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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-11-02"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 298</biblScope>
          <date when="1916-11-02">1916-11-02</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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      <editorialDecl>
        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Fortschritte gegen Rumänien. Eia wichtiger Erfolg Ssterr.-nng. Regimenter westlich Ser Predealstratze. — Wiederauf­ leben Ser Sommefchlacht. — Russische Gegenstöße am Ser Rarajowka gescheitert. — Italienische Angriffe abgeschlagen. — M 53 zurückgekehrt. Fortschritte gegen Rumänien.</p>
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          <p>Im Westen wurden alle englisch-franzö­ sischen Angriffe, erfolgreich abgewiesen. Im Osten versuchten die Russen neuer­ dings, uns die ihnen am 30. Oktober abgenom­ menen Stellungen wieder zu entreißen. Sie wurden aber trotz fünfmaligen Ansturins blu­ tig abgewiesen. Türkische Truppen warfen die Russen bei Mohochow zurück und behaupteten den Erfolg gegen feindliche Gegenstöße. Bei Folw nahmen deutsche Truppen denRusfen Höhenstellungen ab. Bei Stanislau und an der Bestritza-Solvtwinska wurden russische Angriffe- abgewiesen. An der siebenbürgischen Front drangen österr.-ungar. Regimenter in die rumänische Stellung an der Predealstrtaße ein und warfen den Feind zurück. Die Armee Falkenhahn hat seit 10. Oktober über 10 000 Rumänen gefan­ gen und reiche Beute gemacht. In Mazedonien wurden feindliche An­ griffe im Cernabogen zurückgewiesen. An der italienischen Front griffen die Feinde im Wippachtale und auf der Karsthochfläche an, wurden aber abgewiesen. In Griechenland.gewinnt die Königspar­ tei wieder an Boden. Unsere Siege gegen Ru­ mänien Machen gewaltiges Aufsehen und geben allen Einsichtigen zu denken. Auch die En­ tente scheint in ihrer Gewaltpolitik ein Haar gesunden zu hüben, denn sie machte plötzlich eine unvorhergesehene und von dem Verräter Venizelos wohl kaum erwartete Schwenkung. Die Ententemächte erkannten die Rebellen-Rcgierung nicht an und nahmen den diplomati­ schen Verkehr Mit Athen wieder auf. 'Zugleich wird heuchlerisch versichert, daß die Entente niemals daran dachte, Griechenland zur Aus­ gabe seiner Neutralität zu bewegen.</p>
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          <p>Seite 2. In (Siebenbürgen "ist die Gesamtlage un­ verändert. Einen wichtigen Erfolg errangen west­ lich der Predealstraße österr.-Ungar. Regimen­ ter, die in die rumänische Stellung einbra­ chen und 10 Infanteriegeschütze und 17 Maschi­ nengewehre erbeuteten. Südöstlich des Roten Turmpasses mächt unser Angriff Fortschritte. «alkau&gt;kriegssch ««platze Hvercsfrvnt des Geueralfeldmarschalls von Mackensen. Die Lage ist unverändert. Mazedonische Front. Im Cernabogen und zwischen Butkowo und Tähinosee nahm die ArtMerietätigkeit wieder zu. Ter 1. Generalquartiermeister: Ludendorff.</p>
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          <p>Der österr.-ung. Bericht. Kurier für Riederbayer» Heeresfrout das Generalfeldmarschalls Brivzeu Leopold vo» Bayer«. Nach heftiger Artillerievorbereitung ver­ suchte der Feind bei Einbruch der Dunkelheit sich der am '30. Oktober von ihm verlorenen Stellungen am östlichen Narajowkaufer wie­ der zu bemächtigen. Trotz fünfmaligen Massenanlauses wurden unsere Stellungen restlos be­ hauptet. Ebenso scheiterten starke Angriffe ge­ gen die ottomanischen Truppen. An der Bystrycza-Solotwinska wurden feindliche Abtei­ lungen durch Feuer Vertrieben. Italienischer Kriegsschauplatz. Auf dem Südflügel der küstenländischen Front steigerte sich im Laufe des gestrigen Tages das feindliche Artillerie- und Minenfeuer wieder zu großer Kraft. Bon 3 Uhr nachmittags an begann feindliche Infanterie im Wippachtale und auf der Karsthochfläche gegen unsere Stellungen vorzufühlen, wo sie unsere zerschossenen Gräben für sturmreif hielt, und setzte auch zu Angriffen an, die jedoch durch Sperrfeuer ober durch Gegenstoß abge­ schlagen wurden. Abends flaute das Feuer ab, setzte jedoch nachts erneut mit großer "Hef­ tigkeit ein. Italienische Flieger warfen ans Duttonele, Sesano und Miramär zahlreiche Bomben ab, ohne nennenswerten Schaden zu verursachen. Hauptmann Schuenzel schoß über der Bucht von Panzano einen Cäproni ab. Südöstlicher Kriegsschauplatz. UntierSnbert. stellvertretende Chef des Generalstade«! v. H o e f e c, Feldmarsch alleutnanr. der bulgarische Bericht. Sofia, 30. Oktober. Amtlicher Bericht: Mazedonische Front: Südwestlich vorn Prespa-See für uns "günstige Gefechte zwi­ schen Aufklärungsabteilungen und Wachtpo­ sten. — Beiderseits der Eisenbahn Bitolia— Setina lebhafte Artillerietätigkeit. Ein schwa­ cher Angriff des Feindes südlich von Gradesnica und ein anderer Angriff gegen Senat! wurden zurückgewiesen. Im Cerna-Bogen ernste Kämpfe. Unsere deutschen Verbündeten schlugen tagsüber zwei starke Angriffe des Gegners bei Jeljeselo durch Gegenangriff zu­ rück. Der Feind wiederholte mehreremäle er­ bitterte Angriffe auf einer ausgedehnteren Front, wurde aber mit blutigen Verlusten für .ihn zurückgeworfen. Im Moglenica-Tal und beiderseits des Wardar schwaches Artilleriefeuer. Wir warfen im Angriff die Serben aus ihren Gräben südlich von Nonte. Eine feind­ liche Gruppe wurde nördlich von Ljumnitza durch Feuer vernichtet. — Am Fuße der Belasica-Planina und an der Strnmasront schwa­ ches Artilleriefeuer und Gefechte zwischen Er­ kundungsabteilungen. — An der ägäischen Kü­ ste Ruhe. Rumänische Front: Es ist nichtsWichtiges zu melden. Sofia, 31. Oft. Amtlicher Generalstabs­ bericht: Mazedonische Front: Wir haben neuerdings in der Richtung auf Coritza schwa­ che feindliche Abteilungen, die südwestlich vom Maliksee ein wenig vorgerückt wären, zurück­ geworfen. Im Ostteil des Cernabogens versuch­ ten die Serben anzugreifen ,wurden aber durch Gegenangriff in ihre Ausgangsstellungen zu­ rückgetrieben . Ebenso haben wir einen schwä­ chen Angriff des Feindes bei Dobropolse zu­ rückgeschlagen. Im Moglenicatale und beider­ seits des Wardar Patrouillengefechte. An der Beläsicafront und an der Struma _ beschoß feindliche Artillerie ohne Ergebnis einige vor der Front gelegene bewohnte Ortschaften. An der Küste des Aegäischen Meeres Ruhe. An der rumänischen Front ist die Lage unverändert. « der österr.-W. BMI. WTD Wien, den 31. Oktober. — i Amtlich wird verlautbart: Oeftlicher Kriegsschauplatz. HeeraSfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Be- Orsova und jenseits der südlichen C tnygebüge Siebenbürgens wird weiterge­ kämpft. Die von den Rumänen nördlich von Cerna Heviz und nördlich von Campolung nnternomtmenen Angriffe scheiterten. An der ungarischen Ostgrenze und in den Wakdkarpathen herrschte auch gestern verhält­ nismäßig Ruhe. Die österr.-ungar. und die deutschen Streitkräfte des Generals von Fal­ kenhayn haben seit dem 10. Oktober 151 Of­ fiziere und 9920 Mann als Gefangene einge­ bracht. 