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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-12-13"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 338</biblScope>
          <date when="1916-12-13">1916-12-13</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>ungskampf bleibt, u. daß nur unsere Existenz das Ziel bildet, das wir zu erringen haben. ^Allerdings unsere Existenz als gleichberechtigte -Weltmacht. Weihnachten naht und dieWelt rüstet sich zur Begehung dieses Friedensseß stes, zum drittenmale wählend des Krieges. Wir hassten nicht mehr, daß, auch von den Kriegsschauplätzen eine Friedenshunde dasFest verschönern würde. Da bewährte sich unser Kaiser wieder, wie schon so oft, als Friekdenskaifer, und bot den Feinden die Hand, di« dem von Kampfesfurien seit mehr als 28 Monaten zerwühlten Europa den Frieden bringen sollte. Von ferne leuchtet die Weihi­ nachtstunde "Und Friede den Menschen aus EÄden, die eines guten Willens sind", in das Kriegsgetöse. Unsere Feinde werden jetzt zu zeigen haben, ob sie eines guten Willens sind, ob sie die ftöhe Botschaft des WeihriachtÄengels zur Wahrheit ewrven lassen, der Welt den langersehnten Frieden geben wollen. Sollkten sie aber nicht den guten Willen haben, so wird die Weltgeschichte dereinst 'thtz Ur­ teil über sie Wien. Unser Arm ist stark und unser Schwert scharf und unsere tapseren Streiter werden den Feinden im heiligen Zorne -Dann aufzuzwingen wissen, was sie nicht fteiwillig zu nehmen geneigt 'sind. —* Falsches Gerücht. Vor kurzem war -hier das Gerücht verbreitet, daß Herr Rittmei­ ster Rauch , früher im 2. Schweren 'Reiter-Rtzt., zuletzt Führer einer Maschinengewehtzabtei­ ln ng auf dem Felde der Ehre gefallen sei. Wie uns von zuständiger Seite mitgeteilt wird, bewahrheitet sich das Gerücht ersreullcher-weise nicht. j —* Keine Abkürzungen der FeldPost-Adressen. Seit einiger Zeit mehren sich in auffälliger Weise die Feldpostsendungen, in deren Aufschrift der Truppenteil des Em­ pfängers nicht ausgeschrieben, sondern tritt un­ verständlichen Abkürzungen wiedergegeben ist. Namentlich kommen Bezeichnungen vor, die nur aus einzelnen Buchstaben bestehlen oder eine mehrfache Deutung zulassen. Solche Ausß schriften können von den Kostbeamten über­ haupt nicht oder erst nach vieler Müh« ent­ ziffert werden. Die, Sendungen müssen daher als unbestellbar an die Absender zurückgegeben werden oder erleiden zum mindesten Verzö­ gerungen in der Absendung. Es kann also den Absendern zu ihrem und der Empfänger Besten nur dringend geraten werden, in der Aufschrift der Feldpostsendungen alle unver­ ständlichen Abkürzungen zu unterlassen und den Truppenteil in deutlicher, jeden Zweifel ausschließender Form anzugeben. —* Das Oelgemälde, das Frau Oberstleutnaut Kaiser für die Hinterbliebenen der gefallenen Angehörigen des 1. Bat. 16. JnfsRgts. gestiftet hat, wird am 23. Dezember verlost. Nur ein Keiner Rest von Losen ist noch abzugeben, dessen Verkauf im Interesse des guten Zweckes zu wünschen wäre, um dem Unternehmen einen vollen Erfolg zu sichern. —* Eine ^Kunstausstellung hat Herr Professor Max Kuhn in einem Ladenraum des Grundnetzhauses gegenüber dem Rathäuse eröffnet. Die reichhaltige Ausstellung bietet ein anschauliches Schaffensbild des Künstlers im letzten Jahre: Prächtige Bilder unserer Stadt in Oelmalerei und Tempera, herrliche Innenansichten charakteristischer Bauwerke Landshnts, Oandschastsbilder von tiefem Reiz und besonders auch Interieurs aus den histo­ rischen Zimmern der Trausnitz. Besonders letztere bilden int Bilde einen prächtigen An­ blick und zeigen so recht, wie schön diese jetzt leider oft sehr beschädigten Räume einst gewe­ sen sind. Geeignete Staffage zaubert auf ei­ nem dieser Bilder Leben und Erinnerung an längst vergangene Tage hervor. Wohlgelungene Aktstndien zeigen die Vervollkommnung des Künstlers, der in seinen Bildern einen tiefempfunden Farbensinn mit hervorragen­ dem technischen Können verriet. Ein Teil der Ausstellung umfaßt getönte Kohlezeichnungen u. a. von der Hand eines 1 Sohries des Herrn Professors, der den Bahnen seines kunstbe­ gabten Herrn Vaters zu folgen scheint. Die Ausstellung bietet viele Reize und ist ihre Besichtigung allen Freunden der schönen Kunst auf das wärmste zu empfehlen. Sie ist von heute an auf die Dauer von 10 Tagen täglich von 10—12 und r 4—7 Uhr zu freiem (SinH tritt geöffnet. 1 - ( —* Durchgebrannt ist seinem Trans­ porteur am hiesigen Bahnhöfe vor einigen Tagen der Wehrmann Johann Bayer des hie­ sigen Ersatzbataillons. Der Flüchtige, der be­ reits des öfteren vorbestraft ist und neueydings unerlaubter Entfernung von seinem Truppenteil zu 7 Monaten Gefängnis verur­ teilt ist, konnte bis jetzt nicht dingfest ge-' macht werden. —* Eine Fahrraddiebin wurde heute nachts hier festgenommen, als sie ein gestern abends in einem größeren Etablissement ge­ stohlenes Rad veräußern wollte. Es ist die Dienstmagd Anna Stöberl von Neukirchen.</p>
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          <p>Friedensvorschläge des Deutschen Kaisers. München, 12. Dezember tE. H.) S. M. der Kaiser hat den nachstehenden Tagesbefehl an das deutsche Heer erlassen: Soldaten! Zn dem Gefühle des Sieges, den Ihr durch Eure Tapferkeit errungen habt, habe-Ich und die Herrscher der treuverbül^eten Staaten dem Feinde ein Friedensangebot gemacht. Ob das damit verbundene Ziel er­ reicht wird, bleibt dahingestellt. Ihr habt weiterhin mit Gotteshilfe dem Feinde standzuhalten und ihn zu schlagen. Großes Hauptquartier, den 12. Dezember 1916 ge;. Wilhelm i. R</p>
