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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-11-23"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 319</biblScope>
          <date when="1916-11-23">1916-11-23</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Der deutsche Bericht. ' WTB. Berlin, 22. November. Mittags. (Großes Hauptquartier.) Westlicher Kriegsschauplatz. Nebliges Wetter behinderte grötztenteils die Gefechtstätigkit. Südlich des La Bassee-Kanals drangen Patrouillen des anhaltischen Infanterie-Regi­ ments Nr. 93 und des Magdeburger PionierRegiments Nr. 4 in die englischen Gräben ein und brachten nach Zerstörung der Berleidignngsanlagen über 20 Gefangene und 1 Maschinengewehr zurück. Auch im Sommegebiet blieb das Artillerie-fcuer tagsüber gering und verstärke sich abends auf beiden Aucreufern und am St. PierreVaasti-Walde. &lt;Si t Angriff der Engländer nordwestlich von Serre brach in unserem Abwehrfeuer zu­ sammen. westlicher Kriegsschauplatz. Südwestlich von Riga holten Stotztruppen deutschen, Landsturms aus der russischen Stel­ lung ohne eigene Verluste 33 Gefangene und 2 Maschinengewehre. Im übrigen vom Meere bis zum Kar- Die Heeresberichte. Stt MlgltrM Bericht. Sofia, 21. Rov. AnttÜcheir General­ stabsbericht: , , Muzedonische Front: Ztoischeu Pvespasee und Eerng, sowie, in, der Gegend des Dorfes Jaraloha Slqha fünden Artillerieund JnfanterieuuternehmungeN statt, ohne be­ sondere Bedeutung. Schwache jeindliche An­ gaffe bei den Dörfern Grunischte, Tirnowa und Tusche wurden durch Feuer und GegenangNi/fe zurückgeworfen. Zu beiden Seiten des Warjdar schwaches Artillerieseuer uudPatrpuillenzusammeuMtze. Durch unsere Artil­ lerie schossen wir ein feindliches-Flugzeug ab, das ins Wardartal stürzte. Die beiden Flieger wurden gefangen. Am Futze der Belasica Blanina und am Struma schwache Artillerietä­ tigkit. An der Küste des ägäischen Meeres Ruhe. Feindliche Flieger warfen Bomben auf unsere Stellungen bei Orfano und auf die Brchcke bei Buk, erzielten aber keinerlei Er­ gebnis. Rumänische Front: "Längs der Do--nau zerstörte der Feind durch Bomben feine: Leichter, die hinter den Inseln nicht weit von Kalafat lagen. Seine Artillerie beschütz schwach Silistria, Oltina, Resova und Eernäwoda. I» der Dvbrudscha schwache Artillerietätigkeit und Gefechte zwischen Erkundungsabteilungen und Wachposten. An dev Küste des SchwarzenMeeies beschossen morgens zwei ruffische Torpe­ dobootszerstörer den Leuchtturm von Emino, nachmittags die Stadt Eoustantza. Unsere Artil­ lerie zwang die feindlichen Schiffe sogleich, sich aus die hohe See zurückzuziehen. Beschränkung des Zngsverkehrs in Hol­ land: H aa g, 23. Nov. Das Korrespondenz­ büro teilt Mt, datz die Eisenbahnen wegen der herrschenden Kohlennot gezwungen sind, I den Kohlenverbrauch einzuschränken. Es werI den noch diesem Monat einige Züge ausfallen' 6 nach Neujähr wird dann der Zugsverkehr wei|*ter beschränkt. Auch die Heizung der Warte­ säle und Züge wird eingeschränkt. pathenknie bei Kronstadt (Brasso) kine größe­ ren Gesechtshandlungen. Nördlich von Campolung wiederholten sich die vergeblichen rumänischen Angriffe gepe» die deutsche und österreichisch-ungarische Front. An der Roten Turmpatzstratze und in den Seitentälern des Mt wurde kämpfend Boden gewonnen. ! Widerstand des geschlagenen Gegners durch Bajonettangriff und Attacke schnell brechend, drang vormittags von Norden west- und ostpreutzische Infanterie, von Westen her Eska­ drons Ihrer Majestät Kürassier-Regiment "Kö­ nigin" als erste deutsche Truppen in Eraiöva ein. «alkaulkriegSschauPlatz. : AweihüMti V«S Gvneralseldmarschatts von Mackensen. In der Dvbrudscha nahe der Küste Borfeldgefechte. An der Donau stellenweise Artilleriesquer. Maz^onlsche Front. Zwischen Ochrida- und Prefpa-See, Jotoie in der Ebene von Mvnastir tonten Bortruppen der Entente in den Bereich der deutsch-bulga­ rischen Stellungen. Oestlich von Paralovo gewannen unsere Garhejäger eine Höhe zurück und hielten sitz gegen mehrere stark Angriffe. Ter 1. Generalquartiermeister: ! Ludendorff. * Berlin, den 22. November. Amtlicher Abendbericht: ' Zm Sommegebiet nichts von Bedeutung. Bei Orsova Fortschritte. , Nordöstlich von Mvnastir scheiterten Ententeangrifse auf die deutsch-bulgarische Front. Sn Mm.-mg. Berichs. WTB. Wien, den 22. November. Amtlich wird verlautbart: westlicher Kriegsschauplatz. Cqaiova ist nach kurzem Kampfe genom­ men worden. ' ' Ueiderfeits des Altflusses wichen die Ru­ mänen weiter zurück. Nördlich von Campo­ lung blieben alle Anstrengungen des Feindtzs durch erbitterte Angriffe Erfolg zu errin­ gen, abermals ergebnislos. Sonst an der Ostfront nichts von Belang. Italienischer Kriegsschauplatz. und | Südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine wesentlichen Ereignisse. Der stellvertretende Chef des fflcncioHtoB«*i o. Hoejer, Feldmarschallemnant. , _</p>