1 Die Beute beträgt 37 Geschütze, 47 Maschi­ nengewehre, 1 Fahne und viel Kriegsgerät. Heeressrout des Gsneralfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayer«. Bei Dipnica Dolna bemächtigten sich deut­ sche Truppen, südlich von Brzezanh türkische Bataillone stark verschanzter feindlicherStellungen, wobei vier Offiziere, 170 Mann und 9 Maschinengewehre in der Hand der Angreifer blieben. Bei Lobaczewka in Wolhynien wur­ den russische Vorstöße abgeschlagen. / Italienischer Krtegsscha«platz. Teile der küstenländischen Front stehen unter Artillerie- und Minenfeuer wechselnder Stärke. In Tirol wurde der Angriff eines AlpinibataMons gegen den Cardinal in den Fas­ sauer Alpen unter erheblichen Feindverlusten abgewiesen. Südöstlicher Kriegsschauplatz: Keine besonderen Ereignisse. Der stellvertretende Chef des Generalstabes; v. Hoefer, Feldmarfchalleutnanr. WTB. Wien, den 1. November. — Amtlich wird gemeldet: . Oestlicher Kriegsschauplatz. Heerasfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Westlich des Predealtales gelang es un­ seren Truppen in die feindliche Stellung ein­ zudringen, wobei zehn Infanteriegeschütze und 17 Maschinengewehre erbeutet wurden. Süd­ östlich des Roten Turmpasses wurde Gelände gewonnen.</p>
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          <p>Der bulgarische Bericht. Kurier für Riederbayer» Heeresfrout das Generalfeldmarschalls Brivzeu Leopold vo» Bayer«. Nach heftiger Artillerievorbereitung ver­ suchte der Feind bei Einbruch der Dunkelheit sich der am '30. Oktober von ihm verlorenen Stellungen am östlichen Narajowkaufer wie­ der zu bemächtigen. Trotz fünfmaligen Massenanlauses wurden unsere Stellungen restlos be­ hauptet. Ebenso scheiterten starke Angriffe ge­ gen die ottomanischen Truppen. An der Bystrycza-Solotwinska wurden feindliche Abtei­ lungen durch Feuer Vertrieben. Italienischer Kriegsschauplatz. Auf dem Südflügel der küstenländischen Front steigerte sich im Laufe des gestrigen Tages das feindliche Artillerie- und Minenfeuer wieder zu großer Kraft. Bon 3 Uhr nachmittags an begann feindliche Infanterie im Wippachtale und auf der Karsthochfläche gegen unsere Stellungen vorzufühlen, wo sie unsere zerschossenen Gräben für sturmreif hielt, und setzte auch zu Angriffen an, die jedoch durch Sperrfeuer ober durch Gegenstoß abge­ schlagen wurden. Abends flaute das Feuer ab, setzte jedoch nachts erneut mit großer "Hef­ tigkeit ein. Italienische Flieger warfen ans Duttonele, Sesano und Miramär zahlreiche Bomben ab, ohne nennenswerten Schaden zu verursachen. Hauptmann Schuenzel schoß über der Bucht von Panzano einen Cäproni ab. Südöstlicher Kriegsschauplatz. UntierSnbert. stellvertretende Chef des Generalstade«! v. H o e f e c, Feldmarsch alleutnanr. der bulgarische Bericht. Sofia, 30. Oktober. Amtlicher Bericht: Mazedonische Front: Südwestlich vorn Prespa-See für uns "günstige Gefechte zwi­ schen Aufklärungsabteilungen und Wachtpo­ sten. — Beiderseits der Eisenbahn Bitolia— Setina lebhafte Artillerietätigkeit. Ein schwa­ cher Angriff des Feindes südlich von Gradesnica und ein anderer Angriff gegen Senat! wurden zurückgewiesen. Im Cerna-Bogen ernste Kämpfe. Unsere deutschen Verbündeten schlugen tagsüber zwei starke Angriffe des Gegners bei Jeljeselo durch Gegenangriff zu­ rück. Der Feind wiederholte mehreremäle er­ bitterte Angriffe auf einer ausgedehnteren Front, wurde aber mit blutigen Verlusten für .ihn zurückgeworfen. Im Moglenica-Tal und beiderseits des Wardar schwaches Artilleriefeuer. Wir warfen im Angriff die Serben aus ihren Gräben südlich von Nonte. Eine feind­ liche Gruppe wurde nördlich von Ljumnitza durch Feuer vernichtet. — Am Fuße der Belasica-Planina und an der Strnmasront schwa­ ches Artilleriefeuer und Gefechte zwischen Er­ kundungsabteilungen. — An der ägäischen Kü­ ste Ruhe. Rumänische Front: Es ist nichtsWichtiges zu melden. Sofia, 31. Oft. Amtlicher Generalstabs­ bericht: Mazedonische Front: Wir haben neuerdings in der Richtung auf Coritza schwa­ che feindliche Abteilungen, die südwestlich vom Maliksee ein wenig vorgerückt wären, zurück­ geworfen. Im Ostteil des Cernabogens versuch­ ten die Serben anzugreifen ,wurden aber durch Gegenangriff in ihre Ausgangsstellungen zu­ rückgetrieben . Ebenso haben wir einen schwä­ chen Angriff des Feindes bei Dobropolse zu­ rückgeschlagen. Im Moglenicatale und beider­ seits des Wardar Patrouillengefechte. An der Beläsicafront und an der Struma _ beschoß feindliche Artillerie ohne Ergebnis einige vor der Front gelegene bewohnte Ortschaften. An der Küste des Aegäischen Meeres Ruhe. An der rumänischen Front ist die Lage unverändert. «</p>
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          <p>Der türkische Bericht. Irr MW Bericht. Konstantinopel, 30. Okt. Das tür­ kische Hauptquartier meldet: Tigris-Front: Unsere Freiwilligen unternahmen am 27. Oktober einen überra­ schenden Angriff auf die feindlichen Lager­ plätze bei Said. Sie drangen bis zu einem Schuppen vor, zerstörten ein bafcin befindli­ ches e nglisches Flugzeug und kehrten wohlbe­ halten zurück. Die Engländer, die für diese kühne Tat Rache nehmen wölkten hvftrfen Bom­ ben auf Bedra, nördlich von Kut el Amära, wodurch ein Kind getötet und drei Personen der britischen Bevölkerung verletzt wurden. Persische Front: Am 27. ds. war­ fen unsere vorgeschobenen Truppen, die die Russen 50 Kilometer nördlich von HalMadan zu Aufklärungszwecken an einzelnen Stellen angegriffen hätten, den 'Feind ans dieser Ge­ gend zurück und fügten ihm beträchtliche Ver­ luste zu. Dieser Angriff lieferte uns sehr nützliche Aufschlüsse über die Verteilung der feindlichen Truppen. Wir machten bei die­ sem Angriff einige Gefangene und zerstör­ ten ein Drahthindernis und Telegraphenlei­ tungen unö erbeuteten eine Menge Vorräte und Munition. Nach erfolgreicher Erfüllung ihrer Aufgabe sind die Truppen wohlgehälten in ihre Stellungen nördlich von Hamädan zu­ rückgekehrt. Der Feind ,der unsere Vorpo­ sten nördlich von Sakiz zu überfallen versuchte, wurde mit Verlusten für ihn abgewiesen. Kaukasusfront: Wir häben Ueber* fälle und Gefechte.feindlicher Aufklärungsab­ teilungen mit Verlusten abgeschlagen. Bon den übrigen Fronten ist nichts bemer­ kenswertes zu melden. Der stellt). Oberbefehlshaber. Konstantinopel, 31. Okt. Das tür­ kische Hauptquartier teilt mit: ' Tigrissro nt: Unser wirksames Artilferiefeuer zerstörte einen Beobachtungsturm des Feindes sowie seine Schützengräben. Das feindliche Erwiderungsfener blieb ohne Wir­ kung. Persische Front: In einem 1 blutigen Zusammenstoß, der nordöstlich Hamadan in der Gegend von Bidjer 'stattfand, trugen unsere Truppen einen Sieg davon. Sie drängten den Feind zurück, der in Auflösung flüchtete. Außer den schweren Verlusten an Toten und Verwundeten, die der Feind teils mit zurück­ führte, teils ans dem Schlachtfelde liegen ließ. verlor der Feind an Gefangenen einen Kom­ pagnieführer und 120 verwundete Soldaten. Unter den Gefallenen befinden sich auch Of­ fiziere. Ferner erbeuteten wir durch diesen neuen Erfolg eine große Anzahl Gewehre u. anderes Kriegsmaterial. Die Ortschaft Bidjär, deren Einnahme von den Russen in ih­ rem amtlichen Bericht vom 26. ds. geMeldet worden war, wurde von uns zurückerobert. Nördlich von Sekts wurden russische Kavalle­ rietruppen, die unsere vorgeschobenen Trup­ pen anzugreifen versuchten, mit Verlusten für sie zurückgeworfen. Kankaususfro nt Scharmützel. 'Von den anderen Fronten kein wichtiges Ereignis. Der Vizegeneralissimus.</p>
