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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-03-14"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 57</biblScope>
          <date when="1916-03-14">1916-03-14</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Am Balkan. Einberufene rumänische Reserveoffiziere. Ein Teil der in der Schweiz befindlichen rumänischen Reserveoffiziere erhielt Befchl, sich sofort nach ihren Heimatstandorten zu begeben.</p>
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          <p>Allerlei. Ans dem Zuge gefallen ist zwischen Lan­ genbach! und Freising ein Knabe, der aber glücklicherweise nur leichte Verletzungen erlitt. Durch, Abspringe« vom Zuge getötet. Ein 18jähriger Eisenbahnbediensteter geriet heute morgens an der Haltestelle Neusündersbühl bei Nürnberg infolge vorzeitigen Abspringens von einem nach, Toß fahrenden Vermittluwgslzug unter die Räder eines Eisenbahnwagens und war aus der Stelle tot. Bier Kinder erstickt. In Reinickendorf bei Berlin sind 4 Kinder des in einem aus­ wärtigen Krankenhaus verwundet darnieder­ liegenden Landwehrmannes Arthur Lehmann im Rauch! erstickt. Zugszusammenstoß in Frankreich!. Infolge Nebels stieß ein Personenzug von Brest nach, Chartres in der letzten Nacht mit einem Gü­ terzuge zusammen. Zwei Wagen wurden be­ schädigt. 7 Personen getötet, gegen öl) ver­ letzt. * Ein Erdbeben, von dem gestern berichtet wurde, ist auch! in den Gegenden von Venedig, Florenz, Ancona und Treviso !verspürt wor­ den.</p>
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          <p>Ar TMei ii Stiegt. Ter türkisch« Bericht. Konstantinopel, 13. März. Tas tür­ kische Hauptquartier teilt mit: Aus der Irak- und Kaukasusfront liegt keine wichtige Meldung vor. Im Abschnitte Felahie wurde ein eng­ lisches Flugzeug durch unser Feuer heruntepgegeschossen. Tie Insassen wurden durch die Explosion der an Bord befindlichen Bomben getötet. Zwei Torpedobootszerstörer und 1 Monitor warfen einige Granaten auf die Um­ gebung von Ueni Kale, an der Küste bei Smyrna und Tscherme gelegen, und zogen sich sodann zurück. Tie Stärke der in Trapczunt gelandeten russische« Truppen. "Jndependance Roumaine" erfährt aus russischer Quelle, daß. die östlich von Trapezunt gelandeten russischen Truppen eine Stärke von 40000 Mann besitzen. Weitere Landungen westlich! von Trapezunt sollen ge­ plant sein. Tie russische Flotte ist vollzählig vor Sebastopol konzentriert und wird von Ad­ miral Philipmore befehligt. Ar TMei ii Stiegt. Ter türkisch« Bericht. Konstantinopel, 13. März. Tas tür­ kische Hauptquartier teilt mit: Aus der Irak- und Kaukasusfront liegt keine wichtige Meldung vor. Im Abschnitte Felahie wurde ein eng­ lisches Flugzeug durch unser Feuer heruntepgegeschossen. Tie Insassen wurden durch die Explosion der an Bord befindlichen Bomben getötet. Zwei Torpedobootszerstörer und 1 Monitor warfen einige Granaten auf die Um­ gebung von Ueni Kale, an der Küste bei Smyrna und Tscherme gelegen, und zogen sich sodann zurück. Tie Stärke der in Trapczunt gelandeten russische« Truppen. "Jndependance Roumaine" erfährt aus russischer Quelle, daß. die östlich von Trapezunt gelandeten russischen Truppen eine Stärke von 40000 Mann besitzen. Weitere Landungen westlich! von Trapezunt sollen ge­ plant sein. Tie russische Flotte ist vollzählig vor Sebastopol konzentriert und wird von Ad­ miral Philipmore befehligt.</p>
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          <p>fang erklärt habe, nicht neutral zu sein. "Wir wissen genau", erklärte der Gesandte, "daß wir durch einen Krieg mit Deutschland nichts gewinnen können, wie ja alle beteiligten klei­ nen Staaten schließlich dochi die Leidtragenden sein werden." Deutschland glaube vielleicht, die portugiesischen Kolonien bei den Friedens­ verhandlungen als Tauschobjekt benutzen zu kön­ nen. Nachdrücklich erklärte der Gesandte, Por­ tugal habe immer ein offenes Spiel getrieben. Auf die Frage des Berichterstatters nach der militärischen Hilfe Portugals erklärte der Gesandte, Portugal werde England 100 000 Mann und einige Batterien zur Verfügung stellen. Tie näheren Beschlüsse, wo die por­ tugiesischen Truppen verwendet werden sol­ len, werden im Pariser Kriegsrat ge­ faßt werden, wtohin sich! per frühere portu­ giesische Gesandte in Berlin begibt. Mit Spa­ nien steht Portugal sehr fteundschastlich, auch von der Seeseite sei nichts zu befürchten. Die Flotte könne die Häfen Wohl gegen deutsche Unterseeboote schützen. Portugal unter englischer Aufsicht. Berlin, 13. März. Die "Tägl. Rund,schau" meldet aus dem Haag: In diplomatischen Kreisen verlautet, daß eine englische Militävund Marinekommission nach Portugal unter­ wegs ist. Welchen Zchjeck diese Kommission ver­ folgt, ist vorläufig unbekannt. Es heißt fer­ ner, daß England Portugal ein Darlehen von 4 Millionen Pfund Sterling für militärische ' Zwecke gewährt. Berlin, 13. März. Tas "Berl. Tage­ blatt" meldet aus Lugano: Ter portugiesische Gesandte sagte einem Mitarbeiter des "Giornale d'Jtalia", englische Mechaniker seien be­ reits am Werk, die sämtlichen beschlagnahmten deutschen Tampfer wieder seetüchtig zu machen. Hilfstruppen brauche Portugal der Entente nicht zu schicken, dagegen lieferte es Frank­ reich! bereits früher Geschütze, Gewehre und Munition. Ferner könne Portugal auch den Engländern bei der Bewachung von Gibraltar helfen. Vorerst aber müsse Portugal die eige­ nen Häfen gegen etwaige deutsche Handstreiche schützen. (Z.) OesterreichfUngarn nnv Portugal. Wien, 13. März. Ter Abbruch- der di­ plomatischen Beziehungen zwischen Oesterreich!Ungarn und Portugal wird nun doch, und zwar wahrscheinlich schon in der nächsten Zeit, erfolgen. Jedoch, wird Oesterreich-Ungarn vor­ derhand keine Kriegserklärung an Portugal ergehen lassen. Eine Kriegserklärung würde erst kommen, wenn Portugal die bisher nicht beschlagnahmten österr.-ungar. Schiffe in den portugiesischen Häfen wegnehmen Würde.</p>
