Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom 1916-11-10. Unterstützt durch den Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE). Herausgeber: Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau (2016). Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International. Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk. Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut. 69. Jahrgang Nr. 306, 1916-11-10. Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt. (https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&db=100) Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet. 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I Im Westen scheiterten feindliche Angriffe zwischen Le Sars und Bouchavesnes, tote bei Presfoir bereits in unserem Sperrfeuer. Im Osten machte sich ein Znnehmlen des Artil'leriekampses an der Bahn Zloczoto—Tarnopol bemerkbar. An der südöstlichen Front wurde ein rus­ sischer Angriff im Gyoergenhabschnitt abge­ schlagen und die Russen bei Belbor und im Toelgyesabschnttt durch deutsche Angriffe zu­ rückgeworfen. Südöstlich des Roten Turmpasses wurde der Baiesti-Abschnitt überschrihten, der Ort Sardoiu und die anschließenden Höhen genommen. In der Rord-Dobrndscha bereiten sich, anischeinend neue Kämpfe vor. Unsere ^Aufklä­ rungsabteilungen gingen auf die Hauptarmee zurück. I I ; j I ; ────────── Balkankrlegsschauplmtz. Heeresfteont des Generalfcldmarschalls von Mackensen In der nördlichen Dobrudscha wiichen voteschobene ANsWrungstruppen befehlsgemäß dem Kampfe mit feindlicher Infanterie ans. Mazedonische Front. . Keine Ereignisse von Bedeutung. Ter 1. Generalquartiernnetstev: Ludendorff. Die Heeresberichte. Der deutsche Bericht. WTB. Berlin, 9. November. Mittags. kGrotzes Hauptquartier.) "Westlicher Kriegsschauplatz!. Front des Generalfeldmarschalls Kronprinz RuPPrccht von Bayer«. Angtriffsabsichten der EngMnder und Franzosen zwischen Le Sars und Bouchavesnes sowie südlich der Somme bei Presfoir erstickten fast durchwegs schon im Sperrfeuer. Oestlicher Kriegsschauplatz,. Front des GeueralfeldmarschaNs Prinz Leopold' von Bayern. An der Front beiderseits der Bahn Zloczow—Tarnopol lebte der Feuerkampf wesent­ lich aus. Heerasfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Im nördlichen Gyergho - Gebirge wur­ den russische Angriffe abgeschlagen. Bei Belbor und im Toelghes-Abschnitt! warfen frische deutsche Angriffe die vorgegan­ genen Russen zurück. Südöstlich des Roten Durmpasfes wurde in Fortsetzung unseres Angriffes der Baiestiabschnitt überschritten, Sardoiu mit den bei­ derseits anschließenden Höhenstellungen genom­ men. Wir haben etwa 150 Gefangene gemacht und zwei Geschütze erbeutet. Rumänische Gegenangriffe hatten hier ebensowenig Erfolg, wie im Predealabschnitt und im Pulkangebirge. , x ~ ────────── Der österr.-ung. Bericht. WTB. Wien, den 9. Rovembew. — Amtlich! wird verlautbarr: Oestlicher Kriegsschauplatz!. Heerasfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Südlich und südöstlich des Szurdukpaffes blieben rumänische Angriffe abermals ersolg!los. Bei Spini machten wir weitere Fort­ schritte. 150 Gefangene und 2 Geschütze wur­ den eingebracht. Westlich von Koelghes und bei Belbor wurden die hier vorgegangenen Russen durch deutsche Truppen wieder gewor­ fen. Heeresflront des Generalfeld Marschalls Prinz Leopold von Bayern. Außer lebhafter Fenetetätigkeit an der Front beiderseits der Bahn Zloczow—Tarno­ pol keine Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. Unverändert. Südöstlicher Kriegsschanpla«. An der Vojusa stellenweise mäßiges Ar­ tilleriefeuer. £ daß keines der Ziele Cadornas erreicht wurde, weder ein Durchbruch durch die österreichischungarische küstenNndische Front, noch eine Ent­ lastung Rumäniens. Man dürfe begierig sein, wie sich nunmehr Cadorna den immer dringen­ der werdenden Forderungen der Ententemäch­ te nach Entsendung größerer italienischerTruppenkörper