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          <p>die Zahl! heute auf 1595 gestiegen. Auch auf verschiedenen anderen Linien, welche die Ver­ bindung mit Munitionsfahxiken Herstellen, ha­ be sich der Verkehr mehr als verdoppelt. Einspruch der Entente gegen eine chinesische Anleihe in Amerika. Die "Nowoje Wremja" erfährt aus Peking, die Gesandten Rußlands, Englands und Frank­ reichs legten bei der chinesischen Regierung Einspruch ein gegen das zwischen China und der amerikanischen Finanzgruppe getroffene Abkommen über die Aufnahme einer Eisen­ bahnanleihe von 100 Millionen Dollar. Zn dem Einspruch wird behauptet, die geplante Eisenbahnlinie berühre ein Gebiet, für das Rußland, England, Belgien und Frankreich die Gerechtsame zu Eisenbahnbauten schon er­ halten haben.</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz gewesen. Bestätigt es sich, daß Briiand und dgmit die Entente den Plan des Harndelskrie» ges ausgegeben hat, so ist dies eint großer Sieg der Neutralen, die sich bestiMvmt gegen einen Wirtschaftskrieg ablehnend verhhielten. (8.) Tic Engländer an der Somnmlr. Base l, 1. Npv. Schweizer Bllatter be­ richten aus Paris, daß in der ketzteen Woche fünf neue britische Divisionen in Frankreich eingetroffen seien. Pariser Blätter betonen, daß die Engländer an der SoMMefrcont dem­ nächst ein weiteres Frontstück den FZranzosen abnehmen würden. 208,000 Triickebcrger in Frankreich. Ter Pariser Korrespondent des Corriere bellet Sera meldet, Kriegsminister Rooques er­ klärte in der Kammer, daß die Zahl! der auf sein Betreiben entdeckten und an böte Front gesandten Drückeberger auf 208 000 gestiegen sei . Die meisten wußten sich in öfffentlichen Aemtern und Betrieben unentbehvlichh zu ma­ chen und wurden entweder durch Määnner äl­ terer Jahrgänge oder durch Frauern ersetzt. 9oi Restliche« KrieMWla Teutsche Repressalien gegen Frankreich. WTB. Berlin, 1. November. (Amtlich.) | Zwischen der deutschen und der französischen s Regierung war imJanuar einAbkoimimen we­ gen der Entlassung der beiderseitigen Zivilgefangenen getroffen worden. Nach diesem Abförrt'men haben alle in Frankreich internierten deutschen Frauen u. Mädchen sowie die männ­ lichen Personen unter 17 Jahren und über 55 Jahren und dienstuntaugliche Männer zwischen 17 und 55 Jahren Anspruch auf Entlassung und Heimbeförderung, soweit sie nicht wegen gemeiner Verbrechen oder Vergehen straf­ rechtlich verfolgt werden. Die französischeRegierung hat das Abkommen insoferne "nicht eingehalten, als sie einer größeren Anzahl Deutscher und insbesondere Elsaß-Lothringer, die nach dem Abkommen zu entlassen waren, darunter auch Frauen und Kinder, ohne Angabe von Gründen die Abreise verwei­ gert hat. Da die von deutscher Seite erho­ benen Vorstellungen erfolglos geblieben sind, entschloß sich die deutsche Regierung nunmehr Vergeltung zu üben und zunächst zweihundert französische Männer und Frauen aus angesehe­ nen Familien iml besetzten französischen Gebiete festnehmen und nach Deutschland bringen zu lassen. Sie werden so lange festgehalten wer­ den, bis die vertragswidrig zurückgehaltenen Deutschen nach Deutschland zurückgekehrt sind. Bjriand gegen den Wirtschaftskrieg. Die norwegische Zeitung "Sozialdemokra­ ten" bezeichnet eine Erklärung Briands, es würde nach dem Kriegsende von keinem öko­ nomischen Krieg gegen die LentralMächte die Rede sein, als das sensationellste Geschehnis des Tages. Driand sei bisher die Seele, bie. treibende Kraft der gemeinsamen AngriffsPolitik der Entente gegen die Mittelmächte</p>
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          <p>Gegen Rumänien. (Segen Rumänien. 40 Kilometer vor der PetrolcuMstadt Campina. , "Echo de Paris" meldet: Das Vordringen Falkenhayns wird durch waldiges Terrain er­ schwert, für Rumänien sei aber die Situation noch ungeklärt. Wenn die feindlichen Trup­ pen in die Täler hinabsteigen sollten, dann wird ihr Vordringen ein leichtes sein. Gestern' war der Feind bereits 40 Kilometer vor deml Petroleumzentrum Campina. (Z.) Tie Walachei verloren. Die N. Zürcher Nachr. melden aus Paris : Der Militär kr itike,' des Tenchs schreibt, ein weiterer Widerstand der Rumänen in der Wa­ llachei sei aussichtslos, und er gibt der ru­ mänischen Heeresleitung den Rat, durch Räu­ mung dieses Gebietes und eine Anlehnung der rumänischen Streitkräfte' an die russische Armee zu retten, was noch zu retten sei. Ein rumänischer Genclral über die Lage. Die Klausenburger Ztg. Kuloszvari Estilap veröffentlicht ein Gespräch mit dem kriegsgefangenen General Oetavian Damiercu. Ru­ mänien rechnete, so erklärte der General, bei seinem Eintritt in den Weltkrieg Mit der Er­ müdung der Monarchie und der Unmöglich­ keit der Heranziehung deutscher Streitkräste. Diese Rechnung schlug allerdings fehl. Der deutsche Ansturm löste in Rumänien Verzweif­ lung aus und die Mißstimmung wächst. Die Leitung aller Angelegenheiten erfolgt von Jassy aus, wo auch König Ferdinand residiert. Der König wird stets von Geheimpolizisten be­ gleitet. Der rumänische General erklärte auch, daß er den Fall .Cernawodas und Constantzas für unmöglich gehalten habe. (Z.) Verstärkungen für Rumänien. Die Mailänder Zeitungen melden von der rumänischen Grenze: Mehrere russische Jnsanteriebrigaden sind in Bueeu eingetroffen, von wo sie zur Verstärkung der rumänischenStreitkväste in der Richtung nach Predeal abgegan­ gen sind.</p>
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          <p>Am Balkan. Am Selten. König Nikita wird «Ml Aufgabe des Thrones "ersucht". Der montenegrinische Ministerpräsident hat — vermutlich auf Anstiften der französi­ schen Regierung — dem in Neullh für Seine wohnenden König Nikita den Vorschlag ge­ macht, zu Gunsten des serbischen Kronprinzen Alexanders und im Interesse der großserbi­ schen Sache auf den Dhron zu verzichten. König Nikita verhielt sich aber den Vorschlägen gegen­ über ablehnend. ' (A.) Benizelos in der Klemmt. Aus Athen berichtet "Daily Telegraph": Die Nichtanerkennung der bor Häufigen Regier­ ung in Saloniki seitens der Entente als eine Folge der Boulogner Konferenz und die Wie­ deraufnahme der diplomatischen Beziehungen Mit der Athener Regierung wird als ein Triumph für König Konstantin gedeutet. Die Gunaristen und die Schloß-Oligarchie jubeln. Das Hauptorgan der VenizMsten sagt: Venizelos vergaß, daß mit drei demokratischen Mäch­ ten auch eine absolute Monarchie (Rußland) zusammenarbeite, die Interesse daran habe, dqtz an der Heiligkeit der Krone in der Welt Nicht gerührt werde und daß, solange sich die demokratischen Mächte nicht entschließen, ihte eigenen Kronen umzustürzen, ihre Könige nicht gutheißen werden, daß, der Thron Wes könig­ lichen Bruders in Griechenland umgeworfen wird. — Diese ungünstige Wendung für die Venizelisten hat auch zur Folge, daß keine weiteren Offiziere sich ihnen anschließen. Ein großer Teil der Bevölkerung von Altgriechen­ land will nicht kämpfen und küMMert sich we­ nig darum, was aus Mazedonien wird. (Z.) Italien und die Venizelisten. Die Venizelisten find mit der Haltung Italiens durchaus nicht einverstanden. Die Nichtanerkennung der provisorischen Regier­ ung in Saloniki und die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen mit der Athener Regierung wird in venizelistischen Kreisen als eine italienische Mache erklärt. (Z.)</p>
