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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1915-09-21"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">68. Jahrgang Nr. 257</biblScope>
          <date when="1915-09-21">1915-09-21</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Deutsch - österreich. Offensive gegen Serbien ?</p>
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          <p>Die Schlacht bei Dünaburg. — Russische Durchbruchsversuche abgewiesen. — Weiteres Vorrücken unserer Truppen im Zentrum der Ostfront. — Russische Angriffe in Wolhynien abgewiesen. — Artillerie-Angriffe auf die serbischen Stellungen an Donau und Save. — Am Vorabend des Balkankampfes. — Die Lage in Rußland. Im Westen haben wiederum feindliche Schiffe einen Angriff puf Westende und .Middelkerke unternommen, mutzten sich aber vor» unsren Küstenbatterien zurückziehen. Bei St. Quentin wurde ein englisches Flugzeug herab­ geschossen. i Im! Osten haben die Unsern ihren Angriff auf Dünaburg vorgetragen und die Russen bei Nowo-Alexandrowsk iM Süden von Düna­ burg weiter zurückgedrängt. . 550 Gefangene Waren die Beute. Die bei Wilna von unsren Truppen umzingelten Russen machen verzwei­ felte Anstrengungen, der Umklammerung zu entgehen. Auch gestern wurden wieder neue Durchbruchsversuche der Russen bei SMorgon gemeldet. Doch die Unsern halten tapfer stand. Die Lage der hier befindlichen russischen Trup­ pen ist eine hoffnungslose, da die Linie Mlednitt—Lida—Seljane von den Unsern bereits besetzt ist. Damit ist den Russen jede Bahn­ verbindung abgeschnitten, die sie erst von Minsk aus wieder erhalten. Doch dürsten unsre Truppen dafür sorgen, datz nicht ßtU zuviel« Russen Minsk erreichen. Die Armeen des Prinzen Leopold hatten nur geringen Widerstand der Russen zu bre­ chen und setzten ihren Vormarsch nach Men fort. , Die Heeresgruppe Mackensen hat die Rus­ sen Ebenfalls weiter zurückgedrängt. IM wolhhnischen Kampfgebiete unternah­ men die Russen östlich von Luck wiederholte starke Angriffe, die jedoch von den österr.ungar. .Truppen zuM Teil in erbittertem Bajouettkampf abgewiesen wurden. An der Jkwa gelang es den Russen, das iwestliche Ufer ich ersten Ansturm zu gewinnen. Sie wurden abep sofort wieder zurückgeschlagen und verloren hierbei über ,1000 Mann an Gefangenen. In Galizien kam es nur zu kleineren Gefechten, bei denen deutsche Truppen übet 100 Gefangene .machten. An der Italienischen Grenze scheiterten kleinere italienische Angriffe im Adamellound Dolomitengebiete, während die Italiener iM Raume von Flitsch das Kampfgebiet setzt vollends räumten. Von der serbischen Grenze, auf der so lange Ruhe herrschte, koMmt jetzt plötzlich, wenn auch nicht unerwartet, die Meldung von Pech Wiederbeginn neuer kriegerischer Operationen. Deutsche und österr.-ungar. Batterien haben die serbischen Stellungen an der Donau und Save beschossen, die serbischen Abteilungen ver­ trieben und das serbische Geschütz feuer zuM Schweigen gebracht. Es scheint jetzt eine neue Phase des Kampfes auf dem serbischen Kriegs­ schauplätze zu beginnen. Der erste deuffche Schütz, der über die Donau flog, kündete den Anfang eines neuen Kampfabschnittes an, uud bedeutete zugleich, eine ernste Mahnung an die Baffanvölker. , Nun wird die Schaukel­ politik einzelner Staaten .ein Ende haben. Die deutschen Kanonenschüsse, welche die Donau kreuzten, fordern eine klare Antwort. Es dürste nun auch, in kürzester Frist das Bal­ kandunkel erhellt werden. IM Kanal Zwischen England und Frank­ reich scheinen sich besondere Dinge vorzube­ reiten, da der Schiffsverkehr in diesem Ge­ biete völlig gesperrt worden ist. Man berV wütet eine englische Flottenaktion. Unsren Blaujacken könnten die Engländer damit afferdings große Freude mächen. Nach, dem bisherigen Verhalten der Engländer ist aber daran nicht Mehr recht zu glauben. Es dürste sich eher UM die Ausführung grötzerer Truppentrans­ porte handeln, die im Geheimen vor sich gehen sollen. Der Kampf um die Wehrpflicht ist "n England auf das heftigste entbrannt. Da gber sogar in der Regierung selbst große Meinungs­ verschiedenheiten .hierüber herrschen, ist ein Ausgang.dieses Streites nicht vorauszusehen. In Italien ist die Frage über die Beteili­ gung an der Dardanellenaktioir anscheineud noch nicht gelöst. , England drängt wohl, aber Cadorna will nicht und er wird .wissen, wa­ rum .er sich so energische dagegen wehrt. Auch die italienische HilssarMee für den westlichen Kriegsschauplatz scheint noch, nicht "Marschbe­ reit" zu sein, obwohl die Ententepresse schon vor Wochen deren Eintreffen an der West­ stont anzukündigen wußte. Es scheint über­ haupt, als ob die Italiener ein gewaltiges Haar in der Suppe gefunden hätten, die sie sich allerdings unvernünftiger Weise selbst an­ gerührt haben. Die russische Regierung tut affes, ums Unruhen, die sich aus der Vertagung der. ReichsdnMa ergeben könnten, unmöglich, zu iMachen. Sogar Schritte gegen die einzelnen SeMstwos, die sich nicht fügen woffen, werden in der schroffsten "Form unternommen, und Man schreckt sogar vor Aufhebungen einzelner SeMstwos nicht zurück. Ob es gelingen wird, dadurch! affe .Schritte gewaltsamer Art gegen die Regierung zu unterbinden, steht dahin. Vorläufig scheint es, als ob die.Gärung, die unzweifelhaft in den Massen und in der Oppo­ sition der DuMa vorhanden ist, nicht die Kraft findet, zu öffentlichen Gewaltmätzregeln seine Zuflucht zu nehmen. Datz auf die Dauer aber sich, Unzuträglichkeiten irgend welcher Art er­ geben müssen, ist so gut wie sicher. Tie Dumävertagung begegnet auch, bei den Verbündeten Rußlands großem Widerspruch. Der Dumäblock, dessen Bildung wohl die Hauptsache der Vertagung der Dumä war, hat sein Programm in folgenden Forderungen zusammengefaßt: Strenge Beobachtung der Ge­ setze, Zusammenwirken zwischen Militär- und Zivilverwaltung in allen Fragen, die nicht di­ rekt das Gebiet militärischer Operationen be­ rühren, Einrichtung einer kommunalen AdMinistrafion, eine klare und konsequente Po­ litik, die den inneren Frieden sichert und Zwistigkeiten unter den verschiedenen Nationa­ litäten und Klassen beseitigt. Hieran reihen sich eine .Menge von Forderungen, die pus diesem Programm hervorgehen, deren Aus­ führung die bisherige RegierungsforM von Grund aus ändert. Dagegen hat jetzt der Autokratismüs den letzten Kampf eröffnet.</p>