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          <p>Tagesbefehl des Kaisers von Oesterreich-Ungarn. , WTB. Wien, 12. Dezember. | Der Kaiser erließ nachstehenden Armeen und Flottenbefehl: 1 ' An meine Soldaten der Armee und der Flottes Gottes gnädige Hilfe und Eure und un­ serer treuen Verbündeten Tapferkeit und Aussauer schufen qtne Lage, die unseren endgühtfgen Sieg nicht mehr Adeiffelhast erscheinen läßt. ; In dem Bestreben, den mannhaft «usfr harrenden Völkern die Segnungen des' Frie­ dens Weber zu geben, unternahmen Ich und Meine erlauchten Bundesgenossen einen Ver­ such zur Herbeiführung eines ehrenvollen Frie­ dens. . I ^ C Ich bete zum Allmächtigen, er möge diese« Schnitt mit Segen begleiten, bin aber sicher^ Ihr werdet mit gleichem Heldenmut Weiterd­ kämpfen, bis der Friede geschloffen ist, oder bis Ihr den Feind entscheidend geschlagen. , I Me Erklärung de; ReWksnz!«; im Reichstag. Berlin, 12. Dez. Wie der ReichskanW ler in der heutigen Reichstagssttzung mitteilte^ haben dze Regierungen des Vierbundes heute an die diplomatischen Vertreter der mit dem Schutze ihrer Staatsangehörigen in den feind­ lichen Ländern betrauten Staaten zur UeberMittelung an die feindlichen Mächte estne gleichlautende Note j gerichtet, mit dem Vorschlage, aslbald in Friedensverhandlungen einzutreten. i In den Noten heißt es: Die Vorschläge, jdie die Verbündeten zu den Verhandlung«« Mitbringen werden, bilden nach ihrer Ueber!« zeugung eine J I geeignete Grundlage für die Herstelln»»« ! eines dauerhafte« Friedet. f : Wenn trotz dieses Angebotes der KanchK fortdauern sollte, find die verbündeten Wächte entschlossen, ihn bis zum siegreichen Ende gas führen, lehnen aber feierlichst jede VeranG Wortung dafür ab. . J</p>
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          <p>Tjie Uebepreichung der Note mt die neut­ ralen Schutzmächte. Berlin, 12. Dez. Heute vormittags Würbe den Vertretern der zentralen Schutze mächte die gemeinsame Rötender verbündeten Mittelmächte, von der der Reichskanzler in seiner Rede gesprochen hat, überreicht. -* Das gestern im Reichstage verlesene Frieangebot ist ein Zeichen der Stärke der 'Zen­ tralmächte. Die militärische Lage ist durch die Niederwerfung Rumäniens und den Miß^ erfolg der gegnerischen Offensiven sehr günstig, der englische Aushungerungsplan durch die Gewinnung der Hilfsmittel Rumäniens für im­ mer gescheitert, die wirtschaftliche Lage der Gegner ist schlecht, insbesondere Lebensmit­ tel- und Kohlennot in England, Frankreichs und Italien. Das Deutsche Volk ist durch isie Annahme des Hilfsdienstgesetzes zur äußer­ sten Kraftentfaltung bereit. Da schien un­ sere Lage sich immer besser, die der Geg­ ner immer schlechter gestaltet, können nur die 'Zentralmächte die Friedenshand bieten, wä!hkrend ein Friedensangebot der Gegner jetzt ein Gingeständnis ihrer Schwäche wäre. Der heu­ tige Schritt ist von den vier ver­ bündeten Zentralmächten, ebenso von den Re­ gierungen der deutschen Bundesstaaten einstim­ mig beschlossen. Daß S M. der Kaiser schon gestern den Besuch S. M. des Königs von Bayern erwidert Und in Sven der Stunde in München weilt, in der das Friedensangebot jint Reichstag erlesen wird, soll vor aller Welt bezeugen, daß über das Vorgehen der Zentralmächte volle Einigkeit im ganzen Reich, insbesondere zwischen 'Nord und Süd bestehe.</p>
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          <p>Oeftticher Kriegsschauplatz. HeechesWmppe des Generalseldmarschalls von Mackensen. In der Walachei sind die Verbündeten Streitkräfte bis in die Linie Urzicen^-Mi'M vorgedrungen. Es wurden täglich mehrereTau« sende von Gefangenen eingebracht. Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Joseph. Di« russische Angriffstätigkeit i mGrenzraum westlich! und nordwestlich von Oena lieh' auch gestern nicht nach. Der Feind wurde Überall abgewiesen und ein von ihm vorge-- f stern errungener örtlicher Vorteil im Gegenstoß wettgemacht. Auf der Sattelhiöihe von Valet putna und nordwestlich davon griff der Geg­ ner ,in den heutigen Morgenstunden außer­ ordentlich heftig an. Dem um 1 Uhr früh' ohne jede Artillerievorbereitung eingesetzten Massenstvß folgten um 3 und 4 Uhr weitere, durch starkes Geschützfeuer eingeleitete Stüvme. Di« russischen Kolonnen brachen dank der Wachsamkeit unserer Infanterie und der vorzüglichen Wirkung der Artillerie durchwegs vor unseren Hindernisien zusammen und flüchp teten ,in Hre Ausgangspunkte zurück. Auch! (tat LudowassGebiet und auf dem Smotrec wa­ ren mehrere starke Angriffe erfolglos. Heeresfront d«s Generalfeldmarschall» , Minze» Leopold von Bayern. . | Keine besonderen Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz, und Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Der stellvertretende Chef des Generalstabe* i v. Hoe fer, Feldmarschalleutnant. Der hlpll Vericht. S ofia, 12 Dez. Amtlicher Generakstabsbericht: Mazedonische Front: In der Gegend von Bitolia nichts von Bedeutung. Im Cernabogen heftiges feindliches Mrtillerfeuer gegen unsere Stellungen zwischen Tobromir und Makovo. Ein feindlicher Angriff auf die Anhöhe östlich! von Paralovo wurde durch das tapfere deutsche Regiment Nr. 45 teilt weise nach Handgranatenkampf blutig abge­ schlagen. An beiden Ufern des Wardar stellen­ weise schwaches und stellenweise heftiges feind­ liches Artilleriefeuer. Lebhafte Tätigkeit der feindlichen Flieger über unseren Stellungen u. über unseren rückwärtigen Verbindungen. Bei Udovo holte nach einem glücklichen Lustkamps Leutnant v. Dinkel ein französisches Flugzeug herunter, dessen Führer Unterleutnant Pierre Jilot verwundet, während der Beobachter UN- terleutnant Sulky getötet wurde. An der Belasicafront unwirksames feindliches Artilleriefeuer auf den Bahnhof 984. An der Struma schwache feindliche Beschießung auf der gan­ zen Linie. Rumänische Front: In der Dobrndscha sehr heftiges Geschützfeuer. Unsere Trupp pen besetzten das gegenüberliegende rumänische Donauufer zwischen Tutrakan und Cernawada. In der östlichen Walachei rücken unsere Ver­ bündeten unaufhaltsam vor. Der MW Vericht. Konstantinopel, 11. Dez. Das tür­ kische Hauptquartier teilt mit: An der Tigrisfront haben unsere Fingt zeuge erfolgreich! Bomben auf seindlicheFlugt zeugschnppen und Flugzeuge abgeworfen und zwei Flugzeuge, die sich, im gleichen Augen­ blick zum Aufstieg ' anschickten, ' zNr Lansdung geznwngen. Auf den anderen Fronten kein wichtiges Ereignis. [ Der Vizegeneralissimus.</p>
