Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom 1916-10-23. Unterstützt durch den Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE). Herausgeber: Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau (2016). Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International. Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk. Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut. 69. Jahrgang Nr. 289, 1916-10-23. Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt. (https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&db=100) Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet. 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Topraisar und Kobadinu genommen; der Feind wird l»erfolgt. — Erbitterte Kämpfe an der Somme. — Die Rnfsen on der NaraWwla erneut geworfen. ────────── überhaupt nichts übrig geblieben totoöre. Erst als die Markworstände die hollämndische Re­ gierung im Haag verständigt hatte e und diese eingriff, kam es zu einer Einigungig, uud der Markt konnte beginnen. Sie tieemüeridflte. Der beatme Verilicht. Im Westen nimmtt die Schlacht an der Somme ihren Fortgang. Trotz des gewaltigen Masseneinfätzes gelang es den Engländern nur bei Grandcourt—Pys Boden zu gewinnen, da­ gegen konnten wir zwischen Biaches und La Maisonette den Franzosen einige verlorene Gräben wieder abnehmen. An allen anderen Stellen wurden feindliche Angriffe abgeschla­ gen. Unsere Flieger schossen 12 feindliche Flug­ zeuge ab und unternahmen erfolgreiche An­ griffe aus feindliche Objekte hinter ihrer Frdnt. Im. Osten versuchten die Russen vergebens uns die kürzlich tijlnen abgenommenen Gräben wieder zu entreißen. An der Narajowka da­ gegen warfen die Unsern die russischen Trup­ pen erneut zurück.und nähme» fast 1000 Rus­ sen gefangen. Im Westen nimmtt die Schlacht an der < überhaupt nichts übrig geblieben totoöre. Erst Großes Hauptquartier.) Westlicher KriegsschanpdlaH. Front des Generalfeldniarschalls j Kronprinz Rnpprecht von Bayern... Im SomiMegebiet hülle der stcarke Feuerkampf an. v Zwischen Le Sars Eaucourt l'Abbahe An der siebenbürgischen Grenze sind die j scheiterten englische Angriffe im Nahkampf, «um-in-n an w et=.t=" «6er Me ®re" ä e , Ur °M« erfU ««[er ««."e« W^ng-. j " e”Z‘ am Kan», geworfen worden. An der Dreiländerecke tour- > seuer auf die feindlichen Sturmggräben An- ^ be eine russische Schützenbrigade fast völlig j griffsversuche. Vorstöße der Frannzosen über aufgerieben. , In der Dobrudscha hüben die Truppen Mackensens einen neuen Erfolg errungen und die Russen und Rumänen aus ihiren Stellun­ gen geworfen. Tuzla und Topraisar sind in unseren Händen. Der fliehende Feind wird verfolgt. Ueber 3000 Feinde sind bereits ge­ fangen. In Mazedonien haben jetzt deutsche Trup­ pen im Cernabogen angegriffen. An der italienischen Front wurden vier italienische Angriffe gegen den Roite-Rücken abgewiesen und im Brandtale eine italieni­ sche Kompagnie aufgerieben. Die englische Faust lagert, wie auf allen Neutralen, so auch auf Holland schwer. So wird vom Samstag aus dem' Haag geschrieben: Die Tyrannei Englands gegenüber Holland «me Lyranner rrngranos gegenuoer zguuano , v ■ ; ' zeigte sich heute friif) wieder ajgtf dem Jmuider t lustreichen Ansturm russische Bataaillone, uns! Fischmarkt. Der Markt konnte stundenlang bie am Westufer des Stochod kürzzlich genomnicht eröffnet werden, weil die Engländer aus menen Gräben zu entreißen; undd wiederum den Wortlaut ihrer Abmachungen bestanden, f brachte an der Narajowka ein Ailngpiff deuhSie haben Anspruch auf 35 Prozent der zum ! ^ er Truppen unter Fühirnng deies GenerälVerkauf kommenden Fischvorräte, was bei ei- " Majors von Gallwitz russische StellUungen nordnem Druchschnittsfang etwa 700 Kisten aus­ macht. Da aber die englische Flotte wieder eine Anzahl! holländischer Fischdampfer mit ih­ rem Fange beschlagnahmt und'nach Kirkwall gebracht hat, fehlte diese Menge auf dem holländischen Markte, wo überhaupt nur rund 700 Kisten angeführt waren. Auf diese erho­ ben die Engländer vollständigen Anspruch, so daß für den eigenen holländischen Verbrauch ────────── die Straße Saillh—Rancourt brachhen vor unsernen Hindernissen zusammen. Unsere Kampfgeschwader schütztzten in zahl­ reichen Luftangriffen die Beobachtrtungsflieger. 12 Flugzeuge des Gegners wunrdcn abge­ schossen, 4 liegen hinter unseren LLinien. 1 I Eine nächtliche Luftstreife austf Bahnhöfe und Munitionslager hinter der feindlichen i Front hatte großen, an Explosionenn und Bräu- | den beobachteten Erfolg. . , I fortgesetzt; beiderseits starke Entfaltung apFronit des deutsche« KronPrmntzeu. $ tilleristischer Mittel gab ihr auch gestern vorRege Artillerietätigkeit auf beeiden Maas- nehmlich an, dem Nordufer das Gepräge. Die Heeresberichte. Der deutsche Bericht. und Gebirgskämpse an. Der Rumäne hätte dabei schwere Verluste. ; ( Balkankriegsschnnplatzi. Hecresfronit des Gencralfcldmarschalls ! von aRedtitfew ! Die Kämpfe in der Dobrudfcha haben sich zu unseren Gunsten entwickelt. ' Die verbündeten, deutschen, bulgarischen ' und türkischen Truppen drangen an vär| schiedenen Punkten in die feindliche HauptstelWTB. Berlin, den 21. Oktobwer, mittags. | lung in der Linie südlich Rasowa (an der Do- Großes Hauptquartier.) Westlicher KriegsschanpdlaH. Front des Generalfeldniarschalls j Kronprinz Rnpprecht von Bayern... Im SomiMegebiet hülle der stcarke Feuerkampf an. v Zwischen Le Sars Eaucourt l'Abbahe An der siebenbürgischen Grenze sind die j scheiterten englische Angriffe im Nahkampf, «um-in-n an w et=.t=" «6er Me ®re" ä e , Ur °M« erfU ««[er ««."e« W^ng-. j " e”Z‘ am Kan», geworfen worden. An der Dreiländerecke tour- > seuer auf die feindlichen Sturmggräben An- ^ be eine russische Schützenbrigade fast völlig j griffsversuche. Vorstöße der Frannzosen über nau) Agamlar—Tuzla ein und nahmen Tuzla und die Höhen nordöstlich von Topraisar, nörd­ lich von Cocarges und nordwestlich von Mulciova nach heftigen Kämpfen. Wir machten dabei etwa 3000 Russen, darunter einen Rej gimentskomMandeur, auch einige Hundert Ru| INÄNPN ZA Gefangenen und erbeuteten 22 Ma| schinengewehre und einen Minenwexfer. Deutsche Flugzeuggeschwader beteiligten und Gebirgskämpse an. Der Rumäne hätte dabei schwere Verluste. ; ( Balkankriegsschnnplatzi. Hecresfronit des Gencralfcldmarschalls ! von aRedtitfew ! Die Kämpfe in der Dobrudfcha haben sich zu unseren Gunsten entwickelt. ' Die verbündeten, deutschen, bulgarischen ' und türkischen Truppen drangen an vär| schiedenen Punkten in die feindliche HauptstelWTB. Berlin, den 21. Oktobwer, mittags. | lung in der Linie südlich Rasowa (an der DoGroßes Hauptquartier.) Westlicher KriegsschanpdlaH. Front des Generalfeldniarschalls j Kronprinz Rnpprecht von Bayern... Im SomiMegebiet hülle der stcarke Feuerkampf an. v Zwischen Le Sars Eaucourt l'Abbahe An der siebenbürgischen Grenze sind die j scheiterten englische Angriffe im Nahkampf, «um-in-n an w et=.t=" «6er Me ®re" ä e , Ur °M« erfU ««[er ««."e« W^ng-. j " e”Z‘ am Kan», geworfen worden. An der Dreiländerecke tour- > seuer auf die feindlichen Sturmggräben An- ^ be eine russische Schützenbrigade fast völlig j griffsversuche. Vorstöße der Frannzosen über ufern. Oestlicher Kriegsschansplatz«. Front de» Generalfeldmarfchalls Prrinz Leopold von Bayern. Wieder bemühten sich in fruchhtlosem, ver’ westlich von Skamorochy in unsere : Hand. Ver­ gebliche Vorstöße brachten dem Feseinde neuen Verlust; 5 Offiziere, 150 Mann, , 7 Maschi­ nengewehre konnten gestern aus derer eroberten Stellung zurückgeführt werden. Front des Generals der KavalMerie Erz­ herzog Karl. An der siebenbürgischen Grerenze dauern bei Schneefall und Frost erfolgrweiche Wald- 8 jener an. «me Lyranner rrngranos gegenuoer zguuano , v ■ ; ' zeigte sich heute friif) wieder ajgtf dem Jmuider t lustreichen Ansturm russische Bataaillone, uns! Fischmarkt. Der Markt konnte stundenlang bie am Westufer des Stochod kürzzlich genomnicht eröffnet werden, weil