Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom 1916-04-28. Unterstützt durch den Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE). Herausgeber: Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau (2016). Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International. Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk. Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut. 69. Jahrgang Nr. 115, 1916-04-28. Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt. (https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&db=100) Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet. Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert. Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen. Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes 'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/) der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)" ──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────── Kurier für Niederbayern Jahrgang 69 Nummer 115 28. April 1916 ────────── der Irländer auf d-as flache Land übergrep- > fen könnte. Tie RegierungsPresse will damit | beruhigen, daß die englsschje Garnison in Ir­ land hinreiche, um 'jeglichen Aufrühr niederzuMagen. Tie Blätter der Opposition sagen dagegen, Frankreich begreife jetzt, warum Eng­ land so krampfhaft bestrebt sei, sowohl Trup­ pen im Lande zu behalten als auch! die obliga­ torische Wehrpflicht zu verzögern. Für die Verheirateten sei jetzt ein doppelter Grund zur Weigerung vorhanden: sie wollen nicht gegen die eigenen Landsleute mar!schiere!n. Kopenhagen, 27. April. "Ekstrabladet" schireibt: Tie Begebenheiten der letzten Tage in Irland haben beinahe das Interesse für die deutschi-amerikanische Auseinanderset­ zung bereite treten lassen. Großbritannien macht ereignisreiche Tage durch, Gleichzeitig damit, daß, es von einem deutschien Schlacht­ kreuzergeschwader und einer Zeppelinflotte an­ gegriffen wird, bricht in Irland.ein Aufruhr aus und zwischen all diesem haben die Mini­ ster die kritische Wehrpflicht-Frage zu lösen. Ein Eiseübjaihuattentat in Irland. London, 27. April. Mehrere Blätter berichten, daß am Sonntag abend ein EisenbahnaNschlag bei Marhborough in Irland ver­ sucht worden ist. Eine Telegraphenstange wär quer über die Schienen gelegt, und auf den Eisenbähnbeamten, der diese Stange wegneh­ men wollte, wurde geschossen. Es wurde Po­ lizei an diese Stelle hingeschickt. Ter Zug ent­ gleiste aber dennoch«, well die Schienen zum Teil weggebrochen waren. ────────── Rege Tätigkeit unserer Luft- u. Seestreitkräfte Rege Tätigkeit unserer Luft- u. Seestreitkräfte Wirksame Beschießung englischer Stellungen bei Usern. — Neuer Zeppelinangriff aus Sie englische Ostküste. — Ei« Zeppelin über Tünamünde. — Ein Seegefecht anf Ser Doggervank. — Griechenland lehnte die Entente-Forderungen ab. - Kriegszustand über Athen t Der amerikanische Botschafter im Deutschen Hauptquartier. — Unsere Unterseeboote im Schwarzen Meer. — Der Aufstand in Irland: Sir Roger Eascmeut von de« Eng­ länder« gefangen ────────── Im Westen kam es in der Hauptsache nur zu Artillerie- und Mnenkämpfen. Ein eng­ lischer Handgranatenangriff bei St. Elvi und ein Vorstoß, nördlich! der Somme wurde ab­ gewiesen. Französische Handgranatenangriffe links der Maas blieben erfolglvs. Im Luft­ kampf wurden zwei, durch Abwehrgeschütze ein feindliches Flugzeug abgeschossen. i(£in neuer Luftschiffangriff kam in der Nachf vcjm 26, zum 27. auf.die Hafen- tunb Bahnanlagen von Margate an der englischen! Ostkiiste zur Ausführung. Vom Osten liegen keine Meldungen über beisondere Ereignisse vor. Nur eines unsrer Luftschiffe hat die Hafen- und Bahnanlagen von Tünamünde mit Bomben belegt. Ein Seegefecht entspann sich an der Toggerbank, bei dem ein englisches Fahrzeug ver­ nichtet und ein Dampfer aufgebracht wurde. An der italienischen Grenze wurde ein von Trommelfeuer eingeleiteter italienischer Angriff bei Selz abgeschlagen, bei Flitsch wur­ den die Italiener aus einem Stützpunkt int Rombongebiet verjagt und ein Teil der Alpini gefangen. Unsre U-Boote sind zurzeit int Schwarzen Meere rege tätig. Sie versenkten bereits meh­ rere russische Schiffe. « T er amerikanische Botschafter ist ins deut­ sche Große Hauptquartier abgereist. Man glaubt darin das sicherste Zeichen einer Ent­ spannung der Lage zu erblicken. Griechenland hat die Erörterungi der neuen Forderungen der Entente abgelehnt. Ueber Athen wurde der Kriegszustand ver­ hängt. Damit ist der Agitation der Beni-. zelisten ein Riegel vorgeschoben. Ter irische Nationalist Sir Roger Casentent, gegen den seinerzeit der englisches Bot­ schafter Findlay in Ehristiania bereits einen Meuchelmörder gedungen hatte, ist bei dem Versuche einer Rückkehr in sein Vaterland den Engländern in die Hände gefallen und verHaftet worden. Er soll nach London gebracht worden sein .und im. Tower jene Zelle tmte haben, welche der deutsche Reserveoffizier Hans Lody, der von den Engländern wegen Spio­ nage erschossen worden ist, bewohnte. ────────── Bericht des deutschen Hauptquartiers. Vericht des deutschen HWlWartiers. WTB. Berlin, 27. April. Mittags. (Großes Hauptquartter.) Westiilher titisM. Südöstlich! von Ipern nahmen wir die Englischen Stellungen unter kräfttges Feuer, Dessen gute Wirkung durch PatrouziUeu fest-! gestellt wurde. Südlich! von St. Eloi wurde eiin stärkerer feindlicher Handgranatenangriff dmrch Feuer zum Stehen gebracht Im Abschnitt Givenchh-en-Gohelles—Neu­ ville—St. Vaast sprengten wir mit Erfolg meh­ rere Minen, enttisfeu in anschließenden Hand­ granatenkämpfen bei Givenchh dem Gegner ein Stück seines Grabens und wiesen Gegenangriffe ab. f Englische Vorstöße nördlich der Somme blieben erfolglos. Im Maasgebiet ist es neben heftigen Ar­ tilleriekämpfen nur links des Flusses zu Jnfanterietätigkeit gekommen. Mt Handgrana­ ten vorgehende französische Abteilungen wur­ den zurückgeschlagen. Deuische PatrouillenunternehUtungen