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        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-12-14"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 339</biblScope>
          <date when="1916-12-14">1916-12-14</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Beiden Seiten verstärkte Feuer auch nach denk «lsbaldigenWiederbeginn des Regenwetters an. lKb.) W. Scheuermann. Kriegsberichterstatter.</p>
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          <p>Weiter vorwärts in Rumänien. Neuerdings 4000 Rumänen gefangen. — Rücktritt des österreichischen Gesamt-Ministeriums. Admiral Fvnrnet ans Saloniki addernfen. — Die Blockade Griechenlands. — 17000 Tonnen englische Kohlen und ein 6000 Tonnen-Dampfer mit Kriegsmaterial versenkt. Am Westen kam es zu keinen gröfteren Kampfhandlungen. 1 r ; In den Karpathen wiesen unsere und österreichisch-ungarssche Truppen russische An­ griffe ab. 1 1 f In Rumänien ist der Feind, der sich an der unteren Jalomitza, durch russische Kaval­ lerie verstärkt, nochmals zum Kampfe stellte, neuerdings geworfen. Die Unsern setzten Wer den hochangeschwollenen Fluft und verfolgen den fliehenden Feind weiter. Im Zentrum gewannen unsere Truppen neuen Raum ge­ gen Buzeu. Weitere 4000 Gefangene bildeten die Beute des Tages. t In Mazedonien haben neue serbische An­ griffe eingesetzt. "" ' l ' ' Admiral Fournet wurde abberufen. Es wurde also der Entente doch bereits schwül über die verfahrene Lage in Griechenland. Fournet hatte den Bogen zu straff gespannt und da ist er gebrochen, '©in Flicken war picht möglich und so muftte der Urheber der Katarstrophe die Griechenland zu neuem Les­ ben erweckt, seinen Posten räumen. Unsere Unterseeboote haben vom 28.Novomber bis 8. Dezember mehrere Schiffe Imlit 17 000 Tonnen englischer Kohlen für Frank­ reich bestimmt, versenkt. Dieser Erfolg unserer Unterseeboote wird sich in Frankreich schwer /fühlbar machen, da dort ohnedies eine starke Kohlennot herrscht. Die Versenkung eines 6000 Tonnen Dampfers mit Kriegsmaterial von Newpork nach Frankreich unterwegs, dürfte den Amerikanern schwer aus die Nerven fal­ len. Ueberhaupt haben unsere Unterseeboote in der letzten Zeit Rekordleistungen zu verzeichn neu. Eines derselben war 55 Tage aufter Hafen, ohne irgend welche Ergänzung seiner Lebensmittel zu benötigen. Aus den kleinen U-Booten sind jetzt richtige U-Kreuzer gewor­ den der Schrecken der Feinde auf allen Meeren.</p>
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          <p>Die Heeresberichte.</p>
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          <p>Der deutsche Bericht. WTB. Berlin, 13. Dezember. Mittags. (Großes Hauptquartier.) Westlicher Kriegsschauplatz^ Außer zeitweilig heftigerem Artilleriefeuer im Somme- und Maasgebiet sowie nächt­ lichen Patronillenzusammenstößen, "Bei allen Armeen feine größeren Kampfhandlungen. ^ Oestilicher Kriegsschauplatz. Seoul »es Gc«eralfcl»marsch«lls Prinz Leopold vo» Naher». Nichts Neues. Krönt des General-Oberste» Grz* ~ herzog Joseph,. In den Karpathen vielfach eigene erfolg­ reiche PatrouillenLämpfe. An der siebenbürgischen Ostfront wiesen auch gestern deutsche und österreichisch-ungarische Truppen Angriffe der Russen im Györghogebirge und beiderseits des Drotosul-Tales ab. Dem weichenden Geg­ ner nachdrängende Aufklärungsabteilungen stellten erhebliche Verluste des Feindes fest und brachten ^Gefangene zurück. ' f z «alkankriegs sch anplatz. Heeresfront des Ganeralkeldmarfchalls von Mackensen. Der Feind, der sich, durch russische Ka­ vallerie verstärkt, au der stark angeschwolle­ nen Jalomitza nochmals gesetzt hatte, rst wie­ der in vollem Rückzug nach. Rordosten. Die Donau- und die 9. "Armee drängen ans Der ganzen Front nach. $fn der Straße nach Buzeu gewannen wir erheblich Gelän­ de und machten gestern dort und im Gebirge wiederum! i ; x i i ; 4000 Gefangene. Mazedonische Front. Nach der Niederlage der letzten Tage herrscht Ruhe au der Cerua, Struma und Miste. • t Ter 1. Generalquartiermeister!: , Ludendorff. * WTB. Berlin, 13. Dezember. Amtlicher Abendbericht: ! 1 Vorübergehend auflebendes Feuer an der Somme und auf dem östlichen Maasufer. Die 9. Armee nähert sich Buzeu. Oestlich der Cerna haben neue serbische Angriffe eingesetzt.</p>
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          <p>Der österr.-ung. Bericht. WTB. Wien, 13. Dezember. Amtlich wird verlautbart r Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls »ott Mackensen. Der feindliche Widerstand an der Jalo­ mitza wurde gebrochen. Der weichende Geg­ ner wird verfolgt. Oesterreichfsch-ungarische und deutsche Truppen nähern sich Buzeu. Die Rumänen ließen abermals '4000 Gefangene in unserer Hand. 1 i r , , Front des General-Oberste» Erz­ herzog Joseph. f Die russischen Angriffe westlich und nord­ westlich von Oena gehen weiter, sie blieben auch gestern völlig ergebnislos. [ Bei der Armee des Generalobersten von Koeveh herrschte, nachdem in den Frühstunden die verlustreichen Anstürme der Russen zusam­ mengebrochen waren, verhältnismäßige Ruhe. Heeresfront des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold vo» Badern. Außer erfolgreichen Streifungen an der Bystphca- Solotwinska nichts von Belang. I ' Italienischer Kriegsschauplatz, und Güdöstlicher Kriegsfchaupla«. Unverändert. &gt; Der stellvertretende Chef des Generalstab«»» v. H o e I« r, lMdmmHhalleutnam.</p>