yach Fvankrchch und Saloniki ent­ ziehe. i Eine Zusammenkunft Aoffres mit Eadorna. I Lugano, 8. Nov. Amtlich wird mitge­ teilt, daß General Cadorna und Joffve am 7. ds. in der Nähe der französisch-italienischen Grenze bei Modeine an der Linie Turin—Lyon eine Zusammenkunft hatten. Minister Bissolatti besuchte gestern die Stellungen der Alpini-Jäger im Pasubtoi-«Ge­ bier. Ein alt«sr Feind Oesterreichs«. Ougano, 9. Nov. AMiotti, der während der Herrschaft des Fürsten zu Wied italienischer Gesandter in Albanien und dort der. Mittel­ punkt aller Intriguen gegen den Fürsten und gegen Oesterreich war, wurde zum italienischen Gesandten in Peking ernannt. Tie Einführung »er Fleischkarte tu Walle». Nachdem die italienische Regierung die Einführung zweier fleischloser Tage anordnete, trägt sie sich bereits jetzt schon mit betn! Gedan­ ken. die Fleischkarte einzuführen. Es wird diese Maßnahme als binnen kurzem.in Kraft tretend betrachtet. Der Krieg mit Italien. ────────── junger Anzac, der aus dem Läziastett entlass fen wurde, erhielt sofort 33 Eheangebote und konnte sich aus der Verlegenheit nur dadurch retten, daß er gestand, er sei schon Ehemann und auch Familienvater. Vorstehendes schreibt wörtlich Jean Claude in der Victorpe (25. Okt.) nach der Daily Mail. Und was sind das für Leute, die Anzacs? Die Köln. Ztg. er> innert än die Kennzeichnung, die Saryail von den seinem Oberbesehl unterstellten Anzacs, den Angehörigen des Australian and New ZeSl'and Armh Camp, entworfen hat. Er sagt: Das größte Gesindel sind die weißen und far­ bigen Engländer, unter ihnen namentlich die Neuseeländer und Australier, die ihre Ab­ stammung von den schweren Verbrechern nicht verleugnen sönnen-, die England bis 1866 nach Australien geschickt hat. Soweit Sarrail, der das ihm unterstellte Gesindel am besten ken­ nen muß. Und solches Gesindel ist das Ideal der sonst so anspruchsvollen Engländerin! Das Ideal nicht gerade, aber ein gutes Geschäft täg­ lich vier Mark. ────────── Der Krieg zur See. fes insgesamt ein Geldschaden von mindestens 25 Millionen Mark entstanden ist. Unwahre Gerücht*. Da mehrere norwegische Blätter. t>qr al­ lem Tidens Tegn wiederholt behaupteten, die Versenkung des norwegischen Dampfers Tag habe laut Seeverhör auf norwegischem Ho­ heitsgebiet stattgefunden, weshalb Die Regie­ rung Norwegens bei der deutschen Regierung wegen Neutralitätsverletzung Einspruch er­ heben werde, ersuchte Der Vertreter des WTM. das norwegische Verteidigungsdepartement um amtlichen Aufschluß. Dieses ermächtigte ihn öffentüch mitzuteilen, daß die Aufschlüsse, die bisher von den militärischen Behörden einge­ holt worden sind, darauf hinausgehe ril, daß die Versenkungffcußerhalb Der Territorial­ grenze vor sich gegangen ist. Dieselbe Mittei­ lung geht heute der norwegischen Presse amt­ lich zu. Versenkt. Lloyds meldet: Die Schlepper Caswell, Horfatcastle und Kyoto und der Frachtdam­ pfer Seatoma wurden versenkt. Die Besatz­ ungen der Schlepper und 15 Mann der Leatonia wurden von einem dänischen Schlepper aufgenommen, die übrigen 15 Mann vermutlich von einem englischen Kriegsschiff. Der Matin meldet aus Marseille: Der« französische Dampfer "Mogador" wurde ver­ senkt, die Besatzung gerettet. London, 9. Nov. (Lkoydsmeldung.) Der norwegische Dampfer "Furnland" wurde gestern nachmittags versenkt. Dfie Besatzung ist gelandet. — Reuter meldet: Der norwegische j Dampfer "Reims" (913 Tonnen) wurde ver­ senkt. Gesunken. Ter britische Dampfer "Suffold Co»ast" ist gesunken. 34 Verfolger der "Teutschland". Die Wiener Zeit berichtet aus Basel: Laut Daily Chronicle sind zur Verfolgung der "Deutschland" auf der Heimreise 34 Kriegs­ schiffe der Alliierten aufgeboten worden. Ein besonders wertvollar U^Bootseirsolg im nördlichen Eismeer. Die Ladung des im nördlichen Eismeer von einem unserer Unterseeboote versenkten rumänischen Dampfers "Bistritza" von 3688 Donnen war für das rumänische Heer bet stimmt. Unter ihr befanden sich, wie aus betj. jetzt eingetroffenen Ladeliste hervorgeht,, u. a. 125 5000 Stück 7,5-Zentimtr.