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        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-11-16"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 312</biblScope>
          <date when="1916-11-16">1916-11-16</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Ein feindlicher Transportdampfer versenkt.</p>
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          <p>Schwere Kämpfe nördlich der Somme; die feindlichen Angriffe in der Hauptsache abgeschlagen. — Fortschritte in Rumänien: fast 2000 Rumänen gefangen. — Der deutsche Botschafter in Wien gestorben. — Bergarbeiterstreik in Australien.</p>
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          <p>Im Westen fam| es neuerdings zu schwe­ ren Kümpfen an der Ancre, wo die Engländer ihre vorgestrigen Erfolge erweitern wollten. Es gelang ihnen auch, das Dorf Beaucourt zu erringen, doch weiter kamen sie nicht, .trotz des Masseneinsatzes von Menschen. An allen anderen Stellen aber wurden sie, ebenso tolle die Franzosen am St. Pierre-Waastwalde blu­ tig abgeschlagen. Im Osten versuchten die Russen die ihnen kürzlich abgenommenen Stellungen an derNarejowka zu gewinnen, wurden aber abge­ wiesen. In Rumänien gehen die für uns erfolg­ reichen Kämpfe Wngs der in die Walachei führenden Straßen weiter. Es wurden fast 2000 Rumänen gefangen genommen. Bukarest wurde wieder von Fliegern mit Bomben beworfen. Daß die Rupstinen be­ reits mit einer Belagerung von Bukarest rech­ nen, zeigt die Meldung, daß ein russischer General mit einem Stabe russischer und fran­ zösischer Generäle zur Leitung der Verteidig­ ung von Bukarest, eingetroffen sei. Unsere Heeresleitung gab gestern einen Abendbericht heraus, der vom Westen neue englische Angriffe berichtet, die aber südlich der Ancre bereits gescheitest sind. Mit den Franzosen wird bei Saillh-Saillisel und Prefsoir noch gekämpft. Aus Siebenbürgen werden neue Fortschritte der Unsern gemeldet. In Mazedonien halten die Bulgaren al­ len feindlichen Anstürmen in der Ebene von Monastir stand. An der Cernafpont wurde die Verteidigung etwas zurückverlegr, um die vom Gegner bedrohten Flanken zu-sichern. Aus Saloniki kommbn die widersprechend­ sten Meldungen. Während die einen besagen, daß General Sarrail die Offensive neu auf­ nehmen werden, worauf auch die gegenwärtigen schweren Kampf Hinweisen, Meinen andere der nächste Schachzug der Entente werde der Rückzug der Sarrailarmee von Saloniki sein. Ja sie wissen sogar zu melden, daß bereits mit deM Abtransport des Kriegsmaterials be­ gonnen sei. Von Interesse ist auch die gest­ rige Meldung der Entwaffnung eines rus­ sischen Regiments, das den Gehorsam verwei­ gerte, was einen Blick in die faulen Verhält­ nisse in dem babylvnischen Völkergewirr der Ententetruppen in Mazedonien gewährt. , An der italienischen Front nnternahmen österr.-ungar. Trappen einen erfolgreickhenVorstost. | Eigenartige Zustände herrschen anschei­ nend in Italien. Während die minnsterielle Presse weiter fortfährt, mit allen Mitteln den Krieg zu schüren, veröffentlicht die italieni­ sche kathi. Union im vatikanischen Blatt ein Manifest, das zum Frieden drängt. Much die Neutralsozialistischen rühren sich und verbrei­ ten Zirkuläre mit der Forderung nach FrieI den. Außerdem liegt der offizielle Staat imi schärfsten Widerpart mit gllen seinen Verbün­ deten. Rußland und England sind Gegner einer italienischen Annexion im Epirus. W'ie der Korrespondent der Berl. Morgenpost aus London erfährt, erklärte der russische BvtI schafter in London einem neutralen TiplomäI ten, daß, zwischen der Entente und Italien I Differenzen über verschiedene politische Fra­ gen bestehen. England und Rustland würden niemals eine italienische Annexion des Epirus anerkennen, woraus Italien eine Kardinals­ frage mache. Mit seiner Weigerung von TvupI Pensendungen nach gemeinsamen Kriegsgebieten I der Verbündeten werde Italien nichts er­ reichen, degn Rußland lasse sich ebensowenig zu territorialen Zugeständnissen zwingen, wie England. Italien habe mit allen Verbündeten | besondere Streitfragen und stelle Forderungen, I die mit der augenblicklichen Lage ganz unber! einbar seien. In der italienischen Presse wie­ derum injacht sich eine lebhafte Unzufriedenheit mit der Entente, in besonderem Maste mit Epgland, breit, eine Verstimmung, die derart im Wachsen zu sein scheint, datz das offiziöse Giornäle d'Jtalia es für nötig findet, in einem Artikel den "törichten Anklagen" entgegenzutre­ ten und vor "hinterlistigen Unruhestiftern" zu warnen. Aber nicht allein gegen England richten sich die italienischen Anklagen, sondern auch gegen Frankreich, das Hilfstruppen ver­ langt und gegen Rustland, von dem gesagt wird, daß sein Sieg die größte Gefahr für Ita­ lien sei. Die italienische Kriegspresse will nur den Krieg an der inneren Front erklären. Wir können ja ruhig zusehen, wie den Kriegs­ hetzern allmählich der Boden unter den Fü­ ßen zu schwinden beginnt. Unsere Unterseeboote sind weiter an der Arbejit. So hat eines derselben am 5. dsl. einen feindlichen Transportdampser von 12000 Tonnen, trotzdem derselbe von Zerstörern be­ gleitet war, versenkt. i *</p>