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          <p>Zum Friedensangebot des Uierbundes. Budapest, 12. Dez. Die Blätter erscheinene einige Stunden früher als gewöhnlich und kommentierten die Note über das Frie­ densangebot zustimmend. Man erwartete fie­ berhaft d ie Rede des Reichskanzlers im deut­ schen Reichstag und die des Grafen Tisza im ungarischen Abgeordnetenhause und verzeich-' nete allgemein mit Befriedigung deren würde­ vollen Ton, der die unerschütterliche SiegeÄsicherheit als Quelle des Friedensangebotes erscheinen läßt. — "A Nap" berichtet: Ter deutsche Reichskanzler rief gestern den Gra­ fen Tisza telephonisch an und hatte mit ihm so eine längere Beratung. Dieses Telephongespräch machte die überraschende Sitzung im ungarischen Abgeordnetenhause nötig. Budapest. Am ungarischen Reichstage fand die Kundgebung der Friedensbereitschaft der Zentralmächte unter Formen statt, die in der Geschichte des Hauses ohne Beispiel sind. Die Einlaßpforten zum Hause waren bela­ gert, die Galerien waren überfüllt. ' Auch die Teilnehmer an der mitteleuropäischen Wirhschaftskonferenz waren in der Diplomatenlage anwesend. Im Sitzungssaale waren alle Bänke dicht besetzt. AIs sich um 5 Uhr GrafTisza erhob, um die Note der vier Verbündeten zu verlesen, herrschte lautlose Stille. Tisza schloß: Wir haben demnach die Friedensrechte geboten. Wird sie abgelehnt) werden wir, uns unserer ehrbaren Tat nicht zu schämen haben. Aber wir werden, wenn es sein muß, ebenso ent­ schieden weiterkämpfen. Graf Apponhi, der Führer der Opposition erklärte, der Ton der Note kennzeichne die Richtung, in der sich unsere Friedensvorschläge bewegen dürften u. biete die Gewähr dafür ,daß auch die Frie­ densbedingungen hier im Lande allgemein be­ friedigen werden. Graf Andrassy begrüßte 9 diesen Akt als die erste""Tat des jungen Herr- \ schers besonders herzlich. | Bern, 12. Dez. Die erste Mitteilung von 1 der Note des Reichskanzlers wurde hier durch \ Extrablätter verbreitet und erregte gewaltiges Auffchen. Tic Bekanntgabe der Friedensbotschaft To der bulgarischen Sobranje. Sofxia, 13. Dez. (Ag. Bulg.) Die Note des Vierbundes wurde gestern nachmittags vom Ministerpräsidenten Radoslawow in der Sobranje vor überfülltem Hause verlesen und mit lebhaftem, langanhaltendem Beisall aufgenom­ men. Der Ministerpräsident fügte hinzu, daß von der Note den verbündeten Armeen Mibteilung gemacht wurde, die ihre Stellungen beihalten und ihre Aufhabe bis auf weiteres erfüllen. Hierauf wurde die Sitzung geschlof­ fen. Tfe Friedensbotschaft im englische« Nnterhause. Der Haager Telegraaf meldet aus London: Die Mitglieder des Unterhauses erhvben sich von ihren Sitzen, als der Bericht über den deutschen Friedensantrag eintraf Die Sitzung dauerte weniger als eine Stunde. Es waren zahlreiche Mitglieder des Parlaments ver­ sammelt. i - I [ u Das österreichische Ministerium Korber demissioniert. Wien, 13. Dez. Die heutige Wiener Ztg. wird die nachstehenden Allerhöchsten Handk schreiben veröffentlichen: "Lieber Dr. von Körber! Ich nehme die Mir angebotene Demission der österreichischen Gesamtregierung an iun$&gt; beauftrage Sie und meine Minister, diese bis zur Bildung des neuen Kabinetts weiter zu führen. Zugleich teile ich Ihnen mit, daß ich meinen Geh. Rat Dr. Alexander Spitzmüller mit der Bildung des neuen Kabinetts beauftragt habe. Wien, 13. Dezember 1916. gez. Kar l m. p., i Körber m. p. Lieber Dr. Spitzmüller! Ich teile Ihnen Mit, daß, ich die Demission meiner österreich­ ischen Regierung angenommen und dieselbe beauftragt habe, die Geschäfte bis zur Bildung einer neuen Regierung weiter zu führen. Ich beauflage Sie, zur Bildung des neuen Ka­ binetts zu schreiten und mir Ihre darauf be­ züglichen Anträge zu unterbreiten." Berlin, 14. Dez. Die Annahme der ^Entlassung Körbers und BetrauungSpitzmüllers mit der Leitung des neuen österreichischen Ministeriums wird von den Blättern als Ueberraschung aufgenommen. Die Kreuzztg. mtzint, die Schwierigkeiten, die sich böi der UeberwalhMe der von Stürgkh mit Ungarn vereinbarten Ausgleichsbedingungen ergaben, seien wohl nicht so völlig überwunden wor­ den, wie es in den letzten Tagen den Anschein hatte. Amerika protestiert wiederholt. Washington, 11. Dez. (Reutermebdung.) Das Staatsdepartement richtete wegen Verweigerung des freien Geleites für den österreichisch-ungarischen Botschjafter eine zwei­ te Note an Großbritannien und Frankreich, in der es heißt, daß Amerika die ungehinderte Fahrt für ein anerkanntes Recht des diploma­ tischen Verkehrs halte. |</p>