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          <p>Nr. 298 f sches Gesetz verfügte Aufhebung der Militär­ befreiungstaxe bedeutet den Beginn einer neu­ en geschichtlichen Epoche der Türkei, die der erste Staat sei, der ein stehendes Heer gcschas-1 sen habe. Sie werde einen steckn Beweis! der militärischen Kraft und der kriegerischen Tugenden der ottomanischen Nation liefern. . Die Blätter betonen die Notwendigkeit, den Militärdienst auszudehnen, um den Krieg fort­ zusetzen und 'ihn siegreich zu beenden. i Die Türkei im Kriege. Me Türkei im Kriege. Tie allgemeine Wch-rpflicht in der Türkei. Konstantino pel, 1. November. Die Blätter stellen fest: Die durch ein Provisor i-</p>
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          <p>Der Luftkrieg. Ter Lvstirikg. I Tie französischen Fliegerverluste. Der Sonderberichterstatter der Semschtschina in Petersburg berichtet: In der Zeit vom 14. bis 18. Oktober wurden 42 fran­ zösische, englische und amerikanische Flug­ zeuge außer Gefecht gesetzt. Diese BerMstzifser gewinnt infoferne noch an Wichtigkeit, als sich untersten Franzosen auch einige hervorra­ gende Flieger befinden. (Z.) W Fliegerangriffe in Rumänien. Schweizer Pressemeldungen aus Odessa zu­ folge haben mehrere feindliche Flugzeuge ru­ mänische Truppenläger bei Fetesti mit Bomben beworfen. Die vorübergehend abgeflaute Flie­ gertätigkeit des Feindes hat wieder zugenom­ men. :</p>
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          <p>Der Krieg zur See. M Stieg m 6«. "U 53 "zurückgekehrt. WTB. 58 er Ci n, 31. Oft. Das Unter« feeboot "U 53" ist von feiner Unternehmung Mer den atlantischen Ozean. wohlbehalten in Die Heimat zurückgekehrt. , U-Tentschland in Amerika? New-London, (Connecticut), 1. Nov. -(Reuter.) Das deutsche Handelsunterseeboot "Deutschland "ist Heute früh hier angekommen. (Notiz: In Bremen ist bisher noch keine Nach­ richt über die Ankunft bet "Deutschland" an« geioto|m|en.) Versenkt. G e sle, 30. Oktober. Schwedisches Tele­ graphen-Bureau.) Das Motorschiff "Elly", das am 22. Oktober von Oeregrund nach Raumio in See gegangen war, wurde von einem deutschen U-Boot versenkt. Die Besatzung ist gerettet;. Stockholm, 30. Oktober. Hiesige Blätter melden aus Christiania: Der Schooner "Ellen", der mit Grubenhölzern nach England unter!« Wegs war, wurde in der Nordsee von einem deutschen U-Boot versenkt. Die Besatzung wur­ de in Norwegen gelandet. London, 29. Oktober. "Daily News" erfährt aus Athen, daß der Dampfer "Angeliki" am 28. Oktober 9 Uhr abends. 7.5 Meilen vom Piräus, von einem deutschen Untersee­ boot versenkt wurde. Das Schiss hatte 300 Freiwillige d er nationalen Armee in Saloniki an Bord. Die Zahl der Ertrunkenen wurde zuerst mit 30 angegeben; Man glaubt aber 1 , daß sie größer ist. Im ui den. 30. Oktober. Der niederlän­ dische Dampfer "Hector", der aus Buenos Aires hier ankam, brachte den Kapitän und 10 Mann der Besatzung des norwegischen Seg­ lers "Regina" aus Skien mit. der Mit einer Ladung Grubenholz aus betn Wege nach Eng­ land sich befand, am 23. Oktober von einem! deutschen U-Boot in Brand gesteckt und ver­ senkt wurde. Lloyds Meldet: Man glaubt, daß der Dam­ pfer "Marina" (5204 Tonnen) versenkt worden ist. / London, 31. Okt. Lloyds meldet: Der griechische Dampfer "GerMpine" (2573 Ton­ nen) ist am 28. ds. durch ein deutsches Unter­ seeboot versenkt worden. Die Mannschaft wurde gerettet. Die Besatzung des franzö­ sischen Fischerbootes "Saint Charles" landete in Plymouth und berichtete, ihr 'Fahrzeug sei versenkt worden. Lloyds meldet: Der Dckmpser "Cabotio" aus Glasgow ist am 20. ds. versenkt worden. Der norwegische Dampfer Falkefjell ist versenkt worden. Der Temps Meldet: Der französische Dampfer "Irma" (844 Tonnen) ist versenkt worden. Die Besatzung wurde durch einen englischen Dampfer gerettet. Das Norwegische Telegraphenbüro meldet: Der mit Ballast nach Barry bestimmte nor­ wegische Dampfer "Thorsdal" wurde aMSarnstag, wie der norwegische Generalkonsul inLissabon meldet, vor dem! Cap Vincent von einem deutschen Unterseeboot versenkt. Die Besatzung traf in Rettungsbooten in Faro ein. Lloyds meldet aus Gibraltar: Der grie­ chische Dampfer "Massalia" ist versenkt wor­ den. ! 21 feindliche Schiffe versenkt. Berlin, 1. Nov. Drei kürzlich nach beut 1 Heimathafen zurückgekehrte Unterseeboote ver­ senkten im englischen Kanal in wenigen Tagen insgesamt 21 Schiffe mit rund 28 500 Ton­ nen. D neunter befanden sich folgende bis­ her in Zeitungsmeldungen noch nicht genann­ ten Schiffe: Die französische Bark "Cannebietre" (2454 Tonnen) mit Farbholz, der fran­ zösische Dreimastschooner "St. Charles" (521 Tonnen), mit einer Ladung von 420 Tonnen Fischen. i Tückischer Angriff auf unsere N-Bootc. Berlin, 31. Okt. (NichtaMtl.) Eins un­ serer aus dem' MittelMeer zurückgekehrten Un­ terseeboote wurde bei Führung des Handels­ krieges wiederholt von bewaffneten Dampfern angriffsweise Ober bei Einleitung der Kurier für Niederbqher». ! Wung des Untersuchungsrechtes und troar ins­ gesamt nicht weniger als siebenmal beschos­ sen. Es handelte sich säst stets um engli­ sche Dampfer, welche durchwegs ein oder Meh­ rere moderne 7,6 ZentiMir.-Geschütze führten^ Auf dasselbe Boot wurde Übrigens bei einer vorausgegangenen mehrwöchigen gleichfalls iM MittelMeer vorgenommenen Untersuchung nicht weniger als sechsmal Feuer durch feindliche Dampfer eröffnet. Es gelang aber jedesmal wie auch bei der letzten Untersuchung der Ge­ schicklichkeit und Geistesgegenwart des Kom­ mandanten und seiner Bootsbesatzu ng, sich deM feindlichen Feuer rechtzeitig zu entziehen. Die Versenkung des griechischen !Dampfers , "Angeliki". Der Daily Telegraph meldet aus Athen: Die Erregung über die Torpedierumg desDam!pfers "Angeliki" im Piräus ist int venizelisttschen Kreisen der Hauptstadt groß. In königs­ treuen Kreisen ist man, der Ztg. Hmspepmi zu­ folge der Ansicht ,da ßdas Vorgehen Deutschi­ lands gegen seine griechischen Feinde gerecht­ fertigt war. Eine Stunde, ehe b«er Dampfer "Angeliki" abfuhr, fuhr der griechische Küstendampser "Antigone" nach Salomiki ab. Auch er wurde von einem deutschen Unterseeboot an­ gehalten und durchsucht, durfte atber Weiter­ reisen. Tie dänischen Schiffsverlmste. Kopenhagen, 31. Ottober.. y Sie däni­ schen Schiffsverluste im Oktober betragen sechs Segelschiffe und vier Dampfer, Uvährend seit Kriegsbeginn bis Ende September nur 47 Schiffe verlören gegangen sind. Die große Mehrzahl dieser Versenkungen gimg, wie "Ex­ trabladet" betont, fern von Dänemarks Küste vor sich. (SP Russische Seevertuste. Laut schweizerischen Blättern berichtet die russische Handels- und JndustrieKeituug, daß von Kriegsbeginn bis Mitte Oktober 82 russi­ sche Handelsschiffe mit 134000 Tonnengehalt durch Geschützseuer, Minen oder Torpedos ver­ nichtet wurden. Norwegische Schiffe itn Dienste des Feindes. Rotterdam, 1. Nov. Anfangs der vo­ rigen Woche gingen vom Thue nicht weniger als 18 norwegische Dampfer mH* einer Re­ gierungsladung nach Frankreich in See. — (Da dürfen sich die norwegischen Reeder nicht wundern, wenn unsere Unterseeboote ^ ihre Schiffe versenken.) Der Mangel an Patronillenschifsen bei unseren Gegnern. Uta dem empflindlichen Mangel an mü­ der nen Hochseepatrouillenschifsen abzuhelfen, hat, wie der Matin berichtet die Entente bei amerikanischen Reedern 200 solcher Schiffe Mit einer Länge von je 100 Fuß und Motoren von 500 PS. bestellt, die Kosten eines solchen Schif­ fes stellen sich auf 150 000 Pfund. (Z.)</p>
