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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-07-18"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 192</biblScope>
          <date when="1916-07-18">1916-07-18</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Fortdauer der Schlachten an der Westfront. Vergebliche französische Angriffe bei Berdnn. — Die Russe» greife« an »er Dünafront an. — Russische Massenangriffe an der Kaukasusfront durch Sie Türke« abgeschlagen. Eine Kriegssparwoche in England. — Ministerkrisis in Japan. Im Westen verstärkten die Engländer ihr Feuer auf der ganzen Front zwischen dem Meere und der Anvre zu stärkster Heftigkeit'. Im Sommegebiet unternahmen sie auch! starke Angriffe, in deren Verlauf sie in Ouvillers weiter einzudringen vermochten, während süd­ lich! von Biaches noch lebhaft gekämpft wird. Nicht so gut ging es den Franzosen im Maas­ gebiet, die nicht nur trotze starker Angriffe feine. Erfolge erzielten, sondern sogar noch! Boden verloren. Auch! bei Oulches wurde ein französischer Angriff abgewiesen. Im Osten kam es zu neuen Kämpfen mit russischen Truppen westlich und südlich von Riga, besonders bei Katerinenhof. Tie Armeen Linstngen hielten einen russischen Vorstoß durch einen Gegenangriff auf. Doch wurden unsere Trüppen zur Verkürzung der Front ohne wei­ tere Belästigung durch; den Feind hinter die Lipa zurückgenommen. Russische Angriffe an anderen Stellen wurden glatt abgewiesen. In der Bukowina wurden russische An­ griffe unter schweren Verlusten für die Rus­ sen abgewiesen. i An der italienischen Front hielt die starke Artillerietätigkeit an. Zu Jnsanterieangrisfen kam es nur im Seebachtal, wo italienische An­ griffe zurückgeschlagen würden. In Italien sind Strömungen am Werke, um eine Kriegserklärung an Teutschland her­ beizuführen, was von der Ententepresse, be-. sonders in Frankreich! jubelnd begrüßt wird. Uns kann es recht sein, wenn unser ehemaliges Verbündeter den letzten Rest von Scham, ab­ legt. Tie schwedische Neutralität steht bald nur noch, auf dem Papier. Nachdem erst vor kur­ zem ein russisches U-Boot auf schwedischem Seegebiet zwei deutschte Tampser torpediert hatte, hat neuerdings ein feindliches U-Boot einen deutschen Tampser in schwedischen Ge­ wässern versenkt. ,</p>
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          <p>Bericht des deutschen Hauptquartiers. WTB. Berlin, den 17. Juli. Mittags, xGroßes HauptquarMer.)</p>
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          <p>Westlicher Kriegsschauplatz. Zwischen dem Meere und der Andre stei- | gerten die Engländer an mehreren Stellen I ihr Feuer zu größerer Heftigkeit. Im Sommegebiet blieb die Artillerietätig­ keit beiderseits sehr bedeutend. Es ist zu feindlichen Teilangriffen gekommen, in denen die Engländer in Ouvillers weiter eindrangen I und die südlich! von Biaches zu lebhaften Käm­ pfen geführt haben, im übrigen aber schon im Sperrfeuer scheiterten oder in demselben nicht zur vollen Entwicklung kamen. . Tie Zahl der im Kampfe um Braches gemach!ten Gefangenen erhöhte sich aus $ 4 Offiziere, 366 Mann. I Tie am "15. eingeleiteten größeren An-, griffe östlich! der Maas wrrrden bis fjteute mor­ gens fortgesetzt. Erfolge erzielte der Gegner in dem blutigen Ringen nicht, sondern er büßte an einigen Stellen Boden eiü. An der übrigen Front keine Ereignisse von besonderer Bedeu­ tung. Ein französischer Vorstoß im Anschluß an eine Sprengung nördlich! von Oulches wurde abgelmiesen. Wir sprengten mit gutem' Erfolge auf der Combreshöhe. Eine deutsche Patrouille brachte bei Sau# feoicourt (Lothringen) einige Gefangene ein. Am 15. sind außer den gestern berichteten zwei weitere feindliche Flugzeuge außer Ge­ fecht gesetzt worden, das eine im Luftkampf hinter der feindlichen Linie südlich best SomMe, das andere durch! Abschuß von der Erde bei Treslincourt in unserer Front.</p>