-Granaten mit Zündern, 42 000 Stück 7,5-Zentimtr.-Kartu»schen, 14 001000 Kartuschen für Mitrailleuf fen, 200 000 Stück 3,7-Zentimtr.-Granaten, 300 Stahlbomben mitZünderm und Ladung, 3600 Stück 13-Zentimtr.-Granaten und ebensoviele Kartuschen, 1 576 000-Patronen für Maschi­ nengewehre, 5000 Zündschnüre. 60 000 Stahl­ helme, 10 000 Gewehre, 100 Maschinengewehre (System Hotchkiß), 20 Stück 5,8-Zentimtr.-Mörser, 360 Stück Packsättel für Maschinengewehrs und Munichon, 28 Autos, 38 Tourenautos, 22 Lastautos, 5 Krankenautos, 7 Sanitäts­ wagen mit vollständiger ärztlicher Ausrüst­ ung, 2 Flugzeugschuppen, 5 Luftballone mit Zubehör, 883 Tonnen Stahl in Barren, 29 Tonnen Nickel, 23 Tonnen Schwefel, 8,5 Ton­ nen Blei, 62 Tonnen Maschinen und Dynamos. / . Der Wert der Ladung wird auf 23 Million, neu Mark, der Wert des neuen Schiffes auf etwa 2,5 Millionen Mark geschätzt, so daß unseren Feinden mit der Versenkung desSchis^ ────────── Daran muß, erinnert werden, weil in die­ sem Augenblicke die französische Presse wieder mit der heuchlerischen Geste des Kulturschützers die deutschen Barbaren dakür anklagt, daß, bei unserer Vergeltungsbeschießung der Festung Reims eine Anzahl Häuser zerstörst und Bürger getötet worden sind. Wenn nach mehr als zwei Jähren in einer großen französischen Festung Leren Ostforts in unserer Hand sind und deren Gebiet vollständig in der Reichweite unserer Geschütze liegt, noch ungeschützte Kunstdenkmä­ ler stehen, und wenn dort vor allem noch Bürger wohnen, die nur darauf vertrauen, daß wir von unseren Kirstegsmitteln keinen vollen Gebrauch machen, so trifft die Vert­ antwortung dafür ausschließlich die fran­ zösischen Behörden und die betreffenden Bünger selbst. Die Franzosen wissen ganz genau, daß, als sie nach Wochen der SchloM umReims endlich damit begannen, die mittelalterlichen Figuren der Kathedralsassade durch Sandpack­ ungen zu schützen,' wird diese Arbeiten durch keinen Schuß gestört haben, obwohl sie sich Handgriff für Handgriff unter der genau­ en Sicht unserer AistiMerie Beobachtung voll­ zogen haben. WiederhvA ist ihnen in deut-' lieber Weise eine Warnung erteilt worden, als sie später dicht Bei der Kathedrale Batte­ rien gegen uns in Tätigkeit setzten. Jetzt ha­ ben sie wieder und trotz alledem zur militärisch sinnlosen Beschießung von Orten hinter unserer Front Batterien int Süd teile der Stadt aufge­ stellt. Dort steht die berühmteste älteste Abteikirche von Reims. St. Renn. die aus der KaroMngerzeit stammt. Dort liegt St. Maurice und die uralte Abtei Hotel-Wieu. Die fran­ zösische Spekulation aus das Kulturgewimmer wird nicht verhindern, daß in der Festung Reims französische Batterien beschossen wer-ben, auch wenn sie sich hinter weltgeschichtlichen Denkmälern decken, die uns Deutschen verehrungswürdiger und achtunggebietender sind, als den Franzosen selbst, wie der ganze Verlauf dieses Krieges bewiesen hat. Gestern mußten wir das Vergeltungsseuer auf Reims fort­ setzen, und es steht ganz in der Hand der Fran­ zosen, wie oft wir es Werden wiederholen müs­ sen. ' tesdienst statt. , Die Leiche des Prinzen wird hier voraus' sichtlich atp Samstag abends in München erwar­ tet. Die feierliche Beisetzung erfolgt in bet? St. Kajetanshofkirche an der Seite des Prin. zen Arnulf, Vaters des Verstorbenen. I Wie die M. A. A. erfährt, erhielt Frau f Prinzessin Arnulf, die ein gerädezsn ideales '• Verhältnis mit ihrem einzigen Kinde verband, erst vor wenigen Tagen einen Brief, worin ihr mitgeteilt wurde, daß Prinz Heinrich der Liebling seiner Soldaten war und daß er in al­ len Kämpfen durch seine Tapferkeit seinem Namen Ehre gemacht und in seiner, trotz frü­ herer Verwundungen ungeschwächten Jugendkraft die Strapazen und Gefahren auf dem Kriegsschauplätze mit seinen Leuten teilte. ────────── Allerlei. 