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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-01-26"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 19</biblScope>
          <date when="1916-01-26">1916-01-26</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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      <editorialDecl>
        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>'foie Freiheit der Meere geht, jetzt und für alle 'Zeiten. Wird die Union auch diesem neuen Vorstoß Englands gegenüber sich damit begnü­ gen, Proteste zu Protokoll zu geben? Wer­ den die Neutralen sich endlich der englischen Anmaßung, der britischen Seeräubertaktik ge­ genüber 'gu kräftiger Abwehr zusammenschlie­ ßen? Oder wollen sie geduldig stillhalten, wenn England weiter aus ihrer Haut Riemen schneidet, wenn es die Deutschland angedroh­ ten Daumenschrauben ihnen anlegt? Wird man auch jetzt noch vergeblich! aus die Losung warten: Neutrale an die Front! Bericht der deutschen HWtWMiers. WTD. Berlin, 23. Januar. Mittags: (Großes Hauptquartier.) Westlicher KriegrWaM. In Flandern nahm unsere Artillerie die englisches Stellungen unter kräftiges Feuer. Patrouillen, die an einzelnen Stellen in die stark zerschossenen Gräben des Feindes ein­ drangen, stellten große Berlnste bei ihm fest, machten einige Gefangene und erbeuteten 4 Minenwerfer. Der Templerturm und die Kathedrale von Nieuport, die dem Feinde gute Beobachtungs­ stellungen boten, wurden umgelegt. Oestlich von Neuville griffen unsere Trup­ pen im Anschluß an erfolgreiche Sprengungen Teile der vordersten französischen Grfiben an, erbeuteten drei Maschinengewehre und mach­ ten über 10» Gefangene. Mehrfach angesetzte feindliche Gegenan­ griffe gegen die genommenen Stellungen ka­ men über klägliche Anfänge nicht hinaus. Nur einzelne beherzte Leute verließen ihren Gra­ ben. Sie wurden niedergeschossen. Deutsche Flugzeuggeschwader griffen die militärischen Anlagen von Nancy und den dor­ tigen Flughafen, sowie die Fabriken von Bac­ carat an. Ein französischer Doppeldecker fiel bei St. Benoit, nordwestlich von Dhiaucourt, mit sei­ nen Insassen unversehrt in unsere Hand. Schlichet KriegsschmM. Russische Vorstöße wurden an verschie­ denen Stellen leicht abgewiesen. Balkankriegsfchanp latz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung.</p>
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          <p>Bericht des deutschen Hauptquartiers. 'foie Freiheit der Meere geht, jetzt und für alle 'Zeiten. Wird die Union auch diesem neuen Vorstoß Englands gegenüber sich damit begnü­ gen, Proteste zu Protokoll zu geben? Wer­ den die Neutralen sich endlich der englischen Anmaßung, der britischen Seeräubertaktik ge­ genüber 'gu kräftiger Abwehr zusammenschlie­ ßen? Oder wollen sie geduldig stillhalten, wenn England weiter aus ihrer Haut Riemen schneidet, wenn es die Deutschland angedroh­ ten Daumenschrauben ihnen anlegt? Wird man auch jetzt noch vergeblich! aus die Losung warten: Neutrale an die Front! Bericht der deutschen HWtWMiers. WTD. Berlin, 23. Januar. Mittags: (Großes Hauptquartier.) Westlicher KriegrWaM. In Flandern nahm unsere Artillerie die englisches Stellungen unter kräftiges Feuer. Patrouillen, die an einzelnen Stellen in die stark zerschossenen Gräben des Feindes ein­ drangen, stellten große Berlnste bei ihm fest, machten einige Gefangene und erbeuteten 4 Minenwerfer. Der Templerturm und die Kathedrale von Nieuport, die dem Feinde gute Beobachtungs­ stellungen boten, wurden umgelegt. Oestlich von Neuville griffen unsere Trup­ pen im Anschluß an erfolgreiche Sprengungen Teile der vordersten französischen Grfiben an, erbeuteten drei Maschinengewehre und mach­ ten über 10» Gefangene. Mehrfach angesetzte feindliche Gegenan­ griffe gegen die genommenen Stellungen ka­ men über klägliche Anfänge nicht hinaus. Nur einzelne beherzte Leute verließen ihren Gra­ ben. Sie wurden niedergeschossen. Deutsche Flugzeuggeschwader griffen die militärischen Anlagen von Nancy und den dor­ tigen Flughafen, sowie die Fabriken von Bac­ carat an. Ein französischer Doppeldecker fiel bei St. Benoit, nordwestlich von Dhiaucourt, mit sei­ nen Insassen unversehrt in unsere Hand. Schlichet KriegsschmM. Russische Vorstöße wurden an verschie­ denen Stellen leicht abgewiesen. Balkankriegsfchanp latz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung.</p>
