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        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-06-27"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 172</biblScope>
          <date when="1916-06-27">1916-06-27</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Tie Kampstätigkeit an unserer nach Westen gerichteten Front gegenüber der englischen und dem Nordslügel der französischen Armee wax, wie an den beiden. letzten Tagest, bedeutend,« Westlich des "Toten Mannes" scheitertest nächtliche feindliche Vorstöße jm Artillerich und Maschinengewehrfeuer. Rechts der Maas endete abends ein An­ griff selhr starker Kräfte gegen die desttschen Stellungen auf dem Rücken ,Kalte Erde" mit einem völligen Mißerfolg der Franzosen. Sie sind " , ustter große» Verlusten, teilweise nach Handgemenge .in tut seyen Linien^ überall zurückgeworfen. Teutsche Fliegergeschlwader griffen eng­ lische Lager bei Pas (östlich- von Toullens) mit Bomben an. ( ., t ^ Westlicher Kriegsschauplatz.</p>
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          <p>Oestlicher Kriegsschauplatz. ! Abgesehen von teilweise reger Artillerie- | tätigkeit und einigen Gefechten kleiner Abtei| Jungen ist vom nördlichen Teil der Front nichts wesentliches zu berichten. , Heeresgruppe des Generals v. Linsiuge«. Westlich von Sokul .und bei Zaturezh dau­ ern heftige, für,uns erfolgreiche Kämpfe an. Tie Gefangenenzahl ist seit 16. Juni auf 61 Offizierre, 11097 Mann, die Beute auf 2 Geschütze, 54 Maschinengeweh­ re gestiegen. Tie Lage bei der Armee des Generals Grafe» von Bvthmer ist im allgemeinen unverändert. ; Ballan-Kriegsschauplatz. Nichts Neues. i Oberste Heeresleitung. 1</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. Von Seiten der Linken sollen nun Zeichest der 'Kriegsmüdigkeit gegeben worden sein, in dem sie die im Lande herrschende Furcht vor einem dritten Kriegswinter zu Wort brachten und wissen wollten, wie eigentlich die Kriegs­ aussichten wären. Ter Regierung scheint biejfe neue Art der parlamentarischen Behandlung der Kriegslage äußerst gelegen zu kommen, da sie dabei ihre Verantwortung nun aus die Schultern der führenden Parteien abwälzt, ohne dabei die geringste Gefahr zu lausch:; denn sie hat in diesen Geheimfitzungen keinen Sturz zu befürchten, da in diesen Sitzungen weder Abstimmungen noch Beschlußfassungen erfolgen dürfen. Wan wird also im Verlaufe des Krieges noch manche Geheimsitzung er­ leben. (Z.) T«ie Ra,che des Senegalesen. Bern, 26. Juni. IM Lazarett in Auteuil schlich! sich ein senegalesischer Soldat, mit einem langen englischen Messer bewaffnet, in den Krankensaal, in dem fünf verwundete Franzosen schliefen und ermordete zwei von ihnen. Tiefe Untat gewinnt eine gewisse Be­ deutung, da aus dem Verhör des Senegalesen hervorgeht, daß die farbigen Franzosen sich über gemeine Beschimpfüngen seitens ihrer weißen Kameraden ernstlich beklagen und daß der Mörder sich! für solche Beschimpfungen rächen wollte. Bor Berdun. Basel, 26. Juni. ZVie die Baseler Blät­ ter melden, stehen seit mehreren Tagen die beiden Forts Sonville und Tavannes (südlich von- Dhiaumont und Fleurh, in der letzten Werteidignngslinie) unter heftigem deutschen Artilleriefeuer. Auch die umliegenden Feld­ befestigungen werden stark beschossen. Tas Fort Souville ist bereits zur Ruine zusammen­ geschossen. &lt;m.) :2ite französische Jugend vor Verdun geopfert. Bern, 26. Juni. Wie dem "Aarganer Volksblatt" aus Paris gemeldet wird, hatten in den letzten Kämpfen bei Verdun die jüng­ sten Altersklassen sehr große Verluste. Man hört in französischen Offizierskreisen Klagen, daß das Verduner Kommando 8000 Rekruten in ihren Stellungen restlos geopfert habe. 2er Eindruck von Verdun in Holland. Berlin, 26. Juni. Tas "Berl. Tage­ blatt" metoeti aus dem Haag: In Holland macht die Tatkraft, mit der die Schlacht vor Verdun deutscherseits fortgesetzt wird, großen Eindruck. Ter "N. R. C." schreibt anläßlich! des Erfolges bei Dhiaumont: Woher auch, die Teutschen ihre Verstärkungen für die Oestürreicher holen mögen, von der Verdunfsront sicher nicht. Wenn sie dort imstande sind, einen Angriff über 5 Kilometer auszuführen, dann ist bestimmt zu sagen, daß dort ihre Stärke nicht vermindert ist. Wieder ist also ein Stück der französischen Verdustfront abge­ bröckelt. (8) Ter "bedeutungslose" Verlust von Thiaumont. Genf, 26. Juni. Ter nach jedem ernst­ lichen französischem Mißgeschick wiederkehrende Pariser Trostspruch von den unvermeidlichen Schwankungen bei "so mächtigen Zusammenstö­ ßen, wie jetzt auf dem rechten Maasufer, keh­ ren auch in der Havasuote zum Fall des Wer­ kes Thiaumont wieder. Ter Militärkritiker des "Journal des Tebats" schrieb noch unmit­ telbar vor Bekanntgabe dieses bedesttendenVerlustes, es sei fraglos die gegnerische Absicht, sich in Besitz des Kammes, der Touaumlont mit Froid terre verbindet und Fleurh beherrscht, zu setzen. Nicht minder ahnungsvoll sprach sich! Oberleutnant Pris im "Rappel" aus, der aber­ mals erklärt, wenn Verdun schließlich trotz wundervollen Widerstandes verlörest gtng&lt; werde dies auf die weitere Fortsetzung des Krieges keinen entscheideriden Einfluß aus­ üben, denn dieser sei von der russischen Mafsenwirkung abhängig. Zum rechten Verständ­ nis der Pariser Zeitungsartikel muß man sich vergegenwärtigen, daß sie die erste amtliche Meldung zum Ausgangspunkte nähmen, daß es den Franzosen gelungen sei, den deutsrchen Vorstoß vor Fleurh anzsthalten. In allen Tarstelluugen wird Fleurh als Schlüsstekpunkt der Hauptverteidigungslinie bezeichnest. — "Temps" und "Journal des Tebats" besassen sich angelegentlich! mit der möglichen Wirkung der von den Teutschen in die Hauptvertchdigungslinie geschlagenen Bresche. — Eine sehr anschauliche Tarstelluug des umstrittenen Ge­ ländes gibt das "Journal des Tebats": Das