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        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-05-30"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 147</biblScope>
          <date when="1916-05-30">1916-05-30</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>"Kommst du von einem Baechanal?" frag­ te er kurz und scharf. i , Sie strich sich, erschrocken mit beiden Hän­ den über die heiße Stirn und das Haar. "Ich warte hier seit einigen Stunden und dachte, meiner Schwester würde mein Besuch recht sein, auch wenn er nicht in die vorschrifts­ mäßige Zeit fällt." "Wie kannst du so reden, Wolf? Aber warum bist du nicht herunter gekommen? Hen­ ning war auch da." , "Tamit die Familie Telken doch ja voll­ zählig vorhanden war." Ilse stand einen Augenblick schweigend ne­ ben ihm, plötzlich- aber warf sie ihre Arme ungestüm um seinen Hals und bat: "Verzeihe mir, Wolf, ich wollte dir nicht Wiehe tun. !Jchfreue miH ja so sehr, daß du endlich! einmal da bist, aoer ich bin manchmal so verzweifelt,! daß ich kaum weiß, was ich tue. " #■ Er nickte finster, ohne die Liebkosungen zu erwidern: "Tas war vorauszusehen; Wer keine Kraft zum Entsagen hat, hat auch keine zum Er­ tragen. " (Fortsetzung folgt.) ' [ j fall, nun gut, so stirbt man wie der Soldat auf dem Schlachtfelde. Tu kannst dich aber beruhigen, sollte ich auch nur den Verdacht haben, infiziert zu sein, werde ich selbstver­ ständlich nicht eine Sekunde länger im Hause bleiben." , j Sie antwortete nicht, wenn er ihre Frage so auslegen wollte — wie konnte sie ihm dann sagen: "Ich ängstige mich grenzenlos um dich!" Aber in ihrem Gesicht war ein Ausdruck von Mutlosigkeit und Ergebenheit. Er sah ihn und sagte in verhaltenem Ton: "Wenn es mir nicht zu arrogant erschiene, könnte ich beinahe meinen, du sorgtest dich um mich, Ilse." i ZK brach die Bitterkeit aus ihr hervox: "Oh, ich sorge mich ja auch, um imeinenUauarienvogel, um Christel, wenn sie krank ist, um den kleinen Kutscherjungen und seinen Hund — warum sollte ich mich da usm&gt; dich! nicht sorgen." "Genug, genug!" wehrte er, aber das klang gar nicht empört, eher befriedigt. "Tu hast mir meinen Vergleich vorhin also übelgenommen... ich nehme es dir aber gar nicht übel, daß du mich mit einem' Kana­ rienvogel und einem Hund auf eine Stufe stellst, es genügt mir schon, daß du dich, über­ haupt um mich sorgst, und wenn ich nicht schon selbstverständlich alle Vorsicht zur Ver­ hütung einer Ansteckung gebrauchte, von jetzt &gt;an würde ich es tun" — und mit strahlendem Lächeln fetzte er hinzu: "natürlich nur aus Pflichtgefühl." Er ging und sie schloß hastig die Stube ab und lief, von allem, was an diesem Tag schon auf sie eingestürmt war, ganz verwirrt und benommen, innerlich zitternd und hochrot vor Erregung, die Treppe zu ihrer Wohnung em­ por, um sich beim Oeffnen der Tür im jähem Schreck Wolfgang gegenüber zu seh&gt;en. Er saß, jwie an ihrem Hochzeitstage, in einem Buche lesend, am Tisch unter der Lampe, hob ruhig den Kopf und blickte der Schwester prüfend entgegen. ' So sehr sie darunter litt, daß der Bruder sich- seit ihrer Verheiratung so fern hielt und so sehr sie sich nach ihm gesehnt hatte, gerade in diesem Augenblick wäre sie lieber allein gewesen, um mit Iftoj selber ins reine zu kom­ men, und es klang nicht eben freudig über­ rascht, als sie fragte: "Tu, Wolf, hier und so spät noch ?" Wolfs Gesicht verfinsterte sich und nahm an forschender Schärfe zu:</p>
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          <p>Der österr.-ungar. Vormarsch schreitet fort.</p>
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          <p>Asiago von Südwesten bedroht. — Schwache französische Angriffe gegen Cumieres abge­ wiesen. — Der bulgarische Vormarsch.</p>
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          <p>Im Westen hielt auf beiden Seiten der Maas unverminderter Artilleriekampf an. Nur auf Cumieres unternahm der Feind zwei schwächliche Angriffe, die mühelos von den Unsern abgewiesen würden. An der flandri­ schen Küste wurden feindliche Monitore, die sich zu nähern suchten, durch, unsere Artillerie vertrieben. Unsere Flieger bewarfen den feindlichen Flugplatz Furnetz erfolgreich mit Bomben. Von der betzarabischen Grenze melden un­ sere Verbündeten, daß, sich die Russen dort mit starken Kräften an ihre Front heranzuarbeiten versuchten, jedoch abgewiesen wurden. : An der italienischen Front geht es unauf­ haltsam vorwärts. Vor Asiago wurden die Ita­ liener von den österr.-ungar. Truppen, die IM Moana das Assatal überschritten haben, bei Canova zurückgeworfen. Tie Höhen nörd­ lich und westlich von Asiago sind bereits im Besitze unsrer Verbündeten. Weiter nördlich haben sie die Monte Zebio, Zingaralle und Corno di Campo Bianca in Besitz genommen. An der Südfrvnt wurden die Italiener aus allen Stellungen westlich und südliche von Bet­ tale geworfen und damit der Weg in die Ebene freigemacht. Tie dortigen Kämpfe haben also ihr Ziel noch nicht voll erreicht und die iösterr.ungar. Heeresleitung gibt, ebenso wie die un­ sere, nur vollendete Tatsachen bekannt. Zwischen Bulgarien und Griechenland soll nun über alle schwebenden Fragen eine Eini­ gung erzielt worden sein. Gleichzeitig kommt die Meldung, daß 25 000 Bulgaren die grie­ chische Grenze überschritten, und den Rupelpatz in Besitz genommen haben. Tamit wäre der Vormarsch gegen das Ententeheer von Sa­ loniki aufgenommen. Auch das griechische Fort Goje soll von den Bulgaren besetzt fein. Au­ ßerdem sollen die Bulgaren nach einer Reuter­ meldung erhöhte Tätigkeit bei Xanti entfalten. Es sind somit alle strategisch wichtigen Punkte im Besitz, der Bulgaren.</p>
