Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom 1916-12-06. Unterstützt durch den Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE). Herausgeber: Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau (2016). Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International. Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk. Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut. 69. Jahrgang Nr. 332, 1916-12-06. Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt. (https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&db=100) Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet. 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Die im Marseiller Hafen wie in allen arideren Ententehäfen liegenden griechischen Schiffe wurden beschlagnahmt. TS) Genf, 5. Dez. Der "Matin" versichert, Griechenland werde durch Hunger dazu gebracht werden, Vernunft anMnehmen. Die ange­ ordnete Blockade werde unbarmherzig ange­ wandt. Reuter meldet aus Athen: General Callaris meldet, daß in den Kämpfen dmf 1. Dezem­ ber 29 griechische Militärpersonen, darunter drei Offiziere getötet und 54 verwundet wur­ den, während auf französischer Seite 47 Ma­ rinesoldaten einschließlich 2 Offiziere getötet und 97 verwundet wurden. Carriere della Sera zufolge hat die grie­ chische Misitärliga alles in den Athener Depots befindliche Material nachts auf Militärfuhv-k teerten und Militärautos in der Richtung des Parnaß weggeschafft. Die französischen Soldaten ,die während des Sttaßenkampfes tn Athen gefangen ge­ nommen wurden, sind wieder in Freiheit ge­ setzt. Alle französischen Truppenabteilnngen sind nach dem Piräus abgegangen. Nach einer Konferenz mit dem AdMiral Fournet und deM französischen und englischen Gesandten wur­ den die Ententetruppen gestern wieder ein­ geschifft. Die vier Gesandten der Entente be­ suchten gestern den griechischen Minister des Aeuhern und daraufhin wurde eine amtliche beruhigende Erklärung an die Bevölkerung ab­ geschickt. Oberst Zimbrakakis, der frühere Po­ lizeichef von Athen wurde verhaftet. Reue Forderungen der Entente gegenüber Griechenland. Die Times berichten aus Athen: Die Alliierten werden eine vollständige Kontrolle in ganz Griechenland über Eisenbahnen, Post und Telegraphen verlangen. ────────── Letzte Posten. Stücktritt Des griechischen Gesandten in , I Pajtts. ■ Amsterdam, 6. Dez. EineM hiesigen Blatte wird aus London gemeldet, dast der griechische Gesandte Glunadius und der griechi­ sche Konsul in London ,sowie die Konsuln in Manchester und Liverpdol um die Enthebung von den Aemtern ersuchten, da sie nicht mähr länger mit der Politik König Konstantins iden­ tifiziert werden wollen. Explosion in emeir russischen Munitions­ fabrik. Berlin, 6. Dez. Mehreren Blätter zu­ folge fand in Petersburg eine neue Explo­ sion in der Munitionsfabrik auf der Rafatanja statt. Die Ursache der Explosion ist un­ bekannt. Bei Ausbruch der Katastrophe seien über 100 (nach anderen Meldungen 1000)Personen in der Fabrik tätig gewesen, welche wahrscheinlich tot seien. satzung des französischen Kanonenbootes Ums Leben gekommen sind, darunter der Komman­ dant. Einige Portugiesen, die sich bei den torpedierten Schiffen befanden, kamen gleich­ falls ums Leben. - j Fnnchal ist die Hauptstadt der portugiesi­ schen Insel Madeira. (Siehe auch Meldung unter "Der Krieg i zur See".) Versenkt. Der Temps meldet aus Bordeaux: Der norwegische Dampfer "Bvssi" (1462 Tonnensmfi Grubenholz beladen, der englische Dampfer "Moeraki" und die französische Goelette "Ro­ binson" wurden versenkt. Die Besatzungen wurden