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          <p>14 gxoße Städte eingenommen. Es ist nicht ohne Interesse, heute den Verlaus der Kriegsgeschichte seit August 1914 an der Einnahme großer Städte durch unsere Truppen zu messen und die Frage zu stellen, welche großen Städte die vier Weltmächte Engp land, Rußland, Frankreich und Italien uns oder unseren Verbündeten abgenommen und behalten hüben? Ein Vergleich, dieses beider­ seitigen Ergebnisses 'ist doch auch ein Grad­ messer für unsere Erfolge wie für die Aust sichten, Die sich unseren Gegnern trotz ihrer großen Spruchbeuteleien eröffnen. Seit Bügsinn des Weltkrieges sind folgende große Städte den Feinden durch die siegreichen Trup­ pen der Mittelmächte entrissen worden: 1. Lüttich 2. Brüssel 3. Namur 4. Antwerpen 5. Lille 6. Ltbau 7. Warschau 8. Kowno 9. Brest Litowsk 10. Grodno 11. Wilna 12. Belgrad 13. Ceti«je 14. Bukarest 7. August 1914. 21. August 1914. 24. August 1914. 9. Oktober 1914. 13. Oktober 1914. 7. Mai 1915. 5. August 1915. 18. August 1915. 25. August 1915. 2. September 1915. 18. September 1915. 8. Oktober 1915. 13. Januar 1916. 6. Dezember 1916. Der letzte Fang war wohl derjenige, der uns dem Frieden näher bringt als es die vor­ hergehenden Städtebesetzungen getan haben. Hierüber geben sich auch die Feinde kV inen allzu großen Täuschungen hin. Denn durch die Eroberung Bukarests und der Walachei wird die Linie der Verbündeten Mittelmächte! um Hunderte von Kilometern verkürzt, reicht vom Schwarzen Meer bis zum Rigaischen Meer­ busen und ist oder wird derart befestigt, daß unser Feldmarschall Hindewburg mit seinen Paladinen und einem großen Teil seiner Hechre daran denken kann, einem weiteren Feinde den Garaus zu machen. Tße Lage der Entente. Stockholm, 11. Dez'. "Nya Dagligt Allehanda" schreibt unterm 10. Dezember: Deutsch­ lands Sieg auf dem Balkan ist entschieden^ W?e schlecht die Entente ihre Sache ansteht, beweist der krampfhafte Personenwechsel der neun leitenden Stellen bei der Entente. — "Stockholms Tidningen" hebt hervor, daß die Eroberung Rumäniens die Welt einen Schritt näher zum Frieden bringe. Deutschland fei das Land, das bisher am öftesten und unvevhohlen seine Friedensgeneigtheit bekanntgege­ ben habe. Die Entente müsse nunmehr vom nüchternen, geschäftsmäßigen Standpunkt aus die Lage als verloren ansehen. Und Deutsch­ land könne nach den letzten Erfolgen nochmals! offen seine Friedensgeneigtheit kundgeben, ohne daß dies als militärische Schwäche von irgend jemand ausgelegt werden könne. f ,JWtnc amerikanische Friedensvr. mittlung. Reuter meldet aus Washington: Ein sehr hoher Beamter erklärte, daß die Vereinigten Staaten kein Vermittlungsangebot und keine Friedensvorschläge gemacht haben, und die­ ses auch nicht in nächster Zukunft zu tun gedenken, außer ,wenn in den Weltereignissen eine ganz unerwartete Wendung eintreten sollte.</p>
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          <p>lösende, befreiende Tränen! Trocken und kalt blieb alles in ihr. So dauerte es eine Weile fort. Dann griff sie wie mechanisch nach dem Brief und entfaltete ihn. — Da — da — nein, — es war keine Täuschung — es hatte seine Richtigkeit. Und damit kam eine starre, unnatürliche Ruhe über sie. Sie las jetzt die Zeilen, als ginge sie die Geschichte nichts an, und als handelte es sich um.eine Andere. Es war ein Bericht ihres Rechtsanwalts, den er ihr durch, ihre Mutter schickte, und der den vorgestern stattgehabten Termin in ihrer Scheidungsangelegenheit behandelte.^ So kurz wie möglich hatte er das Wesentliche zusammen­ gefaßt und schloß dann mit den Worten: "Ihre Scheidungsklage ist abgewiesen worden, gnä­ dige Frau. Die Gründe, die Sie gegen Ihren Herrn Gemahl anführten, haben sich als nicht stichhaltig genug erwiesen, auch fehlen genüh gende Beweise dafür. Kehren Sie also frei­ willig zu Ihrem Gatten zurück. Er will von Ihrem böswilligen Verlassen keinen Gebrauch! machen und Ihnen auch alles andere verzAhvn. Von der Einlegung einer Berufung in zweiter Instanz rate ich Ihnen entschieden ab, gnädige Frau. Sie wäre völlig zwecklos, da, wie ich Ihnen schon vorhin schrieb, nicht allein die Beweise für feine Schuld fehlen, sondern er auch hartnäckig alle ihm von Ihnen zur Last gelegten Vergehen während seiner Ehe leugnet. Auch seine Krankheit ist nach dem Gutachten der Aerzte so gut wie gehoben." Mit einer Gebärde des Abscheus warst Rose den Brief, ohne ihn zu Ende gelesen zu haben, zu Boden. Das schrieb und riet ihr ihr eigener Rechtsanwalt, er, dem sie die ganze Schmach Mer Ehe anvertraut, von dem sie Trost und Beistand erwartet hatte! Gab es denn teilte Gerechtigkeit mehr in der Welt? — Empörung, Verachtung, Abscheu und Zorn erfaßten sie, und damit kam die alte Kraft und Energie Wer sie. "Lieben in den Tod, als zu Hw zurück!" Das hatte, sie damals gerufen, als sie ihre Flucht äntrat. Aber das Leben lockte, sie wollte so jung noch nicht sterben. Jetzt hätte der Tod seine Schrecken für sie verloren. Sie erwartete nichts mehr vom Leben. Alle HofssUungen, die so noch vor kaum einer Stunde daran geknüpft hatte, waren gebrochen. FW sie gab es nichts mehr, das sie noch an das Leben fesselte. Was konnte ihr die Erde noch, geben, fern von dem geliebten Manne und fefij» geschmiedet dis zum Lebensende wie mit eiser­ nen Ketten an einen Mann, den sie verachtete und verabscheute? , _ . ! • [ (Fortsetzung folgt.) und setzte fühl davor nieder; sie vermochte Vs nicht über sich, ihn zu öffnen. Brachte er die Entscheidung — war der Urteilsspruch ge­ fällt und war sie frei? Nach einer Weile gab sie sich einen energi­ schen Ruck — nahm ein Glas Wasser, das auf betn Tisch stand und trank es in einem Zuge leer. Nun wurde sie ruhiger und öffnete den Brief. ES flimmerte vor ihren Augen — sie las — las, schien den Sinn zuerst nicht fassen zu tonnen. Plötzlich stieß sie einen erstickten Laut ans und sank dann wie ohnmächtig zurück die Augen weit geöffnet, starr vor Ent­ setzen — die Glieder gelähmt, schlaff und kalt Ivte bot. Endlich erwachte sie aus dieser Starr­ heit — ein furchtbares Erwachen. So mußte einem Verbrecher zu Mute sein, der sein Todes­ urteil empfangen hat. Ein namenloses Grauen packte sie, das sich bis zum Wahnsinn steigerte. Fassungslos, wie irrsinnig starrte sie geradeaus ins Leere Und wiederholte nur immer wieder mit un­ heimlich keuchender Stimme: "Vorbei — vor­ bei!" Danach brach ein Stöhnen aus ihrer Brust — ein krampfhaftes, tränenloses Schluchzen. Wenn sie hätte Tränen finden tonnen — er­</p>
