Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom 1916-05-26. Unterstützt durch den Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE). Herausgeber: Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau (2016). Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International. Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk. Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut. 69. Jahrgang Nr. 143, 1916-05-26. Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt. (https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&db=100) Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet. Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert. Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen. Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes 'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/) der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)" ──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────── Kurier für Niederbayern Jahrgang 69 Nummer 143 26. Mai 1916 ────────── Ueberreichtmg der amerikanischen Note an England litt» Frankreich. Washington, 25. Maier. (Reuter.)Tas Staatsdepartement überreichte gestern dem bri­ tischen und französischen Botschafter eine iden­ tische Note, in der Vorstellungen gegen die Anhaltung der rechtmäßigen amerikanischen Post durch Großbritannien und Frankreich wie­ derholt werden. » < ■ ────────── Dienstesnachrichten. Justizdienst. Zu Handelsrichtern bei der Kammer für Handelssachen am Landgerichte Passau wurden die Handelsrichter Karl Wag­ ner, Kaufmann und Kommerzienrat in Passau und Heinrich Martin, Holzhändler in Passau, wiederernannt. Katholische Kirche. Tie katholische Pfarrei Rötz, B.-A. Waldmünchen, wurde dem Pfarrer Johann Baptist Rost in Bodenmais, B.-A. Regen, verliehen. ────────── Franz. Stellung bei Douaumont genommen. ────────── Französische Angriffe auf Cnmieres gescheitert. — Der Steinbruch bei Haudromont wieder in «ufern Besitz. — Schwere Verluste der Franzosen im Caillette-Wald. — Die Orte Striege« und Chiesa sowie der Eomo die eamsto Verde von de» Ssterreichisch-ungarischeu Truppe« genommen. — Oefterreichisch-uugarische Flieger über Bari. — Die Russe» in Persien von Sen Türken geschlagen. — Beginn Ser Kümpfe im Wardartal. Westlich« Kriegrfchllll-W. I« öftere.»Bag. Heeresbericht. Im Westen scheiterten drei französische Angriffe auf das von ihnen verlorene Torf Cnmieres. Rechts der Maas konnten die Un­ sern ihre Erfolge bei Touaumont weiter aus­ dehnen. Auch der Steinbruch bei Thianmont ist wieder in unsrem Besitz. ( Zwei feindliche Flugzeuge wurden im We­ sten im Lustkampfe abgeschossen. An der italienischen Front sind die österreichisch-ungarffchen Truppen noch! immer int Vormarsch. Sie haben am Nordflügel die Cinai-Cita überschritten und sind in Striegen (Strigno) eingerückt. Im Zentrum haben sie den Corno di Compo in ihren Besitz ge­ bracht, während der Südflügel die Stadt Chiesa besetzte . Vom Abschnitt von Tvberdo, Flitsch und vom Plöcken werden stärkere Angriffe der Italiener gemeldet. Es dürste sich, hier haupt­ sächlich um VerzweiflungsvorsttW des Fein­ des zur Entlastung der Südtiroler Kampf­ front handeln. Alle Angriffe wurden aber von unsren Verbündeten abgewiesen. An der Balkansront bewarfen feindliche Flieger die Orte Uesleb und Gewghvli er­ folglos mit Bomben. Unsre bulgarischen Verbündeten haben seit langem keinen Heeresbericht mehr herausge­ geben, da sie aktiv nicht im Kampfe standen. Nunmehr konstatieren sie, daß die Feinde von Saloniki aus seit zwei Monaten gegen die serbische Grenze vorrücken und jetzt dort auf­ gestellt sind. Bulgarische Truppen haben nun eine feindliche Aufklärungstruppe versprengt. Es scheint, daß die Kämpfe an dieser Front wieder in Gang kommen sollen. Ten Englän­ dern und Franzosen scheint es nach Prügeln zu gelüsten. Tie russischen Kräfte, die über Persien | nach der Türkei marschieren