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          <p>Bericht des deutschen Hauptquartiers. WTB. Berlin, 29. Mai. Mittags. sVrohe» Hauptquartier.) Westlicher Mgrschmplatz. Feindliche Monitore, die sich der Küste näherten, wurden durch Artilleriefeuer ver­ trieben. t . i Ten Flugplatz Bon Furnetz bewarfen deut­ sche Flieger erfolgreich! mit Bomben. Auf beiden Ufern der Maas dauern die Artilleriekämpfe lytt unverminderter Heftig­ keit an. ! Zwei schwächliche französische Angriffe ge­ gen das Torf Cumieres wurden mühelos abge­ wiesen. i ; , Seitlicher KrikgrschmM. und 1 ! tvaRamkrtoMchmuplatz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung.</p>
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          <p>Der österr.-ung. Heeresbericht. WTB. Wien, 29. Mai, mittags. — 1 Amtlich wird verlautbart: Russisch« Kriegsschauplatz. Starke russische Kräfte versuchten in den letzten Tagen sich an unsre betzarabische Front heranzuarbeiten. Tas Feuer unsrer Geschütze und Minenwerfer vereitelte die Arbeit des Feindes. , Sonst nichts von Belang. Italienisch« Kriegsschauplatz. Im befestigten Raum von Asiago über­ schritten unsre Truppen bei Roane das AssaTal, warfen den Feind bei Canova zurück und breiteten sich auf den südlichen und östlichen Talhängen aus. ^ r Andere Kräfte nahmen nach Ueberwindung der Befestigungen aus dem Monte Jnterretto die Höhen nördlich, von Asiago in Besitz. Weiter im Norden sind der Monte Zebio, Monte Zingaralle und Corno di Campo Bianco in unsren Händen. i Im oberen Posina-Tal wurden die Ita­ liener nach hartnäckigem Kauchs aus allen Stelsunge n westlich und südlich Bettale Vertrieben. Südöstlich« Kriegsschauplaq: Ruhe. Ter stellvertretende Ehes des Generalstabes: v. H o e f e r, Feldmarschalleutnant.</p>
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          <p>von Spanien zwischen England und Teutsch­ land zu vermitteln wünsche. , Zur Friedcusfragr. Genf, 29. Mai. Tie "Nation" glaubt aus den Worten Grehs entnehmen zu können, datz England keineswegs einen Gebietswechsel in Aussicht genommen habe. Auch die Auslassun­ gen Greys gegenüber den amerikanischen Jour­ nalisten würden dahin verstanden, England wünsche einen Frieden ohne Landübertragung gegen den Willen der Bevölkerung. (Z.) T« König von Spanien will vermitteln. Basel, 28. Mai. Tie "Basler Nachrich­ ten" melden aus Madrid: Auf einer Tiözesankonferenz erklärte der Bischof von Granada, er wisse aus positiver Quelle, datz der König</p>
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          <p>Seile 2 den Text der Bedingungen erfahren, unter de­ nen Briand in die Abhaltung von Geheim­ sitzungen willigt. Briand will in diesen Sit­ zungen nicht wiederholen oder erweitern, was er in den Heeresausschünett über die Mängel der Front bei Verdun bekanntgab oder 6et= kanntzugeben vor hat. In den Geheimsitzun­ gen seien Namen und Taten möglichst auszu­ schalten. &lt;Z.) Tie französische Presse zur Protestnote. Berlin, 29. Mai. Die "Tägl. Rund­ schau" meldet aus Genf: Ten unangenehmen Eindruck, den Wilsons Note an die Verbündeten in der Angelegenheit der Beschlagnahme der (neutralen Post macht, sucht der "Tenchs" nach Möglichkeit abzuschwächen. Er schreibt, man könne den Ton, in dem Wilson zu "den Verbün­ deten spreche, auch nicht entfernt mit dem Ton der nach Berlin gerichteten Note vergleichen. Tie Empfindungen der Bürgerschaft der Ver­ einigten Staaten, wenigstens in ihrer großen Mehrheit seien unverändert den verbündeten Regierungen zugeneigt. Tas Verhältnis Ame­ rikas z u diesen Regierungen sei überdies durch, schiedsgerichtliche Verträge geregelt, die jeden ernsteren Konflikt ausschließen. (Z.)</p>
