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        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-12-28"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 351</biblScope>
          <date when="1916-12-28">1916-12-28</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Kavalleriekorps, dem Obersten Hesse, Chef des Generalstabes einer Armee, und dem Major Wetzell beim Stabe des Chefs des General­ stabes des Feldheeres den Orden Pour le me­ rkte verliehen. Urlaub. Wie WTB. hört, sind sämtliche Truppenteile erneut ersucht worden, mit allem Nachdruck daraus hinzuwirken, ba&amp; Mannschaf­ ten, die 1 Jähr und länger ununterbrochen im Felde gestanden und in dieser Zeit noch keinen Urlaub gehabt haben — vor allem den Ver­ heirateten — ein Urlaub erteilt wird. Es wird angestrebt, diesen Leuten auch ohne amtliche Bescheinigung einen kurzen Urlaub zu gewäh­ ren, soweit die militärischen Interessen es ir­ gend zulassen. Mit zunehmender Kriegsdauer hat eine zweckmäßige gleichartige und gerechte Berücksichtigung aller Heeresangehörigen bei Erteilung von Urlaub erhöhte Bedeutung ge­ wonnen. Wenn aus volkswirtschaftlichen Gründen Angehörige einzelner Berufsklassen zu bestimmten Zeiten vorzugsweise berücksich­ tigt werden müssen, so soll doch in gleicher Weise den Erfordernissen aller übrigen Er­ werbszweige, — besonders genannt sind auch die Angehörigen des kaufmännischen und ge­ werblichen Mittelstandes — in möglichst wei­ tem Umfange Rechnung getragen werden. Tie bremische Kaufmannskonoention hielt am 23. Dezember ihre JahresversaMwlung ab. Der Präses der Bremer Handelskammer sprach hierbei über die Zukunft der deutschen Schiffsährt und meinte u. a.: Wenn irgend ein Erwerbszweig nach dem Kriege die Sympathie des Reiches fordern darf, so ist es die Reederei. Deutschland bedarf einer starken Handelsflotte, um seine Ein- und Ausfuhr unabhängig von den Maßnähmen der in Wettbewerb tretenden europäischen Länder sowie der während des Krieges verstärkten Flotte der Vereinigten Staaten und Japans zu gestalten. Nur eine starke deutsche Handelsflotte kann das Problem der vollen Versorgung Deutschlands mit Rohistosfen lösen. Eine große Handelsflotte wird auch das gesunde Menschienmaterial heranbil­ den, das zur Bemannung der Kriegsflotte not­ wendig ist. Deutsche Seeschiffahrt und deut­ sche Häfen bilden ein Zukunftsprogramm für sich. Der Handelskriegsührung Englands und Frankreichs gegenüber gilt es Maßregeln zu treffen, die die deutschen Forderungen Int feindlichen Ausland sicherstellen und uns Pfän­ der in die Hand geben, welche die dem deutschen Kaufmann zugefügten Schäden mit Sicherheit ausgleichen. Daneben muß die Wie­ derherstellung aller kolonialen Rechte durch«aus gefordert werden, und in den Friedens­ verträgen der Besitz der Schutzgebiete sichergestellt werden. Ter Kaiser und die Kaiserin von Oester­ reich-Ungarn sind gestern früh mit großem Ge­ folge zu den Krönungsfeierlich ketten nach! Bu­ dapest abgereist. Wichtige Personakveränderungen in Wien. Wie verlautet, ist Kriegsminister Generaloberst von Krobatin zurückgetreten. Sein Nachfolger ist Feldmarschalleutnant von SMeier. Ter Bankgouverneur Sieghart hat seine Entlassung genommen. — Die GeMählin des PrinzenKvnrad Hohenlohe, eine geb. Gräfin Schönborn Und Schwester der Fürstin von Fürstenberg, wird dem Vernehmen nach Obersthosmbisterin bei der Kaiserin Zita. Tie Deutschen Oesterreichs. Ter "Tages­ bote für Mähren" veröffentlicht eine Kundge­ bung der Deutschfortschrittlichen Partei in Mähren, in der e§ heißt: Tie Deutschssort-' schrittlWje Partei ln Mähren begrüße dje Bil­ dung eines gemeinsamen Ausschusses des Deut­ schen nationalen Verbandes und der Christlichlsozialen Partei zum Zwecke der nachdrücklichen Vertretung der Interessen des deutschen Vol­ kes und gibt der Befriedigung über den Ein­ tritt der Deutschen in die Partei des Herren­ hauses und seine gemeinsame Vertretung Aus­ druck. Die DeutschlsortWrittliche Partei t n Mähren, die seit langem in Wort und Tat für den Zusammenschluß der deutschen Par­ teien wirkt und Wirbt, erblickt in dem einge­ setzten Ausschuß einen Stammansatz zu einer alle deutschen Parteien des Abgeordnetenhauses und darüber hinaus alle 'Deutschen Oester­ reichs umfassenden Gliederung. Kronstadts Geschenk an Kaiser Karl. Die Stadtvertretung von Kronstadt wird das im Jähve 1212 vom Deutschen Ritterorden ge­ schaffene herrliche Schloß in Törtzburg samt der dazu gehörigen Waldung, das drei Jahr­ hunderte hindurch den ungarischen Königen ge­ hörte, später von Wladislaw dem Zweiten, an die Stadt Kronstadt übergeben und in deren Besitz geblieben war, dem König Karl in dank­ barer Erinnerung, daß er der Kommandierende der Kronstadt befreienden Truppen gewesen war, zum Geschenke machen . Gleichzeitig wird auch der General der deutschen Truppen, Ge­ neral von Falkenhuhn, zum Ehrenbürger von Kronstadt ernannt werden. (Z.) Die ungarische Opposition gegen Graf Czernin. Das Regierungsorgan "Hrrlap" schreibt: Gras Czernin bringt keine Volks­ tümlichkeit mit. Er imjuß erst das Vertrauen! Ungarns erwerben, Wenn das für ihn über­ haupt möglich sein wird. OpPositivnelleOrgane wollen schon jetzt wissen, daß in der nächsten Sitzung des Abgeordnetenhauses die Opposi­ tion, welche Graf Czernin nicht einmal an­ gegriffen, vom Ministerpräsidenten unbedingt Aufklärung verlangen wird. Madame de Thedes, die weltbekannte Währsagerin in Paris ist gestorben. Stjveikunruhen in Spanien. Das Pariser Journal Meldet, daß in Barcelona, Bilbao, San Sebastian und Saragossa die Ausständi­ schen die Straßenbahnen angegriffen haben. Es sei überall tzu Zusammenstößen (mit denGen-i darmen gekommen, welche aus die Streikenden geschossen Hutten, wobei es Tote und Verwun­ dete gegeben habe. Auch Gendarmen seien verwundet worden.</p>
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          <p>Rimnicul-Sarat genommen.</p>
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          <p>Die starken russischen Stellungen in der Nordwalachei durchbrochen. — Seit 22 Dezember rund 9000 Russen gefangen. — Der griechische Metropolit belegt Venizelos mit dem Bannfluch.</p>