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          <p>Gegen Rumänien. nähme jetzt eine neue Verteidigungsstellung ein. Der Istatin erblickt in dem bulgarischen Vormarsch von der Donau nordwärts vereint mit dem rapiden Fortschreiten der Zentralmächte in der Walachei bedenkliche Anzeichen für eine notgedrungene Aenderung des russisch^ rumänischen Ruckzugsplanes. Tep Eindruck in England. • Die Londoner Times schreibt in einem Artikel, es wäre töricht, die Folgen der vor­ übergehenden Besetzung eines großen Teiles von Rumänien und den bevorstehenden Verlust der Hauptstadt zu verkleinern. Wir glauben, daß die moralische Wirkung vielleicht noch ertt£ ster sein wird, als die materiellen Ergebt Nisse. Die militärischen Erfolge feuern den Feind an, verlängern den Krieg, machen einen tiefen Eindruck auf die Neutralen und hinter­ lassen bei den Alliierten das Gefühl tiefer Demütigung. Die Geschichte der Verhändlun-gen, die Rumäniens Intervention vorangegan­ gen ist, sei eine Kette diplomatischer Stümpe­ reien, in die Lord Grey sich hineintreiben ließ und bet denen er geführt wurde, anstatt selbst zu führen. Wir erlitten der Reihe nach in aÖ= len BalkürMndern Niederlagen. Tie Angst um Runiänie«. Berlin, 12. Dez. Die "Dägl. Runds­ schau" meldet aus Lugano: "Corriere della Sera" meldet aus Paris, daß alle zuversicht­ lichen Auffassungen Wer die Lage Rumäniens i mSchwinden seien, da das rumänische Heer auch nach dem Fall von Bukarest gefährdet sei. ' (Z.) Tiie Attische Lage I« Rumänic«. Laut "Corriere della Sera" betrachten die Pariser militärischen Kreise die Lage des rumä­ nischen Heeres als verzweifelt. Das Gros des rumänischen Heeres ziehe sich gegen Osten zu­ rück. Der Rückzug sei durch die soeben über die Donau gegangenen feindlichen Truppen bedroht, man könne nur hoffen, daß das rus­ sische Moldauheer den Vorstoß der neunten deutschen Armee aufzuhalten und die fliehen­ den Rumänen aufzunehmen vermöge. Tie Zer­ trümmerung Rumäniens habe die Widerstands­ kraft der Zenftalmächte mindestens um ein halbes! Jahr verlängert. Darum sei esHtzrinsgend notwendig, viele Streitkräste gegen Mackensen zu.-werfen. : Die Unabhängigkeit Sarrails vom neuen Oberstkommandierenden, die wie gemeldet, in Aussicht jgcnommen ist, dürfe nach Meinung der "Debüts" nicht dazu führen, ruhig abzu­ warten ,aus eigenen Kräften die infolge der jüngsten Ereignisse in Rumänien und Grie­ chenland drohende ernste Gefahr abzuwenden. Ein Petersburger Telegramm stellt die Kriegslage in Rumänien folgendermaßen dar: Das rumänische Heer sei durch seinen Rückzug aus dem Sack entschlüpft, den die Heere Fal­ kenhahns und Mackensens gebildet hätten. Es</p>
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          <p>bezeichneten Personen %u vernichten, wer im­ mer sie auch! seien. Die Veröffentlichung die­ ses Briefes hat eine große Erregung gegen Penizelos hervorgerufen. ■ (Z )</p>
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          <p>Der Krieg zur See. ; "Safstens" Untergang. ' ' "Basel, 12. Dez. Das französische Linien­ schiff "Suffren" ist nicht, wie irrtümlich ge­ meldet wurde, auf der Fahrt nach! dem Orient versenkt worden, sondern ans der Rückkehr nach dem französischen Hasen Lorient. Es kam von der Insel Salamis und passierte am 24. November Gibraltar. Man nimmt an, daß es auf der Höhe der portugiesischen Küste untergegangen ist, denn am 27. November hat das Meer einige Matrosenmützen angeschwemmt. Andere Schifsstrümmer wurden bisher nicht aufgefunden. . XB) Versenkt. Petit Parisien meldet aus Brest: TerDreÜMaster Marguerite Dolfus und die Goelette "Mariolein" sind versenkt worden, die Be­ satzungen sind gerettet. Der Matin meldet aus Brest: Die norwe­ gischen Dampfer "Molum" und "Falk" wurden versenkt. Die Besatzungen sind gerettet. , Das Barkschiff "Gerda »aus Aarhus. von Goeteborg nach, England unterwegs, wurde am Sonntag abends von einem deutschen Unter| seeboot in Brand gesetzt. Die Besatzung wurde von einem Dampfer aufgenommen. Site Furcht vor den Unterseeboote». Die Times kündigt eine möglichst energi­ sche Bekämpfung der deutschen Unterseeboots* Mahr an, indem sie daraus hinweist, daß Deutschland mit Hilfe dieser Waffe «inen Druck auf die Neutralen ausübe und ihnen Zuge­ ständnisse abpresse. Test holländische Schiffsverkehr »von IW- i bien nach Marseille eingestellt. Ein Amsterdamer Blatt meldet aus Weltes Vreden vom 7. Dezember ,dafß infolge der Versenkung des niederländischen Dampfers"Kediri" keine niederländischen Schiffe aus I#. dien nach Marseille fahren werden.</p>
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          <p>Tages-Uebersicht. T«r österreichische Kaiser begab sich nachts in Begleitung des ersten Obersthofmeistens Fürsten Montenuovo und des zweiten Obersthofmeister Grafen Berchtold, des Gesneraladjudanten Prinzen Lonkowitz und meh­ rerer Hofbeamten nach Budapest, um die Hul­ digung des Reichstages entegenzunehmen. 2ße Danzigcr Gctreideschielmnge«. Der in der Getreideschiebungs-Angelegenheit verhaftete Direktor Siwert ist gegen 50 000 Mark Kaution aus der Hast entlassen worden. Minrstch-krise in Dänemark? Ministerprä­ sident Zähle erklärte in einer politischen Beosämmlung, daß das Ministerium zurücktreten werde, falls die am 14. Dezember stattfindende Volksabstimmung eine Mehrung gegen den Verkauf der dänischen Anttllen ergäben sollte.</p>
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          <p>Der Kaiser in München. Der Kaiser stattete gestern unserem Königs in München einen unerwarteten Besuch ab. Obwohl die Nachricht erst morgens durch! Anschläge besännt gemacht worden war, sch mäch­ ten sich doch rasch die Straßen mit Fahnen Militärisches 'Spalier zog sich durch die Zu­ fahrtsstraßen. Innerhalb des Spasiers hatte die Jugend der Volks- und Mittelschulen Mün­ chens Aufstellung gefunden. König Ludwig mit den Prinzen Karl, Ludwig Ferdinand und Alfons hätte sich! am Bahnhöfe znm Empfange eingefunden. Me Be­ grüßung am Bahnhöfe dauerte nur wenige Minuten. ! Gegen halb 1 Uhr fuhren Kaiser und König in offenem Wagen ohne 'Vorreiter und Eskorte durch! die Straßen der 'Stadt zur Re­ sidenz, von der Bevölkerung mit unbeschreib­ lichem Jubel begrüßt. : f In den reichen Zimmern begrüßte der Kaiser die Königin Mit den Prinzessinnen Hildegard, Wiltrud, Helmtrud und Gundefibtbe, worauf er die Kurfürstenzimmer 60* zog. Der Kaiser stattete sodann dem Königs­ paar einen Besuch, in Den StelnMmiern ab und empfing nach demselben die Prinzessin Leopold. Um halb 2 Uhr fand im