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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-06-15"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 161</biblScope>
          <date when="1916-06-15">1916-06-15</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Tages-Uebersicht. rerverein nur dann bewältigen, wenn alle Lehrer mitwirken, wenn in den Lehrervev-, saMmlungen und in den einzelnen Vereiueu eifrige Arbeit geleistet wird. In der anschlietzenden Aussprache, die sich überwiegend mit inneren Fragen des Lehververeins be­ schäftigte, erklärte Schulrat Scherer-WorMs/ der wichtigste Punkt sei die nationale Einheits­ schule mit einer gemeinsamen Welt- und Sie* bensanschauung auf sittlicher Grundlage. Da­ zu wieder ist notwendig der konfessionslose Religionsunterricht. Lohuzuforberungen im Tabakgewerbe. Nach! einer Meldung des Berl. Lok.-Anz. beschlos-, sen in Mannheim die Vertreter der HirschTunckerschen, der christl. und der freien Ar­ beiterorganisationen in einer gemeinsampnSitzung eine 25prozentige Lohnzulage für dieTabakarbeiter zu fordern. Dias Ergebnis des Nichtrauchertages in Sachsen war, wie das Berl.' Tgbl. Meldet,.! ein ZusaMmenkoMmen von 190 000 Mark in bar, davon allein 40 000 Mark in Dresden. Ausprägung Wn ReichSmiünzen. JMMonat Mai wurde in den deutschen Münzstätten geprägt für: 836116 Mark Fünfzigpfennig­ stücke, 891 951 Mark Zehnpfennigstücke und 96 632 Mark Fünfpfennigstücke aus Eisen. 7 029 Mark Zweipsennigstücke und 13 677Mk. Einpfennigstücke; davon entfallen auf die Mün­ chener Münze für: 441175 Mark Fünfzigpfen­ nigstücke, 167 604 Mk. Zehupfg.-Stücke, 37095 Mark Fünfpfennigstücke, 4 369 Mark Zweipfennigstücke und 10 391 Mark Einpfennig-^ stücke. Ter 26. Deutsche Lehrertag trat am Trenstag in Eisenach zusammen. Die Ver­ handlungen leitete der Vorsitzende Röhl-Ber­ lin. Ten inneren Ausbau des Lehrervereins sollte diese Kriegstagung in die Wege leiten. 50 Prozent der Mitglieder des Vereins stän­ den iM Felde. Mit Stolz könnten die deut­ schen Lehrer auf den Anteil der Schule an den kriegerischen Erfolgen zurückblicken. Auf der Tagung waren 128 408 Lehrer durch 476 Abgeordnete tiertreten. Auf die Schrift von Lews "Tie deutsche Einheitsschule" wurde be­ sonders aufmerksam gemacht. Ten ersten Vorttag über das Themä "Tie Aufgabe des Leh­ rervereins nach betnl Kriege" hielt PaeßlerBerlin, der u. a. ausführte: Nach, wie vor Mutz der Lehrerverein im Dienste des Volkes stehen, er Muß zur Stärkung des Reichsgedan­ kens Beitragen und das Bewußtsein fördern, daß wir ttotz aller Spaltungen und Parteien ein einig Volk sind. Ter Lchververein muß Stellung nehmen zu der Frage: Wie behaup­ ten wir uns als Staat ;unb Volk in der Zu­ kunft? Tazu ist notwendig, daß Man erwägt, ob die Schule Reichs fache werden soll, und daß Man den Gedanken einer Reichsschulbe­ hörde bearbeitet. Tie Forderung der nationa­ len Einheitsschule Muß Gemeingut aller Leh­ rer werden. Ter Standpunkt der Lehrerschaft zu den Fragen der Bevölkerungspolitik, der inneren Kolonisation, der Wehvkraft der Ju­ gend und anderes Mehr, muß festgelegt werdem Tie Fülle dieser Arbeiten'kann ber Leh-</p>
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          <p>WTB, Wien, 14. Juni, mittags. — ' Amtlich wird gemeldet: Russischer Kriegsschauplatz. Südlich von Bojan und nördlich« von Ctzernowitz wurden russische Angriffe abgeschlagen. Sonst südlich des Pripistj bei unverän­ derter Lage keine besonderen Ereignisse. Nördlich von Baranowitschi standen ge­ stern deutsche und österr.-ungar. Truppen un­ ter schwerstem! russischen Geschützfeuer. Abends griff der Feind die Stellungen an, wurde aber überall restlos geworfen. Zuletzt feuerte die gegnerische Artillerie in die zurückflutenden Massen. Italienischer Kriegsschauplatz!. Die Lage ist unverändert. Unsre Seeflugzeuge griffen neuerdings den Bahnhof und die militärischen Anlagen in San Giorgio di Nogaro sowie den Jnnenhäfen von Grado an. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert ruhig. Der stellvertretende Chef des Generalstabes. t&gt;. Hoefer, Feldmarschalleutnant. Der österr. -ung. Heresbericht.</p>
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          <p>Die Seeschlacht im Skagerrak. Die LeesHlacht m SkUmall. Sieger-Einzug ron der Nordseeschlacht. Aus Hamburg wird uns geschrieben: An den Landungsbrücken von St. Pauli strömen die Leute zusammen. Aus allen Straßen, aus allen Teilen der Stadt. Scharen über Scharen. Es ist kein Ende darin. An allen Masten der Schiffe im&gt; Hafen sind die Flaggen gesetzt. Tie Sieger aus der Seeschlacht vor deM Ska­ gerrak ziehien zu feierlichem Empfang in Hautburg ein. Es sind Offiziere und Mannschaften, Abordnungen von Kriegsschiffen unserer Flot­ te, die die siegreichen Kämpfe gegen Englands Seemacht mit ausgefochten haben. Ter Senat hat sie aufs Rathaus geladen, wo ihnen eine Ehrenfeter bereitet wird. Selten erlebte die Stadt einen Tag, so überwältigend in bem| allgemeinen Jubel des Volkes, wie diesen. Schon bei den Landungsbrücken steigt die Be­ geisterung wie aus einem ungeheuren Bran­ den der Stimmen auf. Tie Gefühle entladen sich in elementar hervorbrechendem Zujauchszen. Unbeschreiblich« ist dies Schauspiel der Freude beim ersten Zusammentreffen. Ter Aufmarsch beginnt. In mehreren Abteilun­ gen setzt sich der Zug der Mariner in Bewe­ gung und «mit ihnen die vielen Tausende, die den tapferen Meeresstreitern ihre über­ quellende Dankbarkeit darbringen wollen. Der Weg des Zuges führt über den Baumwall, RodingsMarkt, Alten Wall zum RathausMarkt. Von allen Häusern wehen Fahnen, Wunderbar ist dies jubelnde Trcingen und Eilen der Mitläufer. Unzählige haben sich unterwegs schon unter die Abteilungen der Mariner gemischt. Freunde gesellen fichl zu den Siegern, junge Frauen und Mädchen fin­ den da und dort ihre Männer