die Engländer aus menen Gräben zu entreißen; undd wiederum den Wortlaut ihrer Abmachungen bestanden, f brachte an der Narajowka ein Ailngpiff deuhSie haben Anspruch auf 35 Prozent der zum ! ^ er Truppen unter Fühirnng deies GenerälVerkauf kommenden Fischvorräte, was bei ei- " Majors von Gallwitz russische StellUungen nordnem Druchschnittsfang etwa 700 Kisten aus­ macht. Da aber die englische Flotte wieder eine Anzahl! holländischer Fischdampfer mit ih­ rem Fange beschlagnahmt und'nach Kirkwall gebracht hat, fehlte diese Menge auf dem holländischen Markte, wo überhaupt nur rund 700 Kisten angeführt waren. Auf diese erho­ ben die Engländer vollständigen Anspruch, so daß für den eigenen holländischen Verbrauch ────────── Seite 2. Oestlicher Kriegsschauplatz^ Front des Generalfelpmars chatts Prinz Leopold von Bayer«. Vor der Mitt^der Heeresgruppe 'des Ge­ neralobersten von Woyrsch und westlich von Surf steigerte sich in einzelnen Abschnitten die beiderseitige Feuertätigkeit. Vorfeldkämpfe westlich der oberen Strypa veEesen für uns günstig. Unter Führung des Generals der Infanterie von Gevvk hüben deut­ sche Truppen nach den räumlich eng begrenzten, erfolgreichen Vorstößen der letzten Tage in einheitlichem Angriff zwischen Swistelniky und Skomorochy-Nowe den Feind erneut geworfen. Nur ein Meines Geländestück auf dem West­ ufer der Narajowka ist noch im Besitze des Gegners. Seine zwecklosen Gegenstöße scheiter­ ten: er Hütte schwere blutige Verluste. Wir machten 8 Offiziere und 74a Mann zu Gefan­ genen. | ! ; i I ! ( I 1 >1 II Kraut des Genorals der Kavallerie Er», herzog Karl. Trotz zäher Verteidigung der Zugänge ihres Landes sind rumänische Truppen an meh­ reren Stellen geworfen worden. De« bereits erstrittenen Geländebesitz tonnten uns Gegen­ stöße nicht entteißen. Bal>ka«llriegs sch «»Platz». Hevresfvonit des Geueralfewmarschalls von Mackensen. Tie am 19. Oktober begonnene Schlacht in der Tobrudscha ist zu unseren Gunsten ent­ schieden. Ter russisch-rnmänische Gegner ist nach schweren Verlusten auf der ganzen Front ans seinen schon im Frieden ansgebanten Stellun­ gen geworfen. Tie starken Stützpunkte Topraisar und Kobadinn sind genommen. Die verbündetenTruppen verfolgen. .Mazedonische Front. Die Kämpfe im Cernabogen sind noch nicht abgeschlossen. Deutsche Truppen haben dort angegriffen. Ter 1. Generalquartiermeister': Ludendorff. Da öftere. • nag. Bericht. WTB. Wien, den 21. Oktober. Amtlich wird verlautbart: Oestilicher Kriegsschauplatz^ In den ungarisch-rumänischen Grenzgebie­ ten wird weiter gekämpft. Die Leistungen der in Schnee und Frost und im schwierigsten Ge­ lände erfolgreich fechtenden Truppen sind über alles Lob erhüben. Nördlich der Karpathen bei den österr.-ungar. Streitkräften nichts von besonderer Bedeutung. Italienischer Kriegsschauplatz. Unsere Stellungen im Pasubio-Abschnitt stehen andauernd unter heftigem Geschütz- und Minenfeuer Mer Kaliber. Vor dem RoiteRücken bereitgestellte feindliche Infanterie wird durch unsere Artillerie niedergehalten. Vier italienische Angriffe gegen den Ostteil des Rückens wurden abgewiesen. Eine im Brandtale gegen die Talstellung vorgehende feind­ liche Kompagnie wurde aufgerieben. Wir hü­ ben 2 Offiziere, 159 Mann gefangen genom­ men und 10 Minenwerfer und sonstiges Mate­ rial erbeutet. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Bet stellvertretende Chef des Generalstabes: v.Hoefer, Feldmarschalleutnant. ────────── Der österr.-ung. Bericht. Seite 2. Oestlicher Kriegsschauplatz^ Front des Generalfelpmars chatts Prinz Leopold von Bayer«. Vor der Mitt^der Heeresgruppe 'des Ge­ neralobersten von Woyrsch und westlich von Surf steigerte sich in einzelnen Abschnitten die beiderseitige Feuertätigkeit. Vorfeldkämpfe westlich der oberen Strypa veEesen für uns günstig. Unter Führung des Generals der Infanterie von Gevvk hüben deut­ sche Truppen nach den räumlich eng begrenzten, erfolgreichen Vorstößen der letzten Tage in einheitlichem Angriff zwischen Swistelniky und Skomorochy-Nowe den Feind erneut geworfen. Nur ein Meines Geländestück auf dem West­ ufer der Narajowka ist noch im Besitze des Gegners. Seine zwecklosen Gegenstöße scheiter­ ten: er Hütte schwere blutige Verluste. Wir machten 8 Offiziere und 74a Mann zu Gefan­ genen. | ! ; i I ! ( I 1 >1 II Kraut des Genorals der Kavallerie Er», herzog Karl. Trotz zäher Verteidigung der Zugänge ihres Landes sind rumänische Truppen an meh­ reren Stellen geworfen worden. De« bereits erstrittenen Geländebesitz tonnten uns Gegen­ stöße nicht entteißen. Bal>ka«llriegs sch «»Platz». Hevresfvonit des Geueralfewmarschalls von Mackensen. Tie am 19. Oktober begonnene Schlacht in der Tobrudscha ist zu unseren Gunsten ent­ schieden. Ter russisch-rnmänische Gegner ist nach schweren Verlusten auf der ganzen Front ans seinen schon im Frieden ansgebanten Stellun­ gen geworfen. Tie starken Stützpunkte Topraisar und Kobadinn sind genommen. Die verbündetenTruppen verfolgen. .Mazedonische Front. Die Kämpfe im Cernabogen sind noch nicht abgeschlossen. Deutsche Truppen haben dort angegriffen. Ter 1. Generalquartiermeister': Ludendorff. Da öftere. • nag. Bericht. WTB. Wien, den 21. Oktober. Amtlich wird verlautbart: Oestilicher Kriegsschauplatz^ In den ungarisch-rumänischen Grenzgebie­ ten wird weiter gekämpft. Die Leistungen der in Schnee und Frost und im schwierigsten Ge­ lände erfolgreich fechtenden Truppen sind über alles Lob erhüben. Nördlich der Karpathen bei den österr.-ungar. Streitkräften nichts von besonderer Bedeutung. Italienischer Kriegsschauplatz. Unsere Stellungen im Pasubio-Abschnitt stehen andauernd unter heftigem Geschütz- und Minenfeuer Mer Kaliber. Vor dem RoiteRücken bereitgestellte feindliche Infanterie wird durch unsere Artillerie niedergehalten. Vier italienische Angriffe gegen den Ostteil des Rückens wurden abgewiesen. Eine im Brandtale gegen die Talstellung vorgehende feind­ liche Kompagnie wurde aufgerieben. Wir hü­ ben 2 Offiziere, 159 Mann gefangen genom­ men und 10 Minenwerfer und sonstiges Mate­ rial erbeutet. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Bet stellvertretende Chef des Generalstabes: v.Hoefer, Feldmarschalleutnant. WTB. Wien, den 22. Oktober. — Amtlich wird gemeldet: Oestlicher Kriegsschauplatz,. S Heerasfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. An der ungarisch-rumänischen Grenze dau­ ern die hefttgen Kämpfe unvermindert fort. An mehreren Stellen wurden die rumänischen Truppen geworfen. Hcercsfront das Generalfeldmarschalls Pwingen Leopold vo» Bayern. An der oberen Strhpa erfolgreiche Vorfeldkämpfe. Deutsche Truppen erstürmten die russischen Stellungen am Westuser der Nara­ jowka und warfen den Feind über den Fluß zurück. Nur ein kleines Geländestück ist noch im Besitz des Gegners. An Gefangenen wur­ den 8 Offiziere und 745 Mann eingebracht. Ftaltenipchrr Kriegsschauplatz. Der Tag verlief ruhig. Südlich des Tobkino-Sees wurde die anscheinend vom Sturm losgerissene Hülle eines italienischen Fessel­ ballons angettieben und geborgen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unveränderr. Cer stellvertretende Chef des Generalstiche»: v. H o e f e r, Feldmarschalleutnant. Der bulgarische Bericht. Sofia, 21. Lkt. Generalstabsbericht vom 20. ds.: 1 Mazedonische Front: Auf beiden Seiten der Eisenbahn Monastir—Flvrina leb­ haftes Geschntzfeuer. Der erbitterte Kampf am' Cernabogen dauert an. Die Serben entfal­ teten besondere Hartnäckigkeit, vorwärts zu kommen, wir wiesen jedoch alle Angriffe durch Feuer, an einigen Stellen durch Gegenangriff zurück. Feindliche Versuche gegen das Dorf Tarnovo und den Gipfel der Debro' Polje vorzurücken scheiterten. Im Moglenicatale das gewöhnliche Artilleriefeuer. Aus beiden Sei­ ten des Wardar nichts bemerkenswertes. Am Fuße der Belasica Plünina zerstreuten wir durch Feuer eine feindliche Kompagnie, die sich bei der Eisenbahn nördlich von Deve Tepe verschanzt hatte. An der Strumafront Pa­ trouillengefechte . Die feindliche Artillerie be­ schoß einige bewohnte Ortschaften vor derStellung sowie die Stadt Seres. An der Küste des ägäischen Meeres Ruhe. Rumänische Front: Gestern in der Dobrudscha nachhaltiges beiderseitiges Geschützfeuer zwischen der Eisenbahn und dem Meere. Sofia, 21. Okt. Amtlicher Generalstabs­ bericht: Mazedonische Front: Im Abschnitt des Dorfes Mezdscheli an der Eisenbahn Bitolia—Florina lebhafte Artillerietätigkeit. Ein von unseren Truppen im Cernabogen unter­ nommener Gegenangriss entwickelt sich erfolg­ reich: der Kampf dauert fort. Im Moglenicatal ist die Lage urwerändert: es ist nichts von Bedeutung zu melden. Zu beiden Seiten des Vardar vereinzelte Kanonenschüsse. Am Fuß der Belasica Planina Rühle. An der Strumafront 'lebhafte Artillerietätigkeit. Eine feind­ liche Aufklärungsabteilung beschoß mehrere be­ wohnte Ortschaften vor unserer Front und setzte das Dorf Barakli Dschumaja in Brand. Unsere Artillerie zerstteute beträchtliche feind­ liche Gruppen, die beim Brückenkopf von Jenikoe j(Rechori) arbeiteten. An der ägäischen Küste das gewöhnliche Kreuzen der feindlichen Schifte. Rumänische Front: Längs der Do­ nau Rühe. 4 In der Dobrudscha fanden am 19. und 20, Oktober ziemlich ernste Kämpfe statt. Sämtliche vorgeschobenen Stellungen des Feindes und ein Teil seiner Hauptstellung sind in unserer Gewalt. Wir nahmen bis jetzt 24 Offiziere und über 3500 Mann gefangen und erbeuteten 2 Kanonen, 5 Munitionswagen, 22 Maschinen­ ────────── Der türkische Bericht. gewehre und einen Minenwerfer. An derKüste des Schwarzen Meeres beschoß ein feindliches Schiff die Stadt Wangülia. , Der türkische Bericht. Konstantinopel, 21. Oft. Das tür­ kische Hauptquartier meldet: An der Tigris-Front ist eine Abtei­ lung feindlicher Kavallerie zerstreut und zur Flucht gezwungen worden nach einem von ihv veranlaßten Zusammentreffen Mit unseren Truppen und Freiwilligen. Kaukasusfront: Für uns günstige Scharmützel, bei denen wir eine Anzahl Ge­ fangene gemacht hüben. Auf unserem! linken Flügel hüben wir feindliche Erkundungspa­ tronillen mit Verlusten zurückgetrieben. An den anderen Fronten kein Ereignis von Be­ deutung. An der Dobrudscha-Fronthüben un­ sere Trüppen am 19. Oktober, zusammen mit den verbündeten Truppen angreifend, den Feind aus den vor ihnen liegenden besestigten Stellungen geworfen und in Unordnung zurückgettieben. Unsere tapferen Truppen, welche die befestigten Stellungen des Feindes auf der Linie Höhe 121 (nördlich von Kara Wadscha—Gehöft Sus-Ali Bei—Kokarges—Hö­ hle 122 besetzt haben, treiben den Feind weiter zurück und hüben seine Verfolgung aufgenom­ men. Während des Kampfes hüben wir 1500 Russen und Rumänen zu Gefangenen gemacht/ 7 Maschinengewehre, 2 Geschütze, 8 Munitions­ wagen und eine noch nicht festgestellte Menge von Waffen und Kriegsgerät erbeutet. Der stellv. Oberbefehlshaber,. ────────── Die Mannschaftsfrage. • Haag, 21. Oktober. Nach amerikanischen Darstellungen, die über London hierher ge­ meldet werden, ist die Frage, wiie England seine Heere verstäxken wird "keineswegs ein rein englisches Problem, sondern steht stark unter französischem Druck. Bekanntlich hüt Franfteich alle diensttauglichen Männer von 18 bis 50 Jahren eingezogen zur Deckung der gewaltigen Verluste bei Verdun und an der SomMe, so daß jetzt keine Reserven mehr zur Verfügung stehen. Denn die Aufstöberung von Drückebergern hat für den nötigen Mann­ schaftsersatz fast gar keine Bedeutung. Dajrum war die Hoffnung groß, daß. England mit der Ausbildung seiner neuen Rekruten genügend Fortschritte gemacht hätte, um einen größeren Teil der Front zu besetzen. Diese Hoffnung hüt sich aber nicht verwirklicht, wie man in Amerika ans den letzten Schlachtbetz richten von der Somme folgert. Darnach hü­ ben die Franzosen immer mehr nach Norden Stellung genommen. Anfangs war die SoMmefront zwischen Franzosen und Engländern ziemlich gleich verteilt, jetzt aber besetzen die Franzosen etwa drei Viertel und die Englän­ der nur noch ein Viertel im Norden. Deshalb wurde sofort, als diese Tatsache, durch Lord Northelifse bekannt gemacht wurde, ein Verjtteter Llohd Georges nach Frankreich geschickt, um darüber zu verhandeln, was geschehen müsse. Daran schloß sich in England die Be­ wegung für die Ausdehnung der Dienstpflicht auf Irland. Denn man sah! in England ein,, daß Me Hoffnung aufgegeben werden mutz,, wenn "die Vorstöße an der Somme nicht sofort größer erfolgen als man sie bisher hüt er­ zielen können . Diese Umstände sind infolge 'Des Druckes ,der an mehreren Stellen der Ostfront ans die Armeen der Zentralmächte ausgeübt wird, für England noch besonders günstig, sobald aber dieser Druck aufhören sollte, würden die geschwächten engliMfranzüsischen Truppen nicht mehr in der Lage sein, neue Vorteile zu gewinnen. Dies erkläre die rastlose Tätigkeitd er leitenden englischen Per­ sönlichkeiten für die Heeresausdehnung. —Die Regierung aber scheint nach amerikanischer Um­ sicht die Hoffnungslosigkeit dieser Versuche ein­ zusehen, die bisher keinerlei Erfolg gehabt haben. (Z.) - ────────── Vom westlichen Kriegsschauplatz Born westlichen KriegrschnnM Ter Kaiser im Weste«. WTB.j Berli n, den 22. Okt. (Amte.) Der Kaiser besuchte am 20. ds. an der West­ front in Mandern Württembergische und säch­ sische Truppen, sowie Teile der Garde und an­ derer preußischer Truppen. In Brügge und Zeebrügge begrüßte S.Majestät Marinetruppenteile und besichtigte Anlagen der Marine. 'Zum Tode verurteilt. Nach einer Havasmeldung aus Marseille wurde die 22jährige Marie Someno-Sancheu geb. Liebendal aus Düsseldorf wegen Spionage vom dortigen Kriegsgerichte einstimmig zum Tode derurteili. Tie Residenz des bei gischen Königspaares. Bon der unfreiwilligen Sommer- und Winterfrische La Panne, in die das belgische Königspaar seit nunmehr zwei Jahren ver­ bannt ist, sowie von dem Tageslauf König Alberts und seiner Gemahlin entwirft ein schwedischer Journalist das nachstehende an­ schauliche Bild. Die kleine Billa, so heißt es darin, in der die Königsfamilie wohnt, und die den stolzen Namen Palast trügt, ist von einem kleinen Gärtchen umgeben, das Kö­ nigin Elisabeth! in der Hauptsache selbst pflegt. Die königliche Familie führt dort ein einfaches und einförmiges Leben; die Dienerschaft ist auf das allernotwendigste eingeschränkt wor­ den. Früh am Morgen besucht König Albert die in der Nütze La Pannes gelegenen Lauft grüben, nach dem Frühstück unternimmt er mit seinen Söhnen meist einen Spazierritt längs der Küste. Wieder in den "Palast" zurückge­ kehrt, nimmt der König seine "Regiemingsgeschüftei" auf. Er verfügt über keinen Privatsekretär, sondern öffnet seine 'Briefe selbst und beantwortet sie allein, so gut er kann. Den Rest des Tages widmet er militärischen Angelegenheiten und der Besichtigung des ihm verbliebenen Landesbezirkes, den er in sei­ ner Eigenschaft als Oberbefehlshaber der Belgie scheu Armee täglich im Autolmpbil durjchfführt.' — WÄhbend dessen besucht Königin Elisabeth zusammen Mt der zehnjährigen PrinzessinMaria Dorothea das große Milttürlazarett, das sie aus eigenen Mitteln errichtet hüt, und das mehr als taufend Verwundeten Raum gewährt. Empfänge und Feste finden in der kleinen Villa zu La Panne niemals statt; kommt einmlal doch Besuch, wie etwa der Kö­ nig von England, so muß er mft der einfa­ chen Mahlzeit vorlieb nehmen, die die Kö­ chin — nicht einmal einen Koch! hüt das bel­ gische Königspaar — vorsetzen kann. Als ein­ zige Zerstreuung betreibt Königin Elisabeth! das Photographieren. Sie sammelt Mit gro­ ßem Eifer Kriegsphotographien und beabsich­ tigt, diese später in einem Buch zu vereinigen, Kurier für Nicderbahcrn. das ein vollständiges Bild des belgischen La­ gerlebens im europäischen Krieg wiedergeben soll. Auch Portraits nimmt die Königin mit Vorliebe auf; sie verfügt schon über eine ganz stattliche Anzahl solcher Bilder, in der vor al­ lem König Georg von England ,der sich in seiner