nichts Neues. ' s Oberste Heeresleitung. Heute früh wurde telephonisch gemeldet: Me Kämpfe der Oesterreich«. WTB. Wien, 17. Februar, mittags. —Amtlich wird gemeldet: Nach, zweitägigem Kampfe wurde gestern spät nachmittags Kolomea genommen. , ,</p>
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          <p>Oestlicher Kriegsschauplatz. ♦ gegen unsere Linie in der Champagne, biti ebenfalls zu erbitterten Nahkämpfen führten. Abgesehen von einzelnen kurzen Abschnit­ ten, in die Per Feind eingedrungen ist, und in denen der Kampf noch andauert, wurden hia feindlichen Angriffe überall abgewiesen. &lt; etwa 200 Zranzosen würde« gefapgen genommen. 1 In den Argonnen fetzten wir unsere Offensive fort, eroberten weitere Teile der feindlichen Hauptstellnng, machten 350 Gefangene und eroberten 2 Gebirgsgeschütze und 7 flRap schinengewehre. ' 1 &lt; Auch im Priesterwalde (nördlich Tont) sind kleinere Erfolge zu verzeichnen. Tabei wurden 2 Maschinengewehre ge­ nommen. Bon der Grenze der Reichslande nichts» Neues. ' Sestlicher Kriegsschauplatz. Nördlich der Mem'el find unsere Truppen dem überall geworfenen Gegner in Richtung Tauroggen über die Grenze gefolgt. In dem Waldgebiet östlich« Augustowo finden an vielen Stellen noch« Berfolgungskämpfe statt. ; Tie von Lomza nach Kolno vorgegangene russische Kolonne ist geschlagen. 700 Gefangene und 6 Maschinengewehre fielen in unsere Hände. Ebenso wurde eine feindliche Abteilung bei Grajewo aus Ossowiece zurückgeworfen. In der gewonnenen Front Plock-RacionH (in Polen nördlich der Weichsel) scheinen sich hartnäckige Kämpfe zu entwickeln. In Polen südlich der Weichsel nichts Neues. ' s Oberste Heeresleitung. Heute früh wurde telephonisch gemeldet: Me Kämpfe der Oesterreich«. WTB. Wien, 17. Februar, mittags. —Amtlich wird gemeldet: Nach, zweitägigem Kampfe wurde gestern spät nachmittags Kolomea genommen. , ,</p>
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          <p>Der Flaggenmißbrauch. In den südlich der Stadt bei CluczowWielki und MySzhn seit betn 15. Februar andauernden Kämpfen machten die Russen sichtlich große Anstrengungen, die Stadt zu behaupten. Zahlreiche Verstärkungen wurden von ihnen herangeführt. Heftige Gegenangriffe aus unsre vordringenden Truppen mutzten bei­ derseits der Stratze mehreremale zurückgeschla­ gen werden, wobei durch gute eigne Artillerie­ wirkung dem Feinde grotze Verluste beige­ bracht wurden. Um 5 Uhr nachmittags ge­ lang es durch allgemeinen Angriff den Geg­ ner trotz erbitterter Gegenwehr aus seiner letz­ ten Stellung vor der Stadt zu werfen und in einem Zuge mit den Fliehenden Kolonie« zu erreichen. Tie Zerstörung der Pruthbrücke wurde verhindert, die Stadt von den fliehen­ den Russen gesäubert und besetzt. 2000 Gefangene, mehrere Maschinengewehre und zwei Geschütze fiehnt in unsre Hände. Im Karpathenabschnitt bis in die Ge­ gend Whskow dauern die Kämpfe mit grotzer Hartnäckigkeit an. Weitere 4040 Gefangene GefangeM sind eingebracht. An der Front in Russisch-Polen und West­ galizien war nur ein Geschützkampf im Gange. Ter stellvertretende Chef des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Der §l«WvmWa«ch. Amsterdam, 18. Februar. Tie Morning Post meldet: Ter Kapitän des Damp­ fers "Laertes" soll wegen des Mitzbrauchs der holländischen Flagge interniert sein. Der ttnterfetöiwts&amp;riefl. Paris, 18. Februar. Nach einer amt­ lichen Meldung entdeckte am letzten Dienstag 1 Uhr 30 Min. nachmittags der französische Dampfer."Pille de Lille" auf der Fahrt von Cherbourg nach Dünkirchen, nördlich des Leuchtturmes von Barfleur ein deutsches Un­ terseeboot. Ter Dampfer versuchte zu fliehen, aber das Unterseeboot holte ihn ein und versenkte ihn mittels Bomben, die in das Innere des Dampfers gelegt wurden. Das Unterseeboot gab der Besatzung des Dampfers 5 Minuten Zeit, um sich retten zu können. Nach der Versenkung des Dampfers tauchte das Unterseeboot unter und verschwand. Kiimg Albert eon NW« als Kundschafter. Paris, 18. Februar. Dem "Figaro" wird aus Amsterdam gemeldet: König Albert von Belgien hat am 13. Februar einen Er­ kundungsflug über die deutschen Linien aus­ geführt. Schissahrtseiuftellllnge«. Amsterdam, 18. Februar. Tie Blät­ ter melden: Tie Fährdampfer von Rotterdam und von Vlissingen nach London stellten den Dienst nach England ein. Am Donnerstag soll ein Frachtschiff von Vlissingen ausführen, das die Post nach England mitnimmt. Herabgeschoffener Iliegcr. Vlissingen, 18. Februar. Gestern abends brachte ein holländisches Torpedoboot ein englisches Wasserflugzeug mit einem Offi­ zier ein, das es in der Nähe der Schelde­ mündung aufgefischt hatte. Ter Offizier wurde</p>
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          <p>Der Unterseebotkrieg. In den südlich der Stadt bei CluczowWielki und MySzhn seit betn 15. Februar andauernden Kämpfen machten die Russen sichtlich große Anstrengungen, die Stadt zu behaupten. Zahlreiche Verstärkungen wurden von ihnen herangeführt. Heftige Gegenangriffe aus unsre vordringenden Truppen mutzten bei­ derseits der Stratze mehreremale zurückgeschla­ gen werden, wobei durch gute eigne Artillerie­ wirkung dem Feinde grotze Verluste beige­ bracht wurden. Um 5 Uhr nachmittags ge­ lang es durch allgemeinen Angriff den Geg­ ner trotz erbitterter Gegenwehr aus seiner letz­ ten Stellung vor der Stadt zu werfen und in einem Zuge mit den Fliehenden Kolonie« zu erreichen. Tie Zerstörung der Pruthbrücke wurde verhindert, die Stadt von den fliehen­ den Russen gesäubert und besetzt. 2000 Gefangene, mehrere Maschinengewehre und zwei Geschütze fiehnt in unsre Hände. Im Karpathenabschnitt bis in die Ge­ gend Whskow dauern die Kämpfe mit grotzer Hartnäckigkeit an. Weitere 4040 Gefangene GefangeM sind eingebracht. An der Front in Russisch-Polen und West­ galizien war nur ein Geschützkampf im Gange. Ter stellvertretende Chef des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Der §l«WvmWa«ch. Amsterdam, 18. Februar. Tie Morning Post meldet: Ter Kapitän des Damp­ fers "Laertes" soll wegen des Mitzbrauchs der holländischen Flagge interniert sein. Der ttnterfetöiwts&amp;riefl. Paris, 18. Februar. Nach einer amt­ lichen Meldung entdeckte am letzten Dienstag 1 Uhr 30 Min. nachmittags der französische Dampfer."Pille de Lille" auf der Fahrt von Cherbourg nach Dünkirchen, nördlich des Leuchtturmes von Barfleur ein deutsches Un­ terseeboot. Ter Dampfer versuchte zu fliehen, aber das Unterseeboot holte ihn ein und versenkte ihn mittels Bomben, die in das Innere des Dampfers gelegt wurden. Das Unterseeboot gab der Besatzung des Dampfers 5 Minuten Zeit, um sich retten zu können. Nach der Versenkung des Dampfers tauchte das Unterseeboot unter und verschwand. Kiimg Albert eon NW« als Kundschafter. Paris, 18. Februar. Dem "Figaro" wird aus Amsterdam gemeldet: König Albert von Belgien hat am 13. Februar einen Er­ kundungsflug über die deutschen Linien aus­ geführt. Schissahrtseiuftellllnge«. Amsterdam, 18. Februar. Tie Blät­ ter melden: Tie Fährdampfer von Rotterdam und von Vlissingen nach London stellten den Dienst nach England ein. Am Donnerstag soll ein Frachtschiff von Vlissingen ausführen, das die Post nach England mitnimmt. Herabgeschoffener Iliegcr. Vlissingen, 18. Februar. Gestern abends brachte ein holländisches Torpedoboot ein englisches Wasserflugzeug mit einem Offi­ zier ein, das es in der Nähe der Schelde­ mündung aufgefischt hatte. Ter Offizier wurde</p>