und Liebsten, und ArM in Arm« geht es weiter. SchwärMe von Blumensträußen bewegen ficfi in einem andauernden Fluge durchs die Luft. Wo sie auf die Straße fallen, hebt man sie im Sprunge auf und wirft sie den ,Skagerrak-Kämpfern zu- Das alles wie in einem Taumel, der keinen Halt kennt. In den Seitenstraßen sind aus angehaltenen Wagen Barriraden ent­ standen, auf denen sich, die Zuschauer drän­ gen. Und sobald hier eine Abteilung der Mariner vorbeikomsmt, braust es von HurraRufen heran. Aber den Hauptaugenblick der Feier bringt der Rathausmarkt. Kopf an Kopf harrt hier eine unübersehbare Menge. Um das Kaiser Wilhelm-Denkmial steigt sie in Stufen Höher an. Tücher zmd Vorsprün­ ge der Gesimlse find bevölkert. jGruppenweise treten dann die Männer oben im Stockwerk des Rathauses auf die Balköne hinaus. Und jedesmal, wenn neue hinzukommen, steigt ein brausendes Hurra der Menge zu ihnen empor. Voran die hellen Kinderstimmen. Tas ist ein Schwellen und Branden, Hallen und Wider­ hallen begeisterter Laute ohne gleichen. Im Mittelbalkon erscheinen der KoMnändant und die Offiziere. Tie Mannschaften winken Mt den Blumensträußen und beginnen sie wie­ der auszustreuen. Plötzlich reckt sich, ein Ma­ trose am Geländer des Balkons, und mit Heller, kräftig-tragender Stimme bringt er ein Hoch auf die Stadt Hamburg aus. Von unten her­ auf wird ihm jauchzend Antwort gegeben. Va­ terländische Gesänge führen das Ende der Feier herbei. Unvergeßlich bleibt Me StfMjmlung dieses Tages. Alle Liebe für die See­ helden vom Skagerrak spiegelte sich darin, fand darin den höchsten reinsten Ausdruck. «Tie Folgen der Seesch&gt;ta«ch«t am Skagerrak. Amsterdam, 14. Mai. Nach einer gro­ ßen Anzahl einlaufender Meldungen berief die englische Admiralität die im AtlanitschenOzean befindlichen Kriegsschiffe unverzüglich! nach England zurück. Außerdem erhielten die in den indischen Gewässern und im Mittelmeer befind­ lichen Kriegsschiffe die Anweisung, die Hälfte der Besatzungen sofort nach England zurück­ zuschicken. Diese Maßnahmen werden hier in Zusammenhang gebracht mit den in der See­ schlacht vor dem Skagerrak erlittenen großen Material- und Mannschaftsverlusten der eng­ lischen Flotte.</p>
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          <p>"Tie deutsche Gegenoffensive". Kopenhagener russische Kreise, die dau­ ernd Mt Petersburg in Verbindung stehen und soMt als wohlinformiert bezeichnet wer­ den können, haben Nachrichten über die pein­ lich niederschlagende Wirkung, die in Peters­ burg durch die deutschen Gegenschiritte gegen die rufsijsche Offensive erzeugt worden ist. Man spricht hiernach, geradezu von einer deutfchjen Gegenoffensive. Allmählich! beginnt mehr und Mehr die Auffassung Platz zu greifen, dast, die Angaben der russischen Obersten Heeresleitung über de nErfolg der Offensive .an der beßarabischen Front nicht frei von ,Uebertreibungen sind. Auf der anderen Seite vermintet man, daß die russische Heeresleitung über gewisse ^Vorgänge in Gegend Pinsk allerlei pÄheiMliche. Tie russischen Truppen an der Südostfront. In Londoner militärischen Kreisen ver­ lautet, daß jetzt an der russischen Front in Wolhynien 1 750 000 Russen im Kampfe stehen. In Moskau sind neun weitere Divisionen «sibi­ rischer Truppen angekommen, die aber wegen Ueberlastung der Eisenbahnen noch nicht wei­ tertransportiert werden können. Lite Fleischnot in Rußland. Tie Petersburger Presse beschäftigt sich, viel Mt der Steigerung der Preise der LebevsMttel und sonstigen notwendigen Gebrauchs­ artikel. In der Duma wurde bei Beratung des Gesetzentwurfes betr. Einführung von wö­ chentlich« drei fleischlosen Tagen in ganzRußland betont, daß nur die einheitliche Gestal­ tung der Tätigkeit sämtlicher die Lebensmittelsrage betreffenden Resorts die Krise Mil­ dern könne. (Z.) Vom östlichen Kriegsschauplatz.</p>
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          <p>aufrecht erhalten, bis Griechenland die En­ tenteforderungen auf gänzlich,eTckmobilisierung des griechischen Heeres und Entlassung der ententefeindlichen Beamten erfüllt. Im Gegensatz zu den Pariser Meldungen wird der Sofioter "KaMbana" berichtet, die griechische Regierung sei von ihrer 'Absicht, die 12 ältesten Jahrgänge des Heeres zu de­ mobilisieren, wieder abgekomjmsen; das entspre­ chende Dekret sei daher gar nicht 'veröffentlichst worden. Dieser Entschluß der Regierung habe in Kreisen der Ententediplomatie großes Auf­ sehen hervorgerufen. Zulunstsmusik der Entente. Bern, 14. Juni. Wie der Pariser Kor­ respondent des Secolo drahtet, hat der Lon­ doner Kriegsrat sich mit der Lage in Saloniki beschäftigt. Bei der großen Anstrengung, die die Alliierten demnächst auf allen Fronten unternehmen wollen, dürften die französischen und englischen Truppen in Saloniki nicht aus­ geschlossen werden. Tie Bereithaltung dieser Truppen müßte also rechtzeitig erfolgenMan könne nicht mehr leugnen, daß mit den in Sa­ loniki versammelten Truppen große Vorteile erreicht werden könnten. An einen Erfolg der Bemühungen Briands in London zwei­ felt niemand. (Z.)</p>
