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        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1915-09-06"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">68. Jahrgang Nr. 242</biblScope>
          <date when="1915-09-06">1915-09-06</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Grodno in deutschen Händen.</p>
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          <p>Im! Westen hat sich nichts bort Bedeutung ereignet. Selbst der sonst so wortreiche fran­ zösische Bericht weiß nur von Artilleriekämpfen zu Melden. Im! Osten haben die Armeen Hindenburgs den Brückenkopf bon Friedrichsstadt erstürmt und hierbei 3363 Russen gefangen genoMMen. Wenn die Russen die Absicht gehabt haben sollten, die Dünalinie als eine neue Verteidi­ gungsbasis zu halten, so ist diese Absicht jetzt durchkreuzt. Mit der Ausgabe dieser Linie ist das Schicksal bon Wilna und Riga nicht Mehr aufzuhalten und auch Dünaburg dürfte bald in unsrem Besitze sein. An einzelnen Stellen versuchen die Russen den Vormarsch Der Unsern zu hemMen, so erst vorgestern an der Wilija. Die Russen büßten den Versuch außer mit einer großen Zahl bon Toten und Verwundeten Mit 800 Gefangenen, die sie in den Händen der Unsern lassen Mußten. Die Festung Grodno ist nach heftigem Widerstande der Russen in unsrem Besitze. Damit ist die letzte große russische Festung von uns genom­ men und die Njemenlinie von den Russen gesäubert. 3600 Gefangene Blieben in un­ serer Hand. Die Arnwe Gallwitz setzte die Ver­ folgung von der SwislochMündung bis tzuM Bialowieskaforst fort und Machte in den bei­ den letzten Tagen über 1300 Gefangene. Die Armeen des Prinzen Leopold haben den Austritt aus den Sumpfengen bei NowiDwor erkämpft und hierbei 400 Gefangene gemacht. Die Armeen.Mackensens haben den Brükkenkopf von Bereza-Kartuska erkämpft. In der Gegend von Drohiclzhn leisten die Rus­ sen noch Widerstand. 1 In Südostgalizien hat die ArMee des Gra­ fen Bothmer mehrere russische Stellungen am, 1 rechten Serethufer erstürmst. Die österr.-ungar.- Truppen haben das rechte Serethufer gewonnen und bei Siekow die russischen Stellungen erkämpft, wobei sie 1400 Russen zu Gefangenen mächten. Oesblich von Brodh durchbrach- die ArMee BoehMErMolli die russischen Linien, wobei 1200 Rus­ sen in ihre Hände fielen. Auch ich wolhnhischen Festungsdreieck wurden 6000 Russen gegefangen genommen. An der italienischen Grenze wurden leich­ tere italienische Angriffe «abgewiesen. , Die Türken haben ich Warmaracheer und Der Brückenkopf von Friedrichsstadt erstürmt. — Grodno gefallen. — Der Ausgang aus der Sumpfenge bei Rowi-Dwor erkämpft. — Bereza-Kartuska von den Russen geräumt. Scharfe Kämpfe in Wolhynien und Südostgalizien. — Italienische Angriffe anf die DoberdoHochebene abgewiesen. — Zwei feindliche Unterseeboote von den Türken versenkt. — Die Lage am Balkan. in den Dardanellen je ein feindliches Unter­ seeboot und bei Sedd il Bahr ein feindliches Bataillon zersprengt. Bei Araxes ich Kau­ kasus wurden die Russen zurückgeschlagen, wo­ bei sie große Verluste erlitten. Die StiMmung in Rußland ist nach einer StockholMer Meldung verzweifelt. Ter Kabi­ nettswechsel scheint unmittelbar beborzustehen. Der Zar ist derart deprimiert, daß er alles annichmt, wozu im'an ihm rät und Wobon man ihm sagt, es sei geeignet, momentane Abhilfe !zu schaffen, um! einer inneren Katastrophe bor­ zubeugen. Die Minister sind aMtsMüde. Ernste Mißstichmung erregen die Mißstände in rus­ sischen Militäranstalten, so namentlich, in der Artillerie-Verwaltung, wogegen die Dumä nachdrücklich Stellung zu nehmen beabsichtigt. Die serbische Antwort auf die Vorschläge der Entente wird auch in serbophilen Krei­ sen Bulgariens als ungenügend angesehen. In Serbien soll der Kriegsminister von seinem Posten scheiden. . Ten Rumänen traut jetzt anscheinend gar niemsand Mehr. Besonders scheint Rußland von Rumänien Angriffe zu befürchten, denn seit einigen Tagen bewerfen russische Flieger die beßarabische Grenze und müssen durch rumä­ nisches Militär, das die Flugzeuge beschießt, vertrieben werden. Im Vierverband herrscht gegenseitige Unzuftiedenheit. Tie Engländer und Franzosen sind Mit der russischen Dampfwalze sehr unzuftieden, weil ihr der Dampf ausgegangen und ihre Fahrtrichtung rückwärts geht. An den "strategischen Rückzug" glaubt niemand mehr. Die Russen wieder sind erbost auf die WestMächte, die sie iiml Stiche gelassen haben. Die Franzosen zaudern den Engländern iM Westeo zu sehr Mit dem Angriffe. Die Franzosen wie­ der schimpfen über ungenügende Unterstützung durch die Engländer. An den Dardanellen schie­ ben sich die Engländer und Franzosen gegen­ seitig die Schuld an den Niederlagen zu. Die Serben und Montenegriner klagen über Man­ gelnde Versorgung Mit Munition und KriegsMaterial und die politischen Mißerfolge des Vierverbandes auf beml Balkan. Am schlech­ testen aber ergeht es dem neuesten Vierverbändler Italien. Die Serben und Monte­ negriner bewachen eifersüchtig alle seine Schrit­ te an der östlichen Adriaküste, die Franzosen sind unzufrieden, weil er kein Hilfskorps an die Westfront schickt, die Engländer über das Ausbleiben der italienischen Hilfe an den Dar­ danellen. Auch Mit der italienischen Flotte sind die Engländer gar nicht zuftieden. Wenn auch die Engländer ihre eigne Flotte in si­ cheren Häfen sichern und verstecken, so dür­ fen doch die Bundesgenossen dieses britische Beispiel nicht nachmachen. England hat ja deshalb Bundesgenossen geworben, damit sie ihre Schiffe anstelle der englischen vernichten lassen. Damit Italien hierin Mehr Schneid bezeugt, hat ihM England jetzt einen englischen Admiral und mehrere Offiziere als Vormün­ der geschickt. Die werden die italienischen Schiffe schon dorthin lotsen, wo es besonders scharf hergeht.</p>
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          <p>Seite 2. Zwischen der SwislochMündung und der Gegend nordöstlich des Bialowieskaforstes ist die ArMee des Generals von Gallwitz im An­ griff. Bislang sind ( 800 Gefangene gemacht. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern. Der Kämpf um die SuMpfengen nördlich und nordöstlich von Pruzana dauert an. Heeresgruppe des GeneralfeldmarschaNS von Mackensen. Der Feind hält noch in deM Brückenkopf bei Bereza-Kartuska. Weiter südliche wurde der Gegner in bet Gegend von Drohiczyn (60 Kilometer westlich von Pinsk) zurückgeworfen. Oberste Heeresleitung. WTB. Berlin. 5., Sept. Mittag. ~ (Großes Hauptquartier). Westlicher Kriegsschauplatz. Keine wesentlichen Ereignisse. gestlicher Kriegrschaaplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Hindenbnrg. Zwischen Friedrichsstadt und Merecz am&gt; Njemen ist die Lage unverändert. Oestlich von Grodno ist der Feind hin­ ter den Kotraabschnitt, südlich- von Jeziory, zurückgewichen. Die Zahl der in den Kämp­ fen um Grodno gemächten Gefangenen erhöhte sich aus über 3600. Von Truppen der ArMee des Generals von Gallwitz bei und südlich von Msciboro (südöstlich von Wolkowysk) ist der Gegner er­ neut geworfen. 1 520 Gefangene wurden eingebracht. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern. Ter Austritt aus der Sumpsenge bei und südöstlich von Nowi-Dwor, nördlich von Pruzana, ist erkämlpft. Auch Weiter nördlich! sind Fortschritte erzwungen. Es wurden über 400 Gefangene gemacht und drei Maschinengwehre erbeutet. Heeresgruppe des Generalfeldmckrfchalls von Mackensen. Ter Brückenkopf von Bereza-Kartuska ist vom Feinde unter dem Drucke unsres Angriffs geräumt. In der Gegend von Drohiczhn und südlich leistete der Gegner nochmals Widerstand. Er wird weiter angegriffen. 6iöftttdjet Kriegsschaaplatz. Die Armlee des Generals Grafen v. BothMer hat eine Reihe feindlicher Vorstellungen aus dem westlichen Dreihufer erstürmt. Oberste Heeresleitung</p>