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          <p>Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Ml Seueralfeldumrschalls M* Hiwdnudurg. Verstärktes Feuer leitete westlich! und süd­ lich! von Riga, sowie an der Tünafront russi­ sche Unternehmungen ein. Bei Katerinenhof, südlich! von Riga, grif­ fen starke feindliche Kräfte an. Hier hat sich ein lebhaftes Gefecht "entwickelt. Heeresgruppe des GeueralseldUrarschalls Prinz Leopold tarn Bayern. Keine wesentliche» Ereignisse. Heeresgruppe des Se»eraks v. Liusiuge». Südwestlich! von Luck wurde durch einen deutschen Gegenstoß der feindliche Angriff angchälten. . Tie Truppen wurden daraufhin zur Ver­ kürzung der Verteidigungslinie ohne Belästi­ gung durch den Gegner Hinter die Lipa zurück­ geführt. i , An anderen Stellen sind die Russen glatt abgewiesen. ' j Armee des Generals Grase» von Bothmcr Die Lage ist unverändert. Balkan-Kriogsschnnplatz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung.</p>
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          <p>Ein Mitschuldiger des Serajewoer Attentates. Sa lzbürg, 17. Juli. Wie Salzburger Blätter melden, ist auf Grund der in Nisch vorgefundenen Briefschaften als Mitschuldiger an dem Serajewver Fürstenmord auch der serbische Oberst Radowich festgestellt worden, der sich in dem Gefangenenlager Oröding be­ findet. Er Wurde nach, Serajewo gebracht und wird dem Kriegsgericht überstellt werden. Ra­ dowich ist einer jener Ehrenmänner, die auch an der Ermordung des Königs Alexander und der Königin Traga beteiligt waren. Norwegen unter Englands Joch. Kopenhagen, 17. Juli. Nach! einem Telegramm der Nationaltidende aus Kristia­ nia werden jetzt von englischer Seite auch dejr norwegischen Mehleinführ aus Amerika Hin­ dernisse in den Weg gelegt. Tie englische Bot-' schaft in Washington teilte der norwegischen Mmerikalinie mit, daß. für die Mehleinführ. nach Norwegen keine weiteren Erlaubnis­ scheine ausgestellt werden könnten, da die Ein­ führ jetzt unverhältnismäßig groß sei. Tie Amerikalinie benachrichtigte sofort die nor­ wegische Regierung hiervon, worauf diese der norwegischen Gesandtschaft in London tele­ graphisch, ausführliche Mitteilungen über die norwegischen Einsuhrverhältnisse übermittelte. Eine Ministerkrise in Japan. Köln, 17. Juli. Tie "Köln. Ztg." mel­ det aus Kopenhagen: Nach einer amtlichen russischen Meldung aus Tokio ist dort plötz­ lich! eine Ministerkrise ausgebrochen. Minister­ präsident Gras Okuma habe dein Kaiser sein Abschiedsgesuch eingereicht, die Entscheidung des Kaisers sei jedoch noch nicht gefallen. Eine Anzahl hervorragender Politiker sei eifrig da­ mit beschäftigt, Stimmung für den General Terautscht, den derzeitigen Generalgoüverneur von Korea, als Nachfolger Okumas zu mächen. Terautschi habe sich bereit erklärt, die Bil­ dung eines neuen Kabinetts M übernehmen^ falls es ihm gelinge, die Mehrheit des Parla­ ments zu erlangen. Gerüchtweise verlautet, der.Rücktritt Okumas stehe im Zusammenhang mit dem soeben abgeschliffenen russisch-japanschen Abkommen, da einflußreiche politische Kreise Japans Gegner dieses Abkommens seien und Okuma Vorwürfen, durch, dieses Abkom­ men Jalpan in der Erfüllung seiner Aufgaben in Ostasien die Hände gebunden zu haben. Italienische Jnfanterieabteilungen, die im Seedacylar -oorgiugen, wurden zurückgewiesen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Ter stellvertretende Cbef des Generalstabe«: v. H o e f e r, Feldmarsch alleutnant. i * Ereignisse zur See. Ein Geschwader von Seeflugzeugen hüt in der Nacht born; 16. zum 17. ds. die Bahn-^ Hofsanlagen und militärischen Objekte von Treviso sehr wirkungsvoll mit 90, schweren und leichten Bomben belegt. Ein , Flugzeug wird vermißt. Flottenkommando.