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          <p>Westlicher Kriegsschauplatz. 'foie Freiheit der Meere geht, jetzt und für alle 'Zeiten. Wird die Union auch diesem neuen Vorstoß Englands gegenüber sich damit begnü­ gen, Proteste zu Protokoll zu geben? Wer­ den die Neutralen sich endlich der englischen Anmaßung, der britischen Seeräubertaktik ge­ genüber 'gu kräftiger Abwehr zusammenschlie­ ßen? Oder wollen sie geduldig stillhalten, wenn England weiter aus ihrer Haut Riemen schneidet, wenn es die Deutschland angedroh­ ten Daumenschrauben ihnen anlegt? Wird man auch jetzt noch vergeblich! aus die Losung warten: Neutrale an die Front! Bericht der deutschen HWtWMiers. WTD. Berlin, 23. Januar. Mittags: (Großes Hauptquartier.) Westlicher KriegrWaM. In Flandern nahm unsere Artillerie die englisches Stellungen unter kräftiges Feuer. Patrouillen, die an einzelnen Stellen in die stark zerschossenen Gräben des Feindes ein­ drangen, stellten große Berlnste bei ihm fest, machten einige Gefangene und erbeuteten 4 Minenwerfer. Der Templerturm und die Kathedrale von Nieuport, die dem Feinde gute Beobachtungs­ stellungen boten, wurden umgelegt. Oestlich von Neuville griffen unsere Trup­ pen im Anschluß an erfolgreiche Sprengungen Teile der vordersten französischen Grfiben an, erbeuteten drei Maschinengewehre und mach­ ten über 10» Gefangene. Mehrfach angesetzte feindliche Gegenan­ griffe gegen die genommenen Stellungen ka­ men über klägliche Anfänge nicht hinaus. Nur einzelne beherzte Leute verließen ihren Gra­ ben. Sie wurden niedergeschossen. Deutsche Flugzeuggeschwader griffen die militärischen Anlagen von Nancy und den dor­ tigen Flughafen, sowie die Fabriken von Bac­ carat an. Ein französischer Doppeldecker fiel bei St. Benoit, nordwestlich von Dhiaucourt, mit sei­ nen Insassen unversehrt in unsere Hand. Schlichet KriegsschmM. Russische Vorstöße wurden an verschie­ denen Stellen leicht abgewiesen. Balkankriegsfchanp latz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung.</p>
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          <p>Oestlicher Kriegsschauplatz. 'foie Freiheit der Meere geht, jetzt und für alle 'Zeiten. Wird die Union auch diesem neuen Vorstoß Englands gegenüber sich damit begnü­ gen, Proteste zu Protokoll zu geben? Wer­ den die Neutralen sich endlich der englischen Anmaßung, der britischen Seeräubertaktik ge­ genüber 'gu kräftiger Abwehr zusammenschlie­ ßen? Oder wollen sie geduldig stillhalten, wenn England weiter aus ihrer Haut Riemen schneidet, wenn es die Deutschland angedroh­ ten Daumenschrauben ihnen anlegt? Wird man auch jetzt noch vergeblich! aus die Losung warten: Neutrale an die Front! Bericht der deutschen HWtWMiers. WTD. Berlin, 23. Januar. Mittags: (Großes Hauptquartier.) Westlicher KriegrWaM. In Flandern nahm unsere Artillerie die englisches Stellungen unter kräftiges Feuer. Patrouillen, die an einzelnen Stellen in die stark zerschossenen Gräben des Feindes ein­ drangen, stellten große Berlnste bei ihm fest, machten einige Gefangene und erbeuteten 4 Minenwerfer. Der Templerturm und die Kathedrale von Nieuport, die dem Feinde gute Beobachtungs­ stellungen boten, wurden umgelegt. Oestlich von Neuville griffen unsere Trup­ pen im Anschluß an erfolgreiche Sprengungen Teile der vordersten französischen Grfiben an, erbeuteten drei Maschinengewehre und mach­ ten über 10» Gefangene. Mehrfach angesetzte feindliche Gegenan­ griffe gegen die genommenen Stellungen ka­ men über klägliche Anfänge nicht hinaus. Nur einzelne beherzte Leute verließen ihren Gra­ ben. Sie wurden niedergeschossen. Deutsche Flugzeuggeschwader griffen die militärischen Anlagen von Nancy und den dor­ tigen Flughafen, sowie die Fabriken von Bac­ carat an. Ein französischer Doppeldecker fiel bei St. Benoit, nordwestlich von Dhiaucourt, mit sei­ nen Insassen unversehrt in unsere Hand. Schlichet KriegsschmM. Russische Vorstöße wurden an verschie­ denen Stellen leicht abgewiesen. Balkankriegsfchanp latz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung.</p>
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          <p>Der oesterr.-ung. Heeresbericht. Ire öftere.-»»g. Heeresbericht. WTB. Wien, 25. Januar, mittags. — Amtlich wird gemeldet: Russischer Kriegsschauplatz. Gestern standen wieder verschiedene Teile unsrer Nordostfront unter russischem Geschützfeuer. An vielen Stellen war die Aufklärungs­ tätigkeit des Feindes sehr lebhaft. Italienischer Kriegsschauplatz. An der Tiroler Front beschoß die feind­ liche Artillerie die Ortschaften Creto (Judicarien) und Caldonazzo (Suganatal). Am Görzer Brückenkopf sind bei Oslavija wieder Kämpfe im Gange. £ Gestern abends war die Tätigkeit der itaI lienischen Artillerie an der küstenländischen | Front sichtlich lebhafter. I Südöstlicher Kriegsschauplatz. I Tie Entwaffnung des montenegrinischen I Heeres geht nach wie vor glatt vonstatten. Ueberall, wo unsre Truppen hinkommen, lie­ fern die montenegrinischen Bataillone unter dem Kommando ihrer Offiziere ohne Zögern ihre Waffen ab. Zahlreiche Abteilungen aus Gegenden, die noch nicht von uns besetzt sind, haben bei unsren Vorposten ihre Bereitwil­ ligkeit zur Waffenstreckung angemeldet. In Skutari erbeuteten wir 12 Geschütze, 501 Gewehre und 2 Maschinengewehre. Alle aus feindlichem Lager stammenden Nachrichten über neue Kämpfe in Montenegro sind frei erfunden. Daß der König sein Land und sein Heer verlassen hat, bestätigt sich. In wessen Händen derzeit die tatsächliche Re­ gierungsgewalt ist, läßt sich noch nicht mit Bestimmtheit feststellen, ist aber für das mili­ tärische Ergebnis des montenegrinischen Feld­ zuges völlig bedeutungslos. Ter stellvertretende Chef des GeneralstabeSt v. H o e f e r, Feldmarschalleutnant.</p>