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          <p>Drei feindliche Flugzeuge abgeschossen. Heftige Artilleriekiimpfe im Westen. — 46 Millionen Mark Schaden dnrch den letzten Lastschiffangriff auf England. — Gin englischer Hilfskreuzer gesunken. — OesterreichUngarn und Portugal. Im Westen hat sich die Kampflage vor Verdun nicht geändert. Nur das Artilldriefeuer, das auf der ganzen Front infolge gün­ stiger Beobachtungsmöglichkeiten verstärkt war, hielt sich von der Maas bis zur Mosel in größ­ ter Heftigkeit. Immerhin sind dort bereits sehr große Fortschritte erzielt worden. Tie bisherige Beute war im Sonntagbericht ver­ öffentlicht worden. Ueber den Geländegewinn liegen zwar noch« keine Angaben vor, aber der "Basler Anzeiger", der doch, wohl als unverdächtige Quelle angesprochen werden kann, hat den Raumzuwachs für die Teutschen auf 360 Quadratkilometer berechnet. Daran läßt sich! also ermessen, wie empfindlich für die Franzosen der Geländeverlust im Raume von Verdun ist. Alles in allem genommen, kann das deutsche Volk auf das bisher von seinen Söhnen Erreichte mit dem Gefühl gro­ ßer Genugtuung und stolzer Freude zurück­ blicken. Tie Wirkung dieser fortgesetzten Er­ folge spiegelt sich! jetzt auch deutlicher in der französischen Presse und in den Maßnahmen der Pariser Regierung. Tie Blätter verheh­ len sich nicht mehr, daß der deutsche Einbruch in den Rabenwald, in Touaumont und die Vorschiebung der deutschen Linie in der Woevreebene die Lage Verduns in besorgniserre­ gender Weise verschlechtert haben. Noch grel­ ler wird die schwierige Situation Frankreichs indes durch! die Tatsache beleuchtet, daß nach Lyoner Blätternachrichten der Oberste Rat der nationalen Verteidigung unter Poincares Lei­ tung zusammengetreten ist. Dieser Rat stellt die höchste Behörde für die Fragen der na­ tionalen Verteidigung dar. Sein Zusammen­ tritt läßt auf eine starke Ernüchterung in Paris schließen; denn es unterliegt keinem Zweifel, daß das Hauptthema seiner Bera­ tung die Bedrängnis Verduns bildet. — Ge­ stern werden noch! Patrouillengefechte an der Somme und ein gescheiterter französischer An­ griff im Priesterwalde gemeldet. Im Luftkampf wurden drei feindliche Flie­ ger abgeschossen. Außerdem bewarfen unsre Flieger mit Erfolg feindliche Bahnanlagen und Unterkunftsorte der Bahn Clermont—Verdun. Von der beßarabischen Front werden rus­ sische Angriffe gemeldet, die aber zurückge­ wiesen wurden. Von der italienischen Front wird eine erhöhte Tätigkeit der Artillerie an bdr gan­ zen. Jsonzolinie gemeldet. Tie Italiener be­ reiten dort anscheinend wieder eindn Angriff vor, um ihre Bundesgenossen bei Verdun zu entlasten. Ter Versuch wird wohl genau so ergebnislos bleiben, wie die früherm italieni­ schen Angriffe an dieser Front. Ter Schaden, der durch den letzten Awgriff unsrer Luftschiffe auf Hüll in England entstanden ist, wird auf 46 Millionen Mark geschätzt. Es sollen an 300 Personen umge­ kommen sein. Das sind andre Zahlen, als die Engländer seinerzeit veröffentlichten, um der Welt glauben zu machen, der Schaden unsrer Luftschiffangriffe sei unbedeutend. Bericht des deutschen HWWrtiers. WTB. Berlin, 13. März. Mittags. (Große» Hauptqvarbbae.) Westlicher KriegrWiM. Bei günstigen Beobachtungsverhältnissen war die Tätigkeit der beiderseitigen Artillerien auf einem großen Teil der Front sehr lebhaft und hielt sich beiderseits der Maas und bis zur Mosel hin auf größerer Heftigkeit. Außer Patrouillenge fechten an der Somme und dem Scheitern eines kleinen französischen Angriffes im Priesterwalde sind keine Ereig­ nisse zu berichten. Neben ausgiebiger Aufklärungstätigkeit griffen unsere Flieger feindliche Bahnanlagen und Unterkunftsorte, besonders an der Eisen­ bahn Clermont—Verdun erfolgreich an. Cs wurden 3 feindliche Flugzeuge vernichtet, zwei in der Champagne und eines im Maasgebiet. Oestlicher und Balkankrieqsschaüplatz. Tie Lage ist im allgemeinen unverändert. Oberste Heeresleitung.</p>
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          <p>Am »gliche» KiWschWlaK. Tie deutsche Taktik. Genf,, 13. März. Das "Journal" des Debats" erklärt, die Deutschen suchten die Ent­ scheidung bei Verdun durch einen Massenstoß, der durch! fürchterliche wirkendes Artillerßefeuer unterstützt werde, herbeizuführen. Tas Blatt betont, daß diese gewaltsame Taktik wvhl be­ gründet sei und sich, mit vollendeter Krüegstechnik paare. So hätten z. B. die Teutschen bei ihren Angriffen die gewaltigen französft schen Hindernisse durch Ueberflügelung be­ zwungen. Wo aber die feindliche Stellung Mit Gewalt genommen werden mutzte, sei die Artillerievorbereitungsmethode vollständig ge­ lungen. Tie Operationen seien mit Vorsicht und Ersparnis an .Menschenleben, ausgeführt worden. (Z.) : Tie Bedeutung des RabeKwaldes. Ueber den schwerwiegenden Verlust des Rabenwaldes und des Gehölzes von Cumieres ist die sonst auskunftsreiche Pariser Fachkritik ganz betroffen, weil sie noch! vor kurzem die große Bedeutung jener Wälder hervorhob. Tie heutige Jofsrenote erwähnt überhaupt keine Ortsnamen in dem s o wichtigen Abschnitt von Bethineourt, der deshalb für die französische Verteidigung für, verloren gilt. Aus den Be­ ratungen der Fach-kritik geht hervor, daß diese für heute eine beruhigende Joffienote erwar­ tete, war aber in ihren Hoffnungen neuerdings getäuscht. Beschießung von St. Tie. Der Lyoner Nouevellist erfährt aus St. Tie, daß seit dem 26. Februar 256 deutsche Geschosse auf die Stadt fielen. Eine Anzahl Personen wurde verwändet, fünf sind ihren Verletzungen erlegen. Ter Schaden ist be­ trächtlich. Seit Beginn der Beschießung ver­ ließ ein Teil der Bevölkerung die Stadt. Französische Truppenverschiebungen. Tie letzten, int Oberelsaß, speziell am Hartmannsweilerkopf stattgefundenen franzö­ sischen Artillerieaktionen, die rein lokalen Cha­ rakter aufweisen, verfolgen, wie verschiedene Schweizer Blätter berichten, lediglich, den Zweck, größere Truppentransporte von dürt nach, der Gegend von Verdun zu verbergen. Der Krieg mit Statten. f Eine neue italienische Offensive. Wie die Kriegskorrespondenten des "Corriere della Sera" und der "Stampa" ankün­ digen, steht eine große italienische Offensive bevor, vor welcher die Oesterreicher eine ge­ wisse Angst (!) hätten. Italien könne trotz der Jahreszeit in seiner Offensive keine Kämpft Pause eintreten lassen, da es sich um eine ge­ waltige Hilfeleistung für das heroische fianzösifche Heer bei Verdun Handle. Berichte von der Front. Zürich, 13. März. Ter "Secolo" schil­ dert in einem langen Telegramm von der Front die Unbilden der Witterung, unter de­ nen die italienische Armee stark leide. Seit 18 Tagen regne es ununterbrochen. Die Sol­ daten müssen auf einem Frontstück von mehr als 50 Kilometer bis zu den Knien im Wasser stehen. Trotzdem finden hefttge Artilleriekämpfe statt. V- ' Drei weitere Generale wurden zur Dis­ position gestellt. Ter