Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom 1916-01-27. Unterstützt durch den Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE). Herausgeber: Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau (2016). Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International. Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk. Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut. 69. Jahrgang Nr. 20, 1916-01-27. Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt. (https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&db=100) Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet. 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Sie wurden jedesmal, mehrfach nach Handgemenge, abgewiesen. Französische Sprengungen in den Argon­ nen verschütteten auf einer kleinen Strecke un­ sere Gräben. s Boi Höhe 285 nordöstlich von läa Chalade besetzten wir einen Sprengtrichterr, nachdem wir einen Angriff des Feindes zunn Scheitern gebracht hatten. Marineflugzeuge griffen militärische An­ lagen des Feindes bei La Panne, unsere Hee­ resflugzeuge die Bahnanlagen von Loo,. süd­ westlich von Dixmuiden, und von Bethune an. Schlich« Kriegsschauplatz. Und i Balkan-Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Oberste Heeresleitung. ────────── Oestlicher Kriegsschauplatz. Westlich« KriegrfchWlltz. Die Franzosen versuchten durch eine große Zahl von Gegenangriffen die ihnen entrisse­ nen Gräben östlich von Neuville zurückzuge­ winnen. Sie wurden jedesmal, mehrfach nach Handgemenge, abgewiesen. Französische Sprengungen in den Argon­ nen verschütteten auf einer kleinen Strecke un­ sere Gräben. s Boi Höhe 285 nordöstlich von läa Chalade besetzten wir einen Sprengtrichterr, nachdem wir einen Angriff des Feindes zunn Scheitern gebracht hatten. Marineflugzeuge griffen militärische An­ lagen des Feindes bei La Panne, unsere Hee­ resflugzeuge die Bahnanlagen von Loo,. süd­ westlich von Dixmuiden, und von Bethune an. Schlich« Kriegsschauplatz. Und i Balkan-Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Oberste Heeresleitung. ────────── ober toeil sie nicht willens sind, ihm die Wich­ tigkeit beizulegen, die er verdient. Als der Krieg ausbrach und noch. viele Monate nachher stand die Sympathie der Ame­ rikaner stark auf feiten Englands. Die belgi­ schen Greuel, die Unmenschlichkeit der Zeppelinsahtten, die rohen Angriffe der Unterseeboote, die ohne Warnung erfolgten, trugen dazu bei, die Mittelmächte zu verdammen und die Auf­ merksamkeit von eingestandenen Verletzungen des Völkerrechts, die England zur See verübte, abzulenken. In allen diesen Monaten hat die amerikanische Regierung nur schiwach! ihre Stimme gegen die Alliierten erhöben und da­ durch die dauernde Feindseligkeit eines großen Teiles der amerikanischen Bürger deutscher Ab­ stammung verursacht, weil sie ermangelte, Engifomb gegenüber eine ebenso rücksichtslose Po­ litik zu verfolgen, wie dies Deutschland gegen­ über der Fall war. Was aber unseren Offiziel­ len in der Seele weihtut, ist der Umstand, daß England unleugbar und durch die Macht der Umstände den Nutzen der amerikanischen Neu­ tralität einerntete. Hätten die Vereinigten Staaten sich dafür entschieden, peinlich neutral zu sein, so hätten sie sich innerhalb der geheiligten Grenzen der neutralen Rechte gehalten, wenn sie für alle telegraphischen Kabelverbindungen der Alliier­ ten die Einschränkung der Zensur eingeführt hätten, und wenn sie alle Ausfuhr von Kriegs­ munition bet Ausbruch des Krieges verboten hätten, wie dies Holland, Norwegen und die anderen neutralen Staaten getan >haben. Hier­ her hätte ferner gehört eine Gesetzgebung, welche die Emission von Kriegsanleihen ver­ bietet, strenge Maßnahmen, um zu verhindern, daß einzelne Reservisten die Vereinigten Staa­ ten verlassen, und die Einberufung einer Kon­ ferenz von Neutralen, welche, wie unsere eige­ nen Offiziellen privat zugeben, sich in eine antibritische Versammlung auflösen würde, die Vergeltungsmaßnahmen gegen die Verletzun­ gen der Gesetze zur See durch die Engländer verlangen würde. "Evening Post" fährt fort: Die Englän­ der geben dem