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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-03-20"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 63</biblScope>
          <date when="1916-03-20">1916-03-20</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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      <editorialDecl>
        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>nicht von Eisenstücken oder Jnfanteriegeschossen durchlöchert ist. Gebüsche sind mit der Krone in irgend einen Granattrichter gestülpt, und aus ihren Wurzeln schüttelt der Wind die Schollen Muttererde, die noch darin hängen. iUnb alles, die frischgespaltenen Bruchsprietzen und die vermooste Rinde, Grashalme und das faulende Laub sind angebrannt oder stellen* 'weise schwärz gekohlt, sodaß ganze Strecken dieses Waldes aussehen, als wenn sie aus fan­ tastischen Sigillarienstämmen eines Kohlenberg­ werks ausgebaut wären. Wenn man durch diesen versengten Wald von Haumont geht und sich in die Lage der ehemaligen Verteidiger hineindenkt, dann muß man gerechterweise an­ erkennen, daß hier auch nicht der Tapferste Widerstand leisten konnte. Tie besten Ver­ teidigungsanlagen konnten hier nichts mehr helfen, wo Feuer und Rauch sich mit Öen Angreifern verbündete. Noch jetzt liegt über der Landschaft ein Brandgeruch, in den sich manchmal von irgend einer Seite, wo noch unbegrabene Tote unter dem versengten Ge­ strüpp liegen, die schreckliche, süßliche Verwesungswitterung mischt. Im Angesichte von ^Verdun. r Von einem Artilleriebeobachtungsposten aus sehe ich in kilometerlanger Ausbreitung vor mir die- Schlacht und im Hintergründe die Stadt Verdun. Man hat aus französischen 'Quellen soviel über die Zerstörung vernom­ men, die die deutsche Beschießung schon in der Festung angerichtet hat, aber man bemerkt nichts davon, wenn man die Stadt nun vor jflch sieht. Täbei kann man mit dem bloßen Auge jede Einzelheit und mit dem Glase sogar die Gardinen hinter den Fenstern erkennen. Fried­ lich schieben sich«, Straße an Straße, die fla­ chen Ziegeldächer der meist zwei- bis drei»' stückigen Häuser nebeneinander. Tie hochge­ legene, langgestreckte Kathedrale mit ihren vier­ eckigen, oben gradlinig abgeschnittenen Tür­ men, wovon man von hier aus nur einen erkennt, gibt dem alten Bischofssitz sein Antlitz. Tie meisten Fensterläden sind geschlossen, nir­ gends steigt der Rauch aus den vielen Schorn­ steinen. Ohnmächtig scheint die Stadt auf ihr Schicksal zu warten, in ihrem westlichen Teile brennt ein kleiner Häuserblock. Man sagt mir, daß dies Schadenfeuer unbedeutend sei gegen­ über den gewaltigen Feuersbrünsten, die vor einigen Tagen, nach einer stärkeren Beschieß­ ung, durch die Tunkelheit herüberleuchteten. Aber sie sind gelöscht, und wie gesagt, macht Verdun von hier aus einen unversehrten Ein­ druck. ! Südlich der Stadt schlagen in ziemlich rascher Folge schwere deutsche Geschosse ein, die dort ein Fort niederhalten. Nördlich, wo die Schlacht augenblicklich! einen ihrer Höhe­ punkte erreicht hat, kann man die einzelnen Einschläge weder mit dem Auge noch mit dem Ohre wahrnehmen. Ganze Ketten von schwe- ren Schrapnells blitzen auf einmal auf, hoch in der Lust. Man hat den Eindruck, zrls wenn die Schüsse 200 Meter oder höher liegen. Es gibt an der ganzen Schlachtlinie keinem Punkt, wo es nicht Einschläge hagelt. Zuweilen ist der Himmel mit den vom glitzernden Weiß sich langsam zum rußigen Schwarz entfärbenden Pulvergewölken zugedeckt, sodatz nirgends ein blaues Wölkchen h'indurchsieht. Am heftigsten aber ist das Feuer in der Gegend von fcouau* mont, der seinen massiven Köpf trotzig erhebt. Während die Franzosen selbst Trommelfeuer auf die zerstörten Betonwerke ider .Forthöhe richteten, schießen unsere schweren Kaliber eine benachbarte Befestigung sturmreif. Wie rasen? 'de Raubtiere springen die Granaten rudelweise gegen die blauen Coteshöhen an, krepieren, und jede neue verwischt die zu großen säu­ men oder verwehenden Trauerfloren aufge­ blähten Rauchwolken ihrer Vorgänger. Die Erde zittert, ,der Himmel dröhnt. "Bet ..... ist der Angriff im vollen Gange," so sagt der Artilleriebeobachter neben mir befriedigt. Für ihn gibt es an Her ganzen Schlacht nur diesen einen Punkt. "Ich schieße noch nicht, die französischen Reserven müssen noch etwas weiter heran, ehe ich sie fasse." Aber wenige Momente später, als ich der Straße wieder zuschreite, rauscht über meinem Kopfe der erste heulende Stahlkoloß, den der seelenruhige Mann auf dem Beobachtungsstande in die ftanzösischen Kolonnen hineinseudet. W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter.</p>