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          <p>Das Königreich Polen. De? Regent von Polen. Wie die Neue politische Korrespondenz mitteilt, ist Erzherzog Karl Stephan von Oesterreich als Regent des Königreichs Polen in Aussicht genommen. Der Staatsrat wird voraussichtlich noch vor Weihuachjten berufen und zwar aus Persönlichkeiten des ganzen Bezirkes des Generalgouvernements. Kommis­ sar zum Staatsrat soll von deutscher Setter der bayerische Oberregierungsrat Graf Serk chenfeld werden, sein Vertteter wird wahr­ scheinlich Landschaftsrat von Zhchlinski.</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. Ter neue französische Oberkommandierende der Westfront. Pris, 13. Dez. (Amtlich.) General Nivelle ist zum Oberkommandierenden der Ar­ meen im Norden und Nordosten ernannt wor­ den. General Gouraud ist als Nachfolger Lhautehs Mm General-Residenten Frankreichs in Marokko ernannt worden. T«is neue französische Kabinett. Paris, 13. Dez. Das neue Kabinett setzt sich folgendermaßen zusammen: Vorsitz und Asußeres: Briand; Justiz und Unterricht? Viviani: Finanzen: Ribot; Inneres? Maloh; Krieg: General Lyautey; Marineadmiral: Oacaze; Volkswirtschaft (Handel, Jndusttie, Acker­ bau): Elementes Transport und Zivil- und Militärverpfiegung: Herriot; Kolonien.Toumergue; Bewaffnung und Herstellung von Kriegsmaterial: Albert Thomas.</p>
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          <p>Gegen Rumänien. Zu? Lage in Rumänien. Die in Jassy erscheinende "Jndependance Roumaine" erklärt zur Kriegslage: Die ru­ mänische Heeresleitung war auf den Verlust der Hauptstadt lange vorbereitet. Der Ge­ neralstab legte eine sehr stark befestigte Stel­ lung bei Jalomitza an, die bestimmt ist, von frischen Truppen verteidigt zu werden und die zurückweichende rumänische Armee aufzu­ nehmen. Sollten hierfür gegenwärtig genüsgende Truppen fehlen und von den Verbünde­ ten Ersatz einstweilen fortdauernd ausbleiben (in der Tat ist der Jalomitza-Abschnitt längst kämpfend überschritten worden), so wird der Feind auch jenseits des zweiten rumänischen Stromes ein Netz von Schützengräben finden, wohinter sich die schwer ermüdeten Truppen sammeln können, sobald der Ersatz eingetroffen ist. Die Walachei haben wir verloren durch hinterlistigen UeBcrfjall der Deutschen. Jetzt ist die Losung: Keinen Fuß breit zurück! — Das ebenfalls weiter erscheinende 'Regierungs­ blatt "Vitterul" schreibt sehr pessimistisch: Die Lage südöstlich von Bukarest muh als sehr ernst anerkannt werden. Wir müssen hoffen, daß eine weitere Verschiebung M unseren Un­ gunsten in dieser Richtung nicht eintritt, "ha sonst ein bedeutender Teil leibender Kraft ver­ loren ist. (3) Aus RNMstnie«. Daily Chronicle meldet aus Petersburg: Der Feind bringt bereits Truppen von Rup mänien nach der mazedonischen Front und auch neue bulgarische Aushebungen werden dorthin entsandt. Eine Anzahl Flüchtlinge verlieh Bukarest, aber wegen der Ueberfüllung der Woge und der Transportschwierigkeiten ist die Bevölkerung der Walachei int großen und gan­ zen in ihren Wohnstätten geblieben. rumänische Baute. Berlin, 12. Dez. Der Berichterstatter des "'Lokal-Anzeigers", Dr. Wirth, meldet aus dem Kriegspressequartter unserm 12. Dez.: Die Beuteziffern von Bukarest, wo sich das Ar­ senal der Feuerwerkerei und die einzige nute derne Pulverfabrik Rumäniens befanden, sind in den genannten nicht inbegriffen. Hinzu­ zufügen wäre noch, daß sich am 10. Dezember von den insgesamt 137 902 Quadratkilometern rumänischen Bodens 64 000, von den 3087 Kilometern rumänischer Bahnen rund 2000 in der Sand der Verbündeten befinden, von 700 Lokomotiven waren 137, von 18 000 Wag­ gons 4000 erbeutet. Von einer shstemattschen Vernichtung der Getteidevorräte kann nicht die Rede sein, weil das Korn von den Bauern wohl eingebracht aber nicht mehr gedroschen werden konnte, und deshalb noch i mganzen Lande in den Gehöften verstreut ist. Bert» wüstet wurde verhältnismäßig Wenig, sogar die großen Magazine, in denen die von Eng­ land aufgekauften Getreidevorräte der vor­ jährigen Ernte lagern, wurden zum großen Teil unversehrt angetroffen. (Z.) Aus dem eroberten Bukarest. Sofia, 13. Dez. Bukarest trägt ein völ­ lig friedliches Gepräge. Viele höhe Persönk lichketten der rumänischen Antikriegspartei, da­ runter jauch Carp und Marghiloman find in der Stadt geblieben. Von fremden Mächten blieben nur der holländische und der ameri­ kanische Gesandte auf ihren Posten. &gt;&gt;</p>
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          <p>Rußland nicht mit der Versicherung, seine Heere würden di« Monarchie binden, die ser­ bische Armee komme nur als letzte Reserve in Verwendung, in den Krieg gedrängt hätte. Die Entente habe von vornehierein die Kriegführung bis 1916 dem Zeitpunkt für den Ausbau der russischen Bahnen und der Reor­ ganisierung der durch den Balkankrteg ge­ schwächten serbischen Armee, hinziehen wollen." Der schwerste Moment meines Lebens war, als di« Entente uns aufforderte, den Anschluß Bulgariens durch die Abtretung Mazedoniens zu erkaufen. Trotzdem unsere Bedenken mit der Versicherung abgeschwächt wurden. Ser­ bien evhalte nadj, dem Kriege jeden Tritt Boden wieder, wollten wir schon damals nicht recht daran glauben. Seither haben wir uns da­ von überzeugt, daß die Entente Serbien bloß mit leeren Versprechungen hinhält. Die Zu­ kunft wird Licht toerfen auf den Betrug der großen Ententestaaten, besonders England, ge­ genüber dem kleinen schwachen Serbien".</p>
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          <p>Der Krieg mit Italien. f* I Wcrftbraud In Malle«. r , Die Luftschifswerst in Monza 'ist durch Brand fast vollständig zerstört worden. (Z.)</p>