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          <p>Tages-Uebersicht. Schwarz-Weilburg fragt, die KommNnälvestbSnbe der Stadtverwaltungen, welche an die Angehörigen oder zugewiesenen Bevölkerungs­ kreise Lebensmittel gegen Bezahlung abgeben oder vermitteln, sind 'tm| Zweifel, dB sie hierfür die Umsatzsteuer entrichten'sollen. Fst der Herr Reichskanzler bereit, falls bis jetzt das Gesetz auch aus solche Lebensmittelabgabe Anwendung findet, dafür Sorge zu (ragen, daß dieserl nicht gewerbsmäßige Umsatz von "ber genann­ ten Steuerpflicht befreit bleibt? Für Bvelcke wurde in Cambray eine To­ tenfeier abgehalten .woraus die Leiche in die Heimat Dessau überführt wurde. Dort^findet heute nachmittags die Beisetzung statt. Tie Frage nach der Konfession. Wie die "Welt am Montag ans sicherer Quelle erfährst, ist nach dem Beschluß des Reichstagsausschus­ ses eine Statistik der Konfession der Angestell­ ten in Mehreren Kriegsgesellschasten bereits aufgenommen worden, wie sie das Zentrum verlangt hatte. (Bi) Reichsznschntz fßjc die Leipziger Messe. Der! Ausschuß des Reichstages für Handel undGewerbe nahm zu Beginn der heutigen Beratung den nationaMberalen Antrag an, die Verbünde­ ten Regierungen zu ersuchen, zum Zwecke dev Unterstützung und Förderung der Leipziger Messe den Bettag von 1 Million Mark aus Reichsmittekn zu bewilligen und in den Etat einzustellen. Tas Ministerium Körbest ist nun voll­ endet. ZuM JustizMinister wurde Dst. Franz Klein, zum LandesverteidigungsMstnister Fsthr. von Georgi, zum Kultusminister Frhst. von Rnssarch, zum Minister der öffentlichen Ar­ beiten Frhst. von Trnka, zum Minister des Innern Frhst. von Schwartzenau, zum 'Minister ohnePortefenifle Statthalter a.D. Bobrzynski, zum Handelsiminister Dr. Frz. Sttbral, zum Finanzminister Karl Marek, zuM.EisenbahnMinister 'Ernst SchaMe und zulm Ackerbau­ minister Graf ElsmM-Martiui ernannt. Tie künftige Stellung Galiziens. Die "Mitteilungen des deutschnationalen Vereins für Oesterreich" schreiben in einer Klarlegung des Parteistandpunktes zur Einberufung des Parlaments u. a.: Wir sind nur Gegner der Einberufung d es jetzigen Parlaments, und da wir die Sicherheit haben, daß nach deM Kriege durch die Sonderstellung Galiziens ein anderes Parlament kommen wird, worin Wir Deutschen die Mehrheit haben, so woMen toir alles vermeiden, was die Erreichung dieses Zieles verzögern oder vereiteln könnte. (Z/) Tllges-UeberW. Kurze Anfragen. Abgeordneter Dr. MülI ler-Meiningen hat im Reichstag folgende An­ frage eingebracht: An den Deutschen Bund für weltliche Schulen ist eine Mitteilung des preuß. Kriegsministeriums ergangen, wonach die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemein­ schaft als notwendige Boranssetzung für die Wahl zum Offizier oder Sanitätsoffizier Er­ klärt wird. Ist diese Mitteilung richtig? Wenn ■jfa, ist der Herr lüeichskanzler bereit, dafür Sorge zu tragen, daß der Grundsatz, daß jedem Tüchtigen die Bahn freigemacht werde, auch in der Armee zur Durchführung kommt? Eine Anfrage des Abg. Hier! (Ansbach) lautet: Ist dem Reichskanzler bekannt, daß vielfach ver­ sucht wird, den am 1. Oktober ds. Js. in Kraft getretenen WarenumfatzsteMpel fakturenMatzig in Rechnung zu stellen? Ist der Reichs­ kanzler bereit, zu erklären, daß M einem sol­ chen Verfahren, abgesehen von Art. 5 Abs. 3 des Gesetzes über den 'Warenumsatzstempel eine f aus dem genannten Gesetz herzuleitende BeI rechtigung nicht besteht? Der Zentrnmsabg.</p>
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          <p>renden Zuge in Tutzing absprang, auf das Geleise geschleudert, überfahren und getötet.</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. Mederkmerische Rachrichten Wnftojtrf, 30. Oktober. (Auszeichnung.) Der Artillerist Josef Amerseder, Hasnergehilfe von Urnstors, erhielt für besonders schneidiges Verhalten vor dem Heinde die silberne" Tapfere keitsmedaille. Der tapfere Held war schon ein­ mal verwundet und steht jetzt wieder an der Front. Ahmstorf, 1. Nov. (Besitzwechsel.) Das Anwesen des Getreideh&gt;ändlers Jakob Hecht von hier 'am hinteren Berg ging durch Kauf um 9000 Mark an die Schwestern Steiner, Bauerstöchter von Aicha, über. Der Stallerbauernhof in Geiselsdorf, des Peter Sporrer mit einÄw Grundbesitz von ca. 140 Tagwerk ging durch Kauf in den Besitz seines Schwa­ gers Johann Saliter, Söldner von Geiselsdorf, über. ! Pitberskosen, 1. Nov. (Brand.) Vorge­ stern nachmittags brannte der Stadel des Josef Loichinger dahier mit sämtlichen Vorräten nie­ der. Ter Brand soll durch Kinder verursacht worden sein. Der Schaden ist beträchtlich. Loichinger, der zupzeit im Felde steht, ist nicht versichert. Teggendorf, 1. Nov. (Ertrunken.) Gestern nachmittags stürzte der ledige 45jährige Was­ serbauarbeiter Ferdinand Sagerer von hier, der beim Bau der Hitzlerschen Werft beschäf­ tigt war, von einer Kiesplätte in die Donau und ertrank. Passau, 30. Okt. (Jahresabschluß.) Die am 28. ds. stattgehabte Generalversammlung der Bayer. Löwenbrauerei Franz Stockbauer A.-G. in Passau genehmigte den Jahresab­ schluß per 30. Juni c., sowie die vorgeschlagene Verteilung einer sofort fällig werdenden Di­ vidende von Mk. 60.— der Aktie. Die bean­ tragte Unterstützung für die Familien der zur Fahne eingerückten Arbeiter und Bediensteten der Brauerei wurde ebenfalls genehmigt. Passau, 1. Nov. (Verhaftete Schmuggler) Aus dem Grenzorte Schärding wird gemeldet: Der berüchtigte Schmuggler Falkner aüs Tauf­ kirchen konnte auf frischer Tat ertappt und festgenommen werden. Er schmuggelte mit sei­ ner Ehefrau und Komplizen etwa 5000 Stück Zigaretten und eine große Menge Zucker über die Grenze. Als der Schmuggler in Schärding angehalten wurde, sprang er aus dem von Passau kommenden Frühzug, konnte aber bald wieder eingeholt werden. Die Frau des Schmugglers wurde ebenfalls, verhaftet und nach Schärding eingeliefert.</p>
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          <p>Letzte Posten. Letzte Wen. Tie feindlichen Flieger und Boelckc. Genf, 1. Nov. Außer den, Boelcke ge­ widmeten anerkennenden Artikeln enthält die Pariser Presse unter anderen auch die Aeußer­ ung des bekanntesten französischen Flieger-Serigeanten Csainat, der Boelckes Meisterschaft und Ritterlichkeit rühmt. Ter österir. Flieger Konschel ebgeftiirzt. Wien, 1. Nov. Der bekannte österr.Flieger Ferdinand Konschel ist auf dem' Flug­ felde von Aspern mit einelm Eindecker abge­ stürzt und war sofort tot, Konschel hatte durch seinen Flug unter der großen Donau­ brücke hindurch eine Berühmtheit erlangt. \ Eine VerstärknngsairMee der Entente. Einem Vorschlage des Petit Parisien zu­ folge soll eine eigene Ententearmee formiert werven, vre tue Ausgabe hätte, an alle jene Punkte der Front Verstärkungen zu senden, wo solche jeweils gebraucht spür den.</p>