Offiziersmangel' kommt auch, darin zum Ausdruck, daß eine Reihe von Offizieren zwischen 21 und 25 Jahren zu Hauptleuten befördert wurden. (Z.) Italiener kommen den Franzosen zu Hilfe. In Rom kursiert mit Hartnäckigkeit das Gerücht, daß italienische Artillerie, Kavallerie und Santtätsdetachemets die französische Gren­ ze überschritten hätten, um Frankreich zu Hilfe zu kommen. \ Italienische warnende Stimme. "Popolo d'Jtalia" hält sich, verpflichtet, vor dem System zu warnen, die Erfolge des Feindes herabzusetzen. Tie Schlacht von Ver­ dun sei die größte, die bisher in diesem blu­ tigen Kriege geschlagen wurde. Nirgends, we­ der an der g)fer noch am Dunajec seien so ge­ waltige Geschützparks aufgeführt Wörden, wie bet Verdun. Die Kruppkanonen und Skoda­ mörser werfen Geschosse, durch Welche die Ge­ stalt der Erde verändert und das Seelen^ leben erschüttert toirbs (Z.) , r General Porro und die Zurücknahme den Italiener. Genf, 13. März. Ten Pariser Korre­ spondenten der italienischen Blätter verwei­ gerte General Porro eine Meinungsäußerung über die Tragweite der Zurücknahme der ita­ lienischen Truppen in Albanien. Ter dort kürzlich! vorgenommene Kommandowechsel er­ folgte auf Vorschlag Porros. Dieser erwartet zwecks Berichterstattung in der Pariser Konfe­ renz neuere Nachrichten aus Valona. Tie Krise in Italien. Berlin, 13. ,März. Tie "Voss. Ztg.'" meldet aus Amsterdam: Aus zuverlässiger Quelle wird hier aus London mitgeteilt, daß die Krise des italienischen Kabinetts ihren Ur­ sprung in London habe. Zwischen der engli­ schen und italienischen Regierung herrschen seit langer Zeit Reibereien, weit Italien sich! nicht genügend für die englischen Kriegsschauplätze interessiert und weil vor allen Trugen das italienische Kabinett es bisher nicht durchgesetzt hat, daß Italien an Deutschland den Krieg erklärt. Infolgedessen konnte Italien bei dem Abkommen der Verbündeten, keinen Separat­ frieden zu schließen, Deutschland in dieses Ab­ kommen nicht einbeziehen. Greh, dem diese Abmachung der Verbündeten sehr unangenehm ist, hat wiederholt alle Mittel angewendet, um Italien zur Kriegserklärung an Deutschland zu bestimmen. Zuerst hatte Briand den Auf­ trag, sein Glück in Rom zu versuchen. Es ging ihm nicht besser als seinem Vorgänger. Tann versuchte es England mit Bestechung und wies Italien auf Albanien hin. England erklärte, es wolle Italien zu Albanien verhelfen, wienn Italien dadurch! seine Truppen nach Saloniki werfe. Auch! dies lehnte Italien ab. Nun folgten die englischen Zwangsmaßregeln. Man schnitt von London aus Kohlen und andere Bedarfsartikel ab, ohne auf das Lamento bes italienischen Volkes und der Regierung die geringste Rücksicht zu nehmen. Ta es aber England trotz allem Truck nicht geläng, die jetzige Regierung Italiens seinen Wünschen gefügig zu machen, schritt es zu Wühlereien. Heute ist die Regierung in Rom von London aus so gründlich! unterwühlt, daß das ganze Kabinett gestürzt werden soll, um einem Eng­ land freundlicheren Platz zu machen, wenn Salandra auf die Wünsche Englands nicht ein­ geht. In London erwartet man jedenfalls den Sturz des italienischen Kabinetts in der allernächsten Zeit. X8 ) Am östliches KrieMssM. Tie russischen Truppenbewegungen in Bcßarabien. Köln, 13. März. Tie "Köln. Ztg." meldet aus Budapest: Einer Bukarester Meldung des "Az Eft" zufolge, wird aus Tultscha berichtet, daß in ganz Beßarabien große Truppenbewe­ gungen vor sich, gehen. Transportdampser brin­ gen Truppen nach! Reni, wo sie die Eisenbahn besteigen. Ter Mangel an Straßen erschwert die Truppentransporte. Tie Russen bauenfieberhafi neue Eisenbahnen. Große Arbeiter­ mengen wurden zu Schanzarbeiten und zu Eisenbahnbauten herangezogen. Auch! HUbeN neue Musterungen in Beßarabien begonnen. Tie Stimmung Rußlands. Tie "Köln. Ztg." meldet von der Schwei­ zer Grenze: Tie Spannung zwischen dem Mi­ nisterpräsidenten Stürmer und dem fortschritt­ lichen Block hat sich der Rjetsch zufolge außer­ ordentlich. versch.ärfi. Es macht großen Ein­ druck, daß 42 bäuerliche Deputierte, die teils zur monarchistischen, teils zur nationalistischen Fraktion gehörten, aus ihren Parteien aus­ geschieden sind und sich der progressistischen Fraktion angeschlossen haben. (Z.) General Pau nach, Frankreich zurück. v Schweizer Blätter veröffentlichen eine Nachricht aus Petersburg, derzufolge General Pau am 28. Februar nach Frankreich abge­ reist sei. Die Blätter vertreten die Anschau­ ung, daß Paus Rückkehr mit den Ereignissen vor Verdun in Zusammenhang stehen.</p>
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          <p>DK Stieg mit England. Was tun die Engländer? Berlin, 13. März. Die "Deutsche Ta­ geszeitung" meldet aus Rotterdam: Ter Reu­ terberichterstatter im englischen Hauptquartier beantwortet die Frage "Was tun die Engländer bisher auf französischem Boden?" wie folgt: Tie englische Armee in Frankreich spielt genau die Rolle, die ihr vom Oberbefehlshaber der Verbündeten vorgeschrieben wurde. Sie be­ hauptet die eigene Front, beunruhigt den Feind, bereitet ihre Reserven vor und macht sich! stärker. Sie befindet sich gegenwärtig in einer gezwungenen Unbeweglichkeit, welche die Uebergangszeit aus dem Winterfeldzug mit sich! bringt. Denselben Zustand machen zurzeit alle Heere des Vierverbandes durch und das ist der Grund, weshalb die Teutschen gerade jetzt durchbrechen wollen. Tas Hauptziel der Verbündeten besteht darin, sich vorzubereiten, um im gegebenen Augenblick mit aller Kraft losschlagen zu können. Ter deutsche Angriff wird vielleicht diesen Augenblick schneller her­ beiführen, als er sonst geföntmen wäre. Ganz gleich!, wann er kommt, die Engländer begrüßen ihn mit besonderer Freude. (Z.) Können wir die Engländer im eigenen Lande fassen? Diese für uns wichtige Frage beantwortet im zweiten Märzheft des von Freiherrn von DK Stieg mit England. Was tun die Engländer? Berlin, 13. März. Die "Deutsche Ta­ geszeitung" meldet aus Rotterdam: Ter Reu­ terberichterstatter im englischen Hauptquartier beantwortet die Frage "Was tun die Engländer bisher auf französischem Boden?" wie folgt: Tie englische Armee in Frankreich spielt genau die Rolle, die ihr vom Oberbefehlshaber der Verbündeten vorgeschrieben wurde. Sie be­ hauptet die eigene Front, beunruhigt den Feind, bereitet ihre Reserven vor und macht sich! stärker. Sie befindet sich gegenwärtig in einer gezwungenen Unbeweglichkeit, welche die Uebergangszeit aus dem Winterfeldzug