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          <p>Die Türkei im Kriege. Ter türkische Bericht. Konstantinopel, 14. Juni. Das tür­ kische Hauptquartier teilt Mit: An der Jrakfront wurde der Feind in Gegend Felähie bei einem Zusamsmsenstoß mit einer auf dejM rechten Ufer des Tigris vor­ gehenden englischen Eskadron besiegt und pw Rückzug gezwungen. Wir erbeuteten 26 Tiere. Tie von unsrem Artilleriefeuer zerstörten bei­ den Kanonenboote gingen im Tigris vollkömfMen unter. Wir haben das durch! Beobachtun­ gen unsrer Flieger festgestellt. Im südlichen Irak greifen persische Frei­ willige seit der letzten Niederlage der Russen bei jeder Gelegenheit russische Abteilungen an und fügen ihnen schwere Verluste zu. Letzthin wurde eine 120 Mann zählende russische Ko­ sakenabteilung, die in der Absicht, das englische Lager von Ali Charbi östlich! Cheiksaid zu erreich!en vorging, von einem berittenen StaniM aus Luristan angegriffen. Sie verlor 103 Mann und alle ihre Waffen, Tiere und Se= pack.! In der Gegend Euphrat wurde eine Abteilung von 400 Engländern vernichtet. An der Kaukasusfront ereignete sich ge­ stern nichts Wichtiges. Auf dem reichten Win­ kel und im Zentrum kam es an einigen Punk­ ten zum Kampf zwischen beiderseitigen Ar­ tillerien. Ein im Abschnitt Tschorckh in un­ sere vorgeschobenen Stellungen eingedrunge­ nes Bataillon wurde durch, unsren Gegenan­ griff vertrieben. Wir erbeuteten zwei Ma­ schinengewehre, Gewehre und Material. Auf dem linken Flügel wurde ein nächtlicher feind­ licher Angriff auf eine unsrer vorgeschobenen Stellungen abgeschlagen. Ein nördlich der Insel Keusten erschie­ nener feindlicher Monitor wurde durch, das Feuer unsrer Artillerie,vertrieben, die feind­ lichen Depots auf dieser Insel und auf der Insel Hakim beschoßt AM 11. Juni riefen unsre Flugzeuge bei einem Angriff mit BoMben und Maschinen­ gewehren aus das englische Lager äM Suezkanal bei Raman und Kantara große Un­ ordnung hervor.. Sie griffen ebenfalls ein englisches Wasserflugzeug an und zwangen es, auf das Mutterschiff zurückzukehren, von demj es abgeflogen war.</p>
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          <p>Die Kämpfe in Galizien und Wolhynien. Fortschritte rechts der Maas. — Russische Massennngriffe Sei Baranowitschi aS-eschlagen. Die englische atlantische Flotte heimvernfen. — Die griechische Abrüstung noch nicht verfügt. tete Schreibweise den Eindruck besond-erer Wahphastigkeit erwecken sollen, ist vor allem) entgegenzustellen, daß, die Russen naturgemäß über Gefangene und Beute Zahlen von belie­ biger Höhe veröffentlichen können, da Beweis und Gegenbeweis unter den augenblicklicher Verhältnissen schlechterdings nicht M erbringen sind, und daß auch der Zweck ihrer ins Maßlose gehenden Uebertreibungen durchsich»tig genug ist. Gewiß kann es bei rückgängi­ gen Bewegungen nicht vermied«« werden, daß viele verwundete und auch! unverwundete Kärw pfer in die Hände des Feindes fallen, ist es doch, mitunter gerade das Schicksal besonders tapferer, zäh! ausharrender CIBteUungen, daß ein verhältnismäßig großer Teil der Ver­ luste auf Gefangene entfällt. Aber es braucht nicht erst betont zu werden, daß unsre Ges asmltVerluste — die blutigen und die an Gefangenen — auch, nicht im! entferntesten an jene Zahlen heranreichen, die die Russe« al­ lein als Summe der Gefangenen anführen, und ebenso sicher ist es, daß die blutigen Verluste des Feindes, der sein Menschenmaterial dies­ mal noch rücksichtsloser opfert als je früher, und bei dom! ,4 0 Glieder tiefe Angriffe nicht zu Seltenheiten gehören, unsre Gesanttverlnste um das Doppelte und Drei­ fache überragen. Daß einer unsrer Generale gefangen genommen worden sei, ist uns ganz neuj Was die russischen Angaben über die Beute anbelangt, so ist es klar, daß, bei der Räumung unsrer Stellung nicht alles Mate­ rial geborgen werden konnte und namentlich öhne Bespannung eingeführte Md eingebaute Geschütze älterer Konstruktion preisgegeben werden mußten, doch sind auch! in dieser Hin­ stch die Angaben des Feindes über alles Maß hoch gegriffn. Wenn schließlich! der Feind behauptet, daß er unsre ganze Nordostfront vöm Pripjet bis zum Pruth durchbrochen ha­ be, so zeigen unsre amtlichen Berichte vom 12. und 13. Juni durich präzise Ortsangaben, wie­ viel von dieser Phrase zu halten ist. Es fei dabei gar nicht näher ausgeführt, daß, wir Tubno ohne einen Gewehchchuß freigegeben und daß, wir bei Kolki und Sokul deM Ge,gner schwere Schlappen zugefügt haBen. Allein die Nennung der NaMen Buczacz, Wizniowczhk, Kozlow, Worebijöwka, NowoAleksiniec und Sapanow, die Erwähnung von Sokul, Kolki, Czartorhsk, von lauter Orten, die in den letzten 9 Monaten relativer Ruhtz immer wieder als Punkte unsrer Irontlinie an­ geführt wurden, beweist doch deutlich genug, daß die durch das Zusammenziehen überlegener Massen an einzelnen Stellen erkämpften rus­ sische Erfolge auf weite Teile unsrer Nord­ ostfront ohne Einfluß, und Nachteil geblieben sind." : | An der italienischen Front griffen nur I österr.-ungar. Flugzeuge militärische Anlagen $ und Bahnhöfe des Gegners an. I In Griechenland sollte auf eine FordeI rung der Entente das Heer demobilisiert werI den. Nun heißt es, die griechische Regierung I sei von diesem ihrem Entschlüsse wieder ab? gekommen. Man darf gespannt sein, wie sich die Angelegenheit weiter entwickelt. &lt; An der Kaukasus front wurde ein rus­ sischer Angriff abgeschlagen. In Mesopotamien komMt es zu einem Zusammenstoß, bei beim eine englische Eska­ dron vernichtet wurde. i In Persien griffen Türken und freiwil­ lige Perser die Russen und Engländer an und fügten ihnen erhebliche Verluste zu. I Am Suezkanal griffen türkische Flugzeuge das englische Lager bei Raman und Kantara erfolgreich mit Bomben an. Ich Westen konnten die Engländer, die bereits tagelang imtl die Wiedergewinnung der ihnen bei Upern abgenommenen Stellungen kälchpsen, gestern einen Teilerfolg erringen. Näheres Hierüber ist ich Tagesbericht nicht enthalten, es dürste aber anzunehchen sein,daß das vorgestern gemeldete Tromchielseuer die Stellungen eingeebnet und unhaltbar ge­ macht hatte. Rechts der Maas an der Thiaumont-Ferme erstürchten unsere Truppen neu­ erdings französische Stellungen. 