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          <p>Handel und Verkehr. Literarischer. Orden und Ehrenzeichen der deutschen Bundesstaaten und ihrer Verbündeten im Weltkriege behandelt in einem reichillustrierten Artikel Hanplmann Oefele in den soeben erschienenen Heften 97/99 von Bongs illustrierter Kriegsgeschichte "Der Krieg 1914/16 in Wort und Bild" (Deutsches Verlagshaüs Bong &amp; Co., Berlin W 57, wöchentlich ein Heit vom Preise von 30 Pfg.) Die beiden beigegebenen Ordenstafeln und die übrigen Ordens­ bilder stellen die wichtigsten Kriegsauszeichnungen der deutschen Bundesstaaten und ihrer Verbündeten dar Die farbige Bändertafel zeigt die Bänder, an denen die auf den Ordenstaseln abgebildeten Orden getragen werden. Die Wiedergabe der Bänder in der Farbe und in der Form, wie man sie allgemein getragen sieht, erleichtert jedermann das Erkennen der einzelnen Orden und Ehrenzeichen. "George Sand. Ein Buch der Leiden­ schaft" nennt Dora Tuncker ihr neuestes Werk, den dritten historischen Roman, den der Vertag von R i ch. Bong, Berlin W. 57 (Preis 5 M., gebunden 6,50 M) aus der Feder der bekannten Romanschrift­ stellerin in seiner Serie "Romane berühmier Männer und grauen" bringt. Der Untertitel deckt das Werk in seiner vollsten und tiefsten Bedeutung. Heiße Leidenschaft, Liebe, in ihren fieberhaftesten Phasen, durchpulsen das Buch, das uns von der ersten bis zur letzten Seite in nie ermüdender Spannung hält. Die Zauber des alten Parks von Nohant, dem Heimatplätzchen, in dem George Sand geboren wurde, Venedig, das Liebesnest, das ihre und Mussets süßeste I Stunden sah, Majorka mit seinem uralten Kloster § Valdemosa, schwer ist zu entscheiden, was die Verfasserin f mit mehr Liebe und Poesie geschildert hat. Der I Hauptvorzug des Buches gipfelt darin, daß das Werk $ nicht nur ein interessanter und spannender Liebesroman, sondern gleichzeitig ein kulturhistorisches Dokument von • seltener Treue ist. Handel nnd Berkehr. - Arnstorf, 30. Oktober. (Der 5. Schweine- markt) dahier war bei schöneM Herbstweiter . gut besucht. Zu demselben wurden 100 Stück : Schweine zugetrieben. Der Handel ging gut. Es kosteten 4—5 Wochen alte Ferkeln 20—36 Mark, größere Schweine 45—90 Mark das Paar. Weißkraut kostete der Zentner 2.50 Mark. Nächster Schweine- und Viehmarkt: 4., 5. und 6. November.</p>
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          <p>Offiziere, die bevorzugten Regimentern an­ gehören in Sonderlager überführen, in denen sie einer besonders strengen Behandlung un­ terworfen Werden. Diese Vergeltungsmaßnäh!men werden so lange anhalten, bis die rus­ sische Regierung der deutschen Forderung nach­ kommt. ' Tex neue Kommandant der rnsssichen Ostsee» Flotte. Meldungen aus Petersburg zufolge wur­ de durch einen kaiserlichen Mas Vizeadmiral Adrjan Neppentin zum Befehlshaber der rus­ sischen Seestreitkräfte in der Ostsee ernannt. (Z.) Gegen Rußland. 6tge« Rntzlmd. Acrzteanlstausch zwischen Rußland» und Tentschland. Die Stockholmer Börsenztg. erfWhrt vom russischen Roten Kreuz, daß von Derutschland und Rußland ein Abkommen unterzeicWnet wur­ de über die gegenseitige Auslieserumg kriegsgefangener Aerzte. Ein Arzt auf 22500 Ge­ fangene soll in Gefangenschaft bleiiben, die anderen sollen freigegeben werden. Teutsche Gegenmaßnahmen gegen Ruß­ land. Berlin, 30. Okt. Die Nordd. Allgems. Ztg .schreibt unter der Ueberschrist: "Gegen­ maßregeln gegen völkerrechtswidrige Behand­ lung deutscher Gefangener in Rußland": In den letzten Zeit erfolgten Veröffentlichungen über die Leiden unserer Kriegsgefangenen tu Rußland und erregten in weitenKreisemDeutschlands und des neutralen Auslandes Entrüstung. Bei diesen Veröffentlichungen ist darauf hingewiesen worden, daß die deutsche: Regier­ ung unter Androhung von Gegenmaßuegeln die unverzügliche Abstellung dieser Mißstäinde und die sofortige energische Durchführung wonMaßnahmen zur Besserung der Verhältmisse, in denen unsere Gefangenen in den russischen Ge­ fangenenlagern leben, forderte. Der der rus­ sischen Regierung gesetzte Zeitpunkt ist nun­ mehr abgelaufen, ohne daß auf die deuffche Note bisher eine befriedigende Antworrt erfolgt ist. Die Heeresverwaltung ließ daherr vor ei­ nigen Tagen eine größere Anzahl russischer!</p>
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          <p>Tas rumänische Hauptquartier auf rus­ sischen "Wunsch" verlegt. Das rumänische Hauptquartier ist.jetzt in die südliche Moldau bei Botoschani verlegt toorben . Diese Maßnahme ist durch das VerIkangen der Vierverbandsheeresleitung veran­ laßt worden, die dadurch einen gesteigerten Einslutz der russischen Armeeleitung aus die rumänische Kriegführung erzielen wollen. Das Gefangenenlager von Jalonitza ist ebenfalls in die südliche M-ldau bei Jassh verlegt wor­ den. Auch ein Teil der Bukarester Enteutelpresse befindet sich in Jassy. Journal des Balcans erscheint bereits in Odessa. Die amtlip «Herr Blätter erschienen wegen Umzugsvorbe­ reitungen in ganz kleinem Fortnät, dagegen wollen Miles Blätter "Epoca" und "Univerful 1 " bleiben. Die Amtsblätter beschränken sich auf ganz kurze Andeutungen. Viitorul schreibt: Der Feind sucht an allen Fronten entscheidende Erfoltze. (Z.) -Ter Leiter des mißlungene» Donauü Her­ ganges. Rußkoje Slvwo Will in Erfahrung ge­ bracht haben, daß der Leiter des mitzlungenen Donauüberganges der Rumänen bei Rjahowo, General Aoerescu selbst war. Der rumänische Heerführer hatte zuvor in einem' französi­ schen Flügzeug einen Erkundungsklug längs der Donau unternommen, um die Möglichkeit für einen Uebergang zu untersuchen. (Z.) Unbotmäßige rumänische Offiziere. Die Sofioter Cambana meldet tibn der russischen Grenze: In den Kreisen der rumä­ nischen Stabsoffiziere wird gegen Bratianu ganz offen Klage erhoben, daß er ganz ohne Kenntnis des Standes des rumänischen Hee­ res und der allgemeinen internationalen Lage Rumänien in den Krieg geführt habe. Die Un­ zufriedenheit hat derart überhand genommen, daß die rumänische Heeresleitung gezwungen wurde, diese Offiziere mit russischen auszu­ tauschen und die rumänischen in die Front der russischen Armee einzustellen. (Z.) Filipeseu an den Folge» einer Verwundung gestorben. Der Bukarester Korrespondent des Corr. della Sera Meldet, daß Fillipescu an den Fol­ gen einer Verwundung starb, die er bei einem Fliegerübersall auf' Bukarest durch Bomben­ splitter erlitt. (Z.) Bukarest geräumt. Lyoner Progreß meldet aus Bukarest, die Stadt sei bereits zum größten Teile geräumt. Tie Einwohner fliehen nach Jassh, Wohin sich auch etwa SO rumänische • Abgeordnete begeben haben. Marghilomqn der kommende Mann in Rumänien? Der Berner Bund berichtet nach russischer Quelle, d atz König Ferdinand von Rumänien Kurier ?Hr Nkeverbayrrm. den früheren Ministerpräsidenten Marghiloman, den Führer der konservativen Partei zu sich gerufen hat. Die Stellung Bratianus.gilt als erschüttert.</p>
