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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-02-07"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 29</biblScope>
          <date when="1916-02-07">1916-02-07</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Lokales. Landshut, 7. Februar. — T Das Eiserne Kreuz wurde dem Un­ teroffizier im 2. Feld-Art.-Megt., Herjrn Lo­ renz Pollner, Sohn des Hexrn Oekonomierates Pollner hier, verliehen. —^Das Eiserne Kreuz wurde dem Ge­ freiten Sttephan Knauer des 16. Jnf.-Regts. verlitehen. —’ Gefallen ist auf dem Felde der Ehre der Gefreite des 2. Jnf.t-Regts. "Kronprinz" Georg Herrenreiter, am 28. Januar bei einem kühnen, gelungenen Sturm des Regiments. Herrenreiter, ein Erdarbester aus Isendorf, bei Vilshiburg war für feine Heldentaten mit der goldenen Tapferkeitsmedaille ausgezeich­ net worden. Das Regiment nennt ihn in einem Nachrufe der Tapfersten einen vom Regiment. —’ Ein tapferer Landshut er. Die | Bayer. Ehrentafel Nr. 106 schreibt: Vtzewacht1 meister Georg Mühlbauer, 1. Ulanen-Regts), j aus Landshut, Herrschastsdiener zu Düssel] dorf, sollte am 21. August 1915 Mit 6 /Reitern I über die Besatzung des Vorwerkes K Auf] klärung schaffen. Da er unterwegs drei Pa| trouillen von je 5 Reitern traf, entschloß er | sich mit ihnen vereint zum Angriffe zu schreii ten. Mit 15 abgesessenen Karabinerschützen I durch einen Wald gedeckt an das Gtehöftp ! herangekommen, fand er es von Reitern uM!I schwärmt, den Eingang aber durch- Wagen und I Balken Abgesperrt. Indem er seine Kräfte I in 2 Gruppen teilte, ging er unter lebhaftem' | feindlichen Feuer in Sprüngen über das freie I Gelände bis auf *100 Schritt heran, worauf die Russen, etwa 35 Dragoner, verschwanden und bj,e Meierei den Ulanen überließen. Für sein Entschlossenes Handeln erhielt Mühlbauer die Silberne Medaille. i, « — f Heldentat eines Schweren Rei1 ters. Die Bayer. Ehrentafel Nri. 106schreibt: s In den Kämpfen üm S. befand sich amWorgen | des 29. Mai 1915 Sanitätsunterossizier der I 1. Eskadron 2. Schweren Reiter-Regiments I Friedrich Retzer aus Schwandorf, B.-A. Burg­ lengenfeld, zuletzt Friseur in der französischen Schweiz, beim Abschnittsarzte an der Gefechtsstelle des Regiments, als er von einem Melde­ gänger erfuhr, vorne liege ein schwer verwun­ deter Reiter. Obwohl ein Rettungsversuch we­ gen des starken feindlichen Feuers keine Aus­ sicht bot, machte er sich, sofort ans Werk und gelangte auch, indem er eine Strecke von 700 Meter meist kriechend zurücklegte, mit dem! | Meldegänger glücklich an Ort und Stelle. Da I aber sein Begleiter nun am Rücken getroffen | wurde und umkehren mußte, schleifte er den f gesuchten, an beiden Oberschenkeln schwer Ver­ letzten ganz allein unter mehrstündigem hei. ßen Bemühen so weit zurück, daß man ihn &lt; auf einer Tragbahre zum Verbandplätze schafI fen konnte. (Silberne Medaille.) I —' Das Fest der silbernen Hochzeit I feierte gestern der Hausmeister! der K. Ke| ramischen Fachschule Herr Geoteg Reitmeier tot | Gattin Marie im Familienkreise, j — T Unfall. Als am Samstag Mittags der Sohn des Herrn Spenglerpteisters Past an einem Hause her unteren Land Arbeiten vornahm, stürzte er beim Umlegen einer!Lei­ ter über eine dort stehende Mörteltruhe, wobei er sich eine erhebliche Kopfverletzung zuzog. Der Verunglückte wurde in die nahe­ gelegene elterliche Wohnung verbracht. — f In der Kriegsandacht in der Pfarrkirche St. Jodok brachte gestern Herjv Opernsänger Humpert ein "Ave Maria" zuM Vortrag. — 1 Von kurzer Dauer war die Seu­ chenfreiheit unsres Bezirkes, denn am Sams­ tag wurde wiederum Mpul- und Klauenseu­ che unter dem Viehbestände eines Gehöftes im benachbarten Weng festgestellt. —* Der gestrige SonntaMielt sich in eBzug auf die Witterung im RähMjten der lit­ ten Tage. Tie Tchnperatur war in denWoirsgensturMn kühl. Gegen Wittag würd« es wär-tner. Es eutwickelte sich infolgedessen in bett . Nachmittagsstunden cif lebhafter Ausflugsver-:</p>
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          <p>Fleischlose Tage in Rußland. Angriffe kleiner englischer Abteilungen abgewiesen. — Artillerie- und Minenkämpfe im Westen. — Ein englischer Kreuzer durch eine Zeppelinbombe vernichtet. — Missstimmung in Italien. — Ein russischer Dampfer im Schwarzen Meer versenkt. — Deutschland u. Amerika. Im Westen scheinen die Kämpfe im! Raume von Neuville—St. Sooft vorläufig zum Still­ stand gekommen zu sein, dagegen ging es, gleichwie in den letzten Tagen, an der Somme, in der Champagne, in den Argonnen und im! Priesterwalde an bejn beiden letzten Tagen ziemlich lebhaft zu. Und auch in den Vo­ gesen, wo seit einiger Zeit verhältnismäßige Ruhe herrschte, lebte die Kampftätigkeit wie­ der auf, allem Anschein nach Trost unsrer^ Ini­ tiative, die zunächst mit ausgiebiger artilleri­ stischer Beschießung der feindlichen Stellun­ gen zwischen den oberelsässischen Ortschaften Diedolshausen, im Kreise Rappoltsweiler, und Sulzern, im Kreise Kolmar, bestand. — Zu erwähnen sind noch zwei kleine englische Vor­ stöße am Kanal von La Bassee, die von uns abgewiesen wurden. Das wird die Engländer selbst kaum in Erstaunen setzen. Denn die so zahlreichen Vorstöße, die sie sich im Laufe der Zeit hier leisteten, hatten fast samt und sonders dasselbe Schicksal und brachten ihnen lediglich schwere Verluste ein. Bei Bapaume wurde ein englischer Flieger zuv Landung gezwNngen. Im Osten ist, nachdem erst in den letz­ ten Tagen deutsche Luftschifse über Paris, in England' und über Saloniki