wollten, sind von den Türken zur Einstellung ihres Vormar­ sches gezwungen worden. ────────── Bericht des deutschen Hauptquartiers. WTB. Berlin, 25. Mai. (Großes Hauptquartier.) , Englische Torpedo- und Patrouillenboote ^wurden an der flandrischen Küste von deut­ schen Flugzeugen angegriffen. Westlich der Maas scheiterten drei Angriffe des Feindes gegen das von ihin verlorene Torf Cumieres. Oestlich des Flusses stießen unsere Regimenter unter Ausnützung ihver vor­ gestrigen Erfolge weiter vor und eroberten feindliche Gräben südwestlich, und südlich! der Feste. Touaumont. Der, Steinbruch südlich des Gehöftes Haudromont ist wieder in unserem Besitz. Im Caillette-Walde 'lief der Feind während des ganzen Tages unsere Stellungen vergeblich an. Außer schweren blutigen Ver­ rußten büßten die Franzosen __ über 850 Mann an Gefangenen ein, 14 Maschinengewehre wür­ den erbeutet. Bei St. Souplet und über dem Herbe-Bois wurde je ein feindlicher Doppeldecker im Luftkampf abgeschossen. Oestlich« KrieMiuM. Keine besonderen Ereignisse. Balkan-Kriegsschauplatz. Uesleb und Gjevgeli wurden von seindlichen Fliegern erfolglos beworfen. Oberste Heeresleitung. ────────── Oestlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Balkan-Kriegsschauplatz. Uesleb und Gjevgeli wurden von seindlichen Fliegern erfolglos beworfen. Oberste Heeresleitung. ────────── Vom westlichen Kriegsschauplatz. An der Feste Tiouaumont. Berlin, 25. Mai. Die Franzosen be­ haupten fälschlich, daß sie Fort Touaumont wieder in Besitz! genommen hätten. Das ist unrichtig. Höchstens sind einzelne Patrouillen bis in den südlichen Kehlengraben eingedrun­ gen. Daß, wir unsre vordersten Stellungen im Raume von Touaumont zeitweilig geräumt hatten, hat bereits vor einigen Tagen im deut­ schen Bericht gestanden. Das Blatt hat sich aber seit gestern gewendet. Ein deutscher Ge­ genangriff hat uns wieder in die alten Stel­ lungen und teilweise schon über diese hin­ aus geführt. Dabei wurden 750 Gefangene gemacht und 13 Maschinengewehre erbeutet. Ter Steinbruch bei Haudeaumont ist wieder fest in unsrem Besitz. Drei französische Angriffe gegen Cumieres wurden abgewiesen. Das Dorf ist fest unsrer Hand. j 1 s Tie Engländer geben jetzt zu, daß sie, wie Don uns gemeldet, Stellungen bei Givenchy geräumt haben. (Z.) Tie Mmipfe in Ent» »eres. CP. Ter Kriegsberichterstatter des Berl. Tgbl. meldet aus dem Großen Hauptquartier unterm 24. Mai: Tie Engländer versuchten sich gestern wieder an dem von uns gewonnenes Gelände bei Givenchy. Sie wurden blutig abgewiesen. Wir haben jetzt dort insgesamt 8 Offiziere, 252 Mann und sechs Maschinen­ gewehre erbeutet. Ter Feind tritt an derNordfront lediglich als Vertreter der französischen Armeen auf, die alle im Raume von Verdun festgebannt sind und scheint nur passive Pflich­ ten übernommen zu haben. Auch seine Kampf- , tätigfeit bei Hulluch und Blaireville ist unbe- I deutend. — Tie Franzosen gingen westlich der i Maas abermals zwecklos gegen das Vorgelände i des Toten Mannes heran. Dagegen zwangen unsere Sturmtruppen den Feind zu h!eftigen Kämpfen zwischen dem Morte Homche und der Maas. Thüringer Verbände griffen das Torf Cumieres von Nordosten über die Maaswiesen an und nahmen es in einem glänzend vorbe­ reiteten Sturm. Westlich von Cumieres liegt das Caurettes-Gehölz mitten zwischen unse­ rer neuen Position und dem Toten Mann. Das Gehölz bedeutet eine sehr starke Stellung der Franzosen. Oestlich der Maas stehen die mit größter Erbitterung und allen Machtmitteln vorgetragenen A ngriffe d er Franzosen imVordergrund des Interesses. Tie Artillerien bei­ der Parteien sind in größtem Umfange an den Kämpfen beteiligt und mit aller Macht drängt der Feind gegen unsere Front an. (Z.) Tie Pariser Wirtschaftskonferenz vertagt. Reuter meldet, daß ein Vorschlag ge­ macht, aber nicht angenommen wurde, die Wirtschaftskonferenz der Verbündeten in Paris auf die letzte Juniwoche