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          <p>Schiffahrtsangelegenheiten. In den südlich der Stadt bei CluczowWielki und MySzhn seit betn 15. Februar andauernden Kämpfen machten die Russen sichtlich große Anstrengungen, die Stadt zu behaupten. Zahlreiche Verstärkungen wurden von ihnen herangeführt. Heftige Gegenangriffe aus unsre vordringenden Truppen mutzten bei­ derseits der Stratze mehreremale zurückgeschla­ gen werden, wobei durch gute eigne Artillerie­ wirkung dem Feinde grotze Verluste beige­ bracht wurden. Um 5 Uhr nachmittags ge­ lang es durch allgemeinen Angriff den Geg­ ner trotz erbitterter Gegenwehr aus seiner letz­ ten Stellung vor der Stadt zu werfen und in einem Zuge mit den Fliehenden Kolonie« zu erreichen. Tie Zerstörung der Pruthbrücke wurde verhindert, die Stadt von den fliehen­ den Russen gesäubert und besetzt. 2000 Gefangene, mehrere Maschinengewehre und zwei Geschütze fiehnt in unsre Hände. Im Karpathenabschnitt bis in die Ge­ gend Whskow dauern die Kämpfe mit grotzer Hartnäckigkeit an. Weitere 4040 Gefangene GefangeM sind eingebracht. An der Front in Russisch-Polen und West­ galizien war nur ein Geschützkampf im Gange. Ter stellvertretende Chef des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Der §l«WvmWa«ch. Amsterdam, 18. Februar. Tie Morning Post meldet: Ter Kapitän des Damp­ fers "Laertes" soll wegen des Mitzbrauchs der holländischen Flagge interniert sein. Der ttnterfetöiwts&amp;riefl. Paris, 18. Februar. Nach einer amt­ lichen Meldung entdeckte am letzten Dienstag 1 Uhr 30 Min. nachmittags der französische Dampfer."Pille de Lille" auf der Fahrt von Cherbourg nach Dünkirchen, nördlich des Leuchtturmes von Barfleur ein deutsches Un­ terseeboot. Ter Dampfer versuchte zu fliehen, aber das Unterseeboot holte ihn ein und versenkte ihn mittels Bomben, die in das Innere des Dampfers gelegt wurden. Das Unterseeboot gab der Besatzung des Dampfers 5 Minuten Zeit, um sich retten zu können. Nach der Versenkung des Dampfers tauchte das Unterseeboot unter und verschwand. Kiimg Albert eon NW« als Kundschafter. Paris, 18. Februar. Dem "Figaro" wird aus Amsterdam gemeldet: König Albert von Belgien hat am 13. Februar einen Er­ kundungsflug über die deutschen Linien aus­ geführt. Schissahrtseiuftellllnge«. Amsterdam, 18. Februar. Tie Blät­ ter melden: Tie Fährdampfer von Rotterdam und von Vlissingen nach London stellten den Dienst nach England ein. Am Donnerstag soll ein Frachtschiff von Vlissingen ausführen, das die Post nach England mitnimmt. Herabgeschoffener Iliegcr. Vlissingen, 18. Februar. Gestern abends brachte ein holländisches Torpedoboot ein englisches Wasserflugzeug mit einem Offi­ zier ein, das es in der Nähe der Schelde­ mündung aufgefischt hatte. Ter Offizier wurde</p>
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          <p>Amerikanische Baumwolle für Deutschland. Amsterdam, 17. Februar. Am Sams­ tag traf das Schiff L. Lückenbach" mit einer Ladung Baumwolle für Bremen unter ame­ rikanischer Flagge vor Amuiden ein. t |2ic Wirkungen der deutschen Drohung. Amsterdam, 17. Februar. Tie hollän­ dischen Batavia- und Seelandlinien haben ihren Englanddienst vorläufig eingestellt. Tie Linien versehen sonst den Postdienst nach Eng­ land. — Tie "Times" melden, datz der englische Tampferbetrieb zwischen den englischen, fran­ zösischen und holländischen Häfen nicht einge­ stellt werden soll. - Ter bisherige Vizekönig von Irland, Lord Aberdeen, wagt, trotzdem er bereits feierlich Abschied genommen hat, nicht, von Irland nach England abzufahren. Man gibt vor, datz das Wetter zu schlecht sei. (Z.) Wie die Engländer ihre Verbündeten behandeln. Tie Zeitung "Le Bruxellois" vom Montag bringt Zuschriften aus Calais, Boulogne und Dünkirchen, in denen Belgier und Franzosen über die tyrannische Alleinherrschaft klagen, die die Engländer im ganzen Festlandsbezirk des Aermelkanals eingerichtet haben Tie ganze Regierungs- und Verwaltungsmacht ist dort ausschlietzlich in den Händen der briti­ schen Militärbehörden. Tie Belgier und Fran­ zosen haben nichts zu sagen. Nach dem "Bru­ xellois" fragt man sich in den prei genannten französischen Städten ganz ernstlich, ob die Engländer sich dort endgültig festzusetzen ge­ denken. Ter belgische Sozialistenführer und Ab­ geordnete Jules Destree beklagt sich in einem an den "Petit Parisien" gerichteten Brief über die unfreundliche Behandlung der belgi­ schen Flüchtlinge in London, wo man ihnen jede lohnende Beschäftigung verweigert, weil die englischen Arbeiter keine Konkurrenz dul­ den wollen. Auch die Wohltätigkeit der Eng­ länder gegenüber ihren Opfern nimmt in dem Matze ab als der Krieg fortdauert. Destree stellt fest, datz die belgischen Flüchtlinge All­ mählich die Rückseite der Medaille zu sehen bekommen und sich nach ihrem Vaterlande zurücksehnen, das ihnen selbst unter deutscher Verwaltung noch lieber ist als das gastliche England" Ter Brief erregt in Brüssel grotzes Auffehen; denn er deutet auf einen bevor­ stehenden Umschlag der belgischen Volksstimmung gegen England hin. Ein für Kreta bestimmter Dampfer mit Kckutschuck angehalten. Wie Reuter aus Newyork berichtet, ergab die Untersuchung der Schiffsladungen mit Röntgenstrahlen äuf Kriegskonterbande, daß ein für Kreta bestimmter Dampfer in seiner aus Kattun und Leinen bestehenden Ladung Kautschuk verbarg. Es wurde daher die ge­ samte Ladung von 178 Ballen angehalten. Auf eine Mine gelaufen. Amsterdam, 17. Februar. Ter englische Dampfer "Havelot" aus Westhartlepool, der nach Leith mit einer Holzladung unterwegs war, lief bei Kentish-Knock auf eine Mine,und explodierte. 12 Mann ertranken, 12 wurden gerettet. (Z.) Portugal bleibt neutral. Ministerpräsident Castro erklärte beim Empfang der Vertreter der Lissaboner Presse Portugal werde weder in dem europäischen Feldzug noch an dem Kriege in Aegypten teil­ nehmen, sondern in Eintracht mit dem Volks­ willen Neutralität beobachten. Auch der Prä­ sident der Republik Don Manuel de Arriaga weigert sich ganz ^entschieden, sich in den Welt­ krieg hineinzerren zu lassen. Es verlautet fer­ ner, datz eine Art Waffenstillstand zwischen den Portugiesen und den TLutschen m Angola abgeschlossen worden sei, doch lätzx' sich noch nichts Näheres darüber ermitteln. (Z.) Japan und die Verbündeten. Tie fianzösischen Zeitungen besprechen mit grotzer Zurückhaltung das Vorgehen Japans gegen China. Im "Temps" und im "Echo de Paris" wird Japan aber: daran errünert, datz es zur Begründung seiner Vormachfftellung in Ostasien und deren wirtschaftlicher Ausbeu­ tung europäisches Kapital brauche und sich des­ halb hüten werde, mit: Englands zu brechen. Japan wird verständigt-, datz es alles erlan­ gen könne, was es wolle, wenn die Japaner sich entschlietzen können, einen großen Teil ihrer Armee nach Europa zu senden. (ZH Eine japanische «üdscc-Gcsrllschast. Peking, 17. Februar. Airs Tokio wird die Gründung einer Südsee-Gesellschast ge­ meldet, deren Progrannn die wirrschastliche Er­ oberung aller Südsee-Jnseln umfatzt.</p>