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          <p>Ereignisse zur See. WTB. Wien, 15. Nov. Amtlich wird gemeldet: In den frühen Morgenstunden des 14. ds. griff eines unserer Seeflugzeugge­ schwader die feindlichen Stellungen von Ronchi, Veremgliano und Doberdo sehr erfolgreich Mit Bomben an. Ern feindliches, das Geschwader angreifendes Landflugzeug, wurde in die Flucht gejagt. Akkattenkommando. 9er MW Bericht. Konstantinopel. 14. Nov. Das tür­ kische Hauptquartier teilt mit: Auf den Fronten kein bedeutendes Er­ eignis. Der Vizegeneralissimus. Mazedonische Front. Den heftigen französischen Angriffen in der Ebene von Monastir haben bulgarische Truppen, dabei das Regiment Balkanski Sr. Majestät des Kaisers, unverrückt standgehalten. Im Cernabogen gelang es den Gegnern einige Höhen zu nehmen. Uml Flankenwirkungen gegen die Talstellung zu vermeiden, ist unsere Verteidigung dort zuriückoerlegt worden?. Ter 1. Generalauartiermeistev: Ludendorsf. * ' WTB. Großes Hauptquartier, 7 Uhr 45 Min. abends. Westlicher K&lt;rlegsscha«Pla^ Neuerliche englische Angriffe beiderseits Ancre, am Südüfer bereits gescheiterit. Bei SaMh-Saillisel, um Pressier wird ge­ kämpft. 1 ' ! 1 Kriegsschauplatz i« Siebenbürgen!. Eigene Fortschritte auf der Sudsrvnt. Ter 1. Generalquartiermeister.' , ! i Ludendorff. 9« östm.-nng. Bericht. WTB. Wien, den 15. November. — Amtlich wird der lautbar»: westlicher Kriegsschauplatz.. Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Karl. In der nördlichen Walachei wurde der Kampf te# Erfolg fortgesetzt. Die Rumänen Resten 23 Offiziere, 1800 Mann und *4 Ge­ schütze in unserer Hand. Im östlichen GrenzrauMie und in den ver­ schneiten Waldkarpathen keine besonderen Er­ eignisse. Heeresfront des Gene rM.rlv mar, challs Prinz Leopold von Bayern. Keine wesentlichen Ereignisse, i i Italienischer Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. OestRch von Görz nahmen unsere Truppen einen italieni­ schen Graben, machten 5 Offiziere, 475 Mann zu Gefangenen und erbeuteten 7 Maschinenge­ wehre. Lud östlicher Kriegsschauplatz. Nichts von Belang. Der stellvertretenoe Eyes des Generalstab«! v. tz o e f e r, Feldmarschalleutnant.</p>
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          <p>Norwegens Schicksal. Kopenhagen, 15. Nov. Wie "Politiken" aus Chriftiania berichtet, erklärte der Rberale Abgeordnete Skaar, die norwegische Bevölkerung könne beruhigt sein. Norwegens Antwort an Deutschland sei in Inhalt, und Form genau durchdacht und vernieide alles, was eine Herausforderung oder Unvorsichtig­ keit bedeute. Ebensowenig werde die Regier­ ung einen Rückzug antreten, der eine Ver­ letzung der nationalen Selbständigkeit bedeu­ ten könnte. Zahlreiche norwegische Patrioten seien in dieser Zeit tätig, in der Hoffnung, | Satz für Norwegen diesmal das Unwetter ver­ mieden werde. (Z.) Französische Werbevvrtyiige in der Ostschweiz. Bern, 15. Nov. Die Deutsch-Schweizer­ ische Gesellschaft in Zürich, die benachrichigt wurde, hast französische Werbevorträge in aller nächster Zeit auch in der Ostschweiz in erhöhtem Maste stattfinden sollten, ersucht in einer Ein­ gabe an den Regierungsrat des Kanton Zürich das öffentliche Austreten ausländischer Redner im Kanton Zürich bei Strafe zu untersagen?'. Sollte sich die Züricher Regierung nicht als zuständig erachten, so bittet die Gesellschaft das Gesuch dem Schweizerischen Bundesrat zurBerücksichtigung zu empfehlen. &lt;Z.) Eine kräftige mexikanische Antwort an England. New York, 14. Nov. Eine Depesche aus Mexiko meldet, datz der Minister des Auswär­ tigen Aqnilar die englische Note beantwortet hat. Die Note verlangte, Mexiko sollte seine Neutralität bezüglich der deutschen Untersee­ boote, die wie man gbrubt, in hen Imlexikanischen Territorialgewässern operierten, streng einhal­ ten. Die britische Note, die durch Lansing ge­ sandt worden war, und davor warnte, den teutonischen Unterseebooten Hilfe oder Unter­ stützung zu leihen, rief sehr viel Unmut hervor?, der in der Antwort Aquilavs zum Ausdruck kam. Zunächst wies Aqnilar daraus hin, daß er nicht einsehen^ könne, warum die britische tzjote durch das Staatsdepartement der Verjeinigten Staaten, anstatt direkt an das mexi­ kanische Auswärtige Amt gesandt