</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. Tie Lage vor Verdun. Genf, 17. Juli. Zu den Angaben der Times, wonach die Deutschen vor Verdun 2000 Feuerschlünde, darunter großen und schwersten Kalibers in Stellung gebracht hätten, sagt der Temps, die französische Heeresleitung könne diesem Geschützaufgebot kein gleichwertiges ent­ gegenstellen. Ferner sei die Munitionsspeilsüng einer so großen Geschützmaffe für die Franzosen im Abschnitte von Verdun mit außerordentli­ chen Schwierigkeiten verknüpft, da die Eisen­ bahnlinie Lerouville—Verdun unter demFeuer des von den Teutschen besetzten Forts Camp de Roumaines liege. &lt;Z.) Tie letzten französischen Reserven Bern, 17. Juli. Ter "Temps" berichtet: Tie zurückgestellten und befreiten Dienstpflich­ tigem, die bei der letzten Untersuchung für nicht tauglich befunden würden, müssen ernt 7. Au­ gust einrücken. Dieses gesamte Kontingent aus den..Jahrgängen 1913 bis 1917 umfaßt un­ gefähr die Stärke einer normalen Klasse. Tie jungen Leute des Hilfsdienstes würden dem Konttingent des bewaffneten Dienstes sehr bald folge;«. v Tie englischen Verluste. London, 17. Juli. Tie Verlustlisten vom 14. und 15. Juli verzeichnen die Namen von 423 und 417 Offizieren. Davon find 130 bezw. 138 gefallen oder infolge ihrer Ver­ wundung gestorben. (Z.) Tie englischen Verluste bei Bazenti«. Amsterdam, 17. Juli. Ter Bericht­ erstatter der "Times" beim' britischen Haupt­ quartier meldet seinem Blatte, daß die Eng­ länder die größten Verluste bei der Erobe­ rung der zwei Wäldchen bei Bazentin hat­ ten, die von den Teutschen mit einer großen Zahl von Maschinengewehren verteidigt wor­ den waren.</p>
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          <p>Vom östlichen Kriegsschauplatz. Verschiebung der Vrussilvnmrmee? Bukarest, 17. Juli. Laut russischen Meldungen geht ein Teil der Armee des Ge­ nerals Brussilow aus der Richtung von Telatyn nach, Radworna vor, um hiev den Kampf mit den starken österreichisch-ungarischen Trup­ pen aufzunehmen. (Z.) Von der Bukbwina-Front. Az Est meldet, daß die an der Bukowiner Front stattfindenden Kriegsvperationen mehr als lokale Bedeutung haben. Mit dem Uebergang der österreichlsch-ungarischenTrüppen über die Moldawa haben wir unsere Stellungen um mindestens 30 Kilometer nach, Norden vorgeschobem. (Z.) Tie russische« Verluste. Aus Petersburg wird den Basler Blättern gemeldet: Nach, den amtlichen russischen Listen beträgt die Zahl der seit Beginn dev großen Offenssive gefallenen Mannschaften ungefähr 350 OOO Mann, die Zahl der gefallenen Offi­ ziere weit über 15000 Mann, worunter sich! 18 Generüle und 31 Regimentskommandeure be­ finden:. (Z.) Tie russischen Brandstifter. J;a sfy, 17. Juli. Ter Berichterstatter der Odpinia meldet von der Grenze: Tie bei Kirlibmba gefangenen Kosaken sagen übereinstimmeend aus, daß sie von ihren Vorgesetzten den Mefehl erhielten, sämtliche Ortschaften, die sie räumten müssen, in Brand zu stecken. (Z.)</p>
