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        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-12-12"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 337</biblScope>
          <date when="1916-12-12">1916-12-12</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Inserate.</p>
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          <p>Allgemeine Mobilisierung in Griechenland.</p>
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          <p>Erfolgreiche Sprengungen in der Champagne und in den Argonnen. — Der Vormarsch in Rumänien vollzieht sich planmäßig. — Mißerfolg der serbisch-französischen Truppen in Mazedonien. — Zwei 6000-Tonnen-Transportdampfer im Mittelmeer versenkt.</p>
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          <p>Im Westen huben die Unsern umfangreiche Sprengungen mit Grfolg' unternommen. Sonst gab es nur Artilleriekämpfe. ,~ 7 feindliche Flugzeuge wurden an der Westfront durch Abwehrfeuer abgeschossen. In Rumänien macht die Verfolgung der Rumänen durch unsere Truppen schnelle Fort* schritte trotz strömenden Regens, aufgeweicht ten Bodens und aller Brückenzerstörungen. Auch die Unbilden der Witterung vermögen den Siegessturmlauf. der Verbündeten nicht zu hemmen. Rastlos vorwärts ist und bleibt die erguickende, das Ende nahebringende Loi sung. Wie weit die Armee Falkenhayns und die Donauarmee östlich über Ploesti und über Bukarest vorangekommen sind, ist aus dem Heeresbericht nicht zu entnehmen. Wohl aber gibt für den riesigen Fortschritt der Verfol­ gung der russische Heeresbericht einen wert­ vollen Anhaltspunkt: "In Uebereinstimmung mit dem Rückzüge ver Rumänen ziehen sich un­ sere Truppen gleichfalls aus ihrem linken Flüsgel zurück", heißt es dort. Demnach haben die Verfolger zweifellos den Oberlauf der Ja-lomitza bereits hinter sich gebracht, haben vielsleicht auch schon deren linken Nebenfluß,, den Circovu, überschritten und rücken unentwegt auf Busen' vor. Dadurch wird die Flanke des linken Flügels der Russen in dem siebenbürgij» scheu Grenzgebirge bedroht. Um dem Schich sal der int Pratovotal abgeschnittenen Dt# mniten zu entgehen, ziehen sich also die Rus­ sen pus den Bergen zurück und suchen sich in bte Serethuiederung zu retten. Selbstverständilich wird von dieser Rückzugsbewegung inKürze auch das russische Zentrum und der russische rechte Flügel in den Waldkarpathen in M6leidenschaft gezogen werden. Und wie im Norden, so bricht auch im Süden der Großen Walachei alles beim Feinde zusammen. An drei Stellen, bei Silistria, Tutrakan und Gerl» nawoda haben die Bulgaren die Donau Über* schritten. Besonders der letztere Vorgang scheint den Rumänen so unerwartet gekommen zu sein, daß sie nicht einmal ihre Brückenkopf-' stellung gegenüber Cernawoda verteidigen ^ konnten. Es hat also in der Großen Wa­ lachei ein wahres Kesseltreiben gegen die Feinde eingesetzt. Natürlich wird dieser neue große Fortschritt der Bulgaren an der Donau auch auf die Stellungen der Armee Sach# row in der Dobrudscha höchst nachteilig ein­ wirken. Auch dieser feindlichen Armee, die sich ein gutes Stück nördlich der Linie Gern# f woda—Eonstantza eingegraben hat,, droht nun v eine gefährliche Flankierung, so daß 'sie ihre Gräben nicht allzu lange mehr wird be^ Häupten können. Die Basler Nationalzeitung | schreibt zu den Vorgängen in Rumänien: "Die f Rumänen werden von den Verbündeten seda- irisiert." Wirklich eine treffliche Erinnerung, die sich würdig an die täglichen Meldungen I von abgeschnittenen und aufgeriebenen tun# I nischen Truppen von der Vernichtung und $ erbarmungslosen Verfolgung des Feindes durch I unsere wackeren Truppen reiht. I In Mazedonien hat der Vierverband, der | ja vollzählig in der Armee Sarrail in weij! er, schwarzer und brauner Nuance vertreten ist, I trotz aller Anstrengungen nichts erreicht. Sarj’ rail kämpft mit dem Mut der Verzweiflung, doch düirfte er selbst fühlen, daß er aus ver-lorenem Posten steht. In Griechenland hatte der Vierverband am 1. Dezember einen Putsch versucht, um den | König zu stürzen und Platz für Venizelos £ zu machen. Der Gorriere della Sera Vers, : öffentlicht jetzt eine Schilderung seines AthHner Mitarbeiters über die Vorgänge am 1. Dezember chie auf die Zusammenhänge der ' französischhenglischen Landungsaktion mit der ^ Verschwörung gegen den König ein grelles | Licht wirft. Es heißt darin: "AIs man in der * griechischen Hauptstadt am 1. Dezember erfuhr, I daß Weitere Matrosen der Mllüetten gelandet I seien, bewaffneten innerhalb weniger Stuns| den die Reservisten sehr viele Bürger freiwil^ I lig. Sie befürchteten, die Venizelisten woll!-, ( ten mit der Hilfe der AMierten einen Aufruhr $ anzetteln, den König sMrzen und die RegierjI ung Venizelos durchsetzen. Gerüchtweise ver* I lautete, daß Frankreich in kurzem Venizelos i mit Gewalt zur Regierung bringen und dieser das Eingreifen Griechenlands an der Seite der Entente beschließen werde. So kam «s, daß die Athener sich den alliierten Matrosen t widersetzten. Ich sah, so meldet der Berichü| erstattet, wie schon nach den ersten Gewehir-! schlissen Frauen Herbeieilten, um beim KönigÄi Palast Barrikaden aufzubauen, da man die ? Gefangennahme des Königs durch die Veni' zelisten und die AMierten verhindern wollte. Viele Bürger, darunter solche in höherer Stel­ lung, griffen zu den Waffen, füllten ihre Ta­ schen mit Patronen und stellten sich den alliier­ ten Truppen zum Kampf. Die Haltung der Athener Bevölkerung ist erklärlich, besonders^, wenn man noch die Nachrichten berücksichtigt, die über die traurige Lage in Rumänien be­ kannt wurden." Das griechische Volk hat sich seinem König treu ergeben gezeigt und König Konstantin hat den Ereignissen vom 1. Dezbr. nun seine Entschlüsse angepaßt. Die griechiische Armee wird wieder mobilisiert. Es wird | jetzt aller Künste der Diplomaten des Bier-, | Verbandes bedürfen, um Griechenland zu bet* anlassen, Gewehr bei Fuß stehen zu bleiben. Vor allem dürfte die über die griechische Küste verhängte Blockade ein schnelles Ende finden, denn es ist selbstverständlich, daß ein solcher feindseliger Akt des Vierverbandes auch ent­ sprechende Gegenmaßnahmen Griechenlands zur Folge haben müßte. ; Von den Kabinetten des Vierverbandes ist die Rühe gewichen. Zuerst erfolgte in Japan der Regierungswechsel, der aber weniger mit dem Kriege, als mit der eigenen Landespolitik zu tun hatte. Dann wurde der russische Mh| nisterpräsident von "betn derzeitigen Herrscher I in Rußland, dem englischen Gesandten Bucha| nan gestürzt und Trepow an die Spitze gesetzt, i der sich aber dort recht unbehaglich zu fühlen \ scheint, denn es tauchen bereits Gerüchte auf, | daß er wieder demissionieren will. In Lon­ don stürzte Asquith und Lloyd Georges kam ans Ruder. In Frankreich rettete zwar ein Vertrauensvotum der Kammer das Ministe­ rium, doch dürfte Briand wenig Freude da­ rüber emMinden, da die Opposition von BO Stimmen im Frühjahr auf Mehr als das Dop­ pelte gewachsen ist. Der "Matin" weiß auch zu melden, daß 5 Minister ohne Portefeuille die Konsequenzen hieraus gezogen und ihre Demission eingereicht haben. Zudem soll Jofstz re von seinem Posten als Generalissimus ente hoben werden. In Italien schweißte ein allzup scharfes Vorgehen der Sozialdemokraten die Kammer noch einmal zu einer großen Mehr­ heit für das Kabinett zusammen, doch wird auch hier gemeldet, daß der Oberkommandtere# de Cadorna amtsmüde sei. Man sieht, die EnI eignisse in Rumänien üben ganz gewaltige I Fernwirkungen aus. s I Im Kanal wurde von unseren Seeftreits| Frästen der brasilianische Dampfer "Rio Par| do" mit 900 Tonnen Raumgehalt, der von I Holland nach England Lebensmittel bringen | solltest ufgebracht . Es ist bezeichnend, daß * England schon so kleine Dampfer von Brasilien I anwerben muH, um seine Zufuhren zu sichern.</p>