erschienen sind und Mer überall ihre verderbenbringenden Bom­ ben abgeworfen haben, jetzt auch die deutsche Luftschifswasse aufs neue angewandt worden. Eines unsrer Luftschifse hat die Befestigun­ gen von Dünaburg mit Bomben belegt. Es ist nicht das erstemal, daß. ein "Zeppelin" der Festung! Dünaburg einen Besuch abstattete. Schon in der Nacht zum 13. Oktober des vori­ gen Jahres hat ein deutsches Luftschiff die militärischen Einrichtungen der Stadt ergie­ big mit Bomben bedacht. Tarnäls erfuhr man aus russischen Blättern, daß die Wirkung dey Bomben eine furchtbare gewesen sei. Auch der neue "Zeppelin"-Besuch wird sicher den gleichen Erfolg zu verzeichnen haben." Der letzte Zeppelinangrisf auf Mitteleng­ land hat den Engländern schweren Schaden verursacht, wenn sie denselben auch nur teil­ weise eingestehen. Im Hurnber wurde sogar ein englischer Kreuzer durch eine unsrer Zep­ pelinbomben vernichtet. Herr Wilson hat, als er von seinerWahlagitation zurückkehrte, die deutsche Antwort aus die letzten amerikanischen Zumutungen vor­ gefunden. Nun heißt es biegen oder brechen/ Die nächsten Tage cherden ja ersehen lassen. wozu sich Herr Wilson entschlossen hat, diee mit allen Mitteln versuchen will, uns die Unterseebootswaffe aus der Hand zu winden. Er weiß, ebenso wie England, daß diese Waffe wenn sie rücksichtslos angewandt wird, ^Eng­ lands Einfuhr vernichten kann. Dadurch wür­ den aber seine Vettern jenseits des großen Tei­ ches ausgehungert. Es würde zwar nur das gleiche Schicksal sein, daß die Engländer den deutschen Frauen umd Kindern zugedacht ha­ ben. Damals schwiecg der große Philosoph ich Weißen Hause zu WaasMngton. Jetzt aber wür­ den es Engländer ferin, nun läßt er sein wah­ res Gesicht seihen. Er fürchtet auch', daß die edlen, Briten, »die Ware, welche sie umsonst oder auf Kredit von den Vereinigten Staaten sich schicken ließen, nicht.erhielten, fei es, daß sie auf den Grund des Meeres versenkt würde, sei es, daß aus Mangel an Frachtraum bfelP Qzeanverkehr sich sowieso in abnehmendem Mä­ tze entwickeln. Lvürde.. Dabei könnten seine Ge­ treuen unter Ibjem Sternenbanner weniger ver­ dienen, wo, der K/ribg doch für sie eine so gute Einnahmequelle ist und er selbst so not­ wendig Geld für die Wahlagitation braucht. Wir sind an der Grenze unfiqer Langmut ange­ langt und Herr Wilson dürste kaum den Wogew allzustraff spannen wollen, mag auch Eng­ land noch so sehr drängen. Nun wir wevdein ja bald hören, in welchem Sinne die Entschei­ dung gefallen ist. Schon einmal haben wir eine Abschwächung des U-Bootskrieges kon­ statieren müssen, und *S dürften amerikanische Einflüsse Merfür maßgebend gewesen sein. Doch' ist dies das einzige Mittel, mit d ech wir unsrem! verbissensten Gegner, dem Engländer, Taumffchrauben anlegen können. Und wir müssen dies immer kräftiger und rücksichtsloser tun, nur dann bringen wir ihn zur Einsicht, zwin­ gen wir ihm unsren Willen auf. Mag PaKtzen Herr Wilson im britischen Söldnerdienste mit dem Säbel rasseln, wie er er wag, ein fLeutscher fürchtet sich! nicht. Er wihd ebensowenig seine Schiffe über das Meer schicken, wie die Entente sich mit den ihren aus den Schlupf­ winkeln getraut. Sein Geld aber ist macht­ los. Mit Geld kann sich niemand kleiden und ernäMen und seine Transporte dürften im Kriegsfalle für unsre U-Bootsmänners eine willkommene Beute sein. Wir wollen den Ernst der Stunde nicht verkennen, aber! ent­ schlossen bleiben, unsres Vaterlandes Würde und Ehre zu wahren. Bericht des deutschen Hauptquartiers. WTB. Berlin, 5&lt; Februar, mittags. (Großes Hauptquartier.) Westlicher KriessschauM. Ein kleiner englischer Vorstoß südlich des Kanals von La Bassee wurde abgewiesen. Ein durch Wurfminenfeuer vorbereiteter ftaNzösischer Handgranatenangriff südlich der Somme brach in unserewi Artilleriefeuer zu­ sammen. In der GhaMpagne und gegen einen Teil unserer Argonnenfrpnt unterhielt die feind­ liche Artillerie am Nachmittag schweres Feuer. Französische Sprengungen auf der Höhe von Vauquois, westlich der Argonnen, richtete geringen Schaden an unseren Sappen an. Unsere Artillerie beschoß ausgiebig die feindlichen Stellungen auf der Vogesenfront zwischen Tiedolshäusen und Sulzern. Ststlicher KrikgrschWlsz. An der Front keine besonderen Ereignisse. Eines unserer Luftschiffe griff die Be­ festigungen von Dünaburg an. BattankriegsMauplatz. Nichts Neues. . Oberste Heeresleitung. WTB. Berlin, 6. Januar, mittags. — (Großes Hauptquartier.) Westlicher Kriegsschauplatz. Kleinere englische Abteilungen, die süd­ westlich von Messines und südlich des Kanals v«n La Bassee vorzustoßen versuchten, wurden abgewiesen. Französische Sprengungen bei Berrh au Bac, aus der Combreshöhe und int Priester- ' Walde verliefen ohne besonderes Ergebnis. Bei Bapaume wurde ein englischer Dop­ peldecker zur Landung gezwungen. Tie In­ sassen sind gefangen. I Ststlicher Kriegsschauplatz. m und BaUaukrseMchauplatz. Keine Ereignisse von Bedeutung. , durfte -ftttCdtciitttiiK.</p>