zu verschieben. (Z.) ────────── König Viktor Emannel verlegt das Haupt­ quartier? Der "Köln. Volksztg." zufolge, verlautet gerüchtweise, daß König Viktor Emanuel bei Nacht und Nebel mit seiner ganzen Begleitung sein Generalquartier bet Udine verlassen und sich mehr nach Venedig bzw. Padua zurückgezogen habe. Ter "Corriere della Sera" er­ fährt von seinem Kriegsberichterstatter aus Südtirol, es sei dies zweifellos der allerschwierigste Augenblick des Krieges seit dessen Be­ ginn. Es handle sich um einen der heftigsten Der Krieg mit Italien. Angriffe, die jemals der europäische Krieg brachte. Tie feindlichen Anstrengungen seien geradezu kolossal. Immer neue österreichische Truppen würden vorbewegt. Schrecklich sei die Schlacht in Brand. Riesenhaft sei die Entfaltung der feindlichen Artillerie. Tie vorgescho­ benen Schützengräbn könnten dem fortwähren­ den dichten Geschoßhagel nicht widerstehen. Tie Berge seien dicht gedrängt voll von Oester­ reichern, die von allen Seiten heranstürmtenj alles mit sich fortreißend. Selbst die Nacht senkte sich nieder, ohne Frieden in den kunvulsivisch zuckenden Alpen zu bringen. Die Oesterreicher fuhren fort, mit mörderischem Schießen gegen die Mauer von Astago anzu­ stürmen. ' Flucht der italienischen Bevölkerung. Bern, 25. Mai. Tie Jtalia enthält eine Meldung aus Vicenza, wonach die Bevölkerung der Alpentäler vor den Oesterreichern in die Städte flüchtet. In Vicenza seien in den letz­ ten Tagen 20 000 Personen angekommen, wel­ che jetzt unterstützt werden müßten. Ebenso seien in Thiene, Bassano, Schio, Berganze, Lugo, Marostica, Marano und Nove viele Flüchtlinge angekommen. Tie Bevölkerung von Asiago sei nach Nvventa, diejenige von Arsiero nach Lonigo geflüchtet, y ────────── Am Balkan. Bulgarischer Hauptquarticrsbcricht. Sofia, 24. Mai. Bericht des Haupt­ quartiers über die Lage auf dem mazedonischen Kriegsschauplatz: Seit zwei Monaten haben die englischfranzösischen Truppen begonnen, das befestig­ te Lager von Saloniki zu verlassen und sich unsrer Grenze zu nähern. Tie Hauptstreitkräste der Engländer und Franzosen sind im Vardartale ausgestellt und breiten sich ostwärts über Tova Tepe bis zum Struma-Tal und Westwärts über die Gegend von Subotsko unV Vodena bis nach Lerina (Florina) aus. Ein Teil der wiederhergestellten serbischen Armee ist schon in Saloniki gelandet. ; Seit einem Monat ungefähr herrscht tag­ täglich Geschützseuer an der Front Toiran— Gewghelt. Aber die Engländer und Fran­ zosen haben bis jetzt noch an keiner Stelle die Grenze überschritten. Vorgestern wurde eine französische Aufklärungsabteilung von un­ seren Patrouillen im Torfe Gorni-Garble un­ ter Feuer genommen. Tie Reiter ergriffen die Flucht und ließen ihre Pferde im Stich, die von unsren Soldaten eingefangen wurden. ────────── Die Türkei im Kriege. Ter türkische Bericht. Konstantinopel, 24. Mai. Tas tür­ kische Hauptquartier teilt mit: An der Jrakftont keine Veränderung. Tie russischen Streitkräfte, deren Vor­ marsch in der Richtung von Kosri—Schirin auf Hanhkin gemeldet worden war, sind ge­ zwungen worden, ihr Vordringen in der Ge­ gend der Grenze einzustellen. In einem Gefecht mit russischen Abteilungen, die an der per­ sischen Grenze gerade nördlich von Sulei-ma>nieh bemerkt worden waren, brachten wir die­ sen einen Verlust von etwa 200 Mann bei. An der Kaukasussront auf dem rechten Flügel im Abschnitt von Bitlis unbedeuten­ de Patrouillengefechte. Im Zentrum und auf dem linken Flügel wurden Ueberfallsversuche des Feindes gegen unsre Vorhutstellungen in der Nacht zum 23. Mai mühelos abgewehrt. An der Halbinsel von Gallipolt wurde ein Torpedoboot, das sich Kutschük Kemikli zu nähern versuchte, durch Geischützfeuer in die Flucht gejagt. Eines unsrer Wasserflug­ zeuge warf auf einem Flug in der Richtung Jmbros Bomben auf einen Monitor, den es im Hafen von Kephalon bemerkt hatte, auf Einrichtungen im Hasen, auf