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          <p>ben, regnerischen Nachmittage, trat der Justiz­ rat in sichtlicher Auftegung in das Wohn­ zimmer, ulm' seiner Mutter eine wichtige Mit­ teilung zu machen. Tie -lte Dame saß, ein Strickzeug in den stets fleißigen Händen, auf ihrem LieblingsPlatz am Aenster. Ihr Antlitz trug wie im­ mer den Ausdruck freundlicher Milde, und ein sanftes Lächeln umspielte .ihren Mund, als sie aufblickte und ihren Sohn zu einer sonst ungewöhnlichen Zeit bei sich eintreten sah. "Bist Tu allein, Muttchen — und wo ist Fee?" fragte er, sich einen Sessel Herbeiziehend und ihr gegenüber Platz nehmend. "Sie ist vor ungefähr einer Stunde zu unserer guten Frau Blume hinübergegangen, um der armen Blinden vorzulesen und sie ein wenig zu zerstteuen. Tie Aermste lebt förmlich auf, seitdem Fee sich ihrer angenom­ men hat," antwortete die Mutter. Tann warf sie einen prüfenden Blick auf sein Antlitz. "Aber Du siehst erregt aus, mein Sohn — es ist doch nichts Schlimmes passiert?" ,fragte sie besorgt. "Nichts in dem Sinne, wie Tu anzu­ nehmen scheinst, Muttchen." Frau Marlitz' Neugierde wurde rege. Sie ließ die 'Hände mit dem StriiMug in den Schoß sinken und sah ihren Sohn erwartungs­ voll an. Als dieser aber noch einige einleiten­ de Worte vorausschicken wollte, meinte sie jin etwas ungeduldigem Ton: "Ach,, so sag es doch nur frei heraus! was es ist, Richard! Tn weißt, daß ich keine Freundin von sogenannten langen Vorberei­ tungen bin!" "Ja doch, liebes Muttchen — ich will Deine Geduld auch, Nicht länger auf die Probe stellen! — Es hat jemand bei mir um — Fees Hand angehalten." Er spracht 'mit absichtlicher Langsamkeit, seine Mutter fuhr wie in jähem Schreck em­ por, und das Strickzeug entsank ihren Händen. "Richard — das kann Tein Ernst nicht sein!" klang 'es erregt von ihren Lippen. "Aber gewiß, Muttchen — mein voller Ernst." "So weise diesen jemand ab, ohne Fee ein Wort von seinem Antrag zu sagen! Wa­ rum den Frieden ihres Herzens so früh stören? — Sie hat ja kaum die Kinderschuhe ausgezogen, kann getrost noch einige Jahre warten und sich, der ühönen Jugendzeit freu­ en, ehe sie ans Heiraten dentt." , . ... " (Fortsetzung folgt.) t . *_ A Und suchte es in seiner idealen Auffassung der Freundschaft und Liebe, die sich weder gn Mang und Stand kehrt, in jeder Weise zu be­ günstigen. Und als er fein Assessorexamen bestanden hatte, wurde Graf Erich sein und Luisens Fürsprecher. Er hörte nicht eher auf, den Vater mit Bitten zu bestürmen, bis dieser endlich den Herzensbund der beiden ihm so (sieben Menschen segnete. Aber nur kurze Zeit währte das Glück des jungen Paares. Kaum zwei Monate nach! der Hochzeit wurde die junge Frau von einer heftigen Lungenentzündung ergriffen, der ihr blühendes Leben schon nach einigen Tagen zum Opfer fiel. Was der Justizrat damals gelitten hatte, spottet jeder Beschreibung. Er war der Perzweiflung, dem Wahnsinn nahe gewesen, und eine lange Zeit verging, Lh« er die Kraft fand, sich seinem an Geist und Körper zehrenden Kummer zu entreißen. Aber vergessen konnte er die teure Tote nie, und die Erinnerung an sie und das Glüch das er mit ihr auf ewig perloren hatte, war es, was ihn frühzeitig zu einem ernsten,fftillen Männ gemacht hatte. 5. , Nur wenige Tage später, an einem trü­</p>
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          <p>Aus den Kolonien. Aur den Monieit. Ter Angriff auf Deutsch-Südwestafrika. Aus Rotterdam wird dem "Berl. Lok.tAnz." berichtet: Aus Turban wird gemeldet, daß General Botha in der Walfischbai einge­ troffen sei, um den Befehl über die Operatio­ nen gegen Deutsch-Südwestafrika zu überneh­ men. (Z.) Beginn der Hochverrafsvertzandlnng gegen Tewet. "Daily Telegraph" meldet aus Johannes­ burg: Ter Prozeß gegen Dewet und den Her­ ausgeber von "Het Volk", Oost, hat am 15. ds. in Bloemfontein begonnen.</p>
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          <p>Vom östlichen Kriegsschauplatz. gen die erhabenen Klänge der Nationalhymne und darauf das "Deutschland, Deutschland über alles" aus vielen tausend Kehlen zum Himmel empor. Alle Mauern und Fensteröffnungen der zerschossenen Häuser waren mit Soldaten besetzt, die ihren Kaiser sehen wollten. Beim Ausgang der Stadt begegnete der Monarch! dann noch' zwei einziehenden Bataillonen des pommerschen Grenadierregiments Nr. 2 mit ihren zerschossenen Fahnen. An der Seite der Straße stellten sich die Truppen in einem offenen Viereck auf, in dessen Mitte der Kaiser trat, ,um seinen tapferen Grenadieren Tank uyd Anerkennung auszusprechen. Sie hätten das in sie gesetzte Vertrauen glänzend gerecht­ fertigt ,und sich ihrer Vorfahren würdig er­ wiesen, die 1870 wie vor 100 Jahren in glei­ cher Gesinnung durch unerschütterlichen Mut und Einsetzung der vollen Manneskraft das Vaterland por dem Feinde beschützt hätten. Er sei gewiß, daß sie mit der gesamten Heeres­ macht guch weiterhin nicht nachlassen würden, den Feind zu schlagen, wo er sich zeige^ bis er völlig niedergerungen sei. Donnernd fiel das Regiment in das von seinem Kommandeur Grafen Rantzau als erneutes Gelöbnis der Treue bis zum Tode ausgebrachte Hurra guf den Allerhöchsten Kriegsherrn ein. Dam östliche« SriegrschnnM. Ter Kaiser und die Sieger von Lyck. Aus Lyck wird geschrieben: Einen wich­ tigen Abschnitt der Winterschlacht in Masu­ ren bildeten die Kämpfe in und um Lhch welcher Ort den Müssen einen festen Stützpunkt geboten hatte. Unfern Truppen gelang es, unter den Augen des an der Front weilenden Obersten Kriegsherrn ,am 14. ds. den Feind aus seinen Stellungen um die Stadt Auswerfen. Kaum waren .die Sieger in die Stadt einge­ zogen, da erschien auch- der Kaiser und traf dort auf der Hauptstraße und dem Markt­ platz weben zahlreichen russischen Gefangenen, Teile der 11. Landwehrdioision und der 2i Infanteriedivision, insbesondere das ruhmge­ krönte Füsilierregiment Graf Roon Nr. 33&lt; Auf dem Marktplatze, inmitten der zerschos­ senen Häuser und der stärk beschädigten Kirche^ spielte sich' eine ergreifende, denkwürdige Szene ab, die allen Zeugen derselben unvergeßliche bleiben wird. Die soeben aus schweren Kämp­ fen kommenden, pon Schmutz und Blut bedeck­ ten Krieger drängten sich jubelnd um den Kai­ ser, der viele der Mannschaften und alle an­ wesenden Offiziere ansprach. Plötzlich dran­</p>