793 Fran­ zosen wurden gefangen und 15 Maschinenge­ wehre erbeutet. Selbst die Engländer erken­ nen jetzt die deutschen Erfolge bei Verdun an. So sagt die "Timles" in einem Begrüßungs­ artikel der Londoner Konferenz der englischjen und französischen Staatsmänner und Politi­ ker: In diesem) Moment ist die weitestMöglichste Verständigung zwischen den Verbündeten eine unbedingte Notwendigkeit. Ter Krieg hat gn der Westfront ein kritisches wenn auch! nicht drohendes Stadium erreicht. Tie Deutschen sind so tief in ihren Angriffen bei Verdun verwickelt, daß sie offenbar entschlössen sind^ um jeden Preis weiter vorwärts zu dringen. Ihre Erfolge der Zerschmetterung der Feste Vaux haben unbestreitbare Konsequenzen, die wir freimütig anerkennen. Sie brachten die Deutschen etwas näher an die Stadt Verdun heran, als sie jemäls gewesen sind, und unsere Bewunderung für die ruhmreiche Verteidigung von Vaux darf die Tatsache nicht verdunkeln, daß der Feind einige Fortschritte gemächt hat. Allerdings macht die "Times" ihren Lesern die Angelegenheit mundgerechter, indem sie von ungeheuren deutschen Verlusten spricht. Im Osten sind die Russen nun auch an der deutschen Front bei Baranowitschi zumMassensturM übergegangen. Siebenmal stürmten sie an, aber sie haben sich von neuem) an der stählernen Mauer unserer Front blutige Köpfe geholt. Teutsche Flugzeuge griffen erfolg­ reich in den Kampf ein, indem, sie hinter der russischen Front Militärzüge zum Halten zwan­ gen und Bahnanlagen zerstörten, wodurch der russische Nachfchjub erheblich erschwert wird. Tie Russen veröffentlichten in den letzten Tagen Berichte mit phatastischen Zahlen von Gefangenen und Material, die sie unsren Verbündeten abgenommen haben wollen, sie sprechen von m)chr als 100 000 Gefangenen usw. Zu diesen Berichten wird vom österr.ungar. Kriegspressequartier bemerkt: "Siefen Angaben, die durch eine aufs einzelne gerich-,</p>
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          <p>SeftlWr MMWlW. Südlich! des Naroczsees zerstörten Erkun­ dungsabteilungen vorgeschobene feindliche Befestigungsanlagen und brachten 60 gefangene Russen zurück. i An der Front nördlich von Baranowitschi ist der Feind zuim! Angriff übergegangen. Nach Heftiger Artillerievorbereitung stürmten dichte Massen siebeumäl gegen unsere Linien an, Tie Russen wurden restlos zurückgetrieben. Sie Hatten sehr schwere Verluste. Teutsche Flieger führten in den letzten Tagen weitreichende Unternehmungen gegen die Bahnen hinter der russischen Front aus. Mehrfach sind Truppenzüge zuch Stehen ge­ bracht und Bahnanlagen zerstört worden. Bakkankriegsschauplatz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung.</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. Tie asiatischen "Kulturkämpser" Frankreichs. i Von der französischen Grenze, 14. Juni,, wird berichtet: Rach der "Bataille" sind am! letzten Freitag gegen 3000 anamitische Solda­ ten durch Paris gekommen. Auch« sie sind jedenfalls für die «französische Front bestimMt, ein neuer Beweis, daß Frankreich! Mt den eigenen Reserven aus dem! Mutterlande am Ende ist. Was übrigens die Perwendung die­ ser AnaMten anlangt, so hat der Abgeordnete Outrey, Vertreter von Cochinchina, in derTeputiertenkaMner laut "Echo de Paris" betont, daß sie in der skandalösesten Weise zum Hee­ resdienst durch förmliche Menschenjagden, die die Kolonialbehörden veranstalten, gepreßt werden. Und dieses Menschenmaterial «schickt dann Frankreich, als Freiheitskämpfer an die Front! (Z-</p>
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          <p>Tie italienische Kabinettskrise. Ro,m, 14. Juni. Tie Verhandlungen zwi­ schen Boselli und Bifsolati sind zum Abschluß gefojmjmfen. Sounino Macht noch« Poröehälte we­ gen seines Eintritts in das neue Kabinettzf Trotzdem! wird erwartet, daß, Boselli heute noch sein Kabinett bildet. Tjie Mailänder Ausschreitungen. R«oM, 14., Juni. Tas Amtsblatt ver­ öffentlicht einen Erlaß, nach deM aus dem Fonds für unvorhergesehene Ausgaben des Budgets 1915/16 die SuMme von 957 447 Lire für die Entschädigungen an die bei den Mai­ länder Ausschreitungen im Mai 1915 geschädig­ ten Schweizer Bürger auszubezahlen sind.(Z.) Der Krieg mit Italien.</p>
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          <p>Der Krieg mit England. Englands Frtedenscrörtcrungcn. Haag, 14. Juni. Ter Londoner "Ekonvmiste" schreibt: Falls ein ehrenvoller dau­ ernder Frieden im Bereich! einer tüchtigen Di­ plomatie liegt, was wäre dann dagegen ein­ zuwenden? Wer wagt es, die alte Leier vo-m letzten Penny und vom letzten Mann heute noch zu wiederholen? Lord Loreburn schreibt in demselben Blatte: Tie Regierung hat kein Recht uns im Dunklen zu halten. Schließlich ist es nicht das Volk, welches sagt, wir geben nicht nach, bis Rußland Konstantinopel hat, bis Ser­ bien wieder hergestellt und sich im Besitz von Bosnien und der Herzegowina befindet, bis Polen wieder im Besitz des Zaren und Frank­ reich. Elsaß-Lothringen zurückerhalten hat. Zwei Punkte müssen aufgeklärt werden: Wie weit haben wir uns unsren Verbündeten gegenüber gebunden. Bekanntlich, sollen sie keinen Son­ derfrieden schließen, aber d.,h., daß wir uns über bestimmte Mindestbedingungen gebunden haben/ Falls das aber so wäre, und wir nicht frei sind, nach eigner Ansicht zu bestim­ men, dann soll man uns darüber aufklären, welches sind unsre Ziele, welches unsre Ver­ pflichtungen und unsre Aussichten und welches die Aussichten unsrer Feinde? Erst wenn wir dies wissen, kommen wir weiter. Mehr als eine neutrale Macht ist bereit zu helfen, um eine ehrenvolle Beendigung des Krieges her­ beizuführen. (Z.) Umgestaltung des britischen KricgsministcriuWs Haag, 14. Juni. Wie verlautet, beab­ sichtigt die englische Regierung Mit der Neu­ besetzung der Stellung Kitcheners eine Re­ organisation des Kriegsministeriums zu ver­ binden, da Kitchener zuviel Tienstzweige in seine Hand vereinigte. Man will die direkte Verantwortlichkeit des KriegsaMtes, desMunitionsMinisteriums und des ersten Lord der Admiralität gegenüber dem Unterhause Wiede«! herstellen. Das Munitionsministerium soll in unmittelbarem Zusammenhang mit den Ge­ neralstäben der verschiedenen