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        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-11-14"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 310</biblScope>
          <date when="1916-11-14">1916-11-14</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Der Vormarsch in Rumänien.</p>
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          <p>Schwere rumänische Verluste; über 1000 Rumänen gefangen. — Einführung der Zivildienstpflicht in Deutschland beabsichtigt. — Vorstoß deutscher Torpedoboote in den Finnischen Meerbusen. — Deutschland und Norwegen.</p>
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          <p>Ar kitföe Bericht. WTB. Berlin, den 13. November. — (Grotzes Hauptquartier.) Westlicher Kriegsschauplatz«. Front des Geueralfelvmarschalls Kronprinz Rnpprecht do« Bayer«. Zwischen' Ancre und Somme zeitweilig starker Artillerietomps. 1 Unser Feuer zerstreute feindliche Infan­ terie rot VorgeWnde unserer Stellungen süd­ lich von Wavbencourt und wirkte gegen An­ sammlungen in den englischen Gräben west­ lich von Eaucourt l'Abbahe I Im SaMy-Saillisel halten wir den Ost­ rand. Beiderseits des Dorfes griffen die Iran-' zosen nachmittags mit starken Kräften an. Sie wurden abgewiesen. j Front des deutsche» Kronprinzen. Ein nördlich des Doller (Oberelsaß) nach Artillerievorbereitung erfolgter französischex Vorstoß scheiterte vollkommen. Oestlicher Kriegsschauplatz«. Front des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayer«. Zwischen Meer und Karpathen keine we­ sentlichen Ereignisie. . , Kolonnen entgegengeworsen wurden, brachen zusammen. Heeresfront d«s Geueralfeldmarschalls ] Prinzen Leopold von Bayer«. Keine Ereignisse von Bedeutung. ] Italienischer Kriegsschauplatz. « und «ndSstlbcher Kriegsschauplatz. ! Nichts Neues. Der stellvertretende Chef des Generalstabesl v. H o « f e r, Feldmarschalleutnanr. Ereignisie zur See. In der Nacht vom 12. zuMjl3. ds. belegten unsere SeeMgzeuge die Fabrikanlagen von Ponte Lagoscuro und die Bahnanlagen von Ravenna mit Bomben. Die Wirkung war ver­ heerend. Im ersteren Orte wurden Volltreffer in zwei Zuckerrafsinerien, bei der Schwesehcafsinerie,, im Elektrizitätswerke und auf ders Eisenbahnstrecke erzielt, mehrere Brände be­ obachtet. Zn Ravenna wurde das Bahnhofsge­ bäude voll getroffen. Alle Flugzeuge sind unversehrt eingerückt. FlottenwmMändo. 9er türkische Bericht. Konstantinopel, 12. Nov. Das tür­ kische Hauptquartier teilt mit: Kaukasussront: Für uns günstig ver­ laufene Scharmützel. Wir mächten Gefangene. Von den anderen Fronten ist kein wichti­ ges Ereignis zu melden. Der Vizegeneralissimus. Die Heeresberichte. Front des General-Obersten EirzWerzog Karl. Im Ghoerghoegebirge haben deutsche und österr.-ungar. Bataillone den Litza-Arsuvilor genommen. Dort auf den Höhen östlich von Belbor und auf dem Ostuser der Putna ver­ suchten die Russen in mehrmaligeMis Angriffe vergeblich uns den errungenen Geländegewinn | streitig zu machen. ! Auch auf den Bergen ^beiden Oeiten des Oitospasses wurden feindliche Vorstöße zurück­ gewiesen. ! Nordwestlich von Campolung ifit Candesli von unseren Truppen genommen worden. Südöstlich des Roten TurmPassCs und der Szurdusitrahe, sowie nördlich von Orsowa hät­ ten rumänische Kräfte bei starken Geigenangffifsen keinerlei Erfolg. Sie büßten wieder neben blutigen Verlusten über 1000 Gefangene I ein. Balkankriegsschanplatz«. Heeresfront des Generalfeldmarschalls von Mackonse«. Längs der Donau gegen den linken Flü­ gel unserer Stellung in der nördlichen Do­ brudscha vorfühlende feindliche Abteilungen wurden vertrieben. ^ Cernawvda ist vom linken Donauufer her erfolglos beschossen worden. Mazedonische Front. In der Ebene von Monastir starkes Artillerieseuer. Gegen verlustreiche Angriffe des Feindes bei Lazec und Kenali und nordöstlich von Brod an der Cerna sind die deutsch-bulgarstschen Stellungen restlos behauptet worden. Ter 1. Generalauartiermetsteffr Ludendorsf. Ser Um.-««. Bericht. WTB. Wien, den 13. November. — Amtlich wird gemeldetr Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresfront des Gencralo borsten Erzherzog Karl. Im Bereiche von Orsowa an der Szurdukstrahe und südöstlich des Töröstvronh-Paffes rannte der Feind vergeblich gegen unsereTruppen an. Nordwestlich von Campolung warfen österr.-ung. u. deutsche Abteilungen dieRumänen aus dem zähverteidigten OrtCandesti. Bei­ derseits von Soosmezö wurden mehrere ru­ mänische Angriffe abgeschlagen. Jms Ab­ schnitte Tölgyes erstürmtnen öster-r.-ungar. u. deutsche Truppen den Berg Arsurilvr nördlich von Hollo. ■r Angriffe starker russischer Kräfte, die beiderseits von TöLgyes und bei Belbor unseren</p>