worden sei. Aqnilar erklärte, die mexikanische Neuträlität werde aufrechterhalten werden. Aber er wies darauf hin. datz Mexiko für die Taten der deutschen Unterseeboote vor der mexikanischen Küste nicht mehr verantwortlich zu wachen sei als die Vereinigten 'Staaten für die kürzlich erfolgte Tätigkeit des "U o3" vor Nantucket, nach der der Unterseekämpser einen amerika­ nischen Hasen angelaufen habe. Die Antwort meint ;mjtt kaum verhülltem 'Sarkasmus, der beste W«eg, fortgesetzt freundliche Beziehungen zwischen den beiden Völkern zu'sichern, bestehe darin, datz die britische Flotte verhindere, dah die deutschen Unterseeboote ihre Stützpunkte verließen und so jeder Möglichkeit für Unstim­ migkeiten Vorbeuge. (WTB.) Amerikanisch-Mexikanische Spannung. Genf, 15. Nov. Der "Petit Parisien" und andere Pariser Blätter, die dem Aus­ wärtigen Amt nahestehen, bezeichnen eine be­ waffnete Intervention der Vereinigten Staa­ ten gegen die Vereinigung der über mindestens 43 000 gut bewaffnete Männer verfügende Streitmacht der drei Villa'schen Generale für unvermeidlich. Der Kommandant der Stadt Juarez sei bereit, den Truppen Villas die Tore zu öffnen. Die Garnison der Hauptstadt Mexikos sei zweifelhaft. /(Z.)</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. Mißstimmung tu Frankreich. Aus ergänzenden Mitteilungen der Lyo­ ner Blätter über die Kammersitzung geht herhervor, daß nach den scharfen Bemerkungen, die die Regierung von selbst allzeit treuen Briand-Anhängern erfuhr, die gesamte StiMmung bedenklich wurde. Die Minderheit von lOStimmen beweist ein Hinausreichen der Mißstim­ mung über die äußerste Linke. Vor der Ab­ stimmung bei der Stellung der Vertrauens­ frage erkliärte Briand, die Einrichtung eines die Militärverwaltung kontrollierenden Ver­ kehrsministers für undurchführbar und be­ dauerte, daß im Dause der "Sitzung bie Leistun­ gen der deutschen Eisenbahnen als unübertreffRch bezeichnet wurden .(Z.) Auch Eskimos Müssen mithelfen. Ueber London erfährt die Voss. Ztg., datz an der französischen Front in den Vogesen die­ ser Tage Eskimos Mit Hunden ankamen, die für Mu nitions- und Proviantverkehr abge­ richtet werden.</p>
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          <p>Gegen Rußland. Das Spitzelt«»» in Petersburg. Der Berichterstatter der Voss. Ztg. meldet aus Petersburg: Hunderte und Aberhunder­ te verdienen sich ihr Geld in Petersburg da­ durch, daß sie Personen, die auf der Straße oder sonst wo deutsch sprechen, der. Polizei zuführen. Die Angeber erhalten ein festes Honorar pro Kopf.</p>
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          <p>Am Balkan. Eine neutrale Stimmle zur Vergewaltig«ng Griechenlands. Der N. Rotterd. Courant bemerkt in ei­ nem Axtikel zu den letzten Meldungen des englischen Korrespondenten aus Griechenland: Die DeuffchfreundRchkeit der griechischen Regie­ rung, die ihre Kriegsflotte der Entente aus­ lieferte usw. besteht lediglich darin, daß sie trotz ihrer woHUwollenden Haltung gegenüber de Entente es für ihr Lebensinteresse hält/ neutral zu bleiben. In einem Telegramm aus Athen werde gesagt, die Entente hab« der grie­ chischen Regierung vorgestellt, daß das Kriegs­ material für Griechenland doch nutzlos sei, da es ja entschlossen sei, neutral zu bleiben!. Diese Auffassung verdient die Aufmerksam­ keit aller Länder, die noch Neutral sind.Wenn ma nso argumentiert, so gehört nur wenig da­ zu, um von allen Völkern, die neutral bleiben wollen, die Auslieferung ihrer Waffen zu ver­ langen . Ans Saloniki. Die Sofioter Kambana bringt die Mit­ teilung: In Saloniki sei ein russisches Re­ giment entwaffnet worden, weil es den Be­ fehlen Sarrails nicht folgte, für den König Konstantin Sympathien äußerte und sich wei­ gerte gegen die Bulgaren zu kämpfen. Ans Griechenland. Reuter meldet aus Athen: Der franzö­ sische Kriegsminister General Roqnes hatte bei König Konstantin eine Audienz. DerHauptgegenstand der Unterhandlungen war die Er­ richtung einer Zone, die Reibereien zwischen der Armee des Königs und der der Venizelisten verhüten soll. Benizelos braucht Geld. Eine Athener Meldung des Matin besagt, die Salonikier Regierung beabsichtige bei der Bank von Athen eine Anleihe aufzunehmen, die in den an der Nationalbewegung teilneh­ menden Provinzen und in den griechischen Auslandskolonien untergebracht werden solle.</p>