an miehreren Stellen der Front, so in Gegend nordöstlich! von Armentieres und zwischen Vaillh und tSmonne, waren erfolgreich!. IM Luftkampf wurde je ein feindliches Flugzeug bei Sou!chez und südlich von Tahure, durchj Abwehrgeschütze ein drittes südlich von Parreh abgeschossen, Die Bahnlinie int Noblettetal, südlich! von Soippes, wurde durchj ein deutsches Flugzeuggeschwader ausgiebig mit Bomben belegt. Heute Nacht kam ein Luftschiffangriff ge­ gen die Hafen- und Bahnanlagen von Mävgate an der englischen Lstküste zur Ausführung. Oestlicher MMWlstz. Die Lage ist unverändert. Eines unserer Luftschiffe warf. auf die I Werke, sowie Hafen- und Bahnanlagen von I Tünamünde Bomben ab. ────────── Westlicher Kriegsschauplatz. Vericht des deutschen HWlWartiers. WTB. Berlin, 27. April. Mittags. (Großes Hauptquartter.) Westiilher titisM. Südöstlich! von Ipern nahmen wir die Englischen Stellungen unter kräfttges Feuer, Dessen gute Wirkung durch PatrouziUeu fest-! gestellt wurde. Südlich! von St. Eloi wurde eiin stärkerer feindlicher Handgranatenangriff dmrch Feuer zum Stehen gebracht Im Abschnitt Givenchh-en-Gohelles—Neu­ ville—St. Vaast sprengten wir mit Erfolg meh­ rere Minen, enttisfeu in anschließenden Hand­ granatenkämpfen bei Givenchh dem Gegner ein Stück seines Grabens und wiesen Gegenangriffe ab. f Englische Vorstöße nördlich der Somme blieben erfolglos. Im Maasgebiet ist es neben heftigen Ar­ tilleriekämpfen nur links des Flusses zu Jnfanterietätigkeit gekommen. Mt Handgrana­ ten vorgehende französische Abteilungen wur­ den zurückgeschlagen. Deuische PatrouillenunternehUtungen an miehreren Stellen der Front, so in Gegend nordöstlich! von Armentieres und zwischen Vaillh und tSmonne, waren erfolgreich!. IM Luftkampf wurde je ein feindliches Flugzeug bei Sou!chez und südlich von Tahure, durchj Abwehrgeschütze ein drittes südlich von Parreh abgeschossen, Die Bahnlinie int Noblettetal, südlich! von Soippes, wurde durchj ein deutsches Flugzeuggeschwader ausgiebig mit Bomben belegt. Heute Nacht kam ein Luftschiffangriff ge­ gen die Hafen- und Bahnanlagen von Mävgate an der englischen Lstküste zur Ausführung. Oestlicher MMWlstz. Die Lage ist unverändert. Eines unserer Luftschiffe warf. auf die I Werke, sowie Hafen- und Bahnanlagen von I Tünamünde Bomben ab. ────────── Oestlicher Kriegsschauplatz. Vericht des deutschen HWlWartiers. WTB. Berlin, 27. April. Mittags. (Großes Hauptquartter.) Westiilher titisM. Südöstlich! von Ipern nahmen wir die Englischen Stellungen unter kräfttges Feuer, Dessen gute Wirkung durch PatrouziUeu fest-! gestellt wurde. Südlich! von St. Eloi wurde eiin stärkerer feindlicher Handgranatenangriff dmrch Feuer zum Stehen gebracht Im Abschnitt Givenchh-en-Gohelles—Neu­ ville—St. Vaast sprengten wir mit Erfolg meh­ rere Minen, enttisfeu in anschließenden Hand­ granatenkämpfen bei Givenchh dem Gegner ein Stück seines Grabens und wiesen Gegenangriffe ab. f Englische Vorstöße nördlich der Somme blieben erfolglos. Im Maasgebiet ist es neben heftigen Ar­ tilleriekämpfen nur links des Flusses zu Jnfanterietätigkeit gekommen. Mt Handgrana­ ten vorgehende französische Abteilungen wur­ den zurückgeschlagen. Deuische PatrouillenunternehUtungen an miehreren Stellen der Front, so in Gegend nordöstlich! von Armentieres und zwischen Vaillh und tSmonne, waren erfolgreich!. IM Luftkampf wurde je ein feindliches Flugzeug bei Sou!chez und südlich von Tahure, durchj Abwehrgeschütze ein drittes südlich von Parreh abgeschossen, Die Bahnlinie int Noblettetal, südlich! von Soippes, wurde durchj ein deutsches Flugzeuggeschwader ausgiebig mit Bomben belegt. Heute Nacht kam ein Luftschiffangriff ge­ gen die Hafen- und Bahnanlagen von Mävgate an der englischen Lstküste zur Ausführung. Oestlicher MMWlstz. Die Lage ist unverändert. Eines unserer Luftschiffe warf. auf die I Werke, sowie Hafen- und Bahnanlagen von I Tünamünde Bomben ab. Balkau-KrtegsschauPlatz. 1 Nichts Neues. Oberste Heeresleitung. ────────── Der österr.-ung. Heeresbericht. Ser öfters.-Heg. Heererbericht. WTB. Wien, 27. April, mittags. — Amtlich wird verlautbart: Russischer Kriegsschauplatz, und Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Italienischer Kriegsschauplatz. An der küstenländischen Front war der Arttlleriekampf gestern und heute nachts stel­ lenweise sehr lebhaft. Abends setzte gegen unsre wiedergewonnenen Gräben östlich! Selz Trom­ melfeuer ein. Ein darauffolgender feindlicher Angriff wurde abgeschlagen. Ter Monte San Michele stand nachmittags unter kräftigem Feuer aller Kaliber. Am Tolmeiner Brückenkopf und nördlich davon wirkte unsre Arttllerie kräftig gegen die italienischjen Stellungen. Bei Flitsch! verjagten unsre Truppen den Feind aus einem Stützpunkt im Rombongebiet und nahmen einen Teil der aus Alpine be­ stehenden Besatzung gefangen. An der Tiroler Front ist die Lage nnver-4 ändert. Ber stellvertretende Chef des Generalstabest v. H o «f e r, Feldmarsch alleutnant. ────────── (selbst an die friedfertigen Vereinigten Staaten die Kriegsgefahr getreten fei, toeMjie dadurch M gewaltigen Rüstungen gezwungen würden. In China seien iw Augenblick 3500 Teutsche die in die politischen Intrigen CWnas ver­ wickelt feien. Tie 'chinesische Regierung toterbe Maßnahmen treffen müjssen, um die Jnteres_ (sen der Verbündeten zu unterstützen. Graf Okuma besang dann in hohen Tönen die Machit der "Feder, die jo manches dazu beigetragen habe, die Gegensätze zwischen Japan und den Vereinigten Staaten zu mildern. Tie Feder allein werde die Kraft haben, selbst der Macht der Unterseeboote zu trotzen. Tie Feder wejrde den endgültigen Sieg erringen. (Z-) ────────── 9e«Wmd nnb Bmerik». Tier amerikanische Botschafter im Großen Hauptquartier. Berlin, 27. April. Ter amerikanische Botschafter Gerard ist heute abends ins Gro­ ße Hauptquartier abgereist. Aus Amerika. Newhork, 26. April. (Funkspruch vom Vertreter des WTB.) Eine Washingtoner De­ pesche des "Newhork Sun" besagt: Tie Streitfrage mit Deutschland wegen Verletzung des Völkerrechtes ist derartig, daß die amerikanische Klage gegen England nicht betrieben werden wird, bis eine Verständigung Mit Deutschland erreicht ist. Wenn die deut­ schen Unterseeboote zur Anpassung an die Forderungen des Völkerrechts gebracht sein werden, wird das Staatsdepartement die Frei­ heit haben, mit feiner Klage gegen England vorzugehen. ' Tie Stimmung in Amerika. Frankfurt, 27. April. Aus Newhork wird der "Franks. Ztg." gemeldet: Dar Ab­ geordnete Mann, der Führer der Opposition im Repräsentantenhaus, der wegen seiner Be­ merkungen gegen Wilson scharf angegriffen wurde, hielt eine neue Rede gegchr den Krieg, in der er sich gegen den Abbruch der diplomati­ schen Beziehungen mit Deutschland erklärte. Das ganze Haus applaudierte. Senator Town(shend, p er sich! bei Senator Gores Resolution über den Unterseebootskrieg der Abstimmung enthalten hatte, erklärte jetzt in einem In­ terview, er sei unter den gegenwärtigen Um­ ständen gegen einen Krieg. Diese Sinnesände-rung ist offenbar auf die in Michigan, im jHehmatsstaat Gores, zugunsten Henry Fords aus­ gefallene Abstimmung für die Präsidentschafts­ kandidatur zurückzuführen. (S-) 9e«Wmd nnb Bmerik». Tier amerikanische Botschafter im Großen Hauptquartier. Berlin, 27. April. Ter amerikanische Botschafter Gerard ist heute abends ins Gro­ ße Hauptquartier abgereist. Aus Amerika. Newhork, 26. April. (Funkspruch vom Vertreter des WTB.) Eine Washingtoner De­ pesche des "Newhork Sun" besagt: Tie Streitfrage mit Deutschland wegen Verletzung des Völkerrechtes ist derartig, daß die amerikanische Klage gegen England nicht betrieben werden wird, bis eine Verständigung Mit Deutschland erreicht ist. Wenn die deut­ schen Unterseeboote zur Anpassung an die Forderungen des Völkerrechts gebracht sein werden, wird das Staatsdepartement die Frei­ heit haben, mit feiner Klage gegen England vorzugehen. ' Tie Stimmung in Amerika. Frankfurt, 27. April. Aus Newhork wird der "Franks. Ztg." gemeldet: Dar Ab­ geordnete Mann, der Führer der Opposition im Repräsentantenhaus, der wegen seiner Be­ merkungen gegen Wilson scharf angegriffen wurde, hielt eine neue Rede gegchr den Krieg, in der er sich gegen den Abbruch der diplomati­ schen Beziehungen mit Deutschland erklärte. Das ganze Haus applaudierte. Senator Town(shend, p er sich! bei Senator Gores Resolution über den Unterseebootskrieg der Abstimmung enthalten hatte, erklärte jetzt in einem In­ terview, er sei unter den gegenwärtigen Um­ ständen gegen einen Krieg. Diese Sinnesände-rung ist offenbar auf die in Michigan, im jHehmatsstaat Gores, zugunsten Henry Fords aus­ gefallene Abstimmung für die Präsidentschafts­ kandidatur zurückzuführen. (S-) ────────── es: Ter Gegenangriff heute früh ist geglückt, wir halten sämtliche Gräben besetzt, aber um einen außerordentlich! hohen Preis. Ich habe Kompagnien, von denen nur mehr 4—5 Mann übrig geblieben sind. Tie Bestände sind derart erschüttert, daß eine Umgruppierung sehr (schwierig erscheint. Anderseits ist die Er­ schöpfung der Mannschaft auf einem Grade angelangt, daß ich! tatsächlich, das Gefühl habe, dieses zur Kenntnis bringen zu müssen. Tas Aeußerste scheint erreicht. Ich schildere die Tinge, wie ich! (sie sehe, wjeil ich fürchte, ejne Stellung zu verlieren, die mit so unendlichen .Mühen genommen worden ist. Was die Lage erjschtoert, ist der Verlust der.rückwärtigen Ver­ bindungen der Divisionen. General Salins Weint seinen Patrouillen nicht mjchv zu trauen. Eine Anzahl dieser Leute haben sich von ihren Gängen nW(t mehr eingebunden. Es wird also verfügt, daß die Leute nur Mehr gut bewaffnet ausgehen, zumindest mit .Mes­ ser und Repetierpistole, Hamit sie sW! gegen Auftauchende Feinde wehren können. Wer trotz­ dem in Gefangenschaft gerät, hat nach dem Kriege eines Kriegsgerichtes gewärtig zu sein. (Z.) Abschaffung der Stahlhelme beim belgischen Heer. Genf, 27. April. Wie das "Journal" aus Le Havre meldet, verfügte der belgische Kriegsminister, daß die Stahlhelme beim bel­ gischen Heere abgeschafft und durchs eine müt­ zenähnliche Kopfbedeckung ersetzt würden. (Z.) ────────── Aw VMM. Griechenland und die Entente. Köln, 27. April. Tie "Köln. Ztg." mel­ det aus Athen: Ter Vierberband begnügt (sich! nicht mehr mit der Beschlagnahme von Post­ sendungen der Vierbundsmächjte. Er vergreift (sich! auich an der griechischen Jnlandpost. Tas französiische Kriegsschiff "Bruix" beschlagnahm­ te auf drei griechischen Dampfern etwa 150 Postsäck'e, darunter die Korrespondenz der Be­ hörden der grischsschen Truppen-Kommandos Mit der Zentrale. Lo n do n, 27. April. Reuter meldet aus Athen: Tie gesamte Entente unternahm einen neuen Sch(ritt im Hinblick auf den Transport serbischer Truppen nach Mazedonien. Siefor­ derten von neuem die Benutzung der grie­ chischen Eisenbahnen. Auf diesen Schritt der Diplomaten folgte eine Ministe rsitzung. Nene Forderungen der Entente. Mailand, 27. April. Ter "Secolo" mel­ det aus Athen: Ter serbische Gesandte wies Skuludis aus die Notwendigkeit hin, die auf Korfu öefindlichten Truppen auf dem Land­ weg nach Saloniki zu bringen. Er bot die notwendigen sanitären Garantien an. T'er französische Gesandte Guillemin und der englische Gesandte Elliot unterstützten' diesen Schpitt und überreichten eine Note der Verbandsmächte. Bezüglich der Truppentransporte versicherten sie, daß außer für die Zeit der Durchfahrt keine Gebietsbesetzung. erfolgen werde. Griejchsnland lehnt ab. Athen, 27. April. erden k ' mtmmmmKiwm— — im null— lich schwer macht, daß ich- nicht sprechen kann," rief Ilse verzweifelt aus, "und nicht sprechen darf. — Ich, habe meiner Mutter noch in schwer Sterbestunde schwören müssen, zu schweigen." "So soll der Wille dieser selbstsüchtigen und tyrannischen Frau noch über das Grab hinaus eine Fessel für dich sein?" Er konnte sich in seiner Empörung über diese neue Gewaltsamkeit der Toten