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          <p>Der Krieg mit Italien. Nteue Beiweise für den Trcubruch. Wien, 17. Juli. Ein Aufsatz der "Neuen Freiem Presse", der überaus treffend Tittonis Pariser Rede zerpflückt, bringt die interessante in dem militärischen und diplomatischen Ver­ öffentlichungen nicht enthaltene Mitteilung, der G»eheimsekretäx des italienischen Auswär­ tigen Amtes habe unter dem erschütterndest Eindrmcke der Belege unserer Rote an Serbien den diefensiven Eindruck unseres Vorgehens ausdrürcklich anerkannt und die Ermächtigung des Marchese di San Giuliano erbeten und erhaltsn, dem Botschafter von Mereh zu sa­ gen, d»aß er die Weigerung der italienischen,Regierung, ihre Bündnispflichten zu erfüllen, für nnrgerechjtfesttigt und verfehlt halte. Tas Auswäirtige Amt bestätigt die Richtigkeit die­ ser Mitteilungen. ' Ein italienischer Ministeprat. 93 er n, 17. Juli. Ter italienischen Presse zufolge, erörterte der gestrige Ministerrat die Beziehmngen Teutschlands zu Italien. Der "Corriere della Sera" schreibt: Sonnino gab seinen Kollegen eine klare und erschöpfendö Darstellung über die jüngsten! feindseligen Handlungen der Berliner Regierung und zeigte dabei deutlich, daß der Anstoß dazu ausschließ­ lich von Deutschland ausgehe. Boselli habe die Ausführungen Sonninos bestätigt. Dem Mi­ nisterrat Wüpde der Vorschlag unterbreitet, die von Teutsch,land eingestellten fälligen Zählun­ gen durch, Maßnahmen der, italienischen Re­ gierung zu regeln. Orlando und Seialoja Wäl­ len die juristische Seite der Frage beleuchtet haben. Ferner soll defr Ministerrat die gegen­ über Deutschland anzuwendenden Vergeltungsmaßnähwen beraten haben. Ter "Corriere della Sera" erwartet bei diesem Anlaß die ersten amtlichen Miteilungen über die Ab­ sichten der italienischen Regierung. Tas Tnrstgcspenst im italienischen Heer. Unter welchen Qualen des Ertragens von Sonnenglut und Turst die italienischen Sol­ daten auf der Hochebene zu leiden hüben, schil­ dert anschaulich ein Kriegsbericht der "Stampa": Tiefe ganz mit Grün bekleidete Hochebene ist ein zerklüfteter Felsen. Man sieht kein laufendes, sprudelndes, singendes, leuch­ tendes Wasser; es verbirgt &gt;sich jm Innern, dem Auge unsichtbar und dadurch unnütz. . .! Tagsüber war es sehr heiß, und die Nächst war schwül. Tie marschierenden Truppen ver­ langten nach! Wasser. Tie Gegend war verödet, die Wirtshäuser geschloffen. An den Brunnen entstanden ungeheuerliche Ansammlungen, Sol­ daten aller Waffengattungen streckten ihre Feld­ flaschen nach dem Wasserstrahl aus, Versuchten ihre Eßnälpfe zu füllen. Und mit den Menschen wollten auch! die Tiere trinken: Hunderte von Eseln, die Pferde der Ajrtilleriezüge und selbst die Maschinen und die Automobile verlangten nach, Wasser. Tie Truppen in den Schützen­ gräben wären vom Morgen bis Aum Sonnen­ untergang den heißen Sonnenstrahlen ausge­ setzt, gleichsam in sengende Glutöfen begraben, die von keinem Lufthäuch, durchweht wurden. Ter steinige Boden, in den die Schützengräben hineingehauen find, erhöhte noch! die Glut, und der Staub, der Mangel an Reinlichkeit und Schlaf dörrte die Menschen aus. Auch da oben hatte nun der Stellungskampf begonnen, der eine der furchtbarsten Erfindungen des modernen Krieges ist. Es wajr nicht der Tod, den man fürchtete, sondern die tagtägliche, un­ unterbrochene Härte dieses Lebens, der Arbeit, des Lauerns, der Unbequemlichkeiten und der Entbehrungen. Ter unerträgliche Aerger über die kleinen Schmerzen und allerhand böse Fol­ gen des "Schmarotzerlebens" begannen. . ." (3)</p>