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          <p>Verluste an Hanvelsschiffen, die in denGrund gebohrt werden, zu beachten, um einziusehen, daß. der Kampf zwischen der britischen Admiralitä tund den Piraten, der 22 Monate lang hin und her schwankt/augenblicklich zugunsten der Piraten steht. Versenkt. London, 14. Noo. Lloyds meldet, daß die Fischdampfer "Cur Boys" und "Supperb'f versenkt wurden. Die Besatzungen sind ge­ landet. Amsterdam, 14. Nov. Der Korrespon­ dent der "Times" in Washington Meldet: Der Bericht, daß der amerikanische Dampfer "Co­ lumbia" erst versenkt wurde, nachdem' das stür­ mische Wetten sich genügend gelegt hatte, um die Boote aussetzen zu können, habe in Wa­ shington beruhigend gewirkt. Postraub der Engländer. Kopenhagen, 14. Nov. Die dänische Generalpostdirektton gibt bekannt, daß, von dem dänischen Dampfer "Botnia", der sich in inländischer Fahrt auf der Reise von Kopen­ hagen nach Faroer-Jsland befand, bei der Durchsuchung des Schiffes in Leith die gesamte Paketpost beschlagnahmt worden ist. Kopfgeld bei der englischen Marine. Die Times bringt eine Mitteilung wonach der Kapitän und die Besatzung des englischen Unterseebootes "E 8" wegen der Zerstörung des deutschen Kreuzers "Prinz Adalbert" die Sum­ me von 3000 Pfund beanspruchen. Das Blatt schreibt: In einer Beschreibung des Angriffes führt der Kapitän Maxwell M. Anderson aus, daß, nach der amtlichen deutschen Verlustliste die Besatzung des Kreuzers 600 Mann be­ tragen habe. Das Prisengericht,das über den Fall verhandelte, habe diese Zahl als richtig bestätigt und erklärt, daß , es entsprechend der Zahl der Mannschaften als Prisenentschädigung 3000 Pfund festgesetzt werden müssen. (Z.)</p>
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          <p>Tages-Uebersicht. Hindcnburg schrieb an den Reichskanzler einen Brief, in welchem er eine ausreichende Ernährung der Arbeiter in der Kriegsindustrie fordert und betont, daß, die landwirtschaftlichen Kreise freiwillig sich mit voller Kraft an der Regelung der Lebensmittelsrage beteiligen müssen. i Zur Zivilvieustsrage. Wie die Vossjsche Zeitung hört, soll der Reichstag zum 5. DeH. einberufen werden. Herr Helfferich als Prophet. Unter die­ ser Spitzmarke schreiben die "Westfälischen Po­ litischen Nachrichten": "Im Verlage von Duncker und Humboldt in Leipzig jist eine Reihe von Vorträgen erschienen, die während des Winters 1900/01 in Hamburg im Aufträge der Ham- burger Oberschulbehörde gehalten worden sind, und unter denen sich auf Seite 197 auch ein Vortrag Dr. Karl Helfferichs befindet. 'Dort äußert nun Tr. Helfferich seine Anschamungen über den Gang der kommenden politischen Er­ eignisse, wie folgt: ". . . . Deutschland bezieht gegenwärttg etwa ein Drittel bis ein Viertel seines Weizenbedarfes und knapp ein Zehntel seines Bedarfes an Roggen aus dem Amsländi. Im Falle eines Krieges soll nun die Geffahr be­ stehen, daß uns diese notwendigen Zmfuhren abgeschnitten werden, und daß Deutschland in­ folgedessen, selbst wenn seine Armeen: unbe­ siegt an den Grenzen Stand hielten, woie eine belagerte Festung 'durch den Hunger bbezwungen werden könnte. Ich weiß nicht, ob ees mili­ tärische Autoritäten gibt, die eine solckhe An­ sicht vertreten, aber ich glaube, daß dite Hoch­ achtung vor dem deutschen Militär einte solche Annahme von vornherein ausschließt. Gerade bei der Gestaltung der deutschen Gremzen ist die Möglichkeit einer nachhaltigen Umterbindung der Getreidezufuhr so gut wie ausge­ schlossen. Wir haben so viele Nachbarrn, ein­ mal das große Meer, dann Holland, Welgien, Frankreich, die Schweiz, Oesterreich, Riuhland/ so daß es gänzlich undenkbar erscheimt, daß uns alle die vielen Getreidezuführwe:ge zu Wasser und zu Land aus einmal versperret wer­ den könnten. Die ganze Wett müßtce gegen uns im Bunde sein, und eine solche Möfglichkeit überhaupt nur einen Augenblick fest ims Auge zu fassen, das heißt doch unserer äusiwartigen Politik ein grenzenloses Mißtrauen emtgegenbringen . . . ." Es ist nicht ohne Reeiz, jetzt an diese Aeußerung des beseitigen Vizekanz­ lers zu 'erinnern. ** . '&lt; Der deutsche Botschafter in Wen ge­ storben. Wien, 15. Nov. Die Korrespondemz Wil­ helm Mvldet: "Eine traurige Kunde, die in ganz Lesterreich-Ungarn und dem Deutschest Reiche ebenso schmerzlich berühren wird als in den verbündeten Staaten, die im schwersten Kampfe stehen, durcheilte heute abends Wien. Der kaiserlich deutsche Botschafter am Wiener Hofei Herr Heinrich v. Tschirsky und Bögen­ dorff, der den deutschen Kaiser seit idem 28. November 1917 bei Kaiser Franz Jos-eph ver­ trat und ein treuer Hüter des deutsch-österr.ungarischen "Bündnisses war, ist heute nachmit­ tags, für seine zahlreichen Freunde und Ver­ ehrer ganz unerwartet gestorben. Herr von Tschirsky war der Vertrauensmann beider Mo­ narchen. . ^ Berlin, 16. Nov. Zum Ableben des Botschafters von Tschirsky sagt die Kreuzzltg.: Mit lebhaftem Bedauern wird Man in Deutsch­ land und der verbündeten Monarchie die Kunde von dem Tode vernehMen. Fast 1(D