125 Personen ertrunken. Auf der Weich­ sel kenterte am Allerseelentage eine mit 145 Personen besetzte Fähre in der.Nähe von Kazmienz-Lnbelski bei Posen. 125 Personen er­ tranken. Tie Flucht eines zu« Tode Verurteilten. Der wegen verschiedener Verbrechen zum Tode verurteilte Rudolf König wurde nach seiner Flucht in einem Hause -in Wien aufgefunden, in dem er seit seiner Flucht sich verborgen hielt,. Als er keine andere Möglichkeit zur Flucht mehr hatte, sprang er vom zweiten Stockwerk auf die Straße. Ein Komplize, dev im selben Zintimer anwesend war, wagte gleich­ falls den Sprung auf die Straße. Beide wur­ den schwer verletzt ins Spital verbracht. Ans der Bühne irrsinnig geworden. In Budapest ist einer der besten ungarischen Sha­ kespeare-Darsteller, überhaupt einer der her­ vorragendsten ungarischen Schauspieler, Josef Kürthy, während der Vorstellung irrsinnig geworden. Während der Vorstellung erlitt er in der ersten Pause einen Tobsuchtsanfall, wurde aber wieder beruhigt, sodatz er die Vor­ stellung zu Ende spielen konnte. Rach Schluß Der Vorstellung zeigte sich aber' ein neuer Tobsuchtsanfall und Kürthy mußte in die Ir­ renanstalt überführt werden. ────────── Niederbayerische Nachrichten. Furth b. Psartk., & Noo. (Gntstansch) Der Landw. Bezirksverein Straubing hat das ihm bei der Zwangsversteigerung vom 13. Ok, 'tober zugefallene Gasthaus "zur Post" dahier an den Gutsbesitzer Hrn. Ant. Grpll in Er­ golding vertauscht. Die notarielle Beurkun­ dung des Tausches fand Vorgestern inLandshut statt. Oberschneiding, 8. Nov. (Unfall.) Ver­ gangene Woche scheuten bei Wolferkofeni I Pferde des Reihinger Postillons und dev mit 3 I Personen besetzte Omnibus kippte um!. Während der Postwagen ziemlich arg nnitgenommen wurde, tauten die Fahrgäste mitt dem Schrecken davon. Straubing, 9. Nov. (Das Esserne LKrvuz 1. Klasse) wurde dem Rittmchjter, Herrn Aug. von Savohe, Eskadronsches tm 7. Chev..-Rgt. verliehen. • Teggendoirf, 5. Nov. (Entwichener Geisteskxanker.) Aus der Heil- und Pflegearnstalt Deggendorf ist entwichen der geistesktranke Pflegling Georg Grüner, Schneider von Bor» der buch berg, k. B.-!A>. Kötzting, 42 Jahres alt; txägt gestempelte Anstaltskleider. Regen, 5. Nov. (Fahnenflüchtig.) Geegen den Pionier Karl Dietz, Meßgehilse, geb. 1882 in Eisenstein, ist wegen erschwerter unerlatnbter Entfernung vorn Gericht der stellv. 11. Jnf> Brigade Haftbefehl erlassen worden. ^Ortenburg» 7. Nov. (Schwerer Umfalt.) Dex 17jährige Dienstknecht Anton Forstmeister bei dem Bauern Eduard Höng in Obericglbach kam gestern gegen 2 Uhr früh in angetrrunkenetn Zustande heim. In der Frühe wolllte er von der Arbeit nichts wissen und kam hiettvegen auf betn Heuboden mit der 30 jährigen Mebenmagd Maria Klosterhuber in Streit, der sochließlich in eine Rauferei ausartete. Dabei fielen beide duxch eine Lücke aus die Scheuerttennef. Die Magd wax sofort tot, wählend Forstmeister schwere Verletzungen am Kopfe daoontrucg und nicht unbedenklich darniederliegt. Ulnter»suchung ist eingeleitet. ────────── Dienstesnachrichten. Bahndienst. Versetzt wurde in etatsmäßiger Weise auf Ansuchen der Eisenbahnsekrdtär Sebastian Büchner von der Ablöse gruppe der Eisenbahudirektion Regensburg nach DerggendorMf.; berufen in etatsmäßiger Weisse der Stationsdiener tm Nebenbahndienst Uranz Schnörzinger von Freyung nach KWHamt. Ausnützung der bayerischen NiederdruckVasserkröfte« Von Dipl.