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        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-11-27"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 323</biblScope>
          <date when="1916-11-27">1916-11-27</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Die Verbindung der Armeen Fallenhahn und Mackensen hergestellt. — Wir stehen vor Alexandria. — Die Drangsalierung Griechenlands. — Englischer Zweifel an der britischen Seeherrschaft. — Benizelos erklärt uns den Krieg. Vom Westen toerbcn von der Nordfront nur kleinere Vorstöße der Unsern in die feind­ lichen Linien gemeldet, Bei St. Mihiel wurde ein französischer Angriff abgeschlagen. Im Osten strengen die Russen ihreKräfte an, um den Rumänen indirekt Hilfe zu lei­ sten, aber vergeblich. Sowohl ihre Angriffe im Norden, als auch an der Südsront im Ghörjghügebirge wurden zurückgewiesen. In Rumänien geht es mit Riesenschritten vorwärts. Im Norden drängen die Unsern den zurückweichenden Itnmänen im Alttale dicht auf den Fersen nach und haben bereits Ramnica-Valcea erreicht. Im Süden sind die über die Donau gedrungenen Streitkräste be­ reits vor den Toren von Alexandria ange­ langt, während sie westlich, davon die Ver­ bindung mit den nach Süden im Alttale vor­ gestoßenen Truppen Falkenhayns hergestellt ha­ ben. Im Westteile Rumäniens wehren sich die dort von allen Verbindungen abgeschlosse­ nen rumänischen Truppen noch hartnäckig mit dem Mute der Verzweiflung. Am unteren Alt warf Deutsche Kavallerie unter Gras b. Schwettow eine rumänische Kavallerie-Divi­ sion. Nun kommt auch eine kurze Meldung über den Dvnaunbergang. Unsere Pioniere, Teile des Motorhootkoxps der k. u. f. Donauflottille und östetr.-ungar. Pioniere ermög­ lichten unseren Kampftruppen den Uebergang über den hvchangeschwollenen Strom. Unwill-Wrlich drängt sich die Erinnerung an den seinerjzestigen Donauübergang der Rumänen auf, der mit so viel Pomp in Szene gesetzt wurde und so kläglich endete. Wie ganz an­ ders jetzt. Erst in dem Momente als das Vorbringen Falkenhhns die Deckung bot, stie­ ßen unsere bereitgestellten Truppen plötzlich und mit unwiderstehlichem Elan über den Stvom trotz aller Hindernisse und jagen den zermürbten Gegner vor sich her. Daß Macken­ sen am 'Orte dieses entscheidenden Vorstoßes selbst anwesend 'bar 1 , ist "bei einem deutschen Heerführer eigentlich selbstverständlich. Unsere Flotte hat einen neuen Vorstoß an die englische Küste unternommen. Wählend das letztemal doch einige feindliche Torpedo­ boote zum Vorschein kamen, denen es aller­ dings Übel erging, blieb diesmal die englische Flotte überhaupt unsichtbar, obwohl unsere Fahrzeuge den befestigten Küstenplatz Ramsgate mit Granaten belegten.Den englischenSee- lovd Balsonr, dem schon unser vorletzter Vor­ stoß arge "Vorwürfe im Unterhaus brachte, dürfte der 'neue Angriff unserer Streitkräste den Hals brechen.</p>
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          <p>Der österr.-ung. Bericht. Generalleutnants Grafen von Schmettow warf östlich des unteren Alt eine feindliche Kavalle­ rie-Division zurück. Rimnicu-Valcea imAltstale wurde genommen. Wefter östlich, wo der Feind noch frostigen Widerstand leistet, näIhern sich unsere Truppen Curtea de Arges. Ein neuer Angriff russischerKompagnien in der Gegend südwestlich von Bekas blieb abermals erfolglos. Heeresfront des GeneraUeldmarschalls Prinz Leopold von Bayer». Russische Abteilungen, die bei Ozierki am oberen Styr vorgingen, wurden durch unser Feuer vertrieben. Her stellvertretende Chef des Generalstabe« j d. Hoefer, gstldmmchhalletrtnant. Wien, 25. November. Mittags. — Kmltd} wrrd gemeldet: Oestlicher Kriegsschauplatz^ Heeresfront des Generaloberst«« Erzherzog Joseph. Nordöstlich von Turnu Severin leisten die dort abgeschnittenen rumänischen 'Truppen noch zähen Widerstand. — Am unteren Alt erreich­ ten deutsche Truppen das Ostufer. Nördlich Rimnic Valcea machte der Angriff österrei­ chisch-ungarischer und deutschier Truppen neue Fortschritte. 3 Offiziere und 800 Mann wur­ den gefangen. Ein feindlicher Angriff in der Gegend von Betas blieb erfolglos. Heeresfront d«S Generalfeldmarschall» Prinzen Leopold von Bayer«. ' Keine wesentlichen Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. Ein starkes Fliegergeschwader warf auf den Bahnhof und die feindlichen Lager von Primolano zahlreiche Bomben mit guter Wir­ kung ab. Alle Flugzeuge kehrten trotz hefti­ gen Abwehrfeuers und schweren Böen unver­ sehrt zurück. t / SiidösMHer Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Ter stellvertretende Chef des GenerulstabeS: n. H o e f e r, Feldmarschalleutnant. * WTB. Wien, den 26. November. — Amtlich wird verlautbart: Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls 1 von Mackensen. Die Donauwrmee hat die Gegend von Alexandria erreicht. Bei Durchführung des Uferwechsels, die durch eingetretenes Hochwas­ ser besonders erschwert war, hatten die k. u. t. Donauflottille unter Kommando des Llinienschisfkapitäns Lucich und österr.-uugar. Pionierabteilungen des Generalmajors Gaugl hervorragenden Anteil. Bei Umlulet, nördlich von Sistow, wurde durch unsere Flieger ein feindlicher Farman abgeschossen. Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Joseph. Deutsche Kavallerie unter Führung des</p>