Kapitelsaale der Residenz ein Frühstück statt, an dem auch das Gefolge, der preußische Gesandte, die sämt­ lichen Bayer. Minister und Oberbürgermeister von Borscht tchlnahmen. Me Speisenfolge war entsprechend der Kriegszeit und dem heutigen fleischlosen Tag einfach. Sie lautete: Erbsen­ suppe, Sardellenpastetchen, Fisch mit Kartof­ feln und Salat, Schockoladengesrvrenes. Der Kaiser ließ einen Lorbeerkranz am Sarkophag des verstorbenen Prinz-Regenten Lustpold niederlegen. . . Rach der Tafel unterhielt sich der Kaiser und König Ludwig noch längere Zeit. Hier­ auf verabschiedete sich Kaiser Wilhelm von der Königin, den Prinzen und Prinzessinnen aufs herzlichste und fuhr, begleitet vom König, zur Bähn. ! Gegen 3 Uhr nachmittags brausen erneute Hochrufe durch hie Straßen der Stadt: Der Köpig geleitet den deutschen Kaiser zur Bähst. Di« gleichen Herren des Gefolges, die beim Empfange zugegen waren, sind auch. bei der Abfährt zu sähen. ' Punkt 3 Uhr fahren die Königlichen Wagen vor dem Königspavillon des Hauptbahnhvfes vor. Der König gibt dem deutschen Kaiser das Geleite bis zum Kaiser­ lichen Salonwagen, den nach herzlichem Hän­ dedruck der Kaiser sofort besteigt. Dann lehnt sich der Kaiser heraus und spricht einige Worte mit dem Oberstzeremonienimjeister Grasen Moh, worauf sich der Kaiser mit dem König so lange unterhält, Hs der Zug langsam von dannen fährt. Me Uhr zeigt 3 Uhr 7 Minuten. Hoch­ rufe hallten dem hohen Gast nach. ..."</p>
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          <p>Letzte Posten. ' Tie Friedens-Note, M welche der Reichskanzler gestern im Reichs­ tage verlas, hat folgenden Wortlaut: "Der furchtbarste Krieg, den die Geschichte je gesehen hat, tontet seit bald 3einhalb Jah­ ren in einem großen Teil der Welt. Diese Katastrophe, die das Band einer gemeinsamen tausendjährigen Zivilisation nicht hat auf­ halten können, trifft die Menschheit in ihren wertvollsten Errungenschaften. Sie droht dem geistigen und materiellen Fortschritt, der den Stolz Europas z&gt;n Beginn des 20. Jahtzhlunk derts bildet, in Trümmer zu legen, v Deutschland Und feine Verbündeten Oesterreichfllngarn, Bulgarien und die Türkei ha­ ben in diesem Kampfe ihre unüberwindliche Kraft erwiesen. Sie haben über ihre an Zahl und Kriegsmaterial überlegenen Gegner gewal­ tige Erfolge errungen. Unerschütterlich halten ihre Linien den immer wiederholten Angriffen der Heere ihrer Feinde stand. Der jüngste An­ sturm am Balkan ist schon siegreich niederge­ worfen worden. Die letzten Ereignisse be­ weisen, daß auch eine weitere Fortdauer des Krieges ihre Widerstandskraft nicht zu brechen vermag, daß vielmehr die gegenwärtige Lage zu der Erwartung weiterer Erfolge berechtigt. Zur Verteidigung ihres Daseins und ihrer nationalen Entwicklungsfteiheit wurden die vier verbündeten Mächte gezwungen, zjn den Waffen zu greifen. Auch die Ruhmestaten ihrer Heere haben daran nichts geändert. Stets haben sie an der Ueberzeugung festgehalten, daß ihre eigenen Rechte und begründeten Anjsprüche in keinem Widerspruch zu den Rechten der anderen Nationen stehen. Sie gehen nicht darauf aus, ihre Gegner zu zerschmettern oder zu vernichten. Getragen von dem Bewnßffein ihrer mi­ litärischen und wirtschaftlichen Kraft und be­ reit, den ihnen aufgezwungenen Kampf nöti­ genfalls bis zum äußersten fortzuführen, zu­ gleich aber von dem Wunsche beseelt, weiteres Bluttiergießen zu verhindern und-den Greueln des Krieges ein Ende zu machen, schlagen die vier verbündeten Mächte vor, alsbald in Friedensvetzhandlungen einzutreten. Die Vor­ schläge, die sie zu diesen Vetzhandlungen mit­ bringen werden und die darauf gerichtet sind, Dasein, Ehre und Entwicklungsfteiheit ihrer Völker zu sichern, bilden nach ihtzer Ueberzeugiung eine geeignete Grundlage für die 'Her­ stellung eines dauetzhaften Friedens. Wenn trotz dieses Anerbietens zu Frieden und Versöhnung der Kampf fortdauern sollte, so sind die vier verbündeten Mächte entschloß sen, ihn bis zum siegreichen Ende An führen. Sie lehnen aber feierlichst jede Verantwortung dafür vor der Menschheit und Geschichte ab. Die kaiserliche Regierung beehrt sich, b^e Regierung der . . . . durch die geneigte Ver­ mittlung Eurer Exzellenz zu bitten, diese Mititeilnng zur Kenntnis der Regierung . . .'. bringen zu wollen." Lebhafter Beifall und Händellaffchen gab der Begeisterung der Zuhörer im Saal und auf den Tribunen Ausdruck. Der Abg. Spahn (Ztr.) beantragte hieriauf bjie Vertagung, während die Abg. Bast- sermann (nat. L. Bl), Graf Westarp (Ions) und eLdebour (Soz. Arb.) eine Besprechung der Kanzlerrede beantragten. Der Antrag Spahn wurde mit den Stimmen des Zentruwis, der Fortschr. Volkspartei und der großenMehrsheit der Sozialdemokraten angenommen und die Sitzung geschloffen. j Afn ton Papst hat die deutsche Regierung in einer gesonderten Note Mitteilung über das Friedensangebot gemacht und der Ueberzeugung Ausdruck gege­ ben, daß die Initiative der vier Mächte einen wohlwollenden Widerhall bei Sr. Heiligkeit jdseim Papste ftnden wird und daß ihr Friedenswetzk auf die wertvolle Unterstützung des Apostolischen Stuhles' rechnen darf. Me Ueberreichnng der Friedensbote. J i Berlin, 12. Dez. Die Friedensnote wurde heute mittags vom Reichskanzler per­ sönlich den Vertretern der sogenannten SchutzsMächte, Grämlich Spanien, der Schweiz Und Amerika übergeben. Gleichzeitig empfing Staatssekretär Zimmermann die Vertreter der Übrigen neutralen Mächte und händigte eine Abschrift der Rote aus. •&lt; Mn feindliches Traüsportdampfer ) versenkt. , WTB. Berlin, den 12. Dez. (Amtlich) Eines unserer Unterseeboote versenkte gm '4. Dezember in der Nähe von Malta den im Dienste der französischen Marine befindlichen Transportdampfer "Algerien" (4035 Tonnen) auf i^r Rückreise von Saloniki nach Franks reich." Die an Bord befindlichen Militärper­ sonen, 1 Offizier und 6 Mann wurden ge­ fangen genommen. ! l</p>