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          <p>des Innern znrückgetretm. die Russen verlausen ist. Paris und Lon­ don hatten einen Vorstoß der Russen ver­ langt und Zehntausende von russischen Sol­ daten mußten dieses Verlangen mit ihrem Le­ ben bezahlen. An der italienischen Front haben die Oesterreicher jetzt den Spieß umgedreht. Aus den Angegriffenen sind sie jetzt die Angreifer geworden. Am Tolmeiner Brückenkopf und am Mrzli Vrh griffen sie die Italiener an und warfen sie, wobei fast 1000 Italiener ge­ fangen wurden. 1 Das öftere. Spitalschiff "Elektra" wurde in. der Adria von einem feindlichen Untersee­ boot torpediert, eine Tat, die sich den anderen Völkerrechtsverletzungen unsrer Feinde würdig anreiht. — Ein österr. U-Boot hat den franti zösischen Torpedobootszerstörer "Renaudin" torpediert und versenkt. Tie französischen Truppen sollen von Sa­ loniki zurückgezogen und nach Frankreich ver­ bracht werden. Es sollen bereits mehrere tau­ send Mann abtransportiert sein. Einer unsrer Zeppeline griff die Ententeflotte in Kara Burnu, östlich von Saloniki an. Tie Türken haben jetzt anscheinend im Kaukasus genügend Verstärkungen erhalten, da sie nach ihrem neuesten Berichte am rechten Flügel der Russen sogar bereits wieder zur Offensive übergehen. In Kut el Amara, wo der englische General Townshend nun bereits 100 Tage eingeschlossen ist, wird die Lage kri­ tisch, da die Türken alle Entsatzversuche der Engländer zurückgewiesen haben. Von unsren U-Booten sind in der Zeit vom 1. bis 18. M&gt;ärz 19 feindliche Schiffe mit insgesamt 40000 Bruttotonnen versenkt wor­ den. » . Bericht der devlsche« Wprtiers. MTV. Berlin, 18. März. Mittags. (Großes Hauptquartir».) Westlicher StidüM. Bei wechselnder Sicht war die beiderseitige Kampftätigkeit gestern weniger rege. Unsere Unterseebootserfolge. Vom 1. vis 18. Miir; 19 feindliche Schiffe versenkt. — Erfolgreiche Kämpfe im Weste«. Ei« rnffischer Angriff zwischen Düna «nd Wilija blutig abgewiesen. — Oesterreichisch»ngarischer Borstotz an der italienische« Front. — Zeppelinangriff auf die Ententeflotte vei Saloniki. — Ei» französischer Torpedovootszerstörer versenkt. — Der russische Minister Vom 1. vis 18. März 19 feindliche Schiffe versenkt. — Erfolgreiche Kämpfe im Westen. Ein russischer Angriff zwischen Düna und Wilija blutig abgewiesen. — Oesterreichischungarischer Vorstoß an der italienischen Front. — Zeppelinangriff auf die Ententeflotte bei Saloniki. — Ein französischer Torpedobootszerstörer versenkt. — Der russische Minister auf Zypern zurückgetreten. Im Westen bemühen sich die Franzosen immer noch, ihre Stellungen auf dem "Toten Mann" wieder zugewinnen. Doch bleiben alle Versuche hierzu erfolglos. Auch rechts der Maas bei Touaumont und Vaux versuchen die Franzosen, immer wieder neue Kräfte ins Feuer führend, uns die eroberten Stellungen streitig zu machen. Bei Vermelles (Flandern) nahmen die Unsern den Engländern einige Gräben ab, während in Lothringen bei der Försterei Thiaville die den Franzosen am 4. März überlassene Stellung genommen, nach gründlicher Zerstörung aber wieder verlassen wurde. 1 Die Flieger halten, begünstigt von dem herrschenden schönen Wetter, eine rege Tä­ tigkeit. Unsre Flieger griffen feindliche Bahn-anlagen hinter der französischen Front an und behindern damit die feindlichen Truppen­ transporte. Sie üben daher ihre wirksam­ ste kriegerische Tätigkeit aus. Anders die fran­ zösischen Flieger. Diese sehnen sich nicht nach kriegerischen Lorbeeren, obliegen aber dafür mit Eifer dem Kampfe gegen unverteidigte offene Städte. Sie haben vorgestern die Orte Mühlhausen und Habsheim im Elsaß ange­ griffen. Ihren Bomben sind 8 Tote und 13 Verletzte zum Opfer gefallen. Unsre Flieger holten vier der feindlichen Flugzeuge im Luft­ kämpf herunter. Im Osten haben die Russen ihren längst erwarteten großen Angriff, der die Franzosen bei Verdun entlasten sollte, jetzt endlich unter­ nommen. Wie die Italiener eine neue Offen­ sive zur Entlastung der französischen Front einleiteten, die allerdings nur drei Tage dau­ erte, so haben sich jetzt auch die Russen tzu einem Angriff entschlossen. Sie versuchten es diesmal im Gebiete zwischen dem Triswiathsee, südlich von Dünäburg und die Wilija, somit auf einer Strecke von 80 Kilometer. Sie wur­ den aber überall abgewiesen und mit ewlchem Erfolge, das zeigen die aufgefundenen toten Russen, die vor unsrer Front am Naroczsee, dem südlichsten Flügel des Angriffes, 9270 Mann betrugen. Schon am Samstag hatte unsre Heeresleitung von einem schwachen Vor­ stoß der Russen am Miadziolsee und von einer erhöhten russischen Artillerietätigkeit am Na­ roczsee gemeldet. Es waren die Vorboten zum nunmehrigen großen Angriff, der so blutig für</p>
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          <p>Schlich« KtiegsWnplgtz. Tie erwarteten russischen Angriffe haben auf der Front Triswiathsee—Postawh und bei­ derseits des Naroczsees mit größter Heftigkeit eingesetzt. An allen Stellen ist der Feind unter außergewöhnlich starken Verlusten glatt abgewiesen würden. Vor unsrer Stellung beiderseits des Na-. roczsees wurden allein 9270 gefallene Russen gezählt. Südlich des Wiszniewsees kam es nur zu einer Verschärfung der Artilleriekämpfe. Balkankriegsschauplatz. Tie Lage ist im allgemeinen unverändert. Eines unsrer Luftschiffe hat in der Nacht zum 18. Mürz die Ententeflotte Bei Kara- . Burun, südlich von Saloniki, angegriffen, j Oberste Heeresleitung.</p>