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          <p>Alexandrowsk in eine rückwärtige Stellung Weichen. Es wurden 550 Gefangene gemacht. Bei Stevrgon versuchte der Gegner durch­ zubrechen. Er wurde abgeschlägen. Ter Angriff gegen den aus der Gegend Wilna abziehenden Gegner tft itef Gange. Auch! weiter südlich&gt; folgen unsere Truppen betet weichenden Feind. Die Linie Mledniki—Lida—Seljane cum) Njeteen ist erreicht. Heeresgruppe des Generalfeldmiarschalls Prinz Leopold von Bayer«. Der Gegner leistete nur vorübergehend' an einzelnen Stellen Widerstand. Die Heeresgruppe erreichte den Molczadzabschnitt bei Dworzec und südöstlich und nä­ herte sich (mlit dem rechten Flügel betn Mhschanka-Abschnitt. Heeresgruppe des GeneralfeldmarschallS von Mackensen. Der Feind ist überall weiter zurückge­ drängt. SMstlichll Kriegsschauplatz. Bei kleineren Gefechten teoitfjiten die deut­ schen Truppen über hundert Gefangene. Voim nördlichen Donauufer nahm deutsche Artillerie den Kämpf gegen serbische Stellungen fübticfy des Stroms bei Semendria aus. Der Feind wurde vertrieben und sein Geschützsener gute Schweigen gebracht. Oberste Heeresleitung.</p>
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          <p>Ans Persien. Kopenhagen, 19. Sept. Nach Peters­ burger Meldungen wird die Lage der Russen und Engländer in Persien Immer kritischer. Der in Schiras verwundete englische Konsul ist feinen Verletzungen erlegen. In Jsfahan haben die Aufftändischen öffentlich, gedroht, alle englischen und russischen Bank- und Kon-sulatsbeawiten zu ermorden. Die Konsulate werden vom Gendarmerie beimacht. Die Lage in Jsfaham ist äußerst gefahrdrohend. "NoWoje Wreimsa" veröffentlicht einen Alarm-Ar­ tikel in bet persischen Frage und fragt, wann endlich die Regierungen Rußlands und Eng­ lands die Gefährlichkeit der Lage in Persien erfassen werden? Sasonow habe zwar schon vor Wochen angekündigt, daß, falls sich! die Lage Englands und Rußlands nicht in kurzer Zeit bessern würde, so wären beide Mächte gezwungen, die äußersten Gegenwatzregeln zu ergreifen. Es wäre höchste Zeit, mit diesen Drohungen aufzuhören und endlich zu'Taten überzugehen. Weiter erklärt das Blatt, daß schon die Zusammensetzung des Anfang August neugebildeten Kabinetts darauf Hinmeise, daß in Persien die ernste Absicht bestehe, den Kon­ flikt zu verschärfen und die Beziehungen mit England und Rußland ganz und gar zu bre­ chen und beide Mächte aus Persien zu verdrän­ gen. Persien wäre Mar nicht in der Lage, iWit England und Rußland Krieg zu führen, doch wäre ei» zurzeit auch nicht im Interesse dieser Mächte, wenn sie besondere Streitkräfte nach Persien schicken würden. Die einzige Lö­ sung der persischen Frage wäre nur die Ab­ berufung der englischen und russischen Diploteaten und sofortiger Bruch der diplomatischen Beziehungen. Da England und Rußland eine Abberufung der deutschen und österreichischen Diplvwaten bei bet Regierung Persiens nicht durchsetzen könnten, so wäre der einzige Weg, allen Bedrohungen und Demütigungen, die England und Rußland in Persien ausgesetzt sind, ein Ende zu machen, der momentane Abbrnch aller Beziehungen zu Persien. Die Abrechnung mit Persien könnte erst erfolgen, Wenn der Weltkrieg zu «Ende wäre. (Z.) Die ausländische Gendawnerie in Persien auf­ gelöst. Die Petersburger Telegraphen - Agentur Iweldet aus Teheran: Da die Löhnung der Gendarwerie mehrere Monate lang nicht bezahlt worden ist, schritt der Chef der Gendarwerie Major Edwill nach dreimäliger Mahnung zuv Auflösung der Gendarmerie. Die Wachen vor Bericht unserer Verbündeten. WTB. Wien, ,20. Sept. Mittags. — Mwtlich wird gemeldet: Russischer Kriegsschauplatz. Unsre Stellungen iw Raume östlich von Luck wurden gestern wiederholt von starken russischen Kräften angegriffen. Unsre Trup­ pen, unter ihnen Egerländer- und westb ohmi­ sche Landwehr schlugen den Feind überall, ,on Welen Punkten Mann gegen Manu, zurück. Auch gegen unsre Jkwasront führten die Russen iw Abschnitte bei Krzemieniek starke Kolonnen zuw Angriff vor. An einzelnen Stellen gelang es dem Fein­ de, das Westufer der Jkwa zu gewinnen; aber unsre herbeieilenden Reserven warfen ihn über­ all zurück. Der Feind erlitt besonders durch unser Artilleriefeuer große Verluste. Die bis ge­ stern abends eingebrachten Gefangenen zählen übet I 1000. Das Inf.-Regt. v. Hiudenburg Nr. 69 hat neuerdings Proben seiner Kampftüchtigfeit abgelegt. In Ostgalizien herrschte Ruhe; die Lage ist dort unverändert. Die in Litauen kämpfenden k. und k. j Streitkräfte haben das Ostufer der Luchozwa | gewonnen. ' f Italienischer Kriegsschauplatz. j Iw Tiroler Grenzgebiet versuchten sich S die Italiener stellenweise in fruchtlosen Hoch- j gebirgsunternehwungen, namentlich int Ada- [ wello- und Dolomitengebiete. j An der Kärntner Front ist die Lage un- i verändert. Iw Flitscher Becken gingen die Re­ ste der feindlichen Angriffstruppen aus un- I (ferent näheren Schußbereich in ihre alten Stel­ lungen zurück. Einer unsrer Flieger belegte den Bahnhof und das Lager von Arsiero mit Bomben., Südöstlicher Kriegsschauplatz. Oestevr.-ungar. find deutsche Batterien ha­ ben gestern die serbischen Stellungen aw Süduser der Save und der Donau beschossen. Auch die Festung Belgrad stand unter unferentl Feuer. In der Nähe der Drinawündung wurden von unsren Truppen serbische vorgeschobene Abteilungen überfallen ltnb aufgerieben. Der stellvertretende Chef des Generalstabes: v. H o e f e r, Feldmarschalleutnant. den Gesandtschaften und deiw Regierungsge­ bäude wurden abberufen. Die in den ver­ schiedenen Landesteilen stationierten Abteil­ ungen kehrten nach! Teheran zurück. Die An­ hänger der Deutschen suchen die Rückkehr der Gendarimten aus der Provinz nach Teheran teit der Möglichkeit russischer Truppenbeweg­ ungen zu erklären. Die wahre Ursache, näwlich die Nichtbezahlung, ist aber offenkundig.