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          <p>Der bulgarische Bericht. Sofia, 25. November. Amtlicher Hee­ resbericht: . ' ' Mazedonische Front: Zwischen Ochrida- und Prespa-See warfen wir starke feinSk liche Abteilungen zurück. An verschiedenen Punkten vor unseren Stellungen zwischen Prespa-See und Cerna lebhaftes Artilleriefeuer. Oestlich vom Cernabogen haben wir drei nächtliche Angriffe des Feindes, der dabei blutige Verluste erlitt, zurückgeworfen. Im Moglenicatal und beiderseits des Wardar Ar­ tilleriefeuer. Am Fuße der Belasica Planina 'Ruhe. Au der Struma schwächere Artillerietä­ tigkeit. I ! Rumänische Front: In der Dobrud­ scha näherten sich an Zahl überlegene feind­ liche Abteilungen unseren Stellungen. Sie wurden aber durch das Feuer unserer Artille­ rie zurückgeschlagen. Entlang der Donau bei Silistria, Tutrakan und Rustschuk Artillerie­ feuer. Bei Gigen, Orehvvo, Lom und Pidin haben unsere Abteilungen die Dvnauinseln be­ setzt. I V Der türkische Bericht. Konstantinopel, 24. Nov. Das tür­ kische Hauptquartier meldet: Auf den verschiedenen Fronten kein wich­ tiges Ereignis. Der stellt). Generalissimus. * Konstantinopel, 25. Nov. Das tür­ kische Hauptquartier meldet: An der persischen Front wurden ver­ schiedene feindliche Ausklärungspatrouillen, die gegen Bidjar vorzurücken versuchten, zurückge­ schlagen. An bet Kaukasusfront wurde auf dem rechten Flügel ein 40 Kilometer langer Teil unserer in der Gegend von Musch gelege­ nen Stellungen gleichfalls vorgeschoben, sodaß wir auf diesem Flügel unsere Stellungen in einer Ausdehnung von 90 Kilometern und in einer Tiefe von 10 Kilometern vorgeschoben haben. Kämpfe die unsere Verfolgungsabtei­ lungen an dieser ganzen Front und nördlich von Kighi gegen feindliche Nachhuten lieferten, entwickelten sich zu unseren Gunsten. Wir machten Gefangene und erbeuteten Kriegsma­ terial. Die Zahl der russischen Ueberläufer nimmt täglich zu. An der übrigen Front kein wichtiges Er­ eignis. Der stellv. Oberbefehlshaber.</p>
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          <p>Kronprinz Rupprecht über die Lage an dev Somme. Kronprinz Rgpprecht, der zurzeit, Mm ersten Male seit Ausbruch des Krieges, vor­ übergehend in München weilt, um dringliche Geschäfte zu erledigen, äußerte sich in einer Unterredung, die er dem Hauptschristleiter der "M. N. N." gewählte, u. a. auch über die Wmpfe an dev^ Somme. Die gleiche Zuversicht, Vom westlichen Kriegsschauplatz. die er wiederholt schon anderen Vertretern dev Presst gegenüber äußerte, klang auch dies­ mal auss einen Worten. "Gin Durchbruch wird nicht befolgen!", das war auch jetzt die tröstliche Gewißheit, die er gab. Wenn auch das eine oder andere Dorf oder Stellung ver­ loren gehen, so sei das «ft nur ein »Kampf um Namen". Die Gewinne der Feinde seien doch nur gering und ständen in gar keinem Verhältnis zu den schweren blutigen Verlusten. Der Kronprinzliche Feldherr bestätigte dabei den anschaulichen Vergleich, den, wie der Ausfnaget ihm erzählte, Hindenburg einst einer wegen der Geläudeverluste ängstlich geworde­ nen Dame gegenüber anwandte, indem er sagte: "Sie hüben doch oft in der Küche einen einge­ beulten Kochtops, aber Sst werden mir zu­ geben, daß Sie doch auch in einem solchen Tops jede Speise garkochen können." Das sind in der Tat Worte^ die die Situation trefflich kennzeichnen und unsere Angstmeier vollauf beruhigen können. Bei alledem erkannte Kronprinz Rupprecht die ausgezeichneten Soldateneigenschasten der Feinde voll und ganz an. "Die Franzosen sind ausgezeichnete Soldaten," erklärte er, "auch die Engländer sind sehr tapfer. Es ist ein doppel­ ter Ruhm unserer unvergleichlichen Truppen, diesen an Zahl überlegenen sthr respektablen Gegnern so erfolgreich Widerstand geleistet zu hüben." Ueber die bayerischen Truppen stellte er im besonderen noch fest, daß bei den unge­ heuer schweren \jfhb blutigen Kämpfen an der Somme nunmehr fast alle bayerischen StäMjnst rühmlichen Anteil haben: Franken, Bayern, .Schwaben und Pfälzer, und daß gerade auch während der Kämpfe der letzten Tage Bayern in hervorragendem Maße sich ausgezeichnet hät­ ten. Das 1. bayerische Korps hatte sich an der Somme trefflich geschlagen, wie ja auch der Tagesbericht hervorhob. Es hätte seine Sache sehr gut gemacht. Ein Zeichen bon der Kraft und Stärke, die in den Truppen liegt, und von der Hingebung, mit der sie das Va­ terland verteidigen, sei der Umstand, daß sie sich, nach den schwersten Kämpfen in wenigen Tagen der Ruhe auffallend schnell erholen.' Man müsst das besonders hervorheben. Der Kronprinz hob dann auch noch hervor, Hatz sich seit Beginn der SommvWnpse die Ver­ hältnisse wesentlich stabilisiert haben u. daß wir an Artillerie sthr stark geworden sind. Dem Vertrauen des Volkes aus Hindenburg und Ludendorff stimmte er vollkommen zu. Man muß und wird Kronprinz Rupprecht Dank wissen für seine starken Worte.</p>
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          <p>Am Balkan. Die Bejrgewaltigung Griechenlands. Bern, 25. Nov. "Secolo" meldet aus Athen: Admiral Fournet verlangt in einem neuen Ultimatum die Auslieferung des Artil­ lerieparks bis zum 1. Dezember und die des übrigen Kriegsmaterials bis zum 15. Dezember. In militärischen Kreisen herrscht große Tätig­ keit. !</p>
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          <p>schreibt in einem gegen die Admiralität gerich­ teten Leitartikel, daß, die Verluste, die dem Handel durch, die feindlichen Unterseeboote zu­ gefügt worden seien, sowie die Ausbringung von Handelsschiffen an der niederländischen Küste tatsächlich die Herrschaft der Deutschien in der Nordsee bedeuteten und das englische Volk allmählich zu der Einsicht brächten, datz die Herrschest der englischen Flotte über die Verbindungswege bei weitem nicht vollständig sei.</p>
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          <p>einsetzender Dunkelheit, ging dann eine ge­ mischte deutsche und österreichisch-ungarische Ab­ teilung gegen die Stellung vor und fand sie völlig zerstört und voller Tote. Der Rest der Besatzung aus einem finnischen Schützenregiment wurde gefangen. Die Bedeutung dev kleinen Unternehmung wie der erfolgreichen, stärkeren letzten Kämpfe bei der Südarmee itnbi des schneidigen und glänzend gelungenen grö­ ßeren Sturmangriffes bei Skrobowa liegt ick der Tatsache, daß seit Ausgeben der russischen Angriffe in kleinen und großen örtlichen Un­ ternehmungen der Offensivgeist und der Erfolg überall aus unserer Seite ist. &lt;Kb.) / Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter. Berlin, 24. November 1916. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise verboten.) Erfolgreiches Patrouillenunternehmen ln Wolhynien. Telegramm unsres zum Ostheer entsandten Kriegsberichterstatters. Armeegruppe Bernhardt, 23. Nov. Nachdem Schnee und Nebel die Tätigkeit an der Ostfront, die nach dem Zusammenbruch der russischen Offensiven sich nur noch aus ört­ liche Kämpfe, in denen wir erfolgreich vor­ stießen, beschränkt hatte, völlig verhindert hät­ te, begann gestern bei klarem, sonnigen Wet­ ter die Artillerie an einigen Stellen lebhaf­ ter einzusetzen. Heute mittag brachten unsere Batterien nördliche der Bahn Kowel-Sarnh (nordöstlich Powursk) eine russische Batterie durch gutgezieltes Feuer zum Schweigen; gleich­ zeitig wurde eine russische VorsteUung durch starkes Feuer zugedeckt. Um 4 Uhr, bei schon Kriegsbriefe aus dem Osten.</p>