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          <p>Oestlicher Kriegsschauplatz. Tie erwarteten russischen Angriffe haben auf der Front Triswiathsee—Postawh und bei­ derseits des Naroczsees mit größter Heftigkeit eingesetzt. An allen Stellen ist der Feind unter außergewöhnlich starken Verlusten glatt abgewiesen würden. Vor unsrer Stellung beiderseits des Na-. roczsees wurden allein 9270 gefallene Russen gezählt. Südlich des Wiszniewsees kam es nur zu einer Verschärfung der Artilleriekämpfe. Balkankriegsschauplatz. Tie Lage ist im allgemeinen unverändert. Eines unsrer Luftschiffe hat in der Nacht zum 18. Mürz die Ententeflotte Bei Kara- . Burun, südlich von Saloniki, angegriffen, j Oberste Heeresleitung.</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. Ter Hirtenbrief des Kardinals Mereier. Brüssel, 18. März. Aus Grund der Zensurverordnung desGeneralgouverneurs voü Belgien, welche die Herstellung von Druck­ schriften ohne Zensurgenehmigung unter Strafe stellt, ist tote bei einem Ähnlichen Anlaß, vym Januar. 1915, gegen den Trucker des Fastenhirtenbriefes des Kardinals Mereier ein ge­ richtliches Verfahren eröffnet worden.</p>
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          <p>Vom östlichen Kriegsschauplatz. RüEritt EhwostoNs. Petersburg, 19. März. Zwei kaiser­ liche Erlasse werden amtlich bekanntgemacht. Ter eine besagt, daß. der Minister des Innern, ChwostoW, auf eignen Wunsch seines Amtes enthoben wurde, der zweite bestimmt, daß. der Ministerpräsident Stürmer das Ministerium des Innern übernimmt und zugleich bett Vor­ sitz im Ministerrat beibehält. i</p>
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          <p>Die Türkei im Kriege. Ter türkische Bericht. WTB. Konstantinopel, 17. März. Das Hauptquartier teilt mit: "Von den ver­ schiedenen Fronten ist keine wichtige Nachricht eingetroffen." WTB. Konstantinopel, 18. März. Das Hauptquartier teilt mit: An den Dardanellen hat am 17. ds. ein Kreuzer ohne Wirkung die Umgebung von Tekke Burun Änd Beyaz Tepe beschossen. Zwei feind­ liche Flugzeuge, welche die Halbinsel GalkiPoli überflogen, wurden von einem unsrer Kampfflugzeuge mit Maschinengewehrfeuer be­ schossen und gezwungen, zu fliehen. An der Kaukasusfront erbeuteten wir am 16. ds. nach einem von unsrem linken Flügel ausgeführten Gegenangriff zahlreiche Ausrü­ stungsgegenstände. Sonst nichts-von Bedeutung. Ans Mesopotamien. Rotterdam, 19. März. Die englischen Zeitungen erinnern jetzt daran, daß es jetzt 100 Tage sind, daß General Townshend in Kut el Amara von den Türken belagert wird und daß es den britischen Entsatztruppen nicht ge­ lungen ist, Fortschritte zu machen. Auf eine Anfrage antwortete Lloyd-Ge­ orge, daK vs nicht wünschenswert sei, jetzt schon die Größe der Verluste in Mesopotamien bekannt zu geben.</p>
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          <p>überzusiedeln. Frau Ducrot folgte seinen Aus­ einandersetzungen mit regem Anteil. Daß er Zürich womöglich für immer verlassen würde, tat ihr weh. Dagegen War ihr, ohne daß. Die es laut werden ließ, der Gedanke willkommen, daß Herbert die Leitung der Werke übernehmen solle. Tann waren die Fabriken wenigstens in guten Händen. &gt; Auch Liselotte hatte aufgehorcht, als Ge­ orges von "seiner Erfindung" sprach. Sie wollte wissen, worin diese bestände. Georges hob die Schultern. Er wolle lieber nicht darüber sprechen, ehe er nicht mit den Vertretern der französi­ schen Armee einig sei. "Morgen oder übermorgen reise ich nach Paris. In ein paar Tagen schon komme ich zurück. Tann sollt ihr alles Nähere erfahren." Liselotte schwieg. t Es war unrecht von ihr; sie liebte ihren Gatten nicht; aber warum sollte sie ihn des­ halb verdächtigen?! Es war kindisch; — nein, niedrig war es, dieser böse Verdacht. &gt; i Es war ja ganz unmöglich, was sie da argwöhnte. Als Georges von seiner Erfindung und von seiner Absicht, sie der ftanzösischen Mi­ litärverwaltung anzubieten, gesprochen hatte, da hatte sie unwillkürlich an jenen Morgen nach dem vermeintlichen Tiebstahl denken müs­ sen, umsomehr, als Georges bei seinen Aus!einandersetzungen sich fast derselben Worte be­ diente, die Herbert ihr gegenüber manchmal ge­ braucht hatte. Sie schämte sich vor sich, selber ob ihrer chiedrigen Gedanken. Und int stillen bat sie Georges, das ihm zugefügte Unrecht ab. Sie nahm sich vor, als Entschädigung künftig fteundlicher zu ihm zu sein. Nein. Ein Verbrecher war er nun doch nicht. Nie wieder wlollte sie an das alles denken. Doch sie dachte immer wieder daran, toste sehr sie auch dagegen ankämpfte. , Und ehe Georges nach Paris abreiste, holte sie aus ihrem Geldschrank ihre Schmuckkassette. Den wahren Grund, wärum sie das tat, ge­ stand sie sich nicht ein. Aber als sie ^entzweiten Schlüssel zum Laboratorium darin fand, war sie aufrieben. . Ter Beamte mochte damals Recht gehabt haben; Herbert hätte sich in der Nacht ge­ täuscht. Tenn wäre damals Georges — und niemand anders hätte es schließlich sein kön­ nen! — wäre er damals heimlich