Plateau bildet hier eine Art vierteiligen Ster­ nes, dessen Strahlen durch tiefte Schluchten von einander getrennt werden. Tie Kämpfe der letzten 48 Stunden werden allseits als die &gt;hartnäckigsten seit Beginn der Verdun-Schlacht hin-! gestellt. — Tex Lyoner "Republieain" zollt rückhaltlos den deutschen Angreifern die An­ erkennung, daß sie prächtige Energie entfal­ teten. — Tie "Agenzia Stefan:" schreibt zum Fall der Feste Thiaumont: Man darf den un­ vermeidlichen Schwankungen des Kampfes, dis nur einen relativen Einfluß auf den Ausgang habe, keine übertriebene Bedeutung beimessen. Tas Endresultat «hängt von anderen Ereignis­ sen ab, die zu gelegener Zesit eintreten müs­ sen, und denen die Teutschen bei bestem Wil­ len nicht entgehen können. — Wn Holland wacht der neue deutsche Erfolg großen Eindruck. Tckr "Nieuwe Courant" schreibt: Woher auch die Teutschen die Verstärkungen für die Oesterrei­ cher holen mögen, von der Verdunsront sicher nicht. Wenn sie dort imstande sind, einen An­ griff über 6 Kilometer auszuführen, dann kann man mit BesWmsmtheit sagen, daß dort ihre Stärke nicht vermindert ist. Wieder ist ein Stück der Verdunfront abgebröckelt. teilte der Geheimsitzung. I Berli n, 26. Juni. Tie "Deutsche Ta­ geszeitung" meldet aus Rotterdam: Trotz der strengen Absperrmaßregeln zeigen sich einzel­ ne Persönlichkeiten der französischen Kolonie! im Haag merkwürdig gut darüber unterrichtet, was sich nach! ihren Behauptungen in den ersten zwei Geheimsitzungen der französischen Kammer zugetragen haben soll. Nach den Er­ kundigungen die ihr Vertreter dajrüber ein­ holen konnte, ergriff in der ersten Sitzung Ministerpräsident Briand das Wort, um eine längere Darstellung zu verlesen, die ihm augenscheinlich! von der russischen Botschaft ausgearbeitet worden war und worin die Ein­ zelheiten der russischen Offensive im Osten, ihre Erfolge und weiteren Aussichten sehr ausführlich! besprochen worden w'aren. Tie Mitteilung «hatte zweifellos den Zweck, die ge­ witterschwüle Stimmung aus dem Saale zu verscheuchen, was auch! gelang, denn Hochrufe auf den russischen Verbündeten unterbracht oft die Vorlesung, zu d er dann der Minister­ präsident einigte hoffnungsvolle Kommentare machte, jedoch! bald von den ungeduldigen Zu­ rufen von der Rechten unterbrochen: Spsteet' ch-en wir von Verdun! Man verriet dadurch!, was den meisten am Herzen lag. Nun ergriff unter andächtiger Stille der Kriegsminister Roques bas Wort zu einer Darstellung der Lage bei Verdun und der Ursachen, welche den Verlust von zwei Forts verschuldet haben. Er ließ sich dabei des längeren über das Uekbergewicht des feindlichen schweren Geschützes aus und wußte schließlich! die Kammer in eine ge­ hobene Stimmung zu versetzen, als er das tapfere Verhalten der Verteidiger Versduus besprach. Während seiner Rede meldeten sich aber ungeduldige Deputierte mit der Frage nach! den Maßregeln für den Fast, daß Verdun fällen könnte. Roques, von Briand unterstützt, wies als Antwort auf den Umstand hin, daß darüber in den vertraulichen Sitzungen beste Armeekommlission schon Mitteilungen gemacht worden wären. Man einigte sich schließlich! dahin, daß darüber im Laufe der Geheimsitz­ ungen noch gesprochen werden soll.</p>
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          <p>Der Krieg mit Italien. Explosionen iw italienischen Hauptquartier? Lugano, 26. Juni. Nach einer Mel­ dung der "Gazetta di Venezia" fanden in Padua im Hauptquartier des Königs geheim­ nisvolle Explosionen statt. Mehrere Personen wurden verwundet. 1 Tie italienischen Lssiziersverlusi«. Aus dem Kriegspresseguartier wird be­ richtet: Einer Statistik über die Verluste dep italienischen Armee an Offizieren bis zum 15. Juni ist zu entnehmen, daß im Verlaufe der Kämpfe aus italienischer Seite 3354 Offiziere fielen, darunter 6 Generale, 186 Stabsoffiziere und 618 Hauptleute und Gleichgestellte. Tie/ Zähl der verwundeten Offiziere erreicht mehr» als das dreifache. (Z.)</p>
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          <p>Bedeutende Kämpfe an der englisch-französischen Nordfront. Französische Angriffe ans "toter Mann" und "Kalte Erde" -Mg mißglückt. — Von der Heeresgruppe Anfinge« vis jetzt' Wer 11000 Russe«' gefangen. Durch die Erstürmung der Befestigungen bei Thiaumont ist die Lage der Franzosen auf betn Ostuser der Maas in einer Weise ver­ schlechtert worden, daß die übrige Front stark beeinflußt wird. Es war zu erwarten, daß die Gegner versuchen würden, uns den Er­ folg streitig zu machen, solange die Sturm­ truppen noch nicht die eingenommenen Stel­ lungen ausbauen konnten. Tie französischen! 'Vorstöße haben denn guch mit aller Kraft eingesetzt, besonders auf die Höhe "Kalte Erde". Es erwies sich aber, daß die Unsren ihtew Besitz bereits fest in der Hand hatten, so daß alle Angriffe scheiterten. Ter Feind hatte schwere blutige Verluste. Auch- links der Maas scheiterten französische Angriffe auf den "Toteü Mann". An der englischen und der französi­ schen Nordfront haben sich bedeutende Kämpft entwickelt. In Wolhynien ist .Me Lage int 1 allge­ meinen unverändert. Starke russische Angriffe! die überall restlos abgeschlagen wurden, wech­ seln ab mit einem langsamen Vordringen der Armee Linsingen. Besondere, gber vergeb­ liche Anstrengungen, das ihnen abgenommen^ Gebiet zurückzugewinnen, machten die Russen im Quellgebiet der Aurha bei Zaturce, das an der Straße von Wladimir-Wolhnsk nach Luck liegt. Bei Sokul wurden die Russen wei­ ter zurückgedrängt. Die Heeresgruppe Linsin­ gen hat seit dem 16. ds. über 11000 Russen gefangen genommen. In der Bukowina scheint der russische Vormarsch- jetzt zum Stillstand zu koMimen. Tie Armee Pflanzer-Baltin hat die ganze Bu-, kowina ausgeben müssen und steht heute wie­ der auf der Stelle, an der sie vor dex großen Karpäthenschlacht im Frühjahr 1915 stand und von der aus sie dann damals zur Eroberung der Bukowina vorging. Auch damals bildete Jakobeney den rechten Flügelstützpunfkt be|r österr.