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          <p>richte erzählen mögen, wir hätten das in Rede stehende Kloster trotz des Genfer Kreuzes unter Feuer genommen. Der Feind Macht sich! hier eines Mißbrauches völkerrechtlicher Abmachun­ gen schuldig, die unsre Gefechtsführung kei­ neswegs beeinträchtigen darf. Italienischer Kriegsschauplatz. Gestern entwickelten die Italiener auf der Hochfläche von Doberdo eine erhöhte, aber gänzlich erfolglose Tätigkeit. Nach! heftiger Be­ schießung einzelner RäuMe durch! ihre Artil­ lerie jeden Kalibers versuchten sie schon vor­ mittags mehrere Vorstöße entlang der Straße westlich San Martina. Alle wurden abgewie­ sen. Unsre Artillerie wirkte verheerend gegen den zurückflutenden Feind. Gegen Abend nahm das Gefchützfeuer an Heftigkeit zu. So­ dann folgten wieder vereinzelte Infanterieangriffe, die sämmtlich! unter großen Verlusten für die Italiener scheiterten. In Südtirol wurden zwei feindliche Kom!pagnien, die unsre Posten in Marco angriffen, in die Flucht geschlagen. Der stellvertretende Chef des Generalstabesr v. H o e f e r, Feldmarschalleutnant. Bericht unserer Verbündeten. WTB. Wien, 4. September. Amtlich wird gemeldet: Russischer Kriegsschauplatz. Der Feind hat gestern an der ganzenFront zwischen dem Dnjestr und dem Südrande der großen Pripjet-Sümpfe heftigen Widerstand ge­ leistet und die Stärke seiner Verteidigung wie­ derholt durch Gegenangriffe zu erhöhen ver­ sucht. AM unteren Sereth wurde zunächst der Mündung von unseren Truppen unter zähen, Kämpfen auf dem Ostufer des Flusses fester Fuß gefaßt. Sie entrissen beim 1 Gegner die stark ausgebaute Stellung auf der Höhe Sloteria nordwestlich von Sinkow un ^brachten 2 Offiziere und 1400 Mann als Gefangene ein. , Vor Tromlbowla und Tarnopol herrschte verhältnismäßig Ruhe. &gt; Nördlich Zalosce und östlich- von Brodh durchbrach die ArMee des Generals vonBöhM ErMolli die feindlichen Linien an zahlreichen Punkten. Es wurden hier sechs russische Of­ fiziere, unter ihnen ein Oberst, mit 1200 Mann gefangen. In Wolhynien stehen unsere Truppen ititl Raume westlich von Dubno und bei Olhka iM Kampf. Ter Widerstand der Russen ist noch nicht gebrochen. Bei den k. und k. Streitkräften nordöst­ lich von Pruszanh trat keine 'Aenderung der Lage ein. Italienischer Kriegsschauplatz. Seit den nutzlosen Angriffen gegen die Hochfläche von Lavarone und auf den Tolimeiner Brückenkopf hat die Tätigkeit der Ita­ liener sichtlich nachgelassen. Von den Artilleriekämpfen abgesehen fand gestern nur vor dem Südteile des genannten Brückenkopfes ein nennenswertes Gefecht statt. Der Feind wurde, wie iMmvr, abgewiesen. Das gleiche Schicksal hatte ein heute zei­ tig früh iM Dolomitengebiete von der Böden­ alpe gegen Den Jnnichriedel geführter ita­ lienischer Angriff. Ter stellvertretende Chef des Generalstabesr to. Hoefer, Feldmarschalleutnant. WTB. Wien, 5. September. Mittag. — Amtlich wird verlautbart: Russischer Kriegsschauplatz. Tie Russen setzten unsrem Vordringen in Ostgalizien und Wolhynien heftigen Wider­ stand entgegen. Ein -russischer Angriff an der beßarabischen Grenze brach, vor unsren Hindernissen zusammen, wobei mehrere feindliche Batail­ lone zersprengt wurden. Oestlich der Se­ reth-Mündung drang der Feind unter gewohnter Vergeudung seiner MenschenMassen in einen unsrer Schützengräben ein, wurde aber iM Kampf Mann gegen Mann zurückgeworfen, wobei er zahlreiche Tote und Gefangene in unsrer Hand ließ. * Westlich von Tarnopol erstürmten öftere.ungar. und deutsche Truppest ausgedehnte feindliche Verschanzungen. Auch bei Zalosze nähmen wir einen russischen Stützpunkt. Oestlich von "Brodh und in Wolhynien ge­ winnt unser Angriff langsam Raum. Die im Festungsdreieck kämpfenden K- und K- Streitkräfte haben in den letzten Gefechts­ tagen etwa 30 russische Offiziere und über 3000 Mann gefangen genommen. Aus dem' Kloster Budzanow, das sich in­ mitten der russischen Front am unteren Sereth befindet, weht seit einigen Tagen die Fahne Mit döm Genfer Kreuz. Wenn schon von Haus aus nicht angenommen werden kann, daß ein Feldspital mitten in der Kampfstellung einge­ richtet wird, so ist im vorliegenden Fall über­ dies festgestellt worden, daß die Russen das Kloster zu einem starken feldmäßigen Stütz| Punkt ausgestaltet haben. Es wird sonach nie- I f Mand erstaunen, wenn demnächst russische Be- * Zurückgezogene Aufträge. Kopenhagen, 4. Sept. Ter Vierver­ band hat nach einer Meldung des "Teutschen Journ." in Newhork die Getreideeinkäufe in den Vereinigten Staaten eingestellt und große Lieferungskontrakte rückgängig gewacht. An eineM Tage wurden von englischen Agenten Weizenlieferungen von annähernd 1 Million Bushels abbestellt. Italien hat drei Schiffs­ ladungen Weizen, die bereits deklariert wa­ ten, i Wetzten Augenblick abgesagt. Außerdem haben Frankreich und Italien große Aufträge über Mais- und Hafer und 'Büchsenfleisch! wi­ derrufen. (Z.)</p>