im Labora­ torium gewesen, so würde der Schlüssel heute nicht mehr in der Kassette sein. , (F. f.) , Liselottes Augen etwas Hervorragendes ge­ leistet hatte. | ' ! v ; Herbert Ehler sollte dann der Leiter der Werke in Zürich werden; er selber wollte nur stiller Teilhaber bleiben. Das war die beste Lösung. So war er selber der mühe­ vollen Arbeit und Verantwortung ledig, hatte sein bequemes, reiches Einkommen, und Brauer war unschädlich gemacht. Uebrigens war aus diese Weise auch der Tiebstahl in gewissem Sinne wieder gut ge­ macht. Ehler erhielt, was ihm zukam. Und Georges nahm sich vor, gegen seinen Stiefbru­ der keinen Groll mehr zu hegen, wenn er seine Gattin erst wieder sein eigen neirnen durfte. Tas Schwierigste war, Liselotte die 'Tat­ sache seiner geglückten Erfindung beizubringen, ohne Verdacht zu erregen. Daß er sich mit wichtigen Dingen beschäf­ tigte, mußte schon aus seinen Arbeiten im La­ boratorium hervorgehen. Aehnlich wie Ehler es getan, schloß er sich allabendlich- iw La­ boratorium ein und arbeitete bis in die Nacht hinein. i Ganz gelegentlich brachte er beim Mit­ tagbrot, an dem auch die alte Frau Ducrot wieder teilnahm, das Gespräch auf "seine Er­ findung" und seinen Plan, nach Frankreich</p>
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          <p>Zum Tode verurteilt wurden die rus­ sischen Kriegsgefangenen Michailow und Bei^gelow. Tiefe ermordeten im August vor. I. im Gefangenenlager Hammerstein den Land­ sturmmann Kretschmer. Schwerer Bauunfall in Berlin.' Bei dem Bau der Schnellbahn Gesundbrunnen!—Neu­ kölln ist am Samstag vormittags ein schwerer Betriebsunfall eingetreten, dessen Folgen sich im Augenblicke noch nicht übersehen lassen. Ter Tunnel unter der Spree ist in Wer vergan­ genen Woche fertiggestellt worden. Arbeiter, die die Betonverkleidung an den Seiten vol­ lendeten, bemerkten kurz vor 11 Uhr,' daß die Tunneldecke unmittelbar nahe der Janowitzbrücke undicht wurde. Man versuchte vergeblich die undichte Stelle zu stopfen, wenige Mi­ nuten später stürzte die Tunneldecke in einer Breite von mehreren Metern ein und das Wasser der Spree ergoß sich in den Tunnel, Tie vielen dort beschäftigten Arbeiter haben sich zumeist noch retten können, es werden aber ein Handwerker und zwei Frauen vermißt. Ter ganze Schnellbahntunnel steht von der Janowicherbrücke bis zur Friedrichstraße unter Was­ ser i tz</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. Ein tapferer Niederbayer. Während der einen vollen Tag andauernden heftigen Be­ schießung durchschlug am 7. Juni 1915 ein schweres Geschoß in M. Bl. den Keller, (vorin sich eine Befehlsstelle mit mehreren Jnfanteriegruppen befand, und richtete großeVerheerungen an. Ta immer wieder Mauerteile nachstürzten und der von einem feindlichen Flieger beobachtete lebhaftere Verkehr an der Unsanfteste sehr bald eine Verstärkung des Feuers bewirkte, räumten dieUeberlebenden auf Befehl ihre Unterkunft; nur wenige Offiziere und Mannschaften blieben freiwillig zurück, darunter der Gefreite der Res. der 11. !KompRes.-Jnsi-(Rgts. Nr. 2 Kostrad Huber aus Oberfchwärzenbach, BÄ. Griesbach, verheirateter Bäcker zu Tittling bei Passau, und Vater eines Kindes. "'Im Vereine mit zwei Offizieren holte er die Verschütteten aus den Trümmern hervor nnd leistete ihnen die erste Hilfe, bis'durch die auf längere Strecken eingeebneten und aufs äußerste gefährdeten Gräben ein Stabsarzt hin­ zukam, den der Feld-Unterarzt Res.-Jnf.-M Nr. 2 Heinrich Muth, Kandidat der Heilwissen­ schaft von Vollweiter, Kreis Gebweiter i. E., ein junger Ehemann aus München freiwillig begleitete. Beide Aerzte übernahmen die Lei­ tung des Rettungswerkes und verbanden, wäh­ rend ringsum Granate um Granate Anschlug und die Zerstörung vollendete, die mit Staub und Schmutz bedeckten zahlreichen Schwerver­ wundeten, indes Huber mit einigen Gefährten die Versorgten wegschaffte. Nach zjwleieinhalbstündiger angestrengter Arbeit unter steter To­ desgefahr war geleistet, wjas Menschenkrast ver­ mochte. Huber und Muth wurden für ihr opferwilliges Verhalten mit der SikbernenMedaille ausgezeichnet . Bilsbiburg, 16. März. (Brand und Selbst­ mord.) Im sogen. Bräustüberl der v. Mvntgelasschen Brauerei im nahen Aham ist am vergangenen Sonntag abends gegen 11 Uhr Feuer ausgebrochen. Es wurde jedoch bald genug bemerkt und der Brand von der Feuer­ wehr gelöscht. Als man dann in das Zim­ mer eindrang, wurde neben einem Bett der Brauerlehrling Alfons Stanglmeier tot auf­ gefunden. Tie Leiche trug im Gesichte und an der Brust ziemlich starke Brandwünden und um den Hals einen Strick, der jedoch ab­ gerissen war. Das andre Ende des Strickes war an einer Stange an der Decke befestigt. Eine Gerichtskommission stellte den Tod durch Erhängen fest. Allen Umständen nach kann ■angenommen werden, daß Stanglmeier, der ein starker Zigarettenraucher war, mit der brennenden Zigarette sich ins Bett legte, dabei den Brand verursachte und, als er den Brand nicht mehr zu löschen vermochte, seinem Le­ ben ein Ende machte. Durch den Brand ist ein Bett vollständig, ein zweites zum Teil verbrannt. Ter Gesamtschaden beträgt ca. 300 Wckrk. . , . i , Pnssau, 18. Mörz. (Zusammengestoßen) sind heute im Tunnel vor Passau der Lokal­ bahnzug 93 und eine Rangierabteilung. 4Reisende erlitten geringe Verletzungen.</p>
