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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-06-13"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 159</biblScope>
          <date when="1916-06-13">1916-06-13</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Tages-Uebersicht. Teutsche Nerven. Der "Berl. Lok.-Anz." berichtet: Als Beweis dessen, wie wenig die Schlacht das Gleichgewicht der angehenden Of­ fiziere zur See stören könnte, mag festgestellt werden, daß aus den aus die Schlacht folgenden Tag, den 2. Juni, in Wilhelmshaven dieFähnrichprüsungen angesetzt waren. Von Bord weg stiegen die Fähinriche ins Examen, das bis­ her besser als sonst bestanden wurde. Zuck«ral»gabeverbot in Gaststätte«. Ter "Berl. Lok.-Anz." meldet aus Frankfurt: Eine Verordnung des Magistrats verbietet von Mor­ gen ab die Zuckerbeigabe zu Kaffee oder Täe in Kaffeehäusern, Wirtschaften Pensionen, Au­ tomaten und ähnlichen Betrieben. An Stelle von Zucker dürfen Süßstoffe (Saochsrin) ver­ wendet werden. Zuwiderhandlungen werden Mit Geldstrafe bis zu 1500 Mark oder Gefäng­ nis bis zu 6 Monaten bestraft. Verurteilung eines Abgeordneten. Der slowenische Reichsrats- und Landtagsabgeord­ nete Franz Grasenauer wurde vom! Militär­ gericht wegen Störung der öffentlichen Ruhe zu 5 Jähren schweren, verschärften Kerkers verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig. HngheS Präsidentschaftskandidat »«Ame­ rika. Nach einer Reutermeldung aus Chicago hat der republikanische Konvent Hughes bei­ nahe einstimmig nominiert. Tie Progressisten nominierten Rooseoelt durch Zuruf. — Eine weitere Reutermeldung besagt: Tie Republi­ kaner haben Fairbanks für die Vizepräsidentschast nominiert. Hughes erhielt 919 Stim­ men, worauf die Nomination einstimmig er­ folgte. Hughes hat die Nomination angenom­ men. — Hughes hat ans Anlaßt seiner Nomi­ nierung zzum Präsidentschaftskandidaten sein Richteramit nidergelegt. Wilson Hat die Amts­ niederlegung bestätigt. |</p>
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          <p>Das italienische Kabinett zurückgetreten. Fortdauer des Kambfes östlich Ser Raas. — Schweres Ringen an der ostgalizifchen Front. — Ausfische Truppen verletzen rumänisches Gebiet- — Griechenland und die Entente. — Erfolge der Türken im Kaukasus und in Mesopotamien. Im Westen haben die Unfern den Fran­ zosen neuerdings mehrere Stellungen südwest­ lich des Forts Touaumont, im! Capitrewald und am Fuminrüclen entrissen. Westlich von Vaux nahmen daher. Jäger und preußische Infanterie ein starkes französisches Feldwerk. Ueber 500 Franzosen, 3 Geschütze und 29 Ma­ schinengewehre blieben in unseren Händen. In der Champagne, aml Hartmannsweilerkopf und bei Markirch unternahmen die Unsern geglückte Patrouillengänge, von denen sie Gefangene und Material als Beute heimbrachten. Im Osten hat sich die russische Offensive auch bei der Armee Bothimer an der Strhpa fühlbar gemacht, doch! wurden die Russen Mit Mutigen Köpfe« zurückgeworfen. Ueber 1300 Russen blieben in den Händen der Hupfern als Gefangene. In Wolhynien erfolgten nach eintägiger Ruhepause neue heftige^Angrisfe der Russen, die mit verschwenderischeres Aufwand an Men­ schenmaterial geführt wurden. Bis zu acht Angrisse sintere inanb er unternahmen die Rus­ sen. Bei Kolli mußten unsere Verbündeten auf das linke Sthruser zurückgehen. In einem umfassenden Gegenangriff wurden aber die Russen wieder auf das Ostuser zurückgeworfen, wobei über 1500 Russen als Gefangene in den Händen der österreichisch-ungarischen Truppen verblieben. Auch bei Tarnopol konnte den Russen eine Höh!e, die sie mit großen Verlusten erkämpft hatten, wieder abgenomsmen werden. Im Nordostteil der Bukowina mußten die österreichisch-un garische n.Truppen vor der über­ großen Mehrheit des Feindes sich etwas zu­ rückziehen. Im ganzen scheint aber die russi­ sche Offensive ihren Höhepunkt.bereits über­ schritten zu haben. Tie Verstärkungen unserer Verbündeten beginnen bereits mit den Gegen­ stößen und es ist zu hoffen, daß der russische Ansturm bald gebrochen ist. An der italienischen Front machten unsere Verbündeten mehrere gelungene Vorstöße an der Front zwischen Etsch und Brenta und aus dem Monte Kemmerle, wobei über 2000 Ita­ liener gefangen genommen wurden. Ein italienischer Truppentransportdam pser, der Hilfskreuzer "PrincipeUmberto", wur­ de von einem österreichisch-ungarischen Unter­ seeboot versenkt, .obwohl der Transport von mehreren Zerstörern begleitet war. i Tas italienische Ministerium hat demissio­ niert. Es blieb ihm bei der Haltung der Kam­ mer keine andere Wahl, als selbst zu gehen oder die Kammer aufzulösen. Tas letztere scheint Salandra als das gefährlichere Wagnis betrachtet zu haben und so ging er selbst. An der Kaukasusfront haben die. Türken russische Angrisse abgeschlagen. In Persien schlugen die Türken die Rus­ sen zurück und besetzten Kasri Schirin. In Mesopotamien schossen die Türken aus dem! Tigris zwei englische Kanonenboote in den Grund und versenkten dreii Schleppkähne Mit feindlicher Munition. Sei Schemdinan wurde eine englische Kavallerieabteilung 'in Märke oon 1000 Mann vernichtet.</p>