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          <p>Der Krieg mit England. Dtt Weg mit Gegienl Ter Kampf gegen die deutschen Banken. Die von der City-Corporatton in London ernannte Kommission' schlägt der Regierung vor, alle deutschen Banken in England bald­ möglichst zu schließen und unverzüglich alle feindlichen Handelsbeteiligungen aufzulösen. Tie Niederlage von Kut-el-AMara tut englischen Parlament. Der Londoner Korrespondent der Stampa meldet: Die Untersuchungskommission, die boirt englischen Parlament zur Untersuchung der Schuld an der Kut-el-Amara-Katastrophe ein­ gesetzt wurde, ist dabei, ihre Arbeiten abzu­ schließen. Ueber den Inhalt des nahezu fer­ tiggestellten Materials wird absolutes Still­ schweigen bewahrt, doch sickere soviel dürch. daß so gut wie nichts ermittelt wurde, und datz der Bericht dahin tendiere, die für, den un­ glücklichen Ausgang des Feldzuges verantwort­ lichen zu entlasten. So habe u. a. die UntersuchungskoMmisiion es auch abgelehnt, den für die Ausrüstung der indischen Truppen Verantwortlichen General O'Moove einzuver­ nehmen. Die Mangelhafte Ausrüstung der in- * bischen Truppen und ihr Mangel an Kriegs­ material werde allgemein zugegeben. (Z.) &gt;</p>
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          <p>die Speisen auf. Es Togen nur zwei Gedecke auf, somit müßte die alte Gräfin ganz allein in dem Schlosse Hausen. Rose folgte der freundlichen Aufforderung der Gräfin zum Zulange», denn sie hätte einen guten Appetit mitgebracht und ließ es sich vortrefflich schmecken. Die Gräfin, stie selbst nur wenig aß, wußte es geschickt zu verzögern, um ihre neue Hausgenossin nicht in Verlegenheit zu setzen. Sie hätte an deren gesundem Appetit sichtlich Freude. Alle anfängliche Scheu und Beklemmung war während des Mahles von Rose gewichen. Sie füllte sich fast wie zu Hause, auch wenn die alten Familienbilder an den Wänden den neuen Gast ganz seltsam zu Mistern schienen. Es war ihr, als sei die liebe alte Dame, die'so freundlich und gütig zu ihr sprach, eine alte Bekannte, eine mütterliche Freundin, zu ?er sie ohne Scheu und ^Skrupel sprechen konnte. Das tat sie denn auch in ihrer ungezwungenen Art und nicht bedenkend, wie Wenig ihr hei­ teres Lachen, ihr freimütiges Plaudern zu ster Rolle einer armen Gesellschafterin passen mochte. Als die Abendmahlzeit beendet war, Chri­ stian die Speisen und Teller abgetragen und Darauf drückte sie auf den Knopf einer | das Zimlmjer verlassen hätte, fragte die Gräfin, Tischglocke. Christian, der schon daraus ge- ob sie sehr Müde roare, öder ob sie ihr noch wartet zu' haben schien, trat ein und trug ein Stündchen Gesellschaft leisten todtste. "D, wenn ich bleiben bars, w'e gern?' "erwiderte Rose schnell, und es mußte Wohl so warm geklungen hüben, wie sie es meinte denn über der Gräfin Züge flog ein hellet Schein. 7 "Setzen Sie sich hierher, liebes Kind — an meine Seite — so — und nun raffen ©te uns plaudern. Sie haben mir Tn dieser 'kurzen Zeit, vielleicht unoewußr, schon 'Mehr verraten, als ich so crfdagen könnte. Ich will Sie auch nicht ausforschen — was ich Weiß, genügt mir vollkommen. Ich habe Sie ohne jegliche Empfehlung engagiert. Ihr Brief und Ihre Photographie haben mich bestochen." Zu dem Gesicht, das Mir daraus entgegensah, em­ pfand ich sofort Vertrauen, und nun ich das Original vor mir Hhabe, glaube ich fast mit Gewißheit, datz Wir uns verstehen und zu ein­ ander passen werden. Nun Will ich Ihnen auch eine Aufklärung darüber geben, warum ich jemand suchte, der allein und unabhängig in der Welt steht — eine Frau in gesetzten Jah­ ren. Das letztere sind Sie nun freilich nicht —" ein Lächeln huschte über der Gräfin Züge, und Rose gewährte setzt erst, wie schön dieses Gesicht trotz des Alters noch immer war. , (Fortsetzung fotyi.j Darauf drückte sie auf den Knopf einer | das Zimlmjer verlassen hätte, fragte die Gräfin, Tischglocke. Christian, der schon daraus ge- ob sie sehr Müde roare, öder ob sie ihr noch wartet zu' haben schien, trat ein und trug ein Stündchen Gesellschaft leisten todtste. es Mir ihve Photographie verriet," fuhr sie fort, -indem sie sich wieder in ihren Lehnstuhl gleiten ließ und Rose mit einer Handbewegung bedeutete, neben ihr Platz zu nehmen. "Wer­ den Sie es denn auch in der Einsamkeit bei Mir alten Frau aushalten? Wie mir scheinen will, sind Sie daran nicht gewöhnt, haben viel­ leicht in der großen Stadt geselliges Leben und Zerstreuung aller Art gehabt." "Früher allerdings," gab Rose etwas un­ sicher zu, "aber jetzt — gerade die Einsamkeit die ländliche Ruhe hat mich gelockt, mich auf das Angebot zu melden. Ich sehnte mich or­ dentlich danach, denn ich habe in letzter Zeit viel Trauriges durchgemacht." ■ "So schrieben Sie mir schon," sagte die Gräfin teilnehmend, "ich kann es mir wohl denken, wenn man so jung schon Witwe wer­ den muß. Ihr Gatte ist schon lange tot?" Ueber Roses Wangen flog eine dunkle Röte. "Zwei Jahre," antwortete sie mit beben­ der Stimme, was die Gräfin für ein Zeichen ihr«: Trauer halten mochte. "Ich will Sie nicht trübe stimmen," sagte sie schnell. "Sie sind noch jung und werden den Schlag überwinden. Anders ist es, wenn man älter ist, da verwindet sich ein Leid schwe­ rer — aber nun sollen Sie sich erst einmal stärken — nachher plaudern wir mehr."</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Bayerische Nachricht«. Ten Hansstitterorden vom Hl. Hubertus hat König Ludwig dem Prinzen Friedrich Leo­ pold von Preußen verliehen. Gegen den Kriegswncher. Die LebensmittelkoMmisswn ber liberalen Partei Mün­ chens hat in ihrer letzten Sitzung beschlossen/ den schimpflichen und gemeinschädlichen Wu­ cher mit aften ihr zur Verfügung stehenden Mitteln zu bekämpfen. Die Kommission, 'Me sich bereits mit verschiedenen Wucherfällen be­ schäftigte, ersucht die gesamte Bevölkerung Bayerns, ihr zweckdienliche einwandfreie ANgaben über Kriegswucher zukomMdu zu lassen. Zuschriften 'sind 'zu richten an das liberale Parteisekretäriat München, Neuhauserstraße 12. Höchstpreise für Pferdefleisch. Der Magiftrat Memmingen hat nun auch Höchstpreise füst Pferdefleisch festgesetzt und zwar für Fleisch ohne Knochen 60 Pfg., mit Knochen 50 Pfg. und für Pferdewurst 50 Pfg. ■ '•</p>