alle gerettet. Ferner meldet der Temps aus Brest, daß der englische Dampfer "Eggesford" (4414 Ton­ nen) von einem Unterseeboot angegriffen und schwer beschädigt wurde. Er konnte jedoch im 'Schlepptau in das Trockendock gebracht wer­ den. i Lloyds meldet: Der norwegische Dampfer "Drentner "soll versenkt worden sein. Reuter meldet aus Plymouth, daß ver­ schiedene Bücher und andere Gegenstände des britischen Dampfers "Serbistan", aM 2. Dezem­ ber sechs Meilen südwestlich von Eddhstone auf­ gefischt worden sind. Man nimmt an, daß das Schliff, das 2934 Tonnen hatte und im Jahre 1896 erbaut worden war, untergegan­ gen ist. ! Ter Angriff deutscher U-Boote auf den Hafen von Funchal. Eine spätere portugiesische Meldung be­ sagt: Folgende Schiffe sind versenkt worden/ Das U-Boot-Geleitschiff "Känguruhs, der eng­ lische Dampfer "Dacia" und das französische Kanonenboot "Surprise". Nach der Torpe­ dierung dieser Schiffe beschossen die Boote die Stadt zwei Stun­ den lang. Sie befanden sich drei Meilen vom Land ent­ fernt. Die Landbatterien erwiderten das Feuer und zwangen die Tauchboote, sich zurück­ zuziehen. Der Sachschaden ist wenig bedeu­ tend. Bis jetzt ist kein Toter tn der Stadt gemeldet. Es scheint, daß 34 Mann der Be- ────────── Fortschritte auf Bukarest und Ploesti. Wichtige Stevnuge« an der rumänische« Nordfront znrückerodert. — Weitere 4500 Rumänen grsangen. — Der englische Premierminister Asquith zurückgetreten. — Rene Knleutefordernngen an Griechenland. — Ein sranzjösisches Kanonenboot in einem portngiestschen Hafen vermichtet. Im Westen wurde ein Vorstoß, englischer Abtqilungen bei Albert abgewiesen. Im Osten wurde ein Wiedereroberungs­ versuch der Russen,den diese auf ein "ihnen kürzlich entrissenes Grabenstück unternahmen, zurückgeschlagen. 1 s In den Waldkarpathen erneuerten die Rus­ sen ihre Entlastungsangriffe an mehreren Stel­ len ohne jeden Erfolg. Dagegen konnten die Unsern südlich- des Tartarenpasses und am Oitoztale verlorene Stellungen zurückerobern. , ! In Rumänien schreiten die Armeen Fal­ kenhahn und Mackensen siegreich nach Osten vorwärts, jeden Widerstand des Gegners bre­ chend. Auch gestern wurden wieder 4500 Ge­ fangene gemeldet, sodaß seit Beginn des rumä­ nischen Feldzuges, der wohl zu den blutigsten dieses Krieges gehört, bereits rund 100 000 Rumänen in die Gefangenschaft wandern mutz­ ten. Mehr als 400 Geschütze blieben in der Hand der Unsern neben reichem Kriegsmaterial und sonstiger Beute. Der Abendbericht meldete gestern erneute Fortschritte auf Bukarest und Ploesti. Während die Gewinnung der Lan­ deshauptstadt, Mit deren Fall selbst die Entente bereits rechnet, einen starken- moralischen Er­ folg bedeuten wird, ist der von Ploesti ma­ teriell noch wichtiger, denn dort ist das Zen­ trum des reichen rumänischen Petroleujnchebietes. Die nächsten Tage dürften uns daher noch wichtige Entscheidungen von dem jüngsten Kriegsschauplätze bringen. In Griechenland scheint die Ruhe wieder eingekehrt zu sein. Zum mindesten haben die Kämpfe aufgehört, die aber auch den Erfolg hatten, datz sich die Ententetruppen auf ihre Schiffe zurückzogen. Nun will die Entente die Kontrolle über das gesamte Eisenbahn-, Postuud Telegrapheuweseu verlangen, was leicht zu neuem Zusamhnsrnstötzen Mit den Park er­ regten Griechen führen kann. Die Regierungskrise in England ist nun akut geworden. Nicht nur Lloyd George hüt fein Rücktrittsgesuch eingereicht, sondern auch Asguith. Des letzteren Gesuch ist vom König auch angenommen Worden, sodaß der. Platz des englischen Premiers frei geworden ist, doch tft noch