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          <p>Letzte Posten. Bon der Bervuner Schlacht. ) Genf, 20. März. Immer noch kommen Verwundetenzüge aus Verdstn in Lhon äst. Ge­ stern zählte man deren 22. Mn Gefecht auf dem Schwarzen Meere? Bukarest, 20. März. Aus Baltschikwird gemeldet: Am 18. ds. 9 Uhr früh wurde starker Kanonendonner aus dem Schwarzen Meere ge­ hört. Grenzsoldaten berichteten übereinstim­ mend, daß sie in einer Entfernustg von einigen Kilometern drei russische Kriegsschiffe und ein deutsches Torpedoboot sahen. Es entspann sich ein Kampf, der nach kurzer Zeit mit der Flucht der Kriegsschiffe estdete.</p>
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          <p>Literarisches. Der Türmer. Halbmonatsschrift für (Sernüt und Grift. Herausgegeben von I. E. Freiherr« von Grotthuß. Verlag von Greiner u. Pfeiffer in Stutt­ gart. Vierteljährlich 6 Hefte. 4 50 Mark. Tie Illustrierte Kriegs-Ehronik des Dstheim hat vor ähnlichen Unternehmungen einen großen Vorzug: sie folgt den Ereignissen ge­ radezu auf dem Fuße. Für jeden Tag findet der Leser in knappem Chronikstil die Ereig­ nisse der verschiedenen Kriegsschauplätze kurz verbucht. Dem Besitzer dieses Werkes ist es also später einmal leicht, durch Nachblättern jede einzelne Wassentat des großen Krieges festzustellen. (Verlag von Velhagen und Klasing in Bielefeld und Leipzig. Preis des Hef­ tes 60 Pfg.) i i</p>
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          <p>Der österr.-ung. Heeresbericht. granate nangriff erfolgte. Infolge der Spren­ gung mußte die Mitte der Verteidigungslinie an der Schanze etwas zurückgenommen Wer­ den. Alle anderen Angriffe wurden abgeschla­ gen, wobei einige Russen gefangen genommen wurden. . &gt; Italienischer Kriegsschauplatz. Tie verhältnismäßige Ruhe ant unteren Jsonzo dauert an. Unsre Seeflugzeuge belegten die italieni­ schen Batterien an der Sdobba-Mündung wie­ derholt mit Bomben. Tie Stadt Görz wurde vom Feinde neuer-' dings aus schwerstem Kaliber beschossen. Am Tolmeiner Brückenkopf setzten unsre Truppen ihre Angriffe erfolgreich fort, dran­ gen über die Straße Selo—Ciginj und west­ lich St. Maria weiter vor und Niesen meh­ rere Gegenangriffe auf die gewonnenen Stel­ lungen ab. &gt; Auch am Südgrad des Mrzl Vrh wurde der Feind aus seiner Befestigung geworfen und flüchtete bis Gabrijo. In diesen Kämpfen wur­ den weitere 283 Atalieuep gefangen genommen. Die Artillerietätigkeit an der Kärntner Front steigerte sich im Fella-Abschnitte und dehnte sich auf den Kärnischen Kamm aus. Tie Dolomitenfront, insbesondere der Raum von Col di Sana, dann unsre Stellun!gen bei Mater im Suganatal und einzelne Punkte der Westtiroler Front standen gleich­ falls unter lebhaftem feindlichen Feuer. Südöstlicher Kriegsschauplay. Ruhe. Ter stellvertretende Chef des Generalstabesr v. H o e f e r, Feldmarschalleutnant. * &gt;* * Ereignisse zur See. Am 18. März vormittags wurde unweit Sebanico unser Spitalschiff "Elektra" von einem feindlichen Unterseeboot bei guter Sicht und vollem Sonnenschein ohne jede Warnung zweimal anlaneiert und einmal getroffen und schwer beschädigt. Ein Matrose ist ertrunken, zwei Krankenschwestern des Roten Kreuzes sind schwer veriwündet. Eine krassere Verletzung des Völkerrechtes kann man sich zur See kaum denken. Am gleichen Vormittag hat eines unsrer Unterseeboote vor Turazzo einen französischen Torpedobootszerstörer TYP "Fourche" trpediert. Ter Zerstörer sank binnen einer Minute. Flottenkommando. WTB. Wien, 18. März. Amtlich wird gemeldet: Russischer Kriegsschauplatz ^ und Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Italienischer Kriegsschauplatz | Am unteren Jsonzo kam es gestern bei Selz zu einem Angriffsversuch schwacher ita­ lienischer Kräfte, die an den Hindernissen Ab­ gewiesen würden. Auch das Geschütz-, Minen­ werfer- und Handgranatenfeuer ging nicht über das gewöhnliche Maß hinaus. Umso lebhafter war die Tätigkeit der bei­ derseitigen Artillerien in dem Raume von Tolmein und Flitsch, sowie im Fella-Abschnitt. Am Nordteil des Tolmeiner Brückenkopfes griffen unsere Truppen cf:, eroberten eine feindliche Stellung, nahmen . 449 Italiener, darunter 16 Offiziere, gefangen und erbeuteten drei Maschinengewehre und einen MinenMrfer. ) An der Tiroler Front fanden am Monte Piano, Col di Sana, bei Riva und sin Herr Judicarien mäßige Geschützkämpfe statt. Der stellvertretende Ehes des Generalstabesr v. H o e s e r, Feldmarsch alleutnant. WTB. Wien, 19. März, mittags. — Amtlich wird verlautbart: Russischer Kriegsschauplatz. Am Tnjestr und an der beßarabischen Front lebhaftere feindliche Artillerieiätigkeit. Die Brückenschanze bei Usi Useieczko stand nachts unter starkem Minenwerferfeuer. Heute früh sprengte der Feind nach einiger Artillerie­ vorbereitung eine Mine, woraus ein Hand­</p>
