Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom 1916-10-03. Unterstützt durch den Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE). Herausgeber: Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau (2016). Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International. Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk. Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut. 69. Jahrgang Nr. 269, 1916-10-03. Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt. (https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&db=100) Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet. Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert. Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen. Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes 'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/) der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)" ──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────── Kurier für Niederbayern Jahrgang 69 Nummer 269 3. Oktober 1916 ────────── Luftschiffangriff auf London. ────────── Ein neuer gewaltiger Angriff an der Somme restlos abgewiesen. — Calais von einem unserer Luftschiffe angegriffm. — Erfolgreiche deutsche Gegenangriffe an der russischen Front. — Bukarest in Flammen. i. Im Westen war nördlich der Somme wie­ der ein großer Kampftag, meldet schlicht, und einfach der gestrige Heeresbericht. Nach« ächhester Steigerung ihres Vorbereitungsfeuers drangen die "Feinde gegen unsere Linien bor, erfuhren aber zumteil bereits durch die Ar­ tillerie blutige Abweisung. Wo B ihnen STfer dennoch gelang, in unsere Linien einzudringen, unterlagen sie im Nahkampfe unserer Jnsansterie. Die Schlacht ist noch« im Gange. In der Champagne unternahmen die Unsern er­ folgreiche Erkundungen. : Eines unserer Luftschiffe hat militärische Anlagen von Calais mit Bomben belegt. Im Osten haben die Russen westlich bon Luch zu Angriffen angesetzt, die aber schon in unserem Sperrfeuer erstickten. Da die russsische Infanterie dann nicht mehr borgehen wollte, richtete ihre eigene Artillerie dasFeuers ans sie, aber auttj ^dieses Mittel blieb berk geblich. Nördlich der Graberka brachte ein Gegenstoß« deutscher Trappen die bor zwei Tagen berlorenen Stellungen wieder in unk seren Besitz; 1500 gefangene Russen, nach dem österr.-ungar. Bericht sogar 2400, wurden ein­ gebracht. Beiderseits der Bahn Brody—Lem­ berg scheiterten russische Angriffe bei denen die Russen ebenfalls 200 Gefangene zurückt lassen mußten. An der Zlota"Lipa wird noch gekämpft. " : ! In Siebenbürgen konnten am Großen Kchkel die Rumänen Boden gewinnen. Zm Hatsjzeger Gebirge wurden ihre >Ang!riffe abge­ schlagen. Bei und nördlich Orsowa hatten An^ griffe österr.«-ungar. Truppen Erfolg, die auch bei Petrosenh die Oborocahöhe besetzen konn­ ten. Ans den Kämpfen um Hermannstadt hat die geringe Zahl bon Gefangenen bielfach ent­ täuscht. Trotzdem ist die beteiligte feindliche Armee bernichtet, denn unsere Trappen kämpff ten dort mit einer iunbergleichlichen Erbitzchstrung, die den Rumänen rptr Jetten Pardon gab. Es ist dies zu verstehen, wenn man gleichzeitig hört, daß die Rumänen Geifan­ gene und Verwundete bestialisch hinmordeten. Einer solchen Räuberbande gehört auch kein Pardon, i ' v 1 Am südrumänischen Kriegsschauplatz konn­ ten rumänische Truppen aus dem rechten Do­ nauufer Fuß fassen. In der Dobrudschawurjden bei Topraisar rammt. Angriffe abgeschla­ gen. \ . , Bukarest, das in der letzten Zeit täglich bon Luftschiffen oder Fliegern angegriffen wurde, steht nach dem Berichte eines deut­ schen Fliegers, den die Frkfr. Ztg. bringt, in Flammen. Ganze Stadtteile Brennen. In Mazedonien dauern die Kämpfe am Kaimakcalan weiter an. Englische Abteilnngen, die auf das östliche Strumaufer bork gedrungen sind, wurden angegriffen. . ^ An der italienischen Front kam es nur zu Artilleriekämpfen. , x Unsere Marinelustschiffe hüben England den 40. Besuch abgestattet. "Wiederum war London das Ziel. ,^öte Stadt pnd militäk