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          <p>Tie englische Blockade und Skandinavien. Die "Franks. Ztg." meldet aus Amster­ dam: Der "Nieuwe Rotterdamsche Courant" meldet aus London: Die "Times" und andere Blätter beginnen wiederum aufs neue ihren Feldzug zur Herbeiführung einer effektiven Blockade, über die am nächsten Mittwoch- im Unterhaus gesprochen werden soll. Tele­ gramme aus Skandinavien warnen jedoch vor übereiltem Handeln. In Stockholm wird die angekündigte Aenderung der englischen Blokkade aufs ^lebhafteste besprochen: die Stim­ mung scheimt dort immer bitterer und besorg­ ter zu werden. Die Industrie leide unter dem Mangel an Rbhstoffen. Die Regierung scheint zu der Ansicht gekommen zu sein, daß das einzige Mittel, um diejenigen Stoffe zu eckhal­ ten, die die Industrie nötig hat, in einer Er­ weiterung des Austausches von Ausfuhrerzeug­ nissen bestehe. Hierin sei auch die Ursache des jetzt erlassenen Ausfuhrverbotes für Papierl­ masse (Holzstoff) zu suchen. Hierdurch, will man die Stellung der Regierung stärken und für neue Nnteckhandlungen eine Grundlage schaffen. In Norwegen sei man ebenfalls stark verärgert über die Verhinderung der Einfuhir von Rbhstoffen für die inländische Industrie, trotzdem nur sehr wenig von Norwegen nach Deutschland durchsickere. Auch! $it Dänemark! herrscht große Unzufriedenheit und man er­ wartet eine allgemeine Entrüstung, wenn die Blockade noch weiter verschärft wird. (Z.) Tos Gelbgesicht. Stockholm, 25. Januar. "Rjetsch"gibt ein in Petersburg umlaufendes Gerücht wie­ der, Japan habe mit England ein geheimes Abkommen geschlossen, wonach Japan, falls Rußland einen Sonderfrieden mit den Mittel­ mächten abschließe, Rußland in der Mand­ schurei angreifen soll. (Z.)</p>
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          <p>Vom östlichen Kriegsschauplatz. Beat östliche» KriegrschWlq. Tie Schlacht in Südostgalizien — ein russischer Armeebefehl. Die Schlacht bei Toporoutz ist seit drei Tagen abgeflaut, jedoch noch! nicht beendet.. Am Freitag und Samstag nahm der Feind seine Angriffstätigkeit wieder auf, indem er gleichzeitig neue Verstärkungen heranzog. Die feindlichen Verluste während der jüngsten Kämpfe sind weit größer, als bisher angenom­ men wurde.. Verläßlichen Angaben zufolge ist die Jekaterinoslawer Division ganz vernichtet. Unter den Gefangenen von dieser Division be­ finden sich auch- Turkmenen, die erzählen, daß ! sie als die ersten überall in den Sturm ge| trieben worden seien. I Ein in unsere Hände gefallener ArmeeI befehl Iwanows besagt: "Unser erhabener I Herrscher, der Zar Nikolaus, befiehlt, daß wir $ am Jordanfeste (19. Januar neuen Stils) Czer| nowitz erobern sollen. Wir müssen dem Be­ fühl gehorchen. Jedem Soldaten, dem es ge­ lingt, dieses Ziel zu erreichen, ist gestattet, in Czernowitz zwei Tage zu plündern. Ueberdies eckhält jeder Soldat der ersten in Czecknowitz einmarschierenden Abteilung 50 Rubel Ge­ schenk." (Daß die russischen Offiziere Diebe und Plünderer unter sich haben, ist schon be­ kannt gewesen.) ! &gt; Rußlands Blutschuld. Budapest, 25. Jan. Az Eft berichtet aus Sofia: In dem in Risch aufgefundenen Archiv des serbischen Kronprinzen Alexanders befinden sich §toei Briefe und ein Telegramm die der russische Zar an ihn als den Regenten Serbiens richtete. Beide Briefe und dasTelegramm enthalten die strenge Weisung, daß der Kronprinz sich allen Befehlen Rußland zu unterwerfen habe, wenn er haben wolle, daß Serbien seine Ideale erreiche. Ter erste Brief I verbietet dem Kronprinzen, die serbischen Vers schwörergesellschaft Narodna Odbrana aufzu­ lösen und das Ultimatum Oesterreichs anzuneh­ men, da Rußland Serbien Wafsenlhilfe leisten werde. Im zweiten Briefe zählt der Zar die Erfolge auf, die Serbien erzielen könne, wenn es Rußlands Weisungen befolge. Ter Zar fordert schließlich Serbien zum Kampfe bis zum letzten Blutstropfen aus. Diese Schrift­ stücke wurden in einer Reisetasche gefunden. Man wollte sie wahrscheinlich vernichten, wur­ de aber bei der überstürzten Flucht darjan 1 gehindert. (Z.) I Gegen den deutschen Grundbesitz. I Kopenhagen, 25. Januar. Tie rusI fische Regierung hat den stellvertretenden Juj stizrninister Werovkin zum Vorsitzenden einer I Kommission ernannt, die die Privilegien -Wc I altdeutschen Großgrundbesitzer in den Balti| scheu Provinzen aufheben soll. Tie KommisI fion hat einen provisorischen Gesetzentwurf fer1 tiggestellt, der bereits jetzt vor der Genehg migung des Gesetzes durch die Duma in Kraft j tritt. 1 Tie Einberufung der Duma. Kopenhagen, 25. Januar. Tie Duma soll Petersburger Meldungen zufolge Mitte Februar einberufen werden. Die liberale rus­ sische Presse bringt der Meldung jedoch- ziem­ lichen Unglauben entgegen.</p>