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          <p>Der Krieg zur See. I i Gefolge unserer U-Boote. ' In der Zeit vom 28. November RS 8. Dezember wurden von unseren Unterseebooten vor der französischen Kanal- und AtlanttcKüste u. a. Kohlenladungen im Gesamtbetrag von 17 000 Tonnen englischer nach Frankreich bestimmten Kohlen und ein englischer Dampfer mit 6000 Tonnen Kriegsmaterial von Rewhork nach Frankreich versenkt. Rekordleistung eines unserer U-Boote. Berlin, den 13. Dez. ' Eines unserer kürzlich von einer Unternehmung in den Hafen zurückgekehrten Unterseeboote ist nicht wei­ niger als 55 Tage unterwegs gewesen, ohne einen Hafen anzulaufen, oder sonst Unter­ stützung empfangen zu haben. Diese, bisher Wohl kaum für möglich gehaltene Rekordleishstung von Personal tun dMaterial, ist um so be­ merkenswerter, als das Boot wiederholt mit schwerem Wetter zu kämpfen hatte. (Nicht­ amtlich.) Mshejr 200 norwegische Tauchfer versenkt. Die heute berichteten vier versenkten nor­ wegischen Dampfer einbegriffen beträgt die Awzahl der im Dezember bisher versenkten 18. Seit Beginn sind jetzt genau 200 norwegische Man glaubt, daß er durch Feuer zerstört wur­ de. Die Besatzung ist gelandet. Ein bisher als gesunken gemeldeter belgischer Dampfer wurde voll Wasser nach Falmouth eingeschleppt. Er war von eine mUnterseeboot beschädigt wor!den. , Dampfer verloren, deren Versicherungswert sich auf 270 Millionen Mark beläuft. Tie Folgen unserer U-Bo»ts--Erfolge. Christiania, 12. Dez. "SjoefartsTH deude" schreibt heute in einem sehr bemerkens­ werten Artikel "Konsequenz des U-Bovtskrieges" anknüpfend an die "Ungeheuren Verluste^ der norwegischen Kriegsversicherung in den letzten drei Monaten, besonders in der Fahrt zwischen England und Frankreich (allein heute meldet das Reederorgan die Versenkung von 6 norwegischen Dampfern im Gesamtversicher­ ungswert von 7—8 Millionen Kronen) und der dadurch nötig gewordenen Pvämiew-ErhöhUng, daß die Folge davon sei, daß die Be­ zahlung für diese Transporte erhöht werden Müßte, entweder in der Form eines direkten Frachtzuschlages oder dadurch, daß die Be­ frachter die Versicherungsprämie ganz oder teilweise übernehmen. Dies sei nur die logi­ sche, geschäftsmäßige Folge dessen, was jetzt vor sich! geije. Außerdem sei es gerecht, zuimal der deutsche Ui-Bootkrieg offenbar län­ gere Zeit, vielleicht sogar für den ganzen Rest des Krieges andauern würde, ohne daß die gegnerischen Flotten Hu verhindern könnten. Könne eine Seemacht das Meer nicht von feind­ lichen Kreuzern reinhalten oder wolle sie sich nicht die Mühe machen, was allerdings be­ quem und billiger sei, so müsse sie dafür'bezahl len. Das sei eine reine Geschäiftsfrage, wobei aber die Unkosten nicht einem Dritten aufge^ halst werden dürften. Solange im Verhältnis zum Risiko bezahlt werde, würde die Fahrt nicht eingestellt werden. Unterlasse man das aber, so werde sie früher oder später von selbst aufhören. Sie könne nicht auf Kosten der neutralen Reeder aufrecht erhalten werden. Versenkt. Der griechische Dampfer Grigerios Anhelatos wurde versenkt. Der englische Dampfer "St. Aiihelvyn" ist auf eine Mine gelaufen und untergegangen. Die Mannschaft wurde gerettet. Der dänische Dampfer "Bollo" mitKohilen von England nach Oran unterwegs, wurde int Kanal von einem deutschen Unterseeboot versenkt. Die Besatzung von 25 Mann wurde gerettet und in Frankreich gelandet. Lloyds meldet, daß der norwegische Dam­ pfer "Agder" versenkt worden sein soll. Rach einer Llohdsmeldung wurde der dä­ nische Dampfer "Inger" versenkt. Nach einer Meldung des "Petit Parisien" aus Havre wurde die französische Goelette "Pirimevere" versenkt; die Besatzung ist ge­ rettet. Nach einer Meldung des "Mattn" aus Rennes wurde der englische Dampfer "Savestan" versenkt, die Besatzung gerettet. j Lloyds meldet: Ein schwedischer Schooner wurde von einem Unterseeboot angegriffen.</p>
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          <p>Bewohner eine Zuflucht und eine zweite.Hei­ mat fand." Beim Schreiben dieser Zeilen übermannte sie Der Schmerz und die ersehnten erlösenden Tränen strömten ihr ans den Augen. Wie Balsam wirkten sie auf ihre wunde Seele. Aber dabei "kam ihr der Gedanke an Harald, Was hatte sie für ihn, den sie und der sie liebte? Wie sollte sie ihm gegenüber ihre Dankesschuld abtragen? Auch an ihn zu schrei­ ben, bmrax&amp;te sie nicht, ohne sich zu ver­ raten. und das durfte nicht sein. Wenn sie ,,ihm nur irgend etwas Liebes erweisen könnte! r "Sie können ja nicht wissen, wie elend es macht, kein Mittel zu wissen, womit man Dieses Unkraut ausrotten kann —" Es war ihr plötzlich, als hörte sie seine Stimme an ihrem Ohr. Sie sah sich scheu ÜW niemand war ttn Zimmer. Der Fluch von Bernegg — ja, der war es, der ihn elend machte! Da kam es wie eine Erleuchtung Wer Rose, es packte sie wie ein Sturm: Ihn lösen von betn Fluche, ihn be­ freien von einem unheilvollen Aberglauben — o 'Gott — wenn sie es vermöchte! &lt;, (Fortsetzung folgt.) ihrer Brust. Wie würde die Gräfin erschrecken, wie würde sie sich grämen und nach einem einzigen Abschiedswort suchen! Nein, sie sonn» re nicht gehen, ohne dieses Wort. Zu viel Güte und Liebe hatte sie hier empfangen, sie, die Fremde, Namenlose. Mit Vertrauen «hatte mack l\a§ ernte, gehetzte Wild aufgenommen und ihm eine Zufluchtsstätte gegeben. Mur hatte sie ihr Leid vergessen lassen, ihr neue Lebenshofiirung in die Brust gepflanzt, sie die wahren Werte des Lebens kennen