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          <p>vornimmt. Esd(irfte auch nichst ausgeschlossen sein, daß Frankreich, von England angereizt und unterstützt, hnoch eine gewaltige Anstreng­ ung machen wird, um unseren eisernen Gür­ tel in Nordsrankreich zu sprengen, ein Unter­ nehmen, das ebenso wie alle bisherigen Ver­ suche an der Tapferkeit unserer Truppen schei­ tern wird. Im Westen 'kam es nur zu geringen Feuerkämpfen. Im Lustkampfe haben die Gegner neun Flugzeuge verloren. Im Osten unternahmen öftere.-ungar. Ab­ teilungen einen gelungenen Vorstoß, in die rus­ sischen Linien bei Zalocze. ' ; In den Waldkarpathen kam es an der Goldenen Bistritza zu geringer Gefechtsrbätigkeit. In Rumänien wurden die Russen von un­ serer 9. Armee in fünftägigem erbittertem Ringen geworfen. Die russischen Stellungen sind bei Mmnicul-Sarat in 17 Kilometer Breite durchbrochen. Die Russen haben schwere blutige Verluste erlitten. Auch die südlich an­ schließende Donauarmee hat die Russen in wei­ ter nördlich vorbereitete Stellungen zurückge­ worfen. Die Russen, die jetzt allein die Ver­ teidigung der Moldau als Vorposten von Beßarabien übernommen haben, verteidigen jeden Fußbreit Boden mit zähtzm Willen, doch ver­ mögen sie der Tapferkeit unserer und unserer verbündeten Truppen nicht standzuhalten. Die 9. Armee hat in den letzten fünf Tagen 7600 Gefangene gemacht, die Donauarmee über 1300 Russen gefangen. i Rimnicul-Sarat, der Hauptstützpunkt der russischen 'Verteidigungsfront in der Walachjei ist von den Unsern genommen. Das ist der Haupterfolg des letzten Sieges in Rumänien. In der Dobrudscha haben die Unsern im Kampfe um den zäh! verteidigten Brückenkopf von Macin, dessen Fall die Vertreibung des letzten Restes von Feinden aus der Dobrudscha zur Folge haben wird, weitere Vorteile errun­ gen. Unsere Truppen werden im Kampfe auch von Luftschiffen und Fliegergeschwadern wir­ kungsvoll unterstützt. Der Fall des Brücken­ kopfes von Macin wird auch eine ernstliche Be­ drohung der Festung Galatz von Osten her bringen, so daß es nicht zu verwundern istz wenn die Russen alle irgend verfügbarenKräfte dorthin werfen, um dem Weiteten Vorrücken der Unsern einen Halt zu gebieten, wenn auch vergeblich. Immerhin hat dadurch derKawpf an Schwere zugenommen. Eine neue große französische Offensive soll bevorstehen. So weiß der'Pariser Berichts jerstatter des Secolo zu melden, daß für diesen Zweck bereits sechs neue englische Divisionen in Frankreich gelandet seien. Hierzu könnte auch, d ie Meldung stimmen, daß der neue fran­ zösische Oberbefehlshaber General Rivelles eine Umgruppierung der französischen Sweitkräste</p>
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          <p>Heeresfront des Gsneralfeldmarschalls «WW* Leopold vo» Bayer». Nordwestlich von ‘Zalocze brachten österhseichtzschj-inngarische Wteilungen bei einer er­ folgreichen Streifung ‘34 Gefangene und zwei Maschinengewehre ein. Italienischer Kriegsschauplatz, und «üdöftttcher Kriegsschanpla,: Keine wesentlichen Ereignisse. Der stellvertretende Thes des GeneralstaboSi v. Hoeser, Aeldmarschalleutnant. Der WWW Verilht. Sofia, 26. Dez. Amtlicher GeneralstabKbericht vom 26. ds.: 1 ; ' i Mazedonische Front: Zeitweiliges Mrtilleriefeuer an gewissen Frontabschnitten. Rumänische Front.' In der Dobrudscha haben feindliche Monitore die Stadt Tulcea beschossen. 10 Häuser wurden zerstört und mehrere Frauen und Kinder getötet. Bes Jsaccea hatte der Feind zwei Brücken über die Donau geschlagen, eine rumänischje und eine russische. Bei dem Rückzüge gelang es den Russen, die rumänische Brücke aus das nördliche User der Donau zurückzuziehen, wäh­ rend die russische Brücke in Brand gesteckt wurde. Vor Macin ist der Kampf um die brückenkopfartig ausgebaute Stellung im. Gange. I ( • ! ! f : i J« MKW Bericht. Konstantinopel, 27. Dez. Das tür­ kische Hauptquartier teilt mit: An der Kaufasusfront Wirten wir auf dem linken Flügel erfolgreich! einen liebet» xaschungsangriff gegen die feindlichlen Vor» Postenlinien aus und erbeuteten dabei Muni­ tion, Grabenkampswerkzeuge» Ausrüstungsge­ genstände und anderes Kriegsmaterial. Unsere Truppen sind befehlsgemäß, in ihre Gräben zurückgekehrt, nachdem sie außerdem die feind­ lichen Lager und Stellungen zerstört hatten. An den anderen Fronten kein wichtiges 'Er­ eignis. Der Vizegeneralissimus.</p>
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          <p>Die Friedensbewegung. Die AUAoort der Pforte. Konstantinopel, 26. Dez. Der Mi­ nister des Aeußern übergab am Nachmittag dem amerikanischen Botschafter Elkus die Ant­ wort der Pforte auf die Note Wilsons, die mit der der anderen Verbündeten gleichlautend ist. Schwede» und die Ariedensfrage. Petit Parisien bemängelt, ohne den Text der in Paris erwarteten Stockholmer Frie­ densanregung M kennen den Entschluß Schwe­ dens als einen bedauerlichen Irrtum. Kopenhagen, 28. Dez. Wie die mei­ sten Pariser Blätter behaupten, beabsichtige Schweden sichj an derFriedensaktion derNeutraiten Mbeteiligen. In der Zeitung Victoire schreibt Herve: Weihnachten 1916 sei trau­ riger als Weihnachten 1915 und 1914, weil es außer anderen Enttäuschungen auch! bittere Ge­ fühle darüber bringe, daß die Neutralen, die kein Wort gegen die Verletzung der Neutralität Belgiens gesprochen haben, nun auch! versuchen/ den rettenden Arm der Gerechtigkeit zurück­ zuhalten. — Der schwedische Gesandte in Pa­ ris, Ghldensstolpe .erklärte einem Vertreter des Journal, es sei nur selbstverständlich, daß Schweden und die übrigen nordischen Staaten mit Amerika und der Schweiz einig seien. Schweden beabsichtige deswegen nicht, irgend­ welchen Druck auf die kriegführenden Mächjte auszuüben. Es wolle nur seine Interessen und seine Unabhängigkeit wahren. (Z.) Friedensversuche in Rußland . Kopenhagen, 27. Dez. Aus den russi­ schen Zeitungen geht hervor, daß feit der Er­ klärung 'Prokvwskhs in der Reichsduma und der Zurückweisung der deutschen Friedensnote durch die Duma in Petersburg, Moskau, Kiew und anderen russischen Städten Unruhen und Friedenskundgebungen der Arbeiter stattgefun­ den haben. Gleichzeitig wächst die england­ feindliche Stimmung, da man annimmt,datz die schroffe Zurückweisung des deutschen Frie­ densangebotes durch Prvwwskh aus Buchpnan zurückzuführen ist, Buchanan erhielt zahlrei­ che Drohbriefe. Auf seine Aufforderung hin traf der Petersburger Stadtkommandant Maß­ nahmen zum Schutze der Persönlichst Buchanans und des englischen Botschaftsgebäudes. Tie französische« Sozialisten für den Frieden. Gens, 27. Dez. Die um den Abgeordne­ ten Renaudel und den früheren Minister Sembat gescharte Mehrheit des Sozialisten-Kongresses verurteilt die jüngste Kammererklärung der geeinigten Sozialisten, in der die unbe­ dingte Ablehnung der Jriedensanbahnungen verlangt wird, ganz.energisch, nur will diese Gruppe den Schein vermeiden als beabsichitige sie, dem Kabinett Briand, welchem iüsiner noch Genosse Thomas angehört, schon jetzt dieMiittel zur Fortführung des Krieges zu verweigern. Die an Zahl bedeutend