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          <p>Stadt hat unter der Rumänenherrschaft viel gelitten. Die Kaserne ist fast vollständig zer­ stört. Bei den rumänischen Truppen wurde ein Telegramm des Königs Ferdinand gefun­ den, das folgenden Wortlaut hatte: Rumänen, Soldaten, &gt; Drsova mutz dis zum letztenMann bertetmgi toeroen. Ich traue Eurer Kraft und Eurer bewährten Tapferkett. Ferdinand. Das Telegramm ist gerichtet an die tapferen Trup­ pen, die Orsova besetzt halten. (Z.) Campolung in größter Gefahr. Echo de Paris meldet aus Bukarest: Es scheint, datz der Feind seine Umzingelungs­ bewegung in der Gegend von Busteni noch immer fortsetzt. Die Umzingelungstaktik be­ gann schon damals, als am 4. November der Berg Larmu besetzt wurde. In der Richtung Campolung haben die verbündeten Truppen bereits das Dorf Larasti besetzt, das nur mehr sechs Kilometer von der Stadt entfernt ist. Auch die Ortschaft Namesti ist bereits in die Hände des Feindes gefallen, so datz Campolung in größter Gefahr ist.</p>
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          <p>Aus den Kolonien. Neue Niederlagen der Italiener in Tri­ polis. In Konstantinopel sind Nachrichten eingetroffen, datz die arabischen Stteitkväifte den Italienern in der letzten Zeit mehrere siegreiche Gefechte lieferten. Insgesamt seien den arabi­ schen Stteitkräften 40 Offiziere, 6000 Mann, mehrere Geschütze, eine vollständige drahtlose Station und zahlreiches Kriegsmaterial in die Hände gefallen. Ungünstige Ernte in Australien. Aus Sidueh wird der Times gemeldet, datz die vorläufige Schätzung der Weizenernte in­ folge der ungünstigen Witterung geändert wer­ den müsse ,und datz wahrscheinlich die Ernte kleiner ausfallen werde, als man erwartet hatte. Wieviel die Verminderung bettägt, kann noch nicht festgestellt werden.</p>
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          <p>Der Krieg zur See. ll-Tentschland wieder abgefahren. Reuter meldet aus Newlondon: Das Handelsunterseeboot Deutschland ist abgefahren. Versenkt. Reuter meldet: Der griechische KüsteUfahrer "Slotmais" ist versenkt worden. Soweit bisher bekannt ist dabei eine Person verun­ glückt. Lloyds meldet: Der Kapitän und ein Teil der Besatzung des norwegischen Dampfers Finn smd gelandet. Sie erzählten, datz der Dampfer von einem deutschen Unterseeboot versenkt wor­ den ist. Amsterdam, 22. Nov. Lloyds meldet aus London: Man glaubt, datz das holländische Segelschiff "Delphin" und das norwegische Se­ gelschiff "Parnaß," versenkt wurden. Aus Groningen wird gemeldet, datz der Segler "Delphin" auf dem Wege von CHListtania nach Westhävtlepool versenkt wurde.</p>
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          <p>griffen die Engländer gestern nachmittags mit bedeutenden Kräften zwischen Serre und Boaucourt, ferner zwischen Grandecourt undCourcellette an. Es handelt sich hier also um die Fortsetzung des großen Angriffes vom 13. ds., der die Gewinnung der Beauregardefermo zum Ziele hatte, aber so weit von seiner Be­ stimmung entfernt zum Stocken toms. An den Besitz dieses Höhenausblicks setzten die Eng­ länder anscheinend um so größere Opfer, seit es ihnen nicht gelingen will, den Wetter öst­ lich ihrem Vormarsch nach BapauMe so un­ überwindlich im Wege liegenden Kreidefelsen der Butte de Warlencourt klein zu kriegen. In beiden Angriffs«bschnitten wurden die Eng­ länder, teilweise im heftigen Nahkampfe, Mann gegen Mann, in Me Ausgangsstellungen zu­ rückgeworfen. In beiden Abschnitten wieder­ holten sie den Sturm mit neuen Kräften, aber sie hatten keinen Erfolg. Im'Gegenteil muß­ ten sie vor der Wucht eines deutschen Jnfanteqieangriffes den in ihre Front hineinra­ genden, ihnen vorgestern von uns überlassenem Westteil von Grandecourt fluchtartig wieder räumen. i 1 IM | — [ f ! Nicht glücklicher waren die Franzosen. Ih­ nen hat die Niederlage, die unsere 73er Füfittere am Peter-Waast-Walde dem Eliteregi­ ment der 9. Zuaven beigebracht haben, einen großen Strich durch den Schlachtplan gemacht, denn die 9. Zuaven waren seit dem Kampfe um Maurepas nicht mehr eingesetzt gewesen, sondern nach zweimonatlicher Ruhe zu betn entscheidenden Vorstoß durch den Peter-WaastWald, gemeinsam mit TurTos und anderen aus­ geruhten