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          <p>v • ”^ a ^rJ 0lK m Vor drei Jahre kam ehtttta bte junge Gräfin Bernegg zu mir — zwei Mona war fie gerad verheiratet. — Sie kam heimlich, dami der Herr Gemahl es net misse sollt, denn er hatt es ihr verböte. Die fragte mich nach dem Flnch ooi Bernegg, weil sie fremd in dieser Gegend war un nichts davon wußte, ehe sie heiratete. Ich sagte ih dasselbe, wie Ihne heut. Da wandte sie sich schauernd ak "Nein, das vollbringe ich nicht — niemals' "ef fie, und ihr Gesichtle wurde aschfahl dabe "Ich stürbe vor Grauen." Und sie ging und ha sich verzehrt vor Furcht und isch bald dem Flut zum Opfer gefalle." Es wurde still in dem niederen Semach. nu eine Fliege summte am Fenster. "Und — der Grat?« stieß Rose endlich zittern' hervor. "Der Graf?" wiederholte die alte Ursche, "de hat gespottet und es Ammenmärche und Weiberaewäst genannt. Aber seit sein junges Weib tot isch fich's andersch geworde. wenn er es auch net zugibi insgeheim lastet der Fluch auf ehm und zehrt an ehm.' "Mein Gott!" schrie Rose plötzlich und fpran, erschrocken von ihrem Stuhl in die Höhe. Ein Blitz strahl hatte das dunkle Zimmer mit jähem Licht über gossen und danach wurde es tast nachtschwarz. "Es üch a Gewitter rm Anzuge," sagte di Alte und lauschte auf das Donnergrollen in de Ferne. .Dann muß ich eilen, daß ich nach Hause komme," rief Rose erschrocken und besorgt. "Haben Sie Dank für Ihre Erzählung, Frau Ursche, und wenn ich darf, möchte ich wiederkommen." "Komme Sie gettoscht. Die alte Ursche hat Sie lieb gewönne, und ängstige brauche Sie sich wege des Wetters net. Das kommt hier in den Berge langsam herauf." "Ich will mich aber doch nicht länger aufhalten. Leben Sie wohl — auf Wiedersehen." Sie drückte der Alten schnell die Hand und ging zur Tür. Wo wohne Sie denn eigentlich?" rief ihr die Alte nach, aber der Wind, der durch die geöffnete Tür pfiff, verschlang ihre Worte, und im nächsten Augenblick stand Rose draußen. Ein Windstoß riß ihr beinahe den Hut vom Kopf; mit beiden Händen mußte sie ihn festhalten. Nicht einmal einen Blick nach dem düster bezogenen Himmel konnte fie werfen, weil sie sich mit vorgebeugtem Oberkörper gegen den Wind stemmte, um überhaupt vorwärts kommen zu können. Wenn sie nur noch vor Ausbruch des Wetters Bernegg erreichte! Die Gräfin würde sich sonst halbtot um fie ängstigen. Ob sie auch den richtigen Weg eingeschlagen hatte Sie versuchte den Kopf zu heben und stieß im gleichen Augenblick einen leisen Schreckensruf aus. Aus den Bäumen des Waldes trat gerade Graf Harald _ heraus. Es überlief sie ganz kalt. Dem 1 mochte sie jetzt am allerwenigsten begegnen. Was sollte fie ihm sagen, woher fie kam? Unsagbar peinlich war es ihr, und sie konnte ihm nicht einmal mehr ausweichen. Er hatte sie bereits bemerkt und kam ihr, den Hut höflich ziehend, entgegen. "Was in aller Welt führt Sie denn bei dem nahenden Unwetter hierher, Frau Herwart?" empfing er sie, tnbem er ihr forschend ins Gesicht sah. Rose errötete wie ein Schulmädchen, das sich auf verbotenen Wegen ertappt sieht. "Ich komme von einem Spaziergange,« erwiderte fie ausweichend und sah an ihm vorüber. "So?" machte er mit seltsamer Betonung. "Führen Spaziergänge in die Hütten von allerhand Gesindel?" "Herr Gras!" fuhr sie verletzt auf. Er zog die Stirn in Falten. "Ich sah Sie vorhin aus jener Hütte dort treten — warum wollen Sie es leugnen?" Eine helle Flamme schlug Rose ins Gesicht. "Ich leugne nichts — wozu auch?" fragte sie, durch seine Art gereizt. "Ist es ein Verbrechen, was ich beging?" "Nein — aber eine Unbedachtsamkeit. — Ich verbot auf Bernegg den Verkehr mit dieser verrückten Alten." (Fortsetzung folgt.) iS</p>
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          <p>Die Kleine Walachei besetzt.</p>
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          <p>Mit den Wer die Donau gegangenen Kräf­ ten ist Fühlung ausgenommen. Balkawkriegsschanplatz. Hceresfront des Ge«eralfewmarschatts von Mackensen. Ein durch Feuer von See her unterstützter Vorstoß feindlicher Schützen längs der Küste gegen den rechten Flügel der Dobrudscha-Ar­ mee scheiterte. Unter den Augen des Generalstldmarschall b. Mackensen ist der Uferwechsel der für die weiteren Operationen in Westrumünien be­ stimmten Donauarmee planmäßig durchgeführt. Wir stehen vor Alexandria. Bei Ueberwindung des infolge Tauwetters hvchangeschwollenen Stromes durch die Kampftruppen wirkten in hervorragenderWeise neben unserem tapferen Pionieren auchtz Tyile des kaiserlichen Motorbvotkorps der k. u. ff Dvnauflottille unter dem Kommando des LiNienschissskapitüns Bucich und die österr.-ung. Pioniertruppen des Generalmajors Gaugl mit. Mazedonische Front. Keine wesentlichen Ereignisse. Ter 1. Generalquartiermeister!: Ludendorff. i * WTB. Berlin, 26. November. Amt­ licher Abendbericht: ' i Außer einem südöstlich Bouchavesnes vor­ mittags gescheiterten französischen Vorstoß, im Sommegebiet nichts Wesentliches. In der Walachei plangemäßer Fortschritt. An der Dobrudscha- und an der mazedoni­ schen Front für uns günstig verlaufene Wmpfe.</p>