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          <p>Deuffchland und Norwegen. Christiania, 13. Nov. Man erwartet hier in offiziellen und Interessentenkreisen mit «Spannung die deuffche Gegenanwort auf die totzte norwegische Note. In der Presse be­ wahrt man ziemliches Stillschweigen darüber. Die wenigen Blätter, welche die vom Berl. Tagbl. und vom Berl. Lok,-Anz. gebrachte Nachricht, daß für den Fall der Unnachgiebig­ keit Norwegens der Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern Iq, den Bereich der Möglichkeit rücke, veröffentli­ chen fassen in kurzen Kommentaren dazu doch deutlich fühlen, daß eine derartige Lösung der deutsch-norwegischen Spannung für Norwegen höchst unerwünscht w«äre. Ter Antons deutscher Schiffe durch Chile gescheitert. Wie der Temps aus Santiago mäldet, sind die Verhandlungen zwecks Ankaufes der deut­ schen und österreichischen «Schliffe in den chi­ lenischen Häfen gescheitert, da Deuffchland ver­ langte, daß . die 'Schiffe nur für den Küstondienst verwendet werden dürften.</p>
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          <p>Der Krieg zur See. Vorstoß deutscher Torpedoboote in den finnischen Meerbusen. WTB. »er«in, 13. Nov. (Amtl.) In der Nacht vom 10. zuims 11. ds. stießen deutsche, Torpedostteitkräste auf einer Erkundungssahrt in den finnischen Meerbusen bis Baltischport vor und 'beschossen die Hafenanlagen dieses russischen Stützpunktes wirksam auf geringe Entfernung. Versenkt. Lloyds melden: Die norwegischen Dam­ pfer "Daphne" (1380 Tonnen), "Leirstad" (995 Tonnen) und "Balto" (3538 Tonnen) wurden versenkt. ! , ; 1 ' [ i Aufgebracht. »er«in, 13. Nov. Vor der Themsewuride am 12. ds. der holländische Dampfer "Batavier 4", mit größeren Beständen Bannware an Bord, von unseren flandrischen Seestreitkväften angehaAen und in den Hafen einge­ bracht. . ! - i ' ’ i</p>
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          <p>Der Luftkrieg. Ter Fliegerangriff im Saaivgebiet. WTB. »er«in, 13. Nov. (Amtl.) Feindli­ che Flugzeuge griffen am 12. ds. zwischen '9.30 und 10.50 Uhr abends Ortschaften und Fabrik­ anlagen int Saar gebiet an., Da die Bomben zum Teile aus freies Feld fielen und zum' Teil überhaupt nicht explodierten, wurde nur gerin­ ger Sachschaden angerichtet, militärischer Sach­ schaden überhaupt nicht. Dagegen wurden ver­ schiedene Wohnhäuser getroffen, dabei wurde in Burbach ein Einwohner getötet, einer schwep und zwei leicht verletzt. In Dillingen wurden zwei leicht verletzt. Zn Saargemünd wurde durch einen verirrten Flieger ein Haus zer­ stört und dabei zwei Einwohner getötet und sechs leicht verletzt. Ein Angriff auf lothringifche Ortschaften und Fabrikanlagen, der am selben Tage kurz vor Mitternacht erfofolgte, blieb gänzlich erfolglos. Noch in dersel­ ben Nacht warfen unsere Flugzeuggeschwader über Tausend Kilogramms Bomben auf Luneville Nancy und auf den Flugplatz Walzeville. An der Somme belegten unsere Bom­ bengeschwader in derselben Nacht die Bahn­ höfe Munitionslager, Truppenunterkünfte und Flugplätze d es Feindes mit nahezu 6000 Kg. Bomben. Noch Tange war der Erfolg durch ge­ waltige Brände weithin sichtbar.</p>
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          <p>Gegen Rumänien. Ter Fürst von Hohenzollern bei bett ' Truppen im Sübosten. WTB. Berlin, 13. Nov. (Amtl.) Der gegenwärtig bei den gegen Rumänien käm­ pfenden deutschen Truppen weilende Fürst von Hohenzollern brachte gelegentlich eines Essens im Oberkommando der neunten Armee in ei­ nem Trinkspruch zuMl Ausdruck, daß er mit sei­ ner persönlichen Anwesenheit bei der gegen Rumänien kämpfenden Armee als Deutscher seinem Gefühle der Empörung gegen den Treu­ bruch Rumäniens vor der Arswee und dem Volk Ausdruck verleihen wolle.</p>
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          <p>Der Krieg mit England. Russisch-englische Differenzen. Stockholm, 13. Nov. In einein! Leitar­ tikel erklärt "Rjetsch", daß die englischenStaatsmänner bis heute jeden Friedensgedanken als noch nicht spruchreif glatt ablehnten. Eng­ land sollte aber in diesem Falle auch die Meinung seiner Verbündeten einholen, die fortgesetzt die schwersten Opfer bringen müßten. Gerade Rußland berühre es peinlich, daß Eng­ land als Wortführer der Entente austpetch Ob die Fortsetzung des Krieges für Rußland wünschenswert erscheint oder schädlich! fein müsse, könne doch nur von Rußland selbst ent­ schieden werden.</p>
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          <p>Das Königreich Polen. Ein Staatsrat foE in Polen gebildet werden derart, daß die Kreistage 70 Abgeordnete wählen, die ihrerseits 8 Mitglieder des Staatspates bestim­ men, zu denen der Generalgouvernenr weitere 4 Mitglieder ernennt. Der Generalgouvernenr führt den Vorsitz im Staatsrate. , [</p>