mit sich! bringt. Denselben Zustand machen zurzeit alle Heere des Vierverbandes durch und das ist der Grund, weshalb die Teutschen gerade jetzt durchbrechen wollen. Tas Hauptziel der Verbündeten besteht darin, sich vorzubereiten, um im gegebenen Augenblick mit aller Kraft losschlagen zu können. Ter deutsche Angriff wird vielleicht diesen Augenblick schneller her­ beiführen, als er sonst geföntmen wäre. Ganz gleich!, wann er kommt, die Engländer begrüßen ihn mit besonderer Freude. (Z.) Können wir die Engländer im eigenen Lande fassen? Diese für uns wichtige Frage beantwortet im zweiten Märzheft des von Freiherrn von Grotthuß herausgegebenen "Türmers" (Stutt­ gart, Greiner u. Pfeiffer) M. C. Menghius, nachdem er zuvor die indirekten Angriffsmög­ lichkeiten erwogen hat, folgendermaßen: Zweifellos! Einmal durch unsere U-Boote, wenn wir uns entschließen, sie in englischer, d. h. durchaus rücksich tsolser Weift zu gebrau­ chen. Ter Abbau der englischen'Handelsflotte ließe sich! dann so verstärken, daß die Schiffs­ versicherungen unerschwinglich, die Frachten­ spesen gleichfalls überhoch und damit die Le­ bensmittelversorgung und die Rohmaterialtenzufuhr Englands böse ins Schwanken kommt. England muß dann wohl mit seiner bisher versteckt gehaltenen großen Flotte herauskom­ men, also alles auf eine Karte setzen. Bei die­ sem Kartenspiele ist die große Zahl zwar auf seiten Englands, die innere Tüchtigkeit aber schwerlich, und daher hüben wir die Ueber­ zeugung, daß sich! auf dem Wasser das gleiche Schauspiel aufrollen wird, wie seinerzeit zu Lande in Rußland. Ganz abgeschen davon, daß sich! vermutlich unsere Marine einige kleine "Ueberraschungen" für diese Seeschlacht auf­ gespart haben dürfte. , Eine Zweite Waffe gegen die englischen Zuführ- xnd Handelsstraßen hat sich! in der jüngsten Zeit bemerkbar gemacht. In unseren "Möven", d. h&gt;. sehr schnellen, gut bewaffneten und hinreichend geschützten Kaperschiffen, viel­ leicht mit Schnelladevorrichtung für Kohlen. Können wir sie in genügend großer Zahl in die Ozeane senden — es kommt nur auf die Zähl an, das Brechen der englischen "Blockade" verstehen unsere Blaujacken —, so find die vereinigten Flotten des Dierveriandes nicht imstande, sie vom Meere zu vertreiben; und zwar um so weniger, als die Engländer nicht ihre heimischen Küsten entblößen dürfen, die Franzosen, Italiener usw. aber die fehlenden englischen Schiffe, zumal für die Jagd auf Schiffe schnellsten Typs, picht ersetzen können. Zumal jetzt auch das Mittelmeer mit U-Booten stark belegt ist. Ein von Möven und U-Booten unter Unterstützung von Torpedobooten geführ•ter Seekrieg größten Stils dürste den Englän­ dern gewachsen sein und deren Zahlenüber­ legenheit die Spitze bieten können — immer im Hinblick auf die Unabkömmlichkeit eines großen Teils der Vierverbandsflotten infolge der große nUngriffsfreudigkeit der deutschen und der österreichischen Flotte. Schade ist nur, daß die türkische Flotte nicht stärker ist. Als dritte England aus das schwerste be­ drohende Angriffswaffe kommt dann unsere Luftflotte in Betracht. Gegen unsere Zeppe­ line sind die Engländer fast wehrlos. Ein "englischer", also ein rücksichtsloser Gebrauch! unserer Luftgeschwader kann Englands Lebens­ nerv treffen, auch! wenn wir sie zurzeit noch nicht zu Truppenlandungen benützen könueu. Zumal seit dem letzten großen Geschwader­ angriff auf die englischen Industriegebiete in den Midlands der erfreuliche Beweis geliefert wurde, daß unsere Luftschiffe auch eine wirk­ same Waffe gegen englische Kriegsschiffe dar­ stellen. Hier ergeben sich! noch ungeahnte Entwickelungs- und Angriffsmöglichkeiten für un­ sere Luftflotte. 1 Wir haben also mindestens drei vorzüg­ liche direkte Angriffsinstrumente gegen Eng­ land: U- und Torpedoboote, Möven und Lust­ geschwader. Wir wvllen diese nicht übersichätten, wir wvllen sie aber noch! weniger unter­ schätzen. Voraussetzung ist nur, wie wir noch­ mals scharf hervorheben müssen, daß. wir sie dierverbändlerisch,, englisch, d. h. rücksichtslos verwenden. England hat in der Kriegsbar­ barei, in wirklicher Kriegsbapbarei einen der­ artigen Vorsprung vor uns, daß wir, selbst nach! einer für deutsche Begriffe "rücksichtslo­ sen" Kriegführung, immer noch! England gegen­ über stümperhafte "reine Waisenknaben" ver­ bleiben. Gegen die Engländer nützen ebest nur englische Kriegsmethoden, und deshalb! müssen wir sie anwenden, mögen die Herren auch noch so schreien und ihre Verleumdungs­ orgel ableiern. ■</p>
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          <p>den Fall, ich! hätte das Testament an mich ge­ nommen, so würde mir niemand einen Vor­ wurf daraus machen können. Mir persönlich muß es doch völlig gleichgültig sein, ob das Testament da ist oder nicht, ob Sie der Erbe sind oder ein anderer. Ter einzige, der In­ teresse daran hat, sind Sie allein." "Sie haben — —?" "Als das Ende eintrat, war außer mir und den beiden Damen nur noch! der Arzt Tr. Gaßmann, im Sterbezimmer. Sie waren nicht anwesend, Herr Tucrot." "Sie haben — das Testament haben Sie an sich genommen?" "Ich, war, als der Arzt gegangen wär, einige Zeit in dem Zimmer allein. Auch! die beiden Damen hatten sich! zurückgezogen. Kurze Zeit, nachdem der Tod bekannt geworden wär, erschien der Advokat Sturzenegger und durch­ suchte das Zimmer." 1 s i i "Sie haben So reden Sie doch!!" "Ja, er hat sofort das Zimmer durchjsucht und ". Er zögerte absichtlich eine Weile, sich an - der Aufregung Georges Ducrots weidend. "Tas Testament ist noch nicht gefunden worden; bis jetzt «och! nicht." Auf das "bis jetzt" legte er besonderen Nachdruck. Dabei bemerkte er, wie Georges Georges las, so schwer es ihm in diesem Augenblick auch! fiel, die Gedanken zusammen­ halten. Er las Zeile für Zeile. Ja.