-jJng. K, Fischer, Gustavsburg. (Schluß.) Mit dem Mißstand, daß durch die Hallingerschen Pläne große Strecken der ibaheri Donau ,des bayer. Inns, der Iller, des Lechs und der Isar trocken gelegt werden sjollen, scheint sich Herr Hallinger doch etwas zu leichst abzufinden . Nach der auf Seite 18 umd 19 der Hallingerschen Denkschrift: "Die Maßen staatlichen Niederdruckwasserkväste in Süd­ bayern etc." ersichtlichen Flußstrecken-Mustek lung kämen Donauwörth, Neuburg, Ingol­ stadt, ebenso Städte wie Landshut und Rosenijettn, Freising und Wasserburg bis auf we­ nige Respektskubikmeter ,die vielleicht dem' Flußbette belassen werden sollen, an w a s f erleere Flüsse liegen. Die Münchener Schwemhffanalisation bedarf eher einer Ver­ mehrung der Wasserptengen "tm Flußbett bei Freising und Landshut als sie eine Schwächung derselben verträgt. Und bei Landshut kkommt außerdem noch eine sehr starke Triebnverksansnutzung in Betracht. Auch kleinere Städte und Ortschafterr, als die hier genannten, toütf den sich mit solchen Benachteiligungen ihres Landschastsbildes und mit ften unausbileiblichen Schädigungen durch Absenkung des Gstundwasserstandes infolge der Flußbett-Entlererung gewiß nicht zufrieden geben. Derartige schwe­ re Eingriffe längs vieler Hunderter von Kilo­ metern Flußläuse wird deshalb die bayetr. Re­ gierung nicht zugeben dürfen. Sie darff dies erst recht nicht, wenn der andere Zweeck der ────────── Ausnützung der bayerischen Niederdruckwasserkräfte. Kraftwasserkanäle, nämlich die Ermöglichung | einer leistungsfähigen Schiffahrt obendrein i doch nicht erreicht wird, weil eben die zw große Wassergeschwindigkeit in den Werkkanäilen die Schiffahrt unmöglich macht. Wie Verhängnisvoll es werden müßte, die langen Seitenkanäle für die Krastausnützung nach Hallinger auszubauen, um dann später die Erfahrung zu machen, daß die Schiffahrt in diesen Werkkanälen dennoch unmöglich, ist, ist' in der Denkschrift über Die Verbesserung' der Schiffbarkeit der bayer. Donau vom Jahre 1905 näher ausgeführt. Sie wurde im Auf­ träge des bayer. "Kanalvereins hergestellt und entstammt der Feder des kgl. Ministerialrates Faber in München. In ihr ist unter Berufung auf die Versuche, die der preußische Minister ! der öffentlichen Arbeiten über den Schiffs-| widerstand in Kanälen etc., insbesondere am I Dortmund—Ems—Kanal unter Leitung des | Baurats Haack im Jahre 1898 ausführen ließ, I scharf nachgewiesen, daß die Schiffahrt und Krastgewtnnung am gleichen Kanüle unver­ einbar sind. Dort wird Jur die Schiffahrt eine Geschwindigkeit von höchstens 0.20 Meter | (nadj Baurat Prüsmann 0.26 Meter) als zu| lässig erachtet (Seite 45—49 der genannten Denkschrift). Die rentable Kräftgewinnung da­ gegen hat, tote schon erwähnt, nur ein In­ teresse an Geschwindigkeiten, die mindesten» 1 Meter pro Sekunde im Kanal betragen; Wie verlautet, soll die Konzeffionsertetlung für eines der Hallingerfschen Seiten. ! kanalUProjekte seitens der bayer. Regierung bereits bevorstehen. Käme es wirMch zu einer solchen Konzesstonierung, so wäre das zum größten Unheil des ganzen Landes und würde Wohl mit Recht den bayer. Kanalverein als den zielbewußten Förderer der bayer. Wasserstra­ ßen ans den Plan rufen. Bis jetzt ist tatsäch­ lich noch nicht bekannt geworden, daß, anchj die Schiffahrtsinteressen zu den HaMngerschen Projekten gehört wurden. Ebenso wenig weiß man, tote sich andere Sachverständige dazu stellen. Gerade aber hier, wo die wich­ tigen Spezialfragen des Baues von Wasser­ straßen, der Krastgewinnung und der Lan­ deskultur sich innig ^berühren, dürste es wobt im eigenen Interesse des Staates gelegen sein, die Entscheidung nicht bei sich selbst zu suchen,. Die Lösung solcher umfassender Probleme sollte nur einer Kommission von Autoritäten in den einzelnen Fachgebieten anvertraut werden, also von Spezialisten, die vor allem dem Ge­ genstände die nötige Uninteressiertheit entge­ genzubringen hätten. Die Fülle der wasser­ wirtschaftlichen Ausgaben, vor die unser. Land durch die allgemeine Versorgung mtit Elektri­ zität und nunmehr auch durch die großen Schisfahrtsfragen gestellt ist, würde eine sol­ che Kommission auf Jahre hinaus beschäftigen^. Die Kosten eines solchen Sach'oerständigen-Aus-schusses sind eine Bagatelle gegenüber der Ver­ antwortung verfehlter Maßnahmen. Ich bin aber heute schon der Ueberzeugung, daß eine solche Kommission mit mir zu der Ansicht kommen würde, daß , die Kraftgewinnungspläne des Herrn Hallinger höchstens an jenen siidbaherischen Flüssen in Betracht kommen dürsten, die wie Lech, Iller, Alz und strecken­ weise die Isar oberhalb Landshut für die Schiffahrt Wohl niemals in Betracht kommen werden. Die. Isar unterhalb Landshut sowie die ganze Donau und der ganze Inn sind aber als Verkehrsadern von vornherein zu -wertvoll, als daß sie der Kyasterzeugnng ge­ opfert werden dürfen. Von Dipl.