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          <p>Literarisches. "Der Bortrupp", Halbmonatsschrift für das Deutschtum unserer Zeit. Herausgegeben von Dr. jur. Hermann M. Popert, Hamburg, und Kapitänleutnant a. D. Hans Paaschs, Berlin. Ver­ antwortlicher Schriftleiter: Dr. phil. R. Kraut, Ham­ burg. Verlag von Alsted Janssen, Hamburg. Preis: Jährlich 8 Mark, vierteljährlich 2 Mark» Anzelnummer 40 Pfg. "Die Plastik", illustrierte Zeitschrift für die gesamte Bildhauerei und Bildneret und ihre Be­ ziehungen zu Architektur und Kunstgewerbe. Heraus­ gegeben von Alex. Heilmeyer, Bildhauer und Kunstschriftsteller, München. Monatlich ein Heft mit acht Kunstdrucktafeln und einem Bogen Text. Preis vierteljährlich 3 Mark. Einzelnes Heft 1.20 Mark. Verlag von Georg D. W. Callwey, München. "Wachtfeuer" (Architektur-Verlag "Der Zirkel" G. m. b. H., Berlin, Wilhelmstr. 48, Preis 20 Pfg.) ist das neueste 114. Heft erschienen</p>
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          <p>Kronprinz-Lichtspiele Lidrtspielhans I..Ranges. Hotel Kronprinz. Ö Spielplan vom 13. bis 15. Dezember Bl Mittwoch, Donnerstag und Freitag. DDD Die Geschichte einer Waise. 2605 Schloss und Bilflt. Ei« Schauspiel in 3 Akte«. Verfaßt und gestellt vo« Rudolf del Zopp. Reservist Pmemnnl Ei« zettgemässer Filmschwank i« 3 Akte« mit Marte Zieuer als Fra« Paanemau«. Der Retter ln der Rot. I Addazla. Dramatisches Lebensbild. | Aktuelle Naturaufnahme.</p>
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          <p>Bekanntmachung. betreff Sie Entrichtung des Warenumsatzstempels für Sas Kalender­ jahr 1916. *uf Grund bte § 161 der Aus sührungsbestimmungen zum Reichsstempelgesetze werden die zur Entrichtung der Abgabe vom Warenumsätze verpflichteten gewerbetreibenden Personen und Gesellschaften im RentamtSbezirke Landshut aufgefordert, den gesamten Betrag ihres Warenumsatzes im Kalenderjahr 1916 sowie den steuerpflichtigen Betrag ihres Warenumsatzes im vierten Viertel des Kalenderjahres 1916 bis spätestens zum Ende des Monats Januar 1917 der unterzeichneten Steuerstelle schriftlich oder mündlich anzumelden und die Abgabe gleich­ zeitig mit der Anmeldung einzuzahlen. Als steuerpflichtiger Gewerbebetrieb gilt auch der Betrieb der Land, und Forstwirtschaft, der Viehzucht, der Fifcherei und deS Gartenbaues sowie der Bergwerkbetrieb. Beläuft sich der Jahresumsatz auf nicht mehr als 3000 M, so besteht leine Verpflichtung zur Anmeldung und eine Abgabepflicht nicht. Wer der ihm obliegenden Anmeldungsverpflichtung zuwiderhandelt oder über die empsangenen Zahlungen oder Lieferungen wissentlich unrichtige Angaben macht, hat eine Geldstrafe »erwirkt, welche dem zwanzigfachen Betrage der hinterzogenen Abgabe gleichkommt. Kann der Betrag der hinterzogenen Abgabe nicht festgestellt werden, so tritt Geldstrafe von 150 Mt bis SO 000 Mt ein. Zur Erstattung der schriftliche» Anmeldung sind Vordrucke zu verwenden. Sie können bei der unterzeichneten Steuerstelle oder außerhalb des Stadtbezirkes bei den GemeindeBehörden kostenlos entnommen werden. Steuerpflichtige find zur Anmeldung ihres Umsätze« verpflichtet, auch tueuu ihnen OnmeldnngSvordrnck« nicht zugegangen sind. LaudShnt, den 11. Dezember 1916. 2604 &lt;Ft. ent amt. Krieg.</p>
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          <p>Friedensangebot.</p>
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          <p>Im Gefühle des Sieges, das besonders durch die letzten Ereignisse in Rumänien greifbare Gestalt genommen hat, haben die verbündeten Monarchen des Vierbundes den Feinden das Angebot des Friedens gemacht. An unseren Feinden wird es jetzt liegen, sich zu entscheiden, ob sie den für sie aussichtslosen Kampf aufgeben oder der Welt weiterhin die Schrecken des Krieges aufbürden wollen. Es liegen hierzu folgende Meldungen vor:</p>
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          <p>Die Erklärung des Reichskanzlers im Reichstag. , WTB. Wien, 12. Dezember. | Der Kaiser erließ nachstehenden Armeen und Flottenbefehl: 1 ' An meine Soldaten der Armee und der Flottes Gottes gnädige Hilfe und Eure und un­ serer treuen Verbündeten Tapferkeit und Aussauer schufen qtne Lage, die unseren endgühtfgen Sieg nicht mehr Adeiffelhast erscheinen läßt. ; In dem Bestreben, den mannhaft «usfr harrenden Völkern die Segnungen des' Frie­ dens Weber zu geben, unternahmen Ich und Meine erlauchten Bundesgenossen einen Ver­ such zur Herbeiführung eines ehrenvollen Frie­ dens. . I ^ C Ich bete zum Allmächtigen, er möge diese« Schnitt mit Segen begleiten, bin aber sicher^ Ihr werdet mit gleichem Heldenmut Weiterd­ kämpfen, bis der Friede geschloffen ist, oder bis Ihr den Feind entscheidend geschlagen. , I Me Erklärung de; ReWksnz!«; im Reichstag. Berlin, 12. Dez. Wie der ReichskanW ler in der heutigen Reichstagssttzung mitteilte^ haben dze Regierungen des Vierbundes heute an die diplomatischen Vertreter der mit dem Schutze ihrer Staatsangehörigen in den feind­ lichen Ländern betrauten Staaten zur UeberMittelung an die feindlichen Mächte estne gleichlautende Note j gerichtet, mit dem Vorschlage, aslbald in Friedensverhandlungen einzutreten. i In den Noten heißt es: Die Vorschläge, jdie die Verbündeten zu den Verhandlung«« Mitbringen werden, bilden nach ihrer Ueber!« zeugung eine J I geeignete Grundlage für die Herstelln»»« ! eines dauerhafte« Friedet. f : Wenn trotz dieses Angebotes der KanchK fortdauern sollte, find die verbündeten Wächte entschlossen, ihn bis zum siegreichen Ende gas führen, lehnen aber feierlichst jede VeranG Wortung dafür ab. . J</p>
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          <p>Im Westen steigerte sich die Artillerie­ tätigkeit vorgestern nachmittags im Somit# gebiet wieder zu größerer Stärke. Ebenso kam es an der Maas und Mosel zu stärkerem Ar-: tillerie- und Minenwerferseuer. Im Osten glückten mehrere Patrouillen­ vorstöße der Unsern. In den Waldkarpathen wurden neue starke russische Vorstöße abgewiesen und den Russen eine Höhe bei Sulta wieder abgenommen. In Rumänien rückt unsere Armee trotz Widerstandes immer weiter vor. Urziceni und Midzil wurden von den Unsern genommen. In den letzten drei Tagen haben die Rumänen wieder über 10000 Gefangene an die verbün­ deten Truppen verloren. Auffallend ist die geringe Unterstützung, die den Rumänen von den Russen geleistet wurde. Sie findet aber doch in der militärischen Entwicklung der letz­ ten Monate ihre natürliche Erklärung. 