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          <p>Der Luftkrieg. Ei« englischex Kreuzer dulrich- eine ZePpelin1 ! dombe Vernichtet. Köln, 6. Februar.' Tie "Köln. Ztg" meldet von der holländischen Grenze unterm/ 6. Februar: Beim -letzten Luftangriff auf Eng­ land ist der englische kleine Kreuzer "Carpline" auf dem Hnmber durch eine Bombe getrof­ fen worden und mit großem Menschenverlust gesunken. — Die "Köln.- Ztg." bemerkt da­ zu: Ter kleine Kreuzer "Carpline" wär erst am 21. SäpteMber 1914 bdmi Stapel gelaufen.) Er hatte eine Wasserverdrängung von 3800 Tonnen und eine Geschwindigkeit von 30 See­ meilen; bestückt war er ,Mit drei Geschützen von 15,2 Zentimeter und sechs von 10&gt;2 Zen­ timeter, außerdem hatte er zwei Torpedodoppelrckhre. Seine Besatzung betrug 400 Mann.' Zum Untergang von "L 19". Rotterdam, 5. Febr. Ueber den Un­ tergang des Zeppelinluftschiffes "L 19" ist aus Einzelheiten in der englischen Presse noch! fol­ gendes zu erwähnen: Tie Aufmerksamkeit des englischen Fischdampfers "King Stephen"wurde bei Tagesanbruch durch! das Flackerneines Lich­ tes erregt, das von einer Alarlnlampe her­ rührte. Man steuerte darauf los und bemerkte eine große schwarze Masse. Als der Tag an­ brach erkannte man das Wrack eines Zeppelin, auf dessen oberer Plattform 7 bis 9 Leute standen. Tret Kabinen und ein Teil derHülle waren bereits unter Wasser!, Tie auf derPlattform befindlichen Leute baten um Ausnahrnie in das Schiff. Während dieser Zeit kamen im­ mer mehr Leute auf die Plattform bis "es gegen 22 wären. Ter Kapitän des KingStephen wollte seine Leute nicht der Gefahr einer Ueberrumpelung aussetzen und beschloß däher den ziächsten Hasen anzulaufen und von dort ein Schiff mit stärkerer Besatzung herbeizu­ holen. Offenbar wurde aber nichts zur Ret­ tung der Zeppelinleute getan. Ein französi­ sches Schiff, das später in Hüll eintraf be­ richtete, daß es ebenfalls das Wrack gesehen habe, daß sich aber kein lebendes Wesen mehr auf ihm befand. &lt;Z.) Der östm.-W. Heeresbericht. Wien, 5. Februar» Amtlich, wird verlautbart: Auf allen drei Kriegsschauplätzen keine be­ sonderen Ereignisse. Der stellvertretende ©Ejef des Generalstabes! v. Hoefer, Feldmarschalleutnant. WTB. Wien, 6. Februar, mittags. — Amtlich wird gemeldet: Ter gestrige Tag verlief auf allen Kriegs­ schauplätzen ohne besondere Begebenheiten. Der stellvertretende Chef des Generalstabes r v. H o e f e r, Feldmarschalleutnant. Vom östlichen Kriegsschauplatz. Tie russischen Verluste. Kopenhagen, 6. Februar. In Bergen traf die amerikanische Sanitätsabteilung, die bisher in Rußland tätig gewesen, ein. Ihre Mitglieder berichteten, daß das russische Sa­ nitätswesen jetzt beideuetnde Verbesserungen er­ führen habe. Petersburg gleiche einem ein­ zigen, mächtigen Lazarett, die Straßen sind von Verwundeten bevölkert, überall werden Invalide angetroffen. Tie russischen Verluste werden von den Behörden auf 3 Millionen Tote, Verwundete und Vermißte angegeben. Fleischlose Tage iu Rußland. London, 6. Februar. (Reuter.) Tie "Ti­ mes" melden aus Petersburg: Ter AckerbauMinister ließ verlautbareu, daß es nötig sei, im ganzen Reiche zwei fleischlose Tage in der Woche einzuführen, lyetnn man ein ruinöses Abnehmen des Viehstandes vermeiden wolle. Das Ministerium schlägt außerdem! vor, die. Fleischrationen der Soldaten herabzusetzen. Archangelsk im Eis. In C'hristiania sind 40 Kanadier aus Ar­ changelsk eingetroffen, die sieben große kana­ dische Eisbrecher im Weißen Meer bedienten. Sie schildern die Verhältnisse in Archangelsk als trostlos. An der Herstellung einer Schiffsährtsstratze durch das Eis sei vor Monaten nicht zu denken. Roch im Oktober sei es einer Anzahl deutscher Schiffe gelungen, Minen zu streuen in der nächsten Umgebung von Ar­ changelsk. (Z.) I« Krieg mit Stalten. Tie Mißstimmung in Italien. Ter italienische Mitarbeiter der N.Zürcher Ztg. schreibt ,daß zur Erkenntnis der trüben Lage Italiens besonders die -Massenbeurlaub­ ungen der Truppen zu Weihnachten und zu Neujahr beigetragen haben, Am tiefsten ist die Unzufriedenheit im Landvolk, das schwer unter dem Kriege leidet. Sehr stark koMm!t die Kriegsmüdigkeit in der Romagna und der EMilia zum Ausdruck, wo bei der Wiederabveise der Urlauber andere in Eile herbeigeschaffte Truppen Meutereien der Urlauber und Aus­ schreitungen der Zivilbevölkerung unterdrücken mutzten. Auch in den Städten ist ein großer Teil der Bevölkerung kriegsmüde, doch sind diese Bevölkerungskreise mundtot gemacht. Tie Kriegsfteunde rekrutieren sich namentlich aus solchen Leuten, die Kriegsgewinne machen'und aus Arbeitern, die lohnende Beschäftigung in denMunitionswevfftätten finden. Nur diePoKzeiherrschast unterdrückt den Ausbruch, einer Gärung. Vollständig umgeschlagen hat auch die Volksstimmung in Bezug auf die Jrredentisten. Tie von der Front kommenden Soldaten erzählen immer wieder, wie gerade die "unerlösten" Brüder die furchtbarsten Gegner sei­ en. Tazu kommt, daß die Urlauber und Ver­ wundeten zu Hause ihrer festen Ueberzeug­ ung Ausdruck geben, daß die österreichische Front überhaupt nicht zu erschüttern sei. (Z) Am W1688. Fn Rumänien ' richtete Take Jonescu Angriffe auf den Un­ terrichtsminister wegen Ernennung des Pro­ fessors , Athanasius zum Rektor der llniverssität Bukarest, die der Minister zurückwies. An­ dere Redner griffen die Regierung wegen Un­ gerechtigkeiten bei der Getreideausfuhr! an. Serbien und der Papst. Nach einer Londoner Exchange Meldung aus Rom ist der serbische Minister Gabrielowitsch beim Papste erschienen mit ihM die schreckliche Lage Serbiens zu schildern. Eck hat schließlich den Papst gebeten, er möge sei­ nen Einfluß in Wien geltend machen, um die Lage der Bevölkerung zu erleichtern. Ein Serbe über England. Haag, 5. Febr. Pavla Popowitsch, Pro­ fessor an der Belgrader Universität veröffent­ licht in der Morning Post eine schwere Anklage gegen England. Er schildert zuerst die Be­ geisterung, mit der die Serben England seiner»zeit als Kriegsgenossen begrüßten u. dasVertrauen, das es auf die Hilfe dieses mächtigen