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          <p>Nachrichten von Hungerrevolten und Kund­ gebungen gegen den Krieg sind zahlreich und enthalten Wohl einen wahren Kern; allein es wäre doch unklug, daran zu große Erwartun­ gen auf eine politische Umwälzung zu knüpfen. Daß im Heere die Lage nicht als rosig betrach­ tet wird, ist gewiß. Man berichtet aud&gt; zu­ verlässig, daß sehr viele italienische Fahnen­ flüchtige über die schweizerische Grenze göhen und dort aus ihren bitteren Gefühlen über die verfehlte Kriegspolitik der jetzigen politi­ schen Machthaber kein Hehl machen. Auch in wirtschaftlicher Hinsicht breitet sich die Not in einem Matze aus, das Wohl geeignet ist, den politischen Führern des Landes Besorgnis einzuflößen. Daß die bitteren Gefühle gegen England, dem man vorwirft, daß es sich an der Not seiner Verbündeten bereichert, im Wachsen begriffen sind, ersieht man täglich aus zornigen Aeußerungen italienischer Blät­ ter. (Z.)</p>
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          <p>Im Balkan. M Mat Tie Stärke -es serbischen sHeeres. ,Konstantinopel, 25. Januar. Von unterrichteter Seite geben die vorliegenden Nachrichten über die Stärke des nach Albanien flüchteten und vorläufig in Sicherheit gebrach­ ten serbischen Heeres zu, daß diese rund 100 OOO Mann mit 3500 Offizieren beträgt, 50 000 Mann sind noch mit Gewehren versehen. Sie sollen weiter über 170 Maschinengewehre ver­ fügen, während die Artillerie fast völlig ver­ loren gegangen ist. Ein großer Teil dieser Kräfte ist, wie gemeldet, bereits nach Salo­ niki transportiert worden.. Tie mazedonischen Freiwilligen. Sofia, 25. Januar. Die "Balkanska Poschta meldet, die Zahl der Freiwilligen aus Mazedonien ist so groß, daß das Kriegsmini­ sterium viele zurückweisen müsse. Aus Jstip allein meldeten sich 1500. Essad Paschas Umtriebe. Genf, 25. Januar. Le Journal meldet, daß die Kriegserklärung Essad Paschas an Oesterreich-Ungarn noch unbestätigt ist. (Z.)</p>
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          <p>Die Türkei im Kriege. Me TMei ie Kriege. Ter türkische Bericht. Konstantinopel, 24. Januar. Das Hauptquartier teilt mit: &gt; An der Jrakfront dauern die Stellungskämpse bei Kut el Amara fort. Englische Streitkräfte, die aus der Richtung Jman Alygarbi kamen, griffen am 21. Januar unter dem Schutze von Flußkanonenbooten unsre Stellungen bei Menlahie, etwa 35 Kilometer östlich von Kut el Amara, aus beiden Sei- , ten des Tigris an. Tie Schlacht dauerte sechs ] Stunden. Alle Angriffe des Feindes wurden durch unsre Gegenangriffe zurückgeworfen und der Feind einige Kilometer nach Osten zurück­ getrieben. Auf dem Schlachtfelde zählten wir un­ gefähr &gt; fiOIHt tote Engländer. Wir nähmen einen feindlichen .Hauptmann und einige Soldaten gefangen. Unsre Verluste sind verhältnismäßig gering. Ein Waffenstillstand von einem Tage, um den der feindliche Oberbefehlshaber, General Ahmler, ersuchte, um seine Toten zu begra­ ben, wurde von uns bewilligt. Gefangene erklärten auf unsre Fragen, daß die Engländer außer den Verflusten, die sie in dieser Schlacht erlitten haben, noch weitere 3000 Tote und Berwurrdete in den vorhergehenden Kämpfen bei Scheik Said verloren haben. Infolge unsres Angriffes auf eine andre englische Kolonne, die westlich von Korna aus der Richtung Muntefik vorzugehen versuchte, wurde der Feind zum Rückzug gezwungen, wo­ bei er lWO Tote zurückließ. Wir erbeuteten eine Anzahl Ka­ mele und 100 Zelte. Sonst nichts von Wichtigkeit. Tie Sorge um Kut-el-Amara. Haag, 25.Januar. Tie 'heutigen Lon­ doner Blätter verraten, daß ganz 'England für die in Kut-el-Amara (Irak) eingeschlof-, sene Besatzung zittert. Sie suchen das Pu­ blikum mit der Versicherung zu trösten, derf russische Vorstoß in Armenien, den sie als riesigen Sieg ausmalen, (joBe den Zweck, den türkischen Truck auf Kut-el-Amara zzu vermin­ dern.</p>