</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. Zurückstellung der ältesten und jüngsten Re­ kruten in Frankreich. Paris, 20. Sept. "Petit Parisien" iweldet: Der Ackerbauausschuß der Kammer be­ schloß, die Regierung aufzufordern, die Ein­ berufung der Klasse 1917 und der Klassen 1888 (47 jähriges'bis zuw 1. Dezember zu verschie­ ben, ute die Herbstaussaat in großem Umfange zu ermöglichen. Explosion in einer französischen Pulverfabrik. Paris, 20. Sept. Der "Matin" meldet: iJn der Pulver- und Granatensäbrik in Lepeeq fand aw Donnerstag vormittags eine Explo­ sion statt. Nachtwittags ereignete sich eine neue ebenso heftige Explosion, wodurch wie­ der sehr großer Schaden angerichtet wurde. Auch diestelal wurden mehrere Arbeiter ver­ letzt. Strenge Untersuchung seitens der Mili­ tärbehörden ist eingeleitet. Wßeder eine französische Skandalgeschichte. Die Behörden von Toulon verhafteten wegen Unterschlagung von dem! Staate gehören­ den Waren den Schiffsleutnant vom! Komman­ dantenschiff "Ceylon". Der Offizier wurde 'überrascht, als er mit einem Marseiller Kauftektnn im dortigen Hafen 150 000 Kilo grämte Waren ausftachten ließ, die er als Schiffs­ kehricht ausgegeben hatte. (Z.)</p>
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          <p>bevor sie zu den Drahtverhauen gelangte, von unseren Maschinengewehren niedergemacht. Erst die achte und neunte SchwarMlinie gelangte durch die Drahtverhaue. Es kam! zu einem erbitterten HandgeMienge. Nach schweren Verlüsten zogen sich die Russen zurück. ZUsaMmenbruch der russischen Offensive an der Südstont. Wien, 20. Seht. Nach übereinstimmen­ den Blättermeldungen aus dem Kriegspresse­ quartier stellten die Russen durch furchtbare Verluste erschöpft, ihre Angriffe an der Süd­ front ein, und gingen in östlicher Richtung zurück, wobei sie ziemlich, viel Kriegsmaterial zurückliefen. Damit ist die Offensive der Rus­ sen auf dem&gt; Südflügel zusammengebrochen; der russische Angriff in Wolhynien ist zum Stehen gekommen, (nt.) Zur russischen Lage. Der Militärische Mitarbeiter des "Svenska Dagbladet" äußert sich, zur Lage sm Osten tote folgt: Der Grund der russischen Offensive in Galizien war der Wechsel iMOberkommando. Es war nottoendig, aus ein gewonnenes Er­ eignis hinzeigen zu können, gleichgültig dar­ um, uM welchen Preis es erkämpft Morden ist. Die Russen haben vor dem Unmöglichen resigniert und statt dessen ihr Bestreben daraus gerichtet, Teilerfolge auf eineto' untergeord­ neten Kriegsschauplatz zu erzielen. Natürlich todten die Russen nicht gerne den galizischen Boden verlassen. (Z.) Frauktireurtrieg in Rußland. Petersburg, 20. Sept. Erlaub­ nis der Militärzensur bringt das Moskauer Blatt "Utro Rossij" folgendes Telegramm aus Kieto: In den letzten Tagen sind in Kiew, 5 Partien von Gefangenen eingebracht worden, darunter Mehrere Offiziere. Viele der Ge­ fangenen sind von unseren Freischareu-De^ parteMents und Frauen verwundet Morden. Tret Frauen, die Bomben auf die Deutschen 'geschleudert hatten, sind dabei selbst schwer vertoundet worden. (!!) Ter russische FinanzMinister auf Reisen. Toulon, 20. Sept. (Agence Havas.) Der russische Finanzminister Bark ist heute Morgen an Bord eines russischen Dampfers hier eingetroffen und reist abends nach Paris ab. * f !IHa,</p>
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          <p>Der Krieg mit Italien. Tie österreichischen Mörser in italienischen Erzählungen. Von der italienischen Grenze wird ge­ meldet: Aus Aussagen gefangener Italiener geht hervor, daß die italienischen Soldaten einen heillosen Respekt por unsren 30,5 Mör- SutSer fir Mederbatzer«. fern haben. Die vorgeschobenen Beobachter der Italiener melden den Artilleristen jedes­ mal das Nahen eines dieser Riesengeschosse und "Deckung nehmen!" schreit der Komman­ dierende von der italienischen Batterie. We­ nige Sekunden später kommt das Geschoß gngeheult, schlägt auf, zersprengt und verbreitet einen Regen von .Sprengstücken, Erdmlassen und Steinen über der Einschlagstelle. Selbst die bestgebauten Unterstände helfen nichts gegen ein Bombardement der 30,5 Mörser, wenn ein­ mal die Stellungen der Unterstände bekannt geiworden sind und es gibt nur ein Mittel, die Unterstände zu verlassen und in anderen Gebieten anzulegen. .</p>
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          <p>Berha^tnug qines Türken. Aus Saloniki wird «gemiethet, daß der bann Piräus abgegangene Dampfer "Nauplia" bort einem englischen Dampfer angehalten und untersucht worden sei. Ein englischer Offizier' erklärte einen Passagier, den Präsidenten des jungtürkischen Komitees in Smyrna namens Sik, der 50 000 Pfund Sterling bei sich trug, für verhaftet. (Z.)</p>
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          <p>Schlägen. Ja, ja — sie würde sich freuen, würde ihm zulächeln mit dem lieben, süßen Lächeln, das er nicht vergessen konnte. Und fein Vater? Was würde er dazu sagen? Ob er sich freute, den Sohn für immer in der Nähe zu haben? Tausende Fragen legte sich Gerd selbst vor, und obwohl es ihn Mächtig lockte, die Professur anzunehmen, obwohl er am liebsten sofort seine Zusage hätte abgehen lassen, zwang er sich doch, selbst eine Bedenk­ zeit auf. Und dann machte er .mit sich! telbst aus, daß er seinem Vater mitteilen wollte, daß dieser ehrenvolle Ruf an ihn ergangen war. Der Vater sollte ihm schreiben, pb er annehmen oder ablehnen sollte, und was der Vater für ihn wählte, das sollte ihm wie ein Fingerzeig des Schicksals sein, danach!wollte er handeln. Er mußte fast selbst darüber lä­ cheln, daß er sich! so vor sich, selbst verschanzte. Sein sonst so