Reiches gründete. Serbien, so sagt Popowitsch, wußte, datz es verbluten müsse, hoffte aber durch den Tod zu neuem Leben erweckt zu wer­ den. Aber es bedurfte des ganzen tragischen Unterganges Serbiens, bis England begriff, daß Serbien für Englands Macht im Osten ein entscheidender Faktor ist. Als die ersten deut­ schen Geschütze über die Donau dröhnten sagte I man, sie seien gegen Aegypten gerichtet und , nicht nach Serbien. Daß dies so ist, hät EngI land jetzt erkannt, da das Osttor Englands, also l Serbien eingestürzt ist. Zum Schlüsse sagt - Popowitsch, daß Englands Balkanpolitik für « das Prestige Englands -eine schwere Schädigung I bedeutet. (Z.) 5 ————— | Die Türkei tot SW I Ter türkische Bericht. Konstantinopel, 5. Februar. Amt­ licher Bericht des Hauptquartiers: 1 An der Jraksront bei Felahie leichte Arj| tillerie- und Jnfanteriekämpfe. Bei Kut et Amara keine Veränderung | Am 3. Februar haben ein Torpedoboot I und ein Kreuzer am breiten Eingang deck» j Dardanellen einige Bomben gegen Tekke Bu| tun und Sedd il Bahr geschleudert und sich« ! dann zurückgezogen. I Nichts von Bedeutung an den übriges • Fronten. Englische Ofsiziersverlüfte. Basel, 6. Februar. Laut "Baseler Nach­ richten" sind bei den Kämpfen znM Entsatz von Kut ei Amara, wie aus den »amtlichen Englischen Verlustlisten zu entnehmen ist, 18 Regimentskomimändeure gefallen. Französischer Aerger über Italien. Ge ns, 5. Febr. Tie radikale Presse, be­ sonders das Blatt "L'Oeuvre" ist höchst er­ bost, weil Italien eine Mission nach London sandte, die eine Art Erpressung darstelle. Jetzt sei nicht derAugenblick um einzugestehen, daß Fabriken feiern und daß die Bevölkerung hun­ gere, sowie daß die Kriegslasten nur murrend ertragen werden, sondern dies schädige schwer die Sache des Vierverbandes. (Z.) Italien «uv England. Ter Köln. Volksztg. zufolge scheint nach Londoner Berichten die englische Regierung Italien Handelsschiffe zum Kohlentransport überlassen zu wollen, was indessen auf Schwie­ rigkeiten bei verschiedenen -Reedern stößt, die anderweitig mehr verdienen können. In Ita­ lien ist die Stimmung gegen England sehr er­ regt, zumal da es heißt, daß die Regierung Sizilien an England gegen dessen Vorschüsse verpfänden mußte. v'Annunzio auf dem Index? Bern, 5. Februar. "L'Jnsormation" mel­ det aus Rom: Tie letzten Worte d'Annunzios nämlich die patriotischen Gesänge, die angeb­ lich alle Italiener begeisterten,sollen nach Ge­ rüchten in vatikanischen Kreisen auf den Index gestellt werden. (Zh Der Krieg zur See. Tas Rätsel der "Möve". Rotterdam, 5. Februar. Aus Amerika liegt jetzt eine zusammenfassende Darstellung über die Kaperung der "Appam" vov. Sie stammt von dem! früheren Gouverneur von Sierra Leone. Tiefer erklärte: "Die "Möve", wie man sie bezeichnete, war natürlich keines­ wegs die "Möve". Ter Dampfer !hatte eine Wasserverdrängung von 3500—4000 Tonnen und diente anscheinend dem Frachtverkehr mit Früchten. Ter Name des Schiffes ist nur der/ Besatzung selbst bekannt. Tie Art, wie es das Schiff anlegte, uns zu kapern, war äußerst ge­ wandt. Als wir es sichteten, signalisierte es, daß das Schiff nicht me!hr in der Gewalt des Führers sei; unser Kapitän glaubte, es sei ein britisches Frachtsahrzeug und änderte denKurs, um sich ihm zu nähern. AM Heck' hing seltne Flagge schlapp am Stock. Wir nähmen an, daß es der "Union-JMk" sei, tatsächlich- war es jedoch die Flagge 'der deutschen Kriegsmarine. Als Kapitän Harrison sich auf 2 00 Meter ge­ nähert und angehalten hatte, vollzog sich plötzlich bei dem Schiss ein Wandel, der uns wie ein elektrischer Schlag berührte. Auf dem Vorder- und Achterschiff verschwand das bis­ her fest und einheitlich erschienene Geländer wie mit einem Zauberschlage. Wir erfuhren später, daß ganze Stücke dieses einheitlich aus­ sehenden Geländers aus Stahl bestanden, die</p>
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          <p>auf einen von der Kommandobrücke ausgeübten Truck in der Versenkung verschwanden. (Z.) Aus Newhork wird gemeldet: Tie Pas­ sagiere und die Besatzung der "Appam" sind in Newhork angekommen. Ter Kapitän der "Corbridge" erklärte, daß das Schiss, das die "Corbridge" zum Sinken brachte, die "Ponga" gewesen sei. Tiefes Schiss besitze eine Ge­ schwindigkeit von 25 Knoten und habe eine große Besatzung. Passagiere erstatten, die Teutschen hatten erzählt, daß 9 Schiffe dieses Typs gebaut worden seien und augenblicklich ein Teil von ihnen auf per Atlantic kreuze. Ter Fall "Appam". Washiington, 5. Febr. Reuter meldet: Tie amerikanische Regierung entschied zugun­ sten des deutschen Anspruches, daß der preu­ ßisch-amerikanische Vertrag im "Appaml"-Fall anzuwenden sei. Tie Interpretation der Be­ stimmungen des 'Vertrages bleibt jedoch noch zu bestimmen. Bewaffnete italienische Handelsdampfer. Aus Genua wird berichtet, daß 18 große italienische Handelsdampfer jetzt mt Kanonen ausgerüstet sind. Tie Dampfer haben zum Teil mobile Deckpanzerung erhalten. Die Ar­ mierung darf nur defensiv gebraucht werden. (3-). Ein russisches Unterseeboot beschädigt. Bukarest, 5. Febr. Eine Schaluppe hat einer Meldung aus Tultscha zufolge eine be­ schädigtes russisches Unterseeboot nach! der Ma­ rinestation in Reni verbracht. Tas Untersee­ boot scheint in einem Seegefecht beschädigt wor­ den zu sein. (Z.) , (Sin Tanchfer im Schwarzen Meere versenkt. Aus Bukarest wird berichtet: Ein unters griechischer Flagge fahrender von Rußland an­ gekaufter Dampfer namens "Theoskepasti" 'wurde von einem deutschen Unterseeboot auf der Fahrt von Odessa 47 Meilen von Sutima entfernt versenkt. (Z.) Ein Dampfer gesnnken. London, 6. Februar. Lloyds Bureau meldet: Ter englische Dampfer "Balgownie" ist gesunken. Die Besatzung, mit Ausnahme eines Offiziers, wurde gerettet.</p>