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          <p>WTB. Berlin, 11. Juni. Mittags. — (Großes Hauptquartier.) Westlicher Kriegsschauplatz. Beiderseits der Maas heftige Artillerie­ kämpfe. Tie gestern gemeldete Beute aus den An­ griffen östlich des Hlusses hat sich noch! um 3 Geschütze und 7 Maschinengewöhtre erhöht. Westlich von Markirch machte eine deutsche Patrouille, die in die französischen Gräben eindrang, 1 Offizier und 17 Mann zu Gefan­ genen. Schlich« Kriegsschauplatz. Südlich von Krowo stießen deutsche Er-kundungsabteilungen in die russische Stellung vor; sie zerstörten die feindlichen Anlagen und brachten über 100 Russen als Gefangene sowie 1 Maschinengewehr zurück, v B»kk««kriegsschauiplatz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung. WTB. Berlin, 12. Juni. Mittags. — (Großes Hauptquartier.) , Westlicher MgsfWoß. In der Champagne nördlich von Perthes drangen deuffche Erkundungsabteilungen in die französischen Stellungen ein, machten nach) kurzem Kampfe 3 Offizisre und über 100 Mann zu Gefangenen, erbeuteten 4 Maschinengewehtre und kehrten planmäßig in die eigenen Grä­ ben zurück. Beiderseits der Maas unverändert leb­ haftes Artilleriefeuer. ; Seitlicher Kriegsschauplatz. Teutsche und österreichisch-ungarischje Ab­ teilungen der Armee des Generals Grafen Bothmer warfen russische Abteilungen, die nordwestlich von Buczacz an der Strhpa im Vorgehen waren, wieder puriick. Ueber ,1300 Russen blieben als Gefangene jn unseren Händen. Im übrigen hat sich die Lage der deutschen Truppen nicht geändert. i Bülkan-KrieAsschaupla^ I , Keine Ereignisse. , - , , , Oberste Heeresleitung. WTB. Berlin, 10. Juni. Mittags. — MroßeS Hauptquartier.) Westlicher Kriegsschauplatz. Auf dem Westufer der Maas wurde die Bekämpfung feindlicher Batterien und Schanz­ anlagen wirkungsvoll fortgesetzt. Oestlich des Flusses setzten unsere Truppen die Angriffe fort. In harten Kämpfen wurde der Gegner auf dem Höhenkamm südwestlich des Forts Touaumont, im Chapitrewalde und auf dem Fwminrücken aus Mehreren Stellun­ gen .geworfen. Westlich der Feste Vaux stürmten daher. Jäger und preußische Infanterie ein starkes feindliches Feldwerk,- das mit einer Besatzung von noch 500 Mann und 22 Maschinengewehren in unsere Hand siel. Tie Gesamtzahl der seit dem 8. Juni ge­ machten Gefangenen beträgt 28 Offizier« und mehr als 1500 Mann. Auf dem HartMannsweilerkops hvlte eine deutsche Patrouille mehrere Franzosen aus den feindlichen Gräben. i Seitlicher Kriegsschauplatz. ..-1 wA nxlraner—iWvPWtnwmH» &lt;• f Bei den deutschen Truppen hat sich nichts von Bedeutung ereignet. " &gt; ^ -i Oberste Heeresleitung. Bericht des deutschen Hauptquartiers.</p>
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          <p>Der österr.- ung. Heeresbericht. WTB. Wien, 10. Juni. Mittags. — Amtlich wird verlautbart: Russischer Kriegsschauplatz. Im Gegensatz zum vorgestrigen Tage sind gestern wieder an Her ganzen Nordostfront äußerst erbitterte Kämpfe entbrannt. Zwischen Okna und Dobronoutz wurden an einer Stelle acht, an einer anderen fünf schwere Angriffe abgewiesen, wobei $Mji unser schlesisches Jägerbataillon Nr. 16 besonders hervortat. . &gt; 1 An der unteren Strhpa haben starke rus­ sische Kräfte nach! Erbittertem Ringen unsere Truppen born Ost- auf das Westufer zurückge­ drängt. Nordwestlich von Tarnopol schlugen wir zähLreiche russische Vorstöße ab. Im Raume von Luck wird westlich des Styr gekämpft. * Bei Kolli und nordwestlich, von Czartorhsk wurden russische Uebergangsversuche ver­ eitelt. Italienischer Kriegsschauplatz. Vorstöße der Italiener gegen mehrere Stellen unserer Front zwischen Etjsch, und Brenta wurden abgewiesen. Zu den bisher gezählten Gefangenen im Angrifssraum sind über 1600, darunter 25 Offiziere, dazugekommen. Vor dem Tollmieiner Brückenkopf zerstörten unsere Truppen nach kräftiger Artilleriewir­ rung die Hindernisse und Deckungen eines Tei­ les der feindlichen Front und kehrten mit 80 Gefangenen, darunter 5 Offizieren, ferner mit einem Maschinengewehr und sonstiger Kriegs­ beute von dieser Unternehwung zurück. Südöstlicher Kriegsschauplatz. An der unteren Voljusa wurden italieni­ sche Patrouillen durch Feuer zersprengt. Ter stellvertretende Chef des Generalstabes v. H o e f e r, Feldmarschalleutnant. WTB. Wien, 11. Juni. Mittags. — Amtlich wird verlautbart: Russischer- Kriegsschauplatz. Oestlich von Kolli hat der Feind vorgestern Abend mit drei Regimentern das linke Sthrufer gewonnen. Er wurde gestern durch einen umfassenden Gegenangriff österreichisch-unga­ rischer Truppen wieder «der de« Fluß gewor­ fen, wobei 8 russisch- Offiziere, 1500 Mann und 13 Maschinengewehre in unsere Hand fielen. Nordwestlich von Tarnopol eroberten wir durch Gegenstoß, eine vom Feind unter großen Verlusten erkämpfte Höhe zurück. Im