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        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-04-13"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 101</biblScope>
          <date when="1916-04-13">1916-04-13</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Oestlicher Kriegsschauplatz. Bei Garbunowska, nordwestlich von Tüna­ burg, wurden russische Nachtangriffe mehrerer Kompagnien abgewiesen. BalkaukriegsWauplatz. Nichts Neues. &lt; ! , Oberste Heeresleitung.</p>
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          <p>Alle französischen Gegenangriffe rechts und links der Maas gescheitert. — Die deutsche Antwort au Amerika. — Die Demission des Gesamtminifteriums in Portugal. — Der Uuterseevootskrieg. Im Westen brandet unaufhaltsam wie die Sturmwogen der See die Flut der Unsern ge­ gen die französischen Schutzdämme im Norden von Verdun. Und unter ihrem wuchtigen An­ prall versinkt Stück um Stück der feindlichen Front. Mit der Gründlichkeit eines kühlen Rechners arbeitet die deutsche Heeresleitung: Bald hier, bald dort, immer überraschend für den Gegner setzt sie ihre Sturmkolonnen an. Und aus den oft nur scheinbar örtlichen Er­ folgen schasst sie das strategische Meisterwerk, als das sich! die Kämpfe um die gewaltige Magsfeste kennzeichnen. Ihnen wohüt allen das gleiche Streben inner Alle Erfolge unter größte Schonung des Menschenmaterials zu erringen. An dieser Tatsache zerschellen auch, die Uebertreibungen des französischen Heeres­ berichits, der die eigenen Mißerfolge durch Hin­ weise auf die angeblich! schweren Verluste ver­ schleiern will. Immer gefährlicher wird die Lage der von den Franzosen als so wichtig für sie bezeichneten Höhe 304 und sie suchen daher mit allen Mitteln den eisernen Ring unsrer Truppen, der sich, um diesen Punkt zusammenzieht, zu brechen. Aber vergeblich. Anch gestern wird wieder von einem solchen mißglückten Angriff auf unsre Linien bei Avocourt berichtet. Ebenso scheiterte ein drei­ maliger französischer Angriff auf unsre neuen Errungenschaften am Pfefferrücken. Dagegen hatte eine kleine deutsche Abteilung mit einem Vorstoß, in die engl. Stellungen bei Albert Er­ folg und konnte sogar 29 Gefangene und ein Maschinengewehr zurückbringen. Im Osten beschränkten sich die Russen auf Angriffe mehrerer Kompagnien bei Garbunowska, 'nordwestlich, von Tünaburg, die aber von den Unsern glqtt abgewiesen würden. ' An der italienischen Front dauerten die lebhaften Geschützkämpfe an. Bei Riva wurden die Italiener weder aus einer Stellung, deren sie füll bemächtigt hatten, geworfen. Zn Portugal geht es zur Zeit sehr lebhaft zu. Tie Armee weigert sich,, am Kriege teilzu­ nehmen, während die Marine englandfreuUblich ist. Es kommt daher häufig zu blutigen Zusammenstößen. Einzelne Provinzen, beson­ ders im Norden des Landes, befinden sich, im offenen Aufruhr. Infolge der unhaltbaren Verhältnisse hat das Gesamtministerium seine Demission eingereicht. In Amerika ist nun die deutsche Noth Über den "Sussex"-Fall eingetroffen. Mit ihrer Beratung pressiert es aber jetzt plötzlich, den Amerikanern nicht mehr, weil Herr Wilson krank ist und das Bett hüten muß. Inzwischen kann ja die anglo-amerlkanische Presse wei­ terhin ihre Drohbriefe über das große Wasser erschallen lassen. Was wir von ihnen zu den­ ken hahen, ist nun kaum mehr einem Teutschen zweifelhaft^ denn auch! in Amerika wird die Suppe nicht so heiß gegessen, wie sie gekocht wird. Die Kämpfe an der Maas.</p>
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          <p>Bericht des deutschen Hauptquartiers. WTB. Berlin, 12. April. Mittags. (Großes Hauptquartier.)</p>
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          <p>Westlicher Kriegsschauplatz. Bei La Boisselle, nordöstliche vwn Albert, brachte eine kleinere deutsche Abteillung von einer nächtlichen Unternehmung gegen die eng­ lischen Stellungen ohne eigene Verluste 29 Gesalvgjene und ein MasMnengcwehr zurück. Westlich der Mäas griffen die Franzosen vergeblich unsere Linien nordwestlich von Adocourt an, beschränkten sich fm übrigen aber aus lebhafte Feuertätigkeit ihrer Artillerie. Auf dem Ostuser brachten drei durch hef­ tigstes Feuer vorbereitete Gegenangriffe am Psesferrücken dem Feinde große Verluste, aber keinerlei Vorteil. Zweimal gelang es den Sturmtruppen nicht, den Bereich unseres Sperrfeuers zu überwinden. Ter dritte An­ lauf brach! nahe vor unseren Hindernissen im Maschinengewehrfeuer völlig zusammen. IM Caillettewalde gewännen wir der zähen Verteidigung gegenüber schjrittweise eini­ gen Boden. Im Luftkampf wurde ein französisches Jagdflugzeug bei Ornes in der Woevre abge­ schlossen. Ter Führer ist tot.</p>
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          <p> Der österr.-ung. Heeresbericht. WTB. Wien, 12. April, mittags. * — Amtlich wird gemeldet: Russischer Kriegsschauplatz. und \ Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts von Bedeutung. S Italienischer Kriegsschauplatz. Die lebhaften Geschützkämpfe in einzel­ nen Frontabschnitten dauern fort. 1 Bei Riva, wurde der Feind, der sich! in einigen vorgeschobenen Gräben und einer Ver­ teidigungsmauer südlich, Sperone festgesetzt hat­ te, aps diesen Stellungen wieder vertrieben. Ter italienische Angriff ist somit vollstäudiU abgeschlagen. Ter stellvertretende Chef des Generalstabes i v. H o e f e r, Feldmarschalleutnant.