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          <p>Aus den Kolonien. Ääxnng in Indien. Berlin, 6. Februar. Dev! "Lok.-Anz," meldet: Nach der "Köln. Volksztg." hatte ein Redakteur über die Gärung in Indien mit, einem soeben von dort zurückgekehrten Mis­ sionar eine interessante Unterredung. Ter Missionar weilte bereits seit 16 Jahren in Indien, beherrscht die Sprache der Eingebo­ genen vollkommen und ist somit befähigt, die dortigen Verhältnisse und Stimmungen aufs Genaueste zu kennen. Nach seiner Ansicht ist die Revolution in Indien nicht mejhr ansIznhalten. Es war ein außerordentlich geschick­ ter Schachzug der Engländer, daß die einge­ borenen Truppen rechtzeitig nach Enrppa weg­ geschickt worden sind. Ter Hepd der indi­ schen Ansrnhrbewegung ist in Amerika ober: Kanada. Tort erscheint auch ein indisches Blatt mit dem Titel "Verschwörung". Tie' revolutionäre Idee greift besonders in gebil­ deten Kreisen um sich; sie hat in Bengalen ihren fruchtbaren Nährboden. Von den dor­ tigen 30 Millionen Einwohnern besteht die Hälfte aus Mohammedanern, die mit ihren Sympathien vollständig aus Seiten Deutsch­ lands stehen. Bei dem jüngsten Aufruhr in Singapore wurde festgestellt, daß die verwen­ deten Bomben aus Bengalen ftomlmen. An der afghanischen Grenze lieferten einige wilde Gebirgsvölker den Engländern regelrechte Schlach­ ten. Tie Lage war damals so kritisch, daß her Gouverneur von Batu beim Maharadscha von Nepal Hilfstruppen erbitten mußte. (Z.)</p>
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          <p>Raymone (4 Jahre), Jean (5 Jahde), Renee (4 Jahre), die noch jung sind und sichNoch, nicht mit der Feder ausdrücken können (Orstographie: qui jeune encore ne peuve Pas s'exprimer avec la plume), tote sehr tote 1 Sie Neben, lieben, Herr Doktor. Danke für Ihre Pflege und allen ihren Kuchen. Und sehr gern sagen tote: Es lebe der Herr Doktor! Ihre Carmen jL. (9 Jahre)." Ich habe hier das Wirken eines deutschen Arztes im Feindesland geschildert, aber es ist das Wirken des deutschen Arztes. Ueberall !haben sich unsere Aerzte der hilssbedühftigen französischen Bevölkerung in selbstloser Weise, nur aus der hohen Pflicht des ärzt­ lichen Berufes heraus, zur Verfügung gestellt, und sie haben Hunderttausenden Linderung und Genesung beschert, deren Männer und Väter gegen uns im Felde kämpfen. Aber dafür ist "le docteur allemand" auch ein Ehren­ name geiworden, den die Franzosen tmi besetzten Gebiete mit einer gewissen achtungsvollen Feierlichkeit aussprechen. W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter.</p>
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          <p>"Hätt' er wenigstens nicht den Versuch, machen können, mich. in Süderlbhe zu halten?" Ter Sanitätsrat legte die flache Hand ans Kinn und machte ein nachdenkliches Ge­ sicht. "Das &gt;hätt' er wähl können — geb' ich gern zu ..., Da 'fjoBen Sie ganz recht, liebe Frau Baronin . . , Nun wollen wir aber in aller Ruhe die Kehrseite der Medaille be­ trachten. Ihr Herr Papa — ich. kenn' ihn doch ziemlich genau — wird sich! gesagt haben, ich lhab' kein Recht mehr, meine Tochter zu halten! Ihr Junge kriegt drüben das schöne Blottsted-t, und — Aufgeregt winkte sie ihm mit der Hand, zu schweigen. "Da sehen Sie's! Der Gedankengang war also richtigl" f "Gäwitz, aber —; ; Sie rückte unruhig in ihrem Sessel hin und her. «Ich helf' Ihnen schon auf die rechten Sprünge, warten Sie nur einen Augenblick! In Süderlohe, da saßen Sie in Ihrem Mäd­ chenzimmer, zwanzig Schritte und Sie waren bei Ihrem Herrn Papa. Und hier! Das große, stille Schloß — also heraus aus dem Bau!" "Herr Sanitätsrat!" "Heraus sag' ich Ihnen — und die von Ihren Leuten aufgesucht, die ein gutes Wort, eine offene Hand gut gebrauchen können." "Ach so!" "Jetzt kommen wir auf den Trichter. Wohl­ tun, mit Ueberlegung aber, liebe Frau Barvnin, das ist für Sie die beste Medizin, und Ihnen kommt sie ja nicht zu teuer." "Ja, das werd' ich tun. Ganz lässig bin ich in dieser Hinsicht nicht gewesen, aber ich könnte tätiger sein. Stillen will ich mein Kind aber weiter." "Den Bogen durfte der alte Menschenken­ ner nicht überspannen. "Na, also — warten wir ab, wie die Medizin wirkt. Aber muten Sie sich nicht zu viel zu!" Sein Notizbuch zog er heraus und nannte ihr einige Familien und dann verabschiedete er sich. Als er wieder nach Stolp fuhr, begegnete er im Blottstedter Walde Wussow! mit feinem! Trabergespann. f "Ah — der Herr Sanitätsrät! Im Schlosse vorgesprochen?" "Jawohl! Haben Sie einen Augenblick Z«it?" , "Versteht sich!" . j ' ' : Tie beiden Herren stiegen ab und gingen : auf einem Abfuhrwege ein Stück in den Wald ! hinein. I "Doch nichts Ernstliches!?" fragte Wussow. 