amerikanischen Handel aus seine Beschwerden immer wieder die Antwort, daß England die Schlachten der Zivilisätion kämpft, und daß deshalb Amerika sich mit Einschrän­ kungen seines Handels und anderen Unannehmilich keilen abfinden muß. Wenn die britische Regierung nur wüßte, wieviel diese Beschwich­ tigung seit langem in den amerikanischen amt­ lichen Kreisen an Geschmack verloren hat.' Es hat begonnen, dem amerikanischen Gaumen vor England zu ekeln. Unsere Offiziellen erklären und unparteiische Juristen wie Professor Woolseh von der Universität Yale, bestätigen diese Meinung. England hat jeden Grundsatz des Völkerrechts verletzt. Der viel gerühmte Kampf für Freiheit und Kultur ist zu einem leeren Schlagwort geworden, wenn unsere Of­ fiziellen die Erklärung des Königs von Grie­ chenland lesen und an Saloniki und die Verge­ waltigung der griechischen Neutralität denken, ober wenn sie gelegentlich die Berichte lesen, wie die hilflosen Mannschaften deutscher Un­ terseeboote kaltblütig niedergeschossen wurden, als sie im Wasser um ihr Leben kämpften, oder versuchten, an Bord des "Baralong" zu klettern. Es ist ein offenes Geheimnis, daß der "Baralong"-Fall einen peinlichen Eindruck in unse­ ren Regierungskreisen hervorgerufen hat, noch bevor die Deutschen ihre Darlegung des Falles veröffentlicht 'hatten. Der Unterschied zwischen Deutschlands Verletzungen der Gesetze der Menschlichkeit und Englands Gesetzüberschrei­ tungen ist durch die amerikanische Regierung erkannt worden, als der zwischen einem Mordund einem Zivilprozesse, der aber auf keinen Fall den kleineren Uebeltäter entlastet. Der Lusitaniafall ist nähe seiner Lösung und die Reaktion für das lange Schweigen über Englands Missetaten wird nicht lange auf sich warten lassen. Senatoren und Mit­ glieder des Abgeordnetenhauses weisen in Privatgesprächen auf die Unvermeidlichkeit einer diplomatischen Auseinandersetzung mit England hin. Was unsere höchsten Behörden besonders aufregt ist, daß jedesmal, wenn ein Schiff torpediert wird, die englische Presse und die englischen Diplomaten immer fragen: "Was wird Amerika darauf tun?" und daß man in London nie daran denkt, was England tun könnte, um den neutralen Freunden Unannehmlich ketten zu ersparen. Es war Englands Zurückhaltung der Le­ bensrnittel, die den sehr gerechten Grundsä­ tzen widerspricht, die während des Burenkpieges von Lord Salisbury aufgestellt wurden, die Deutschland zu seinen Vergeltungsmaßnahmen mit dem Unterseebootskrieg veranlaßten. Die Beschlagnahme amerikanischer Post hat Anlaß zu neuer nicht unbeträchtlicher Ver­ stimmung gegeben. Auch die unnötige Anwen­ dung des Verbotes des Handelns mit dem Feinde auf die in den Vereinigten Staaten und anderen entlegenen neutralen Ländern, wie den südamerikanischen Republiken und China, wohnenden Deutschen hat einen un­ günstigen Eindruck, gemacht. Wenn auch die Vereinigten Staaten keinen gesetzlichen Anlaß zum Eingreifen in diesen Dingen haben, wird die Reihe solcher Maßnahmen in vieler Be­ ziehung als unfreundlich aufgefaßt. Alle neutralen Staaten hoffen gespannt aus Amerikas Hilfe in der Vertretung berj Rechte der Neutralen. Tie Vereinigten Staa­ ten würden die Freundschaft von manchen die­ ser großen Länder verlieren, wenn sie jetzt nicht denselben Standpunkt einnähmen wie sie, und gegen die Verletzungen des Völkerrechts Einspruch erhöben, unter denen alle leiden. Dicht durch diplomatische Einwirkung, son­ dern durch den Druck der öffentlichen Meinung, hoffen die Vereinigten Staaten, würden die Regierung und das Volk Englands dazu kom$ men, den amerikanischen Standpunkt besser zu t würdigen und die Notwendigkeit zu erkennen, | die Grenzen der amerikanischen Geduld oder | des amerikanischen Empfindens, wenn diese I zu sehr in Anspruch genommen werden, nicht } zu unterschätzen. ────────── Vom östlichen Kriegsschauplatz. Tie russische Duma. Aus zuverlässiger Quelle meldet Rjetsch, daß die Eröffnung der Duma, die auf an­ fangs Februar festgesetzt worden ist, aus an­ fangs März verschoben wurde. Ta die Oster­ feiertage dann bevorstehen, wird man nur die Budgetfrage behandeln können. Tie