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          <p>schafften sich, Gewehre, töteten ihre Wärter und befreiten 700 andere Sträflinge. Diese bemächtigten sich ihrerseits der Gewehre in einer Kaserne und zerstreuten sich bewaffnet durch die Stadt. Zn panischem Schrecken ver­ bargen sich die Einwohner in den Häusern. Die Geschäftsläden wurden geschlossen. Die Sträflinge feuerten auf die Polizisten und drangen mit Gewalt in die Läden ein. Dann sUMmelten sie sich und gingen gegen das Bank­ gebäude der Stadt vor. 2000 Soldaten erschie­ nen Mit Schnellfeuergeschützen. Daraufhin ver­ bargen sich die Sträflinge in einem anderen Gefängnisgebäude, wo sie gleichfalls die Sträf­ linge zu befreien versuchten. Hier leisteten sie 24 Stunden ernsten Widerstand. Erst in der darauffolgenden Nacht gelang es, sich eines Teiles der Meuterer zu bemächtigen. 300 aber konnten sich durchschlagen. Während der Un­ ruhen sind 70 SBSävtet, 20 Soldaten getötet und Mehrere Hundert auf beiden Seiten verletzt worden. Ueber den ganzen Distrikt wurde der Belagerungszustand verhägt. 120 Gefangene wurden erschossen. Die Leichen der bei den Straßenkämpfen Getöteter liegen noch imMer auf den Plätzen der Stadt. in der Festung gemachte Beute liegen noch! keine Meldungen vor. Nur ein Bataillon hat gemeldet, daß es in einem Depot 50 000 Säcke Mehl gefunden hat. (Z.) In den PriPjet-Sümpfen. Die russischen Kräfte, die von Brest-Litowsk nach Osten zu gedrängt wurden, versuche ten unseren Vormarsch aufzuhalten. Heftige Gegenangriffe von ihrer Seite wurden blutig abgeschlagen. Hingegen gelang es uns durch Gegenangriffe, den Feind zuM Rückzug zu zwingen. Unsere Kräfte nähern sich deich Aus­ tritt der Süchpfe, wodurch ihre Stellung bei weitem günstiger wird, da die Schwierigkeit des sumpfigen Gebietes wegfällt. UnsereKräste sind trotz der vielen und schweren Kämpfe und der anstrengenden Märsche in sehr gu­ tem Zustande . Die Gegend ist trostlos. Kein Vogel belebt sie und ant! Abend verwehrt der aus den unendlichen Sümpfen aufsteigende Ne­ bel jede Aussicht. Trotz all dieser Hindernisse schreiten unsere Truppen .günstig vorwärts. Täglich werden Hunderte von Gefangenen ein­ gebracht. (Z.) Die innere Lage in Rußland. Aus Petersburg wird gemeldet: Die Krisis in der DuMa hat sich so zugespitzt, daß. — tote in informierten Kreisen versichert wird — eine Katastrophe in.nächster Zeit unausbleiblich wird. Die Regierung hat jetzt nur noch die Möglichkeit, entweder die DuMa aufzulösen und ein neues Kabinett aus Mitgliedern der Mehrheitspartei des Reichsrates zu bilden] oder die Bildung eines nationalen Koalitions­ ministeriums zu proklamieren, wobei die Ka­ dettenpartei ausschlaggebend wäre, mit Hin­ zuziehung sozialdemokratischer Abgeordneter als KabtnettsMitglieder ohne Portefeuille. Diese Forderungen werden vom Zentrum und der Linken gestellt. Die TuMulte in den letzten Sitzungen waren derartig, daß die Sitzungen für längere Dauer aufgehoben wurden. Das Taurische Palais wird Militärisch! bewacht. Die Mitglieder der DuMa stehen unter polizeili­ chem Schutz und geheimer Bewachung. Für den Fall der KabinettsdoMission wird der Kadettenführer Miljukow als Nachfolger Sasonows genannt. Schingarjew hat den Posten Barks schon jetzt abgelehnt. f Japanische Hilfe. "Corr. della Sera" erfährt aus Paris: Die russische Telegraphenagentur teilt Mit: Die Zeughäuser von Tokio und Osaka brachten die Arbeiterzahl von 15 000 auf 40 000 Mann, um Tag UAd Nacht Waffen und Munition für Rußland herzustellen. Verbrechernnruheu in der Mandschurei. "Reuter" Meldet aus Dulden: Die Stadt Girin ist der Schauplatz einer buchstäblichen Schlacht gewesen. 60 Sträflinge, die außer­ halb des Zuchthauses beschäftigt wurden, ver­</p>
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          <p>Italiens Mangel an Arzneistoffen. Nach deM Handelsblatt "Sole" fehlt es in Italien infolge des Ausbleibens der deut­ schen Zuführ, worauf es angewiesen ist, an Arzneimitteln, da die Apotheker die Präparats kaum beschaffen können. Die Preise haben phantastisch aufgeschlagen, Karbolsäure und Salicylpräparate gegen Rheumatismus um 200 Proz., Bromkali um 800 Proz., Phena­ zetin um 600 Proz. Andere Fieberpräparate, wie Antipyrin sind ebenfalls teurer geworden. Auch die chirurgischen Hilfsmittel und Ver­ bandwatte sind bis zu 200 Proz. gestiegen. (Z-) Tie Lage in Libyen. J Die Wiener Politische Korr. Meldet aus RoM :Die Verschlimmerung der Lage in Li­ byen rief Zweifel wach, ob die Italiener auch nur die Küstenstellungen der Kolonien noch lange behaupten können. Man erwägt den Gedanken, iM Falle wachsender Bedrohung die Küstenstädte zu räumten, statt die dortigen Be­ satzungen der Vernichtung auszusetzen. Die Hoffnungen, die Man aus eine Vermittlung Englands beim Scheich, der Senussi setzte, ha­ ben sich, nicht erfüllt. "Es wird angekündet, daß der Scheich große Massen von Bewaffne­ ten um sich geschart habe und einen Angriff aus die italienischen Stellungen plane. Mit bitteren Empfindungen nahm Mpn in Rom die Tatsache auf, daß italienische Truppenabtei­ lungen in letzter Zeit wiederholt aus Libyen auf tunesisches Gebiet flüchten. &lt; Der Krieg mit Italien. Ein italienischer Kritiker. ZM "Carriere della Sera" veröffentlicht ein Ungenannter eine Reihe von Artikeln über die Lage iM ersten Kriegsjahr. Die ersten drei Artikel bringen nichts neues, aber der letzte ist von Interesse, weil er gewisse Schwierig­ keiten des Vierverbandes beleuchtet. Der Ver­ fasser kritisiert das schlechte strategische Zu­ sammenarbeiten der vier Mächte, während da­ gegen das Zusammenarbeiten der ZentralMäch-te und der Türkei geradezu Mustergiltig sei. Oesterreich und die Türkei hatten schon an sich, eine weit größere Widerstandskraft gezeigt als Mn vermütete, aber wenn es irgend wo fehle, springe Deutschland ein. (Z.) Todcssturz eines italienischen Fliegers. Die "Agence Havas" «meldet aus Turin: Der italienische Fliegerleutnant Bongiovanini ist infolge eines Motordefektes aus 100 Meser Höhe herabgestürzt. Er wurde vollständig verbrannt unter deM Apparat hervorgezogen. Italiens Hilfe an den Dardanellen. Der Berliner "Lok.-Anz." berichtet aus Budapest: Der erste italienische Botschaftsrat in Petersburg, Prinz AlMato, ist in besondere» Mission auf dem Wege nach Rom, um die Wünsche der russischen Regierung zuM sofor­ tigen Eingreifen Italiens an den Dardanellen zu überbringen. Man ist in Petersburg kei­ neswegs damit einverstanden, daß Italien Operationen an der kleinasiatischen Küste plant und verlangt Hilfe an den Dardanellen. (Z.)</p>
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          <p>Der Krieg zur See. Versenkter Dämpfer. Lo ndon, 4. Sevt. Der britische Damspfer "Churston" (2470 Tonnen) wurde ver­ senkt. Die Besatzung ist gerettet. Tie italienisch« Flotte nnter englischem KvmjMando! Schon Mehrfach, verlautete, daß Man in englischen Kreisen von der Tüchtigkeit der ita­ lienischen Adriaflotte recht wenig erbaut ist. Nun sollen auch bereits Besprechungen statt­ gefunden haben, uM eine Mitwirkung eng­ lischer KoMmandokräfte zu erzielen. Dieses Gerücht erhält neue Nahrung durch die Nach­ richt, daß in Turin gestern ein englischer Ad­ miral Mit einer Anzahl von Marineoffizieren in der Richtung nach der Adria durchgereist ist. (Z.)</p>