rische Anlagen am Hnmber wurden mit Bomtz ben belegt. Leider Ist wieder eines unserer Luftschiffe den Brandgranaten der Abwehry 1 Batterien zum Opfer gefallen, 's Umsomehr aber I anerkennen wir die Schneid unserer Luftschisss| Mannschaften, daß sie sich trotz der anscheinend i I stark berbesserten Abwehr nicht daoon abhalten | I lassen, unserm tückischsten Gegner "jenseits des | Kanals immer wieder aus jben Leib zu rücken. ────────── Mazedonische Front. Die heftigen Kämpfe am Kaimakcalan dauern an. , Die Heeresberichte. Der deutsche Bericht. .r. WFiB. Berlin, 2. Oktober. Mittags. (Großes Hauptquartier.) 'Westlicher Kviegsschanplatze Frontz des Generalfelbmarschalls Kronprinz Rnpprecht pon Bayer». Witts dem Hhtzachtseld nördlich der Somsute wieder iin großer Kampftag! Auf über 20 Kilometer breiter Front zwischen Thiepbal und Rancourt brachen die Engländer und Franzosen nach äußerster Stei­ gerung ihres Vorbereitnngsseuers zum An­ griff bor.., Vielfach erführen sie bereits durch unsere gut geleitete Artillerie blutige Abwei­ sung. Eingedrungene Abteilungen unterlagen in erbittertem Nahikampfe unserer unerschüt­ terlichen Infanterie. , I Hart nördlich der Somme wurde ein fraryj zösischer Teilangriff abgeschlagen. Die ^Schlacht | dauerte die Nacht hindurch fort und ist noch! in vollem Gange. Südlich der Somme teilweise lebhaftere ArtilleriekäMpfe. > , Front des dentschein Kronprinzen. Nördlich von Le Mesnil (Champagne) brachte eine deutsche Erkundungsabteilung auf einer gelungerten Unternehmung 1 Offizier, 38 Mann gefangen ein. Militärische Anlagen von Calais wurden bon einem unserer Luftschiffe angegriffen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Ge»»eralfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayer». Westlich bon Luck nahm die Feuertätigkeit ständig zu. Ansätze zu feindlichen Angriffen erstickten in unserem Sperrfeuer. Auch die Versuche der rassischen Artillerie, die Jnfanterie durch ihr, auf die eigenen SchützengrchBen gerichtetes Feuer borzutreiben, änderten hieran nichts. Bei Wojnin entspannen sich kurze Nahkämpse. Der bon Generalleutnant Melior geführte Gegenstoß führte zur Wiedereroberang der bon den Russen am 30. September genommenen Stellungen nördlich der Graberka. Der Feind 'ließ "über 1500 Gefangene in unserer Hand. Seine.Versuche, uns wieder zurüäUuwerfen, sind ebenso, wie feine erneut I len Angriffe • beiderseits der Bahn Brodh— Lemberg gescheitert, wo über 200 Gefangene eingebracht wurden. Heerosfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Der Kanchs nahm östlich der Zlota Liva in geringen, von den Russen gewonnenen Steife lungsteilen seinen Fortgang. ! Kriegsschauplatz in Siebenbürgen. I Beiderseits des Gr. Koke! haben die RuI tmänen Gelände gewonnen. Bei und nördlich von Orsowa hatten Angriffe unserer Verbün­ deten Erfolg. . In Hötzinger (Hatszeger-)Gebirge wurden feindliche Angriffe berderseits des. Streit (Sctrigy-) Tales abgeschlagen. Die Oboroca­ höhe würde von österr^-ungar. Trappen ge­ nommen. i Balkankriegsschanplatz^ Hoeresfrowt des Generalfcldmarschalls . von Nlackenfen. «Südlich von Bukarest haben feindliche Truppen aus dem rechten Donauufer Fuß ge­ faßt. ; . ( Südwestlich bon Topraisar wurden An­ griffe des Gegners abgewiesen. ────────── Nordwestlich des Tahinosees werden auf das östliche Strumaufer vorgedrungene engfllische Abteilungen angegriffen. Der 1. Generalquartiermeister Ludendorff. ────────── Der österr.-ung. Bericht. WTB. Wien, den 2. Oktober. — Amtlich wird verlautbart: Lestlicher Kriegsschauplatz. Front gegen Rumänien. Im Abschnitte Orsowa Haben unsere Trup­ pen dem Feinde einige Höhen entrissen. West­ lich von Petroseny nahmen sie den Berg DBoF rooa in Besitz. Rumänische Gegenangriffe wurss den abgeschlagen Am Gr. Kokel muhten unsere Vortruppen aus Szekely und Keresztur zu­ rückgehen. . Heerasfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. In den Karpathen ruht der Kampf. Südöstlich von Brze^anh wird um den Bei­ sitz einiger Grabenstücke gekämpft. Heeresfront des Generalfeldmarschalls Pximjzen Leopold von Bayern. An der von Brodh nach Zloczow fnhrettden Straße haben deutsche und österr.