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          <p>Am Balkan. Tier Bock als Gärtner. Ter von der rumänischen Regierung zum Ankauf von Kupfervitriol nach- London ent­ sandte englische Staatsbürger John Brown ist nach, einer Meldung des Steagul mit dem ihm anvertrauten Betrag von 400 000 Lei aus England durchgebraynt. (Z.) Griechenlands Bedrängnis. Bern, 17. Juli. Tas "Petit Journal" meldet aus Athen: Zwischen General Sarrail und den griechischen Militärbehörden würde ein Einvernehmen getroffen, nach dem die we­ gen ihres Angriffes auf einen Redakteur in Saloniki verhafteten griechischen Offiziere in den Ruhestand versetzt und disziplinarisch! be­ straft würden sollen. Antivenizelistische Kundgebung in Athen. Zürich, 17. Juli. Am 15. ds. fand in Athen vor der französischen Botschaft eine heftige antivenizelistische Kundgebung statt. Einzelheiten darüber werden von der italieni­ schen Zensur unterdrückt. Venizelos ist in Athen eingetroffen.</p>
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          <p>Die Türkei im Kriege. Ser türkische Bericht. Konstantinopel, 16. Juli. Tos tür­ kische Hauptquartier teilt mit: An den Fronten im Irak und in Persien keine Aenderungen. An der Kaukasusfront eröffneten unsere vorgeschobenen Trüppen an einigen Abschnit­ ten wächst des Zentrums Angriffe, die für uns glücklich! Verliesen. Im Zentrum hatte die Schlacht die Form eines zeitweilig aus­ setzenden Artilleriegefechtes angenommen. Tie örtlichen Kämpfe dauern 'fyte'r fort. Nörd-, lich von Tschorük sind auf dem linken Flü­ gel alle in dichten 'Massen unternommenein feindlichen Angriffe zum Scheitern gebracht tarorben. Tie Russen erlitten beträchtliche Ver­ luste. Ein feindliches Bataillon würde bei einem dieser Gegenangriffe umzingelt und vollständig vernichtet. Sonst ist nichts zu melden. Neue Kämpfe bei Trapezunt. Aus Petersburg wird dem BudapesterPol. Hir gemeldet: Nowöje Wremja meldet: Aus der Front in Tpapezunt hüben die russischen Truppen ihre Tätigkeit gegen die Türken be­ gonnen. (Z.)</p>
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          <p>Der Krieg mit England. Kriegssparwoche in England. London, 17. Juli. Reuter meldet, daß gestern die Kriegssparsamkeitswoche begonnen hat. Tie Prediger wiesen in den Kirchen auf die dringende Notwendigkeit für jedermann hin, sparsam zu sein, und Kriegsanleihe zu zeichnen. Ter Schanzkanzler richtete an den Vorsitzenden des War Saving Comittee, von dem die Bewegung ausgeht, ein Schreiben, in dem er erklärt, daß die Gedanken der ganzen Nation bei der Offensive der Alliierten wei­ len. Es händle sich! nicht um eine Schlacht von ein paar Tagen, sondern um den Be­ ginn eines langwierigen, Geduld und Hart­ näckigkeit erfordernden Kampfes. Ter Schatz­ kanzler forderte die Zivilbevölkerung auf, sich auf die größte finanzielle Anspannung in der Geschichte Englands gefaßt zu machen und Selbstverleugnung zu üben. Hornerule-Gjeheimüisse. Tie Times erklärt zu den letzten Erklär­ ungen Lord Landstownes und Redmonds, die Wolke von Geheimnissen, mit der die Minister und namentlich Asquith die Frage der Home­ rulebill verhüllt haben, gäbe 'Anlaß, zu aller Art von Verdächtigungen und Mißpexständnissen. (Z.) Tier englische pochadct schränkt sich ein. Tie zunehmende Verteuerung der Lebens­ mittel zwingt nicht nur die englischen Volks­ und Bürgerweise zur Sparsamkeit, sondern wirkt in gleichem Sinne auch ans die Kreise des Hochgdels, der sich bisher der üppigsten Lebensweise befleißigte. So hat beispielsweise Lady Juliet Tuff das bisherige Frühstück beseitigt und läßt statt der reichen Speisefolge, die früher aufgetragen würde, heute nur noch eine Kleinigkeit Fleisch, und führ viel Käse reichen. Eine andere bekannte Dame der hohen Londoner GesÄlschaft, Lady Cornelia Wenborn, hat sogar eine dem Spavsamkeitszweck dienende Liga gegründet, die sich "Women's War Economy League" nennt und deren Vorstand u. a. die Herzogin von Bedford und die Marchtonaß von Ribon angehören. Tie in der Liga vereinten Tamen müssen sichl auf