Truppen, eben wieder an die Front gebracht worden, als der deutsche Angriff die­ ses als eine Art Garde geltende Kolonialregi­ ment vernichtend schlug und die Franzosen in eine örtlich sehr ungünstige Stellung warf. Achthundert Meter müssen sie über beschossenes Feld, ehe sie sich jetzt dem Waldrande nähern können. Gestern sollten die frischen Regimen­ ter versuchen, diesen Stellungsnachteil aus­ zugleichen. Nach sehr starkem Feuer stürmten bedeutende Kräfte zwischen Saillifel und der Straße Rancourt—Gouvernementswald gegen den Waldrand vor, wurden aber so gründlich abgewiesen, daß die Franzosen den Angriff nicht erneuerten, sondern nur die Nacht hin­ durch den Abschnitt mit starker Artilleriebe­ schießung belegten . fÄB.) W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter.</p>
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          <p>Tages-Uebersicht. Tckr Reichstag wird durch Kaiserliche Ver­ ordnung vom 22. ds. berufen, am 25. No­ vember in Berlin zusammenzutteten. Weihngchtsbückeveien. Laut Berl. Tgbl. ist auch in diesem Jahre für das ganze Reich eine Sonderzuteilung von Mehl an die Ver­ braucher (nicht an die Bäcker) für Weihnachts­ bäckerei beabsichtigt. Ueber die Höhe der zur Verteilung bestimmtben Kopfmenge wird das Krsegserniährungsamt voraussichtlich noch in dieser Woche Beschluß fassen. Tckr Papst will Rom verlassen? "El De­ büt", das katholische Blatt Spaniens veröffent­ licht einen Artikel über die gegenwärtigeLag« des Heiligen Stuhlen. Der Arttkel kommt zum Schluß, daß die Lage des Papstes unhalt­ bar geworden ist und daß es wahrscheinlich sei, daß der Papst' Rom verlassen wird. König Alfons habe dem Papst als Ersatz das Excorialpalais angeboten. Nach dem Debat ist es möglich, daß der Papst dieses Angebot anneh­ men wird. (??) (Z.) Schiffsbranv. Nach einer Lloydsmeldung ist der holländische Dampfer "Riouw "auf der Reise von Batavia nach Amsterdam mitFeuer im Schiffsraum in Alexandrien eingelaufen. Die letzten Stunden Kaiser Franz Josephs. Wien, den 22. Nod. Ueber den Verlauf dev Krankheit des Kaisers erfährt die Kor­ respondenz Wilhelm folgende authenttsche Ein­ zelheiten: Die Erkrankung des Monarchen be­ gann vor ungefähr drei Wochen mit einem ganz unbedeutendem Katarrhs der nicht ein­ mal mit einer Schleimabsonderung verbunden way. Erst am 8. November stellte sich eine leichte Schmerzempsindumg in der Gegend des rechten Rippenfells ein. Am 12. November trat zum erstenmale Schmerz in der rechten Lunge ein, ohne daß d«v Leibarzt Dr. Kerzl, dev den Monarchen tätlich untersuchte, eine Lungenentzündung festsüellen konnte. Am 15. November trat eine besorgniserregende Wen­ dung ein, indem sich Appetttlosigkeit einstellte und auch Fieber eintriat. Der Kaiser fühlte sich sehv matt. Nach esner vorübergehenden Besserung am Donnerstag verschlechterte sich der Zustand, am Freitag und Samstag durch Zunahme der Temperatur und erhöhtes Schwächegesühl. Trotzdem arbeitete der Kaiser wie gewöhnlich. Am Montag abends war das Sensorium leicht getrübt. Der Kaiser begab sich früher zu Bett als sonst. Die Bronchien wa­ ren immer noch stet, nur das hohe Fieber schien im Zusammenhang Mt de!mi hohen Alter des Monarchen sehr bedenklich. Gestern früh stand dev Kaiser mit hohem Fieber auf und fühlte sich sehv matt. Er ließ sich gegen seine sonstige Gewohnheit in einem Fauteuil zum Tische schieben. Morgens hatte er eine Schale Tee mit zwei Schnitten Schinken zu sich genommen und um 8 Uhv früh ein Glas saure Milch. Zum Frühstück aß der Kaiser fast gar nichts. Gegen Abend noch einen Teller kräftiger Suppe und ein Stück Huhn. Die Schwäche des Kaisers nahm dann derart zu, daß ev gegen 6 Uhr selbst verlangte, zu Beth gebrcäht zu werden. Das Sensorium begann sich zu trüben. Leibarzt Dr. Kerzl und Pro­ fessor Ortner wichen nicht von dem Monarchen, Immer noch neigten die Aerzte trotz des schwä­ ren Zustandes zu der Ansicht, daß, wenn auch nicht Genesung, so doch ein zwei bis dreitägiger Verlaus des Krankheitsprozeffes zu erwarten fei. Dev Kaiser lag ruhig zu Bette. Kein Rö­ cheln, kein schwerer Atem, kein SchmerzeNslaut war hörbar. Die Tochter des Kaisers, Erzherzogin Maria Valerie, und die Enkelin ves Kaisers, Prinzessin Elisabeth^-Windilsch^ gvaetz, traten wiederholt an das KrankenlKger, Um 7 Uhr abends horchten die Aerzte den Kaiser ab, welcher in tiefem Schlafe lag. Als die Aerzte zwischen 8 und 9 Uhr an das Bett des Monarchen traten, stellten sie zu ihrer Bestürzung fest, daß leider mit dem baldigen Eintritt der Katastrophe gerechnet werden müsse. Erzherzogin Marie Valerie, welche nach dem Bahnhöfe gefahren war, um ihre Tochter abzuholen, wurde rasch zurück­ geholt. Hofburjgpfarrer Seidl erteilte dem Mvnwlchen die letzte Oelung in Anwesenhleit der Mitglieder der Kaiserlichen Familie, die in­ dessen herbeigelholt worden waren, sowie meh­ rerer Mitglieder des Hoffiaates.</p>