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          <p>Das Verbleiben Costinescus hänge davon ab, auf welcher Basis das Uebereinkom'men Zwi­ schen Deutschland und Rumänien in der Frage der Kohlendurchfuhr und der Getreideausfuhr zustande käme. Von Bratianu wird behauptet, daß seine Stellung nicht erschüitert fei, da er entgegen allen anders lautenden Meldungen mit seiner Person nicht so stark an die Pläne des Dreiverbandes gebunden sei, daß ihm nicht noch volle 'Aktionssreiheit offen bliebe. Tie Verhandlungen zwischen Sofia und Bukarest die unabhängig von den Vorschlägen des Drei­ verbandes geführt werden, sind noch nicht ab­ geschlossen. Der russische Gesandte in Bukarest Poklewsky-Koziel soll aus Petersburg neue Instruktionen erhalten haben, die auf die Vor­ schläge Cruppis in Petersburg zurückgeführt werden, der Mit Sasonow über seine Beobach­ tungen auf dem Balkan ausführlich konferiert und einen neuen Aktionsplan Rußlands auf deM Balkan vorgeschlagen haben soll. (Z.) Tie Politik Bulgariens. Berlin, 4. September. Eine bulgari­ sche Persönlichkeit in hervorragender Stel­ lung, die Mit der in Sofia herrschenden An­ schauung vertraut sein Mutz, Machte gestern einem Mitarbeiter des "Berliner Tageblatt" folgende Mitteilungen: Ich weiß, daß der Ver­ trag zwischen Bulgarien und der Türkei abge­ schlossen ist, wenn er aüch noch nicht unterzeich­ net ist. Diese Verzögerung gibt aber zu keinen Besorgnissen oder auch nur Bedenken für die Zentralmächte Anlatz. Die überwiegendeMehrheit des bulgarischen Volkes sympathisiert in Uebereinstimmung mit seiner Regierung mit den ZentralMjächten und ich habe sichere Nach­ richten, daß auch die Opposition jetzr nach den Zentralmächten hin gravitiert. Auch un­ abhängig von deM vielbesprochenen Vertrage wird Bulgarien nie die Forderungen der VierverbandsMächte, gegen die Türkei zu mar­ schieren, erfüllen. Die Beziehungen Bulga­ riens zu der Türkei sind gegenwärtig ausge­ zeichnet. "Welche Haltung wird also Bulga­ rien den ZentralMächten gegenüber in Zukunft einnehmen? Wird es sich mit der wohlwollen­ den Neutralität begnügen?" "Es ist jetzt noch zu früh, darüber zu sprechen," erwiderte der Gefragte, "aber es können neue Umstände hin­ zutreten, die Bulgarien zum Schutz seiner nationalen Ideale dazu veranlassen würden, sich am Krieg zu beteiligen."</p>
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          <p>Ae Türkei im Kriege. Ter türkische Bericht. Konstantinopel, 4. September. Das Hauptquartier gibt bekannt: Unser Küstenwach­ schiff "Bahrsesid" versenkte mit seiner Artil­ lerie im Marmarameer südwestlich von ArMudlu ein feindliches Unterseeboot. Die BeGerd sah ihr nach, bis sie verschwunden War. Tann wandte er sich Mit einem tiefen AteMzug und ging noch Zweiter in den Stadt­ wald hinein. Er müßte noch eine Weile mit sich allein sein, ufmi die seltsame Unruhe zu bezwingen, die in ihM war, seit er Juanita begegnet war. * Juanita Hatte Gerd, als sie ihM begegnete, sofort erkannt. Sie war aber vor Schrecken Über seinen unerwarteten Anblick nicht Mit sich, ins Klare gekommen, ob sie ihn ansprechen sollte oder nicht. Auch hielt sie eine echt weibliche Scheu zurück. Langsam setzte sie ihren Weg fort, mit Unsicheren Schritten. Ihr war, als Müsse sie zurückkehren zu ihM, als dürfe sie ihn nicht Icefnti) an sich vorübergehen lassen, ihn, den einzigen Freund, den sie hier iM fremden Lande gefunden hatte. Sie Malte sich aus, was pr wohl gesagt haben würde, wenn sie vor ihn hingetreten wäre und ihM gesagt hätss; &gt;«^Jch bin deines Bruders Frau, laß uns nicht freMd aneinander vorübergehen, ich habe so wenig Freude auf der Welt." Aber sie ging doch weiter und weiter von &gt;ihM fort, nur ihre Gedanken blieben bei ihM zurück. i "Ob er noch iMmer eine so warMe, weiche StiMme hat?" dachte sie. Und dann wollte sie sich wieder einre­ den, daß et es am Ende gar nicht gelwesen war, daß sie nur eine Aehnlichkeit getäuscht hatte. Aber es war doch ein Wehes Gefühl in ihr, so, als habe sie etwas Köstliches versäuMt, etwas Unwiedereinbringliches verloren. Sie hatte Einkäufe Machen wollen und hatte bei deM schönen Wetter vorgezogen, zu Fuß zu gehen. Nun war ihr die Lust ver­ gangen, die Geschäfte auszusuchen. Es lockte sie plötzlich, einen einsamen Gang durchs den jetzt sehr ruhigen Stadtwald zu Machen. So bog sie nach einer Weile von ihreM Weg ab in den Stadtwald ein. Am Kinderspielplatz saßen einige Bonnen und Mädchen und bewachten die itri gelben Sande spielenden Kinder. Sonst begegnete ihr niemand. Es war eine köstliche Ruhe und Stille uM sie her und sie konnte ungestört ihren Gedanken nachhängen. Schließlich erreichte sie den großen Park­ teich, über den an seiner schMalsten Stelle eine zierliche, gewölbte Brücke führte. Unweit die­ ser Brücke ließ sie sich, müde von deM Gang durch den wärmten SoMMermorg««, auf einer# Bank nidber. i Hier saß sie eine ganze Weile. Die tiefe I Stille ringsum spann sie ein in träumerisches Ginnen. Gedankenverloren Malte sie mit ihrem SchirM rätselhafte Zeichen in den Kies und dabei vergaß sie Zeit und Ort. Nahende Schritte, die auf deM hölzernen Brückenweg laut aufschlugen, schreckten sie eM por. Sie hob den Kopf und wandte ihn nach der Brücke. Und da schrak sie heftig zu­ sammen. Mit einem bangen, unruhigen Blick sah sie in zwei Machtvolle, strahlende Män­ neraugen hinein, die aufleuchtend ihre Er­ scheinung umfaßten. Vor ihr stand Gerd Falkner. Auch er war bei ihrem unerwarteten An­ blick zusammengezuckt. Nun stand er wie ge­ bannt. Ihre Augen hingen ineinauder — wa­ ren es Minuten oder Ewigkeiten — sie wußten es nicht. Und dieses selbstvergessene Ineinander tauchen ihrer Blicke entschied das Schicksal die­ ser beiden Menschen. Gerd raffte sich zuerst auf und trat, den Hut ziehend, einige Schritte näher. , ^ (Fortsetzung folgt.) ^ u | |</p>
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          <p>Ter türkische Bericht. Konstantinopel, 4. September. Das Hauptquartier gibt bekannt: Unser Küstenwach­ schiff "Bahrsesid" versenkte mit seiner Artil­ lerie im Marmarameer südwestlich von ArMudlu ein feindliches Unterseeboot. Die Be- j satzung konnte nicht gerettet werden. — An der Tardanellenfront fand aM 2. September in den Abschnitten von Anaforta und Ariburun schwaches beiderseitiges Geschütz- und Ge­ wehrfeuer statt. Tie Artillerie unseres rech­ ten Flügels zersprengte ein feindliches Batail­ lon, das bei Glade übte. In der Nacht zuM 2 September drangen unsere Aufklärungs­ truppen in die feindlichen Schützengräben ein und erbeuteten eine Menge von Gewehren und Kriegsbedarf. Bei Seddil Bahr besetzten wir einen 90 Meter langen feindlichen Schützen­ graben, kurz nachdem er gegraben worden war, por unserm! Zentrum. Aus deM linken Flü­ gel brachten wir in der Umgebung von Kereviedere zwei feindliche Geschütze zum Schwei­ gen. Sonst 'hat sich nichts von Bedeutung er eignet. Konstantinopel, 4. September. Be­ richt des Hauptquartiers: An der Tardanellenfront im Abschnitr von Anaforta zerstörte unsre Artillerie südlich von : Azamkdere ein feindliches Maschinengewehr. ? Unsre Aufklärungskolonnen überraschten an verschiedenen Stellen feindliche Gräben und erbeuteten eine Anzahl Kriegsgeräte und Te­ lephonmaterial. Bei Ari-Burun nichts von Bedeutung. Bei Sedd il Bahr beschoß der Feind aM 2. ds. zu Land und von der See aus während zwei Stunden ergebnislos Aldshitepe und Um­ gebung. Aus