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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-11-10"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 306</biblScope>
          <date when="1916-11-10">1916-11-10</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Der Reichskanzler im Hauptausschutz.</p>
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          <p>Feindliche Angrifsabsichten an der Somme im Keime erstickt. — Weitere Fortschritte gegen Rumänien. — Eutenteforderungen an die Schweiz. I Im Westen scheiterten feindliche Angriffe zwischen Le Sars und Bouchavesnes, tote bei Presfoir bereits in unserem Sperrfeuer. Im Osten machte sich ein Znnehmlen des Artil'leriekampses an der Bahn Zloczoto—Tarnopol bemerkbar. An der südöstlichen Front wurde ein rus­ sischer Angriff im Gyoergenhabschnitt abge­ schlagen und die Russen bei Belbor und im Toelgyesabschnttt durch deutsche Angriffe zu­ rückgeworfen. Südöstlich des Roten Turmpasses wurde der Baiesti-Abschnitt überschrihten, der Ort Sardoiu und die anschließenden Höhen genommen. In der Rord-Dobrndscha bereiten sich, anischeinend neue Kämpfe vor. Unsere ^Aufklä­ rungsabteilungen gingen auf die Hauptarmee zurück. I I ; j I ;</p>
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          <p>Balkankrlegsschauplmtz. Heeresfteont des Generalfcldmarschalls von Mackensen In der nördlichen Dobrudscha wiichen voteschobene ANsWrungstruppen befehlsgemäß dem Kampfe mit feindlicher Infanterie ans. Mazedonische Front. . Keine Ereignisse von Bedeutung. Ter 1. Generalquartiernnetstev: Ludendorff. Die Heeresberichte. Der deutsche Bericht. WTB. Berlin, 9. November. Mittags. kGrotzes Hauptquartier.) "Westlicher Kriegsschauplatz!. Front des Generalfeldmarschalls Kronprinz RuPPrccht von Bayer«. Angtriffsabsichten der EngMnder und Franzosen zwischen Le Sars und Bouchavesnes sowie südlich der Somme bei Presfoir erstickten fast durchwegs schon im Sperrfeuer. Oestlicher Kriegsschauplatz,. Front des GeueralfeldmarschaNs Prinz Leopold' von Bayern. An der Front beiderseits der Bahn Zloczow—Tarnopol lebte der Feuerkampf wesent­ lich aus. Heerasfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Im nördlichen Gyergho - Gebirge wur­ den russische Angriffe abgeschlagen. Bei Belbor und im Toelghes-Abschnitt! warfen frische deutsche Angriffe die vorgegan­ genen Russen zurück. Südöstlich des Roten Durmpasfes wurde in Fortsetzung unseres Angriffes der Baiestiabschnitt überschritten, Sardoiu mit den bei­ derseits anschließenden Höhenstellungen genom­ men. Wir haben etwa 150 Gefangene gemacht und zwei Geschütze erbeutet. Rumänische Gegenangriffe hatten hier ebensowenig Erfolg, wie im Predealabschnitt und im Pulkangebirge. , x ~</p>
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          <p>Der österr.-ung. Bericht. WTB. Wien, den 9. Rovembew. — Amtlich! wird verlautbarr: Oestlicher Kriegsschauplatz!. Heerasfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Südlich und südöstlich des Szurdukpaffes blieben rumänische Angriffe abermals ersolg!los. Bei Spini machten wir weitere Fort­ schritte. 150 Gefangene und 2 Geschütze wur­ den eingebracht. Westlich von Koelghes und bei Belbor wurden die hier vorgegangenen Russen durch deutsche Truppen wieder gewor­ fen. Heeresflront des Generalfeld Marschalls Prinz Leopold von Bayern. Außer lebhafter Fenetetätigkeit an der Front beiderseits der Bahn Zloczow—Tarno­ pol keine Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. Unverändert. Südöstlicher Kriegsschanpla«. An der Vojusa stellenweise mäßiges Ar­ tilleriefeuer. £&lt;e stellvertretende Edef des Generalstads«' o. Hoeser, Feldmarschalleutnant.</p>
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          <p>Der bulgarische Bericht. Sofia, 8. Rov. AmMcher Generalstabs­ bericht: Mazedonische Front: Südlich vom Maliksee haben wir abgesessene seindlicheKavallerie, die vorzudringen versuchte, zurück­ geworfen. OesMch vom Prespasee und imCernabogen Geschützseuer wie gewöhnlich. An der Moglenafront Geschützfeuer und Minenkampf. Ein feindlicher Angriff in bete Nacht zum 8. November wurde durch Feuer abgewiesen und beim Rückzug verlor der Feind einen "seiner Gräben. Zeitweilig vom Wardar her einzelne Kanonenschüsse. An der Front an der Belasica Planina und der Struma unwirksames feindliches Geschützfeuer auf bewohnte Ort­ schaften vor unserer Stellung,, und Gefechte zwischen Erkundungs- und Wachabteilungen. An der Küste des ägäischen Weeres Ruhe. | Rumänische Front: Geschütz- und Gewehrfeuer längs der Donau an einzelnen Abschnitten. In der Dobrudscha kleine Ge­ fechte mit feindlichen Aufklärungsabteilungen, die gegen unsere Stellungen vorzudringen ver­ suchten. Am Gestade des Schwarzen Meeres Ruhe.</p>
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          <p>vichen SKmmungsuUffchlag zugunsten des Vier­ verbandes zu halten ist. UeDiÄgens Wirt auch ein fpanWcher Leser dev "Times" das Blatt über die wahre Stimmung in Spanien gegen­ über England mit unverschlchelriter Deutlichkeit auf. In dem Artikel' shchßt es u. a.: "Ursprünglich voll Bewunderung für englischen Geikst und englische Art, haben wir Spanier tn den letzten Jahren beobachtet, wie England durch die überlegene GeschäststüchHgkeit der Deutschen überflügelt wurde. Auch von Englands Anteil am Krieg haben wir erst allmählich etwas erfahren, aber es muß noch viel geschehen, um das spanische Volk zu überzeugen, daß die Engländer es ernst meinen. Vor allem sollte pran mit den ewigen Hinweisen aus die Eroberung des deutschen Handels aufhören. Uns Spanier dünkt nichts so abscheulich, wsie der Gedanke eines Blut­ vergießens um schnöden Gewann. Wollt ihr den spanischen Markt erobern, so schickt uns Dinge, d§e wir brauchen können, und -laßt sie uns durch Reisende aUbieten, die unsere Sprache sprechen. Folgender Fall ist charakteristisch: Ein sehr bedeutender Geschäftsmann wünschte ge­ wisse Artikel aus England und schrieb ihret­ wegen an einen englischen Fabrikanten. Er bekam keine Antwort. Als er nochmals schrieb, erhielt er einen englisch gedrückten Katalog zugeschickt. DarauMn wandte er sich an eine andere englische Firma, und diese antwortete ihm, man würde sich der Sache annehMiem Nach einem Monat besuchte ihn ein englischer Handelsreisender, dev sagte, er spreche feftn Spanisch und nur schr schlecht FranzösMhi, daher habe er einen Dolmetscher nPtgebrachts. Der Dolmetscher war ein Teutscher." Tie Wahl in Amerika. Nach den bei der Londoner Vertretung der Associated Preß bis gestern abends 9 Uhr eirygelaufenen Telegrammen wurden bisher für Wilson gezählt 248 und für Hughes 243Stintmen. 40 blieben zweifelhaft. Die Wahlausf schüsse beider Parteien beanspruchen für t# ren Kandidaten den Sieg. Wilson habe in den Mittel- und Oststaaten an Boden gewonnen.</p>
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          <p>9i$ Königreich Polen. ; Protest der Entente. Nach einer Meldung des Berl. Tgbl. aus Kopenhagen kündigt das Echo de Paris einen gegen die Proklamation des Königreiches Po­ len gerichteten Protest an, den Rußland ge­ meinsam mit seinen Verbündeten erlassen wird. Herve zur Polenfrage. Bern, 8. Nov. Zur Lösung der Polen­ srage schreibt Herve: Man muß den Mut haben, anzuerkennen, daß die Ereignisse in Russisch-Polen keinen Sieg für uns bedeuten. Der Streich, den uns Deutschland spielt, ist zynisch und eine schöne Anwendung macchiavelMstischer Gedanken; auch verrät er Geschicklichfkeit. Es ist notwendig, daß die aMierten Regierungen mit Ernst der neuen Sachlage Rechnung tragen. Ms einzige Möglichkeit, das deutsche Manöver sofort zu parieren, verlangt Herve ein gemeinsaMies Manifest sämtlicher Al­ liierten an Polen. Er glaubt jedoch, daß ein solches Manifest, selbst wenn es von allen AMierten unterzeichnet wäre, Polen nicht ententefreunblich machen würde, wenn nicht zum mindesten sofort an die Bildung eines pol­ nischen Heeres gegangen würde, das an der Seite der Russen kämpfen würde. Das Königreich Polen.</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. Ein« neutrale Stimme zu den Kämpfen bei Perdu». ' In den Dagens Nyheter schreibt der schwe­ dische Mlitärkritiker Nörregaard, daß die Räu­ mung des Forts Vaux dom imjoralischen Stand­ punkte aus eine gewisse Bedeutung habe, in der militärischen Situation aber keine Aen­ derung bedeute. .1 ' , , Wahmm die Franzosen Banx nicht gestürmt fyaten. Die britischen Korrespondenten im fran­ zösischen Hauptguartier erklären die Tatsache, daß die 'Franzosen Fort Vaur nicht mit stür­ mender Hand genommen haben, sondern zwei Tage mit der Besetzung warteten, nachdem! die Deutschen es freiwillig geräumt hatten, damit, daß itifan annahm, die Teutschen hätten das Fort unterminiert, und man erst diese Minen durch Beschießung zum Auffliegen brin­ gen und so die Gefahren beseitigen wollte, bevor man der französischen Infanterie ge­ stattete in das allerdings vollständig zerstörte Fort einzurücken.</p>
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          <p>Gegen Rußland. Eine neue deutsche Offensive bei Riga? Die "Neue Zürcher Zeitung" meldet aus Mailand: Der Pariser Berichterstatter des "Corr. de'lla Sera" berichtet, gestützt aus In­ formationen der "Tinges" über eine rege gegen­ seitige ArtMerietätigkeit auf dem Abschnitt von Riga, wahrscheinlich suchten die Deutschen günstigere Stellungen zu erobern, da der Winter sehr hart zu werden drohe'. Aus alle Fälle scheine die Aktion von deutscher Seite auszugehen. Die Russen suchten die Vorstöße du,rch starkes Feuer der schweren Artillerie zu vereiteln. i ' ,( " ' V 1 ! ,T«r dritte Winterfeldzug. In Rußland scheinen die Hoffnungen, daß ein dritter Winterfeldzug dem Volke erspart bleibe, immer mehr zu schwinden. So schreibt "Rußkoje Slowo" am Schluß einer längeren Betrachtung der Kriegslage: In Rußland darf man sich nicht ungerechtfertigten Illusionen hingeben. Die nächsten zwei Monate werden die Entscheidung nicht herbeiführen und ein dritten Winterfeldzug ist eine unabänderliche Sache. (Z.)</p>
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          <p>Am Balkan. Tagung der bulgarischen Sobrauje. Sofia, 9. Nov. Die Svbranje hat das dreimonatliche Budget-Provisontum für 1916 angenommen und sich zuM 22. November ver­ tagt, wo die Verhandlungen über das Budget 1917 beginnen. Aus Griechenland. Der Times wird aus Athen gemieldet: Die griech. Regierung hat Deutschland umAuf-Wrung über die Bedingungen ersucht, die die griechischen Dampfer einhalten müssen, um von Unterseebootsangrisfen verschont zu bleiben. Der (Sortiere della Sera meldet ausAthen: Die Gesandten Frankreichs und Englands un­ ternahmen gestern abends einen neuen wichti­ gen Schritt bei der griechischen Regierung, über den sich die Alliierten verpflichteten, vorläufig völliges Stillschweigen zu bewahren^. Inzwischen wurde bekannt, daß die griechi­ sche Regierung dem Admiral Fournet eine lange Rote überreichte, in der die Gründe dar­ gelegt werden, weshalb die Forderung, die Torpedobootsflottille den Alliierten zu über­ lassen abgelehnt wurde. Das Gerücht, daß bereits einige beschlagnahmte Torpedoboote un­ ter französischer Flagge mit französischer Be­ satzung verwendet würden, entbehrt noch der Bestätigung. Dasselbe Blatt meldet: Gerüchte, wonach die "Angeliki" untergegangen und 150 Griechen ertrunken seien, bestätigen sich nicht. Es sind nur 5 Mann ertranken. Bon der "Angeliki "selbst wurde nur die Bugspitze zerjtrüm-Mert. Das Schiff befindet sich im Piräus wo d ie Ausladung stattfand.</p>