Energischer und selbständiger Charakter brauchte in dieser Frage einen Weg­ weiser. Gerade, weil ihn alles drängte, dem Rufe zu folgen, baute er sich, nun noch, ein Hindernis aus. Aber im tiefsten Herzen hoffte er, daß dies Hindernis schnell beseitigt sein würde. , Und so setzte er sich an seinen Schreib­ tisch und schrieb. "Lieber Vater! Heute ist trift eine Pro- fessur an der Universität zu L. unter' den glänzendsten Bedingungen angettageu toarbeit. Die Annahme dieser Professur würde meinen Wünschen sehr entsprechen. Ein ideales Feld der Betätigung würde Mir damit eröffnet. Ehe ich teich aber für oder wider ents«cheide, Wlüchte ich« Deine Absicht hören. Bitte teile mir Möglichst umgehend mit, ob es Dich! unan­ genehm! berühren würde. In Deinem Hause Würde ich natürlich nicht wohnen können, ich würde Mir in der Nähe der Universität eine Junggesellenwohnung einri«chten. Aber der Verkehr in deinem! Hause ließe sich nicht um• gehen, «wenn wir vermeiden wollen, daß unser Verhältnis zu Redereien Anlaß gibt. Bitte sage Mir ganz offen, ob Du wüns«ch«est, daß ich annehme oder ablehne, ich« will Deine Ent­ scheidung «für mich maßgebend sein lassen in diesem Falle. Daß ich, mich« mit Meiner Stief­ mutter nur aus einen konventionellen Stand­ punkt stellen kann, will «ich gleich! vorher be­ merken. Ich, werde ihr aber natürlich, mit aller Höflichkeit begegnen, die tnij, Deiner Frau schuldig bin. Diesen Punkt will ichj brieflich erledigen, batet wir nicht darüber zu spre­ chen brauchen. Ich« bitte dich also rite Deinen umjgehenden Bescheid und begrüße Dich herz­ lich als , t , i Dein getreuer Sohn Gerd." Aus diesen Brief .erhielt Gerd postwen­ dend folgende Antwort: &gt; ' ,Mein lieber Gerd! Seit langen Jahren hat mich nichts so sehr gefreut als der Inhalt Deines Briefes. Daß Du noch zweifeln konn­ test, ob mir Deine Uebersiedelung nach! hier an­ genehm .ist oder nicht, hat mich« se!hr beschämt. Aber sch muß Wohl erst noch« manches tun, um Dir zu beweisen, daß Meine Liebe zu Dir Wohl von allerlei schlimmem Unflaut ,überwuch«ert War, .aber doch nie gestorben ist. Also tütete diese .ehrenvolle Berufung an — und komme bald. Ich« fühle Mich« recht elend und schwach«, und piekleicht bleibt Mir nicht mehr lange Zeit, gut zu «Machen au Dir, Was ich, gesündigt habe in einem! verhängnisvollen Irrwahn mei­ ner .Seele. Ich zähle Me Tage bis zu Deiner HeliMkehr, .mein geliebter Sohn. v , Dein treuer Vater." Nun ward Gerd voll Freude und schnell entschlossen sandte er die Zusage ab. , _ (Fortsetzung folgt.) j u [ ]</p>
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          <p>Der Krieg zur See. Einstellung -es Schiffsverkehrs im Kanal. Rotterdam, 20. Sept. Wie aus Lon­ don hierher gedrahtet jwird, wurde aus Befehl der britischen Admiralität;bte Schiffahrt auf der Themse für einige Tage eingestellt. Ter Postdienst mit der holländischen Gesellschaft Zeeland ist unterbrochen, ebenso der Dienst Rotterdam—London. Der Dampfer ^Mecklen­ burg", der gestern Vlissingen Mit 112 Fahrigästen an Bord «verlassen sollte, ist in Vlissin­ gen geblieben. Hier glaubt «tean, daß die Ur­ sache dieser Verkehrseinstellungen in Bewe­ gungen der englischen ,Kriegsflotte zu suchen sei, die «män möglichst geheimhalten Möchte. (Z.)</p>
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          <p>Zusr innere- Lage in England. Die "Franks. Ztg." Meldet aus London: «Ueber die Kabinettskrise schreibt der parla­ mentarische Mitarbeiter des "Daily Chronicle", daß wohl zwei oder drei Mitglieder .aus betn! Kabinett ausscheiden werden und daß er ß auch nicht für ausgeschlossen halte, daß Un­ einigkeit bezüglich der Dienstpflicht innerhalb des Kabinetts herrsche. In jedem Fall sei es sicher, daß die Dienstpflicht die Wahlparole bilden werde. Die ursprüngliche Absicht der Regierung sei jedoch, die Legislaturperiode uIM ein Jahr, vielleicht bis zum Ende des Krieges zu verlängern, und wahrscheinlich wird binnen kurzem ein Gesetzentwurf zu diesem Zwecke erscheinen. (Z.) Ter große Fehlbetrag timt englischen Budget. London, 20. Sept. Offiziös verlautet, daß das aM Dienstag einzureichende englische Budget infolge Zinsanforderungen auf die Kriegsanleihe einen Fehlbetrag von 80 Mil­ lionen Pfund Sterling ergeben wird. Zur Deckung soll die Einkommensteuer um weitere 4 'Schilling 1 Cent erhöht werden, was unge­ fähr 50 Millionen Pfund Sterling ergeben soll. Die restlichen 30 Millionen Pftmd .Ster­ ling sollen voraussichtlich« durchs Erhöhung der Zölle auf Tee, Zucker und Tabak um durch­ schnittlich 50 Prozent, was 16 Millionen Pfd. ergeben würde, ferner auch« durch Erhöhung Der Krieg mit England. der Akzisen auf Eier, Wein und.Alkohol, was 8 Millionen Pfund Sterling ergibt, gedeckt werden, während der Restbetrag durch Ver­ minderung der Ausgaben aufgebracht werden soll. (Z.)</p>
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          <p>leider ein so schlechtes, daß ich. es gar nicht anschauen Prag. Auch, den Herrn der Woh­ nung kenne ich, den Mann, der Mademoiselle Helene zur Madame Marcel Jarcot gemacht Hat. Sein Bild, das Bild eines sogen, schönen Mannes, Mt gewichstem Spitzbarte und ge­ brannten Locken hängt Mer feinem! Schreib­ tisch, wo er feine Geschäfte als ^Skecteur" tzu versehen pflegt. . Welches seiln Amt war, das zeigen einige Briefumschläge, Hummistemspel und Versicherungsschemata. Monsieur Marcet ist in Friedenszeiten das, Irtra^ wir in Deutschland den Vertreter chiner Feuerversi­ cherungsgesellschaft nennen. Der in Worten Höflichere Franzose Macht daraus einen "Directeur", was schöner klingt und gar rflchits kostet. So weit kannte ich, weine unfreiwilligen Wirte und war gut Mt ihnen «ausgekommen, und von Zeit zu Zeit erfuhr sch noch ein wenig chehr von ihnen. Monsieur Marcel scheint früher ein etwas loderet Vogel ge­ wesen zu sein und daraus kein Hehl zu imla­ chen. Denn in seinem Bureau, wo ich jetzt arbeite, hängen ein paar sehr gewagte Pariser