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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-11-24"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 320</biblScope>
          <date when="1916-11-24">1916-11-24</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Fortgang der Operationen in der Walachei. Feindliche Teilangriffe an der Somme gescheitert. — Bei Craiova 300 Eisenbahnwagen erbeutet. — Für uns günstige Gefechte in Mazedonien. — U-Deutschlaud auf der Heimfahrt. Im Westen wurden 'Teilangriffe der Enländer bei Gueudecourt und der Franzosen am St. Pierre-Waastwalde abgewiesen. Im Osten kam es nur zu Patrouillen­ gefechten. . ^ An der rumänischen Front hat an Stelle des bisherigen Befehlshabers, nunmehrigen Kaisers Karl Franz Joseph! jetzt Erzherzog Joseph, Sohn des Palatins von Ungarn Erz­ herzog Joseph, das Oberkommando übernom­ men. Von der Front werden nur kleinere Gefechte gemeldet, zugleich aber auch von auf­ tretenden russischen Verstärkungen berichtet.Bei Mpaiova erbeuteten die Unsern 300 Eisenbahn­ wagen. In Mazedonien endeten die Gefechte am Ochvidasee mit dem Rückzug des Gegners. Zwi­ schen Prespasee und Cerna wurden Teilangriffe abgewiesen. Die von preußischen Gardejägern genommene Höhe bei Paralovo versuchte der Gegner vergebens durch starke Angriffe zurück­ zugewinnen. Die Entente stellte an Griechenland neue Forderungen aus Auslieferung von Kriegs­ material, die angeblich von Griechenland ab­ gelehnt worden sind. Außerdem wies der spanzösische Admiral Fournet die Gesandten der Mittelmächte und andere Angehörige dieser Mächte aus Griechenland aus. Besonders der .letztere Fall beweist, wie sehr die Hellenen in der Hand der Entente sind und wie todit die Vergewaltigung Griechenlands bereits ge­ diehen ist. Me Heeres-erWe. Ser ieatfifie Bericht. WTB. Berlin, 23. November. Mittags. lEroßes Hauptquartier.) westlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalscldmarschalls Kronprinz Rupprecht von Bayern. In den Abendstunden nahm das feindliche Artilleriefeuer beiderseits der Ancre und int Satllh-Abschnitt zu. Teilangriffe der Eng­ länder nördlich von Gueudecourt, der Fran­ zosen gegen den Nordwestxand des St. PierryKVaast-Waldes scheiterten. Oestlicher Kriegsschauplatz!. Front des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayer». Südlich von Smorgon nach starker Feuer­ vorbereitung vorgehende russische Patrouillen</p>
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          <p>In bet Krankenpflege unb in ben kriegswirt­ schaftlichen Organisationen jeder Art, sowie in sonstigen Betrieben, die für Zwecke der Krieg­ führung oder der Volksversorgung unmittelbar oder mittelbar von Bedeutung sind. Die Lei­ tung des vaterländischen Dienstes obliegt beim löntglid) preußischen Kriegsministerium dem errichteten Kviegsamt. § 3. Der Bundesrat erläßt zur Ausfühirung dieses Gesetzes die erforderlichen Be­ stimmungen. Er taun Zuwiderhandlungen mit Gefängnis bis zu einem Jahre und mit Geld­ strafe bis zu 10000 Mark ober mit einer dieser Strafen oder mit Haft bedrohen. § 4. Das Gesetz tritt mit dem Tage der BeMindung in Kraft. Der Bundesrat be­ stimmt den Zeitpunkt des Außerkrafttretens. In der allgemeinen Begründung heißt es u. a.: | . Auch in der Heimat muß jeder Deutsche seine ganze Kraft dort einsetzen, wo das Vater­ land sie am nötigsten braucht, und wo er nach seiner körperlichen und geistigen Veranlagung diesem die besten Dienste leisten kann. Wird dieser Heimatdienst in zivilbewuß­ ter und zweckdienlicher Weise geregelt, so wer­ den sicherlich so viele sich freudig ihm einord­ nen, daß ein Zwang, der allerdings als letztes Mittel wicht entbehrt werden kann, nur in verhältnismäßig seltenen Fällen erforderlich fein wird. | ' | ' ill t Ueber die Fragen, ob die Zahl der bei einer Behörde beschäftigten Personen das Be­ dürfnis übersteigt, entscheidet die zuständige Reichs- oder Landeszentralbehörde im Einver­ nehmen mit dem Kriegsajmite. Ueber biegrage, was als behördliche Einrichtung anzusehen ist nnd ob die Zahl der bei einer solchen beschäf­ tigten Personen das Bedürfnis übersteigt, ent­ scheidet das Kriegsamt nach Benehmen mit der zuständiegen Reichs- und Landeszentralbehörde. Im übrigen entscheiden über die Frage, ob Be­ ruf oder Betrieb im Sinne der Ziffer 1 bon Bedeutung sind, sowie in welchem Umfange die Zahl der in einem Berufe, einer Organisation oder einem Betriebe tätigen Personen das Be­ dürfnis übersteigt, die Ausschüsse, die für den Bezirk eines jeden stellvertretenden General­ kommandos zu bilden sind. Jeder Ausschuß besteht aus einem Offi­ zier als Vorsitzenden, zwei höheren "Staats­ beamten, von denen einer der Gewerbeaufsicht angehören soll, sowie aus je einem Ver­ treter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Gegen eine Entscheidung des Ausschuss^ findet eine Beschwerde bei der beim Kriegsamt einzureichenden Zentralstelle statt. Bei Be­ schwerden aus Bayern, Sachsen und Württem­ berg ist einer der Offiziere von den betreffen­ den Kriegsministerien zu bestellen. Das Recht der Beschwerde steht dem Betriebsinhaber, dem Ovganisationsleiter oder dem Berufsausüben­ den, sowie dem Vorsitzenden des Ausschusses zu. Die nicht im Sinne des Gesetzes beschäftigten Arbeitskräfte können jederzeit zum va­ terländischen Hilfsdienst herangezogen werden. Die Heranziehung erfolgt in der Regel zunächst durch eine Aufforderung zur freiwilligen Mel­ dung. Soweit dieser Aufforderung nicht in ausreichendem Maße entsprochen wird, erfolgt die Herjanziehung durch schriftliche Aufforde­ rung eines Ausschusses. Jeder, dem eine Auf­ forderung zugegangen ist, hat bei einer der in Frage kommenden Stellen Arbeit zu suchen, soweit hierdurch eine Beschäfttgung binnen 2 Wochen nach Zustellung der Aufforderung