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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-03-17"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 60</biblScope>
          <date when="1916-03-17">1916-03-17</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Französische Angriffe abgewiesen. Heftige Artilleriekümpfe in Flandern, bei Rohe «ns Bille anx Bois. — Eine Knltnrtat französischer Flieger: Angriffe anf Lazarette bei Eonstans — Abflauen der italienischen Angriffstütigkeit. — Ein hollüadifchrr Paffagierdampfer gesunken. Im Westen verstärkten sich die Artillers­ kämpfe in Flandern, bei Roh und Ville aux Bois. 'In der Champagne machten die Fran­ zosen einen vergeblichen Angriff auf unsre Stellungen bei St. Souplet und an der Straße Somme—PH—Souain, der ihnen außer blu­ tigen Verlusten zwei Offiziere und 150 Mann kostete, die als Gefangene in den HändeU der Unsern blieben. Angriffe aus unsre Stellun­ gen auf der Höhe "Toter Mann" und an­ schließend daran, wurden im Keime erstickt. Bei Niederaspach im Oberelsaß machten die Unsern einen erfolgreichen ErkUndungsvorstoß. Als Vorkämpfer für die Kultur haben sich die Franzosen schon des öfteren gezeigt, wenn sie offene Städte mit Boniben belegt haben, und die französische Presse hat Men "herjvlichen Fliegern" dann stets Weihrauch gestreut. Neuerdings haben diese Flieger eine ähnliche "Heldentat" vollbracht. Sie haben bereits in der Nacht zum 13. Wirz die deutschen Lazarette in Labry bei Conflans mit Bomben bewor­ fen und haben dies jetzt wiederholt mit dem Erfolge, daß wieder unschuldige Einwohner — Frauen und Kinder — ihrem Mordwnten zum Opfer gefallen sind. Im Luftkampf wurde ein feindlicher Flie­ ger in der Champagne herabgeholt. Aus dem Osten werden nur Patrouillen­ gefechte gemeldet. Vom galizischen Kriegsschauplatz werden erhöhte Arttllerietätigkeit und kleinere rus­ sische Vorstöße gemeldet, die glatt abgewiesen wurden. An der italienischen Front hat die Angriffsitätigkeit der Italiener nach den vorgest­ rigen erheblichen Verlusten wieder etwas nach­ gelassen und sich in der Hauptsache aus Ar­ tilleriekämpfe beschränkt.</p>
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          <p>eigenen Worte wiederholen könnten: Ich Bin unbesorgt und habe die Gewißheit des end­ lichen Sieges. (Z.) Frankfurt a. M., 16. März. Die"Frlkf: Ztg." meldet aus Paris: Trotz aller Zuversicht, die die französischen Zeitungen für die Käm­ pfe an den verschiedenen Punkten der West­ front an den Tag legen, macht sich doch immer wieder die Beunruhigung bemerkbar über den Mangel an weittragenden Geschützen. Nach den Aeußerungen eines Militärschrfftstellerfs rechnet man auf die Heranführung von engli­ schen Schiffsbatterien an die Front vor Perdun. Eine neue Beunruhigung erzeugt auch die Beschießung von St. Tie, wo die Zivilbevöl­ kerung in aller Eile evakuiert werden mußte. (Z.) ' Tic französischen Finanzen. Aus dem Finanzbericht Meeets geht her­ vor, daß Frankreich am 20. Juni 1916 zwischen Ausgaben und Einnahmen eine Differenz von 12 Milliarden haben werde. Vm östlichen Kriegrschmplatz. Wegen Ermordung deutscher Kriegsgefan­ gener hingerichtet. Aus Petersburg wird gemeldet: Wegen Ermordung einiger deutscher Kriegsgefangener wurden vier Kosaken vom hiesigen Kriegsge­ richte zum Tode durch den Strang verurteilt und sofort hingerichtet. (Z.) Ter schwere Ossiiziersinangel in Rußland. Eine Kundmachung des russischen Gene­ ralstabes erregt im ganzen Lande großes Auf­ sehen und gibt ein Bild vor dem krassen Of­ fiziersmangel, der in der russischen Armee herrscht. Am Schlüsse der Kundmachung heißt es: Das Müegsmin'isterium erachtet es für not­ wendig, durch Einberufung der Hochschüler ei­ nen Vorrat an Offizieren zu schaffen, dev uner­ läßlich ist, um die das .Schicksal des Krieges und damit des ganzen Vaterlandes entscheiden­ den Operationen durchführen zu können. (Z.) Tie neuen russischen Kriegsanleihen. Gestern begann die Zeichnung auf die neuen russischen 2Milliardenanleihe. 1 ^»Mil­ lionen Rubel wurden vom Syndikat der rus­ sischen Großbanken übernommen, 800 Millio­ nen stehen d em Publikum zur Verfügung. (Z.) Plötzliche Erkrankung des TUma-Abgeordneten Tscheidse. Ter bekannte sozialdemokratische Duma­ abgeordnete Tscheidse, dessen letzten Enthüllun­ gen in der Duma über die inneren Vorgänge in Rußland das größte Aussehen erregten und deren Publikation anfänglich verboten wurde, ist plötzlich, angeblich an Lungenentzündung, schwer erkrankt. In eingchvieihten russischen Kreisen glaubt man aber nicht an eine Erkrank­ ung, sondern vermutet einen Anschlag. (Z.)</p>
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          <p>Der Krieg mit Italien. Papstinterpellation in der italienischen Kammer. Bon den Jnterpellationsberatungen in der italienischen Kammer erregte das größte In­ teresse die Regierungserklärung, daß die Re­ gierung es für unnötig erachte, auf die Kund­ gebungen des Vatikans in Sachen der Unab­ hängigkeit des Papstes zu antworten. Ter Ab­ geordnete Altobelli erklärte hierauf untevHin­ weis auf einen jüngst in den "Neuen Züricher Nachrichten" erschienenen Artikel: "Ter Papst fei in seiner Freiheit beschränkt", die Regie­ rung möge schon jetzt gegen die verlangte Be­ teiligung des Papstes an den künftigen Frie­ densverhandlungen Stellung neunten.</p>