Flugzeugschup- ab und rief dort einen Brand hervor, der genau festgestellt wurde. Auf den andern Fronten keine Verände­ rung. ────────── Der Krieg mit England. Die Verhandlung gegen Sir Roger Easctncmt. Im Saale des Lord-Oberrichters in Lon­ don wird heute Lord Reading die Vereidig­ ung der GrostJury vornehmen, die zu ent­ scheiden hat, ob der Fall Casement vor ein Schwurgericht kommen soll. Im bejahenden Faste wird dann der Termin des Prozesses festgesetzt. Lord Reading wird die Verhand­ lung leiten. Seine Beisitzer sind jedoch noch sticht gewählt. (Z.) ' 1 ────────── Der Krieg zur See. Vom U-Bootskrieg. London, 25. Mäi. Lloyds meldet: Tas russische Schiff "Regina" und die italienischen Schiffe "Roberto" und "Genista" wurden von Unterseebooten angegriffen. j Tätigkeit per russischen Schwarzen-MoerI Flotte. jj Tie Stampa weiß aus russischer Quelle zu berichten, daß sich die russische Flotte in Begleitung von zahlreichen Wasserflugzeugen auf dem Wege nach Varna befindet. (Z. ) ────────── Aus den Kolonien. Indien im Kriege. Aus London wird gemeldet: Hier eingetroffene ,vom 20. April datierte Mitteilun­ gen besagen, daß die anglo-ind-ische Regier­ ung große Anstrengungen mache, um die Her­ stellung von Infanterie- und Artilleriemunifstion zu steigern. Tw großen, vor einigen Jahren angelegten Hochöfen, Stahl- und Walz­ werke der Tata Jron Co., seien ausschließilich mit der Herstellung von Granaten beschäf­ tigt. In der Nähe von Singapore und Bom­ bay wurden seit Anfang des Jahres große flebungslager für indische Soldaten errichtet und vre alten Lager vergrößert. Ueber 50 000 indische Soldaten werden zurzeit dort aus­ gebildet. Wegen der starken Lebensmittelaus­ fuhr nach England ist die ganze Lebenshal­ tung in Indien sehr verteuert worden und sehr viele Einfuhrartikel seien überhaupt nicht mehr zu haben. Tie fortgesetzten Einberuf­ ungen indischer Mannschaften erwecken im Lande große Unzuftiedenheit. Aus einzelnen Bezirken kommen beunruhigende Nachrichten. Ter Schluß der Mitteilungen ist von der Zen­ sur gestrichen. (Z. ) ────────── fange des Krieges. Und auch die unzähligen Keinen Ladnerinnen und Tippfräuleins, die nur mit dem Herzen Kriegsgewinne machen, halten aus Schick und tragen ihre netten bun­ ten Frühklingshütchen, daß es eine Art hat, und wenn sie einen Feldgrauen grüßen, — Zivilisten sehen sie überhaupt nicht — dann kann man beobachten, daß sie den großen Da­ men schon viel abgeguckt haben. Und sie ha­ ben viel zu grüßen, denn es geht kein braun­ gebrannter Feldgrauer über die Römerstraße in Metz, dem nicht ein paar hübsche Fräuleins blanke Augen machen oder die rauhe Krieger­ hand schütteln, wenn man bereits nähvr be­ kannt ist. Das müßte schon ein Weltsremdling sein, der hier den Abschluß an die von Adam und Eva so aussichtsvoll begründete Seelengemeinschast nicht fände, und die Feldgrauen passen in die Welt, das zeigen sie überall. Aus einmal gibt es ein Aufsehen in dem schwirrenden Völklein reisender Schönen, denn oben unter den Wolken rattern Fliegerpro­ peller. Zwei, drei, vier Flugzeuge kommen in niederem Zuge über die Türme und Dä­ cher daher. Für mich! ist es ein schönes Schau­ spiel, vier Riesenlibellen als schwarze, fein« geschnittene Schattenrisse auf atlasblaueM Maienhimmel. Aber für die Gruppe von Met­ zer Mädchen, die drei Schritte hinter mir geht und nicht der Meinung ist, daß der liebe Gott ihnen die hellen Stimmen zum Stillesein ge­ schenkt hat, ist die Sache mehr sozusagen eine Fachfrage. "Donnerwetter!" (Denn sie reden feld­ grau), sagt die üppige Schwarze, die ich eigent­ lich nur aus ihr Sachverständnis in Erikaund der Adler-Schreibmaschine' pingelschätzt hätte, "der zweite ist ja der Aviatik-Toppehdecker vom Leutnant S. von den . " . Feld­ fliegern." i "Keine Rede!" antwortete schnippisch der kleine Balg in der schottischen Seidenbluse, der zwar noch ein recht fußfreies Kleid und einen langen Zopf trägt, aber eben zwei Offiziersftellvertreter sehr hvheitsvoll-liebenswÄpdig begrüßt hat. "Das ist ja der A.