1 "Nein, das heißt die Nerven der Baronin — Gott, es ist j a menschlich verständlich!, und vorläufig habe ich ihr ein Beruhigungsmittel verschrieben: Kranke besuchen, bei denen keine Ansteckungsgefahr vorliegt. Aber auf dieTauep wird das nicht ihelsen.k' , Ter Rittmeister riß ein Blatt vom nächsten Haselbüsche und nahm es erregt zwischen die Lippen. "Wär denn eine gründliche Kur da nicht besser?" "Ja, aber die samt ich ihr nicht verord­ nen." "Warum denn nicht?" Ter Sanitätsrat lachte leise vor sich hin. "Weil die Medizin in keiner Apotheke zu ha­ ben ist. Tie heißt nämlich: ein Mann!" "Wie?" Wussow war stehen geblieben und schlug nervös die Hände aus dem Rücken zusammen. ' (Fortsetzung folgt4</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Jur Finanzausschuß der Abgeordnetenkam­ mer toürde am Samstag über die Petition der Arbeitsgemeinschaft des bayerischen Ghmnasiallehrerevereins und des bayerischen Realschul­ männervereins, Sitz München, um Bewilligung einer Kriegsteuerungszulage für die Lehramts­ assistenten an den höheren Unterrichtsanstalien sowie die spätere Eingabe dieser Ar­ beitsgemeinschaft totegen Erhöhung der Bezüge der ständigen Assistenten verhandelt. Ein Re­ gierungsvertreter bedauerte, daß die Finanz­ lage des Staates trotz allen Wohlwollens die Gewährung aller Wünsche nicht zulasse. Der Kultusminister führte aus, daß die Teuerungs­ zulagen den Assistenten tote allen anderen Be­ amten zugänglich seien. Tie Petition tourde der Regierung zur Würdigung hinüber ge­ geben. Sodann tourde die Position "Turn­ wesen" und die Zuschüsse an gewerbliche Fach­ schulen genehmigt, ebenso das Postulat für den beantragten Neubau der Fachschule für Porzellanindustrie in Selb. Ueber den Anbau der Felder im Früh­ jähr 1916 wendet sich das Ministerium des Innern mit folgendem Hinweis an die Tistriktsverwaltungs- und Gemeindebehörden: Infolge der Gestaltung, welche die Höchst­ preise für Roggen und Weizen einerseits und Hafer und Gerste anderseits im letzten Jahrh erfahren haben, ist es nicht ausgeschlossen, daß einzelne Landwirte in diesem Jähre Hafer und Gerste mehr als sonst anbauen und den An­ bau von Sommerroggen und Sommerweizen dagegen zurücktreten lassen. Wo solche Ab­ sichten bestehen, sind die Landwirte daraus hinzuweisen, daß die Preisbildung im letz­ ten Jahre den Zweck hatte, einerseits die Ver­ sorgung der Bevölkerung mit Brotgetreide zu entsprechenden Preisen sichrer zu stellen und anderseits, abgestehen von den Interessen der Heeresverwaltung an der Versorgung mit Ha­ fer, den Landwirten, welche infolge der außer­ ordentlichen Erntevetehältnisse des vorigen Jah­ res einen Ausfall erlitten Ihatten, durch er­ höhte Preise für Hafer und Gerste einen ge­ wissen Ausgleich zu bieten. Es wäre durch­ aus verftehlt, mit einer gleichen Preisbemessung auch für das bevorstehende Erntejahr zu rech­ nen. Ein Kriegsausschuß, der Nahrungs- und Genußmittelgeschäfte hat sich in München ge­ gründet, dem bereits 22 Vereinigungen der) Nähvungs- und Genußmittelgeschäfte und die­ sen nahestehende Organisationen angeschlossen sind. Der Zweck des Ausschusses soll sein, die einzelnen Standesinteressen zu wahren, anderseits aber auch die Behörden in fhpen Maßnahmen zur ausreichenden und preiswer­ ten Nährungsmittelversorgung der Bevölkerung zu unterstützen.</p>
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          <p>kammer ein Fußbodenbrand aus, bei deM eine dort seit 10 Jahren wohnende, krank darstieder' liegende 89 Jähre alte Verwandte .namens Augartner den Tod fand. Tret Bauernhöfe wurden in Gumperding bei Lausen eingeäschert. Die Brandleider ste­ hen im Felde. Eingebrochen wurde in der Bahnstation Eham und die Schalterkasse um 500 Mark be­ raubt. Tier alte Leichtsinn. Der Gütlerssohn Kle­ mens Stritzl in Pförring wollte Petroleum Dt die brennende Lampe nachgießen. Die Lampe explodierte und der 17 Jähre alte Bursche war sofort in Flammen gehüllt. Obwohl er sofort in die Jauchengrube sprang, erlitt er doch stehr schwere Brandwunden. Ein schönes Eisenerzlager wurde in Eichenberg bei Schöllkrippen erschlossen. Die Grube gtehört der Guthoffnungshütte. Zu Tode gequetscht. In Untertriebel bei Hos kam der fünfjährige Sohn eines Mühlen­ besitzers dem Treibriemen der .Mühle zu nahe, wurde dabei ersaßt, mehrmals herumtzeschleudert und zu Tode gedrückt, ehe das Mühlwerk abgestellt werden konnte. Tie .Mutter desKindes, die den Kleinen retten wollte, erlitt schwere Verletzungen. Ein Ranbanfall wurde bei Kirchheimbo­ landen an einem 12jährigen Knaben verübt. Ein etwa 20jähriger Mensch schlug mit seinem! Stocke dem Knaben über den Kopf und nahsts ihm aus seinem Geldbeutel 50 Pfennige. Wei­ tere 20 Mark hatte der Knabe der Sicherheit wegen in den Schuhen versteckt. Er hatte das Geld für einen abgelieferten Kupferkessel jn Kirchheimbolanden erhalten. Man glaubt betn) Räuber auf der .«Spur zu sein. Alte Eichen. Ulmer Pioniere sind zur­ zeit daran, die Dlonau bei Oberftehlheim von den uralten mächttigen Eichen, die wohl schon Jährhunderte im Flußbette liegen und hem­ mend für die Schiffährt wirken, zu befreien. Unter den vielen zutage geförderten Baumriesen befindet sich ein ca. 13 Meter langer Eichenstamm, der 1.60 Meter timl Turchmesseh hat und an dem über 300 Jahresringe deut­ lich zu zählen waren. Zersägt ergab der Stamm allein 26 Ster Holz. Allerlei. Tob in den Flamiftten. I» Zeitlach bei Wihldorf brach! Beim Jeldwagner in oer Dach­</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. Anbauflächen und Ernteregbenisse in Nie­ derbayern. Im letzten Berichtsjahre waren in unsrem Kreis Niederbayern angebaut: 65 951 Hektar mit Winterweizen, Ertrjag: 1009 837 D.-Z.; mit Sommerweizen: 1865 Hektar, Er| trag: 26 006 D.-Z§ Winterspelz: 103 Hektar, I Ertrag: 1642 D.-Z.,; Winterrjoggen: 80 822Htek&lt; tar, Ertrag: 859687 D.-Z.5 Sommerroggen: 7819 Hektar, Ertrag: 73 162 D.-Z.; Sommer­ gerste: 60 437 Htekrar, Ertrag: 960 738 D.-Z§ Haber: 81 717 Hektar, Ertrag: 1 449 464 T.-Z.js Winterreps: 56 Hektar, Ertrag: 466 D.-Z.^ Kartoffeln: '44 447 Hektar, Ertrag: 5 726 223 D.-Z.s, wovon 161405 D.-Z, krank; Zucker­ rüben: 809 Hektar, Ertrpg:. 176 540 D.-Z.j; Klee: 49 822 Hektar, Ertrag: 2 865 415 D.-Z.,; Luzerne: 384 Htektar, Ertrag: 24 273 D.-Zp Wiesen: 191381 Htektar, Ertrag: 10 996190 D.-Z.; Heu: (?); Weizenstroh: 2 069 867D.-Z; Roggenstrph: 9 711 385 D.-Z.» Gerstenstroh: 1535100 D.-Z.l Haberstroh: .2 377 465</p>