Nordostteil der Bukowina wurde wie­ der überaus erbittert gekämpft. Ter Druck überlegener gegnerischer Kräfte, die mit einem 1 auch bei diesem Feind einzig dastehenden rück­ sichtslosen Verbrauch des Menfchenmaterials angesetzt wurden, machte es nötig, «unsere Trup­ pen dort vom Gegner loszulösen und zurück­ zunehmen. Ftakieuischer KriegsschunvMtz Tie Italiener erneuerten ihre Vorstößp gegen einzelne Frontstellen und wurden wie­ der überall rasch und blutig abgewiesen. Auf dem Monte Lemerle griffen unsere Truppen die feindlichen Abteilungen, die fWr nahe dem Gipfel noch gehalten hatten, über­ raschend an, setzten sich. in den vollen Besitz des Berges und machten über 500 Gesangene. Unsere Flieger bedachten den Bahnhof von Cividale mit Bomben. Süd östlicher Kriegsschauplatz: Nichts von Belang. der stellvertretende Chef des Generalstabe-! v. H o e f e r, Feldmarschalleutnant. Ereignisse zur See. Eines unserer Unterseeboote hat am 6. lf. Mts. abends den von mehreren Zerstörern begleiteten großen italienischen Hilfskreuzer "Principe Umberto" mit Truppen an Bord torpediert, Tas Schiss sank binnen weniger Minuten. Flottenkommando. WTB.v Wien, 12. Juni, Mittags. — 1 Amtlich wird gemeldet: Russischer Kriegsschauplatz. Ich! Nordosten der Bukowina vollzog sich die Loslösung vom Gegner unter harten Nachhutkäwpsen. 1 Eine aus Buczacz gegen Nordosten vorgehende feindliche Krastgruppe wurde durch einen Gegenangriff deutscher und österr.-Ungar. Regimenter geworfen, wobei 1300 Russen in unsrer Hand blieben. Auf der Höhe östlich, von Wisniowzhk brach heute früh ein starker russischer Angriff unter unsrem' Gefchützfeuer zusammen. Oestlich Kozlow hoben unsre Streifkochchandos einen vorgeschobenen Posten der Rus­ sen auf. Nordwestlich von Tarnopol wird fortgesetzt heftig gekämpft. Tie mehrfach genannten Stel­ lungen bei Worebiowka wechselten Wiederholt den Besitzer. An wer Jkrva und in WoMnien herrschte gestern Verhältnis mäßig Ruhe. Westlich von Kolli schlugen unsre Trup­ pen einen russischen Uebergangsversuch. ab. Hier, wie überall, entsprachen deM rücksichts­ losen Massenaufgebot des Feindes auch seine Verluste. Italienischer Kriegsschauplatz. Tie Lage auf deM südwestlichen Kriegs­ schauplatz. ist unverändert. In den Dolomiten und an unsrer Front zwischen Brenta und Etsch wurden die Ita­ liener, wo sie angriffen, abgewiesen. Südöstlicher KriegsschauplatzUnverändert. T«r stellvertretende Chef des Generalstab-Si v. Hoefer. Feldmarschalleutnant. Ereignisse zur See. Ein Geschwader von Seeflugzeugen hat in der Nacht vom 11. zum 12. ds. die Bahn­ strecke San Tonna Mestre und die Bahnanlagen in Mestre ausgiebig mit sichtlich, gutem Erfolge bombardiert, mehrere Volltreffer in die Lokomotivremise erzielt und auch das Arsenal in Venedig mit einigen Bomben belegt. Trotz heftigen Abwehrfeuers sind alle Flugzeuge ein­ gerückt. Flottenkmrmando.</p>
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          <p>Vom östlichen Kriegsschauplatz. Tie englische "Hilfe" für Rußland. Berlin, 10. Juni. Tie "B. Z. am! Mittag" meldet aus Genf: Aus Petersburg wird berichtet: Eine englische Pawzerautomobilabteilung, bestehend aus 60 Automobilen und der dazu geh,örigen Mannschaft, die den ganzen Winter auf eingefrorenen Schiffen zu­ brachte, ist jetzt in Archangelsk eingetroffen Und von dort an die Front abgegangen. (Z.) Tie Russen verletzen rumänisches Gebiet Bukarest, 12. Juni. Nachdem aMFrei­ tag etwa 40 russische Reiter auf rumänisches Gebiet geraten und dort entwaffnet worden waren, rückte in der vergangenen Nacht ein Kavallerieregiment über den Prukh, auf ru­ mänisches Gebiet. Tie rumänischen Truppen in Botoschan erhielten den Befehl, die Räumung zu verlangen und nötigenfalls zu erzwingen. Tie rumänische Regierung erhob Einspruch beim hiesigen russischen Gesandten und beauf­ tragte den rumänischen Gesandten in Peters­ burg, bei der russischen Regierung gegen die Gebietsverletzungen Verwahrung einzulegen. Bukarest, 12. Juni. Ter König, der aus einer Tonaureise begriffen war, ist heute nach hierher zurückgekehrt. T«k Mißerfolg der russischen Kriegsanleihe Kopenhagen, 10. Juni. Tie am 15. April zur Zeichnung aufgelegte rnssiischeKriegsanleihe im Betrage von 2 Milliarden Rubel stellt trotz der wiederholten Verlängerung des Zeichnungstermins einen glatten Mißerfolg dar. Vom Publikum wurde nur etwas über ein Fünftel des Betrages gezeichnet, sodatz den Banken ein Rest von vier Fünfteln zur Deckung verbleibt. .(84</p>
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          <p>totone geohrfeigt, weil letzterer in der Turiner Gazette del Popolo die sozialistischen Abgeordneten, die vorgestern Photographien der nach Sibirien verbannten Tumaabgeordneten verteilt hatten, als von Deutschland be­ zahlte Agenten bezeichnet hatte. Hinzutretende Abgeordnete verhinderten ein weiteres Hand­ gemenge. Bevione sandte darauf seine Zeugen an Mazzoni, der aber unter Berufung aus seine Grundsätze eine Genugtuung Mit Waffen verweigerte.</p>