-jJng. K, Fischer, Gustavsburg. (Schluß.) Mit dem Mißstand, daß durch die Hallingerschen Pläne große Strecken der ibaheri Donau ,des bayer. Inns, der Iller, des Lechs und der Isar trocken gelegt werden sjollen, scheint sich Herr Hallinger doch etwas zu leichst abzufinden . Nach der auf Seite 18 umd 19 der Hallingerschen Denkschrift: "Die Maßen staatlichen Niederdruckwasserkväste in Süd­ bayern etc." ersichtlichen Flußstrecken-Mustek lung kämen Donauwörth, Neuburg, Ingol­ stadt, ebenso Städte wie Landshut und Rosenijettn, Freising und Wasserburg bis auf we­ nige Respektskubikmeter ,die vielleicht dem' Flußbette belassen werden sollen, an w a s f erleere Flüsse liegen. Die Münchener Schwemhffanalisation bedarf eher einer Ver­ mehrung der Wasserptengen "tm Flußbett bei Freising und Landshut als sie eine Schwächung derselben verträgt. Und bei Landshut kkommt außerdem noch eine sehr starke Triebnverksansnutzung in Betracht. Auch kleinere Städte und Ortschafterr, als die hier genannten, toütf den sich mit solchen Benachteiligungen ihres Landschastsbildes und mit ften unausbileiblichen Schädigungen durch Absenkung des Gstundwasserstandes infolge der Flußbett-Entlererung gewiß nicht zufrieden geben. Derartige schwe­ re Eingriffe längs vieler Hunderter von Kilo­ metern Flußläuse wird deshalb die bayetr. Re­ gierung nicht zugeben dürfen. Sie darff dies erst recht nicht, wenn der andere Zweeck der ────────── —* Auszetch nung nach dem Tode. Alls dem Felde der Ehre fiel, wie bereits mit-geteilt, der Gefreite bei einem Bataillonsstabe des 2. Jns.-,Rgtss., Herrn Alois Fischer, der äl­ teste Sohn des Bäckermeisters Herrn Fischer hier. Der gefallene Held, der im 23. Lebens­ jahre stand, war Inhaber des Eisernen Kreuzes und zur Verleihung des Militärverdienstkreuzes vorgeschlagen. Nunmehr wurde auch die letztere Auszeichnung, die den ‘ Helden leider lebend nicht mehr erreichte, den Eltern des Verblichenen übermittelt. —* Den Heldentod für das Vater­ land starb am 28. (DTtoBo’n den Kämpfers an der Somme der/jjFabjriikschlvsser Herr Franz Lader Holzhammer der Landshüter Biskuitund Keksfabrik. i —* Feld weih nachten 1916. Tie Sammlung für Weihnachtsspenden an unsere Krieger hat nun auch in unferier Stadt be­ gonnen. Sie dauert bis 25. November'. Die Gaben sind den niederbayerischen Regimen­ tern im Felde zugedacht. Geldspenden nehmen die K. Filialbank, die Hypothek- u. Wechsels bank ,die Kreissammelstelle (BezirksäMisgebäude) und das Bureau der städt. Kriegs!süjrsorge "(Zimmer Nr. 2 des Rathauses) ent­ gegen. Für sächliche Gaben sind mehrereSammelstellen in Geschäften errichtet und durch Plakate kenntlich gemacht. —* Ein schwerer Unglücksfall ereig­ nete sich vorgestern bei dem Fäbrikneubau in Holzfeld bei Burghausen. Der 47jährige leb. Erdarbeiter Frz. Winklhoser von München und der verheiratete 59 Jahre alte Arbeiter Ms, H u b a u e r von A ch d o r f bei Landshut warfen mit dem Ausheben eines Schachtes beschäf­ tigt, als die noch nicht ganz verschalten Erdmassen nachgaben und beide verschütteten. Durch die sofort eingeleiteten Rettungsarbei­ ten konnte Winklhoser unter großen Schwie­ rigkeiten noch lebend, aber mit schweren Ver­ letzungen geborgen werden, während Hubauer nur noch als Leiche heraufgeholt werden konnte. —* Der Haupttreffer von 500 000 Mk. der Preuß.