nicht herbeigeführt wird, findet Ueberweisung zu einer Beschäftigung durch den Ausschuß statt. Ueber Beschwerden entscheidet der Ausschuß. Die Beschwerde Hat keine aufschiebende Wir­ kung. Niemand darf einen Arbeiter in Beschäf­ tigung nahmen, tb er bei einer der bezeich­ neten Stellen beschäftigt ist, oder in den letz­ ten vierzehn Tagen beschäftigt gewesen ist, so­ fern der Arbeiter nicht eine Bescheinigung des 'letzten Arbeitgebers darüber beibringt, daß er die Arbeit mit Zustimmung des Arbeitgebers aufgegeben hat. Weigert sich der Arbeitgeber dem Arbeiter auf Antrag die entsprechende Be­ scheinigung aufzustellen, so steht dem Arbeiter die Beschwerde an den erwähnten Ausschuß offen. : 1 i Maises Karl tnw Oesterreich au feine Bölkqr. " ' ! Eine Extra-Ausgabe der "KaiserlichenWiener Zeitung veröffentlicht im amtlichen Teile folgendes: Seine k. und. k. Apostolische Majestät ha­ ben das nachstehende Allerhöchste Handschrei­ ben Allergnädigst zu erlassen geruht: Lieber Dr. von Kverber! Ich habe die Regierung am heutigen Tage übernormnen und bestätige Sie und die übrigen Mitglieder dchs österreichischen Ministeriums" in ihren Stel­ lungen. Zugleich beauftrage Ich Sie, die beigeschlossene Proklamation an Meine Völker zu verlautbaren. Wien, am 21. November 1916. Karl m. t. I , Loerber m. t. An Meine Völker! Tief bewegt und er­ schüttert stehe Ich und Mein Haus, stehen Meine teueren Völker an der Bahre des edlen Herrschers, deffen Händen durch nahezu sie­ ben Jahrzehnten die Geschicke der Monarchie anverttaut waren. Durch die Gnade des Allmächtigen, die Ihn in frühen Jünglingsjahren aus denTron berufen hatte, war Ihm auch die Kraft ver­ liehen, unbeirrt und ungebrochen durch schwer­ stes Menschenleid bis ins hohe Greisenalter mir den Pflichten zu leben, die Sein hehres Herrscheramt und die heiße Liebe zu SeinenVölkern Ihm vorschrieben. " Seine Weisheit, Einsicht und väterliche Fürsorge haben die dauernden Grundlagen friedlichen Zusammenlebens u. freier Entwick­ lung geschaffen und aus schweren Wirren und Gefahren, durch böse und durch gute Tage Oesterpeich-Ungarn durch eine lange und ge­ segnete Zeit des Friedens auf die Höhe der Milcht geführt, auf der es heute im Verein mit treuen Verbündeten ben Kampf gegen Feinde ringsherum besteht. Sein Werk gilt es fortzusetzen und zu vollenden. In stur,mbewegter Zeit besteige Ich best ehrwürdigen Thron Meiner Vorfahren, ben Mein Erlauchter Ohm Mir in unvermindertem Glanze hinterläßt. &gt; Noch ist das Ziel nicht erreicht, noch, ist der Wahn der Feinde nicht gebrochen, die meinen, In fortgesetztem Ansturm Meine Mo­ narchie und ihre Verbündeten niederringen, ja zerttümmern zu sönnen. Ich weiß Mich eins mit Meinen Völkern in dem unbeugsamen Entschluß, den Kampf durchzukämpsen, bis der Friede errungen ist, der den Bestand Meiner Monarchie sichert und die festen Grundlagen ihrer ungestörten 'Ent­ wicklung verbürgt. In stolzer Zuversicht ver­ traue Ich darauf, daß Meine heldenmütige Wehrmacht, gestützt auf die aufopfernde Va­ terlandsliebe Meiner Völker und in treuer Waffenbrüderschaft mit den verbündeten Hee­ ren auch weiterhin alle Angriffe der Feinde mit Gottes gnädigem Beistand abwehren und den siegreichen Abschluß des Krieges herbei­ führen wird. ( I . II Ebenso unerschütterlich ist Mein Ver­ trauen ,daß Meine Monarchie, deren Macht­ stellung in der altverbrieften, in Not und Ge­ fahr neubesiegelten untrennbaren Schicksalsgvmeinschast ihrer beiden Staaten wurzelt, nach innen und nach außen gestählt und gekräftigt aus dem Krieg hervorgehen wird; daß Meine Völker, die sich getragen von dem Gedanken der Zusammengehörigkeit und von tiefer Va­ terlandsliebe heute mit opferfreudiger Ent­ schlossenheit zur Abwehr der äußeren Feinde vereinen, auch zum Werke der friedliche Er­ neuerung und Verjüngung zusammenwirken werden, um die beiden Staaten der Monarchie mit dem angegliederten Lande Bosnien und Herzegowina einer Zeit der inneren Blüte, des Aufschwunges und der Erstarkung zuzuführen. Indem Ich des Himmels Gnade und Segen auf Mich und mein Haus, wie auf Meine geliebten Völker herabflehe, gelobe Ich vor dem Allmächtigen das Gut, das Meine Ah­ nen Mir hinterlassen Haben, getreulich zu ver­ walten. Ich will alles tun, um die Schrecknisse und Opfer des Krieges in ehester Frist zu Bannen, die schwervermihten Segnungen des Friedens Meinen Völkern zurückzugewinnen, sobald es die Ehre.unserer Waffen, die Le­ bensbedingungen meiner Staate« und ihrer treuen Verbündeten und der Trotz unserer Feinde gestatten werden. Meinen Völkern will Ich ein gerechter und liebevoller Fürst sein. Ich will ihre ver­ fassungsmäßigen Freiheiten und sonstigen Ge­ rechtsame hochhalten und die Rechtsgleichheit für cklle sorgsam hüten. 'Mein unabläßllches Bemühen wird es sein, das sittliche und gei­ stige Wohl Meiner Völker zu'fördern, Freiheit und Ordnung in Meine« Staaten zu beschir­ men, allen erwerbstätigen Gliedern der Ge­ sellschaft die Früchte redlicher Arbeit zu si­ chern. r Als kostbares Erbe Meines Vorfahren übernehme Ich die Anhänglichkeit und das in­ nige Vertrauen, das Volk und Krone umfließt. Dieses Vermächtnis soll Mir die Kraft ver­ leihen, den Pflichten Meines höhlen und schw«? reu Herrscheramtes gerecht zu werden. Durchdrungen von dem Glauben an die unvernichtbare Lebenskraft Oesterreich-Ungarns beseelt von irriger Liebe zu Meinen Völkern will Ich Mein Leben und Meine ganze Kraft in den Dienst dieser hohen Aufgabe stellest. Karl m. p. ' i Kverber m. p. 1</p>
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          <p>Das Königreich Polen. Die Rekrutierung in Polen. Königsberg, 23. Nov. Der Mittwoch war der erste Werbetag für den Eintritt in das polnische Heer. Nach den polnischen Blät­ tern sind zahlreiche Anmeldungen aus den verschiedensten Schichten des .Volkes eingelau­ fen. Es werden zahlreiche Meldejöüros errich­ tet werden, worin Angehörige der polnischchl Legion Auskunft erteilen. (Z.) ,</p>