- Das waren die Worte seines BoterS; darüber wäp kein Zweifel. Also Herbert! — — Von Herbert sollte er verdrängt werden! Auch hier!! Immer und immer wieder sollte er dem Verhaßten unter­ liegen! — Und er war so stolz gejwesen auf seinen Plan, wie er sich» die Aufträge der französischen Regierung verschaffen würde! "Und das Original — ?" Seine Stimme war plötzlich- sehr leise ge­ worden. "Also glauben Sie nun endlich! an das Vorhandensein des Testaments?" Georges antwortete nicht. "Nun — wie denken Sie darüber, Herr Tucrot?" Eine Pause ftat ein. Endlich, fragte Ge­ orges kurz: "Wieviel verlangen Sie dafür?" "Oh "Also reden Sie! — Für wieviel ver­ kaufen Sie mir das Original? Denn deshalb sind Sie doch, nur hergekommen." "Aber Herr Tucrot, ich, bin doch kein — "Also kommen wir zu einem Ende!" , (Fortsetzung folgt.) wieder erleichtert aufatmete. Nun wüßte er, daß er ihn völlig in seiner Hand hafte. "Alßo haben Sie es doch an sich genom­ men?!" "Nicht endgültig. Ich kann es immer noch zurückgeben, ohne mich, bloßzustellen. Niemand kann mir irgendwelche unlautere Absicht da­ bei nachweisen. Ich habe das Schriftstück im Uebereifer an mich genommen, damit es nicht verloren gehen sollte. — So kann ich mich dem Gericht gegenüber rechtserftgen. — — Aber ich, wollte Ihnen eine Gefälligkeit erweisen, Herr Tucrot. Sie sollen, nachdem sie es durch-! gelesen haben, selber entscheiden, ob das Te­ stament dem Gericht übergeben werden soll oder nicht." Er griff in seine Brusttasche und zog ein Schriftstück hervor, das er dem andern hinhielt. "Tas ist nicht meines Vaters Unterschrfft", sagte Georges, daraufblickend. Brauer lächelte. "Glauben Sie, daß ich- solch ein wich­ tiges Dokument mit mir herumtrage? Man ist da vorsichtig; es könnte gar zu leicht etwas damit geschehen. Ich habe eine Abschrift da­ von genommen. Aber lesen Sie es durch. An der Ausdrucksweise werden Sie erkennen, daß es Ihres Herrn VaErs Worte sind."</p>
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          <p>Der Luftkrieg. iVoin letzten Luftschtfsängrifs auf England» Werlin, 13. März. Wie die "Kriegs­ zeitung" meldet, wird narfj. in Zürich entgeh troffenen Nachrichten der Materialschaden an Privateigentum, der durch, den letzten Luft­ angriff aus England verursacht wurde, auf 2 300 000 Pfund (46 Millionen Mark) geschätzt. Tie Verluste beim letzten Zeppelinangriff auf Hüll. Berlingske Titende berichtet aus Bergen: Mit einem Schiff kamen von England der Rest der Besatzung eines russischen Schiffes ein, das kürzlich! an der englischen Küste von einer Mine zerstört wurde. Tie Seeleute waren in Hüll, als der letzte Zeplpelinangriff statte fand und erklärten, daß dort großer Schaden angerichtet worden sei. Es sollen dort, wie sie hörten, über 300 Menschen getötet worden ffein. (Z.)</p>
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          <p>Der Krieg zur See. Zerstörung war indes keineÄviegs leicht, denn es war eine ganze Flotille von Zerstörern und Patrouillenschifsen, ein ganzes System von Alarm-, Leucht-, Rauch- und Signalbojen aufgeboten, die das Herannahen feindlicher Un­ terseeboote fast zur Unmöglichkeit machten. Tas Netz selbst bestand aus dünnen, aber aus dem zähesten Material hergestellten StahlkäbÄn. Tie Maschen waren Quadratmeter groß, denn die Spitze des Bootes sollte sich ja in den haschen fangen, der Bootsrumpf hingegen nicht durchdringen. 50 bis 430 Meter tief, je nach Notwendigkeit, sank.das Netz auf dem Grunde des Meeres gut verankert. In gewissen Ab­ ständen zwischen den einzelnen Maschen wären noch! Minen angebracht. Bei der Zerstörung durch! die Teutschen wurde das Netz an zwei Stellen zu gleicher Zeit getroffen. Tie letzten Stürme rissen die riesigen Bojen los, wahr­ scheinlich auch Minen, die nun die Schiffahrt gefährden. Ter Weg durch! den Kanal ist zur Stunde frei, jedoch! planen die Engländer schon in den nächsten Wochen ein zweites Netz zu spannen, da die Entente an der Absperrung des Kanals ein vitales Interesse hat. Tie Angst vor der deutschen Flotte. Ein aus Blhth- in Stavanger angekom­ mener norwegischer Schiffskapitän berichtet, daß in den letzten Tagen plötzlich! der Schiffsver­ kehr zwischen Blhth und anderen englischen Hafenorten eingestellt wurde. Man glaubt, daß dies mit der deutschen Schlachtslotte in Zusammenhang steht, Man will auch! wlrssen, daß die deutsche Schlachtflotte seit Kriegsbe­ ginn noch! nie so stark war foiie sie heute ist. Ein englischer Hilfskreuzer gesunken. London, 13. März. Die Admiralität teilt mit: Ter Hilfskreuzer "FaUvette" ist an der Ostküste auf eine Mine gelaufen; 2 Offi­ ziere und 12 Mann sind umgekommen. "Fauvette" war ein Schiff mit 2644 Tonnen. Versenkt. Zürich!, 13. März. Aus Genua wird gemeldet, daß der vor Le Havre durch! ein deutsches Unterseeboot versenkte Tampfer "Luisiana" nicht ein italienisches, sondern! ein eng­ lisches Schiff war. Tas Drahtnetz im Kanal. Basel, 13. März. Zu dem vielfach er­ wähnten, rätselhaften Stahlnetz, das die Eng­ länder in der ganzen Breite des Kanals aus­ gespannt hatten, erfahren wir noch! folgen­ des: Tie bisher nur in kleinen Kreisen be­ kannt gewordene englische Kriegsarbeit ist ein technisches Meisterstück — gewesen, denn die Teutschen haben das Netz durch einige Spe­ zialtorpedos gesprengt und versenkt. Diese</p>
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          <p>Aus den Kolonien. Krawalle in Aegypten. Ter "Temps" berichtet über 'folgenden Zwischenfall in Kairo: Etwa 800 ägyptische Reservisten der Kamelreitergruppe bemort» strierten 3 Stunden vor dem Palais des Sul­ tans, angeblich wegen Soldforderungen, ohne daß die Polizei eingriff. Als am anderen Morgen neuerlich ein Zug von Demonstranten kam, dessen Beschwerden der Premierminister anhörte, ereignete sich ein ernster Zwischen-, fall dadurch!, daß 20 englische Kavalleristen, angeblich! ohne einen Befehl auf die Demon­ stranten schossen und acht verwundeten. Tages-MerW. Höchstpreise und Beschlagnahme von Lever. Mit dem 15. März 1916 tritt eine neue Be­ kanntmachung, betr. Höchstpreis und Beschlag­ nahme von Leder M Stelle der bisherigen Be­ kanntmachung über die Höchstpreise für Leder tonnt 1. Dezember 1915, durch! die bisher gül­ tigen Grundpreise von Leder bei einer ganzen Anzahl von Sorten erheblich! herabgesetzt wer­ den. Tie neue Bekanntmachung enthält auch im Einzelnen noch! verschiedene Abweichungen von der bisherigen. Ein Tenkmal für Carmen!-Sylva. Für die verstorbene Königin-Witwe Elisabeth wird die rum. Regierung ein Denkmal auf Staatskosten errichten lassen. Dem Parlament wird noch</p>
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          <p>_JRlJ1 _ in dieser Session eine dementsprechende For­ derung unterbreitet werden. Der Kronprinz von Bulgarien und sein Bruder Prinz Khrill sind gestern mittags mit dem Wiener Schnellzug von München abgereist. $m‘ Ausstand in Mexiko. Carranza ge­ stand Truppen der Vereinigten Staaten das Recht zu, in Mexiko einzumarschieren, jedoch, unter der Bedingung, daß auch! mexikanische Truppen das Gebiet der Union betreten dür­ fen, um amerikanischen Pöbel zu verfolgen, falls er sich! auf amerikanisches Gebiet begebe. Tie Regierung der Union führte die Zensur über die militärischen Operationen an der Grenze ein. Wilson erklärte, daß nichts un­ ternommen werden solle, wäs über eine Straf­ expedition hinausgehe. (Z.)</p>