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          <p>Die Türkei im Kriege. 9ie Türkei im Stiege. Zur Lage in Aegypten. Mailand, 17. Februar. Der nach' Aegypten gesandte Sonderberichterstatter der "Stampa" hat den Eindruck gewonnen, daß unter den Eingeborenen eine dumpfe Gärung gegen England besteht, die nur einen tür­ kischen Sieg am Suezkanal brauche, um völlig zum Ausbruch' zu kommen. Ter englische Oberkommissar Mac Mahon sei bei einem offiziellen Besuch in Alexandria von einer starken Gruppe Eingeborener mit Hohngebärden und Hochru­ fen aus Abbas empfangen worden. (Z.)</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. Brotes verhindern. Ein Bericht in diesem Sinne wurde an Wilson gegeben. (Z.) Teutsche Rxvatteure ans Japan ausge­ wiesen. Wie Reuter aus Tokio meldet, sind vier Teutsche, ehemalige Redakteure an einer deutschen Zeitung, aus Japan ausgewiesen wor­ den. Rieder-MW Nachrichten. Eggcnfetden, 16. Februar. (Schwerer Un­ fall mit tödlichem Ausgang.) Ter durch sein Ponnyfuhrwerk weit und breit bekannte Vik terskirchen wollte in der Nähe des Lobnerschen Gasthauses auf das fahrende Postauto, welches.nachmittags von Eggenfelden nach Neuötting fährt, aufspringen, kam dabei zu Fall und unter die Räder des schweren Wagensltragische Weise ums Leben Gekommene, ein braver, fleißiger Mann, ist Vater von 11 Kindern, 2 Söhne stehen im Felde. Deggendorf, 17. Februar. (Ein gericht­ liches Urteil wegen Uebertretung des Höchst­ preises beim Gerstenverkauf) fällte gestern das K. Landgericht Deggendorf. Es wurde sowohl der Verkäufer als auch der Käufer, weil erst­ mals, nur mit geringer Strafe belegt, und zivar der verkaufende Bauer mit SO Mark, der kaufende Händler mit 50 Mark. Ersterer tualienhändler Herr Franz Kreipel von Mt- ein sehr hohes Strafporto zahlen müßten. In Er erlitt an den beiden Füßen schwere Ver-- I brauchte Wäsche usw. nicht durch die Feldpost, letzungen, wahrscheinlich auch innere Verlet- j die ja nur geringe Gewichtsgrenzen zulaßt zungen, sodaß er bald darauf im Krankenhause, | stn sann, in d ie Heimat zurücksenden) son-. wohin er von der Sanitätskolonne gebracht \ bern durch die sogenannten "Sammelsendun-^ wurde, verstarb. Ter Wagenführer, welcher 1 gett " ihres Truppenteils, so daß also Wäsche die Gefahr bemerkte, winkte ab, jedoch Kreipl ■ und Kleidungsstücke, wie überhaupt schwerere versuchte trotzdem aufzuspringen. Der aus so | Gegenstände in die Heimat denselben Weg 'mit geringerer Strafe, weil er nicht über dem j höheren Unterrichtsanstalten ermächtigt und Höchstpreis angeboten, letzterer, weil er über i angewiesen, die Schüler und Schülerinnen, de­ den gesetzlichen Höchstpreis geboten und er­ standen hat.</p>
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          <p>Dienstesnachrichten. Iienstesuachrichteo. Katholische Kiyche. Seine Majestät der König haben sich Allergnädigst bewogen ge­ funden die Predigerstelle bei Unsrer Lieben Frau in München dem Kooperator bei St. Martin und Castulus in Landshut Dr. Joseph Oberhäuser; die katholische Pfarrei Mamming, BA. Tingolfing, dem Benefiziumsprovisor Ignaz Hauer in Friedenfels, BA. Kemnath; die katholische Pfarrei Münchham, BA. .Pfarrkirchen, dem Pfarrer Erhard Kraus in Bischossreut, BA. Wolfstein zu übertragen?</p>
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          <p>Letzte Posten. Letzte Posten. Unter der Genfer Konvention. Genf, 18. Februar. Es wird hierher gemeldet, daß die freigesprochenen deutschen Aerzte und Sanitätssoldaten unter Beachtung der Genfer Konvention so schnell als möglich freigelassen und über die Schweiz nach Deutsch­ land zurück transportiert werden sollen. (Z.) Ein französisches Kabel abgeschnitten. Zürich, 18. Februar. Tie französischen Zeitungen melden: Tas Kabel von Brest nach Newhork ist abgeschnitten. Alle Telegramme nach dem Kontinent müssen nunmehr über die englischen Kabel befördert werden und die englische Zensur passieren. v Ter englisch-französische Schiffsverkehr im Kanal eingestellt. Rotterdam, 17. Februar. Ter Kanal­ verkehr zwischen Frankreich und England wur­ de eingestellt, vermutlich wegen des Beginnes der englischen Truppentransporte. (Z.) Tic Kämpfe in der Bukowina. Köln, 18. Februar. Tie "Köln. Ztg." meldet aus Bukarest: In überaus heftigen Kämpfen gewinnen die verbündeten Truppen in der Bukowina immer mehr Boden. Die Russen mit Einschluß des Generalgouverneurs Ewreinow verließen Czernowitz und ziehen ihre Truppen aus allen Befestigungen zurück. Tie österreichisch-ungarischen Truppen sollen die russische Front durchbrochen, den Pruth über­ schritten haben, und in Galizien bis Snyatin vorgedrungen sein. Tie Lage des linken russi­ schen Flügels soll verzweifelt fein. Literarisches. Die Kusine aus Amerika. Roman von Kurt Aram. (Verlag Ullstein u. Co., Berlin und Wien. Preis 1 Mark.) Von dem Wirbelsturm der Tropen, bet dessen zerstörendem Rasen sie zur Welt gekommen ist, hat Cyklone, das Kind des deutschargentinischen Plantagenbesitzers Carlos von Seyler, den Namen, und Miß Cyklone ist sie in den Kreisen der Vierhundert von Newyork, die die junge Millio­ närin aufnehmen. Dann reist sie hinüber ins alte Deutschland, um das Gedächtnis ihres toten Vaters, des von seinen Blutsverwandten fast vergessenen Abenteurers, durch ein Monument zu ehren. Mit ihrem überraschenden Gastspiel auf dem Familientag derer von Seyler beginnt die Entwicklung des Romans, den Kurt Aram durch wechselvolle, heitere, romantische und tragische Begebenheiten hindurchführt, und den man mit ungewöhnlicher Spannung verfolgen wird. Aus Berlin und Potsdam gelangen wir in die bunte, traumhast lockende und schreckende Welt des Kaukasus, die Aram kennt wie nur wenige Schilderer, kn das von dem russischen Säbel eroberte Land der wilden Bergvölker, in das Land der Märchen, und in die deutsche Heimat kehren wir mit der befreiten Cyklone zurück. Ein Werk voll kunftleicher Erzählungrtechnik hat Aram in diesem Roman geschaffen; aber eS ist mehr noch. Es zeigt das internationale Leben, wie es am Vorabend des großen Krieges war, und er ist erfüllt von der ruhigen Klarheit eines Melgewanderten, von unerschülterltchem Stolze aus deutsche» Wesen. M; leitet eine Taffe Sterte Pale T«? Die Beantwortung dieser Frage, welch« Manche Leser überrasch«« wirb, find-1sich tu «am Flugblatt der Firma Kran, KaihreiuerS Nachfolger, G. m. d. H«, München und Hauiburu, welches der Gesamt­ auflage nuferer heurige« Nummer beilitgt. 467 Druck u. Verlag I. F. Rietsch, LandShul. Beranttvortl. Redakteur F. I. Wagner, LaudÄhut.</p>
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          <p>Bericht des deutschen Hauptquartiers. Meere schickt. Ein sonderbares Schauspiel. Tie meerbeherrschende englische Flagge ist vom Meere verschwunden. Das ist allein schon ein Erfolg, der in der ganzen Welt wohl allen jenen zu denken geben wird, die bisher in skla­ vischer Furcht vor der unbezwinglichen Macht Englands zur See gelebt haben. Allerdings hat dieses unwürdige Gebühren unsres Fein­ des, der zudem seine Handelsschiffe bestückt haben soll, eine sehr ernste Seite. Er macht die neutrale Schiffahrt völlig vogelfrei. Es wird nun trotz allep Proteste der wirklich! neutralen Schiffahrt nichts übrig bleiben, als die als Kriegsgebiet bezeichneten Gewässer zu meiden, das allein wird ihr Schutz gewähren. Tie Unterseebootsaktion hat bereits begon­ nen. Vorgestern hat ein deutsches Untersee­ boot beim Kap Antifer den englischen Damp­ fer "Tulwich" und gestern hat ein Unterseeboot beim Leuchtturm von Barfleur den französischen Dampfer "Pille de Lille" in Grund gebohrt. Tie Oesterreicher haben nach zweitägigem Kampfe Kolomea eingenommen und bei den Kämpfen 2000 Gefangene gemacht. In den Karpathen konnten die österreichischen Trup­ pen den Russen in der Verfolgung erneut weitere 4040 Gefangene abnehmen. Gestern nachmittags wurde berichtet: Bericht des deutschen HWtWttittS. WTB. Berlin, 17. Februar. Mittags. (Großes Hauptquartier.) Westlicher Kriegsschauplatz. Offenbar veranlaßt durch unsere großen Erfolge im Osten unternahmen Franzosen und Engländer gestern und in der vergangenen Nacht an verschiedenen Stellen besonders hart­ näckige Angriffe. Tie Engländer verloren bei gescheiterten Versuchen, ihre am 14. Februar verlorenen Stellungen wieder zu gewinnen, erneut 4 Offiziere 170 Mann an Gefangenen. Nordöstlich Reims wurden feindliche An­ griffe abgewiesen. 2 Offiziere 179 Iranzosen blieben in unseren Händen. Besonders starke Vorstöße richteten sich!</p>