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          <p>&amp; '450 gegen 38 Stimmen die Vorlage betreffend di« Zähilung des Jahrganges 1918 angenom­ men.</p>
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          <p>Gegen Rumänien. Tie MmÄttische« Truppen iw Mttale gefäW»et. Ans Basel wird gemeldet: Nach Mailänder Blättermeldungen von der rumänischenGrenze sind die im Jiu-Tale zurückgedrängten rumä­ nischen Truppen zumteil gegen Slatina zu­ rückgegangen. Die Lage der Rumänen im Alttale g estaltet sich infolge des Vormarsches deutscher Kolonnen von Craiova gegen "den Abschnitt von Slatina ebenfalls sehr kritisch, da die bei Ramnicu stehenden rumänischen Stveitkräfte einer Rückengefährdung durch den Feind ausgesetzt sind. Tnjrn- Severin geräumt? Aus Basel wird berichtet: Die Odessaer -Zeitung "Nowosti" meldet von der rumäni­ schen Grenze, daß Turn-Severin geräumt wor­ den ist. Ebenfalls wurde Giorgio an der Do­ nau vorübergehend geräumt, da es in der letz­ ten Zeit von der Rustschucker Seite aus schwer beschossen worden ist. Rußland lehiut die Verantwortung ab. Nach, Schweizer Blättermeldungen aus Madrid berichtet der Corriere della Sera aus Petersburg, daß der Feind jetzt nahezu hundert Kilometer in der rumänischen Walachei stehe Rußland müsse die Verantwortung für das Nichteintreffen seiner Verstärkungen in Ru­ mänien ablehnen, wenn die Vorbedingung, die Haltung der Grenzpässe durch Rumänien, nicht erfüllt werde. ■</p>
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          <p>Am Balkan. Was die Entente in tSIriedjettloti!» 1 verlangt. Corriere della Sera zufolge verlangte Ad­ miral Fournet von der Regierung die Auslieferjung von 72 Feldgeschützen, 64 Gebirgsgeschützen, 40 000 Gewehren, 50 Lastautomo­ bilen zu militärischen Zwecken und 100 000 Ge­ schossen. &lt;Z.) ■ , Die Lage in Griechenland. Corriere della Sera meldet aus Athen unterm 21. ds.: Die Lage ist plötzlich ernst geworden, ob­ gleich die äußerliche Ruhe fortdauert und man den deutschen Gesandten in Athen ruhig und allein spazieren gehen sieht., Erene steigende Gährung macht sich unter den königstreuen Ofsizieren bemerkbar, von denen ein Teil zum Widerstand entschlossen sei, auch in dem Falle, daß König Konstantin nochgibt. Die Truppen sind in den Kasernen konsigniert. Zahlreiche Patrouillen von griechischen Land- und See­ soldaten durchstreifen die Stadt. Man spricht vom nahe bevorstehenden Rücktritt der Re­ gierung, jedoch ist die Ansicht vorherrschend, daß die Krone und die Regierung, obgleich sie den Anschein des Widerstandes bewahren will, den kategorischen Forderungen des Ad­ mirals Fournet nachgeben wird. Die Venizelisten sind sehr zufrieden mit dem Gang der Ereignisse und sehen voraus, daß die venizelistische Regierung nun auch bald im alten Griechenland herrschen wird.</p>
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          <p>Der Krieg mit England. Tie Fudschi vor unsere« U-Boote«. Daily Mail schreibt: Es wird sich, wenn die Frage des deutschen Streifzuges im Kanal während der Frage-zeit im Parlament zur Sprache kommt, auch empfehlen, zu fragen, wie es eigentlich mit der Freiheit in der englischen Schifstchrtsverbindumg nach Holland steht. Kleine deutsche Torpedoboote aus Zeebrügge haben seit dem 23. Jmni nicht weniger als 12 Dampfer angehalten. Es sei infolge­ dessen die Frage berechtigt, wer eigentlich die Nordsee beherrscht. Te/r Raub geht weiter. " Der N.Rotterdamsche Courant meldet aus London: Mc. Kenn« teilte im englischen Unterhause unter allgemeinem Beifall mit, daß Schritte getan seien, um das Gebäude der Deutschen Bank in London zu verkaufen und daß binnen Kurzem mit bete Dresdener Bank und der Diskontogesellschaftt dasselbe gescha­ hen werde. 'Eine englische Fpemwenlegio«. Nach der Wochenschrift Spectator besteht der Plan, eine englische Ftremdenlegion nach dem Muster bet französischen zu bilden, in die Portugiesen, Cyprian er, Levantiner und vor allem Holländer und Skandinavier einge­ stellt werden sollen.</p>
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          <p>Der Krieg zur See. ^-.Deutschland" auf der Heimfahirt. New Yo rk, 21. Nov. Die "Deutschland" passierte Rhode Island um 4 Uhr 18 Min. nachmittags in territorialen Gewässern mit östlichem Kurs. Man erwartet nicht, daß sie tauchen wird, ehe sie Point Judith passiert. Versenkt. Reuter meldet, daß der Dampfer "Alice^ (822 Tonnen) aus Rouen am 20. ds. von einem deutschen Unterseeboot mittels Bomben ver­ senkt wurde. I Lloyds meldet, daß der Dampfer Ten6ergen auf der Fahrt von Buenos Aires nach Rotterdam bei Brest gestrandet ist. Die Be­ satzung wurde gelandet. Ein japanisches Unterseeboot gesunken. Ein japanisches Unterseeboot explodierte im japanischen Meer. Die Besatzung wurde von einem Kreuzer an Bord genommen, da­ runter zwei Dote und 16 Verwundete. !</p>
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          <p>blatt Poesie für Geflügel festgesetzt, die &lt;*n Beispiel für die ungleichen Preisverhältnisse im Reiche bieten. So kostet bort eine Taube 50 Pfg., ein Huhn 2.20 b-is 2.80, Mark, ein halbDWger Hahn 80 Pfg. bis 1.60 Mark, Enten und Gänse (Lebensgewicht) das Pfund 1.50 Mark. Vergleicht man damit die gegen» wävjtig übertrieben hohen Preise, die an an­ deren Orten für Geflügel gefordert werden, so liegt Wohl die Frgge nahe, ob nicht den Prreistteibereien endlich ein Ende bereitet werden kann.</p>