und schätzen gelehrt und zum Dank dafür sollte sie hinterlistig gehen? Nein, so herzlos und undankbar konnte sie nicht sein. Und wenn es nur wenige Zeilen waren — ein Gruß nur — ein liebes Wort. Schnell entschlossen setzte sie sich an den Schreibtisch: *4to schrieb tn fieberhafter Eile. Heiße überströmende Dankesworte fand sie: "Sie haben Ihre Liebe keiner Unwürdigen, wohl aber einer Tiefunglücklichen geschenkt," fuhr sie dann fort. "Zürnen Sie ihr nicht, wenn sie geht, ohn» Ihnen ihr trauriges Ge­ schick enthiüflt zu haben, denn das Geheimnis muh sie mitnehmen ins Grab. Bewahren Sie ihr ein gütiges Gedenken und grollen Sie Mr nicht, daß sie geht — gehen muß. Nie wird sie aufhören, die Zeit zu segnen, wo sie auf 'Schloß Bernegg und im Herze» seiner wilden Schmerz — ihrer Qual einen Ausweg verschaffen! Aber sie biß die Zähne fest zu­ sammen und wartete, bis die Gräfin gegangen war. Darauf schloß sie die Tür und trat zu­ rück. @1e taumelte und griff nach einer Stütze — im nächsten Augenblick war sie wieder Herirtn ihrer Kräfte. Mit müden, schleppenden Schritten ging sie zu ihrem Koffer und begann Stück für Stück hineinzulegen, planlos, verwirrt. Dann schrieb sie einen Zettel, den sie darauf klebte. "An Frau Herwart, bahnlagernd Frankfurt am Main." Von dort aus wollte sie,ihu nachschicken lassen, denn ihre Spur sollte verloren gtijen. Die Transportauslagen mochte man von betn ihr zustehenden Gehalt bestreiten. Nachdem dies erledigt war, packte sie ihre Handtasche mit dem Nötigsten. Morgen früh, wenn alles schlief, wollte sie Heimlich das «Schloß verlassen und den Weg zur Bahustation 8u Fuß zurücklegen. Es mochten zwei Stunden bis dorthin sein, über sie war eine gute Fnßgängerin und schaffte es. Ter Frühzug ging, wie sie wußte, um acht Uhr. Bemerkte man hier ihr Fehlen, so war sie längst abgefahren, l Ein tiefer schmerzlicher Seufzer kam aus</p>
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          <p>Tages-Uebersicht. PMuz Heinrich XII. Reuß jüngere Li­ nie, Leutnant in einem preuß. Küraffier-Rgt., stand am 29. November auf dem russischen Kriegsschauplatz den Heldentod. 2fte Gewerkschaften und das Hilfsdienst. gesetz. Die Kot^exenz der deutschen Gewerkschasten und Angestellte nv er bä nd e aller Rich­ tungen beschloß nach langer Erörterung ein­ stimmig folgendes: Die Vertreter von rund vier Millionen organisierter Arbeiter und Ange­ stellten erklären, an der Durchführung des Gesetzes der vaterländischen Hilfe nach Kräften »Nitarbeiten zu wollen. Die durch die Or­ ganisation der Arbeiter und Angestellten ver­ tretenen Volksschichten sind bereit, einig und entschlossen alle Kräfte in den Dienst unseres Landes zu stellen, damit die Vernich tungspläne der Gegner Deutschlands erfolglos bleiben.Von der Reichsregierung und dem Kriegsamt er­ warten die Versammelten eine weitgehende Förderung der berechtigten Bestrebungen der Arbeiter und Angestellten auf Verlangen bes­ serer Lohn- und Arbeitsbedingungen, sowie die Sicherung des Koalitionsrechtes. Sie for­ dern eine stärkere Bekämpfung des Lebensmivitelwuchers und eine bessere Verteilung der vorhandenen Lebensmittel, damit die arbei­ tende Bevölkerung die an sie gestellten Anfor­ derungen erfüllen kann.</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. 2er Kaiser über die Bayern. Wie nach­ träglich bekannt wird, äußerte der Kaiser bei der Begrüßung im Münchener Hauptbahnhvjf Zum Oberbürgermeister Münchens unter Hin»veis darauf, unter welch veränderten Ver'* hältnissen er diesmal nach München gekom­ men sei: Mit Gottes Htzlfe sei es bisher gut gegangen und werde es auch künftig gut ge­ hen. "Höchsten Respekt vor EuchBahe r n", fügte er hinzu. "Was die bayerischen Truppen überall, wo sie kämpften, geleistet haben, ist gewaltig und großartig und ver­ dient die allerwärmste Anerkennung und Be­ wunderung." Ter verabschiedete Minister des Innern Frhr. von Soden wurde in den Grafenstand erp hvben und der verabschiedete Kriegsminister Frhr. Kreß von Kreßenstein zum Inhaber des fi. Chev.-Rgts. ernannt. Außerordentliche Tagung des bayerischen Landtags. Wie die "M. A. St." hört, soll der bayerische Landtag nunmehr bestimmt zu einer kurzen außerordentlichen Tagung Ende JaUuar 1917 einberufen werden. Dem Verneh­ men nach soll die Mehrheitspartei im baher. Parlament beschlossen haben, die erste Vizepräisidentenstelle an die liberale Fraktion (Dr. von Casselmann) als zweitgrößte abzutreten. Ihr bisheriger Inhaber Hofrat von Fuchs ist zum Nachfolger Dr. von Orterers ausersehen. Tas baychüschv Braukontingent. In der Sitzung der Zentrumsfraktion des Landtages wurde auf Antrag Osel auch eine Entschlie­ ßung bezüglich, eines vergrößerten Gersten­ kontingents an die bayerischen Brauer angeinommen. Dazu konnte Abg. Dr. Matzinger, der sich für die Lösung dieser Frage in Berlin seit langem energisch und mit Erfolg einge­ setzt hat, mitteilen, daß die Regelung auf der Basis von 35 Prozent wohl als sicher in Aussicht zu nehMen ist. Selbst gerichtet. In Nürnberg wurden die Urbeitersfrau Lang und ihre Freundin durch Gas vergiftet aufgefunden. Frau Lang war bereits tot, ihre Freundin wurde bewußtlos .ins Krankenhaus gebracht. Die Tat erfolgte, weil die Beziehungen beider Frauen zu fran­ zösischen Kriegsgefangenen entdeckt wurden.Tie Männer stehen im Felde.</p>