-ungar. Truppen, und dieser Ort ist schon damals der Zeuge heißer Kämpfe gegen die Russen gewesen, die zu jener Zeit durch­ aus den Vormarsch, nach Siebenbürgen erzwin­ gen wollten, , An der italienischen Front Haben unsre Verbündeten ihre Front zwischen Brenta und Etsch zum Teil verkürzt. Es kam nur zu Geschützkämpfen. An der Kaukasusfront bauen die Tür­ ken ihre Erfolge am linken Flügel weiter aus. ß - In Südpersien gehen die Russen vor den I Türken immer weiter zurück. Herr Wilson schreibt wieder Noten. Dies­ mal an Mexiko. Bor kuyzem wurde eine ame­ rikanische Reiterabteilung von mexikanischen Truppen, bei Carrizal vernichtet. Ein an­ deres Staatsoberhaupt würde dies kaum an­ ders, denn als Eröffnung der Feindseligkeiten betrachten. Das Gegenteil Herr Wilson. Er frägt erst bei Carranza an, was dies Vorgehen bedeuten soll. Vielleicht schreibt der Gefragte zurück, die Mexikanischen Gewehre seien lei­ der "von selbst losgegangen" und dann ist die Sache wieder beigelegt. Diese Haltung Wilsons gegen die Mexikaner zeigt uns deut­ lich, wie schwach^ es um Amerikas Kriegsmacht bestellt ist. Oder.fürchtet Herr Wilson viel­ leicht mit Reicht, es könnten den amerikanischst Waffen- und Munitionsfabriken durch einen Konflikt mit Mexiko die großen Gewinne aus den Lieferungen nach Europa entgehen. Aber Herr Wilson ist ja neutral!</p>
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          <p>Bericht des deutschen Hauptquartiers. WTB. Berli n, 26. Juni. Mittags. .Großes Hauptquartier.)</p>
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          <p>Eine Trohung gegen Holland. Amsterdam, 26. Juni. Tie "Daily Mail ^veröffentlicht einen Leitartikel, den die holländische Presse anfangs nicht beachtet hat. In diesem Aufsatz! drückt das Blatt seine Freu­ de über die Gestaltung der Tinge in Griejchenlonb aus und schlagt dann nichts weniger als gleiche Maßnähmen gegen Holland vor. Tas Blatt sagt: Biele fragen sich! im Augenblick, vb die Maßnahmen der Marine, wie in Grie­ chenland angewendet, nicht bedeutejnd zufrie­ denstellendere Ergebnissej, als die seht: frag­ würdige Blockade, wie sie jetzt besteht, haben Müsse, wenn sie auf Holland angewendet wür­ den. Tie Frage sei dringend, denn in 6 Wo­ chen beginne in Teutschland die Ernte, Best der auch Belgien und Polen mit 20 Mil­ lionen Menschen helfen müßten. Holland seji tatsächlich! nichjts anderes als ein großer deut­ scher Bauernhof. Tie nächsten Tage seien von kritischer Wichtigkeit für Deutschland. Wenn die englische Marine sofort richtig zugreife^ dann könnten die besten Ergebnisse erzielt wer­ den, während, wenn es so weiter gehe, wie­ der viele Monate vergehen würden, ehe die Teutschen Hungersnöte empfanden. Das Blatt erinnert daran, daß Asqnith vor 15 Monaten versprochen habe, die Blockade ohne Furcht bor juristischen Finessen durchzuführen. (Z.) Tlie Japaner in Peking. Amsterdam, 26. Juni. Tie Meldung von der ersten japanischen Truppensendungi nach Peking erregt in London arge Befürch­ tungen. Man erblickt darin die mehrfach an­ gekündigte militärische Intervention Japans in China und frägt sich, ob die Japaner Pe­ king jemals wieder verlassen werden, 's,!</p>
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          <p>Vom östlichen Kriegsschauplatz. Tie deutsche Offensive in WolWm««. l TDP. Berlin, 26. Juni. Der Bericht­ erstatter des "Berl. Tageblattes" Hageier mel­ det vom östlichen Kriegsschauplatz unterm 25. Juni: Was die Kämpfe im Nordabschnitt der wohlhynischen Front angeht, so dauerte das Vorfluten der Russen vom' Sudosten bis zum 13, Juni an. An diesem Tage wurde ,die jetzt von uns gehaltene Front besetzt. In der Nacht vom 14. zum 15. Juni hat ein sibirisches Korps angegriffen, ohne jedoch! un­ sere Linie zurückdrängen zu können. AM 16. Juni haben abwechselnd wir und die Rus­ sen angegrifftert. In den unentschiedenen Ge­ fechten wurden beide Stellungen gehalten. Mit dem 17. Juni haben wir die Offensive über­ nommen und die Russen in der Teftenfive ge­ halten. Daß die russische Lawine so verhält­ nismäßig rasch! zum Stehen gebracht wurde, ist aN sich! Pion ein Erfolg. Darüber hin­ aus aber konnten wir an vielen Stellen an­ sehnlichen Raum gewinnen. Ein Vorstoß aus Südwesten in bgr Gegend von Gorochow hat uns in den Besitz von Kolhptow gebracht. Von dort wurden die Russen weiter nach Osten zurückgedrängt. Ebenso ist Zwinincze geommen und wir sind im Vormarsch auf BludoW begriffen. Bei Liponow, südlich! von Zubilno sind die ersten russischen Vorstellungen genom­ men worden. Tas Dorf Linewka, um das seit dem 21. Juni heiß gekämpft wurde, ist jetzt umzingelt worden. T«ie ersten Häuser sollest bereits genommen sein. Las Ende der russischen Angriffe Amsterdam, 26. Juni. Seit dem' er­ sten Jubel über das Vordringen der Russist ist es in der englischen Presse bedeutsam still geworden. Tie "Times" machen ihrem! gch preßtem Herzen noch einmal Lust, inbefmi ftcj betonen, daß bie russische Offensive in Eng­ land nicht die geringste Erleichterung gebracht habe. Tie Deutschen haben seit Kriegsaus­ bruch! viele Pläne verfolgt, dabei aber, gleich! wie notwendig sie an anderen Fronten ge­ braucht wurden, nie eine Schwächstug ihrer Westfront gestattet. Graf Bothmer hält die Stellung des österreichischen Zentrums au der Strhpa und tehe diese hartnäckigen Kräfte nichst eingeschlossen oder gemorsten werden, dürste kein entscheidender Erfolg erwartest werden. Weiter betont das Blatt die Verstärkung der Oesterveicher durch! die Teutschen und deutet an, daß. die russische Offensive zu Ende sei.</p>