nicht mä­ ßigen. "Ein erzwungener Schjwür hat keine Hei­ ligkeit und keine bindende Kraft in meinen Augen, und ich warte darauf, daß du das eines Tages eirisehen und im Viertrauen den Weg zu mir finden wirst. — Leb wohl, Ilse. Tu willst, daß ich« nicht wiederkomme bis zur Be­ erdigung deiner Mutter. Gut, ich! werde dei­ nen Wunsch! erfüllen, — aber denke in diesen schweren Tagen daran, daß ich dir in Gedanken stets nahe bin, ttnd Daß du nur zu rufen brauchst, wenn du meinst, daß meine Gegen-! wart dir doch vielleicht einen kleinen Trost bringen könnte." Er küßte ihr die Hand und ging. Mißgestimmt, unruhig schritt der Pro­ fessor seinem Heim zu. Toch als er das schöne, stattliche und behagliche Haus, das er sein eigen nannte, mit seinen blitzenden Fenster-! reihen vor sich sah, als ecr den Hauch bter ihnen vielleicht formell die direkten Steuern verbleiben, aber praktisch! werden sie mit einer zersetzten Vermögenssteuer und mit einer durch!löcherten Einkommensteuer dasitzen. Ihre finanzielle Lage wird dann so kümmerlich! wie urisicher sein. Trum wäre -e§ so tief bedauer­ lich, wenn sie den Anschluß, versäumten." ' Tie Sommerzeit in Holland. Die Zweite holländische Kammer nahm den Gesetzentwurf über die Sommerzeit an. ────────── Durchholten, aber die Regierung sollte uns anders zur Seite stehen. Landtagsabgeord­ neter Steiner meinte, in wirtschaftlicher Be­ ziehung sollte es keinen Norden und teinett öZüden geben, wir sind alle T>eutsch>e. Wir 'sind stolz darauf, so viel Vieh liefern zu können. Seien wir einig mit .unseren Jungen in den Schützengräben und hält-en wir durch. Abg. Eisenberger führte folgendes aus: In Bayern war es der Mittel- und Kleinbauern­ stand, der sich, bewährt hat, der Äroßgrundfbesitz hat gänzlich! versagt. Tie Kleinen haben bewiesen, jwas sie leisten können. Redner be­ klagt, daß seit 1867 so viel landwirtschaftlicher Grund und Boden zu Jagdgründen umgewan­ delt wurde. Tamit mutz künftig aufgehört wlerden. Am schlechtesten schneiden die Geschäfts­ leute ab. Es müssen für diese auch Mittel ünd Wege gefunden werden. Redner kam dann «ruf seine Interpellation im Landtag wegen des Wildschadens zu sprechen. Auch die hohen Herren sollen Patriotismus zeigen, nicht bloß Die unteren. Dem Herzog von Koburg-Gotha wurden zur Wildfütterung 6000 Zentner Heu bewilligt, das nach! Oesterreich gekommen ist. Zuerst soll das Rindvieh kommen, .dann erst Das Wjld. In Preußen schießt man das Wild zusammen. Was in Preußen möglich! ist, kann inan auch! in Bayern tun" Tie Norddeutschen behalten ihr Heu und Vieh zurück, bis es teuer wird. Zu Beratungen in wirtschaftlichen Fra­ gen !soll man praktische Leute herbeiziehen iunb feine Professoren. Im Proviantamt Mün­ chen sei ein Rechtsanwalt Vorstand; ob dieser das richtige Verständnis für solche Sachen hat, bezweifle er. Bei den Fleischikarten hat es geheißen, sie kommen nicht, jetzt haben wir sie. Man hat solange gewartet, bis die Kuh aus dem Stalle war. Wir müssen aushalten, unsere Soldaten müssen auch aushalten, lange wird es nicht mehr dauern. Abg. Wasner besprach! den Arbeiterinangel, weshalb wir uns mit Gefangenen begnügen müssen. Er munterte schließlich ebenfalls auf, zusammen­ zuhalten bis zum endgiltigen Siege. Abg. Bauer wies noch auf die Leistungen unserer tapferen Truppen und unserer österreichjischungarischen, bulgarischen und ottomanischen Verbündeten hin. Tamit schloß die Tagung. Großes Defizit. In einer stattgehabten außerordentlichen Versammlung des seit dem Jahre 1864 bestehenden bürgerlichen Spar­ und Darlehens-Unterstützungs-Vereins Nürn­ berg wurde festgestellt, daß der Verein seit mehreren Jahren mit Unterbilanz arbeitet und daß der Fehlbetrag mindestens 42 000 Mark beträgt, sodaß die vielen kleinen Sparer nur ein Trittel ihrer Guthaben wieder heraus­ bekommen werden. Tie Versammlung beschloß, Maßnahmen zu einem Sanierungsversuch! zu treffen und gegen etwa schuldige frühere oder jetzige Vorstandsmitglieder außer mit Haftbarffpp" i vermischtes. Trapezunt. Eine echt orientalische Handelsstadt mit all ihren dem Abendländer so seltsam erschei­ nenden Eigentümlichkeiten, vielen Mängeln, aber auch! mancherlei exotischen Reizen — das ist Trapezunt, die Hauptstadt des gleichnami­ gen Wilajets, die die Türken selbst Tarabosan nennen, und die in der levantinischen Sprach>e als Trebisonda bekannt ist. Uralt ist diese Stadt; sie soll angeblich noch einige Jahre früher als Rom gegründet sein. Wahrschein­ lich wurde das alte Trapezus aber erst um 700 vor. Chr. von Milesiern aus Sinope ange­ legt. Unter Kaiser Hadrian war Trapezus die wichtigste Stadt am Schwärzen Meere, dem damaligen Pontus Euxinus. Im späteren Mittelalter gab es sogar einmal ein Kaisertum Trapezus, ein kleines Reich!, das aber im Jahre 1462 von den Türken erobert wurde. Seither herrscht in Trapezunt der Islam; aber das einst dort maßgebende Christentum ist bis auf ' den heutigen Tag nicht aus der Stadt ver­ schwunden; ein griechischer Mietr.opolit hat in Trapezunt neben einem armenischen Erzbischof und einem armenisch-nnierten "Bischof seinen Amtssitz. Tenn die Stadt besitzt eine bunt zu. sammengewürfelte Bevölkerung, und Türken, machnng geeignetenfalls .auch mit Strafe vor­ zugehen. Hamsterei im große» wurde an den beiden Osterfeiertagen von den außerbayerischen Be­ suchern von Stadt und Umgebung in Aschaf­ fenburg betrieben. Am dortigen Bahnhöfe wurde eine Menge Butter, Eier und Fleisch^ waren beschlagnahmt. Tas Gleiche wird von mehreren Nachbarstationen gemeldet. Lotterie. Tem Bayerischen Eisenbahner­ verband (e. V.) in München wurde zur Ge­ winnung von Mitteln für die von ihm ge­ leitete Wohlfahrtseinrichtung "Hilftfasse" die Veranstaltung einer Lotterie mit 180 000 Lo­ sen zu je 1.10 Mark und 6 700 Gewinnen im Gesamtbeträge von 60 000 Mark für das ganze Königreich genehmigt. ────────── und der gleichalterige Bauernsohn Georg Then von dem 18 jährigen Taglöhüer Karl durchs Messerstiche