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          <p>Dienstesnachrichten. StaatseisenbahnverMaltung. Versetzt wur­ den in etatsmäßiger Weise auf Ansuchen: Sta­ tionsmeister im Nebenbähndienst Erhard Walberer von Geiselhöring nach! Waldmünchen; Wagenwärtergehilfe Ludwig Gruber von Wei­ den (Ops.) nach Landshut; Stationsdiener im Nebenbahndienst Karl Wirth von Waldmün­ chen nach Geisteihöring; Streckenwärter Lader Lobmeier von Bür I Landshut nach Bjml. Vilshofen.</p>
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          <p>tdfyc in die benachbartes Orte, bor/ allem nach Berg. x s , — 1 Ins Hl. Geistspital ausgenommen wurden Frau Privatiere Katharina Wiendl, und die Mrurerswitwe Frau Walburga Rührl. —^Der Schuldenstand der StadtLandshat beträgt nach der nun vorliegenden Rech­ nung der Schulden-Vertzinsungs- und Til­ gungskasse für das Jahr 1913 7183 330,51 M. gegen 7 244 594,28 Mk. im Jahre 1912./ Für Schuldvertzinsung und -tilgung stehen im Jahres 1913 in 'Einnahmen 283 672,60 Mk. und 329 618,62 Mk. in Ausgaben, somit 45 945,93 Wk. Mehrausgaben. — f Die Rechnung über Festlichkeiten und Ehrungen im Jahre 1913 fand in der letz­ ten .Magistratssitzung Genehmigung. In die­ sem Jahre war hier Prinzregent Ludwig emp­ fangen, der Burgenfahrertag, deutscher Mu­ seumstag, Gemeindebeamten tag und das Palatiafest abgehalten worden. Die Rechnung weist 14 416.45 Mark Einnahmen und 35 471 Mark 6 '2Pfg. Ausgaben, somit 21055.17 Mark Mehrausgaben auf. Tubon waren bereits 13 665 Mark int Etat vorgesehen und der Rest mit 7555.45 Mark durch Beschlüsse der beiden Kollegien nachgenehmigt worden. Die Rech­ nung befand sich daher vollständig in Ord­ nung. —* Lichtspieloper. Diese neue Errun­ genschaft der Kinomatographie, stellt wie der Name schon besagt, die Verbindung von stum­ men ki nomatographischen Filmen und musi­ lkalischer und gesanglicher Begleitung zu den einzelnen Bildern dar und zwar in dev Weise, bof$ das schwierige technische Problem völliger Uebereinstimmung von Bild und Ton durch ein besonderes Verfahren, die gleichzeitige kinematographische Aufnahwe von Darsteller und Dirigenten, mit einer aus die Sekunde stim­ menden Genauigkeit erstmals wirklich gelöst ist. Tie Direktion der Kronpyinz-LichtspMö macht uns nun in den nächsten Tagen §jtU' die­ ser Neuheit bekannt durch Aufführung dev im Verlauf der vorigen Woche unter großem An­ drang des Publikums in München zuerst get gebenen Lichtspieloper "Lvhengrin" unter spersönlicher Mitwirkung von etwa 20 Künstleern, Sänger und Sängerinnen. Es ist täglich nach­ mittags und Abends je eine geschlossene Vor­ stellung vorgesehen, sodatz sich für Jedermann Gelegenheit bietet, diesen seltenen Aufführun­ gen beiwohnen zu können, welche gewiß be­ sondere Beachtung verdienen. —* Liberaler Verein L. u. U. Heute Montag abends Kegelabend im Sterngarten (Seligenthalerstraße). 5. Sitzung des Stadtmagistrats Landshut. vom 5. Februar 1916. Vorsitzender: Herr Rechtsrat Ambros. Um Entfernung von zwei Kastanien­ bäumen aus dem Hofe der Präparandenschule ersuchte der Schulvorstand. Dem wurde zuge­ stimmt. Ter eine der Bäumte soll als Brenn­ holz im Bauhofe nutzbar gemacht werden, wäh­ rend der andere auf den Regierungsplatz ver­ pflanzt werden soll mit insgesamt 100 Mark Kostenaufwand. Nach eingehender Beratung fand dies Genehmigung. Tie Kosten sollen im Etat 1916 vorgesehen werden. Den alten Bahndamm bei seinem Grundstück in der Altdorferstraße will Herp Zimmermeister Frauenknecht abtragen und an­ ebnen, wobei Kriegsgefangene Verwendung finden sollen. Wird genehmigt. Die Befragung des Rathauses litt bei den Stürmen während der letzten Beflaggungen starken Schaden. Es war daher angeregt, bei schlechtem Wetter nur mit klei­ neren Standarten zu flaggen. Es entspann sich eine lebhafte Debatte, deren Grundton dckhin ging, daß hauptsächlich die langen Fah­ nen an den zu Dskorationszwecken in die Rcrthausfassade eingelassenen Nägeln zerrissen wer­ den, lange Fahnen aber immerhin die schönste Zierde seien. Die Angelegenheit wurde an t den Kommissär des Rathauses zur nochmaligen gutachtlichen Aeußerung zurückverwiesen. Für das Amtsblatt 1915 waren be­ reits 7000 Mark genehmigt. Es entstand je­ doch eine weitere Nachforderung von 1535 Mark, die ebenfalls Genehmigung findet. Die Münchener Pferdelotterie 1916 wird abgehalten, um der Pferdezucht in Bayern die notwendige Unterstützung wei­ ter angedeihen lassen zu können. Ter damit sonst verbundene Luxusmarkt und Prämierung unterbleibt aber Heuer. Es war an den Ma­ gistrat das Ansuchen gestellt, im Interesse der heimischen Pferdezucht auf die Unterstützung der Lotterie aufmerksam zu mächen, was zu­ gesagt wird. Der kleine Rathaussaal wird an die Ortskrankenkasse Landshut-Stadt fürSamstag, 12. Februar, abends, abgelassen zur Ab­ haltung einer Ausschußsitzung. Die Beschlüsse der Preisprüfungs­ stelle (wie wir sie bereits veröffentlicht ha­ ben, D. R.) werden nach kurzer Debatte übep die Differenzierung der Bierpreise für 0,45 und0,5 Litergläser, erinnerungslos angenom­ men, wobei sich die Herren MagistvatsMte Koller und Wicklmahr der Abstimmung ent­ hielten. Die Fleischpreise bleiben nach dem Vorschlage der Fleischpreisspannungskommtission gleich denen der Vorwoche unverändert bestehen. Hierbei weist M.