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          <p>Jhne glaube, daß Sie hier fremd sind, sonscht hätte Sie mich net Dorfhexe genannt. Das wagt hier niemand, mir ins Gesicht zu sage. Möge sie es a hinter meine Rücke tun. Ich bin keine Hexe — rch kenn nur die Natur und ihre Kräfte und weiß sie auszunutze. Das verstehe die dumme Mensche net. — Was wolle Sie nu bei der alte Here hek" Die Augen der Alten gingen musternd über Roses Gestalt. "Fürnehm schaue Sie aus und jung und hübsch — aber i hob Sie mein Lebtag net gesehe." "Ich möchte Sie tmt eine Auskunft bitten," erwiderte Rose, die es wohl fühlte, daß sie auf die Alte Eindruck gemacht hatte. "Auskunft? Worüber? Soll i Ihne Zukunft prophezeie oder sage, ob Ihne Liebschte treu isch?" &lt;• "Nein, o nein," wehrte Rose errötend, es 'ist etwas anderes, aber — darf ich nicht ein wenig eintreten?" "Hm," räusperte sich die Alte und musterte Rose mißtrauisch von oben bis unten. ,'Wep sind Sie denn eigentlich?" Rose mußte über die Vorsicht der alten Frau lachen. "Ich heiße Rose, Frau Rose, und bin hier­ her gekommen, um Mir von Ihnen alte Sagen und Märchen erzählen zu -assen. Man sagte Tagegelder und Reisekosten der Mitglieder des Landratsausschusies 800 Mark. Für Geschästsbedürfnisse des Landrats 1800 Mart. &lt; Zuschuß zur Förderung der gemeindlichen und genossenschaftlichen Boden'kulturjunternehimungen im allgemeinen 10 000 Mark. Zuschuß an die. Jsarmoosentwässerungsgenossenschaft B 2000 Mark. Zuschuß an die Jsarmoosentwässerungsgenossenschast C für 1916 wurde der dritte und letzte Teilbetrag mit 5000 Mark bezahlt. Hiervon wird Kenntnis genommen. Zuschuß an die Jsarmoosentwässerungsgenossenfchaft D 5000 Mark. Zuschuß an die Genossenschaft zur 'Ent­ wässerung des Jsarmooses zwischen Gündlko­ fen und Altdorf 1500 Mark. Zuschuß an die Genossenschaft zur Ent­ wässerung des Jsarmooses zwischen Pilsting und Ganacker 1675 Mark. Für den kulturtechnischen Dienst: Zuschuß der Kreisgemeinde an den Staat zu den persön­ lichen und sächlichen Ausgaben für den kulturtechnischen Dienst (ein Viertel derGtzsamtkosten) 20 807 Mark. Für Kulturvorarbeiter 20 000 Mark. Stipendien zum Besuche der K. Kulturbauschule in Pfarrkirchen 500 Mark. ' ! ( 2. Ausschuß. Jahresbericht der K. Kreistaubstummen­ anstalt Straubing wurde zur Kenntnis genom­ men und mit Befriedigung konstatiert, daß I der Leiter derselben mit Erfolg Kurse für I Kriegsbeschädigte leitete. Der 50 Jahre in der 1 Anstalt tätigen Oberin werden zu ihrem Ju| biläum Dank und Anerkennung des Landrates für ihre Dienstleistungen ausgesprochen. Die Rechnung dieser Anstalt wird zur Kenntnis genommen, ebenso die Rechnung der Grjäsl. von Dörnbergschen Stiftung zur K. Kreistaubstummenanstalt Sttaubing. Dev Voranschlag der K. Kreistaubstum­ menanstalt Sttanbiyg, der mit 180 852.71 Mk. bilanziert, wurde ohne Erinnerung belassen. Der Untevhaltsbeittag für die Taubstum­ menlehrerstochter Elise Wagner in Straubing wurde in Anbettacht der Verhältnisse auf die volle Höhe mit 222.12 Mark festgesetzt und mit Rücksicht auf die Würdigkeit auf 300 Mark er­ höht. ' r 1 Der Zuschuß, für die Taubstummenanstalt Michelfeld, in dev 47 Zöglinge aus Nieder­ bachern sich befinden, wurde mit 100 Mark genehmigt. Dem Gesuch des Direktors der K. Kreis­ taubstummenanstalt Sttaubing atm Gehaltsre­ gulierung wurde insofern stattgegeben, als die pensionsberechtigte Fnnttionszulage von 360 auf 500 Mark erhöht wurde. Ein Anttag auf Einreihung in Klasse 9 der Beamtengehaltsordnnng wurde abgelehnt. stert ihr Geschick. —Kommen Sie näher, Frau Rose." 1 ! i &gt; Sie wandte sich und Humpelte schwerfäl­ lig bis zu einer, niedrigen Tür, die sie öff­ nete und dann eintrat. Rose ,die gefolgt war, blieb unwillkürlich aus der Schwelle stehen. Es war ein Niedriges Gemach, mit aller­ hand altmodischem Kvam gefüllt. Auf lan­ gen Gesimsen an der Wand standen seltsam geformte Gesäße, Urnen, ausgestopfte Vögel und dazwischen unzählige Flaschen undFläschchen, deren geheimnisvoller Inhalt durch weiße ausgeklebte Papierstteisen gekennzeichnet schien. .Ueber dem allen lag eine schwere, mit ftemdartigdn Gerüchen geschwängerte Luft. Ein leises Gruseln befiel sie, un ceitt we­ nig zögernd und unschlüssig setzte sie sich auf den hölzernen Stuhl, den die Alte zuvor mit ihrer Kattunschürze abgewischt hatte. _ Das Mütterchen blieb vor ihr flehen und sah sie unverwandt an. Dabei bewegte sie ihren zahnlosen Mund wie kauend. • sr-: mir, daß Sie viele Geschichten von den Burgen und Ruinen des Odenwaldes wüßten." "Und ob ich die weiß?" erwiderte die Mte mit Stolz. "Hab' viel erlebt in den lange, lange Jahre — hundert werde es bald sein — viel Leid, viel Kummer, Unglück und Unsege — so, so —sie nickte und schien sich in Erinnerungen zu verlieren. Rose weckte sie daraus, indem sie sich laut räusperte; sie sing an, ungeduldig zu werden. Eine Weile schien die Alte noch zu über­ legen, dann trat sie vom Fenster zurück unbschloß es. Wieder wartete Rose eine geraume Zeit und hatte die Hoffnung, eingelassen zu wer­ den, beinahe schon ausgegeben, als die Tür I ausging. Jetzt sah sie zum erstenmale die i ganze Figur des alten Mütterchens. Es war I ein kleines Persönchen mit gekrümmtelm Rücken I das sich aus zwei Holzkrücken stützte. Ein a tiefes Mitleid ergriff sie und einem Impulse 1 folgend, streckte sie ihr die Hand entgegen. I &gt; Tie Alte nahm die Hand und betrachtete s sie aufmerksam. 1 "Wiee fein - wie zart und doch kräfI ttg! Tie setzt ihren Willen durch und meU 8</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Volkszählung am 1. Tezembech 1916. Mit Rücksichtnahme auf die am 1. Dezember 1916 stattfindende allgemeine Volkszählung ist da­ raus Bedacht zu nehmen, daß, Veranstaltungen, die den Stand der Bevölkerung wesentlich ver­ schieben können, zu diesem Zeitpunkt unter? bleiben.« Die Staatsministerien des K. Hauses und des Aeußern und des Innern haben daher angeotdüet, daß die in die Zeit vom 30. Nov. dis 2.- Dezember 1916 fallenden Messen und Märkte Hu verlegen find. Die erfolgte Ver­ legung ist umgehend dem K. Statistischen Lan­ desami anzuzeigen. Beschlagnahme der Kartoffel. Da in ver­ schiedenen Bezirken Unterfrankens immer noch mit der Anlieferung der Kartoffeln gezögert wird, muß in den nächsten Dagen mit der gesetzlichen Beschlagnahme derstlben begonnen werden. In diesem Falle erhalten die betref­ fenden Kartoffelexzeuger nur 2.50 Mark für den Zentner. Die Not in den gpotzen Städten und in den Jndustriebezirken erfordert diese Maßnahme. &gt;</p>