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          <p>In den südlich der Stadt bei CluczowWielki und MySzhn seit betn 15. Februar andauernden Kämpfen machten die Russen sichtlich große Anstrengungen, die Stadt zu behaupten. Zahlreiche Verstärkungen wurden von ihnen herangeführt. Heftige Gegenangriffe aus unsre vordringenden Truppen mutzten bei­ derseits der Stratze mehreremale zurückgeschla­ gen werden, wobei durch gute eigne Artillerie­ wirkung dem Feinde grotze Verluste beige­ bracht wurden. Um 5 Uhr nachmittags ge­ lang es durch allgemeinen Angriff den Geg­ ner trotz erbitterter Gegenwehr aus seiner letz­ ten Stellung vor der Stadt zu werfen und in einem Zuge mit den Fliehenden Kolonie« zu erreichen. Tie Zerstörung der Pruthbrücke wurde verhindert, die Stadt von den fliehen­ den Russen gesäubert und besetzt. 2000 Gefangene, mehrere Maschinengewehre und zwei Geschütze fiehnt in unsre Hände. Im Karpathenabschnitt bis in die Ge­ gend Whskow dauern die Kämpfe mit grotzer Hartnäckigkeit an. Weitere 4040 Gefangene GefangeM sind eingebracht. An der Front in Russisch-Polen und West­ galizien war nur ein Geschützkampf im Gange. Ter stellvertretende Chef des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Der §l«WvmWa«ch. Amsterdam, 18. Februar. Tie Morning Post meldet: Ter Kapitän des Damp­ fers "Laertes" soll wegen des Mitzbrauchs der holländischen Flagge interniert sein. Der ttnterfetöiwts&amp;riefl. Paris, 18. Februar. Nach einer amt­ lichen Meldung entdeckte am letzten Dienstag 1 Uhr 30 Min. nachmittags der französische Dampfer."Pille de Lille" auf der Fahrt von Cherbourg nach Dünkirchen, nördlich des Leuchtturmes von Barfleur ein deutsches Un­ terseeboot. Ter Dampfer versuchte zu fliehen, aber das Unterseeboot holte ihn ein und versenkte ihn mittels Bomben, die in das Innere des Dampfers gelegt wurden. Das Unterseeboot gab der Besatzung des Dampfers 5 Minuten Zeit, um sich retten zu können. Nach der Versenkung des Dampfers tauchte das Unterseeboot unter und verschwand. Kiimg Albert eon NW« als Kundschafter. Paris, 18. Februar. Dem "Figaro" wird aus Amsterdam gemeldet: König Albert von Belgien hat am 13. Februar einen Er­ kundungsflug über die deutschen Linien aus­ geführt. Schissahrtseiuftellllnge«. Amsterdam, 18. Februar. Tie Blät­ ter melden: Tie Fährdampfer von Rotterdam und von Vlissingen nach London stellten den Dienst nach England ein. Am Donnerstag soll ein Frachtschiff von Vlissingen ausführen, das die Post nach England mitnimmt. Herabgeschoffener Iliegcr. Vlissingen, 18. Februar. Gestern abends brachte ein holländisches Torpedoboot ein englisches Wasserflugzeug mit einem Offi­ zier ein, das es in der Nähe der Schelde­ mündung aufgefischt hatte. Ter Offizier wurde</p>
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          <p>In den südlich der Stadt bei CluczowWielki und MySzhn seit betn 15. Februar andauernden Kämpfen machten die Russen sichtlich große Anstrengungen, die Stadt zu behaupten. Zahlreiche Verstärkungen wurden von ihnen herangeführt. Heftige Gegenangriffe aus unsre vordringenden Truppen mutzten bei­ derseits der Stratze mehreremale zurückgeschla­ gen werden, wobei durch gute eigne Artillerie­ wirkung dem Feinde grotze Verluste beige­ bracht wurden. Um 5 Uhr nachmittags ge­ lang es durch allgemeinen Angriff den Geg­ ner trotz erbitterter Gegenwehr aus seiner letz­ ten Stellung vor der Stadt zu werfen und in einem Zuge mit den Fliehenden Kolonie« zu erreichen. Tie Zerstörung der Pruthbrücke wurde verhindert, die Stadt von den fliehen­ den Russen gesäubert und besetzt. 2000 Gefangene, mehrere Maschinengewehre und zwei Geschütze fiehnt in unsre Hände. Im Karpathenabschnitt bis in die Ge­ gend Whskow dauern die Kämpfe mit grotzer Hartnäckigkeit an. Weitere 4040 Gefangene GefangeM sind eingebracht. An der Front in Russisch-Polen und West­ galizien war nur ein Geschützkampf im Gange. Ter stellvertretende Chef des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Der §l«WvmWa«ch. Amsterdam, 18. Februar. Tie Morning Post meldet: Ter Kapitän des Damp­ fers "Laertes" soll wegen des Mitzbrauchs der holländischen Flagge interniert sein. Der ttnterfetöiwts&amp;riefl. Paris, 18. Februar. Nach einer amt­ lichen Meldung entdeckte am letzten Dienstag 1 Uhr 30 Min. nachmittags der französische Dampfer."Pille de Lille" auf der Fahrt von Cherbourg nach Dünkirchen, nördlich des Leuchtturmes von Barfleur ein deutsches Un­ terseeboot. Ter Dampfer versuchte zu fliehen, aber das Unterseeboot holte ihn ein und versenkte ihn mittels Bomben, die in das Innere des Dampfers gelegt wurden. Das Unterseeboot gab der Besatzung des Dampfers 5 Minuten Zeit, um sich retten zu können. Nach der Versenkung des Dampfers tauchte das Unterseeboot unter und verschwand. Kiimg Albert eon NW« als Kundschafter. Paris, 18. Februar. Dem "Figaro" wird aus Amsterdam gemeldet: König Albert von Belgien hat am 13. Februar einen Er­ kundungsflug über die deutschen Linien aus­ geführt. Schissahrtseiuftellllnge«. Amsterdam, 18. Februar. Tie Blät­ ter melden: Tie Fährdampfer von Rotterdam und von Vlissingen nach London stellten den Dienst nach England ein. Am Donnerstag soll ein Frachtschiff von Vlissingen ausführen, das die Post nach England mitnimmt. Herabgeschoffener Iliegcr. Vlissingen, 18. Februar. Gestern abends brachte ein holländisches Torpedoboot ein englisches Wasserflugzeug mit einem Offi­ zier ein, das es in der Nähe der Schelde­ mündung aufgefischt hatte. Ter Offizier wurde König Albert von Belgien als Kundschafter.</p>