Lebensmittelfrage in Rußland. Berlin, 26. Januar. Der "Lök:-Anz:" meldet aus Kopenhagen: Die "National Tidende" berichtet aus Petersburg: Die amtliche Statistik ergibt, daß die Vorräte Rußlands an Lebensmitteln den Bedarf dreimal über­ steigen. In den südlichen Provinzen sind un­ ermeßliche Vorräte an Getreide und Vieh vor-handen. Trotzdem herrschen überall in Ruß­ land eine furchtbare Teuerung und ein großer' Mangel an Lebensmitteln. Die Regierung be­ gann nun einen energischen Kampf gegen die Teuerung. In den beiden Hauptstädten sind ganze Scharen von Spekulanten verhaftet wor­ den, die einer strengen Bestrafung entgegen­ sehen. Es wird erwartet, daß in der kommen­ den Woche die Eisenbahüen zwischen Peters­ burg und Moskau ausschließlich der Beförder­ ung von Lebensmitteln dienen sollen und daß Petersburg so reichlich mit Lebensmitteln ver­ sorgt werden wird, daß die Preise um die Hälfte zurückgehen werden. (Z.) K ö l ff,' 26. Januar. Die "Köln: Volkszeitung" meldet aus Kopenhagen: Nach russi­ schen Zeitungen hat die Fleischnot in Moskau jetzt ihren Höhepunkt erreicht. Die meisten Fleischgefchäfte schließen bereits in den ersten Vormittagsstunden, nachdem die geringen Vor­ räte aufgebraucht sind. Zahlreiche Geschäfte öffnen gar nicht mehr oder handeln mit Pferde­ fleisch. Die einzige Hoffnung der Bevölker­ ung auf eine Besserung der Verhältnisse ist die von der Regierung gestattete! Zusuhir von gefrorenem Fleisch aus Sibirien. Ter Mini­ sterrat stellte 10 Millionen Rubel zur Ver­ fügung, welche verschiedenen Städteverwaltungen als Darlehen überlaffen werden können, um dafür Lebensmittel einzukaufen. Zunk gleichen Zweck sind bereits früher 20 Millionen Rubel verausgabt worden. (Z.) ────────── Die Streichung erfolgte nach Verlesung eines Briefes Chiaraviglios, in dem dieser aus-! führte, daß er sich bereits seit dem 15. Mai von welchem Tage an die Partei alle die­ jenigen, die nicht für den Krieg waren, und in dem Krieg ein nationales Unglück Italiens sahen, als Landesverräter bezeichnete und be­ trachtete, als von der Partei ausgetreten be­ trachte und daß alle von der Partei gegen ihn beschlossenen Maßnahmen nicht weiter berüh­ ren könnten. Italienische Anklagen gegen England. Berlin, 26. Januar. Tie "Tägliche Rundschau" meldet aus Lugano: Ter "Popolo d'Jtalia" veröffentlicht einen offenen Brief an das englische Volk, worin es heißt: Italien trat freiwillig in den Krieg ein; dckher hat es harte innere Kämpfe gegen die kriegsfeindli­ chen Volksteile gu bestehen. Dieser Kampf wird erschwert durch die englische Habgier in der Kohlen- und Getreidefrage, die in Italien eine unerträgliche Lage schafft. Wenn das italienische Volk durchhalteck soll, dann mutz England Italien wirtschaftlich entgegenkom­ men. 13 •) ────────── Eine italienische Schlappe. Eine italienische Schlappe. Französische Angriff« 8ti Neuville abgewiesen. — Erfolge unserer Flieger. — Italienische Stellungen Sei Oslavija von »en österreichisch-ungarischen Truppen genommen: 1300 Italiener gefangen. — Die Entwaffnnngsvcdingnageu Montenegros unterzeichnet. — Der deutsche Fliegerangriff auf Dover. Im Westen versuchten die Franzosen ver­ geblich in mehrmaligem Ansturm die ihnen bei Neuville entrissene Stellung wieder zu geivinnen. In den Argonnen verschüttete eine französische Sprengung unsren Graben auf eine kleine Strecke. Vorteile dürfte dies den Fran­ zosen nicht gebracht >haben. Bei La Chalade konnten die Unsern einen vor unsrer Stel­ lung liegenden Sprengtrichter besetzten. ' Marineflugzeuge der Unsern belegten die militärischen Anlagen des Feindes bei La Panne und Heeresslugzeuge die Bckhn in Loo und in Bethune mit Bomben. An der italienischen Front war unsren Verbündeten ein schöner Erfolg beschieden. In den vorgestern schon gemeldeten Kämpfen bei Oslavija konnten sie einen Teil der italieni­ schen Stellungen nahmen, wobei 1197 Ita­ liener als Gefangene in ihre Hände fielest. Angriffe der Italiener auf die Podgora und den Monte San Michele wurden abgewiesen. In Montenegro hüben Bevollmächtigte der montenegrinischen Regierung die Vereinbarun­ gen über die