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          <p>Ter bulgarische Bericht. Sofia, 26. Juni. Ter Generalstab teilt mit: Tie Lage auf dem mazedonischen Kriegs­ schauplatzgebiet ist unverändert. Es kam zu kleineren Gefechten zwischen Patrouillen auf der ganzen Front. Im Vardarabschnitt herrsch­ te das gewöhnliche Artilleriefeuer. Zwischen den Ortschaften Petka und Palmisch 'zersprengte unsre Artillerie ein feindliches Bataillon. — Feindliche Flugzeuge warfen auf die Felder im Mestatale und zwischen Porto Lagos und Tepedjik Brandbomben ab. Mafia in Erwartung -er deutschen Gäste. Sofia, 26. Juni. Die Vorbereitungen zum Empfang der deutschen Gäste sind im vol­ len Gange; aus den Straßen und Plätzen wer­ den Fahnenmasten errichtet, hier und dort er­ hält ein Haus, dessen Aeußeres während des Krieges gelitten hat, einen neuen Anstrich, überall erscheinen Vierbundsahnen. Allent­ halben herrscht fieberhafte Tätigkeit, die ver­ kündet: Sofia rüstet sich, um liebe und hoch­ geschätzte Gäste zu empfangen. Ruhe in Griechenland. Athen, 26.. Juni. Im' ganzen Lands herrscht Ruhe. Alle Meldungen über eine ge­ plante Abreise des Königs nach Larissa sind unbegründet. Tie griechische Postdirektion hat auf hohe Weisung die Verordnung erlassen, wonach die in griechischer Verwaltung ver­ bleibenden Telegraphenämter von der (in die Verwaltung der Vierverbandsmächte überge­ gangenen) Station Saloniki Telegramme nicht aufnehlmwn dürfen. Tie Fusel Dhasos von den Alliierten besetzt. Bern, 26. Juni. Ter Pariser "Matin" meldet aus Saloniki: Tie Insel Thasos ist end- Onrier fit Med«et«tzer». gültig von den Alliierten besetzt, deren Flotte beständig die bulgarische Küste im Aegäischen Meer beschießt. Am Balkan.</p>
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          <p>Der Krieg zur See. Ter versenkte italienische Hilfskreuzer ! Paris, 26. Juni. (Agenee Havas.) Am Morgen des 23. Juni wurde der italienisch« Hilfskreuzer "Citta di Massina" von einem Unterseeboot im Kanal von Otranto versenkt./ Ter ihn begleitende Zerstörer "Fou'rche" griff das Unterseeboot an, welches verschwand. Bald darauf wurde der Zerstörers "Fourche" selbst an der gleichen Stelle torpedieirt und versenkt. Fast die gesamte Besatzung wurde gerettet. 21 italienische Schlifft jn einem Monat 1 versenkt. B a s e l, 26. Juni. Tie "Basler Nachrichtten" melden aus Mailand: Wie der "CorrievH della Sera" berichtet, wurden vom 15. Mai bis zum 15. Juni durch feindliche U-Boots insgesamt 21 italienische Schiffe mit zusammen 45 500 Tonnen versenkt. (m.) Eine kühne Fahrt deutscher Seeleute A m st e r d a m, 26. Juni. Das "Handels­ blad" entnimmt den "Streite Times" folgen­ den Bericht, der bort den Militärbehörden in Singapore stammt. Ein Dampfer von ungefähr 4000 Tonnen kam am 14. Mai vor Bataviä an und hißte, als er aus der Reede von Tandjon die Anker fallen ließ, die deutsch« Handelsflagge. Es stellte sich heraus, daß die Offiziere Deutsche waren. Der Dampfest war in den Farben der britisch-indischen Dampf-; schiffährtsgesellschaft angestrichlen und von eng­ lischem Geschützfeuer beschädigt. Es ist ein deutsches Schiff, das aus irgendeinem Hasen, wo es Zuflucht gefunden hätte, geflüchett war.</p>
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          <p>befangene und gerecht denkende Beurteiler der Verhältnisse in den beiden Kolonien zugeben, daß Teutschland in der verhältnismäßig kur­ zen Zeit, in der es die Kolonie besitze, weit wehr für die Erschließung des Landes nach je­ der Richtung hin getan habe als die Engländer in ihrem englischen Besitz, und daß die deut­ sche Arbeit in dieser kurzen Frist überpajschesnd reiche Ergebnisse gezeitigt habe. Es sei da­ her den Engländern dringend zu empfehlen, sich die deutsche Verwaltung zum Muster und Beispiel zu nehmen und die Zeit weniger pjn Sport und Spiel, als mit ernster Arbeit hin­ zubringen.</p>
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          <p>sah, als" . . Er vollendete nicht, der Atem versagte ihm. — Nach einer Pause, während er wie irrsinnig vor sich h!ingestarrt hatte, nahm er das Gespräch wieder auf: "Ter Ma­ nichäer stand auf der Lauer, und es war nur ein Federstrich. Ich habe eine ganze Nacht Mit mir gerungen . . . der geladene Revolver lag neben mir . . . seitdem habe ich Mir schon oft das Hirn zermartert, um jmir die Vorgänge in meiner Seele in jenen schrecklichen Stun­ den ins Gedächtnis zurückzurufen . . . Ich weiß, nichts mehr . . Ich war nicht bei Sinnen. . Frühmorgens lag der Revolver im Kasten und der gefälschte Wechsel neben mir . . Ich habe dcknn immer mein Geld erhalten, mehr als ich habest wollte, es ging ihnen nicht schnell genug, daß sie mich ganz in die Hände be­ kamen. — Ich war nochi nicht mürbe genug/ Und ich nahm, was sie mir gaben, ich hatte ja nun nichts mehr zu verlieren, es war mir alles gleich." &gt; "Warum bist du nicht zu mir gesamten ? Ich war Ilses .Gatte, du hattest mich kennen gelernt, und wußtest, daß ich dir wohlwollte.." "Ilses Gatte ... ja, .bist du denn das heute noch? — Oder wie lange wirft du es noch sein? — Eure Ehe ist mir imter vor­ gekommen wie ein Rührmichnichtan, ich! würde nicht gewagt haben, eine Probe auf das Exem­ pel zu machen. Aber das ist alles keine Ent­ schuldigung für mich! Und daß ich! noch lebe, gewartet habe, bis ich dir selber meine Schande eingestehen mußte! ... Es schien mir so feig, Mich heimlich- zu drücken! Ich! habe gelechzt nach einer Beichte, ich habe mich! einchn Menschen in all meiner Schmach und Niedrigkeit zeigen müssen, das war wie ein Wahnsinn in meinem! Hirn, ich möchte, gepeitscht und mit Füßen ge­ treten werden, ich möchte zehn Tode sterben — nur nicht ins Zuchthaus . . . Dietrich. , , um deiner selbst und deiner Frau willen kannst du nicht wollen, daß. ich iutt Zuchthause ende." Vor Entsetzen war HenningsGesicht ganz ent­ stellt, in seinen .Augen brannte eine irre Angst: "Was ich jetzt durchkämpfe, ist schlimiMer als Folterqual:" "Und das ist erst der Beginn, du wirst noch Schlimmeres zu erdulden haben! — Weißt du, in wessen Händen sich deine Wechsel be­ finden?" "Doch sicher in .verschiedenen." "Nein, Bankier Heymann hat sie alle an­ gekauft." ■, Henning taumelte zurück.und sank kraft­ los wieder auf seinen Stuhl. . . "Leas Va­ ter?" "Ja, Leas Vater." Und mit Berechnung, fuhr er fort: "Tu kennst sie! Sie ist ein schö­ nes Mädchen und ein reiches Mädchen, und ich! wüßte wohl einen Weg der Rettung für dich . 