angewachsene, vom Ab­ geordneten Brisson geführte Minderheit ver­ langte eine sofortige Erklärung der Entente, ob sie bereit sei, dem Vorschlage Wilsons nähvr zu treten und die Ausschaltung der einem solchen Vorgehen abgeneigten Minister. Man arbeitet an einer vermittelnden Tagesordnung für die Schlußsitzung vom Donnerstag. — Der Hauptausschuß des französischen Sozialisten tages könnte sich bisher nur über den einleiten­ den Satz der Tagesordnung einigen: Pflicht der Entente ist eine gewissenhafte Prüfung des Friedensangebotes. Wie dem Avanti aus Paris berichtet w^rd, hüt der Kongreß des Verbandes der Sozialisten der Jsere mit 49 gegen 5 StiMmien die Po-' litik der sozialistischen Kammerurehrheit ver­ worfen und die Wiederankündigung der in­ ternationalen Beziehungen der Partei ange­ nommen. (Z.) f * : r | Unsere Antwort auf Wilsons Driedensnote. Von der Antwort der deutschen Regierung &lt;m? die Friedensanregung des Präsidenten Wil­ son wird man sagen dürfen, daß sie kurz/ prägnant und würdig in der Tonart ist. Wenn darin gesagt wird, daß diese Anregung in dem sreundschaftlichjen Geiste aufgenommen und er­ wogen wird, der in der Mitteilung des Präsi­ denten ptt Ausdruck fontmit, so wird man das recht verstehen müssen. Es liegt uns wahr­ lich fern, zu glauben, daß der Schritt des Prä­ sidenten uns zu Liebe geschehen ist; aber die Gerechtigkeit gebietet immerhin, bis zum Be­ weise des Gegenteils mit der Behauptung zu­ rückzuhalten, daß er dem Vierverband zu Liebe/ also uns zu Leide getan wurde. Wir Deutschen haben uns oft genug selbst gemahnt, nicht Gefühlspolitik, sondern Jnteressenpolitik zu treiben, und mancher schwer­ wiegende Fehler unserer auswärtigen Politik beruhte auf der Nichtberücksichtigung dieses Ge­ botes. Die Politik des Präsidenten Wilson ist ausgeprägte Jnteresseupolitik, aber in erster Reihe eine Politik amerikanischer Interessen. Diese fielen in dem bisherigen Verlauf des Weltkrieges zusammen mit denen des Vier-' Verbandes, des gut zahlenden Munitionskunden der Union. Man schreibt eben jenseits des großen Teichs das Wort VERDIENEN groß, aber nicht nur den Verdienst der Industrie, sondern auch den der Landwirtschaft. Nun läßt der amerikanische Munitionsverdienst in dem Maße nach, wie die britische Munitions­ erzeugung, welche die gesamte Versorgung des Vier'verbandes anstrebt, zunimmt. Sogar das amerikanische Bundesschätzamt hat soeben erst aus diesen Umstand hingewiesen und aus dem Anlaß i or der Uebernakme weiterer Entente­ anleihen gewarnt. Andererseits leidet die ame­ rikanische Landwirtschaft immer schwerer unter dem Weltkriege, nicht nur weil ihr ihr guter Kunde Deutschland genommen wurde,'sondern vor allem, weil die amerikanische Baümchiollstnd Tabakindustrie infolge der fehlenden Kali­ düngung — und das Kali ist unser deutsches Monopolprodukt — einen so ungeheuren Aus­ fall zu verzeichnen hat, und weil dieser Kali­ mangel allgemach zu einer Agrarkatustrophe führen müßte. Wenn in Wilsons Note von dem amerika­ nischen Interesse an ‘einer baldigen Be­ endigung des Krieges gesprochen wurde, so bezog sich! das sicherlich ebenso auf das deutsche Kali wie aus Wilsons allgemeine Friedens­ sympathien. Wir wollen dem Präsidenten da­ raus keinen Vorwurf machen, denn sein Beruf ist es, amerikanische Interessen zu vertreten. Aber daß diese Interessen sich allgemach!, rote lgezeigt, von denen des Bieroerbandes entfer­ nen Und sich!, sei es auch! nur auf ganz Materie!-! ler Grundlage, denen Deutschlands nähern, das' ist von erheblicher Bedeutung. Ja, diese ma­ teriellen Grundlagen sind viel solider als ir­ gend eine ideelle. Und wenn es in Wilsons! Note hieß, daß die amerikanische Nation "ge­ nötigt wäre, Bestimmungen über den bestmög­ lichsten Schsttz ihrer Interessen zu treffen, falls der Krieg fortdauern sollte," so hat der Präsi­ dent dabei sicherlich! nicht zuletzt auch an die völkerrechtswidrige Verhinderung der ameri­ kanischen Einfuhr aus und Ausfuhr nach! Deutschland gedacht Natürlich aus rein ame­ rikanischem Interesse, das sich« hier eben mit dem unsrigen deckt. ■ ! - Genau so deckt wie eigentlich im Kern Wilsons AnreMng mit dem Friedensange­ bot des Vierbundes: wenigstens so toteit es sich um die Herbeiführung eines unmittel­ baren Gedankenaustausches zwischen den Kriegführenden handelt. Unsere Antwort betont denn auch! zutreffend, daß die Note vom 12. Dezember ja iim! Grunde dasselbe woll­ te, wenn auch! freilich! gesagt werden muß, daß Herrn Wilsons Anregung insofern an einer gewissen Unklarheit leidet, als man nicht rech!t weiß, ob ihm nur ein solcher Meinungsaus­ tausch, wie er thu anregen will, oder ob ihm schon weitergehende Ziele, wie das der in seiner Note auchi erwähnten Konferenz, vorschrieben. Soweit sich, aber feine und unsere Note decken, hüben wir gewiß keinen Grund abzuMjinen, wenn wir auch nichi gerade optimistisch' igeimtg sind, ihn als Sekundanten zu begrüßen. Immerhin ist es bemerkenswert, daß die Presse Unserer Gegner Wilsons Anregung ebenso un­ freundlich! behandelt wie unser Friedensange­ bot. Das ist der Ausfluß der Erkenntnis, daß die Friedenssache für den Bierverband schleichst steht, weil die Kriegssache für ihn schleichst steht. Nicht ohne Grund sagt "Daily Mail", daß Wilsons Note schon beantwortet war, bevor sie überreicht würde, nämlich! durch die ablehnenden Reden der EntentestaatsmänNer gegenüber dem Vierhundangebot. Eben deshalb glauben wir, daß Wilson reichlich! optimistis^-ist, wenn er "das Ziel des Friedens nahe" «aubt, ebenso optimistisch wse seine Behauptn:^, daß "die Bedingungen der Kriegführenden nicht so unvereinbar feien, tote befürchtet wird". Das würde voraussetzen, daß der Vierverband seine Niederlage nicht nur einsicht, sondern eingestehst; denn wenn Sieger Und Besiegte 'sich einigen sollen, jso müssen die Zugeständnisse des Besiegten doch in irgend einem Verhältnis pt den Faustpfändern des Siegers stehen. Deshalb werden wir jetzt, nach­ dem die deutsche Regierung gesprochen, Mit Interesse abwarten, was der Vierverband auf Wilsons AnreMng zu antworten hat. Denn wir können in diesem Fall nur mit Hindenburg sprechen, der aus die Frage "und der Friede?" die erschöpfende Auskunft gab: "Fragen Sie die Anderen".</p>