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          <p>Der Krieg mit England. Der Stiel mit EnHimd. Tie englische Wehrpflicht. Lpndon, 25. Januar. Das Unterhaus nähm mit 338 gegen 36 Stimtsten das Wehrpflichtgefetz in dritter Lesung an. , ' f Tie «ngeuttgeudcn Wirkungen des Dienstpflich tgcsehes. Haag, 25. Januar. Oberstleutnant Repington erklärt in den "Times": Wegen der vielen Konzessionen, mit denen die Regierung das Wehrzwanggesetz dem Publikum annehm­ barer zu machen suchte, werde das Gesetz die 1 nötige Zahl Rekruten nicht liefern. Tie ersten 5 aus Grund des Gesetzes eingestellten Rekruten , würden auch bestenfalls erst zu Anfang Oktober für die Front verfügbar werden. Asquith zeige auch Maßregeln an, die eine geringere Ein­ schätzung der gelernten Arbeiter im Gefolge haben und in Arbeiterkreisen deswegen große Erbitterung erregen. Vom Clhde und aus Newcastle werden stürmische Protestversammlungen gemeldet. (Z.) i, '</p>
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          <p>durch der amerikanische Handel mitbetroffen würde. (Z.)</p>
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          <p>Trotzdem machte er des öfteren noch Schulden. Tie Zeugenaussagen ergaben, daß Baumeister, der ein sehr lüderliches Leben führte, ein jäh­ zorniger, gewaltiger und roher Mensch und Frauenzimmern gegenüber sehr zudringlich war. Er zeigte auch in der Verhandlung ein sehr freches Benehmen. Mehrere Strafen wegen Hausfriedensbruch und Körperverletzung, hatte er noch nicht verbüßt. Ende Januar oder anfangs Februar kam Baumeister nach Straubing, too er sich schließlich im Gasthaus zum Regensburgerhof einmietete. Am Sonn­ tag den 9. Mai vor. Jrs. trat die Kellnerin Theres Fraundorfer, ein hübsches, lebenslu­ stiges Mädchen in diesem Gasthause ein. Bau­ meister machte sich sogleich. an das nicht allzu­ spröde Mädchen heran. In der Nacht vom 12. zum 13. Mai will er die Frauendorfer heimbegleitet haben, wobei sie ihm ihreGunst geschenkt habe. Am 13. Mai nachts ging das Mädchen wieder von ihrem Tienstplatze nach Hause. Baumeister folgte ihr, worauf beide auf das linke Tonauufer gegangen sind. Auf dem Rückwege gerieten sie nach der Aussage Baumeisters in einen Wortwechsel. Das Mäd­ chen -habe ihn beschimpft. Schließlich habe er ihr gedroht, er werfe sie in die Donau, sie habe darauf erwidert, das könne er ihretwegen tun, und nun !habe er sie auch sogleich, in seiner Aufregung über das Brückengeländer' in die Donau gestürzt. Er wisse aber gar nicht, wie er dazu gekommen sei. Seine da­ malige Aufregung müsse daran Schuld getra­ gen 'haben. An jenem Tage habe er 25—28 Glas Bier getrunken und jedenfalls habe er unter dem Einflüsse der Trunkenheit und sei­ nes Jähzornes die Tat vollbracht. Als er wieder zu sich gekommen sei, habe er um Hilfe gerufen. Ohrenzeugen bekunden, daß man ei­ nen Wurf in die Donau hörte, daß eineFrauenstimme jämmerlich um Hilfe schrie, aber dann allmählich verstummte. Ter Angeklagte ging nach vollbrachter Tat in sein Quartier im Re­ gensburgerhof zurück, reinigte seine beschmutz­ ten Kleider und Stiefel und legte sich zu Bette. Mittags wurde er festgenommen. Nach sei­ ner Verhaftung leugnete er zunächst alles &lt;p.r wollte sogar in jener Nacht gar nicht mit feinem Opfer zusammen gekommen sein. Spä­ ter wollte er glauben machen, die Fraundorfer habe sich selbst in die Donau gestürzt, erst nach längerer Untersuchungshaft bequemte er .sich zu einem Geständnis. In der' Verhand­ lung gab er an, er bereue seine Tat, von der er sich nicht entsinnen könne, wie er zu tW getrieben worden sei. Er entwickelte große Redegewandtheit und hatte fast gegen die Aus­ sagen jedes Zeugen Einwände zu erheben. Es sind 64 Zeugen und drei ärztliche Sachverstän­ dige anwesend. (Schluß folgt.) Straubing, 25. Januar. 1 Tie Verhandlung gegen den ledigen Rei&lt; senden Karl Baumeister von Rottweil wurde länder, weit bog sie den Oberkörper vor( dur­ stig saugten ihre Augen das Bild ein. "Ta, sehen Sie nur, meine Herren, den grünen Streifen unter dem Schnee, und toste goldig dabei die Haube glänzt! Entzückend!" I Frau Sonne unternahm ihren letzten siegI reichen, heftigen Vorstoß, trieb den Tunst vom | Wasser, zerrte an dem grauen Schleier! so lange | hin und her, bis sich Madeira in ganzer | Schönheit dem Auge enthüllte. | "Ist das Funchal? Tie Häuser, die da am Wasser zu kleben scheinen?" "Jawohl," bestätigte der Hauptmann. — "Noch eine halbe Stunde Fahrt, dann drehen Wir auf der Reede bei. Tie Stadt macht sich in der Distanz üesser als in der Nähe. Ein Schmutznest ist's nämlich,. Na, Sie wohnen ja irgendwv da oben am Berg-hang. — Befeh­ len Sie mein Glas, gnädigste Baronin? — Ta, an den Hängen des Ruivo, die tovitzen Flecke, das sind die Villen der Kurgäste, und eine der schönsten 'hat ja Ihr Herr Gemahl ge­ mietet!" "Kennen Sie denn die Villa Esmeralda?" "Gewiß. Sie gehört ja einem deutschen Prinzen, der einmal große Rosinen mit Ma­ deira hatte." i (Fortsetzung folgt.