dem linken Flügel verursachte unser Feuer eine Explosion in der Stellung der feindlichen Minenwerfer. Eine Mine, die wir zuM Explodieren brachten, zerstörte Sta­ cheldrahtverhaue des Feindes, die zum Schutze gegen unsre Bombenwerfer dienen sollten. Sonst nichts von Bedeutung. Tie englische Niederlage auf Gallipoli. London, 5. Sept. In einem! Privatbe­ richt, datiere vom 23. August, heißt es über die Kämpfe an den Dardanellen: Der ursprüngliche Plan schlug fehl, weil die Korps die ihnen gestellte Aufgabe nicht erfüllen könnten. Diese Aufgabe bestand darin, den Feind völlig zu überraschen, und, da dann der Feind unsren Divisionen an deM bedrohten Punkte nutr wenige Bataillone entgegenstellen konnte, plötzlich zu durchbrechen. Der General­ stab hatte alles getan, um den Erfolg des Sturmes zu sichern. Der erste Versuch, die Höhen bei Anafürta zu nehmen, brach end­ gültig aM 10. August zusammen ttnb erst am 21. August war die ArMee in der Lage, einen Frontangriff gegen die Türken zu unterneh­ men. Die Türken hatten die Pause benützt, sich einzugraben und jede Hoffnung auf die Ueberraschung war damit geschwunden. Türkische Offensive an den Tardanellen. Die "Köln. Ztg." mvldet: Wie Schweizer ' Blätter von wohlunterrichteter Seite in Sofia erfahren, bereiten die Türken eine umfassende Die Türkei im Kriege. Offensive an den Dardanellen vor. Obwohl die militärische Aktion geheim gehalten wor­ den ist, konnten die Truppenstandorte doch nicht verborgen bleiben. Tag und Nacht kom­ men jetzt Truppentransporte, vor allem aus Kleinasien, in Konstantinopel an. Gleichzeitig damit geht die Bestückung der Dardanellen Mit großkalibrigen Geschützen vor sich. (Z.) Niederlage der Russen imi Kaukasus. Konstantinopel, 5. Sept. Wie aus ErzeruM gemeldet wird, versuchte der Feind nördlich von Araxes einen nächtlichen Ueberfall auf die türkischen Truppen. In eineM kräftigen Gegenangriff wurden die Russen zu­ rückgeschlagen und auf ihrer regellosen Flucht Mit Bombenwürfen bis tzu den Verschanzungen verfolgt, wobei sie große Verluste erlitten. 400 Russen, die kürzlich gefangen'wurden. sind in Siwas eingetroffen. Ein türkischer Erfolg am persischen Golf. Amtlichen Konstantin. Nachrichten zufolge überraschte eine Abteilung arabischer Krieger in der Nacht des 22 .August ein englisches Lager bei Korna. Der Feißd eröffnete unter! Zuhilfenahme von Scheinwerfern das Feuer gegen die Krieger, die, ohne Verluste zu er­ leiden, den Engländern ernste Verluste zufüg­ ten.</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Einberufung des Landtags. Nach einer Bekanntmachung des K. B. Kriegsmlnisteriuws werden Angehörige des Heeres, die als Mit­ glieder einer der beiden Kawmern angehören, für die Dauer des Landtages und zur Teil­ nahme an den Vorbesprechungen der Fraktio­ nen so zeitig beurlaubt, daß sie am 21. Sep­ tember in München eintreffen können. Alle Mitglieder der beiden Kamwern des Landtages sind berechtigt, zur Fahrr nach München und zurück in die Heimät die für Militärtransporte bestiwmten Eisenbahnzüge zu benützen. Für dfe Armen. Die Oberrevisorswitwe Therese Braun in München hat der Stadtgemeinde München für den Arvrenfonds 20000 Mark zugewendet. Der Magistrat brachte da­ für herzlichen Dank zuM Ausdruck. Das sparende München. Iw August 1915 betrugen bei der Stadt. Sparkasse die Ein­ zahlungen 3 531 372 Mk., die Rückzahlungen 2 349 355 Mk., so daß sich ein Ueberschuß von ©82 017 Mk. ergab. Die Zahl der Spargäste hat sich lutnl 889 vermehrt und beträgt jetzt 208 676. Das Gesamtguthaben der Einleger beziffert sich nunmehr auf 100167115 Mk.; seit 1. Januar 1915 ist diese Ziffer trotz der bedeutenden Aufwendungen für die zweite Kriegsanleihe um 7 204119 Mk. gestiegen. Neberfahre» nnd getötet wurde auf der Strecke München—Landshut bei einer Aeberfahrt zwischen Marzling und Langenbach! der Bauer Georg Reif von Schmidhausen. Nach! dem/ Genusse von giftigen Pilzen erkrankte in Kolbermoor eine dreiköpfige Fa­ milie. Ein seltenes tznbiläulw. Sein 50 jähriges BerussjubiläuM beging vorgestern in aller Stille der Buchdruckereibesitzer Eberhard Zeitter, der Verleger des "Lindauer Tagblatt". ToMirschenvergiftung. In Markt Ober­ dorf (Allgäu) aßen drei Kinder aus der Weide Tollkirschen. Eines davvn ist gestorben, ein zweites schwer erkrankt, das dritte befindet sich auf dem/ Wege der Besserung. Einen Selbst-nord iml Eisenbahnzug ver­ übte zwischen Furth i. W. und Nürnberg in einew Personenzug ein noch unbekanuter Rei­ fender durch Erschießen. In Neukirchen bei Sulzbach würde die Leiche aus dem! Zug ge­ bracht. Gräßlicher Tod. In Heidingsfeld bei Würzburg stürzte von der Scheune der Gast­ wirtes zum! Lamjm! der 66jährige Gelegenheits­ arbeiter Lochner kopfüber ab. Dabei fiel er direkt in die Strohpresse der Dampfdreschwaschine und wurde gräßlich zugerichtet. Der Unglückliche starb alsbald.</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. Plattling, 4. Sept. (Unfall.) Beim- gest­ rigen Güterzug 1969 stürzte in Station Sünching beim! Verladegeschüft der Wagenwärter­ gehilfe Josef Sterr von einem! Wagen ab und erlitt mehrfache Prellungen und scheinbar auch innere Verletzungen. Der Verletzte wurde in Personenzug 442 nach Plattling gebracht. Wurjmännsquick, 4. Sept. (Vergistet.)Der 38jährige Otto Marchner besaß hier eine gut­ gehende Damipfziegelei un dBäckerei, kam aber mit der Zeit von Haus und Hof. Er wohnte als lediger Mann in der hiesigen Maherschen Brauerei und würde seit ca. 14 Tagen nicht wehr gesehen. Am Montag wurde starker 'Lei­ chengeruch i&gt;m! Hause wahrgenommen, weshalb Man die Tür zu Marchners Zimwer öffnete und seine Leiche in stark verwestem! Zustande auffand. Er dürfte sich Mit Schwefelsäure vergiftet haben und wird als Grund zur Tat seine schlechten finanziellen Verhältnisse oder auch der Uwstand, daß er zum Militär einrükken sollte, ongendmfmien. Freyung, 4. Septewber. (Kampf zwi­ schen Schwlnggler und GendarM.) Ins Garni­ sonslazarett Passau eingeliefert würde in schwerverletztem/ Zustand der Gütler Hermann Friedl von Theresienreut, zurzeit vom Landsturlmbataillon Landshut zur Ernte in die HeiMat beurlaubt. Friedl würde in der Nacht zuM Donnerstag von der Gendarmerie Haid/Mühle mit einem ^Komplizen beim Ochsenschmüggel ertappt. Es entspann sich ein Geräufe bei welchem Gendarmeriesergeant Zipfel von Haidwühle von der Waffe Gebrauch mach? te und den Friedl durch einen Schuß schwer verletzte. Der zweite Schmuggler entkam. Die Ochsen befinden sich im Besitze der Zollbehörde. Weichelau, 1. September. ^(Ter gefangene Rehbock.) Ein Taglöhner von Hier war gerade auf der Bachwiese Mit Mähen des Grumwets beschäftigt, als eben pin stattlicher Rehbock in unmittelbarer Nähe den Aschabach durchque­ ren wollte. Der beherzte Mann sprang rasch entschlossen dehn! geängstigten Wild nach! und fing es iM Wasser ein. Der Bock wehrte sich zwar aus Leibeskräften; gleichwohl aber wurde er überwältigt und deM Jagdpächter Joses Hutzler dahier lebend eingeliefert. Dca führt er nun in eingefriedetem RauMe ein beschau­ liches Leben und es macht allenthalben viel Vergnügen, den gewandten Spießer aus der Nähe zu beobachten, i Passau, 5. Sept. (Gegen das Ztgarettenrauchen der Jugend) brachte tn der letzten Kollegiums­ sitzung G.