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          <p>Die Heeresberichte. Ter bentfdje Bericht. l WTB. Berlin, 11. Dezember. Mittags (Großes Hauptquartier.) Westlicher K»legsscha«platz«. Krönt des Generalfcldmarschalls Kronprinz «npprecht von Bayer«. ' Auf beiden Ufern der Somme hat sich, ge­ stern die Stampftätigteit der Artillerie erheb­ lich gesteigert. Much an der Front nordwestlich von Reims nahm von Mittag an das feindliche Feuer zu. Krouit de» deutschest Kroupriuße«. Durch »umfangreiche Sprengungen an der Butte du Mesnil (in der Champagne) und bei Vauquois in den Argonnen zerstörten wir beträchtliche Teile der französischen Stellung. Auf dem Ostufer der Maas wirkte unser schweres Geschütz gegen "Gräben und Batterien des Feindes. 1 AN der Verdunfront wurden durch Ab­ wehrfeuer und int Luftkampf 7 feindliche Flug­ zeuge abgeschossen. 1 1 Oestlicher «»iegsschauplatz«. Front des «eueralscldmarschalls Pristz Leopakd da« Bayer«. Keine größeren Kampfhandlungen. Kraut des Geueral-Oberste» Otey "* Mrzog Joseph. Nördlich des Tartarenpasses in den Wald­ karpathen, im Bistricabschnitt nordöstlich von Jakobenh, am Muncelul im Ghörgho-Gebirge und M beiden Seiten des Trotosultales griff auch gestern der Russe wieder mit starken Kräften, aber ohne jeden Erfolg an. Ein Vorstoß deutscher Patrouillen nörd­ lich des Smotrec brachte 14 Gefangene und 1 Minenwerfer ein. r «alkaNkriegsscha« platz«. Heeresfrout des Geueralseldmarschalls von Mackensen. Die Verfolgung der Armeen fand an ein­ zelnen Stellen Widerstand. Er wurde gebro­ chen. Die Bewegungen vollzichen sich trotz strömenden Regens, aufgeweichten Bodens und aller Brückenzerstörungen in der beabsichtig­ ten Weise. ' Wir machten erneut 1 mchlrere Tausend Gefangene. Mazedonische Front. Der 10. Dezember stellt sich als ein wei­ terer schwerer Mißerfolg der Entente an einem Kampftage dar, an dem der Feind sehr erheb­ liche artilleristische und auch infanterMWe Kräfte eingesetzt hat. Alle Angriffe der Franzosen und Ser­ ben zwischen Dobromir und Makowo scheiter­ ten an der Widerstandskraft deutscher stnd bul­ garischer Truppen. ' 1 ' Jnsbesonders tat sich in den Kämpfen um die Höhe östlich von Paralowo das ostpreußi­ sche Infanterie-Regiment Nr. 45 hervor. Ter 1. Generalauartiermeistep: Ludendorff. * WTB. Berlin, 11. Dezember. —Amtzlicher Abendbericht. 1 ' Während es an der Sommefront heute ruhiger blieb, lebte der Artilleriekampf auf dem Maasostufer auf. An der Ostfront Siebenbürgens scheiterten starke russische Angriffe, die auf unser schneÜles Vorwärtskommen in der großen Walachei ohne Einfluß blieben. Im Cernabogen sind neue Angriffe der «Zerben und Franzosen blutig und ergebnis­ los zusammengebrochen. M ZstkN.-W. BMI. WTB. Wien, 11. Dezember. Mittags. Amtlich wird verlautbart: «estlicher Kriegsschauplatz. Heep-Hgrustpe des GencralfcldmarschallS «da» Mackensen. Die verbündeten Streitkräfte dringen trotz Witterungsungunst, schlechter Wege und stellen­ weise neu auflebenden feindlichen Widerstandes weiter vor. Oesterreichisch-ungarische und deut­ sche Truppen haben bei Meceanu nordöstlich von Bukarest den Jalomita-Uebergang er­ kämpft. « Front des General-Oberste« Ery ^Herzog Joseph. In den Karpathen rennen die Russen trotz schwerer blutiger Verluste, die in den letzten Wochen gering geschätzt, mindestens 30000 Mann hetrirgen Sfycxfctu, immer Mieder erfolglos gegen unsere ©teWuttgen an. Die Armee des Generals von Arz Mng im Grenzabschnttt westlich und nordwestlich von Ocna abermals «mehrere Vorstöße ab. Bei der Armee des Generals Jfron Koeveß wurde beiderserts der Straße Valeputna-Jakobenh, wo der Feind fett Beginn seiner Entlastungsoffensive gegen die Truppen der Generale von Habermann und von «Zcheuchenstuel mit besonderer Mhigkert Sturm läuft, und im Raume nördlich des Ta^ tarenfPasses erbittert gekämpft. Mle Opfer der Russen waren vergeblich. Heeresfrant des Gencralfeldmarschalls Prinzen Leopold vo» Bayer«. Nicht« Neues. FtalieniMer Kriegsschauplatz, und «üdöstlicker Kriegsschauplatz. Unverändert. Bet stellvertretende Chef des Generalstabs»» v. Hoeser, FeldmarschaUeutnant. T|t I I In bulWische Bericht. Sofia, 10. Dezember. Amtlicher Hee­ resbericht: Mazedonische Front: Nach heftigem zeitweilig zu Trommelfeuer sich steigerndem Artilleriefeuer gegen unsere Linie TarnovaRaschtann versuchte der Feind Tarnova und die Höhe 1248 nordwestlich Monastrr anzu­ greifen. Der Angriff wurde schon zu Beginn zurückgeschlagen. Ebenso griff der Femd tm Cer na-Bogen auf breiter Front dre Ltnie Dvbromir-Makovo an, wurde aber überall, stei­ lenweise im Handgranatenkampf, zurückge­ schlagen, sodah er auf der ganzen Brette der Angriffsfront nicht den geringsten Erfolg er­ zielen konnte. In der Moglena-Gegend ntchts Wesentliches. Zn Leiden Seiten des Wardar schwaches Feuer der feindlichen Arttllerie. An der Belasica-Front schwaches Feuer der ferndlichen Arttllerie. An der Struma lebhafte Artillerietätigkeit. Die Engländer versuchten dreimal TschiMtewftk, südlich von Serres am zugreifen; aber alle Angriffe wurden durch unsere Artillerie gebrochen. Bor unseren Stel­ lungen liegen 150 feindliche Leichen. Rumänische Front: In der Dobrudscha spärliches Artilleriefeuer. Unsere Trup­ pen überschritten die Donau bei Siltstrja und nähmen die Stadt Kalarasch. Andere unserer Truppen nahmen den Brückenkopf auf dem linken Donauufer gegenüber Cernavoda. In der Walachei dauert die Verfolgung fort. * : i tDer Mische Bericht. Konstantinopel, 10. Dez. Das tür­ kische Hauptquartier meldet: An der Kaukasusftont wurde ein feind­ licher Angriff gegen zwei unserer InfanterieRegimenter durch unseren Gegenangrtff voll­ ständig zurückgeschlagen. Kein wichtiges Er­ eignis «ruf den änderen Fronten. Der stellt». Generalissimus.</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. Aus dar Sommeschlacht. 