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          <p>Die 9. Jsonzoschlacht. Wien, 8. Nov. Die BMter stellen fest, daß die Italiener in der neunten Jsonzoschlacht trotz des Einsatzes von 170 000 Manp auf dem engbegpenzten Gelände nicht mehr erreich­ ten, als daß die österreichischungarjisch e tosten» ländische Front auf 5 Kilometer Lange einge­ buchtet und nur in einer kurzen Strecke von 4 Kilometern über die nach Räumung von Görz von den Italienern gehaltene Linie zu­ rückgedrückt wurde, sodaß die Italiener von dem Heißerschuten Ziele Triest ebenso weit entfernt sind, wie fritijekt Dabei hatten die Italiener ganz außerordentliche Verluste, die bei mehreren Brigaden die Hälfte der Effektiv­ bestände überschritten, wodurch sie gezwungen waren, die Offensive einzustellen. Die gesam­ te 'Presse zMt dem Heldenmuts der Karskoerteidigex, die sich abermals bei der Abwehr weitüberlegener Massen als unbezwingbare Helden bewährten^ höchstes Lob, und stellt sest&gt; daß keines der Ziele Cadornas erreicht wurde, weder ein Durchbruch durch die österreichischungarische küstenNndische Front, noch eine Ent­ lastung Rumäniens. Man dürfe begierig sein, wie sich nunmehr Cadorna den immer dringen­ der werdenden Forderungen der Ententemäch­ te nach Entsendung größerer italienischerTruppenkörper yach Fvankrchch und Saloniki ent­ ziehe. i Eine Zusammenkunft Aoffres mit Eadorna. I Lugano, 8. Nov. Amtlich wird mitge­ teilt, daß General Cadorna und Joffve am 7. ds. in der Nähe der französisch-italienischen Grenze bei Modeine an der Linie Turin—Lyon eine Zusammenkunft hatten. Minister Bissolatti besuchte gestern die Stellungen der Alpini-Jäger im Pasubtoi-«Ge­ bier. Ein alt«sr Feind Oesterreichs«. Ougano, 9. Nov. AMiotti, der während der Herrschaft des Fürsten zu Wied italienischer Gesandter in Albanien und dort der. Mittel­ punkt aller Intriguen gegen den Fürsten und gegen Oesterreich war, wurde zum italienischen Gesandten in Peking ernannt. Tie Einführung »er Fleischkarte tu Walle». Nachdem die italienische Regierung die Einführung zweier fleischloser Tage anordnete, trägt sie sich bereits jetzt schon mit betn! Gedan­ ken. die Fleischkarte einzuführen. Es wird diese Maßnahme als binnen kurzem.in Kraft tretend betrachtet. Der Krieg mit Italien.</p>
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          <p>junger Anzac, der aus dem Läziastett entlass fen wurde, erhielt sofort 33 Eheangebote und konnte sich aus der Verlegenheit nur dadurch retten, daß er gestand, er sei schon Ehemann und auch Familienvater. Vorstehendes schreibt wörtlich Jean Claude in der Victorpe (25. Okt.) nach der Daily Mail. Und was sind das für Leute, die Anzacs? Die Köln. Ztg. er&gt; innert än die Kennzeichnung, die Saryail von den seinem Oberbesehl unterstellten Anzacs, den Angehörigen des Australian and New ZeSl'and Armh Camp, entworfen hat. Er sagt: Das größte Gesindel sind die weißen und far­ bigen Engländer, unter ihnen namentlich die Neuseeländer und Australier, die ihre Ab­ stammung von den schweren Verbrechern nicht verleugnen sönnen-, die England bis 1866 nach Australien geschickt hat. Soweit Sarrail, der das ihm unterstellte Gesindel am besten ken­ nen muß. Und solches Gesindel ist das Ideal der sonst so anspruchsvollen Engländerin! Das Ideal nicht gerade, aber ein gutes Geschäft täg­ lich vier Mark.</p>
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          <p>Der Krieg zur See. fes insgesamt ein Geldschaden von mindestens 25 Millionen Mark entstanden ist. Unwahre Gerücht*. Da mehrere norwegische Blätter. t&gt;qr al­ lem Tidens Tegn wiederholt behaupteten, die Versenkung des norwegischen Dampfers Tag habe laut Seeverhör auf norwegischem Ho­ heitsgebiet stattgefunden, weshalb Die Regie­ rung Norwegens bei der deutschen Regierung wegen Neutralitätsverletzung Einspruch er­ heben werde, ersuchte Der Vertreter des WTM. das norwegische Verteidigungsdepartement um amtlichen Aufschluß. Dieses ermächtigte ihn öffentüch mitzuteilen, daß die Aufschlüsse, die bisher von den militärischen Behörden einge­ holt worden sind, darauf hinausgehe ril, daß die Versenkungffcußerhalb Der Territorial­ grenze vor sich gegangen ist. Dieselbe Mittei­ lung geht heute der norwegischen Presse amt­ lich zu. Versenkt. Lloyds meldet: Die Schlepper Caswell, Horfatcastle und Kyoto und der Frachtdam­ pfer Seatoma wurden versenkt. Die Besatz­ ungen der Schlepper und 15 Mann der Leatonia wurden von einem dänischen Schlepper aufgenommen, die übrigen 15 Mann vermutlich von einem englischen Kriegsschiff. Der Matin meldet aus Marseille: Der« französische Dampfer "Mogador" wurde ver­ senkt, die Besatzung gerettet. London, 9. Nov. (Lkoydsmeldung.) Der norwegische Dampfer "Furnland" wurde gestern nachmittags versenkt. Dfie Besatzung ist gelandet. — Reuter meldet: Der norwegische j Dampfer "Reims" (913 Tonnen) wurde ver­ senkt. Gesunken. Ter britische Dampfer "Suffold Co»ast" ist gesunken. 34 Verfolger der "Teutschland". Die Wiener Zeit berichtet aus Basel: Laut Daily Chronicle sind zur Verfolgung der "Deutschland" auf der Heimreise 34 Kriegs­ schiffe der Alliierten aufgeboten worden. Ein besonders wertvollar U^Bootseirsolg im nördlichen Eismeer. Die Ladung des im nördlichen Eismeer von einem unserer Unterseeboote versenkten rumänischen Dampfers "Bistritza" von 3688 Donnen war für das rumänische Heer bet stimmt. Unter ihr befanden sich, wie aus betj. jetzt eingetroffenen Ladeliste hervorgeht,, u. a. 125 5000 Stück 7,5-Zentimtr.-Granaten mit Zündern, 42 000 Stück 7,5-Zentimtr.-Kartu»schen, 14 001000 Kartuschen für Mitrailleuf fen, 200 000 Stück 3,7-Zentimtr.-Granaten, 300 Stahlbomben mitZünderm und Ladung, 3600 Stück 13-Zentimtr.-Granaten und ebensoviele Kartuschen, 1 576 000-Patronen für Maschi­ nengewehre, 5000 Zündschnüre. 60 000 Stahl­ helme, 10 000 Gewehre, 100 Maschinengewehre (System Hotchkiß), 20 Stück 5,8-Zentimtr.-Mörser, 360 Stück Packsättel für Maschinengewehrs und Munichon, 28 Autos, 38 Tourenautos, 22 Lastautos, 5 Krankenautos, 7 Sanitäts­ wagen mit vollständiger ärztlicher Ausrüst­ ung, 2 Flugzeugschuppen, 5 Luftballone mit Zubehör, 883 Tonnen Stahl in Barren, 29 Tonnen Nickel, 23 Tonnen Schwefel, 8,5 Ton­ nen Blei, 62 Tonnen Maschinen und Dynamos. / . Der Wert der Ladung wird auf 23 Million, neu Mark, der Wert des neuen Schiffes auf etwa 2,5 Millionen Mark geschätzt, so daß unseren Feinden mit der Versenkung desSchis^</p>