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          <p>Literarisches. Literarischer. Orden und Ehrenzeichen der deutschen Bundesstaaten und ihrer Verbündeten im Weltkriege behandelt in einem reichillustrierten Artikel Hanplmann Oefele in den soeben erschienenen Heften 97/99 von Bongs illustrierter Kriegsgeschichte "Der Krieg 1914/16 in Wort und Bild" (Deutsches Verlagshaüs Bong &amp; Co., Berlin W 57, wöchentlich ein Heit vom Preise von 30 Pfg.) Die beiden beigegebenen Ordenstafeln und die übrigen Ordens­ bilder stellen die wichtigsten Kriegsauszeichnungen der deutschen Bundesstaaten und ihrer Verbündeten dar Die farbige Bändertafel zeigt die Bänder, an denen die auf den Ordenstaseln abgebildeten Orden getragen werden. Die Wiedergabe der Bänder in der Farbe und in der Form, wie man sie allgemein getragen sieht, erleichtert jedermann das Erkennen der einzelnen Orden und Ehrenzeichen. "George Sand. Ein Buch der Leiden­ schaft" nennt Dora Tuncker ihr neuestes Werk, den dritten historischen Roman, den der Vertag von R i ch. Bong, Berlin W. 57 (Preis 5 M., gebunden 6,50 M) aus der Feder der bekannten Romanschrift­ stellerin in seiner Serie "Romane berühmier Männer und grauen" bringt. Der Untertitel deckt das Werk in seiner vollsten und tiefsten Bedeutung. Heiße Leidenschaft, Liebe, in ihren fieberhaftesten Phasen, durchpulsen das Buch, das uns von der ersten bis zur letzten Seite in nie ermüdender Spannung hält. Die Zauber des alten Parks von Nohant, dem Heimatplätzchen, in dem George Sand geboren wurde, Venedig, das Liebesnest, das ihre und Mussets süßeste I Stunden sah, Majorka mit seinem uralten Kloster § Valdemosa, schwer ist zu entscheiden, was die Verfasserin f mit mehr Liebe und Poesie geschildert hat. Der I Hauptvorzug des Buches gipfelt darin, daß das Werk $ nicht nur ein interessanter und spannender Liebesroman, sondern gleichzeitig ein kulturhistorisches Dokument von • seltener Treue ist. Handel nnd Berkehr. - Arnstorf, 30. Oktober. (Der 5. Schweine- markt) dahier war bei schöneM Herbstweiter . gut besucht. Zu demselben wurden 100 Stück : Schweine zugetrieben. Der Handel ging gut. Es kosteten 4—5 Wochen alte Ferkeln 20—36 Mark, größere Schweine 45—90 Mark das Paar. Weißkraut kostete der Zentner 2.50 Mark. Nächster Schweine- und Viehmarkt: 4., 5. und 6. November.</p>
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          <p>Lokales. gen, die als Offiziere vor dem Feinde ste­ hen. Möge das tiefgefühlte Beileid, das aus allen Kreisen der hiesigen Bevölkerung der Familie unseres verehrten Stadtoberhauptes entgegengebracht wird, den Schmerz über den neuen herben Schicksalsschlag, der sie betrof­ fen, lindern helfdn. —* Zivil tragen auf Urlaub. Eine Verfügung des K. daher. Kriegsministeriums besagt: Mannschaften (Unteroffiziere und Ge­ meine) dürfen auf Urlaub mtr dann Zivil­ kleidung tragen, wenn die beurlaubenden Von gesetzten die Genehmigung dazu erteilt Und einen Vermerk darüber auf den Urläubscheinen aufgenommen hüben. —*Ueber die Höhe der Schlachtviehpreise sind von der Bayer. Fleischversorg­ ungsstelle neue Festsetzungen getroffen wor­ den. Darnach dürfen beim Verkauf von Schlachtvieh folgende Preise für 50 Kg. Lebend­ gewicht nicht überschritten werden: a) für ge­ fleischtes Schlachtvieh: Ochsen, Bullen, Rinder 105 Ws.; Kühe 90 MS.' b) für fleischleeres Vieh 65 Mk.; c) für Kälber (mindestens vier Wochen alt) 100 Mk.; d) für Schafe (ohne Wol­ le) 100 Mark. — Für bestausgemästete Ochsen höchsten Schlachtwertes im Lebendgewicht von mindestens 10 Zentner, für Bullen vollflei­ schig, höchsten Schlachtwertes, im Lebendge­ wicht von mindestens 10 Zentner und für Kalbinnen, ausgemästet, höchsten Schlachtwer­ tes, darf der Höchstpreis für 50 Kgl. Lebendge­ wicht HO Mk., bei bestausgemästeten Kühen höchsten Schlachtwertes, bis zu 7 Jahren 95 Mark betragen. — Diese Bestimmüngen treten sofort in Kraft., Für Tiere, die vor Erlaß dieser Besfimmungen auf Schlutzschein gekauft sind, gelten noch die bisherigen Preise. Maß­ gebend ist das Datum des Schlußscheines. —-'Alllerheiligen — Allerseelen. Der gestrige Gedenktag der Toten brachte un­ gezählte Scharen in unsere Friedhöfe, deren Gräber in prächtigem Schmücke von Grün und Blumen prangten. Vormittags nach 11 Uhr veranstaltete die Landshuter Liedertafel im städt. Friedhofe eine Gedenkfeier für die im gegenwärttgen Kriege gefallenen Helden, an der auch der Wehrkraftverein und eine Fähnenabordnung des Veteranen- und Kriegervereins | teilnahm. Ter Sängerchor unter Herrn Leh| rer Löhners Direktion brachte mehrere Lieder i zum Vortrag, ein der Feier angepaßtes Poem wurde von einem WehrkpaftiMtglled weihe­ voll vorgetragen. Herr Regierungsrat Dr. Hundemer gedachte in einer ergreifenden An­ sprache der gefallenen Helden, die in fremder Erde ruhend, dennoch, im unauslöschlichen Ge­ dächtnis der Heimat verbleiben werden. Nach­ mittags 1 Uhr veranstaltete der Kriegerbund St. Nikola vor dem Kriegerdenkmal am'Bis­ marckplatz eine Trauerserenade für die imf Kriege 1870—71 gefallenen Helden aus un­ serer Stadt. Nachmittags 3 Uhlr versammelten sich die hiesigen militärischen Vereine iM städt. Friedhöfe vor dem Kriegerdenkmal, an dem der Vorstand des Veteranen- und Krieger­ vereins Herr Gstettenbauer ein kurzes Ge­ denken den Helden von 1870—71 weihte. Hier­ auf zogen die Vereine aus den Ehrenfriedhof. Die Fahnen nahmen an den Soldatengräbern Aufstellung. Nach einleitenden Musikstücken er­ griff Herr Feldwebelleutnant Jobst das Wort, um in einer markigen Ansprache der tn Hei­ materde, wie auf fernem! fremden Boden ru­ henden Helden des gegenwärtigen Weltkrie­ ges zu gedenken. Drei Kanonenschüsse gaben den Trauersalut. Gegen 4 UM bewegte sich von der Pfarrkirche St. Jodok eine Prozession von Gläubigen zum Friedhöfe zu einer kurzen kirchlichen Trauerfeier. Heute vormittags ging eine gleiche Prozession von St. Martin aus. Im Friedhofe St. Nikola fanden gestern nach­ mittags und heute vormittags kirchliche Trauerseiern statt. —* Ein Flugzeug (Doppeldecker) kreiste gestern vormittags Mehrmals über unserer Stadt, um dann in der südlichen FlukMulde zu landen. Dort stteß der Apparat jedoch auf einen Balken des Fußballtores, wobei derPropeller zersplittert wurde. Die Insassen,' Herr Leutnant Nieberle von hier und ein zweiter Leutnant der Fliegerabteilung, blieben bei dem Unfälle unverletzt. Gegen Abend kam von München ein Automobil mit Ersatzteilen, die heute montiert werden, worauf Mischen 12 und 1 Uhr der Rückflug über München nach Augsburg angetreten wird. —* EineWeih! nachtsfeie r für die hier weilenden verwendeten Krieger mit Verab­ reichung von Liebesgaben an dieselben veran­ staltet auch Heuer die Landshuter Liedertafel am 10. DezeMber/ Der Magistrat hüt fürs diese Feier den Rathaussaal zur Verfügung gestellt. Maler. Landshut, 2. November. —* Das Militär- Verdien st kreuz 3. Kl'qsse mit Krone und Schwertern wurde dem Unteroffizier Herrn Franz Xaver KlingsHirn, Schwiegersohn des Herrn Zugführers Graf hier, verliehen. y —• Das Militär-Verdienstkreuz mit Schwertern wurde Herrn Postschaffner Gg. Schuster ~otm Mer verliehen, der bereits seit Kriegsbeginn im Felde steht. —* Schwe res Leid hat die Familie un­ seres Herrn Oberbürgermeisters Hofrat Max­ schall zu tragen. Vor kurzem erst schloß sich das Grab über dem auf dem Fdlde der Ehre gefallenen Sohn, Herrn Oberleutnant Fritz Marschall, Am Dienstag kajm nun die Mel­ dung hierher, daß ein zweiter Sohn, der Kriegsfreiwillige, Gefreite' und Offtziersaspirant einer Maschinengewehrkompagnie des 20. Jnf.-Rgts., Herr Anton Marschall den Helden­ tod für das Vaterland gestorben ist. Der junge Held stellte sich, als er die hiesige Realschuld absolviert hatte, sofort betn 1 Vaterlands zur Verfügung und kämpfte in den Reihen unserer heldenhaften Armee, bis ihn nun ein frühzeittger Tod im KämpsesgetümMfel aus den Reihen seiner Kameraden hinwegraffte. Sein Tod schlägt eine schwere Wunde den Eltern­ herzen, die noch um zwei weitere Söhne ban­</p>
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