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          <p>Am Balkan. Rücktransport französischer Truppen von Saloniki. Von Saloniki befinden sich bereits meh­ rere tausend Franzosen auf der Heimreise. Es heißt, daß auch General Sarrail nach Frank­ reich zurückbeordert wurde. 'Er wird sich nur noch so lange in Saloniki aufhalten, bis die Befestigungswerke soweit instand gesetzt sind, daß seine Anwesenheit nicht mehr nötig ist. (Z.) Nlene Nebergriffe per Entente aus Mytilene. Athen, 19. März. Aus Mytilene wird gemeldet: Als Antwort auf die Forderung der griechischen Regierung, die wegen einer Schlägerei zwischen französischen und griechi­ schen Mannschaften internierten griechischen Soldaten freizulassen, ließ der französische Ad­ miral Gonsset sowohl diese Soldaten als auch die unter dem Vorwand der Spionage verhaf­ teten griechischen Bürger an Bord eines fran­ zösischen Kriegsschiffes bringen und mit un­ bekanntem Bestimmungsort abtransportieren. Dieser Vorfall erregt hier große Empörung. (3.»</p>
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          <p>Nun wird Wohl die holländische Presse die in ihrer "neutralen" Voreingenommenheit sofort bei der Hand war, Deutschland die Schuld an tietu Untergang der "Tubantia" in die Schuhe schieben, ihre Stimmung Andern und den Schuldigen, wenn überhaupt eine Tor­ pedierung vorliegt, anderwärts suchen müssen. N-Boots-Erfolge. Berlin, 19. Mäch. Wie Wolfss Tele­ graphisches Büro von zuständiger Stelle er­ fährt, sind nach bisher eingegangenen Mel­ dungen in der Zeit vom 1. bis 18. Mäch dieses Jahres 19 feindliche Schiffe mit rund 40 000 Bruttoregistertonnen versenkt worden. 2*6 deutsche Minensperre im Suüv. Tie Köln. Ztg. meldet aus Kopenhagen: Die schwedischen Blätter sehen die «Weiterte deutsche Minensperre im Sund als einenSchutz gegen das Hereinkommen englischer U-Boote in der Ostsee an. Tie deutsche Admiralität ist zu der bestimmten Auffassung gekommen, daß der Sund trotz gelöschter Leuchtfeuer und stark gebuchteter Fahrrinne den englischen U-Booten die Möglichkeit bietet, durchzuschlüpfen. Da­ durch war der Handel mit den neutralen Län­ dern erschwert. (Z.) ' Torpedierung eines österreichischen SpitalSchiffes. Wien, 18. März. Heute vormittags wurde das von der Nord-Adria nach Bitlbj* dalmatien fahrende Spitalschiff des österreich­ ischen Roten Kreuzes "Elektra" von einem feindlichen Unterseeboot torpediert. TasSchiff wurde auf Strand gesetzt. Ein Matrose ist ertrunken, zwei Pflegeschwestern wurden schwier verletzt; sonst sind keine Opfer zu verzeichnen. Die "Elektra" war als Spitakschiff bekannt ge­ geben, und mit dem für solche Fahrzeuge vor­ geschriebenen äußeren weit sichtbaren Kenn­ zeichen versehen. Igitt zweiter holländischer Tjampfer gesunken. London, 18. März. Lloyds will erfahren haben, daß der holländische Dampfer "Palemborg" (6674 Tonnen) aus der Reise nach Java in der Nordsee torpediert worden sei. Tie Be­ satzung sei gerettet. Eine weitere Lloydsmel­ dung aus Harwich besagt, die "Palembang" sei in 7 Minuten gesunken. 9 Mann seien durch die Explosion verwundet Wörden. Gesunken. London, 18. März. Lloyds meldet von der Insel Valencia in Südirland, daß das .Schiff "Willie "gestern gesunken ist. Tie Be­ satzung wurde gerettet.</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Site Beteiligung der Stiftungen an der Zeichnung für die vierte Kriegsanleihe. Tie Stiftungen, große wie kleine, haben alle Ur­ sache, sich mit ihren Mitteln an der Zeichnung auch für die vierte Kriegsanleihe zu beteiligen. Soweit nicht schon Mittel hiefür vorhanden sind oder flüssig gemacht werden können, würde sich gegebenenfalls auch eine kurzftistige Lom­ bardierung von Stiftungspapieren bei der Kriegsdarlehenskasse oder die Aufnahme eines Bankkredits auf Grund eines bestehenden offe­ nen Depots empfehlen. Ein Zinsverlust ist mit einer Beteiligung an dem Kriegsanlehen gegenüber den Erträgnissen der bisherigen Ab­ lage wohl regelmäßig nicht verbunden. Tie allenfallsige Verringerung des Nennwertes des Stiftungskapitals wird vielmehr, soweit erfor­ derlich, in nicht zu langer Frist durch! den Mehrertrag an Zinsen wieder ausgeglichen Wer­ den können. Und selbst, wo dies aus besonderen Gründen nicht durchgeführt werden kann oder will, werden pie Staatsaüfsichtsbehörden die­ sen besonderen Gründen in Anbetracht der gan­ zen Sachlage und des hervorragenden vater­ ländischen Interesses an einem durchschlagen­ den Erfolg auch dieser Anleihe jedenfalls Rech­ nung zu tragen wissen. Kartosselversorgung. Es besteht Veran­ lassung, den Erzeugern von Kartoffeln neu­ erdings den möglichst beschleunigten Abtrans­ port aller verfügbaren Mengen von Kartof­ feln dringend nahezulegen. Ter Bedarf -an Speisekartoffeln ist gegenwärtig bei allen Verbraüchsstellen ein außerordentlich hoher. Es darf erwartet Iroetben, daß die Besitzer von Kartoffelvorräten sich ihrer Pflicht bewußt bleiben, ihre den eigenen Bedarf übersteigen­ den Mengen den allgemeinen Verkehr zuzu­ führen und