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          <p>Herabgeschossener Flieger. In den südlich der Stadt bei CluczowWielki und MySzhn seit betn 15. Februar andauernden Kämpfen machten die Russen sichtlich große Anstrengungen, die Stadt zu behaupten. Zahlreiche Verstärkungen wurden von ihnen herangeführt. Heftige Gegenangriffe aus unsre vordringenden Truppen mutzten bei­ derseits der Stratze mehreremale zurückgeschla­ gen werden, wobei durch gute eigne Artillerie­ wirkung dem Feinde grotze Verluste beige­ bracht wurden. Um 5 Uhr nachmittags ge­ lang es durch allgemeinen Angriff den Geg­ ner trotz erbitterter Gegenwehr aus seiner letz­ ten Stellung vor der Stadt zu werfen und in einem Zuge mit den Fliehenden Kolonie« zu erreichen. Tie Zerstörung der Pruthbrücke wurde verhindert, die Stadt von den fliehen­ den Russen gesäubert und besetzt. 2000 Gefangene, mehrere Maschinengewehre und zwei Geschütze fiehnt in unsre Hände. Im Karpathenabschnitt bis in die Ge­ gend Whskow dauern die Kämpfe mit grotzer Hartnäckigkeit an. Weitere 4040 Gefangene GefangeM sind eingebracht. An der Front in Russisch-Polen und West­ galizien war nur ein Geschützkampf im Gange. Ter stellvertretende Chef des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Der §l«WvmWa«ch. Amsterdam, 18. Februar. Tie Morning Post meldet: Ter Kapitän des Damp­ fers "Laertes" soll wegen des Mitzbrauchs der holländischen Flagge interniert sein. Der ttnterfetöiwts&amp;riefl. Paris, 18. Februar. Nach einer amt­ lichen Meldung entdeckte am letzten Dienstag 1 Uhr 30 Min. nachmittags der französische Dampfer."Pille de Lille" auf der Fahrt von Cherbourg nach Dünkirchen, nördlich des Leuchtturmes von Barfleur ein deutsches Un­ terseeboot. Ter Dampfer versuchte zu fliehen, aber das Unterseeboot holte ihn ein und versenkte ihn mittels Bomben, die in das Innere des Dampfers gelegt wurden. Das Unterseeboot gab der Besatzung des Dampfers 5 Minuten Zeit, um sich retten zu können. Nach der Versenkung des Dampfers tauchte das Unterseeboot unter und verschwand. Kiimg Albert eon NW« als Kundschafter. Paris, 18. Februar. Dem "Figaro" wird aus Amsterdam gemeldet: König Albert von Belgien hat am 13. Februar einen Er­ kundungsflug über die deutschen Linien aus­ geführt. Schissahrtseiuftellllnge«. Amsterdam, 18. Februar. Tie Blät­ ter melden: Tie Fährdampfer von Rotterdam und von Vlissingen nach London stellten den Dienst nach England ein. Am Donnerstag soll ein Frachtschiff von Vlissingen ausführen, das die Post nach England mitnimmt. Herabgeschoffener Iliegcr. Vlissingen, 18. Februar. Gestern abends brachte ein holländisches Torpedoboot ein englisches Wasserflugzeug mit einem Offi­ zier ein, das es in der Nähe der Schelde­ mündung aufgefischt hatte. Ter Offizier wurde interniert, das Flugzeug- liegt im Vlissinger Hafen. Amsterdam, 18. Februar. Das eng­ lische Flugzeug, das in der Nähe der Schelde­ mündung ausgefischt worden toor, hatte meh­ rere Schüsse erhalten. Es war niedergeschossen worden.</p>
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          <p>feldgrauen Sieger den Hammer der Friedens­ arbeit nicht weniger gut zu führen wissen als das Schwert des Krieges. W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter.</p>
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          <p>Der Krieg mit England. 9er Me- mit England. Ein englischer Tampfer im Kanal versenkt, Rotterdam, 17. Februar. Der engli­ sche Dampfer "Dulwich", der unterwegs von Hüll nach Rouen war, wurde am Montag 20 Seemeilen vom Kap Antifer bei Havre ent­ fernt von einem deutschen Unterseeboot ange­ halten. Tie Deutschen erlaubten der Mann­ schaft die Rettungsboote zu besteigen und sich in Sicherheit zu bringen. Tann sprengten sie den "Dulwich" in die Luft. (Z.) Ter bevorstehende Nntcrseebootskricg. Kopenhagen, 17. Februar. Tie See­ versicherung in England ist infolge der deut­ schen Blockadeerklärung bedeutend gestiegen. Schiffe von Australien und Südamerika be­ fahlen 40 Schilling statt 20, die Küstendamp20 statt 5 Schilling. Ter englische Flaggen- und Farbenbetrug. Christiania, 17. Februar. Ter Damp­ fer "Habil", der in Stavanger von Blhth ange­ kommen ist, erzählt, daß, dort liegende eng­ lische Schiffe ihre Namen übermalt und die Schornsteinzeichen verändert hätten. "Extrabladet" zufolge sind beide Kam­ mern des dänischen Parlaments auf morgen zu einer gemeinsamen Sitzung geladen, wie Man annimmt, um die Blockadefrage zu be­ sprechen. Es wird betont, daß die Sitzung einen friedlichen Charakter habe. Tie Lebensrnittelteuernng in England. Aus London erfährt die Frksr. Ztg.: Die "Daily Citizen" meldet: EineMassenversammlung der Arbeiter in Manchester, die zum Protest gegen die hohen Lebensmittelp-reise statrfand, faßte folgende Resolution: Falls die Regierung nicht sofort in eine außerordent­ liche Aktion eintritt, um der gegenwärtigen unerträglichen Lage ein Ende zu machen, soll sofort mit der Agitation begonnen werden, ,um unter den Arbeitern eine Bewegung in.Gang zu bringen, -die gesamte Arbeit so Junge nieder­ zulegen, bis die Regierung ihre Pflicht erkannt hat, die Lebensbedingungen zu regeln. &lt;Z.) Tie Suffragetten kommen'. Ter "Progres Lyon" meldet die Bildung von zwei Regimentern Suffragetten unter dem Oberbefehl der Bicomtesse Castbreagh. Kit-&gt; cheners längerer Widerstand ist endlich durch Fürsprache Asquithhs sowie der Königin be­ siegt worden. Das Regiment ist bereits or­ ganisiert und.enthält ausschließlich Londonerfinnen. Tie Kompagnien werden gebildet durch 500 Frauen. Bier Kompagnien bilden ein Bataillon, zwei.Bataillone ein Regiment. Zu­ gelassen sind Frauen im Alter von.20 bis 40 Jahren. Tie Rekrutierung erfolgt durch Dok­ toressen. Sie versehen vorläufig Dienste als Signalistinnen, Feldtelegraphistinnen, .Tele­ phonistinnen, Stafetten, Wegemeister, Autolenkerinnen. Das erste Regiment ist in zwei Kasernen in Kensington untergebracht. Ter Tienst ist sehr streng. Die Suffragetten sind angeblich von glühender Begeisterung erfüllt. Tie Mobilisierung der englischen Frauen. "Wenn die Stunde kommt, wo in Tau­ fenden von Büros die Angestellten entlassen werden, denn bewegt sich, ein dichter Zug von jungen Mädchen nach der großen Turnhalls der Marylebone School, ein lebendiges Trei­ ben entfaltet sich hier. Alle diese jungen Tiamen tragen flache breitkrempige Hüte, knappe Jaketts und fußfreie Röcke aus einem starken friesartigem Tuch; sie tragen die Uniform der "freiwilligen Frauenreserve". Und nun stehen sie in Reih und Glied; die Kommandos der weiblichen Offiziere hallen durch den Saal, und der Drill beginnt." So schildert Ladh Jellicoe, die Gattin des bekannten Admirals,! die Uebungsstunden der Londoner Frauen, die sich für den Mrieg vorbereiten. Es sind nicht nur Bürodamen, die hier zusammenkomwen^ sondern auch viele Ladenfräuleins und junge Mädchen, die zu Hause bei ihren Estern sind. An 'den verschiedensten Stellen Londons fin­ den diese Uebungsstunden statt. Einige große Warenhäuser haben sogar für ihre weiblichen Angestellten besondre Kompagnien eingerichtet. Obgleich aus den mannigfachsten Ständen stam­ mend, die sich sonst in England ,nicht gut ver­ tragen, hat doch» der eine Gedanke alle diese jungen Mädchen geeint, und neben der Arbei­ terin steht die Dame der Gesellschaft, um mit demselben Feuereifer die Uebungen auszufüh'ren. Tie Aufnahme in die freiwillige Frauen­ reserve ist außerordentlich leicht gemacht. Tie Mädchen, die die 60 Mark für die Uniform nicht aufbringen können, erhalten sie von dem Komitee gestellt, das zu diesem Zwecke große Sammlungen veranstaltet hat. In allen Tei­ len Englands sind solche Frauenkompagnien gebildet worpen; sie lernen Marschieren, Wen­ dungen machen, führen Arm- und BeinübuNgen aus und werden gedrillt, ganz ähnlich wie Soldaten. Was ist nun der Zweck dieser merkwürdigen Mobilisierung der englischen Frau'? Lady Jellicoe gibt darauf die Antwort: "In London und in allen andern Städten wo die geringste Möglichkeit für einen feind­ lichen Angriff aus der Luft odpr vom Meere her vorhanden ist, kann durch pin Korpsvon Frauen, das militärisch geübt und diszipli-' niert ist, einer Panik wirksam entgegengear­ beitet werden. Sie können aber noch mehr tun; sie können Männer frei machen für die Front, indem sie als Chauffeure oder Motor­ radfahrer ausgebildet werden Tie mobilisier­ ten Frauen können bei Angriffen, die über England hereinbrechen, erste Hilfe leisten; sie werden im Signalgeben ausgebildet und sind so imstande, den Militärbehörden Mitteilung zu machen. Sie werden sich nützlich machen in jedem Falle der Not. Wenn die Teutschen uns in England mit ihren Herren überraschen, dann werben sie viele Huniderte englischer Frauen finden, die sicherlich die Teutschen überraschen werden."</p>