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          <p>Am Balkan. Albanien. Genf, 16. März. Tie vollständige Ruhe in Albanien verstimmt die Pariser Presse. Mehrere Blätter schreiben: Falls die Italie­ ner den Unterlauf des Semeni-Flusses, sowie das vortreffliche Bergterirain von Malapatra aufgeben, haben sie nicht nur die erste Tefenfiblinie von Balona kampflos verloren, son­ dern auch den Aktionsradius um 50 Kilometer verkürzt. Es ist unmöglich, anzunehmen, daß Salandra auch Balona aufzugeben beabsichtigt. — "Guerre Mondiale" beschäftigt sich mit der Lage in Albanien und stellt fest, daß von Balona aus fortan keine Offensive gegen bas Balkan-Gebiet unternommen werden könne. Im übrigen sei auch die Adriaküste Balonas durch Kriegsschiffe nicht bewachbar, falls das Kü­ stengebiet sich in Feindeshand befinde. Saloniki wird weiter befestigt. Nouveau Sieele berichtet auf Grund von Berichten französischer Offiziere, daß die En­ tenteleitung in Saloniki die Fortsetzung des Ausbaues der Befestigungslinien zwischen Berria und Seres angeordnet habe. General Särrail scheint auf diese Befestigungsarbeiten gro­ ßes Gewicht zu legen. (Z.) Tie griechische Kavallerie von Saloniki abgezogen. Aus Saloniki wird gemeldet, daß die ln Saloniki stationierte Kavallerie nach Larissa abgezogen ist. Als Ursache werden die großen Schwierigkeiten in der Verplroviantierung ge­ nannt. (Z.)</p>
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          <p>Die Türkei im Kriege. Ter türkische Bericht. Konstantinopel, 16. März. Das tür­ kische Hauptquartier teilt mit: Am 13. und 14. März haben vier Kreu­ zer und zwei Torpedoboote des' Feindes ge­ trennt und zu verschiedenen Stunden einige Granaten auf die Umgebung von Tekke Burun abgeschossen. Sie wurden durch die Antwort unsrer Artillerie gezwungen, sich zu entfernen. Eines unsrer Flugzeuge griff feindliche Flug­ zeuge mit Maschinengewehrfeuer an und zwäng sie, nach Jmbros zu fliehen. Am 14. März abends von einem feindlichen Flugzeug in der Umgebung der Landungsstelle von Akaba ab­ geworfene Bomben fielen sämtlich ins Meer. Wir schossen ein feindliches Flugzeug zwei Ki­ lometer östlich des Kanals von Suez ab. -Seine Insassen enfflohen. Sonst nichts von Bedeu­ tung. Tie russische Offensive im Kaukasus. Der Konstantinopeler Berichterstatter des "Az Est" meldet von der russischen Offensive im Kaukasus: Nach glaubwürdigen Informa­ tionen kam die russische Offensive im Kaukasus nach dem Falle von Erzerum zum Stillstand. Diese Eroberung hatte daher strategisch keine Bedeutung. Ter Großfürst unternahm seine mit großen Opfern verbundene Aktion nur, um die Lage der englischen Truppen zu er­ leichtern, die in Mesopotamien und im Irak bedroht waren. Dieses Ziel wwrde nicht erf reicht. Tie Schwierigkeiten, die die Türken haben, sind Schwierigkeiten, die auch für den Gegner bestehen. Im Irak und in Mesopota­ mien wird der Tigris von den Engländern zu Transportzwecken benutzt, die Russen da­ gegen können nur die Straßen benutzen. Ter Großfürst unternahm seine Offensive mit 120 000 Mann, die Verteidiger verfügten kaum Aber 40 000 und leisteten trotzdem heldenhaf­ ten Widerstand. Tie türkischen Verluste be­ tragen in Wirklichkeit einige tausend Mann; und 150 alte Kanonen. Ter russischen Armee haben sich kaukasische Armenier angeschlossen, welche morden und plündern. In ErzerAm haben sie sämtliche Türken, meist Kreise und Kinder, niedergemetzelt..</p>
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          <p>Portugiesische Truppen in Afrika. Londoner Blatter melden aus Lissabon, daß Portugal in der Kolonie Mozambique eine Truppenmacht von 5000 Mann zusammengezo­ gen hat, die sich nun sofort an dem Feldzuge gegen Teutsch-Ostafrika beteiligen werden. &lt;Z.) Der Krieg mit Portugal.</p>
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          <p>Der Krieg zur See. Holländischer Personendampfer gesunken. Amsterdam, 16. März. Tie niederlän­ dische Telegrammagentur meldet aus Rotter­ dam unterm 16. ds.: Soeben traf die draht­ lose Meldung ein, daß der Dampfer "Tubantia" des Holländischen Lloyd torpediert wur­ de und sich in 51 Grad 46 Mfn. Nördlicher Breite und 2 Grad .45 Min. östlicher Länge in sinkendem Zustande befindet. Aus Hoek van Holland wird noch berichtet, daß das Tampfrettungsboot ausgesahren ist, um dem sinkenden Dampfer beizustehen. Zu demselben Zwecke fahren aus Vlissingen Torpedoboote aus. Zum Untergang des Tmmpfers "Tubantia". Amsterdam, 16. März. Nach hier vor­ liegenden Meldungen ist noch nicht festgestellt, ob der Dampfer "Tubantia" torpediert wurde oder auf eine Mine lief. In einem Bericht, der bei dem Marineministerium einlief, wivd von beiden Möglichkeiten gesprochen. Ander­ seits erhielt die Direktion des holländischen Lloyd heute um 2,25 Uhv