bekannten Eitelkeit in de« verschieden­ sten Stellungen hat knipsen lassen, eine große Rolle spielt. Auch Poincarre, Joffre, Asquith und andere bekannte Männer der Zeit sind in der Photographiensammlung der belgischenKönigin vertreten. ────────── Gegen Rußland. GM Mtzland. Eine russische Brigade vernichtet. Budapest, 22. Okt. Der Pester Lloyd meldet: Bei dem' Vorstoß der verbündeten Truppen in der Dreiländerecke auf rumäni­ schen Boden wurde eine russische Schützenbri­ gade fast gänzlich vernichtet. Die zurückwei­ chenden russisch-rumänischen Truppen schlep­ pen die rumänische Landbevölkerung gewalt­ sam ins Innere mit. Ihre Versuche, Dörfer einzuäschern ,sind infolge des raschen Vor­ dringens der Verbündeten gescheitert. Neue Gewaltmaßnahimen gegen Finnland. Die Basler Nationalztg. «reibet ausStockjholm, daß es seit einiger Zeit den unter einer gewissen Altersgrenze stehenden Einwohnern Finnlands verboten sei, das Land zu verlast fen. Es würden zahlreiche Verhaftungen vor­ genommen. Auch fänden biete Hinrichtungen statt. ie der vor das Leben und an das Glück, wie jeder andere Mensch! So hatte sie, die Scheidungsklage einge­ reicht. Ihr Gatte war zurzett in einem Säe natorium in der Nähe Berlins. Als man ihm Mitteilung mächte, bekam er einen Wutanfall, und die Aufregung verschlimmerte sein Leiden. Er schrieb ihr, machte ih!r Vorstelf­ lungen und Vorwürfe und suchte sie zu be­ wegen, die Klage zurückzuziehen. Als alles nichts >half, bat und flehte er, gelobte Bes­ serung und schwur ihr Treue. Rose biß die Zähne fest zusammen und wankte nicht. Sie wußte ja, weshälb er sie nicht aufgeben wollte. Nicht ihre Person fesselte ihn,'sondern ihr Geld, das er brauchte. Sie hätte den Glau­ ben an ihn verloren und traute seinen Ver­ sprechungen nicht. Ihre Liebe für ihn war erfstorben; jetzt meinte sie oft, daß sie ihn nie­ mals geliebt hatte, nicht hätte lieben können. Sein Wesen hatte sie nur bestochen, sein lei­ denschaftliches Werben ihrer Eitelkeit geffchmeichell. Theodor von Born hatte sich aber dabei nicht beruhigt. Sobald es seine Kräfte erlaub­ ten, suchte er seine Frau auf und bestürmte sie von neuem. Es kam zu erregten Szenen, die jedesmal einen Stachel in ihrer Brust zurück­ anderthalb Jahren verstorbene Vater hinter­ lassen hätte, nicht aus unbestimmte Zeit und noch viel weniger ohne Angabe ihres Aufenb'hällsorts verreisen konnte. Das Geheimhalten aber war eine Haüptbedingung für Rose, denn sie wollte untertauchen, verschwinden, für ih­ ren Gatten unauffindbar sein. So mußte sie Ach also entschließen, allein fortzugehen u. zwar schon in den nächsten Tagen, ehe er zurückkehrte. Diese Aussicht 'belebte "sie, ihre Energie und ihre Kraft kehrte zurück und ließ sie ihr ganzes Augenmerk auf ihr Vorhäk ben richten, so daß die unliebsame Szene mit ihrem Gatten säst in den Hintergrund trat. Es war mckU zu überlegen und zu tun,, als sie gedacht hätte, und vor allem mußte es Mit fieberhafter Eile geschehen. Ohne Zögern ging sie sogleich ans Werkbestellte Leute, die die Möbel für den Speicher verpacken sollten, den sie gemietet hatte. Dem Wirt teilte sie mit, daß sie aus längere Zeit verreisen wollte und bezahlte die Miete für das kommende Vierteljahr ivoraus, künldtgte dem Mädchen und versah sich mit ^Geld­ mitteln. (Fortsetzung folgt.) ────────── Kriegsbriefe aus dem Westen. Kriegrbriese aus rem Westeu. [ Berlin, den 20. Oktober 1916. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten^ Der Kaiser bei der Armee -es deutschen Kronprinzen. Bon unsrem Kriegsberichterstatter. Im kronprinzlichen Hauptquartier, 17. Oktober 1916. Der Kaiser besuchte heute im Bereiche der Armee des deutschen Kronprinzen Tttzrppen, welche sich in den Kümpfen bei Verdun und an der Somme ausgezeichnet hüben. Als der Zug des Kaisers auf dem Bahnhöfe einer kleinen französischen Stadt einlief, begrüßte der Kronprinz seinen hohen Vatep, ber ihn herzlich umarmte und küßte. Zn Begleitung von Exzellenz von Luttwitz, Exzellenz von Lochow und anderer Generäle schritt der Kaiser die .Ehvenkompagnie ab., die von den tapferen Männern gebildet wurde, welche Fresnes^-EnWoewre gestürmt und seitdem Manchen an­ deren harten Kampf bestanden haben. Er zeich­ nete mehrere mit dem Eisernen Kreuz ge-" schmückte Mannschaften durch Ansprachen in herzlicher Form aus. Nachdem elr in eineM kleinen, als Orkskommandantur dienenden Häuschen mehrere Vorträge entgegengenom­ men Ihqtte, fuhr der Kaiser zu einer brandenburgischen Division, die auf freiem Felde in Biereckstellung der Ankunft des Monarchen harrte. Bei seinem Eintreffen liefen zweiVerwundetenpflegerinnen leichtfüßig dem Kraftwa­ gen entgegen und überreichten dem Kaiser ei­ nen großen Strauß bunter Herbstblumen, die von Verwundeten im Lazarettgarten gezogen Untier für Niederbatzer», waren. In Begleitung des Kronprinzen und der Generäle schritt der Kaiser die langen Reihen der Truppen ab, die ihn mit brausen­ den Hurrarufen empfingen und hielt dann mit heller, weithin über das ganze Blachfeld bis zum letzten Manne vernehmbarer Stimme fol­ gende Ansprache: "Kameraden! Ich bin hierher gekommen, umi Euch Grütze von den Kame­ raden an der Ostfront zu überbringen und ei­ nen vollen Dank für die Truppen auszuspre­ chen, die sich im Westen in gleich tapferer Weise und in steter Treue schlagen. Ganz be­ sonders freut es mich, bei meinen Brandenbur­ gern zu sein. Ueberall, wo die Brandenburger! eingesetzt worden sind, haben sie mit Aus­ zeichnung gekämpf." Der Kaiser gedachte dann seiner früheren Besuche bei diesen brandenburgischen Truppen und fuhr, fort. "Seither ist mancher schwere Kampftag über Eure Divi­ sion Unweggegangen. Manche, die mir da­ mals in die Augen geblickt haben, liegen heute unterm kühlen Rasen. Sie sind hinüberge­ gangen zur großen Armee, aber sie sind nicht umsonst gefallen. Sie haben ihr Leben für einen großen Zweck hingegeben und werden uns allen unvergeßlich bleiben. Wir Lebenden aber werden weiter kämpfen, bis keiner Mehir wagt, die Freiheit und Ehre unseres Vaterlandes anzutasten!" Der Kaiser schloß: "Ich spreche der Division meine vollste Anerkennung aus. Wie der Herr der Heerscharen uns alle segnen möge, so möge er Mit Euch sein, wenn Ihr wieder in die Schlacht geht. Dann schlagt Euch wieder wie die Brandenburger!" In seiner Dankaussprache bemerkte Exzellenz von Lochow: "Für uns Brandenburger gilt der alte brandenburgische Wahllspruch: "Wir sind Bau­ ern von geringem 'Gut und dienen unserem Markgrafen mit Hab und Blut". Wir müssen siegen, und wir wollen siegen und lieber bis zum letzten Mann verbluten, als unserm Geg­ ner weichen. Wir alle wünschen uns den An­ griff, wenn ihn Ew. Majestät befehlen sollte, um es denen heimzuzahlen, die gegen unseres Kaisers Friedenswillen, gegen unser Vatejrtfcmb, gegen unsere heiligen Gefühle gesiedelt haben. Gott gebe unseren neuen Taten ein glückliches Ziel!" Ter Kaiser nahm dann den Parademarsch der Division ab. Viel Vergnü­ gen bereitete dem Kronprinzen die stramMje infanteristische Ausbildung einiger Husarenab­ teilungen. Dann verteilte der Oberste Kriegs­ herr eigenhändig Eiserne Kreuze 1. und 2. Klasse. Große Freude wachte ihm sichtlich die Antwort eines mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichneten, einfachen Kanoniers, der auf die Frage, wofür er es erhallen, schlicht antwortete: "Weil ich immer meine Pflicht getan habe und nie von meinem Platze gewichen bin, Majestät." Der Kaiser schüttelle dem Mann warm die Hand, llopste i'hM! auf die Schüller und sagte: "Ich weiß, Sie werden Ihre Pflicht immer tun and nie von ihrem Platze weichen". Auf der Weitersahirl £ begrüßten überall die längs der Stjraßen auf­ gestellten Mannschaften der kämpfendenTruppe, der Resiutendepots und der Landstürmbatail­ lone den Kaiser und den Kronprinzen mit un­ geheurem Jubel. Der Herrscher besichtigte un­ ter Führung des Etappeninspekteurs ein von dem Kreise Wolorstädt für 100 Genesende ge­ stiftetes mustergültiges