</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. Tie französischen Verluste vor Verdun. G einf, 11. April. Gestern und heute sind zahlreiche Züge mit Verwundeten von Verdun in Savoyen eingetroffen .In Cham­ ber wurden 400 Sch&gt;rv&gt;erverwundete in die Spi­ täler verteilt. (Z.) Tie sranzösischpn Sozialisten gegen die Royalisten. Genf, 11. April. Tie sozialistische Par­ teifraktion hat der französischjen Regierung ein wit zahlreichien Akten belegtes Beschwerdeschreiben gegen die immer fortschreitenden royalistischen Umtriebe überreicht. Anlaß hier­ zu bot eine Anfrage der konservativen Parla­ mentsgruppe an die Regierung, was sie gegen die, die Einigkeit Frankreichs bedrohende sozialistische Propaganda zu tun gedenke. Aus dem von den ^Sozialisten überreichten Akt soll hervorgehen, daß die Klerikalen und die Kon­ servativen den Krieg als eine verdiente Strafe Frankreichs dafür ansehen, daß Frankreich in seinen Schulen die Gewissensfreiheit einge­ führt habe. (Z.) Ter Neid ans deutsche Kohlen. Zürich, 11. April. Im "Echo de Paris" wendet sich&gt; Jean Herbette unter dem Titel "Europa der Sklave deutscher Kohlen" heftig dagegen, daß man Deutschland etwa gestatte, siich! auch der Kohlenminen der an Deutschland angrenzenden Länder zu bemächtigen., Man müsse im Gegenteil dafür sorgen, daß den Nachibarstaaten Deutschlands ein Recht auf einen entsprechenden Anteil an der deutschen Kohlenerzeugung zuerkannt werde. (Z.)</p>
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          <p>Vom östlichen Kriegsschauplatz. Hindenburgs Taut an seine Truppen. Königsberg, 11. April. Tie hier vorliegende Feldzeitung "Wacht im Osten" veröffentlicht nachstehenden Armeetagesbesehl des Feldmarschalls'v. Hindenburg: Hauptquartier Ost, 7. April. Der Erinnerungstag an meinen vor 50 Jahren erfolgten Diensteintritt soll nichit vorübergehen, ohne daß ich in Gedanken bei den mir anvertrauten Truppen einkehre. Ich weiß sehr wohl, daß ich meine Erfolge ! sehr wesentlich! auf ihre Treue, Ausdauer und Tapferkeit zurückzuführen habe. Darum danke rch&gt; auch heute so recht von Herzen ,ur alles das, was ihr vor dem Feinde geleistet habt, desen Kraft im Erlahmen begriffen ist. Daher weiter vorwärts mit Gott für Kaiser und Reich. Ein endgültiger Sieg ist uns gewiss. Bb» Sfttite MMa«lW.</p>
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          <p>Der Krieg mit Italien. Vor der ncnctt Kammcrtagung in Italien. Zürich, 12. April. Während die bis­ herigen Sitzungen der italienischen Kammer schwach besucht wären, erwartet man für mor­ gen, zur Erörterung der auswärtigen Politik, etwa 400 Abgeordnete. Sonnino wird über die Pariser Konferenz reden und dabei, wie der "Secolo" erwartet, auch Pessimisten von der Bedeutung der Konferenz Überzeugen. Tie Friedensbewegung in Italien. Lugano, 11. April. Die italienische Re­ gierung hat die Abhaltung der für den 1. Mai im ganzen Lande geplanten Versammlungen der italienischen Sozialistenpartei genehmigt. Tie sozialistischen Blätter fordern das Volk auf, durch, Massenbesuch der Versammlungen für den Frieden zu agitieren. (Z) Austausch, von SchwlervepwUNdeten. H a a g, 11. April. Nach! italienischen BlätterMeldungen fänden in Como Verhandlungen zwischen italienischen und Schweizer Delegier­ ten statt, die die Frage des Schwerverwundetenaustausches zwischen Italien und Oesterreich regelten, die Schweizer Delegierte vertraten. Ter Austausch beginnt im Monat Mai. (Z.)</p>
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          <p>Die Türkei im Kriege. Tie Kämpfe in Mesopotamien. Basel, 12. April. Tie "Basler Nachrich­ ten" melden aus London: Nach der "Daily News" ist aus Kut-el-Amara in Mesopotamien von der Division Townshend die drahtlose Nacht­ richt eingetroffen, sie könne noch einige Wochen Widerstand leisten. . (nt.)</p>
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          <p>Der Krieg mit Portugal. Ttmission des portugiesischen Ministeriums. Lissabon, 12. April. Nach Blättermel­ dungen reichte der Ministerpräsident das Rück­ trittsgesuch! des ganzen Ministeriums ein.</p>
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          <p>Der Krieg mit England. Zu Asquiths Rede. Hgag, 12. April. Den einzigen bedeut­ samen Punkt in Asquiths Antwort auf des deutschen Kanzlers Rede sieht man in Holland in der Definition des Ausdrucks "Vernichtung des preußischen Militarismus". Sie wird auf­ gefaßt als Vorbereitung zum Rückzug, als Abschwächung der bisherigen Aeußerungen und zugleich, ass unvereinbar mit all den Vor­ bereitungen zum Handelskrieg nach, dem Kriege. Jedenfalls zeige die Rede, daß Asquith an die Möglichkeit einer Vernichtung der mili&lt; tärischen Macht Deutschlands selbst nicht mehr glaubt. (Z.) Höchstpreise in England. Haag, 11. April. Wie bereits kürz be­ richtet, sollen nunmehr in England für Näh&gt; rungsmittel Höchstpreise eingeführt werden. I Mit dieser Frage beschäftigte sich das Komitee für Kiriegsausgaben. Dieses Komitee besteht hauptsächlich aus Gewerkschaftlern unter dem Vorsitz; des Kavinettsmitgliedes Henderson. Der Manchester Guardian erklärt sich gegen die Einführung von Höchstpreisen. Ter Vorschlag beweise allerdings, daß verantwortliche, ruhige und besonnene Männer über die fortgesetzte Steigerung der Lebensmittelpreise beunruhigt seien. &lt;Z.) Gegen die Wahrheit. R o t t e r d a m, 11. April. "Labour Leaber /- meldet, daß die Polizei am vergangenen Mittwoch wieder in die Büros in Manchester eingedrungen ist und große Mengen vouTrucksch^j-ten beschlagnahmte. Unter den beschlagnst f, mten Schriften befinden sich 1600 Exemplare einer Druckschrift "Belgien ein Stück Papier", 1200 Exemplare einer Broschüre"Wie | der Krieg kam", 3200 Schriften "Serbien und i unsere russischen Alliierten", 900 Exemplare "Britannien und der Krieg", 900 Exemplare "Warum England abrüsten muß", ferner eine Anzahl Druckschriften, die sich mit den Folter­ qualen der politischen Gefangenen in Ruß­ land befassen. Ein großer Teil bisset Druck­ schriften ist bereits im ganzen Lande ver­ breitet und stellt der beschlagnahmte Rest nur mehr ein Teilquantum dar. (Z.)</p>