Fronten gebracht werden und besonders die Abteilung der Waf­ fen- und Munitionserzeugung wird neugestal­ tet werden. (Z.) Mit Kitchener ertrunken. Nach der Nowoje WreMja befanden sich in Begleitung Kitcheners auf der untergegan­ genen Hampshire" auch eine Anzahl der her­ vorragendsten Vertreter des Handels und der Industrie Englands, darunter der Oberdirektor der Firma Vickers und Parker, die mlit der russischen Regierung über Kriegslieferungjen und handelspolitische Ziele verhandeln soll­ ten. &lt;Z.) Tie englischen Bars. $ London, 14. Juni. Daily Chroniele er­ fährt, daß die englische Regierung beschlossen hat, durch. Vermittlung des KontrollaMtes für den Handel mit Alkohol alle Brauereien und Bars in der Stadt Carlisle, ferner in Cuinberland und deren unmittelbaren Umgebung aufzukaufen. Man will sofort 100 Bars schlie| ßeu und 2 oder 5 Nusterwirtschc i en, wo C I frischungen verabreicht werden so.'len, erri &lt;= I ten, Tie Bars, die vorläufig offen bleibe ] dürfen, kämen unter die Aufsicht des Ko . trollamtes. (Z.)</p>
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          <p>Der Krieg zur See. Bon russischen Zerstörern angegriffen. Berlin, 14. Juni. (Nichtamtlich,.) In der Nacht vom' 13. zum 14. Juni wurde das deutsche Hilssschiff "Herrmann" in der Norrköpping-Bucht (südöstlich! der Stockholmer Schä­ ren) von vier russischen Zerstörern angegriffen und nach tapferer Gegenwehr in Brand ge­ schossen. Das Schiff wurde von der Besatzung gesprengt. Ter Kommandant und ein großer Teil der Besatzung sind gerettet. Bon einem! Unterseeboot beschossen. StockholM, 14. Juni. "Aftonbladet" (Meldet: Ter deutsche Dampfer "Hollandia" ist gestern auf dem Wege nach. Lulea innerhalb der schwedischen Hoheitsgewässer von einem russijfchen oder englischen Unterseeboot beschos­ sen worden. Ter letzte Schuß fiel, als der TajMPfer nur eine Minute von der schwedi­ schen Küste entfernt war; die "Hollandia" wurde jedoch nicht getroffen.</p>
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          <p>kung Kätes antwortete sie nicht, sie fragte hastig dringend: "Selbstvertrauen und ZM kunftssreudigkeit fehlen meinem Mann? . . . Tas letztere verstehe ich, aber das @eIBstD : er= trauen? — warum sollte er das verloren ha­ ben? Daran kann ich doch nicht auich! die Schuld tragen!" Tie kleine Doktorfrau überlegte einen Augenblick, ob sie weiter sprechen dürfe, aber sie war so fest überzeugt, daß sie ein gutes Werk tun würde, wenn sie hülfe, den beiden ihr so lieben Menschen die Steine gegensei­ tigen Mitzverstehens aus dsm Wege zu räu(mien, daß sie beschloß, Ilse ganz ehrlich ihre Meinung zu sagen. "Ich. denke, es muß für einen Mann etwas sehr Demütigendes sein, bei der eignen Frau nicht die Liebe und Achtung zu finden, die ihm doch von Fremden in so hohem! Maße zuteil toirbv Viele seiner Patienten lieben ihn, ja vergöttern ihn geradezu, aber denen hat er das Leben gerettet, und es ist wehr dffr Arzt, den sie hochschätzen, als der Mensch., der er für seine Familie ist . . Ta mUß etneinl Mann, der gewohnt ist, streng mit sich ins Gericht zu gehen, doch schließlich! der Gedanke kommen, daß er als Mensch weniger liebensund achtenswert ist denn als Arzt, und es wird ihn zuletzt so unsicher und an sich sel­ ber irre machen, daß auch der Arzt davon beeinflußt wird." "State," rief Ilse ganz verzweifelt,^"wenn Sie mir doch, glauben wollten! Es gibt keinen Menschen auf Erden, den ich Mhr achte als Meinen Mann." "Ach., achten! — Lieben — lieben! Tas ist die Hauptsache!" rief Käte eifrig. Ta brach, es mit einem wilden Aufschluch­ zen aus Ilse hervor: "Ich liebe ihn Mt Angst und Schmerzen, mehr als Mein Leben, ich will jeden Augenblick für ihn sterben." Käte schlang zärtlich ihren ArM tröstend NM sie: "Und wollen nicht für ihn leben? Was ist das für eine verkehrte Geschichte!" "Wollen? Kein Gott junb kein Mensch fragt nach. Meinem Wollen &gt;— ein hartes Muß' waltet über mir. Es .ist der Fluch meines Lebens, daß ich zu schweigen verdammt bin; und die, die Meine Lippen mit einem Eide verschlossen hüt, war titlet ne eigne Mutter. Tas war das Ver­ mächtnis für die ungeliebte Tochter, nachdem sie ihr das Leben vergiftet hatte." "Ilse, um Gottes willen sprechen Sie) sprechen Sie, solange es Zeit ist! Nicht zu Mr, zu Ihrem Gatten! Lassen Sic eine Tote Mt ihrer Ungerechtigkeit nicht zwei Leben ver­ giften und vernichten! Wenn es nur Ihr eige­ nes wäre, das zugrunde gerichtet würde! Aber Sie ziehen das Ihres Mannes Mit hinab, und dazu haben Sie kein Recht, die Pflicht gegen den Lebenden ist größer als gegen die Tote.." "Und wenn ich den erzwungenen Eid bre­ chen und sprechen wollte, liebste State/ die ganze Sache ist so raffiniert angelegt, *ie würde beim Erzählen so gemacht abenteuerlich. Gin­ gen, daß ich. nicht erwarten darfi Glauben zu ftab;en.i Und wenn Man Mir trotz,dchck glaubte — was als wahrer Kern in all dem Truge bleibt, genügt doch,, Mich unwürdig zu Machen der Liebe eines ehrenwerten Mannes. Ich! bin aus einer verfejMten Familie, und Mein Schicksal ist besiegelt. Als Mein Mann Mr seine Hand antrug, wußte er nicht,, daß ein Schatten auf Meinem NaMen ruht, und als er es nachher erfuhr, war er zu sehr Ehrenmann, um sein Wort rückgängig zu Ma­ chen. Aber er hat mir gezeigt, daß er die Gemeinschaft mit Mir nicht wünscht, und wenn er leidet, so ist's an der Ehe überhäupt, nicht daran, das ihr die Liebe fehlt — sein Stolz ist verletzt durch. Mein Schweigen, aber nicht sein Herz. " , I , i t I (Fortsetzung folgt.) | ; { J</p>