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          <p>Am Balkan. Venizelos zurückgehalten. Genf, 10. Juni. Pariser Blattern zu­ folge ist Venizelos beim Versuche, Griechen­ land zum Zwecke einer Badekur zu verlassen, zurückgehalten worden. (Z.) Ans Griechenland. Paris, 11. Juni. (Meldung der Agence Havas.) Wie "Temps" aus Athen weidet, hat die Regierung ihre Vertreter bei der Entente beauftragt, gegen die Blockade der Küsten Ein­ spruch zu erheben. Sie wird ihren Einspruch, durch eine Denkschrift vervollständigen, in der die Gewissenhastigkeit und der gute Glaube Griechenlands dargestellt werden sollen. Paris, 10. Juni. Echo de Paris meldet ans Seres: Tie griechischen Behörden be­ schlagnahmen alles Vieh. Ter Bahnhof von Temir Hissar ist noch intimer von griechischen Truppen besetzt. Griechenland nnd der Vierverdand. Kristiania, 10. Juni. Nach Londoner Meldungen sprachen die Gesandten des Vier­ verbandes der griechischen Regierung geqeniber erneut die Erwartung aus, daß die grie­ chische Armee sofort demobilisiert werde, und laß Neuwahlen ausgeschrieben werden. Da­ durch hoffen die Ententemächte, eine Mehr­ heit für Venizelos zu erhalten. ' Es verlautet, der König und die Regier­ ung würden demnächst nach Larissa iw nörd­ lichen Griechenland übersiedeln, um den stän­ digen Vorstellungen und Drohungen der Vier­ verbandsdiplomaten zu entgehen. Berlin, 10. Juni. Der "Times" wird aus Athen gemeldet, daß die Alliierten ihre maritimen Maßnahmen trotz, der von der grie­ chischen Regierung verfügten Beurlaubungen beibehalten werden. Kopenhagen, 10. Juni. Wie aus Pe­ tersburg gemeldet wird, läßt Sasonow der russischen Presse halbamtliche mitteilen, daß das energische Vorgehen der EntenteWächchf in Athen darauf zurückzuführen sei, daß die Gewißheit bestehe, daß Griechenland mit Bul­ garien und den Zentralwächten ein Sonderabkowmen getroffen habe. (ml) London, 12. Juni. Das Reutersche Bu­ reau weidet aus Athen: Nach einew Telegrawm aus Kavalla besetzten die Franzosen die In­ sel Thasos.</p>
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          <p>Die Türkei im Kriege. Ter türkische Bericht. Konstantinopel, S. Juni. Das Haupt­ quartier teilt mit: An der Jrakfront keine wesentliche Ver­ änderung. Kaukasussront: Auf dem rechten Flügel siel nichts vor,' im Zentrum fand ein Feuer­ gefecht der Infanterie statt. Auf dem linken Flügel machte eine unserer Abteilungen einen heftigen Feuerüberfäll auf schanzende feind­ liche Truppen, vertrieb sie aus der Stellung und besetzte diese. Von den anderen Fronten keine Meldungen von Bedeutung. Konstantinopel, 10. Juni. Das tür­ kische Hauptquartier teilt mit: Von der Jrakfront keine Meldung von Bedeutung. Kaukasusfront: Auf befmi rechten Flügel und in der Mitte keine Handlung von Be­ deutung. 'Auf dem linken Flügel wurden ver­ schiedene überraschend ausgeführte Angriffe des Feindes auf unsre vorgeschobenen Stellungen abgeschlagen. Tie Russen verloren in diesen Kämpfen mehr als hundert Tote und Ver­ wundete und einige Gefangene. Unser Artiltilleriefeuer vertrieb ein feindliches Schiff, das sich an der Meerenge Alawboghaz nördlich von Kuchoda näherte. Zwei feindliche Schiffe warfen ohne Erfolg einige Granaten auf Keutek nördlich von TodruM und auf die Umge­ bung von Mekri. Sie zogen sich Darauf zurücke Ein feindliches Schiff beschoß in der Nähe von Jaffa das an der Küste weidende Vieh,. Konstantinopel, 11. Juni. Das tür­ kische Hauptquartier teilt mit: Nach einew Kamps, der wit der Nieder­ lage und dem Rückzüge der Russen vor Chanikin endete, nahwen unsre Abteilungen die Ver­ folgung auf, schlugen starke feindliche Kosaken­ abteilungen zurück und drangen in der Nacht zu'w 9. Juni in Kasri Schirin ein. Kon stantinopel, 12. Juni. Das tür­ kische Hauptquartier teilt mit: Jrakfront: Im Abschnitt von Fellahie betn« barbierte unsre Artillerie gestern verschiedene Punkte der feindlichen Stellung. Zwei feind­ liche Kanonenboote, die nicht entfliehen konn­ ten, wurden durch, die Explosion von Artil­ leriemunition, die sie an Bord hatten, in die Lust gesprengt. Drei große hon Kanonenbooten gezogene Schleppkähne, die ebenfalls mit ArtillerieMunition beladen waren, wurden ver­ senkt. Außerdem wurde durch unsre Artillerie an Bord von vier mit Explosivstoffen bela­ denen Schleppkähnen ein Brand hervorgerufen. Tie Kähne konnten sich nur dank der Strö­ mung retten. Vier große Munitionsdepots, die sich am User des Flusses befänden, wurden vollständig in die Lust gesprengt. Durch die ExplrqHn der Geschosse, die sich dort befanden,? entstand ein Brand iw Lager eines feindliches Bataillons, das vollkommen zerstört wurde. Bei einem! Zusawwentrefsen mit dem Feinde in der Gegend von Schemdinau wurde feind­ liche Kavallerie in Stärke von mehr als tau­ send Mann vollständig vernichtet. Nur einer ganz geringen geringen Anzahl von Feinden gelang es, sich zu retten. Viel Vieh, Telephonapparate, Pontonjwaterial sowie eine große Menge