-ungar. Truppen im Gegenangriff alles vorgestern ver­ lorene Gelände zurückerobert, wobei 24 rüst sische Offiziere, 2300 Mann und. 11 Maschinenf gewehre eingebracht wurden . Auch an der Bähte Brodh—Lemberg endeten russische An­ griffe für den Gegner mit einem vollen Miß­ erfolg. , Er büßte 200 Gefangene ein. In Wolhynien stand gestern die Armee des Generalobersten von Terszthanski den gan­ zen Tag über unter dem schwersten Artillerie^ fetter. Zeitweilig richtete der Feind seine Gei­ schütze auch gegen seine eigenen Gräben, um seine Infanterie zum Angriff vorantreiben, was ihm aber nur stellenweise gelang. Diese Einzelvorstöße wurden durch Feuer abgewiesen. Heute früh sandte der Gegner starke Kolonnen gegen die Stellungen nordöstlich von Swiiniuchh vor. , 'Er wurde durch Gegenangriff zurückgeworfen. Italienisch«»: Kriegsschauplatz. Die feindliche Artillerie entwickelte gegen die ganze küstenländische Front eine rege Tä­ tigkeit. Besonders heftig wurden unsere Stel­ lungen auf der Karsthochfläche beschvssen. In diesem Abschnitt hielt das Jener auch die Nacht hindurch an. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine wesentlichen Ereignisse. Der stellvertretende Lhej des GeneralstadeS: v. H o e f e r, Feldmarfchalleutnant. ────────── Der bulgarische Bericht. Sofia, 1. Okt. Generalstabsbericht vom 1. Oktobers Mazedonische Front: Im Westen und Osten von Serin (Florina) schlug unsere Infanterie die Angriffe des Feindes ab. Nördlich vom Dorfe Armensko, beim Dorfe Kruschograd und in der Gegend des Dor- fes Sowitsch finden um ben Besitz der Höhe Kajmakcalan erbitterte Kämpfe statt. Im Mogs lenicatal lebhaftes Artilleriefeuer. Angriffe des Feindes gegen die "Höhe Bojuktasch scheitert ten vollständig. Aus beiden .Seiten des Wardar schwaches Geschützfeuer. Am Fuße der Belaste« Planina Ruhe. An,der Strumafront lebhaftes Artilleriefeuer, unter dessen Schutz mehrere feindliche Bataillone gegen.die Dörfer Kradschaköj und Komarian vorgingen. Sie wurden durch das Feuer unserer "Artillerie angehalten. Der Kampf dauert noch an. An der ägäischen Küste beschossen mehrere feind­ liche Kriegsschiffe die Höhen Nördlich! vom Dorfe Orfano. Das Torf Sungor wurde durch die Beschießung in Brand gesetzt und zerf­ stört. i i ■ i L- I i Rumänische Front: An der gesanüten Front herrscht Ruhe. , Die Lage ist urst verändert. i In der Umgebung des Dorfes Behbunar (in der Gegend von Kurthunar) schossen wir einen feindlichen Aeroplan ab. Die beiden Flieger sind wohlbehalten. ────────── von Schweden eine von '220 000 Unterschriften bedeckte Friedenspetition schwedischer UnterUntertanen nebst einem Memorandum.über­ reicht, in dem der König gebeten wird, der Frage einer Einberufung einer.offiziellenKowferenz der Neutralen und per Schaffung ei­ ner mit Friedensschluß ins,Leben tretenden internationalen Organisation sein Augenmerk zuzuwenden. i Lugano, 1. Okt. Aus v zuverlässiger Quelle wird bekannt, daß Pie französische Regierung seinerzeit König Nikita in vollstem Sinne des Wortes verhaftete,und über Ita­ lien auf ftauzösisches Gebiet bringen ließ. Daß das italienische Königspaar und,die italienische Regierung dies nicht verhindern sonnten, be­ weist, wie wenig Italien in der Entente be­ deutet. (Z.) . ────────── Gegen Rußland. Gegen Rußland. , Rußland und die iFriedensvcrmittlung. H aa g, 1. Okt. In. diplomatischen Kreisen ruft es gewiffes Aufsehen hervor, daK jich Rußland betet Schritte Frankreichs und Eng­ lands nicht angeschlossen hat, -nach 'dem jebe Iriedensvermittlung eines neutralen Staates als unfreundlicher Schritt erachttet.werden soll. ────────── Besorgnisse, da man einen Rückschlag auf das rumänische Heer befürchtet, auf dessen Standshastigkeit die russischen Heerführer ohnedies nicht allzu stark bauen. Der Umstand, daß Rumänien gezwungen ist, Truppen ausSiebenbürgen avzulzsehen, um sie v tn