1 London, 11. Dez. Wie schwer der Kamfp an der Somme war, davon gibt eine «Schilderung des Kriegskorrespondenten der Daily News, James Douglas, folgende Be­ schreibung: Es ist nicht möglich, eine Vor­ stellung des englischen Kanonenfeuers, weder bezüglich seiner Wröße ,noch seiner Wirkung, zU geben. Es vernichtete nicht Dörfer, son­ dern es fegt sie vom Erdboden. Nach dem Kriege werden Reisende nach, den Ortschaften suchen, deren Namen jetzt berühmt geworden sind, aber sie werden sie nicht finden, denn selbst die Trümmerhaufen davon 'bestehen nicht mehr. Der Kanonendonner dauert un­ unterbrochen fort, ohne daß die Schallschwingnngen auch' nur einen Augenblick ruhen. Es ist chn Meer von donnerndem Lärm, das die Luft von Horizont zu Horizont erfüllt. Die ganz« Symphonie ist so gewaltig ,daß man rächt begreift, daß sie Menschenwerk sein kann. Man möchte an eine ungeheure Naturerschei­ nung glauben .und doch beweisen die Tau­ sende von deutschen, französischen und eng­ lischen Kanonen, die in diesem Höllenkonzert msitwirken, daß es Menschenarbeit ist. Wenn man über ein «Schlachtfeld geht, nachdem die Kanonen und Minen ihre Arbeit verrichtet ha­ ben, dann steht man etwas, von dem kein Mensch sich eine Vorstellung machen kann. Wo man keine Minentrichter findet, findet man Granattchchter — und doch haben die Deut­ schen in ihren unterirdischen Zisternen alles das ausgehalten! Tenckffton TranzDstscher Minister. Der Matin meldet: Nach «Schluß des letz­ ten Mnisterrates sollen ganz unerwartet 5 Minister ohne Portefeuille ihre Demission ein£ gereicht haben.</p>
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          <p>Gegen Rußland. Russische Maffenopfer. Ueber die russische Entlastungsoffenstve in der Dobrudscha ist den letzten Meldungen zu entnahmen, daß die Russen am 2. Dezbr. am linken Flügel der Bulgaren nahe der Do­ nau besonders gegen die Höhe 234 verzwei­ felte, aber vergebliche Anstrengungen unter« nahmen, um durchzubrechen. Nach Gefange­ nenaussagen haben die Russen in diesen Kämyftn an Toten und Verwundeten mindestens eine ganze Division verloren. Die neunte und zchnte sibirische Division sind außerdem vollständig zertrümmert und für eine neue Tätigkeit vorläufig unfähig. Die Offensive der Russen, die sich in ihre alten Stellungen zurückzogen, hat somit aus längere Zeit ihr Ende gefunden. C3-) Trapotv amtsmüde. 1 r ■ Rußkija Wjedomosti erklärt, daß der Un­ terredung Trepows mit KokowzeW große Be­ deutung beizumessen sei. Es wurde hauptsiächslich über die auswärtige Politik gesprochen. Da weder Botkin in 'Lissabon noch Giera in Rom Ministerposten angetragen wurden, nimmt man an, daß Kokowzew Minister des Aeußern wird, zumal Neratow nur borübetf gehend den Ministerposten Miethen wird. "Ekelhaste Justcmde". Mus einem russischen' Tagesbefehl geht hervor, daß in einem Reservelazarett an der kaukasischen Front "ekelhafte Zustände" herr­ schen: Die an die Verwundeten und'Kranken ausgeteilten Nahrungsmittel seien "widerlich". Mit den abgenommenen schmutzigen Verbän­ den würden d ie Küchengeschirre gereinigt. Ver­ wundete und Kranke bleiben wochenlang unge­ waschen. Die Lazarettküche sei "einem Ab­ tritt ähnlich". Der Chef der Feldsanitäts­ verwaltung sicht sich genötigt, den General­ arzt Archarow mit dem Komjmändanten des Feldlazaretts auf einen Monat ins Militärgefängnis zu schicken, das Lazarett selbst aber ftrr die Dauer eines Monats "behufs Versetz­ ung in einen sanitären Zustand" schließen zu lassen. (8 ) ?</p>
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          <p>in erster Linie und fast ausschließlich Ruß­ land. Sarrail, Haig, Jofsre und Cadorna hätten alles unternommen, um feindliche Kräf­ te zu binden, womit ihre 'Aufgabe erschöpft gewesen sei. Eine Entsendung von englischen Mlfstruppen gar im Ausmaße einer halben Mllion, wie dies zum Beispiel "Oberver" fordere, sei undenkbar und könnte verhängnis­ voll werden für England. (Z.) Tire Flucht der rumänischen Bevö»lkeru«g. Di« Times melden aus Jassh»: Die für den 8. Dezember festgesetzte Kammeirsitzung ist verschoben worden. Es kommen Wer imtofer mehr Flüchtlinge aus Bukarest am, so daß Mangel an Lebensmitteln herrscht. Gegen Rumänien. tlttb totnn VW Welt voll Teufel wÄr! Düsseldorf, 10. Dez. Generalfeld-&gt; marschall von Mackensen hat dem "Düsseldor­ fer Generalanzeiger" am Tage der Schlacht am Argesul folgenden Denkspruch geschickt: "'Und r toemt die Welt voll Teufel wär, der Sieg muH uns doch bleiben!" -rumänische Zustände. Das rumänische Kriegsministerium ver­ öffentlicht in Jassh folgenden Aufruf: Unsere zurückweichende Armee bedarf, um sich zu neu­ em Widerstand zu sammeln, neuer Einklei­ dung. N$ie Zivilbevölkerung wird darum aüfgesordert, sofort alle verfügbaren Kleider den Militärbehörden zur Verfügung zu stellen. Jedes irgendwie brauchbare Kleid ist will­ kommen. Sollten die freiwilligen Gaben nicht ausreichen, so wird eine Zwangsrequirierung nötig. (Die Zivilbevölkerung soll die rumä­ nischen Soldaten vor der Gefangenschaft retten). — Der rumänische Gesandte in Peters­ burg wendete sich! in folgender Angelegenheit beschwerdeführend an die russische Regier­ ung sowie an den französischen Gesandten Paleologue: Die rumänische Heeresleitung hat die von der Entente gelieferte Munition auf dem großen Truppenübungsplatz westlich- von Jassh aufgestellt. Diese Munition wird jetzt auf Befehl Berthelots über den Pruth nach Rußland Mrücktransportiert. Die rumänische Armee verliert dadurch! die Möglichkeit, den letzten Teil der Heimat zu schützen. (Z.) Zur Lage in Rumänien. Rach einer Meldung der "Nowvje Wremja" drängen sich! endlos Flüchtlingszüge gegen die russische Grenze. Seit die wohlhabende Be­ völkerung bereits nach Frankreich und Eng­ land geflohen ist, zähle Beßarabien mehr als 500 000 Flüchtlinge. Bratianu floh als einer der ersten nach Jassh, wo die Flüchtlinge in trostloser Verfassung eintreffen Und nament­ lich unter dem Frost schwer leiden. Epidemien richten arge Verwüstungen an. "Adeverul" und "Epoca" erscheinen in Jassy, "Journal des Balcans" in Odessa. Take Jonescu weilt in Jassh. Diarghiloman äußerte, Rumänien brauche ganz neue, entschlossene Männer. — Die französischen und italienischen Blätter for­ dern in immer schärfer werdenden Ausdrükken eine Höchstanstrengung Rußlands. "Gaulois" erklärt, nur eine Riesentat Rußlands könne Rumänien aus seiner entsetzlichen Ge­ fahr retten. _C8.) Der Ton der englischen Presse gegen Ruß­ land wird Immer erregter. "Daily Chronicle" wendet 'sichi gereizt gegen die Stimmen, die der englischen Regierung vorwerfen, sie habe Nichts für Rumänien getan, und erklärt, die Schuld an dem» rumänischen Debacle treffe</p>