nicht entschieden, wer die Erbschaft Asquiths antreten wird. Asguith ist damit im Streite Mit Lloyd Georges, der den Premier von dem Einflutz auf die Kriegsführung fern­ halten wollte, unterlegen, denn es verlautet wicht ,datz auch Lloyd Georges gehlen werde. . ────────── Wartra wurden unter großen Feindverlusten abgeschlagen . Heeresfrout des GmreralfcldmarschallS Prinzen Leopold von Naher». Außer einem rasch abgewiesenen russischen Vorstoß bei Augnstowka in Ostgalizien nichts von Belang. ItalieniMer Kriegsschauplatz.. Trotz Regen und Nebel blieb das Geschützfeuer im Karstabschnitt auf gleicher Stärke. LüdöstlWer KriegsPhanpla». Nichts Neues. 4 L-er stellvertretende Chef des Generalstob«»» v. H o «f e r, Aeldmarfchalleutnant. Ereignisse zur See. LinienschMsleutnant Banfield Hut am 3. ds. nachmittags über dem Karstplateau istk Luftkampfe mit italienischen Caproni-Land flugzeugen einen derselben abgeschossen. Die 4 Insassen, hiervon einer schwer und zwei leicht verwundet, wurden gefangen genommen. Klottenkommando. * WTB. Wien, 5. Dezember. Aus dem Kriegspressequartter wird gemeldet: In Rumänien reift der Erfolg aus. In den siebenbürgischen Grenzgebirgen wird weitergekämpft. In den Waldkarpathen vereinzelte russische Angriff« . ! i i I , | i ────────── Vom westlichen Kriegsschauplatz. Frankreich am Ende seiner Kraft, Das Hamburger FreMdenbl. Meldet aus London: Der französische Minister Malvh hat sozialistischen KammerMitgliedern gegenüber geäußert, daß der Krieg nicht mdjlr lange fort­ gesetzt werden dürfe . Ein Blick in die Zukunft Frankreichs zeige nur Grauen und Elend aus. Frankreich, könne dem deuffchen Vorbild, die Bürger des Landes zu mobilisieren, nicht fol­ gen, denn die Mehrzahl der Bürger sei dem Staate bereits in irgend einer Weise dienst­ bar. Die Heranziehung der Bürger aber, die noch eine freie Existenz besitzen, würde die Vernichtung der Ernährungsquellen bedeu­ ten. — Der frühere Finanzminister Caillaux hat einigen Senatoren Briefe geschrieben, in denen er sagt, daß Frankreich auch heute noch einen ehrenvollen Frieden etngtijlen könnte,ohne weiteres Blutvergießen, wenn sich das Parla­ ment stark genug fühle, ein Volkskabinett zu gründen, in dem keine Minner wie Briand vertteten sind. ────────── Gegen Rumänien. Keine Gnade für Rumänien. Der N. Rotterdamsche Courant meldet aus London: Allgemein herrscht die Meinung vor, daß Rumänien von den Mttelmächten keine Gnade zu erwarten habe, und da ßdieser Jüng­ ste der Kriegführenden rücksichtslos niederge­ schlagen werde, wenn die Verbündeten keinen wirklichen Sieg über Deutschland erringen kön­ nen. Ferner befürchtet man das Entstehen eines Groß-Bulgariens und sogar einer Aus­ breitung der österr.-ungar. Monarchie. Die Befrüchtungen gehen sogar so weit, daß man glaubt, daß Bulgarien die Dobrudscha und Oesterreich, die Walachei behält, und daß "die noch übrigbleibende Moldau denn Feinde als ein Lockmittel für einen Sonderfrieden mit Rußland dienen könnte. Jedenfalls bilde der Zusammenbruch des rumänischen Feldzuges "ei­ nen militärisch-politischen Faktor von noch nicht zu übersäender Bedeutung. » ────────── Der Krieg mit England. Asquit zurückgetreten. London, 5. Dez. (Amtlich.) Premier­ minister Asquith unterbreitete dem König fein Rückttittsgesuch. Der König ließ Bonar Law zu sich bitten. Reuter meldet: Der König hat das Rück­ ttittsgesuch Asgniths angenommen. Sie neuen englischen Kredite. Reuter meldet amtlich: Die neu zu bewil­ ligenden Kredite, welche dem Unterhaus in we­ nigen Tagen vorgelegt werden sollen, werden 400 Millionen Pfund Sterling