- Südd. Klassenlotterie fiel auf Loos Nr. 90 852. —* Wurstsuppe wird künftig jeden Freitag bei sämtlichen Metzgern hier an das ar­ beitende Publikum unentgeltlich abgegeben. —* Der Viktualienmarkt war heute schwächer bestellt als am letzten Mittwoch. Es gab nur wenig Obst. Nur Geflügel toar in größerer Anzahl vorhanden, sowohl tot als lebend. Auch von Kaninchen waren eine statt­ liche Anzahl und zumteil schöne Exemplare am Markte und fänden auch willige Käufers. —* Der Kartoffel mar kt war auch heute unbestellt. Auch die Zufuhr der in der letzten Zeit reichlich vorhandenen Stoppelrü­ ben hat nachgelassen. Es standen heute nur fünf Mägen mit' Weißrüben zum Verkaufe zu den bisherigen Preisen. -* Ein Kurs für Hilfskrankenträ­ ger wird von der Freiw. Sanitätskolonne vom nächsten Dienstag ab in der Ghmnasiäliurnhalle abgehalten, um neue Träger zum Hilfsdienst bei Eintreffen von Lazarettzfügen zu gewin­ nen. Militärfreie, kräftige Leute können sich hierzu beim Kolonnenführer oder in derTurnhalle melden. ────────── Letzte Posten. Zur Kanztervede. Zu der gestrigen Rede des Reichskanz­ lers schreibt der Vorwärts: Was die deutsche Regierung will, ist jetzt ziemlich klar. Das hat der Reichskanzler gestern mit anderen Worten als Scheidemann, aber nicht weniger deutlich gesagt. Noch glaubt man jenseits der Schützengräben nicht an die Unüberwindlichlichkeit Deutschlands und diejenigen haben sehr unrecht, die diese Quelle endloser Kriegsverlängerung geflissentlich übersehen. Dennoch darf man hoffen, daß die Rede des Reichs­ kanzlers dazu beitragen werde, die Wolken des 'Mißtrauens zu zerstören und die Völ­ ker im Wesentlichen klar blicken zu lassen. Eine Rote der Entente an die Schweiz. Dem Schweizer Bundesrat haben Eng­ land, Frankreich und Italien, wie verschiedene Blätter melden, eine Kollektivnote überreicht, in welcher verlangt wird, daß die Schweiz die für den deutsch-schweizerischen Handelsver­ trag aufgestellten Grundsätze auch der Entente zugestehe. _ ' 1 Tie französische Kriegsanleihe. Ter französische Finanzminister Ribot teilte in der Kammer mit, daß die Anleihe 11 Milliarden 360 Millionen ergab. Der fran­ zösische Minister des Innern brachte in der Kammer einen Gesetzentwurf ein, duvch den Gastwirtschaften und ähnlichen Betrieben des Departement Seine eine Steuer von über 5 Francs per Kopf auferlegt werde. Das Er­ gebnis der neuen Steuer wird für Kriegs­ zwecke bestimmt. Italiener von Albanesen zurückgeworfen/. Mailänder Blätter melden über Paris, daß es in der Nähe der Stadt .Mosokolisi ( im Epttus zwischen Italienern und Albanesen unter dem Befehl Ali Babas zu einem blutigen Zusammenstoß gefdmimen sei. Die Italiener wichen zurück, um den Feind nach sich zlü Torfertf Griechenland will sich an die Neutralen wenden. ] Athener Meldungen zufolge beabsichtige Gunaris die Regierung zur Entsendung einer griechischen Mission in die neutralen Staaten aufzufordern um gegen die Verletzung der Rechte Griechenlands zu protestieren. - x Sarrails Stellung erschüttert. Nach Andeutungen der sranzösischenPvesse sind neue Meinungsverschiedenheiten zwischen General Sarrgil und der französischen Re­ gierung aufgetaucht. Die Reise des Kriegsmi­ nisters Roques nach Saloniki hängt mit diesen Mißstimmungen zusammen. Versenkt. C h r i stia n k a, 10. Nov. Nach einer Mit­ teilung an das Ministerium deK Aeußern wur­ de der Dampfer "Tulaug" ant 7. November/ von einem deutschen Unterseeboot vor Kap Le Havre versenkt. Ein Boot mit dem Kapitän und drei Mann ist in Havre eingetroffen,^ das zweite Boot mit dem Steuepmänn, dem Maschinisten, dem Koch und zwei Hei'ziern wird noch vermißt. Bergarbeiterstreik in Australien. Aus Sidneh wird gemeldet, daß derStreik der Bergarbeiter großen Umfang angenommen , habe. ────────── Vermischtes. Rouen, eine englische Stadt. Im "Expreß de Neuchatel'" wird ein Brief aus Ferrm trogenuttft, in dem das Leben und» Treiben der Engländer in Rouen geschildert wird: "Die Engländer sind dabei, die fried­ liche Eroberung des ihnen Verbündeten Landes durchzuführen. Das lehrt am besten ein Be­ such in den Städten Nordfrankreichs, wo