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          <p>Tie Front nml Smvrgon selbst springt ein wenig zurück, da das tiefer gelegene Städt­ chen von uns im Herbst sticht in die Linie einbezogen wurde, weil es sinnlos gewiesen wäre, seine Stellungen und seine Quartiere den russischen Kanonen aus den überragenden Höhen östlich! von Smvrgon auszusetzen. Taß Ssmvrgon gerade kein begehrenswerter Be­ sitz ist, haben die Russen in beim langen Win­ ter oft genug erfahren 'müssen. Von Smvrgon südlich beginnt ein Ab­ schnitt, in dem augenblickliche starke Unruhe herrscht, es ist der Teil der Nordfront, in dem wohl die zahlreichsten Patrouillenunternehtznlungen, Vorstöße^ Erkundungen stattfinden, diese Unruhe erstreckt sich auch Mer Krewo, einem ehemaligen Städtchen, das bis auf we­ nige Reste in der Linie verschwunden ist. (Tjern Westrand des Städtchens halten wir, den Ost­ rand die Russen, die zerschossene .orthodoxe Kirche steht &gt;auf unserer Seite, die Trümweiv des katholischen Gotteshauses auf der russi­ schen.) I. 1 Sfmlmer stärker wirken Sumpf und ver­ sumpfte Flußläuse auf die Gestaltüng der Front ein. Beresina, Serwetsch-Bach find für die Linienführung Mitbestimmend. Immer noch. h«t dabei das Land oft den leicht hügeligen Charakter, der nur in der .Ebene u'm Smorgon einmal völlig aussetzt. Ter wichtige Bahuknotewpunkt Baranowitschi ist bekanntlich! in unserer Hand. TM ist Wohl anzunehmen, daß die Russen ver­ sucht haben, die nützliche Nord-Südverbin-( düng hinter ihrer Front dadurch' wieder Mög­ lich zu Machen, daß sie eine Pionierbahn zwi­ schen die beiden Bahnschenkel Minsk—Baranowitschi und Baranowitschi—Röwno gelegt ha­ ben. Immerhin haben ihre wiederholten Ver­ suche, auf Baranowitschi vorzudringen, ge­ zeigt, wie unangenehm ihnen der fehlende Kreuzungspunkt blieb. Tie schnurgerade Linie des Oginski-Kanals, in dessen Böschungen unsere Stellungen ausgezeichnet eingebaut sind (Böschungen, die gleichzeitig auf Meilen die höchsten Erhebun­ gen des flachen SuMpflandes sind), ist das be­ merkenswerteste Zeichen für den ersten Teil der Linie, die das Gebiet des Rokitno-Sumv pfes durchquert. Pinsk, die Stadt in der Front, beherrscht den nächsten Teil der Rokitno-Front, die sich« hier keilartig auf der festen Landzunge vorschiebt. Tie Stellungen aM Sthr, iM Sthrbogen, hinüber nach Surf, haben dann alle das fast gleiche Gepräge: entweder sie »mußten deM SuMpf im harten, kaum gleichmäßig .erfolg­ reichen KaMpfe abgewonnen werden, oder sie lehnten sich! an die Sanddünen an, die unregelMätzig und ohne Uebergang aus dem Sumpf­ gelände emporwachsen. Tie "Festung" Luck hat dabei niemals den Charakter einer Festung gehabt. Ein paar elende Erdwerke hatten die Russen der Stadt gegeben, das war alles. Tie Schwierigkeiten iM Raume von Luck waren in den WinterMvnaten, als ich' dort an der österreichischen Front war, sehr erheb­ lich!; ein ungarisches Regiment, das übrigens viel rumänischen Ersatz, hatte, mutzte unzäh­ lige Kilometer Knüppeldämme bauen, um überhaupt die Verpflegung in der vorderen Linie Möglich zu machen. Freilich, waren die Be­ dingungen iM Styrbogen und Bet Kolli auch kaum günstiger* Aus der Geschichte der Kämpfe bei Luck im vergangenen Herbst sei die Lage voM Sep­ tember wiederholt: Ende September hatte sich die österreichische Armee in schnellem Vor­ rücken über Luck hinaus gegen Rowno vorge­ schoben; -auf ihrem, südlichen Flügel hatte sie Terazno erreicht, als ein starker .russischer Gegenstoß es rätlich erscheinen ließ, die durch stetige Märsche und KäMpfe ermüdeten Trup­ pen bis Luck und über Luck hinaus zurückzu­ nehmen. Mitten durchs das Sumpfgebiet wur­ de ein deutscher Vorstoß in die Flanke der Russen angesetzt. Tie Lage war so, daß die Oesterreicher im Allgemeinen das linke SthrUfer hielten und von Kolkt ab die russische .Front weit nach, Westen einsprang. Die Trockenheit hatte den SuMpf passierbar ge­ macht, so daß es möglich! war, trotz aller Hin­ dernisse die deutschen Kräfte von Norden her herunterzuschieben und über Kolki fast senk­ recht auf die russische Flanke anzusetzen. Als die Russen schließlich! die deutsch^ Absicht Merkten, gingen sie in fluchtartigen Märschen zurück!. 10 000 Gefangene, darunter 50 Offi­ ziere, waren der Gewinn der Operation/ die außerdem jeden Offensivgedanken der Russen zunächst erstickte. Bis zur Putilowka ging der Südflügel der Russen zurück; die österreichisch­ ungarische Armee folgte. Im Zentrum stürm­ ten deutsche Truppen Ezernysz und Berescianh, die, auf Sandinseln iM Sumpf gelegen, beherrschende Stützpunkte für den Uebergang zum Stellungskrieg abgeben sollten. . . So kennt der Raum um Luck schon schwere KäMpfe und einschneidende Bewegungen, die im ganz großen Rahmen doch' eben nur als Episoden des Weltkrieges zu betrach­ ten sind. (Kb.) Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter.</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Ten 70. Geburtstag begeht der bekannte Historienmaler und künstlerische Leiter der "Fliegenden Blätter" Hermann Schneider am 15. Juni. Tie sächsischen Fleisch Marken haben auch in Bayern Geltung. Außerordentliche Kriegsteuerungsunter Stützungen für Justizpensionisten. Es wird dar­ auf aufmerksam gemacht, bafj, die Gesuche um Bewilligung außerordentlicher Kriegsteueruugsunterstützungen, die nach Maßgabe der Bekanntmachung vom 20. Mai 1916 (Ges. u. Ver.