> E. 'G.Toppeldecker vom Oberleutnant M. von der KaMpfstaffel Nr. .. . . Ich sehe das ganz ge­ nau." Großer Streit. Zwei Parteien, die es beide besser wissen. Hm. Ta kann ein Kriegsberichterstatter noch was lernen. Ich sehe einen Doppeldecker und weiß nicht mehr, als daß ein Sperling ein Sperling ist, was die Ornithologie be­ streitet. Warum soll ich einem frischen Mädel aus der Römerstraßss in Metz weniger Fach­ kenntnis auf ihrem Spezialstudiengebiete zu­ trauen, als einem vertrockneten Ornithologen. Tie Flieger ziehen ihre Bahn. Einer, es ist der dritte, macht mitten senkrecht über der Römerstraße einen kecken Sturzflug, schraubt sich flink wieder in die Höhe und folgt den anderen, die schon außer Sehweite sind, schnell nach. i » Gegen Vesperzeit sitzen wir im Cafe Geist, und am Nebentisch plauschen ein paar lustige Geschöpfe, deren Spur man auf der Römer­ straße schon einige Male gekreuzt zu haben sich erinnert. Tie Tür öffnet sich!, und es kommt noch eine herein, die Emjmi. Man braucht nicht indiskret zu sein, um zu wissen,' daß das die Emmi ist, denn die anderen be­ grüßen sie laut genug bei diesem schönen Tauf­ namen. Emmi aber niwmlt gar keine Notiz von den fröhlichen Zurufen, sondern stellt sich pfeilgerade in Kampspose und fragt über die — ach so schlagsahnelosen — Kaffeegläser hin­ über: "Na, hab' ich meine Wette gewonnen?" Schweigen. "Nö, Philomene, Tu kommst Mir nicht aus. Ich! habe meine Wette gewon­ nen! Das war nicht Oberleutnant P., sondern ,Leutnant S., der heute mittags die Doppelschleife über der Römerstraße gemacht hat." Ter Rest der Verhändlungen geht in einem er­ regten Stimmengewirr unter. Nachher wird die Verhandlung ruhiger, und jemand *tmn unsrem Tische findet Anlaß zu einer Frage an die Nachbarinnen, zu der ich mich in an­ geborener Schüchternheit natürlich! nie erkühnt hätte. Aber siehe da, gut Wort, findet gut Ort! "Sa, Sie müssen nämlich wissen," ant­ wortet ein kleines schwarzes Mädchen mit wei­ ten Augen, "für die Flieger, da schwärmen wir Metzerinnen alle. Tie sind für uns ein­ fach Nummer 1!" Ei, ei! Und wer ist dann Nummer 2? Tie Frage setzt keineswegs in Verlegenhieit. "Nummer 2? Das sind die Bayern!" Und die Kavallerie? "O, das war mehr vor dem Kriege. Aber schneidige Jungens alle. Für die gehen wir alle durchs Feuer". Wird die rauhen Reiter besonders freuen, meine schönen Damen. Und Nummer 3? "Na, das ist dann Ge­ schmacksache. Eigene Angelegenheit der Feld­ post-Briesempfängerin !" "Aber das mit den Fliegern ficht fest. Einfach Nummer 1! Wenn ich Mann wäre" — und die gar nicht mehr ganz junge Brünette klappt die Augenverschlüsse in Fliegerhöhen — "dann machte ich den Krieg nur als Flie­ ger mit." * Abends verzehrt man sein karges Mahl bei Hazard, und auch da gibt es viel zu sehen. Wie z. B. die Lothringer Bauern, die auf dem Markte gute Geschäfte in teuren Zei­ ten gemacht haben und nun beim Vater Ha­ zard an dem fleischlosen Tage ihre drei Tu-zend in brauner Butter schmelzende Escargots — Verzeihung, man sagt in Metz jetzt Bur­ gunder Schnecken — mit dem Gewissens frie­ den eines Taschenlampenelementfabrikanten von garantiert zwölsstündiger Brenndauer verzeh­ ren. Was nur zu loben ist. Tenpi selbst bei Grass, in der lieben Reichsstadt Straßburg^ findet man im Weltkriege kaum so gute Bur­ gunder Schnecken wie beim Vater Hazard in Metz. Es gibt aber noch viel mehr zu setzen^ Ta hängt ein Plakat, schwarz-weiß-rot um­ rändert, darauf steht: "Ich bitte meine Gäste,s in meinem Lokale deutsch zu sprechen." Ge­ rade darunter sitzt ein Landwehrmann mit einem blonden Spitzbart und feiert mit Frau, Kindern und Schwiegervater den letzten Tag der Urlaubsüppigkeit, ehe er wieder an die Ostfront abreist. Ter Landwehrmann weiß. Was er seinem feldgrauen Unterofsiziersrocke schuldig ist und spricht