'In den Monaten von Juni bis September haben die Russen bei ihrer großen Offensive minde­ stens anderthalb Millionen Menschen nutzlos geopfert. Jetzt trägt die tapfere unerschütter­ liche Verteidigung unserer Truppen im Osten ihre reichen Früchte. Denn Rußland hatte keine verfügbaren Reserven mehr. Es hatte alle seine Bestände verbraucht, mußte also die eigene Front entblößen, wenn es den Ru­ mänen helfen wollte. Dazu konnten die Russen sich zuwächst nicht entschließen. Sie wollten vielmehr indirekt helfen, indem sie in den Kar­ pathen ihre Offensive wieder aufnahmen. So Überließen sie die Rumänen ihrem Schicksal und liefen von neuem gegen unsere Verteidi­ gungslinien an. Erft als der Versuch, in den Karpathen durchzubrechen, endgültig geschei­ tert war und inzwischen Rumänien in die äußerste Bedrängnis gekommen war, entschlos­ sen die Russen sich zu direkter Hilfe, die aber zahlenmäßig nur gering war und außerdem wegen der großen Transportschwierigkeiten viel zu spät kam. Wo es ihnen jetzt gelingen wird, die immer mehr sich auffösende rumänische Armee aufzufangen und !zum Stehen zu brin­ gen, muß die nächste Zukunft lehren. Auch pie änderen Entlastungsoffensiven wollen nicht recht vom,Fleck. In der Dvbrudscha ist selbst die Artillerietätigkeit sehr viel geringer ge­ worden. Amerika hatte eine Protestnote anDeuffchjland geschickt, in der sie sagt, daß sie mit größ- ter Besorgnis und mit Bedauern von der Politik der deutschen Regierung Kenntnis erhälten hat, wonach ein Teil der Zivilbevövkeruug aus Belgien weggeführt und "zwangs­ weise zur Arbeit in Deutschland angehalten werden soll, und sieht sich genötigt, sich "in freundschaftlichem Geiste, aber in feierlichster Weise gegen ein solches Vorgehen Einspruch" zu erheben, das mit allem Herkommen und den humanen Grundsätzen des internationalen Brauches in Widerspruch steht, die seit langem von den zivilisierten Rationen bei der Bchhandlung von Richtkämpfern in den besetzsten Gebieten angenommen und befolgt wor­ den find. Die Regierung der VereinigtenStaaten ist ferner überzeugt, daß die Wirkung dieser Politik, falls sie fortgesetzt werden sollte, nach aller Wahrscheinlichkeit für das belgischeHilfswerk, das in so humaner Weise gedacht und so erfolgreich zur Ausführung gebracht wor­ den ist, von Nachteil seien wird, eine Folget die allgemein bedauert und, wie anzunehmen ist, auch die deutsche Regierung in ernstliche Verlegenheit bringen würde. In kürzesterFrist wurde nun die deutsche Antwort überreicht, in welcher die Verhältnisse eigehend klar gelegt wurden. Am Schlüsse heißt es dann mit er­ freulicher Deutlichkeit: Schließlich! kann dze deutsche Regierung nicht umhin, auf die Tat­ sache hinzuweisen, daß die Fortführung der deutschen Bevölkerung aus den von feindlichen Truppen besetzten Teilen Deutschlands und sei­ ner Kolonien, besonders Verschleppungen von Frauen, Kindern und Greisen aus Ostpreußen nach Sibirien, den neutralen Staaten, soviel hier bekannt ist, keinen Anlaß gegeben hat, bei den beteiligten Regierungen ähUliche Schritte zu tun, wie sie jetzt Deutschland ge­ genüber unternommen worden sind; und doch kann es keinem Zweifel unterliegen, daß diese Maßnahmen eine gröbliche Verleg­ ung der Gesetze der Menschlichkeit und der Regeln des Völkerrechts darstellen, während nach den vorstehenden Darlegungen sich die deutschen Maßnahmen mit diesen Grundsätzen durchaus im Einklang befinden. Hierzu bemerkte die Leipz. N. N. nt. et:: Im Gegensatz zu manchen früheren Fällen, in dedenen uns die amerikanische Regierung mit diplomatischen Noten beglückt hat, läßt die deutsche Antwort nichts vermissen, was man einer solchen amerikanischen Einmischung ge­ genüber zum Ausdruck gebracht sehen möchte. Und wenn hier das erste amtliche Dokument der Tätigkeit des neuen Staatssekretärs des Aus­ wärtigen Amtes vorliegt, so wird er mit der Wirkung dieses Schriftstückes in der deutschen Oeffentlichkeit zufrieden sein dürfen. Wahr­ scheinlich auch mit der jenseits des Ozeans. Es mußte diesen Herrschaften doch einmal zu Ge­ müte geführt werden, daß das, was nach ihrer Ansicht — made in England — den Belgiern recht sein soll, den nach Sibirien verschlepp­ ten Ostpreußen billig hätte sein müssen. Aber damals wqr der Onkel in Amerika nicht zu Hause. Wenn sich die Amerikaner den Fall richtig überlegen, so müssen sie eigentlich be­ greifen, daß sie sich hier für eine Sache einge­ setzt haben, die so diel Eifer nicht wert. Am Schluffe weist das Blatt auf die Monroedoktpin in Amerika hin und meint, wenn auch wir t n Europa eine solche nicht haben, so mühten wir uns in Europa doch amerikanische Einsprüche ebenso verbitten, wie sich Amerika einen euro­ päischen Einspruch in amerikanische Verhält niffe verbitten würde. j</p>
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          <p>geugen mehr Nutzen Hütten als die nächtlichen deutschen Zeppelinangrijffe, so sei doch an­ dererseits die Möglichkeit, durch Bomben­ abwurf zu wirken, noch "nicht groß genug. Auf cklle Fälle sei auch diese Frage nicht leicht zu lösen. Zeebrügge werde Avckv nie die Sicherheit der englischen Küste bedrohen, sei aber ein empfindlicher Dorn tat britischen Fleisch, solange die deutschen Heere im’ Besitz der belgischen Küste seien. Französische, Lrganisationsmängrl. Die halbe Welt arbeitet für die Kriegs» Whrung des Vierverbandes, und doch scheint das alles noch Llicht zu genügen, um den französischen Soldaten im Schützengraben mit dem Notwendigsten zu versehen. So spricht jdie Pariser Zeitung "L'Homme Enchaine" in Mer Nummer vom 30. November begründete Zweifel aus, daß bereits alle Maßnahmen gejtroift'en worden seien, um die französischen Mruppen mit der erforderlichen WinteranÄrüstung zu versorgen. Das Blatt weist daratck! Mn, daß die Mannschaften in einem lothiringv scheu Abschnitt bis jetzt nur eine durchaus un­ zureichende Wolldecke für die Füße besitzen. Fm vergangenen Jahre Hütten diese Truppen Me Wintersachen erst im Frühling, im April, erkalten! 