der D«brudfcha zu verwenden, hat gackz 'besonders verstimmend in Bukarest gewirkt, da alleVersprechungen, die die Kriegshetzer dem rumä­ nischen Volke vorgegaukelt haben, imSande zu verlausen drohen. (Z.) , ────────── Der Krieg mit England. Eisenbahnerstreik in England »« Sicht? Der Nieuwe Rotterdamsche Courant mel­ det aus London: Die ^Angestellten der Dubsliner Eisenbahngesellschaft haben beschlossen, in den Ausstand zu treten, falls ihnen die verlangte Lohnerhöhung von 10 Prozent nicht bewilligt werden sollte. Die , Gesellschaft nimmt vorerst einen ablehnenden Standpunkt ein. (Z.) ────────── Der Luftkrieg. Luftangriffe auf London. WTB. Berlin, 2. Okt. In der Nacht zum 2. Oktober haben mehrere Marineluftz schiffe London und Industrieanlagen am Humfber erfolgreich mit Bomben belegt. Die Lufüschiffe siyjd trotz kräftiger Beschießung durch Brandgranaten und Fliegerangriffe unbeschä­ digt zurückgekehrt bis auf eines, das nach den Beobachtungen anderer Luftschiffe durch das Feuer der Abwehrbatterien 'in Brand 'gegeschossen worden und über London abgestürzt ist. , > v. Ter Chef des Admiralstabs der Marine. Bukarest in Flammen. Wien, 2. Oktober. Nach Mitteilungen eines deutschen Fliegers ist Bukarest in ein Flammenmeer eingehüllt. Ganze Stadtteile brennen. (Frkfr. Ztg.) ────────── Der Krieg zur See. i ' Versänkt. Lloyds meldet: Der russische Schooner "Emma" und der englische Dampfer "Mehiwood" wurden versenkt. Die Besatzungen sind gerettet. , - i ────────── neuen Patrouille bekam eine.Zeichnung mit, die den Weg zu dem Bataillonsstabe nach den Angaben des Verwundeten weisen sollte. Nach einer Stunde kehrte ein Mann von drei­ fer Nachtpatrouille mit allen Zeichen des Ent­ setzens und der Verwirrung zurück. Er be­ hauptete, so'weit man ,auS seinen unklaren Reden entnehmen konnte, beim Bataillonsunfkerstande gewesen zu sein. -Dieser sei einge­ schossen, nur noch zwei - Beine mit Stiefeln ragten aus dem Trümmerhaufen Hervor. I« ganzen Graben vorne sei .kein Mensch mehr lebend. . Nun entschlossen sich der Regimentskomswandeuir und sein Adjutant, selbst nach vorn zu kriechen, um sich pom Stande der Dinge Kundschaft zu holen. Sie behielten nach Mög­ lichkeit Fühlung miteinander und krochen, dem Kompaß nach, von Granatloch zu Granatloch durch den sprühenden Feuerhagel. -Es war ein Weg, um den '.Atem zu verlieren. Um teilen, wo der Feind -dauernd ein konzen­ triertes Feuer hinrichtete, mußte man im Bo­ tzen herum, und es war leicht zu verstehen, wie auf solchen Umwegen auch der bestwillig­ ste Botengänger die Richtung verlieren konnte. In vielen der Granatlöcher fand man Verst Mundete, die durch die Unermüdlichen Sa­ nitätssoldaten verbunden waren und ruhig darauf warteten, abgeholt zu.werden. Äuch zahlreiche Versprengte fand man, bte x gar nicht mehr wußten, ob sie rechts oder links, vorwärts oder rückwärts sollten und denen Wan den Weg weisen.konnte. Plötzlich glaubte per Oberst und sein. Adjutant, daß ihre Sinne sie täuschten, denn es .war ihnen, als ob sie durch das wahnsinnige EHplosions'getöse hindurch die abgerissenen Klänge von Musik hörten. Auch Stimmen vernahm tWazt, lautes Gelächter, und bald konnte, man nicht im Zwei­ fel sein, daß es gut sächsische Stimmen waren. Man ging diesem Klange nach und befand sich gleich daraus im, Bataillonsunterstand bei dem lustigen Major, der in seinem Erdloch einige seiner Leute versammelt hatte, die laujtec guter Dinge waren und auf beiden Backen kauten, bis auf einen, der Mundharmonika spielte und dem Major, der Witze erzählte. Die Ueberraschung war nicht.gering, und all­ mählich klärte man die merkwürdige Lage auf. Ein Gefreiter berichtete den Grund der gro­ ßen Lustigkeit. Er hatte eben 16 Engländer gefangen genommen, und der besondereGlücksfsall war, daß es.sich um eine "Futterkolonne" handelte. "Die Kerle haben Hier nämlich ebenso wenig .Bescheid gewußt wie wir und sind wie blind in unsere Löcher geloofen. Wie mer fe geschnappt haben, hatten sie acht Körbe voll "Wurschtbemmen" bei