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          <p>Der Krieg zur See. Aus eine Mine gelaufen. Amsterdam, 12. April. Die Direktion des westenglischen Postdienstes , erhielt ein drahtloses Telegramm vom Kapitän des neuen Dampfers "Columbia", wonach! das Schiff um 5 Uhr 45 Min. früh in 51 Grad 51 Min. nördlicher Breite und 4 Grad 57 Min. öst­ licher Lange wahrscheinlich, auf eine Mine ge­ laufen ist. Ter Dampfer fährt langsam nach dem Sunk-Leuchtschiff zurück. Ter norwegische Dampfer "Kanna" leistet Beistand. Der Ka­ pitän hofft, das Schiff nach dem Londoner Hasen bringen zu können. Tie "Columbia^ wurde im vorigen Jahre gebaut und war um 710 000 Pfund von einer Newyorker Reedereifirma verkauft worden. Das Schiff, das mit Regierungsgetreide nach! Holland unterwegs war, hätte nach! seiner Ankunft in Amster­ dam an die Käufer geliefert werden sollen. Von einem Flugzeug angehalten. Christiania, 12. April. Das Blatt "Middagsanisen" meldet: Ter gestern aus Hob land angekommene norwegische Dampfer "Bre­ da" wurde in der Nordsee von einem deutschen Wasserflugzeug angehalten. Ein Mann der Be­ satzung begab sich! an Bord, untersuchte die Schiffspapiere und verließ wieder das Schiff/ nachdem er vor der norwegischen Flagge eine Ehrenbezeigung gewacht hatte. Das Flug­ zeug stieg sodann auf und nahm seinen Kurs auf Land. (Z.) Gesunken. Brest, 13. April. Einer Reutermeldung zufolge wurden zwei Mann der Besatzung des gesunkenen Dampfers "Unione" von einem bri­ tischen Zerstörer, 17 andere 'von einem fran­ zösischen Torpedoboot gerettet und hier ge­ landet. Alle Heizer werden vermißt. Untergegangen. London, 11. April. Lloyds meldet: Ter italienische Dampfer "Unione" (2367 Tonnen) ist torpediert worden.</p>
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          <p>Kriegsbriefe aus dem Westen. Berlin, 11. April 1916. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise verboten.) ikjer Vordringen an beiden Ufern der Maas. (Telegramm unsres Kriegsberichterstatters.) Großes Hauptquartier, 10. April. Au den beiden Usern der Maas hat sich der herrliche gestrige Frühlingssonntag zu einem ereiguis- und erfolgreichen gestaltet. Oestlich, des Flusses sind wir auf dem Pfefferrücken weiter vorgedrungen und haben unsre Stellungen bis an die Schlucht vorwärts ge­ schoben. Das Hauptgewicht der Kampfhand­ lungen aber lag wieder auf dem linken Maas­ ufer. Hier haben wir bei Avoeourt unsre Stellung verbessert. Wir drangen aus dem ,Avocourt-Walde gegen das Torf vor, erstürm­ ten die feindlichen Stellungen, erledigten die Besatzung, sprengten die Gräben und Unter­ stände gründlich!- Auch zwischen dem Toten Manne und Cumieres drangen wir erfolgreich bor und behaupteten den Gewinn gegen einen feindlichen Gegenangriff. Tie Hauptereignisse aber vollzogen sich im Vorgelände der Höhe (304, auf deren ausschlaggebende Bedeutung die französische Berichterstattung immer wie­ der hingewiesen hat. Tort ist das Dorf Blöthincourt, ein sehr stark ausgebauter, auf je­ den Angriff eingerichteter Stützpunkt gefallen. Zu spät haben die Franzosen den Entschluß gefaßt, den unhaltbar gewordenen Sack, der sie schon so schwere Opfer gekostet hat, zu räumen. Sie mußten 2 Geschütze, 13 Ma­ schinengewehre, und nach sehr hohen Verlu­ sten an Toten und Verwundeten noch! über 700 Mann an unverwundeten Gefangenen in unsren Händen lassen. Südlich! davon ver­ loren sie die rechts und links der Straße Bethincourt—Chattancourt gelegenen starken Feldbefestigungen, welche die nachgerade für die französische Heeresführung verhängnisvol­ len Namen "Alsace" und "Lorraine" trugen. Auf dem Termitenhügel sind wir abermals vorwärts gekommen. Er flankiert in seiner südliches Wurzel bereits die Höhe 304. Vor dieser selbst stehen wir an den vorderen Wald­ abhängen. Insgesamt über 1100 Mann an unverwundeten Gefangenen und etwa 50 Of­ fiziere sind an diesem Tage in unsre Hand gekommen. W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter. (Kb.)</p>
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          <p>Tages-Uebersicht. Tjer Orden Pour le merite wurde vom Kaise rdem Oberleutnant zur See Otto Stein­ brink Kommandanten eines U-Bootes ver­ liehen. Tie Oberleutnants zur See Wenninger und von Werner, beide Kommandanten eines U-Bootes erhielten das Ritterkreuz mit Schwertern des Hausordens von Hohenzollern. TieutsMänds höchste Hundesteuer. Span­ dau kann sich! rühmen, die Höchste Hundesteuer festgesetzt zu haben. Tort ist nämlich am 1. April eine neue Hundesteuerordnung in Kraft getreten, die die Hundesteuer auf 60 Mgrk (bisher 20 Mark) festsetzt. Jeder zweite und weitere Hund kostet sogar 100 Mark Steuer. Tie Sommerzeit. . "Nieuwe Rotterdam schje Courant" meldet, daß die Holländische Eisenbahn-Gesellschaft an die holländische Re­ gierung die Bitte gerichtet habe, auch in Hol­ land die Sommerzeit einzuführen. ' Tie Kalcuderresorm in Bulgarien. Die bul­ garische Regierung gibt bekannt, daß entspre­ chend der Einführung des gregorianischen Ka­ lenders der Tonnerstag der letzte nach! dem julianischen Kalender sein wird und am Frei­ tag, so wie bei uns, auch! in Bulgarien der 14. April gerechnet wird. 1 Eine neue Licht- und Kraftquelle. Tas "Neue Wiener Tagblatt" veröffentlicht einen sensationellen Artikel über die Herstellung eines neuen elektrischen Elementes, die dem Budapester Chemiker Tr. Just, dem Erfinder der Wolframlampe, gelungen sei. Tas Element hat angeblich Eisen- und Kohlenelektroden. Ter Elektrolyt soll eine organische Substanz sein und die Eigentümlichkeit haben, daß seine voll­ ständige Regeneration durch Luftfauerstoff in ganz kurzer Zeit erfolgt. Bei 200 Quadratzentimeter Elektrodenoberfläche wird angeb­ lich! eine Stromstärke von 5 bis 6 Ampere bei einer Spannung von 25 Volt erzeugt. Bei den Versuchen seien einer Zelle 100 Kilowatt Wer Stunden lang entnommen worden! und die Regeneration erfolgte binnen einer Halben Stunde vollständig. Ta das Element eine ebenso billige Kraft- wie Lichtquelle darstellt^ erwartet das Blatt eine Revolution auf dem Gebiete der Beleuchtungs- und Kraftanlagen^ besonders auch bei den Elektromobilen. Von dem Blatte befragte Fachleute halten die Erfin­ dung für durchaus möglich und den Erfinidungsgedanken in der Luft liegend. Der Elek­ trolyt sei vermutlich! eine durch hohe Wechsel­ ströme zerrüttete organische Substanz.