} sam ein violetter Streifen aus dem Ozeane hoch. Die "Erna Wörmann" durchfurchte die Wassermassen, ruhig, gleichmäßig stampften die Maschinen. Mit einigen Schutztruppenoffizieren stand Grete Blottstedt auf dem Vorderdeck. "Gnädigste Baronin, jetzt Werden Sie gleich ein wundervolles Schauspiel erleben," sagte der älteste der vier Herrsen, der Hauptmann Mamroth. "Ich bin ein alter Afrikaner, 6o6 t manches Herrliche gesehen, aber der An­ blick, wenn der Pico Ruivo aus den Wasser­ massen auftaucht, das ist das Grandioseste! Hoffentlich trägt er schon eine weiße Haube, dann ist das Bild bezaubernd schön!" "Da tut mirs nur leid, daß mein Mann all die Herrlichkeiten nicht bewundern kann!" Was sollte man darauf antwvrten? Man starrte nur noch aufmerksamer nach! dem vio­ letten Sreifent. Gerade fing es an, auf Deck lebendig zu Werden. Der Hauptmann machte den Vor­ schlag, dem Kapitän aus der Kommandobrücke einen Besuch abzustatten. "Wenn Sie ihn bitten, meine Allergnä'digste, wird er uns gewiß gern da oben stehen läfsen. Denn der Trubel hier — und das Geschwätz." ' , ; j Grete lachte. "Also ich probiere mein Heil! Und wenn ich mir einen Korb hole — "Ausgeschlossen!" fiel ein junger Leutnant ins Wort. Da lachten alle fünf. Der junge Offizier hatte recht. Der Ka­ pitän gab sofort die Erlaubnis, und nun stan­ den sie da oben und sähen dem wunderbaren Schauspiel eines Sonnenaufgangs auf hoher See in diesen Breiten zu. Seit ein paar .Morgen schon beobachtete Grete mit einem und den anderen zusammen das von Osten aufzuckende Licht, aber 'heute sollte der Ge­ nuß doppelt herrlich sein. Ein Blitzen lies am Himmel hin, der violette (Streif schob sich höher, wurde heller, die Sterne am Himmel erbleichen. Der erste siegende Sonnenstrahl warf die Finsternis ganz zurück, Lag würde es mit Macht. "Wunderbar, wunderbar!" Ein feiner Dunst lag auf den Wassermassen, tote in der Luft schwebte ein Berg­ kegel — er trug die weiße Haube. Hauptmann Mamroth schlug die Hacken zusammen, sein energisches, braungebranntes, von scharfen Linien durchfurchtes Gesicht bekam einen weichen Ausdruck. "Ter Pico Ruivo Hat sein schönstes Kleid angelegt!" Gretes Hände krampften sich ums Ge-</p>
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          <p>Tages-Uebersicht. TMMerW. Tie neuen Reichssteuern. Die "Tägliche Rundschau" sagt, es sei sicher, daß schon im März die Vorlagen über die neuen Reichs­ steuern dem Reichstag zugehen werden. Als Gesamtbetrag sind 500 Millionen Mark in Aussicht genommen. Es werden Zigaretten, Zigarren, die einzelnen Zweige der Post, Tele­ graphie und der Eisenbahnverkehr herange­ zogen werden. Bürgermeister Tr. W-eißki'rchncr an der Front. Ter Wiener Bürgerlmeister Dr. Weißkirchner hat auf Einladung des Erzherzogs Eugen eine Reise an die Südwestfront zum Besuch der Wiener Truppenteile angetreten. (Z.) Ein Abgeordneter als Hochverräter. Aus Innsbruck wird gemeldet: Amtlich wird ver­ lautbart: Das Landgericht Innsbruck verfügte die Beschlagnahme des Vermögens des Tiroler Landtagsabgeordneten Dr. Emanuel Lauzerotti aus Romeno wegen Hochverrats und Verbre­ chens wider die Kriegsmacht des Staates.</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. AMislhe RchriOkL Lebensmittelversorgung der Städte. Am Montag fand in Augsburg eine von 70 Ver­ tretern besuchte Sitzung des Bayer. Städte­ verbandes statt, die sich mit der Lebensmittel­ versorgung der Städte im allgemeinen befaßte und Stellung nahm zu der von der bayer. Staatsregierung in Aussicht genommenen Zen­ tralstelle, diesen Verkehr der Zentrialeinkaufs­ genossenschaft in Berlin mit allen daher. Kom­ munalverbänden, sowie den Ankauf und Ver­ kauf zu vermitteln 'hätten. Es wurde beschlos­ sen, eine Kommission zu bilden, die die Aus­ gabe hat, die bayerischen Städte bei den dies­ bezüglichen Beratungen im Ministerium zu ver­ treten. Echte deutsche Kameradschaft bewiesen im Reservelazarett Tillingen befindliche Verwun­ dete. Tort liegt auch ein deutscher Krieger an Blutarmut schwer darnieder. Auf eine Umfrage erklärten sich zwei Verwundete so­ fort dafür bereit, Blut für ihren Kameraden ihrem Körper entnehmen zu lassen. Das An-erbieten eines der Braven wurde angenom­ men.</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. RiederbluieMe Rsüri-te». Eggenfelden, 22. Januar. (Wer nicht hören will, muß fühlen.) Wegen Unzuverlässigkeit beim Ausmahlen von Brotgetreide wurde dem Müller Alois Stadler in Pörndorf vom K. Be­ zirksamte Eggenfelden das Ausmahlen von Getreide für die Selbstversorger verboten. Die­ sem Verbote hat sichauch das K. Bezirksamt! Vilshofen angeschlossen. Poighäm, 22. Jan. (Gut abgelaufen.!) Ms gestern der Bauer Andorfeo von Handshaupten Getteide zur Mühle nach Gerau brin­ gen ließ, scheuten seine Pferde beim Ueberfahren der Rottbrücke und stürzten samt Fuhrs­ werk ins hochgehende Wasser. Zum Glück 'ist kein Menschenleben zu beklagen. Die Pferde konnten mit größter Anstrengung noch gerettet werden, während der Wagen und ungefähr 20 Zentner Korn nicht mehr geborgen weckden konnten.</p>