Soldatenerhvlungsheim und besuchte dann den Kronprinzen in dessen Hauptquartier. W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter. Der österreichische Ministerprä­ sident Graf Stürgkh ermordet. , WTB. Wien, den 21. Oktober. Ministerpräsident Graf Stürgkh ist« heute beim Mittagessen von dem Herausgeber einer hiesigen Zeitschrift namens Adler erschossen worden. Wählend Graf Stürgkh im Hotel "Meißl u. Schabn" das Mittagessen einnahm, trat der Schriftsteller Friedlich Adler an den Tisch heran und gab in rascher Aufeinanderfolge drei Schüsse auf den Ministerpräsidenten ab. Gras Stürgkh wurde in den Kopf getroffen und war sofort tot. j I Stürgkh hat fast .fünf Jahre auf dem denkbar undankbarsten Posten eines österreichi­ schen Ministerpräsidenten gestanden. Zn ihm wurde das Haupthindernis gegen eine Einbesufung des Parlaments in Oesterreich wäH!rend des Krieges erblickt. Gr siel aus seinem Posten, den er nach bestem Wissen und Gewisausgefülltn hätte, gestützt von dem Willen u. 58ertreuen seines Herrschers. Das Attentat. . Ueber den Hergang des Attentats gegen den Grafen Stürgkh! wird von authentischer Seite den M. N. N. mitgeteilt: Graf Stürgkh! befand sich wie alltäglich im Hotel Meißl und Schabn beim Speisen. In seiner Gesellschft befanden sich Frhr. Franz von Aehrenthal, ein Bruder des verstorbenen Ministers Grafen Aehrenchal, ferner der zufällig in Wien an­ wesende Statthalter in Tirol Graf Toggenburg und der Graf Attems. Der Attentäter Adler saß am Nebentische. Gegen 3 Uhr erhob sich Adler, ging am Tische des Grafen Stürgkh! vorüber und die beiden, die sich von ftühieh her schon kannten, grüßten einander. Unmit­ telbar darauf feuerte Adler aus einem Re­ volver aus nächster Nähe drei Schüsse gegen den Grafen Stürgkh ab, die diesen in den Kopf, in den Hals und in die Brust trafen. Graf Stürgkh stürzte zu Boden. Indessen warf sich Graf Toggenburg auf den Attentäter, um ihn festzuhalten. 'Während des Ringens zwi­ schen beiden entlud sich der Revolver noch einmal und die Kugel fügte dem Frhrn. von Aehventhal eine leichte Verletzung am Fuße ────────── ;gu. Indessen eilten andere Gäste dem Grafen Toggenburg zu Hilfe, stürzten sich aus den Attentäter und Metten ihn fest, woraus seine Verhaftung erfolgte. . ' Graf Stürgkh hatte indessen unmittel­ bar, nachdem er von der Kugel getroffen troiv den war, ausgelitten. Die Leiche blieb, so wie sie nach dem Niederstürzen gefallen war, Wegen, bis eine behördliche Kommission er­ schien und den Tatbestand aufnahm. Indessen wurde Frhr. von Aehrenthal verbunden und der Attentäter abgeführt. Auch einige Of­ fiziere sprangen vorher hinzu und wollten Ad­ ler festhalten. Dieser sagte: "Ich weiß, was ich getan hübe, ich lasse mich ruhig verhaften". Aus die Frage eines Offiziers: "Warum hüben Sie das getan?" erwiderte Adler: "Das werde ich vor Gericht selbst zu verantworten haben." Es stehlt gänzlich außer Zweifel, daß es sich bei diesem verdaMmönswerten Attentat einzig und allein Um die Tat eines wahnwitzi­ gen Fanatikers handelt. ; Ter Attentäter Dr. Friedrich Adlest ist 32 Jahrje alt und ein Sohn des bekannten sozialdemokratischen Par­ teiführers und Reichsratsabgeordneten Dr.Viktor Adler. Friedrich Adlet war zwar Partei­ sekretär der sozialdemokratischen Partei, aber -ec war es eigentlich nur dem Namen nach und galt gewissermaßen schon lange wegen seines verrückten Radikalismus als unangenehm em­ pfundener Außenseiter" der Partei. Friedrich Adler war Privatdozent an der Universität in Zürich und vermögend und lebte in den günstigsten Verhältnissen. Er ist mit einer Russin verheiratet. ────────── Tages-Uebersicht. TM-WerW. i Ihre Majestät die Kaiserin konnte gestern ihren 58. Geburtstag begehen. Der Kaisest überwies aus diesem Anlasse der National­ stiftung für die im Kriege Gefallenen, die un­ ter dem Protektorate der Kaiserin steht, die Summe von 100 000 Mark .. Sie Deutsche Kronprinzessin hat die Schirmherrschaft über die Organisation der GoldschmucksaMmIlung für die Reichsbank über­ nommen. Der Anregung vaterlandsliebender Frauen und Männer entsprungen, hat der ©e? Danke ,dem Goldschatz der Reichsbank durch! Sammlung von GoldschMuck und Goldgeräten int Wege des Ankaufs eine neue Quelle zu er­ schließen, in allen Teilen des Reichs und in allen Schichten der Bevölkerung lebhaften Wi­ derhall gefunden. Die bisher erzielten Er­ folge legen für den das ganze deutsche Volk beseelenden unbeugsamen Geist und Sieges­ willen ein erneutes Zeugnis ab. Angehörige aller Berufskreife sind in den Dienst die serbedeutsamen Sache getreten, und Arme und Reiche haben bereits gewetteifert, durch Ver­ äußerung ihrer Goldsachen zur Stärkung der finanziellen Wehst des Vaterlandes beizutra­ gen. Von den westlichen Landesteilen ausge­ hend, hat der Goldschmuckankauf sich allmäM Ach Über den Süden, Norden und Osten ausge­ breitet; in Großberlin steht die Estöffnung Don Goldankaufsstellen unmittelbar bevor. Nachdem auf diese Weise die Organisation im ganzen Reichsgebiet vollendet ist, hat nunmehr Ihre Kaiserl. und Kgl. Hoheit die Frau Kron­ prinzessin sich als Schirmherrin an die Spitze der Gesamtorganisation gestellt. Sicherlich wird dies für alle Kreise der Bevölkerung ein An­ sporn fein, an dem wahrhaft vaterländischen Werk tätig mitzuhelfen. Es darf 'hierin zu­ gleich aber auch eine Bürgschaft dafür erblickt werden, daß es gelingen wird, das durch die GoldschmucksaMmIung erstrebte Ziele in vollem Umfange zu erreichen. Prinz Heinrich von Preußen wurde vom Kaiser zum Großadmiral ernannt. Frhr. von Rheinbaben bleibt. Die Nach­ richt einer Berliner Zeitung, daß Oberpräsi­ dent Staatsminister Fsthr. von Rheinbaben demnächst aus seinem Amte scheiden werde, ist nach der an amtlicher Stelle vorliegenden Nachricht unzutreffend. Frhst. v. Rheinbaben ist allerdings vor einigen Wochen erkrankt. Kartofselenteignnnge». Der Landrat des Landkreises Bielefeld ordnete, wie gemeldet wird, die Enteignung der Kartoffeln wegen Zurückhaltung durch die Erzeuger an. — DM Kommunaloerband Paderborn leitete die allge­ meine Enteignung der Kartosfelnr zum Preise von 2,50 Mark ein. Eine Einheitstvurst zu Einheitspreisen wird künftig in Berlin vom MaUistrat herge­ stellt und in den Metzgerläden verkauft. Eine Beschwerde der Metzger übest diesem Eingriff in ihr Gewerbe ist als unbegründet abgewiesen. Um den Dhron von Abbcssiniien. Franzö­ sische Blätter melden aus Adis Abbeba: Ras Mikael sammelte bedeutende Strcitfräfte und schickt sich anscheinend an, den Kampf mit den Bei Ankober zusammengezogenen auf Verstär­ kungen wartenden Regierungstrulppen aufzu­ nehmen. Japan und China. Laut Rußkoje Slowo rief die Nachricht, daß Rußland seine Rechte auf den ihm zustehenden Anteil am derBoxerentschädigung an Japan abgetreten habe, in Peking große Aufregung hervor. Die Ab­ tretung bedeute eine Vergrößerung der Rechte Japans auf die Kontrolle der chinesischen Fi­ nanzen. In Peking betrachte man einen der­ artig folgenschweren Schritt ohne das Einver­ ständnis Chinas als unzulässig. Es besteht aber sichere Aussicht, daß er in absehbarer Zeit wieder vollständig hergestellt sein wird, und seine amtliche Tätigkeit in vollem Umfange wieder aufnehmen kann.Hiermit entfallen auch alle Vermutungen über jeine ■ Nachfolge. (WTB. Amtl.) ■ Kaiser Franz Joseph hat in einem Aller­ höchsten Handschreiben seinen Armtee- undFlottenbeföhl an Feldmarschall Erzkherzog Fried­ rich übertragen. | Kardinal Mercier hat einem neuen Hir­ tenbrief erlassen, der eine Reih« neuer Ver­ hetzungen gegen uns und ein (Gebet zu den Schutzengeln der Alliierten enthüllt. DasTreiben dieses Kardinals grenzt an Wahnwitz. Da es aber geeignet ist, die Bevölkerrung Belgiens gegen unsere Soldaten auszuhetzeen, muß denn doch einmal verlangt werden, darß unsere Re­ gierung ihre bisher bewiesene ! Lammsgeduld ablegt und mit fester Hand die Drcohne aus dem Bau entfernt, ehe sie allzugrwtzen Schaden stiften kann. ; ■ , Grütze nicht