Damenszenen, die man in Deutschland gewiß in keiner soliden Wohnung zeigen würde. ,Aber später hat er seine Frau vergöttert und ihr ein Bild geschenkt, einen klitschigen deutschen Oeldruck, auf dem drei Pärchen die drei glück­ lichen Lebensalter darstellen. Die Kinderzeit, die Brautzeit, das wunschlose Greisenalter. Zu jedem hat er mit flotter Hand ein paar lahme Verse geschrieben, daß Helene es war, von der er als Kind geträujmjt Hat, ohne es zu wissen, daß er nun das höchste Erden­ glück sein eigen nennt, daß er Mt Helene so jott werden möchte, wie diese beiden Leutchen da. Sie haben sich in der Tat sehr geliebt und sind glücklich! Miteinander gewesen. Ich habe die Beweise dafür gesehen. Denn neulich! abends, als ich ganz allein iM Heim von Marcel .und Helene saß, fielen ftnür zwei Lederbände auf, die, auf einem klei­ nen Ecktischchen lagen. Anos rnni#»! stand sn großen gepreßten Buchstaben darauf. Unsren Freunden! Und da ich doch! auch, zu den Freunden des Hauses zähle, denn sicher hat hier kein Gast längere Stunden zugebracht als ich, Jo schlug ich den ersten auf. Es waren zwei Ansichtskartenalben, in denen die ganze Liebeschronik der beiden enthalten war. Auf dem ersten Blatt wär .nur eine Karte aufgeheftet, ein Bild aus der UMgegend von Paris und darauf fragt Marcel Helene, «ob ,ihr und ihren Freundinnen der Ausfulg gut bekommen fei und säht hinzu, daß er glücklich sein Werde, ihr wieder zu begegnen. Helene hat ein rosafarbenes Bändchen uiml diese Karte gelegt und darauf geschrieben: Sein erstes! Dann hat sich! der RoMjan schnell ent­ wickelt, immer auf Ansichtskarten. Schon ein paar Wochen später reden sie vom Heiraten. Aber sein Einkommen als Gchilfe in einer Spezereihandlung reicht nicht. Auch würde Mamä traurig sein, wenn Helene ihren Lehverinnenberuf aufgäbe, der soviel Geld gekostet hat. Wenn Marcel "Libraire" wäre, dann ginge es, wozu zu bemerken ist, daß die französischen Kleinstadtbuchhandlungen Mehr un­ seren Papiergeschäften entsprechen ünd von deM Inhaber nicht die hohe Fachbildung ver­ langen, die dchnl deutschen Buchhändler eine so einzigartige Stellung auf der ganzen Welt verschafft hat. Marcel getraut sich zu, daß er "Libraire" werden könnte; Helenes Mut­ ter hat nämlich eine kleine Buchhandlung. Das alles wird auf Ansichtskarten verhandelt. Dann ist ein langer Geschäftsbrief Marcels einge­ heftet, in dem er auseinandersetzt, unter wel­ schen Bedingungen er die Buchhandlung über­ nehmen würde. i Er ist ein guter Rechner und weiß, daß !mgn zuerst leben muß, ehe tnttn lie­ ben kann. Nun folgen schwärmierijjche Karten. Er hat einen Schulfreund in Pont a Mousson besucht. So behaglich! wie der, so wird Man sich einrichten, das wird der höchste Ge­ schmack sein und Helene wird sich vorkommen Wie eine kleine Prinzessin. " Dann haben sie geheiratet, denn jman sieht Glückwunschkarten und der Briefwechsel zwi­ schen den Beiden hält .eine Zeitlang jnne. Aber das Papiergeschäft ist anscheinend nicht , gut gegangen. Denn Marcel schreibt feiner I angebetenen kleinen Frau von verschiedenen Plätzen, aus denen hervorgeht, daß 1er eine Stellung sucht. Mamä soll sich. nur alle Mühe geben, das Geschäft und das Haus schnell zu vermieten. 'Dann kommen ein paar Karten aus Paris, auf denen zu lesen ist, daß er Hoff­ nung habe, seine Verhandlungen Mit der Ver­ sicherungsgesellschaft würden zu guteM Ende führen. Inzwischen ist der Papierladen auch vermietet worden. &gt; Denn der Mieter schreibt eines Tages: "Ihr Rat, mW auf Fliegen­ töter zu verlegen, war sehr gut. Ich. habe darin keine Konkurrenz aM Orte und habe 300 .Stück in einer Woche verkauft. Ich, wer­ de Ihnen diesmal den ganzen Zins pünkt­ lich und ohne Abzug schicken können, da auch! sonst die Geschäfte leidlich! gehen." . Das ist die letzte Karte ipv zweiten Album. Dahinter liegen dann noch ein paar lose Briefe, darunter einer, in dehn die Versiche­ rungsgesellschaft, einige Tage nach deMKriegsausbruche ihrem' Vertreter schreibt, es tue ihr leid zu hören, daß er seine Geschäfte wegen der Einberufung zum Militärdienst niederlegen sMüsse. Ohnedies würden sich! in diesen Zei­ ten wohl keine Absch!lüsse Machen lassen. Das ist der schlichte LebensroMan von Marcel und Helene. Ein paar Tage später ist Marcel, das weiß ich, von Nachbarn, ein­ gerückt, und Helene ist dann bei der "Panik" W&gt;it ihrem Jungen nach! Paris geflüchtet und hat alles zurückgelassen. "Und jmn sitze .ich in ihrem Heim, und seit ich hie Lebensge­ schichte der Eigentümer kenne, diese alltägliche, uninteressante Geschichte von zwei 'biederen Menschen, die es versucht haben, zusammen 1ö gut tote Möglich durch das irdische Dasein zu komMen, ist es,mir, als ob das .Frauenbildj das mich jeden Morgen .begrüßt, eine stumme Bitte in seinen starren fächelnden Photogra­ phieaugen hätte. ’ "Nein, Sie brauchen wirk­ lich keine Angst zu haben, MadaM Helene. Der deutsche Barbar wird Ihr Eigentums diese schrecklichen geleimten Abzahlungsmöbel, diese als Ausverkaufszngabe erstandenenWandbilder, diese Jahrlmärktnippessachen auf hem KaMin von falschem Marmor, alles wird et pfleglich verwalten. Kein Topf jn der Küche kojMmt von seiner Stelle. Die sollen nicht er­ schrecken, wenn Sie eines Tages wiederkehren, MadäM Helene, sondern alles wiederfinden, was Sie sich! Mt Mareel erspart und ange­ schafft haben." , . Obwohl ich überzeugt bin, daß Man in der Familie Jarcot eines Tages im Chore all der Leute, die jetzt so freundlich KU uns find, erzählen wird: "Nein, diese Deutschen! In unsrer Wohnung war einer, der hat wie ein Hunne gehaust! Er hat uns.ruiniert! Witz können davon erzählen!" W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter.</p>