Jahre hat Herr von Tschirsky das .Deutsche Reich in Wien vertteten und während dieser Zeit mtt dazu beigetragen, die vertrauensvollen Bezie­ hungen zwischen den beiden verbündeten Rei­ chen noch fester und inniger zu gestatten. ! : 7 i i 1 7 I ki Großer Dergarbeiterstreik rn Australien 5 Amsterda M, 15. Noo. Nach einer vor­ liegenden TimesirMldung aus Sidney legten 30 000 Bergleute die Arbeit nieder. Hunderte Dampfer liegen still. Die Wollauttionen wur­ den eingestellt, weil kein Schiffsraum zu beko'Mmen ist. Die Mehrheit der Bergleute beschloß, über sämtliche Kohlen den Boykott zu verhän­ gen und den Betrieb der Eisenbahnen und Straßenbahnen zu verhindern. Die Lebensmit­ teleinfuhr ist beschränkt, die Preise schnetten in die Höhe. In einer BergarbeiterversamMlung wurde beschlossen, von der Regierung den achtstündigen Arbeitstag zu fordern.</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Tie Nachfolge Drterer. Die gemeindli­ chen Kollegien in Ingolstadt haben beschlossen, die Kandidatur des Bürgermeisters v. Kroher in Ingolstadt zu unterstützen. i Vcsihivechsel. Das völlig arrondierte Oekonomiegüt des Herrn Peter Schneider' 'in Pichl ging im Kaufswege durch Vermittlung des JmMobilienbüros Ed. Bachberger, Mün­ chen, Tal 12, samt lebendem und totem Inven­ tar an Herrn Joses Fekdmaier aus ZPeiting über. 1</p>
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          <p>Eine 45jährige Fabrikarbeiterin aus der Schweiz, die ihre Heimat telegen Arbeitslosig­ keit verlassen hatte und sich in einer Lerderge ln der Au in München einmietete, hatte das Glückslos erworben. Sie ließ sich 5000 Mark von dem Gelde auszahlen, die restli­ chen 15 000 Mark aber an eine SchweizerBank überweisen, da sie in ihre Heimat zurückkeh­ ren will.</p>
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          <p>zu machen, uM in eine andere Stimmung zu kommen. Als sie den Schloßhof betrat, sah "sie die hohe Gestalt des Grafen vom Wirtschaftshvf gerade auf das Hauptportal zuschreiten. Schnell verbarg sie sich in den Schatten einer Mauer­ nische, bis er vorübergegangen war. Sie moch­ te ihm jetzt niiht begegnen. Am nächsten Sonntag ließ Graf Harald die feurigen Trakehner vor den Kutschwagen spannen und forderte seine Tante und beten Gesellschafterin zu einer Spazierfahrt auf. Es war eine köstliche Fahrt, Wald und Berge ringsum, blauer Himmel und Sonnenschein. Der Graf selbst lenkte die Pferde und hinten im Fond plauderte Rose lustig Mit der Gräfin. Ihr frohes Lachen drang zu den Ohren des Grafen. Tann wandte er sich um und teärf ein Scherzwort zu den beiden Damen hin.' Nach zwei "Stunden kehrten sie heim in der besten 'Stimmung. Ter Graf lud sich selbst bei seiner Tante zum Tee ein. Rose bereitete ihn und kredenzte beiden die gefüllten Tassen. "Singen Sie mir noch einmal Wagners "Träume", Frau Herwart," bat er, als Rose ihren Tec getrunken hatte. , Rose errötete in frohem Schreck und will­ fahrte seinem Wunsche sofort, ging züm Flügel und ließ sich nieder. Er stand auf, setzte sich in eine Ecke gegen­ über und sah mit halbgeschlossenen Augen zn der jungen, schönen Frau in Weih, Pie umleuchtet hon Dem durchs Fenster fallenden Tages­ licht vor dem Instrument saß und ihre Finger wie streichelnd über die Tasten streichen ließ, hinüber. Jetzt setzte sie die ersten Töne an: "Sag', welch' Wunderbare Träume — halten meinen Sinn uMfangen —Etwas träume­ risch Weiches lag wie ein Hauch darüber. Ver­ bannt schienen die Geister des Frohsinns, der sprudelnden Laune. Wie mit einem Zauber umspann es den Grasen: "Träume — die tote hehre Strahlen in die Seele sich versenken — — Fast erschrocken sprang er aus, als der letzte Ton der Begleitung verklungen war, nahm schweigend seilt Cello und 'fing an, es zu sttmMen. Es lag säst etwas Verletzendes in der Art, wie er wiederum über Roses Gesang hinwegging. Sie hatte ihm einen persönlichett Wunsch erfüllt, und er hatte nicht einmal ein kurzes "Danke" dafür. Hatte sie nicht gut gesungen — war er nicht zufrieden mit ihrem Gesang? Dann hätte er sie nicht darum bitten sollen. Tränen verdunkelten fetunbeiuang ihren Blick, und um sie zu ver­ bergen. machte sie sich eifrig mit ihren Noten zn schassen. 