so schwer verletzt, daß sie kaum mit dem Leben davonkommen dürften. Ter Täter ging flüchtig. Während der Fährt wollte ein Heizer die Lokomotive auf der Strecke Peters hausenPaindorf schmieren. Er stieß mit dem Kopfe an eine Ueberführung und blieb tot liegen. Diebstahl int Pfarrhaus. Ein unermittelter Gauner sprach! bettelnd beim Stadt­ pfarrer Feigel in Pirtnasens vor und erhielt Unterstützung, utn in seine angebliche Heimat Koblenz zu reisen. Zum Tank dafür stahl er auf dem Gang des Pfarrhauses vier Män­ tel im Werte von 400 Mark und verschwand. Zu Tode geschleift wurde von seinen scheu­ enden Pferden der 45 jähr. Fuhrknecht Leon­ hard aus Heuchelheim Bei Landau (Pfalz). Mit Spiritus wollte im Lager Hammel­ burg der 9 jährige Revisorssohn . Will von Bamberg Feuer machen. Tie Kanne explo­ dierte und der Junge starb bald darauf an den erlittenen Verletzungen. Grotzseuer brach in der mechanischen ;Schfuhfabrik Emil Reuffer in Pirmasens aus. Tie Fabrik brannte vollständig aus. Allerlei. Aerlei. Hartnäckiger Selbstmörder. In München brachite sich der 45 Jahre alte Ausgeher Joh. Schieber Schnitte an beiden Handgelenken bei, versuchte sich die Luftröhre zu durchschneiden, verstopfte die Türe seines Zimmers und öffne­ te den Gashahn und als ihm auch dies tzu langsam ging, erhängte er sich,. In den Tod gingen die beiden Schwestern das 15 jähr. Dienstmädchen Viktoria Enzmann und die 17 jähr. Näherin Luise Enzmann. Beide sprangen in den Eisbach im Englischen Garten in München. Erstere wurde noch lebend geborgen, letztere ist ertrunken. In die Janchegrube fielen in Per lach bei München gestern die beiden ältesten Knaben des Bauern Kauderer und erstickten. Ein Blitz zündete im Anwesen des Güt­ lers Attenberger in Ernsgaden bei Pfaffen­ hofen a. I. Der Stadel mit Inhalt verbrannte, ' das Wohnhaus wurde gerettet. ! Eine törichte Wette. Ter Arbeiter Hol! lerer in Schnabelweis bei Stadtamhof.Wettete ’ in einer feuchtfröhlichen Gesellschaft, daß er über die Donau und zurück schwimmen Werde, i Hinüber gelang es ihm, beim Zurückschwirn, men verließen ihn jedoch die Kräfte und er I verschwand plötzlich in den Wellen. Seine Leiche j ist noch! nicht gefunden. ! Eine Spirituskanne explodierte,, als eine j Sanitätsfeldwebelsfrau in der neuem Kaserne in Regensburg Spiritus in das Ferner nach^ goß. Tie Frau starb an den "Wundem. Drei Kinder, die im Zimmer waren, konnten geret­ tet und das Feuer gelöscht werden. Zu viel SMaspulver nahm die Frau des Maurers Weng in Baldingen bei Nördlingen, was ihren Tod zur Folge hatte. In Streit gerieten in Tütschengreuth bei Bamberg mehrere junge Burschen. Tabei wur­ den der 18 jährige Schwiedssohn Georg Krug ────────── Vermischtes. Durchholten, aber die Regierung sollte uns anders zur Seite stehen. Landtagsabgeord­ neter Steiner meinte, in wirtschaftlicher Be­ ziehung sollte es keinen Norden und teinett öZüden geben, wir sind alle T>eutsch>e. Wir 'sind stolz darauf, so viel Vieh liefern zu können. Seien wir einig mit .unseren Jungen in den Schützengräben und hält-en wir durch. Abg. Eisenberger führte folgendes aus: In Bayern war es der Mittel- und Kleinbauern­ stand, der sich, bewährt hat, der Äroßgrundfbesitz hat gänzlich! versagt. Tie Kleinen haben bewiesen, jwas sie leisten können. Redner be­ klagt, daß seit 1867 so viel landwirtschaftlicher Grund und Boden zu Jagdgründen umgewan­ delt wurde. Tamit mutz künftig aufgehört wlerden. Am schlechtesten schneiden die Geschäfts­ leute ab. Es müssen für diese auch Mittel ünd Wege gefunden werden. Redner kam dann «ruf seine Interpellation im Landtag wegen des Wildschadens zu sprechen. Auch die hohen Herren sollen Patriotismus zeigen, nicht bloß Die unteren. Dem Herzog von Koburg-Gotha wurden zur Wildfütterung 6000 Zentner Heu bewilligt, das nach! Oesterreich gekommen ist. Zuerst soll das Rindvieh kommen, .dann erst Das Wjld. In Preußen schießt man das Wild zusammen. Was in Preußen möglich! ist, kann inan auch! in Bayern tun" Tie Norddeutschen behalten ihr Heu und Vieh zurück, bis es teuer wird. Zu Beratungen in wirtschaftlichen Fra­ gen !soll man praktische Leute herbeiziehen iunb feine Professoren. Im Proviantamt Mün­ chen sei ein Rechtsanwalt Vorstand; ob dieser das richtige Verständnis für solche Sachen hat, bezweifle er. Bei den Fleischikarten hat es geheißen, sie kommen nicht, jetzt haben wir sie. Man hat solange gewartet, bis die Kuh aus dem Stalle war. Wir müssen aushalten, unsere Soldaten müssen auch aushalten, lange wird es nicht mehr dauern. Abg. Wasner besprach! den Arbeiterinangel, weshalb wir uns mit Gefangenen begnügen müssen. Er munterte schließlich ebenfalls auf, zusammen­ zuhalten bis zum endgiltigen Siege. Abg. Bauer wies noch auf die Leistungen unserer tapferen Truppen und unserer österreichjischungarischen, bulgarischen und ottomanischen Verbündeten hin. Tamit schloß die Tagung. Großes Defizit. In einer stattgehabten außerordentlichen Versammlung des seit dem Jahre 1864 bestehenden bürgerlichen Spar­ und Darlehens-Unterstützungs-Vereins Nürn­ berg wurde festgestellt, daß der Verein seit mehreren Jahren mit Unterbilanz arbeitet und daß der Fehlbetrag mindestens 42 000 Mark beträgt, sodaß die vielen kleinen Sparer nur ein Trittel ihrer Guthaben wieder heraus­ bekommen werden. Tie Versammlung beschloß, Maßnahmen zu einem Sanierungsversuch! zu treffen und gegen etwa schuldige frühere oder jetzige Vorstandsmitglieder außer mit Haftbarffpp" i vermischtes. Trapezunt. Eine echt orientalische Handelsstadt mit all ihren dem Abendländer so seltsam erschei­ nenden Eigentümlichkeiten, vielen Mängeln, aber auch! mancherlei exotischen Reizen — das ist Trapezunt, die Hauptstadt des gleichnami­ gen Wilajets, die die Türken selbst Tarabosan nennen, und die in der levantinischen Sprach>e als Trebisonda bekannt ist. Uralt ist diese Stadt; sie soll angeblich noch einige Jahre früher als Rom gegründet sein. Wahrschein­ lich wurde das alte Trapezus