</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. llk. Aus der liberalen Partei. Mit einem Eifer, der sich! angesichts der Vorgänge im eigenen Lager vollauf begreifen läßt, haben sich! sozialdemokratische Blätter auf eine "Tenk­ schrift" der liberalen Kreisausschüsse von Niederbayern und Oberpfalz geworfen, deren Un­ terzeichner Anlaß, zu haben glaubten, mit der liberalen Landtagsftaktion unzufrieden zu sein. Daß sichl der Bayer. Kurier eine solche Sache nicht entgehen läßt und mit seinem Orien­ tierungsvermögen, das seine Berühmtheit auch in die Zeit des Burgfriedens hinübergerettet hat, dem Ursprung und den tieferen Gründen dieser Tenkschrift nachspürt, versteht sich, von selbst. Aber wir können diesen Interessenten von links und rechts die beruhigende Mit­ teilung machen, daß, die "Tenkschrift" ihre Er­ ledigung bereits gefunden hat, bevor sie ihnen ein allzuliebenswürdiger Wind zu Gesicht ge­ bracht hatte. Ter Vorstand der Liberalen Ar­ beitsgemeinschaft hat am 'vergangenen Sonn­ tag, zu den Vorwürfen, die gegen die Land­ tagsfraktion erhoben worden sind, Stellung genommen und ist nach sehr eingehenden Ver­ handlungen zu einer einstimmigen Ablehnung der "Tenkschrift" sowohl inbezug auf ihre Form als ihren Inhalt gelangt. Er hat das Vor­ gehen gegen die Fraktion und ihren Vorsitzen­ den als völlig unmotiviert bezeichnet und konnte sich! Hierbei auf die Tatsache berufen,daß d er Vertretertag der Arbeitsgemeinschaft der am 15. Januar stattgefunden hatte, kei­ nerlei Aussetzungen an der Haltung der li­ beralen Abgeordneten gezeitigt hat. Tie Ver­ fasser der "Tenkschrift" hat der Vorstand auf den durch Satzung und Parteigeist vorgeschrie­ benen Weg verwiesen, und dieser Mahnung werden sie umso sicherer Folge geben, als ihnen nichts ferner liegt, denn einen Zwie­ spalt in die Partei zu tragen. Tie Hoffs, nungen, die man außerhalb des liberalen La­ gers an das Erscheinen dieser "Tenkschrift" etwa geknüpft haben sollte, werden sich! also nicht erfüllen. Ter bayerische Liberalismus wird in die kommende Friedenszeit einig und geschlossen eintreten. Und was er an organisa­ torischem Rüstzeug für die bevorstehenden in­ nerpolitischen Kämpfe noch nötig hat, das wird von einem Vertretertag der Arbeitsgemein­ schaft zu beraten fein, den der Vorstand vor­ aussichtlich für 7. Mai einberufen wird. Tiefer wird auch! die beste Gelegenheit bieten zu einen abermaligen Fühlungnahme zwischen Vereinen und Landtagsfraktion. FernHaltuttg unzuverlässiger Personen vom Handel. Tem Molkereibesitzer Bcasil Weixler in Wegscheid, Gemeinde Haslaäh, wurde vom steift). Generalkommando 1. vorher. Ar­ meekorps in München auf Grund des Para­ graph 1 der Bekanntmachung vom 23. Sep­ tember 1915 zur Fernhaltung unzuverlässiger Personen der Handel mit Erzeugnissen der Milchwirtschaft untersagt. Pfthstandslisten. Tas bayerische Staats­ ministerium des Innern erläßt an die Tistriktsverwaltungs- und Gemeindebehörden eine Anordnung, die im wesentlichen besagt: "Um über den Viehstand und seine Bewegung jeder­ zeit unterrichtet zu sein, ist beim Kommunal­ verband für jede Gemeinde ein Vtehstandsverzeichnis anzulegen. Als Viehstandsverzeich­ nis dienen vorläufig die anläßlich! der Vieh!» Zwischenzählung am 15. April lfd. Jrs. an­ zufertigenden Ortslisten.. Mißglückte Flücht. Durch die Hersbrukker Gendarmerie wurden im Walde bei Alfeld aufgegriffene flüchtige Franzosen des Gefan­ genenlagers Grafenwöhr Hierher gebracht. Tie beiden Flüchtlinge waren mit Nagelschuhen ausgerüstet wie Touristen und trugen wohl­ gefüllte Rucksäcke. Ein Gendarm schwer verletzt. Als der Gendarm Hahn bei dem Zimmermiann Eichjhorn in Schweinfurt wiegen Forstfrevels eine . Haussuchung vornahm, widersetzte sich Eichf Horn und schlug dem Gendarmen mit einer Säge ein Auge aus. Darauf schloß er sich im Keller ein und wehrte jeden Verhaftungsversuchj mit dem Beile ab. Trotz strenger Be­ wachung wär Eichhorn, als man tags darauf den Keller unter Wasser setzen wollte, ent-flohen.</p>
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          <p>Kater, mit dem Wehrmann Adalbert Gerwallnev aus Beingarten, B.-A. Pfarrkirchen, ver­ heiratetem Straßenbahnführer zu München und ebenfalls Vater mehrerer Kinder, unter stärk­ stem Handgranatenfeuer aus bem Graben her­ aus, worauf beide eine Strecke Weit vorrann­ ten und die Sappe so gewaltig mit Handgrana­ ten bewarfen, daß die Franzosen nach, be­ deutenden Verlusten auf jede Antwort ver­ faßen und einen Vorstoß unterließen. Auch« als sie am 22. neuerdings zum Angriff an­ fechten, erzielte Nirschl, aufrecht außerhalb des Grabens stehend, mit seinen Wurfgeschossen gegen die gefährlich,e Sappe den gleichen Er­ folg. Gerwallner War in der Nacht zum 19. von einer schweren Mine verschüttet Worden nnd hatte außer Verletzungen eine heftige Ner­ venerschütterung erlitten. Für ihr entschlos­ senes und mutiges Verhalten wurden Nirschh der schon das Eiserne Kreuz und das MilitärIVerdienstkreuz besaß, und sein Gefährte Gerwallner-mit der Goldenen Medaille ausge­ zeichnet, dieser außerdem noch mit dem Eiser­ nen Kreuz belohnt. Eirgoldsbasch!, 10. April. (Tachziegekwerke Ergoldsbach A.