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          <p>Am Balkan. nig Konstantin hat, wie schon berichtet, den Ententeherrschern telegraphiert, nach einge brachten Beweisen hübe die Bewegung vom 1. Dezember den Sturz der Dynastie bezweckt. Der Vertreter des Blattes fügt hinzu, daß Reich und "Arm, Mann und Frau sich einmütig! am 1. Dezember mit Waffen und Werkzeugen? beim Königsschlosse versammelte, Uml Barrika­ den zu errichten und den König vor drohender Entführung durch' die Ententetruppen zu schützen. i Ein Vermittlungsvorschlag des «Königs. WTB. Athen, 10. Dez. Reuiter meldet: Aus griechischen Quellen verlautet: Der König machte das Angebot, drei Regimenter ausThessalien zurückziehen und die Bewcrchung des Kanals von Korinth und der Brücke von Chvktz kis französisches Torpedobooten anvertrauen zu wollen. Tie Lage in Griechenland. Zürich, 11. Dez. Meldung der Schwei­ zer Telegraphen-Jnformation: Gestern früh! 8 Uhr wurde die allgemeine Mobiliisation des griechischen Gesamtheeres angeordmet. Di« Bevölkerung Griechenlands ist nach italienischen Blättermeldungen über die Vevtzängung der Blockade nicht sehr «beunruhigt. Man ist der Ansicht einen Monat »durchholten zu können. Später würde Deutsichland hel­ fen. Die Zeitungen eifern Mm Widerstand an Rea Jmera veröffentlicht e;inen Brief VeNizelos an den Hm befreundeten General Korakas. Korakas 'ist bekanntlich» samt sei­ ner Tochter verhaftet worden. Im diesem Briefe heißt es nach- der Aufforderung die venizelistische Bewegung in Athen zu schüren: Das Hungergespenst droht Griechenland und niemand wird Widerstand leisten können, so­ bald die Blockade in Kraft getreten ist. Die antivenizelistischen Blätter erklärem die Blokkade als ein Werk Benizelos. Wer Wider»-! Wille gegen VenizeloS wird dadurch, noch gestei­ gert und die Bevölkerung angehallten, auszuihalten. Tie Ereignisse in Griechenland. Nach einer Meldung des Couriere della Sera herrscht zwischen der griechischen Regie­ rung und der Ententediplomatie lebhafte^Mißtrauen. Die Griechen seien wegem der Blokkade unbesorgt, da die Vorräte noch einen Mo­ nat reichen und dann durch Landzufuhr von 1 den Mittelmächten ergänzt werden: sollen. Kö-</p>
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          <p>Die Türkei im Kriege. Tie Neberhebung der Engländer. ' Konstantinopel, 11. Dez. Die Medtnaer Zeitung "Hedschas" erzählt einen Zwi­ schenfall, der sich in Jambu ereignet hat. Eng­ lische Offiziere benützten das Minarett einer Moschee als Beobach tu ngsposte n. Die dadurch verletzte Bevölkerung ersuchte um die Räumung der Moschee. Die Offiziere weigerten sich, betn Verlangen nachzukommen und drohten, im Falle eines Widerstandes die Stadt nieder­ zubrennen, wobei sie erklärten, Jambu sei eine englische Stadt und nicht einmal der Scherif Hussein habe hier irgendwelche Rechte. Deh Zchischeuffall ries unter der Bevölkerung gro­ ßen Zorn hervor. Die BewohUec verließen, um den Engländern ihre Verachtung zu zeigen, die Stadt. Das Medinaer Blatt fügt hinzu: Wenn die Engländer heute, wo sie der Uttf terstützung Husseins bedürfen, so vorgehen, was werden sie dann tun, sobald sie die Herren der Lage sein werden. !</p>
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          <p>-» ; Aufgebracht. i 1 Berlin, 11. Dez. Wie wir erfahren, ist Der kürzlich eingeschleppte Dampfer "Rio PariDo", ein brasilianischer Dampfer in Größe hon 975 Tonnen, der auf dem Wege von Holland nach 'England sich befand, mit 700 Tonnen Lebensrnitteln, darunter Speck, Mar­ garine And Käse beladen gewesen. Aluch der ebenfalls eingeschleppte holländische Dampfer "Caledonia" welcher 800 Tonnen groß ist, war Zumteil mit Lebensmitteln, 3umstell lit Baums wolle, Seide und Wolle beladen gewesen. Tie Lebensmittel sind beschlagnahmt und dem Heexesoedarf zugeführt worden. Versenkt. Das Echo de Paris meldet: Die französi­ sche Goelette "Indiana" wurde versenkt. Die Besatzung wurde gerettet. Aus Lissabon wird gemeldet Der bri­ tische Dampfer "Britannia" wurde durch ein Unterseeboot versenkt. Der Kapitän wurde ge­ gangen genommen, 23 Mann der Besatzung ge­ landet, 15 Mann werden vermißt. Die "Berlingske Tidende" meldet aus Ber­ gen: Die Besatzung des in der Nordsee ver­ senkten norwegischen Dampfers "'Stettin" er« Karte im Seeverhör, daß sie von dem Kom­ mandanten des deutschen U-Bootes ungewöhn­ lich gut behandelt wurde. Das U-Boot ver­ suchte die "Stettin" näher an Land zu schlep­ pen; aber es war unmöglich. Es wurde der Besatzung der "Stettin" von dem U-Boot eine Erklärung ausgestellt, daß die "Stettin" we­ gen Führung von Bannware versenkt wurde und Zeit und Ort der Versenkung genau an­ gegeben. Tie Besatzung erhielt die Erlaubnis, von der "Stettin" das Notwendigste mitzuneh­ men. Die Deutschen dagegen nahmen nichts vom Schiffe mit. Gesunken. Nach einer Llohdsmeldung ist der spani­ sche Dampfer "Bravo" gesunken, die Besatzung ist gerettet. Lloyds meldet,: Der Dampfer "Förths ist gesunken.</p>
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          <p>daß sie beide glücklich wurden? — Ein Schauer des Entzückens überrieselte sie. Die Gräfin war auf ihrer Seite, die wünschte die Verbindung, war durch Harald vielleicht gar eingeweiht. Und nun hatte sie ihr die Furcht vor dem Fluch ausreden, vielleicht auch haben prüfen wollen, ob sie stark genug war. Ja. sie war stark und würde sich nicht fürchten an der Seite und in dem Schutz des geliebten Mannes, sie war stark, wie die Frauen, die der Fluch nach der Gräfin Erzählung verschont hatte. Wenn nur erst das andere Hindernis beseitigt, wenn sie nur erst von ihrem Gatten rechtmäßig geschieden wäre! Sie fürchtete sich jetzt nicht mehr davor, es betn Geliebten zu beichten, denn sie fühlte es mit wonnigem Beben, daß er sie stark und fest liebte und daß er sie darum nicht Preisgeben würde. Bald, bald war es soweit. Haralds Gestalt in seiner männlichen Kraft wuchs vor ihr auf; sie sah den Blick aus seinen dunklen Augen, der ihr von Liebe sprach, und es wurde ihr schwindelhaft selig zu Mut. Sie träumte sich immer tiefer hinein in das Glück, an seiner Seite hier auf Bernegg leben zu dürfen, getragen von seiner Liebe und Liebe gebend ohne Ende und alles vorangegangene Leid versank darunter, verichwand unter den Wogen berauschenster Wonne. — Ah — da lag ja schon das Häuschen der alten Ursche. Wre schnell sie heute am Ziel angelangt war! — 23ot der Tür stand die alte, auf ihre Krücken gestützt uns iah, ohne sie zu bemerken, nach dem Himmel, an dem eilende Wolken hinzogen. Rose zögerte — ob sie nicht doch lieber umkehren sollte ? Da hob die Frau den Kopf, und über ihre Züge flog ein Erkennen. Sie winkte mit ihrer knöchernen Hand. "Guten Tag, Frau Ursche," sagte Rose, jetzt nähertretend und reichte der alten Frau die Hand. Die Ursche behielt sie in der ihren und strich fast zärtlich darüber hin. "Warum haben Sie die alte Ursche so lange warte lasse ? Warum sind Sie nicht gekomme, wie Sie verspräche?" "Ich konnte bisher nicht gut abkommen. Aber heute — erzählen Sie mir wieder etwas, nicht wahr?" "Gern, wenn ich noch was weiß. Habe Sie denn noch net g'nug g'hört von dem Fluch von Bernegg?" »Ich möchte allerdings — noch einiges darüber wissen," gab Rost stockend zur Antwort 'und folgte der Alten in das Zimmer. Das seltsam bedrückende Gefühl, das sie schon zum ersten Male empfunden hatte, befiel sie wieder. Ihre Hände wurden kalt und vurch ihre Glieder lief ein nervöses Ztttern. Aber sie zwang es gewaltsam nieder. Sie wollte