-Bl. S. 85) von int Ruhestand befindlichen Justizbeamlten oder deren Hinterbliebenen ge­ stellt werden, unmittelbar bei dem Staats­ ministerium der Justiz einzureichen sind. Stechhahnen beim Bierausschank zugelas­ sen. Tas Ministerium des Innern hat auf ein Gesuch des Bayerischen Gastwirteverbandes Stechhahnen zum allgemeinen Iatzbierausschank zugelassen. — Ter Wunsche nad), dieser Einrich­ tung ist hauptsächlich von unterfränkischen und pfälzischen Gastwirtsverbänden ausgegangen, die Mit dieser in Norddeutschland üblichen Ausschankweise den durch den Krieg entstande­ nen Schwierigkeiten in den Ausschankverhältnissen begegnen wollen. Gegen bis betrügerische Anwendung des 0,45 Liter-Bievmaßes. Nach der seinerzeit vor­ genommenen Regelung der Ausschankbierpreise durch den Magistrat Augsburg wurde der Li­ terpreis auf 34 Pfg., der Halbliterpreis auf 17 Pfg. und der Preis für 0,45 Liter auf höch­ stens 15 Pfg. festgesetzt. Eine von der Gast­ wirtsinnung gegen diese Regelung zur K. Re­ gierung erhobene Beschwerde wurde verMorfen. Tie K. Regierung hat in ihrem Entscheid wiederholt ausgesprochen, daß pie Bestrebun­ gen der Wirte, das 0,45 Litergesäß an Stelle des Halblitermäßes einzubürgern, im Interesse der Verbraucher keine Förderung verdiene. Das Generalkommando hat den Stadtmagistrat an­ gewiesen, gegen alle Zuwiderhandlungen und gegen alle Umgehungsversuche mit unnachsichtlicher Strenge vorzugehen. Tie diesjährige FronleichmaMsprozession fn München wird, wie im Vorjahre als ein öffentlicher Bittgang um den Segen des Him­ mels für unsre Waffen abgehalten. S. M. der König wird an dem Hochamt im Tom und an dem sich daran anschließenden Bittgang mit den hier weilenden Prinzen und großem Defolge teilneh'rNen.</p>
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          <p>Allerlei. Eine genteine Milchfälschnng. Tas Schöf­ fengericht München hat die sehr begüterte Bäuerin Therese Wieser von Gronsdorf, die seit drei Jahren die für die Stadt bestimmte Milch ausgiebig mit Wasser verdünnte, zu 14 Tagen Gefängnis und der höchst zulässigen Geldstrafe von 1500 Mark verurteilt. Ter Ämtsamvalt hatte mit Rücksicht auf die große</p>
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          <p>Tie Illustrierte Kriegs-Chronik des Da­ heim hat vor ähnlichen Unternehmungen einen großen Vorzug: sie folgt den Ereignissen ge­ radezu auf dem Fuße. Für jeden Tag findet der Leser in knappem Chronikstil die Ereig­ nisse der verschiedenen Kriegsschauplätze kurz verbucht. Dem Besitzer dieses Werkes ist es also später einmal leicht, durch Nachblättern jede einzelne Waffentat des großen Krieges festzustellen. (Verlag von Velhagen und Klasing in Bielefeld und Leipzig. Preis des Hef­ tes 60 Psg.) Städtische Schwimmschule. Lust 13 Grad C Wasser 9 Grat C. Niederbayerische Nachrichten. Lokales. Land « but 15. Juni. —* De n Assistenzärzten Eugen Achatz und Tr. Franz Glaser des 16. Jnf.-Regts. wurde das Patent ihres Tienstgrades ver­ liehen. —* Den He Ident od fürs Ba terland starb der Infanterist des 2. Bayer. Jnf.-Rgts. Herr Adalbert Wörle, früher Zemientarbeite^ bei der Firma Buchenrieder hier. —* Todesfall. In Berg o. L. wurde die Familie des Obstweinkeltereibesitzers Herrn Weinzierl in tiefe Trauer versetzt. Nach! lan­ gem schweren Leiden starb gestern der 31jähr. Sohn Matthias. Ein zweiter Söhn starb vor einiger Zeit auf betn) Felde der Ehre den Heldentod für das Vaterland. —* Die Einschränknng der Arbeit in Betrieben, in denen Schuhwaren 'Hergestellt werden, wurde vom Bundesrat verfügt. —*' D i e Verwendung von Eiern aller Art zur Herstellung von Farben wurden vom Bundesrat verboten. ~ r Das Fest der silbernen Hochzeit feiert heute im! Familienkreise Herr Kaufinvnn Bücherrevisor und Tistriktssparkalssekassier He­ ribert Huber müt seiner Gattin Therese Huber, geb. Wüstner. —* Tot im Bette aufgefunden wur­ de gestern die Hauptmannswitwe Frau Emilie Ferchel in ihrer Wohnung in der Klötzlmüllerstraße. Sie klagte gestern über Unwohlsein und legte sich infolgedessen zu Bett. Als befreundete Hausbewohner Nachschau hielten, lag Frau Ferchel tot im Bette. Ein Schlaganfall hatte ,ihrem! Leben ein jähes Ende bereitet. —* Die Kleinviehmärkte dürfen nach einer Regierungsentschließung hier bis auf weiteres abgehalten Werben. Nur die Zu­ fuhr und ^ der Zutrieb aus Sperrbezirken und Beobachtungsgebieten ist verboten. Ebenso ist Personen aus Sperrbezirken der Zutritt zuw! Markte verboten. —* Tie Isar führt infolge des andau­ ernden Regens neuerdings hohen Wasserstand. —* Der Volkshochschulverein hält Morgen Freitag im Hotel "Kronprinz" seine Hauptversammlung ab, behufs Neuwahl des 1. Vorsitzenden, welches Amt bisher der nach) München versetzte, um den Verein hochver­ diente Herr Oberregierungsrat TegMair beklei­ dete. In Anbetracht der Wichtigkeit der Ta­ gesordnung darf Zahlreicher Besuch! der Ver­ sammlung bestimmt erwartet werden. Letzte Posten. Tie russischen Verluste. Basel, 15. Juni. Tie Basler Nachrichten berichten aus Petersburg: Tas Hauptquartier des Generals Brussilow, in dem sich gegen­ wärtig di« Generale Rußki und Iwanow be­ finden, istt intimer noch in Winizia-Pobotten\ wo neueridings der -HvfMg des Zaren einge­ troffen ist. Tie amtlichen Meldungen über die Verluste der angreifenden MrMeen des Ge­ nerals Brussilow lauten in denk von der Pe­ tersburger Telegraphenagentur ausgegebenen Text so, daß manche Regimenter fast alle Offi­ ziere verloren haben. Auch in der heute ausgebenen Uebersetzung ist diese Stelle noch enthälten. Dagegen fehlt sie in der Uebersetzung der "Agence Havas", in der nur noch von Verlusten an Offizieren und Mannschaften die Rede ist, die noch, nicht be­ kannt gegeben werden könnten. Da in der rus­ sischen Armee mehr &lt;als in jeder anderen das Fehlen der Offiziere jchmjerzlich, Empfunden wird, wird die Nachricht von den schMeren Offiziersverlusten für die Bewertung der Stotzskraft der russischen Offensive sehr von Be­ lang sein. Japanische Truppen -in Tientsin. Sd. Haag , 15. Juni. Englische Blätter Melden, daß. ein BataiUon japanischer In­ fanterie nach. Tientsin abgegangen sei. Offiziell wird mitgeteilt, daß piese Maßregel lediglich! deM Wunsche entsprungen sei, die Fremden in China besser zu schützen. Tie Regierung in Peking hat aus den Wunsch der Entente­ gesandten in Peking ( unb Tokio Richtlinien festgelegt, die eingehalten werden sollen, fals die Zustände in China weitere Interventionen Möglich machen sollten. Vermischtes. Hinter bett Kulissen unserer Wettkriegsfeldpost. Eine der größten organisatorischen Lei­ stungen in diesem Kriege ist unstreitig dis