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          <p>Mndigung eine# Ausfuhrverbotes auffassen müsse. Türkisches WeihUajWsgesche«k. Ko nstantinvpel, 27. Dez. Das Ko­ mitee der Konstantinopler Presse hüt beschlos­ sen, den hier weilenden österreichisch-ungari­ schen und dsutschjen Truppen 5000 Kilo Sul­ taninen als Weihnachtsgeschenk zu spenden.</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. Joffre über Hindenburg. Das Madrider Blatt "A. B. C." vom 25: November berichtet über eine Unterredung zwi­ schen Joffre und einem amerikanischjen Journa­ listen bei der der französische General sich fol­ gendermaßen über Hindenburg ausgesprochen hüben sollt "Gewiß ist, daß ein Heerführer verschie­ denen glücklichen Umstanden unterworfen ist. Wer es wäre unsinnig, zu behaupten, daß Hindenburg vom Glück in besonderer Weise begünstigt worden sei. Im Gegenteil. Als er, das Oberkommando der gegen Rußland Wmipsenden Kräfte Wernahüt, fand er keine be­ neidenswerte Lage bor. Er sah! sich! vielmehr an Zähl überlegenen und bewunderungswürdig ausgerüsteten russischen Truppen gegenüber, die seht tapfer kämpften und von einem glü­ henden Offensivgeist beseelt waren. "Das erste große Glück Hindenburgs — in dem beschränk­ ten Sinne, in dem man bei einesmf Heersüh-rer überhaupt von Glück sprechen Banen — war, daß er sich durch! das Ungestüm der angreifen­ den Massen in seinen Entscheidungen nicht beeinflussen ließ, und gerade die Taktik ein­ schlug, die ein Aar denkender General immer anwenden muß: Teilung des feindlichen Hee-' res und Vernichtung dieser Teile. Hierzu braucht man unzweifelhaft ein gut Teil Ner­ ven, deren Hindenburg im Uebersiuß zu be­ sitzen scheint. Und außerdem ist ein großer Teil von Hindenburgs Erfolgen dem Umstande zu­ zuschreiben, daß er es stets verstanden hat, die Streitkyäfte seines Feindes genau zu berechnen und daß er die strategischen Bedingungen des Gegners richtig beurteilt hat. Niemals hat er sich! über seinen Gegner geirrt, niemals Hat er thu unterschätzt, beständig beobachtete er seine Schnitte, ließ auch! Me kleinste Be­ wegung nicht aus den Augen und überdachte sorgfältig ihre möglichen Folgen. Niemals lieh er sichl zu einer Schlacht zwingen, Wenn Zeit Und Ort ihm nicht günstig Mienen. Wurde ejr a »gegriffen, so' wußte er den Stoß mei­ sterhaft zu parieren, bis er selbst wieder vorge­ hen konnte. Wie ein geschickter Kämpfer zog er sich häufig zurück, um dann einen furchtba­ ren Stoß zu versetzen. Er bindet sich an kein iPrinzip und an kein System. Er trifft sofort die aus jedweder Lage erforderlich Werdenden Eytscheidungen und verwirklicht mit großer Energie das Gelernte. Unzweifelhaft half ihm eine ausgezeichnete Truppe, die ihm msi lei­ denschaftlicher Liebe igatr Seite steht und unbe­ schränktes Vertrauen in rhu setzt. Man muß aber gleichzeitig bemerken, daß ein guter Ge­ neral stets gute Soldaten hat, weil er immer von neuem den Stolz seiner Truppen an­ spornt und dadurch, eine bessere Entwicklung der Fähigkeiten der Kämpfenden erzielt. Mit schlechten Trampen mtt etn guter General nie­ mals gesiegt, doch ist ein schlechter Heerführer äuch schpn mit güten Truppen geschlagen wor­ den. Der General macht aus seinen Truppen gute öder schlechte Soldaten." (Z.) Wieder ein Marschall in Frankreich!. Paris, 26. Dez. Die Regierung beschloß, Joffre "in Anerkennung seiner hervorragen­ den Dienste" die Würde eines MarschaAs von Frankreich zu verleihen.</p>
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          <p>Gegen Rußland. Neue »russische Ministerveränderungen? Der Korrespondent der Times in Peters­ burg meldet: Der russische Ministerpräsident Trepow begab sich in das kaiserliche Haupt­ quartier. In parlamentarischen Kreisen bringt man diesen Besuch mit wichtigen Veränderun­ gen int Ministerium in Zusammenhang.</p>
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          <p>Am Balkan. Tie neuen Forderungen an Griechenlands Base l, 27. Dez. Man meldet dem "NewYork Herald" (Pariser Ausgabe) aus London: Die Note der Alitierten an Griechenland ist am 22. Dezember überreicht worden. Sie ver­ langt das Verbot von Versammlungen der Reservisten in Altgriechenland, Kontrolle der Telegraphen und der Posten, sowie der Eifenbühnen und Untersuchung der ZwiMenMle vom 1. Dezember. Der König zeigt sich ge­ neigt oder er heuchelt Geneigtheit unter dem Druck der Blockade. Man meldet, daß die Körn- und Mehlreserven erschöpft sind und daß die königliche Armee dazu komwien wird, in nächster Zeit sich mit Mais zu ernähren.</p>
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          <p>sten politischen Persönlichkeiten desLandes sag­ te zu einem Vertreter der N. Zürcher Ztg.r Die Rede von Lloyd George hüt das Friedens­ angebot nicht getötet. Wir wissen hier zu gut, daß England dem Ende seiner Widerstands-, kraft zueilt. Es ist bereits auf den Tod bet* verwundet. Das weiß man auchl in maßgeben­ den Kreisen der Union. Tie Note Wilsonsj unterstützt das Friedensangebot, ohne daß sie eine Handreichung an den Vierbund ist, eher um England vor dem Untergänge zu bewahren. Wilson droht wahrscheinlich! heute nicht mehr den Mittelmächten. Ich! wäre gar nicht über­ rascht, wenn später die Enthüllung erfolgen! würde, daß hinter der Note Wilsons auch höhe Persönlichkeiten Englands ständen, die «über die wahre Lage sich schön seit einiger Zeit! keiner Täuschung melhr hingeben. Englisch« Eisenbahner Kr vH Armee. &gt; Die englischen EisenbahngesellMasten sind! üebreingekommen, vömj 1. Januar ab alle Per­ sonen im Alter bis zu 25 Jähren aus ihren Diensten zu entlassen ,damit sie in die Aivnee eintreten können. ! i . [ Der Krieg mit England. England tödlich! verwundet? R otterdam, 27. Dez. Eine der er-</p>
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          <p>Der Krieg zur See. Versenkt. 1 Bern, 27. Dez. Der italienische Dampfer "Angelo Parodi" (3825 Donnen) wurde don pinem U-Boot versenA. [ Bern, 27. Dez. Dem "Temps" zufolge wurde der italienische Dampfer ,Mmanuele SB» ccm" (3442 Tonnen) von einem U-Boot veA fenft. Die Besatzung wurde in MarseiAe ge­ landet. Gesunken. Malmö, 27. Dez. Ein Schooner namens "Johünne", wahrscheinlich deutscher Nationali­ tät, ist am 24. Dezember nachmittags östlich vom Stevns-Leuchtseuer gcfunLit. Die "Jo­ hanne "War im Schlepptau eines schwedischen Dampfers, und begann, ohne Notsignal gege­ ben zu habech, izMinken) so daß das Schlepptau gekappt werden mutzte. Trotz aller Rettungs­ versuche ging die Besatzung von sechs Mann mit dem Schooner unter.</p>