sich nicht lange aufhalten; da der Graf zum Abend zurückkehrte und ihre Abwesen- heit keinem auffallen sollte. So ging sie schnell «tuf ihr Ziel los, als sie auf dem Holzstuhl neben der Alten saß. .Sagen Sie mir, Frau Ursche — was bedeutet es, wenn einem die rote Frau erscheint?" Die Alte sah sie eine Weile forschend und schweigend an. "Jscht sie 'lleicht Ihne erschiene? Na? Wozu wolle Sie es denn misse?" "Es — würde mich interessieren." "Gut — höre Sie: Es kommt darauf an, wie sie erscheint. Sie kommt immer in Flamme gehüllt, aber wenn ihr Blut aus bene Schläfe läuft, so bedeutet das wieder Blut — winkt sie mit der Hand zu sich — den Tod, und winkt sie ab — großes Glück." Rose dachte angestrengt nach, ob ihre die rote Frau damals im Traum ab- oder zugewinkt hatte. Sie wußte es nicht mehr genau. Nur daß ihr das Blutlaus den Schläfen geflossen war, deffen entsann sie sich. Ein Grausen befiel sie. "Nun sagen Sie mir auch noch, wie der Schatz auf der Wallenrode zu heben ist," fragte sie mit Hast. "Hm," machte Ursche nachdenklich. "Dös sich oan Geheimnis, dös darf nur der erfahre, der gesonne isch — das Werk zu vollbringen. (Fortsetzung folgt.* i</p>
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          <p>Kriegsbriefe aus dem Westen. Berlin, den 8. Dezember 1916. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Höhe 304 unser! (Telegramm unsres Kriegsberichterstatters.) Gr. Hauptquartier-West, am 7. Dez. Auch am gestrigen Tage beschränkte sich Der Feind an der ganzen Westfront auf A!rtillerietätigkeit, die teilweise sehr stark war, so in Flandern, in dessen südlichem Teile, von lebhafter Mtnentätigkeit begleitet, ferner bei Armentieres, La Bassee und an der Somme­ front. Hier veranstalteten die Engländer die üblichen Feuerübersfälle an der Ancre und bei le Transloh, während die Franzosen un­ sere Stellungen zwischen Fresnes und Ablaincourt sowie südlich der Ancre mit starkem Feuer belegten. Während der Feind aber nir­ gends zum Angriffe vorkam, haben wir die Franzosen aus einer von ihnen selbst für iänßerst wichtig erklärten Stellung an ihrer "Ehjrenfront" vor Verdun geworfen. Gestern Nachmittag um drei Uhr griffen wir, wäh­ lend gleichzeitig ein erfolgreicher Vorstoß in die französischen Stellungen am Toten Manne gemacht wurde, nach starker Artillerievorbe­ reitung die berühmte Höhe 304 zwischen Hau­ court ntnb Esnes an, die in unwiderstehlichem Nahkampse von dem westfälischen InfanterieRegiment Nr. 15 restlos, das heißt einschließ­ lich ihrer beherrschenden Gipfelhöhe, genom­ men wurde. Außer der sonstigen Beute fielen 5 Offiziere und 190 Mann als Gefangene in unsere Hände. Dex taktische Wert dieser Höhe 304, die im zweiten Teile der Verdunschlacht, nament­ lich im Mat dieses Jahres, täglich im Mittel­ punkte schwerer Kämpfe gestanden hat, ist aus diesem Ringen hinlänglich bekannt. Die Fran­ zosen haben erklärt, Dieser Gipfel sei "der Mittelpunkt und Schlüssel der zweiteu Ver­ teidigungsstellung nordwestlich Verdun". Sie hätten ihn mit Feldbefestigungen zu einer Festung gemacht, "stärker als Antwerpen", wie sie prahlerisch und übertteibend erklärten. Run fst die Höhe unser, und damit ist eine wichtige Stellungsverbesserung unserer jetzigen Verdun­ front gewonnen! Gleichzeittg aber haben die Franzosen durch diesen Schlag an ihrer em­ pfindlichsten Front d as Ende der kurzen Freu­ de erlebt, die sie nach der Räumung von Vaux und Douaumvnt darüber hatten, daß die ge­ samte innere Verteidigungsstellung vor Ver­ dun nun wieder in ihren Händen war, "fest und unerschütterlich", wie sie nicht müde wur­ den, sich täglich von neuem zu rühmen. (Kb.) W. Steuermann. Kriegsberichterstatter,</p>
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          <p>Kriegsbriefe aus dem Osten. Berlin, den ä. Dezember 1916. tunberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Erfolgreiche deutsche Unternehmungen entlang der Ostfront. Telegramm unsres zum Ostheer entsandten Kriegsberichterstatters. Ostfront, den 7. Dez. ' Die russischen kleinen Vorstöße, die längs der ganzen Ostfront eingesetzt hatten, sind schnell erstickt worden. Nur westlich Potutorh gegen rumänische Truppen Hutten die Angriffe erbitterten Charakter. Ein russi­ scher Gasangriff in der Gegend von Jlluxt mißglückte völlig, ttotz des stetigen Ostwindes. Gleichzeiitg mit den russischen Vorstößen wur­ den aber von deutscher Seite eine Anzahl starker Patrouillenunternehmungen glücklich durchgeführt. So geht Ende November eine preußische Landsturmpatrouille südlich Riga vor, gelangt in die russische Feldwachenstel­ lung und kehrt mit 33 Gefangenen, 2 Ma­ schinengewehren zurück, olhue eigenen Verlust. Ebenso wird in dem schon geschilderten Un­ ternehmen bei der Armeegruppe Bernhardt etine russische Vorstellung nordöstlich Zajaczowka nach kurzer Artillerievorbereitung durch deutsche und österreichisch-ungarisjchje Sturm­ trupps genommen. Die Besatzung wird er­ ledigt, der Rest der aus einem stnnländischen Eliteregiment stammenden Russen gefangen zu­ rückgebracht. Unsere Verluste Betragen zwei Leichtverwundete. Ein paar Tage später sto­ ßen ungarische Honveds nördlich Wielick bis in die zweite russische Linie vor. Der russi­ sche Graben ist mit Toten und Verwundeten gefüllt. Vorgestern Nacht gingen deutsche und österreichisch-ungarische Sturmabteilungen ge­ gen eine russische Feldwachenstellung bei Michailowka, nördlich Szelwow, nach Artillerie­ vorbereitung vor, drangen in den Graben ein und nahmen nach Handgranatenkampf 40 Mann gefangen. 5 russische Angriffe, die so­ fort einsetzten, wurden abgeschlagen. Im Morgengrauen gingen dann die Abteilungen in die Ausgangsstellung zurück. Auch westlich Tarnopol gelangen gestern Patrouillenunterp nehmungen, die 110 Gefangene einbrachten. So ist das Bild der Lage an der Ostfront, daß überall deutsche und österreichisch-ungari­ sche Sturmtrupps das Vorfeld beherrschen, wäh!reud die russischen Jagdkommaudos, die viel Schneid entwickeln, ttotzdem nirgends Erfolge erzielen können. Der Winter hat stark eingesetzt, der Bo­ den ist 'bei gleichmäßiger Kälte gefroren. Trotz der Knappheit an Wolle sind unsere Truppen dabei ausreichend mit warmem Zeug versehen. Der Gesundheitszustand in der Ostarnree ist so gut, daß vor kurzem in Wolhynien mehrere Senchenlazarette ausgelöst werden konnten. (Kb.) Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter</p>