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          <p>Vom Hopfenbau. Im Rathanse in Spalt fand im Aufträge der Regierung eine Be­ sprechung seitens des KriegsökonomieratesHauck mit dem Magirstatskollegium statt, behufs Ein­ führung eines anderen Anbaues neben demHopfen. Bei der in Aussicht stehenden weiteren Minderung der Biererzeugung wird der Hopfen noch mehr im jPreise sinken und den Hopfenbauern ganz unzulängliche Einnahtmen bringen. Die Besprechung hatte das Er­ gebnis, den Hopfenbauern zu raten, nicht be­ sonders zum Hopfenbau geeignete Flächen mit Kartoffeln, Getreide und Futtermitteln zu be­ bauen. Vor Neuanlagen wird ernstlich ge­ warnt. r Bayerische Nachrichten.</p>
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          <p>Sette 4. dollen Erfolg. — Den Bühnenvertrieb des lu­ stigen Werkes Hut der altangesehene Theaterverlag Otto Eirich, Wien.</p>
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          <p>lingsweg nach der Ruine Wallenrode eingeschlagen. Und nun stand fie da, hoch oben auf steiler Höhe, mitten im Burghof und sah zu den alten Mauern empor und dann wieder hinunter ins Lal. auf die waldigen Berge und das Dorf. Die Erinnerung an ihr letztes Hiersein kam ihr, das lustige Erlebnis mit Bärbele, die sie für die Frau von Bernegg gehalten hatte. Das törichte abergläubische Kind; Alle Einzelheiten fielen ihr ein. Hier sollte ja wohl die rote. Frau nächtlich umgehen — hier sollte ein Schatz vergraben sein und etne alte Frau im Dorfe die sogenannte Dorfhexe, sollte sie gesehen haben. Rose lachte.. Dieses Original — den wirklichen Namen hatte fie vergessen — hätte fie doch kennen lernen mögen. Es war schon damals ihre Absicht gewesen, fit aufzusuchen, bis das Dazwischentreten des Grafen fie daran gehindert hatte. Heute hatte fie das nicht zu fürchten, heute konnte sie ihr Vorhaben ausführen. Sie wußte selbst nicht recht, was sie daran so lockte und reizte. Impulsiv wie immer führte fie die Idee aus und war bald auf, dem Wege zum Dorfe. Diesmal ging fie fein sittsam. Als fie -zu btt Stelle kam. wo der Graf fie aufgefangen hatte, blieb sie stehen und das Schamrot stieg ihr noch jetzt in Erinnerung in die hier erlebte Szene ins Gesicht. Was mochte er damals gedacht, wofür sie gehalten haben? ' Bortsetzung folgf.) Griffes bedarf, um das Gewünschte zu erlangen," sagte er jetzt, auch steif und kühl, schritt ohne weiteres aus das Regal am Fenster zu, griff nach einem kurzen Blick auf den Rücken der Bände einen Band heraus und reichte ihn ihr. »Hier ist er." Sie wollte ihn nehmen; erhielt ihn einige Sekunden fest und sah sie an. Es war, als ob er fie etwas fragen wollte, aber er unterließ es im letzten Augen­ blick und gab das Buch frei. »Ich danke Ihnen für Ihre fteundlichc Hilfe, Herr Graf,- sagte sie setzt. "£&gt; — keine Ursache! Viel Vergnügen zu der Lektüre." erwiderte er. Rose ging hinaus und brachte den. Band der Gräfin, ihr erzählend, daß der H^rr Graf, den sie zufällig in der Bibliothek.getroffen habe, ihr beim Aussuchen des Bandes behilflich gewesen wäre. Nichts in ihren Worten und in. ihrer Stimme verriet irgend eine innere Erregung. Sie nahm sofort das Buch zur Hand und las, aber die Aufgabe wurde .ihr heute schwerer denn je. * * # Es war ein heißer Augustnachmittag. Rose war zur Gräfin gegangen, um fie zu einem Spaziergang in den Park abzuholen. "Gehen Sie heute einmal allein spazieren, liebe Frau Rose," empfing die Gräfin sie freundlich. »Ich fühle mich müde und abgespannt und bedarf der Ruhe. Auch ist es drückend heiß draußen und im kühlen Zimmer angenehmer. Wenn man alt ist, empfindet meit das mehr. Sie aber sind jung und elastisch und müssen sich wieder einmal tüchtig Bewegung mache». Sie wäre» lange nicht in den Bergen." Rose merkte, daß die Gräfin allein sein wollte und beschloß deren Rat zu befolgen und einen weiteren Spaziergang zu unternehmen. Die Gräfin hatte recht sie mußte sich wieder einmal tüchtig anslaufen und der Grund, weshalb sie diese Spaziergänge zuletzt unterlassen hatte, fiel heute sott. Graf Harald war schon am frühen Morgen zur Jagd geritten unb wurde v»r dem Abend nicht zurückerwartet. So hatte fie eine Begegnung mit ihm nicht zu fürchten. Sie schritt mit Hut und Sonnenschirm bewaffnet, tapfer aus. Ihr leichtes weißes Kleid ließ, fie die schwüle Hitze weniger empfinden, auch spendeten die Baume wohltuenden Schatten. i Das Herz ging ihr auf vor Freude. Sie hätte jubeln und fingen mögen. Alle ihre Sorgen fielen von ihr ab, versanken in ein Meer der Vergessenheit. War fie nun leichtfertig und oberflächlich? — Nur so jung, so lebenshungrig und hoffnungsfreudig war sie. Sie sah den lachenden Sonnenschein, erfreute sich am saftigen Grün, an den duftenden Blüten und Gräsern, die an ihrem Wege wuchsen und sah die Wolken nicht, die sich am Horizont düster und unheilvoll zusammenzogen. Fast instinktiv hatte sie ihren ehemaligen Lieb­</p>