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          <p>Insbesondere dauernder Stellen, zu fördern. Hiezu Melden ihm die Stellennachweise für Kriegsinvalide, deren je einer für jeden Re­ gierungsbezirk unter .Mitwirkung der übrigen Arbeitsnachweise besonders bestimmt ist, die­ jenigen Stellen an, die sie nicht sofort besetzen konnten 'oder können. Auch Stellengesuche sind nicht änsgeschlossen. Weiter wird das Blatt Mitteilungen 'zur bayerischen Jnvalidenfür sorge 'enthalten, namentlich über Lazarettschülen ünd Kurse. Das Blatt kann hei festem' Bezug des Amtsblattes unentgeltlich!, ' sonst gegen eine Mark jährftch oder 6 Pfennig füt die 'einzelne Nummer von der Post bezogen werden. Die erste Nummer, die am ,18. Sept. erscheint, ladet die Arbeitgeber ein, nach Mög­ lichkeit geeignete dauernde Arbeitsstellen für Kriegsinvalide 'bereitzuhalten und für den Stellennachweis beim Ministerium des Innern, München, Theatinerstraße, anzumelden. Bayerische Nachrichten. Bayerischer Stellennachweis für KriegsMvasive, Mitteilungen zur bayerischen KriegsÜnvalivenfÜrsarge. Unter dieseynt Namen ge­ ben das Staatsjministarium des Innern und das KriegsMnisterium von nun an je nach Bedarf, soweit tunftch jeden Samistag, eine Beilage zuM Amtsblatt der Ministerien "des Aeußern und des Innern heraus. Das Platt sucht die namentlich für Kriegsinvalide wich­ tige zwischenörtkiche Vermittlung geeigneter,</p>
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          <p>der Schallkanonen anläßlich. &gt;des Erntedank­ festes versagten, nun jetzt aus der Kanone entfernen, als eine Patrone losging. Dieselbe zerfetzte ihm! die ganze linke Gesichtsseite iinb ist auch das -linke Auge verloren. Da der Verunglückte schon längere Zeit leidend ist, ist mkm um dessen Leben besorgt. j$in Sohn des Schuster fand ,im&gt; August vorigen Jahres durch einen Unglücksfäll den Tod.</p>
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          <p>Finanzverwaltung. Der Rentamtsassessor Bei dem! Rentamts Landshut Johann Baptist Steinle, wurde zum! Rentamtmann in Rain in etatsmäßiger Weise befördert; der RechnungskoMmissär der Regierung von Oberfran­ ken, Kamjmer der Finanzen, Ludwig Pöverlein auf die Stelle eines Rentamjtsassessors in Landshut in etatsmäßiger Weise versetzt. Dienstesnachrichten.</p>
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          <p>gehalten werden; und deshalb nutze Man die Zeit, die noch, bis zum 22. September, mittags 1 Uhr, zur Verfügung steht. Zu dieser Stunde werden die Zeichnungslisten geschlossen. —* I M Thekla kirchle i n an der Berg­ straße fand am Sonntag das Patroziniums­ fest Mit .Festgottesdienst und Aussetzung des Allerheiligsten statt. Das Kirchlein vermochte die Zahl der erschienenen Andächtigen nicht zu fassen. , —* Eine Kriegs wallfahrt veranstal­ tete aM Sonntag der .Benno-Leichenverein nach, Frauenberg. Unter zahlreicher Beteiligung be­ wegte sich der Zug von der Pfarrkirche St. Martin aus zum- Ziele. Nachmittags kehrten die Teilnehmer wieder hierher zurück. * Dem Ze n tr a lko m i t e e^des preuß. Landesvereins vom Roten Kreuz in Berlin wurde in Bayern der Vertrieb von Bildern und Postkarten, den Kaiser im Gespräch mit dem Generalfeldmarschall v. Hindenburg dar­ stellend, gestattet. Von den Bildern kostet das größere 2 Mark, das kleinere 1 Mark. " Die Postkarten kosten.20 Psg. Ueber den Reinerlös wird Ihre Majestät die Kaiserin zu Kriegswohlfahrtszwecken Verfügung treffen. Der Ver­ trieb findet in offenen Verkaufsstellen statt. Lokales. Laudrhut, 21 September. —* Der Mi litär-Verdien st orden 3. Klasse mit Schwertern wurde Herrn Oberst­ leutnant Gottlieb Häffner, Kommandeur der Gendarmlerieabteilung von Ünterfranken und Aschaffenburg, früher Komlmandeur der Gen_ darcherieabteilung von Niederbayern, , ver­ liehen. —* Die letzten Zeichnungstage. ,AM Mittag des 22. September werden die Zeichnungsllsten für die dritte deutsche Kriegs­ anleihe geschlossen. Nur noch zwei Tage ste­ hen Mm deutschen Volke zur Verfügung, um ein Werk zu vollenden, .das Zeugnis von der ungebrochenen Kraft des deutschen Kapitals und von der unerschütterlichen Zuversicht auf die siegreiche Beendigung des Krieges ablegen soll. Den Feinden muß der Beweis geliefert werden, daß die deutsche.Spannkraft nicht er­ schöpft werden kann; und es gehört wirklich nicht viel dazu, um die Voraussetzungen dieses Nachweises zu erfüllen. IM Grunde sind es ja nur zwei große Gesichtspunkte, auf die das Publikum zu achten hat, nämlich! Preis undZahlungsbcdingungen. Tie Kriegsanleihe W das billigste und beste Sproz. Anlagepapier« das in dieser Zeit erworben werden kann. Nur der Zeichner, der sich bis zum 22. September für den Ankauf der .neuen Stücke entschlossen hat, kann sicher boltnlit rechnen, daß er sie zu beim! niedrigen Kurs von 99 Prozent (bei der Eintragung ins Schuldbuch, zu 98,80 Pro­ zent) bekommt. Wie sich- .die Kursenkwicklung später gestalten -wird, läßt sich heute noch nicht voraussehen. Aber die Beiwegung des Kurses der beiden ersten Kriegsanleihen bietet einen Hinweis. Sie hat es beim Reich möglich geMacht, die dritte Anleihe zu einem um 1,5 Prozent höheren Preis auszugeben, als der Kurs der ersten war. Fünf Prozent Zinsen auf 99 Mark für ,100 Mark Nominalwert; und die Gewißheit, daß, wenn das Reich die An­ leihen nach- 9 Jahren kündigt, für .99 Mark 100 Mark zurückgezahlt werden! .Bessere Be­ dingungen zur Anlage von Meld kann Mau sich nicht wünschen; und wer bis zu diesew! Tage noch nicht dritte Kriegsanleihe gezeichnet hat, der versäumte diesen Schritt wohl nur aus Schwerfälligkeit, nicht aus irgendwelchem! Zwei­ fel an die Güte des Angebots. "Doppelt gibt, wer schnell gibt." Das gilt für die Anleihen, die der Kriegführung "bienen, ganz besonders. Je größer die SuMmen sind, über die das Reich verfügen kann, und je rascher es einen Ueberblick gewinnt, desto besser kann es seine Anordnungen für die Verteidigung seiner Grenzen treffen. Und da jedem Deutschen daran liegt, daß die Abwehr der Feinde mög­ lichst bald zu einem siegreichen Ende des Krie­ ges führt, so handelt jeder nur in seinem eigensten Interesse, wenn er per dritten Kriegs­ anleihe zu einem! großen Erfolge verhilft. Noch ist nichts toerfäulmlt, dieses .Werk zu fördern. NiejMand braucht auf Geld zu warten, das erst in den nächsten Monaten fällig wird. Er kann zeichnen und die Einzahlungen auf drei volle Monate, vom 18. Oktober an gerechnet, ver­ teilen. Nur die Zeichnungssrist Muß inne­</p>