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          <p>Allerlei. Delr Mörder Rocker verhaftet. Wie aus Stuttgart gemeldeit wird, ist der wegen Mor­ des an der- Rechnungsbeamtensehefrau Klara Debolt in Btünchen verfolgte und bisher flüch­ tige Infanterist Anton Nocker von München gestern in Stuttgart durch die Kriminalpolizei ermittelt und festgenommen worden. Nocker hat sich in Stuttgart unter falschem Namen aufgehalten. : Die "Schwarze Hand" gegen Caruso.Newhork Herald berichtet, daß die "SchwarzeHand" von Caruso die Zahlung von 10 000 Dollar verlangte. Caruso hat jedoch die Zahlung ver­ weigert und gegen die "Schwarze Hand" Klage erhoben.</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. Plattling, 22. Nov. (Jagdunglück.) Als sich der Bauerssohn Salzberger von Schmi- 8 darf auf dem Heimwege befand, krachte plötz­ lich ein Schuß und Salzberger sank schwer verletzt zu Boden. Er wurde ins Kranken­ haus nach Eichendorf verbracht. Den Schluß gab der Jäger, und Besenbinder Willenecker bon Kvöhstorf ab. ' 1 Eging, 21. Nov. (100 Jahre alt.) Am 2. Dezember l. I. feiert die Austtäglerin Anna Söldner von Schmierreut zum 101. Male ihren Geburtstag. Das alte Mütterlein hegt nur noch zwei Wünsche: es möchte noch erleben das Ende des Krieges und damit die Rückkehr ihres Enkels, der bereits das Eiserne Kreuz und das Verdienstkreuz mit Krone besitzt — un, h einen Eisenbahnzug möchte es noch sehen und darauf fahren, wozu es bisher im ganzen Leben noch nicht gekommen ist. Passau, 23. Nov. (Kindsmörderin.) Die Fabstikarbeitersftau "Katharina Donaubauer im nahen Erlau hat heimlich entbunden, dasKind, einen Knaben getötet, und die Leiche vergra­ ben. Ihr Mann befindet sich feit der Mo­ bilmachung im Felde. Wegfcheid, 23. Nov. (Aufgegriffene Rus­ sen.) Jäger und Gendarmen born nahen Ort Obeükappel entdeckten in der Dvnauleite zwei kuiegsgefangene Russen, die sich geäohleneEier kochten. Die Ausreißer, die bereits seit ein­ einhalb Monaten auf der Wanderschaft und aus Josefsstadt (Oesterreich l entwichen sind, ließen sich ohne jede Gegenwehr' festnehmen.</p>
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          <p>Dienstesnachrichten. Rentämter. Vom 1. Dezember an wurde der im Heeresdienste stehende nichtetatsm.Rentamtsassistent Josef Lorenz, früher in Simbach, zum Rentamtsofsizianten bei deM Rentamte Si'mbach in etatsm. Eigenschaft ernannt. FMtverwaltung. Vom 1. Dezember an wurden aus ihr Ansuchen in gleicher Dienstes| eigenschast in etatsm. Weise versetzt die Forst| meister Christian Schneider von Schwarzach $ auf d as Forstamt Passau-Rvrd undKvivlSchnizlein von Griesbach nach Ebern; zum Forstmei­ ster in etatsm. Weise befördert Der Forstamtsaffeffor Linus Englert von Effelter in Gries­ bach. Zu verleihen der Titel u. Rang eines K. Forstrates dem Forstmeister Karl Grade! beim Forstamte Seestetten; den Titel eines'K. Rediersörsters dem Förster Ludw. Ring in Teugn, Forstamts Kelheim-Süd.</p>
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          <p>Kurier für vriederbatzer». gibt die Summe in 5 Jahresraten zu je 3000 Mark, von denen die erste im heurigen Etat eingestellt wurde. Der Bedarf^des Landarmenverbandes Niederbahern wurde mit 485 000 Mark genehmigt. &amp; Die Transferierung von Restkrediten zu : Uferschutzbauten aus Kreissonds für 1915 auf das Jahr 1916 wird genehmigt. Einen freiwilligen Kreisson.dszuschuß für einen Brückenbau erbat die Gemreinde Lberpöring für eine Jsarbrücke, bi« ihr 92000 '' Mark Kosten verursacht. Die Gemeinde hat ! bereits für den Zweck 33 000 Mark vom Staat, I 10 000 Mark vom Kreis und 20(00 Mark vom t Distrikt erhalten. Nunmehr soll «ruf Anregung I des Ministeriums nochmals ein .Zuschuß gegeI 'Ben werden und zwar soll der Staat 10 000 | Mark, der Kreis 6000 Mark unid der Distrikk i 1000 Mark geben. In der Debatte wird zum Ausdrucke gebracht, daß das Geisuch verspätet eingebracht wurde und zudem es; nicht angän­ gig sei, Gemeinden, welche berqiits einen Zu­ schuß erhalten haben, neuerdings zu beden; len, was nur zum Schaden amderer, welche neue Bauten ausführten, geschehein könnte. Das Gesuch wird abgelehut, ebenso ein Antrag Obermeier, den Betrag von 3000) Mark zu ge­ ben. ' r Nächste Sitzung: morgen Freeitag, vormit­ tags 9 Uhr. Ein Gesuch des Taubstummenlchreres Otto -Huber um Vorrückung des Zeitpunktes seiner Beförderung zum Taubstummenlehrer wird nicht genehmigt. Die Beförderung der Verweser Thomas Oberauer und Johann Schlemmer der Kreis­ taubstummenanstalt zu Lehrern wird genehmigt. 'Ein Gesuch des Landesverbandes für das Wohl hilfsbedürtiger Taubstummen inBahern um Zuschuß wird genehmigt und 100 Mark bewilligt. Von dem Sonderheft "Krieg und Heimat" des bayerischen Landespereins für Heimatschutz wird mit Befriedigung Kenntnis genommen. Ein Gesuch des Münchner Jugendheims um Zuschuß wird abgelehut. Ein Gesuch des Verbandes der falls. männ­ lichen Jugendveretne Süddeutschlands um Zu-' schuß wird genehmigt, da ,es "sich um Vereine allgemeinen Wirkens handelt und '*TT)Ö Mark aus der Kreisreserve zur Verfügung gestellt. 