von Gewehren und Munition wurde erbeutet. An der kaukasischen Front keine Verände­ rung., Ein feindlicher Flieger, der Fotscha iw Abschnitt von Smyrna überflog, wurde durch unser Artilleriefeuer in die Flucht gejagt. Ein feindlicher Monitor schleuderte aus der Höhe von Fotscha gegen die Gewässer der Bai von Hadjilas 20 Geschosse, ohne eine Wirkung zu I erzielen. Andere feindliche Krtegsfährzeuge S eröffneten ein wirkungsloses Sei;;: gegen die Höhen östlich, der J.isel Kauften. Aw Nachmittag des 29. Mai (türkischer Zeitrechnung) bombardierte ein feindliches Kriegsschiff den Hafen von Kalamäki im Tistrikt Rasch. Eine Christin wurde getütet. Sonst wurde kein Schaden angerichtet. Zur türkischen Offensive. Tie Basler Blätter melden aus Paris: ,i Reuter berichtet in einem Telegrawm aus Pe­ tersburg, das von der Havas-Agentur nicht weitergegeben wurde, daß die Türken bereits 40 Meilen südwestlich von Erzerum in fort­ schreitender Offensive stehen und daß sie ihren Angriffs in das russische Zentrum wit fort­ gesetzten Verstärkungen forcieren. Ter russi­ sche Hauptwiderstand werde am Bingol-Tagh geleistet. (nt.)</p>
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          <p>London nicht mtefjr. Es muß sich demnach um ehemalige Teutsche handeln, die schon jahr­ zehntelang in England naturalisiert sind. (Z.)</p>
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          <p>sie sich zu geben vermochte, als ob ;fie das gutherzigste und sanfteste Geschöpf der Weift sei. — So hatte sie sich sicher ihren Ver­ wandten gezeigt, bevor Ilses Dazwischentreten ihr Grund zu Verdruß gegeben hatte, und da war es kein Wunder, daß die Tante sich täu­ schen ließ und ein so liebes Geschöpf gern als ihre Schwiegertochter ins Haus genommen hätte. Bei Tisch schlug Edi sür den Nachmittag eine Ausfahrt zu Wagen vor, wenn man doch frei wäre und keine Rücksicht auf Dietrich zu nehmen hätte, und Frau Herrmann stimMte liebhast bei. Vielleicht schlössen sich auch! Frau Doktor Schweiger und ihrer Mutter an. — Sie hielt es für besser, den Tag in fremder Umgebung unter den Augen fremder Menschen zu verbringen als allein dahchm, denn sie wußte nun schon aus Erfahrung, daß Edi Preußner nicht von der Seite der Tam'en weichen würde, wenn sie allein waren. "Aber erst darf ich Ihr Atelier sehen?" bat Malljy im Schmeichelton. "Nein, gnädiges Fräulein, noch nicht, erst muß die Einrichtung ganz fertig sein. Dann werde ich ein großes Einweihungssest veranstal­ ten, und ich hoffe, die Damen werden mir die Ehre geben, zu erscheinen." , Mally klatschte in die Hände: "Das ist ja herrlich, ein Ateliersest, von einem veritablen Künstler veranstaltet, das muß ja etwas ganz Apartes sein." Ilse mußte denken, ein "veritabler Künst­ ler," der Wochen untättg verbringt, mit nichts anderem als der Ausschmückung seines Ateliers beschäftigt, ist an sich, schon etwas Apartes. — Dietrich hatte den Freund gelegentlich! gefragt: "Warum Malst du eigentlich nicht, behagt dir das Atelier nicht?" 1 Ta hatte Edi in einer blasierten Art die Schultern gezuckt: "Ich brauche Eindrücke, um zum Schas­ sen inspiziert zu sein, und td)i brauche Modelle — und hier in dem kalten, nüchternen Deutsch­ land" . .« . Er hatte wieder, ohne zu vollenden,; die Schultern gezuckt und nach einer Weile wie in stillem Gximm hinzugefügt: "Ich habe mich Mein Leben lang nicht für Modelle begei­ stern können, die Man aus dem Markt, die Stunde für 'soundsoviel, engagieren kann — ich hasse die Päse, ich brauche die Natur, kräf­ tig pulsierendes Leben! Und glaubt man da hierzulande endlich einmal gefunden zu haben, so ist es hinter verschlissenen Türen von grim­ migen Drachen in Gestalt engherziger Mütter oder eifersüchtiger Männer bewacht. — Manch­ mal meine Mji, Mir wäre Mähler, wenn ich Schuster geworden wäre. (Forts, folgt.) , "Sagt das wohl auch dein Papa?" fragte Ilse. "Ich weiß es nicht, aber er könnte es wohl sagen, es entspricht seinen Grundsätzen; oder könntest du dir etwa vorstellen, daß Papa sich einmal gehen läßt?" "Nein, wahrhaftig nicht." "Was macht euer Gast? — Es gefällt ihm natürlich außerordentlich bei euch!. . . Wenn er eine so liebenswürdige Wirtin hat . . . Tn mußt es heute veranlassen, liebste Ilse, daß ich sein Atelier sehen darf, — ja?" 1 "Ich selber habe es noch nicht gesehen, glaube kaum, daß er schon irgend etwas ge­ arbeitet hat — nur Teppiche und andere Aus­ stattungsstücke hat er herausschaffen lassen, und Jörg wird von ihm mehr, als recht ist, in Anspruch genommen." Mally warf einen verstohlenen Blick auf Ilse, aus deren Worten schien Mißbilligung zu klingen. Ta hatte wohl der Herr Prenßfner die Erwartungen der gnädigen Frau ge­ täuscht. Und sie beschloß, nun erst recht lie­ benswürdig mit ihm zu sein. Tie Damen mußten mit Edi Preutzner allein speisen, denn Dietrich war zu einer Konsultation nach außerhalb berufen. Mally war wieder in ihrer berückendsten Laune, Ilse sah mit Erstaunen, wie liebenswürdig herzlich</p>