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          <p>Letzte Posten. Tie Schwcht vor Tüuaburg. Berlin, 21. Sept. Nach dem "Berl, Tagebl." wütet vor Dünaburg eine furchtbare Schlacht. An einzelnen Stellen sei die Front nur 15 Kilometer entfernt. Die Stadt sei ebenso gründlich geräumt, wie Warschau. Die Umklammerung i'M Wilnaer Gebiet. Zürich, 21. Sept. Die "Neue Züricher Zeitung" Meldet: Der Streifzug einer deutschen Kävalleriedivision gegen Wolodestowo und Polczk wird in der italienischen Presse als ein überraschendes Ereignis dargestellt. Es wird offenbar der Zweck verfolgt, zu verhin­ dern, dortz sich größere Teile der russischen ArMeen zurückziehen können. (Z.) ZusM Beginn der Offensive gegen Serbien. Berlin, 21. August. Zum! Beginn der deutschen Offensive gegen Serbien heißt es i-M Berl. Tagebl.: "Die ersten deutschen Schüsse am Donauufer sind eine laute Ankündigung für die Ententemächte, die nicht überhört wer­ den kann und ein Gruß an das tapfere türkische Heer und Volk. Die "Germänia" bezeichnet den deutschen Angriff gegen Serbien als neuen Abschnitt in der Entwicklung dieses Krieges. In der "Voss. Ztg." wird ausgeführt, daß die jetzt begonnene Offensive durch die Notwen­ digkeit begründet sei, eine engere Verbindung Zwischen den Zentralmächten und der Türkei herzustellen. Serbien und Rumänien. Budapest, 21. Sept. Aus Bukarest wird dem "Az Est" gemeldet: Der serbische Gesandte in RoM Ristitsch traf in besonderer Mission in Bukareschrin. Ihm wird die Aufgabe zu­ geschrieben, über die Haltung Rumäniens ge­ genüber Serbien Aufklärung zu verschaffen. Ristitsch! scheint hierzu besonders geeignet, da er aus der Zeit seines vieljährigen Bukarester Aufenthaltes über große Verbindungen ver­ fügt. Eine starke rumänische Flotte. Bukarest, 21. Sept. Die rumänische Zeitschrift für Seelwesen veröffentlicht einen Aufruf zur Gründung einer rumänischen Flotte zur Verteidigung rumänischer Interessen auf dem Meere und auf der Donau. (Z.)</p>
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          <p>Bayerische Ehrentafel. Zur näheren Feststellung der .uns bei C. gegenüberliegenden Truppen erschien die bal­ dige Einbringung von Gefangenen notwendig; da jedoch die Engländer nicht aus ihren Grä­ ben hervorka-Men, mußte man versuchen, einen oder den anderen Tommh mit Gewalt heraus­ zuholen. Dazu sollten vom! 5. InfanterieRegiment zwei starke Patrouillen der 1. und 5. Kompagnie von verschiedenen .Seiten her gegen eine feindliche Sappenspitze vorgehen. In später Abendstunde des 10. Mai aufbrechend, erreichten sie, obwohl der Feind das Borge» lände beständig ableuchtete und unter Feuer hielt, nach eineinhalb Stunden den etwa 30 Meter entfernten Graben. Sobald sich alle Teilnehmer an ihrem Platze befänden, warfen Unteroffizier Friedrich. Sünkel, landwirtschaft­ licher Arbeiter aus Dpbersgrund, BA. Kronäch, und Infanterist Konrad Fuß, Korbma­ cher aus Lettenreuth, BA. Lichtenfels, beide der 1. Kompagnie, als Angriffszeichen je eine Handgranate. Obwohl beide Geschosse versag­ ten, entstand im .englischen .Graben doch ge­ waltige Unruhe und schon erschien das ganze Unternehmen in Frage gestellt, .als Fuß, dies­ mal mit Erfolg, eine zweite Granate hinüber­ schleuderte, der sich von .allen Seiten her so­ fort noch! weitere 20 solcher unheimlichen Grü­ ße anschlössen. IM Nu waren auch die Leute in den Graben gesprungen, allen voran Ser­ geant Martin Hilburger der .5. Kompagnie, ein Werkmeister aus Gangkosen, BA. Eggenselben, der, im Alter von 37 Jahren zu entern Landsturmbataillon eingezogen, sich an die Front gemeldet und bereits eine Verwundung davongetragen hatte. Es kam zum Handge­ menge, wobei die von den Wurfgeschossen ver­ schont gebliebenen Engländer fielen oder die Flucht ergriffen. Nun aber packten die In­ fanteristen Johann Böhnlein, Erdarbeiter aus Priegendors, BA. Ebern, und Otto Hussung/ Handelsschüler aus Kirkel, BA. Homburg, beide der 5. Kvmpagnie, einen verwundeten Gegner, hoben ihn trotz seines heftigen Sträubens über die Brustwehr und schleppten ihn im Verein mit Fuß und einigen andern Kame­ raden in ihren Graben hinüber, obwohl die Engländer aus Besorgnis vor einem ällge,meinen Angriffe mit lebhaftestem Feuer ein­ setzten. Uebrrgens erbeutete Man auch Waffen, Ausrüstungsstücke und eine Brieftasche mit ungemein wertvollen Ausschlüssen. Die Be­ lohnung 'für beide Unteroffiziere bildete die Goldene, für die drei Mannschaften die Sil­ berne Medaille. Volle .77 Stunden verbrachten auf einer Erkundung drei Mann des Reserve-JnfanterieRegiMents Nr. 14, Unteroffizier der Reserve Johann HeiMerl, landwirtschaftlicher Arbeiter aus Unterlintach, BA. Roding, bereits am 2. SepteMber verwundet, Ersatzreservist Johann Rößner, Pflasterer aus St. Jobst, BA. Nürn­ berg, Heide der 6. Kvmpagnie, und der am 22. September ebenfalls bereits verwundete Reservist.Michael Dobmann, Maurer aus Altglashütte, BA. Tirschenreuth, der 1. KoMpagnie. Alle drei hatten sich freiwillig zur Erkundung feindlicher Artillerie gemeldet, die schon seit einiger Zeit die deutsche Stellung bei ,B. de S. durch Seitenseuer empfindlich! schädigte. AM 17. Mai 9 Uhr abends auf!brechend, drangen sie bei, G. durch Mehrere Drahthindernisse .und die französische . Jnfanteriestellung und blieben folgenden Tags Weiter .südlich auf einer bewaldeten Höhe in Ginstergebüsch, versteckt liegen. AM Abende setzten sie ihren Marsch fort und erreichten Mit lEinschiebung einer mehrstündigen Rust Morgens &gt;5 Uhr an den Hängen des O.-Rückens etwa ,150 Meter seitlich, hinter der gesuchten Artillerie eine gedeckte Beobachtungsstelle. Aus dem Höhenkamme selbst standen zwei feindliche Geschütze; die deutsche Artillerie hatte die Richtung genau gefunden, schoß je­ doch Meist um "100—150 .Meter zu weit und je mäher ihre Geschosse einschlugen, um! so leb­ hafter erwiderten die Franzosen das Feuer. Die Bedienungsmannschaft bestand aus älte­ ren Leuten, Munition wurde in bespannten Protzen Leigeschafft. Nach! diesen Feststellungen trat bjte Patrouille gm 19. den Heimweg an, verirrte sich indes und kaM gegen Morgen an den Ausgangspunkt zurück, wo sie sicht nun hbermials den ganzen Tag, hindurch ver­ steckt hielt. Abends brach sie wieder auf und erreichte am! 21. morgens 2 Uhr die Truppe; während .der ganzen Zeit herrschte regnerischles und nebliges Wetter. AUe drei Teilnehmer erhielten als wohlverdiente Auszeichnung die Goldene Medaille. Kr. A.,</p>