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          <p>Die neue Reichstagstagung. (Von unserem Berliner Korrespondenten.) Morgen Mittwochs tritt die deutsche Volks­ vertretung wieder zusammen in einer denk­ würdigen Zeit, in einer Zeit voller Spannun­ gen, in einer Zeit die vielleicht große Ent­ scheidungen in sich birgt, in der Zeit, da vor Verdun unsre Kanonen donnern. Wie gespannt die Weltlage gerade jetzt ist, und wie große Entscheidungen sich vorzube-, reiten scheinen, das können wir am deutlichsten erkennen, wenn wir unsre Blicke auf die Zu­ stände in den uns feindlichen Staaten lew fett. In Frankreich! hat der Kanonendonner von Verdun bereits die Stellung des Kriegs­ ministers Gallieni ernstlich, erschüttert. In England erleben wir zur Zeit den Ansturm der "verheirateten Helden wider Willen" gegen das in allen Fugen krachende Kabinett Asquith. Im Zarenreich hat das neue Ministe­ rium Stürmer sich, nur eine gewisse Schon-' zeit gesichert, in dem es den Stürmern und Trängern der Duma mit kräftigen Ufafett zu Gemüte führte, d aß Ruhe die erste russische Bürgerpflicht ist. Und in Italien erleben wir zur Zeit den Kampf Aller gegen Alle, vor allem aber den Kampf aller Parteien gegen das nur noch! durch die allgemeine Verwir­ rung gestützte Kabinett Salandra. Ta ist unser sogenannter Gegner Portugal besser daran. Er kann durch! Len Weltkrieg nicht in innere Wirren gestürzt werden, denn er ist schon längst mitten drin. Wir sollen auch von unsren Gegnern ler­ nen, und die vornehmste Lehre, die wir aus den Vorgängen im Lager unserer Gegner ent­ nehmen können, hat der alte Attinghausen in die kurzen Worte gefaßt: Seid einig, einig, einig! In diesem Zeichen werden sich sicherlich auch, die Verhandlungen der neuen Reichs­ tagstagung abspielen, in dem Zeichen der In­ schrift, die bisher nicht nur außen am Reichs­ tagsgebäude fehlte, sondern auch, oft genug bei seinen Verhandlungen zu vermissen war, der Inschrift: Dem Deutschen Volke! Tie deutsche Volksvertretung hat diesmal ein umfassendes Programm zu bewältigen, sodaß sich. annehmen läßt, daß die Tagung sich mindestens bis Ende Mai ausdehnen wird. Im Mittelpunkt der Verhandlungen steht na­ türlich, der Haushaltsplan des Reiches für das Jahr 1916 nebst den Steuervorlagen, die tzu seiner Finanzierung dienen. Ta man die Ver­ zinsung der aufgenommenen Anleihen nicht wieder durch neue Schulden decken will, die Einkünfte des Reiches aber zu diesem Zweck nicht ausreichen, so hat man wohl oder übel die Steuerschraube stärker anziehen müssen mit dem tröstlichen Hintergedanken, daß diese neuen Steuern nach! Möglichkeit wirklich, nur Kriegs­ steuern sein, d. h. mit dem Kriege wieder verschwinden sollen. Aber auch diese Erwä­ gung wird die deutsche Volksvertretung nicht hindern können, die Steuervorschläge mit aller Gewissenhaftigkeit daraufhin zu prüfen, wie ihre Wirkung auf das wirtschaftliche Lebe» sein wird, ob nicht in dem einen oder andern -Falle der wirtschaftliche Schaden den zu er­ wartenden finanziellen Erfolg aufheben könn­ te. Nach, der Stimmung in den parlamentari­ schen Kreisen wird auf einzelne Abänderungen und Abmilderung des Kriegssteuerbündels, vor allem der am lebhaftesten bekämpften Kriegs­ postabgabe gerechnet werden müssen, wenn auch die Volksvertretung entschlossetr ist, ebenso wie das deutsche Volk das bei der zur Zeichnung aufgelegten Kriegsanleihe bekunden dürste, dem Reiche zu geben, was des Reiches ist. Tie Hoffnung, uns, die militärisch, zu besiegen die Feinde schwerlich noch, wähnen, mit den sil­ bernen Kugeln zu schlagen, wird sich als ebenso eitel erweisen, toste der Versuch,, uns auszu­ hungern. Tie angekündigte Denkschrift über die wirtschaftspolitischen ,Maßnahmen des Rei­ ches, deren Erörterung sich im wesentlichen im Hauptausschutz des Reichstags abspielen dürfte, wird sicherlich nach« dieser Richtung hin völlige Beruhigung schaffen, denn die unterdessen beendete Aufnahme unserer Be­ stände hat uns die Gewißheit gegeben, daß wir durchhalten können, wie lange auch unsere Gegner den für sie hoffnungslosen Krieg noch, fortzusetzen gedenken. In diesem Sinne wer­ den auch, die zu erwartenden Erklärungen des Reichskanzlers v. Bethmann-Hollweg gehalten sein, gehalten sein können, die.ebenso wie die voraussichtliche Stellungnahme des Reichs­ tages unseren Gegnern den letzten Rest der Hoffnung daraus nehmen dürfte, daß sie uns mürbe machen, uns kleinkriegen können. "Wir werden diesen Kampf bestehen auch! gegen eine Welt von Feinden. Roch nie ward Deutschland überwunden, wenn es einig war." So hat der Führer der deutschen Nation, unser Kaisgr, versichert. Und daß es einig ist und deshalb nicht überwunden werden kann, dafür wird zweifellos auch! der Verlauf der Reichstags­ verhandlungen ein neues, für unsere Neider und Feinde niederschmetterndes Zeugnis ab­ legen.</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Ueber: sie Behandlung der Mannschaften des Heeres wurde im Finanzausschuß der Ab­ geordnetenkammer debattiert. Man war einig in der Forderung, daß eine gerechte und wür­ dige Behandlung der Mannsch,asten im Inter­ esse der Disziplin und der Aufrechterhaltung des Dienstes freudigst mit allen Mitteln sichjergestellt, und daß etwaige Verschlungen hier­ gegen nachdrücklichst ausgemerzt werden müßjren. Ter Kriegsminister schloß sich dieser Auf­ fassung durchaus an. In voller Würdigung der Bedeutung dieser Frage habe er schon bisher kein taugliches Mjittel unversucht ge­ lassen, den Angehörigen der Armee eine vorschriftsmäßige Behandlung zu&lt; sichern. Tie schärfsten Erlasse hätten den Dienst­ graden der Armee die schweren Schäden für Heer und Volk und die ernsten Folgen für ihre Person, die sich! aus dem Mißbrauche der Tienstgewalt ergäben, unverhüllt vor Au­ gen geführt. Für periodische Belehrung und ständige Einwirkung in dieser Richtung sei Sorge getragen; den besonderen Verhältnissen des Krieges, der Ausbildungsorgane aus dem Beurlaubtenstande und Rekruten aus älteren Jahrgängen und aus allen Ständen auf den Exerzierplatz gerufen habe, sei gebührende Auf­ merksamkeit gewidmet wvrden. Ter Vollzug der Erlasse gegen Soldatenmißhandlungen wer­ de scharf überwacht, die Mannschaft fortgesetzt über das Recht und die Beschwerde unterwiesen und nicht im Unklaren darüber gelassen, daß ein ehrliebender Soldat sich unter Umstän­ den beschweren müsse, wenn er nicht die Ach­ tung vor sich selbst verlieren wolle. Tie von ihm angeordneten Untersuchungen würden ein­ gehendst geführt. Wenn trotzdem die Fälle von tatsächlichem Mißbrauch der Dienstgewalt nicht verschwänden, so liege dies eben in der unvollkommenen mensch-lichen Ratuh, deren Schwächen und Leidenschaften sich wohl ein­ dämmen, aber nicht ausmerzen ließen.