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          <p>Vom östlichen Kriegsschauplatz. 1 Aalandsiuseln im Hinblick auf die Kriegsver­ hältnisse getroffenen Maßnahmen nach dem Kriege liquidiert werden. Uvberdies dürfte hach dem Kriege überhaupt die Frage wegen der Inseln im Interesse beider interessiertest: Parteien neuerlich erörtert werden. Feuer in der Petersburger Admiralität. In der Petersburger Admiralität brach Tonnerstag mittags ein gefährliches Großjfeuer aus. Es kam gleichzeitig aus der Haupt­ treppe, in dem Archiv und in der Telephonzentrale aus und breitete sich mit rasender Ge­ schwindigkeit im ganzen Gebäude aus. Unter der Beamtenschaft brach eine Panik aus, da die Treppen infolge des Rauches unpassierbar Waren. Tie gesamte Petersburger Feuerwehr wurde von den Passanten alarmiert, da sämt­ liche Telephonleitungen bereits zerstört waren. Auf der Straße sammelte sich, eine große Men­ schenmenge an, die von der Polizei nur müh­ sam zurückgehalten werden konnte. Der Ma­ rineminister entkam nsit knapper Not, ans dem dritten Stockwerk springend. Ter Minister­ gehilfe Admiräl Muravjew erlitt schwere Brandwunden. Ter Schaden ist außerordentlich groß. Unersetzliche Akten wurden ein Raub der Flammen. Tie Ursache des Brandes ist noch! unaufgeklärt, doch wird allgemein Brandstif­ tung angenommen. In der Gesellschaft spricht man von dem Racheakt eines sehr hochgestell­ ten Beamten, da der güvählte Augenblick geneue Kenntnis des Arbeitsbetriebes voraus­ setzte. (Z.) Tie Enteignung des deutschen Grundbesitzes in Rußland. Stockholm, 29. Mai. Tie Einzelergeb­ nisse der Enteignung des deutschen Grund­ besitzes im Gouvernement Cherson werden be­ kannt gegeben. Es wurden zusammen 2026 deutsche Güter mit 833 000 Teß,jätinen ent­ eignet. Ter gezahlte Durchschnittspreis betrug 193,5 Rubel pro Deßjätine. Wann Rußland Frieden schließen kann? Eine angesehene russische Persönlichkeit, die zurzeit in Stockholm weilt, hat, nach einer Mitteilung des schwedischen Blattes "Nya Tagligt Allehanda", über die Friedensmöglichkei­ ten sich neulich dahin geäußert, dast ein Frie­ densschluß mit Rußland unter den jetzigen politischen Zwistigkeiten im Lande überhaupt ausgeschlossen sei. In allen Ecken und Enden des Landes gähire es und jede Partei bilde eine Regierung für sich. Es sei also nicht ersichtlich!, mit wem in Rußland die FriedensVerhandlungen gepflogen werden sollten. Es gäbe eine sogen, offizielle Regierung, dann eine Militärpartei unter dem Großfürsten, wei­ ter eine kräftige russophile Partei unter dem Grafen Bobrinskij und schließlich die ausge­ dehnte und weitverzweigte Macht der Duma und der Semstwo. Jede von diesen Gruppen sei überzeugt davon, daß. sie ans Staatsruder gelangen werde und jeder der Machthaber wolle den Krieg für seine Partei ausnutzen. Einzeln sei dagegen jede Partei außerstande, Friedens­ verhandlungen einzuleiten und wolle auch nicht das Risiko übernehmen. Jedenfalls sei der Ein­ fluß. solcher geheimen Mächte, wie eines Ra­ sputin, im Verschwinden, denn der Ruf nach einer leitenden Hand, die mit einem Faustschlag alle widerspenstigen Beamten und Militärs zum Gehorsam zwinge, werde imimer lauter. Ehe ein solcher durchgreifender Umsturz in Rußland stattgefunden habe, sei dort an Friedensverhändlungen nicht zu denken. Rußlands und die Aalandsiuseln. Kopenhagen, 28. Mai. Tie Peters­ burger Zeitungen veröffentlichen Notizen des Prefsebureaus des Ministeriums des Aeußern, in denen es hvißt: In unseren diplomatischen Kreisen äußert man die Ueberzeugung, nach! dem Wortlaut der Antwort des schwedischen Ministers des Aeußern Wellenberg auf die In­ terpellation wegen der Befestigung der Aalandsinseln und nach der Gutheißung der Ant­ wort durch die beiden Kammern habe die Frage den akuten Charakter verloren. Gleich-, zeitig versichern unsere gut unterrichteten di­ plomatischen Kreise, die demnächst beginnenden Verhandlungen wegen der Aalandsiuseln wür­ den die Besorgnis Schwedens noch, mehr zerstreuen. Rußland übernehme Schweden ge­ genüber- gerne die Bürgschaft, daß. alle auf den</p>
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          <p>Der Krieg mit Italien. Ter Fortgang der österreichischem Offen­ sive. Berlin, 29. Mai. Ter Berichterstatter des Berl. Lok.-Anz. meldet aus dem k. und |L Kriegspressequartieer unterm 28. ds.: Ter An­ griff gegen Arsiero hatte heute wieder wichrige Erfolge. Unsren braven Truppen gelang es, das starke Panizerwerk westlich Arsiero zu erobern. Auch bei Asiago Hatten wir einen wichtigen Erfolg. Das Grazer Korps nahm die Talsperre Val d'Assa, südwestlich von Mon­ te Jnterretto. Unsre bisherigen Leistungen wa­ ren also im Raume von Apsiero wie bei Asiago kolossal. Das Tempo unsrer Offensive war bis­ her überraschend schnell trotz aller Schwierig­ keiten. Natürlich kann dieses Vorgehen nicht mit gleicher Schnelligkeit weitergeführt wer­ den. Tas schwierige Gebirgsterrain, die ge­ panzerten Festungen und der erbitterte Wider­ stand des Gegners sind nennenswerte Hinder­ nisse. Auch brauchen unsre Truppen Erholung und der Nachschub hinter den vorrückenden Kolonnnen muß auch geregelt werden. Trotz dieser Schwierigkeiten hatten wir den ersten Teil unsres Zieles erreicht. Mit beispielloser Raschheit überwältigten wir alle Hindernisse des Terrains und es gelang uns, in den in­ neren Festungsgürtel einzudringen. Wir ha­ ben dadurch die italienischen Verbindungen schwer bedroht und dem Feinde große Ver­ luste beigebracht. Tie Bilanz unsres ersten Vorstoßes ist daher mehr als günstig. &lt;Z.) England hetzt weiter. Bern, 29. Mai. Wie aus Rom berichtet wird, wird der