durchWagcn! In manchen Kochbüchern^ sogar Kriegskojchibüichestn, findet sich die Anweisung, Suppen vom Grütze oder Flvcken durchzuschlagen. Dies wllderspricht den Geboten der zweckmäßigsten und billigsten Er­ nährung genau so, wie das Kochhen geschälter Karltoffeln,j das jetzt geradezu verpönt sein sollte. Die in Hafer- und Gersttengrütze odckr Flocken enthaltenen Kleieteile ftmb der nahr­ hafteste Teil des Kornes, weil am reichsten an Eiweiß und Nährsalzen. Site fortzuwers fen und nur das ausgekochte Srtärkemehl zu genießen, ist in der jetzigen fleisscharmen Zeit doppelt verkehrt. Stärkemehl emthält unsere Kriegskost ohnehin genug, aber Eiweiß und tztährsalze weniger. Wessen Gefckhmack so Oer? wähnt ist, daß er kein Schrot beiträgt, sollte schleunigst umlernen und wird sellber den größ­ ten Nutzen für feinen Körper davom haben.Aus­ nahmen wären höchstens bei Krancken und Sau g!lingen zu billigen. Warg. Ehjrlich ────────── Bayerische Nachrichten. Bayerische toWee. Bayerns Vertretung bei der Vorbereitung zur Nebergangswirtschaft. AufGrund derBundesratsverordnung über die Bestlellung eines Reichskommissars für die Uebergamgswirtschast wurden acht Mitarbeiter des Reichskommissars ernannt. Für Bayern wurde dem M. N. N. zufolge der Generaldirektor der Maschinen­ fabrik Augsburg-Nürnberg, Gehermer Baurat Reichsrat Dr. von Riepel ernannt. Landratszuschüsse. Die Zuschmffe der acht Landräte zur Förderung des Feuerlöschwesens belaufen sich im Jahre 1916 auf 36 950 Mk. | Es leisten Oberbahern 7 800 Mk., Miederbahestn i 3 450 Mk., Pfalz 2 000 Mk., Oberpfalz 2 400 1 Mk., Ooerfranken 6 200 Mk., Mittelfranken 6500 Mk., Unterfranken 2 100 Mk. und Schwa­ ben 6 500 Mk. i Der städt. Lebensmittek-Bersorgungsausschuß in München beschloß, um den Milchbev darf der Säuglinge sowie der schwangeren und stillenden Frauen sicherzustellen ,die sofortige Einführung einer Milch-Vorzugskarte. Ferner wurde einstimmig beschlossen, bei der Bayer. Fleischversorgungsstelle vorstellig zu werden, wegen einer Erhöhung des der Stadt München zuzuweisenden Fleischkontingents. Den Schwerarbeitern wurde eine wöchentWheFleischzulage von 195 Gramm bewilligt. Es komlmen in München hierfür etwa 9000 Person nen in Betracht. ────────── Allerlei. Wklki. Gefährliches Spielzeug. In München spielte ein vierjähriger Kutschers söhn in der elterlichen Wvhnung mit einem.auf der Dult gekauften blechernen Hahn, der mit einem Mundstück zum Hineinblasen verfehlen war.Das Mundstück teste sich plötzlich los und blieb im Halse des Knaben stecken, der jämmerlich ersticken mußte. Unbekannter Selbstmörder. In einem' Gasthause in München wurde ein Mann tot aufgefunden, der sich vergiftet hätte. i Tod in den Flammen. Vermutlich durch ein weggeworfenes Zündholz gingen die Klei­ der der gelähmten Monteursfrau JraxMäier in Memmingen in Feuer auf, bfe in ihstewl hilf­ losem Zustand bei lebendigem "Leibe verbren­ nen mußte. Ehe Hilfe kam, war der Tod bereits eingetreten. Das in der Wohnung be­ findliche eineinhalb Jahre alte Kind konnte rechtzeitig gerettet werden. Im Scherz hängte sich der Taglöhner I. Limmer von Vohburg an einem Waschseil auf. Als seine Frau sah, däß ihr Mann sich erhängt hätte, vergaß sie im Schrecken^ den Strick ab­ zuschneiden. Bis Hilfe kam, war der Tod bereits eingetreten. Tödlicher Unfall. Die 21jährige Bauern­ tochter Barbara Rens aus Viereth bei Bamt­ berg, die ihren im Lazarett befindlichen Brujber besuchen wollte, sprang rückwärts aus ei­ nem Straßenbahnwagen uni) erlitt dabei so schwere innere Verletzungen, daß ihst Zustand hoffnungslos ist. Sie wurde in das Lazarett gebracht, in welchem ihr Bruder erst vor ei­ nigen Tagen als verwundeter Krieger AuftnahMe gefunden hat. Die Folgen eines Scherzes. Der lOjähst. Svhn des im Felde stehenden Schmiedes Jul. Jung in Hundheim, befestigte tot Spiel einen Strick an einer, Haselstaude. Als man den Jungen auffand, hing er tot an dem Strick. Er war bei seinen Großeltern tot Oberweiler Tale auf Besuch. Ans der Jagd verunglückt. Bei einer Treibjagd in der Gemarkung Birkenhördt (Pf.) wurde der Rechtsanwalt Gümbel, der an der Jagd teilgenommen hatte, schwer verletzt auf­ gefunden. Ins Krankenhaus überführt, starb er, er dürfte das Opfer eines noch nicht auf­ geklärten Jagdunfalles, geworden fein. ────────── 1916 der gegenüberllegende Gegner durch ge­ waltsame Erkundung festzustellen war, meldete sich Fried! abermals freiwillig und kroch, nach­ dem er sich vorher auf mehreren Gängen über das Zwischen gelände und das feindliche Hin­ dernis wie über die Postenausstellung im eng­ lischen Graben ausreichende Kenntnis ver­ schafft hätte, am frühen Morgen durch den dreifachen Drahtverhau, um sich sodann Engere Zeit an der Brustwehr der feindlichen Deckung auf die Lauer zu Wegen. Als endlich ein eng­ lischer Unteroffizier durch den Graben da­ herkam, schoß, er ihn nieder,-sprang hinunter und nahm dem Gefallenen Gasschutzlmsiske,; Stahlhelm und Pistole ab, worauf er noch einen hinzueilenden zweiten Gegner in die Wucht jagte und mit wertvollen Nachrichten über den gegenüberstehenden Truppenteil, den Ausbau der englischen Stellung und die Stärke des Hindernisses zur Kompagnie zurückkehrte. Die Brust des wackeren Unteroffiziers schmückt nunmehr die Goldene Medaille. Deggendorf« 21. Oft. (Der Militärvepdienstorden 4. Kl. nt. Schw.) wurde dem Hauptterie 2. Aufg. hier verliehen. mann Friedrich Schreck der Landwehv-Jnfan- ────────── Dienstesnachrichten. Dieustesulchriihte«. Justizverwaltung. Der Aufseher bei dem Zuchthause Straubing Stephan Hohlweg wurde in* gleicher Diensteseigenschaft in etatsm. Weise an die Gefangenanstalt St. Georgen-Bahreuth versetzt. ftiua«. Laudshut, 23 Oktober. —*Das EiserneKreuz wurde dem Che-vauxleger Hrn. Bonaventura Reuthmeier,'Sohn der Taglöhnerseheleute Reithmeier in Ach»dors verliehen.' w —’ Der Mtlitärverdienstord en 4. Klasse mit Schwertern wurde dem Leutnant der Landwehr-Infanterie 1. Aufg. HerrnKarl Haberkorn von hier verliehen. —* Auf dem Felde der Ehre fiel in den schweren. Kämpfen an der Somme Herr Simon Mittermeier, Waffelbäüer der Landshuter Bisquit- und Keksfabrik hier. —* In der Dobrudscha hatte nach den erfolgreichen Kämpfen der Unsern bei Tutrakan,. Silistria und (Saroomef der Feind an den Trajanswall zurückweichen müssen, wo er sich unter schleuniger Heranziehung frischer russischer und rumänischer "Truppen "in den schon im Frieden vorbereiteten Stellungen ver­ schanzte. Auch die Unseren hatten neue Vor­ bereitungen zu treffen und erst am 19. begann der allgemeine Ansturm der Avrfiee Macken­ sens gegen die feindliche Front, die nun, nach zweitägigem Kämpfe geworfen ist. Tuzla,Cobatinu und Topraisar wurden genommen und unsere Truppen stießen bereits bis Muhiova vor, das nur noch 20 Kilometer von Constanza entfernt ist. Der fliehende Feind wird verfolgt und es werden die nächsten Tage zei­ gen, ob es Hm nochmals gelingt, vor Constantza Halt zu machen, bei der rücksichtslosen Verfolgung, die wir von Mackensen gewohnt sind, ein schweres Unternehmen. —* Gras Stürgkh ermordet. Dev österr. Ministerpräsident ist das Opfer eines Mörders geworden, der aus politischem Fa­ natismus die Waffe gegen ihn erhob. Ge­ gen den Grasen hatte sich eine 'Menge von Abneigung,, ja Feindseligkeit entwickelt, was nicht Wunder nehmen darf, da in Oesterreich bereits jahrelang das Sicherheitsventil desParlamentarismus verschlossen ist. Diese Ver­ dichtung der politischen Leidenschaften dürfte, wie seinerzeit zum Morde an dem Abgeord­ neten Schühmeier, so auch zum Morde an bebt 1 Grafen Stürgkh geführt haben. Durch StürMs ganze Amtstätigkeit zieht sich das vergebliche Bemühen um den deutsch-tschechischen Aus­ gleich, ein Gegenstand, der die heftigsten Lei­ denschaften entzündet hat. Das Erbe das der Ermordete hinterläßt, ist kein leichtes und stellt seinen. Nachfolger vor eine harte Probe seiner ────────── Lokales. Dieustesulchriihte«. Justizverwaltung. Der Aufseher bei dem Zuchthause