2|tc Tiransportkrisc in Fraükrcich. I Genf, 12. Dez. In Erwartung einer Umwandlung des Kabinetts Briand veröffent­ lichen die Pariser Blätter nur spärliche Nach­ richten Wer die zur Eindämmung des allgeitoetnen Mangels an Rohmaterial getroffenen Maßnahmen. Die Pariser Lokalschifsahrt wur­ de eingeschränkt und die verfügbar gewordenen Fahrzeuge in den Dienst der TransPortgeseH schäften von Havre und Rouen gestellt.FerUer will man versuchen, durch Schaffung von Zentralstellen längs der französischen Küste eine raschere und gerechtere Kohlenverteilung vorzunehmen. In der französischen Presse wird vorgeschlagen, die Weihnachtsferien der Schulen wegen iKohlenmangW erheblich, zu ver­ längern. Wie Frankreich seine Schwarze« behandelt. Herve schreibt in der Pictoire: Darf man es sagen, daß wir wiederholt darauf aufmerk­ sam gemacht haben,, in welch kläglicher Ver­ fassung sich, die Senegal-Neger befinden, die im Vager von Carneau bei Arcarchon unterge­ bracht sind? Auch diejenigen der Lager von Frejus und St. Raphael sind nicht besser ge­ stellt, weil sie gänzlich betn Regen ausgesetzt find. Unsere guten Schwarzen haben keine Schlafgelegenheit und es ist eine Schande, daß diese skandalösen Zustünde andauern. Auch möchten wir wissen, ob die Senegalneger 'von menschlichen Wesen kommandiert werden und warum man nicht die Inspektoren, welche sich um diese trefflichen Soldaten nicht kümmern, sofort zurückruft. Die Zensur, welche das Uebel verheimlichen Möchte, indem sie uns verbietet, darüber zu schreiben, ist somit für diese Znfstände, welche immer schlimwer werden, auch verantwortlich. Denn sie verhindert, daß die öffentliche Meinung erreicht werden kann. (8-5</p>
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          <p>Ter Rücktritt Bobrinskys. "Rjetsch" schreibt im Leitartikel: Bobrinsky ist keine zufällige Figur. Allgemein wurde früher erwartet, daß er einmal Minister wür­ de. Daß er als einer der schärfsten Vertreter unserer Agrarier Raumows Nachfolger wur­ de. war von großer Bedeutung. Sein Pro­ gramm war fertig. Was er wollte, zeigte er auch gleich mit der Entlassung des Unterstaatsj-i sekretärs Glinka, der die Höchstpreise vertrat. Aber Bobrinskys Lage wurde sehr schwierig, als Protopopow Minister wurde. " Jetzt hat er in diesem Kampfe Weichen müssen. Seinen Abgang kann man mit dem ©cdmfctmtS verglei­ chen» der Art nach. Denn er erlitt mit seinem Programm einen vollen Mißerfolg. Sein kur­ zer Aufenthalt im Kabinett zeigt, daß auch in dieser Richtung Experimente nutzlos sind. Gegen Rußland.</p>
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          <p>iiriegsverluste ittt englischen Adel. ' 1 Nach dem soeben erschienenen englischen Udelskalender sind V2 694 Mitglieder des engi-" lischen Hochadels gefallen. 28« englische Niinisieirkrise und dj« Er» '&gt; ^gnisse in Athen. 1 Saint Briee bemerkt im "Journal", net# dem! er seiner Freude über den Sieg Lloyd Weorges Ausdruck gegeben hat: Am stärksten dürft« die englische Ministerkrise das Ver­ hältnis der Verbandsmächte zu 'Griechenland «beeinflussen. Der Entschluß des Verbandes «kommt vielleicht eüvas zu spät, aber was er «n Schnelligkeit eistbüßte, wird durch Nach­ druck ersetzt werden. "Morning Post" schiebt die Schuld an den Ereignissen in Athen Lord Greh zu und benutzt die Gelegenheit, gegen das englische Auswärtige Amt M hetzen. Es heißt im Leit­ artikel: "Englische und französische Metrosen, ,600 an der Zahl, marschierten aus dem Zap­ peion unter einer starken griechischen Schutzs, wache." Dieser Satz ist dem ^veröffentlichten Telegramm aus Athen vom 2. ds. entnomlen. Wir bitten unsere Leser, die angeführte Stelle stoch einmal zu lesen. Sie meldet die größte jemals englischen Seeleuten und ihiren fran­ zösischen Kameraden zugefügte Erniedrigung, sie wurde ihnen vom englischen Auswärtigen Wmt zugefügt, dessen Politik für die jetzt in Griechenland herrschende Schande, Berwir itrung, Unentschlossenheit und Anarchie ver­ antwortlich ist. Englands.Handelskrieg. 1 Haag, 12. Dez. Der politische Mitarbei­ ter der "Times" ist zu der Erklärung ermäch­ tigt, daß die Regierung sofort zu Neuen Maß­ nahmen zur Schließung der feindlichen Werke und Handelsunternehmungen greifen werde. Bonar Law hat als Kanzler des Schatzämtes bereits beschlossen, die Namen der feindlichen, Firmen zu veröffentlichen, wie Hughes dies in Australien bereits in der ersten Kriegswoche getan hat. (S-) Entschsmnkung des Zugsverkehrs in ' ( England. London, 12. Dez. Für 1. Januar wird eine Einschränkung des Zugsverkehrs und eine Erhöhung der Personentarife erwartet. Für Reisegepäck, das nicht in Abteile miögenommen wird, wird in Zukunft die Fracht bezahlt werden müssen. In der gestrigenJahfxesversammlung der Schiffsmakler sagte Prä­ sident Howard Houlder, die Requirierung des riesigen .Prozentsatzes der britischen Tonnage (70 bis 80 Prozent) sei eine ernste Sache {für die Schiffsmakler und würde sie eines großen Teiles ihres Einkommens berauben. Di« von der Regierung im Oktober 1914 fest­ gesetzten Frachtsätze seien ganz ungenügend, da sich die Betriebs- und Versicherungsspe­ sen seither verdoppelten. Die Frachtsätze solüien sofort erhöht werden. i Englische Gpubenbesiher gegen die i ; Regierung. ' ' Die Grubenbesitzer von MonmouthWre und Südwales protestierten in einer Versami# lang in Cardiff energisch! dagegen, daß die Regierung sich wieder auf die Seite der Arbeiter stellte, als diese das Abkommen des Einigungsamtes brachen, an dessen Zustan­ dekommen im letzten Jahre die Regierung selbst beteiligt war. Völliger Stillstand der australischen Industrie infolge Kohlenmangels. "Worning Post" berichtet telegraphlisch aus Melbourne: Die beschränkten Kohlenvorräte gef statten der australischen Regierung nicht, den Fabrikanten künftig Kohlen und BetriebMast {freizugeben. Wan fürchtet, daß vor Ende Ja- Nuar die Räder der Industrie sich nicht wieder drähen werden. L : Der Krieg mit England.</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. Zwiesel, 10. Dez. (Einen schweren Uw? Kall) erlitt gestern der 18 Jahre alte Schlosse# gehilfe Ant. Waschinger von Zwiesel. .Er' hatt« in der Brauerei Adam Janka hier an dem Flaschenfüllapparat mit Elektromotorensbetrieb eine Oeltropfauffangschale mit Draht zu befestigen, wobei der Draht von der Riemen­ scheibe erfaßt und um die Transmissionswelle gewickelt wurde. Hiebei kam Waschinger mit dem Mittel- und Ringfinger der rechten Hand zwischen Draht und Welle, wobei ihm diese : beiden Finger vollständig abgeschnitten wur: den. Der Verletzte hätte am Sonntag zum ; Heere einrücken sollen. ! l</p>
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          <p>Inserate.</p>
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