bettagen. ────────── Der Luftkrieg. Auszeichnung eines Flicgerführers. WTB. Berlin, 5. Dez. Oberleutnant Berr, vom Jägerbataillon Nr. 4, Führer einer Kampfstaffel, erhielt den Orden Pour le merite nachdem er den zehnten Gegner im Luftkanchf abgeschossen hatte. Er führte in den schweren Kämpfen an der SomjMe seine Staffel mit hervorragender Tatttaft und glänzendem' Schneid. ────────── Der Krieg zur See. Ein französisches Kanonenboot versenkt. Lissabon, 5. Dez. (Ag. Havas.) Am Montag früh! drangen deutsche Unterseeboote in den Hasen von Funchal ein und griffen einen französischen Dampfer mit Kriegsmaterial und ein englisches Kauffahrteischiff an. Ein fran­ zösisches Kanonenboot wurde versenkt. Die Landbatterien eröffneten das Feuer, worauf die Unterseeboote flohen. Versenkt. Lloyds meldet: Die englischen Goeletten "Grace" und "Slecker" sowie der dänische Dam­ pfer "Jrsa" wurden versenkt. Die Besatzungen der beiden Segler wurden gelandet. Norsk Telegramm-Bureau Meldet: Die Dampfer "Harald" und "Erich Lindü" wurde« von deuffchen Unterseebooten versenkt. Die Besatzungen wurden gelandet. Seit Beginn des Krieges bis Ende November 1916 wurden '242 norwegische Schiffe mit zusamMen 325 415 Tonnen durch Kriegsereignffse vernichtet, da­ runter 183 Dampfer von 281628 Tonnen und 60 Segelschiffe von 43 787' Tonney. Die Schaffe waren für 145.7 Mllionen Kronen versichert, wovon 142.4 Millionen auf die Dampfer ent­ fallen. — In den letzten drei Monaten wurden 93 Schiffe von 145 295 Tonnen, die mit 97.5 Millionen versichert waren, vernichtet, näm­ lich i mSepteMber 25, rjM Oktober 32 und im November 36. r ────────── ltitb die Maschinengewehre mähten. .Viele deutsche Gruppen in abgelegenen Granatlö­ chern hatten kaum mehr Fühlung Mt der Füh­ rung. Zahlreiche tapfere Offiziere waren ge­ fallen. Aber jeder einzelne Mann teufete, was er zu tun hatte, und nach kaum einer halben Stunde war auch die letzte Welle des neuen »Angriffes vernichtet oder abgeschlagen. Unter Len 'Gefangenen aus beiden Angriffen befan­ den sich übrigens viele, die sinnlos betrunken waren und noch zwei Tage später nach Brannt­ wein stanken. Nachdem das Strafeburger Korps für seine vorbildliche Haltung bei Satllisel pn Berichte der Obersten Heeresleitung erwähnt war, drah­ tete Bürgermeister Dr. Schwander, Strafeburg dem Konchüandierenden General folgenden Glückwunsch: "Die Stadt Strafeburg nimmt stolz bewegt Anteil an dem im schweren Ringen an der Somme errungenen ruhpijreichen Erfolg des Strafeburger Korps und sendet Eurer Exzellenz und den heldenmütigen Truppen herzlicheGlücktvünsche und Grüfee." Exzellenz von Deimling antwortete: "Das Strafeburger Korps dankt und ist hocherfreut über die Glückwünsche und Grüfee seiner wunderschönen Heimafftadt. Solche war­ me Anteilnahme ist für die Kämpfenden eine Quelle der Kraft. " (Jtt.) W. Scheuermann. Kriegsberichterstatter. ────────── "Mir fehlt nichts, Herr Gras." "Sie »haben einen Kummer," sagte er, ohne ihre Antwort zu beachten. "Wollen Sie ihU mir nicht anvertrauen? Vielleicht kann ich Ihnen Helsen." Rose bife sich- auf die Lippen, um nicht laut aufschreien zu müssen. Ter weiche Ton seiner Stimme, seine teilnehmenden Worte, die litt so schroffem Gegensatz zu seinem in letzter Zeit so verletzend kühlen Wesen standen, stürz­ ten ein ganzes Gebäude von stolzer Abwehr und Trotz in ihr zusammen. Hinausschluchzen hätte sie es mögen. "Ja, ich WM dir alles sagen — ich ertrage es nicht länger, ein Ge­ heimnis vor dir zu haben, dich zu täuschen. Tröste mich — hilf mir — sage Mir, dafe du mir nicht zürnst." Aber