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          <p>itcltt 142 600 Mark; aus Kreismitteln 125 496 Mark. Pensionszulagen nach einem Drittel der zuletzt bezogenen Dienstalterszulagen aus Staatsmitteln 74 908.39 Mark. Zur Unterstützung der pensioniertenLehr-personen aus Staatsmitteln 12 300 Mark. Zur Unterstützung von Lehrpersonen, die vor betn 1. Januar 1904 pensioniert wurden, aus Kreismitttln 1000 Mark. Unterstützungsbeiträge für die Hinterblie­ benen der Volksschullehrer: aus Staatsmitteln^ Unterhaltsbeiträge 120 000 Mark, zur Unter­ stützung der Lehrerhinterbliebenen 10 400 Mk., für dürftige, dem Unterstützungsalter entwach­ sene Lehrerwaisen 2000 Mark; aus Kreismit­ teln: Zuschutz an den Kreisverein zur Unter­ stützung der Hinterbliebenen der Volksschul­ lehrer 28 322 Mark. Beittag an den Privat­ verein zur Unterstützung dienstunfähigerVolksschullehrer in Niederbahern 1000 Mark. Zur Unterstützung der Lehrer'h interb liebe neu 8200 Mark. / i Unterstützungen für Kandidaten und Kan­ didatinnen des Volksschuldienstes während der Ableistung ihrer Schulpraxis 1000 Mark. Auf die .Fortbildung des Volksschullehr­ personals: Entschädigungen der Bezirksober­ lehrer 13000 Mark; Reiseentschädigung an Fortbildung spflichtige zum Besuche der Kon­ ferenzen 1000 Mark; zur Förderung der BeSirkslehirerbibliocheken 500 Mark. Zur Hebung des Unterrichts in den weib­ lichen Handarbeiten li 600 Mark. Zur Hebung und Ergänzung der Lehrmit­ telausstellung in Straubing 500 Mark. Zur Unterstützung armer Gemeinden be­ hufs Anschaffung, von Büchereien 500 Mark. Für ünvorgesehene Ausgaben 1401.45 Mk. jSonrit ergibt eine 'Zusammenstellung: Ausgaben 2 867 500.00 Mark Einnahmen 2118 542.96 Mark Leistungen des Kreises 748 957.04 Mark. Sämtliche ^Beschlüsse wurden einstimmig genehmigt, worauf der Regierungsverttettzst Herr k. Regierungsasfessor Karner dem Dank der k. Regierung dafür Ausdruck gibt. Sein Dank gelte auch besonders dem 2. Ausschuß, und dessen verdienten Vorsitzenden Herrn k. Hofrat Marschall, dessen verständnisvolle Wür­ digung die Berücksichtigung der Regierungsontröge gesichert habe. Dev Lehrkräften und besonders den Aushilfslehrkräften werde dies ein neuer Ansporn sein, wenn möglich noch in erhöhtem Matze ihren Aufgaben nachzukommen. Er dankte auch für die anerkennenden Worte Über die Tätigkeit der Lehrkräfte und ver­ sicherte^ datz auch die k. Regierung des auf­ opfernden Wirkens der Lehrkräfte in dieser schweren Zeit stets dankbar gedenken toerbe, das ANdenken der vor betn Feinde gebliebenen Lehirerhelden aber stets hoch in Ehren halten werde. s * ■ i s ~r : I Site Bcförvcrrrrrgs. mt3&gt; Besol-nngsverhältitine des weiblichen Lehrpersonals in Niederbahern Samen im Landrat ausgiebig zur Sprache. In Würdigung verschiedener eingekom­ mener Gesuche, besonders des niederbaherischen Kreislehrerinnenvereins vom 15. Juni er., so­ wie bet Regierungsentschlietzu ng vom 27. Okt. 1916 anerkannte bet Landrat, datz die Beför­ derungsverhältnisse unseres weiblichen Lehr­ personals zu Schulverweserinnen und Volksschullehrerinnen im allgemeinen und beson­ ders im Vergleiche zu anderen Kreisen sehr ungünstige sind und soll deshalb £ie allmäh­ liche systematische Verbesserung erstrebt und die K. Regierung ersucht werden, dieser An­ regung künftighin (ab 1918) durch entsprechen­ de Vorschläge und Einstellung von Mitteln Rechnung zu tragen. Bis dahin wird vorläufig zur Ermöglichung der Beförderung von 10 Hllfslehrerinnen zu Verweserinnen der sich ans der Reduktion der angesetzten Reserve für die Ergänzungszuschüsse für das Lehrpersonal an Orten ohne Statuten ergebende Betrag von 800 Mark pro 1917 zur Verfügung gestellt. Der Restrent Herr Landrat Marschall führte hierzu auch datz es notwendig sei, daß etwas geschehe, da fönst zu befürchten sei, daß die besseren Lehrkräfte aus dem Kreist abwan­ dern. Kurier Me Asiedervatzee». Herr Regierungsassessor Karner schilderte in eingehenden