-B. Hauptlebrer Mathets einen Antrag ein. Zur Begründung des Antrages führte er das starke Ueberhandnehmen des ZIgarettenraucheus der Forlbildungsfchüler, der Volksschüler und sogar der noch nicht schulpflichtigen Jugend an. Die schädliche Wirkung des NikotingenuffeS äußere sich tu der Schule bereits durch Kopfschmerzen, Magenletden der Schüler u a. Leider sei die Schule demgegenüber fast vollständig machtlos. Das Elternhaus und gewisie Geschäftsleute, an die er sich besonders wendete, müßten mit der Schule Hand in Hand gehen. Erfreulicherweise hätten das 16. und 21. Generalkommando Verordnungen ergehen lassen, die den Geschäften die Abgabe von Zigaretten und Streichhölzern an Jugendliche unter Androhung von empfindlichen Freiheitsstrafen verbiete. Für die Militärbehörde fei ja ein gesunder Heranwuchs unserer Jugend auch von großer Wichtigkeit. Es wäre freudig zu begrüßen, wenn alle Generalkommandos solche Bestimmungen träfen und die dann auch nach dem Kriege bestehen bleiben sollten. Ein Geschäfts­ mann, der unter solchen Verhältnißen seine Gewinn­ sucht befriedige, sei gewtßenlos. Diesen Leuten könne nur durch Verbot das Handwerk gelegt werden Das schulpflichtige Alter eines Knaben könne man. immerhin tn etwas erkennen. Der Redner brachte zum Schluß den Antrag ein, das Gemeindekollegim^ wolle den Magistrat ersuchen. Maßnahmen zu treffen, die geeignet wären, das Zigarettenrauchen bei der schulpflichtigen Jugend einzuschränken oder zu ver­ hindern, vielleicht durch Erwirkung einer Verfügung beim Generalkommando. Der Antrag fand daraufhin einstimmige Annahme.</p>
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          <p>Dienstesnachrichten. Kath. Kirche. Das im! Kollegiatstiste St. Johann in Regensburg erledigte 4. Kanonikat wurde dem Geistl. Rat und Pfarrer MichDaubenmerkl in Oberschneiding, B.-A. Strau­ bing übertragen. Eisenbahnoerwaltuug. Versetzt wurde in etatsm. Weise auf Ansuchen der Lokomotivhei­ zer (Führerbewerber) Josef Bäumil von Wei­ den nach Wegscheid; berufen in etatsmi. Weise der Wagenwärter Heinr. Ernst von Schwan­ dorf nach Landshut; der Stationsdiener tut ge­ wischten Dienst Joh. Gier! von Reuth b. Er­ bendorf nach Deggendorf Bf.; in den Ruhe­ stand versetzt ab 1. Septemlber der Oberlokomo­ tivführer Johann Ratzesberger in Landshut für ein halbes Jahr; befördert in etatsw. Weise ab 1. August zuw Oberlokomvtivführer: die Lokomotivführer Josef Dillinger von Passau in Eger, Ludw. Jahn von Wegscheid in Re­ gensburg; Gg. Vogel von Kusstein än Siwbach aw Inn; Gg. Spandl von Straubing in Würzburg.</p>
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          <p>IS“^^ST!sto5 b 8S , ^^tt U, Sr^’l6S t ™ ! 77 758,23 »tat! stehen anher der fiautmns, v2i.S.k«r«L12*.? I I-tftnng (5000 Mark Kaution und 19000 Mark amublaue Augen uw wricht nich7^ Sicherungshhpothek) der beiden haftpflichtigen graublaue Augen uno MM nrcyi oemich Sparkassebeawten zu 24 000 Mark, in Hhpo—* Die eisernenFünferl werden bald [&lt; theken und Bürgschaften ausreichende Sicher­ erscheinen. Der Reichskanzler ist von Bundesrat .»heiten zur Verfügung, sodatz ein Verlust unsren ermächtigt worden, solche Geldstücke bis zum Betrage Sparkasse voraussichtlich nicht oder nur in von 5 Millionen Mark Herstellen zu taffen. Die ganz geringem! Maßstabe zu befürchten ist. Fünspsennigstücke aus Eise» sind im gerippten Ringe 3. Nach dew Ergebnis der bisherigen Rezu prägen, sie tragen auf der Schriftseite über der ! Visionen ist festgestellt, daß — abgesehen von Zahl "5" die Umschrift "Deutsches Reich", unter ! den Darlehenshingaben an die Gewerbebank der Zahl das Wort "Pfennig" in wagrechter ) — weitere schädliche Geschäfte bei der SparStellung, darunter die Jahreszahl. Die Fünspfennig- j lasse nicht vorgekommen und keine ungedeck­ stücke aus Eisen sind spätestens zwei Jahre nach ! ten Forderungen zu verzeichnen sind, daßinsFriedensschiuß außer Kurs zu setzen. — Wie wir besondere die Berwögensbestände der Sparkasse iw Gesamtbeträge von 7 330 000 Mark, darun­ ter 70 000 Mark Sicherungsrücklagen, mit einem bei der Stadthauptkaffe gesondert ver­ alteten Fond in Wertpapieren von über 1 Million Mark Kurswert unangetastet vorhan­ den sind. 4. Auf Grund des seit 31. Juli er. eröff­ neten Verfahrens sind die beiden Sparkassebe­ awten Dirnberger und Priller durch vorl. Disziplinarversügung von heute vom magi­ stratischen Dienste suspendiert und ist für ent­ sprechende Vertretung Vorsorge getroffen. 5. Gegen Herrn Fabrikdirektor Schmiedel ist wegen seiner, in der Presse veröffentlichten den Magistrat beleidigenden Aeußerungen in 1 der letzten Versammlung Strafantrag gemäß Paragraph 196 R.-Str.-!G. einzureichen und sind über weitere, in der Presse nicht ver­ öffentlichte ev. Beleidigungsäußerungen unter Vorbehalt des Strafantrags noch Erhebungen zu pflegen. Erklärung des Herrn Oberbürgermeisters. Iw Anschluß an diesen Beschluß gab Herr Oberbürgermeister Marsch all für seine Person gegenüber dew Vorwurf der Kenntnis der un­ gehörigen Manipulation Bechers und der Sparkasse seinem "pflicht"mäßigen Bewußtsein Ausdruck, daß er diesew vollständig fernstehe, worüber ja auch in dieser Richtung die von der K. Regierung eingeleitete Untersuchung die Wahrheit zutage fördern wird. Er habe die K. Regierung auch' auf die bei der Gewerbebank angeblich zu seiner Belastung liegenden "schriftlichen Notizen" ausMerksaM gewacht und fordere hiermit die Direktion der Gswerbebank auf, diese "Notizen" doch der K. Regierung zur aussichtlichen Würdigung zu unterbreiten. ihre Stände vor dein Viehmarkteingang auf­ geschlagen. Dagegen legte eine Reihe hiesiger Geschäftsleute Einspruch! ein, worauf den Händ­ lern der weitere Verkauf untersagt wurde. Zu­ gleich beschwerten sich die Geschäftsleute über die Duldung der lauten Ausschreierei dieser Händler während der Dult. Der. Magistrat beschloß hiezu in seiner letzten Sitzung, den Verkauf solcher Händler an MonatrNärkten überhaupt nicht zu gestatten. Ueber die Dult­ frage soll nach, EinvernahMe der DultkomMission Beschluß gefaßt werden. —* Zur Unterbringung von Geistes­ kranken und Blöden in Anstalten hatte die Stadt Landshut iw letzten Jahre den Betrag von 15 172 Mark aufwenden 'mjüffen. Der ständige Landratsausschuß hielt daher eine Ueberbürdung der Stadt wit ArMenlasten für gegeben und bewilligte der Stadt aus Kreistoittetn als teilweisen Ersatz den Betrag von 2050 Mark. —* Eine Ko tnfwii ssion zur Untersuchung der Hausfeuerungen wird auf