Waffenstreckung unterzeichnete Tie letztere geht ohne Schwierigkeiten vor sich und wird immer weiter ausgedehnt. Nikitas Flucht ist also umsonst gewesen. Seine Re­ gierung wird auch ohne ihn fertig und voll­ zieht den Willen des Landes, das sich von seinem König, der es in das Verderben trei­ ben wvllte, nicht länger am Gängelbande füh­ ren läßt. Es zeigt sich immer mehr, daß Nikita ein König ohne Land geworden ist. Selbst die Entente scheint dies einzusehen, denn sie soll versuchen, ihn zur Abdankung zu brin­ gen, allerdings soll dies zu Gunsten seines zweiten Sohnes, des Russenfreundes Prinzen Mirko, geschahen. Damit dürfte aber, nach! der jetzigen Stimmung zu urteilen, nicht nur der wirkliche Kronprinz Tanilo, sondern auch das Volk nicht einverstanden sein, das längst eingesehen hat, welche Früchte ihnen eine Ver­ bindung mit der Entente gebracht hat. • ────────── Bericht des deutschen Hauptquartiers. Bericht des deutschen Hauptquartiers. MTB. Berlin, 26. Januar. Mjittags: (Großes Hauptquartier.) ────────── Der österr.-ung. Heeresbericht. ten der montenegrinischen Regierung unter­ zeichnet. Tie Entwaffnung geht ohne Schwie­ rigkeiten vor sich und wurde auf die Bezirke von Kosalin und Andrijevica ausgedehnt. Ter stellvertretende Chef des GeneralstabeSr v. H o e f e r, Feldmarschalleutnant. I« östm.-W. Heeresbericht. WTB. Wien, 26. Januar: Mittags: — Amtlich! wird verlautbart r Russischer Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Italienischer Kriegsschauplatz. Am Görzer Brückenkopf nahmen unsere Truppen in den Kämpfen bei Oslavija einen ,Teil der dortigen feindlichen Stellungen in Besitz. Hierbei sielen 1197 Gefangene, darunter 45 Offiziere 1 und zwei Maschinengewehre in unsere Hände. Auch an mehreren anderen Stellen der Jsonzofront nahm die Gefechtstätigkeit zu. An­ griffs- und Annäherungsversuche der Italieners gegen die Podgora, dem Monte San Michele und unsere Stellungen östlich von Monfalcone wurden abgewiesen. ' ( Unsere Flieger belegten Unterkünfte und Magazine des Feindes in Borgo und Ala mit Bomben. Südöstlicher Kriegsschauplatz: Die Vereinbarungen über die Waffenstrekkung des montenegrinischen Heeres wurden ge­ stern um 6 Uhr abends von den Bevollmächtig- ────────── Vom westlichen Kriegsschauplatz. l der Presse. Wie jetzt bekannt wird, nahm Malvy auch an dem letzten Ministerrat nicfjft mehr teil. (Z.) ────────── Am Balkan. Aw Mai Tas Signal zur Katastrophe. Das bulgarische Regierungsorgan Narodpi Prava schließt einen Artikel über die Fürstenbeggenung auf serbischen Boden mit den Wor­ ten: Uebersehen wir heute die Lage, so kann nur gesagt werden, daß die eben verflossenen Festtage von Risch das Signal waren für eine Katastrophe, die d ent Vierverbande bevorsteht. (Z) Verhandlungen zwischen Bulgarien «uv -er Entente. Zwischen Bulgarien, England undFrankreich sollen Verhandlungen wegen Austausch­ invalider Kriegsgefangener im Gange sein. (8) Tie Haltung Rumäniens. Bukarest, 26. Januar. Die rumänische Regierung genehmigte als Kompensation für die Einfuhr von Bedarfsartikeln die Ausfuhr von 6000 Rindern, 20 000 Schafen und Zie­ gen und 40 000 Schweinen in geschlachtetem Zustande. (Z.) k Ungestörter Fortgang der Getreideeinfuhr. Budapest, 26. Januar. Der Transport rumänischen Getreides aus dem Wasser und auf den Bühnen Ungarns ist im Zuge. Infolge günstigen Wetters konnte die Weiterverfrach­ tung glatt vor sich gehen. Bisher hüben meh­ rere Millionen Doppelzentner verschiedener Ge­ treidesorten das Eiserne Tor passiert. , ────────── Unserm Kaiser! Unserm Kaiser! Zum zweitenmale begchien wir Kaisers Ge­ burtstag in Kriegszeiten. Wir sagen begehen, nicht feiern, bettn das letztere hat der Monarch' ausdrücklich zu unterlassen gebeten. In sei­ nem aus dem Großen Hauptquartier ergange­ nen Erlaß vom 12. Januar hat der Kaiser Dem Wunsche Ausdruck gegeben, daß man auch in diesem Jähre anläßlich seines Geburtstages von den sonst zu seiner Freude üblichen fest­ lichen Veranstaltungen und glückwünschenden Kundgebungen abseyen und es bei stillem Ge­ denken und treuer Fürbitte bewenden lassen möge. Und doch nicht bewenden lasse. Tenn