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          <p>Aus Galizien. Patriotische Kundgebungen in Krakau und Lemberg. Lemberg, 12. Nov. Unter ungeheurem Andrang der Bevölkerung wurde hier ein gro­ ßer patriotischer Umzug veranstaltet, an deM über 10 000 Personen teilnahmen. Krakau, 12. Nov. Heute fand eine Kundgebung des PolenklUbs des galizischen Landtages anläßlich der Proklamierung des selbständigen Polen und der angekündigten, Er­ weiterung der Landesrechte Galiziens statt. Die I Stadt war festlich beflaggt und geschmückt.Nach einem feierlichen Dankgottesdienst, an denk die polnischen Herrenhaus-, Reichsrats-, Landtags­ mitglieder und die Spitzen der Militärischen u. zivilen Behörden teilnahmen, begaben sich die Mitglieder des landtäglichen Polenklubs in den festlich geschmückten GeMeinderatssaal, wo mittags die Festsitzung des Polenklubs statt­ fand, an der die Mitglieder des polnischen Nationalkomitees teilnahwjen. Der Obmann des Polenklubs, Ritter von Bilinski, drückte in ei­ ner Ansprache den heißesten Dank und die Hul­ digung für den Monarchen, der gemeinsam mit seimeM mächtigen Verbündeten zum Grün­ der des polnischen Staates geworden ist, ebenso seine tiefempfundene Dankbarkeit für die Er­ weiterung der Autonomie Galiziens aus. Die Worte Btlinskis, welcher auch der Stadt War­ schau herzliche Grüße entbot, wurden mit größ­ ter Begeisterung ausgenommen. Der Polenklub beschloß hierauf eine Dankeskundgebung an den Kaiser.</p>
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          <p>Tages-Uebersicht. liegen. Zu ihrer Durchführung soll ein Kriegsamt gebildet werden . Dem Leiter wird ein mi­ litärischer und technischer Stab zur Seite ste­ hen. AIs Ehes des technischen Stabes ist Dr. Kurt Sorge-Magdeburg, Direktor des Grusonwerkes ausersehen. Auch fein Vertreter der Arbeitnehmer wird in das KriiegsaMt beru­ fen werden. Ferner wird 'das Kriegsamt bei allen stellvertretenden Generalkommandos Ver­ tretungen haben, außerdem in Düsseldorf für 1 den rheinischen und in Metz für den Buremburgisch-lothringtschen Jndustriebezirk. Wie weiter verlautet, ist beabsichtigt, alle verfüg­ baren Arbeitskräfte entweder auf freiwilligem Wege, oder, soweit es bei den Männern not­ wendig erscheint, durch die Einführung einer! Arbeitspflicht zu einem vaterländischen Hilfs­ dienst für die Erzeugung von Kriegsbedarfs nutzbar zu machen. — Der Bert. L.-A. schrfeM: Das Kriegsamt stellt gewissermaßen die große Firma "Deutschland" dar, die die Gesamtpro­ duktion zusammenfaßt, und der es gleichgültig ist, welchen Rang ihre Angestellten tragen. Tie Zivilbicnstpflicht. Wie die Berl. Ztg. erfährt, wird die Vorläge, wodurch in An­ lehnung an den Gedanken der militärischen Dienstpflicht eine Verpflichtung zur Arbeit in öffentlichen Diensten für alle diejenigen festge­ setzt werden soll, die nicht schon auf Grund der Wehrpflicht zu solchen Dingen herangezo­ gen werden können, den Bundesrat schon tu den nächsten Tagen beschäftigen. Der genaue Inhalt der Vorlage steht bis zum Augenblick noch nicht fest. Mit einer gewissen Sicherheit kann jedoch angenommen werden, daß eine Erhöhung der Altersgrenze der Wehrpflicht ebenso wenig in Frage kommt, wie eine un­ bedingte Zivildienstpslicht der Frauen. Ur­ sprünglich war beabsichtigt, den Grundsatz der Zivildienstpflicht durch Verordnung einzufüh­ ren, doch sind dagegen die schwersten Bedenken mit Recht geltend gemacht worden, so daß die Regierung sich entschlossen hat, den Reichstag dafür zusammenzüberufen. Es ist zu er­ warten, daß dies schon in etwa 8 bis 14 Ta­ gen geschehen wird. Tie Zivilbieusipflicht. Die grundsätzliche Durchführung der Zivildienstpflicht Hütte zu­ nächst zur Folge, daß alle diejenigen zjur Arbeit im öffentlichen Leben herangezogen werden, die ein Einkommen beziehen, ohne eine Tätigkeit auszuüben, oder die eine solche Tätigkeit aus­ üben, die nicht im öffentlichen Interesse und im Interesse der Aufrechterhaltung des Wirtschastlichen Lebens liegt. Die Altersgrenze für diese Dienstpflicht dürfte beim 60. Lebensjahre</p>
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          <p>Allerlei. Verurteilte Lebeusmittelverteuver. Der Budapester Polizeigerichtshvf verhandelte ge­ gen eine Reihe von Milch- und Fettgroßhändler wegen unerhörter Preistreibereien. Gegen die Angeklagten wurden Geldstrafen Von7000 Kro­ nen abwärts und Gefängnisstrafen bis zu zwei! Monaten verhängt. Außerdem wurde verfügt, daß das Urteil an den Plakatsäulen der Stadt angeschlagen wird. , . Verhaftung eine# Pfarrers wegen Unter­ schlagungen. Wegen umfangreicher Veruntreu­ ungen aus dem Kirchenvermögen der Gemeinde Hospenthal (Schweiz) wurde der Pfarrer Leg­ ier verhaftet. Man spricht von einer Un­ terschlagung von mehr als 100 000 Franken, was bei einer so kleinen Gemeinde — 300 Einwohner — fast unglaublich erscheint. Der Verhaftete lebte auf großem Fuß und soll an gute Bekannte große Summen abgegeben ha­ ben. &gt; I 22 Gebäude durch Feuer zerstört. Durch Brandstiftung wurde das Bergdorf Bannberg im Pustertale fast vollständig zerstört. 10 Ge­ höfte und 12 Nebengebäude wurden ein Raub der FlamMen. Der Schaden ist sehr groß. Der Täter konnte noch nicht feftgenomirnjen wer­ den.</p>