4 . wirb um Kea Hehmanns Hand, du bist aus einer alten, angesehenen Familie." . . . Henning ließ, ihn nicht weiter reden: "Seine Scherze sind ^unmenschlich grausam!" «Ich scherze nicht, es ist in meinen Augen die einzig mögliche Lösung dieser schrecklichen Angelegenheit." "Nein!" rief Henning ungestüm. "Nie­ mals wird das geschehien .und wenn ich von hier aus sofort ins Zuchthaus wandern soll." "Warum — weil sie eine Jüdin ist?" "Tietrich, wer am Boden liegt, fühlt je­ den Fußtritt doppelt! — Ich würde mir lieber das Herz aus dem- Leibe reißen, als die Schmach! antun, daß ein Gebrandmarkter seine Augen zu ihr emporzuheben wagt." "Tann wirst du allerdings den Staats­ anwalt statt Leas wählen müssen, ein anderer Ausweg bleibt dir nicht — Kannst du dir nicht denken, daß shr Vater nicht ohne be­ stimmten Zweck seine Hand gerade auf dich ge­ legt 'hat? — Nun wohl, er wünscht dich zum Schwiegersohn." , Q-t: 1 (Fortsetzung folgt.) j { i [ J</p>
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          <p>Amerkia und Mexiko. Ter Truck -er Entente aus Mexiko. Newhork, 26. Juni. (Funkspruch des Vertreters des Wolfsbüros.) "Associated Pheß" meldet aus Washington: Es wird ein starker Truck von Vertretern europäischer Mächte auf Carranza ausgeübt, um ihn daran zu hindern, den Bruch, mit den Vereinigten Staaten zu erzwingen. Indirekte Berichte, die beim Staatsdepartement eingelaufen sind, sprechen von diesen Bemühungen und besagen, sie wür­ den möglicherweise erfolgreich! sein. Tie Ver­ treter der Ententemächte sollen für den Frie­ den tätig sein.</p>
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          <p>Scheu hindern würde, einen der Männer zu stören, von deren Arbeit das Leben der käm­ pfenden Söhne des Vaterlandes, von deren straffer Pflichterfüllung der Sieg abhängt. Sie arbeiten alle, ohne aufzuschauen. Be­ fehle gehen hinaus in die Trähie, die über Pfützen, Acker, Wald und Hügel die Verbin­ dung mit der Front herstellen. Meldungen kommen durchs diese seinen Fäden herüber und berichten, wie es vorn steht. Wenn wän lauscht, so hört man nur abgerissene Sätze, die wenig bedeuten. Hauptmann so Und so meldet, daß Punkt Nr. so und so viel erreicht sei. Tie da und da vorgegangene Sturmkolonne kommt gegen überlegen« Kräfte nicht weiter vorwärts. Alles das vereinigt sich wie die zusammenge­ hörenden Würfel eines Geduldspieles aus dem tn'it farbigen Linien und unzähligen Eintra­ gungen bedeckten vergrößerten Meßtischblatt, das auf einem Klappstuhl neben dem General liegt. Tas ist der Zauberspiegel, in dem sich jeder gewonnene Punkt, jedes erstürmte Stück Schützengraben alsbald ausweist. Hier ist zu lesen, wie die Schilacht in jeder Minute steht. Aber nur ganz wenige vermögen diese rätsel­ hafte Karte zu entziffern. So steht man mitten in dem geistigen Mittelpunket der Schlacht und sieht die Kamps­ leitung am Werke, ohne etwas von alledem zu begreifen; wie tnton unter einer emporge­ klappten Schädeldecke sein eigenes Gehirn wal­ len und "zucken sehen könnte und doch nicht lesen könnte, welcher Gedanke durch! die , Zu­ sammenziehungen und Streckungen der Hirn­ salten im Entstehen ist. Von hier gehen die Bermittlungsnerven nach vorn, wo auf dem Kampffelde die Glieder der großen Volkskörpep miteinander ringen. Sie melden, wo esn Glied in Gefahr ist zu erlahmen und Hilfe braucht, sie verkünden, wo der Weg frei ist zu erfolg­ reichem Vorstoß,. Als feinste Fühler sitzen da draußen in Granatlöchern oder eben genomme­ nen zerschossenen feindlichen Unterständen die Patrouillen und Schwarmkolonnen, die am dichtesten am Feinde sind und doch von der Schlacht weniger sehen und wissen als die flüsternden Arbeiter Hinten am Gefochtsstande. Bon diesen vordersten bis zum Regiments­ stabe ist die Verbindung am schwierigsten und Muß zumeist durch Meldegänger aufrecht er­ halten werden, Männer, deren Weg jedesmal eine Heldentat ist. Und noch' weit hinter ihnyn ist eine andere Schar von Helden für das Ge­ lingen der Schlacht ohne Waffe, aber in un­ ersetzlicher Wichtigkeit tätig. Tas sind die Fernsprech slicker, die ohne Deckung im Trom­ melfeuer hin und her laufen, um die zer­ schossenen Drähte zu fliesen und so die un­ erläßliche Verbindung zwischen Kopf und Glie­ dern ausrecht zu erhalten. Durch einen Artilleristen erfahren die zurückhaltenden Berichterstatter, die sich! vor­ genommen haben, durch kein Wort zu stören, zuerst die Tatsache, daß sich' unsere Sturm­ truppen bis südlich des Forts Vaux vorge­ arbeitet haben. Ter Offizier zeigt uns durch das Glas die Schrapnelle, mit denen die Fran­ zosen jetzt die Gegend südlich des Forts betz streuen, was nur bedeuten kann, daß dort jetzt unsere tapferen Stürmer liegen. Mau braucht kein Gebärdenspäher zu sein, um zu sehen, daß die Augen des Generals seit einiger Zeit begonnen habejn, froh zu leuchten. Und daß nun durch den moorigen Weg Se. Exzellenz der Herr Korpskommandemr selbst nach deM Gefechtsstande kommt, das hat gewiß etwas tzu bedeuten! (Kb.) W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter.</p>
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          <p>Tages-Uebersicht. Ein vernünftiges Verbot! Tie Kriegswirt­ schaftsstelle für das deutsche Zeitungsgewezvbe hat neben der Einschränkung des Zeitungspapierverbranchs angeordnet, daß die Aus­ gabe von Freiexemplaren verboten ist. Tas wird für alle Zeitungen ein großer Schmerz fein, die auf Grund ihr'er Freiexemplare mit Riesenauflagen den Leuten Sand in die Augen streuen. , i \ i ,</p>