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          <p>* Geisenhausen, 13. Dez. (Ein Brand) brach' vorgestern in dem Backofen des Mauern Anji dreas Niedermeier in Neuhos bei Bonbruck t aus. Die Bäuerin hatte aus denn Ofen die i glühenden Kohlen geräumt und abgelöscht. Es scheinen aber Furkken unter das iim Ofen la­ gernde Holz geflogen zu sein, beutn bald da­ rauf entstand Feuer, das den Dvachstuhl des $ Gebäudes einäscherte. I Bayerbach, 13. Dez. (Gefallern.) Roman Aberl von Oberellenbach Soldat irrn 6. bayer. Jnjf^Rgt. starb den Heldentod sürss Vaterland im Stlter von 19 Jahren. Vor -4 Monaten starb sein Vater an einer Magenkrankheit. Nieöerbayerifche Heldien. \ Ms ein am 23. Juni 1916 Beiint Angriffe auf F. ebenfalls unter das Letb-Rtegiment get ratener Trupp von etwa 40 Mamn des 10. | Jnfanterich-Regiments sich in der Nacht zum 28. auf dem Rückmärsche befand, stieß er in ■ der Ortschaft unvermutet auf eine französische | Barrikade und mußte vor dem heftigen Feuer i umkehren. Da man beim SaMllelm einen litt« 1 teroffizier vermißte, begab sich Infanterist f Alois Lehrhuber der 1. KomHxrgnie von | Neufranhofen, B.-A. Vilsbiburg, ein Arbeiter zu Wallersdorf, aus eigenem Antrieb auf die , Suche nach seinem Gruppenführer, i&gt;en er end' lich, schon bis zu den Schultern, versunken, i in einem riesigen mit Schlamm und Wasser I gefüllten Granattrichter vorfand. Trotz der I Gefahr, in die gleiche Lage zu geraten, zog | er den gänzlich erschöpften Unteroffizier hev| aus und rettete ihm das Leben. Als es am § Vormittage des 6. Juli den Fra nzosen nach! I eineinhalbstündigem! Trommelfeuer gelang, $ ihren Angriff teilweise bis dicht an unsere ! unausgebaute und nur schwach besetzte Steli lung heranzutragen, und gedeckt durch eine | Hecke vor dem rechten Flügel der 1. Kompagnie ’ ein Maschinengewehr aufzustellen, sprang Lehu| Huber sofort unter heftigstem Gewehr- und I Handgranatenfeuer aus dem Graben und über| schüttete das Kleingeschütz so mit WurfgeschvG | fett,, Ahaß die gesamte Bedienung ,getötet oder * in die Flucht gejagt wurde. Ohme zum Feu| ern zu kommen, verfiel das Gewehr durch I einen glücklichen Granatschuß bald nachher der | völligen Vernichtung. (Goldene Medaille.) $ Auch Sanitätsunteroffizier Jw'hann H a ni nes der 11. Kompagnie 10. JnfanlteriH-Regts., Glasschleifer aus Frauenau, B.-A. Regen, ver­ band am gleichen Tage beim Sturm auf Th. im grauenvollsten Arfillerie- und Infanteriefeuer einen schwer verwundeten Offizier, trug ihn aus der ersten Linie in das ZwischenWerk zurück und eilte rasch wieder in die Kampffront, um noch einer Reihe von Verwundeten Hilfe zu leisten und die schwerer VerlcA| ten ohne jede Beihilfe auf seinen Schultern I aus dem Feuer zu schleppen. Doch auch da! mit ließ er sich nicht genügen; von einem | Granatloch zum andern kriechend, sammelte I er die herumliegenden Feldflaschen und labte i; mit ihrem Inhalte seine Schützlinge. Jnfoll| ge UeberaMrengung am Mende unter Fiebertz erscheinungen erkrankt, begab er sich erst auf | Befehl nach der zwar ebenfalls unter Feuer I liegenden, immerhin aber etwas' weniger geI fährdeten A&gt; Schlucht zurück und widmete sich £ auch dort mit allem Eifer den Verwundeten. | Noch nicht völlig genesen, folgte er am 2, Juli seiner Kompagnie abermals in die Ge!fechtsstellung und brachte auch jetzt wieder in \ unermüdlicher Sorgfalt eine grösßere Anzahl Schwerverletzter seines Regiments tote benachI barter Truppenteile kalten Blutes mitten durch l das Sperrfeuer in Sicherheit. Zwm Eisernen : Kreuz und Militär-Verdienstkreuz erhielt Han\ nes nun auch die Silberne Medaille, jj Um sich Einblick in die französische Stel­ lung zu verschaffen, lieh Vizefeldwebel der Landwehr I Adalbert Glotz der 4.. Kompagnie Ersatz-Regiments Nr. 2 aus Oberchiebing, B.; A. Straubing, Schuhmacher in Stephanspoi schlug, B--A. Deggendorf, kein Mittel unver! sucht. Nach mehrwöchigen gefahremreichen Er­ Niederbayerische Nachrichten. kundungen hatte er 'sich in der Nacht zuml 7. Mai 1916 eben durch das dreifache Hinderdernis nahe an eine feindliche Arbeitsstelle, herangeschlichen, als ihU der Tagesanbruch überraschte. Da das freie, weithin Übersicht^ liche Gelände die Möglichkeit eines. Rückzuges ausschloß, sah! er sich einen vollen Tag LU regungslosem Ausharren in der beschwerlichften Körperlage gezwungen, -beobachtete aber gleichwohl Stärke, Stet und Ablüsungsderfah­ ren der feindlichen Besatzung samt ihren Grä­ ben und Unterständen wie die Wirkung unserer eigenen Arttllerie so genau, daß er sehr wertvolle Aufschlüsse zurückbringen konnte. Als unerschrockener Schleichgänger und bei Auf­ klärungen schon oft bewährt, konnte sich Glotz der Silbernen MedaiUe erfreuen.</p>
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          <p>Dienstnachrichten. Schuldienst. Die Volksschullehrer-, Mes­ ner- und Organistenstelle in Greising, K. Distriktsschßtlinspektion Deggendorf, kommt ab 1. Januar 1917 zur Erledigung. Endttemin für Bewerbungen 31. Dezember 1916.</p>