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          <p>jungen Männer ihres Bekanntenkreises das edle Wild zu erjagen suchen! Wenn Gras Hart­ muts Kleinod nur nicht dereinst in unrechte Hände käme! Rein, das war nicht anzunehmen. Wer das Glück gehabt, in seiner unmittelbaren Nahe zu weilen, der war sicher gegen Unreines gewappnet. Schnaubend hielten die Trakehner vor dem Bahnhofsgebäude. Im Ausstetgen blickte Dr. Bauer zurück zum Schloß, auf dessen Dachfirst bereits die Fahne auf Halbmast wehte. Der ganze mächtige, aus dem Mittelalter stammende Bau, der auf einer Anhöhe lag und sich plastisch! born tiefblauen NachthimMel abhob, war in Dunkelheit gehüllt; nur aus zwei Fenstern des ersten Stockes strahlte mildes Kerzenlicht hinaus in die Nacht. Dort wachte die Gräfin Wer«. Sie hatte die Diener, die schluchzend an des gütigen Herrn Sterbelager gestanden, zur 'Ruhe ge­ schickt; die nächsten Tage würden ja alle ihre Kräfte in Anspruch nehmen. Nun war sie allein mit dem Toten. Auf einem altertümlich geschwitzten Bett ruhte er, eine breite, hünenhafte Männergestalt, aus­ gestreckt zum letzten Schlummer, das Haupt mit dem silbergrauen Haar und Bart leicht zur Seite geneigt. Ein Ausdruck tiefen Frie­ dens lag aus dem vornehmen, gütigen Ge­ sicht. Es war, als schliefe Graf Hartmut nur, als müsse er wieder erwachen und den Blick voll Liebe aus sein junges Weib heften. Im Lehnsessel, den blonden Kops in die Hand gestützt, die Augen unverwandt auf das stille Greisenantlitz gerichtet, saß Gräfin Wera unbeweglich. -Noch trug sie das lichtblaue Kleid, in dem Hartmut sie zu scheu geliebt,aber jede Linie der gebeugten Gestalt, die umschatteten Augen sprachen von tief empfun­ denem Schmerz. Ihr zu Füßen lag ein großer Leonberger Hund, den ihr Gatte auf ihrer Hochzeitsreise in der Schweiz armen Leuten abgekauft und mitgebracht. Tie treuen Augen des klugen Tieres wanderten von der regungs­ losen Gestalt seines Herrn zum blaffen Gesicht der jungen Frau und wieder zurück zum Bett. Zuweilen stöhnte er dumpf auf, als wisse er, daß dieses kein Schlaf war, aus dem es ein Er­ wachen gab, dann bat die leise Frauenstimme: "Ruhig, Cäsar!" und er verstummte. Keine laute Klage ziemt an diesem Totenlager. Unb doch war es Wera, als müßte sie ihre Klage hinaufschreien pm Himmel, der ihn ihr genommen, an dessen Seite sie so be| M cktgewandert, mit dem alle ihre süßesten 1 und heiligsten Erinnerungen verknüpft waren. Mehr war er dem mutterlosen Kinde gewiesen, als der verbitterte, düstere Vater .Sonnen-, schein trug er in ihr Leben, sorgte dafür, daß sie in eine Dresdener Privaterziehungsanstalt kam, besuchte sie dort. Wie ward sie von den Kameradinnen beneidet, um diesen gütigen Beschützer, der sie die Wunder der Natur und Kunst genießen ließ! Tann kam sie heim und noch am selben Tage starb ihr Vater. Ein Schauer über­ lauft Wera, denkt sie der Stunde, da man den von einem Schlage Getroffenen bewußtlos ins Hans brachte, und wie sie gezittert und ihn nicht anzusehen gewagt. Aber da ~ kam Hartmut und führte sie aus dem SterbeziMmer, sprach liebe, tröstliche Worte. Und dann — und dann — Gräfin Wera sank zurück in den Sessel, ein traumhaftes Lächeln umflog ihren Mund. Hörte sie nicht wieder Glockengeläute — Hochzeitsglocken. Wie tief hatte es sie ergriffen, daß er, um sie vor dem Lebens­ kampf zu schützen, sie gebeten,sein Weib zu werden, wie freudig hatte sie ja gesagt und es nie bereut. ' . (Fortsetzung folgt.)</p>
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          <p>Die Lebensmittelvcrsorgungsstell.'n und ih­ re Unterabteilungen hielten auf Veranlassung des Staatsministers von Brettreich eine Ver­ sammlung zur Besprechung von Organisations­ fragen ab. Fernchaltung vom Handel . Die Bayer. Fleischversorgungsstelle teilt mit: Dem Fritz Thiem in Schwandorf, Inhaber der Bayer. Gänsezentrale Schwandorf Opf. wurde am 22. Dezember c. die Erlaubnis zum Handel mit Geflügel in Bayern untersagt. Zum rechtskundigen Bürgermeister von Nördlingen (Schwaben) Wurde aus einer großen Zahl von Bewerbern Herr Rechtsanwalt Dr. Mainer von Ansbach, zurzeit Hauptmann und Kompagniesührer in Grafenwöhr, gewählt. Stiftungen. Zur Linderung der Kriegs­ not stiftete Frau Kommerzienrat KirrMieier in Speyer 50 000 Mark, welchen Betrag sie der Stadtverwaltung überwies. — Der Fabrikant Josef Häußling stiftete der Stadt Lambrecht 10 000 Mark als Kriegs sürsorge. Die Ange­ hörigen der den Heldentod gestorbenen Ar­ beiter seiner Firma erh&gt;ielten je 1000 Mark. Außer diesen Spenden wurde noch eine Reihe von Vereinen mit Geldmitteln unterstützt. Die Angestellten erhielten monatliche, bezw. wö­ chentliche Extrazulagen. Bayerische Nachrichten.</p>
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          <p>Me Pistole ging los und die Kugel traf den Generalmajor und seine Gemahlin. Der Ge­ neralmajor wurde an der rechten Hand leicht verletzt. Seine Gemahlin wurde in ein Sana­ torium gebracht. Ihr Zustand ist gegenwärtig befriedigend. Der Unfall rief in der Stadt allgemein herzliche Teilnahme für den überaus beliebten Stadtkommandanten hervor. Ein Flüchtlingsasyl in Flammen. AuS Nischni Nowgorod meldet der Draht eine ent­ setzliche Katastrophe: Das jüdisjchie Asyl für Flüchtlinge, in dessen engen Räumen 2000 rumänische Juden untergebracht sind, ist bor einigen Tagen tomtt Feuer vernichtet worden. Das .Holzgebände brannte zum großen Teil nieder. D,ie Zahl der Getöteten wird aus 150 geschätzt, verletzt sind etwa 450. Ueber die Ursache des Brandes ist nochl nichts bekannt.</p>
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          <p>Ueber die Förderung des Flachsbaues für Kriegszwecke berichtet Kreissekretär Nebeskh. Der Wert der niederbayerischen Flachsernte 1916 kann mit 740 000 Mark in Anschlag ge­ bracht werden. Der Aufkauf durch amtliche Kommissionäre ist geregelt. Der Kreisaus schuß beschießt, auch für das Jahr 1917 die Förderung des Flachsbaues wieder in die Hand tzu nehmen. Landtagsabgeordneter Wasner tritt für vermehrte Holzfällungen in den Staatswal­ dungen und tat Bedarfsfälle für Festsetzung von Höchstpreisen für Brenn- und Nutzhvlz ein. Regierungsdirektor von Kirschbaum er­ klärt, daß die Staatsfvrstverwaltung , soweit dies die gegenwärtigen Arbettsverhältnisse er­ lauben, alles tue, um möglichst viel Holz zuw Einschlag zu bringen und namentlich die Krie­ gersfrauen mit dem nötigen Brennholz zu ver­ sehen. Die großen Wertschwankungen in den einzelnen Holzarten und -Sortimenten mache die Festsetzung von Höchstpreisen sehr schwierig. Niederbayerische Nachrichten. Berg o. L., 28. Dez. (Die Nachricht) vom Tode des Bruders des Herrn HauptlehberM Bauer bewahrheitet sich nicht. Es handelt sich anscheinend hier um eine 'Verwechslung, da der Bruder des Herrn Hauptlehver nicht als Landgerichtsrat in Regensburg im Staats­ dienste steht, sondern sich als Rechjnungsrat im Militärdienste in Neuulm befindet. Iw übrigen ist die Angelegenheit noch nicht völlig geklärt und werden chir nach Erledigung der eingeleiteten