3. Ausschuß. Der Betriebsvoranschlag der Heil- und Pflegeanstalt Deggendorf einschl. der Bauunterhaltungsofften für 1917 schließt bei 491 457 Mark 85 Pfg. Einnahmen und 657 477.85 Mk. Ausgaben mit 166 000 Mark Mehrausgaben, die vom Kreise bestreiten sind, ab. Trotz der Erhöhung des Verpflegssatzes von 1.30 auf 1,80 Mark für Pfleglinge 3. Klasse ist für das Jahr 1916 mit einem Fehlbetrag von 86 000 Mark zu rechnen infolge der schwieri­ gen Verpflegsverhältnisse. Der Bedarfsvoranschlag für den Oekonomiebetrieb der Heil- und Pflegeanstalt Mainkofen für 1917 schließt bei 85 568 Mark Ein­ nahmen und 69 868 Mark Ausgaben mit einem Aktivrest von 13 700 Mark ab. Dbr Betriebsvoranschlag der Heil- und Pflegeanstalt Mainkosen einschl. der Bauun­ terhaltungskosten läßt bei 286 620.86 Mark Einnahmen und 365 620.86 Mark Ausgaben eine Mehrausgabe von 79 000 Mark ersehen. Genehmigt wurden ferner: Der Bedarf für Verzinsung und Tilgung des zum Neubau eines Pavillons für unruhige männliche Kranke in der Heil- und Pflegean­ stalt Deggendorf in den Jahren 1901 und 1902 aufgenommenen Anlehens von 148000 Mark mit 20 450 MaA Der Bedarf für Verzinsung und Tilgung des zum Neubau eines Pavillons für unruhige weibliche Kranke in der Heil- und Pflegeanstalt Deggendorf in den Jahren 1904 und 1905 aufgenommenen Anlehens von 154 000 Mark mit 12 000 Mark. Ter^ Bedarf für Verzinsung und Tilgung des für ErrichtuUg der Heil- und Pflegeanstalt Marnkofen in den Jahnen 1908—1913 aufge­ nommenen Iprozentigen Kreisanlehens zu 2 840 000 Mark mit 142 000 Mark. Für die Errichtung der Heil- und Pflege­ anstalt Mainkofen: Bedarf für die 42. und 43. Halbjahrszählung zu je 900 Mark an die Bayers Hypotheken- und Wechselbank aus ur­ sprünglich 40000 Mark Hypothekkapital mit 1800 Mars. , Für Ufer- und Hochwasserschutz an öffent­ lichen Flüssen und zwar für Unterhaltung der bestehenden Bauten 23 240 Mark si. V. 20 330 Mark),, für Verzinsung und Tilgung der in den Jahren 1911 und 1913 aufgenommenen An- i lehen mit 25 000 Mark und eine Kreisfonds- I Wasserbaureserve mit 4000 Mark (i. V. 5270 j Mark). _ $ Zur Erhöhung und Verstärkung des Hoch- | Wasserdammes der Stadtgemeinde Neustadt r. 1 der Donau 2000 Mark. f Zur Neuherstellung eines Hochwasserdam- { mes für die oberbayerische Gemeinde Pförring i und die niederbaherischen Gemeinden Mar- | «hing und Irnsing lirtks der Donau 3000 Mk. 1 Zur Neuherstellung von Sommer-Hoch- } wasserdämmen links der Donau zum Schutz der Gemeindeflur Hienheim 3000 Mark. Diese An- läge ist notwendig, um eine öfters im Jahre wiederkehrende Ueberschwemmung von 371 Tag- : Werk Grund an der Donau bei Hienheim bei s gewöhnlichen Hochwassern zu verhindern. Die Anlage kostet 85 800 Mark, zu welcher Summe der Kreis 15 000 Mark und die Gemeinde Hien­ heim 5700 Mark zu leisten haben. Ter Kreis festgestellt. Dieser soll in der Form geliefert werden, daß für die eine Seite in Landgut und für die andere Seite in der Nähe von Deggendorf in zwei großen Transformatoren­ anlagen je 9 Millionen Kilowattstunden gelie­ fert werden, nach Landshut vom Walchenseeipchtwerk und nach Deggendorf von einer Was­ serkraftanlage an der unteren Isar, die für ein großes industrielles Unternehmen geplant ist. Ob dieses große Unternehmen in abseh­ barer Zeit durchgeführt werden kann, ist heute noch nicht zu entscheiden, da auch! hier der Krieg große Schwierigkeiten in den Weg gelegt habe. Tis untelve Isar soll von Landshut a!d bis znst Einmündung in die Tonan z« eineir großen Kraftquelle Umgewandelt wer­ den. die für industrielle Zwecke Verwendung findet und zugleich den Strom für das Unter­ nehmen liefern soll. IU Riederbahern wird eine eigene Kraft­ station vorerst nicht in Anssicht zu nehme« fei«. Eine sehr wichtige Frage ist die Form des Unternehmens. Die Kreisgemeinde kann es ablehnen, sich mit der Sache überhaupt zu befassen und sie dem privaten Unternehmen überlassen, oder sie kann sich bei einem ge­ mischten Unternehmen beteiligen oder auch sich abwartend die spätere Beteiligung sichern. Eine sofortige Beteiligung ist nicht anzuraten, da vorerst ein Gewinn nicht zu erwarten ist. Bei dem letzteren Wage sei eine finanzielle Beteiligung nicht möglich. Der Kreis hübe sich nur das Optionsrecht aus 7 Jahve zu sichern und dafür vielleicht die Verzinsung und Tilgung eines Teils *be» Anlagekapitals sicher zu stellen. Dadurch fei auch der Ge­ sellschaft der Weg gegeben, das Geld billiger aufzunehmen. Nach den bisherigen Untersu­ chungen kann auch jetzt der Vorschlag gemacht werden, daß die Kreisgemeinde zunächst ein Risiko nicht übernehmen soll, sondern daß der Unternehmer das gesamte Risiko tragen und das ganze Unternehmen als privates durchfüh­ ren soll. In Niederbahern sind zurzeit rund 245 000 Einwohner mit elektrischer Kraft ver­ sorgt, während rund 480 000 Einwohner ohne eine solche sind. In Niederbayern befinden sich zurzeit 115 Elektrizitätswerke, darunter 28 kleine Ueber* landzentralen, also eine sehr große Schwierig­ keit für die Durchführung des Unternehmens. Auf der einen Seite greifen ja diese kleine« Ueberlandwerke in das Versorgungsgebiet hin­ ein .sie erschweren die Ausführung des Netzes, auf der anderen Seite aber muß erst noch ein Weg gefunden werden, hier einen Ausgleich zu schaffen. Diese kleinen Werke sind an das groß« Ueberlandwerk nicht angeschlossen. Der Un­ ternehmer wurde verpflichtet, diese Weinen Ueberlandwerke zu berücksichtigen. Gr hat das Projekt nur mit Gemeinden zu bearbeiten, welche noch unversorgt sind. Eine Schädigung der bestehenden Ueberlandwerke muß ausge­ schlossen sein. Es steht jedem frei sich zu äu­ ßern, was er noch an sein Werk anschließen will. Es bleibt ihnen auch überlassen mit dem großen Ueberlandwerke selbst Verhandlun­ gen durchzuführen, ob sie den Strom später von der Zentrale beziehen oder ihre Kraft­ werke erweitern wollen. Die Entwicklung wird allerdings dahin führen, daß die kleinen Ueberlandwerke dem