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          <p>Daran muß, erinnert werden, weil in die­ sem Augenblicke die französische Presse wieder mit der heuchlerischen Geste des Kulturschützers die deutschen Barbaren dakür anklagt, daß, bei unserer Vergeltungsbeschießung der Festung Reims eine Anzahl Häuser zerstörst und Bürger getötet worden sind. Wenn nach mehr als zwei Jähren in einer großen französischen Festung Leren Ostforts in unserer Hand sind und deren Gebiet vollständig in der Reichweite unserer Geschütze liegt, noch ungeschützte Kunstdenkmä­ ler stehen, und wenn dort vor allem noch Bürger wohnen, die nur darauf vertrauen, daß wir von unseren Kirstegsmitteln keinen vollen Gebrauch machen, so trifft die Vert­ antwortung dafür ausschließlich die fran­ zösischen Behörden und die betreffenden Bünger selbst. Die Franzosen wissen ganz genau, daß, als sie nach Wochen der SchloM umReims endlich damit begannen, die mittelalterlichen Figuren der Kathedralsassade durch Sandpack­ ungen zu schützen,' wird diese Arbeiten durch keinen Schuß gestört haben, obwohl sie sich Handgriff für Handgriff unter der genau­ en Sicht unserer AistiMerie Beobachtung voll­ zogen haben. WiederhvA ist ihnen in deut-' lieber Weise eine Warnung erteilt worden, als sie später dicht Bei der Kathedrale Batte­ rien gegen uns in Tätigkeit setzten. Jetzt ha­ ben sie wieder und trotz alledem zur militärisch sinnlosen Beschießung von Orten hinter unserer Front Batterien int Süd teile der Stadt aufge­ stellt. Dort steht die berühmteste älteste Abteikirche von Reims. St. Renn. die aus der KaroMngerzeit stammt. Dort liegt St. Maurice und die uralte Abtei Hotel-Wieu. Die fran­ zösische Spekulation aus das Kulturgewimmer wird nicht verhindern, daß in der Festung Reims französische Batterien beschossen wer-ben, auch wenn sie sich hinter weltgeschichtlichen Denkmälern decken, die uns Deutschen verehrungswürdiger und achtunggebietender sind, als den Franzosen selbst, wie der ganze Verlauf dieses Krieges bewiesen hat. Gestern mußten wir das Vergeltungsseuer auf Reims fort­ setzen, und es steht ganz in der Hand der Fran­ zosen, wie oft wir es Werden wiederholen müs­ sen. ' &lt;Kb.) 23. Scheu ermann. Kriegsberichterstatter</p>
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          <p>"Weiche Bittere Lebensauffassung für eine junge Dame," antwortete er, "und — wie richtig dennoch," fügte er mit eine'tnf kurzen Aufseufzen hinM. "Haben Sie ein Buch ge­ lesen, von 'Schiffen, die sich nachts begegnen?" "Ja — aber es ist Tag und Heller Sonnen­ schein." Es leuchtete in seinen Augen auf. "So könnten sie sich noch einmal be- gegnen?" "Es ist möglich." "Liegt die Möglichkeit nicht im Bereich des SBoltens ?" "Tie Waldsee bindet sich nicht an Zeit und Ort, und jetzt muß sie eilen," sagte sie/ plötzlich erkennend, daß sie schon zu lange - mit deut Fremden hier stand. "Haben Sie Dank für Ihre Rettung — Adieu." Ehe er .noch etwas erwidern konnte, hatte sie sich gewandt und eilte den Berg, den sie vorhin hinuntergerast war, wieder hinauf, so flink und leichtfüßig, als bereitete es ihr nicht die geringste-Schwierigkeit. "Auf Wiedersehen!" rief er ihr nach, von ihrem schnellen Aufbruch noch ganz verdutzt.' Und dann sah er ihr nach, «er schlanken, an­ mutigen Gestalt, wie sie dahtnschwebte. kaum den Boden berührend. Wer mochte sie sein, die ihm hier entgegengeflogen war. wie ein Glück verheißendes Omen? Wo war sie zu Hause? Ihre ganze Erscheinung, ihre Toilette, ihr Schuhwerk, ihr vornehmes, stolzes Wesen sprachen für ihren gesellschaftlichen Stand«. Sicher war sie auf einem der umliegenden Güter zum Besuch und durchstreifte nun das Revier. Etwas gewagt, etwas kühn uiid auch leichtsinnig, so allein zu wandern und sich unbekannten Gefahren auszusetzen und den­ noch — voll echter, Holder Weiblichkeit. Ob er sie wohl wiedersah? Gr Hätte gern noch einmal ihr frohes, herziges Lachen hören, ihr in die blitzenden Augen sehen mögen«. Tor, der er war! Mit einem energischen Ruck schickte ex sich zum Weitergehen an. Wie hatte sie doch gesagt? "Man meint oft, das Glück zu halten, und im nächsten Augenblick zerrinnt es e inem schon in den Händen." So war es. Ein düsterer Schatten flog über feige vorhin so belebten Züge, und mit gesenktem! Blick und sehr langsam stieg er den steilen Weg, den soeben die Waldsee spielend genommen hatte, empox. Rose hatte einen Umweg gemacht, fast unbewußt, einem inneren Drange folgend. Ob sie gefürchtet hatte, der Fremde würde ihr nachkomm'en und sie begleiten wollen, das wuß­ te sie nicht genau. Sie hatte nur das Gefühl, daß sie fliehen mußte, weit, weit fort aus feiner Nähe. Das kleine, immerhin interessante Aben­ teuer hatte sie etwas aus ihrer gewohnten Fassung gebracht, so bedeutungslos es schien. In ihrem in den letzten Wochen so eintönigen Leben gewann eben das Geringste Bedeutung. Wie herausgerissen sie aus ihrem früheren Leben war, wie die Einsamkeit aus sie ge­ wirkt hatte, das erkannte sie deutlich daraus, daß ihr ein kurzes, belangloses Begegnen mit einem toitbfrdmfoen Manne schon zum Ereig­ nis wurde. Es schien ihr selbst lächerlich, daß ihr das Herz noch imMier klopfte und daß ihre Wangen glühten. Mein Hirnnfel, was war denn dabei, daß. der Zufall sie mit einem# Manne zusammeügesührt hatte! Das konnte alle Tage voxkommen. Freilich, etwas eigen­ artig war die Begegnung gewesen, sie war ihm ja förmlich in die Armje gelaufen. Das Blut stieg ihr bei dieser Vorstellung noch heißer ins Gesicht; es klopfte ihr in den Schläfen wie mit kleinen .Hämmern. Was mochte ft von ihr denken. Sie war ja wie eine Rasende den Berg hinuntergelaufen und er hatte noch ge­ wagt, das zu rügen. Es war nur gut, daß sie sich in ein so strenges Inkognito gehüllt und ihren Aufenthaltsort nicht verraten hatte. (Fortsetzung folgt)</p>