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          <p>Literarisches. Kreuzerfahrten und U-Bootstaten von Otto von Gottberg Verlag Ullstein u. Co, Berlin .. urd Wien 1 Mark. Mit Unterstützung der Flotten­ leitung hat Otto von Gottberg die packenden Berichte niedergeschrieben, die hier zu einem Ehrenbuch der Deutschen Marine vereinigt sind. Er war an Bord unserer großen Schlachtschiffe, unserer Torpedoboote, unserer Tauchboote. Die Kriegsarbeit unserer Mat­ rosen hat er gesehen, ihre Ungeduld, mit dem ver­ haßten Britannien abzurechnen, ihr treues Ausharren, ihre Festigkeit in Kampfesnot. Die herrlichen Taten, die aus allen Meeren den Ruhm unserer Krtegrflagge erneuert haben, finden hier eine begeisternde, ursprüng­ liche Wiedergabe. Vom Admiral Grafen Spee er­ zählt Gottberg, der bet Coronel siegte, bei den Falklandinseln englischer Uebermacht erlag und mit seinen Söhnen in den Tod ging, von den Korsaren­ zügen unserer Kreuzer im Atlantischen Ozean, von der "Emden" und von der "Ayesha"" deren Namen schon jetzt den Klang der Legende haben, von der "(Soeben" und "Breslau", von der Dardanellen­ schlacht des 18. März, von der Januarschlacht in der Nordsee. Er verkündet die opfermutige Tapfer­ keit der Marine-Infanterie vor Antwerpen und Wern, und er schildert die kühnen Fahrten der grauen U-Boote, die durch Sturm und Wetter, durch rollende Fluten dem Feinde entgegenziehen, und für deren Helden Deutschlands Herz schlägt. Bongs Kriegs-Kalender mit Illustra­ tionen hat soeben mit seinem 12. Hefte, welches die Zeit vom 1. bis 30. Juni 1915 umfaßt, eine Fortsetzung erhallen. Auch dieses Heft bringt die Berichte des Generalstabes der deutschen und öster­ reichisch-ungarischen Truppen und ist damit sowohl ein heute sehr empfehlenswertes Nachschlagebuch, als auch für die Zukunft ein nicht zu entbehrendes Erinnerungsbüchlein. An der Hand der Zusammen­ stellung wird es jedermann ein leichtes sein, sich ein Bild von den Geschehniffen des großen Krieges zu schaffen. Bongs Kriegs-Kalender mit Illustrationen (Deutsches Verlagshaus Bong u. Co, Berlin W 57, Preis jedes Heftes 20 Pfennig) hat den alleinigen Vorzug, neben dem Wort auch Bilder seinen Lesern zu bieten. Die bedeutendsten Geschehniffe des Monates sind von Malern geschaffen, die zum großen Teil auf den Kriegsschauplätzen selbst tätig sind. Es ist somit alles geschehen, um Bongs Kriegs-Kalender zu einem übersichtlichen und daher sehr brauchbaren Nachschlagebuch über Deutschlands und feines Ver­ bündeten, Oesterreich-Ungarn, Heldenkämpfe gegen die übermächtige Zahl der Feinde zu machen. Wir stehen nicht an, auch dieses Heft wieder unfern Lesern bestens zu empfehlen. Die stählerne Mauer Reife zur deutschen Front, II. Teil von Ludwig Ganghofer, Verlag Ullstein u. Co, Berlin und Wien 1 Mark. Unmittel­ bar nach Ganghofers sechzigstem Geburtstag, den er, von feine» Volksgenossen dankbar gefeiert, hoch­ geehrt von Deutschlands Fürsten, begangen hat, erscheint der neue Band seiner Kriegsberichte. Er führt nach Nordfrankreich und Flandern, nach Lille, ArraS, La Bassse, Dixmuiden und Ipern, an die tragischen Stätten, an denen seit Monaten die schweren Schlachten toben. Mit erschütternder Kraft gibt der Dichter seine Eindrücke wieder: den Anblick der zer­ störten Forts von Maubeuge, den Saal im Lazarett zu Lille, in dem er die schwarzäugigen Inder besuchte, das Kriegstreiben auf den Aller Straßen, die in der Märzsonne erwachende, von unseren feldgrauen Pflügern bestellte Flur, die wuchtigen, von deutschen Pionieren errichteten Bauten. Er schildert die Winterlandschafi am Ipernkanal, tote Dörfer, verlassene Schlösser mit alten Parks, Begegnungen mit feindlichen Fliegern, deutsche Bataillone, die anmarschiere»; und immer dröhnen dumpf die Kanonen über das Land. Ein Kapitel erzählt von einer Zusammenkunft mit dem Kron­ prinzen Rupprecht, dem Führer der tapferen Bayern. Auch diese Unterredung ist von dem durchdrungen, was groß und begeisternd in dem ganzen Buche lebt, vom starken Glauben an Deutschlands herrlichen Sieg. Nationale Frauenblätter. Der Reinertrag wird dem Wollfahrts-Ausschuß der Stadt München überwiesen und beruflich tätigen Frauen zugeführt, I welche durch den Krieg in Not geraten sind. Der | Preis des Heftes beträgt 20 Pfg.; Heft 1—6, ge- I schmackvoll in Halbpergament gebunden 2.— Mp \ Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, sowie direkt i vom Verlag Knorr u. Hirth München. I Druck «. Verlag I. F. Rietsch, Landshut. Ver-&gt; \ antwort!. Redakteur F. $. Wagner, Landshut. I</p>
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          <p>Tages-Uebersicht. EhftM Rückkehr zur Monarchie. Aus Peking wird gemeldet: Ein Erlaß Auanschikais ordnet die vorübergehende Uebertragung aber gesetzgebenden Gewalt an den Reichsrat an. Der Reichsrat hat jetzt die letzte Ent­ scheidung über die RegierungsforM zu treffen und zu bestimmen, ob Auanschikais ältester Sohn den Thron Chinas besteigen softe. Alle hohen Mifttär- und ZivilbeaMen beeilen sich Mt ihren Erklärungen für die Wiedereinsetz­ ung der .Monarchie in China. Der Vizepräsi­ dent der Republik hat sein Ami niedergelegt.</p>
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