Informationen noch darauf zu­ rückkommen. i Sitzung des landn». Kreisausschusses von Niederbayern vom 22. Dezember 1916. Der 1. Vorsitzende Exzellenz v. Pracher eröffnet die Sitzung und begrüßt die zahlreich erschienenen Mitglieder. Nach Vorschlag des Berichterstatters Land­ rat Röck werden für die Wahlperiode 1917/19 die satzungsgemäß ausscheidenden Herren wie­ dergewählt. Bezüglich der Einfuhr ausländischer Foh­ len wird aus Antrag des 2. Vorsitzenden OekoUomierat Mittermeier beschlossen, den tat! Sep­ tember ds. Js. erteilten Auftrag auf Liefer­ ung von 80 Fohlen zurückzuziehen, da die Lieferung offenbar überhaupt nicht erfolgen kann. Für die Einfuhr von Kälbern, die zum Selbstkostenpreis an die Landwirte abgegeben werden sollen, spricht sich der landw. Kreisausschuß nach! Antrag Altschäsfl aus. Der 2. Vorsitzende berichtet sehr eingehend und umfassend über die Sicherung der Frühijahrsbestellung 1917, die nach seiner Ueber­ zeugung in normalem Uchfang durchgeführt werden wird, wenn 1 SlttleS 'totob CK einmütig giuf (tuVmicugt c Ist und die Leute sich gegenseitig aushelfen. 2. Weitest gehende Beurlaubungen nament­ lich der Betriebsleiter zur Bestellzeit stattsinden. 3. Kriegsgefangene in genügender Anzahl abgestellt werden. 4. Durch die Kommunalverbände für ge­ nügendes Saatgut namentlich auch! bei Kartoffeln gesorgt wird. 5. In besonders gelagerten Fällen die Be­ wirtschaftung einzelner Höfe unter Lei­ tung des zuständigen Landwirtschaftslehvers mit öffentlicher Unterstützung erfolgt. Landrat Stadelberger berichtet über 'die Sammeltätigkeit für die freiwillige Kranken­ pflege im Kriege; nach seinem Antrag werden für das- Rote Kreuz 1000 Mark bewilligt. Oekonomierat Münsterer teilt mit, daß tat! Schuljahr 1916/17 in Niederbahern 8 landw. Lehranstalten mit zusammen 489 Schülern er­ öffnet "sind; nach seinem Antrag wird für Stipendien ein Betrag oon 3460 Mark bewil­ ligt. Oekonomierat Sachsenhauser weist in sei­ nem Referat auf die 'Bedeutung vermehrter Gewinnung natürlicher Düngemittel nament­ lich jetzt zur Kriegszeit hin; an 3 Bewerber um Zuschüsse zum Bau mjustergiltiger Dünger­ stätten werden 450 Mark bewilligt. ,</p>
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          <p>Einladung zum Abonnement für das 1. Vierteljahr 1917. Wir ersuchen hierdurch alle unsere Abonnenten bis zum 1. Januar 1917 das Abonnement auf unser Blatt er­ neuern zu wollen. Neubestellungen können jetzt schon gemacht werden und werden jederzeit auswärts von der Post, in der Stadt von unseren Zeitungs­ trägerinnen und in unserer Expeditton angenommen. Wie seither, so werden wir auch in der Folge über alle Vorgänge auf den verschiedenen Kriegsschauplätzen unsere Leser schnell und gewissenhaft unterrichten. Auch den Ereignissen der engeren Heimat wenden wir sorgfältigste Aufmerksamkeit zu. Wir dürfen deshalb erwarten, daß unsere geschätzten Abon­ nenten uns das bisher geschenkte Wohl­ wollen bewahren und durch Zuführung von neuen Abonnenten unseren Leser­ kreis erweitern helfen. Als unbedingte Notwendigkeit ge­ hört in jeden Hausstand eine gute Tageszeitung, um stets unterrichtet zu sein über die Vorgänge und Er­ eignisse der Gegenwart. In nächster Zeit werden wir aller Voraussicht nach wichtige Begebenheiten erleben, ob im Fortgang des Krieges oder in der Anbahnung des Friedens, und es wird doppelt notwendig sein, eineZeitung zu halten, die für Alt und Jung Jntressantes bietet. Unser..Kurier für Niederbayern" darf als vorzügliches Familienblatt empfohlen werden; der allgemeine Beifall, welchen die Leitung unseres Blattes gefunden hat, führt uns stets neue Leser zu. Durch dir Post be­ zöge« ist der Vierteljahrespreis Mk. 1.80 (Zustellgebühr 43 Pfg), in unserer Expedition oder Filiale abgeholt 150 Mk . durch die Zeituugs-TrSgeri« ius Haus gebracht Mk. 1.80.</p>
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          <p>Niederbayerische Helden. Zur Untersuchung einer knapp vor der englischen Stellung ckvgenden Brücke über den LZjBach drang Ofstzierstelkvertreter Josef Dietrich der 4. Komp. Res.-Jnf.-Rgts: Nr: 21, Bäckergehilfe von Ruhmannsfelden/ B. A. Viechtach, am 23. Juni 1916 durch die feindlichen Drahthindernisse an das jenseitige Ufer des Wasserlaufes vor und nahm, nur 15 Meter von austraulischen Posten entfernt, ein etwa 100 Meter langes Kabel tofeg. Dem schon mehrfach ausgezeichneten und für seine ebenso kühn erdachten als entschlossen durchgeführ­ ten Erkundungen dreimal im Tagesbefehle be­ lobten Dietrich wurde die Silberne Medaille zuteil.</p>
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          <p>-* Der Postbestellschein für das 1. 'Vierteljahr 1917 liegt der heutigen Postauf­ lage bei. Wir bitten unsere geehrten Postabon­ nenten, denselben alsbald ausgefüllt ihrerPostftelle Au übermitteln, damit die Zustellung des "Kurier für Niederbahern" «eine Unterbreche' jung erleidet. Zugleich stellen wir das höflichje Ersuchen an unsere Freunde, neue Abonnenten für unser Blatt zu werben. —* Zürn Wagenmangel der Eisenbahü erläßt das stelln. Generalkommando 1. daher. Armeekorps eine Verfügung, die tunlichste För­ derung des Wagenumlaufes ' fordert und bei Nichteinhaltung der Entladefristen mit zwangs­ weiser Entladung droht. [ —* Die Körung und Prämiierung der Privatbeschälhengste findet in Landshut am 12. Januar vormittags 10 UM, di« Nachkörung am 3. Februar vormittags 10 Uhr statt. —* Der Gewinner des am letzten Sams­ tag verlosten Gemäldes der Frau Oberstleutnant Kaiser, das, wie bereits gestern gemeldet, auf Nr. 1434 fiel, hat sich noch nicht gemeldet. —* Eine Weihnachtsfeier fand am letzten Samstag im Kolonnenhaus für die dort weilenden Verwundeten statt. Am Sonntag wurde den Mannschaften des Ersatzbataillons in der Martinsschule eine Weihuachtsbescherung veranstaltet, bei der die Geschenke zur Verlosung gelangten. Herr Hauptmann Fi­ scher hielt eine Anspracht an die Mannschaften, in deren Namen Herr Humpert dankte. Herr Humpert und Herr Müller-Herneck verschönten den Abend durch musikalische Darbietungen. —* Im städt. Waisenhaus brachte auch die gestrige Wiederholung des Weihnachtsspie-! les einen starten Zustrom von Zuschauern. Ein Billettenvovverkauf findet dort nicht mehr statt, da jetzt zwei Kassen errichtet sind. —* Im Kinderho rt sah das Weihnachts­ spiel, das am Staphanitag gfrnn erstenmale aufgeführt worden War, ein dichtbesetztesHaus. Nach einem einleitenden Festprolog gelangte das Schauspiel "Der neue Gott" zur Auffüh­ rung ,bei der sch die zahlreichen Mitwirkenden ihrer Aufgabe mit großem Geschicke entledig­ ten. Reicher Beifall belohnte die Darbietun­ gen. Am nächsten Sonntag und am Neujahrstag nachmittags 4 Uhr wird das Spiel wie­ derholt.</p>