-G.) Tas Geschäftsjahr 1915 wurde durch den Krieg ungünstig beeinflußt. Der Gesamtumsatz fiel von 1.32 auf 0.54 MM. Die Bilanz schließt deshalb zum ersten Male feit dem Bestehen der Gesellschaft mit einem Betriebsverlust in Höhe von 146 593 Mark (f. V. 46 275 Mark Betriebstzewinn) ab. Eine Dividende gelangt nicht zur Verteilung. Durch die sehr geringe Bautätigkeit ging der Ab­ satz der Produkte auf ein Drittel normaler Jahre zurück, wobei gleichzeitig die Produktion sich, mangels geschulter Arbeiter ebenfalls stark verminderte. Im Laufe des Geschäftsjahres standen 2 der Werke fast ganz außer Betrieb/ während auf den übrigen zwei Werken nur mit Einschränkung gearbeitet werden konnte. La-rdau, 11. April. (Raub.) Die Magd Anna, Breu von Weilnbach, BA. Landau, ist auf dem Wege von einem wandernden Hand­ werksburschen angehalten und ihr unter Droh­ ung mit Gewalt die Geldbörse mit 7 Mark Inhalt geraubt worden. Ter Täter ist ca. 30 Jahre alt, mittelgroß, hat Stoppelbart und trägt auffallend lange Joppe. Straubing, 12. April. (Neuer Verein.) Hier ha/ sich eine "Vereinigung der Freunde des Güteverfahrens" gebildet, die sich, zur Aus­ gabe stellt, die Führung von Prozessen mög­ lichst hintanzühälten. Tjeggendorfl 11. April. (Großer Verlust.) Heute vormittags wurde auf dem SpanferkelMarkt dem Bauern Joh. Geiger von Rohr­ bach! bei Eging seine Geldbörse aus der Tasche gestohlen. Ter Inhalt, welcher aus lauter Pa­ piergeld bestand, betrug 2500 Mark. Es kann auch die Möglichkeit nicht ausgeschlossen sein^ daß er das Geld daneben geschoben hat und dieses so verloren ging. Ruhmchnnsfelden, 11. April. (Tödlich, ver­ unglückt.) Ter 52jährige Fuhrknecht Johann Deschl, beim Mühl- und Sägewerksbesitzer Brem von Stegmühle bedienstet, kam in einem Hohlwege unter das schwerbeladene Führwerk, wobei er so schwere Verletzungen erlitt, daß er denselben erlag. Arnbruck, 10. April. (Wakdbrand.) Ge­ stern nachmittags wurde in dem eine halbe Stunde entfernten Walde ein Brand bemerkt, der etwa 1 Tagwerk, dem Häusler Josef Wühr, dem Häusler Gerhard Bruckmeier und dem Bäcker Mich,. Bauer von hier gehörendes Jung­ holz vernichtete. Entstehungsursache ist nicht bekannt. Passau, 12. April. (Erschossen) hat sich gestern vormittags mit.dem Tienstgewehr aus unbekannter Ursache ein Soldat des hiesigen 1. Ersatz-Bätarllons 16. Jnfanterie-Regts. Ter Schuß traf die Herzgegend, so daß der Told auf der Stelle eintrat.</p>
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          <p>Donnerwetter! da müssen afle Puppen tan­ zen! — Was, Tantchen?" Sie liebte es, sich dann und wann in Kraftausdrücken zu er­ gehen. "Wenn wir nur erst die Erwählte kennen würden, Dieter!" , "Vielleicht kennst du sie schon/' sagte er gut gelaunt und ganz harmlos und stieß mit ihr an, sie aber hörte eine Bestätigung ihrer geheimen Wünsche aus seinen Worten und sie war selig. Ein triumphierender Seitenblick flog zu Ilse. Arme, kleine Klavierlehrerin, wenn du dich auch noch so fein mit ge­ borgten Sachen herausstaffiert hast — es nutzt Sir nichts! Ter Professor war durch! Neckereien in Anspruch, genommen, daß er nicht dazu kam, Mit Ilse anzustoßen. Sie hielt sich, auch ab­ sichtlich zurück. Ihr Innerstes war beklommen. Sie fühlte sich bitter einsam in diesem Kreise, in dem alle einander seit langem kannten und vertraut mit einander waren, und sie war so vertieft ;in ihr schmerzliches Grübeln, daß sie zusammenzuckte, (als der Professor sie an­ redete: - . "Nun, Fräulein isptt Teleken, wollen Sie mir nicht auch Glück wünschen zu der großen Umwälzung in meinem Leben, die mir Dok­ tor Schweiger prophezeit hat?" , , die innere Bewegtheit anmerkte. Zum Schluß richtete er das Wort an den Professor. Es gebe ein altes Sprichwort, das be­ haupte, eine Hochzeit ziehe die andere nach sich!, und er hege da einen ganz bestimmten innigen Wunsch, nämlich den, daß sein hoch­ verehrter Kollege und Vorgesetzter, Herr Pro­ fessor Herrmann, mit dem lange treu bewahr­ ten Gut seines edlen Herzens nun auch! bald eine Frau beglücken, und in deren Besitz selber so selig fein möge, wie er in dem seiner herzlieben Braut. Und es möge die Gefährtin, 1 die er würdige, seine Lebenswanderung mit ihm zu teilen, das hohe Glück der Gemein­ schaft mit einem so ausgezeichneten Manne/ aber auch die ernste Aufgabe,, die die Pflicht an die Gattin eines vielbeschäftigten Arztes stelle, in vollem Umfange erkennen und zu würdigen wissen. Der Professor drohte ihm lächelnd. "Sie sind ein ganz heimtückischer Mensch'/ Ser ein Attentat auf meine kostbare Frei­ heit plant! — Aber wagen wir es trotzdem' darauf einzustoßen!" Mallh lehnte sich, lachend Wer den Tisch und hielt dem Vetter ihr Glas entgegen. 1 "Also eine Hochzeit in der Familie — oh, wie fein! — Tie wollen wir feiern . . ,. "Tas tue ich! von ganzem Herzen;, Herr Professor/' sagte $ie rasch, und warm. "Wir können unsre große Schuld gegen Sie ja doch nur in guten Wünschen abtragen." "Lassen Sie doch jetzt diese eingebildete Schuld! — Oder wenn Sie darauf bestehen,, meinen Sie nicht, daß, es noch andere Wege gibt, sie abzutragen, als mit bloßen Wün­ schen?" "Wenn Sie mir einen Weg nennen wollen/ ich! werde ihn mit tausend Freuden gehen."' "Wer weiß! t— Es macht mir noch gar nicht den Eindruck, als ob Sie den guten Wiklen dazu Hätten." "Herr Professor," ^ief sie erschrocken, "Sie werden mir eine solche Undankbarkeit nicht zutrauen." » "Ich! wünsche vor allen Dingen, Sie ver­ bannten das Wort Dankbarkeit völlig aus un­ serem Verkehr." "Wie ist das möglich!, nach dem allen, chas Sie &lt;für meine Mutter getan haben?" "Aus purem Egoismus." Sie sah ihn verständnislos an. ' (Fortsetzung folgt.)</p>
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          <p>Dienstesnachrichten. Röder von Eisenstein nach! Würzburg; die Post­ boten Gg. Oberleitner von Simbach a. I. nach' Asten, Karl HaAer von Rinchuach nach Wörth a. I. Finanzverwaltung. In etatsmäßiger Wei­ se befördert wurden der Regierungsrat der Re­ gierung von Niederbahern, Kammer der Finan­ zen, Karl Tegmair zum Oberregierungsrat am Obersten Rechnungshöfe, der Finanzassessor der Regierung von Mittelfranken, Kammer der 'Fi­ nanzen, Albert Kennerknecht zum Wegierungsassefsor der Regierung von Niederbahern, Kam­ mer der Finanzen. Postverwaltung. Ernannt Wurden in etats­ mäßiger Weise zum Werkführer der Tele­ graphenbauaufseher Konrad Küffner von Landshut in Passau; zu Werkführern int Mo­ torpostdienst die Betriebswerkstätteaufseher M. Lettner in Siegenburg, Jakob Brand! in Deg­ gendorf; zu Postadjunkten die gepr. Postge­ hilfen August März in Freyung v. W., Mar­ tin Eder in Eisenstein, Josef Raster in Rottenburcg a. L., Ferd. Schmidt in Waldkirchen, Ant. Aligner in Ortenburg; zur Expeditorin die BerufFspostgehilfin Antonie Stettmaher in Mengkkofen; zum Schaffner der Hilfspostschaff­ ner Friedr. Andorfer in Passau; zum Postbo­ ten der Hilfspostschasfner Frd. Wild von Re­ gensburg in Halbach; ferner die äversierten Hilfspostboten Karl Wolf von Inkofen in Haid­ mühle, Josef Sagerer von Kößlarn in Simbach a. I., Heinr. Weber von Rabenstein in Rinch!nach; zur Postassistentin die Telephonistin Raimunda Riedl in Passau; befördert in etatsm. Weise zum Schaffner der Postbote Adalbert Botschafter 'in Passau und Josef Tallmeier in Deggendorf; versetzt in etatsm. Weise auf Ansuchen die Postadjunkten Ludw. Auer von Tittling nach, Oettingen i. B., Joh. Wirsching 'von Grafenau nach Ochsenfurt, Lorenz Ruß von Freyung v. W. nach Teitelbach und Franz</p>