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          <p>fett befinden. Wer angesichts der gegebenen Lage mit Vorräten zurückhalte, der mache sich einer himmelschreienden Sünde schuldig.</p>
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          <p>Prinz Heinrich von Bayern gefallen. München, 13. Nov. Se.Heiligkeit Papst Benedikt hat in einem persönlichen TelegraMm der Frau Prinzessin Arnulf sein tiefstes Bei­ leid über das Ableben des Prinzen Heinrich ausgesprochen. Münch e n, 13. Nov. Am Sarge des Prin­ zen Heinrich in der Kajetanshofkirche tour* den u. a. prächtige Kränze des deutschen Kai­ sers und des Kaisers Franz Josephe von Oesterreich -niedergelegt. Tie Aufbahrung in der Kajetanshofkirche war gestern beendet worden. Trotz des schlechten Wetters drängten sich an den Vormittagsstunden viele zur Kir­ che, wo der tapfere Wittelsbacher neben seinem Vater, dem Prinzen Arnulf, die letzte Ruhe­ stätte finden wird. Die Kirche ist im Pres­ byterium Mit tiefschwarzen Tüchern behängen; vor dem Hochaltar baut sich der Mächtige Ka­ tafalk auf, inmitten einer Fülle von Lorbeer, Blumen und Kränzen, getoibtalet als letzten Gruß, von den befreundeten Souveränen und anderen hohen Leidtragenden. Helm und Sä­ bel und die im Kriege orkäMpstenOrden schmükken den Sarg. Rechts und links von ihm halten Hofkavaliere, sowie Abordnungen des Jnfanterie-Leibregiments und des 1. Schweren Rei­ terregiments, denen der Gefallene angehört hatte, die Ehrenwache. Um 10. Uhr wurde eine Seelenmesse gelesen, der mit der Mutter des Prinzen, Prinzessin Arnulf, der König und die Königin sowie fast sämtliche hier anwesen­ den Mitglieder der Königlichen Familie bei­ wohnten. 1 Die feierliche Beisetzung der Leiche in der Gruft erfolgt heute vormittags. Der König und die übrigen Mitglieder des Königlichen Hauses werden dem letzten Akte der Pietät an­ wohnen. I</p>
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          <p>Rottenburg, 13. Nov. (Besitzwechsel.) Frau Kath. Frey in Heckmühle bei Bogenhausen ver­ kaufte ihre Mühle an Herrn Ehlenbacher aus Vilsheim utitl die Summe von 45 000 Mark. Eberspoint, 13. Nov. (Schadenfeuer.) Im Stadel des Bauern BirnkamMer in Lug brach j Feuer aus, dem das ganze zusatmlmenhängende ? Anwesen, Stadel, (Statt und Wohngebäude. Niederbayerische Nachrichten. zum Opfer fiel. Sämtliche Getreide- und Fut­ tervorräte sind verbrannt. Ursache des Bran­ des ist unbekannt. Pfarrkirchen, 13. Nov. (Eingegangen.) Ei­ ne Bäuerin in der Schweitenkirchener Gegend hatte zwei Zentner Schmckltz auf Vorrat in der Hoffnung auf höhere Preise aufgespeichert. Davon Mutz, ein Münchener, die jetzt auf der Jagd nach Schmalz und Eier das Land mehr als je durchstreichen, Wind bekommen habest. Als er ins Haus kam, hieß, es zuerst, es setz. kein Schmalz vorrätig. Als dann der Groß­ städter nicht nachließ, und beim Bieten für das Pfund auf 3 Mark stieg, bekam er 5 Pfunds. Darauf ging der Mann zur Gendarwterie und zeigte die ganze Sache an, worauf die 2 Zent­ ner Schmalz zugunsten des Kotstmumalverbandes beschlagnahmt wurden. Die weitere Strafe kommt noch. Salzweg, 13. Nov. (Hitzköpfe.) Vorgestern abends gerieten der Bauer Johann Giermindl von Steinbüchl und sein Nachbar Hauser in Streit. Dabei brachte Giermindl beim! Hauser eine schwere Stichwunde bei.</p>
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          <p>’ 2. Aus sch uh. Vorsitzender: Hofrat Oberbürgermeister Marschall-Landshut, Schriftführer: PsarrerBrunner-Peplesreut 3. Ausschuß. , Vorsitzender: K. Hofrat, Bürgermeister MuggenthMer-Passau. SchrifMhrer: Bauer Stadlberger-Eggersham. * ... Der Etatsvoranschlag des Kreises Meder­ bayern für das Jahr 1917, der gestern dem Landrate zur Beratung vorge­ legt wurde, bilanziert, wie bereits Fürs, be­ richtet, in Einnahmen und Ausgaben mit 4,717 284, 54 Mark (im Vorjahre 4 472 425,32 Mk.). Der Voranschlag enthält in den Ausgäben 343 933,52 Mk. Mehrung und 99 07 4,30 Mk. Minderung, in den Einnähmen 246 299,22 Mk. Mehrung und 1440.— Mk. Minderung. Von den Einnahmen sollen 2 456 404,10 Mk. (i. fy 2394 733,01 Mk.) durch Kreisum­ lagen aufgebracht werden, wobei eine Steuer­ summe von 4 309 481,38 Mk. (i. Vs.3 991 221,83 Mk.) zugrunde gelegt ist, so daß 57 Prozent gegen 60 Prozent im Vorjahre erforderlich wären. Nach der Ansprache begrüßte Se. Exzellenz die Herren Landräte einzeln unb wechselte mit jedem derselben einige Worte. * Hierauf nahm der Alterspräsident Herr L. R. Röck-Zwiesel den Vorsitz und schritt zur Wahl des Präsidenten. Es wurde mit 22 von 23 Stimmien der bisherige Landratspräsident Okonomierat Mittermeier-Haunersdorf wiedergewählt und auch der bisherige Schriftführer Herr L. R. Oekonomierat Geiger Lam ihm wieder beigegeben. Herr Präsident Mittermeier übernahm so­ dann den Vorsitz, d ankte für das ihm nun seit Jähren geschenkte Vertrauen und erbat die Mitarbeit der Herren Landräte. Er gab so­ dann der tiefen Teilnahme des mederbaher!schen Volkes an dem Hinscheiden Sr. M.Königs