der Herrscher hat gleichzeitig den Weg angegeben, wie man diesen Tag, der im Frieden wie in Kriegszeiten ein Fest des gesamten Volkes ist, jetzt, wo wir keine Zeit und nicht den Sinn haben, Feste zu feiern, doch würdig, ja nochs viel würdiger zu begehen vermag. "Wer sei­ ner freundlichen Gesinnung an diesem Tage noch einen besonderen Ausdruck zu geben sich gedrungen fühlt" — so hieß es in dem Kai­ serlichen Erlaß — "möge es durch Gaben der Liebe zur Linderung der durch den Krieg ge­ schlagenen Wunden oder durch erhöhte Teil­ nahme an der Kriegsfürsorge tun. Meines wärmsten Tankes können alle gewiß sein." Und unsres Dankes kann der Monarch gewiß sein für dieses prächtige Wort, für die , Gesinnung, die daraus laut und aneisernd 1 zu uns spricht, die uns mahnt, nicht zu er- j lahmen in dem, was wir nicht nur nach Matz- ! gäbe, sondern mit Anspannung aller unsrer Kräfte für das Vaterland leisten können, sei es, wem das nicht vergönnt ist, daheim in gewissenhafter Arbeit und in nie ermattender Fürsorge für diejenigen, die für uns, für/; unsern Herd, für unsre Heimat kämpfend zu sterben oder zu siegen gewohnt sind. So wollen wir nicht durch das Wort, sondern durch die Tat den Geburtstag unsres obersten Kriegsherrn feiern. Tenn das ist der Monarch für uns in dieser Zeit, wo Masts die Stunde regiert, in erster Reihe. Es lieht eine gewisse Tragik darin, daß Kaiser Wilhelm, der wie kaum ein zweiter Herrscher nach dem Muhme geizte, ein Friedenskaiser zu sein, der sich als Richtschnur das Wort Kaiser Wil­ helm I., "allezeit ein Mehrer des Reiches zu sein in den Werken des Friedens, auf dem Ge­ biete nationaler Wohlfahrt, Freiheit und Ge­ sittung" erkoren hatte, daß gerade er zum Schluß zu der Erkenntnis gezwungen wurde: Das höchste Heil, das letzte liegt im Schwerte — denn: es kann der Frömmste nicht in Frie­ den leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt! "Vor Gott und der Gerichte ist mein Gewissen rein, ich 'habe den Krieg nicht ge­ wollt,." So konnte der Teutsche Kaiser ftt seiner Kundgebung zum Jahrestage dieses bluses blutigen Weltkrieges sagen, und wer, der aufrichtigen Herzens ist, hätte das'selbst unter unsren Gegnern leugnen können? Hat doch sogar ein Sozialdemokrat, also ein Mitglied der Partei, der gewiß nicht "Byzantinismus" vorgeworfen werden kann. Anton Fendrich, sin einem viel erwähnten Buche dem Monar­ chen die Aufrichtigkeit seines Friedenswillens zum letzten Augenblick" bezeugt. Und in diesem aufrichtigen Friedenswil­ len sind der Teutsche Kaiser und das deutsche !Vokk einig, denn auch wir haben in vierundeiühalb Jahrzehnten bewiesen, daß uns — um die Worte zu gebrauchen, die unser Kaiser einst als Prinlz Wilhelm sprach — "leichtsin­ nige, nach Ruhm lüsterne Kriegsgedanken" fern liegen. Und ist nicht auch der Krieg, den wir jetzt führen, ein Krieg um den Frieden? Ist es für uns nicht auch dieses Weltkrieges letzter! Zweck, uns einen Frieden zu erringen, der die Wiederkehr solcher leichtfertig heraufbeschwo­ renen, verbrecherischen Kriege für absehbareZert zu verhindern geeignet ist? Einen Frieden, der die Gewähr der Tauer in sich trägt und uns die volle Freiheit und Sicherheit unge­ störter wirtschaftlicher und kultureller Ent­ wickelung verbürgt? Uns und der Mplt. TetM. rki diesem Weltkrieg, den Heimtücke, Mißgunst Unduldsamkeit und Gier nach fremdem Gut unter Bruch des Völkerrechtes, unter; Mißacht tung der Menschheitsrechte und Menschheits­ ideale ins Werk setzten, wird nicht nur um den Bestand und um die Größe des deutschen Reiches gekämpft, sondern in letzter Linie geht es auch um die Zukunft der Menschheit, um Die heiligen Güter, zu deren Wahrung einst Kaiser Wilhelm die Völker Europas aufrief. Das ist der Sinn des guten Kampfes, den das deutsche Volk um seine gerechte Sache führt mit dem Wahlspruch, zu dem sich der Kaiser in seiner letzten Neujahrskundgebung bekannte: "Vorwärts mit Gott zum Schutze der Heimat und für Deutschlands Größe." ────────── Niederbayerische Nachrichten. M-erWerW Rachkicht«. Deggendorf, 26. Januar. (Wie die Teue­ rung entsteht.) Auf dem letzten Viehmarkte verkaufte dahier ein