morgens ein Te­ legramm vom Kapitän des Dampfers, das lau­ tet: "Wir sind durch ein Torpedo getroffen, das Schiff sinkt." Drei Stunden später kam ein drahtloser Bericht, daß der Zustand des Schiffes hoffnungslos sei und der Kapitän mit den Leuten der Besatzung, die sich noch an Bord befanden, das Schiff verließ. Pas­ sagiere und ein großer Teil bet; Besatzung verließen das Schiff sofort nach dem Unfall. Wahrscheinlich lag die "Tubantia" infolge der Dunkelheit und des herrschenden Nebels beim Noordhinder Leuchtschiff vor Anker«, als die Explosion erfolgte. Zwei Schaluppen mit Pas­ sagieren und Besatzung kamen heute 8 Uhr früh beim Noordhinder Leuchtschiff an. Dev Frachtdampfer "Krakatau" der Rederland - Ge!sellschaft berichtet, daß er einige Passagiere best "Tubantia" an Bord habe und daß er ein anderes holländisches Schiff mit vielen Ge­ retteten passierte. Auch ein schwedischer Damp­ fer' befand sich in der Nähe, um Hilfe ßu lei­ sten. Tie "Tubantia" wurde rückwärts getrost fen, sodaß die Steuervorrichtung sofort in Un­ ordnung geriet. Ter Dampfer sank innerhalb 3 Stunden. An Bord befanden sich 294 Mann Besatzung, 42 Passagiere erster, 33 zweiter? und 8 dritter Klasse. Ter Dampfest, der ge­ stern genau um 6.30 Uhr nachmittags aus Umuiden abgefahren war, wär mit 13,911 Bruttotonnen eines der größten Schiffe, die von Amsterdam aus verkehren. Aus Vlissingen wird noch berichtet, daß heute früh Lotsen dev Transportschiffe "Coertzen" und "Vlissingen Nr. 3" sowie ein Torpedoboot und ein Ret­ tungsschlepp bvot zur Hilfeleistung ausführen. Nach den bisher vorliegenden Meldungen scheint niemand ums Leben gekommen zu sein. Ter Wert des Schiffes wird mit vier Millionen Gulden angegeben. Sttegsfiriefe w dem Osten. Berlin, den 15. März 1916. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Polnische Städte hinter der Krönt. Von unserem zum Ostheer entsandten Kriegs­ berichterstatter. Nowo-Grodek, Anfang März. Ter Stellungskrieg im Osten hat nun so­ lange schon die Bewegung von Sommer und Frühherbst vergangenen Jahves abgelöst, so-</p>
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          <p>! Berlin, 15. März 1916. 1 (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten^ Vrest-Ktowslr. Von unserem zum Ostheere entsandten Kriegs­ berichterstatter. Noch hatte ich das ergreifende Bild der Stadt, die vom Erdboden verschwunden ist, vor Augen, als die Rede des russischen Mini­ sterpräsidenten über das von den Teutschen verwüstete Polen bekannt würde. Es ist nicht in der ersten Nummer wird die "bescheidene Bitte" zum Ausdruck gebracht: "Mehr Prosa, weniger Gedichte!" Wunderschön und tief deutsch schreibt einer von der Friont in einer dieser ersten Nummern von unseren braven Helfern, den Pferden: "Sie setzen in treuer! Ergebenheit ih!re letzte Kraft ein, bis sie eines Tages an Erschöpfung zu Grunde gehen. . .. sind sie auch nur Tiere, behandelt sie, als wä-d ren es Eure Kameraden, sie verdienen es!" Tie zahlreichen Teestuben hat man vor die 'Wahl gestellt: -entweder für Zivil oder Militär. Bei denen für Militär erfolgt Kon­ trolle auf Sauberkeit, eine Maßregel, die aus­ gezeichnet gewirkt hat. Für Offiziere hat man letzthin eine Konditorei eingerichtet, in der zweimal in der Woche nachmittags Geigenckonzert ist. In den Gesprächen dort an den Tischen, wo sich Kameraden aus allen Teilen der Front treffen, wurde neulich eine kleine Geschichte von einem Arzt erzählt, der früher einmal bei der Division Menges gestanden hatte. Ter alte General von Menges, den seine Truppen schwärmerisch liebten, ist ja vor' Kurzem gestorben. Es gab nichts Schöneres für ihn, als vorne bei der Trüppe zu fein. Er hatte dabei die Ansicht, daß die Leute sehen sollten, auch ihr General fürchte die Kugel nicht. Er ließ sich von dieser Ansicht, gegen die vieles zu sagen war, nicht abbringen und setzte sich dem Feuer so Vst und rücksichtslos aus, daß er in der ganzen Armee dafüiOekannk war. In den Kämpfen um Lodz würden ihm russische Gefangene vorgeführt. "Ist das Ge­ neral Menges?" fragte ein russischer' Unter­ offizier einen Herrn dom Gefolge. "Ja, wo­ her kennen Sie Exzellenz?" - "Ist strenger Be­ fehl, nicht auf General Menges zu schießen, weil ist so tapfer alter General." Nun ist der gütige alte Herr ferjn von "seinen Jungens" gestorben. So fliegen die Geschichten über den Tisch', auf dem Kerzen brennen. Tie Geige singt. Draußen ist Kälte und Sturm. Man steigt in den wartenden Schlitten, und sie fahren zurück in die Linie aus der Stadt hinter dev Front. Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter. nötig, den Mut zur Sinnlosigkeit, den Mut zur ungehemmten Lüge noch einmal verwun­ dert festzustellen. Tas Bild von BresVLitowsk spricht: Brest war eine blühende Stadt mit breiten, schönen Straßen, guten Häusern, flei­ ßiger Einwohnerschaft, als die Russen die Fe­ stung, die völlig von der Stadt getrennt liegt, aufgaben. Man hätte vermuten sollen, daß die Zitadelle mit allen Nebengebäuden vernich­ tet wurde und die Stadt, die eben, unterhalb der Wälle, eine halbe Stunde entfernt liegt, sich eben mit den "Siegern auseinandersetzte. Heute ist es so, daß die meisten erhaltenen Gebäude, die zu Wohnzwecken zu gebrauchen sind, sich innerhalb der Zitadelle befinden, daß unten, wo die Stadt lag, ein grausiges, sinnloses Durcheinander von Trümmerw liegt. Straßen und Plätze sind umsäumt von Brandruinen, gespenstig still und ausgestorben stehen die Stadtviertel in der matten Winter­ sonne. Diese tote Stadt spricht lauter, als alle Reden, die über polnisches und jüdisches Unglück handeln können. Vielleicht etwas mehr als dreißig Häuser sind geblieben. Als unsre Truppen damals eindrangen, fanden sie auch den Hausrat dieser Häuser zusammengetragen, mit Petroleum übergössen, ein Zufall hat sie gerettet. Sie scheinen nur da zu sein, die Verwüstung noch stärker zu zeigen: so könnte es sein, so sahen einmal die Häuser von BrestLitowsk aus. 1 . Der Merkur auf den Tvpmmern der Börse hat die Glut überstanden. Schwankend steht die schlanke Figur über dem ausgebrannten Torweg, aber in dem Glutmeer hat sie eine Drehung gemacht, sie wendet sich ab von der Stadt. Man hat jetzt den Schaden, den die Rus­ sen mit dieser Riesenbrandstiftung anrichteten', ziemlich abschätzen können: 30) Millioncn Mark ritt Werten wurden in Brest-Litowlsk vernichtet. Tie Sinnlosigkeit dieser ungeheuersten Zerstörung zeigt dies, daß für unseve militäri­ schen Zwecke eben auf der Zitadelle genug Raum und Räume geblieben sind. Sogar ein kleines, blitzsauberes Gasthaus für Gäste des Gouvernements gibt es dort oben. Anhei­ melnde hübsche Zimmer, die sich die Herren geschaffen haben, wie ein Gespenst erscheint einem die geopferte Stadt in der Wärme deut­ scher Gemütlichkeit und Gastfreundschaft oben auf der Zitadelle. ' l '!!'!! I ! Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter.</p>
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          <p>Zu Liselotte hatte er immer aufrichtige Zuneigung gefühlt. Aber das war nicht Liebe gewesen. Ihr, wenn man so sagen koririte, in­ niges Verhältnis zueinander war auf gegen­ seitige Hochachtung begründet. Sie war die Vertraute seiner Arbeit, seiner Wünsche und seines Strebens gewesen. Sie hätte wohl eben­ sogut ein Mann sein töntteri; denn er hatte keine Spur von Eifersucht empfunden, als Georges sie geheiratet hatte. Und doch war es ihm oft, als fehle ihm etwas, wenn Liselotte nicht bei ihm war. Manchmal wurde dieses Gefühl so stark, daß es ihn fast wie Sehn­ sucht nach Liselotte überkommen wollte. Allerdings war er alt genug mit seinen 31 Jahren; warum sollte er nicht dackan denken, sich zu verheiraten?! Und hier bot sich ihm eine günstige Ge­ legenheit. Er konnte in die Firma Tucrot und Charpentier einheiraten. Bisher hatte er sich mit Luch Hehl aller­ dings nicht viel mehr beschäftigt als mit an­ deren Damen. Aber warum sollte er mit ihr nicht schließlich glücklich werden. Ausschlaggebend war für ihn, daß sie Lise­ lottes Schwester wär, wenn sich beide auch in vielen Punkten nicht glichen: Vor allem fürchtete er, bei der lustigen, etwas oberflächlichen Luch etwas vermissen zu müssen: jedesmal wenn er mit Liselotte Zusam­ mengewesen war, hatte er die Empfindung ge­ habt, als ob stille, sanfte Hände sich behütend über ihn breiteten. Tas 'waren, halb unbe­ wußt für ihn, die schönsten Augenblicke seines Lebens gewesen. Es mochte wiohl von Lise­ lottes Anteil an seiner Arbeit kommen. Ob das bei Lucy auch so sein würde? Er zweifelt fast daran. Aber immerhin konnte er bei Hehl einmal auf den Busch klopfen. Wenn Märtin Hehl mit allem einverstan­ den war, dann konnte er sich ja an Luch selber wenden. Und nun war er wie aus den Wolken ge­ fallen, als Hehl ihm eine Absage gab. Eine deutliche, unverblümte Absage. Ob er dieses "Nein" als endgültigen Be­ scheid auffassen müsse? Hehl nickte. "Es ist besser, Ehler, von Anfang an 'klar zu sehen. — Aber wir wollen trotzdem gute Freunde bleiben." Ehler übersah die ihm hingehaltene Hand. "Und — dürfte ich den Grund für die Ab­ lehnung erfahren? Ich möchte nicht unbeschei­ den sein; aber, ich meine — ganz so 7,ohne" bin ich schließlich, nicht." 1 "Ah — so fassen Sie es auf? Nein, lieber Ehler. Ich würde Sie mit Freuden als Schwie­ gersohn begrüßen, wenn — nun ja — wenn die Verhältnisse es erlaubten." "Tie Verhältnisse — ?" "Ich fürchte, ich bin Ihnen eine Erklärung schuldig. Ich spreche nur ungern darüber, und ich habe es bisher auch noch! rite getan." Er schwieg einen Augenblick, dann sagte er unwillkürlich etwas leiser: "Ter Nationalitätenunterfchied ist es, Dr. Ehler." In Ehlers Zügen malte sich Erstaunen. "Tas sagen Sie, Herr Hehl?!" Hehl nickte. Sein Gesicht war ernst. "Von Ihnen — verziehen Sie die Be­ merkung — von Ihnen hätte ich das am aller­ wenigsten erwartet." "Und doch meine ich: gerade ich habe alle Ursache dazu." "Sie, der Weltbürger?! Der, wie Sie sich gelegentlich auszudrücken beliebten, auf jede Nationalität pfeift?" "Manchmal muß man aus Nützlichkeits­ gründen Tinge sagen, von denen man im Her­ zen nicht überzeugt ist." "Tas wäre dann eine Lüge." , | Hehl nickte. s- 1 : (Fortsetzung folgt.)</p>