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          <p>Wir ersuchen hierdurch alle unsere Abonnenten bis zum 1. Juli 1916 das Abonnement auf unser Blatt er­ neuern zu wollen. Neubestellungen können jetzt schon gemacht werden und werden jederzeit auswärts von der Post, in der Stadt von unseren Zeitungs­ trägerinnen und in unserer Expedition angenommen. Wie seither, so werden wir auch in der Folge über alle Vorgänge auf den verschiedenen Kriegsschauplätzen unsere Leser schnell und gewissenhaft unterrichten. Auch den Ereignissen der engeren Heimat wenden wir sorgfältigste Aufmerksamkeit zu. Wir dürfen deshalb erwarten, daß unsere geschätzten Abon­ nenten uns das bisher geschenkte Wohl­ wollen bewahren und durch Zuführung von neuen Abonnenten unseren Leser­ kreis erweitern helfen. Als unbedingte Notwendigkeit ge­ hört in jeden Hausstand eine gute Tageszeitung, um stets unterrichtet zu sein über die Vorgänge und Er­ eignisse der Gegenwart. In nächster Zeit werden wir aller Voraussicht nach wichtige Begebenheiten erleben, ob im Fortgang des Krieges oder in der Anbahnung des Friedens, und es wird doppelt notwendig sein, eineZeitung zu halten, die für Alt und Jung Jntressantes bietet. Unser "Kurier für Niederbahern" darf als vorzügliches Familienblatt empfohlen werden; der allgemeine Beifall, welchen die Leitung unseres Blattes gefunden hat, führt uns stets neue Leser zu. Durch die Post be­ zöge« ist der Vierteljshrespreis Mk. 1.80 (Zustellgebühr 43 Pfg), in «userer Expedition oder Filiale abgeholt 150 Mk , durch die Zeitungs-Trügeriu ins Haus gebracht Mk. 1.80. Einladung zum Abonnement für das 3. Quartal 1916. Preiserhöhung für Schloßfabrikate. Tie M. N. N. melden: Infolge weiterer Steigerung der Selbstkosten hat die Preisconvention be­ schlossen, die Verkaufspreise zur Deckung des Teuerungszuschlages um 20 Prozent zu er­ höhen, so daß, sich die Sätze für MöbelbeischlägS auf 60 Prozent für Bauschlöfser awf 50 Pro­ zent und für Schlösser ans 75 Prozent stel­ len. Die Beisetzung der Leiche des Generalfeldmarschalls v. d. Goltz fand in Konstantinopel unter großem militärischen Gepränge statt. Ten Sultan vertrat dessen Sohn Prinz Eddin Effendi. t Die Aussichten der japanische» Industrie. Tie japanische Zeitung "Höchst" veröffentlichst über die günstigen Ansfichten der japanischen Industrie bemerkenswerte, weil pessimistische Betrachtungen . Während des Krieges wurden in Osaka, Tokio, Jvkohmna u nd anderen größen Städten zahlreiche Fabriken zur Herstellung von Farben, Ehemikalien und anderen Erzeug­ nissen gegründet, die bisher in Japan nicht hergestellt wurden. Tie Fabrikanten sind nach ihren bisherigen Erfahrungen jedoch davon überzeugt, daß alle diese Unternehmungen nur provisorischer Natur sind, und daß die Fabirsken einen ernsthaften Wettbewerb mit den deut­ schen Erzeugnissen zu gewärtigen haben, so­ bald der Krieg fein Ende erreicht hat. Ter japanische Artikelschveiber warnt znM Schlüsse feine Landsleute, ihre neugegründeten Unter­ nehmungen in der Erwartung auf deren dau­ erndes Bestehen und Blühen allzu sehr auszu­ dehnen. Der Gedanke, nadji dem Kriege mit den eigenen Erzeugnissen dein Teutschen Im­ port verhindern zu können, sei töricht.</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Se. Mas. der König ist gestern vormittags nach! dem Kriegsschauplatz abgereist. Jhire Maj. die Königin hat sich gestern Vormittags 9 Nhr mit den Prinzessinnen Wil­ trud, Helmtrud und Gnndelinde zu etwa 14= tägigem Aufenthalt nach Schloß Wildenwart bei Prien am Chiemsee begaben. Die Besteuerung der Zivilliste, der Ge­ mahlin des Königs, der Königinwitwe, des zurückgetretenen Königs und seiner Gemahlin, sowie der übrigen Mitglieder des k. Hausess regte ein Antrag v. Haller (Soz.) an. Er wurde im Finanzausschuß der Abgeordneten­ kammer jedoch abgelehnt. Eierkartcn. Auch die Stadt Rosenheim hat jetzt Eierfarben eingeführt. Danach werden für die Familie jn der Woche 4 bis höchstens 10 Eier auf dem Viktualienmarkt abgegeben.</p>
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          <p>Allerlei. Hagelschlag im Theater. Aus mehreren Gegenden Ungarns werden Unwetter mit Ha­ gelschlag gemeldet. In Szarvas entstand im Theater infolge des Unwetters eine Panik, die sich noch' steigerte, als hühnereiergroße Schlo­ ßen das Dach durchschlugen und die elektrische Leitung versagte; viele Personen wurden auf der Flucht ans dem Theater ohnmächtig.</p>
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          <p>Tat bereits eingestanden Hat. Er hatte mit der Getöteten ein .Liebesverhältnis, das nicht Ähne Folgen blieb. Seine blutbefleckte Kleid­ ung wurde ihm zum Verräter. * Essenbach,, 25. Juni. (Plötzlicher Tod.) Ter 69 Jahre alte Austragssöldner I. Schmid von hier war vorgestern auf einer Wiese mit Heuaufladen beschäftigt. Plötzlich« fiel er vom Wagen Herab. Er wurde bewußtlos heimge­ schafft, wo er abends starb. Nach! ärztlichem Gutachten ist Schmid einem Schlaganfälle er­ legen. * Buch« a. E.» 26. Juni. (Eine schamlose Frauensperson.) Eine Tienstmagd aus einem benachbarten Orte besuchte ihre hiex bedienstete Schwester., Diese war jedoch! nicht zu­ hause. Inzwischen begab sich« die Besucherin nach kurzer Verständigung mit einem am Hofe anwesenden französischen Kriegsgefangenen in den Stadel, wo sie mit dem Franzosen in Geschletchsverkehr trat. Ter Wachmann über­ raschte die beiden, sodaß das schamlose Frauen­ zimmer seiner gerechten Strafe entgegensieht.^</p>