Ausführungen die wirklich trostlose Lage des weiblichen Lehrpersonals. Er Betonte, datz die Hauptursache darin liege, datz den unteren Stellen eine verhältnismätzig geringe Zahl von Vorrückungsstellen zur Ver­ fügung stehe. .Wählend heute einer Anzahl von 238 Schulgehilfenstellen 44 Stellen von Verwesern (infolge des Krieges sind noch rund 40 Stellen niftt besetzt) und 860 Volksschulleh­ rerstellen gegenüberstehen, seien bei 169Hilfslehrertanenstellen nur 175 Verweser- und 139 Volksschullckhrerinnenstellen vorhanden. In den letzten 10 Jahren war zudem der Andrang an Kandidatinnen ganz enorm. Die erlassenen BeschränkungsmatznahMen können aber erst in einigen Jahren wirksam werden. Zurzett sind an der Anstellung zu Hllfslehrerinnen die Kandidatinnen des Seminaraustrittsjahres 1912. Bei den Kandidaten ist der Jahrgang 1913 bereits nahezu angestellt. Noch ungün­ stiger sei es bei den Verweserstellen. Während die Hilfslehrer der Anstellungsprüfung 1913 bereits Verweser sind, warten die Hilfslehrer­ innen der Prüfungsjahre 1912 und später noch immer auf Anstellung. Am ungünstigsten 'sei es bei den Volksschullehrftellen. Während bei den männlichen Lehrkräften bereits die Verweser der Anstellungsprüfung 1913 Lehrer­ stellen innehaben, ist bei den weiblichen Lehr­ kräften erst der Jahrgang 1905 an der Reihe. Es bestehe daher ein Unterschied, der sich auch damit nicht rechtfertigen lasse, datz der Lehrer einen Vorzug vor der Lehrerin beanspruchen könne. Zurzeit sind 171 Kandidatinnen vor­ handen, darunter 76 aus dem Jahre 1912. Da in den letzten 4 Jahren 86 zu Hst lfs lehre rin­ nen angestellt wurden, somit durchschnittlich 22 im Jahre, werden die vorhandenen Kräfte erst in 8—9 Jahren ausgebraucht sein. Von Hllfslehrerinnen zu Verweserinnen werden jährlich 13—14 befördert, so datz auch die vor­ handenen Hllfslehrerinnen erst in 8—9 Jähren ausgebraucht sind, die wieder erst in 29 Jähren zu Volksschullehrerinnen ^befördert werden könnten. Abhilfe könnte nur durch Schaffung neuer Lehrstellen oder Umwandlung bestehender nie­ derer in höhere Lehrstellen geschaffen werden. Die Errichtung neuer Lehrstellen sei in nächster Zeit Wohl sticht durchzuführen, da erst die Nachwirkung des Krieges abgewartet Werden müsse. Es sei Rücksicht Zu nehmen aus die finanzielle Belastung der Gemeinden. Vor allem müsse auch damit gerechnet werden, datz die Zahlt der Schüler in den nächsten Jahren voraussichtlich nicht unwesentlich, zurückgehen werde infolge des Rückganges der Geburten, der auch eine Folge des Krieges fei. Eine Ueberlassung von männlichen Lehr­ stellen an weibliche ist als unbillig zu verwer­ fen. Es bleibe hgher nur die Umwandlung von niederen Lehrstellen in höhere. Hier müsse aber planmätzig vorgegangen werden. ' Die Umwandlung von Verweserinnenstellen in Bolksschullehrertnnenstellen stotze vor allem da­ durch auf Schwierigkeiten, als die Lehrerin auf eine Dienstwohnung Anspruch Habe, während der Verweserin nur der Anspruch auf ein geräumiges, heizbares Zimmer zustehe. Es mützten hier unter Umständen Wohnn ngsgeldentschädigungen vorgesehen werden. Für den Mehrbedarf könnten zunächst die Gemeinden aufkommen. Er bezweifle aber, ob die Ge­ meinden sich hierzu bereit erklären. Einzelne Gemeinden würden dies vielleicht tun, wenn sie daraus hingewiesen würden, datz sie sich dadurch ein längeres Verbleiben ihrer Lehr« trtifte sichern könnten. Wo die Gemeinden dieß nicht tun, werde nichts übrig bleiben, als datz die Kreisgemeinde den Ausgleich übernimmt. Es soll zunächst mit den Gemeinden in Ver­ bindung getreten werden. Vor allem aber sollen jetzt die Mittel bereit gestellt werden zur Umwandlung von 10 Hllfslehrerinnen stellen in Verweserinnenstellen. Herr Landrat Schadenfroh begrüßte mit , Freuden den Antrag. Eine Hilfslehrerin wird ; nahezu 28— 30 Jähre alt, bis sie Verweserin wird. Bei dem geringen Gehalte darf man es ihnen nicht verargen, wenn sie bitten, datz ^ ihre Hilfslehrerinnenstellen in BerweserinnenI stellen umgewandelt werden. Wenn die Re- giern ng glaubt, jetzt sei nicht der richtigeZeitpunkt, so meine elr doch, datz gerade jetzt die richtige Zeit hierfür sei, da die Kräfte der Hllfslehrerinnen ziemlich angestrengt sind durch Dienstleistungen für andere, durch Mbteilungsunterricht oder Uebernahme ganzer Schulen, Der Landrat solle ihnen da auch eine Freude bereiten, für die Mühen, denen sie sich unter­ ziehen im Interesse der Schulen. Er möchte die K. Regierung ersuchen, nicht recht langsam zu organisieren, sondern ziemlich rasch soll es' gehen, damit nicht die jungen Leute die Lust und