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          <p>nicht gebrochen werden. Ter Sieg gehöret uns «nd muß uns gehören (Lebhafter Beifall und Händellatschen). Zum Rücktritt des Staatssekreätrs v. Tir­ pitz! von der 'Spitze der Re ich sm arine'o'er)v a lturtg, an der er fast 20 Jahre läng gestanden hat, schreibt das "Berl. Tageblatt": Tirpitz ist unstreitbar eine der wenigen star'ken Persön­ lichkeiten, die in der nachbismarckischen Zeit in einer amtlichen Stellung tätig gewesen sind. Ec ist in der Ausführung feiner Ideen ein/un­ ermüdlicher Organisator und ein Mann von ungewöhnlicher Willenskraft und glänzenden Geistesgaben gewesen und hat Offiziere und Mannschaften mit bewunderÄvertem Taten­ drang erfüllt. — Ter "Berl. Lok.-Anz." stellt fest, daß Tirpitz. in 6 Flottengesetzen den Plan verwirklicht hat, mit dem er in das Amt ein­ trat, aus dem er jetzt scheidet. Zu Beginn des Weltkrieges sei das Flottenprogramm noch nicht durchgeführt gewesen. Das Maximum der Stärke der deutschen Flotte sollte erst 1920 erreicht werden. Nichtsdestoweniger habe der unsre Seeleute beseelende Geist gegen die un­ geheuer überlegenen Gegner wunderbar ge­ wirkt, der unsrer Marine die Bewunderung der ganzen Welt erzwang und den Namen des scheidenden Großadmirals unvergeßlich macht. — In der "Voss. Ztg." heißt es: Ter Rücktritt in schicksalsschwerer Zeit erwecke nicht nur in der Marine, sondern auch überall im Lande ohne Unterschied der Parteileitung lebhaftes Bedauern. In Tivpitz verkörpere sich die deut­ sche Marine des Weltkrieges mit allen 'ihren herrlichen Waffentaten. Graf Tohna-Schlodien in seiner Heimat­ stadt. Ter Kommandant S. M.' S. "Möve" Burggraf Graf Tohna-Schlodien ist Dienstag abends von Berlin kommend in seinem Hei­ matsort Malkwitz eingetroffen. Tie Bevölke­ rung bereitete ihm einen herrlichen Empfang. Ter Ort war geschmückt und beflaggt. Abends brachte die Bevölkerung dem Grafen einen Fackelzug. Reichsregternng und Abgeordnetenhaus. Ter verstärkte Staatshaushaltsausschutz des preußischen Abgeordnetenhauses nahm mit 23 gegen 5 Stimmen den Antrag an, daß das Haus an seinem verfassungsmäßigen Rechte festhält, der Staatsregierung auch in den aus­ wärtigen Fragen seine Ansicht auszusprechen und um ihre Stellung im Bundesrate zu er­ suchen. — Ter "Berliner Lok.-Anz." meint unter anderm, daß die Angelegenheit nun­ mehr auch im Plenum des Abgeordnetenhauses zur Sprache gebracht werden dürfte. Tie sächsische Sozialdemokratie und die neuen Steuern. Ter erweiterte Landesvor­ stand der sozialdemokratischen Partei Sachsens hat beschlossen, die sozialdemokratische ReichSitagsfraktion zu ersuchen, die geplanten Ver­ kehrs- und Genußmittelsteuern unter allen Um­ ständen abzulehnen und einzutreten für aus­ reichende Steuern auf Besitz und Einkommen, als welche zur Zeit in Frage kommen: 1. Aber­ malige Erhöhung des Wehrbeitrages; 2. Be­ steuerung der Kriegsgewinne; 3. Ausdehnung und Erhöhung der Erbschaftssteuer; 4. Reichs­ einkommen- und Vermögenssteuer. Billige Gaspreise. Kürzlich wurde mit­ geteilt, daß mit einem normalen Gaspreis von 14 Pfg. und einem Gewerbegaspreis von 12 Pfg. die Stadt Nürnberg die billigsten Gas­ preise in ganz Süddeutschland besitze. Nun beträgt in Stuttgart der normale Preis für Gas aus gewöhnlichen Gasmessern und Münz­ gasmessern schon seit 1913 13 Pfg., wozu noch ein Rabatt kommt, sodaß der Nettogaspreis bis unter 10 Pfg. heruntergeht. Tas Raum­ heizgas und das Gas für Brotbacköfen wird für 8 Pfg. angegeben. Demnach dürste Stutt­ gart diejenige Stadt in Süddeutschland sein, die die billigsten Gaspreise hat; ebenso wird sie im ganzen Reich, äbgesehen von einigen) Städten mit Gas aus Kokerei-Anlagen, die billigsten Netto-Gaspreise haben. Nährungsmittelschwierigkeiten in Hol land. Gestern war in ganz Amsterdam kein Schweinefleisch zu bekommen. Tie Regierungs­ zufuhren waren eingestellt und die Metzger hatten ihre Läden geschlossen. Dasselbe war in der Stadt Grooningen der Fall. Auch im übrigen Holland herrscht gpoße Knappheit.</p>
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          <p>Einladung zum Abonnement für das 2. Quartal 1916. Tie d«Mtsche Kriegsanleihe. Bukarester Blätter melden, daß eine Rumänin 400 000 Franken auf die deutsche.Kriegsanleihe zeich­ nete. Die russenfreundlichen Blätter können es nicht unterlassen, an diese Meldung höhinische Bemerkungen zu knüpfen. Einführung zweier fleischloser Tage in Bukarest. Im Hinblick auf den Fleischmangel dürften aller Voraussicht nach am 15. ds. Mts. Zwei fleischlose Tage in der Woche eingeführt werden. (Z.) Amerikas Maßnahmen gegen Mexiko. Wie Amsterdamer Blätter melden, wurde den Ti­ mes aus Washington berichtet, daß Präsident Wilson Caranza das Recht einräumte, Truppen über die amerikanische Grenze zu schicken. Ob­ wohl diese Erlaubnis als eine akademischeFrage betrachtet wird, durch die Wilson Caranza günstig stimmen und einer bewaffneten Inter­ vention ausweichen will, schreibt das Publikum die Verzögerung der VerDolgung Villas doch dem Umstande zu, daß die