</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. • Bihchjtach, 12. März. (Gesperrte Mühle.) Tie Mühle des Martin Jakob in Däublmühle Gemeinde Allersdorf, wurde ßviegen Unzuver­ lässigkeit des Inhabers puf die Tauer von zwei Monaten polizeilich! gesperrt. Während dieser Zeit ist auch! die Annahme von Getreide zum Zwecke der späteren Vermahlung ver­ boten. Landwirte sichert die Frühjahrssaat! Nach! den in mehreren Hunderten von Untersuchungen gemachten Beobachtungen ist der Sommerweizen und der Hafer, aber na­ mentlich! der Weizen, stark von Schnee und Pinselschimmel befallen und entwickelt sich dcyher schlecht, selbst bei anfänglich! guter Keim­ kraft. Tie Saaten werden daher seht häu-fig nur schwer und langsam aus dem Boden kommen und dann nur kümmerlich! wachsen. Diese Erscheinung kann man verhüten oder doch! mindestens sehr verbessern durch Betz zung. , Jeder Landwirt, der sicher gehen will, beize daher sein Sommergetreide-Saatgut mit Sublimoform. Anleitung hierzu erteilt und Beizmittel besorgt die K. Landwirtschaftliche Winterschule Landshut.</p>
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          <p>ften Hälfte des April ausgegeben hier bett kön­ nen; in dringenden Fällen können übrigens zu diesen Stücken auch, nachträglich noch Zwi­ schenscheine bezogen werden. Im übrigen kann das Publikum nur wiederholt gebeten Werden, noch! etwas Geduld zu üben und den Verhält--Nissen, die eine raschere Abwicklung des un­ geheuer umfangreichen Anleih,egeschästes un­ möglich! machen, Rechnung zu tragen. —* Erntehilfe der Schüler. Das K. Staatsministerium des Innern für Kirchenund Schnlangelegenheiten bringt in einer Be­ kanntmachung an die Vorstands sämtlicher höherer Lehranstalten eine Ministerialentschlie­ ßung in Erinnerung, wonach Schüler der höheren Unterrichtsanstalten zur Beihilfe bei der Frühjahrsbestellung, der Heu- und Ge­ treideernte beurlaubt werden sollen. —* Die Bi erbe schrän ku ng, die bereits in d en Braunbierwirtschaften zur Verkürzung der Schankzeit geführt hat, übt auch in der Weitzbierbrauerei seine Wirkung äugt Tie Weißbierbrauerei Hofreiter gibt daher heute bekannt, daß sie bis auf weiteres ihren Be­ trieb abends 6 Uhr schließt. —* Diebe entwendeten in der vorletzten Nacht aus einem hiesigen Rauhwarengeschäfte 8 Kalbfelle. Tie Täter tonnten bis jetzt nicht ermittelt werden. —* Verein für Fraueninteressen. Wir machen darauf ^aufmerksam, daß die Einzeichnungslisten betr. die ,Frauenmode 1916 nur noch- heute aufliegen. Wer sich also noch einzeichnen will, möge das sogleich tun. Daß das Generalkommando der Sache sympathisch gegenübersteht, zeigt der Erlaß in der gest­ rigen Nummer dieses Blattes. Landgericht Landshut. (Sitzung vom Dienstag, den 7. März 1916.) Verurteilt wurden: der schon mehrfach vorbestrafte Taglöh­ ner Matthias Laimer von Obermünchsdorf we­ gen verschiedener Diebstähle zu 3 Jahren 6 Monaten Zuchthaus, 10 Jahren Ehrverlust und Zulässigkeit der Stellung unter Polizeiaufsicht, die Fabrikarbeiterin Helene Bianchini von Landshut wegen fortgesetzten Verge'hens der Sachhehlerei zu 14 Tagen Gefängnis, Freigesprochen wurde die Armenhäuslerin Anna Klingshirn von Langquaid wegen Heh­ lerei und das Verfahren gegen den Armen­ häusler Albert Winkler von dort wegen Dieb­ stahls wurde eingestellt. (Sitzung vom Freitag, den 10. März 1916.) Verurteilt wurden: der ledige Kaufmann Alfons Keill von Rvsenheim wegen einer Reihe von Betrüge­ reien zu 3 Jahren 6 Monaten Zuchthaus, 300 Mark Geldstrafe oder 20 Tagen Zuchthaus, 10 Jahren Ehrverlust und Zulässigkeit der Polizeiaufsicht, die verh. Hebamme Elisabeth Huber von Lerch, Gd. Schönberg, wegen fahrlässiger Tö­ tung zu 2 .Monaten Gefängnis.</p>
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          <p>Fleischpreise in Landshut. Die Preisprüfungsstelle hat für die Zeit vom 4. bis 18. März für Landshuck folgende Höchstpreise für Fleisch beantragt, die , vom Magistrat genehmigt wurden. Ochsenfleisch: kostet jetzt 1.75 Mark per Pfund. Ohne Bein und ohne Zuwage sind 15 Pfennig mehr noch als angemessen zu erachten. Filet ausgelöst, ohne Knochen und Zu­ wage 2.05 Mark, mit Zuwage 1.85 Mark/ Geringwertige Teile: Stich, Hals, Waden, fette Weichen und Brustspitz. 1.50 Mark per Pfund. Kuhfleisch: kostet jetzt 1.55 Mark per Pfund. Ohne Bein und Zuwage darf 10 Pfennig mehr noch als angemessen gelten. Filet ohne Knochen und Zuwage 1.85 Mark, mit Knochen und Zuwage 1.65 Mark per Pfund. Geringwertige Teile (jrtne bei Ochsen­ fleisch) 1.30 Mark per Pfund. Kurier für Riederbahetm. Kalbfleisch: Hier haben die Preise keine Erhöhung er­ fahren. Es blieb der Preis festgesetzt auf 1j40 Mark per Pfund, für Schlegel darf 10 Pfg. per Pfund mehr verlangt werden. Geringwertige Teile, Kopf und Haxen, dürfen höchstens 1.10 Mark per Pfund ko­ sten, Halsgrat höchstens 1.20 Mark per Pfund.</p>
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          <p>Letzte Posten. Bon der Ostfront. Sd. London, 14. ,März. Tie "Times" meldet aus Petersburg: Ter erneuten Tätig­ keit des Feindes an der russischen Front wird große Aufmerksamkeit gewidmet. In militäri­ schen Kreisen behauptet man, daß die Bewe­ gungen an dem äußersten Flügel eine Kriegs­ list seien, um den Glauben an eine große Offensive zu erwecken. Anderseits glaubt man, daß Hindenburg wohl binnen kurzem am nörd­ lichen Sektor eine Offensive einleiten müsse, um seine westlichen Linien auszubauen und um Land und Volk zu beruhigen. Portugals Judaslohn. Sd. Berlin, 14. März. Nach, verschieß denen Morgenblättern erhielt Portugal als Judaslohn für den Lissaboner Schiffsraub von England eine Anleihe von 300 Millionen Frs. und eine Entschädigungsmiete für die Benüt­ zung der geraubten Dampfer, von denen üb­ rigens 22 unter 37 durch absichtliche BeschÄdigungen der Maschinen für längere Zeit un­ brauchbar geworden