deutsche Feldpost, und nur ein wenigstens eini­ germaßen übersichtlicher Einblick in den Rie­ senbetrieb ihrer Tätigkeit ermöglicht es, die beispiellose Ordnung und Leistungsfähigkeit dieses besonderen Kriegsamtes zu würdigen. Tie Einrichtung unserer Feldpost, über die Max Hobusch im nächsten Heft der bei der Teutschen Verlagsanstalt in Stuttgart erschei­ nenden Zeitung "Ueber Land und Meer" höchst interessante Einzelheiten bekannt gibt, ist durchaus militärisch, da sie der Obersten Hee­ resleitung untersteht; doch der Betrieb selbst hängt aufs engste Mit dem, ständigen Post­ betrieb in der Heimat zusammen. Ein Stab 'zahlreicher hoher Offiziere führt die Oberste Leitung, der Feldoberpostmeister gehört zuM Großen Hauptquartier und ist dem General­ quartiermeister zugeteilt. Seine Aufgabe ist es, die Abwicklung des Dienstes mehrerer Hun­ derte von Feldpostanstalten zu gleicher Zeit zu überwachen. Jeder einzelnen Armee ist ein Armeepostdirektor zugeteilt, der von Meh­ reren Armeepvstinspektoren unterstützt wird. Jedes Armee-OberkomMando, jede InfanterieLandwehr-, Reserve-, Ersatz- vnd KavallerieTivision besitzt eine besondere Feidpostexpedition, die von einem Feldoberpostsekretär ge­ leitet wird. Die Verteilung der Feldpostämter über das Kriegsgebiet ist derart durchgeführt, daß, jedem Generalkommando ein eigenes Feldpostamt zur Verfügung steht. Zur Beförder­ ung der Briese und Pakete ist jeder Armqchpostdirektion ein Post-, Wagen- und Pferde» depot zugewiesen. Allein die von der Feld­ post gebrauchten Kraftwagen bilden armee­ weise ungeheure Wagenparks, für die eigene Reparaturwerkstätten eingerichtet werden muß­ ten. Unendlich sind die Schwierigkeiten, die von dem Feldpostverkehr überwunden werden, da die Verkehrsstrecken vor allem für die rein militärischen Erfordernisse zur Verfügung ste­ hen müssen und natürlich jeder Militärtrans­ port der Feldpost vorangehen muß,. Tie Ein­ richtung unserer Weltkriegsseldpost entspricht in den wesentlichen Grundzügen der des Feld­ zuges 1870/71. Doch! läßt sie sich an Umfang mit der früheren Feldpost kaum vergleichen. Jede Division hat täglich einen durchschnitt­ lichen Posteingang, von ungefähr 230 voll­ gefüllten Postsäcken. In den bisherigen 32 Kriegsmonaten wurden alles in allem! über 4 Milliarden Postsendungen erledigt, also un­ gefähr 35mal so viel als im ganzen Feldzüge 1870/71. Tie heutige Feldpost hat in einer einzigen Woche annähernd so viel Sendungen zu erledigen, wie die Feldpost des KriegeP 1870/71 in 35 Wochen. Aus diesen statistischen Angaben ersteht man am besten, welche Re­ kordleistung von unserer Feldpost bewältigt werden muß,, wobei auch noch! die gelegentliche Gefährdung der Beförderungsstrecken in Be­ tracht komjmit. Darum sollte das Publikums die Beamten der Feldpost in ihrer schweren Arbeit wenigstens dadurch unterstützen, daß die Verpackung und Adressierung mit aller Sorgfalt und in jedem Punkte der Vorschrift entsprechend vorgenommen wird, damit die Un­ klarheiten und Irrtümer, die der Schnellig­ keit des Feldpostbetriebes so leicht verhängnis­ voll sein können, möglichst vermieden werden. Literarisches. Gejweinheit sowie aus die lange Dauer bet Tat eine Gefängnisstrafe von 3 Monaten und 1800 Mark Geldstrafe beantragt. In der Ver­ handlung hatte die Fälscherin versucht, sich auf ihre Tienstmagd hinauszureden. Verschüttet. Ter 58 jährige Bergmann Jvhann Valenta wurde in Peißenberg bei der Arbeit verschüttet und war sofort tot. 'Va­ lenta war seit 22 Jahren in der Grube be­ schäftigt. In einem Anfall von Schwermut hat sich, in Rettenbach die 43 Jahre alte Oekonowensehefrau Maria Wagner erhängt. Verbrüht. Das zweijährige Töchterchen des Taglöhners Hosfmann in Oberndorf (Franken) fiel in einen Topf kochenden Wassers und ver­ brühte sich derart, daß, der Tod nach! kurzer Zeit eintrat. i Bei Turnübungen, die er in jugendlichem Leichtsinn ausführte, ist ant Pfingstsonntag der 11 Jahre alte Schüler Gottlieb Funk von der Tonaubrücke in Lauingen in den zurzeit hochgehenden Strom gestürzt und ertrunken. Am Postwagen verbrannt. Auf der öfter. Bahnstrecke Bischofshofen—Werfen geriet ein Zugspostwagen in Brand und würde vernich­ tete Ter Oberkondukteur Joses Korak ver­ brannte dabei. Pfarrkirchen, 14. Juni. (Rennen.) Bei den gestern hier abgehaltenen Pfingstrennen des Vereins zur Förderung der Pferdezucht in Bayern gewann das mit einem Staatspreis von 10 000 Mark dotierte große Zuchtrennen die 3 jährige braune Stute "Nixe I" (Reiter: Absmäier) von Hans Wimbauer-München; zweiter wurde "Nelson 4" von Mayr-Strau-! bing. Außerdem erhielt der Besitzer der "Nixe" auch! die Züchterprämie von 300 Mark zuerkannt. Metten, 13. Juni. (Brand durch Blitz­ strahl.) Ami vergangenen Samstag schlug der Blitz in den Stadel des Gütlers Tunst, wel­ cher zum größten Teile verbrannte. Tas Wohn­ haus konnte gerettet werden. Ter Mann war im Felde und wurde an diesem Tage in Urlaub erwartet. Zwiesel, 14. Juni. (Ertrunken.) Tie Ver­ mutung, daß, der 5jährige Knabe der Fabrik­ arbeiterin Therese Raab in Zwiesel, welcher seit ein paar Tagen abgängig ist, ims schwar­ zen Regen ertrunken sein könnte, hat sich, be­ stätigt, denn der Knabe wurde jetzt iw Werk­ kanal der Poschingersäge aufgefunden. Wegfcheib, 13. Juni. (Gewitter mit Ha­ gelschlag.) Ueber das Muhl- und Jnnviertel ging dieser Tage ein schr schweres Gewitter jntit Hagelschlag nieder. Tabei hat auch, der Blitz gezündet und brannte in Unterwalschlag das Wolsgruber-Anwesen nieder. In Ober-? brunnwald wurde der Besitzer des Germin­ häusels, der sich während des Gewitters unter das Fenster stellte, vom! Blitz erschlagen, wäh­ rend seine Frau durch den Blitzstrahl am 1 Arm gestreift wurde. . &gt;</p>
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          <p>Inserate.</p>
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