sich! die englischen Truppen befinden. Wenn heute die Jungfrau von Orleans nach Rouen käme, wo sie vor 500 Jahren von den Engländern' bei lebendigem' Leibe verbrannt wurde, sie würde voll Entsetzen fliehen? denn wahrhaftig, der alte Seinehafen steht zurzeit vollständig unter dem Zeichen des Union-Jack und in seinen Mauern mächt sich überall englisches Wesen und englische Art breit. Stabsoffiziere in Khaki, junge Marineleutnants, alte Veteranen mit exotischen Medaillen, Highländer in kur­ zen Röcken, Australier mit Ledermützen, GurLhas und Pathans im Turban wimmeln her­ um, ja sogar Frauen Albions, Schwestern des Roten Kreuzes in Khäki, Pflegerinnen inFeldgrau und kanadische Schwestern in Hellblau. Selbst die Polizisten von Rouen find zum Teil durch vielsprachige Policemen mit Gummiknüttelu ersetzt, die ihren Dienst mit den französischen Kameraden gemeinsam versehen^ Die allen grauen Häuser der Stadt hüben ein englisches Gewand angezogen? überall fällt der Mick auf englische Plakate. Die Friseure sind über Nacht hairdressers geworden, in den Buch­ läden sieht man nur noch englische Bücher, der five-o'clvck-Tee hat seinen Einzug gehal­ ten, selbst die Einwohner Rouens haben die englischen Gewohnheiten angenommen < und paradieren mit gebogenen kurzen Pfeifen, Gummimänteln und LacklederMÜtzen. Am allerauffälligsten tritt die AngloMänie bei den Damen zutage, die bei ihren Ausgängen sich Mit Vorliebe des Rohrstöckchens bedienen, der vom englischen Offizier als notwendiges Zube­ hör angesehen wird. In der Tat, Rouen ist eine englische Stadt geworden, in Rouen glaubt man in England selbst zu sein. ────────── Literarisches. Tie Illustrierte Kriegs-Chronik ves Da­ heim hat vor Ähnlichen Unternehmungen einem großen Vorzug: sie folgt den Ereignissen ge­ radezu aus dem Fuße. Für jeden Tag findet der Leser in knappem Chronikstil die Ereig­ nisse der verschiedenen Kriegsschauplätze kurz, verbucht. Dem Besitzer dieses Werkes ist eS also später einmal leicht, durch Nachblättern jede einzelne Waffentat des großen Krieges festzustellen. (Verlag von Velhagen und Klafing in Bielefeld und Leipzig. Preis des Hef­ tes 60 Pfg.) j Das freie Wort. Frankfurter. Halbmonats­ schrift für Fortschritt auf allen Gebieten des geistigen Lebens. Herausgegeben von WaxHenning. 15. Jahrgang. Heft 19/20. Frank­ furt a. M. Neuer Frankfurter Verlag G. ttt. b. H. Preis vierteljährlich 2 Mark. Der Ver­ lag gibt auf Wunsch! Probehefte gratis ab. Druck u. Verlag I. F. Rietsch, Landshut. Ber» antwort!. Redakteur F. & Wagner, Landshut. ────────── Tages-Übersicht. Auszeichnung. Nach^ dem Staatsanzeiger ist Kapitän zur See Michelsen, beauftragt mit der Führung von Torpedobootsstreitkräften der Hochseestreirkräfte, der Kronen-Orden' zweiter Klasse mit Schwertern verliehen worden. Tie Sparkasse auf Reisen. Den Bemühun­ gen dex Budapester Polizei ist es gelungen, das Rätsel der verschwundenen 3.5 Millionen Kronen der Szik-Szpchdaer Sparkasse zu lö­ sen. Beim eiligen Abtransport der Züge wur- den die Kisten mit den Wertpapieren und dem! Bargeld anstatt an den Bestimmungsort nach Balatonsuexed weiter geleitet, wo sie in einem verirrten Eisenbahnwagen unversehrt borge» funden wurden. , ** Anarchistenanschlag. Anarchisten wollten das spanische Parlamentsgebäude in Bürze­ ln na in die Lust sprengen als Protest gegen die Teuerung und Krieg. Die Polizei berf eitelte jedoch ihren Plan. , Rabindranath Dahvre und die Inder. Das Allg. Handelsblaad berichtet: Der Nobelpreis­ träger Rabindranath Tahvre, der in Amerika Vortrage hält, stieß in San Fvanzisko bei den Vertretern der jung-indischen Bewegung auf sehr lebhaften Widerstand wegen seiner Auffassung der indisch-englischen Beziehungen. Der Streit artete schließlich derart aus, daß ein Mordversuch auf den Dichter unternommen wurde, als er mit dem SansMtprofessor Mätu, der ihn zu einer Vortragsreise nach Stock­ holm eingeladen hatte, sein Hotel verlieh.