Otto und dem Heldentode Sr. K. Hoheit des Prinzen Heinrich von Bayern Ausdruck. Hier­ auf gedachte er der tätigen Mitarbeit des durch den Tod dem Landrate entrissenen Mitgliedes .Herrn K. Hofrat Leistner^Straubing, dem ein stetes Gedenken gesichert ist und gab der Teil­ nähme des Landvates an dem Heldentods zweier Söhne des Mitgliedes Herrn Hvfrät Oberbürgermeister! Marschall Ausdruck. Doch auch freudige Ereignisse seien zu verzeichnen. Herr Regierungspräsident von Pracher sei mit dem Titel Exzellenz ausgezeich­ net worden. Herr von Pracher chat sich be­ reits die Zuneigung der ganzen Bevölkerung des Kreises erworben. Er verbinde die GMckwünsche des ganzen Kreises mit dem Wunsche, daß S. Exzellenz noch recht lange Zeit zum Wähle unseres heimatlichen Kreises Niederbah­ ern wirken möge. Der Herr Präsident brachte sodann eine Berichtigung der Handwerkskammer für Nie­ derbahern zum Vortrag, in welcher diese Aus­ sprüche der Herren L. R. Dr. Leeb und Streibl in der vorigjährigen Tagung des Landrates richtig Pellt. In den ersten Ausschuß wird anstelle des verst. Herrn k. Hofbat Leistner dessen Ver­ treter Herr K. Justizrat Pfannenstiel-Straubing gewählt. Im übrigen werden die Aus­ schüsse wie im vorigen Jahre belassen. z . Die nächste Sitzung findet Mittwoch, 15. November halb 10 Uhr vormittags statt. Herr Hosrat Oberbürgermeister Maxschal'l dankte für die ihm und seiner Familie ent­ gegengebrachte Teilnahme des Landrates bei dem Heldentode seiner Söhne. Hierauf wählten die Ausschüsse ihreVorftiänbe und zwar: 1. Ausschuß. Vorsitzender: Bürgermeister Röck-Zwiesel, SchrifMhrer Stadtpfarrer SchadenfrohZwiesel.</p>
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          <p>jstel'lung des unteren Chores steigt der obere Chor auf, ungeteilt, frei zu überblicken, licht und hell. Auf dem Gegensatz zwischen dem dunklen Unterchor und dem hellen Oberchor beruht der Rhythmus des Raumbildes. Ent­ sprechend der Steigerung des Raumbildes nach oben ist der plastische Schmuck am Lberchor kon­ centriert. Kräftigste Schattenwirkung, tiefe Gliederung mit lauter senkrechten Achsen schafft in der Apostelreihe an der Brüstung Mischen dem unteren und oberen Chor einen plastischen Akzent, der den Mittelpunkt des ganzen Schaubildes darstellt und zugleich die Basis t des später eingezogenen großen goti­ schen Gewölbehalbrundes. Die zeitliche und stilistische Verschiedenheit der romanischen und gotischen Bogensormen haucht dem Raume je­ nes romantisch bunte Leben ein, das immer entsteht, wenn verschiedene Stile und Zeiten sich mischen. Nicht der Phantasie bedarf es, uns in der Trausnitzkapelle die Menschen der Erbauungszeit des 1.3. Jahrhunderts vorziufteile tu leibhaftig vielmehr 'sind die Typen einer Herzogin und ihrer Hofdamen seit Jahr­ hunderten festgebannt in den Mauern in Form der Gottesmutter in der Verlündigungsszene und der weiblichen Heiligen unter den Bal­ dachinen rechts und links der oberen Altare nische. Tie Trausnitzkapelle ist das geheimnisdollste. Gotteshaus Landshuts, wie Das Schloß selbst der geheimnisvollste Bau der Stadt ist. Schluß.. . , cheRelief der Stuckdekoration dieRaumteNsik als verhaltenes Lied. Sogar die Lichtführung fügt sich in das Zusammenspiel von Rautepropor­ tionen, Flächenplastik und Tongebung ein. Ter Ehor ist der Lichtglanzpunkt des Ganzen. Im Hünenbau von St. Martin wird das Raumbild beherrscht von einem über­ mächtigen Willen zur Höhe. In der dreischifsigen Hallenkirche schießen die Pfeiler jäh em­ por, unaufhaltsam, um in schwindelnder Höhe mit einem schwachen Gesims abzuschließen, doch nein, sie schließen mit diesem Gessmis noch nicht über dem Gesims nehmen sie vielmehr nochmals ab, noch ist ihr Wille zur Höhe nicht erschöpft, einen Ankauf zumXtzöhersteigen und erst einige Meter Wetter oben setzen dann die die drei Schisse trennenden Scheidbögen an. Stütze aus Stütze wird von der Grundfeste nach oben gesendet, stangendünn, gleich aufsteigenden Ra­ keten. Wenn wir schauen, wie über den PfeiBternabetn die Gewölbe gespannt sind, öhne daß die gebrechlichen Stützen aus dem Lote weichen, so staunen wir über den technischen Triumph- des Meisters. Es ist ein 'kühnes Stür­ men der Erdenschwere gegen den Himtefel. Fast vermessen dünkt uns die Gesinnung. Aber das Riesenkruzisix im Chorbogen sagt uns: der kühne Gedanke, ist in religiöser Begeister­ ung gefaßt und ausgeführt zur Ehre Gottes, sind das Bildnis des Meisters außen an der Kirche sagt: der kühne Geist und der Wagemut stehen im Dienste der Bescheidenheit und De­ mut vor einem höheren Wallen. Das Kruzifix im Chorbogen ist der Brennpunkt des Raum­ bildes. Es steigert die Architektur. Nicht das Aufsteigen der Massen in Himmeksnähe ist das Wunder von St. Martin. Das Wunder ist die göttliche Beseelung der übermenschlichen Höhenentsaltung des Raumes durch das er­ schütternde Drama des Kreuzes. Am ergrei­ fendsten ist die Lichffttmmung am frühen Mor­ gen, wenn die Schraudolphschen Glasmalereien in den Chorsenstern im Dunkel aufglühen und ausleuchten. Tie Sehnsucht nach der Morgen­ sstimmung in St. Martin tragen wir ite Herzen fürs Leben. Ten Weg von St. Marttn hinauf zur Trausnitz verkürzen zwei kleine kirchliche Zwi­ schenspiele, die Fr anen kapelle )ind die Tlheklakapelle. Die beiden Kapellen er­ scheinen gleichsam als schützende Gehäuse zweier spätgotischer Marienfiguren, als Verklärung mittelalterlicher Bildwerke im Nimbus der (Kunstsprache des späten Barock und des Rokoko.. Zum Schlüsse endlich die Trausnitzkapelle! In keinem Gotteshaus der Stadt tritt das historische Interesse so übermächtig in den Vordergrund wie in dieser Kapelle. Denn ganz ungewöhnlich und seltsam mutet der Aufbau an. (Sin Zwitterding zwischen den romanischen Doppelkapellen und den spä­ teren Schloßkavellen mit Herrschaftsemporo, 1 Ueber dem Dreiklang der Säulen- und Bogen- \</p>
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          <p>men aus 116 026,48 Mk. Aktivrest derKreisfonds früherer Jahve, 21486 Mk. Zuschüsse aus Staatsmitteln für Oberreal- und Real­ schule, 2118 542,96 Mk. Zuschüsse aus Staats­ mitteln für Volksschulen, 4 825 Mk. Zuschüsse aus Staatsmitteln für Industrie und Kultur, somit zusamlmien 2144 853,96 Mk. —* Ausgaben des Kreises, die im neuen Budget für das Jahr *917 vorgesehen sind, setzen sich zusammen aus 300 Mark für Erhebung und Verwaltung der Kveiseinnahi- _ men, 6800;.— Mark Bedarf des Landrates, &gt;3 334 263,96 Mk. auf Erziehung und Bildung, 136 569 Mk. auf Industrie und Kultur, 12 250 Mark auf Gesundheit, 918 443 Mk. auf Wohltätigkeit, 173 545 Mk. aus Straßen-, Brückenund Wasserbauten, 11950 Mk. übrige Kreis­ ausgaben und 123163,58 Mk. allgemeiner Re­ servefond. —* Fstr die niederbayer. Realschu­ len sind im Kreishaushaltsplan für 1917 ins- I gesamt 279 393,88 Mk. vorgesehen. Hievon ent- 1 fallen auf die Kreis-Oberrealschule Passau 129 306,95 Mk. (t. B&gt;. 138 687,50 Mk.), auf die Realschule Landshut 76006,88 Mark (r .$. 74 288,67 Mk.), auf die Realschule Straubing 38 663,68 Mk. (i. Bl 40 572— Mk,) und auf die Realschule Deggendorf 34 416,34 Mk. (i. 35 849,67 Mk.) und für Prüfungskosten 1000 Mark. —* Erziehung und Bildung bildet I nicht nur den Hauptposten im Kreishaltsplan, j sondern nimimjt mehr als Dreiviertel der Kreise | ausgaben für sich in Anspruch, nämlich 1 13 334 263,96 Mk. Hievon entfallen aufVolks- I schulen 2 866 500 Mk., auf Fortbildungsschu- 1 len 12000 Mk., für Taubstumwlenanstalten I 41 278,72 Mk., für Blindenanstalten 3040Mk., f für Anstalten für krüppelhafte Kinder 9652ML, I für höhere Lehranstalten 279 393,88 Mk., für! gewerblichen Unterricht 16 919 Mk., für land­ wirtschaftlichen Unterricht 88 705,36 Mk., für' Unterrichts- und Erziehungsanstalten für die weibliche Jugend 1500 Mk., an Stipendien für Studierende und Schüler 8580 Mk., übrigeAusgaben auf Erziehung und Bildung 6695 Mk. .—* Die Druschprämie von 12 Mark für die Tonne Brotgetreide gilt noch bis 19. f November, von dort ab werden bis zuM 15s. Dezember noch 10 Mark pro Tonne gewählt. —* Zu Gunsten der Kriegs-Weihn ach tsbesch erung fand am letzten Sams­ tag im Stadttheater vor dichtbesetztem Hause ein Liederabend statt, der uns eine Reihe von Kunstgenüssen brachte. Herr PrpfessorWikhelm Müller-München eröffnete den Abend mit dem Rezitation und Lieder verbindenden "Eliland", der Sang vom Chiemsee, in dem' der Vortragende nicht nur als prächtiger Rezi- | tator, sondern auch als Sänger mit anspre- I chendem wohlklingenden Organ die Hörer ent- | zückte. Das ganze übrige Programm war betn/ f Liede geweiht nnd zwar kamen ausnahmslos Kompositionen des Herrn Professors Müller* znm Vortrag, von denen sowohl die lyrischen Lieder, wie besonders die Kraft nnd Rhthmns atmenden Soldatenlieder den ungeteilten Bei­ fall fanden. Vor allem aber erwies sich dev Komponist als einer der besten Tondichter auf dem Gebiete des Kinderliebes. Was von die­ sen zum Vortrage kam, war in seiner herzlich kindlichen Psyche, der anmutigen Melodik, tief zn Herz' n. Gemüt der Zuhörer gehend.Allerdings hatte sich derKomPonist,der hier seinfühAg den Klavierpart zur Durchführung brachte, eine berufene Vertreterin des Kinderliebes erwählt, die Konzertsängerin Frl. ThereseRoth, die als Leiterin der Münchner Sing- undSpielschnle fo reiche Gelegenheit hat, in die Seele des Kindes Einblick zu gewinnen. Die Sän­ gerin, deren jugendfrische anmutige Erschei­ nung bereits die Zuhörer für sich gewann, wußte sich mit beim Schmelz und der Weichheit ihrer wohlgeschnlten Stimme in die Herzen der Hörer zn singen, die ihr begeisterten Bei­ sall zollten. Doch auch die lyrischen Lieder wurden von ihr mit volleim Erfolge vorgetragen ,wobei besonders das Duett "Abend­ läuten", in dem der Komponist die Klavierbe­ gleitung unb die Sekundostimme zugleich über­ nommen hatte, einen entzückenden, an internenFamilienabend gvmiahendenReiz