das herrlichste, auf jeder Silbe nachhaltig betonte Hochdeutsch!, wenn iW pie Kinder in Lothringer Patoisfranzösijsch fragen, ob er schon viele jschmutzige Russen! totgeschössen habe. Tie Kinder aber machen erstaunte Gesichter. Nein, was Papa jetzt komisch ist. Früher jsprach er doch! wie wir! Und es gibt noch! mehr zu hören. Hinter uns sitzen drei Altlothringer, die ihren "Mira­ belle" in den schwarzen Kaffee schütten und rote Erdpfeifen dazu rauchen. Auch sie befol­ gen Vater Hazards schwarz-weiß-rot umrän­ derte Aufforderung, wenn es mtd} ihnen, die noch in französische Schulen gegangen sind, besonders schwer fällt. Was aber reden sie? "Es scheint," sagt der Mann mit dem graugelockten Projessorenköpf, "dag. die Fran­ zosen ihren neuen Nieuport-Thp den deutschen Fokkern absolument imittiert haben. Wer die Invention originale erweist sich in der Erprobung der Imitation immer als über­ legen." ! "Außerdem," fügt der dicke Kahlkopf mit den Päonienwangen und dem goldenen Zwikifer hinzu, "hat das Modell nicht so viel Wert als der Mann, der darin sitzt. Ter deutsche! Flieger ist dem feindlichen sehr überlegen in­ folge Schneidigkeit." Mso auch hier, vor den in brauner But­ ter schwimmenden Burgunder Schnecken des Vaters Hazard sind die Flieger "Nummer 1", Tas hätte den Altmetzern einmal jemand vor dem Kriege sagen sollen. ISchluß folgt!) ────────── Teutsche Reich mit seinen Verbündeten hat nicht nur keinen Vermittler notwendig, son­ dern würde es im Interesse seiner Zukunft und nach den ungeheuren Blutopfern nicht bor sich und den späteren Generationen ver­ antworten können, eine Vermittlung, und gar eine amerikanische, anzunehmen, weil der Prä­ sident der Vereinigten Staaten für sich und sein Land die Konjunktur gekommen glaubt." ────────── mit Mellwitz anzustoßen, Ilse war der Ant­ wort enthoben. Nach dem Essen wandelte man noch ein wenig im Garten in nächster Nähe des Hau­ ses. Frau Toktor Schweiger hatte sich an Ilses Arm gehängt und sie abseits geführt. "Damit man doch ein vertrauliches Wort miteinander reden kann," sagte sie. "Ta haben Sie nun ja richtig diese kleine giftige Kröte, die Mell­ witz, im Hause und sind schon aus du und du mit ihr . ,i . ich an Ihrer Stelle hätte sie mir ein wenig ferner gehalten." "Wie soll ich das machen? Sie ist die nächste Verwandte des Professors, und ihm uyd Mama, glaube ich, sehr teuer." "Tempi passati! . . . Doch wie das klingt, der "Professor". Mir ist's nicht so schwer ge­ worden, meinen guten Albrecht meinen Mann zu nennen. Aflerdings, Sie sind eine andere Natur wie ich . . . ruhiger, stolzer und viel­ leicht auch ein bischen kühler. . . Seien Sie mir nicht böse, aber manchmal muß, ich das denken, wenn ich Sie beide nebeneinander sehe. Wir waren anders in den Flitterwochen. Meine Mama erklärte damals, sie würde uns über­ haupt nicht eher wieder besuchen, bis wir ver­ nünftiger geworden mären, denn sie sähe es uns ja an, daß mir immer nur darauf war­ teten, wieder allein zu sein. Und jedesmal^ denken, er liebt mich nicht, wenn er mir nicht sagte, was thu bewegt." "Sie halten mich wohl für sehr kaltherzig, liebe Käte." l "Nein, aber Sie machen mir manchmal den Eindruck, als ob Ihr Innerstes schliefe^ und erst aufgeweckt werden müßte, oder als ob Sie es absichtlich unter Schloß und Riegel hielten." "Vielleicht ists auch ohne meinen Wilflen perschlossen worden, und ich, kann nutz selber nicht zu ihm gelangen," sagte Ilse bitter. "Das wäre schlimm für Sie, am aller­ schlimmsten aber für Ihren Mann, denn liebe Ilse, ich muß Ihnen das mitteilen, Albrecht sagt, der Professor gefiele ihm nicht. Er sei oft matt und zerstreut und, was noch viel schlimmer' ist- bei den Operationen weniger ruhig als früher. Ja, es kommt jetzt.Esters vor, daß er meinen Mann, der poch der Sta­ tion für innere Krankheiten in der Klinik vor­ steht, Operationen überläßt, was er früher nie getan hat. Sie können das