Straubing Stephan Hohlweg wurde in* gleicher Diensteseigenschaft in etatsm. Weise an die Gefangenanstalt St. Georgen-Bahreuth versetzt. ftiua«. Laudshut, 23 Oktober. —*Das EiserneKreuz wurde dem Che-vauxleger Hrn. Bonaventura Reuthmeier,'Sohn der Taglöhnerseheleute Reithmeier in Ach»dors verliehen.' w —’ Der Mtlitärverdienstord en 4. Klasse mit Schwertern wurde dem Leutnant der Landwehr-Infanterie 1. Aufg. HerrnKarl Haberkorn von hier verliehen. —* Auf dem Felde der Ehre fiel in den schweren. Kämpfen an der Somme Herr Simon Mittermeier, Waffelbäüer der Landshuter Bisquit- und Keksfabrik hier. —* In der Dobrudscha hatte nach den erfolgreichen Kämpfen der Unsern bei Tutrakan,. Silistria und (Saroomef der Feind an den Trajanswall zurückweichen müssen, wo er sich unter schleuniger Heranziehung frischer russischer und rumänischer "Truppen "in den schon im Frieden vorbereiteten Stellungen ver­ schanzte. Auch die Unseren hatten neue Vor­ bereitungen zu treffen und erst am 19. begann der allgemeine Ansturm der Avrfiee Macken­ sens gegen die feindliche Front, die nun, nach zweitägigem Kämpfe geworfen ist. Tuzla,Cobatinu und Topraisar wurden genommen und unsere Truppen stießen bereits bis Muhiova vor, das nur noch 20 Kilometer von Constanza entfernt ist. Der fliehende Feind wird verfolgt und es werden die nächsten Tage zei­ gen, ob es Hm nochmals gelingt, vor Constantza Halt zu machen, bei der rücksichtslosen Verfolgung, die wir von Mackensen gewohnt sind, ein schweres Unternehmen. —* Gras Stürgkh ermordet. Dev österr. Ministerpräsident ist das Opfer eines Mörders geworden, der aus politischem Fa­ natismus die Waffe gegen ihn erhob. Ge­ gen den Grasen hatte sich eine 'Menge von Abneigung,, ja Feindseligkeit entwickelt, was nicht Wunder nehmen darf, da in Oesterreich bereits jahrelang das Sicherheitsventil desParlamentarismus verschlossen ist. Diese Ver­ dichtung der politischen Leidenschaften dürfte, wie seinerzeit zum Morde an dem Abgeord­ neten Schühmeier, so auch zum Morde an bebt 1 Grafen Stürgkh geführt haben. Durch StürMs ganze Amtstätigkeit zieht sich das vergebliche Bemühen um den deutsch-tschechischen Aus­ gleich, ein Gegenstand, der die heftigsten Lei­ denschaften entzündet hat. Das Erbe das der Ermordete hinterläßt, ist kein leichtes und stellt seinen. Nachfolger vor eine harte Probe seiner Fähigkeiten. Doppelt bedauerlich ist dieMordtat zur gegenwäritgen Zeit, in der sich unseive Feinde an jeden Strohhalm klaimimern, der ihtnen die Hoffnung gibt, daß innere Unruhen uns zermürben könnten. Sie werden sich aber auch diesmal täuschen. Wähl ist ein Mann, des­ sen Wort Gewicht hatte gefallen, das System, dessen Vertreter er war, wird bleiben, zum Nutzen der verbündeten Monarchie. Auch bei uns findet diese neue Mordtat, die Oesterreichs inneren Frieden erschüttert, tiefste Verabscheu­ ung« dach darf wohl die feste Ueberzeugung gehiegt werden, daß die berufenen KreiseOesterreichs mit starker Hand das Staatsschiss weiter führen werden, um den tapferen Armeen un­ seres Bundesgenossen den notwendigen poli­ tischen Rückhalt in der Heimat zu geben. —* Kartoffelernte. Das Kriegsmini­ sterium hat die stellt). Generalkommandos und die Standortältesten sämtlicher Friedensstand­ orte angewiesen, mit Rücksicht auf die durch die Frostgefahr verschärfte Dringlichkeit der völligen Einbringung der Kartoffelernte al­ len Anforderungen aus militärische Hilfelei­ gene und Beurlaubte nicht ausreichen, sollen Mannschaften kommandiert werden. Bei der Kommandierung hüben die Arbeitgeber neben der Verpflegung und der Löhnung die Fahrtkosten nach dem MMtKrtarif und eine Arbeitszu­ lage von 50 Pfg. für den Kopf und Tag zu tragen. —* Der gestrige Sonntag brachte uns zwar keinen Schneefall, wie die Selben vorher­ gehenden Tage, dafür aber eine Kühle, fast winterliche Temperatur. Nur in den Mittags­ stunden kam die Sonne hinter den Wolken her­ vor, doch vermochten ihre Strahlen die Tem­ peratur nicht allzusehr zu beeinflussen. Der Ausfkugsverkehr war daher gestehn kein be­ sonders reger, dafür hatten die hiesigen Wirt­ schaften abends einen lebhaften Zuspruch. —* Das Wohltätigkeitskonzert Humpert—Neudel—Müller-Herneck das aw letzten Donnerstag im Stadttheater stattfand, erbrachte 260 Mark Reinertrag, der zu Gunsten der Hinterbliebenen des 2. Landw.-Jnf.-Rgtsi. Verwendung findet. Stimme» ms bcm Publikum. SDte Redaktion übernimmt für (Stnfenbunaen unter dies« Rubrik dem Publikum -aeartßf'i’r keine Re^annvortuno Eierpreise. r Zur Aufklärung der Stimmen aus dem Publikum vom 20. ds. Mts., diene folgendes: Der Einkaufspreis für eingelegte Kalk­ eier ist 10—11 Pfennig per Stück, nicht wie geschrieben 8—10 Pfg. Dazu kommen dann die anfallenden Kosten, wie Arbeitslöhne, Ab­ fall für schlechte und Bruch beim Einlegen, Auslagen für Bassins oder Geschieh,"Kalk und Kellermiete, 'Abfall für schlechte öder sauepe und Bruch beim Herausnehmen und Arbeits­ löhne, hiezu noch 6 Prozent Zinsen. Es steh! also das Stück über 13Pfg. Bei dem Verkaufs­ preis von 15 Pfg. beziehungsweise 14 Pfg!. für Kleine bleibt ein Reingewinn von nicht' ganz leinhalb Pfg. per Stück. Ein beteiligter Eierhändler. Mindergewicht von Semmeln. Zu der gestrigen "Stimme aus betn 1 Publi­ kum" sendet uns die hiesige Bäckerzwangs­ innung folgende Erwiderung: , Dem Einsender, der es als gar keine Seltenheit bezeichnet, daß auch hier Miniatur­ semmeln von nur knapp 30 GräMm Gewicht anzutreffen sind, diene Folgendes zur "Aufklä­ rung: Wöhl ist es möglich, daß vielleicht hin und wieder eine Semmel. nur 30 GraMm Gewicht hat, sicherlich haben aber dann solche Sem­ meln Kolleginnen, die 45, ja sogar 50 Graiäml haben. (Letzteres natürlich wird nicht an die große Glocke gehängt!) Das kommt nun da­ her, weil die seit Jahren in sämtlichen Bäcke­ reien eingeführten Teigteilmaschinen 30 Stück Semmeln aus einmal abwiegen und da kann sehr leicht bei nur etwas unachtsamem Arbei­ ten vorkommen, daß das Abwiegen ungleich vor stungen zu entsprechen. — Wenn Kriegsgefan ────────── Stimmen aus dem Publikum. Fähigkeiten. Doppelt bedauerlich ist dieMordtat zur gegenwäritgen Zeit, in der sich unseive Feinde an jeden Strohhalm klaimimern, der ihtnen die Hoffnung gibt, daß innere Unruhen uns zermürben könnten. Sie werden sich aber auch diesmal täuschen. Wähl ist ein Mann, des­ sen Wort Gewicht hatte gefallen, das System, dessen Vertreter er war, wird bleiben, zum Nutzen der verbündeten Monarchie. Auch bei uns findet diese neue Mordtat, die Oesterreichs inneren Frieden erschüttert, tiefste Verabscheu­ ung« dach darf wohl die feste Ueberzeugung gehiegt werden, daß die berufenen KreiseOesterreichs mit starker Hand das Staatsschiss weiter führen werden, um den tapferen Armeen un­ seres Bundesgenossen den notwendigen poli­ tischen Rückhalt in der Heimat zu geben. —* Kartoffelernte. Das Kriegsmini­ sterium hat die stellt). Generalkommandos und die Standortältesten sämtlicher Friedensstand­ orte angewiesen, mit Rücksicht auf die durch die Frostgefahr verschärfte Dringlichkeit der völligen Einbringung der Kartoffelernte al­ len Anforderungen aus militärische Hilfelei­ gene und Beurlaubte nicht ausreichen, sollen Mannschaften kommandiert werden. Bei der Kommandierung hüben die Arbeitgeber neben der Verpflegung und der Löhnung die Fahrtkosten nach dem MMtKrtarif und eine Arbeitszu­ lage von 50 Pfg. für den Kopf und Tag zu tragen. —* Der gestrige Sonntag brachte uns zwar keinen Schneefall, wie die Selben vorher­ gehenden Tage, dafür aber eine Kühle, fast winterliche Temperatur. Nur in den Mittags­ stunden kam die Sonne hinter den Wolken her­ vor, doch vermochten ihre Strahlen die Tem­ peratur nicht allzusehr zu beeinflussen. Der Ausfkugsverkehr war daher gestehn kein be­ sonders reger, dafür hatten die hiesigen Wirt­ schaften abends einen lebhaften Zuspruch. —* Das Wohltätigkeitskonzert Humpert—Neudel—Müller-Herneck das aw letzten Donnerstag im Stadttheater stattfand, erbrachte 260 Mark Reinertrag, der zu Gunsten der Hinterbliebenen des 2. Landw.