aber erst um 700 vor. Chr. von Milesiern aus Sinope ange­ legt. Unter Kaiser Hadrian war Trapezus die wichtigste Stadt am Schwärzen Meere, dem damaligen Pontus Euxinus. Im späteren Mittelalter gab es sogar einmal ein Kaisertum Trapezus, ein kleines Reich!, das aber im Jahre 1462 von den Türken erobert wurde. Seither herrscht in Trapezunt der Islam; aber das einst dort maßgebende Christentum ist bis auf ' den heutigen Tag nicht aus der Stadt ver­ schwunden; ein griechischer Mietr.opolit hat in Trapezunt neben einem armenischen Erzbischof und einem armenisch-nnierten "Bischof seinen Amtssitz. Tenn die Stadt besitzt eine bunt zu. sammengewürfelte Bevölkerung, und Türken, gelangen. So mußten die Schiffe auf offener | Reede ankern, und bei den häufigen Stürmen , im Schwarzen Meere War das mit wesentlichen Gefahren verbunden. Tie Stadt Trapezunt ist im Sommer von großem Reiz, da sie in ihrem Innern weite, prangende Gärten trägt. Auch, ihre Lage an der ansteigenden Küste des Schwarzen Meeres ist reizvoll; majestätisch überragt die Stadt der waldbedeckte, 3400 Me­ ter hohe Kolat-Tagh, dessen Gipfel fast das ganze Jahr hindurch, von Eis und Schnee bedeckt ist. Ein Teil der Stadt liegt auf fla­ chen Hügeln; ein anderer Teil zieht sich berg­ aufwärts bis zu einer Felsplatte zwischen 2 Schluchten, auf der sich die alte Zitadelle der Stadt mit einem verfallenen Schloß erhebt. Tie meisten Häuser von Trapezunt sind aus Holz gebaut; die Straßen sind winklig und wie fast überall im Orient unreinlich!. In den Basaren, die durchweg aus Stein errichtet sind, findet man alle Waren des Orients, neben kostbaren Ghäwls, Teppichen, ziselier­ ten Klingen und mit höchster Kunstfertigkeit gearbeitetem Schmuck auch billigen aus dem Abendlande eingeführten Fabrikschnnd. Ter Handel liegt ganz in den Händen der Ärmst nier und Griechen, die etwa die Hälfte der Bevölkerung ausmachen und gleichzeitig deren christlichen Teil bilden. Hat doch Trapezunt, die armenischen Gotteshäuser nicht gerechnet, allein 22 griechische Kirchen! t Griechen, Armenier, Periser wohnen hier ne­ beneinander. Tie Bevölkerung macht im gan­ zen etwa 40 000 Seelen aus, und es scheint, daß sie sich, in neuerer Zeit eher vermindert als vermehrt hat. Tas rührt daher, daß der Han­ del von Trapezunt zurückgegangen ist, dadurch, daß im Jahre 1878 das Wilajet nach dem rus­ sisch,-türkischen Kriege an Umfang erheblich ver­ loren hat. Auch! ist ein Teil des Handels an Batum übergegangen, das wegen seiner Eisenbahnverbindungen günstigere Verhältnis­ se hot. Auch, der Handel mit Persien, in dem der Transitverkehr mit Teppichen die Haupt­ rolle spielt, hat sich! zum Teil vorteilhaftere Wege gesucht, und seine Hauptbedeutung hatte Trapezunt in den letzten Jahrzehnten als kleine asiatischer Hafen am Schwarzen Meere, den ein regelmäßiger Tampfschiffverkehr mit Kon­ stantinopel, den Donaumündungen und einigen Mittelmeerhäsen verband. So war Trape­ zunt bis zum' Kriegsausbruch! ein Hauptstapel­ und Spediti.ousplatz zwischen dem Abendlande und Vorderasien, und von hier aus ging der Verkehr über Land nach, Erzerum, Täbris und nach, Syrien durch Karawanen weiter. Merk­ würdig genug ist es, daß diese Stadt, in der jährlich mehr als 10 000 Segelschiffe und 500 Dampfer anlegten, keinen eigentlichen Hasen hatte. Geplant war er zwar seit langem, aber die Mißwirtschaft unter der Regierung Abdul Hamids ließ die Projekte nie zur Ausführung ────────── Lokales. Lokale;. La»d»hut, 28. April. —* Das Eiserne Kreuz wurde dem Unteroffizier d. R. des f. 9. Feld-Artillerie^ Regiments Herrn Hans Teschler, Sohn des Herrn Chorregenten Te>sch!ler hier, verliehen. Tie Brust des neuerdings Ausgezeichneten schmückt bereits das Militärverdiensttteuz. —* IM Dienste des Vaterlandes verunglückte der Händler Herr Lorenz Windorfer von hier, der in den Vogesen durch« den Hufschlag eines Pferdes eine schwere Schädelftaktur erlitt. Ter Verunglückte liegt jetzt in einem Feldlazarett. —* Tod esfall. Nach längerem Leiden ist heute früh der K. Forstrat a. £. Herr August Landgraf nach« Vollendung seines 90. Lebens­ jahres gestorben. Mit ihm ist einer der ältesten Bewohner unsrer Stadt und ein allseits ver­ ehrter Mann aus dem Leben gelschteden. Ttiö Beerdigung findet voraussichtlich am Sonntag hier statt. > —* Beerdigung. Herr Major Neuling, früher Hauptmann im 16. Jnf.-Regt., Ba­ taillonsführer im 2. Jnf.tRegt., der vor kur­ zem ^verstorben ist, wurde gestern im Ostsried-, hos in München mit militärischen Ehren feuer-> bestattet. U. a. ließen am Sarge des Derblichenen, der als Offizier wie als Mensch bei uns hochgeschätzt und von seinen Unter-- l gebenen geliebt wurde, das Offizierskorps des I 16. Jnf.-Regts. und die Niederlanderwarte $ Landshut Kränze niederlegen. I —* Ueberführung. Tie Leichje des in I einem Lazarett zu Mainz verstorbenen KaI noniers Herrn Johann SchMid, Gastwirt zum $ Mariawaberl in Berg o. L. Wurde heute hierl her überführt und wird morgen Samstag vor­ mittags halb 10 Uhr im Familiengrab im städt. Friedhof mit militärischen Ehren zur letzten Ruhe bestattet. 