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          <p>Heute abends halb 8 Uhr nach Abschluß der Vernehmung der Zeugen und Sachverständigen Mit Rücksicht auf die vorgerückte Zeit ausge­ setzt und findet Fortsetzung und Schluß morgen nachmittags statt.</p>
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          <p>Dienstesnachrichten. MOerWchrichtA. Justizverwaltung. Ter stellvertretende Di­ rektor am Landgerichte Passau Alfred Steidle hmrbe auf die Stelle eines Rates am Oberlan­ desgerichte Nürnberg in etatsmäßiger Weise versetzt; der Rat am Landgerichte Landshut, Oberlandesgerichtsrat Hans Kopp zum stellver­ tretenden Direktor am Landgerichte Passau in etatsmäßiger Weise befördert; der Rat am, Landgerichte Memmingen Tr. August Mayer auf sein Ansuchen in gleicher Tiensteseigenschaft an das Landgericht Landshut in etats­ mäßiger Weise versetzt; der Rat am Land­ gerichte Deggendorf, Oberlandesgerichtsrat L. Hussong zum stellvertretenden Direktor am Landgerichte Frankenthal und der Amtsrichter am Amtsgerichte Wasserburg Joh. Mich. Hehidolph zum Rat am Landgerichte Deggendorf, jeder in etatsmäßiger Weise, befördert; dev geprüfte Rechtspraktikant Leo Fuchs in Dils­ hofen zum Sekretär am Amtsgerichte Amsorkbach in etatsmäßiger Eigenschaft ernannt. Postvcrlwaltung. Versetzt in etatsmätziger Weise aus Ansuchen ab 1. Februar 1916 die -Postboten Josef Wundsam von Gotteszell nach Langenisarhofen, Michael Bernauer von Met­ ten nach Neukirchen v. Wald, Franz Krennleitner von Tittmoning nach Metten und Xaver Scheibengruber von Waldmünchen nach Reis­ sing.</p>
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          <p>riums des Innern, des Bayerischen Landwirt­ schaftsrates, der christlichen Bauernvereine und des Stadtmagistrates München (städt. Arbeits­ amt) anderseits über die zur Sicherung dev Frühjahrsbestellung erforderlichen Maßnahmen statt. —* P ault Bekehrung. Mit dem gest­ rigen Tage, dem 25. Januar, ist die erste Hälfte des Winters vorübergegangen. Aller­ dings -hat dieser sich bis jetzt überhaupt noch nicht fühlbar gemacht. Eine alte Bauernregel heißt: "Pauli Bekehr — Winter halb hin und und halb her". Ueber den Tag selbst schrei­ ben alte Kalender: "Schön an Pauli Be­ kehrung, bringt aller Früchte Bescherung; St. Pauli klar, bringt gutes Jähr, hat er Wind, regnevs geschwind." Behalten die Bauern­ regeln recht, so müßte uns ein fruchtbares Jahr in Aussicht stehen. — * Die Amtlichen Bekanntmach­ ungen des Stadtmagistrats Landshut liegen der heutigen Stadtauflage bei.</p>
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          <p>Aus der breitesten Straße des Bazars führtz der schon erwähnte große Verkehrsweg nach dem Wohnviertel, einer Art Neustadt, die je­ doch kein sonderlich charakteristisches Gepräge trägt. Ta, wo die öffentlichen Gebäude, die Konsulate und dergleichen liegen, ist der Ein­ druck des Städtebildes in baulicher Hinsicht einigermaßen europäisch; die Wohnungen der islamitischen Bevölkerung jedoch sind ohne Reiz, ohne Abwechslung und von großer Nüch­ ternheit. Auch die Moscheen entbehren beson­ deren künstlerischen Charakters; das wichtig­ ste Gotteshaus des christlichen Teils der Be­ völkerung ist die katholische Kathedrale, die ein Bau von bedeutenden Abmessungen ist und nach italienischer Art einen ragenden Glockenturm hat. Ihn zu besteigen, war in früheren Zeiten gestattet; von der Höhe dieses Campanile genoß man einen weiten Rund­ blick über Skutari und seine prachtvolle Um­ gebung, deren Krone der blauschimmernde Skutarisee ist. Von dieser Höhe hat auch das im Innern des Straßengewirrs nüchterst er­ scheinende Stadtbild seine Reize; der Schmutz und die Verwährlosung traten zurück, und die grünen Gärten schoben sich in den Vorder­ grund. Wie ein kribbelnder "Ameisenhaufe bot sich das Menschengewimmel des Bazars aus der Höhe den Blicken dar, das übrigens auch von nie endender Abwechslung erschien, wenn man, vor einem der zahlreichen Cafes bei einer Tasse echt türkischen Mokkas sitzend, den Straßenverkehr an sich vorüberziehen ließ. Skutari verdankt seine Bedeutung der Lage an dem gleichnamigen See, der, in der Ferne von den schroffen Zacken der albanischen Alpen überragt, mit seinem kalten, klaren, ttefblauen Wasser ein wenig an die Reize des Genfer Sees gemahnt. Aber eigentlich, in des Wortes wahrer Bedeutung, liegt die Stadt gar nicht unmittelbar am See. Sie liegt vielmehr an der Bojana, dem Flusse, der den Skutarisee nach dem Adriatischen Meere -hin entwässert. Zwischen See und Stadt liegt eine breite, unbe­ baute Wiesenlandschaft, die im Frühjahr, wenn in den albanischen und montenegrinischen Ber­ gen der Schnee schmilzt, von den Gewässern des Sees überflutet wird. Um von Skutgri aus in den See zu gelangen, hat man eine Strecke weit auf dem Fluß zu fahren, und man sieht dann vom Dampfschiff aus zur linken das steile Massiv des Tarabosch, um dessen Besitz vor drei Jähren so viel montenegrini­ sches Blut geflossen ist. Aber alle diese Opfer der mutigen Eroberer warten vergebens ge­ wesen; nun hat auch der Tarabosch seine Schrecken verloren, und wie der gstvaltigehe Lovcen vor Cetinje, so ist nun auch der schüt­ zende, bewährte Berg vor Albaniens grüßtest Stadt in den Händen der Oesterreicher und Ungarn.</p>