das ihrige dazu beizutragen, daß dieses namentlich für die Versorgung der min­ derbemittelten Bevölkerung außerordentlich wichtige Nahrungsmittel in möglichst großen Mengen zur Verfügung gestellt werde. Tie geltenden Bestimmungen geben den Behörden die Mittel an die Hand, im Falle der Zurück­ haltung von Kartosselvorräten zwangsweise über die gesamte Kartoffelernte eines Erzeu­ gers zu verfügen, soweit sie den Bedarf für den eigenen Verbrauch in der Wirtschaft des Erzeugers übersteigt. Tie Behörden sind an­ gewiesen, von den gegebenen Mitteln nament­ lich aber von der Befugnis der Enteignung rücksichtslos Gebrauch zu machen. Im eignen Interesse der Kartoffelerzeuger ist es gelegen, es nicht zu Zwangsmaßnahmen kommen zu lassen, da bekanntlich im Falle der Enteignung nicht der gesetzliche Höchstpreis bezahlt werden kann und bars, sondern ein um 1,50Mk.für den Zentner geringerer Preis. An die bayerischen Landwirte! Von maß­ gebender Seite wird mitgeteilt: In der letzten Zeit wurde häufig die Beobachtung gemacht, daß die Landwirte keine Speisekärtosseln ab­ geben wollen, in der Hoffnung, sie als Saat­ kartoffeln absetzen zu können. Demgegenüber wird festgestellt, daß der Versand von Saatkartoffeln von der Landesfuttermittelstelle in München nur aus solchen Gegenden und Wirt­ schaften erlaubt .werden kann, die den An­ bau von Saatkartosfeln schon früher besonders gepflegt haben und entsprechend gesuchte Sor­ ten besitzen. 2ier Gemeindeetat in Bamberg schließt mit 3 024 000 Mark ab. Durch Umlagen sind 1 033 000 Mark auszubringen. Tie Goldsammlung, die von der Lehrer­ schaft an den Münchener Volksschulen ver­ anstaltet wurde, ergab bisher über 600 000 Mark. ‘ f</p>
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          <p>—* Im Interesse der Fleischverforgung unserer Stadt erhielten, wie Herr Bezirksamimann, k. Regierungsrat Heim in der letzten Sitzung der Preisprüfungsstelle be­ kannt gab, die hiesigen Viehhändler die Berechtigung, auch im Bezirksamt Landshut Vieh einzukaufen, jedoch nur unter der Be­ dingung, daß dieses Vieh nur an die Wetzgerzwangsinnung Landshut verkauft werden darf. Gin ev. Ueberschuß soll an die Heeresverwal­ tung abgegeben werden. Alle Händler sind verpflichtet, ihre Ankäufe durch amtliche Schluß­ scheine bestätigen zu lassen. Die Gutsverwal­ tungen Weng und Oberköllnbach sind zu regel­ mäßiger Lieferung von Schweinen nach Lands­ hut veranlaßt worden, so daß auch hierin eine Besserung zu erwarten ist. Dem Herrn k. Re­ gierungsrat Heim wurde im Magistrat auch für seine Bemühungen in dieser Angelegenheit der wärmste Dank zum Ausdruck gebracht. —* Kriegswurst (Blutwjurst) wird bereits in verschiedenen Städten hergestellt. Nun soll auch hier dieser Frage näher getreten werden. Im Schlachthofe soll auf Anregung der Preis!pvüfungsstelle das von der Stadt Ansbach für Kriegswurst herausgegebene Rezept praktisch erprobt werden, um feststellen zu können, 06, in welchem Umfange und zu jwielchem Preisehier Kriegswurst hergestellt werden kann. Es wurde hierbei auch in Betracht gezogen, daß Ansbach, von welcher Stadt die Anregung ausging, eine große Konservenfabrik besitze und durch Ver­ wertung der Abfälle dieser Fabrik imstande fei, eine gute Kriegswurst herzustellen, die zum Preise von 40 Pfg. das Pfund verkauft wird. Der hiesige Magistrat beschloß in seiner letz­ ten Sitzung, die angeregten Versuche hier vor­ nehmen zu lassen. , M i i , 'X '—* Das Gewicht der Knackwürste wurde vom Magistrat nunmehr auf 50 Gramm mit einer Fehlgrenze von 5 Gramm festge­ setzt. (Bisher waren 55 Gramm vorgeschrieben.) Im übrigen wurden die für Passau festgesetz­ ten Preise für Wurstwaren, die teilweise eine kleine Erhöhung bringen, auch für hier als angemessen erachtet. Tie Metzgerzwangsin­ nung hatte beantragt, in Zukunft Knackwürste nur noch nach Pfund verkaufen zu lassen-. Die PreisprüKngsstelle hatte dies aber abge­ lehnt und den Verkauf nach Stück belassen. In der letzten Magistratssitzung, in der diese Angelegenheit Billigung fand, wurde zugleich betont, daß auch die Wurstpreise demnächst fürd as ganze Land einheitlich geregelt werden. —* Abgabe von kleineren Quanti­ täten Wurst. Vor kurzem wurde einem Käufer in einem hiesigen Geschäfte die Abgabe eines kleineren Quantums Streichwurst ver­ weigert. In der letzten Magistratssitzung wur­ de ausdrücklich betont, daß dies nicht zulässig sei. Der Verkäufer ist verpflichtet, auch klei­ nere Quantitäten, bis zu ein Zehntelpfustd, zu dem festgesetzten Preise abzugeben. Die festgesetzten Höchstpreise dürfen nicht überschrit­ ten werden, da sie Höchstpreise im Sinne des Gesetzes find. — *Kartofsel!höchstpreise setzte der Magistrat auf Anregung der Preisprüfungs­ stelle in seiner fetzten Sitzung bei zeutnerweisem Verkaufe auf 5,50 Mk., bei pfundweisem Ver­ kauf auf 6 Pfennig Kr ein Pfund fest Außer­ dem sollen sich diese Preise Kr Zentnerkauf alle Monate um 25 Pfennige, zum erstenmal am 15. April, zum letztenmal am 15.