Liebe zum Beruf verlieren. Es müsse dafür gesorgt werden, daß die Berufsfreudig­ keit belebt und die besseren Kräfte nicht in andere Kreise übersiedele. Er ersuche daher die K. Regierung, in Zukunft einen erheblichen Bettag einzusetzen, damit die Sache der Uno Wandlung rasch vor sich geht, Der Ansschntzanttag Bereitstellung von 800 Mark zur Umwandlung von 10 Hilfslehrerhmen in Verweserinnenstellen wird sodann einstimmig genehmigt. , * Site Lehraushilfskräftc wurde Heuer im Etat eine Mehrausgabe von 7000 Mark vorgesehen zur dringend nötigen Erhöhüng der seitherigen Monatsbezüge der Aushilfslehrkräfte von 54 Mark (für von aus­ wärts berufene) und 30 Mark (für ortsansässige Aushilfskräfte) auf durchwegs 70 Mark ge­ nehmigt und festgesetzt. Ferner wurde nach Regierungsanttag die auch sm Sinne des Be­ schlusses des ständigen Landratsaus schüsses vom 3. August ihr. Jrs. gelegene Gewährung dieser Aushilssbezüge für ein Ferienmonat für die weitere 'Kriegsdauer a conto Kreisreserve ge­ nehmigt. Anherdem wurde noch Regierungsanttag vom 15. November 1916 int Hinblick auf die infolge der überaus zahlreichen Einberufungen des Lährpersonals notgedrungene Ueberschreitnng dieses Titels im heurigen Kriegsjahr &lt;1916) g enehmigt, datz der noch nicht feststell­ bare Mehrbetrag aus den Erübrigungen der anderen Titel des Kreisvoranschlages und der Kveisreserve pro 1916, sowie aus ev. Mehr­ einnahmen von Umlagen gedeckt wird; gleiche Ermächtigung soll auch für das Kriegsjahr 1917 gelten. '</p>
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          <p>—* Die Schlußsitzung des niederbaher. Landrates wird voraussichtlich am nächsten Samstag den 25. November vormittags 10 Uhr stattfinden. —* Kreisschulinspektoren u. Land­ rat. Zur Bewilligung der Gehälter der niederbaherischen Kreisschulinspektoren faßly der Landrat gestern den Beschluß, die im Vorjahre bereits gestellte Bitte zu wiederholen, es möge sowohl aus sächlichen Gründen wie mit Rücksicht aus das sehr schwer belastete Kreisbudget dse Uebernahme der Kreisschul­ inspektoren als technische .Hilfsreferenten für das Schulwesen auf den Staat geschehen. —* Niederbaherns Lehrerschaft im Kriege. Der Referent zum Schuletat Niederbayerns im Landrat, Herr Oberbürger­ meister Hofrat Marschall, wies am Schluffe seines Referates auf die ausgezeichnete Hal­ tung unserer niederbaher. Lehrerschaft wäh­ rend des Krieges , im Felde und zu Hause hin, die dankbar anzuerkennen sei. Bon 1245 Lehrpersonen sind 648 ins Feld gerückt und hievon (bis zum 1. November 1916) schon 60 gefallen und 9 vermißt. Ihr Andenken wird fortdauern unter den Rettern des Vater­ landes. Außerdem sind 11 niederbaher. Leh­ rer in feindlicher Gefangenschaft, 66 niederbayer. Lehrer stehen als Offiziere im Felde. —* Die Lehrer als Gemeindeschrei­ ber. Herr Landratspräsident Mittermaier nahm gestern im Landrate Veranlassung, den Lehrern, welche jetzt die Gemeindeschreibereicn führen, Dank und Anerkennung zu zollen. Esi st eine großartige Leistung, welche die Lehrer jetzt auf dem Lande vollbringen. Der Landrat stimmte, diesen Ausführungen voll und ggnz zu. , —* Uecher die Auszahlung der Not­ standszulagen richtete Herr Landratspräsident AÄttermaier eine Anftage an den Herrn Regierungsvertreter, da ihm Klagen darüber zugekommen seien, paß diese Auszahlung sich verzögert habe. Herr Regierungsassessor Kar­ ner erwiderte hierauf, daß dies daran gelegen se,i, daß die &gt;äußeren Behörden den Termin, der thuen zur Ausfüllung der Fragebögen gesetzt war, nicht einzuhalten vermochten. In verschiedenen Fällen mußten diese Bögen wie­ der zur Ergänzung zurückgegeben werden. Da­ zu kam, daß der mit der Ausarbeitung betrau­ te Regierungsrechnungskommissär mit Arbei­ ten sehr überlastet sei und sogar die Nacht­ stunden zur Bewältigung derselben in Anspruch nehmen mußte. Die Angelegenheit sei aber nun nahezu vollständig geregelt, sodaß alle Lehrkräfte, Me bedacht sind, in den nächsten Tagen, wenn die Rentämter ebenfalls pünkt­ lich arbeiten, int Besitz ihrer Notstandszulage sein werden. ~ ' j —* De r Nieder bähe r.K r e i s v e r b a nd landw. Genoss enschaften hält am Diens­ tag den 4. Dezmeber mittags 11 Uhr in der Reichardtbrauerei hier /eine diesjährigeKreisverbandsversammlung ab mit Rechnungsstel­ lung und Jahresbericht. Herr Oekonomierat Hohenegg wird einen Vortrag halten über "Stadt und Land im Krieg und Frieden".</p>