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          <p>Ar Krieg zur See. Tie Lceschla&gt;ch&gt;t in der Nordsee. &gt; Hamburg, 10. Juni. Nach einer Mel­ dung des "Hamburger Fremdenblattes" habe in einem dieser Tage stattgefundenen englischem Kronrate König Georg seiner Empörung über den Verlauf der Seeschlacht an der jütländischen Küste Ausdruck gegeben. In politischen Kreisen schließe man, daß demnächst ein grö­ ßerer Personenwechsel in der Admiralität statt­ finden werde. Die Kosten der Seeschlacht. Amsterdam, 9. Juni. Aus London wird gemeldet: Daily Telegrovh veröffentlicht in seiner nächster; Ausgabe folgende Liste von den mit den untergegangenen Schiffen verlorenen Werten: Queen Mary Jnoefatigadle Invincwle Defence Wariior Block Princr 2 085 000 Pfo. Sterling 1 500 000 1 750 000 " 1 500 000 " 700 000 " 700 000 " Im ganzen gingen über 200 Millionen Mar? bei nur 6 Schiffen verloren. Außer Dumouth ist jetzt auch der Hakea von Lowestoff getperit, da beide Häfen mit brsckädicuen Kitegsschffsen gefüllt sind. (8) 'Was war dt« Ansicht der englischen Flotte. Was schon gerüchtweise verlautete, daß es die Absicht der englischen Flotte war, die Skagerrak-Einsahrt zu erzwingen, wird jetzt in Kopenhagen als Tatsache angesehen. Damit soll die Absicht einer Landung in Dänemark oder Norwegen cerbunden gewesen sein. Daß mit dieser Möglichkeit ernstlich in Schweden gerechnet wurde, wird jetzt bestätigt. Tann sollte in Schweden sofort der Kriegszustand erklärt werden. Ausfällig in diesem Zusam­ menhang ist der Befehl der schwedischenReichsbank zu Beginn der Woche, kein dänisches oder norwegisches Papiergeld im Werte von über 1000 Kronen anzunehmen. X8-) Auf #ine Mine gelaufen. Bordeaux, 11. Juni. (Meldung der Agence Hckvas.) Ter französische Dampfer ",£utece" brachte als einzigen Ueberlebenden des norwegischen Dampfers "Brosper", der eine Besatzung von 84 Mann hatte, einen Ma­ trosen mit. Ter Dampfer "Brosper" war auf eine Mine gelaufen und gesunken. Gesunken. Kopenhagen, 10. Juni. (Meldung des Ritzauschen Bureaus.) Der Dampfer "Para" aus Helsingfors, unterwegs von Aar- Mlrtll Pt WWWU&gt;DH&gt;, , hus nach Sandhamn, ist heute nachmittags in der Nähe des Almagrunder Leuchtschiffes gesunken. Das Schiff sank in einer Minute^ Tie Besatzung von 15 Mann ist abenbS in Sandhamn gelandet. '</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. * Altfraunhofen, 12. Juni. (Eingebrochen) wurde von unbekannten Dieben vor einigen in die Speisekammer des Bauern NeuMeier in NeitzkamM. Tie Diebe stahlen 5 Pfund SchMsalz 100 Eier und 6 Laib Brot. Waldlirchen, 11. Juni. (Tödlicher UnglückssallH Ter Dienstknecht Bnchinger fuhr (m!ti ßfnemj Wagen Scheitholz aus betotf Wald nach Hintereben. An einer unebenen Straße stürzte der Wagen um, wobei die 30jährige Bauerstochter Nickl, die nebenherging, zu Tode gedrückt wurde.</p>
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          <p>Dienstnachrichten. Schuldienst. Ab 1. Zuni 1916 wurden, in den zeitlichen Muhestand versetzt: der Hilfs­ lehrer Karl Hackl tvvn Beutelsbach aus die Tauer eines Jahres; gerufen als Hilfslehrer: der Schuldienstkandidat Johann Krenn von Thyrnau, zurzeit im Heere, in Beutelsbach. Ab 16. Juni (.1916 werden: befördert zur Volksschnllehrerin: die Schulverweserin Krida Mil­ ler von Schönburg jn Griesbach (Dingolsing); befördert zur Schulverweserin: (Tie Hilsslehrerin Kreszenz Müller von Taubenbach in Schönburg; berufen als Hilsslehrerin: die Schuldienstkandidatin Ottilie Fahmüller pon Pfesfenhausen in Taubenbach. »Ab 1. Juli (1916 wird versetzt aus Ansuchen: der Volksschullehrer Johann /Taunderer von Obtzrviehbach nach Rohr. , Postrtrwaltung. In den Ruhestand ver­ setzt wird ab 1. Juli 1916 die Expeditorml Marie Huber in Wörth! a. Isar für tmtoeq Ernannt wurden in etatsmäßiger Weise ab 1. Juni 1916 zu Postassistentinnen die Tele­ phonistinnen Blandine Solcher und Marir Gutbrod, beide in Landshut. Befördert wur­ den it etatsmäßiger Weise ab 1. Juni 1916: zum Oberbriefträger der Briefträger Rudolf Kuntz in Passau; zum OberpackMjeister der Pack­ meister Max Wirker in Passan.</p>
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          <p>auch cnrni Pfingstsonntag bis Mittag anhielte &gt; Nachmittags hellte sich' das Wetter etwas auf, j doch ließen zeitweise Niederschläge keine Aus- \ flugsstimwung aufkomlmen. Erst am gestrigen | Montag klärte sich in den Vormittagstunden 1 der Himimel und nachmittags leuchtete die j Sonne in voller Glut. Es entwickelte sich da- i her auch! bald ein reger Ausflugsverkehr in } unsere Nachbarorte. |</p>