kein Wort davon kam über die herben geschlossenen Lippen. ,,Sie können mir nicht helfen, Herr Graf," brachte sie endlich mühsam »hervor. "Ich Muß meinen KumMer allein tragen, so schwer es mir wird, ihn geheim zu halten. — Viel Trau­ riges und -Schweres lastet auf mir." "Ich will mich nicht in Ihr Werttauen drängen, Frau Rose, aber es schmerzt Mich, Sie leiden zu sehen." Er nahm ihre Hände und prefete sie in den seinen und war sich wohl kaum bewußt, dafe er sie bei ihrem Vornamen genannt hatte, so wie seine Tante ihre junge Gesellschafterin zu nennen Pflegte: Frgu Rose. Sie zuckte zusammen, doch sie entzog ihM Ihre Hände nicht. "Herr Graf — zweifeln Sie nicht an mtt — wenn ich auch jetzt noch schweigen mufe — einmal — einmal werde ich Ihnen —' alles sagen und dann —" Ihre Stimme brach ab und sie schluckte krampfhaft an ihren Tränen. "Ich zweifle nicht an Ihnen," erwiderte er fest, "und will geduldig warten, bis Sie zu mir kommen und mir von selbst Ihr Leid anvertrauen und ich weife — Sie werden kom­ men — nicht so, Frau Rose?" Sie nickte und sah aus und mit einem» Male nahmen ihre Züge einen erschreckten Aus­ druck an — ihre Augen hingen wie gebannt ün der Tür des Keinen Gartenpavillons. "Was haben Sie?" fragte er befremdet. "Dort — dort — sehen Sie," stotterte sie, nur sch»wer die Worte über ihre blutleeren WBenben Lippen bringend. Er folgte ihren Blicken und wufetg zu­ erst nicht, was sie wollte, was sie meinte. Plötzlich sttefe er ein hartes Lachen aus. "Konnnen Sie," sagte • er rauh und alle vorherige Weichheit war von ihm gewichen. . Oberamtsrichter Dr. Hoffman«. 1. Mahnverfahren, Sühneverfuche, AufgebotSverfahreu, Mietstretttgkeiten «nb Offenbarungseide. 2. Uebrtge bürgerliche Rechtsstreittgkeiten mit den Anfangsbuchstaben A bis Q des Beklagten oder Schuldners, soweit nicht unter IV 4 anders bestimmt. 3. Strafbefehle und Strafvollstreckung, soweit nicht unter III 3, IV 3 und V 2 anders bestimmt. 4. Rechtshilfe in Nachlaßsachen, bürgerlichen Rechtsstrettigkeiten, Konkursen und VormuudfchastSfachen. 5. Ver­ richtungen »ach §§ 132, 176 des Bürgerlichen Gesetzbuches und §§ 163 bis 166 des Gesetzes über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit. IU. OberamtSrichter Kraus. 1. Bürgerliche Rechisstreitigkeiteu mit den Anfangsbuchstaben R bis Z b& Beklagten oder Schuldners, soweit nicht unter II 1 und IV 4 anders bestimmt. 2. Einzelne richterliche Untersuchungshandlungen. 3. Rechtshilfe in Strafsachen mit Ausnahme jener in Jugendsachen. 4. Strafsachen der wegen Übertretungen Festgenommenen. IV. Amtsrichter Stofledt. 1. Vormundfchaftfachen. 2. Sonstige Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit und Gebührenwesen. 3. Strafsachen gegen Jugendliche und etn» fchkägige Rechtshilfe. 4. Entmündigungsverfahren. 5. Konkurse. V, Amtsrichter Dr. Kriener. 1. Herstellung der Listen für den Schöffen- und Geschworenendienst. 2..Forstrügesachen und vor das Schöffengericht gehörende Strafsachen, soweit nkcht unter IV 3 gnderS bestimmt. 3. Registersachen. s VI. Amtsrichter Mnggenthaler. 1. Grundbuchwesen und Rechtshilfe in Grundbuchsachen. 2. Zwangs­ versteigerungen und Zwangsverwaltungen des unbeweglichen Vermögens. 3. Schätzungsverfahren nach Art. 42 ff. des Bayer. Kvstengesetzes und Fest­ stestung des Bestehens von Realgewerbeberechtigungen. Ordentliche Sttzungstage find: a) für bürgerliche Rechtsstreitigkeiten Dienstag »nb Freitag jeder Woche. b) für Strafsachen Montag unb Donnerstag jeder Woche. c) für Forstrügesachen der letzte Samstag jeden Monats. Landshut, 4. Dezember 1916. 2553 Petr stand.