&lt;Jusi,und für Pfundverkauf alle zwei Monate um 1 Pfennig, zum erstenmale am 15. Mai und zum letztenmal am 15.Juli erhöhen.Tie vom Magistrat an die Bevölkerung unmittelbar zum Konsum abgegebenen Kartoffeln sollen zu dem bisherigen Preise zur Abgabe gelangen, dage­ gen sollen jene Abnehmer, welche Kartoffeln zu gewerblichen Betrieben (Gasthäuser etc.) be­ ziehen, den Selbstkostenpreis bezahlen. Tie Brauerei Prantlgarten stellte einen ihrer Kel­ ler am Eingänge zum Hofgarten zur Kartoffel­ einlagerung zur Verfügung und soll daher künftig auch dort die Abgabe der Kartoffel er­ folgen, damit unnötige Transportkosten er­ spart werden. Tie Brauerei stellte auch ge­ gen geringes Entgelt einen weiteren Raum zur VerKgung zur Aufbewahrung von Eiern durch den Magistrat. In der Magistratssitz­ ung wurde der Brauerei Prantlgarten Kr ihr Entgegenkommen der Tank des Magistrats zum Ausdruck gebracht. Die Maßnahme n des Magistrats zur Versorgung der Bevölkerung mit Schmalz und Eiern wurde von der PreisprüKngsstelle in ihrer letzten Sitzung mit Befriedigung zur Kenntnis genommen. Zugleich wurde aber an­ geregt, bei geänderten Verhältnissen später eine Preisminderung ins Auge zu fassen. —* Fett und Gemüse ko ns erven. In der letzten Sitzung der PreisprüKngsstelle wurde auch ein Antrag auf Versorgung der Stadt mit Fett und Gemüsekonserven beraten, jedoch beschlossen, vorerst noch! in anderen Städten Erhebungen zu pflegen. Der Magi­ strat schloß sich diesem Vorschlage in feiner letzten Sitzung an. —* Für Zufuhren von Eiern und Schmalz in unser Stadt ist nach einer Mit­ teilung des Herrn Rechtsrats Ambros in der letzten Magistratssitzung Herr Bezirksamtmann K. Regierungsrat Heim eifrig bemüht, was Magistrat im Interesse der hiesigen Bevölke­ rung dankbarst Anerkennung fand. —* Eier und Schmalz verkauft nach einer magistratischen Bekanntmachung Herr Eiergroßhändler Dörr, Firma Daschinger, nach Festsetzung des Preises im Benehmen mit dem Magistrate. Für die Zeit bis 23. März wurde Kr Eier der Preis von 1 Mark für 40 Muck festgesetzt. Auch Butterschmalz wird bei Herrn Dörr abgegeben, jedoch nur gegen Vorzeigung der Brotkarte und zwar pro Woche ein halbes Pfund auf eine Brotkarte. Tie Abgabe er­ folgt nur in Mengen von eistem halben PKnd zum Preise von 1 Mark. Es sind hierbei die Erfahrungen der ersten Schmalzäbgabe ver­ wertet worden, nach denen sich gezeigt hat, daß es einzelne wieder verstanden haben, wie­ der mehr einzuhamstern, als ihnen zugestan­ den wäre. Durch die Vorzeigung der Brot­ karle .die einen Vermerk erhält, wird einer unberechtigten Schmalzentnahme vorgebeugt. Eine Anftage des Herrn M.-R. Bartmann, ob nicht auch Herr Eierhändler Lex einen Ver­ kauf übernehmen könne, wurde betont, es wäre nur zu wünschen, daß mehrere Verkaufsstellen vorhanden wären, nur müßten diese sich ver­ pflichten, die vom Magistrat festgestellten Preise und Bedingungen einzuhalten. —* Der Volkshochschulverein Landshut hält am Dienstag den 28. März! einen Vortrag über den "Kampf in den Lüftest" ab. Hiezu wird vom Stadtmagistrat dasStadttheq^er unentgeltlich zur VerKgung gestellt und Heizung und Beleuchtung kostenftei über­ lassen, da der Erlös kriegswohltätigen Zwecken dient. f Kleischpreise in Jandshut. Die PreisprüKngsstelle hat für die Zeit vom 18. März bis 2. April Kr Landshut folgende Höchstpreise für Fleisch beantragt, die vom Magistrat genehmigt wurden. Dchfeustelsch: kostet jetzt 1.85 Mark per PKnd. Ohne Bein anb ohne Zuwage find 15 Pfennig mehr noch als angemessen zu erachten. Met ausgelöst, ohne Knochen und Zu­ wage 2.15 Mark, mit Zuwäge 1.95 Mark. Geringwertige Teiler Mich, Hals, Waden, fette Weichen und Brustspitz 1.60 Mark per Pfund. Kuhfteisch: kostet jetzt 1.65 Mark per PKnd. Ohne Bein und Zuwage darf 10 Pfennig mehr noch als angemessen gelten. Filet ohne Knochen und Zuwage 1.95 Mark, mit Knochen und Zuwage 1.75 Mark per PKnd. Geringwertig« Teile gvie bei Ochsen­ fleisch) 1.40 Mark per PKnd. Kalbfleisch: Es wurde der Preis festgesetzt auf 1.45 Mark per PKnd, Kr Schlegel darf 10 Pfg. per Pfund mehr verlangt werden. 1 Geringwertige Teile, Kopf und Haxen, dürfen höchstens 1.15 Mark per Pfund ko­ sten, Halsgrat höchstens 1.25 Mark per PKnd. Pchweiueflelsch!: HieKr gelten jetzt folgende Höchstpreise: Schlegel, Grat, Kottelettes und Bug 1.60 Mk., Hals, Brust und Bauch 1.50 Mark, Kopf, Füße, Haxen und Knöcherl 1.30 Mark, Wpöckeltes oder gesalzenes Schweinefleisch 1.60 Mark, Zunge 1.50 Mark, Lunge und Milz 0.60 MarU' Rohes Schweinefett 1.80 Mark, ausgelassenes Schweinefett 2.— Mark und gesalzener Speck 1.80 Mark per PKnd.</p>
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          <p>Verlobungen. Ziehung der 2. daher. Wehrkraft-Geldlot­ terie. Am Samstag nachmittags wurde im Ho­ tel Union die öffentliche Prämienziehung der 2. baher. Wehrkraft-Geldlotterie, deren Lose seit Donnerstag vollständig ausverkauft waren vorgenommen. Tie Prämie §n 5000 Mark fiel aus das Los Nr. 89951. Je eine Prämie von 1000 Mark gewinnen die Lose Nr. 25078? 34922; 52314? 159120? 40317. (Ohne Gewähr.)</p>
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