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          <p>Ein weiterer sozialdemokroatischer Red­ ner betonte ,daß die Schuldfrage für 1 DeutschIttnb um so günstiger ausfalle, je mehr man die russische Mobilisation betrachte. Ein Pole sprach sich gegen jede Annexion aus. Nachmittags erörterte der Ausschuß, ein­ gehend die polnische Frage.</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Ter Kgl. bayer. Elisabetheu-Orden begeht am 19. ds. die Feier seines 150jährigen Be­ stehens. 1 f ; Pnriz Heinrich von Bayern gefallen. Das Kgl. Geheimkabinett teilt mit: ; Sarv ar, 8. November. Der König traf ' heute nachmittags von Siebenbürger fomtenb in Sarvar ein. Kurz nach der Ankunft er. hielt er die betrübende Nachricht, daß Prinz ' Heinrich im Felde gefallen ist. Der König wird seine Reise abbrechen und voraussichtlich gm Freitag nachts nach München zurückkehrenj. &lt;31 M. der deutsche Kaiser hat bereits gestern dem König Ludwig und Frau Prinzess sin Arnulf in sehr herzlichen Worten sein Beileid ausgesprochen. ! Aus dem, dem verstorbenen PrinzenHein-, ; rich gehörenden Gute Holzen, in welchem Frau Prinzessin Arnulf und Prinz Heinrich seit Kriegsbeginn ein Lazarett unterhielten, wur­ den gleich nach dem Eintreffen der Trauer-, Nachricht die Fahnen aus Halbmast gesetzt. Ge-' stern früh- 9 Ißjfc; fand in Holzen ein Trauergvt-,'. &gt; tesdienst statt. , Die Leiche des Prinzen wird hier voraus' sichtlich atp Samstag abends in München erwar­ tet. Die feierliche Beisetzung erfolgt in bet? St. Kajetanshofkirche an der Seite des Prin. zen Arnulf, Vaters des Verstorbenen. I Wie die M. A. A. erfährt, erhielt Frau f Prinzessin Arnulf, die ein gerädezsn ideales '• Verhältnis mit ihrem einzigen Kinde verband, erst vor wenigen Tagen einen Brief, worin ihr mitgeteilt wurde, daß Prinz Heinrich der Liebling seiner Soldaten war und daß er in al­ len Kämpfen durch seine Tapferkeit seinem Namen Ehre gemacht und in seiner, trotz frü­ herer Verwundungen ungeschwächten Jugendkraft die Strapazen und Gefahren auf dem Kriegsschauplätze mit seinen Leuten teilte.</p>
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          <p>Allerlei. 125 Personen ertrunken. Auf der Weich­ sel kenterte am Allerseelentage eine mit 145 Personen besetzte Fähre in der.Nähe von Kazmienz-Lnbelski bei Posen. 125 Personen er­ tranken. Tie Flucht eines zu« Tode Verurteilten. Der wegen verschiedener Verbrechen zum Tode verurteilte Rudolf König wurde nach seiner Flucht in einem Hause -in Wien aufgefunden, in dem er seit seiner Flucht sich verborgen hielt,. Als er keine andere Möglichkeit zur Flucht mehr hatte, sprang er vom zweiten Stockwerk auf die Straße. Ein Komplize, dev im selben Zintimer anwesend war, wagte gleich­ falls den Sprung auf die Straße. Beide wur­ den schwer verletzt ins Spital verbracht. Ans der Bühne irrsinnig geworden. In Budapest ist einer der besten ungarischen Sha­ kespeare-Darsteller, überhaupt einer der her­ vorragendsten ungarischen Schauspieler, Josef Kürthy, während der Vorstellung irrsinnig geworden. Während der Vorstellung erlitt er in der ersten Pause einen Tobsuchtsanfall, wurde aber wieder beruhigt, sodatz er die Vor­ stellung zu Ende spielen konnte. Rach Schluß Der Vorstellung zeigte sich aber' ein neuer Tobsuchtsanfall und Kürthy mußte in die Ir­ renanstalt überführt werden.</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. Furth b. Psartk., &amp; Noo. (Gntstansch) Der Landw. Bezirksverein Straubing hat das ihm bei der Zwangsversteigerung vom 13. Ok, 'tober zugefallene Gasthaus "zur Post" dahier an den Gutsbesitzer Hrn. Ant. Grpll in Er­ golding vertauscht. Die notarielle Beurkun­ dung des Tausches fand Vorgestern inLandshut statt. Oberschneiding, 8. Nov. (Unfall.) Ver­ gangene Woche scheuten bei Wolferkofeni I Pferde des Reihinger Postillons und dev mit 3 I Personen besetzte Omnibus kippte um!. Während der Postwagen ziemlich arg nnitgenommen wurde, tauten die Fahrgäste mitt dem Schrecken davon. Straubing, 9. Nov. (Das Esserne LKrvuz 1. Klasse) wurde dem Rittmchjter, Herrn Aug. von Savohe, Eskadronsches tm 7. Chev..-Rgt. verliehen. • Teggendoirf, 5. Nov. (Entwichener Geisteskxanker.) Aus der Heil- und Pflegearnstalt Deggendorf ist entwichen der geistesktranke Pflegling Georg Grüner, Schneider von Bor» der buch berg, k. B.-!A&gt;. Kötzting, 42 Jahres alt; txägt gestempelte Anstaltskleider. Regen, 5. Nov. (Fahnenflüchtig.) Geegen den Pionier Karl Dietz, Meßgehilse, geb. 1882 in Eisenstein, ist wegen erschwerter unerlatnbter Entfernung vorn Gericht der stellv. 11. Jnf&gt; Brigade Haftbefehl erlassen worden. ^Ortenburg» 7. Nov. (Schwerer Umfalt.) Dex 17jährige Dienstknecht Anton Forstmeister bei dem Bauern Eduard Höng in Obericglbach kam gestern gegen 2 Uhr früh in angetrrunkenetn Zustande heim. In der Frühe wolllte er von der Arbeit nichts wissen und kam hiettvegen auf betn Heuboden mit der 30 jährigen Mebenmagd Maria Klosterhuber in Streit, der sochließlich in eine Rauferei ausartete. Dabei fielen beide duxch eine Lücke aus die Scheuerttennef. Die Magd wax sofort tot, wählend Forstmeister schwere Verletzungen am Kopfe daoontrucg und nicht unbedenklich darniederliegt. Ulnter»suchung ist eingeleitet.</p>