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          <p>45. Sitzung des Stadtmagistrats Landshut vom 23. Dezember 1916. Vorsitzender: Oberbürgermeister Hofrat Mar« schall. Zur Anschaffung von Gegenständen für den Röntgenapparat wurden aus der Kom­ munalreserve 33 Mark genehmigt. Wohnn ngsko nsens wurde Herrn k. Regierungs- und Forstrat Prosinger für seinen Wohnhausneubau an der Sttaße Nr. 2 erteilt. Hierzu regt Herr M.-N. Förstl an, daß die Sttaße nun bald einen Namen erhalten möge, da dieser bei behördlichen Einträgen etc. not­ wendig sei. Ehefähigkeitszeug nisse erhalten Charles Häusler mit Magdalena Schmerbeck, Wilhelm Sttüpf mit Rosa Kienberger. Einen Nasen sch ild will die Dändlereigeschästsinhaberin Marie Plattner an ihrem Laden anbringen. Wird genehmigt gegen 2 Mark jährliche Rekognition. Das Bürgerrecht wollte Herr Sichühimachermeister Joseph! Sttaßer als FeldzugsteilnehMer von 1870/71 unentgeltlich verliehen erhalten. Es war dies aber nach den bestehen­ den Vorschriften nicht angängig, da Sttaßer nur Nichtkombattant war. Das Bürgerrecht kann daher nur gegen Gebühr verliehen werden. Zur Gasmesserbeschasfung wur­ den von beiden Kollegien 17 240 Mark geneh­ migt. Die Direktion der Lichtwerte schlägt nun vor, diese Summe auf das Konto der Gas­ anstalt zu übernehmen, was genehmigt wird. Die Rechnungen der fhädt. Werke für 1915 liegen jetzt vor. Herr THr. Scheller betont Merzn, er habe zu beanstanden, daß diese Rech­ nungen erst jetzt fertig gestellt seien und ver­ langte, daß die Rechnungen der industriellen Werte jeweils bis Mai des nächsten Jahres fertig zu. stellen seien. Außerdem beanstandet« er in der Rechnung der Gasfabrik verschiedene Posten, die als uneinbringWh längst zu strei­ chen gewesen wären. Es solle dies künftig geschehen, damit nicht die Rechnung mit ihnen stets belastet werde. Außerdem solle die Stadt­ hauptkasse mindestens alle Vierteljahre den Werkleitungen Mitteilung über säumige Zah­ ler geben, damit ev. ein Druck auf dieselben ausgeübt werden könne. Ferner sollten die Vorgesetzten der Kassenboten diese in ihrer Tätigkeit unterstützen, da sich herausgestellt habe, daß lhäufig jene die nachlässigsten Zahler sind, welche dann beschWerdesührend zu den vorgesetzten Stellen der Kafsenboten laufen. Dadurch aber werde der Diensteifer der Kas­ senboten beeinträchtigt. ;</p>
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          <p>Stadttheater. ließe» die Weihnachtsseiertage herrschte in unserem Stadttheater Vollbettieb. Eine Münchner Gastspielttuppe brachte uns am -Montag den unterhaltenden, hier bereits gege­ benen Dreiakter "Die Welt ohne Männer" der Schwankfabrikanten Engel und Horst. Wirk­ sam und temperamentvoll gab Frl. Gerhardt die männeroerachtende Gusti Brandl, die zum Schlüsse ihren Standpuntt umwirst, beschjeipen unterstützt von ihren weniger fanatischen Genossinnen Christine und Paula (Frls. Eisele jund Hertel). Den männlichen Punkt und Mäd--chenbezwingev Dr. Waldeck, um den sich! alles dreiht, zeichnete fesch, und lebenslustig Herr Märiens, während in kleineren Rollen die Da­ men Hauzinger (Purzl) und Geister sAdele), sowie die Herren Robert (Dr. Specht), Hilbig (Gamperl) und Walter (Gebhart) teils mehr feite weniger hervortraten. Störend wirkte nur die "bayerische" Briesttägerfigur in dem Wiener Sperrfechferrlhause. Endlich! am Dienstag kam die längstens bahrte Operette und zwar die ewigjunge Joh. Straußffche "Fledermaus", die von einem aus­ verkauften Haus beifaltelustig 'quittiert wurde. Das Orchester, das sich, größtenteils aus der Stadtkapelte rekrutierte, unter der bewährten Leitung des in Feldgrau erschienenen Dirigen­ ten Herrn Mülter-Herneck verliehe dem köstlichen Werke den nie versagenden Erfolg. Besondere Anerkennung verdient auch der die fehlenden Opchesterstimmen ersetzende, tiefste# ausgeführ­ te Klavierpart. Auf der Bühne gab es erfreu­ liche Leistungen, obenan stand der gut gesun­ gene, darstellerisch, vielleicht etwas zu solide Eisenstein Erich! Walters, neben dem auch, die übrigen Partien, so die muntere stiinMfrsiche Kammerkatze Elsbeth! Tannenbergs, die Rosa­ linde Martha Ottte, der etwas zu jugendliche Frank Eugen Gautschte, der blasierte Orlofskh Elisabeth Gugel's und der Alfred Ernst Scha­ tzes, der Dr. Falke Egon Spanns und der famose Tr. Blind Ignaz Brandlte in Ehren bestehen konnten. Die Lachlust des Publikums wurde durch die von den Librettisten reichlich bedachte drastische Sprechrolle des Frosch (Herr Fritz Schober) erheblich gesteigert. Der Chor lag hauptsächlich, in den Händen der Solisten und wurde figürlich durch, einige wenige Sta­ tisten ergänzt. Doch das Auditorium war des­ halb nicht wenige» operettenseelig und spen­ dete nach den einzelnen Nummern und nach dem Finale herzlichen Beifall sowohl der guten alten Fledermaus, als deren flotten Wieder­ gabe. 'Hg.</p>
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          <p>Letzte Posten. Tie englischen Arbeiter für den Frieden. Aus London wird berichtet: Der englische sozialistische Parlamentarier Snowden hat sei­ nen Parteigenossen im neuttalen Auslande mitgeteilt, daß es anfangs des nächsten Jahres in England zu mächtigen Kundgebungen und größeren Stteiks der Arbeiter kommen würde, wenn die englische Regierung nicht ein Frie, densprogramm entwickle. J Wit erfolgreicher N-Bootstommandant. Der Orden Pour te merite wurde beut Kommandanten eines deutschen Unterseebootes,. Kapitänleutnant Max Valentiuer verliehen. Er hat mit seinem Unterseeboot nicht weniger als 128 Schiffe mit 282 000 Bruttoregistertonnen persenkt, darunter ; , 1 französisches Kanonenboot, 1 "4 Kriegsmateriälkransportdampfer, 1 französisches Unterseeboot-TransportI schiff, 1 Truppentransportdampfer, 14 beladene Kohlendampfer. Er hatte zahlreiche Gefechte mit bewaffn neten feindlichen Handelsschiffen zu bestehen, hat zwei Geschütze erbeutet und nach Hause gebracht. Kapitänleutnant Batentiner war es, der seinerzeit im Hafen von Funchal auf Mapeira das französische Kanonenboot "Surprise" und das U-Boot-Mutterschiff "Känguruh!" ver­ senkt hat. , ; Teutsche Unterseeboote an Per portugiefi-' , scheu Küste. , Nach einer Lissaboner Meldung des Petit Parisien wurde von Leuchtturm Sagres ein deuffches Unterseeboot von gewaltigem Um­ fange gesichtet. (Sagres liegt an der äußer­ sten Südspitze der portugiesischen Küste.) Aus Griechenland. Agence Havas meldet aus dem Piräus: Die Transporte griechiWer Truppen dauevnl an. Es wurde beschlossen, in den Peloponnes weder Artillerie noch Munition mehr zu sen­ den, bevor die Alliierten ihr Verlangen for­ muliert Hätten. Man glaubt, daß die grie­ chische Regierung, um die Aufhebung der Blokkade zu erlangen, geneigt Ist, dem Verlangen der Alliierten nachzugeben .(Z.) Bannfluch des Metropoliten von Athen , Degen Venizelos. In Athen fand eine riesige Demonstration von über 100 000 Personen gegen Venizelos statt, dessen Bild verbrannt wurde. Der M-ettopolit sprach! sodann den Bannfluch, gegen den Verräter Venizelos aus. Die gesamte Volksmenge stimmte in die Fluchworte ein.</p>