1 1 (Fortsetzung folgt.) Recht ergehen und nimmt deinen Franz, Wenn er darum bittet und reuig sein Unrecht einge­ steht, später Wieder in Gnaden auf." / Bärbels schüttelte traurig den Kopf. "Da kennen Sie den Herrn Grasen nicht. Was der einmal gesagt hat, das bleibt, auch wenn es hart und grausam ist. Der ver'gißt' und vergibt nicht." "Der vergißt und vergibt nicht," wieder­ holte Rose leise für sich und ein kalter Schauer rann ihr über den Körper. "Geh jetzt, Kind," wandte sie sich an das Mädchen, "damit deine lange Abwesenheit nicht bemerkt wird, und nimm dir die Sache mit deinem Franz nicht so zu Herzen. Die Tren­ nung ist euch beiden sehr gut, und nachher habt ihr euch umso Ueber." "Wie Sie zu trösten verstehen, Frau Her­ wart," erwiderte das Mädchen und küßte der jungen Frau dankbar die Hand. "Ich hab's ja gewußt, daß ich zu Ihnen Vertrauen haben kann. Nun ist mir auch schon wohler. Wenn ich nur nicht dem Herrn Grasen begegne. — Grüß Gott, Frau Herwart." Rose sah dem törichten Kind mit seinem Liebeskummer nach, bis die Tür sich hinter ihm geschlossen hatte. Dann trat sie ' mit einem tiefen Seufzer zum Fenster und sah sinnend hinaus. Nach einer Weile entschloß sie sich, einen kurzen Spaziergang in den Park</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. Jederzeit kaltblütig tut» rasch entschlossen, zeichnete sich, so schreib tdte Bayer. Ehrentafel 180, Jäger der Landwehr Martin Stießberger - der 4. Komp. Reß-Jäger-Bat. Nr 1 aus Furth, B. A. Landshut, Maurer zu München, durch eine Reihe schneidiger Taten so hervorragend aus ,daß ihm die Silberne Medaille zuteil wurde. Mit der gleichen Kühnheit, die ihn am 4. September 1914 bei einem Nachtangriffe in der Nähe von V. im Zurückspringen etwa 20 sich anfangs tot stellende, nachher aber die Kompagnie von hinten beschießende Turkos durch wohlgezieltes Feuer vernichten ließ, holte er am 5. Mai 1915 bei C. einen schwer ver­ letzten Pionier aus dem Granathagel und ret­ tete ihn vor sicherem Tode. Auch bei freiwilli­ gen Aufklärungen und Meldegängen errana er sich den Ruf eines nie versagenden wackeren Mannes. Straubing, 13. Nov. (Die "Straubinger Zeitung") hat am letzten Samstag ihr Erschei­ nen eingestellt. Zugleich ist auch der Buch­ druckereibetrieb stillgelegt'worden. Ter Ver­ leger ist im Felde und die Einberufungen des Personals zwangen zum Stillegen des Be­ triebes. Bogen, 13. Nov. (Erwischt.) Der Gen­ darmerie ist es gelungen, aus der Station Rat­ tenberg einen Schmuggler abzufassen, der in einem Eisenbahnwagen als Frachtgut unge­ fähr 8000 Eier, sowie Schmalz und Fleisch nach Sachsen ausführen wollte. Osterhofen, 12. Nov. ("Der Bock als Gärtner".) Seit einiger Zeit schwammen auf dem Herzogsbache leere Feldpostschachteln her­ unter, ohne daß der Absender derselben be­ kannt wurde. Es teUrde auch die Postbehörde von dem seltsamen Vorkommnis in Kenntnis gesetzt, welche das Geheimnis ünr Zusammen­ wirken mit der K. Gendarmerie aufdeckte. Der Postillon der Route Gergweis — Osterhofen, Joses Wimmer von Gergweis, der gleichzeitig auch Aushilfspostbote ist, hat sich Liäbespäkete an unsere wackeren Feldgrauen angeeignet, den Inhalt für sich verwendet und die entleerten Schachteln in Pen Herzogsstadtbach geworfen. Dieser Diebstahl ist um so getnleiner, nachdem der Täter selbst schon im Felde gestanden und jetzt Pension oder Zivilanstellung im Post­ oder Polizeidienst anstrebt; auch ist er gegen« wärtig als "Postl" gut entlohnt. Bei seiner gestrigen Abfassung hatte er sich schon wieder ein Liebespaket angeeignet, das für einen Ka­ meraden an der Front ausgegeben war. Der 22jährige Täter ist geständig und wurde sofort vom Dienste entlassen. Eine strenge Strafe dürste folgen. Osterhofen, 12. Nov. (Scheuende Pferde) durchrasten gestern abends die Stadt, zertrüm­ merten einen Wagen, demolierten einen Hy­ dranten der Wasserleitung, töteten eine von der Weide heimkehrende Kuh und verletzten sich selbst schwer. Zwiesel, 14. Nov. (Begehrte Schätze.) Ver­ gangene Woche wurden einem hiesigen Bürger in der Nacht nach der Hausschlachltung eines Schweines mittelst eines Einstieges in den Kel­ ler die Würste gestohlen. Im gleichen Hause wurde vor einiger Zeit der Vorrat an Fett und Mehl entwendet. Wegscheid, 13. Nov. (Mehlschmuggel,) Wie im Grenzbetzirke des K. KomMunalverbandes Wolfstein, so wird auch im hiesigen Be­ zirk der Mehlschmuggel nach Oesterreich in großem Ulmfang betrieben. Grenzwache und Gendarmerie sind immer an der Arbeit, der raffinierten Schmuggler habhaft zu werden'. Bei Tag wird das gekaufte Mehl in nahe an der Grenze gelegene Gehöfte und Häuser gebracht und bei Nacht von dritten Personen abgeholt und damit der Versuch unternoMs men. über die Grenze zu gelangen. Als Ge­ genleistung für das gelieferte Mehl kvmMen meist Eier herüber.</p>