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          <p>Der türkische Bericht. Generalleutnants Grafen von Schmettow warf östlich des unteren Alt eine feindliche Kavalle­ rie-Division zurück. Rimnicu-Valcea imAltstale wurde genommen. Wefter östlich, wo der Feind noch frostigen Widerstand leistet, näIhern sich unsere Truppen Curtea de Arges. Ein neuer Angriff russischerKompagnien in der Gegend südwestlich von Bekas blieb abermals erfolglos. Heeresfront des GeneraUeldmarschalls Prinz Leopold von Bayer». Russische Abteilungen, die bei Ozierki am oberen Styr vorgingen, wurden durch unser Feuer vertrieben. Her stellvertretende Chef des Generalstabe« j d. Hoefer, gstldmmchhalletrtnant. I« bnlgnristze Bericht. Sofia, 25. November. Amtlicher Hee­ resbericht: . ' ' Mazedonische Front: Zwischen Ochrida- und Prespa-See warfen wir starke feinSk liche Abteilungen zurück. An verschiedenen Punkten vor unseren Stellungen zwischen Prespa-See und Cerna lebhaftes Artilleriefeuer. Oestlich vom Cernabogen haben wir drei nächtliche Angriffe des Feindes, der dabei blutige Verluste erlitt, zurückgeworfen. Im Moglenicatal und beiderseits des Wardar Ar­ tilleriefeuer. Am Fuße der Belasica Planina 'Ruhe. Au der Struma schwächere Artillerietä­ tigkeit. I ! Rumänische Front: In der Dobrud­ scha näherten sich an Zahl überlegene feind­ liche Abteilungen unseren Stellungen. Sie wurden aber durch das Feuer unserer Artille­ rie zurückgeschlagen. Entlang der Donau bei Silistria, Tutrakan und Rustschuk Artillerie­ feuer. Bei Gigen, Orehvvo, Lom und Pidin haben unsere Abteilungen die Dvnauinseln be­ setzt. I V Der türkische Bericht. Konstantinopel, 24. Nov. Das tür­ kische Hauptquartier meldet: Auf den verschiedenen Fronten kein wich­ tiges Ereignis. Der stellt). Generalissimus. * Konstantinopel, 25. Nov. Das tür­ kische Hauptquartier meldet: An der persischen Front wurden ver­ schiedene feindliche Ausklärungspatrouillen, die gegen Bidjar vorzurücken versuchten, zurückge­ schlagen. An bet Kaukasusfront wurde auf dem rechten Flügel ein 40 Kilometer langer Teil unserer in der Gegend von Musch gelege­ nen Stellungen gleichfalls vorgeschoben, sodaß wir auf diesem Flügel unsere Stellungen in einer Ausdehnung von 90 Kilometern und in einer Tiefe von 10 Kilometern vorgeschoben haben. Kämpfe die unsere Verfolgungsabtei­ lungen an dieser ganzen Front und nördlich von Kighi gegen feindliche Nachhuten lieferten, entwickelten sich zu unseren Gunsten. Wir machten Gefangene und erbeuteten Kriegsma­ terial. Die Zahl der russischen Ueberläufer nimmt täglich zu. An der übrigen Front kein wichtiges Er­ eignis. Der stellv. Oberbefehlshaber.</p>
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          <p>Gegen Rumänien. Große Getreidevorpiite erbeutet. Wien. 25. Nov. Von zuverlässiger Seite wird berichtet, daß bei der Einnahme von Crajo'va, das der Hauptstapelplatz für Getreide in der westlichen Walachei gewesen ist, uner­ wartet große Vorräte erbeutet wurden, auch in den anderen bisher besetzten Orten der Wa­ lachei wurden große Mengen Getreide, beson­ ders Mais, gesunden, da die Rumänen keine Zeit fanden, die Vorräte wegzuschaffen oder zu vernichten.</p>
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          <p>Der Krieg zur See. ein deutsches Unterseeboot habe sechs Schüsse ans sein Schiff abgegeben und es zwei Stun­ den lang vergeblich verfolgt. London, 25. Nov. Die Admiralität gibt bekannt: Das englische Postboot "RappahanoKf ist am 17. Oktober, von Halifax nach England abgegangen. Seitdem hat man nichts mehr von ihm gehört. Das Schiff ist 3875 Tonnen groß. Nach einem offiziellen drahtlosen Be­ richt aus Berlin vom 8. November soll es in den Grund gebohrt worden sein. Gesunken. Kristiania, 25. Nov. Die KristianiaBark "Minde" ist am Montag infolge Sturmes nahe der englischen Küste untergegangen. Sie­ ben Mann, darunter der Kapitän» sind ertrun­ ken, sechs wurden gerettet. Die Bark war mit Holz von Krageroe abgegangen. Amerika und die U-Boote. New York, 17. Nov. (Durch Funkspruch vom Vertreter des WTB.? verspätet eingetrof­ fen.) Der Hearstsche Internationale Nachrich­ tendienst berichtet aus Washington: Das Staats­ departement erhielt keinen amtlichen Bericht über die Behauptung, daß der französische Pafsagierdampfer "'Mississippi" aus ein deut­ sches Unterseeboot im englischen Kanal feuerte, aber es erwartet Nachrichten von der ameri­ kanischen Botschaft in Paris. In amtlichen Kreisen verlautet, daß, wenn es sich heraus­ stellt, daß die "Mississippi" Ore Geschütze zum Angriff benutzte, ihre Einfahrt in amerikani­ sche Häfen unter der Maske eines friedlichen Kauffahrers verwehrt werden soll. ‘ Bojrsiotz deutscher Scestreitkräfte. WTB. Berlin, 25. November .(Amtlich.) Teile unserer Seestreitkräfte stießen 'in der Nacht vom 23. zum 24. November gegen die Themse-Mündung und den Nordausgang der Dvwns vor. Bis auf ein Vorpostensahrzeug, das durch Geschützfeuer versenkt wurde, wurden keinerlei Streitkräfte angetroffen. Der be­ festigte Platz Ramsgate wurde durch Artillerie unter Feuer genommen. Als auch daraufhin von der englischen Flotte nichts sichtbar wurde, traten unsere Seestreitkräfte den Rückmarsch an. und liefen ivohklbehälten in den heimischen Stützpunkt ein. Ter Chef des Admiralstabes der Marine. (Wiederholt, weil nur in einem Teil der Auf­ lage vom Samstag enthalten.) Versenkt. Gothen bürg, 24. Nov. Der hiesige Fischdampfer "Dehsin" brachte 18 Mann des Stockholmer Dampfers "Arthur" (1900 Ton­ nen) ein, der vormittags 6 Seemeilen südöst­ lich. des Skagens-Feuerschiff von einem deut­ schen Unterseeboot versenkt worden war. Der "Arthur" war von England nach Gothenburg mit Kohlen unterwegs. Dies ist das erstemal, daß ein deutsches Unterseeboot ein für Schwe­ den bestimmtes Kohlenschiff versenkte. Ter Kapitän des "Arthur" nimmt als Ursache der Versenkung an, daß "Arthur" mit Grubenholz nach England ging. Bern, 24. Nov. "Petit Parisien" bringt eine Reihe von Meldungen über Schiffsver­ senkungen und Unfälle. Danach wurden der französische Dreimaster "Saint Rogatien"(1581 Tonnen) und der griechische Dampfer "Mazzanchis" versenkt. Die Besatzungen der beiden letz­ ten wurden gerettet. Ferner sind die Schalup­ pe "Notre Dame de Lourdes" und die Gaelette "Anne" infolge der Fahrlässigkeit der Kapi­ täne untergegangen. Der Dampfer "Presidente Varia" aus Montevideo ist bei Saint Nohen, das Paketboot "Lorraine" aus Havre auf der Seine bei Ile Cordah gestrandet. Aus Lissa­ bon wird schließlich berichtet, der Komman­ dant des Dampfers "Machiao" habe erzählt,</p>