italienische Ministerrat sich in der nächsten Sitzung erneut mit der Frage be­ schäftigen, ob Italien an Deutschland den Krieg erklären soll. Tie Veranlassung dazu geht wiederum von England aus, das in der letz­ ten Zeit nochmals den Versuch! unternommen hat, Italien zu dieser Kriegserklärung zu be­ wegen. (3.) Kohlennot in Italien Lugano, 29. Mai. Die Kohlennot wächst in Italien zu einer immer größeren Kala­ mität heran. Ta die Gasstanstalt in Boulogna nur mehr für eine Woche Kohle hat, erklärte sie, nach dieser Zeit die Gasabgabe an das Publikum einstellen zu müssen. In Varese und anderen Städten der Lombardei ist der Gas­ preis auf das vierfache gestiegen, sodaß viele Bezieher ihre Verträge mit den Gasanstalten gekündigt haben. Unter solchen Umständen kann die Nachricht des "Giornale dei Lavor: Pubblici", daß in den Abruzzen ein Steinkohlen­ lager entdeckt worden sei, nur geringen Ein­ druck machen. (Z.)</p>
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          <p>Am Balkan. Bon der mazedonischen Front. Amsterdam, 29. Mai. Eine Mitteilung der Agence Habas bestätigt die amtliche bul­ garische Meldung, daß bulgarische Abteilun­ gen aus ihren Stellungen im Strumatale vor­ gedrungen und den Südausgang des Engpas­ ses von Rüpel sowie die anstoßenden Höhen östlich! und westlich, des Strumaslusses besetzt haben. An der ganzen Front finden lebhafte Geschützkämpfe und Gefechte statt. &lt;Z.) Frankfurt, 29. Mai. Nach einer der "Franks. Ztg." vorliegenden Reutermeldung, die jedoch noch der Bestätigung bedarf, haben die Bulgaren im Einverständnis mit der Athe­ ner Regierung auch das den Talausgang und die Eisenbahnlinie beherrschende Fort Goje be­ setzt. Ter bulgarische Vorstoß. Rotterdam, 29. Mai. Ueber die Ope­ rationen der Bulgaren an der griechischen Grenze wird aus Saloniki noch! gemeldet: 25 000 Bulgaren haben die Grenze überschrit­ ten und den Rüpelpaß. in Besitz genommen. &lt;Z.) Bulgarien und Griechenland. Wien, 29. Mai. Zwischen Butzarien und Griechenland ist über die schwebenden, auch! über die mit der Kriegführung zusamwvnhän-genden Fragen eine volle Verständigung erzielt worden. Tie wirkliche Stärke der Ententetruppen vor Saloniki. i Lugano, 30. Mai. Von besonderer Seite erhielt der Korrespondent des Berl. Tgbl. die fotzenden positiven Mitteilungen. Tie angeb­ liche Drohung der Ententeossensive in Maze­ donien ist ein reiner Bluff. Tas in Saloniki versammelte Ententeheer betrug 240 OOOMann. Hiervon gingen ab 20 000 Kranke, 40 OOOMhnn für den Traindienst, 30 000 Mann, meist Australier und Neu-Seeländer, wurden in letz­ ter Zeit nach! Frankreich, zurückbefördert. Ter Reff: des Heeres gilt als wenig kampffähig, da er schlecht genährt, gesundheitlich! erschüt­ tert und demoralisiert ist. Die Nachrichten von der Versammlung von 100 000 oder mehr Serben in Saloniki- ist gleichfalls unwahr. Al­ les in allem sind nur 6000 Serben von Korfu nach Saloniki abgegangen. In Korfu stehen heute noch 100 000 Serben, wovon aber nur '39 000 Mann kampffähig sind. Alle übrigen sind krank. Tie Stimmung aller Serben ist ohne Ausnahme dermassen deprimiert, daß eine weitere Verwendung in diesem Kriege nicht möglich ist. Wenn die Engländer und Franzo­ sen die Serben in die erste Linie stellen ssollten, würden sie ihre Wunder erleben. (Z.) Tie Ursachen der Abberufung Mondels. Kopenhagen, 28. Mai. Tie Abberu­ fung des svanzö,fischen Gesandten Blonde! aus Bukarest und die Neubesetzung des Postens mit einem anderen Tiplbmiaten stehlen nach der Auffassung der über die Balkanangelegen­ heiten gut informierten Personen zweifellos im Zusammenhang mit deich Abschluß des Han­ delsabkommens Rumäniens mit Deutschland und Oesterreich-Ungarn. Tie Nachricht davon macht in Paris großen Eindruck. Nach, dem Aiücktritt Blondels werden weitere Aenderun­ gen unter den Gesandten der Alliierten in Bu­ karest für möglich gehalten.</p>
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          <p>Flügel Gefechte zwischen Erkuudungsabteilungen. Ein überraschender Angriff' einer feind­ lichen Kompagnie auf unsre vorgeschobenen Po­ sten scheiterte und wir machten einige Ge­ fangene. Im Zentrum Ruhe. Auf dem! lin­ ken Flügel vertrieben wir durch einen Ge­ genangriff den Feind, welcher einen Teil un­ serer Vorpostenstellung besetzt hatte und er­ beuteten eine Anzahl Pionierwerkzeuge. Ein die Gallipolt-Halbinsel überfliegendes feind­ liches Flugzeug flog in der Richtung auf Jmbros, wo bald einer unsrer Flieger erschien. Ein in der Umgebung von Keusten und Ana erschienenes Torpedoboot wurde durch unser Feuer vertrieben. Zwei feindliche Monitore und einige Torpedoboote beschössen darauf unsre in der Umgebung aufgestellte Artillerie ohne Wirkung. Als ein Monitor durch unser Feuer getroffen wurde, stellten alle feindlichen Schiffe das Feuer ein und entfernten sich!. Sonst nichts von Bedeutung. Eurer Pascha in Bagdad. Konstantinopel, 29. Mai. Kriegsmi­ nister Enver Pascha, der sich seit einiger Zeit mit zahlreichem Gefolge auf eine Reise durch Anatolien befindet, ist am 25. Mai in Bagdad angekommen. Er wurde wüt großen Ehren empfangen. Tie Stadt legte reichen Flaggen­ schmuck an. Ter Minister besuchte die Grab­ stätten der mohammedanischen Heiligen und verteilte den Koran. Im Mausoleum Abdul Kadir Keylani wurde eine religiöse Feier abge­ halten. Nach einem Bankett im Regierungs­ gebäude fand ein glänzender Empfang statt. Vor der Abreise ließ der Minister eine bedeu­ tende Summe zur Verteilung an die AriMen zu­ rück.</p>