sich. Sieben Körbe haben wir ihnen abgenommen, und HerrOberst müssen wirklich mal versuchen, die Bemüren sind nämlich gut. Den einen Korb haben wir ihnen gelassen, den sollen sie alleine futtern, denn zurückbringen können wirkte Gefangenen in dem Trommelfeuer einstweilen doch nicht." Der Oberst und sein Adjutant fanden auch, daß, Pie englischen "Wurschtbemmen" recht gut waren und was wichtiger war, sie chatten sestgestelir, daß der lustige '-Major die Stel­ lung und seine Leute»fest in der Hand hatte und daß,, kein Grund ^zur Beunrühligüng tioa= lag. Sie brauchten nachher vier Stunderch um von Granatloch zu Granatloch wieder zu­ rück zum Regimentsunterstand zu kriechen. Dort fanden sie neun - Gefechtsordonnanzen, die sich inzwischen eingefunden .hatten, um übereinstimmend zu melden, "daß vorne alles in Ordnung sei!" ^Kb.) W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter. ────────── | sollen den Wald gründlich -im Winterkleid 1 bewundern. In Langendorf machen wir nur eine kurze Visite und bitten uns eine Tasse heißen Kaffee aus, dann ^fahren wir weiter. Wer weiß, wie lange.diese herrliche Schlitten­ bahn anhält." , Schnell schlüpfte er nun selbst in seinen | Pelzmantel, den ihn cm .Diener bereit hielt. | Dann schwang er sich auf den Bock des'hübj$ scheu Schlittens. Es wurde .weder ein Kutz| scher noch ein Diener Mitgenommen. Lothar kutschierte selbst. Es waren -lebhafte, feurige Tiere vorgespannt, und im,flotten Trab jag­ ten sie davon, das .leichte ®efäs)'rf wie im Fluge hinter sich herziehend. , Da, wo früher der -häßliche Bretterzaun den Park umgeben hattet stand nur noth der niedrige Heckenzaun, der von ^Schnee bedeckt, eine niedrige Mauer bildete, die den Aus­ blick nicht hinderte. Durch .die entlaubten Bäume hatte man eine Jbtel bessere Fernsicht, als sm Sommer. Weit.konnte Man in das verschneite Thüringer Land hinaus sehen. Mit träumerischem Entzücken flog (AnneRoses Blick ins Weite. LVie schön war die neue Heimat im Winterkleid. Wohlig atmete sie die frische Schneeluft, ; Mc sie im vorigen Winter in den südlichen Gegenden ganz hatte entbehren müssen. , daß wir SOIten nicht - mehr so junges, warmes Blut in den Adern 'haben. Und Sie denken immer an alles," sagte sie. Und zu Anne-Rose gewendet fuhr sie leb­ haft fort: «Nun, komm, Kind, steig ein, daß wir die Kelzdecke überlegen können." Der gesunde Frohsinn Tante -Jettchens brkich sich schon wieder Kahn. Sie hatte tief und schmerzlich um den - geliebten Bruder ge­ trauert, aber nun wollte, sie dem Leben auch wieder seine Rechte lassen. '.Sie freute sich sichtlich auf die Schlittenfahrt. AnneMose trug über ihrem schwarzen Kleid einen mit Kelz ( gefütterten Sammehnrantel. Auf den goldenen, Flechten saß ein schwarzes Sammettoque mit Pelzrand. Lo­ thar fand, daß sie .schöner aussah-, als je. Aber das fand er eiAentlich immer. Sorglich hüllte er selbst, die Damen m die Pelzdecken, legte Tante Jettchen die Wärmsflasche zurecht und steckte Annes-Roses Füß­ chen in einen dicken ■ Pelzsäck. Sie lachte über das unförmige Ding ein,wenig, und er freute sich dieses Lachens. , «Wir fahren doch nicht.an den Nordpol, Vetter," sagte sie scherzend., »Nein, aber ich Hube,.Me Absicht, einen weiten Umweg zu machen, - Annq-Rose. Sie Und da vor ihr saß die schlanke, kraftvolle Gestalt des -Mannes, den sie liebte, mit einer säst schmerzhaften Innigkeit, ohne den.ihr das Leben .nicht mehr schön wnd lebenswert er­ schien. Sie -konnte und -wollte nicht daran denken, daß er eines .Tages nicht mehr zu ihrem Leben gehören könne. Wie glücklich würde sie, sein können, wenn es ihr gelänge, die Liebe dieses Mannes zu erringen. Lft war es.wie eine selige Ge­ wißheit in ihr, daß -er sie liebe, trotz seiner Zurückhaltung. Sie waren so -.eins im Fühlen und Denken, daß ihre. Herzen zusammenge­ hören mußten. Aber wenn -er dann immer wieder der Gleiche blieb -in seiner äußeren Ruhe, dann kam eine schmerzliche Ungeduld und Verzagtheit über sie. .Siesagte sich dann, daß ein Mann wie Lothar sicher