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          <p>Tages-Übersicht. Jur Reichstag wurde die erste Lesung! des Hilssdjienstgesetzes auf Mittwoch anberaumt. Der Abg. Gröber (Ztr.) stellte den Antrag, auch die 2. Lesung auf die Tagesordnung zn stellen, was aber den leidenschaftlichen Wi­ derspruch des Mg. Ledebour (Szd. A.G.) her­ vorrief, der meinte, wenn die Vorlage, ft* wie sie jetzt ist, Gesetzeskraft erlange, würdq die vollkommene Knechtung der Lohnarbeiterschaft die Folge fein. Der Antrag Gröber fand aber Annahme. ' I Psennigmiinzcn aus Almnin um in Sicht. Nach dem "Lokalanzeiger" ist mit Vorbereitun­ gen für die Prägung von Ein-Pfennigstücken aus Aluminium begonnen. Das AlnminiuvstPsennigstück dürste in einigen Wochen in Um­ lauf kommen. Es wirst etwas Keiner seilt als das Kupferstück. Während dieses einen! Durchmesser von 17.5 Millimeter hat, wird das neue Stück nur 16 Millimeter fassen. Die Aluminiummünze wird dicker als das Kupfer­ stück sein; sie soll sich schon durch den Griff von anderen Münzen, namentlich von den Fünfpfennigstücken, unterscheiden. Aus einem Kilo­ gramm Aluminium werden 1250 Ein-Pfennig­ stücke geprägt werden. Das Stück.wird 0.8 Gramm wiegen. Tie Königskrönung. Az Est erfährt aus Wiener diplomatischen Kreisen, datz in Un­ garn die Königskrönung vor der zweiten Hälfte des Dezember nicht stattfinden kann.DerKönig muß einige Tage vor der Krönung nach Buda­ pest kommen und daß dies vor Mfftte De­ zember nicht geschahen kann. Die Krönung kann also nur zwischen dem 15. Dezember und dem Weihnachtsfeste statffinden, denn in­ folge der Hoftrauer darf zwei Wochen nach dem Leichenbegängnisse keine öffentlicheFeiev statffinden. — Az Est meint, daß die Krönung am 18. Dezember statffinden wird.</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Seht SVjLHIriges Militärdieustjubilaum fei­ ert heute Generalfeldmarschall Prinz Leopold von Bayern. r r ' Dar Max Foseph-Ordcu ‘Itvur'be betn kom­ mandierenden General des 1. daher. Armeepikorips, General der Infanterie Oskar von Xhlander verliehen. Ein Konflikt. Der gesamte Geschästsvorftand der Nahrungsmittekversorgung G. m. b. H. in Bamberg hat infolge 'heftiger Borwürfe, die gegen ihn in der Bürgerversammlung wegen der angeblich schlechten Versorgung der Stadt mit Butter und Fleisch erhoben worden waren, seine Stellung niedersgelegt. f Wegen Umgehung des Aüsfrthjrvcrbots von Wolle wurde der Kaufmann Hermann Gerstle in München zu 5463 Mark Geldstrafe verur­ teilt.</p>
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          <p>Allerlei. Preuße Tüvd. Ktasscnlotterie. In der Fveitagziehung fiel der Gewinn von 100 000 Mark auf die Losnummer 180539. (Ohne Ge­ währ.) | ' . 32 Schweine erstickten auf dem Bahn­ transport nach Nürnberg infolge unsachgemä­ ßer Verladung. Jedes der Tiere wog ca. 3 Zentner. ,</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. * Esfcntach, 27. Nov. (Das Eiserne Kreuz erhielt der Ersatzreservist im 15. daher. Landweihr-Jnf.-Rgt. Herr Mich. Magerl, Soihn des Herrn Oekonomen Magerl hier. Mierskosen, 26. Nov. (Vom Wachtposten erschoss en.) Im benachbartenGaunkofen drang der verheiratete Maurer Rattenberger von Wer in den Schweinestall eines Oekonomieanwesens ein und tötete ein Schwein durch Schläge mit einem Hantmer. Durch das Geräusch wurde der Posten einer Abteilung Gefangener, die auf dem Hofe beschäftigt waren, aufmerksam. Er rief mehreremale in den Stall, erhielt aber feine Antwort, da der schwerhörige Ratten­ berger anscheinend die Rufe nicht hörte. Der Posten wurde aber durch das fortgesetzte Ge­ räusch in der Meinung bestärkt, daß der Ein­ brecher einen llebersall auf ihn ausführen wolle, weshalb er von seiner Schußtwäffe Ge­ brauch machte und in den Stall schoß. Hier­ bei wurde Rattenberger tödlich getroffen. Teggendarf, 22. Nov. (Wildgewordener Stier.) In der Stallung des Gastwirts Gries­ bauer sollte ein Zjähriger Stter untergebracht werden, der jedoch von seiner Wildheit und außergewöhnlichen Kraft derart Gebrauch mach- te, daß er alles Nietfeste losriß und niemand in seine Nähe kommen durste. Die Seftfte, die zudem ein prachtvolles Tier war, mußte erschossen werden, um sie unschädlich zu ma­ chen. ! Pöcking, 23. Nvv. (Graf Alois v. ArcoZinneberg) auf Schloß Schönburg (Rottal), ein Sohn des im Frühjahr 1916 verstorbenen Gra­ fen Max von Arco-Zinneberg, wird sich näch­ ster Tage mit Elwine Freiin Weinhvld von Umstadt verloben. \ Riedelsbach, 22. Nov. (Schwerer Unfall.) Der Gütlerssohn Joseph Karl hier war mit Ziehen von BIöch.ern auf einem Schlitten be­ schäftigt, als ihm die Bremse versagte und er samt der schweren Last an einen Baum' ge­ drückt wurde. Karl erlitt schwere Quetschwun­ den an Brust und Rücken und dürste kaum mit dem Leben davonkomsmisn. ,</p>
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          <p>Dienstesnachrichten. Schuldienst. Ab 16. November 1916 wer­ den befördert: zur Volksschnllehrerin dieSchulverweserin Mathilde Stöcklein von Wörth a. Js. in Bodenmais; zur Schulverweserin die »Hilfslehrerin Agnes Bill von Mariakirchen in Ragglfing; versetzt auf Ansuchen: die Volks­ schullehrerin Therese Zenger von 'Bodenmais nach Buch a,E.^die Schulverweserinnen Bar­ barg Sporer von Kößlarn nach Wörth« a. Js. und Viktoria Schul von Rogglfing nach Kößlarn, die Hstlsslehxerin Moisia Bnrgstaller von Thalberg nach Maxiakirchen; berufen alsHilfslehrerin die Schuldienstkandidattn MariaLeingärtner von Jggensbach in Thalberg; ab 1. Dezember 1916 wird entlassen auf Ansuchen: die Hilfslehrerin Frida Reischl von Ering. Schuldienst. Die Volksschullehrer-, Mes­ ner- und Organistenstelle Weltenburg, T. Distrsiktsschulinspektion Kelheim I in Saal a. D., ist zur Erledigung gekommen. Endtermin für Bewerbungen: 20. Dezember 1916.</p>