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          <p>'Itr. 172 "Zwiderwurz'n" über die Bühne, Während man abends das von Richard Manz frisch, aufge­ färbte Birch-Pfeiffersche Volksschau!sPiel"Goldbauer" unter der vielversprechenden Marke» "Ter Gamskönig" ins Treffen führte. Die effektreiche Dheaterromantik der guten Char­ lotte «hat sich heute überlebt und auch« die bühnengewandte fachmännische Hand des Hrn. Manz vermag mit der Neubearbeitung nicht darin Wandel zu schaffen. Derartige Stücke sind in dem Spielplan der Bauerntheater we­ nig am Platze. Tie einzelnen Darsteller wa­ ren sichtlich! bemüht, den Ernst des Stückes herauszukehren, wahrend das ziemlich schwach besetzte Haus ungern seinem Lachbedürfnis ent­ sagte. In den Zwischenpausen erfreute wiedex Max Göbel das Publikum durch gut gelungene, beifällig aufgenommene Zithervorträge. Hg. ' Lokales. Landshut, 27. Juni —* Das Eis erne Kreuz 1. Klasse wurde dem Vizefeldwebel des 23. InfanterieRegiments Herrn Paul Aaulhäber verlieehn. Ter Ausgezeichnete befindet sich gegenwärtig in einem hiesigen Lazarett, um von einer Ver­ wundung Heilung zu finden. —* Das Eis erne Kreuz wurde dem Sergeanten im 3. bayer. Feld-Artillerie-Regt. Herrn Karl Espach, Sohn des Herrn k. Oberslokomotivführer Espach, hier, verliehen. —* Das Eiserne Kreuz wurde dem Obermaschinistenmacht leflrves Unterseeboots, Herrn Franz Schrott, Sohn des Herrn Zug­ führers Schrott von hier verliehen. —* Der Titel und Rang eines kgl. Regierungsrates wurde dem ,Bezirks­ amtmann Heinrich Narziß in Kelhehm, früher an der kgl. Regierung in Landhut, verliehen, —* Den Heldentod für das Vater­ land starb Herr Alois Rottauscher, Waffelbäcker der Landshuter Bisquit- und Keksfabrik hier am 26. Mas. —* Aus dem F elde der Ehre fiel dex Infanterist im 20. Infanterie-Regiment Herr Thomas Stäringer, Sohn der Privatiere Stäringer von hier. —* Im Die nste des Vaterlandes ist tder im Januar bei der Hiesigen Ersatz,eskadrhn des 2. Schweren Reiter-Regiments eingerückte Rekrut Friedrich Einsiedl aus Memmingen hier gestern einem Unglückssall zum Opfer gefallene Einsiedl war beim Führen der Remonten untefc Aussicht des diensttuenden Offiziersstellvertre­ ters beteiligt. Das von Einsiedel geführte Pferd machte einen Sprung, wobei dieser mit solcher Wucht zu Boden geschleudert wurde«, und eine Schädelfraktur erlitt, an der er kurz nach seiner sofortigen Ueberführnng ins Garnisonslwzarett verstarb. Einsiedel war vor seiner Einstellung im Heeresdienste Anwaltsbuchihalter in Memmingen. . —* Beerdigung. Gestern vormittags wurde im stöbt. Friedhofe Herr Kaufmann Karl Geistbeck ft. zur letzten Ruhe bestattet. Ter Realschulabsolventenverein, tfle Liedertafel Landshut und eine größte Zahl anderer Leid­ tragender gaben dem Verblichenen das letzte Geleite, Herr Stadtpfarrcch Geistl. Rat To. Eirainer sprach erhebende T'rostesworste am offenen Grabe. Herr Hoflieferant Linnbrunnch) legte unter warmherzigen Abschiedsworten eine prächtige Kranzspende im Namen des Real­ schulabsolventenverbandes nieder, ebenso Herr K. Regierungsrat Hundemer für die Lands­ huter Liedertafel, die ihrem verstorbenen San­ gesbruder auch einen letzten Liedergruß weihte, —* Verkehr Mit Kriegsgefange neu • Ter Gastwirt ©tiegeier von hier war durch Strafbefehl wegen Vermittlung eines Brief­ verkehrs von Frauenspersonen an kciegsgeffangene Franzosen.zu 4 Wochen Gefängnis verurteilt worden. In der gestrigen Betzmfungsverhandlung am K. Amtsgerichte wurde Stiegeler nunmehr zu 20 Tagen Gefängnis verurteilt. * Das Mnsiskkorps des kgl. daher. 1. Schweren Reiter-Regiments' konzertierte kürzlich bei GeneralfeldmarschaU v. Hindenburg, welcher sich! eine Viertelstunde Mit dem Obermusikmeister KrümMel unterhielt und seine besondere Anerkennung über die tüchtigen mu­ sikalischen Leistungen der Kapelle aussprach.. Ter Generalfeldmarschall widmete He«rrn Krümmel seine Photographie mit eigenhändi­ ger Unterschrift als Andenken. — Herr Walde­ mar Krümmel ist bekanntlich ein Bruder des Herrn Obermusikmeisters Hermann Krümmel des hiesigen 2. Schweren Reiter-Regiments und hat bei unsrem Reitermusikkorps seine militärische Laufbähn begonnen. —* Einen Raubübersall verübten zwei hiesige junge Burschen, Ammer und Best, vor längerer Zeit an einem Bauern, den sie unter falschen Vorspiegelungen aus die Mittchwöhr gelockt hatten. Ammer wurde kurz daraus festgenommen, Beck, der inzwischen freiwillig bei der Marine eingetreten war, wurde jetzt dem hiesigen Gerichte zur Aburteilung zu­ geführt. , —* Die Nachfrage nach Kartoffeln ist jetzt noch immer groß. Leider konnte ein am Montag erwarteter Waggon Kartoffel nicht beigebracht werden. Doch, wird der Magistrat am nächsten Freitag wieder eine größere Menge Kartoffeln &lt;mt Markte zum Verkaufe bringen. Für die nächste Woche ist die Anfuhr eines Waggons Kartoffeln zu erwarten, sodaß für unsre Stadt insgesamt noch 400 Zentner Kar­ toffel zur Verfügung stehen werden. —* Die Landshuter Jugendwehr War mit ihren zwei Kompagnien am letzten Samstag abends nach Plattling gefahren. Von dort erfolgte noch nachts der Marsch! nach Bogen, wo am nächsten Vormittag eine Ge­ ländeübung mit den beiden Straubinger Jugendkompagnien stattfand. Nach der Uebung Marschiertem die Teilnehmer aus den Straubinger Exerzierplatz, wo noch eine Reihe Ueb­ ungen gemeinsam vorgenommen wurden. Hier­ auf erfolgte der Einmarsch in Straubing unter Vorantritt der Kapelle der dortigen Ersatzeskadron des 7. Chev.