Vereinigten Staaten zu einer bewaffneten Intervention nicht ge­ nügend gerüstet sind. (Z.) Wir ersuchen hierdurch alle unsere Abonnenten bis zum 1. April 1916 das Abonnement auf unser Blatt er­ neuern zu wollen. Neubestellungen können jetzt schon gemacht werden und werden jederzeit auswärts von der Post, in der Stadt von unseren Zeitungs­ trägerinnen und in unserer Expedition angenommen. Wie seither, so werden wir auch in der Folge über alle Vorgänge auf den verschiedenen Kriegsschauplätzen unsere Leser schnell und gewissenhaft unterrichten. Auch den Ereignissen der engeren Heimat wenden wir sorgfältigste Aufmerksamkeit zu. Wir dürfen deshalb erwarten, daß unsere geschätzten Abon­ nenten uns das bisher geschenkte Wohl­ wollen bewahren und durch Zuführung von neuen Abonnenten unseren Leser­ kreis erweitern helfen. Als unbedingte Notwendigkeit ge­ hört in jeden Hausstand eine gute Tageszeitung, um stets unterrichtet zu sein über die Vorgänge und Er­ eignisse der Gegenwart. In nächster Zeit werden wir aller Voraussicht nach wichtige Begebenheiten erleben, ob im Fortgang des Krieges oder in der Anbahnung des Friedens, und es wird doppelt notwendig sein, eine Zeitung zu halten, die für Alt und Jung Jntressantes bietet. Unser "Kurier für Niederbahern" darf als vorzügliches Familienblatt empfohlen werden; der allgemeine Beifall, welchen die Leitung unseres Blattes gefunden hat, führt uns stets neue Leser zu. Durch die Post be­ zöge« ist der Vierteljahrspreis Mk. 1.80 (Zustellgebühr 43 Pfg), in unserer Expedition oder Filiale abgeholt 150 Mk , durch die Zeituugs-Trügeriu ins Haus gebracht Mk. 1.80.</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Einfuhr von Vieh aus der Schweiz und Oesterreich. Laut amtlicher Mitteilung wird die Einfuhr von Rindern und Ziegen aus dem schweizerischen Kanton Appenzell nach und durch Bayern vom 15. März gb wieder? zugelassen. Anderseits ist die Einfuhr von Nutz- und Zuchtvieh aus den österreichischen politischen Bezirken Urfahr, Eferhing undBezirkshauptmannschaft in das baher. Grenz­ gebiet bis auf weiteres verboten. Ter Bayer. Landwirtschaftsrat hat sich nach jeweiligen Beschlüssen durch! das Direkto­ rium an der Zeichnung der bisherigen Kriegs­ anleihen mit der Summe von 214 000 Mark beteiligt. Baher. Landwirtschastsrat. Tie nächste Vollversammlung des Bayer. Landwirtschastsrates findet am Samstag den 18. März statt. Aus der Tagesordnung stehen folgende Punkte: Ersatzwahlen; die wirtschaftliche Belehrung dev Landfrauen in Bayern (Berichterstatter Guts­ besitzer v. Schilcher); Besprechung Wichtigerl wirtschaftlicher Maßnahmen. Tas millionste Paar Militärstiefel wurde int Würzburger Kriegsbekleidungsamt fertig­ gestellt. Aus diesem Anlaß hatten die Mann­ schaften dienstfrei und bekamen eine Zulage und doppelte Menage.</p>
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          <p>Neues Lckwinenunglück. Eine infolge an­ haltenden Tauwetters niedergeMrngene große Schneelawine hat in Ridnaun bei Sterzing zwei Wohnhäuser mit Wirtschaftsgebäuden so­ wie eine Mühle mitgerissen und vollständig zerstört. Tie Einwohner konnten rechtzeitig flüchten, dagegen sind mehrere Rinder und Kleinvieh zugrunde gegangen. Zur Hilfelei­ stung wurde eine Truppenabteilung zur Vers­ fügung gestellt, die bereits an die Unglücksstätte abgegangen ist. ' Brand eines Militärspitals. Das große Wilitärspital in Joinville (Frankreich) wurde, wie der "Matin" berichtet, durch Feuer zer­ stört. Tie Verwundeten konnten nur mit Mühe gerettet werden. Ter Sachschaden ist sehr be­ trächtlich.</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. Freyung, 15. März. (Tie Trift 1916.) Dep heurigen Trift auf der Jlz und ihren Neben­ wässern werden folgende Holzmengen beige­ worfen: 80064 Staatsblöcher, 37242 Privat­ blöcher, 6300 Ster Schleifholz und 5700 Ster Brennholz. Landwirte sichert die Frühjahrssaat! Nach, den in mehreren Hunderten von Untersuchungen gemachte« Beobachitungen ist der Sommerweizen und der Hafer, aber na­ mentlich, der Weizen, stark von Schnee und Pinselschimmel befallen und entwickelt sich baf= her schlecht, selbst bei anfänglich, guter Keimikraft. Tie Saaten werden daher sehr häu-, fig nur schwer und langsam aus dem Boden kommen und dann nur kümmerlich! wachsen. Diese Erscheinung kann man verhüten oder doch, mindestens sehr verbessern durch Beiszung. , Zeder Landwirt, der sicher gehen will, beize daher sein Sommergetreide-Saatgut mit Sublimoform. Anleitung hierzu erteilt und Betzmittel besorgt die K. Landwirtschaftliche Winter schule Landshut.</p>