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          <p>Dienstesnachrichten. Bahndienst. Versetzt wurde in etatsmäßiger Weise auf Ansuchen der Eisenbahnsekrdtär Sebastian Büchner von der Ablöse gruppe der Eisenbahudirektion Regensburg nach DerggendorMf.; berufen in etatsmäßiger Weisse der Stationsdiener tm Nebenbahndienst Uranz Schnörzinger von Freyung nach KWHamt. Ausnützung der bayerischen NiederdruckVasserkröfte« Von Dipl.-jJng. K, Fischer, Gustavsburg. (Schluß.) Mit dem Mißstand, daß durch die Hallingerschen Pläne große Strecken der ibaheri Donau ,des bayer. Inns, der Iller, des Lechs und der Isar trocken gelegt werden sjollen, scheint sich Herr Hallinger doch etwas zu leichst abzufinden . Nach der auf Seite 18 umd 19 der Hallingerschen Denkschrift: "Die Maßen staatlichen Niederdruckwasserkväste in Süd­ bayern etc." ersichtlichen Flußstrecken-Mustek lung kämen Donauwörth, Neuburg, Ingol­ stadt, ebenso Städte wie Landshut und Rosenijettn, Freising und Wasserburg bis auf we­ nige Respektskubikmeter ,die vielleicht dem' Flußbette belassen werden sollen, an w a s f erleere Flüsse liegen. Die Münchener Schwemhffanalisation bedarf eher einer Ver­ mehrung der Wasserptengen "tm Flußbett bei Freising und Landshut als sie eine Schwächung derselben verträgt. Und bei Landshut kkommt außerdem noch eine sehr starke Triebnverksansnutzung in Betracht. Auch kleinere Städte und Ortschafterr, als die hier genannten, toütf den sich mit solchen Benachteiligungen ihres Landschastsbildes und mit ften unausbileiblichen Schädigungen durch Absenkung des Gstundwasserstandes infolge der Flußbett-Entlererung gewiß nicht zufrieden geben. Derartige schwe­ re Eingriffe längs vieler Hunderter von Kilo­ metern Flußläuse wird deshalb die bayetr. Re­ gierung nicht zugeben dürfen. Sie darff dies erst recht nicht, wenn der andere Zweeck der</p>
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          <p>Ausnützung der bayerischen Niederdruckwasserkräfte. Kraftwasserkanäle, nämlich die Ermöglichung | einer leistungsfähigen Schiffahrt obendrein i doch nicht erreicht wird, weil eben die zw große Wassergeschwindigkeit in den Werkkanäilen die Schiffahrt unmöglich macht. Wie Verhängnisvoll es werden müßte, die langen Seitenkanäle für die Krastausnützung nach Hallinger auszubauen, um dann später die Erfahrung zu machen, daß die Schiffahrt in diesen Werkkanälen dennoch unmöglich, ist, ist' in der Denkschrift über Die Verbesserung' der Schiffbarkeit der bayer. Donau vom Jahre 1905 näher ausgeführt. Sie wurde im Auf­ träge des bayer. "Kanalvereins hergestellt und entstammt der Feder des kgl. Ministerialrates Faber in München. In ihr ist unter Berufung auf die Versuche, die der preußische Minister ! der öffentlichen Arbeiten über den Schiffs-| widerstand in Kanälen etc., insbesondere am I Dortmund—Ems—Kanal unter Leitung des | Baurats Haack im Jahre 1898 ausführen ließ, I scharf nachgewiesen, daß die Schiffahrt und Krastgewtnnung am gleichen Kanüle unver­ einbar sind. Dort wird Jur die Schiffahrt eine Geschwindigkeit von höchstens 0.20 Meter | (nadj Baurat Prüsmann 0.26 Meter) als zu| lässig erachtet (Seite 45—49 der genannten Denkschrift). Die rentable Kräftgewinnung da­ gegen hat, tote schon erwähnt, nur ein In­ teresse an Geschwindigkeiten, die mindesten» 1 Meter pro Sekunde im Kanal betragen; Wie verlautet, soll die Konzeffionsertetlung für eines der Hallingerfschen Seiten. ! kanalUProjekte seitens der bayer. Regierung bereits bevorstehen. Käme es wirMch zu einer solchen Konzesstonierung, so wäre das zum größten Unheil des ganzen Landes und würde Wohl mit Recht den bayer. Kanalverein als den zielbewußten Förderer der bayer. Wasserstra­ ßen ans den Plan rufen. Bis jetzt ist tatsäch­ lich noch nicht bekannt geworden, daß, anchj die Schiffahrtsinteressen zu den HaMngerschen Projekten gehört wurden. Ebenso wenig weiß man, tote sich andere Sachverständige dazu stellen. Gerade aber hier, wo die wich­ tigen Spezialfragen des Baues von Wasser­ straßen, der Krastgewinnung und der Lan­ deskultur sich innig ^berühren, dürste es wobt im eigenen Interesse des Staates gelegen sein, die Entscheidung nicht bei sich selbst zu suchen,. Die Lösung solcher umfassender Probleme sollte nur einer Kommission von Autoritäten in den einzelnen Fachgebieten anvertraut werden, also von Spezialisten, die vor allem dem Ge­ genstände die nötige Uninteressiertheit entge­ genzubringen hätten. Die Fülle der wasser­ wirtschaftlichen Ausgaben, vor die unser. Land durch die allgemeine Versorgung mtit Elektri­ zität und nunmehr auch durch die großen Schisfahrtsfragen gestellt ist, würde eine sol­ che Kommission auf Jahre hinaus beschäftigen^. Die Kosten eines solchen Sach'oerständigen-Aus-schusses sind eine Bagatelle gegenüber der Ver­ antwortung verfehlter Maßnahmen. Ich bin aber heute schon der Ueberzeugung, daß eine solche Kommission mit mir zu der Ansicht kommen würde, daß , die Kraftgewinnungspläne des Herrn Hallinger höchstens an jenen siidbaherischen Flüssen in Betracht kommen dürsten, die wie Lech, Iller, Alz und strecken­ weise die Isar oberhalb Landshut für die Schiffahrt Wohl niemals in Betracht kommen werden. Die. Isar unterhalb Landshut sowie die ganze Donau und der ganze Inn sind aber als Verkehrsadern von vornherein zu -wertvoll, als daß sie der Kyasterzeugnng ge­ opfert werden dürfen. Von Dipl.