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          <p>bett, umfowehr als sich eyte engere Verbin­ dung des Wanderlehrers mit der K. Regier­ ung wünscheuswerterweise und Deggendorf doch etwas entlegen sei. Herr HR. Kinskoser meinte etwas er­ staunt, er habe bisher Deggendorf als das Herz Niederbayerns angesehen und gemeint, Landshut liege draußen. Humoristisch fügte er an Hand einer Schilderung der Reise mehre­ rer Landräte nach Landshut an, die Verbin­ dung nach Landshut sei zurzeit keine besonders gute (Zuruf: Zurzeit.). Das Draußenliegen dürfe man nicht so tragisch uehMjeu. Herr L. R. Leeb sprach für Ablehnung des Regierungsantrages, der eine Pression für Deggendorf sei, das doch bisher seine Vertragspflichten erfüllt habe . Herr L. R. Marschall meinte, Landshut würde bereit sein, den KreiÄvjaudetlehrer auf­ zunehmen, wenn er hierher versetzt würde. Das Herz Niederbayerns sei Deggendorf nicht, es 'liegt ziemlich draußen, allein auch das menschliche Herz liege nicht in der Mitte. In Landshut,, dem Regierungssitze würde der Kreisobstbauwanderlehrer auch Gelegenheit fin­ den ,sich den Obstbaulehrkursen, die hier ab­ gehalten werden, zu widmen. Eine Verlegung könnte nur Nutzen bringen. Herr R. R. Auer zieht hierauf den Regierungsantrag zurück, woyauf die Position und zwar 5000 Mark Gehalt, 2000 Mark für Dienstreisen und 100 Mark für Geschäftsbedürf­ nisse einstimmig Annahme fand.</p>
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          <p>Lokales. Landshut, 16. November. —* Das Eiserne Kreuz 1. Klasse wurde dem Diplo'iu-Laudwirt, Leutnant d. R. und Kompagnieführer teil 15. daher. Jnf.-Reat. Herrn I. C. Wagner, Sohn des verstorbenen' Großmetzgerweisters Ludwig Wagner hier, ver­ gehen —* Das Eiserne Kreuz wurde dem Funker einer daher. Art.-Fliegerabteilung an der SomMje Herrn Hans Danzer», Sohn des Herrn Sch'lossermeisters Danzer hier verliehen. —* Das Eiserne Kreuz wurde dem Infanteristen Wilhelm Seidl, Sohn des Bäckers Rupert Seidl in Berg o. L. verliehen. —* Der Landrat besucht heute Nach­ mittag 3 Uhr die KreissaMjmelstelle vom Roten Kreuz 1m Bezirksamtsgebäude. —* Sein lOOjähriges Stistungsfe; ft; begeht am 16. November c. das Corps Bavaria München. Am 16. November vor 100 Jahren ist das Corps in Landshut gegründet worden. Der mächtige Drang nach der Hei­ mat, ein pietätvoller Sinn hat das Corps alle 5 Jahre nach Landshut geführt, um dort ein Fest der Liebe und Treue zu begehen'. 100 Jahre sind dahingegangen, seit in Lands­ hut in schlimmer, sturmbewegter Zeit mutige Männer sich die Hand gerecht haben, um "die­ ses Bollwerk deutscher Jugend, Burschensitte, echter Freundschaft und Ritterlichkeit aufzur'ichjten. Noch lebt der alte Geist ln den Söhnen Bavarias, die fest und treu an ihren Far­ ben hängen. Ein Herz und eine Seele, sind sie auch in Dankbarkeit der Gründungsstätte Landshut zugetan. Schwere Schatten liegen über unserem Vaterlande, infolgedessen findet die Feier in München in einfachem, RahMen statt. Viele Zeichen des Treugedenkens der lebenden Träger des Weiß-Blau-Weiß sind dem Corps Bavaria zu seinem Ehrentage zuge­ gangen. Wir bringen dem Mannhaften Corps zu seinem 't 00jährigen Wiegenfeste unsere herzlichsten Glückwünsche dar. —* Liberale Vereinigung Landshu t n. U. Heute Donnerstag abends 8 Uhr wichtige Besprechung im Restaurant "Stern­ garten". Um zahlreiches. Erscheinen der Mit­ glieder wird ersucht. —* Eine Hochwasserwelle ging ge­ stern früh' bald nach 5 Uhr in der Isar durch unsere Stadt. Da die Flut nicht gemeldet war, konnten auch keine Vorkehrungen getrof­ fen werden, das Wasser staute sich am Max­ wehr und überflutete das Jsargestade. Das Wasser verschwand allerdings schnell wieder, doch blieb eine starke Schlammschicht zurück und legte Zeugnis von dem unerwarteten Er­ eignis ab. —* Der Liederabend Müller—Roth am letzten Samstag i«t| Stadttheater erbrachte eine Einnahme von '700 Mark zugunsten der Kriegs­ weih nachts bescherungen. —* Der Jahresbericht der Allgem. Ortskraukeu kasse Landshut (Land) für das Jahr 1915 ergab 104 757.53 Mark Ein­ nahmen und 94 661.64 Mark Ausgaben. Das Vermögen beträgt 39027.06 Mark. —* Einen Uebungäkurs für Hilfskrankenträger eröffnete die freiw. Sanitätskolvnne vorgestern abends. Es haben sich 26 Mann neu für den Kolonnenhilfsdienst ange­ meldet. —* WohItätigkeitskonzert.Am näch­ sten Spnntag, den 19. ds. findet im Leiderersaale eine großes Militärkonzert des Musikkorps des.Ersatzoat .Landwehr-Jnf.-Rgts. Nr'. 