Anregung der K. Versicherungskawwer, Abteilung für Brandversicherung, auch&gt; hier gebildet. Der Magi­ strat erhob hiergegen in seiner letzten Sitzung keine Erinnerung und gab seine Einwilligung, &gt; daß jeweils ein Beawter des Stadtbauamts in diese Kommission abgeordnet werde. —* AltMetallsaMMlung. Das Mini­ sterium! regte an, es solle in den MetallsamMelstellen der Städte auch Altwetall aus Haus­ haltungen und von Privatpersonen angeuowwen werden. Es fallen hierunter Haushaltsgegenstänüe aus Kupfer, Messing und Nickel. Der Magistrat beschloß, dieser Anregung auch! in der hiesigen Metallsawmelstelle Folge zu leisten, doch' sollen Händler von der Abliefe­ rung ausgeschlossen sein. —* Der Veteranen- und Kriegerverein hatte aM letzten Sonntag sein Stif­ tungsfest abgehalten. Bei diesem Anlasse 'wur­ den dem Taglöhner Gg. Dembeck, dem! Reisen­ den Josef Kesselbauer und dew Hausbesitzer Josef Werner EhrendipwMe für 25 jährige Zu­ gehörigkeit zuM Verein überreicht. —* Der Bittgang des Altöttinger Wall­ fahrer Vereins, der gestern Nachmittag nach Altdorf stattfinden sollte, mußte infolge des ungünstigen Wetters verschoben werden. —* Der Frauen-Wallfahrtsverein veranstaltet am nächsten Mittwoch, den 8. Sept. Vormittags halb 8 Uhr einen Bittgang nach Achdorf zur neuen Pfarrkirche. —* I n Brand geriet gestern infolge Maschinenstörung in den TrauSnitzlichtspielen ein soeben vorgeführter Film Durch rasches Zugreifen des Operateurs war das Feuer sofort erstickt^ Da aber der Ruf Feuer im Zuschauerraum ertönte, ent­ stand unter den anwesenden Personen, meist Frauen und Kinder, eine Panik, doch wurde trotz der Elle, mit der die Zuschauer den Kinoraum verlieben, niemand verletzt. —* Regen herrscht seit ununterbrochener Folge. Am Samstag gesellte sich hiezu noch ein leichtes Gewitter, das eine Verstärkung der Niederschläge zur Folge hatte. | —* Hochwasser führt unsere Isar. Seit heute Nacht sind infolge des anhaltenden Regens die Fluten im Steigen begriffen und erreichten heute Vormittag 8 Uhr ■+• 150 Meter Birketpegel. Nach einer Meldung des k. Straßen und Flußbau- \ tung entziehen Will und kann. Es muß des­ halb auch, uw der Untersuchung nicht vor­ zugreifen, eine eingehende Erörterung der letz­ ten Verhandlungen iw Gewerbehause unter­ bleiben und nur Folgendes kann jetzt zur Be­ ruhigung des Publikuws gesagt werden: 1. Nach dem bisherigen Ergebnis der verämUs'ist' ein "stündliches Stetgen^vonUttmeUr i ^ebenen Revisionen beträgt das auch, beim zu erwarten i Konkursgerrcht anzumeldende Gesamtguthaben -* entflog» Ist aus dem Arbeitslager | Sparta,se gegen bi=@&lt;merbeban[ 77 759,23 Weitmoß der französische Kriegsgefangene des Ge- hierzu hören, werden die Fünfpfennigstücke aus Siemens-Martin-Stahl hergestellt werden. —* Vorsicht beiAnfragenüber die Industrie! Amtlich wird mitgeteilt: Wenn, Ausländer — auch solche, die in Deutschland wohnen j — Auskunft über Fragen der deutschen Industrie j einzuziehen suchen, so ist im vaterländischen Interesse Vorsicht geboten. Vor der Beantwortung solcher Fragen empfiehlt es sich, mit dem Kriegsministerium wegen der Zulässigkeit derselben in Verbindung zu treten. (WTB.) —* D ie Versen düng von Feldpostpäckchen (Feldpostbriefe über 500 Gramm Ge­ wicht) nach, Osten hat einen solchen Unfang angenommen, daß die Feldpost bei den schwie­ rigen Wegeverhältnissen in Rußland eine ord­ nungsmäßige Zustellung nicht Mehr leisten kann. Von einigen Dienststellen würde deshalb bereits beantragt, den Päckchenverkchr voll­ ständig zu sperren. Iw Interesse der Truppen liegt es, wenn die Angehörigen in der Heimät die Gebefreudigkeit einschränken und weniger Päckchen zur Ostfront senden. Sollte dieser wohlgeweinte Rat nicht allseitige einsichtsvolle Beachtung finden, so würde die Heeresverwal­ tung gezwungen sein, den Päckchenverkehr nach' Osten vollkommen zu sperren. —* Zur Vertilgung der Kohlweiß­ linge, deren Raupen und Eier sollen auf Anregung des Ministeriums alle Distriktspoli­ zeibehörden ortspolizeiliche BestiMsmUngen er­ lassen. Obwohl aus der Mitte der letzten Ma­ gistratssitzung dew Gedanken Ausdruck gegeben wurde, daß diese Verordnung heuer schon zu spät ko'wme, wurde dennoch wunschgemäß eine ortspolizeiliche Verfügung erlassen, wonach, alle Grundbesitzer verpflichtet sind, ihre von den Raupen Der Kohlweißlinge befallenen Kraut­ äcker zu reinigen, die Raupen und die Eier dieses Schädlings zu vernichten. Aw besten sind hierzu Kinder zu verwenden. Magistrat und Gewerbebank. In Sachen betreffend Beteiligung der städt. Sparkasse aw ZusamUwnbruch der Gebebauk teilte der Vorsitzende des Magistrats, Herr Oberbürgermeister Hofrat Marfchall in der öffentlichen Magistratssitzung am! letzten Samstag unter Hinweis auf den Sitzungs­ bericht vom 14. August er. folgenden in der geheiwen Sitzung gefaßten Beschluß mit: Nachdem die vom Magistrat und der K. Regierung angeordneten Untersuchungen eberrso wie Die strafrechtliche Untersuchung gegen Direktor Becher wegen des uwfangreichien Ma­ terials noch nicht abgeschlossen werden konn­ ten, wird an das Publikum und an die Presse das Ersuchen gerichtet, doch iw Interesse der | Sache und unsres Amtes, das mehr wie je I in dieser schweren Zeit Autorität notoenöig I hat, mit weiteren öffentlichen Auslassungen | zurückzuhalten und das Ergebnis dieser Unter* Samstag kn fast « fuchungen abzuwarten, da sich' niewand iw tung entziehen Will und kann. Es muß des­ halb auch, uw der Untersuchung nicht vor­ zugreifen, eine eingehende Erörterung der letz­ ten Verhandlungen iw Gewerbehause unter­ bleiben und nur Folgendes kann jetzt zur Be­ ruhigung des Publikuws gesagt werden: 1. Nach dem bisherigen Ergebnis der verämUs'ist' ein "stündliches Stetgen^vonUttmeUr i ^ebenen Revisionen beträgt das auch, beim zu erwarten i Konkursgerrcht anzumeldende Gesamtguthaben -* entflog» Ist aus dem Arbeitslager | Sparta,se gegen bi=@&lt;merbeban[ 77 759,23 Weitmoß der französische Kriegsgefangene des Ge- IS“^^ST!sto5 b 8S , ^^tt U, Sr^’l6S t ™ ! 77 758,23 »tat! stehen anher der fiautmns, v2i.S.k«r«L12*.? I I-tftnng (5000 Mark Kaution und 19000 Mark amublaue Augen uw wricht nich7^ Sicherungshhpothek) der beiden haftpflichtigen graublaue Augen uno MM nrcyi oemich Sparkassebeawten zu 24 000 Mark, in Hhpo—* Die eisernenFünferl werden bald [&lt; theken und Bürgschaften ausreichende Sicher­ erscheinen. Der Reichskanzler ist von Bundesrat .»heiten zur Verfügung, sodatz ein Verlust unsren ermächtigt worden, solche Geldstücke bis zum Betrage Sparkasse voraussichtlich nicht oder nur in von 5 Millionen Mark Herstellen zu taffen. Die ganz geringem! Maßstabe zu befürchten ist. Fünspsennigstücke aus Eise» sind im gerippten Ringe 3. Nach dew Ergebnis der bisherigen Rezu prägen, sie tragen auf der Schriftseite über der ! Visionen ist festgestellt, daß — abgesehen von Zahl "5" die Umschrift "Deutsches Reich", unter ! den Darlehenshingaben an die Gewerbebank der Zahl das Wort "Pfennig" in wagrechter ) — weitere schädliche Geschäfte bei der SparStellung, darunter die Jahreszahl. Die Fünspfennig- j lasse nicht vorgekommen und keine ungedeck­ stücke aus Eisen sind spätestens zwei Jahre nach ! ten Forderungen zu verzeichnen sind, daßinsFriedensschiuß außer Kurs zu setzen. — Wie wir besondere die Berwögensbestände der Sparkasse</p>