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          <p>Lokales. Stadtpfarrkooperatvr Berchtenbreiter widmete dem Entschlafenen einen herzliche!« Nachruf. Herr Ghmnasialrektor Tr. Hergt und ein Schü­ ler der Oberklasse legten prächtige Kranzspen­ den am offenen Grabe nieder. * Die Gesellenprüfung für die ver­ mischten Gewerbe fand unter dem Vorsitz des Herrn SchlossermeisterD Gläßl am 13. und 14. März hier statt. Es hatten sich 15 Prüf­ linge und zwar 1 Schriftsetzer, 3 Uhchnacher, 6 Maschinenschlosser, 3 Mechaniker und 2 Buch­ binder der Prüfung unterzogen und diese gut bestanden. —* Kriegsanleihe und Kriegs bauet. Wahrscheinlich durch die Auslands­ agenten veranlaßt, sollen in Land und Stadt Gerüchte im Umlauf sein, daß Zeichnungen auf die Kriegsanleihe den Krieg verlängeren würden. Das Gegenteil ist wahr! Je allge­ meiner und ausgiebiger für diese Anleihe Be­ träge gezeichnet werden, um so kräftiger wird unsren Gegnern zum Bewußtsein gebracht, daß die Macht und Entschlossenheit des deutschen Volkes den Sieg zu erringen, auch im Wjirtschaftskampfe unüberwindlich ist. Nur dadurch! können unsre Feinde überzeugt werden, daß eine Fortführung des Krieges für sie aussichts­ los ist. Ta diese falschen Gerüchte namentlich bei der ländlichen Bevölkerung ohne Zwei­ fel einen bedenklichen Einfluß ausüben können, ist solchen gemeinschädlichen Ausstreuungen in geeigneter Weise entschieden entgegenzuwirken. —* Die militärische Jugender­ ziehung. Wie aus dem in heutiger Nummer erscheinenden Inserat bezgl. der militärischen Jugenderziehung ersichtlich ist, beabsichtigt die Leitung dieser Organisation, nachdem durch! die vielen Einberufungen der Stand der bei­ den bereits bestehenden Jugendkompagnien sich bedeutend verminderte, einen neue« Ausbil­ dungskurs ins Leben zu rufen, wozu alle Jugendlichen im Alter von 16 bis 20 Jahren, welche bisher aus irgend einem Grunde dieseb Einrichtung noch ferne geblieben sind, zur Anmeldung bzw. Teilnahme aufgefordert wierden. Alle Kreise, deren Herz für das Vater­ land, das Heer und die Jugend schlagen, sollen keine Gelegenheit versäumen, in Wort und Schrift, durch Vortrage und Einzelgespräch Aufklärung über Zweck und Ziel dieser Einrßchtung zu geben und Eltern und Tiemistherrn davon überzeugen, wie sie ihre Söhne und Schutzbefohlenen nicht von der militärischen Jugenderziehung abhalten, sondern ihr zu­ führen sollen, zum Nutzen des Vaterlandes und zum eigenen Besten der jungen Leute. —* Der heutige Viktualienmarkt hatte wieder eine sehr starke Beschickung mit Eiern. Trotzdem zogen die Preise anfangs nochmals auf 9 Stück um eine Mark an, spä­ ter jedoch ging der Preis auf 10 Stück flun 1 Mark herunter, zu welchem Prseise auch glatter Absatz erfolgte. Butter und Schmalz waren nicht vorhanden, dagegen ziemlich viel Grünzeug, darunter auch Hopfenspapgel und Brunnkresse. —* Eine Erweiterung ihres Ge­ treidesilos nimmt die Landshuter Kunst­ mühle C. A. Meyers Nf. gegenwärtig vor.' Bei Ausführung des Baues werden selbstver­ ständlich alle Neuerungen des Silobaues in Anwendung kommen. Tie Erd- und Mau­ rerarbeiten werden von der Firma Ernst hier ausgeführt. Tie Spezialarbeiten liegen in den Händen der Firma Gebrüder Rank-München. Wir werden später noch eingehend über den Bau berichten. —* Telephonverkehr. Ab 16. März l. I. ist das hiesige Ortstelephonnetz zum un­ beschränkten Sprechverkehr mit nachstehenden Orten des Reichstelegraphengebietes zugelas­ sen: Apolda, Altenburg, Sachsen Altbg., Aue Erzgeb., Bernburg, Crimmitschau, Dessau, Freiberg Sachsen, Glauchau, Halberstadt, Jena, Meerane Sachsen, Mittweida, Naumberg Saa­ le, Pößneck, Weimar, Werdau, Wurzen und Zeitz, Tie Gebühr für das einfache Gespräch beträgt je 1 Mark. —* Vor Zuzug in die Städte wird dringend gewarnt! Nach den Berichten der Arbeitsämter besteht in den Städten ein erhebliches Ueberangebot an ungelernten männ­ lichen Arbeitskräften (wie Ausgehern, Erdar­ beitern und Taglöhnern) sowie an weiblichem Dienstpersonal, Kellnerinnen, Schneiderinnen, Putzerinnen und Wäscherinnen. Anderseits herrscht in der Landwirßschaft ein beträcht­ licher Mangel an Arbeitskräften. Es muß des­ halb vor "dem Zuzug in die Städte dringend gewarnt Werden. Auch der Bedarf an weib­ lichem Personal für das Handelsgewerbe ist mehr als genügend gedeckt. Es kann hiernach zur Zeit nicht dazu geraten werden, Mädchen als Handlungsgehilfinnen ausbilden zu lassen. Namentlich wäre es verfehlt, auf eine bal­ dige dauernde Unterbringung solcher Mädchen zu hoffen, die nur eine oberflächliche Ausbildüng für das Handelsfach genossen haben. —* 3 4. Münchener Pferde lotterte. Ta die deutsche Pferdezucht im gegenwärtigen Kriege große Verluste erleidet, so ist es Pflicht, aller hierzu berufenen Kreise, an dem Wieder­ aufbau derselben nach Kräften mitzuwirken. Der Verein zur Förderung dev Pferdezucht in Bayern bringt deshalb auch die heurige Pferdelotterie zur Düjvchsührung und findet die Ziehung unwiderruflich am Freitag, den 14. April 1916 statt. Lose a 1,10 Mark sind bei allen bekannten Verkaufsstellen erhältlich. Stimmen eur Dem Publikum. t$te Redaktion übernimmt für Einsendungen unter diese» Rubrik dem Publikum gegenüber keine Verantwortung.) Schafft Gärten! Ueberall ertönt jetzt die Mahnung: "Baut Gewüse!", um die Volksernährung sicher zu stellen. In verschiedenen Städten wurde diese Mahnung auch aufgegriffen und sonst brach liegender oder anderen Zwecken dienstbartzv Grund zu Gärten umgewandelt und in kleinen Parzellen zu billigen Preisen (5—10 Mark pro Jahr) an die Bevölkerung verpachtet. Hierdurch