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          <p>Unruhen in Portugal. Ter Pester Lloyd berichtet von der spa­ nisch-portugiesischen Grenze: In den Kaser­ nen der Landarmee mehren sich die Fälle von Meutereien. Auf den Höhen von Ajeda und Santa Catarina sind Maschinengewehre auf­ gestellt .weil die Garde in vielen Fällen, wo sie gezwungen wurde, wegen Zusammenrot­ tungen einzuschreiten sich dagegen auflehnte, von den Waffen Gebrauch zu machen. In Lissabon, in Castella Bianca, Baga und Oporto sind Aufstände an der Tagesordnung. TieStraßen hallen wider von den Rufen: "Wir wol­ len keinen Krieg!" Tie Mobilmachung hat bis­ her das lläglichste Resultat gehabt. Tie wehr­ pflichtige Bevölkerung flüchtet in Scharen. In einzelnen Städten fand zwischen den Flücht­ lingen und der Gendarmerie ein Kampf statt, der auf beiden Seiten blutige Opfer forderte. Tie Azoren und die Cap Verdi-Inseln wursben zu Stützpunkten für die englische und die französische Flotte ausgebaut. Ueberall sind Munitionsfabriken errichtet. (Z.) Der Krieg mit Portugal.</p>
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          <p>Der Krieg zur See. Versenkt. Haag, 29. Mai. Eines von zwei Leich­ terschiffen, die von dem Schleppdampfer "Lauwerzee" von Rotterdam nach London gebracht wurden und am 25. Mai Nieüwen Watevweg verließen, wurde in der Nordsee von einem U-Boot torpediert und ist gesunken. Mit dem anderen Leichter kam der "Lauwerzee" wohl­ behalten in London an. Menschenleben gin­ gen nicht verloren.</p>
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          <p>kerben. . . Ich halte es für falsch, -wenn die Gesetzgebung wesentlich von einer Partei nach 'ihren Grundsätzen beeinflußt und ausgebildet wird, wenn diese Partei aber nicht selbst mit im Regiment sitzend die Führung und Kon­ trolle der Gesetze mit übernehmen kann. Tie Zeit wird kommen, wo dieser Geisichtspunkt wieder mehr in den Vordergrund treten muß, Wann sie kommt, das müssen wir abwarten und bereit sein." Ist das, so fragt die DAadifche Nationalliberale Korrespondenz, nicht die Forderung des parlamentarischen Regierungs­ systems? Ei» neuer österreichischer Orden. "Streffleurs Militärblatt" in Wien meldet: Seine Majestät der Kaiser hat das nachstehende Aller­ höchste Be sehlsschreiben erhalten: "Ich be­ stimme, daß die Bekanntgabe Meiner neuer­ lichen belobenden Anerkennung auch ein zwei­ tes- und drittesmal erfolgen kann, was durch Anbringung einer, bzw. zweier silberner Span­ gen aus fitem Bande der silbernen Militärverdienstmedaille kenntlich zu machen ist. Ich, stifte: 1. Einen neuen Grad der Militärverdienstmedaille, welcher als Zeichen Meiner "Be­ sonderen belohnenden Anerkennung" verliehen wird. — Tie neue Medaille ist etwas größer als die gegenwärtige Militärverdienstmedaille, mit einem Lorbeerkranze um! die Krone und vergoldet anzufertigen. 2. Ein Eisernes Verdtenstkreuz mit und ohne Krone für Mann­ schaftspersonen, dessen Verleihungsrecht Ich dem Armeeoberkomwandanten und dem Kom­ mandanten der Südwestfront überlasse, welches von diesen gegen nachträgliche Genehmigung an die höheren Kommandanten bis einschließ­ lich der Korpskommandanten übertragen wer­ den kann." Wien, am 1. April 1916. Franz Joseph m. p. i • i , Sommerszeit in Italien. Tie Agenzia Stesani meldet aus Rom: Ein Dekret setzt fest, daß vom 3. Juni ab bis aus neue Weisung die gesetzliche Zeit in Italien um eine Stunde vorgerückt wird. Tuma und Reichsrat in Rußland nahmen die Sitzungen wieder aus. Zur amerikanischen Präsidentschaftswahl. Georg Bernhard schreibt in der "Voss. Ztg." in Erörterung der Friedenssrage u. a.: Die Nominationen der beiden großen Parteien zur Prüsidentschastswahl in den Vereinigten Staa­ ten stehest vor der Türe. Am 7. Juni werden die Republikaner ihren Kandidaten aufstel­ len, am 14 Juni folgt die Aufstellung des vor­ aussichtlichen demokratischen Präsidenten. Bei den Republikanern dürfte mit ziemlicher Si­ cherheit Richter Hughes den Sieg erringen, während Wilson an seine Wiedernominierung für die Demokraten sicher zu glauben scheint. Tiefe Nominierung hält er für gleichbedeutend mit seiner Wiederwahl. Tie Demokraten rech­ nen bantii, daß die Republikaner sich spalten werden und es ist für uns Deutsche besonders interessant, die Voraussetzungen für diese Hofst ,nung Wilsons und seiner Parteifreunde kennen Zu lernen. Ter größte Teil der führenden Meister der Republikaner, besonders Roosevelt und fein ehemaliger Staatssekretär Root