Ehrenwort verpflichten: 1) ihre alten Klei­ der ohne Rücksicht auf die Forderungen der Mode aufzutragen, 2) nur zu Fuß zu gehen und das Automobil lediglich, zu benutzen, wenn es sich! um eilige Bestellungen oder um Dienste der Wohltätigkeit handelt, 3) niemanden we­ der im eigenen .Hause noch&gt; im Restaurant als Gast zu bewirten, 4) keine Gegenstände des Luxus, die aus dem Auslande stammen, zu kaufen, 5) alle Dienerschaft bis auf eine ein­ zige Person zu entlassen. Nachdem sich die Tamen bereits verpflichtet haben, keine ge­ stärkten Hemdblusen, Kragen und Manschetten mehr zu tragen, ist jetzt auch, an die "Gentle-' men" die 'dringende Mahnung ergangen, auf die gesteifte Wäsche zu verzichten. England und der russisch-japanische Vertrag. Haag, 17. Juli. Lord Cecil sagte im Unterhaus, daß die japanische Regierung die englische über den Inhalt des russisch-japa­ nischen Vertrags vertraulich unterrichtet habe, bevor sie dessen Abschluß veröffentlichte. Tie englische Regierung habe Rußland und Japan ihr Einverständnis mit dem Inhalt vertrau­ lich ausgesprochen. Ter japanische Botschafter in London Mar­ quis Jnouje verlaßt nadEj; dreieinhalbjähiriger Tätigkeit London. Sein Nachfolger wird Su-. tont Chinda, der die letzten 6 Jahre Bot­ schafter in Washington war.</p>
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          <p>Der Luftkrieg. Warum keine Zcppelinflüge? In einem Artikel der "Köln. Ztg.", dev "Tie Vertrauensfrage" überschrieben ist, fin­ den wir eine Stelle, die um so mehr hervor­ gehoben zu werden verdient, weil die "Köln. Ztg." auf jener Seite steht, die die sogennannte Oppositon gegen den Reichskanzler nicht mit­ macht. i Tas Blatt mahnt von der Stellungnahme in Sachen des Unterseebootskrieges gegen den Reichskanzler ab vor allem aus dem' Grün­ de, weil es Disziplinlosigkeit ist. Das mag an sich! angehen, was jedoch bemerkenswert ist, das steht in folgendem Satze, der also lautet: Diese Stellungnahme mag ein Opfer an Ueberzeugung erfordern, das um so größer ist, als tatsächlich unsre Gegner, vor allem England, mancherlei Vorteil davon haben, daß unsre Unterseebootwaffe nicht voll gegen sie ausgenutzt wird, und als in weiten Kreisen der Argwohn besteht, daß sentimentale Emp­ findungen jene Entscheidung beeinflußt haben könnten. Dieser Argwohn — das läßt sich, nicht verkennen — gewinnt einen Schein der Berechtigung dadurch, daß zugleich mit dev Abstumpfung der U-Bootswaffe auich! die Waffe der Luftkreuzer durch! irgend ein Unverstand-, liches Etwas gelähmt zu sein scheint. Bet ihr fallen die Rücksichten auf die Neutralen^ die unsre Unterseeboote hemmen, focht, es ist daher weiten .Kreisen unerklärlich!, weshalb wir nicht unsre Zeppeline als Kriegsmittel zu den zerschmetternden Schlägen einsetzen, deren sie fähig sind, weshalb wir mit ihnen nicht die Baralongs für ihre zahllosen Schandtaten und die Franzosen für ihre grausamen Morde an deutschen Gefangenen und für den surchtbaven Kindermord von Karlsrühe züchtigen. Gründe ür diese Unerkläälchkeiten wer':; ,t uns vor­ enthalten, und das macht mißtrauisch. Tas ist eine der Ursachen, weshälb auch Männer, die nicht zu den Nörglern aus Passion und Lebensbedürfnis gehören, in dem Vertrauen erschüttert sind, daß die Einstellung des Unter­ seebootkrieges in seiner rücksichtslosen Form richtig ist. Vom Luftkrieg. Bern, 17. Juli. Ter "Agenzia Stefani" zufolge würden bei einer Unternehmung eines österr.-ungar. Flugzeuges gegen Spezia am 11. ds. 5 Bomben abgeworfen. 4 Personen wurden getötet und 20 verletzt. Tas Flug­ zeug, das seinen Weg über Mantua (und Parma nahm, kehrte über Paxma zurück.</p>