Bauer ein Paar Ochsen um den enormen Preis um 2300 Mark, ohne daß es eines langen Hin- und Herhandelns bedurft hätte.. Etwa 8 Tage vorher Hütte der Verkäufer der Ochsen dieselben für nicht ganz 1500 Mark erstanden. Waldtirchen, 25. Januar. (Selbstmord,) Heute morgens wurde der 74 Jahre alte Vers witwete Hausbesitzer Franz Kaiser in Wäschlbach in seiner Wohnung erhängt aufgeftinden. W0hl Schwermut wird den sonst truhigen Wann in den Tod getrieben haben. Seit dem Tode seiner Frau und seines Sohnes, der im Kriege den Heldentod fand, bemerkte man an dem! Wanne Spuren von Trübsinn. MpnW, 24. Jan. (Schaden Durch Schnee:) Die eingefallene milde Witterung hat durch, den massenhaft auf den Bäumen befindlichenSchnee an diesen erheblichen Schaden ange­ richtet, da nicht nur die Aeste, sondern ganze Baumstämme abgeknickt wurden. Auch die Telephonleitung hat infolge Abdruck des Drahtes eine Störung erlitten, die jedoch bereits wie­ der beseitigt ist. ────────── Riederbaherisches Schwurgericht. Straubing, 26. Januar. Heute abends 9,45 Uhr wurde das Urteil in der Verhandlung gegen den Reisenden Karl Baumeister wegen Wördes gesprochen. Es wü­ tete wegen Dodschlags ohne mildernde Umstän­ de auf 14 Jähre Zuchthaus und 10 Jähre Ehr­ verlust. ────────── —* Volkshoch schuld er ein. Am Sams­ tag, den 29. Januar abends 8.15 Uhr wird im Saale des Gewerbevereinshauses Herr Uni­ versitätsprofessor von der Lehen aus Mün­ chen über "Wesen und Aufgaben des Deutsch­ tums" sprechen. Im Nachstehenden bringen wir die Hauptgedanken, welche der Vortrag behandeln wird. In den Augusttagen von 1914 Chatte Deutschland sein bestes Selbst wie­ der entdeckt und die Sorge der Vaterlands­ freunde ist nur, daß uns dieser Geist erhalten bleibt und belebend und befruchtend unsre Zu­ kunft (durchdringt, die, möge sie sonst aus­ fallen wie sie wolle, uns vor viel ernstere, umfassendere und verantwortungsreichere Auf­ gaben stellen wird, als jede Vergangenheit^ Eine Fülle von Aufklärungen über die regen Kräfte des Deutschtums und ebenso über seine Schwächen und Grenzen birgt die deutsche Ge­ schichte in sich, und wir wollen versuchen , einige von diesen deutschen Eigenschaften zu erkennen und zu charakterisieren. Ter deutsche kriegerische Sinn irnd das deutsche Heldentum, die deutsche Sachlichkeit, die Männer, die als Verkörperung des deutschen Wesens gelten, die Gaben der Organisation, das Verhängnis der Zwietracht und der selbstgenügsamen Klein­ lichkeit, das Weltbürgertum und die Un­ terschätzung des eigenen, die Ueberschätzung der fremden Leistung. Das find wohl einige be­ sonders auffällige Kennzeichen der deutschen Art, und der Versuch lohnt, an ausgewählten Beispielen ihre Wirkungen in den verschiedenen Jahrhunderten zu zeigen. Aus ihnen leiten sich sehr wesentliche Forderungen für unsrje Zukunft ab: aus der Verschmelzung von Sach­ lichkeit, Heldentum und Organisationsgabe wird die neue allgemeine Wehrpflicht hervor­ gehen, die in noch viel größerem Maßstab als früher den ganzen Organismus unseres Volkes durchdringen sollte, als Gegengewicht wird ein neuer, veredelter Individualismus die Kräfte des Einzelnen läutern und stei­ gern, und die neue Nation, der die Kräfte der neuen Wehrpflicht und des neuen Individua­ lismus in gleichem Maße zuströmen, wird versuchen in ruhiger und stolzer Selbstbewußt­ heit ihren Weg zu gehen, und nach sorgfälti­ ger Prüfung von den Leistungen anderer Völ­ ker das in sich aufnehmen, das zur Vertiefung ihres eigenen Wesens dient. —* Eine Motte flog zum Licht! Wenn man den Satz ausfpricht, daß Frauenschönheit eine Macht ist, der man sich nicht entziehen kann, so trifft dies unbedingt auf Fero Andra zu, die in ihrer ein wenig herben Schönheit so viel Grazie und Geschmack in sich vereinigt, daß man sie nicht nur gern steht, sondern mit trunkenen Augen recht lange genießen möchte. Kein Wunder im übrigen, wenn die Kino­ kenner ständig aufpassen, wann von Ihr eine neue Aufführung zu besuchen ist. Im oben­ genannten Schauspiel in einem Vorspiel und vier Akten, welches zurzeit den Spielplan der Kronprinz-Lichtspiele Veher lischt, erscheint sie uns zuerst