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          <p>Ansprache, in welcher er die einzelnen, Be­ schlüsse der Tagung erörterte und dem Dank der Regierung für die Wohlwollende Behand­ lung des Kreisvoranschlages Ausdruck verlieht Am Schlüsse ermahnte er ebenfalls die Land­ wirte im Kreise beizutragen zur Beschaffung der notwendigen Lebensmittel. Herr Landratspräsident Mittermaier brachte ein begeistert aufgenommenes Hoch auf Se. Majestät König Ludwig IU. aus, worauf die diesjährige Tagung des Landrates ihr Ende fand. i f</p>
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          <p>Die Versorgung Niederbayerns mit Elektrizität. I Ein 21 Millioncn-Projekt. (Schluß.) f Dr. Casimir schlägt dann vor, der Landrat Möge einen Ausschuß wählen, der mit der iStaatsregierung und dem Unternehmer ständig Fühlung nehmen würde, damit alle schweben­ den Kragen stets besprochen werden können und im nächsten Jahre der Landrat zu einem endgültigen Beschluß komme. Landrat Dr. Leeb meinte, er habe schon in der Versammlung den Bedenken Musdruck ge­ geben, wegen der kleinen Ueberlandzentralen. Der Herr Vertreter der Staatsregierung habe jetzt zwar gesagt, daß auf die kleinen Ueberlandwerke möglichst Rücksicht genommen wer­ den soll. Die Bezirke seien abgegrenzt worden, so daß ihnen ein Schaden nicht entstehen kann. Diesen Ausführungen nachfolgend habe er aber «uch gesagt, daß diese kleinen Werke sich nicht «uf die Dauer halten können, sondern den Strom von der großen Ueberlandzentrale neh­ men und wieder abführen werden, d. h. Strom­ handel betreiben müGen. Es ist selbstverständ­ lich, daß ein solches großes Unternehmen die Macht hat, den größten Einfluß auf die kleinen Zentralen zu üben und den Preis zu drücken. Es ist klar: der wirtschaftlich Große hat den Wirtschaftlich-Kleinen in der Hand. So wird es auch kommen, daß die kleinen Ueberland­ zentralen, wenn sie sich an die große Firma wenden, von derselben Bedingungen vorge­ schrieben erhalten, die sie eben einfach nicht einhalten können, wenn sie weiterbestehen und existieren wollen. Auf die Städte wird offen­ bar mehr Rücksicht genommen, als auf die Ueberlandzentralen am 'Lande. r Den Stadt­ gemeinden werden die bisherigen Einnahmen garantiert. Es handle sich hier um Gemein­ wesen, die dem Staate -naher stehen als die lkeinen Unternehmer. Dennoch glaube er, daß der gleiche Schutz wie den Städten auch den kleinen Ueberlandzentralen gewährt werden soll, denn auch diese haben bereits eine Reihe von Licht- und Kraftabnehmern versorgt und wäh&gt;rend des Krieges. Sie haben sich geradezu gemeinnützig gezeigt. Die Einnahmen dieser Werke sind auch jetzt überall gestiegen, weil die Landwirte bei der Petroleumknappheit sich geradezu herandrängten, um Licht und Kraft zu erhalten. Man muß daher annehmen, daß die Staatsregierung ein Interesse habe, diese kleinen Werke nicht erdrosseln zu lassen, um Cfnifc’ujett ihre Tätigkeit nicht dadurch zu dan­ ken, daß sie von dem großen Ueberlandwerk verschlungen werden. Er bitte daher, daß nicht nur mit Worten, sondern auch durch die Tat gesorgt werde, daß diese kleinen Werke nicht dem finanziellen Ruin überliefert werden. Dr. Casimir betonte wiederholt, daß die Staatsregierung den größten Wert darauf lege, die kleinen Ueberlandwerke nicht zu schädigen. Es wurden auch Vereinbarungen getroffen,, daß sie nicht erdrosselt werden können. Die Tatsache bestehe aber, daß 450 000 Einwohner Niederbaherns bisher keine Elektrizität be­ kommen haben. Es sei nun die Aufgabe, auch diesen die Wohltat der Elektrizität zu bringen. Die kleinen Elektrizitätswerke sind hiezu nicht liti der Lage. Der Staatsregierung wäre es ja am liebsten, wenn die kleinen Werke sich zusammenschließen und die Versorgung in die Hand nehmen würden. Das ist aber nicht möglich. Die '450 000 Einwohner haben aber auch einen Anspruch und das Recht, elektrischen Strom zu beziehen. Den kleinen Ueberland- werken steht auch das Recht zu, ihre Gebiete noch abzurunden und 15—20 Ortschaften heran­ zuziehen; sie müssen sich aber,auch verpflich­ ten, daß sie die Elektrizität dahin liefern. Mehr könne nicht getan werden. Wenn er gesagt ,habe, daß die kleinen Werke gegenüber den grüßen einen schweren Stand haben, sv ist damit nicht gesagt, daß sie ruiniert werden. Sie werden zu der Ueberzeugung kommen, daß sie keine neuen Maschinen mehr in ihre Werke setzen, sondern einen billigen Stromlieserungsvertrag mit der neuen Zentrale abschließen und damit in ein gewisses Vertragsverhältnis eintreten. Das ist kein Unglück, besonders wenn der Staat mit dem Unternehmer einen Staats­ vertrag abschließt zum Schutze der Rechte und Pflichten, nach welchen Staatsbeamte die Ver­ waltung beaufsichtigen und auch die Kreisgemeinde ein Wort mitzureden hat. Herr Landrat Obermeier meinte^ die Pri­ vatunternehmer arbeiten nur in großen Ort­ schaften, wo sie viel Strom hinliefern können. Die Einöden und kleinen Ortschaften lassen sie stehen. Er glaube, daß es besser sein werde, wenn der Staat die Versorgung übernimmt, dann werden auch die Einöden und kleinen Ortschaften in den Besitz von Elektrizität kom­ men. Herr Landratspräsident" Mttermaier wies darauf hin, daß es sich bei den Garantien für die Städte um die Reineinkommen handle. Bei der großen Belastung und der späteren Mehrbelastung können die Städte auf diese Einnahmen nicht verzichten. Er glaube aber, daß bei den Verhandlungen hierüber die Mei­ nungen svhr guseinandergehen werden. Man mache den städtischen Werken den Vorwurf, daß sie nicht kaufmännisch arbeiten, daß die Einnahmen, die sie buchmäßig nachweisen, keine kaufmännischen Reineinkommen sind. Es wer­ de ziemlich eingehender Verhändlungen bedür­ fen, um aus einen