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          <p>32. Sitzung des Stadtmagistrats Landshut. vom 4. Stptember 1915. Vorsitzen d er: Oberbürgermeister Hofrai Marschal l, Ern Baugesuch des Telegraphenbau­ aufsehers 'Weidner ist, weil zurückgezogen, ge­ genstandslos. Ein Ankerwast muß in der Lehbühlstraße errichtet werden für die Freileitung zum Bahnhof, da die Anwohner die Anbrin­ gung der Leitung an ihren Häusern nicht Mehr gestatten. Wird genehmigt. Das HeiMatrecht wurde verliehen: Gebührenfrei der Köchin Therese Roe von Schöllnach und gegen Bezahlung der Gebühr beto| Kommissionär Peter Seidl von Irschen­ berg. Verehelichungszeugnisse erhiel­ ten ausgestellt: August Gaderhuber, KonditorMeister, zur Zeit Landwehr-Unteroffizier mit Maria Fröhlich, Kontoristin von Regensburg; Alois Pöschl, Tabakfabrikant hier mit Berta Falk, Privatierstochter von Landau a. I., Pe­ ter Kaltenbacher, zur Zeit iM Heeresdienste, fMit Barbara Dendl, Fabrikarbeiterin hier; Anton NiederMaier, Maurer hier mit Maria Wunderer, SchreinerMeisterswitwe, München; Wilhelm Schindler, Maschinenschlosser, zur Zeit iM Heeresdienste, mit Theresia Huber, Taglöh­ nerstochter von hier. Die VerMessung der Grundabtretung des Schwaigers ZieglMeier von der Querstraße wird anerkannt. Wiesenpachtung. Ein vom Magi­ strat im Tauschwege von Herrn Brotfabtsikanten Wengenroth erworbenes Grundstück Mit 1,82 Tagwerk wird an den Schwaiger Andreas Eibl hier für 90 Mqrk jährlich verpachtet. Die Kanalgebühr des K. Rentamts wird nach neueren Feststellungen auf 50 Mk. jährlich festgesetzt.</p>
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          <p>Boot zuM Sinken. Wir nahmen 3 Offiziere und 25 Mann seiner Besatzung gefangen. Ein französischer KlugzengbeobaDter getötet. Paris, 6. Sept. Ter Flugzeugbeobachter Gras La Roche ist in einem Flugzeugkampfe getötet worden. Russische Flieger über rumänisches Gebiet. Bukarest, 6. September. Die MorgenBtätter bringen eine sensationelle Meldung aus der Grenzstation Mihaileni, die besagt, daß, russische Flugzeuge die rumänischen Grenz­ gebiete scharf überwachen. So erschien gestern wieder ein russisches Flugzeug üBer Mihaileni und verursachte in der dortigen Bevölkerung eine furchtbare Panik. Als die rumänischen Soldaten auf das Flugzeug Schüsse abgaben, flüchtete es auf russisches Gebiet. Ter serbische .Kriegsminister geht. Sofia, 6. Sept. Nach einer Meldung eines serbischen Blattes wird dietri serbische Kriegsminister demnächst von seinem Posten scheiden. Als sein Nachfolger wird Oberst Wa­ ste genannt. (Z.) Der englische Thronfolger kommt? Berlin,6. Sept. Nach der Deutschen Ta­ geszeitung erwartet Man in Frankreich das Wiedereintreffen des englischen Thronfolgers an der britischen Front. Es geht daher das Gerücht von eipem! neuen Vorstoß gegen die deutschen Linien. Tie große Säge. Mailand, 6. Sept. Dem militärischen AMtsblatte zufolge sind gleichzeitig 21 Ober­ sten der italienischen ArMee zur Disposition gestellt worden. • Tie italienischen Börsen geschlossen. Frankfurt a. M., 6. Sept. Die Frkf. Ztg. meldet aus RoM: Der Generalrat der Bank von Italien beschloß, daß die Börsen Bis zum Ende des Krieges geschlossen bleiben. Ter bulgarische Bahneerkehr nach! Griechen­ land eingestellt. Ko nst a n t i n o p e l, 6. Sept. Der hie­ sige Korrespondent der "Franks. Ztg." erfährt zuverlässig, daß Bulgarien den Eisenbahnver­ kehr nach den griechischen Stationen der Saloniker Eisenbahn eingestellt habe &lt; Gleich­ zeitig gestattet Bulgarien nicht Mehr den Uebertritt hellenischer Untertanen auf bulgarisches Gebiet. Abgebrannte Fabrik. Paris, 6. Sept. Die für den Heeresbe­ darf arbeitende Fabrik Clichp ist niederge­ brannt. TeM Matin zufolge ist der Schaden sehr beträchtlich!.</p>
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          <p>Bayerische Ehrentafel. Bayerische Ehreatafel. Ta die 1. Batterie Res.-Feld-Art.-Regts. Nr. 8 am 21. und 22. Februar den Sturm auf eine Bergeshöhe nahe beim R.-Kopf un­ terstützen sollte, mußte der Batterieführer, um eine geeignete Stellung zu finden, seine Er­ kundung mehrmals über die eigne Infanterie hinaus bis nahe an die französischen Linien ausdehnen und war dabei von VizeWachtMeister Max Achilles aus Freienwalde, R.-B. Potsdam, begleitet, der sich immer durch Um­ sicht und Kaltblütigkeit ausgezeichnet hatte und sich auch jetzt Wieder um das aus kauM,200 Meter Entfernung einschlagende Maschinengewe'hrseuer nicht im geringsten kümmerte. Nach­ dem die Wahl der Stellung getroffen war, ritt Achilles unaufgefordert durch einen von feindlichen Baumschützen stark besetzten Wald, um die Verbindung mit einem Infanterietruppenteil aufzunehmen. So schwierig und gefährlich eine solche Aufgabe in dem dichtbestandenen und Meist sehr steilen GebirgsgeÄinde erscheinen mußte, gelang ihre Lösung vollkommen und in verhältnismäßig kurzer Zeit war .«ne unmittelbare Wechselwirkung zwischen Infanterie und Artillerie ermöglicht. Neben dem Eisernen Kreuz und dem MilitärBerdienstkreuz schmückt nun auch! die Goldene Medaille die Brust des unerschrockenen Man­ nes. Kr. A. Druck u. Verlag I. F. Rietsch, Landshut. Veramwortl. Redakteur F. 3c. Wagner, Landshut.</p>
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          <p>deal für Rumänien und darüber hinaus be- | findlichen Eil- und Frachtgüter eingestellt. (Z.) ,v "' " eine Erinnerung an Zabern. Der Berl. "Lok.-Anz." berichtet: Leutnant Freiherr von Forstner iml Infanterie-Regiment "Graf Schwe­ rin" (3. Poimfmersches Nr .14) ist vor dein, Feinde gefallen. Freiherr v. Forstner stand, ehe er nach Browberg kam, beim! 99. InfanterieRegiment in Zabern und ist aus der dort durch ihn hervorgerufenen Affäre weithin bekannt geworden. X8.) Das Ende eines Vielgenannten. Als ein fast Vergessener ist nach langem 1 Leiden der einst vielgenannte Rechtsanwalt Dr. Fritz Friedmlann in Berlin gestorben. Der Eiserne Hindenburg wurde in Berlin am Samstag enthüllt. Prinzessin AugustWilhelm! hat iml Nawen der Kaiserin den ersten goldenen Nagel mit der Kaiserlichen Krone in die Mitte des "H" des Namlens Hindenburg eingeschlagen. Zeichnungen auf die Kriegsanleihe beim/ Feldheer. Für die Feldzeichnungen, d. h. von Angehörigen der Feldtruppen, bis zu 10 000 Mark verlängert sich die Zeichnungsfrist, bis 1. November 1915. Die Zeichnungen können auch schriftlich! gewacht werden.</p>
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