7"* Zur Fleisch karte ist vielfach die irrige Meinung verbreitet, daß Meise erst am 15. Mai in Kraft tritt. Tiefe Anschauung ist falsch. Tie Fleisch karte tritt bereits am 1. Mai in Wirksamkeit, ebenso Me. mit den Fletschkarten gleichzeitig zur Verteilung ge­ langenden Zuckerkarten. —* Die neue Sommerzeit, die am Mjontag in Kraft tritt, hält noch! immer Me Gemüter in Spannung. Manche können sich die Sache noch nicht vorstellen und die foex4 Ischiedenartigsten Urteile kann man darüber ver­ nehmen. Und doch ist die Angelegenheit ganz einfach. Es darf nur jeder am Sonntag abend, ehe er zur Rühe geht, seine Uhr am eine Stunde vorrücken und er wird am nächsten Tage zur richtigen neuen Zeit sein Tagewerk antreten können. Lediglich! im Bahnbetrieb bringt der erste Tag als Uebergang einige Aenderungen, für deren glatte Turchsührung die Organisationen unsres Verkehrswesens die sicherste Gewähr bietet. —* Die Eisenbahnverkehrsord!nung hat folgende Aenderung erfahren: "Ter Absender hat Stückgüter mit dem Namen der Versandstation, dem Tage der Aufgabe und dem Namen der Besfimmungsstation dauer-' haft zu bezeichnen, wenn es ihre Beschaffen-« heit ohne besondere Schwierigkeit zuläßt. Zur Kennzeichnung von Frachtgut ist weißes Pa­ pier, zur Kennzeichnung von Eilgut oder eil­ gutmäßig zu beförderndem Frachtgut rotes Pa­ pier o»der weißes Papier mit rotem Rande zu verwenden. Hat der Absender Stückgüter ntdjlt giemäß dieser Vorschrift oder nur undfeut^ lich! bezeichnet, obgleich es ihre Beschaffen-/ heit ohne besondere Schwierigkeiten zuläßt, oder hat er unvorschriftsmäßige Bekkebezettel oder Anhängeschilder verwandt, so Wird die Bezeichnung von der Eisenbahn gegen die 1m Nebengebührentarif (Teil I, Abteilung B) vor­ gesehene Gebühr ausgeführt." Damit ist die in der Praxis von den Verkehrsweibenden ohne eigentlichen Zwang schon geübte farbige Kennzeichnug von Eil- und Frachtgut nuw mehr zur allgemeinen Verpflichtung gewor­ den. ,*• —* Der Viktualienmarkt war heute nur schwach bestellt. Eier waren wenige vor­ handen, Schmalz noch weniger. Auch an Obst standen nur einige Körbe zum Verkaufe. In großer Menge war nur Grünzeug da, in Wel­ chem das Angebot die Nachfrage erheblich über­ stieg. —* Der Kartoffelmarkt war heute mit 10 Wagen Kartoffeln befahren, die zu Saatgutpreisen, meist von Oekonomen gekauft wurden. Ter Kleinverkauf war verschwindend, was wohl seine Ursache in dem städt. Kartoffel­ verkauf hat, der die Bevölkerung unsrer Stadt in dankenswerter Weise immer noch! mit bil­ ligen Kartoffeln versorgt. —* Zu turbulenten Szenen kam es heute auf dem Eiermartt. Tie Verkäufer ver­ langten für 9—10 Stück Eier 1 Mark. Es kam infolgedessen zu erregten Auseinander­ setzungen zwischen Verkäufern und Musern und in mehreren Fällen mußte die Schutzmannschaft einschreiten, um Me Verkäufer zu veranlassen, zum festgesetzten Richtpreise von 11 Stück für eine Mark zu verkauften. Ein Korb mit Eiern, deren Verkäufer sich! weigerte, die Ware zu diesem Preise abzugeben, mußte; konfisziert werden. —* Den Wucherpreis von 3 Mark für das Pfund ausgelassenes Schweinefett verlang­ te auf dem heutigen Martte eine Bäuerin. Tie Schjutzmannschaft konfiszierte das Fett, das sodann zu dem gesetzlichen Höchstpreis von 2 Mark zum Verkaufe gelangte. —* Der Liberale Verein Lands­ hut u. U. hält morgen Samstag im Wasthause zum "Sterngarten" (Selig,enthalerstraße) eine Zusammenkunft ab. : ────────── Einfache Kriegskost (gegeben vom Verein für Frauen-Jntereiffen.) Sonntag: Haferlsuppe — Hackbraten mit Kar­ toffelsalat. Montag: Nudelsuppe — Eingemaichtte Kälber- . süße *) mit Kartoffelknödel. Dienstag: Grießsuppe — Stock- oder Klipp­ fisch mit Sauerkraut. Mittwoch: Erbsensuppe — Hackfleisch auflauft*) Mit Kartoffelsalat. Tlonncrstjag: Gerstensuppe — Rindfleisch! in der braunen Soß und Kartoffel. Frjefhag: Kartoffelsuppe — Dampfnudel mit gekochtem Dörrobst. Schnstag: Fleckelsuppe - Rindfleisch! mit Kartoffelpüre. Rezepte: *) Tie Kochart der Kälberfüße ist allgety mein bekannt, empfehlenswert ist, jetzt, da Aus­ nützung überall notwendig ist, die sauber ge­ putzten Füße mit Suppengrün, wie das Rind-, fletsch zu kochen und den einen Teil der er­ haltenen Brühe zur Suppe, den andern zur Soß zu verwenden. **) Hackfleischauflauf. Ein halbes Pfund Mehl wird mit Milch! und einem Ei zu einem dünnflüssigem Teig gerührt und et­ was gesalzen, davon werden dünne Pfanwkuchen gebacken. Ein halbes Pfund Fleisch, am Besten Kalb- oder Schweinefleisch, oder Fletschreste werden gehackt, ein Stückchen But­ ter oder Fett mit zwei Löffel Mehl zu feinem hellen Einbrennen gerührt, darin feingeschnit­ tene Zwiebel leichst gedünstet und mit Milch oder Wasser aufgegossen, das Fleisch hinzu-! gefügt und zu einem dicken Haschen gekocht. Man gibt nun in eine Form oder einen Tigel einen Pfannkuchen, eine Lage Hasche u. f. f. Ten obersten Pfannkuchen bestreicht man mit etwas saurem Rahm und bäckt die Speise im Rvhr. Tie übrigen Rezepte sind zum Teil im Kriegskochjbuch der hauswirtschaftlichen Frauen­ schulen enthalten, das zum Preise von 10 Pfg. vom Verein für Frauen-Jnteressen zur Ab­ gabe gelangt und in der Filiale des "Kurier für Niederbahern", Linnbrunnerhaus zu «ha­ ben ist. ────────── Der Krieg zur See. teilgenommen hätten, von denen ein Teil die belgisck.e Küste beschoß, b,er andere im deut­ schen Fahrwasser Minen ausstreute. Angesichts der Tatsache, daß sich so viele englische Schiffe an dem Angriff beteiligten, entstaub unter der holländilschjen Grenzbevölkerung das Gerücht, die Engländer wollten an der belgischen Küste Truppen landen. Ter "Telegraph" bemerkt dazu, es sei lächerlich, bag, die Leute gleich immer bei einer solchen Beschießung von einer Landung reden, als ob die Engländer über­ haupt wagen könnten, nach einer kurzen Be­ schießung an einer Küste zu landen, die ton den Teutschen während 18 Monaten mit allen denkbaren Mitteln befestigt und verstärkt wur­ de. erden k ' mtmmmmKiwm— — im null— lich schwer macht, daß ich- nicht sprechen kann," rief Ilse verzweifelt aus, "und nicht sprechen darf. — Ich, habe meiner Mutter noch in schwer Sterbestunde schwören müssen, zu schweigen." "So soll der Wille dieser selbstsüchtigen und tyrannischen Frau noch über das Grab hinaus eine Fessel für dich sein?" Er konnte sich in seiner Empörung über diese neue Gewaltsamkeit der Toten nicht mä­ ßigen. "Ein erzwungener Schjwür hat keine Hei­ ligkeit und keine bindende Kraft in meinen Augen, und ich warte darauf, daß du das eines Tages eirisehen und im Viertrauen den Weg zu mir finden wirst. — Leb wohl, Ilse. Tu willst, daß ich« nicht wiederkomme bis zur Be­ erdigung deiner Mutter. Gut, ich! werde dei­ nen Wunsch! erfüllen, — aber denke in diesen schweren Tagen daran, daß ich dir in Gedanken stets nahe bin, ttnd Daß du nur zu