Standpunkt zu kommen, der ein befriedigendes 'Verhältnis ergebe. Dv. Casimir bittet wiederholt um- die Wahl eines Ausschusses. Herr Regierungspräsident Exzellenz von Pracher, betonte, daß die Zusammenkunft eine zwanglose gewesen sei und daß es sich mehr um Informationen über den gegenwärtigen Stand der Sache gehandelt hübe. Er glaube also nicht, daß der Landrat schon jetzt eine be­ stimmte ^Stellung einnehmen soll. Was der. Referent im Auge habe sei, daß es sich empfeh­ len werde, für die Weiterführung der Ver­ handlungen einen Ausschuß zu bestimmen, sei es einen bestehenden oder einen neuen. Herr Landrat Hißerer stellt an den Re­ ferenten eine Anfrage über die bestehenden Preise, wozu Herr Landrat'Mittermaier mein­ te, daß es sich, um bje Grundpreise und die Herstellung der Ortsnetze handle. Herr Dr. Casimir erwiderte, daß für Licht 50 und für Kraft 25 Pfg. als normal gelten, daß aber Wert darauf gelegt werden mutz, Mindestbeträge festzulegen. Es müsse jeder, der sich Licht einrichten lasse, einen Mindestbetrjag entrichten. Diesen Tarif wolle er in dem Ausschuß genau erklären. Es werden Tarjife sein, wie sie für die Versorgung von Unterfranken bereits genehmigt sind. Bezüg­ lich der Ortsnetze wird es sich darum handeln, ob die einzelnen Ortschaften ihre Netze selber bauen lassen und nur den Strom aus LerUeberlandzentrale beziehen. Die Staatsregierung steht aus dem Standpunkt, daß die Gemeinden die Hand von dem Bau der Ortsnetze lassen sollten und diese von dem Unternehmer aus­ führen lassen sollen, dagegen die Hausinstalla­ tion selbst durchführen. In den 21 Millionen sind die Ortsnetze bereits enthalten. Herr Landratspräsident Mittermaier dankt den Herren für chre Mühewaltung und gibt der Hoffnung Ausdruck, daß.etwas recht Er­ sprießliches aus der Sache werde.</p>
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          <p>—* Vorzugskarten. Der sozd. Wahl­ verein regte an, d er Magistrat solle an Krie­ gerfrauen und sonstige unbemittelte Familien Karten ausgeben, welche zum Bezüge von Freibankfleisch berechtigen. Ferner solle in der Frühv von 5—7 Uhr Freibankfleisch nur an solche mit Karten versehene Personen Abge­ geben werden. Ferner sei die Freibank von der öffentlichen Fleischbank zu trennen und in die Fleischbank zu verlegen, in der die Kriegs­ wurst zur Abgabe gelangt. Herr Rechtsrat Ambros betonte hierzu, daß sich die letztere Anregung nicht durchführen lasse, weil die Freibank ein Privatbetrieb sei und der Inha­ ber derselben selbst einen Laden gemietet habe. Aber auch von der Austeilung von Bezugs­ karten soll vorerst Abstand genommen werden mit Rücksicht darauf, daß, durch das dankens­ werte Entgegenkommen des Herrn Kreisbevoll­ mächtigten Herold jetzt die Schlachttiere in gu­ ter und sogar manchmal seht guter Qualität angeliefert werden. Dadurch ist auch das an­ gelieferte Quantum ein entsprechendes. Fer­ ner werde durch das Entgegenkommen des Herrn Kreisbevollmächtigten das nötige Fleisch für die Volksküche und Mich Viehstücke geliefert, die von der Militärbehörde nicht angenommen werden und jetzt an die Bevölkerung in kleinen Mengen von einem halben und 1 Pfund gegen halbe Marken und zu ermäßigten Preisen ab­ gegeben werden können. Herr M-R. Gersten­ ecker betonte, daß eine Bevorzugung durch Karten bereits in der Volksküche bestehe. Dort werden Angehörige von Kriegsteilnehlmern und solche bedient, welche einen Bedürftig keits Nach­ weis vom Magistrat haben. Er habe dies des­ halb beantragt, weil die Volksküche mit großen Zuschüssen arbeitet, die teils von der Gemein­ de, von der Versicherungsanstalt und auch von Privaten (den Mühlen itc.) gegeben werden. Diese Zuschüsse sind nicht gegeben worden, damit auch Bemittelte hieran Anteil haben. Daher wurde der Bedürftigkeitsnachweis ge­ fordert, der ohnedies sehr weite Grenzen habe. Anders sei es bei der Freibank. Hier sind keine 'Zuschüsse und daher auch kein Grund vorhanden, die Bedürftigkeitsfrage auszuwer­ fen. Wenn bei der Bedürftigkeit weite Gren­ zen gezogen würden, wie bei der Volksküche, sei nichts erreicht, bei engen Grenzen aber gebe es große Härten. Heute seien Leute bedürftig, welche es früher nicht warfen; kleine Händler und Gewerbetreibende, kleine Beamte, die sich sehr schwer tun, wenn sie große Familien ha­ ben. Hier die Grenzen zu ziehen, sei eine sehr schwere Aufgabe, die der Magistrat nicht unternehmen solle, solange ihn nicht die Not der Zeit dazu zwinge. Durch die Verbesser­ ung der Fletschversorgung in Landshüt infolge der Zuweisung von schweren Tieren und der Anlieferung von wöchentlich 3—4 Stück Vieh, das von der Heeresverwaltung wegen Minder­ gewichtes abgewiesen Wirb und rund 20 Ztr. pro Woche ausmacht, eingetreten ist, halte er die Ausgabe von Vorzugskarten nicht für not­ wendig, die zudem wieder eine besondere Kon­ trolle notwendig machen würden, die wieder zu verschiedenen Unannehmlichkeiten führen würde. Der Magistrat beschloß sodann auch Ablehnung der Anregung. —* Die Pauschalgasflammen wer­ den wieder kontrolliert. Es hat sich hierbei ergeben, daß von t&gt;en Installateuren vielfach Lampen an das Netz angeschlossen werden, ohne daß hiervon der Gasanstalt Mitteilung gemacht werde, wie dies Pflicht der Installateure ist. So sei bei der Prüfung der Hälfte des 5. Be­ zirks, wie Herr Direktor Scheller in der letz­ ten Magistratssitzung mitteilte, allein ein Entgang der Gassabrik von 54 Mark festgestellt, was bei gleichen Verhältnissen in der ganzen Stadt 500 Mark ausmachen würde. Einen solchen Entgang könne die Gasanstalt bei den gegenwärtigen Kohlenpreisen nicht ertragen. Da es meist nicht oder erst nach vielen Amstän­ den möglich ist, den verantwortlichen Installa­ teur zu erforschen, schlägt er vor, nicht wie bisher nur anzudrohen, sondern auch zu be­ strafen. Wer Gas abnehme und zahlt die Pau­ schale nicht, der habe das Gas entwendet und ist infolgedessen für den Schaden haftbar. Er meinte daher, es solle jeder, der mit einer Lampe betroffen werde, für die er