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          <p>Lichtes anbelangt, in den Hochsommermonaten weniger ins Gchvicht fallen. Juni und Juli prunken mit üppiger Helle; Ladengeschäftes Schreibstuben, Fabriken und Werkstätten sind längst geschlossen, wenn das letzte Licht ver­ weht ist. Anders schön siehts itn Mai und August aus, und der September nun gar bringt reichen Gewinn. Man hat berechnet, daß die eine Stunde früheren Schlusses uns rund 100 bis 110 Millionen Mark erspart. Selbst in diesem Milliarden über Milliarden verschlin­ genden Kriege nimmt man die hübffhje Klei­ nigkeit gern mit. Ter Einspruch! der Elektrizitäts- und Gas-Gesellschaften, die nun beschei­ denere Rechnungen ausstellen müssen, verhallt, denn jede zu vermeidende unnötige Ausgabe ist heute eine Sünde. Wo alles gestreckt wird)» darf das Lichjt nicht fehlen. Ueber die Durch­ führung im Fahrplan der Eisenbahnzüge in der Nacht vom 30. April zum 1. Mai sind folgende Bestimmungen getroffen worden: Durchlaufende Züge, die abends abgehen, wer­ den in der zweiten Hälfte der Nacht einfach mit einer Stunde Verspätung zu Ende geführt. Nur ein kleiner. Teil der Züge erhält in jener Nacht einen anderen Fahrplan. Es sind dies die Züge, die spät am Abend, also gegen 11 und 12 Uhr abfahren. Diese werden unter Berücksichtigung der sonstigen Belastung der Strecke früher abgehen. Es wird so erreicht,, daß sie eine kürzere Zeit außerhalb des regel­ mäßigen Fahrplans sind, als wenn sie fahr­ planmäßig abgehen würden. Ter größere Teil ihrer Reise fällt schpn in die Sommerzeit. —* Tätigkeitsbericht der Kommission zur Unterstützung bedürftiger Angehöriger von ins Feld gezogenen Kriegern pro Monat März 1916. Bis 31. März sind dem Komitee an freiwilligen Spenden, Rathaus Zimmer Nr. 2, zur Verfügung gestellt worden: Eingegan­ gen lt. Kassabuch 125 052.16 Mark, die Aus­ gaben betrugen 117 643.36 Mark,, verbleiben 7417.80 Mark. Wertpapierbestand 1800 Mk. Die Zahl der bisher zur Empfangnahme reichs­ gesetzlicher Unterstützung angemeldeten Fälle betrug 1723 (bisher 1665), Mehrung 58 Fälle. Eingewiesen wurden'1623 (bisher 1568), Mehr- ' ung 55 Fälle. Abgewiesen wurden 100 Fälle. Die pro Monat März an reichjsgesetzlichen Un­ terstützungen ausbezahlten Beträge beziffern die Summe von 30 862.85 Marik bei 1623 Fällen. Tie Leistungen an freiwiilligen Spen­ den betrugen 7756 Mark bei 700 Fällen (bis­ her 687). Die bekannt gewordemen Unter­ stützungen der Arbeitgeber beziffern die Sum­ me von 4500 Mark ohne Gehälter für das nicht dem Arbeiterstande angehörige Perso­ nal. Tie von der Stadt an Angehörige stöbt. Arbeiter, welche ins Feld gezogen sind, ge­ währten Unterstützungen Betragen pro Monat ] März 1150 Mark. Nicht eingerechnet sind die den berechtigten Empfängern ev. noch zuflie­ ßenden Gaben von der freiwilligen Sanitäts- Seil» 6 solenne (in Naturalien) und der freiwilligen! Feuerwehr. —* Invalide! Ein hartes Los! Für das Leben und für die Interessen aller kämpfend, verstümmelt geworden, — dem ge­ wohnten Berufe entrissen, einer traurigen Zu­ kunft preisgegeben, ohne die volle Schaffens­ kraft^ ohne Aussicht auf erfolgreiche Konkur­ renz mit den Gesundgebliebenen, — wer denkt dies aus und verschließt sich der Bitte, es möge den Unglücklichen geholfen werden? — Viele müssen einen neuen Beruf ergreif^»/ sich! eine neue Existenz gründen. Aber wo­ mit, mit wessen Hilfe, dadie eigenen Mtttel durch den langwierigen Krieg erschöpft sind? Ta muß der Allgemeinsinn eingreifen. Un­ ablässig müssen wir diejenigen unterstützeü^ die uns gegen den Feind beschützt haben uüd dabei Gut und Gesundheit, ihre Kraft Und die gesunden Glieder verloren haben. Am 16. April findet hier iw Stadttheater in die­ sem Sinne ein Wohltätigkeitskonzert statt, das Herr Wolfgang Vogt-Vilseck mit noch mehre­ ren Künstlern, deren Namen'Gutes verbürgen, veranstaltet. Das .Programm ist vielverspre­ chend,, Wagner, der Sänger des deutschen Hel­ denliedes dominiert, und so dürfte denn zu erwarten sein, daß bei den verhältnismäßig niederen Preisen (Theaterpreise) eine große Zahl Besucher sich einfindet und dem Zwecke des Konzertes gerecht wird. Ter Vorverkauf der Eintrittskarten hat bereits begonnen und hat diesen Herr Mühldorser übernommen. Tori sind auch! Programme mit vorgedrucktem Texte zum Preise von 15 Pfg. zu haben. Tie Bilder der mitwirkenden Vokalkräfte sind im Schäufenster ausgestellt. —* Lands Hüter Stadttheater. Heute Donnerstag und morgen Freitag gastiert die berühmte Tiroler Exl-Bühne in zwei Meister­ werken des großen österreichischen Tächters L. Anzengruber zum erstenmale in unsrer Stadt. Heute geht "Ter Gwisfenswürm" und morgen der "Meineidbauer" in Szene. Auf die wahr­ haft künstlerischen 'Qualitäten dieser anerkannt hervorragenden Truppe wird hiermit wieder» holt hingewiesen. Karten-Vorverkauf bei I. Mühldorser, Altstadt 87. (Telephon Nr. 191.) chers. 