-Jnf.-Rgtsi. Verwendung findet. Stimme» ms bcm Publikum. SDte Redaktion übernimmt für (Stnfenbunaen unter dies« Rubrik dem Publikum -aeartßf'i’r keine Re^annvortuno Eierpreise. r Zur Aufklärung der Stimmen aus dem Publikum vom 20. ds. Mts., diene folgendes: Der Einkaufspreis für eingelegte Kalk­ eier ist 10—11 Pfennig per Stück, nicht wie geschrieben 8—10 Pfg. Dazu kommen dann die anfallenden Kosten, wie Arbeitslöhne, Ab­ fall für schlechte und Bruch beim Einlegen, Auslagen für Bassins oder Geschieh,"Kalk und Kellermiete, 'Abfall für schlechte öder sauepe und Bruch beim Herausnehmen und Arbeits­ löhne, hiezu noch 6 Prozent Zinsen. Es steh! also das Stück über 13Pfg. Bei dem Verkaufs­ preis von 15 Pfg. beziehungsweise 14 Pfg!. für Kleine bleibt ein Reingewinn von nicht' ganz leinhalb Pfg. per Stück. Ein beteiligter Eierhändler. Mindergewicht von Semmeln. Zu der gestrigen "Stimme aus betn 1 Publi­ kum" sendet uns die hiesige Bäckerzwangs­ innung folgende Erwiderung: , Dem Einsender, der es als gar keine Seltenheit bezeichnet, daß auch hier Miniatur­ semmeln von nur knapp 30 GräMm Gewicht anzutreffen sind, diene Folgendes zur "Aufklä­ rung: Wöhl ist es möglich, daß vielleicht hin und wieder eine Semmel. nur 30 GraMm Gewicht hat, sicherlich haben aber dann solche Sem­ meln Kolleginnen, die 45, ja sogar 50 Graiäml haben. (Letzteres natürlich wird nicht an die große Glocke gehängt!) Das kommt nun da­ her, weil die seit Jahren in sämtlichen Bäcke­ reien eingeführten Teigteilmaschinen 30 Stück Semmeln aus einmal abwiegen und da kann sehr leicht bei nur etwas unachtsamem Arbei­ ten vorkommen, daß das Abwiegen ungleich vor stungen zu entsprechen. — Wenn Kriegsgefan sich geht, was aber dann die einen Semmeln zu klein sind, sind die andern wieder zu groß. Auf keinen Fall hat der betreffende Bäcker­ meister einen Gewinn /sondern in dem Falle nur derjenige, der von diesen 30 Stück die größ­ ten erwischt hat. Also: liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst, vergönne Hin heute die grö­ ßere Semmel, iiporgen ist das Glück vielleicht auf Deiner Seite. Auch die Behörde hat diese Begründung Engst anerkannt und hat deshalb Teig- oder Preßgewicht vorgeschrieben und nicht Semmeldetailgewicht. Däckerzwangsinnung Landshut. ────────── Letzte Posten. Letzte Posten. ISer Nachfolger des Grafen Stürgkh. i Wien, 23. Oft. In politischen Kreisen verlautet, daß Dr. Körber als Nachfolger des Ministerpräsidenten Gras Stürgkh in Aussicht genommen ist. Sei dies, der Fall, so sei eine neue Bildung des gesamten Kabinetts notwen­ dig. , , Versenkt. ■ Nach Llohdsmeldungen wurde der norwe­ gische Dampfer "Fulvio" versenft. Die Mann­ schaft sei gerettet. Ferner seien drei englische Leichter ebenfalls versenkt, die Besatzungen ge­ rettet worden. Der Prozeß Ghenadiew. Sofia, 21. Oft. (Meldung der bulg. Te­ legraphenagentur.) Der Prozeß des Closieres« welcher am 6. September vojr beim Kriegsgericht begonnen hatte, ist heute zu Ende gegangen! Ghenadiew ist wegen Hochverrats zu 10 Jähren Zwangsarbeit, die angeklagten Sobranjensitglieder und die den Handelskreisen angehörigen Angeklagten sind zu 8 Jahren Zwangsarbeit verurteilt worden, die dem Kaustnannsstande angehörenden wurden freigesprochen. ────────── Der bulgarische Bericht. WTB. Wien, den 22. Oktober. — Amtlich wird gemeldet: Oestlicher Kriegsschauplatz,. S Heerasfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. An der ungarisch-rumänischen Grenze dau­ ern die hefttgen Kämpfe unvermindert fort. An mehreren Stellen wurden die rumänischen Truppen geworfen. Hcercsfront das Generalfeldmarschalls Pwingen Leopold vo» Bayern. An der oberen Strhpa erfolgreiche Vorfeldkämpfe. Deutsche Truppen erstürmten die russischen Stellungen am Westuser der Nara­ jowka und warfen den Feind über den Fluß zurück. Nur ein kleines Geländestück ist noch im Besitz des Gegners. An Gefangenen wur­ den 8 Offiziere und 745 Mann eingebracht. Ftaltenipchrr Kriegsschauplatz. Der Tag verlief ruhig. Südlich des Tobkino-Sees wurde die anscheinend vom Sturm losgerissene Hülle eines italienischen Fessel­ ballons angettieben und geborgen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unveränderr. Cer stellvertretende Chef des Generalstiche»: v. H o e f e r, Feldmarschalleutnant. Der bulgarische Bericht. Sofia, 21. Lkt. Generalstabsbericht vom 20. ds.: 1 Mazedonische Front: Auf beiden Seiten der Eisenbahn Monastir—Flvrina leb­ haftes Geschntzfeuer. Der erbitterte Kampf am' Cernabogen dauert an. Die Serben entfal­ teten besondere Hartnäckigkeit, vorwärts zu kommen, wir wiesen jedoch alle Angriffe durch Feuer, an einigen Stellen durch Gegenangriff zurück. Feindliche Versuche gegen das Dorf Tarnovo und den Gipfel der Debro' Polje vorzurücken scheiterten. Im Moglenicatale das gewöhnliche Artilleriefeuer. Aus beiden Sei­ ten des Wardar nichts bemerkenswertes. Am Fuße der Belasica Plünina zerstreuten wir durch Feuer eine feindliche Kompagnie, die sich bei der Eisenbahn nördlich von Deve Tepe verschanzt hatte. An der Strumafront Pa­ trouillengefechte . Die feindliche Artillerie be­ schoß einige bewohnte Ortschaften vor derStellung sowie die Stadt Seres. An der Küste des ägäischen Meeres Ruhe. Rumänische Front: Gestern in der Dobrudscha nachhaltiges beiderseitiges Geschützfeuer zwischen der Eisenbahn und dem Meere. Sofia, 21. Okt. Amtlicher Generalstabs­ bericht: Mazedonische Front: Im Abschnitt des Dorfes Mezdscheli an der Eisenbahn Bitolia—Florina lebhafte Artillerietätigkeit. Ein von unseren Truppen im Cernabogen unter­ nommener Gegenangriss entwickelt sich erfolg­ reich: der Kampf dauert fort. Im Moglenicatal ist die Lage urwerändert: es ist nichts von Bedeutung zu melden. Zu beiden Seiten des Vardar vereinzelte Kanonenschüsse. Am Fuß der Belasica Planina Rühle. An der Strumafront 'lebhafte Artillerietätigkeit. Eine feind­ liche Aufklärungsabteilung beschoß mehrere be­ wohnte Ortschaften vor unserer Front und setzte das Dorf Barakli Dschumaja in Brand. Unsere Artillerie zerstteute beträchtliche feind­ liche Gruppen, die beim Brückenkopf von Jenikoe j(Rechori) arbeiteten. An der ägäischen Küste das gewöhnliche Kreuzen der feindlichen Schifte. Rumänische Front: Längs der Do­ nau Rühe. 4 In der Dobrudscha fanden am 19. und 20, Oktober ziemlich ernste Kämpfe statt. Sämtliche vorgeschobenen Stellungen des Feindes und ein Teil seiner Hauptstellung sind in unserer Gewalt. Wir nahmen bis jetzt 24 Offiziere und über 3500 Mann gefangen und erbeuteten 2 Kanonen, 5 Munitionswagen, 22 Maschinen­ gewehre und einen Minenwerfer. An derKüste des Schwarzen Meeres beschoß ein feindliches Schiff die Stadt Wangülia. , Der türkische Bericht. Konstantinopel, 21. Oft. Das tür­ kische Hauptquartier meldet: An der Tigris-Front ist eine Abtei­ lung feindlicher Kavallerie zerstreut und zur Flucht gezwungen worden nach einem von ihv veranlaßten Zusammentreffen Mit unseren Truppen und Freiwilligen. Kaukasusfront: Für uns günstige Scharmützel, bei denen wir eine Anzahl Ge­ fangene gemacht hüben. Auf unserem! linken Flügel hüben wir feindliche Erkundungspa­ tronillen mit Verlusten zurückgetrieben. An den anderen Fronten kein Ereignis von Be­ deutung. An der Dobrudscha-Fronthüben un­ sere Trüppen am 19. Oktober, zusammen mit den verbündeten Truppen angreifend, den Feind aus den vor ihnen liegenden besestigten Stellungen geworfen und in Unordnung zurückgettieben. Unsere tapferen Truppen, welche die befestigten Stellungen des Feindes auf der Linie Höhe 121 (nördlich von Kara Wadscha—Gehöft Sus-Ali Bei—Kokarges—Hö­ hle 122 besetzt haben, treiben den Feind weiter zurück und hüben seine Verfolgung aufgenom­ men. Während des Kampfes hüben wir 1500 Russen und Rumänen zu Gefangenen gemacht/ 7 Maschinengewehre, 2 Geschütze, 8 Munitions­ wagen und eine noch nicht festgestellte Menge von Waffen und Kriegsgerät erbeutet. Der stellv. Oberbefehlshaber,.