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          <p>Hinterland bestanden, den weitschauenden rhei­ nischen Wirtschaftspolitiker Ludolf Camphau- ' sen zu dem Ausspruch: "Nach, Deutschland gehr sein Abfluß,, von Deutschland kommt sein Zu­ fluß, und ohne Teutschland wäre von dem belgischen Zwischenhandel nur als von einem Tinge zu reden, das nicht ist." Vom "weiteren weltwirtschaftlichen Gesichtspunkt" muß Antwerpen daher als der Seehafen der ganzen Nordwestecke Europas be­ zeichnet werden. Als natürlicher Ausgangs­ punkt dieses dichtbevölkerten, industriereichen Gebietes, dessen gewaltiger Fabrikatenerporr dauernd eine große und dringliche Nachfrage nach Schiffsraum schafft, ist es vor dem Schicksal der anderen nordwesteuropäischen Häfen, por allem Rotterdams, bewahrt geblieben, ein­ seitiger Einfuhrhafen zu werden. Während in den anderen Häfen infolge des starken eurvpäischen Einfuhrbedarfes an Rohstoffen der für die Einfuhr nötige Schiffsraum bei wei­ tem den für die Ausfuhr erforderten über­ steigt, d. h. eine "passive Tonnagebilanz" vor­ liegt, die natürlich wegen der notwendigen Ballastfahrten srachverteuernd wirkt, ist Anvwerpen dank der starken Jnoustrieausführ sei­ nes natürlichen Hinterlandes in der Lage, fast das Gleichgewicht zwischen verladenen und ge­ löschten Gütern herzustellen (80 v. H., in Hamburg 448 v. H., in Rotterdam 33 v. H.). Ties und die Mannigfaltigkeit der einströmech- für ihre Waren dieser wichtige Weg zum Weltmarkt nicht erschwert wird." (Unabhängige Nationalkorrespondenz.) Tals Maultier als Unterseeboot. Zu einem merkwürdigen Jrrtu,mbot jüngst wie der "Gaulois" erzählt, die Nervosität Anlaß, von der die Mannschaften der sich hie und da in die Nordsee wagenden englischen Kreuzer aus Angst vor den deutschen U-Booten befallen werden. Tie Bemannung des in un­ serer Geischichte in Frage stehenden Schiffes erblickte in weiter Ferne auf der Oberfläche des Meeres einen dunklen Punkt. Natürlich nahm man an, daß es sich fraglos wieder um ein Unterseeboot handeln müsse, und sofort wurde aus sämtlichen Geschützen mit aller Macht das Feuer eröffnet. Ta mehrere Schüs­ se das sich nähernde dunkle Ziel trafen, stiegen einige Mann in ein Boot, um hinzurudern und den Erfolg in Augenschein zu nehmen. Ter Bericht aber, den diese kleine Expeditionsimannschast nach ihrer Rückkehr dem Komman­ danten des Kreuzers überbrachte, lautete wört­ lich: erfolgreiches Bombardement einer schw-imsmenden Maultierleiche, die wahrscheinlich' von einem versenkten Transportdampfer stammt. Die Schüsse haben getroffen, der Feind gibt kein Lebenszeichen von sich. _ , den Ausfuhrware setzt die Antwerpener Schiffs­ fahrt in den Stand, "die Frachtberechnungen auf Grund voller Schiffsausnützung" vorzu­ nehmen, also die denkbar niedrigsten Fr ach p preise zu berechnen. Tie hochwertige Ausfuhr, über die Anrwerpen verfügt, zieht wiederum die hochwer­ tigsten Schiffe nach der Schelde; es ist daher kein Zufall, daß nirgends so viele Schiffst^ nten verkehren wie in Antwerpen, und daß insbesondere die deutsche Linienschifsahrt in keinem anderen Hasen so stattlich vertreten ist. "Es ist fraglich, ob wir unsere Stellung in der Linienschisfahrt behaupten können, wenn wir unsere Stellung an der Schelde preisge­ ben müssen". Schiffsraum und Güterverkehr üben eine sich ständig erneuernde Anziehungs5 kraft auseinander aus, und beide steigern ver­ eint den Antwerpen innewohnenden Vorzug, seine natürliche Billigkeit. Grundlegend für die Weltstelkung Ant­ werpens ist, daß, seine wesentlichsten Vorzüge ihm von der Natur gegeben sind. Deswegen wird trotz noch so großer Begünstigungen durch Eisenbechntarise und dergleichen kein anderer Hasen imstande sein, der Ausfuhr feines Hin!terlandes gleich günstige Bedingungen zu bie­ ten. "Es kommt nicht nur darauf an", so urteilt Schumacher, "daß deutsche Reederei ihre Schisse nach Antwerpen gelangen lassen kön­ nen; wichtiger ist, daß deutschen Industriellen</p>
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          <p>22. Sitzung des Stadtmagistrats Landshut vom 10. Juni 1916. Vorsitzen der: Oberbürgermeister Hofrat M arschal l. $ GasKKlljeitung zu dem von ihw er- ] bauten und projektierten Anwesen an der neuen Querstraße von der Papiever- zur Wasserstraße beantragte Herr Tonwarenfabri­ kant Maier. Tie Verlängerung des Gasrohrstranges kostet 1500 Mark. Taftir soll sich, wie die Direktion der stöbt Lichtwerke in Vor- jj schlag bringt, Herr Maier für sich' und seine j Rechtsnachfolger verpflichten, daß in den neuen ' Häusern pro Jahr mindestens 3000 Kubik­ meter Gas zum Verbrauche gelangen. Es müßte Herr Maier für jeden fehllenden Kubik­ meter 5 Psg. an die Glasanstalt abführen und dies durch, eine Kaution von 500 Mark, die die bei der Stadthauptkasse zu hinterlegen ist, sicherstellen. Ter Magistrat stimmte unter die­ sen Bedingungen der Ausführung der An­ lage zu. Tem Gemeindekollegium soll die An­ gelegenheit zur Kenntnisnahme zugeleitet wer­ den. Die Anlage einer Wasserzuleitung vom Flutmuldenbache an der RegensburgerstraßS nach seinem Garten an der Stetthaimerstraßp 47 plant der Besitzer des Anwesens. Wird ge­ nehmigt. | Die Kaminkehrerordnung soll aus Wunsch der Interessenten dahin abgeändert werden, daß. für das Kehren von Malzdörren am Werktage von 6 Uhr früh' bis 6 Uhr abends 6—12 Mark, je nach Größe, verlangt werden können und für Nacht- und Sonntags­ arbeit 50 Prozent Zuschlag angerechnet werden könne. Ter Magistrat genehmigte dies. ^</p>