keine Frau lieben konnte, die vor-ihm schon einen andern geküßt hatte. Heute, da der Schlitten so leicht über die weiße Schneedecke hinflog, war ihr Herz wieder einmal so leicht und .frei, wie lange nicht. Selbst wenn er sie.liebte, würde er nicht um sie werben, solange sie - Trauerkleider trug. Sie mußte geduldig warten. I (Fortsetzung folgt.) j ────────── denn es Abt noch andere Wege als die freiwM Itge Anleihe; vor allem die Zwangsanleihe. Ein solcher Schritt wäre aber bedauerlich and würde den Krieg nur unnötig verlängern, da unsere Gegner hieraus ein Nachlassen der beuß= schen Finanzkraft erblicken und im Ausharren bestärkt würden. Ein Friede um jeden' Preis wäre ein Kirchhoffriede für Deutschland, wie man dies aus den Ausführungen unserer Gegjner ersehien kann. Deutschland wäre Jahrhunderte lang der Taglöhner und Sklave Engslands. Es wäre.entrechtet und geknechtet wie Irland. Um dies"zu verhindern, bringen un­ sere Tapferen an der Front die größten Opfer, wir zühäuse nur die kleineren. Und das Zeichf nett der Kriegsanleihe ist ja "nicht einmal ein Opfer. Jeder Zeichner bekommt sein Geld gut verzinst, es ist eine sichere Anleihe, aber er erweist dem Vaterlande einen großen Dienst. Es ist 'lächerlich, wenn jemand sagt, das deuth scheReich 'kann die Zinsenlast nicht tragen. Es müßte ja eine noch viel größere Zinsenlast bezahlen, wenn wir den Krieg verlieren wür­ den. Die deutsche Wirtschaftskraft ist in 44 Friedensjahren Iso außerordentlich gewachsen durch den Fleiß und die Tüchtigkeit der Bewohner Deutschlands, daß es die Last tragen kann. Das Geld in Kriegsanleihe ist besser angelegt als auf erster Hypothek. Auch die kolossale "Entwicklung der deutschen Sparkaff sen beweist, daß das Geld, welches rhHiert, immer wieder befruchtend wirkt. Unsere ge­ wiegten Geldleute haben viele Millionen zur Kriegsanleihe gezeichnet. Wo diese zeichnen, kann es unbedenklich auch der kleinere Geld­ besitzer «tun. Es wäre noch nie viel Geld bet£ loren worden, wenn die Kleinen ihr Geld ebenso angelegt hätten, wie die Großen. Selbst die Kriegsgegner, die Sozialisten, anerkennen in ihrer überwiegenden Mehrheit, daß Deutschs-, land einen Verteidigungskamps um feine Exi­ stenz sülhtrt. Geben wir also in diesem entschei­ denden Momente kein Zeichen der Schwäche, wir würden nur den Krieg dadurch außeror» deutlich verlängern. Wie anderwärts, haben auch hier die politischen Parteien alles zurüch gestellt, was sie trennt und haben alles in den Vordergrund gestellt, was sie vereint, I die gemeinsame «Siebe zum gemieinsamen Va- j terland. Gemeinsam richten jetzt die politf- I schen Parteien den Appell an alle, ihr Scherff­ lein zur ;5. Kriegsanleihe beizutragen. Mö­ gen die Feinde hieraus ersehen, daß sie nie­ mals -daraus rechnen können, daß wir im In­ nern gespalten und zerrissen ihnen zumDpfer fallen. Beweisen wir aber auch durch die jj Bereitstellung von Mitteln, daß wir auch ff? nanziell den Krieg führen können, einen für uns siegreichen «Krieg. Zu Beginn des Krieges habe es geheißen, wir leben in einer großen Zeit. Das ist richtig. Wir leben aber auch in einer sehr schweren, in einer ernsten Zeit, in einer eisernen "Zeit. Eine solche schwere, eiserne, ernste Zeit muß auch ein kräftiges starkes Geschlecht finden, ein eisernes Ge­ schlecht und das müssen wir stellen. Wir sind dazu berufen unb wir find es auch schuldig. Die Opfer, die wir bringen, bringen wir für unsere Kinder und Kindeskinder. Jeder, der etwas beitragen kann, tue es. Lassen wir uns nicht beschämen durch! unsere wackeren Jungen, die ihre Sparbüchsen leeren und ihren Inhalt auf den Altar des Vaterlandes lagen. Tue jeder seine Pflicht im Kampfe um Deutscht lands Sein und Nichtsein. Ein Deutscher sein, das heißt fetzt ein Kämpfer sein. Alldeutschland heraus, durch Kampf und Mot W Sieg un8 Frieden. Großer Beifall lohnte den Redner, dem der Vorsitzende der Versammlung Herr M.