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          <p>Der Krieg zwischen Oesterreich-Ungarn, Serbien und Montenegro. 9er Stieg Mischen OesterreichUngarn. Serbien und Montenegro. Boin montenegrinischen Kriegsschauplatz. Mailand, 17. Februar. Nach einem Telegramm aus Cetinje sind gestern früh ein österreichisch-ungarischer Torpedojäger und 2 Torpedoboote in den montenegrinischen Ha­ fen Antivari eingelaufen. Sie haben die von der ftanzösischen Flotte mit Waren versehenen Schuppen der Gesellschaft Antivari beschossen. Auch- ein montenegrinisches Segelschiff soll ge­ troffen worden sein. — Zwei österreichische ungarische Flieger überflogen den königlichen montenegrinischen Palast in Rjeka. Tie mon­ tenegrinische Königsfamilie befand sich' im Gar­ ten und schaute den Fliegern zu, die angeblich' erfolglos mit Gewehren schossen. (Z.j)</p>
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          <p>Newhork wird gemeldet: Tie Kommission, die unter dem Vorsitze des Bürgermeisters von Newhork über die Lebensmittelteuerung be­ riet, empfiehlt als Schutzmaßnahme die Ein­ schränkung des Getreideexportes. Tie MaßMinister Sembat (Soz.), weil er am Londoner j präge. Tort, wo Hausbesitzer das Beflaggen Sozialistentag gegen die russische Willkürherr- j vergessen, haben manchmal Meter mit Fahnen .schaft protestiert hat. Er soll abgesägt werden. * von ihren Wohnungen aus nachgeholfen. 15 Ein erneutes Erdbeben in Italien. Ter - Kanonenschüsse donnerten - vom Oberhause "Corriere della Sera" erfährt aus Romani- j Sn Passau und trugen die Kunde von dem Rieti, Aquila, Cittadueale und Veroli. daß 1 Erfolge weit hinaus ins Land. Tre Landshuter dort kurze, aber starke Erdbewegungen zu spüren waren. Tie Stöße erfolgten zlu ver­ schiedenen Stunden und mit ungleicher Stärke. In einem Orte fielen der Glockenturm per Kirche und die umstehenden Häuser ein. Lebensmitteltcnernng in Amerika. Aus j ab und können Pakete bis 24. Februar in der eine 2lnsführnngsanw,eisnng ergehen lassen. Tie zuständige Behörde, die den Umfang und die Art des zu beschaffenden Bedarfs bestimmt, ist die Kommunalaufsichtsbehörde. Zur Er­ füllung dieser Verpflichtung kann den Ge­ meinden oder einem Dritten das Eigentum an Schweinen von der zuständigen Behörde über­ tragen werden; diese Behörde ist bei Santw gemeinden der Landrat, bei Stadtkreisen der Regierungspräsident. Tie Festsetzung des Uebernahmepreises erfolgt nach der Bundes­ ratsverordnung endgültig durch ein Schieds-, geeicht von drei Mitgliedern. Tie Beisitzer sind von der Landwirtschaftskammer nndHandelskammer dem Regierungspräsidenten auf sein Ersuchen in der erforderlichen Anzphi vorzuschlagen. Ueber die Durchführung der den Städten und Landgemeinden auferlegten gesetzlichen Verpflichtung zur Beschaffung von Fleischdauerware bleiben weitere Verfügungen vorbehalten. Maßnahmen gegen die Matzfabritätion in Ungchrn. Das ungarische Amtsblatt veröffent­ licht eine Verordnung des ungarischen Ministe­ riums, wonach die Malzfabriken sowie die malzerzeugenden Bierbrauereien mit einigen Ausnahmen nur jenes Malz aufarbeiten dür­ fen, das aus bis zum 19. Februar 1915 eins gemälzter Gerste erzeugt wird. Später ist der weitere Betrieb einzustellen. 3kr Schweizer Bundesrat hat das Aus­ fuhrverbot auf Abfall-Schwefelsäure, Eschen­ holz, Kälbermägen und Käsplab ausgedehnt. In Ungnade gefallen ist der französische nähme soll besonders die Verteuerung des ‘ mit deutschen Kriegs- und Zivilgefangenen im Brotes verhindern. Ein Bericht in diesem Sinne wurde an Wilson gegeben. (Z.) Teutsche Rxvatteure ans Japan ausge­ wiesen. Wie Reuter aus Tokio meldet, sind vier Teutsche, ehemalige Redakteure an einer deutschen Zeitung, aus Japan ausgewiesen wor­ den. Rieder-MW Nachrichten. Eggcnfetden, 16. Februar. (Schwerer Un­ fall mit tödlichem Ausgang.) Ter durch sein Ponnyfuhrwerk weit und breit bekannte Vik terskirchen wollte in der Nähe des Lobnerschen Gasthauses auf das fahrende Postauto, welches.nachmittags von Eggenfelden nach Neuötting fährt, aufspringen, kam dabei zu Fall und unter die Räder des schweren Wagensltragische Weise ums Leben Gekommene, ein braver, fleißiger Mann, ist Vater von 11 Kindern, 2 Söhne stehen im Felde. Deggendorf, 17. Februar. (Ein gericht­ liches Urteil wegen Uebertretung des Höchst­ preises beim Gerstenverkauf) fällte gestern das K. Landgericht Deggendorf. Es wurde sowohl der Verkäufer als auch der Käufer, weil erst­ mals, nur mit geringer Strafe belegt, und zivar der verkaufende Bauer mit SO Mark, der kaufende Händler mit 50 Mark. Ersterer tualienhändler Herr Franz Kreipel von Mt- ein sehr hohes Strafporto zahlen müßten. In Er erlitt an den beiden Füßen schwere Ver-- I brauchte Wäsche usw. nicht durch die Feldpost, letzungen, wahrscheinlich auch innere Verlet- j die ja nur geringe Gewichtsgrenzen zulaßt zungen, sodaß er bald darauf im Krankenhause, | stn sann, in d ie Heimat zurücksenden) son-. wohin er von der Sanitätskolonne gebracht \ bern durch die sogenannten "Sammelsendun-^ wurde, verstarb. Ter Wagenführer, welcher 1 gett " ihres Truppenteils, so daß also Wäsche die Gefahr bemerkte, winkte ab, jedoch Kreipl ■ und Kleidungsstücke, wie überhaupt schwerere versuchte trotzdem aufzuspringen. Der aus so | Gegenstände in die Heimat denselben Weg 'mit geringerer Strafe, weil er nicht über dem j höheren Unterrichtsanstalten ermächtigt und Höchstpreis angeboten, letzterer, weil er über i angewiesen, die Schüler und Schülerinnen, de­</p>