find. Torpediert. Sd. Paris, 14. März. Dem "PetitJour­ nal" zufolge, brachte der Postdampfer "Tue Taumale", von Tunis kommend, nach Marseille den Kommandanten, 6 Offiziere und 26 Mann von der Besatzung des englischen Dampfers "Kelbridge", der am 2. März auf der Fahcht nach der Levante von einem deutschen Un­ terseeboot versenkt wurde. Ter Dampfep hatte 9000 Tonnen. Zusammenstöße griechischer und französischer Soldaten. Budapest, 14. März. Hier eingetröp­ felten Privatmeldungen zufolge ist es auf der Insel Mytilene zu blutigen Zusammenstößen zwischen ftanzösischen und griechischen Solldaten gekommen, wobei ein Griechle und ein Franzose getötet wurden. Tie Franzosen hol­ ten Verstärkungen herbei und nahmen die Grie^ Idfen gefangen, die in einer Kaserne hinter Schloß und Riegel gesetzt wurden. _ Ter fran­ zösische Admiral von Mytilene erließ einen Befehl, wonach jeder Verkehr der französischen mit den griechischen Truppen untersagt ist. Tie griechische Regierung protestierte gegen die Gefangensetzung ihrer Soldaten. (Z.)</p>
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          <p>Vermischtes. Ter Kampf itt den Lüften. Aus dem Felde wird uns geschrieben: Es ist an einem herrlichen Frühlingstage. Man kann schon vom Frühling sprechen, denn hier in Nordflankeich! weicht der Winter weit frü­ her seinem lieblichen Nachfolger als in Deutsch­ land. Ich, stehe auf meinem Posten und schaue in die Landschaft, die still und traulich daliegt, als befänden wir uns im tiefsten Frieden. .Plötzlich höre ich lautes Surren. Rasch wende ich den Kopf nach dem in der Nähe befindlichen Flugplatz. Eine Taube fliegt über dem Rasen dahin und erhebt sich! bald darauf in einer eleganten Kurve vom Boden. Tie Arbeiter auf der Bahnstrecke halten inne mit dem Klo­ pfen und Schaufeln, denn der Aufstieg eines Flugapparates ist immer ein schöner Anblick, so oft man auch, schon als Feldsoldat Teilneh­ mer eines solchen Schauspiels gewesen ist. Ein zweiter, dritter und vierter Apparat folgen; zwei schwere Doppeldecker sind darunter, sog. Kampfflugzeuge. Tas Bild in den Lüsten wird interessanter, denn in gewaltigen Spiralen schrauben sich die Flugzeuge hoch. Unwill­ kürlich , fragt sich der Beobachter: welchen Zweck soll wohl der Aufstieg haben? Ist es ein Uebungsflug für junge Flugschüler, oder soll J der Flug zur feindlichen Front gehen, um dort Erkundungen einzuholen? Jedenfalls: es muß herrlich sein, dort so hoch oben im blauen Luftmeere der blanken Sonne entgegenzuflie!gen! Für uns moderne Jkariden gibt es keine Schwierigkeiten mehr. Aber bald wissen wir, um was es sich! handelt, denn wir hören plötz­ lich! einige dumpfe Knalle von jenem charak­ teristischen Klange, den wir sofort als zum Abschuß einer Ballonabwehrkanone gehörig er­ kennen. Aha, es sind feindliche Flieger in Sicht; und unsere Flieger wollen ihnen ent­ gegen. Wir spähen und spähen, sehen aber noch, weiter .nichts, als die kleinen, weißen Wölk­ chen der Schrapnellschüsse. Immer vier bis fünf dieser Wölkchen liegen nahe beieinander. Jetzt entdecken wir auch, inmitten dieser Wölk­ chen einige schwarze Punkte: der Feind ist im Anzuge. Unsere Flieger, allen voran eine kleine schnelle Taube, schweben schon hoch in der Luft; die Abzeichen sind mit dem bloßen Auge nicht mehr wahrnehmbar. Immer leb­ hafter wird das Feuern; auch, in Unserer un­ mittelbaren Nähe ballert es fortwährend. Al­ lerdings: es trifft kein einziger Schuß, und es gibt manchen, der ärgerlich fragt, wozu denn das toi,eie Schießen, wenn so wenig getroffen wird? Solche Frager wissen aber nicht, daß die Abwehrkanonen, auch- wenn sie nicht treffen, doch einen sehr wichtigen Zweck erfüllen: da­ durch, daß sie die feindlichen Flieger in eine Wolke von Schrapnells hüllen, veranlassen sie die Flugzeuge, höher zu steigen, wodurch, den Beobachtern das Erkennen erschwert, wenn nicht unmöglich gemacht wird. Jetzt sind unsere Flieger den feindlichen nahegekommen. Und nun beginnt das Schauspiel, das eben nur in einem Kriege gesehen werden kann. Die Feinde schwenken nach rechts ab. Man kann bald nicht mehr erkennen, wer Freund oder Feind ist. Aber man sieht, daß es Verfolger und Fliehende gibt, wenngleich alle Augenblicke die Rollen gewechselt werden. Jetzt schraubt sich ei.nes der Flugzeuge hoch«, um ein anderes von oben packen zu können. Wird es gelingen? Atemlos beobachtet man den Vorgang: beide Apparate stehen einen Augenblick senkrecht übereinander, aber im nächsten segeln beide weiter. Immer weiter tobt die auflegende Jagd. Tas Auge schmerzt von dem fortgesetz­ ten scharfen Spähen. Ta —- — — was ist das! — — — Ein furchtbarer Anblick! Eins der Flugzeuge stürzt plötzlich ab und saust in die Tiefe. Grauenhaft! Handelt es sich um einen Freund, oder ist es ein Feind, der da hoch! oben in der Luft einem furchtbaren Ge­ schick entgegensaust? Es ist doch ein schrecklicher Tod, der Tod da hoch oben in den Lüften! Am anderen Tage werden wir es ge­ währ, um was es ?&gt;.ch gehandelt hat. Einer unserer Flieger hat ein feindliches Flugzeug in die Tiefe befördert, ist selbst aber glücklich wieder zurückgekehrt. Ja, das amtliche Tele­ gramm unserer Obersten Heeresleitung meldet noch von mehr Erfolgen. Ein lautes Brävo entringt sich unserer Brust. Ein Hoch unseren braven Fliegern, die trotz der grausigen Ge­ fahren Bei jedem Wetter aufsteigen, um ge­ treue Luftwacht zu halten. ... In der Hei­ mat hat wohl schon ein jeder einem Schau­ fliegen beigewohnt und geglaubt, ein nerven­ kitzelndes Schauspiel genossen zu haben. Aber was sind solche Schauflüge gegenüber der Wirk­ lichkeit, die der grausige Krieg mit sich bringt! Wer einen solchen Luftkampf im Felde gesehen hat, der vergißt bett Anblick nie wieder. Un­ sere tapfere Luftwaiche hat sich in diesem Feldzuge unsterblichen Ruhm erworben! '(Z.)</p>
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          <p>Handel und Verkehr. Nürnberg, 11. März. (H opsenmarkt.) Das dies wöchige Geschäft am Markte wickelte sich in der bisherigen ruhigen Form ab, wobei sich der Einkauf in der Haupisache auf gutfarbige Mittel­ hopfen im Preisrahmen von 28 bis 38 Mark er­ streckte. Für bessere und Prima-Sorten wurden in kleinen Posten 45—50 Mark angelegt. Die in unserem letzten Bericht betonte Nachgiebigkeit der Eigner ist auch heute noch bei Abschlüffen notwendig. Wochenzufuhr 200, Wochenumsatz 450 Ballen. Preise unverändert.</p>
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