ha­ ben von Ansang an den Krieg propagiert. Des­ halb, so meinen die demokratischen Parteigän­ ger, werden erhebliche Massen des amerikani­ schen Volkes, das durchaus pazifistisch! gesinnt ist, aus alle Fälle gegen Roosevelt und Root sein und Hughes wird seine Mehrheit wesent­ lich dem Umstande verdanken, daß er sich in der Kriegsfrage zurückgehalten hat. Gegen­ über der Zwiespältigkeit der Republikaner scheint Wilson das größte Gewicht in der Wahl­ kampagne darauf gelegt zu haben, daß er dem Lande den Frieden erhalten Hat und daß er den kämpfenden Mächten gegenüber als Frie­ densstifter auftritt. Aus dieser immer offen­ barer zutage tretenden Anlage des Wilsostschen Agitationsplanes können wir hier wichtige Schlüsse auf »&lt;fe Berechtigung mancher Strö­ mungen und Anschauungen vergangener Tage Ziehen. Manche von uns haben immer ge­ glaubt, daß Wilson als erste Voraussetzung sür seine Wiederwahl die Erhaltung des Frie­ dens um jeden Preis ansah. Aber er hat diese Absichten so geschickt verborgen, daß sie an dielen Stellen in Teutschland zu Wilsons Vor­ teil nicht verstanden worden sind. (g.)</p>
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          <p>Len, so ist dieser Feldgraue gestorben um mit­ zuhelfen, daß. Millionen Teutsche deutsch blei­ ben, deutsch leben,, deutsch streben, deutsch! denken, deutsch! lieben können — Heil, Teutsch­ land, dir! Die Vision des sterbenden Kriegers hat der Stift des Zeichners festgehalten. Herb ist das Kunstwerk, das der Münchner Graphi­ ker Adolf Schinnerer geschaffen, herb und ge­ dankentief. Tod und Kampfesbraus sprechen aus d er bedeutungsvollen Steinzeichnung. Und doch, wer sich in diese seltsame Verbindung von Symbolismus und Realistik hineinlebt, der fühlt sich emporgehoben über den Wust des Alltags, gestärkt durch den Gedanken an die ■ Ueberwindung des Todes, an die Unsterblich­ keit des Edlen, Schönen, Guten. Wuchtig hüt Schinnerer die beiden Sterbenden gestaltet, dazwischen Überragend die Christusfigur, der das Kampfgetümimel einen schauerlichen Hin­ tergrund verleiht. Tas als Kriegsgedenkblatt -für das 2. Inf.-Regt. gestiftete Kunstwerk ist bei Piloth u. Loehle, München, erschienen, das Ertragnis kommt den Hinterbliebenen von Kriegsteilnehmern dieses Regiments zugute. Besitzwechsel. Herr Michael Fritz, Oekonomiebaumeister von Autenried (Schwaben) er­ warb im Kaufswege die schön gelegene Villa der Frau Anna Müller in Westerhausen am Ehiemsee samt allen Grundstücken sowie leben­ dem und totem Inventar. Tie Verkaufsunter­ handlungen leitete das Jmmobilienbüro Ed. j Bachberger, München, Tal 12.</p>
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          <p>Allerlei. - Jugendlicher Messerheld. Der 15 jährige Wäckermeisterssvhn Paintmaier in Burglengen­ feld stieß, im Verlauf eines Wortwechsels auf i der Naabbrücke dem 14 jährigen Fabrikarbeiter , SSittmann sein feststehendes Messer derart in ! die Hüftengegend, daß Wittmann tödlich ver,-t letzt wurde. ■\ De» Bruder erschossen. In Gersfeld bei Bamberg wurde der Oekonomenssohn Ruhl, ff der seinen Sonntagsurlaub bei seinen Eltern 7 verbrachte, von seinem 17 jährigen Bruder ans ! Unvorsichtigkeit erschossen. Ter ältere Bruder ist erst vor kurzem auf dem Felde gefallen. Schweres Unwetter. Im oberen Tauber; tale ging ein schweres Unwetter verbunden ■ mit Hagel in Grüße von ^Taubeneiern nieder. | Heimgesucht wurden namentlich die Gegenden '{ von Archshofen, Frauental, Schoen und Craintal. Ein Großfeuer in Heilsberg wurde unter Mitwirkung des Militärs eingediämmt. Es wurden 7 Häuser vernichtet.</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. Arnstorf, 28. Mai. (Auszeichnung.) Tas Eiserne Kreuz 2. Ml. erhielt der Infanterist im 16. Jnf.-Regt. Josef Strohmeyer, Wagnev. meisterssohn von Arnstorf, für hervorragende Tapferkeit bei einem feindlichen Angriffe am 16. Juni 1915, bei dem er selbst schwer verwun­ det wurde. — 'Ter Infanterist int 16. Jnf.Regt. Josef Wimmer, Bauerssoh!N von Lam­ persdorf, erhielt ebenfalls das Eiserne Kreuz 2. Kl. für tapferes Verhalten vor dem Feinde. Enqlinar, 27. Mai. (Infolge Blitzschlages) brannten vergangene Nacht in MaibrunnHaus und Stadel des Söldners Reiner nieder. Auch gegen 1500 Mark Papiergeld verbrannten. Meiner ist leider nicht versichert. ElisaüethHzell, 27. Mai. (Blitzschlag.) In der vergangenen Nacht zündete ein Blitzstrahl in der Scheune der Söldnerseh!eleute Alois und Theres Brah von Kufhäuser bei Elisa­ beth szell, Post Haibach. In kurzer Zeit brann­ te die Scheune und das Wohnhaus mit fast ctsselR, Inventar und den landwirtschaftlichen Geräten und Maschinen nieder. Brah war .nicht in der Mobiliarversicherung.</p>
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          <p>Städtische Schwimmschule. 30. Mai 1916. Luft . . 16 Grad C. Wasser . 14 Grad C.</p>