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          <p>-gen Fraktionen des Reichstags versammeln sich, soviel bis jetzt bekannt ist, eine Stunde später. Kriegsminister von Stein '5WiIiiiB.rofiertiep MWHajb^. Ter preuh. Kriegsminister Gch neral von Stein ist durch kaiserliche Kabinetts vrder zum Militäroberbefehlshaber ernannt worden, u m als solcher die neuen Gesetze über die Schutzhaft und den Belagerungszustand auszuführen und die Leitung der neugeschaffjfenen Zentralen der Beschwerdestellen in Zentsurangelegenheiten zu übernelhMen. (Z.) Bclcuch tungscinschränkung. In der gestr'igett Sitzung des Bundesrates wurde die Vort­ lage betreffend die Ersparnis von Brennstof­ fen und Beleuchtungsmitteln angenommen. Wnisiilftung einer Einheitsuniform Oesterreich. Zur Vereinfachung der Beschaf­ fung und des Nachschubes wurde im Eirtvernehitnen mit dem Arjmleeoberko Wando für alle Wäffen- und Truppengattungen — zunächst provisorisch — eine Einheitsuniform — Bluse Hose und Mantel — eingeführt. Durch diese Neuerung fallen die Unterscheidungsmerkmale Mr die einzelnen Gattungen der Truppen weg. Bis zur endgültigen Einführung einer neuen Felduniform werden provisorische Trupenab­ zeichen eingeführt. Zu diesen besonderen Abi­ zeichen gehören vor allem die KappenembleP Me, mit dem Bildnisse S. M. des Kaisers und Königs und S. k. IU. k. Hoheit Feldmarschalls Friedrich sowie die, während des Krieges bei den einzelnen Truppenteilen eingeführten Ab­ zeichen. Tas «ugairische Rationalkröitungc-geschenk. Sjte ungarische Nation wird auch bei die--? ser Krönungsfeier 50 000 Dukaten dem König und 50 000 Dukaten der Königin als Krünungsgeschenk überreichen. Diesmal werden die Dukaten aber "20-Kronenstücke sein. Das Geschenk wird in zwei Kasetten durch eine Landesdeputation dem Königspaar überreicht werden.</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Ter neue bayerische Kriegsminister. S. 9Jt. der König haben den Generalleutnant und Kommandeur der Kavalleriedivision Philipp von Helllngrath zum Staatsrat i. v. D. und zum Kriegsminister zu ernennen geruht. Vorläufig Leine Bicrprciserhöhung. In der Generalversammlung der Brauerei zum Franziskanerkeller äußerte sich der Vorsitz­ ende Gehl. Kommerzienrat Gabriel von Sedhrnayr bei der Erstattung seines Berichtes daihin, datz eine Erhöhung des Bierpreises in absehbarer Zeit wohil nicht eintreten werde. Svjähjr. Fubiläum. In Bayreuth feierte der bekannte und allseits beliebte Klavier­ stimmer der Firma Steingraeber u. Söhne, Herr Peter Potzel sein 50 jähriges Jubiläum. Der Chtzf überreichte ihm ein Ehrengeschenk uirrer Betonung seiner ausgezeichneten Ver­ dienste um die Firma. ,</p>
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          <p>Allerlei. nerhalb der letzten 10 Jahre. Rigi und Pila­ tus weisen ebenfalls schon Schneedecken von 1 0.60—1.70 Metern auf. Tie Welkenden Schneidergesellen in Da­ vos. In Davos sind die 'Schneidergesellen in den Ausstand getreten. Sie hatten wegen der Teuerung eine Lohnerhöhung von 8 Prozent verlangt, wie sie bereits an anderen Orten gewährt worden sei. Die Meister lehnten die Lohnforderung aber ab und sÄHIrten an Stelle des Taglohnshstems das von den Arbeitern bekämpfte Stücklohusystem ein, worauf die Ar­ beiter den Streik erklärten. Bon einem Zirkuslöwen zerfleischt. Von einem Zirkuslöwen wurde in Winterthur der Knabe Kurt 'Schmidhauser angefallen und so schwer verwundet, daß er bald darauf im Spital verstarb. AM Gotthchlv 3 Meter Schneehöhe. Nach Meldungen an die Schweizer meteorologische Zentralstation in Zürich sind im höheren Gott­ hard-Gebiet ganz beträchtliche Schneemassen niedergegangen. Die Schneehöhe der letzten zwei Tage beträgt 150 Zentimeter, die totale Schneehöhe über 3 Meter. Es ist dies eine der größten Schneehöhen um diese Jahreszeit in­</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. Landau, 7. Dez. (Verhafteter Schwind­ ler.) Mit einem zeitgemäßen Trick suchte sich in hiesiger und auch anderer Gegend ein I Schwindler seinen Lebensunterhalt M verdie­ nen. Er kaufte sich eine Militärnnisorm, gab sich — obwohl er noch nie im Heere stand — als Kriegsteilnehmer aus, suchte durch seine t Erzählungen von den vielen Schlachten, die f er mitmachte und von den Verwundungen, I die er erlitt, Mitleid zu erregen und bat zum . Schluß um eine "steine Gabe", die ihm in den meisten Fällen auch gewährt wurde. Nun hat thu das Schicksal ereilt; er fitzt hier hinter Schloß und Riegel. i Wcgscheid, 10. Dez. (Tödlicher Unglücks­ fall.) In Hutthurm geriet der 60 Jahre alte j Landwirt Jungwirt von Kenzingevberg beim I Aufladen von Blöchern zwischen zwei ins Rol| len geratene Baumstämme, wobei ihM der Kopf vollständig zerquetscht wurde. Ein Sohn des auf so gräßliche Weise ums Leben Gekommef nett hat vor einiger Zeit den Heldentod int j Felde gefunden. X</p>
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          <p>Lokales. Landshut, 12. Dezember. —* Das König Ludwig-Kreuz wur­ de dem Sanitätsunterofsizier Joihann Altmann und betn Unterofjizier der Ersatzeskat dron des 2. Schweren Reiter-Regiments Josef I Anglofer verliehen. i $ —* Todesfall. Gestern verschied hier Herr Bahnverwalter a. D. Johann Gareis im Alter von 71 Jahren. Der Verblichene war lange dahier an der Hiesigen Bahnstation tä­ tig und ein von Vorgesetzten und Untergebeen geschätzter, liebenswürdiger, pflichtgetreuerBe!amrer. Vor sechs Jähren ging er in den | wohlverdienten Ruhestand, den er hier verlebte. { Der Krieg hat auch seinem.Vaterherzen eine schwere Wunde geschlagen, als ein hvffnungslvoller Sohn auf der Felde der Ehre den Heldentod starb. Ein weiterer Sohin steht noch im Felde. Die Gattin und die vier noch lep Lenden Kinder beweinen in dem Verblichenen einen treubesorgten liebevollen Gatten und Vater. -T-* Gestorben ist gestern nach längerer Krankheit, jedoch rasch und unerwartet, Herr Bräugehilfe Georg Dendl hier. Der Verbllchene war 23 Jahre in der Brauerei Aiwmiller hier tätig. Vor 2 Jahren konnte er mit seiner Gattin das Fest der silbernen Hochs­ zeit feiern. Zwei Söhne stehen im Felde, einer von ihnen ist gegenwjärtig verwundet. Die Gattin mit fünf Kindern steht trauernd an der Bahre des geliebten Gatten und Vaters. —* .Seinen Verletzungen erlegen ist ttn Gar niso nsljizarette hier der Infanterist Johann Rann des 126. (württetnb.) Jnfant.-? Regiments. —* Von seinem Truppenteil hatte ? sich der Soldat des Jnfanterie-Leib-Regts. 7 Richard Oberhofer, Oekonom von hier, ohne j Erlaubnis entfernt. Er wurde hier durch die I Schutzmannschaft festgenommen. I —* Ein Gefe chtsschießen mit schav; fer Munition des hiesigen Ersatzbataillons sintj bet vom 18.