natürlich nicht merken, das offenbart sich nur dem Auge des Arztes und bei täglicher Beobachtung, aber jedenfalls bedarf Ihr Mann der Anteilnahme und Aufmunterung, und die kann ihm doch nur daheim von seinen Lieben zuteil werden." (Fortsetzung folgt.) wenn wir bei Ihnen gewesen sind, hält mir Mama Sie als leuchtendes Beispiel bor Augen: Tie Frau Professor Herrmann mit dem schö­ nen, ruhigen Ebenmaß, des Wesens, ja, das wäre eine Toktorftau, wie sie sein mühte. Und ich könnte Sie auch fast beneiden, denn ich glaube nicht, .liebste Ilse, daß Sie sichso schrecklich um Ihren Mann ängstigen wie ich um meinen Albrecht. Sie sagen sich, eben, ein Arzt steht gewissermaßen immer mit einem Fuße im Grabe, damit muß wän sich ab­ finden. — Aber ich möchte doch, auch! wieder um alles in der Welt meine Sorge um meinen Mann dahingeben, und so vernünftig zu den­ ken ist für mich einstweilen noch- zu schwer zumal jetzt, da sie so viele Thphuskranke haben." Ilse horchte erschrocken auf: "Sind jetzt besonders viele in der Stadt?" "Tas wissen Sie nicht einmal?'. Ich glau­ be, Sie haben überhaupt keine Ahnung, wie aufteibend und gefahrvoll der Beruf unsrer Männer ist. Ihr Kollege, Toktor Braun, hat sich doch auch bereits angesteckt. — Tas sieht dem Professor allerdings ähnlich, daß er seine Familie nicht mit den Angelegenheiten seiner Praxis behefligt. Albrecht ist anders, aber das will ich auch, ich will das alles mit ihm tei­ len, Freude wie Leid und Angst. Ich würde ────────── Deutscher Reichstag. nommen worden. Zum Zwecke der Vorbespre­ chung der Anträge wegen der Verhinderung ,des Geburtenrückganges wurde ein Ausschuß von 28 Mitgliedern gebildet. Alsdann wurde die Debatte auf Donners­ tag vertagt. Niedriger hängen. Durch die Blätter geht die kraftvolle Ent­ schließung des nationalliberalen Zentralvor­ standes, welche für die deutsche Kriegsleitung pie Freiheit im Gebrauch aller militärischen Mittel, insbesondere der U-Bootwaffe, gegen England, als den immer deutlicher erkennbaren Hauptfeind Deutschlands, fordert; ebenso der weitere, vom Zentralvorstand an die nationalliberale Reichstagsfraktion überwiesene An­ trag der hessischen Nationalliberalen, welcher die Erwartung ausspricht, daß entweder die völkerrechtwidrige Kriegführung Englands auf­ gegeben oder aber die uns verfügbaren techUisi^n Kriegsmittel in rücksichtsloser Form gegen England zur Anwendung gebracht wer­ den. Es ist unter den gegenwärtigen Umstän­ den nur natürlich, wenn die Wiedergabe dieser Beschlüsse in den Tageszeitungen fast aus­ nahmslos ohne Kommentar erfolgt. (Uns war die Wiedergabe durch die Zensur verwehrt. D. R.) Nur ein Blatt hat es sich nicht versa­ gen Können, einige Bemerkungen anzufügen, die niedriger gehängt zu werden verdienen. Dem führenden Organ unserer Engländerpar­ tei und der internationalen Börsenkreife, dem ,"Berl. Tagebl.", sind die oben mitgeteilten Forderungen, welche dem ganzen deutschen Vol­ ke aus der Seele gesprochen sind, derart in die Glieder gefahren, daß es sich zu folgenden Aphorismen entschloß,: "Insofern es sich bei der Entschließung um eine Umdeutung der letzten deutschen Note an Amerika handelt, wird man nachdrücklich darauf hinweisen müs­ sen, daß der Zentralvvrstand der Rationallibe­ ralen Partei in keiner Weise berufen und berechtigt ist, fidji zunn Wortführer und Inter­ preten des "wahren Willens" des deutschen Volkes auszuwerfen. Er vertritt nur einen kleinen Teil des Volkes und, soweit sich aus seiner Resolution erkennen läßt, nur diejeni­ gen Kreise, die teils aus geschäftlichen,, teils aus "alldeutschen" Rücksichten in einem Kon­ flikt mit Amerika eine "Erleichterung" sehen und für eine Ueberspannung der Friedensbe­ dingungen und damit natürlich für eine Ver­ längerung des Krieges bis in ungewisse Zei­ ten eintreten." Im Grunde sind diese Anwürfe zu er­ bärmlich, um sie etwa ernsthaft zu widerlegen oder ihre Kennzeichnung nicht der angegriffe­ nen Partei zu überlassen. Aber es handelt sich hier nicht allein um die von den National liberalen vertretene Kriegspolitik, sondern um Forderungen, aus denen zugleich auch die bei- Perlin, 23. Mai 1916. (Priv.