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          <p>" Landgericht Landshut. (Sitzung vom Dienstag, den 23. Mjai.) Verworfen wurde die Berufung des Vieh­ händlers Andreas Rußwurm von Halshorn wegen Vergehens gegen das Kriegszustands­ gesetz durch Viehhandel und jene der Taglöh­ nerin Maria Kiermeier von Tingolfing wegen Unterschlagung. Verurteilt wurde der Sattlergehilfe Karl Nqgl von Frontenhausen wegen schweren Tiebstchhls zu 8 Monaten Gefängnis. (Sitzung vom Freitqg, den 26. Mai.) Verurteilt wurden: der Fuhrknecht Martin Tremmel von Landshut wegen schweren Diebstahls zu 1 Jahv 6 Monaten Gefängnis und 5 Jahren Ehr­ verlust; die Fahrikarbeitersfrau Kreszenz Klinger von Altenmarkt wegen Betrugs im Rückfall zu 4 Monaten Gefängnis; der Taglöhner Andreas Ziegler von Langquaid wegen Diebstahls zu 3 Monaten Ge­ fängnis und die Taglöhnersfrau Therese Raab von dort wegen Hehlerei zu 3 Tagen Gefängnis. Tie Berufung der Taglöhnersfrau Kres­ zenz Scheibengraber von Achdorf wegen Kör­ perverletzung wurde verworfen. teert, daß die Käufer und Verkäufer von der Honigvermittelungsstelle möglichst ausgedehn­ ten Gebrauch machen und die Bienenzüchter kräftig zusammenarbeiten teürden, um! unter Fernhaltung unreller Elemente ihv Erträg­ nis in dieser schweren Kriegsgeit zu ange­ messenen Preisen den Zwecken der Volkser­ nährung zuzuführen. —* Der Liberale Verein Landhut U. U. hält heute Dienstagabends im Sterngar­ ten Kegelabend. Tie Herren Mitglieder wer­ den wegen wichtiger Besprechungen ersucht, möglichst zahlreich zu erscheinen. —* 20 kriegsunbrauch bare Pferde bringt der landwirtschaftliche Kreisausschuß von Niederbayern am Samstag bett 3. Juni vorm. 10 Uhr in Bilshofen zur Versteigerung. Im gleichen Termine werden auch! 5 räudever­ dächtige Pferde dem Verkaufe unterstellt. —* Feldpostverkehr im April. IM Monat April 1916 sind von den baher. Feld-, Postanstalten nach der Heimat 49 042 Brief­ postsachen im Gesamtgewichte von rund 1284945 Kilogramm und von den bayerischen Postsam!melstel'len nach dem Felde 135167 Briefsäcke im Gesamtgewicht von 3 919 845 Kilogramm abgefertigt worden. —* Bücher ins Feld. Wir machen hier­ mit darauf aufmerksa/m, daß von den Wehr­ kraftjungen Mittwoch, den 31. Mai nachmit­ tags 2—6 Uhr und Donnerstag, den 1. Juni vormittags 10—1 Uhr die HaussamMlung von Büchern für die Reichsbuchwochle durchgeführt wird. Tie sehr verehr!. EinmohnevschaftLandshuts wird daher nochmals höflichst gebeten, die hierfür abzugebenden Bücher um diese Zeit bereitzuhalten. Wer seine Gabe nicht aus dem häuslichen Büchervorrat entnehmen kann, trage sein Scherflein in die von den Jungen mit­ geführten Sammelbüchsen Bei, oder kaufe ein Buch beim Buchhändler und liefere es an die Jungen ab. Eventuell von den Jungen nicht abgeholte Bücher möchten an die, durch! die Werbeplakate kenntlich gemachten Annahmestel­ len (Buchhandlungen) abgeliefert werden.</p>
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          <p>Fleischarmes Bieh: Ein Pfund Fleisch von fleischarmem Schlachtvieh (Wurstvieh) darf durchgehend den Preis von 1.50 Mark nicht überschreiten. Kalbfleisch: Ein Pfund Fleisch von mindestens vier Wochen alten Kälbern darf durchgehends nicht mehr als 1,50 Mark kosten. / Schweinefleisch: Hierfür gelten die bisherigen Höchstpreise: Schlegel, Grat, Kottelettes und Bug 1.60 Mk., Hals, Brust und Bauch 1.50 Mark, Kopf, Füße, Haxen und Knöchetch 1.30 Mark, gepökeltes oder gesalzenes SMieinefleisch 1.60 Mark, Leber, Herz, Nieren, Zunge und Hirn 1.50 Mark, Lunge und Milz 0.60 Mark. Rohes Schweinefett 1.80 Mark, ausgelassenes Schweinefett 2.— Mark und gesalzener Speck 1.80 Mark per Pfund. Schaffleisch,: Ein Pfund Fleisch von Schafen darf kosten: a) Hals, Stich und Brust Mark 1,18 b) Lenden, Filet und alle übrigen Teile " 1,78 a) Hals, Stich und Brust Mark 2,20 b) Lende und Filet " 2,70 c) für alle übrigen Teile " 2,40 Kuhfleisch: Ein Pfund Fleisch von Kühen darf kosten: a) Lende und Filet Mark 2,40 b) Hals, Stich und Brust " 2,00 c) für alle übrigen Teile " 2,20 Fleischpreise in Landshut. Die Preisprüfungsstelle hat für die Zeit vom 8. Mai an für Landshut folgende Höchst­ preise für Fleisch festgesetzt unter Zugrunde­ legung der mit Entschließung der baher. Fleischverlsorgungsstelle vom 25. April festge­ setzten Preise für Schlachtvieh!. Ochsenfleisch,: Ein Pfund von gefleischten Ochsen, Bul­ len, Rindern und Kalbinnen darf kosten:</p>
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          <p>Wurstpreise in Landshut. Vom 8. Mat ab gelten folgende Wurstpretfe in Lands Hut: 1. Leberkäse Vfd. 1 60 Mk., 75 Gramm 20 Mg. 2. Pressack weiß Psd. 1,50 Mk., 80 Gramm 20 Pfg 3. " rot Pfd. 1,50 Mk, 80 Gramm 20 Psg. 4. Lyonerwurst Psd. 1,80 Mk., 55 Gramm 20 Psg. 5. Gelbwurü Psd. 1,80 Mk., 55 Gramm 20 Psg 6. Schinken-, und Zungenwurst Pfd, 1,90 Mk., 70 Gramm 25 Psg. 7. LeberstreichwurstPfd. 1,80 Mk., 60 Gramm 20 Psg. 8. Regensburger (Knackwurst) - Psd 1,70 Mk., 50 Gramm 17 Psg. 9. Blutwurst Pf". 0 50 Mk., 50 Gramm 10 Psg. 10. Leberwurst Pfd. 0 80 Mk., lOOGramm 20 Psg. Dauerwürste: Mettwurst Pfd. 3,00 Mk., 50 Gramm 30 Psg, Rauch- und Dauerware«: ^Höchstpreise) Schinken roh mit Knochen Pfd. Mk. 2,60 " roh ohne Knochen &gt; im Aufschnitt Pfd. Mk. 3,10 " gekocht mit Knochen Pfd. Mk. 3,00 " gekocht ohne Knochen im Aufschnitt Pfd. Mk. 3,40 1 / 10 Pfd. Schinken gekocht ohne Knochen höchstens 40 Pfg. Geräuchertes Schweinefleisch roh Psd. Mk. 2,40 " " gekocht Pfd. Mk. 2,50 Geräuchertes Rindfleisch Pfd. Mk. 2,20</p>