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          <p>Landshul. 18 Februar. - * Tie Siegesnachricht von gestern früh brachte einen hellen Ton der Freude' ln die düstre Stimmung des Aschermittwochs. Man wußte es ja, daß die vor einigen Tagen ^gemeldeten 26 000 gefangenen Russen nicht die ganze Ausbeute des Sieges bleiben werden. Hindenburg ist ja Meister in der Verfolgung. Und wirklich aus den 26 000 waren 50 000 ge­ worden. "In dichten Scharen umstanden die Passanten unsre Tepeschentafeln, um diese Kunde zu lesen und weiter zu tragen. Allmäh­ lich kamen die Fahnen wieder zum Vorschein Und gaben den Straßen ein festliches GieKanonen allerdings blieben stumm. — T Liebesgaben. Gegen Ende des Monats gehen an das 2. Land'wehrinfanterie-Rgt. und 4. Landwehr-Jnf.-Rgt. Bat. Wally (früher Rgt. Parst) wieder Sendungen Sammelstelle Mühldorfer abgegeben werden. —* Po st verkehr mit deutschen Kriegs- und Z i o i l g e f a n g e n e n im Ausland. Tas Reichspostamt hat dieser Tage von dem Merlblatt über den Postverkehc Minister Sembat (Soz.), weil er am Londoner j präge. Tort, wo Hausbesitzer das Beflaggen Sozialistentag gegen die russische Willkürherr- j vergessen, haben manchmal Meter mit Fahnen .schaft protestiert hat. Er soll abgesägt werden. * von ihren Wohnungen aus nachgeholfen. 15 Ein erneutes Erdbeben in Italien. Ter - Kanonenschüsse donnerten - vom Oberhause "Corriere della Sera" erfährt aus Romani- j Sn Passau und trugen die Kunde von dem Rieti, Aquila, Cittadueale und Veroli. daß 1 Erfolge weit hinaus ins Land. Tre Landshuter dort kurze, aber starke Erdbewegungen zu spüren waren. Tie Stöße erfolgten zlu ver­ schiedenen Stunden und mit ungleicher Stärke. In einem Orte fielen der Glockenturm per Kirche und die umstehenden Häuser ein. Lebensmitteltcnernng in Amerika. Aus j ab und können Pakete bis 24. Februar in der Auslande eine Neuausgabe herstellen lassen, j die kostenfrei unmittelbar an Interessenten äb* gegeben wird. Tiefe hätten nur den Wunsch ' durch Postkarte der Geheimen Kanzlei des ? Reichspostamtes in Berlin W 66 mitzuteilen. j - * Wie können unsere Soldaten ; gebrauchte Wäsche in die Heimat zu­ rückschicken? Es ist wiederholt darüber ge­ klagt worden, daß unsere Krieger ihre ge­ brauchten Wäschestücke in die Heimat nicht zu­ rückschicken können, weil die für Feldpostsen­ dungen zugelassene Gewichtsgrenze zu nied­ rig sei und die Angehörigen daheim bei ge­ ringen Ueberschreitungen des Höchstgewichtes dankenswerter Weise hat nun der Feldober­ postmeister, Herr Geh. Oberpostrat Tomizlaff, durch eine Zuschrift an die Red. der "LeiW. N. N(" die bestehenden Zweifel behoben. Un­ sere Soldaten an der Front sollen ihre ge=s gehen, den die Zehnpfundpakete geheq,, die durch Vermittlung der EtapPen-Paketdepots also durch die Bahn, ins Feld gesandt werden. Unsere Leser werden daher guttun, ihre An­ gehörigen im Felde darauf aufmerksam zu machen. * Frühjahrsfeldbestellung. Im Anschluß an die Mnisterialentschließung vom 12. ds. hat nunmehr auch das Staatsministe­ rium des Innern für Kirchen- und Schulange­ legenheiten auch die Vorstände der sämtlichen nähme soll besonders die Verteuerung des ‘ mit deutschen Kriegs- und Zivilgefangenen im tualienhändler Herr Franz Kreipel von Mt- ein sehr hohes Strafporto zahlen müßten. In Er erlitt an den beiden Füßen schwere Ver-- I brauchte Wäsche usw. nicht durch die Feldpost, letzungen, wahrscheinlich auch innere Verlet- j die ja nur geringe Gewichtsgrenzen zulaßt zungen, sodaß er bald darauf im Krankenhause, | stn sann, in d ie Heimat zurücksenden) son-. wohin er von der Sanitätskolonne gebracht \ bern durch die sogenannten "Sammelsendun-^ wurde, verstarb. Ter Wagenführer, welcher 1 gett " ihres Truppenteils, so daß also Wäsche die Gefahr bemerkte, winkte ab, jedoch Kreipl ■ und Kleidungsstücke, wie überhaupt schwerere versuchte trotzdem aufzuspringen. Der aus so | Gegenstände in die Heimat denselben Weg 'mit geringerer Strafe, weil er nicht über dem j höheren Unterrichtsanstalten ermächtigt und Höchstpreis angeboten, letzterer, weil er über i angewiesen, die Schüler und Schülerinnen, de­ ren Beihilfe bei der Frühjahrsfeld- und Gar­ tenbestellung von ihren Angehörigen benötigt ist und gewünscht wird, auf die erforderliche Zeit vom Unterrichtsbesuche zu befreien. -* Stadttheater. Hofschauspieler Kö­ nig bringt auf vielfachen Wunsch am Sonntag, den 21. Februar, nachmittags 4 Uhr den aus­ gelassenen Schwank "Tie spanische Fliege" noch­ mals zur Aufführung. Abends halb 8 Uhr geht das liebenswürdige Lustspiel "Jugendfreude" von Ludwig Fulda in Szene, welches zur Zeit am Residenztheater in München volle Häuser macht.</p>
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          <p>Literarisches. Letzte Posten. Unter der Genfer Konvention. Genf, 18. Februar. Es wird hierher gemeldet, daß die freigesprochenen deutschen Aerzte und Sanitätssoldaten unter Beachtung der Genfer Konvention so schnell als möglich freigelassen und über die Schweiz nach Deutsch­ land zurück transportiert werden sollen. (Z.) Ein französisches Kabel abgeschnitten. Zürich, 18. Februar. Tie französischen Zeitungen melden: Tas Kabel von Brest nach Newhork ist abgeschnitten. Alle Telegramme nach dem Kontinent müssen nunmehr über die englischen Kabel befördert werden und die englische Zensur passieren. v Ter englisch-französische Schiffsverkehr im Kanal eingestellt. Rotterdam, 17. Februar. Ter Kanal­ verkehr zwischen Frankreich und England wur­ de eingestellt, vermutlich wegen des Beginnes der englischen Truppentransporte. (Z.) Tic Kämpfe in der Bukowina. Köln, 18. Februar. Tie "Köln. Ztg." meldet aus Bukarest: In überaus heftigen Kämpfen gewinnen die verbündeten Truppen in der Bukowina immer mehr Boden. Die Russen mit Einschluß des Generalgouverneurs Ewreinow verließen Czernowitz und ziehen ihre Truppen aus allen Befestigungen zurück. Tie österreichisch-ungarischen Truppen sollen die russische Front durchbrochen, den Pruth über­ schritten haben, und in Galizien bis Snyatin vorgedrungen sein. Tie Lage des linken russi­ schen Flügels soll verzweifelt fein. Literarisches. Die Kusine aus Amerika. Roman von Kurt Aram. (Verlag Ullstein u. Co., Berlin und Wien. Preis 1 Mark.) Von dem Wirbelsturm der Tropen, bet dessen zerstörendem Rasen sie zur Welt gekommen ist, hat Cyklone, das Kind des deutschargentinischen Plantagenbesitzers Carlos von Seyler, den Namen, und Miß Cyklone ist sie in den Kreisen der Vierhundert von Newyork, die die junge Millio­ närin aufnehmen. Dann reist sie hinüber ins alte Deutschland, um das Gedächtnis ihres toten Vaters, des von seinen Blutsverwandten fast vergessenen Abenteurers, durch ein Monument zu ehren. Mit ihrem überraschenden Gastspiel auf dem Familientag derer von Seyler beginnt die Entwicklung des Romans, den Kurt Aram durch wechselvolle, heitere, romantische und tragische Begebenheiten hindurchführt, und den man mit ungewöhnlicher Spannung verfolgen wird. Aus Berlin und Potsdam gelangen wir in die bunte, traumhast lockende und schreckende Welt des Kaukasus, die Aram kennt wie nur wenige Schilderer, kn das von dem russischen Säbel eroberte Land der wilden Bergvölker, in das Land der Märchen, und in die deutsche Heimat kehren wir mit der befreiten Cyklone zurück. Ein Werk voll kunftleicher Erzählungrtechnik hat Aram in diesem Roman geschaffen; aber eS ist mehr noch. Es zeigt das internationale Leben, wie es am Vorabend des großen Krieges war, und er ist erfüllt von der ruhigen Klarheit eines Melgewanderten, von unerschülterltchem Stolze aus deutsche» Wesen. M; leitet eine Taffe Sterte Pale T«? Die Beantwortung dieser Frage, welch« Manche Leser überrasch«« wirb, find-1sich tu «am Flugblatt der Firma Kran, KaihreiuerS Nachfolger, G. m. d. H«, München und Hauiburu, welches der Gesamt­ auflage nuferer heurige« Nummer beilitgt. 467 Druck u. Verlag I. F. Rietsch, LandShul. Beranttvortl. Redakteur F. I. Wagner, LaudÄhut.</p>
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