-jJng. K, Fischer, Gustavsburg. (Schluß.) Mit dem Mißstand, daß durch die Hallingerschen Pläne große Strecken der ibaheri Donau ,des bayer. Inns, der Iller, des Lechs und der Isar trocken gelegt werden sjollen, scheint sich Herr Hallinger doch etwas zu leichst abzufinden . Nach der auf Seite 18 umd 19 der Hallingerschen Denkschrift: "Die Maßen staatlichen Niederdruckwasserkväste in Süd­ bayern etc." ersichtlichen Flußstrecken-Mustek lung kämen Donauwörth, Neuburg, Ingol­ stadt, ebenso Städte wie Landshut und Rosenijettn, Freising und Wasserburg bis auf we­ nige Respektskubikmeter ,die vielleicht dem' Flußbette belassen werden sollen, an w a s f erleere Flüsse liegen. Die Münchener Schwemhffanalisation bedarf eher einer Ver­ mehrung der Wasserptengen "tm Flußbett bei Freising und Landshut als sie eine Schwächung derselben verträgt. Und bei Landshut kkommt außerdem noch eine sehr starke Triebnverksansnutzung in Betracht. Auch kleinere Städte und Ortschafterr, als die hier genannten, toütf den sich mit solchen Benachteiligungen ihres Landschastsbildes und mit ften unausbileiblichen Schädigungen durch Absenkung des Gstundwasserstandes infolge der Flußbett-Entlererung gewiß nicht zufrieden geben. Derartige schwe­ re Eingriffe längs vieler Hunderter von Kilo­ metern Flußläuse wird deshalb die bayetr. Re­ gierung nicht zugeben dürfen. Sie darff dies erst recht nicht, wenn der andere Zweeck der</p>
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          <p>—* Auszetch nung nach dem Tode. Alls dem Felde der Ehre fiel, wie bereits mit-geteilt, der Gefreite bei einem Bataillonsstabe des 2. Jns.-,Rgtss., Herrn Alois Fischer, der äl­ teste Sohn des Bäckermeisters Herrn Fischer hier. Der gefallene Held, der im 23. Lebens­ jahre stand, war Inhaber des Eisernen Kreuzes und zur Verleihung des Militärverdienstkreuzes vorgeschlagen. Nunmehr wurde auch die letztere Auszeichnung, die den ‘ Helden leider lebend nicht mehr erreichte, den Eltern des Verblichenen übermittelt. —* Den Heldentod für das Vater­ land starb am 28. (DTtoBo’n den Kämpfers an der Somme der/jjFabjriikschlvsser Herr Franz Lader Holzhammer der Landshüter Biskuitund Keksfabrik. i —* Feld weih nachten 1916. Tie Sammlung für Weihnachtsspenden an unsere Krieger hat nun auch in unferier Stadt be­ gonnen. Sie dauert bis 25. November'. Die Gaben sind den niederbayerischen Regimen­ tern im Felde zugedacht. Geldspenden nehmen die K. Filialbank, die Hypothek- u. Wechsels bank ,die Kreissammelstelle (BezirksäMisgebäude) und das Bureau der städt. Kriegs!süjrsorge "(Zimmer Nr. 2 des Rathauses) ent­ gegen. Für sächliche Gaben sind mehrereSammelstellen in Geschäften errichtet und durch Plakate kenntlich gemacht. —* Ein schwerer Unglücksfall ereig­ nete sich vorgestern bei dem Fäbrikneubau in Holzfeld bei Burghausen. Der 47jährige leb. Erdarbeiter Frz. Winklhoser von München und der verheiratete 59 Jahre alte Arbeiter Ms, H u b a u e r von A ch d o r f bei Landshut warfen mit dem Ausheben eines Schachtes beschäf­ tigt, als die noch nicht ganz verschalten Erdmassen nachgaben und beide verschütteten. Durch die sofort eingeleiteten Rettungsarbei­ ten konnte Winklhoser unter großen Schwie­ rigkeiten noch lebend, aber mit schweren Ver­ letzungen geborgen werden, während Hubauer nur noch als Leiche heraufgeholt werden konnte. —* Der Haupttreffer von 500 000 Mk. der Preuß.- Südd. Klassenlotterie fiel auf Loos Nr. 90 852. —* Wurstsuppe wird künftig jeden Freitag bei sämtlichen Metzgern hier an das ar­ beitende Publikum unentgeltlich abgegeben. —* Der Viktualienmarkt war heute schwächer bestellt als am letzten Mittwoch. Es gab nur wenig Obst. Nur Geflügel toar in größerer Anzahl vorhanden, sowohl tot als lebend. Auch von Kaninchen waren eine statt­ liche Anzahl und zumteil schöne Exemplare am Markte und fänden auch willige Käufers. —* Der Kartoffel mar kt war auch heute unbestellt. Auch die Zufuhr der in der letzten Zeit reichlich vorhandenen Stoppelrü­ ben hat nachgelassen. Es standen heute nur fünf Mägen mit' Weißrüben zum Verkaufe zu den bisherigen Preisen. -* Ein Kurs für Hilfskrankenträ­ ger wird von der Freiw. Sanitätskolonne vom nächsten Dienstag ab in der Ghmnasiäliurnhalle abgehalten, um neue Träger zum Hilfsdienst bei Eintreffen von Lazarettzfügen zu gewin­ nen. Militärfreie, kräftige Leute können sich hierzu beim Kolonnenführer oder in derTurnhalle melden.</p>
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          <p>Letzte Posten. Zur Kanztervede. Zu der gestrigen Rede des Reichskanz­ lers schreibt der Vorwärts: Was die deutsche Regierung will, ist jetzt ziemlich klar. Das hat der Reichskanzler gestern mit anderen Worten als Scheidemann, aber nicht weniger deutlich gesagt. Noch glaubt man jenseits der Schützengräben nicht an die Unüberwindlichlichkeit Deutschlands und diejenigen haben sehr unrecht, die diese Quelle endloser Kriegsverlängerung geflissentlich übersehen. Dennoch darf man hoffen, daß die Rede des Reichs­ kanzlers dazu beitragen werde, die Wolken des 'Mißtrauens zu zerstören und die Völ­ ker im Wesentlichen klar blicken zu lassen. Eine Rote der Entente an die Schweiz. Dem Schweizer Bundesrat haben Eng­ land, Frankreich und Italien, wie verschiedene Blätter melden, eine Kollektivnote überreicht, in welcher verlangt wird, daß die Schweiz die für den deutsch-schweizerischen Handelsver­ trag aufgestellten Grundsätze auch der Entente zugestehe. _ ' 1 Tie französische Kriegsanleihe. Ter französische Finanzminister Ribot teilte in der Kammer mit, daß die Anleihe 11 Milliarden 360 Millionen ergab. Der fran­ zösische Minister des Innern brachte in der Kammer einen Gesetzentwurf ein, duvch den Gastwirtschaften und ähnlichen Betrieben des Departement Seine eine Steuer von über 5 Francs per Kopf auferlegt werde. Das Er­ gebnis der neuen Steuer wird für Kriegs­ zwecke bestimmt. Italiener von Albanesen zurückgeworfen/. Mailänder Blätter melden über Paris, daß es in der Nähe der