21 Zeugen sind hierzu vorgeladen. Den Vorsitz führt in beiden Verhandlungen Herr K. Landgerichtsdirektor Oberhofer, die Anklage vertritt Herr K. 2. Staatsanwalt Riepl. —* Die Kriegswurst, die probeweise im Schlachthof zur Anfertigung und zum Ver­ kaufe gelangt, hat raschen Absatz gefunden. Auch diese Woche wird eine größere Menge die­ ser Wurst hergestellt jund am Samstag vorMitags in der stöbt. Fleischbank Nr. 3 zum Verkaufe gebracht. , —* Ueber die Abgabe von Dauerfleischwa ren wurde vom Generalkomman­ do am 31. März verfügte daß, solche Waren nur nochl im Aufschnitt verabreicht werden dür­ fen und die Abgabe von Tosenfleischjkonserven überhaupt verboten ist. Durch! einen neuen Erlaß des Staatsministeriums des Innern vom 19. April über die Regelung der Preise für solche Waren ist der Glaube entstanden, daß hiedurch die frühere Verfügung außer Kraft gesetzt sei. Wie hiezu amtlich! mitgeteilt wird, ist dies nicht der Fall, sondern es bestehen bei­ de Verfügungen nebeneinander. —* Verbotene Eierausf uhr. Eine Krau mit einem Korbe Eier, der 300 Stück enthielt, wurde vorgestern am hiesigen Bahn­ höfe angehalten und die Eier von der Polizei beschlagnahmt. Die Frau, welche die Eier zu !Verwandten nach München bringen wollte,' wird Wegen Übertretung des Ausfuhrverbots auch noch eine Strafe zu gewärtigen haben. —* Gegen die Hamster wendet sich jetzt auch eine Bekanntgabe des Bayer. Kriegsmini­ steriums. In derselben wird nach einem Hin­ weis auf die vaterländisch^ Pflicht, nicht mehr Lebensmittel dem Markte zu entziehen,, als für den eigenen laufenden Bedarf unbedingt notwendig ist, den Hamstern folgendes zu Ge­ müte geführt: . "Wenn durch die Einhamsterung von Vorräten bei irgend einem notwen­ digen Gebrauchsgegenstand ein wirklicher Man­ gel eintreten sollte, so verfügen die militäri­ schen Befehlshaber jederzeit über die Möglich­ keit, rücksichtslos einzuschreiten und die auf­ gestapelten Vorräte zwangsweise dem Markte wieder zuzuführen." Zugleich to|irb betont, daß die Vorräte unter Umständen zu Preisen einge­ zogen werden, welche die von den Hamstern bezahlten Einkaufspreise kaum decken und die Besitzer von größeren Mengen an Vorräten aufgefordert, diese Yen gemeindlichen Organi­ sationen zur Perfügung zu stellen. —* Die deutsche Sommerszeit nimmt am 1. Mai ihren Ansang. Von den ohne weiteres einleuchtenden Vorteilen der Neuordnung ist der vielleicht der geringste, der ihr so rasch! das Wohlwollen unserer Maß­ gebenden errungen hat: die beträchtliche Er­ sparnis an Kohlen und Petroleum nämlich. Beginnt unsere Tagesarbeit um eine Stunde .früher, so endet sie auch entsprechend zeitiger. Nun mag das, was den Verbrauch! künstlichen</p>
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          <p>Rußlands Täinmerung. Kopenhagen, 13. April. Nach! Peters­ burger Meldungen wird dort amtlich! bekannt­ gegeben, daß der russische Reichskontrolleur mit Arbeiten so überhäuft ist, daß er an der Pariser Wirtschaftskonferenz nicht teilnehmen kann. Es verlautet aber, daß der wahre Grund seines Fernbleibens in der Ueberzeugung liegen daß die von den Verbündeten geplante 'Ab­ sicht Deutschland noch weiter zu isolieren, nur Rußland schaden könne. Er will deshalb in Paris nicht gegen sein besseres Wissen han­ deln. (3.) Reue Kohlenfelder in Belgien entdeckt. Brüssel, 13. April. In Belgien werden jetzt neue, jüngst entdeckte Kohlenfelder aus­ gebeutet. Tie geförderte Kohle eignet sichi vor­ züglich! für die Eisenindustrie und Kohlenge­ winnung. Es handelt sich! um ein Kohlevorkommen in der Gemeinde Genck, woran auch! die Schineider- (Creuzot) Gesellschaft vor dem Kriege beteiligt war. Für die Entwicklung der Industrie in jener Gegend ist dieser Fund von großer Wichtigkeit. (Z.) Gesunken. Sd. London, 13. April. Lloyds meldet: Ter schwedische Dampftr "Murjak" (2335 To.), der von Philadelphia nach! Marvik mit einer Kohlenladung unterwegs war, ist gestern in­ folge einer Explosion gesunken. Tie Besatzung ist gelandet. ,</p>
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          <p>schwache Holzboden des Transportwagens stürz­ te nämlich, während der Fahrt ein, und der vierbeinige Passagier geriet zwischen die Rä­ der. Nun klagt das Kriegsministerium gegen die Ostbahn, und da beide staatlich jtn'b, sind Kläger und Verklagter im Grunde dasselbe. Tie Tatsache dieses Prozesses, dessen Entschei­ dung noch aussteht, wird von der auf die Papierwirtschaft der französischen Bureau­ kratie ohnedies schon genugsam erzürnten Pa­ riser Presse mit einer reichlichen Menge nicht gerade sehr schmeichelhafter Kommentare ver­ sehen. Tas Journal des Debats schlägt höh­ nisch vor, Kläger und Verklagten durch den­ selben Rechtsanwalt vertreten zu lassen, da­ mit man aus dieser Zettverschwendung wenig­ stens den Nutzen einer unterhaltsamen Zer­ streuung genießen könne. Uebrigens sei der Prozeß schon insofern interessant, als die Fahr­ gäste der französischen Bühnen die berechtigte Sorge haben, daß sie bei solchen Zuständen trotz aller Warnungsplakate in die peinliche Lage kommen könnten, "den Wagen vor Halten des Zuges zu verlassen. . . ." Jedenfalls wird die ftanzösischx Kriegführung nicht gerade an Tempo gewinnen, wenn der Staat sich! wegen eines einzigen Pferdes sozusagen selbst in den Maaren liegt. Singvögel als Nahrungsmittel in England. Daß man auch jenseits des Kanals durch den Krieg nichit gerade einer Ueberern-ährung ausgesetzt wurde, ist schon längst -eine bekannte und von den Engländern selbst, wen« auch unwillig zugegebene Tatsache. Während man es nach, wie vor trotz aller Anstrengungen und Absperrungsmaßvegeln nicht erreichen konnte, Teutschland dem von der Entente so heißersehnten Hungertode preiszugeben, sieht man sich! im stolzen England gezwungen, von Monat zu Monat den Gürtel fester anzuziehen. Daß man aber in Großbritannien bereits in solchem Maße betreffs der Ernährungsfrage in Verlegenheit ist, daß selbst die Singvögel gebraten und gegessen werden, ist eine Neuer­ ung, deren Verkündung der "Times" vorbe­ halten blieb. Wie aus einer an das Londoner Blatt gerichteten entrüsteten Zuschrift