großen Ueberlandwerke nicht stand halten können. Es wird den klei­ nen Werken nicht möglich sein den Strom so -zu erzeugen, wie es notwendig ist, Wenn das große Unternehmen einmal durchgeführt ist. Es wird sich jeder Werkbesitzer die Frage vorzu­ legen haben, ob er nicht sein Werk stillegen und die Kraft von der Ueberlandzentrale be­ ziehen will. (Fortsetzung folgt.) Die Versorgung MedLrbayeruS mit ElettriMt. Ein 21 Millionen-Pvoijckt. (Fortsetzung.) Ter Unterschied, zwischen garantielosen und garantierten Gemeinden muß ausgeschaltet werden. " Es darf bei keiner Orrtschaft unter­ schieden werden, ob sie günstig &lt;an einer Lei­ tung oder ob sie fernab liege. Dazu ist es not­ wendig, daß alle Konsumenten die gleichen Bedingungen anzuerkennen habem. Es muß ferner versucht werden, die Aus­ gaben mit 21 Millionen etwas zu reduzieren dadurch, daß die Kreisgemeinde ihren Kredit zur Verfügung stellt für die Aufnahme des Geldes. Es werden in dieser Hinsicht mit der Kreisgemeinde Verhandlungen durchgeführt werden, wie dies in Unterfrankem geschehen ist Dadurch wird die Verzinsung un.d Tilgung des Anlagekapitals verringert und tdamit auch ds Tefizit. Was schließlich noch ails Fehlbetrag bleibt, muß einer weiteren Untersuchung vor­ behalten Bleiben. Dieser läßt sich noch dadurch verringern, daß solche Gemeindem, welche ganz ungünstig liegen und im Verhäiltnis zu dem Strvmbedars ein vielfaches der Anlagekosten verursachen, aus eine spätere Zei:t zurückgestellt werden. Vielleicht ist; es auch möglich, daß die Gemeinden einmalige BarzuschÄsse zu den Ortsnetzkosten geben oder besondere Garantien übernahmen. Die Staatsregiermng will, daß! der Strombedars der Gemeindem und die ein­ maligen Kosten genau festgestellt werden, da­ mit jede Gemeinde auch weiß, welche Lasten und Pflichten sie einzugehen hwt. Eine Entscheidung, ob das Werk überhaupt ausführbar ist, wird erst möglich, wenn die bestimmte Zahl der Kraftabnehiner iw ganzen Kreise festgestellt ist. Grundsätzlich kann er­ klärt werden, daß das Unternehtmen durchführ­ bar ist, daß allerdings große Schwierigkeiten noch zu überwinden sind und di« Anlagekosten auf 16—20 Millionen Mark zu. schätzen sind. Wenn jede Gemeinde versorgt wird, ist die Sache unter 20 Millionen überhaupt nicht zu machen. Von der Errichtung eigener Kraftwerke in Niederbayern soll vorerst Umgang genommen werden, da die Kraft von dem Walchenseekraftwerk geliefert werden soll, von welchem auch di« Leitung aus­ gehen wird.</p>
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          <p>—* Das Eiserne Krenz wurde dem Infanteristen im 16. Infanterie-Regiment Jak. Rambold, Schriftsetzer' von Berg o. L., verTidfjen. ' &lt; ' —* Auszeichnung. Der in Landshüt durch Hire Gastsdiele bekannten Berliner Künst­ lerin und Schriftstellerin Lucie Bierna in Mün­ chen, wurde in Anerkennung ihrer humanitä­ ren Bestrebungen und Verdienste bie Ehren­ medaille vom österreichischen Roten Kreuz ver­ liehen. —* 'Müszeichnungen niederbaher. Lehrer. Den im Felde stehenden Lehrern Niededbaherns wurden, soweit bekannt, 139 Auszeichnungen verliehen und zwar 1 Eisernes Kreuz 1. Kl., 1 Goldene Militarverdienstmedaille, 2 silberne Mbitärverdienstmedaillen, 18 Militärverdienstorden 4. Klasse, 90 Eiserne Kreuze 2. Kl. und 27 Militärverdienstkreuze. —• Den Heldentod für das Vater­ land starb der Hauptmann und Bataillons­ führer, Herr k. Regierungsrat und Bezirksamt­ mann in Kelheim Narziß, der von seiner Tä­ tigkeit an der k. Regierung hier noch wohl­ bekannt ist. — Außerdem fiel der Soldat Joh. Marxbauer von Hagrain und der Infanterist Karl Schmidmeier, Sohn des Gastwirts Herrn Schmidmeier "zum Waxzelsperger" hier. —* Ein Transportzug brachte gestern 156 verwundete Krieger aus dem Süden hier­ her ,die von der freßw. Sanitätskolonne in die hiesigen Lazarette verbracht wurden. —* Rindfleisch M herabgesetzten Prei­ sen wird bis auf weiteres jeden Mittwoch und Samstag von nachmittags halb 2 Uhr an in dev stöbt. Volksküche im Hl. Geistspital abge­ geben. —* Die Leiche eines gestern verstorbenen Kindes wurde im Leichenhause auf erfolgte An­ zeige hin von der Staatsanwaltschaft beschlag­ nahmt, Die heute erfolgende Obduktion muß erst ergeben, ob die Anzeige Berechtigung hüt. —* Verschwunden ist aus einem hie­ sigen Gasthvfe vor einigen Tagen ein Herr, der sich als Ingenieur ausgab, mit drei Da­ men unter Hinterlassung einer Zech schuld von 243,72 Mavk. —* Ein Fahrrad wurde gestern aus dem Vorplatze einer Gastwirtschaft des Ostviertels unserer Stadt gestohlen. DerDäter ist noch nicht ermittelt. —* Einen größeren Geldbetrag hat­ te der led. Taglühner Karl Seger beim Üebernachten in einem hiesigen Gasthaus einem Schlafkollegen gestohlen. Ter Dieb wurde fest­ genommen. —* Die Stadtkasse besaß nach den Spe­ zialkassetagebüchern am Ende des MonatsOktober bei der K. Filialbank ein Guthaben von 173 887 Mk. Es wurden von den Betriebsmit­ teln der städtischen Kasse mit 649 414 Mark in Anspruch genommen 475 527 Mark. Dieses günstige Ergebnis ist dem Eingang der Gemein­ deumlagen zuzuschreiben. —* Der Anschluß an den Versorgun gsverband soll auch in unserer Stadt vorberaten werden. Zu diesem Zwecke hat der Magistrat eine Kommission gebildet, in welche nun das Gemeindekollegium die Herren Fahrmbacher, Wagner und Oberlehrer Geiger ent­ sandte. —* Eine Besichtigung der Entwässer­ ungsanlagen an der unteren Isar schlug Herr Landrat Scheurer in der gestrigen Landrats­ sitzung vor, in welcher die Beträge für diese Anlagen bewilligt wurden. Der Landrat be­ schloß, eine solche Besichtigung vorzunehmen. —* Die Kreisfonds Hauptrechnung von Niederbayern für das Jahr 1915 läßt bei 4 230 244.54 Mark Einnahmen und 4 059383.25 Mark Ausgaben einen Aktivrest von 170 861.29 Mark ersehen. Die Hauptein­ nahmeposten bilden Zuschüsse aus der Staats­ kasse mit 2119 954.48 Mavk und Kreisumla­ gen zu f48 Prozent mit 1970 293.96 Mark. Der Hauptausgabeposten entfällt auf Erzieh&gt;ung und Bildung mit 3 270 748.02 Mark. —* Für lsferschutz und Hochwasser­ schutz sind im Haushaltsplan des Kreises für das Jahr 1917 insgesamt 98 545 Mark vorge­ sehen und zwar für Uferschutz jmb Hochwasser­ schutz an öffentlichen Flüffen 60 240 Mark, für Instandsetzung von Privatflüssen 'mit er­ heblicher Hochwassergefahr 4475 Mark und zur Instandsetzung sonstiger Privatflüsfe 33 830 Mark. Die Etatsansätze weisen insgesamt eine Mehrung von 8910 Mark und eine Minderung von 4505 Mark, somit e ine Mehrausgabe von 4405 Mark auf. —* Im Stadttheater findet heute Frei­ tag abends ein Gastspiel des Münchner Künst­ lerensembles unter Direktion von Adalbert von Cortens statt. Das Ensemble errang sich bei allen Gastspielen in den größeren Städten Bayerns großen unbestrittenen Erfolg. 10 Prozent der Einnahmen nach Abzug der Kosten wird dem Wohlfahrtsausschuß der Stadt Lands­ hut zugewiesen. ; i !</p>
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          <p>17. Sitzung des Kollegiums der Gemeindebevollmächtigten. Donnerstag, den 23. November. Vorsitzender: 2. Vorstand Fahrmbacher. Ein Dankschreiben des HerrnOberbüygermeisters Hofrat Marschall für die An­ teilnahme des Kollegiums anläßlich des Helden­ todes seines Sohnes Anton wurde zur Kennt­ nis genommen. Eine Reihe von Etatsüberschrei­ tungen beschäftigte das Kollegium, doch wur­ den die meisten derselben durch Verschmelzung mit anderen für ähnliche Zwecke bestimmte Po­ sten ohne Nachgenehmigung von Geldern er­ ledigt, so die Etatsüberschreitung bei Reinig­ ung der Pissoire, Etatsüberschreitung bei Märkte und Dulden, Etatsüberschreitung für Reinigung der älteren Kanäle. Eine Etatsüberschreitung beim Bauamt für Wasserzins wurde genehmigt, doch wurde ein Beschluß des Magistrats, das Bauamt möge künftig,einen erhöhten Posten in den Etat einstellen, nicht genehmigt, da dev vorgesehene Betrag von 110 Mark als aus­ reichend erachtet wurde. Es dürste int Gegen­ teil dem Stadtbauamt größere Sparsamkeit Empfohlen werden. Der Referent Herr G.-B. Wagner meinte, da die Hauptschuld an der ileberfchreitung einem Rohrbruche im Bau­ amtsareal zugeschrieben wurde u. a., der Ma­ gistrat habe seinerzeit in den Tageszeitungen pnd im Amtsblatt bekanntgegeben, die Haus­ besitzer möchten durch Abhorchen der Leitun­ gen feststellen, ob nicht ein verdächtiges Sausen auf einen Rohrbruch außerhalb des Hanfes schließen lasse; auch das Banamt solle diese städtische Bekanntmachung befolgen. Eine Rücklage zum Erneuerungsfond der Lichtwerke mit 600 Mark ans dem Erlös des Materials bei der Entschlammung der Ak­ kumulatorenbatterie wirdgenehmigt. Anschaffungen für das Krankenhaus mit 45.05* Mark werden gebilligt.</p>
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          <p>Letzte Posten TM, MM» an der Rüffinfstratze. 1 München, 23. Nov. Bei der ersten Ein­ vernahme im Mesigen Polizeigebäude leugnete der unter dem Verdachte des Mordes an Frau Debold verhaftete Gärtner Rocker die Tat be­ gangen zu Habetz. Rocker bestritt, jemals in dev Wohnung der Getöteten gewesen zu sein und meftnte, man müsse itjtaf die Tat erst beweisen. Rach der Ueberzeugung dev KrfinÄnalpolizei ist die Kette der Schuldbe­ weise lückenlos geschlossen. Kaiser Karl. I. — Könfig Karl IV. ' ' Der neue Herrscher wird als Kaiser vom Oeste-vreiech den Titel Kaiser Karl I., als König von Ungarin den Titel König Karl IV. sühnen. i Budapest, 23. Nov. Das heutige Amts­ blatt wird folgendes Allerhöchstes Handschrei­ ben veröffentlichen: : Lieber Graf Disza! Von der Absicht be­ seelt Mich sobald als möglich zum König von Ungarn, Kroatien, Slavonien und Dalmatien krönen zu lassen, weise Ich Sie an, daß Sie mit dem Reichstag in Verbindung treten und Ihre hieraus bezüglichen Vorschläge Mir er­ statten mögen. | i Gegeben Wien, 23. November Karst m. p. [ Gräf Stephan Tiszam. p. ; 1 1 Tie Situation in Ovsova. Couriere Mia Sera schreibt: Die Saget der r umänischen Armee Bet Orsova ist eine äu­ ßerst Schwierige und es kann von Glück ge­ sprochen werden, wenn es ihr gelingt, ohüS Katastrophe der Schlinge, d,ie schon fast um sie gezogen ist, zu entgehen. Tas Abkommen mit d«st Schweiz. ! Bern, 23. Nov. Die neutrale Kommis» sion des Nationalrates erklärt sich einstimmig mit der Haltung des Bundesrates in Bezug auf das Abkommen Mit Deutschland einver­ standen. Ebenso einstimmig sprach die Kom­ mission ihre Zustimmung zu der Antwort­ note des Bundesrates an die Entente aus. Explosion einer französischen Pul­ verfabrik. - &lt; Die Pulverfabrik Bassens bei Bordeaux ist nach einer Meldung des Lyoner Nonvel-. list in die Lust geflogen. Mshirjere Arbeiter wurden getötet, eine Anzähl verwundet. Diie Baulichkeiten wurden fast vollständig zer­ stöbt. ( Spione in Holland. Amsterdam, 23. Rov. Den Blättern wird aus Vlisstngen gemeldet, daß die dortige Polizei einem ausgedehnten Spionagedienst auf die Spur gekommen sei. Es wurden mehrere Belgier »darunter zwei Frauen verhastet. Versenkt. ' In den englischen Blättern vom 18. ds. wird der griechische Dampfer "Styliani" (3600 Tonnen) als versenkt angegeben. ,</p>
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          <p>Literarisches. Tas freie Wort. Frankfurter Halbmonats­ schrift für Fortschritt auf allen Gebieten des geistigen Lebens. Herausgegeben von Max Henning. 15. Jahrgang. Heft 19/20. Frank­ furt a. M. Neuer Frankfurter Verlag G. to, b. H. Preis vierteljährlich 2 Mark. Ter Ver­ lag gibt auf Wunsch! Probehefte gratis ab. Druck u. Verlag I. F. Rietsch, Landshut. Berantwort!. Redakteur F. X. Wagner, Landshut.</p>
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