übte und Sänger unb Hörer zu einer großen Familie verschmolz. Dieser Hauch des Intimen blieb über der ganzen Veranstaltung schweben und ließ den sonst auf Musikabenden liegenden star­ ren Zwang der Kunstkritik nicht zum Durch­ bruch kommen, obwohl sie auch diese nicht zu scheuen gehabt hätte. Vor allem aber zeugte der letzte Teil des Abends mit seinen präch­ tigen rythmischen Marschliedern und vor allem die verständnisvolle Heiterkeit beim Erschei­ nen der Tromwiel, die der Komponist im letz­ ten Liede "Wenn die Landwehr komMi", mei­ sterte ,daß der Tondichter es versteht, mit sei­ nen Liedern die Volksseele zu rühren, au? ihr zn schöpfen und für sie die Töne zu formen. Mit Begeisterung stimmte daher auch das ganze Hans zum Schlüsse in den Gesang "Deutsch­ land, Deutschland über alles" ein und allge­ mein war das Urteil zn hören, daß in Lands­ huts Stadttheater schon lange kein so gemütli­ cher reizvoller Abend mehr stattgesnnden hat. —* Die Romanfortsetznng wußte heute wegen Stoffandranges ausfallen. Wir Bitten unsere Leser und Leserinnen, dies gütigst entschuldigen zu wollen.</p>
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          <p>und verwundet. "Das sind nun ihre Freunde," bemerkte ich zu der Dame. "Die verdammte Bande," Gttuhr es ihr unwillkürlich, "Pardon", murmelte sie gleich hinterher, als schäme sie sich ihren burschikosen Heftigkeit. Dann rauschte sie seidenknisternd davon. Ich mußte über den eigenartigen Ausruf lächeln. Es ist uns allerdings nichts Neues mehr, diese Gefühle der Franzosen gegenüber ihren Freunden jenseits des Kanals. In den von uns besetzten Gebieten wissen die Einwohner längst, was sie von dem habgierigen, hinterlistigen Jnselvolk zu halten haben. Und wenn erst allen Franzosen die Wahrheit bekannt geworden ist, dann wird man auch im übrigen Frankreich die Engländer nicht anders nennen als "die verdammte Bande". (z.) Seltsame Schutzwirkungen. Aus dem Felde wird uns geschrieben: Es ist bekannt, wie merkwürdige Bahn manchmal die Jnfanteriekugeln nehmen durch die Körper, die sie durchschlagen, wie Querschläger zerfetzend wirkend, und wie ein kleiner Gegenstand zuweilen, fei es Uhr, Münze oder Buch, einem Soldaten das Leben gerettet hat, indem die Kugel abprallte oder sich platt schlug. Auch die Artiüeriegeschosse haben ihre Launen. Da stehe ich jüngst im Laufgraben bei der Artilleriebeobachtung auf der Höhe..., als der Feind anfängt, eines der Dörfer dicht hinter der Frontlinie unter Feuer zu nehmen. Auslugend mache ich einen langen steht die kleine Kirche, durch Zufall unversehrt, inmitten ausgebrannter Mauerreste und Trümmerhaufen. Bei der Beschießung einer feindlichen Jnfanteriestellung traf einmal ein Haubitzschuß eineu starken Baum,, der glatt durchgeschlagen wurde und dessen Krone sich merkwürdigerweise aufrecht neben den Stamm fetzte. Der Kirchturm im Wald von C., darin ein feindlicher Beobachter erkannt worden war, hat einen Volltreffer bekommen, daß der Ban windschief noch auf zwei Ecken hängt. Ganz originell suchte eine Granate ihren Weg, wie es gegen das idyllisch im Park gelegene Schlößchen, das französische Stabsquartier ging. Der erste Schuß platzte, als ungebetener Gast gerade zur Höhe herein, wobei er noch ein Stück von der Wand mitnahm, als ob ihm der Eingang nicht breit genug wäre. Selbst den Toten läßt der Krieg nicht Ruhe, wie Schüsse, die Gräben zerwühlt, den Boden des Friedhofes aufgeackert haben. Holz­ reste von den Särgen liegen bloß, zwischen angehauenen Kreuzen und Grabsteinen. Von der Kirche in E. ist bei aller Verwüstung gerade eine Seitenwand unbeschädigt geblieben, die ein Freskengemälde trägt — ein leuchtendes Spiel der Farben zwischen der grau-gelben Wüste des Schuttes — darstellend den "Gang der Jünger und Frauen zum Grabe Jesu." (z.&gt; Hals, um die Einschläge zu sehen, deren Krepieren trocken krachend zu mir herdröhnt. Da springt plötzlich ein Flattern auf mich zn wie von einem sausenden Flügelschlag und, ehe ich mich noch ducke, pretschts ein paar Schritte von mir gegen die Erde und wirbelt den Staub hoch. Das ist der Blindgänger einer französischen Feldgranate, die irgendwo — als Querschläger vermutlich — dort vorne im Dorf an eine Mauer traf nnd in ihrer Bewegung verharrend, sich überschlagend, freilich ohne rechte Wirkungskraft noch diese ganze Strecke von annähernd zwei Kilometern zurücklegte. Da bleibt sie, den Zünder feindwärts, liegen. Es wurde seiner Zeit eine Geschichte in unserm Abschnitt viel erzählt, wie im Dorf R. in die Revier­ stube frühmorgens bei unverhoffter Beschießung eine Granate zum Fenster hereinkam und in der Stuben­ ecke liegen blieb, ohne zu detonieren. Da waren die Kranken alle schnell auf den Beinen und aus der Tür, ehe das Eisengespreng neuer Schüsse die Mauern des Hauses auseinandersetzte. In unserer Haubitz­ batterie sah ich einmal zu, wie die Straße unweit, wo die Munitionstransporte hergingen und Infanterietrupps zogen, beschossen wurde. Eine Salve schlug ein von drei Granaten, die sich in Rillen durch den lehmigen, vom Regen aufgeweichten Boden wühlten, wieder hoch sprangen und in der Lust krebierten. Am Fernrohr der Artilleriebeobachtung konnte ich mich oft, von der Wirkung unserer schweren Geschütze überzeugen. In einem gänzlich zerschossenen Dorf</p>