ist auch Minderbemittelten Gelegen­ heit geboten, selbst Gemüse zu ziehen. Sollten sich in Landshut wirklich keine Plätze finden lassen, wo ähnliches geschaffen werden könnte? Bei gutem Willen wäre dies sicher mögliche und es ist zu hoffen, daß. der Miagistrat, der sich auch sonst in der Vorsorge fiifc: die Bevöl­ kerung bereits mehrfach mit Erssolg betätigt hat, auch hier einen gangbaren Weg findet. Nur müßte dies bald geschehen. —n—, SmiMliu 17. März —* Das Eiserne Kreuz wurde dem bei einer Minenwerferabteilung toeiflbsenbeten Bauarbeiter Herrn Josef Prieler von hier verliehen. —* Das Ritterkreuz mit Schwertern des K. Hausordens von Hohenzollern wurde Herrn Oberstleutnant Kaiser, Chef des Generalstäbes eines Armeekorps, frfüher Kom­ mandeur des hiesigen 1. Bat. 16. Jnf.?-Regts, verliehen. —* Auszeichnung. Herr Leutnant Len­ ze des 2. Schweren Reiter-Regiments, der bei einer Kavalleriepionierabteilung im Osten steht, wurde für Verdienste um ein hanburgisches Infanterie-Bataillon mit dem Harn­ burgischen Hanseatenkreuz ausgezeichnet. —* Das Militär?-Verdienstkreuz 2. Klasse mit Krone und Schwertern toimdbe dem Offizierstellvertreter Sebastian Uhl des 2. Schweren Reiter-Regiments verliehen. —* Das Militär-Verdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern erhielten dev Kriegs­ freiwillige, Vizewachtmeister Franz Mager!!, der Vizewachtmeister Peter Schröck und der Sanitäts-Vizlefeldwebel Albert Wagner vom 2. Schweren Reiter-Regiment. —* Das Militär-Verdienst kreuz 3. Klasse mit Krone und Schwertern wur^e den Unteroffizieren Michael Appel, Ludwig Glasl und Hans Lechner des 2. Schweren Rei­ ter-Regiments verliehen. —* Beerdigt wurde am letzten Mittwoch im hiesigen Friedhofe der im Dienste des Va­ terlandes verstorbene Infanterist des Jnsant.Leib-Regiments und Schüler der 9. Klasse des hiesigen Gymnasiums Herr Josef Wilhelm. Das Professorenkollegium der Anstalt und die Oberklasse wie ein Zug Schwerer Reiter gaben dem Verblichenen das letzte Geleite. Herr</p>
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          <p>Stimmen aus dem Publikum. t$te Redaktion übernimmt für Einsendungen unter diese» Rubrik dem Publikum gegenüber keine Verantwortung.) Schafft Gärten! Ueberall ertönt jetzt die Mahnung: "Baut Gewüse!", um die Volksernährung sicher zu stellen. In verschiedenen Städten wurde diese Mahnung auch aufgegriffen und sonst brach liegender oder anderen Zwecken dienstbartzv Grund zu Gärten umgewandelt und in kleinen Parzellen zu billigen Preisen (5—10 Mark pro Jahr) an die Bevölkerung verpachtet. Hierdurch ist auch Minderbemittelten Gelegen­ heit geboten, selbst Gemüse zu ziehen. Sollten sich in Landshut wirklich keine Plätze finden lassen, wo ähnliches geschaffen werden könnte? Bei gutem Willen wäre dies sicher mögliche und es ist zu hoffen, daß. der Miagistrat, der sich auch sonst in der Vorsorge fiifc: die Bevöl­ kerung bereits mehrfach mit Erssolg betätigt hat, auch hier einen gangbaren Weg findet. Nur müßte dies bald geschehen. —n—,</p>
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          <p>Letzte Posten. Ter neue französische Kriegsminister. Sd. Paris,17. 17. März. (Agence Ha­ vels.) Tivisionsgeneral Roques ist zum Kriegs­ minister an Stelle des aus Gesundheitsrücksichten zurückgetretenen Generals Galliern er­ nannt worden. Tie Entente und Griechenland. Sd. Konstantinopel, 17. März.Nach zuverlässigen Athener Mitteilungen besetzten französische Truppen die Eisenbahn Saloniki— Florina. Ferner zerstörten die Franzosen den einzigen bei Florina vorbeiführenden, noch be­ stehenden Landtelegraphen, der Griechenland mit dem übrigen Europa verbindet. Athe­ ner Nachrichten werden daher, Wenn über­ haupt, nur sehr umständlich hinausgehen. LiterarWr. OesterreiH«-Ungarn im Weltkrieg. 2. Son­ derband von "Um Vaterland unid Freiheit", herausgegeben von Max Bauer, mit einer Ein­ leitung von Walther Stein und einem Vor­ wort von Major a. D. Ernst Moraht. 1. Band, 1—30. Tausend, kart. 2— Mark, geb: 2,80 Mark. Verlag Hermann Montanus, Siegen, Berlin, Leipzig. Der Türmer. Halbmonatsschrift für Gemüt und Geist. Herausgegeben von I. E. Fretherrn von Grotthnß. Verlag von ©reiner u. Pfeiffer in Stutt­ gart. Vierteljährlich 6 Hefte, 4.50 Mark. Druck u. »erlag I. 8. Rietsch/Laudshut. »er. antwort!. Redakteur Z. 36. Wagner, Landshut.</p>
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          <p>Literarisches. OesterreiH«-Ungarn im Weltkrieg. 2. Son­ derband von "Um Vaterland unid Freiheit", herausgegeben von Max Bauer, mit einer Ein­ leitung von Walther Stein und einem Vor­ wort von Major a. D. Ernst Moraht. 1. Band, 1—30. Tausend, kart. 2— Mark, geb: 2,80 Mark. Verlag Hermann Montanus, Siegen, Berlin, Leipzig. Der Türmer. Halbmonatsschrift für Gemüt und Geist. Herausgegeben von I. E. Fretherrn von Grotthnß. Verlag von ©reiner u. Pfeiffer in Stutt­ gart. Vierteljährlich 6 Hefte, 4.50 Mark. Druck u. »erlag I. 8. Rietsch/Laudshut. »er. antwort!. Redakteur Z. 36. Wagner, Landshut.</p>
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