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          <p>Kirchenkalender dcr Erzdiözese München Freising mit einem Stahlstich Jahrgang 1917 Preis 60 Pfg. Berlag der I. I. Lentnerfchen Buchhandlung München Die beiden großen Faust dichtungen, Goethes Doppt loramv und Engelhardts epischer Mythos, in ihrem Verhältnis zueinander und zu RUigion und Philosophie. Von Dr. Rh. Schröder Buch- und Kun" verlag Bergwart, Ariern i. Thür. (Kommissionär O. Mater, Leipzig) Pr^s 35 P'ennig. Literarisches.</p>
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          <p>Neujahrswunschenthebungen 1917. 43. Herr Joses Mayrhofer mit Familie. 44. " Sekretär Jmhvf mit Frau. 45. " Johann Wolf, Ratdiener und Maria Wolf, Spezereigeschäftsirihaberin: 46. Frau Therese Naager mit Tochter; 47. Herr I. Kost, LeDhauskassier a. D. mit Frau; 48. " RogievungAxjat Weckler und Familie; 49. " Regierungsrsat Karl b. Liel und Fr. 50. " jMatthi. Schäffler, Schuhmach erßnstr. (Bevchtolds Najchf.) mit FMu. 51. " Franz Xabqr- Weinzierl, Schneider­ nreist«; [ ( i s ! f f K 52. Freiin Adele Podewils, Ehlrssndame des St. Anna-Ordens. ' &gt; 63. Frau Rentiere Schaaf. 54. Herl-s Franz Köhler, Seifenfabrikant. 55. " Joses Mühldorferf und Familie. 56. " August Kellermann, Schuhmachier, meister und Ftrjau. 57. » " und Frau Apothekers Weichselfelder. 58. " E. Bamann, Büchsenmacher u. Fch 59. " Tr. Hans Stanglmayy, prakt. Arzt mit Familie. 60. " Ludwig Bensen, sreiichf. Pfarrer. 61. " Oberso»Mat Abele Und Familie. 62. Frau Amalie Seidlmeier, NotarswiHve mit Tochter. 63. HeHc^Max Pausinger, Kohlenhandlung. 64. Frau Marita Heller/ 'Wagenbauerswttwie mit Familie. 65. Hepc. Privatier Georg Fischer. 66. " Alois Spaeth', prakt. Arzt mit FraU 6 7 " Joses Wieland, Metzgermeister mit Familie. 68. Familie Göttinger.^ 69. Herr Wilhelm 'Belstner fett., Rentier.' 70. " Wilhelm Belstner jun., K. Bayer. Hoflieferant mit Familie. 71. Frau Kommerzienrat Jeckle tritt ihren beiden Sühnen, z. Zt .im Felde. '72. Herr Forstrat Egerer mit Frau. 73. " Anton Hvsmann, K. Rechnungsrat mit Familie. 74. " Kaufmann Otto Haberl und Frau. 75. Frau Anna Hürmann, Kreiskassazaylmeisterswitwe und Tochter. 1 76. H«er Eugen Hörmann, K. Finanzassessor. 77. Familie Smorowski. $ 87. Hekr Kaufmann Hubrich mit Fatriilie. 79. " Kaufmann Georg Ruff und Frau. 80. " Magistr.chIekretär Heinrich / Karl mit Frau. ' 81. " Lehrer Weinzierl und Frau. ,82. Frau Luise Wind dichter ,Kausmannswitwie. 83. " Luise Buhl, Kaufmannswitwe. 84. " Pauline Bauderer mit Familie. 85. Herr Regierungsdirektor a. D. Leistneri. 86. Frau Oberlandesgerichtsrat Schütz. 87. " Bürgermeister Duetsch. 88. Herr Martin Seefelder, Kaufmann. 89. " Xaver Seefelder, Kaufmann und Frau. 90. " Dr. med. Max Zaengerle und Frau. 91. " Apotheker Dr. Zaengerle mit Familie. 92. Freiherr und Freifrau von Lilgenau. 93. Herr Josrf Ritter, Kaufmann mit Frau. 94. Familie Konrektor Himmler. 95. Herr Dr. L. Hoffmann, K. Oberamtsrichter u. Fr. 96. " Josef Schachtner, Bäckermeister. 97. * Max Stgg, Volksschullehrer mit Frau. 98. " Chordtrektor Graßl mit Frau. 99. " K. Rat Hammer und Frau. 100. " Ludwig Hammer, K. RegierungSrechnungS« kommissär und Frau. 101. " Eugen Fleischmaun, Brauereibesitzer u.Fam. 102. Frau Rentiere Rosa Oberpaur, München. 103. Herr Max Oberpaur, Rentier mit Frau, München. 104. " I. B. Schöffmann, K. Rat. 105. " Jose; Wagner, Baumeister mit Frau. 106. Frl. Berta Geiger, Kreisbauratstochter. 107. Frau Maria Baumgartner und Tochter. 108. Herr Oberstabsarzt Dr. Haertl mit Familie. 109. " Prokurist Arthur Hoffmann, z.Zt. München. 110. " Hoflieferant Röhl m. Fam. z. Zt. i. Felde. 111. " Hans Weinzierl, Kaufmann mit Familie. 112. Famiiie Stermose. 113. Herr Josef Mitterwallner, Privatier mit Frau. 114. " Karl Landauer, Spänglermeister m. Fam. 115. " Apotheker Hintermaier mit Familie 116. " Gottfried Klein, Messerschmidm. m. Fam. 117. " Oderreglerungsrat Beichhold mit Frau. 118. Herr Metzgermeister Agerer mit Familie. 119. Frau Lina Thallmayr. 120. Herr I. Mosl, K. Studienrat mit Familie. 121. Familie Grassinger. 122. Herr Ludwig Erndl mit Familie. 123. " Karl Pflug, Kamiukehrermeister nt. Fam. 124. " August Wtesbeck, Rentier und Frau. 125. " Bankdtrektor Magin und Frau. 126. Frl. Betty Schweiger, DelikatessengeschäftsInhaberin. 127. Frau Rosa Rehl, KaufmaunSwttwe mit Frl. Töchter. 128. Herr Karl Reßl, Kaufmann. 129. " Stadtbaurat Sieger mit Familie. 130. " Eugen Escherich, Bäckermeister mit Fam. 131. " Franz Jllinger, Seifenfabrikant m. Fra«. 132. m Wilhelm Wengenroth mit Familie. 133. " F. 3E. Röhrl, Schneidermeister mit Fam. 134. , Johann ZabueSnig, K. Kommerzienrat. 135. Frau Maria Matberger, OberstabSarztenSwttwe. 136. Herr Dlploming. Wtlh. Scheller, Direktor der städt. Lichtwerke mit Frau.</p>
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          <p>Stellv. Generalkommando 1. Bayer. Armeekorps. Bekanntmachung. Am 20. Dezember 1916 sind zwei Bekanntmachungen in Kraft getreten -«treffend: 1. Beschlagnahme, Behandlung, Verwendung und Meldepflicht von rohen Kalbfelle», Schaf-, Lamm- «nd Ziegenfellen, so­ wie von Leder darans; ' 2. Höchstpreise von Kalb-, Schaf-, Lamm- und Ziegenfellen. Die Bekanntmachungen find öffentlich angeschlagen, auch können sie bet den ft. Bezirksämtern und Stadtmagistraten eingesehen werden. München, den 21. Dezember 1916. Der Kommandierende General: v. d. Tann. 2704</p>
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          <p>Stellv. Generalkommando 1. Bayer. Armeekorps. Bekanntmachung. Am 20. Dezember 1916 ist eine Bekanntmachung Nr. Bst. 1639 11./16 st. R. A. betreffend Aenderung der Bekanntmachung Bst. I. 1854 8./16 ft. R. A. betreffend Beschlagnahme von Schmiermitteln ln Kraft getreten. . Dte Bekanntmachung ist öffentlich angeschlagen und kann überdies bei den ft. Bezirksämtern und Stadtmagistraten eingesehen werden. München, den 22. Dezember 1916. Der Kommandierende General: v. d. Tann. 2705</p>
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