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          <p>Letzte Posten. Versenkt. ' , Berkin, 13. Nov. Im Mittelmeer sind nachstehende italienische Schiffe versenkt wor­ den: der Dampfer "Torerjo" (767 Tonnen), der Dampfer "Bernardo" (1346 Tonnen), die Segelschiffe "Marinaga" (154 Tonnen), "Gildar" (100 Tonnen), "Tre Fratelli" (190 Ton­ nen), "S. Antonia" (611 Tonnen), "San Gior­ gio" (258 Tonnen). . ' "U-Tentschlanv" abfahrtbereit. Amsterdaims, 13. Nov. Wie das "Handelsblad" meldet, wird der Londoner "Times" ans Newyork telegraphiert: Das deutsche Han­ dels-Unterseeboot "Deutschland" ist zur Ab­ fahrt bereit. Nach dem "Providence Journal^ besteht die Ladung aus 9 WagenladungenNickel, die Wagenladung zn 40 Tonnen durchschnitt­ lich gerechnet, ferner ans 10 Wagenladungen. Rvhgnmtmii, 3 Wagenladungen Chrom und 1 Wagenladung Vanadium. Ans Griechenland. Bern, 13. Nov. "Petit Parisien" meldet ans Athen: Die griechischen Offiziere überga­ ben am 11. November den französischen Offi­ zieren alle Munitionsvorräte der griechischen Flotte, die sich in den Zeughäusern und Mu­ nitionsdepots der Inseln Leres und Khrs befin­ den. Die griechische Wache wurde durlchs eines französische abgelöst und die Uebergabe proto­ kollarisch aufgenomjmlen. ... ; ■ ; ; j^ier Untergang des "Jmperatrice Marias. Kopenhagen, 13. Nov. Die hier ein­ getroffenen russischen Zeitungen enthalten fol­ gende Meldung des russischen Admiralstabes: Am 20. Oktober 7 Uhr früh! Mach ans dem Linienschiff "Jmperatrice Maria" ein Brand aus, der eine Explosion verursachte. Dev Brand brach in den Oelbehältern aus und er­ griff trotz aufopfernder Arbeit der Offiziere und Mannschaften die MunitionskamMern. Das Schiff sank. 4 Offiziere und 145 Mann sind ertrunken. Außerdem starben 64 Manu am den erlittenen Brandwunden. Das Schiff liegt in untiefem Wasser auf der Reede von Sebastopol. Man hofft es heben zn können.</p>
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          <p>Inserate.</p>
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          <p>Bekanntmachung. Betreff: Kartoffelverkauf. Um der Einwohnerschaft das Selbstelnlagern von Kartoffeln zu ermög­ lichen, werden am kommenden Mittwoch von 1 Uhr nachmittags ab im Keller -er Prantlgarten-Branerei Kartoffel in Mengen von einem Zentner aufwärts abgegeben. Käufer haben ihre BrotKarle mitzubringen; der Preis für den Zentner beträgt 5 Mark. Landßhut, bett 13. November 1916. Marfchall. 2380 Schwarz.</p>
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          <p>Im Westen tonten nur beiderseits von Saillh-Saillisel französische Angriffe zur Durch­ führung; die Gegner wurden abgewiesen. Eben­ so scheiterte ein französischer Angriff am Dok­ tor in Oberelsaß. An der siebenbürgischen Nordgrenze wurde im Gyoerghoegebierge der Berg Litza-Arsurilor 6 genomtmien und russische Gegenangriffe in jener | Gegend abgewiesen. I | In Rumänien wurden feindliche Vorstöße | am Oitospaß abgeschlagen und nordwestlich von I Cargpolung der Ort Candesti erftiirtint. Süd- I östlich des Roten Turmpasses, an der Szur- | dUkstraße und bei Orsowa wurden rumänische | Vorstöße' abgewehrt und Wer 1000 Rumä- I nen gefangen. Inder Dobrudscha versuchte der Feind der Donau entlang vorzurücken. Er wurde aber zurückgeschlagen. In Mazedonien wurden gegen Me feind­ lichen Angriffe die deutsch-bulgarischen Stel­ lungen behauptet. Unsere Torpedoboote unternahmen einen Vorstoß in den finnischen Meerbusen, wo sie die Hafenanlagen des russischen Hafens Bal­ tischport erfolgreich beschossen.</p>
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          <p>Literarisches. Wie wir unser Eisern Kreuz erwarben, Selbsterlebnisse nach persönlichen Berichten von Inhabern des Eisernen Kreuzes 1914 bearbeitet von General­ leutnant Friedrich Freiherr von Dwckla-p-Camve (Deutsches Vcrlagshaus Bong &amp; Co., Berlin W 57, Preis des Vierzehntagshe'tes 50 Psg..) Soeben sind Heft 14/16 erschienen. Je mehr Einzeltaten unserer braven Feldgrauen draußen in Frankreich, in Rußland in Rumänien oder sonstwo in der Welt bekannt werden, desto mehr vaterländischem Dank und heiße Verehrung finden sie in der Heimat. Wer würde da nicht eifrig nach einem Werke greifen, daß die schönsten und glänzendsten Taten in Wort uns Bild bringt? "Söte wir unser Ellern Kreuz erwarben" löst die Frage am besten, da die Helden selbst ihre Waffentaten erzählen und Kriegsmaler die Begebenheit im Bilde wiedergeben Das schönste Gedenkbuch an Deutschlands glorreichen Heldenkampf!</p>
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