^R. Jllinger den Dank der Zuhörer zum Ausdruck brachte. ■ In der Diskussion forderte Herr Below zur Sparsamkeit aus. Herr Limhart gab -der Uebereinstimmung der Soziahibemotraten mit den Worten des Redners Ausfdruck, während Herr Bankdirektor Mang wich­ tige Aufschlüsse über die Art der Anleihe^ zeiechnung gab, die auch dem kleinsten Manne die Möglichkeit einer Beteiligung geben. Herr M-R. Jllinger schloß die Versammlung, die gute Früchte tragen möge mit einem begeistert aufgenommenen Hoch aus das deutsche Heer und das deutsche Vaterland. ' —* Zur Verbesserung des bargelditosen Zahlungsverkehres und als Er­ leichterung für ihre Kunden bringt die baher. Hypotheken- und Wechselbank eine Neuerung zur Einführung. Es erhält jeder Kunde stenlos auf Wunsch ein Heft "Ueberweisungslausträge". Hat er an -einen Dritten eine Zählung zu leisten, füllt er einfach ein Aufs­ tragsformular aus und übergibt oder überi­ sendet dasselbe der Bank. Auf diesem For­ mular ist auch das -Bank-, Giro- oder Post-! scheckl-Konto des Geldempfängers anzugeben. Kanu ein solches nicht.genannt werden, so ist die Bank bereit, .das Verrechnungsl-Konto des Geldempfängers zu ermitteln,, oder, wenn derselbe kein Konto besitzt oder auf Auszahlung bestHt, Barzahlung zu leisten. Um den Kun­ den die Korrespondenz mit dem Zählungsems psänger zu ersparen, ist an dem Vergütung^ formular ein "Abschnitt für .Mitteilungen" angebracht, der dem Geldempfänger durch die Bank, bei der er Konto hat, übermittelt wird. Dem Anstragsgeber wird Empfang und Aus­ führung des Auftrages unter Belastung des Betrages bestätigt. Eine Bestätigung seitens des Geldempfängers benötigt er nicht, da er den anhängenden Abschnitt in seinem Ausktragsheftchen als Ausweis hat, es müßte denn sein, daß es sich um eine Versicherm: gspväjmie usw. handelt und infolgedessen die Quit­ tung besonders wichtiger Art ist. Die Austtragsformulare jinb ähnlich den PostscheckFormularen und- durch Nummerierung si­ chert, sodaß ein Mißbrauch schwer möglich ist. Stadttheater. Für einen Teil der Spielzeit 1916—17 zog am Samstag Frau Mara Feldern-Förster in unser Stadttheater ein -und eröffnete dieses mit einer von Dr. ,L. Ganghoser verfaßten schwungvollen patriotischen Dichtung, welcher der Vortrag des Herrn »Stöckl Geltung berfc schaffte. Der Hauptteil des Abends bildete das veraltete vieraktige Drama, "Alexandra" von Rich. Boß. Das vor Jahren vielgespielte Paradestück erster Liebhaberinnen mit all sei­ ner, bei diesem Dichter viel beobachteten Senf sationsdramatik mutet im Theater von heute ziemlich ftemd an und wird allenfalls noch hingenommen, wenn die Hauptdarsteller fer­ tige Künstler sind. Tiefes knüstlerisches Emß pfinden verliäh Frau Feldern-Förster der Ti­ telrolle, innerlich erschöpfte sie ihre Alexandra bis ins Kleinste, äußerlich allerdings hätte man der Rolle mähr Jugend gewünscht. VieLleicht wäre der Kontrast, nicht so schärf hervor­ getreten, wenn der Darsteller des Erwin Hr. Otto Friedrich Schöpf sowohl im Aussehen, wie in der Gestaltung reifer erschienen wäre. Der angehende Schauspieler ist bei allem Talent, doch noch zu jung, um eine derartige, auch! an den routinierten Mimen hohe Anforderun­ gen stellende Rolle im Sinne des Autors geben zu können. Mit Ausnahme der würdevollen Präsidentin Frau von Sanders und des Dr. Andrea des Hrn. Stöckl, der in der mit ge­ spielten gut charakterisierten, wenn auch etwas utrierten "Episode des Arztes weit besser ge­ fiel, waren die übrigen Nebenrollen meist mit Anfängern besetzt. Eines möchte man dem neuen Unternähmen noch bemerken: Die Aüsprüche des hiesigen theaterliebenden Publi­ kums "find bedeutend höher, als sie sonst an Provinzbühuen gestellt werden. Das Landslhuter Stadt-Theater hatte unter der Aera Kissmer den Ruf eines, ausgezeichneten Kunsts­ instituts, hoffentlich gelingt es auch der Nachtz folgerin diesen aufrecht zu erhälten. Es liegt im Interesse der Direktion, in der Hauptsache soweit. als möglich mit. guten fertigen Schau­ spielern und erst in. der Nebensache mit Anjfängern zu wirken. In der Sonntag-Nachmittags-Vorstellung zogen in bunter Vortragssolge ■ jugendliche kunstbegeisterte Thespisjünger an uns vorüber, unten denen namentlich ein Frl. Zachmann durch ihren natürlichen Vortrag ^ernster und heiterer Rezitationen Beifall erntete. Hardslebens flott gespielter Einafter ^Die Lore" ließ die Lachlustigen zu ihrem Rechte koms men. Die Abend-Vorstellung Schönthän und KoppeH-Ellselds reizendes Verslustspiel "Die goldne Eva" verschaffte dem,gut besetztenHause viel Unterhaltung. Frau Feldern-Förster ver­ stand es ihre Frau,Eva humorvoll und symh pathisch zu gestalten, während.das Mitglied des Münchener Schauspielhauses Hr. KurtGersdes, der von seinem.früheren Gastspiel (Am Teetisch) noch in bester.Erinnerung steht, sich als trefflicher Interpret des,Peter erwies, für den er alle Vorzüge.wie Organ, Sprechtechnik, Erscheinung mitbrachte. Auch, die übrigen Rol­ len so besonders die.verliebte Barbara Frau von Sanders und der bramabarsierende in die Enge getriebene Schwetzingen Stöckls hatten Anteil am Erfolge. Der.Gras Zeck des Hrn. Matheh litt stark, unter dem Kobolde Lams penfieber. ■ / 'Auch für die Eröffnungsvorstellung hätte sich ein Lustspiel besser , geeignet als das düstere Voßffche Drama.. Hg. ────────── Letzte Posten. Tie Schlacht bei Hermannstavt. Vielfach hät die bekanntgegebene geringe Zahl von Gefangenen enttäuscht, so daß man annahm, der.Erfolg der Schlacht von Hermann­ stadt sei nicht so groß, wie es zuerst den An5 schein gehabt habe. Das ist nicht richtig. Es ? handelt sich hier um .einen durchaus bedeu­ tungsvollen Erfolg. Die zweite rumänische Armee , die aus mehreren Divisionen bestand, ist bis auf einige wenige Soldaten, die sich in das Gebirge und in die Wälder haben retten können, zertrümmert worden. DieMmspse in dieser Schlacht waren außerordentlich erbittert. Unsere Truppen gaben den Ru­ mänen nur wenig Pardon, .so daß der größte Teil der feindlichen Soldaten niedergemacht ist. Auch das erbeutete Material steht in gar keinem Verhältnis zur Gefangenen'zsffer. Es ist 'eine ganz ungeheure Menge, wie utffer Heeresbericht mitteilte, hat aber mach nicht ge­ wählt werden können, da die Armee des Ge­ nerals von Falkenhahn zurzeit anderes, viel wichtigers zu tun hat, als sich mit derarttgen Arbeiten abzugeben. (Z.) Erfolge unserer Flieger. Be rlin, 3. Gkt. Die starke Beschädigung der Eisenbahnbrücke von Cernawoda durchFliegerangriffe hätte die Einstellung des Verkehrs zur Folge. , Versenkt. Lloyds Bureau meldet aus Falmouth Die englischen Segelschiffe "William George" (151 Tonnen) und "Pearl" sowie das norwegische Segelschiff "Emanuel" 1246 Tonnen) wurden versenkt. Die Besatzung der "Pearl" wurde gerettet. (Kristiania, 2. Oft. Aus Vadsö wird gemeldet: Die norwegischen Dampfer "Sip■fen" (1925 Tonnen) und ,Mavn" (1260 Ton.) wurden von einem deutschen Unterseeboot vor der -Marasküste versenkt. Die Besatzungen wurden gelandet. : y"" Der norwegische Dampfer "Sinsen" (1925 Tonnen) ist versenkt worden. Mityleue schließt sich der Revolution au. Daily Eh-ronicle meldet aus Athen:Jn Mithlene fand eine große Kundgebung statt für den Anschluß an 'die revolutionäre Bewegjttftg. In einer Volksversammlung wurde be­ schlossen, die provilsorische Regierung zu unk terstützen. Hierauf begab sich die Menge nach dem französischen Quartier, wo Reden gehälk ten wurden und sKließlich zujp engkischjen Konss fulat, wo der Konsul^eine Ansprache hielt. Druck u. Vertag I. F. Rietsch, Landshut. Ver« antwort!. Redatteur F. 1. Wagner, Landshut. ────────── spenden konnte. Kurz vor Beginn des Krieges war am Süvende des Kiwu-Sees eine neue Station mit Namen Schangugu gegründet worden mit einem Hafen für ein Motorboot, das den Namen "5Bobet= fchwingh" führte. Dieses Motorboot ist zwar klein und nur 8 m lang, zeichnet sich aber durch große Schnelligkeit aus, und diesem Umstand verdankte es jetzt im Kriege die Beherrschung des ganzen Sees. Em Oberleutnant wurde sein Führer, und es hat die deutsche Flagge wiederholt siegreich über diesen großen deutsch-ostaflikanischen Binnensee getragen! (z.)