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          <p>Letzte Posten. Der Austausch der Zivilqefaugenen. Sb. Berlin. 30. Mai. Tie "Nordd. AWgemeine Ztg." meldet zu der im englischenOberhause abgegebenen Regierungserklärung, in welcher britischerseits der deutschen Regierung vorgeschlagen worden sei, bei der Entlassung der Zivilgefangenen die Altersgrenze von 55 Jahren auf 50 Jähre, bei Felddienstunfähigen auf 45 Jahre herabzusetzen, wird mitgeteilt^ daß die britische Regierung in der Tat einen solchen Vorschlag gemacht hat, an den Be­ dingungen geknüpft sind, über die gegenwär­ tig noch verhandelt wird. 3er kranke König von Italien. Sb. Berlin, 30. Mai. Ter "Berl. Lok.Anz." berichtet, daß der König von Italien krank sei. Tie Aerzte hätten Hm geraten, sich von ernster Arbeit fernzuhalten. Die Kö­ nigin sei nach dem Hauptquartier abgereist, um die Aerzte zu unterstützen. Auch Giolitti hat den König im Hauptquartier besucht. Die Stimmung im serbischen Heere. Sd. Athen, 30. Mai. Aus Saloniki wird gemeldet, daß die Desertionen der serbischen Soldaten überhand nehmen. Das englische Parlament vertagt. Sd. London, 30. Mai. Das Parlament hat sich bis zum 20. Juni vertagt.</p>
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          <p>Lanöshut, 26. Mat. (Kleinviehmarkt.) Es wurden zugetrieben: 20 Kälber, — Schweine, 280 Spanferkel. Preise: Kälber lebend 1. Qual. 90—100 dl., 2. Qual. 85-90 dl, 3 Qual. 75 bis 85 dl., tot 00—00 dl., Schweine leb. 000-000 bl, tot 000—000 dl. per Pfund, Spanferkel 85 bis 100 Mark per Paar. Handel und Verkehr.</p>
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          <p>Literarisches. Die Illustrierte Kriegs-Chronik ves Da­ heim hat vor ähnlichen Unternehmungen einen großen Vorzug: sie folgt den Ereignissen ge­ radezu auf dem Fuße. Für jeden Tag findet der Leser in knappem Chronikstil die Ereig­ nisse der verschiedenen ^iegsschauplätze kurz verbucht. Dem Besitzer dieses Werkes ist es also später einmal leicht, durch Nachblättern jede einzelne Waffentat des großen Krieges festzustellen. (Verlag von Velhagen und Klafing in Bielefeld und Leipzig. Preis des Hef­ tes 60 Pfg.) Der Türmer. Halbmonaisickrtlt für Gemüt und Geist. Hei ausgegeben von I E Freiherr« von Grotthuß. Verlag von ©reiner u P'eiffer m Stutt gart. Vierteljährlich 6 Hefle, 4 50 Mark "Der Vortrupp", Halbmonatsschrift für das Deutschtum unserer Zeit. Herausgegeben von Dr. jur. Hermann M. Poput, H mburg, und Kapilänleutnant a. D. Hans Paafche, Berlin. Ver­ antwortlicher Schriftleiter: Dr. phil R Kraut, Ham­ burg. Verlag von Alfred Jansfen, Hamburg Preis: Jäh.ltch 8 Mark, vierteljährlich 2 Mark Gnzelnummer 40 Piq. TäS freie Wort. Frankfurter Halbmonats­ schrift für Fortschritt auf allen Gebieten des geistigen Lebens. Herausgegeben von Max Henning. 15. Jahrgang. Heft 19/20. Franö fürt a. M. Neuer Frankfurter Verlag G. to. b. H. Preis vierteljährlich! 2 Mark. Ter Ver­ lag gibt aus Wunsch Probehefte gratis ab. Hunvesport und Jagd. Amtliche Zeit­ liche Zeitschrift des Deutschen Reichsverbandes für Polizei- und Schutzhunde, E. V. mit 26 Unterabteilungen und anderer Verbände. Er­ scheint wöchentlich einmal im Verlage Gundlach!-Bielefeld. Preis vierteljährkich 2.25 Mk.</p>
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          <p>Inserate.</p>
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          <p>Bekanntmachung. Betreff: Reichsbuchwoche. Immer dringender ist es geworden, den Truppen an den Fronten und In den Etappengebieten geeigneten Lesestoff zu verschaffen. Seitens des Zentralkomites der deutschen Vereine vom Roten Kreuz (GesamtauSschuß zur Verteilung von Lesestoff im Felde und in Lazaretten) findet auch heuer wieder eine Reichsbuchwoche behufs Sammlung von Büchern und Schriften W Versorgung des Heeres und der lotine stutt. Wir machen hiemit die verehr!. Einwohnerschaft mit der Bitte um tun­ lichste Unterstützung dieses guten Zweckes aufmerksam und teilen zugleich mit, daß am Mittwoch, de» 31. Mai nachmittags dorr 2—6 Uhr und am Donnerstag, de» 1. Juni vormittags von 10-1 Uhr Wehrkraftjungen die Bücher und Zeitschriften abholen werden. Wer seine Gabe nicht aus dem häuslichen Büchervorrat entnehmen kann, kaufe ein Buch beim Buchhändler, der die Auswahl mit seinem Rate gern erleichtern wird. Wer nur wenig Geld ausgeben kann, bedenke, daß schon für den geringen Preis von 20 Pfennig etwas Geeignetes zu haben ist Die Buchhandlungen der Stadt find Verkaufs- und Sammelstellen, (siehe gelbe Plakate.) L a n d s h u t, den 29. Mai 1916. trat. Marschall. ii58 Schwarz.</p>
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