3 aus Freising unter Leitung des Bataillonsmusikmeisters Paul Kuen statt. Der Ertrag wird zur Beschaffung von Weihnachtsgaben für | Angehörige gefallener Krieger des hiesigen Er- I satzbataiklons verwendet. jj —* Der landw irisch. Unterr ich t im Kteise Niederbahern erfordert nach dem Haus­ haltplane im Jahre 1917 den Betrag von 88 705,36 Mark, somit uM 2050 Mark mehr als im Vorjahre. Die Mehrung wird durch die Wiedereröffnung der Schulen in Lands­ hut (950 Ml.) des Internates dieser Schule (750 Mk.) und Erhöhungen der Anforderungen der Schulen in Passau um 200 Mark von 2600 auf 2800 Mark und in Pfarrkirchen um 150 Mk. von 800 auf 950 Mk. bedingt. Ander­ seits werden bei dieser Position 2475 Mark eingespart und zwar beim Personalbedarf der Schule in Pfarrkirchen 1375 Mark (31755,36 Mark gegen 33130,36 Mk. i. V.) bei der Schule in Straubing 100 Mark (500 statt 600 Mk. i. V.) und 1000 Mark bei der allgemeinen Re­ serve (500 statt 1500 Mark i. SB.). Die Kreis­ ackerbauschule Schönbrunn blieb im Etatsjahr gleich idem Vorjahre Mit 33 000 Mark Bedarf 1 der Schule und 12000 Mark für Verzinsung und Tilgung der Schuld für den Neubau eines ! Schulgebäudes. —* Tie Kr e is h ilfs kasse verdankt ihre i Existenz der Allerhöchsten Munifizenz Seiner Majestät des Königs Ludwig I. von Bayern. Allerhöchst derselbe dotierte die Kreishilfskasse lt. Stistungsurkunde vom 6. Juli 1828 ur­ sprünglich mit 10 000 fl. aus seiner Kabinetts­ kasse und vermehrte dieses Stiftungskapitak lt. Allerhöchsten Erlasses vom 18. Juni 1833 burd) eine weitere Schenkung von 4000 fl. Der Zweck der Kreishilfskasse besteht darin, Landeigen­ tümer und Gewerbebesitzer in Unverschuldeten Notfällen, wie Viehfall, Sameumsangel, Hagelschlag, Mißwachs, Brandunglück und bergt, mit den zur Erhaltung ihres Anwesens nötigen Darlehen gegen geringe Verzinsung und leid­ liche Rückzahlungssriften zu unterstützen. Die Einnahmen der Rechnung pro 1915 betrugen 12 925.63 Mark, die Ausgaben 8411.80 Mark, somit 4513.83 Mark Mehreinnahmen. Aus den Zweck würden 1300 Mark verwendet. Das Vermögen beträgt 64 952.98 Mark. —* Die Prinz-Regent LuitpoldStiftung für Niederbahern hat 37 441.55 Mark Vermögen. Die Rechnung pro 1915 bi­ lanziert mit 2602.44 Mark in Einnahmen und Ausgaben. Die Stiftung ist aus den aus An­ laß des 70 jährigen Geburtstages Weiland Sr. K. Hoheit des Prinzregenten Luitpold von der niederbayer. Bevölkerung und von Korpora­ tionen geleisteten freiwilligen Beiträgen mit' 34 700 Mark gegründet worden. Aus ihü sol­ len bedürfttge und würdige niederbayer. Land­ eigentümer, Leerhäusler und Gewerbetreibende Unterstützung finden. —* Prinz Karl-Fonds. Ter Fonds besteht seit dem Jahre 1875 und wurde dotiert durch das von Seiner K. Hoheit Weil. Prinz Karl von Bayern mit Testament vom 26. Mai 1873 jeder der in den 8 Regierungsbezirken des Königreichs Bayern bestehenden Kreishilfs­ kassen zugewendete Vermächtnis von 20 000 fl. d. i. 34 285.71 Mark zum Zwecke der Unter­ stützung dringend bedürsttger Angehöriger des Regierungsbezirkes. Die Rechnung für das Jahr 1915 bilanziert mit 8337.32 Mark. Auf den Zweck würden 1357 Mark verwendet. Das Vermögen beträgt 36 451.91 Mark. —* An Stipendien für Studieren­ de und Schüler sind im Kreisbudget vorge­ sehen 800 Mark für Studierende der tier­ ärztlichen Fakultät der K. Universität inMünchen, 540 Mark für Studierende der humani­ stischen Gymnasien, 3000 Mark für Studierende der Lehrerbildungsanstalten und 640 Mark für Studierende der Lehrerinnenbildungsan­ stalten, 600 Mark für Studierende der K. Akademie für Landwirtschaft und Brauerei in Weihenstephan, 600 Mark für Schüler derLandwirtschaftsschule Pfarrkirchen, 300 Mark für Schüler der Molkereischule Weihenstephan, 300 Mark für Schüler bet Brennereischule in Wei­ henstephan und 1800 Mark zum Besuche des Hufbeschlagunterrichtes.</p>
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          <p>Letzte Posten. Uebertragungen aus dem kaiserlichen Gold­ schatz au die Goldankaufsstelle. Der Kaiser ließ eine größere Anzahl Goldsachen ans feinem Privatbesitz durch den Schatull-Vermögensverwalter, Geh. Regierl­ ungsrat Grimlw, der Goldsammlnng überwei­ sen. 'Tie d rutschen Unterseeboote im Schwar­ zen Meett Die Sofioter Zeitung "Dnewnil berich­ tet ans Odessa: Man verzeichnet eine erhöhte Tätigketi der deutschen Unterseeboote im Schwarzen Meere. Alle Schiffahrtslinien sind den Unterseebooten ausgesetzt. Keine Route ist vor Angriffen gesichert. Die russischeü Schiffahrtsgesellschaften haben deshalb beschlos­ sen, auf sämtlichen Wasserstraßen des Schwar­ zen Meeres die Fahrten einzustellen.' Ter Unterseebootskrieg in den amerika­ nischen Gewässern. Daily Mail bestätigt, daß die deutschen Unterseeboote "U 48" und "U 61" noch im­ mer in den amerikanisch-kanadischen Gewässern sich befinden, wohin sich letzter Tage noch an­ dere Unterseeboote begeben hätten. (Z.) Besuch des Erzbischofs von Paris beim Papst'. Der Papst hat den Besuch Kardinals Ametto, des Erzbischofs von Paris erbeten. Diese Tat­ sache erregt in römischen politischen Kreisen ziemliches Aufsehen und widersprechende Komkmentare, zu deren Aufklärung auch die aus Paris kommenden Meldungen nicht beitragen.</p>
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          <p>Inserate.</p>
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