als das jüngste weibliche Mitglied einer reisenden Künstlertrsuppe bescheidensten Ranges. Ter Erbprinz vom nähen Schloß besucht aus momentaner Laune heraus nsit seiner Abendgesellschaft den tatsächlich! wenig standesgemäßen Rummelplatz, und da ihimlihre graziöse Tanzkunst auffällt, nimmt er sie zu sich, läßt sie für sein "Residenztheater" als So­ lotänzerin ausbilden, und verliebt sich in sie bis über die Ohren. Sie führt jetzt ein Le­ ben in Genuß, Kostbarkeit und Eleganz: Eine Motte flog zum Licht! — Auf der Höhe ihres Glückes stehend, stirbt der greise Vater des Erbprinzen und die Geliebte erhält aus Standesrücksichten ihren Abschiedsbrief. Ten Schm erg sucht sie zu vergessen, indem sie mit vollen Händen ihr Geld ausgibt, es verspielt, bis sie schließlich bettelarm wird, sie findet in höchster Not den Weg zurück zum ehemaligen Zirkus aus dem ersten Mädchenjahre; jetzt ist er komfortabel und großstädtischer! geworden. Sie wird dort ausgebildet als Seilkünstlerin, und als eines Abends der Erbprinz, ihp rei­ cher ehemaliger Geliebter, inkognito in deh Loge sitzt, da erkennt sie ihn von hoch oben in der Zirkuskuppel, aus schwankendem Drahtseil stehend, wieder; sie stürzt ab und haucht ihr Leben aus. Sie hat die Höhen des Lebens kennen gelernt und auch die Tiefen; jj den Lebensgenuß und Luxus, aber auch Hunger f und Elend. Frühzeitig ging ein junges Leben au zerbrochenem Herzen zugrunde — eine Mot­ te flog zum Licht. (Betreff Spielzeiten sieh^ j Inserat.) Auch der übrige Inhalt des Prsogramms ist vorzüglich, sodaß ein Besuch des Lichtspielhauses diesmal besonders zu empfeh­ len ist. ────────── Stadttheater. Zu einer großen Sympathiekundgebung gestaltete sich am letzten Dienstag der Ehren­ abend des beim hiesigen Ersatzbataillon ein­ gerückten Opernsängers Herpn Theodor Humpert, der sich hier des öfteren in selbstloser! aufopfernder Weise in den Dienst der Wohl­ tätigkeit gestellt und durch seine prächtigen Gesangsdarbietungen in allen Kreisen Lands­ huts populär geworden ist. Keiner wollte feh­ len, als es galt, dem Künstler den Dank auszudrüccken für die vielen genußreichen Stun­ den irn Kirchen und Gesellschaften und so kam es, dcrß sich unser Stadttheater bis auf den letzten Platz mit den Freunden und Verehrern Humperts füllte. Eine reiche Vortragsfolge, in die sich bewährte hiesige Kräfte mit dem Sänger teilten, bot reichlich Gelegenheit eines vollen künstlerischen Genusses. In den besten Werken erster Tonsetzer lieferte Herr Opern­ sänger Humpert aufs Reue Beweise seines meisterhaften Könnens. Schuberts melodische Schönlheiten, Schumanns blütenreiche Roman­ tik, Hugo Wolfs, R. Strauß', Händels und Löwes reiche Schätze brachte er in gediegenem, stimmprächtigem und fprachvollendeteilp Vor­ trage zu einziger Wirkung. Auch zwei Kom­ positionen des hier Militärdienste tuenden Kapellmeisters Müller-Herneck brachten dem Sänger wie dem Vertoner wohlverdiente An­ erkennung. Herr Müller-Herneck erwies sich am Flügel als erstklassiger, feinempfindender Begleiter und legte in zwei Piecen Liszt's "Ballade" und Lhsburgs "Die Quelle" ein glänzendes Zeugnis als trefflicher Klavierkünstler ab. Frau Kammersänger Klöpfer hat­ te durch die Wiedergabe dreier Sieber? von Hugo Wolf, Cornelius und Brahms regen An­ teil am Erfolge des Abends, ebenso erfreute Herr k. Finanzassessor Hailer mit wohlabge­ rundetem Geigenspiel Rubinsteinscher Sona­ ten und einer Romanze von Wilhelmi. Herr­ liche Lorbeerspendeu und frenetischer Beifall lohnten in der Hauptsache den Sänger Hum­ pert und ehrten damit auch die begeisterten Hörer. In der Erinnerung und in den Her­ zen seiner Freunde wird der Geehrte stets seinen Platz behaupten. Möge auch er später­ hin gerne an die Zeit seines hiesigen Aufent­ haltes und damit au seine schönsten Erfolge zurückdenken. Hg. ────────── Literarisches. Literarisches. "Wachtfeuer" (Architektur - Verlag "Der Zirkel" G. m. b. H., Berlin, Wilhelmstr. 