rufen brauchst, wenn du meinst, daß meine Gegen-! wart dir doch vielleicht einen kleinen Trost bringen könnte." Er küßte ihr die Hand und ging. Mißgestimmt, unruhig schritt der Pro­ fessor seinem Heim zu. Toch als er das schöne, stattliche und behagliche Haus, das er sein eigen nannte, mit seinen blitzenden Fenster-! reihen vor sich sah, als ecr den Hauch bter Wohlhabenheit und Vornehmheit, der es um­ wehte, verspürte und im Hereintreten in die große freundliche Halle durch die friedliche Stille wohltuend berührt wurde, da schwand nach! und nach alle kummervolle Unzufrieden-' heit aus feinem Innern. Daß, seine Braut, das arme, verschüchterte Ting, nach schweren sonnenlosen Jahren einem so jäh vor ihr auf­ tauchenden Glück mit Mißtrauen entgegensah, und daß sie in der Todesstunde der Mutter nicht sogleich wagte, sich von einem Wilhen, der sie solange geknechtet hatte, zu befreiext, war zu verstehen. Wenn er nur erst tyt4 i stände sein würde, sie von der fixen Idee, | das Unglück sei unwiderruflich, fest an ihre j Fepseu geheftet, zu befreien, dann würde sie j auch wieder an Licht und Freude glauben ler) nen. Gut gelaunt dem alten, weißköpfigen Die­ ner auf die Schulter klopfend, fragte er: "Was meist du, Jörg, ob sich! wohl ein junges Frau­ chen bei uns glücklich fühlen würde?" "Hm!" machte Jörg, und sah seinen Herrn mit vor Staunen und freudiger Ueberräschüng ganz blanken Augen an, "warum denn nicht, Herr Professor? Wir würden es schon gut behandeln." Ter Professor lachte: "Ja, Jörg, das wür­ den wir." ! Er ging zu -seiner Mutter. "Güten. Morgen, Mütterchen," sagte er, küßte ihr zärtlich! den weißen Scheitel und legte, sich auf einem niedrigen Sessel neb-cht ihr niederlassend, vertraulich den blonden Kopf an ihre Schulter. "Oh!" mächte sie, "jemand hat -etwas zu beichten." "Ja, Mütterchen, sehr viel, unD das Schlimmste ist, ich weift nicht, Wie i,h es 'in Worte fassen soll! Es ist etwas gar so Won­ niges und dabei Herzbeklemmendes, und du wirst lachen über Deinen alten Sohn, Der noch so töricht jung sein kann." Ueber das Gesicht Der alten Dame glitt es tote ein leiser Schrecken: "Sprich!, T-ieter, eine jugendliche Torheit wäre das letzte, was ich, von dir erwarten' könnte." "Run, meine liebe Mutter, etwas Törichltes brauchst nicht immer gleich eine wirkliche Torheit zu sein. Toch, zuerst wacht man gern das Betrübende ab. Heute früh ist die Generalin von Teilen gestorben." "Tas ist hart für die armen Waisen." MrGWna W-2 ────────── bor. Während Enßle die Bedienung des Ma­ schinengewehres und andere in den nächsten Schlupfwinkeln verkrochene Leute rcksch her­ beirief und das Gewehr selbst schnßbereit machte, beiwarfen Landes und ein Unter­ offizier die bereits ziemliich nahe herangekom­ menen Franzosen so erfolgreich! mit Hand­ granaten, daß sich nur ein schwacher Rest in einem vorliegenden Granattrichiter festsetzen tonnte. Auch! Enßle erzielte mit «seinem Ge­ wehr inzwischen recht günstige Wirkung,fühlte sich jedoch durch das Flankenfeuer aus dem Trichjter sehr stark belästigt. Als Landes dies wahrnahm, stieg er, um den Feind dort gut fctssen zu können, auf den Patronenkasten und brachte, indem er sich fast ganz bloßstellte,, durch! seine Wurfgeschosse das Gewehrfeuer zuM Schweigen. Ta es aber unterdessen einem Teil des Gegners gelang, in den Graben der 6. Kompagnie einzubrechen, bei dem entstande­ nen Handgemenge, infolge Aufbrauchs der Handgaranten eine Gruppe der Kompagnie nach! der Seite abgedrängt würbe und dadurch das Gewehr in Gefahr des Verlustes geriet, stellte sichj Landes dem Feinde entgegen und veranlaßte, während er einen einzigen Mann nach! Wurfgeischossen wegschütte, seine ganze Schär mit zündenden Worten zu einem kräfti­ gen Gegenstoß, bei dem die Franzosen bis auf 13 Gefangene samt und sonders niedergemacht wurden. Inzwischen hielt Enßle durch sein andauernd auf den seindlichien Schützengra-) ben gerichtetes Feuer den Gegner in Schach, so daß er nicht mehr vorzübrechen wagte. Als aber aus dem Granattrichter neuerdings Ge­ wehrfeuer einsetzte, sprang Landes nochmals auf den Patronenkasten und schleuderte seine Granaten hinüber. Tä er sich auch jetzt wie-l der halben Leibes ungedeckt zeigte, richtet^ sich! ein Hagel von Geschossen aus ihn, unter dem er sehr bald durch« einen Lungenschußj schwer getroffen in den Graben hinunterstürzte. Bereits Inhaber des Eisernen Kreuzes, erhielt Landes die Goldene, sein Kamerad Enßle die Silberne Medaille. ────────── Dienstesmchrichten. Dienstesmchrichten. Bezirksämter. Vom 1. Mai 1916 an wird die nichtetatsmäßige Assistentin Maria Ziegaus in Landshut zur Kanzleiassistentin bei dem Bezirksamt Landshut in etatsmäßiger Eigen­ schäft ernannt. Stzratseisenbahnverwaltung. Versetzt in etatsm. Wesse auf Ansuchen wurden: Obersta­ tionsmeister Jos. Mühldorfer von Jmmenreuth na chiErgoldsbach; Weichensteller Frz. Berndl von Landshut noch! Treuchtlingen. ────────── Letzte Posten. Letzte Posten. Einberufung der Verheirateten. Sd. London, 28. April. (Reuter.) Tie verheirateten Männer im Alter von 28 bis 35 Jahren wurden für den 29. Mjai unter die Fahuen gerufen. Tier Aufstand in Irland. Sd. London, 28. April. (Reuter.) Im Unterhaus teilte Asquith mit, daß die Lage in Irland noch! immer ernst sei. Tie Rebellen hätten noch! einige wichtige öffentliche Gebäude in Dublin im Besitz. Die Straßenkämpfe seien noch nicht beendet. Anscheinend fei eine aus­ gedehnte Aufftandsbüwegung besonders im We­ sten des Landes am Werk. Es müßten strenge Vorsichtsmaßregeln getroffen werden. Tie in das Aufftandsgebiet entsandten Truppen seien zahlreich genug, um die Lage zu beherrschen. Ueber ganz Irland werde unverzüglich! der Belagerungszustand verhängt. General Sir John Maxwell werde die nötigen Vollmachiten zur Niederwerfung des Aufstandes erhalten. Tie Regierung würde eine eingehende Unter» suchnng veranstalten, welches die Gründe des Aufftandes seien und Wer die Verantwor­ tung trage. -