-Tel.) Staatssekretär Helsferich führte sich heute vor dem Eintritt in die Tagesordnung durch eine kurze und gute Ansprache als der neue Herr im Reichsamt des Innern ein. Er hab in schönen Worten die hervorragende Tätig­ keit seines Amtsvorgängers Delbrück hervor und rühmte die Wirksamkeit des Reichsbank­ präsidenten v. Havenstein. Von seiner eige­ nen Tätigkeit scheidet Helsferich mit Wehmut und er sieht mit Ernst auf die großen und schweren Ausgaben, die ihm jetzt blühen. Für das neue Amt bittet er um Mitarbeit und um Vertrauen. In einmütigem Zusammenwirken soll dem Frieden vorgearbeitet und die Zu­ kunft gesichert werden. Tie Aüsprache fand im Hause außerordentlich lebhaften Beifall. Bei der Beratung des Reichsamts des Innern kamen alsdann die Zensurfragen zur Besprechung. Abg. Strelsemann WÄ und Wonne zu." — "Holde Gattin! Nun folge mir, Gefährtin meines Lebens. Ich leite dich. Je­ der Schritt zeigt Wunder überall. Erkennen sollst du dann, welch unaussprechlich! Glück der Herr uns zugedacht. Ihn preisen immerdar, ihm weichen Herz und Sinn. — Treuer Gatte! Tir gewidmet sei mein Leben, deine Liebe sei mein Lohn. Tein Will' ist mir Gesetz. So hat's der Herr bestimmt. Und dir gehorchen bringt mir Freude, Glück und Ruhm!" Und das Glück, es bleibet immerfort, "wenn fal­ scher Wahn euch nicht verführt, noch mehr zu wissen als ihr sollt." Teutsches Volk! Halt fest an deinen Ide­ alen, an den Tugenden deiner Väter! Voller Würde und Hoheit, voll Schönheit, mit St«rke, Mut und Kraft ausgezeichnet, stehst du da und überwindest höchste Not und Gefahr! Da­ rum fort, wo Verirrung eingerissen, heraus aus dem Schatten schwarzen Dunkels! Es werde Licht! Licht in hellster Reinheit! . Ein Landsturmmann. ────────── Letzte Posten. Ein schweres Hagelwetter ging gestern abends kurz vor halb 8 Uhp über München nieder. Ter 10 Minuten an­ dauernde Schlossenhagel hat aber keinen nen­ nenswerten Schaden an den Kulturen ange­ richtet. In französischer Gefangenschaft. Tie Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten bes bei der Vardarmündung niebergegangenen Zeppelins wurde dem "Temps" zufolge nach Toulon und von dort in der Richtung Mar­ seille in ein Gefangenenlager gebracht. i Nene Musterung in Frankreich. Sd. Bern, 26. Mai. Bei der jetzt in Frank­ reich! stattfindenden neuen Musterung der Zu,rückgestellten der Jahresklassen 1913—17 und der Befreiten der drei letzten Jahres klaffen Wurden laut "Mattn" in vielen Departements über 50 Prozent als tauglich für den Heeres­ dienst erklärt. Versenkt. ' Sd. Lowdon, 25. Mai. Lloyds meldet: Ter britische Dampfer "Theresia" wurde von #inem U-Boot beschädigt. Ter Dampfer "WchWngton" mit 2819 Bruttoregistertonnen ist versenkt worden. Sd. Bern, 25. Mai. Ter "Demps" mel­ det aus Madrid: Tie Besatzung der Brigg "Heraimi" landete in Barcelona, die von einem Tauchboot auf der Fahrt nach Baltimore ver­ senkt wurde. ────────── Bekanntmachung. Dar' stelln. Generalkommando macht aus die in Nr. 98 des K. Bayer. Staaisanzeigers vom 28. April 1916 veröffentlichte Bekanntmachung des K. Bayer. KrlegSministertumS betreffend Pretz-olizei aufmerksam. München, de» 19. Mai 1916. Der kommandierende General: ────────── Bekanntmachung. Am 29., 30. «. 31. Mai 1916 finden in der Gegend von Effenbach GefechtsschieMbttugen mit fcfyaxfex ^ftuniticn statt. Abgesperrt wird von 7 Uhr vormittags an bis 4 Uhr nachmittags an de« 3 Tagen das Gelände zwischen Bahnline Altheim—Wörth a. I. und der Straße Effenbach—Unterwattenbach von dem Weg Effenbach— Ohn an bis zum Wege, der von Mettenbach über bas Moos zur vor­ genanten Bahnlinie führt. Landshut, den 19. Mai 1916. ioei ErWataiLnn La»!mhr-3iisanterie-Regt. Rr. 2.