—21. Dezember in der Gegend von i Essenbach statt. Es werden daher an diesen vier Tagen jeweils von 7 Uhr frühi bis 4 &gt; Uhr nachmittags die gewöhUlichen Absperrt I maßregeln des Geländes getroffen. | —* Weihinachtsferien an den höhej| ren Unterrichtsanstalten Bayerns dauern mit i Rücksicht auf die Zeitverhältnisse bis zum 8. | Januar 1917 einschließlich. • —* Den Fuß gebrochen hat sich ge­ stern nach Beendigung des Unterrichts einForhbilduugsschüler vor betn Realschulgebäude. Der Verunglückte wurde durch die freiw. Sanstg tätskolonne in seine Wohnung verbracht. —* Die Lebensmittel- un,d Petro­ leummarkenabgabe erfolgt von morgen Mittwoch bis Samstag im Rathause hier. Die Brotkarten haben eine steine Aenderung dahin erfahren, daß jetzt am Ende einer Markenreihe nicht mehr zwei Heine Marken für 100 Gramm Mehl, 150 Gramm Schwarzbrot oder 3 Sem­ meln, sondern drei kleine Marken für 66 Gr. Mehl, 100 Gramm Schwarzbrot ober 2 Sem­ meln sich befinden. ; —* Weihlnach tsp ostverkehir. An den in die Weihuachts- und Neujährszeit fallen­ den Sonntagen, 24. unb 31. Dezember, wetss den die Schalterdienststunden bei dem Postamte Landshiut nebst Zweigdienststelle in nachstejhender Weise verlängert: am 24. Dez. von 10— 3 Uhr für den Paketpostdienst, am 31. Dez. von 10—3 Uhr für den Briespostdienst mjtt Ausnahme des Postanweisungsverkehrs. —* Rohling. Am Sonntag abends machte sich ein 20Dhriger Hofberger Bursche das Ver­ gnügen, einem in der Gastwirtschaft "zum Rtrschl" wohnenden 10jährigen Knaben derart zu schlagen, daß der gegen den Rohling weh!r5 lose arme Junge längere Zeit am Wege liegen blieb, bis er schwerverletzt in die Wohnung seiner Eltern verbracht wurde. Könnte man einen solchen Rohling nicht in den Schützens graben stecken, dort fände er jedenfalls Gelep legenheit, seine rohe Tatenluft am geeigneter Stelle zu verwenden. —* Ueber die Festsetzung des Brauf kontingents hört die M. A. 9L, daß für Norddentschland das Kontingent auf 25 Pro­ zent der Friedenserzeugung herabgesetzt werde. Für Bayern sei eine Erhöhung gegenüber die­ sem Satze bis zu 10 Prozent beschlossen, fo£ daß also dort 35 Prozent der Friedenserzeujgnng gebraut werden dürfen. Die durch die Herabsetzung des Braukontingents gewonnene Gerste soll zum Sttecken der Brotgetreidevorräte dienen an Stelle der Kartoffeln; da die Vorräte an solchen derart eingeteilt werden den sollen, daß wir mit ihnen bis Mitte Juli nächsten Jahres reichen, wo die Frühkartoffeln wieder am Markte erscheinen. —* Zur Mästung von Rindvieh für das Feldheer schreibt die Bayer. Fleisch^ versorgungsstelle: Die Zenttale für die Bqschaffung der Heeresverpflegung in Berlin läßt aus den gegenwärtigen Lieferungen noch nicht ausgemästetes Rindvieh zurückstellen und für das Frühjahr ausmästen. Auch an den bahjerischen Heeresviehisammelstellen werden ge­ eignete Tiere ausgewählt. Sie kommen jedoch nicht, wie vorgesehen, an die Magerviehsam^ meisterte nt -sramtrjeTm, sondern werden von den bayerischen Vrehfammelstellen weg unmit­ telbar bayerischen Landwirten zur Fütterung und Mast zugewiesen. Die bayerischen Landiwirte, die in der Lage sind, Magervieh zur Mästung zu übernehmen, werden ersucht, sich an die zuständigen Kreisbevollmächtigten oder Tierzuchtinspektoren zu wenden, von denen die näheren Bedingungen des mit der Bayer. Fleischversorgungsstelle abzuschliehewden Mastverttages zu erfahren sind. f</p>
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          <p>»Ile Schuld an ihr liegen, wenn sie lieft, daß in der Haupt- und Residenzstadt 80 000 Zent­ ner Mehl mehr gebraucht wurden, ohne daß man es merkte, datz Kebensjmlittel utrt 100 000 Mark dort angekauft und ausgeführt werden konnten. Die Anführung dieser Beispiele er* bringe den Beweis, daß man nicht alle Schuld auf die Landbevölkerung schieben dürfe und pamßtdie Kluft zwischen Stadt jnnd Land nicht noch inehr erweitern solle, denn hierzu sei die Zeit zu ernst. Das Heimatheer, ob es Hinter dem Pflug einhergeht, am Mmhos oder auf .Schraubstock steht, müsse geeint werden. Es fei nicht die Zeit $u tatenlosen Klagen sondern zu klagelosen Taten. Vor allem sei es notwendig, die uner­ freulichen Gegensätze zwischen Stadt und Land zu beseitigen. Dies könne nur geschehen, wenn man sich in beiden Lagern besser einschätzen Lernt. Der Städter mutz anerkennen lernen, tote schwer es ist, die Betriebe der Landwirt­ schaft aufrecht zu erhalten mit den Arbeits­ kräften von Kindern, Frauen, alten Männern und ein paar Gefangenen. Dem Mangel an Gespannen solle durch' möglichste Einsparung in den Garnisonen abgeholfen werden. Der Städter muH sich' auch darüber klar sein, datz bte rechtzeitige Anlieferung der Lebensmittel nicht vom Bauern allein abhängig ist. 'Tie Wstterungs- und Tranportverhältnisse und manchmal auch die beständig wechselnden Ver­ ordnungen lassen oft ein rasches Handeln nicht zu. , ! ! I T Wenn heute den Landwirten Kriegsge­ winne vorgerechnet werden, so müsse gesagt werden, datz die auf landw. Produkte gelegten Höchstpreise angesichts der hohen Produktivnstoften durchaus nicht als übertrieben hoch zu erachten sind. Es ist auch alles teuer, was der .Bauer zu Erwerben hat. Wenn nirgends hö­ here Kriegsgewinne gemacht würden als in der Landwirtschaft, dann hätten wir ideale Zustände. Wenn in keinem Betriebe höhere Gewinne erzielt werden dürften als in der Landwirtschaft, dann wäre vielleicht Nicht alle Kriegsgesellschaften entstanden. Auch ein Teil der Presse lätzt es sich an­ gelegen sein, die Kluft zwischen Stadt und Land nicht zu vermindern, sondern noch zu. erweitern. Die Landwirtschaft müsse erkennen, datz es ihre Pflicht sei, alles, was sie nicht unbedingt selbst nötig habe, raschestens den bedürftigen Erwerbsständen zuzuführen. Es darf kein Zu­ rückhalten geben. Es. müsse aber auch damit aufgeräumt werden, datz man die Lebensmittel einzelnen Personen zukommen lasse, die in der glücklichen Lage sind, den Geldbeutel nicht schonen zu müssen. Heute sehe man Städter hinausziehen mit Körben, Rucksäcken u. a. zum Vettern auss Land, den sie früher gar nicht gekannt haben oder dem sie in der Stadt ausge­ wichen sind, wenn er ihnen zu Gesicht kam. Besonders aber die Beseitigung des wilden Handels müsse von den Bauern nachdrücklichst unterstützt werden. Wenn solche wilde Händler aus die Bauernhöfe kommen, hinaus damit. 1 Der Redner schloß mit einem warnten Ap­ pell an Stadt und Land zu gegenseitigem Ver­ trauen und strengster Pflichterfüllung, da wir doch alle Kinder der grohen deutschen Familie sind. Dann könne jeder bei dem siegreichen Ende des Krieges von sich sagen, er habe seine Schuldigkeit getan. In der nun folgenden regen Erörterung gab Herr Rechtsrat Ambros dem Gedanken Ausdruck, datz die landw. Genossenschaften mit an erster Stelle berufen seien, den Kampflgegen die Lebensmittelnot in den Städten tzu einem siegreichen Ende zu führen. Herr Pfarrer Haarmeier-Jggensbach er­ örterte ebenfalls die gegenseitige Gering­ schätzung von Stadt und Land, bedauerte die Verunglimpfung des Bauernstandes und der zur Vermittlung am ersten berufenen Geistlichen durch Witzblätter, betonte die Haltlosigkeit der ewig schwankenden Preisbildung, die viel Un­ ruhe in den Bauernstand bringe und verurteil­ te die Lockpreise auf das schärfste. rperr Pfarrer Stmztnger-DberlaMng mein­ te, es gelte vor allem, die Gegensätze schnell­ stens auszugleichen und zu Handeln. Herr Kreisanwalt, Hauptmann und Oekonomievat Pansinger glaubte, datz ein Ausgleich am schnellsten zustande komvte, wenn Man sich am Lande an die Frauen wende. Es sollen Frauenversammlungen abgehalten werden. Herr Pfarrer Stelzer schlägt vor, es sollen fteiwillige Sammelstellen durch die Genossen­ schaften über das ganze Land errichtet werden, in jeder Gemeinde und zwar sofort. Diese fvlten den amtlichen Samknjelstellen angegliedert werden. "Es