zu er­ sehen ist, hat die Bevölkerung von Norfolk es verstanden, die allgemeine Preissteigerung der Lebensmittel auszunützen, indem sie einen be­ triebsamen Handel mit eßbaren Singvögeln einrichtete. "Ich wende mich- an Sie," schreibt der vogelfreundliche Einsender, "im Namen tausender Männer und Frauen dieses Landes, um gegen diese abscheuliche Einführung zu protestieren. In den größten und besten Nah­ rungsmittelläden im vornehmen West-End er­ blich man zahllose für den Küchengebrauch gerupfte Singvögel zum Verkauf. Es wäre eine Schande für die Nation, wenn sie diesen Zuständen nicht mit allen Mitteln ein Ende bereitet und sich! nicht lieber mit Einschräwkungen zufrieden gibt, statt Zeisige, Rotkehl­ chen und andere Singvögel in aller Gemüts­ ruhe zu verzehren." länder wieder, deren Ohrenzeuge ich, int Cafe Floca war. Franzose: "Sie sind durch- Marseille ge­ kommen? Kennen Sie Marseille? Marseille, meine ich,." Engländer: "O, Marseiles, hes, Ja, Mar­ seiles, natürlich. Gut, Marseiles. (Pause.) Wir kommen von Rouong. Sie verstehen, Rouong. Ich, meine, wir kommen aus Rou­ ong, verstehen Sie?" Franzose: "Aber selbstverständlich-. Sie meinen Rouen. Prachtvolle Stadt. WNs den­ ken Sie aber von Saloniki? Verstehen Sie? Salonique!" Engländer: "Ach-, Sie meinen Salonaikai. Oberfaul. Richt gut, Salonaikai. Garnicht." Wie der französische Staat sich selbst verklagt. Ten Parisern steht die Sensation eines Prozesses in Aussicht, der seltsam genug er­ scheint, um eine kurze Betrachtung zu ver­ dienen. Ter Kläger ist der französische Staat, und der Verklagte ist — ebenfalls der fran­ zösische Staat. Tas Streitobjekt ist ein Militärpserd, das auf dem Transport an die Front sein Leben einbüßte. Das Pferd, das rechtlich das Eigentum des Kriegsministeriums war, wurde in einen Transportwagen der französischen Staats-Ostbahn verladen, um ins Kampf­ gebiet befördert zu werden. Leider aber starb es eines bürgerlichen Todes, bevor es noch als Held den Pulverrauch, der französischen Geschütze zu riechen vermochte. Ter alters-</p>
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          <p>Handel und Verkehr. Nürnberg, 12. April. * (Viehmarkt.) Preise: per 50 Kilogramm Lebendgewicht: Ochsen vollfletschtge 1. Qualität 135—141, (Ausland Lebend­ gewicht 0—0), vollfletschtge 2. Qualität 125—133, (Ausland Lebendgewicht 00—00), fleischige 115—123, (Ausland Lebendgewicht 0—0), mäßig genährte 000—000, (Ausland Lbdgew. 0—0), gering genährte 00—00; Bullen: vollfleischige 1. Qual. 129— 135, 2. Qu. 117—122, mäßig gen. 105—115, (Schlachtgewicht: 1. Qualität 000-000, 2. Qualität 000—000, 3. Qualität 00—OO). Lebendgewicht: Kühe und Kalbinnen vollfleischige 1. Qual. 125—131, 2. Qu. 120—125, ält. ausgemästete 114—118,mäßig genährte 95—111, . gering genährte 00—00, gering genährtes Jungvieh 00—00; Kälber (Lebendgewicht): 1. Qual. 152—156, 2. Qual. 141 147, 3. Qu. 120—140; Schlachtgewicht: 1. Qual. 173—176, 2. Qual. 165—172, 3. Qual. 150—164 ; Schafe (Schlachtgewicht): Mastlämmer und jüngere Masthammel 160—180, ältere Masthammel, geringe Mastlämmer 140—160, gut genährte junge Schafe 130— 140, ger. Hammeln Schafe 000—000; Schweine (Fettschweine) über 150 Kg. 148—000, vollfleischige von 120 bis 150 Kg.142—000, von 100 bis 120 Kg. 130—000, von 80—100 Kg.107—118, unter 80 Kg. 91—97, Saue» 000—00, Bratenschweine 86—00, Schlachtgewicht: Fettschwetne über 150 Kg.000—000, vollfleischtge von 120—150 ßg.OOO—OOO, von 100 bis 120 Kg. 000-000, von 80—100 Kg. 000-000, unter 80 Kg. 000-000, Sauen 00—00, Brate«, schweine 00—00.</p>
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          <p>Literarisches. und Vaterlandsliederbüchlein (Taschenformat), mit Roten, welches sowohl für Gesang, wie auch für Violine oder Mandoline benutzt wer­ den kann. Einzelpreis 40 Pfg. Bei "größeren Bezügen Ermäßigung. Das Liederbüchlein ent­ hält 91 ausgewählte Lieder. Kaiser Wilhelm II. und Generalfelvmarschiall von Hindenburg nach einer photographi­ schen Aufnahme der deutschen Kaiserin brin­ gen in einer ausgezeichneten und technisch- vol­ lendeten farbigen Wiedergabe die neuesten Hef­ te 57 bis 59 von Bongs illustrierter Kriegs­ geschichte "Ter Krieg 1914/15 in Wort und Bild" (Teutschjes Verlagshaus Bong u. Co., Berlin W. 57, wöchentlich ein Heft zum Preise von 30 Pfg.) I Wie die Franzosen Europa verteilen! Dar­ über gibt ein im Sommer 1915 in Paris erschienener Uebersichtsplan nebst Erläuterun­ gen ausführlich- Aufschluß. Tiefes interessan­ te Machwerk, das einen weiteren Beleg für die Ueberhebung unserer Feinde abgibt, ist in der Kriegskarte Nr. 68, die von der Kriegs­ hilfe München NW. herausgegeben wird, nebst dem dazu gehörigen Text zum Abdruck gelangt. Die vierfarbtge Kriegskarte ist zum Preise von 25 Pfg. zu beziehen durch! den Buchhandel oder direkt von der "Kriegshilfe", Mün-chen NW. 19. "Im Kampf gegen Rußland" nennt Wil­ helm Konrad Gomoll die in nächster Woche bei F. A. Brockhaus in Leipzig erscheinende Schilderung seiner Abenteuer im östlichen Feldzug, die zu den andern beiden Brockhaussch-en Kriegsbüchern von Hedin und Wegener ein Gegenstück (ebenfalls zum Preise von 1 Mark) bilden wird. ; i, . f ; Kri egsgetpaut von Otto v. Gottberg. Ter neue Batnd der Ullstein-Bücher. Preis 1 Mark. Zwei 93trüber aus ostfriesischem Adelshaus, bei­ de Marineoffiziere, ernst und wortkarg der ältere, fröhlich- und unbesonnen der jüngere, sind in diesem kleinen Roman nebcweinadergestellt. Aus ihrem stillen Kampf um ein Mädchen,*dem beider Liebe gilt, aus dem Ver­ zicht des einen, dem tragischen Tode t&gt;e§ an­ deren ergibt sich der von Gottberg mit Wahr­ haftigkeit und männlich- beherrschter Empfin­ dung gemeisterte Stoff. Soldatenlieder. Im Verlage von Hans Keßler, Trier, erschien soeben ein Soldaten­</p>
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          <p>Fahrzeit der elektrischen Straßenbahn.</p>
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