-R. Gerstenecker da­ rauf hin, daß auch in München Schweinefleisch sehr schwer zu erhalten sei und- Herp R.-R.&gt; Ambros betont, daß aus dem letzten Markte ein Paar Ferkel 120 Mark gekostet hat. Handel und Verkehr. Lanöshut, 4. Febr. (Kleinvtehmarkt.) Es wurden zugetrieben: 8 Kälber, — Schwein, 37 Spanferkel. Preise: Kälber lebend 1. Qual. 90—95 dl., 2. Qual. 85-90 dl., 3. Dual. 80 bis 85 bl, tot 00—00 dl., Schweine leb. 00—00 bl, tot 000—000 dl. per Pfund, Spanferkel 60—120 Mark per Paar. Letzte Posten. Von der "Appam". Sd. Berlin, 7. Februar. Nach verschie­ denen Morgenblättern meldet der "Daily Te­ legraph": Leutnant Berg von der "Appam" sagte: Nachdem sich die "Appam" ergeben hatte, befahl mir Kapitän Dohna das Schiff zu übernahmen und es nach dem nächsten ame­ rikanischen Hafen zu bringen. Wir sichteten noch den Kampf /zwischen der "Moeve" und Idem Dampfer "Clan Maetavish". Wir blieben in einem weiten Abstand und näherten uns später nur, um einige Verwundete aufzunehmen, die schneller Hilfe bedurften. Tann setzten wir unsre Reise fort. Leutnant Berg. Hamburg, 7. Februar. Die Persönlich­ keit des Leutnants Berg, der S. EDI. *3. "Appam" nach Amerika brachte, ist jetzt festgestellt. Er ist der Kapitän der deutschen Handelsmarine Franz Berg aus Apenrade, Reserveleutnant » der Marine. / s« Der Handelskrieg. Tokio, 7. Februar. Im indischen Ozean sind drei japanische und zwei andrer Natio­ nalität verschwunden. Tie Zeitung Asehi be: haüptet, der Dampfer "Koko Maru" sei in der Nähe von Natal von einem Dampfer an­ gegriffen worden. Ein neuer griechischer Protest. Sd. Bern, 6., Februar. Tie schweize­ rische Telegraphen-Jnsormation meldet aus Athen: Tie Kaufmannschaft von Korfu richtete an die griechische Regierung telegraphisch! einen Protest über die vollständige Isolierung dev Insel durch die Entente. Tie Flotte der En­ tente habe tatsächlich Korfu von dem übrigen Griechenland abgesperrt und selbst den r&lt;egelmäßigen Passagierdampfern verboten, anzulegen. Ter Handelsverkehr der Insel sei dadurch lahmgelegt. Ans Kamerun. Sd. Madrid, 6. Februar. Amtlich totob gemeldet: 14000 Eingeborene und 9000 Deut­ sche aus Kamerun flüchteten nach/ SpanischGninea. Ihre Ernährung bildet ein schwie­ riges Problem. Gallipolitrnppen in Mesopotamien. London, 7. Februar. Ein Teil der von Gallipoli abtransportierten TpuPPen ist be­ reits in Mesopotamien eingetroffen, was sich I aus den amtlichen Verlustlisten ergibt. Vermischtes. I Tie fidelen Gefängnisse in Montenegro. I Fidele Gefängnisse, fast so ideal wie daS I in der "Fledermaus", in dem Frosch seine I feuchtfröhliche Existenz als Gefangenen-Auf­ seher feiert, scheint es in Montenegro zu geben. 1 So klein auch das Land ist, über das Nikita, I der König der schwarzen Berge, sein Szepter | schwang, so gibt es dort immerhin zwei GeI fängnisse, deren Bewohner sich zum größten | Teil aus Mördern zusammensetzen, die ihre Tat aus Gründen der Blutrache begangen ha­ ben und deswegen zur Haftstrafe verurteilt wurden. Die beiden Gefängnisse befinden sich, in Eetinje und am Skutarisee. In beiden Straf­ anstalten ist die Haft außerordentlich meni schenfreundlich, ja geradezu "musterhaft". Ten 1 im Cetinje-Gefängnis Inhaftierten ist tagsI über gestattet, sich frei zu bewegen, Besuche ; zu empfangen und zu machen, zu trinken, rau! chen usw. Nur abends müssen sie zur Stelle I sein, und zwar sehr pünktlich, und werden j dann Angeschlossen. Wahrscheinlich, sind diese i Leute tagsüber die freundlichsten Lämmer und $ erst mit beginnender Dunkelheit ernst zu nehI men. Tie Verschärfung der Strafe besteht iM 1 Anlegen von Fußsesseln. Das andere, idyllisch f am Skutarisee gelegene Gefängnis ist für die I schweren Verbrecher bestimmt: aber auch! ihnen - sst ein ganz angenehmes Dasein beschieden. | Ta das Zuchthaus auf einer Insel gelegen ist, j so ist eine Flucht beinähe ausgeschlossen, wesi halb die Insassen wenigstens den Vorzug gel nießen, sich ziemlich frei bewegen zu können. Ueischpreise in Sandshnl. Die Preisprüfungsstelle hat für die Zeit vom 5. Februar bis 12. Februap für Landshut folgende Höchstpreise für Fleisch beantragt, die vom Magistrat genehmigt wurden. Dosenfleisch: kostet jetzt 1.45 Mark per Pfund. Ohne Bein und ohne Zuwage sind 15 Pfennig mehr noch als angemessen zu erachten. Filet ausgelöst, ohne Knochen und Zu­ wage 1.75 Mark, mit Zuwage 1.55 Mark.. Geringwertige Teile: Stich, Hals, Waden, fette Weichen und Brustspitz 1.20 Mrrk per Pfund. Kuhskeisch: kostet jetzt 1.25 Mark per Pfund. Ohne Bein und Zuwage darf 10 Pfennig mehr noch als angemessen gelten. Filet rchue Knochen und Zuwage 1.55 Mark, mit Knochen und Znwage 1.35 Mark per Pfund. Geringwertige Teile (wie bei Ochsenfleisch) 1." Mark per Pfund. Kalbfleisch: " Hier haben die Preise abermals eine Er­ höhung um 5 Pfennig erfahren, die ln dem starken Nachlassen der Anlieferung von Kälbern begründet ist. Es wurde der Preis festgesetzt auf 1.20 Mark per Pfund (bisher 1.15 Mark), für Schlegel darf 10 Pfennig per Pfund mehtr verlangt werden. Geringwertige Teile, Kopf und Haxen dürfen höchstens 90 Pfennig (bisher 85 Pfg.) per Pfund kosten, Halsgrat höchstens 1 Mark (bisher 90 Pfennig) per Pfund. Schweinefleisch: per Pfund 1.40 Mark (von der Regierung festgesetzter Höchstpreis). Geringwertige Teile, wie Kops und Haxen dürfen höchstens 1.10 Mark per Pfund kosten.</p>
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