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          <p>Letzte Posten. Tcjr neue Botschafter in Wien. Berlin, den 23. Nov. Die Entscheidung über die Besetzung des Botschafterpostens in Wien und über den neuen Unterstaatssekr^tär, an Stelle des Herrn Zimmermann ist er­ folgt und dürfte morgen veröffentlicht wer­ den. Es ist anzunehmen, daß Graf Botho von Wedel Botschafter wird. Tie Angst in Rumänien. Ter Sonderberichterstatter des Secolo in Bukarest meldet, General Gradeseo habe im Adeverul einen aufsehenerregenden Artikel veröffentlicht ,in welchem er sagt, daß die Teut­ schen, die sich überall in Feindesland befän­ den und weder militärisch noch wirtschaftlich ernstlich bedroht seien, mit allen verfügbaren Reserven einen furchtbaren Ueberfall gegen Rumänien ausführen werden. Tie Rumänen müßten sich auf schlimmere Tage, als in der S Gestrandet. Der holländische Dampfer "Grenadier" ist im Sturm bei Jarmouth gestrandet. Die La­ dung wird geborgen. Explosionsunglück. Die PetersburgerTelegraphenagentur mel­ det, daß in Petersburg in einer Munitionsfa­ brik an der Rastannaja sich eine schwere Ex- I plosion ereignete. Eine Anzahl Personen ist umgekommen. Die Ursache der Explosion ist I unbekannt. Benachbarte Gebäude wurden be­ schädigt. Tie knappe amtliche Meldung fügt hin­ zu, daß im Augenblick der Explosion sich über 100 Personen in der Fabrik befanden, ver­ schweigt aber, ob und wieviel davon geret­ tet wurden. (Z.) Tie Lage in Mexiko. Der Temps meldet aus Washington: Am Montag fand unter dem Vorsitz Wilsons eine (Beratung mehrerer Regierungsmitglieder über | die Lage in Mexiko statt. Man rechnet mit eiI ner Aenderung der mexikanischen Politik WilI svns, der zu energischen (?) Schritten überI gehen werde. 1 Beendeter Indianer aufstand. I Buenos Aires, 22. Nov. Der in Jca, I an der brasilianischen Grenze vor kurzem aus§ gebrochene Jndianerausstand ist so gut wie be« endet. Die Regierungstruppen verfolgen die geschlagenen Rebellen. Die Ruhie dürste bin­ nen kurzem wieder vollständig hergestellt sein. Vergangenheit gefaßt machen. Eine Offensive der Alliierten zur Entlastung Rumäniens ge­ nüge nicht, um es vor der unmittelbar dro­ henden Gefahr zu retten. Kampf zwischen Italienern und Oesterrcichepn. Das Athener Blatt "Serip" berichtet über einen Kampf im Abschnitt von Tesbeffina— Epirus — zwischen italienischen u. österr.-ung. Truppen, denen sich Albanesen angeschlossen hatten. Auch Artillerie soll am Kampfe be­ teiligt gewesen sein. Der Ausgang des Kam­ pfes ist noch unbestimmt. Me italienische Regierung übernimmt selbst die Heereslieferunlpen. Die italienische Regierung hat beschlos­ sen, ab ersten Januar die w ichtigsten ^'Heereslieserungen selbst zu übernehmen, um grö­ ßere Einsparungen zu erzielen. Bcrsenkt. Die britische Admiralität teilt mit, daß das britische Hospitalschiff "Britania" am 21. ds. morgens im ägäischen Meere durch eine Mine oder einen Torpedo zum Sinken gebracht wurde. Es wurden 1106 Mann gerettet, von denen 28 verwundet sind.Man glaubt daß.50 Mann umgekommen sind. Berlin, 23. Nov. Deutsche Untersee-, boote versenkten acht.französische Segler, von | denen drei mit Kohlen nach Frankreich bela­ den waren. r</p>
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          <p>Literarisches. Huudesport «nd Fagd. Amtliche Zeit­ liche Zeitschrift des Deutschen Reichsverbandes für Polizei- und SchuMunde, E. B. mit 26 Unterabteilungen und anderer Verbände. Er­ scheint wöchentlich! einmal! im Verlage Gundlach-Bielefeld. Preis vimteljährkich 2.25 W.</p>
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          <p>Orsova von den Bayern genommen. Erfolgreiche Patronillen-Unternehmnng am La Baffee-Kanal. — Ein englischer Teilangriff zusammengebrochen. — Fortschreiten des Angriffes in Rumänien. 3m- Westen tont es nw? bei Serre M einem Angriff der Engländer, der in unserem! Abwehrfeuer zusammenbrach. Bei La Baske unternahmen Anhaltische Infanterie und Magdebuttzer Pioniere eine erfolgreiche Patrouille. Zm Osten unternahm deutscher Landsturm einen erfolgreichen Stotz in die russischen Stel­ lungen südwestlich von Riga. In Rumänien versuchte der Feind bei Campolung neuerdings, unsere» Vormarsch durch stark Angriffe aufzuhalten. An der RNten Turmpatzstratze und in den Täler» be&amp; Alt sind die Unsern weiter gegen Süden vorge­ drungen. Ms erste rückten in Eraiova, wie jetzt berichtet wird, oft- und westpreutzische Infan­ terie und Teile des Kürrassier-Regts. "Kö­ mgin" ein. In Maz nun neuerdings vor den dentsch-bulgarHchen Stellungen, sodatz Wohl bald neue Mmpse zu erwarten sind. Bei Paralovo nahmen Garde­ jäger eine Höhe zurück und hielten sie gegen ftoref Angriffe. , ; i ! '</p>
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