solle von Haus zu.'Haus gegangen werden, um tote bei den Kriegsanleihen das Gold, jetzt Eier, Butter und Schmalz herauszu­ bringen. Ein schlechter Geistlicher, der jetzt nicht seinen Pfarrangeh'örigen sagt, was Chiristenpflicht äst. Durch die freiwilligen Sammel­ stellen würde auch der wilde Handel von selbst aufhören. ' ' , Herr Regierungsrat Auer betonte, datz bei Erlaß der Verordnungen niemand die lange Dauer des Krieges voraussehen konnte, datz er mit einer solchen Mißachtung des Völkerrechtes geführt werde. In dem Hilfsdienstgesetz, dem höchsten Ausdruck deutschen Geistes, ist der Landwirtschaft von vornherein eine Ausnahme zugesagt. Die Landwirte sind ass Heimatkrieger anerkannt mit Rücksicht aus ihre Ver­ dienste um die Ernährung der heimischen Be­ völkerung. Aber dies bringe auch Pflichten. Redner schildert sodann eingehend die Verhält­ nisse in den Städten, die zu einschneidenden Matznahmen geführt haben, die manchen Land­ wirt schwer treffen und ihm als unverdiente Härte erscheinen mögen. Allein in der gegen­ wärtigen Zeit müsse alles zusammenstehen. Wenn jetzt von den Bezirksämtern Kartoffel eingefordert werden, so sei dies hart, aber es müsse sein. Er sei jetzt schon im 3. Kriegsjahr Landwirtschastsreferent, allein noch nie fei das Getreide so langsam hereingekommen, tote heuer. Es fei aber dringend notwendig, schon im eigenen Interesse des Landwirts, damit dieser sich klar werde, was er noch verbrauchen dürfe. Er bat ferner, die für Hausschlachtun­ gen ergangenen Verordnungen über Abliefer­ ung vion Fett voll und ganz zu erfüllen, da dieses Fett nur den Schwerstarbeitern zugeführt werden soll. Viele Bezirksämter haben bereits freiwillige Sammlungen Mit Hilfe der Geist­ lichen und Lehrer veranstaltet und schöne Er­ folge erzielt. Es müssen nur die richtigen Personen diese Sammlungen vornehmen und tyiefür kommen vor allem die Genossenschaften in Betracht. Von Butter und Schmalz sollen angeliefert werden, was der Bauer nicht selbst braucht. Es werden zu dtesesnZ ftchcke allge­ meine SamMelstellen eingerichtet fort ganzen Lande und damit der ganze Verkehr mit länd­ lichen Produkten den Kommunalverbänden zu­ geführt, Me auch die einzig richtige RechtspersönHchkeit sind, in die man die Sache zu­ sammenfassen könne. Es werde auch viel ge­ schimpft auf den KomMunalverband, aber iM grohen und ganzen sei er doch der Treffpunkt aller ländlichen Produkte. Dies gelte wie für Vieh' und Getreide auch für Butter undSchmalz und bald auch für Eier. Der freie Handel solle nicht ausgeschaltet, aber unter Kontrolle gestellt werden. Herr Kreisanwalt Pausinger dankte allen Rednern für ihre beherzigenswerten Worte.</p>
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          <p>Letzte Posten. Tpr Kaiser nimmt das Großkreuz des Eisernen Kreuzes an. WTB. Berlin, 12. Dezember. (Amtlich^.) Generalfeldmarschall von Hindenburg richtete gestern nach dem täglichen Vortrag über die Kriegslage als ältester kommandierender Gefneral der preutzischen Armee an den Kaiser namens des Heeres die Bitte, das Grotzkreuz des Eisernen Kreuzes selbst anlegen zu wollen. Hindenburg führte dabei aus, wie viel das Heer seinem Obersten Kriegsherrn in dieser großen Zeit zu danken habe. S. M. der Kai­ ser geruhte hierauf, der Bitte des GeneralselÄmqrschalls zu entsprechen. , Griechenlands Bereitschaft. In der Nähe von Athen, sollen, laut Boff. Ztg., 20 000 Mann griechischerTvuppen marWbereit stehen. Auch längs ‘ der neutralenZone seien starke griechische Streitkräste aufgestellt. Ein» Tagesbefehl des griechischen Kriegs- i MniWrs an das Heer begrüßt die Truppen im Na­ men des Königs und dankt ihnen für ihre treue Pflichterfüllung gegenüber dem Feinde, der Dynastie und schließt mit der Hoffnung, datz das Vaterland unter dem geliebten 'König und der Verfassung einer neuen Zukunft enhgegenschreiten möge. ! \ Ein Haftbefehl gegen Venizelos. J Nach einer Athener Meldung des Mattn sind in Athen Kriegsgerichte eingesetzt woö­ den, die Haftbefehle gegen alle venizelistischen Parteigänger erlassen Darunter auch gegen Venizelos selbst und gegen die Mitglieder der Regierung in Saloniki. Keine Schonung für die Neutralen. ! 1 Dilh Mail fordert wieder eine Verschärf fang der Blockade, um den Krieg zu verkür­ zen Und das Leben englischer Soldaten zu schonen, Ceeil habe Angst, neutrale Länder Cwie Holland und Dänemark zu verletzen. Das Blatt hvfft, datz das englische Leben höher seia ls die guten Beziehungen zu den Neutralen. Lord Burney 2. Seelord. Aus London wird gemeldet: Admiral Lord Burney wurde zum 2. Seelord ernannt. Versenkt. Der niederländische Dampftr "Zaanland", der in Amsterdam angekommen ist, leidet, datz am 4. Dezember zwei Schiffsboote mit 21 Mann Besatzung des norwegischen Dampfers "Nervion"' aus Christiania antraf, der von einem deutschen Unterseeboot versenkt wor­ den war. Die Besatzung wurde aufgenomtz men und nach einigen Tagen einem englischen Fischdampser übergeben. Lebensmittelteuornng in England. New York, 28. Nov. (Durch Funkspruch vom Vertreter des WTB. — Verspätet einge­ troffen.) Sir Alfred Booth, der Vorsitzende des Auffichtsrates der Eunardlinie, der hier eingetroffen ist, sagte, England sei jetzt weit mehr über die hohen Lebensmittelpreise irt Auflegung, als über irgend etwas anderes. Eier kosteten in London einen Dollar das Dutzend, Brot al Cents der Laib. Die Preise der anderen Lebensrnittel ständen in einem entsprechenden Verhältnis. Es sei möglich, daß die Hotels und Restaurants in London und anderen Städten aus Anordnung des Set* Lensmitteldiktators geschlossen würden.</p>
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          <p>Literarisches. Tie Illustrierte Kriegs-Chronik des Da­ heim hat vor ähnlichen Unternehmungen einen großen Vorzug: sie folgt den Ereignissen ge­ radezu aus dem Fuße. Für jeden Tag findet der Leser in knappem Chronikstil die Ereig­ nisse der verschiedenen Kriegsschauplätze kurz verbucht. Dem Besitzer dieses Werkes ist eÄ also später einmal leicht, durch Nachblättern jede einzelne Waffentat des großen Krieges festzustellen. (Verlag von Velhagen urtd Kla« fing in Bielefeld und Leipzig. Preis des Hef­ tes 60 Pfg.) Der "Baumeister", Monatshefte für Architek­ tur und Baupraxls, (Verlagsbuchbehandlung Georg D. W. Callwey). Das Heft ist zum Preise von Mark 3.— durch alle Buchhandlungen zu beziehe»</p>
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          <p>Bekanntmachung. Am 18 , 19. 29. und 21. Dezember 1916 finden in der Gegend von Essenbach GeWWeBnngen mit fdjnrfer Innitiott statt. Abgesperrt wird an den 4 Tagen von 7 Uhr Vormitag bis 4 Uhr Nachmittag das Gelände zwischen Bahnlinie Altheim—Wörth a. I. und der Stratze Essenbach—Unter­ wattenbach von dem Wege Essenbach-Ohn an bis zum Wege, der von Mettenbach über das Moos zur vorgenannten Bahn­ linie führt. Landshut, den 9. Dezember 1916. 2600ErWMW« LllM.-3ltf.--RG. Rl. 2.</p>
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