48, Preis 20 Pfg.) ist das neueste 67. Heft erschienen. ────────── Letzte Posten. Legte Poste«. Geburtstagsfeier Sr. Maj. des Kaiftsrs im Großen Hauptquartier. Sd. Berlin, 27. Januar. Tie Geburts­ tagsfeier des Kaisers und Königs fand im Großen Hauptquartier bereits am 26. ds. statte' Tie Glückwünsche des Kaisers Franz Josephs überbrachte der Erzherzog-Thronfolger persön­ lich, die der verbündeten österr.-ungar. Armee Oberbefehlshaber Erzherzog Friedrich, in des­ sen Begleitung sich aurf) Generaloberst Freiherr Konrad von Hötzendorff befand^ Außerdem nahmen an der Feier teil: Prinz Heinrich von Preußen, die Militärbevollmächtigten der Tür­ kei und Bulgariens, der Reichskanzler, berj Chef des Generalstabs, der Preuß. Kriegsmini­ ster und Großadmiral von Tirpitz. Auf eine Ansprache des Erzherzog-Thrpnfolgers erwi­ derte der Kaiser mit seinem Tanke über! die ihm von dem verbündeten Monarchen über­ mittelten Glückwünsche indem er zugleich sei­ ner Zuversicht auf den endgültigen Sieg der verbündeten Armeen Ausdruck gab. Am 27. Januar wurde der Geburtstag des Kaisers int Großen Hauptquartier nur durch einen Gottesdienst gefeiert. Griechenland isoliert. Sd. Berlin, 27. Januar. Wie die Vosi, Ztg. aus Konstantinopel gemeldet wird, find seit 3 Tagen alle Verbindungen mit Grie­ chenland unterbrochen. ────────── Handel und Verkehr. Wirtschaftlichkeit und außerordentlich klares, glänzend weißes Licht sind die besonderen Kennzeichen der stromsparen­ den neuen Wotan-Lampe» Type "G", welche von der Siemens & Halste A.-G. hergestellt werden. Bei Verwen­ dung der nach Art der Wotan-Halbwatt-Lampen gebauten neuen eliktrischen Glühlampen erhält man etwa 40% mehr Licht gegenüber gewöhnlichen Metalldrahtlampen bei gleichem Energieverbrauch. Die neue Wotan-Lampe Type "G" kommt also den Lichtbedürfnissen unserer Zeit ganz besonders ent­ gegen und dürfte diese neue Lampe bald überall dort Ein­ gang finden, wo man Wert auf gute Beleuchtung legt. 1«5 Ml,e. nute Mhnmsmiitt, “X sei auf die Mehlspeisen, Puddings und Suppen hingewiesen, die einfach und billig aus Dr. Ottfct'S Puddingpulver und Dr. Oetker's "Gustin" hergestellt werden können. Der Gehalt an knochenbildenden Salzen macht diese Oetker-Speisen zu einem hochwertigen Nahrungsmittel für Jung und Alt, für Gesunde und Kranke. Der Umstand, daß Gustin ein deutsches Fabrikat ist, sollte di« Hausfrauen schon ans patriotischen Gründen bestimmen, stets G u st i n statt der ver­ schiedenen ausländischen Fabrikate, wie z. B. Mondamin, Maizena usw. zu verwenden. H 13 Druck u. «erlag I. F. Mietfrist, Landshut. Der. antwort!. Redakteur F. 3B. Wagner, LandShut. goniel ititb Verkehr. Nürnberg, 26. Jan. (Btehmarkt.) Preise: per 50 Kilogramm Lebendgewicht: Ochsen vollfleischtge 1. Qualität 78—80, (Ausland Lebend­ gewicht 00—00), vollfleischige 2. Qualität 72—77, (Ausland Lebendgewicht 00—00), fleischige 65—70, (Ausland Lebendgewicht 00—00), mäßig genährte 00—00, (Ausland Lbdgew. 00—00), gering genährte 00—00; Bullen: vollfleischige 1. Qual. 75—78, 2. Qual. 67—73, mäßig genährte 59—66, (Schlachtgewicht: 1. Qualität 000—000, 3. Qualität 000—000, 3. Qualität 00—00). Lebendgewicht: Kühe und Kalbinnen vollfleischige 1. Qual. 69—75, 2. Qual. 63—68, ältere ausgemästete 51—62, mäßig genährte 42—50, gering genährte 33—41, gering genährtes Jungvieh 00—00; Kälber (Lebendgewicht): 1. Qual. 95—100, 2. Qual. 88 94, 3. Qual. 75—87; Schlachtgewicht: 1. Qual. 114—118, 2. Qual. 105—113, 3. Qual. 95—104; Schafe (Schlachtgewicht): Mastlämmer und jüngere Masthammel 100—115, ältere Masthammel, gering« Mastlämmer 000—000, gut genährte junge Schafe 00—00, geringe Hammel u. Schafe 00—00; Schweine (Fettschweine) über 150 Kg. 128—000, vollfleischige von 120 bis 150 Kg.128—129, von 100 bis 120 Kg. 118—000, von 80—100 Kg.108—000, unter 80 Kg. 93—00, Sauen 000—00, Bratenschweine 78—00, Schlachtgewicht: Fettschwetne über 150 Kg.145—162, vollfleischtge von 120—150 Kg. 150—162, von 100 bis 120 Kg. 000-000, von 80—100 Kg. 135-000, unter 80 Kg. 124—000, Sauen 00—00, Braten­ schweine 111—00. ────────── Allerlei. Allerlei. Ei« Erdbeben wurde in verschiedenen Städten Siebenbürgens verspürt. In Schaßpurg stürzten Schornsteine um. Die Mauern sind an vielen Stellen gesprungen. Tie Be­ völkerung flüchtete ins Freie. Verunglückt ist niemand. i _ j