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          <p>Städtische Schwimmschule. 13. Juni 1916. j Luft . . 17 Grad C. j Wasser . 15 Grad C.</p>
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          <p>Auszug aus dem Zivilstandsregistern des Standesamtes Landshut. &lt;5terbefflffc. 2. Juni: Margaretha Steiner,Fuhrmanns­ kind, 1 Jahr alt. — 3. Juni: Barbara Kar­ rer, Stadtbauamtsarbeitersehefrau, 57 Jahre alt; Anna Maier, Malerskind, 5 Wochen alt. — 4. Juni: Franziska, Maria Spreitzer, Bahnarbeiters lind, 5 Wochen alt; Josef Lindorfer/ Oberlehrer a. T,., 61 Jahre alt. — 7. Juni; Anna Jnnghans, Oberlokomotivführerskind, 11 Monate alt; Anna Erber, Tienstmiagd,Z5 Jahre alt; Peter Gerum, Schneidermeister, 48 Jahre alt. Auf dem Felde der Ehre gefallen: Wshvmann, Fabrikarbeiterr Josef Utz, 41 Jahre alt; Wehrmanu, Erdarbeiter Josef Eriniaier, 35 Jahre alt; Mineur, Bäckergehilfe Josef Raßhofer, 26 Jahre alt.</p>
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          <p>5 russische Transportschiffe versenkt. Bu dapest, 13. Juni. Tie in Sofia er­ scheinende "Cambana" mjeldet, daß. bor Sebastopol ein türkisches Unterseeboot 5 von dort aus* gelaufene russische Transportschiffe, die mit Munition und Kriegsgerät nach Erzerum bestifMmt waren, versenkte. Tie Mannschaften wurden gerettet. Einer Bukarester Meldung zufolge ist miau in Odessa um die russische Schwarze Meerflotte sehr besorgt, da allgemein angenommen totrb # daß eine große Aktion der türkischen Flotte bevorsteht. (Z.) Letzte Posten.</p>
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          <p>Kriegsbriefe aus dem Osten. Berlin, 12. Juni 1916. .'Unberechtigter 9iadibvvd, auch auszugsweise. Verboten.) (Molgrddicr Porffoß hd limtüo. Telegramm unseres zum Ostheer entsandten Kriegsberichterstatters. Ostfront, 11. Juni 1916. Tie Unterb: echungen südlich Gmvrgon ha­ ben sich bei Kierevo zu heftigen MinenkäMPfen ausgewachsen. Tie Russen hatten vor eini­ ger Zeit ton ihnen gesprengte Minentrichter zu festen Zwischenstellungen ausgebaut und schienen Weitersprengungen zu beabsichtigen. Im Abenddunkel des 10. Juni wurde deshalb die russische Trichterstellung zwischen den Li­ nien bei Ogorodniki durch zweistündiges Tromhnielseuer eingeebnet, gleichzeitig wurde die rus­ sische Hauptstellung sturwreif gelschossen und Sturwkompagnten gingen über das durch, zahlreiche Minensprengungen .zerrissene Gjelände zujM Sturm vor. Sie drangen in die Haupt­ stellung ein. Tie Besatzung wurde ijmi Nahkampf erledigt, 1 Offizier, 100 Mann gefangen. Tie genommenen Stellungen wurden durchsucht,., dabei der Eingang zu zwei neuen Minenstvlleu! gesunden, von denen einer bereits geladen war. Minenstollen und Stellung wurden gesprengt, die Gefangenen, ein Maschinengewehr, reich­ liches Material wurden zurückgebracht. Tie blu­ tigen russischen Verluste waren erheblich. Wie­ der war der Beweis erbracht, daß unsre SturMtruppen jederzeit in die russische .Hauptstellung einbringen können. (Kb.) Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter.</p>
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          <p>Tie Illustrierte Kriegs-Chronik des Da­ heim hat vor ähnlichen Unternehmungen einen großen Vorzug: sie folgt den Ereignissen ge­ radezu auf dem Fuße. Für jeden Tag findet der Leser in knappem Chronikstil die Ereig­ nisse der verschiedenen Kriegsschauplätze kurz verbucht. Dem Besitzer dieses Werkes ist es also später einmal leicht, durch Nachblättern jede einzelne Waffentat des großen Kriegeis festzustellen. (Verlag von Velhagen und Klasing in Bielefeld und Leipzig. Preis des Hef­ tes 60 Pfg.) "Der Vortrupp", Halbmonatsschrift für das Deutschtum unserer Zeit. Herausgegeben von Dr. jur. Hermann M. Popert, Hamburg, und Kapitänleutnant a. D. Hans Paafche, Berlin. Ver­ antwortlicher Schriftleiter: Dr. phil. R. Kraut, Ham­ burg. Verlag von Alfted Janssen, Hamburg, Preis: Jähfltch 8 Mark, vierteljährlich 2 Mark Einzelnummer 40 Pfg. Der Türmer. Halbmomüsfkhrfft für Gemüt und Geist. Herausgegeben von I. E. Freiberrn woo Grotthutz. Verlag von Gretner u. Pfeiffer in Stutt­ gart. Vierteljährlich 6 Hefte, 4 50 Mark Täs freie Wort. Frankfurter Halbmonats­ schrift für Fortschritt aus allen Gebieten des geistigen Lebens. Herausgegeben von Max Henning. 15. Jahrgang. Heft 19/20. Frank­ furt a. M. Neuer Frankfurter Verlag G. m. b. H. Preis vierteljährlich 2 Mark. Der Ver­ lag gibt aus Wunsch' Probehefte gratis ab. Huuvesport und Jagd. Amtliche Zeit liche Zeitschrift des Teutschen Reichsverbandes für Polizei- und Schutzhunde, E. V. mit 26 Unterabteilungen und anderer Verbände. Er­ scheint wöchentlich&gt; einmal im Verlage Gundlach-Bieleseld. Preis vierteljährkich 2.25 Mk. Literarisches.</p>
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          <p>Inserate.</p>
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