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          <p>uns: Hinterbliebene von Kriegsteilnehmern,die beim 2. bayer. Jnf.-Rgt. "Kronprinz" im Felde gestanden, wollen ohne Furcht vor takt­ loser Behandlung Gesuche einsenden, auch sol­ che um unverzinsliche Darlehen. Ihnen, deren Ernährer ihr Bestes dem Vaterlande gegeben, ein Almosen zu geben, lehnt das Bataillon ab. ES würde sich! freuen, ihnen einen Ehrensold geben zu dürfen. Möchten Verschämte, auch besseren Standes, die dafür von Gönnern be­ reitgestellten Mittel abfordern, wenn Not vor­ liegt, nicht für Erwerbsfähige oder einiger­ maßen Ausgestattete, sondern für Sieche, in erster Linie aber für gutgeartete, Gutes ver­ sprechende Kinder, den einstigen Stolz der HeVdenväter, ihnen wird geholfen werden, sie sol­ len nicht darben und nicht verderben! Unbe­ dingte Verschwiegenheit wird zugesichert. Er­ hebungen werden ohUe Nachteil für den Nach­ suchenden gepflogen. - i' [</p>
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          <p>Wien, 13. Dez. Einer Meldung des Lok. Anz. aus Lugano zufolge, berichtet der Seoolo aus Athen, daß die Gesandten der Entente ihre Abreise verschoben hüben. 'Die Blockade wird mit äußerster Schärfe gehandhäbt. Kein Schiff darf die griechischen Häfen verlassen. Bier Segelschiffe mit Lebensmitteln durften nicht in den Hafen von Patras fahren. ; Japan löst sich los? s Wie der Basler Anz. aus privater Quelle erfahren hüben will, soll Japan im Begriffe stehen, sich von der Entente loszulösen. Der Grund soll darin bestehen, daß die Entente sich geweigert habe, bestimmt te Forderungen Ja­ pans zu erfüllen. I i Letzte Posten. Ter Eindruck der Friedensnote in der 1 i Schweiz. Me Zürcher Post führt zum FriedensVorschlag aus: Findet das Friedensangebot der Mittelmächte keinen Widerhall, so scheint eines sicher zu sein: Der 'Krieg wird dann in rück­ sichtslosester Art weitergeführt und die neut­ ralen Staaten, die in den letzten zwei Jähren schon viel Leiden auf sich nehmen mußten, wer­ den neue Härte Belastungen auf sich! nähmen müssen. Es drängt sich daher die Frage auf, ob auch jetzt noch, da wie nie znvor der psy­ chologische Moment zum Frieden gekommen Ist, die Neutralen abseits stehen und dem Verder­ ben Europas mit verschränkten Armen zusähen sollen. Wir dürfen hoffen, daß der schwei­ zerische Bundesrat, wenn an Hü die Frage herantritt, sie weitsichtig getragen von dem Verantwortlichkeitsgesühl, für die leidende Menschheit beantwortet. ' Tie Teutschen Pole«. ' In Lodz fand eine von über 2000 Teut­ schen besuchte Versammlung zur Besprechung der Frage statt, wie sich! angesichts der Wiest derherstellung Polens dieZnkunft der 600 000 bodenständigen Deutschen in Polen gestalten wird. Die Versammlung nahm eine Entschließ­ ung an, in der alle Bestrebungen und Wünsche der Deutschen zusammengefaßt werden. An den Kaiser, den Reichskanzler, Hindenburg und Mackensen wurden Telegramme abgesandt. Ti« Kämpfe am Jalomita-Fluß. Auf dem rumänischen Kriegsschauplatz ist es an der Jalomitza zu neuen Kämpfen gefomfc men. Anscheinend handelt es sich um Zusam­ menstöße mit starken feindlichen Nachhuten. Nach allen Meldungen der letzten Zeit ist nicht anzunähmen, daß schon an der Jalomita, also wenige Stunden östlich von Bukarest eine groß angelegte Gegenoffensive oder eine Defensive von längerer Dauer organisiert werden wird. Tie hohe Zahl der Gefangenen, der erbeute^ ten Geschütze und sonstigen Kriegsgeräte lassen es wahrschäinlich erscheinen, daß die Rumänen frühestens hinter dem Buzen hartnäckigen Wi­ derstand leisten werden. Aus Griechenland. i In einem Athener Telegramm des Car­ riere della Sera wird gemeldet: Infolge der unklugen venizelistischen Politik der Entente sei ganz Griechenland heute bereit, sich Deutsch­ land gegen die Entente anzuschließen. Tie Griechen sagen offen, sollte auch Griechen­ land zugrunde gähen, so werde der Entente wenigstens ein neuer Feind erwachsen in der Gestalt eines Heeres von 150 000 Mann, das Sarrail aus Saloniki hinauswerfen werde.</p>
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          <p>Vermischtes. Nom Mttbttifelb zur Zuckerdose. Von M. A. von Lütgendorff. Die Entdeckung des Rübenzuckers und die erste Zuckerfabrik. — Urform und Kulturpflanze. — 1000 Stecklinge von einer Rübe. — Der Werdegang des Kristallzuckers. — Feinde und Krankheiten der Zuckerrübe. Man schrieb das Jahr 1747, als der Chemiker Marggraf in Berlin die Entdeckung machte, daß in der Runkelrübe eine beträchtliche Menge reinen Rohr­ zuckers enthalten sei. Welcher ungeheure Nutzen unserem Vaterlande jedoch aus dieser Entdeckung entspringen sollte, das ahnten damals wohl noch wenige. Der Gedanke. Zucker im eigenen Lande zu erzeugen, statt den durch die hohen Steuern so versteuerten Kolonial­ zucker beziehen zu müssen, klang ja an sich gewiß verlockend. Wer aber traute der Runkelrübe, der gewöhnlich so gering geachteten Runkelrübe, so besondere Fähigkeiten zu? Wie weittragend die Folgen der Marggrafschen Entdeckung waren, sehen wir vielleicht erst jetzt, wenn wir darüber nachdenken, wie es mit unserer Zuckerversorgung bestellt sein würde, wenn wir heute noch auf den Kolonialzucker angewiesen wären. Bei diesem Gedanken sollte eigentlich jede Haussrau die Klagen über die Zuckerknappheit auf den Index stellen. Mit der Verwertung der Marggrafschen Idee ging es indes keine kurzen Wege. Fast fünfzig Jahre mutzte sie warten, bis ein anderer Gelehrter der Berliner Akademie der Wissenschaften, Achard, sie vervollkommnete und durch das Jnterresse, das