-Regts. Nach kurzer Ruhepause trat die Landshuter Jugendwehr die Heimkehr Mit der Bahn an. —* Die Sammelstellen des Vater­ landsdank, Bayer. Vereinsbank, Filiale Landshut, K. Bezirksamt (Kreissammelstelle), Stadtmagistrat, Zimmer Nr. 2, stehen auch, weiterhin der Opferfteudigkeit de&gt;x Spender geöffnet. Es ist wieder eine größere Anzahl von Erinnerungsringen eingetroffen, welche den Spendern nunmehr Zug um Zug ver­ abfolgt werden können. Es darf im Inter­ esse der Erfüllung des Zweckes de,r Samm­ lung, die Hinterbliebenen unsrer tapferen Hel­ den vor Not und Sorge zu bewahren, wohl die Bitte gestellt werden, der Sammlung "Va­ terlandsdank" in dieser schweren Zeit zu ge­ denken und entbehrliche Schmuck- und Wert­ gegenstände sowie Geldspenden an die oben­ genannten Sammelstellen abzuführen. —* Schisssjungenausbildung. Ter Teutsche Schulschiffverein stellt auf feindn Schulschiffen "Prinzeß Eitel Friedrich«" und "Großherzog Friedrich August auch, in diesem Herbste wieder Schiffsjungen ein. Für Kna­ ben, die der höheren Seelmannslaufbahn zu­ streben, sind 475 Mark Pensions- und Klei-, dergeld zu entrichten, während junge Leute, die mit der späteren Anstellung als Matrost) und Unteroffizier aus Handelsschiffen zufriedengestellt sind, in einem kürzeren Kursus un­ entgeltlich ausgebildet und auch kostenlos ein­ gekleidet werden. Tie Einstellungs-Bedingun­ gen sind bei der Geschäftsstelle des Teutschen Schulschiffvereins, Bremen, Herrlichkeit 5, zu evhalten. \ 1 Stadttheater. Am letzten Tonnerstag absolvierte das Original-Tegernseer Bauerntheater zwei wei­ tere Gastspiele. Nachmittags ging Maximilian Schmidts (Waldschmied) kerniges Volksstück</p>
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          <p>Letzte Posten. Russische Befehle. WTB. Berlin, 26. Juni. (Amtlich.) — Russische Boibaten, die dem (Stamme der Re­ gimenter 209 und 210 von der 53. russischen Division angehören und in den Kämpfen bei der Heeresgruppe Linsingen gefangen genom­ men wurden, sagten übereinstinimiend aus, sie hätten den ausdrücklichen Befehl gehabt, keine Teutschen gefangen zu nahmen, sondern aus­ nahmslos niederzumachen. Tiefe Feststellung erklärt, daß die russische Heeresleitung in ihrem amtlichen Bericht vom 22. Juni behauptet, die russischen Truppen gäben kein Pardon, da die Teutschen Explosiv-Geschofse verwendeten. Es bedarf keiner Versicherung, daß diese Be­ hauptung, wenn sie der russischen Heereslei­ tung zuging, eine nktjt§müvblge Lüge ist. Tie amtliche russische Erklärung entschuldigt so­ mit lediglich die Befehle russischer Kommando­ stellen, die das Licht der Oeffentlichkeit scheuen.</p>
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          <p>Handel und Verkehr. Nürnberg, 24. Juri. (Hopfen markt.) Die feste Haltung des Marktes hat unverändert an­ gehalten. Bei einer Wochenzufuhr von 300 Ballen kamen 450 Ballen zum Verkauf und zwar ca. 150 Ballen zu 40—45 Mark, wogegen der größere Teil von ca. 300 Ballen sich im Rahmen von 45—55 Mark bewegte.' Etwa 50 Ballen bessere und prima Sorten wurden zu 58-65 Mark gehandelt. An­ gesichts der ziemlich kleinen Lagerbestände sind die Eigner nach wie vor sehr zurückhaltend und der Preisstand aller Sorten sehr fest. Preise am 24. Juni für 50 Kilogramm: geringe Hopfen 35—42 Mark, mittet und gutmittel 45—55 Mark, prima einschließlich Siegelgut 58—65 Mark.</p>
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          <p>Literarisches. Bor 45 Fahren! Worte aus großer Ver­ gangenheit! Mit Einleitung von T«r. Paul Brönnle. Inhalt: Heinrich von Treitschke: "Was fordern wir von Frankreich?" E. du Vois-Reymond: "Ueber den deutschen Krieg". Rektorats-Rede 1870. Heinrich von Shbel: "Deutschlands Rechte auf Elsaß-Lothringen". Gras Münster: "Ter Friede von 1870". 148 S. 1.50 Mark. Krüger u. Co:, Verlag in Leip­ zig. Es ist in der Tat ein glücklich!er Ge­ danke, die unvergeßlichen Worte aus jenen großen Tagen heute zu nochmaliger Erwägung! vorzulegen. Fremdenlegfonär Kirsch«. Von Kamerun in den deutschen Schützengraben. Von Hans Paasche. Mit 15 Bildertafeln und einigen Textbildern.' Verlag August Scherl, G. m. b. H., Berlin. Preis geheftet 1 Mark, künst­ lerisch gebunden 2 Mark.</p>
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          <p>Ter türkische Bericht. Konstantinopel, 26. Juni. Tas tür­ kische Hauptquartier teilt mit: Jrakfront: Nichts von Bedeutung. In Südpersien griffen russische Truppen aller Waffengattungen im Schutze ihrer be­ festigten Stellungen am 23. Juni unsre östlich, Servil beim Schanzen begriffenen Abteilungen an. Ter Kampf dauerte bis zum Abend. Die Russen Myrten schließlich, unverrichteter Tinge in ihre Stellungen zurück, nachdem sie beträcht­ liche Verluste erlitten hatten. Eine uns über­ flügelnde russische Kolonne suchte getrennt un­ sere Truppen in dieser Gegend zu umfassen. .Sie wurde nach einem Gegenangriff gezwun­ gen, dorthin zurückzukehren, woher sie gekom­ men war. Unsre südlich dieser Gegend operierenden Truppen näherten sich der Umgebung von Ehilan. Die Russen wichen einem Kampfe aus und räumten die erwähnte Ortschaft. Sie zogen sich in nordöstlicher Richtung zurück'. Im Norden begegneten unsre aus Sineih vormarschierenden Truppen einem russischen Reiter-Regiment, schlugen es und fügten ihm große Verluste an Toten Md Verwundetein zu. Sie näherten sich auf der Verfolgung des Feindes Sineh. Kaukasusftont: Auf dem rechten Flügel und in der Mitte unbedeutende örtliche Feuerkämpfe. Auf dem linken Flügel nördlich Tschoroz richten wir die den Russen genommenen Stel­ lungen weiter gegen den Feind her. An anderen Stellen verßrlgen unsre Ab­ teilungen alle feindlichen Truppen, die von dieser Front nach der Küste fliehen. Sie neh­ men die zersprengten Feinde in {lernen Trupps gefangen. So nahm eine unsrer Aufklärungs­ abteilungen 33 Soldaten vom 19. turkesischen Regiment gefangen,. Am 24j Juni wurde ein bei Ariburun überfliegendes Flugzeug durch einen Angriff des ihm' entgegengeschickten türkischen Flug? zeuges gezwungen, in Richtung Jmbros zu fliehen. Ein die Insel Keusten überfliegendes Flugzeug warf wirkungslos Bomben auf die Umgebung ab. Es wurde durch das Feuer unsrer Abwehrgeschütze gezwungen, nach Mytilene zu fliehen. . Sonst nichts von Bedeutung. Die Türkei im Kriege.</p>
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