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          <p>Letzte Posten. verurteilt werden. Er wurde zur Abbüßung der gleichen Strafe, die Princip erhielt, na# Theresienstadt gebracht. Letzte Wen. Turazzo und San Giovanni di Medna bedroht Kopenhagen, 26. Januar. Nach Pa­ riser Meldungen hält man dort Turazzo und San Giovanni di Mbdua für schwer bedroht). Essad Pascha und seine Truppen befinden sich in einer schwierigen Lage. Hilfe kann ihnen nur von Italien gebracht werden. Tie Alliierten räumen Mudros. Zjürich, 25. Januar. Nach hier etngektroffenen Meldungen schicken sich die englischen und französischen Truppen an, die Insel Ma­ dras zu räumen. Das Ende eines Attentäters. Theresienstadt, 25. Januar. In der hiesigen Militär-Strafanstalt ist der serbische Anarchist namens Gabrinovic, welcher in dem Prozeß gegen die Attentäter bort jSerajewo zu 20 Jähren schweren Kerkers verschärft mit hartem Lager in einer Dunkelzelle am 28. Juni eines jeden Jahres verurteilt worden war( ist an Lungentuberkulose gestorben. Ter damals 19jährige Buchdrucker war jenes Mitglied der) Verschwörung, das auf der Fährt des Thron­ folgers Erzherzog Franz Ferdinand in Serajewo gegen das Automobil eine Bombe warf, die Wohl explodierte, aber ihr Ziel verfehlte. Wegen Minderjährigkeit konnte er ebenso we­ nig wie der Hauptattentäter Princip zum Tode</p>
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          <p>Literarisches. Litermisiher. Tie Illustrierte Kriegs-Chronik des Da­ heim, von der. jetzt die 35. bis 37. Lieferung vorliegt, baut sich immer mehr zu eme'ttt) groß­ zügigen Erinnerungswerke an den furchtbaren Weltkrieg aus, den wir jetzt durchleben. Von hohem Interesse sind die Berichte des bekann­ ten Romanschriftstellers Fedor von Zobeltitz, der als Führer einer Liebesgabensendung des Jo'hanniter-Ordens im serbisch - ungarischen Grenzlande weilte. Sonst führen die ver­ schiedenen Aufsätze nach den Kriegsschauplät­ zen in Frankreich, an der Jsonzofront, auf Gallipoli, in Serbien, an der Strhpa, in Bessarabien und fern in Asien zwischen Euphratc und Tigris, wo die Engländer bei j Ktesiphoin eine schwere Niederlage erlitten. Von diesem Mesopotamien ist der Kriegs Ehronik auch eine ganz vorzüglich ausgeführte große farbige Karte beigegeben. Wie ein Ka­ pitel aus einem Seeroman liest sich schließlich! hie Schilderung der Fahrten des deutschen | Hilfskreuzers "Kronprinz Wilhelm", der viele Monate hindurch der Schrecken der englischen und französischen Handelsschiffe war und un­ seren Feinden riesige Verluste zugefügt hatt. Weihnachten 1915. Eine Festgabe des Täheim für unsere Krieger. Vermag von Velhagen u. Klasing in Bielefeld und Leipzig. Einige anziehende Erzählungen, weiter hoch­ interessante Schilderungen von Kriegsteilneh­ mern, persönliche Erlebnisse, wie jeder sie gerne liest, ein Aufsatz über die von unseren Truppen besetzten Landestetle in Belgien und Rußland und ein gemütvoller Bericht, wie äm vorigen Jahre im Felde das Weihnachts­ fest gefeiert wurde. Dazu kommt dann eine ganze Flut von Bildern, die in ihrem bunten Farbenschmuck eine rechte Weihnachtsstimmung aufgehen lassen int Herzen. Ter Preis von 75 Pfennig ist bei der großen Fülle des Ge­ botenen nur gering. "Wachtfeuer" (Architektur - Verlag "Der Zirkel" G. nt. b. H., Berlin, Wilhelmstr. 48, Preis 20 Pfg.) ist das neueste 66. Heft erschienen. Der Türmer. Halbmonatsschrift für Gemüt und Geist. Herausgegeben von I. E. Freiherrn von Grotthuß. Verlag von Greiner u. Pfeiffer in Stutt­ gart. Vierteljährlich 6 Hefte, 4.50 Mark.</p>
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          <p>Allerlei. miti Tie Sprache plötzlich verloren. Der Be­ zirksmonteur Kramer in Unterschwaningen bei Dettingen bestieg in erhitztem Zustande einen Kurier für Xieverbatzer». Eisenbahnwagen, dessen Fenster teilweise ge­ öffnet waren. Plötzlich hatte er, wahrscheinlich infolge eingetretener Stimmbandlähmung, die Sprache verloren. Ter geachtete Mann wird allgemein bedauert. Irrsinnig. Ter bekannte Herausgeber der russophilen Blätter in Bukarest "Adeverul" und "Timineata", das Mitglied der rumä­ nischen Deputiertenkammer, Konstantin Dille, ist vor kurzem irrsinnig geworden. Er wurde in einer Heilanstalt untergebracht. (Z.)</p>
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