die Pau­ —* An der Gesellenprüfung in den vermischten Gewerben, die unter dem Vorsitz des Herrn Schlosfermeisters Gläßel hier statt­ fanden, nahmen ein Zinngießer-, ein Pho­ tographen-, 2 Steindrucker-, 2 Maschinen­ schlosser-, 5 Buchdrucker-, und 1 SchuhmaicherLlehrling teil. Zwei erhielten die Note sehr gut, 10. die Note gut und einer die Note genügend. —* Treibriemen wurden in letzterZeit mehrfach, in unserer Umgebung gestohlen, so am 19. bei dem Bauern Wenig in Obersüß­ bach. Am Freitag kamen zwei jugendliche Burschen zu dem Schuhmacher Besl in Volken­ schwand, wo sie solche Riemen zum Kaufe anboten. Die verständigte Gendarmerie Vol­ kenschwand nahm die Diebe fest, die sich als die beiden 17 Jahre alten Taglöhüer Joh. Kronbeck von Moosthenning und Wolsgang Niederer von Weichshofen entpuppten. Die beiden hatten bei einem hiesigen Schuhmacher bereits einen Teil der Riemen veräußert. Die beiden Diebe wurden hier eingeliefert. —* Butter und Sch malz darf von den Landleuten auf Anordnung des Bezirksamts nur noch an die berechtigten Aufkäufer ab­ gegeben werden. Den Anlaß zu dieser Maß­ regel gab der überhandnehmende Aufkauf die­ ser Dinge durch die Bewohner der Stadt und Fremde, die meist weit über den Höchstpreis für die Waren bezahlten. So weilte vor kur­ zem eine Kausmannsfrau aus Nürnberg hier, die für Schmalz 2,75 Mk., für das Pfund bezahlte. Auch Preise bis zu 3 Mark wa­ ren keine Seltenheit. Die Gendarmerien sind nun angewiesen,'mit allen Mitteln gegen die­ sen unberechtigten Aufkauf und die Uebertxetung der Höchstpreise vorzugehen und sind in den letzten Tagen beveits mehrere Käu­ fer und Verkäufer zur Anzeige gebracht wor­ den. j —* Kreiszuschnß. Der Magistrat hatte, wie in früheren Jahren, an den Kreis die Bitte gestellt, ihm zu den Kosten für die Un­ terbringung von Geisteskranken einen Zuschuß zu geben. Der stand. Landratsausschuß aner­ kannte die Ueberbürdung der Stadt Landshut mit Armenlasten und büvilligte zu'den Kosten, welche der Stadt auf die Unterbringung von Geisteskranken int Jahre 191$ erwachsen sind, einen Zuschuß von 2050 Mark, wovon der 'Ma­ gistrat in seine^letzten Sitzung Kenntnis nahm. Es ist dies heuer der setzte Zuschuß dieser Art, da künftig die Unterbringung der Irren'Sache des Landarmenverbandes ist. —* Ein wechselvolles Wetter brachte uns der gestrige Sonntag. Während am Mor­ gen winterliche Kälte herrschte, setzte von mit­ tags an Regen ein, der Vis in die Nachtstunden mit Unterbrechungen andauerte. Nachts siel Neuschnee, der wieder von Regen gefolgt war und erst am Morgen sich zu leichtem Schnee­ fall verdichtete. An Ausflugsverkehr dachte bei diesem Wetter niemand zur Befriedigung der hiesigen Gaststätten, die abends ein volles Haus hatten. t * Auf einen Wagen Wetterte am Samstag in de« unteren Altstadt ein ca. lOjähr. Knabe. Er stürzte hierbei ab und fiel mit dem! Hintetzkopf aus das Pflaster, so daß er be­ wußtlos liegen blieb. Passanten verbrachten ihn in die elterliche Wohnung. —* Großen Spektakel verübte derTaglöhnerssohN Ludwig Schalter vor einigen Ta­ gen in der Schule in Berg, wo er seinen angeb­ lich eingesperrten Enkel befreien wollte. Er bedrohte hierbei den ihn zur Ruhe verwei­ senden Herrn Hauptlehrer auf das schwerste. Abenvs voNflchrre er rann zuhause einen ähn­ lichen Austritt und bedrohte seine Geschwister mit dem Messer. Der rabiate Bursche müßte von der Gendarmerie festgenommen werden. Es wäre an der Zeit, daß dieser Bursche, de« schon des öfteren unliebsam von sich reden machte, endlich unschädlich! gemacht würde, ehe ein größeres Unheil entsteht. schale nicht bezahle, den vollen Betrag für das ganze Jcchr zu zahlen haben. Der Magistrat erhob diese Anregung zum Beschlusse. —* Die Ordnung im Trambahnbe­ trieb beschäftigte wiederum den Stadtmagfstvat. Herr Direktor Scheller brachte die Klage vor, daß in letzter Zeit, besonders von 8—9 Uhr abends an Sonntagen, ein großer An­ drang herrscht und Leute selbst, wenn die Schaff­ ner di« Plattform'bereits gesperrt haben, noch auf die Wägen springen. Die Wagenführer seien machtlos und werden höchstens mit Grob­ heiten überschüttet. Durch die zu starke Be­ lastung können aber, wie dies kürzlich der Fall war, Betriebsstörungen eintreten, auch ist der Wagenführer in der Bedienung der Bremse be­ hindert, was leicht zu Unglücksfällen führen kann. Er ersuchte daher, in der angegebenen Zeit einen Schutzmann ans die Haltestelle am Bahnhof abzustellen, damit dort die Ordnung aufrecht erhalten werde. Nachdem stets alle Wägen bereitgestellt seien und alle 6 Minuten ein Wagen gähe, könne ohnedies alles beför­ dert werden. Die Angelegenheit wurde der Polizeiinspektion zur möglichsten Abstellung eines Schutzmanns Überwiesen. —* Gefunden hat Herr Trambühnkontrolleur Zahn hier eine Geldbörse mit 30 Marv Inhalt, die er der Polizei ablieferte, die das Gew alsbaw der Verliererin, einer von aus­ wärts zu Besuch hier weilenden Dame, wie­ der zustellen konnte.</p>
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          <p>Letzte Posten. Botschafter Graf Wedel 1 übernahm gestern die Geschäfte der deutschen' Botschaft in Wien. Mittags machte Graf Wedel dem Minister des Aeußern Burian seine Auf­ wartung. Jnfant Ferdinand Vertreter des Königs von Spanien. Madrid, 26. Nov. Jnfant Ferdinand von Bayern ist nach Wien abgereist, um König Alfons bei den Leichenseierlichkeiten zu ver­ treten. Benizelos Erklärt Bulgarien und Teutsch­ land den Kvieg. Exchange Telegraph- Comp, meldet, daß die Regierung von Venizelos an Bulgarien: den Krieg erklärte. I Athen, 26. Nov. Infolge KriegserkläI rung der provisorischen Regierung an Bulga| eien ist tatsächlich Griechenland im Kriege mfl I Bugalrien, weil die Alliierten dessen Trium$ phirat in Saloniki als tatsächliche griechifchje 1 Regierung betrachten. Die provisorische ReI gievung erklärte auch Deutschland den Krieg, I weil es Schiffe torpedierte, die nationale I Stveitkräste führten.</p>
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