Stadt .Mosokolisi ( im Epttus zwischen Italienern und Albanesen unter dem Befehl Ali Babas zu einem blutigen Zusammenstoß gefdmimen sei. Die Italiener wichen zurück, um den Feind nach sich zlü Torfertf Griechenland will sich an die Neutralen wenden. ] Athener Meldungen zufolge beabsichtige Gunaris die Regierung zur Entsendung einer griechischen Mission in die neutralen Staaten aufzufordern um gegen die Verletzung der Rechte Griechenlands zu protestieren. - x Sarrails Stellung erschüttert. Nach Andeutungen der sranzösischenPvesse sind neue Meinungsverschiedenheiten zwischen General Sarrgil und der französischen Re­ gierung aufgetaucht. Die Reise des Kriegsmi­ nisters Roques nach Saloniki hängt mit diesen Mißstimmungen zusammen. Versenkt. C h r i stia n k a, 10. Nov. Nach einer Mit­ teilung an das Ministerium deK Aeußern wur­ de der Dampfer "Tulaug" ant 7. November/ von einem deutschen Unterseeboot vor Kap Le Havre versenkt. Ein Boot mit dem Kapitän und drei Mann ist in Havre eingetroffen,^ das zweite Boot mit dem Steuepmänn, dem Maschinisten, dem Koch und zwei Hei'ziern wird noch vermißt. Bergarbeiterstreik in Australien. Aus Sidneh wird gemeldet, daß derStreik der Bergarbeiter großen Umfang angenommen , habe.</p>
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          <p>Vermischtes. Rouen, eine englische Stadt. Im "Expreß de Neuchatel'" wird ein Brief aus Ferrm trogenuttft, in dem das Leben und» Treiben der Engländer in Rouen geschildert wird: "Die Engländer sind dabei, die fried­ liche Eroberung des ihnen Verbündeten Landes durchzuführen. Das lehrt am besten ein Be­ such in den Städten Nordfrankreichs, wo sich! die englischen Truppen befinden. Wenn heute die Jungfrau von Orleans nach Rouen käme, wo sie vor 500 Jahren von den Engländern' bei lebendigem' Leibe verbrannt wurde, sie würde voll Entsetzen fliehen? denn wahrhaftig, der alte Seinehafen steht zurzeit vollständig unter dem Zeichen des Union-Jack und in seinen Mauern mächt sich überall englisches Wesen und englische Art breit. Stabsoffiziere in Khaki, junge Marineleutnants, alte Veteranen mit exotischen Medaillen, Highländer in kur­ zen Röcken, Australier mit Ledermützen, GurLhas und Pathans im Turban wimmeln her­ um, ja sogar Frauen Albions, Schwestern des Roten Kreuzes in Khäki, Pflegerinnen inFeldgrau und kanadische Schwestern in Hellblau. Selbst die Polizisten von Rouen find zum Teil durch vielsprachige Policemen mit Gummiknüttelu ersetzt, die ihren Dienst mit den französischen Kameraden gemeinsam versehen^ Die allen grauen Häuser der Stadt hüben ein englisches Gewand angezogen? überall fällt der Mick auf englische Plakate. Die Friseure sind über Nacht hairdressers geworden, in den Buch­ läden sieht man nur noch englische Bücher, der five-o'clvck-Tee hat seinen Einzug gehal­ ten, selbst die Einwohner Rouens haben die englischen Gewohnheiten angenommen &lt; und paradieren mit gebogenen kurzen Pfeifen, Gummimänteln und LacklederMÜtzen. Am allerauffälligsten tritt die AngloMänie bei den Damen zutage, die bei ihren Ausgängen sich Mit Vorliebe des Rohrstöckchens bedienen, der vom englischen Offizier als notwendiges Zube­ hör angesehen wird. In der Tat, Rouen ist eine englische Stadt geworden, in Rouen glaubt man in England selbst zu sein.</p>
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          <p>Literarisches. Tie Illustrierte Kriegs-Chronik ves Da­ heim hat vor Ähnlichen Unternehmungen einem großen Vorzug: sie folgt den Ereignissen ge­ radezu aus dem Fuße. Für jeden Tag findet der Leser in knappem Chronikstil die Ereig­ nisse der verschiedenen Kriegsschauplätze kurz, verbucht. Dem Besitzer dieses Werkes ist eS also später einmal leicht, durch Nachblättern jede einzelne Waffentat des großen Krieges festzustellen. (Verlag von Velhagen und Klafing in Bielefeld und Leipzig. Preis des Hef­ tes 60 Pfg.) j Das freie Wort. Frankfurter. Halbmonats­ schrift für Fortschritt auf allen Gebieten des geistigen Lebens. Herausgegeben von WaxHenning. 15. Jahrgang. Heft 19/20. Frank­ furt a. M. Neuer Frankfurter Verlag G. ttt. b. H. Preis vierteljährlich 2 Mark. Der Ver­ lag gibt auf Wunsch! Probehefte gratis ab. Druck u. Verlag I. F. Rietsch, Landshut. Ber» antwort!. Redakteur F. &amp; Wagner, Landshut.</p>
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          <p>Tages-Übersicht. Auszeichnung. Nach^ dem Staatsanzeiger ist Kapitän zur See Michelsen, beauftragt mit der Führung von Torpedobootsstreitkräften der Hochseestreirkräfte, der Kronen-Orden' zweiter Klasse mit Schwertern verliehen worden. Tie Sparkasse auf Reisen. Den Bemühun­ gen dex Budapester Polizei ist es gelungen, das Rätsel der verschwundenen 3.5 Millionen Kronen der Szik-Szpchdaer Sparkasse zu lö­ sen. Beim eiligen Abtransport der Züge wur- den die Kisten mit den Wertpapieren und dem! Bargeld anstatt an den Bestimmungsort nach Balatonsuexed weiter geleitet, wo sie in einem verirrten Eisenbahnwagen unversehrt borge» funden wurden. , ** Anarchistenanschlag. Anarchisten wollten das spanische Parlamentsgebäude in Bürze­ ln na in die Lust sprengen als Protest gegen die Teuerung und Krieg. Die Polizei berf eitelte jedoch ihren Plan. , Rabindranath Dahvre und die Inder. Das Allg. Handelsblaad berichtet: Der Nobelpreis­ träger Rabindranath Tahvre, der in Amerika Vortrage hält, stieß in San Fvanzisko bei den Vertretern der jung-indischen Bewegung auf sehr lebhaften Widerstand wegen seiner Auffassung der indisch-englischen Beziehungen. Der Streit artete schließlich derart aus, daß ein Mordversuch auf den Dichter unternommen wurde, als er mit dem SansMtprofessor Mätu, der ihn zu einer Vortragsreise nach Stock­ holm eingeladen hatte, sein Hotel verlieh.</p>
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