König Friedrich Wilhelm IU. der neuen Erfindung zuwandte, in die Lage verhetzt wurde, im Jahre 1798 in Schlesien die erste Rübenzuckerfabrik zu errichten. Doch als es glücklich so weit war, daß man vorzügliche Erfolge verzeichnen konnte, kamen die schweren Kriegsjahre und machten dem hoffnungsvollen kleinen Unternehmen wieder ein Ende. Dann trat von neuem eine Pause ein, bis endlich in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts die Zuckersabrikation wieder aufgenommen wurde, diesmal mit echt deutscher^Energie. Auf großen Geländen wurden jetzt Zuckerrüben angebaut und die Rüben veredelt. Die Zahl der Zuckerfabriken mit ihren immer weiter verbesserten Maschinen wuchs von nun an mit jedem Jahr so, daß Deutschland jetzt über die ausgedehntesten Zuckerfabriken der Welt verfügt. Ursprünglich war die Runkelrübe eine unbedeutende einjährige Pflanze, eine Pflanze, die heute noch in Mittelmeerländern wild wächst, im Laufe des Sommers ihre Blüten. Früchte und Samen bildet und dann abstirbt. Der Kultur konnte die Einjährigkeit einer Pflanze, deren Wurzel möglichst fleischig bleiben sollte und daher nicht durch die Abgabe ihrer Baustoffe an die Fartpflanzungsteile entwertet werden durfte, jedoch nicht paffen. Man züchtete also im Laufe der Jahre aus der einjährigen eine zweijährige Runkelrübe. Durch gute Bodenernährung gewann man eine Wurzel, die nach Ablauf des ersten Jahres prallvoll mit Reservestoffen und zwar hauptsächlich Zucker fürs nächste Jahr gefüllt ist, aber nun, statt zur Fruchtund Samenbildung gelangen zu können, im Herbst geerntet wird. Handelt es sich darum, Samen zur Zucht neuer Pflanzen zu erhalten, wählt man nur ganz besonders zuckerhaltige Sorten aus und hat es durch dieses Verfahren auch erreicht, daß der Zucker­ gehalt vieler Zuchtrüben in den letzten sechzig Jahren um 10 bis 20 % gestiegen ist. Durch geeignete Werterzucht suchen die Rübenzüchter aber auch diesen verhältnißmäßig hohen Zuckergehalt noch zu erhöhen, was zweifellos auch gelingen wird. Manchmal freilich erlebt der Züchter, daß ein oder die andere seiner zur Weiterzucht bestimmten Rüben .trotzt" und selbst nach mehrjähriger Pflege keine Samen bilden will. Solche "Trotzer," wie diese Rüben denn auch tatsächlich genannt werden, sind ebenso unbeliebt wie die, die schon im ersten Jahr "schoßen," d.h. ihre Samen ein Jahr zu früh erzeugen und dadurch den Zucker­ gehalt ihrer Wurzel natürlich erheblich schwächen. Gelegentlich sucht man die Zuckerrübe auch durch Einpflanzen der auf den Rüben sitzenden "Augen" zu vermehren, besonders dann, wenn die Heranzucht von Samen erwünscht ist. und man erhält dabei oft, wie der Forscher Holdefleiß berichtet, aus einer einzigen Rübe bis zu lausend Stecklingen. Von einer richtigen Runkelrübe verlangt der Züchter, daß sie möglichst rein weiß, zapfenförmig und etwa bis zu l 1 /»' kgschwer sein soll. Eine merkwürdige Eigenschaft zeig: die Rübe insofern, als die Lage der Blätter den Zuckergehalt schon von außen kenntlich macht, und daß Pflanzen mit rosettenförmig angeordneten Blättern in der Regel die ertragreichsten sind. Die Ernte der Runkelrübe fällt in die Herbst­ monate, je nach dem Klima von Mitte September bis in den Oktober, erfolgt aber erst, nachdem man durch eingehende Prüfung festgestellt hat, welcher und wievieler Rüben man zur Zuckerfabrikation bedarf, und welche Rüben zur Gewinnung von Samen zurückgelegt werden muffen. Diese werden in kühlen Räumen bis zum nächsten Frühjahr gelagert; die anderen werden zunächst gründlich gereinigt und dann in den sog. Schnitzelmaschinen zerkleinert, worauf durch Auslaugen der Rübenschnitzel in warmem Wasser die Trennung des im Rübensaft gelösten Zuckers von den ■ anderen Bestandteilen, dem 'Nichtzucker, erfolgt. Die entzückerten Rübenschnitzel finden als nahrhaftes Viehfutter Verwendung. Durch Kochen in Scheide­ pfannen, die mit Rührwerken versehen sind, wobei der Zucker in starkes Schäumen gelangt, und darauf erfolgendes Verdicken werden dem Zuckersaft immer mehr Feuchtigkeit uud alle Spuren ftemder Bestandteile entzogen, bis er endlich in feinen Kristallen abscheidet und nach weiterer Behandlung als Rohzucker in die Raffinerien gesandt werden kan», wo nun seine endgültige Verarbeitung vorgenommen wird. Bei dem Kristal­ lisierungsprozeß erhält man auch den Sirup, den unsere Vorfahren sich ab und zu in einem allerdings sehr vereinfachten Verfahren selbst herstellten und vielfach zum Kochen verwandten. Der Weg von der Zuckerrübe zum schneeweißen, kcistallschimmernden Stück Zucker in unserer Zucker­ dose ist also weit und beschwerlich. Und dabei wurde noch nicht einmal der Feinde der Zuckerrübe gedacht; der Bakterien, die oft schon während der Fabrikation auftreten, und große Zuckermengen unbrauchbar machen, indem sie die Zuckerlösung in schleimige Massen verwandeln, der Pilze, die schwere Wurzelkrankheiten erzeugen, und endlich des ärgsten Feinves der Zucker­ rübe, einer winzigen Haarwurmart, der Rübennematode, die sich in die Wurzel einbohrt und die gefürchtete "Rübenmüdigkeit" hervorruft. Doch gibt es glücklicher­ weise fast gegen alle diese Schäden Vorbeugungsoder Hilfsmitlel.</p>
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          <p>Inserate.</p>
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