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          <p>weggenommen worden sind, also auf schwe­ dischem Gebiet. T«r unterseeisch« Handelsverkehr. Amsterdam, 17. Juli. Ein ExchaMeTelegrarnm aus Baltimore berichtet: Tie Lake Torpedo-Gesellschaft und der Newhorker Ver­ treter von Krupp haben beschlossen, in Ame­ rika eine Gesellschaft mit 100 Millionen Dol­ lar zum Bau von 5000 - Tonnen-stlnterseeboütten zu gründen, wvbei deutsche und amerika­ nische Patente benutzt werden sollen. (Eine Bestätigung dieser Meldung liegt bisher von keiner Seite vor. Tie Red.) (Z.) Köln, 17. Juli. Tie "Köln. Ztg."schreibt über den Bau der Bremer Handels-U-Boote: Wie lange solch! ein Bau dauert, wollen wir nicht verraten, aber wenn erwünscht, können während des Krieges noch viele solcher Blokkadebrecher hervorgebracht werden. Tie La­ dungen sollen vorerst nur aus Farbstoffen be­ stehen. Tie Frachtverdienste der Reederei hier­ an sind so groß, daß sich das ganze Schiff schon durch die erste Reise glatt bezahlt macht. Alle anderen Angebote auf Uebernahme von Frachten müssen abgelehnt werden. Tagegen sollen gewisse Wertpapiere, beten Beförderung im Bankverkehr vor sich, geht, als Frachten angenommen werden. Es besteht die Absicht, bei der Berliner Reichispost eine Zentralstelle einzurichten, die solche Dokumente zu sam­ meln hätte. Kopenhagen, 17. Juli. "DailyMail" hofft, daß es den englischen Kriegsschiffen ge­ lingen werde, die "Deutschland aus der Rück­ reise von Amerika abzufassen. Die Aussichten hierfür sind nach! Ansicht des Blattes günstig, da der Bau dem Fahrzeuge nicht gestatte, eher unterzutauchen, als bis es das Vorgebirge Virginiens passiert habe. Die "Deutschland" brauche, um spurlos unter der Oberfläche fah­ ren zu können, mindestens eine Tiefe von 12 Metern. (Z.) Versenkt. Lv ndon, 17. Juli. Tie englischen Dam­ pfer "Nopsa", "Sylvie", und "Exelesi Alto" wurden versenkt.</p>
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          <p>Zimmer zurück und lies. Das wird Dich, ab­ lenken von Deinen schlimmen Gedanken. Wenn Tu erst angefangen hast, läßt es Dich nicht mehr los, so wundervoll und interessant ist das geschrieben. Tu siehst alles vor Dir. Das ist ein Buch, über dem man alles vergessen kann. Mit dem Ausbessern der Wasche werde ich selbst fertig." Mit einem schwachen Lächeln nahm die junge Dame das Buch. Sie wußte, eine gute Reiselektüre hielt die Tante für die wirksam­ ste Arznei gegen alle Schmerzen. Und sie wollte ihr diesen Glauben nicht stören. Auch verlangte sie nach einem Alleinsein, denn ganz so ruhig, als sie scheinen wollte, war sie nicht. "Ich danke Dir, Tantchen, und will mich gleich an die Lektüre machen, wenn Tu mich nicht brauchst". Tie alte Dame streiche^^ ihr die Wan­ gen. "Nein, nein, ich brauche Dich nicht. Und Warte nur, meine Anne-Rose, wir komistvn schon noch zu irgend einer schönen Reise. Wer weiß, vielleicht gewinne ich in der Lotterie, dann reisen wir ganz sjchev." Anne-Rose lächelte. "Tu spielst doch gar nicht in der Lotteirie, Tantchen." ► &gt; k Sie hatte feinen Kuß, nicht nur geduldet, son­ dern auch erwidert und mit heiligem Schauer lütte sie den tiefen Ernst jener Stunde gefühlt und hatte sich! in tiefer Inbrunst gelobt, ihm ein treues, hingebendes Weib zu sein und Freud und Leid mit ihm zu tragen in mutigem Vertrauen. Und er? , Ein leichtes, frevles Spiel hatte er mit ihr getrieben. Ein gedankenloser übermüti­ ger Flirt wap ihm das alles nur gewesen, wie man ihn mit leichtsinnigen Mädchen an­ knüpft und wieder löst. "Wir sind doch! vernünftige Menschen, mein gnädiges Fräulein, die über solch! einen klei­ nen übermütigen Flirt, über' die luftige Tor­ heit einer selbstvergessenen Minute lachen." So hatte er zu ihr gesagt bei jenem Zu­ sammentreffen im Wintergarten. Diese Worte klangen ihr noch immer in den Ohren, wie ein grausamer Hohn. Wie ein Peitschenhieb in das Antlitz hatten sie gewirkt. Sie hätte aufschreien mögen in jenem Augenblick, hätte ihm ins Gesicht schreien mögen: "Wofür hälft Tu miid&amp;i, was tat ich Dir, daß Tu mich so beleidigst, mich so niedrig einschätzest?" Aber sie hatte geschwiegen und hatte unter ihrem Stolz versteckt, was sie gelitten hatte, i . | (Fortsetzung folgt.) . , , "Nochh, nicht, aber nächstens kaufe ich mir bestimmt eein Los." "Das hast Tu dir schon seit Jahren vorgenommem, ohne es auszuführen." Taut« Jettchen seufzte ein wenig. "Ja, ja, das Geld war immer toiebejt zu anderen Sachen nötig. Aber fetzt mache ich, es besttirnmt wahr. Und ich habe so eine feste Zuversicht, soviel gefolinne ich, daß wir zusammen eine hübsche Reise machen können. Nun geh aber und vertiefe Dich in Deine Lektüre, was ist schpn fast so schön wie eine Reise." , Anne--Rose küßte sie herzlich und ging hin­ aus. In ilhrem Zimmer angelangt, legte sie aber das Buch! geschlossen vor sich hin und ließ sich itn einen Sessel nieder. Müde stützte sie den Kwps in die Hand und starrte bofc stich hin, mit düster zusammengezogener Stiftn, Jetzt war sie ja allein und brauchte sich nicht zu berstellten. So ruhig und gefaßt wie sie scheinen wollte, war sie nicht. Wie eiüp neue Beleidigung und Demütigung erschiien es ihr, datz, Hans Rathenow,'seine Verlobungs­ anzeige g«schickt hatte. Sie fühlte fast wie einen körperlichen Schmeirz die Schmach!, die ihren Stollz demütigte. Sv gläubig und ver­ trauend hattte sie sich an jenem Abend in seine | Arme geschmiegt, sich als feine Braut fühlend.</p>
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          <p>Tages-Uebersicht. 1 an Magistrat und Stadtverordneteuversammlung d&lt;as Ersuchen gerichtet, eine Eingabe um Aufhebung des Heiratsverbots zu befürwor­ ten, die: sie an die Regierung absenden wollen. In bet; Bittschrift werden zahlreiche wirt­ schaftliche und soziale Gründe angeführt, die gegen d&gt;as Heiratsverbot der Lehrerinnen spre­ chen. Die Schöneberger Stadtverordneten wer­ den sich, voraussichtlich jschion demnächst mit der Eingab« besassen. NiZz« vor betn Bankerott. In einer Ver­ sammln ng der Stadtveroxdnuua in Nizza er­ klärte der Bürgermeister, datz angesichts der vollständig zerrütteten, trostlosen Zustände. Die Gefahr einer Bankerotterklärung der Stadtbertoaltung drohe. In einigen Wochen würde die Stadtkasse nicht mehr in der Lage sein, den an sie gestellten Anforderungen zu ent­ sprechen. Tie Stadt habe alle ihre Einnahme­ quellen verloren, und ihre Gäste, englische, ser­ bische, russische und italienische verwundete Soldaten, sowie Flüchtlinge aus dem besetzten Nordfrankreich, Serbien und Montonegro, ver­ zehrten die Gelder dep Stadtverwaltung. Das Landschloß des Königs von Griechen­ land fft durch einen Waldbrand im Walde von Tekelia vernichtet worden. Mehrere Offiziere und Soldaten kamen in bett Flammen um. Ter Brand konnte noch! nicht gelöscht werden und breitet sich! bei der herrschenden Türre noch, immer aus. Einer Radio-Meldung aus Achen zufolge, nimmt der Brand immer grö­ ßeren Umfang an. Das Feuer droht Athen zu erreichen. Die Zahl der Toten und Ver­ wundeten ist bei weitern größer als zuevst vermutet worden ist und wird auf mehrere hundert geschätzt. Unter ihnen befindet sich der Polizeikommissär Marussi, mehrere Offi­ ziere- und Unteroffiziere, Der Chef des Pri­ vatsicherheitsdienstes des Königs, dessen Ab­ setzung die Entente gefordert hatte, fand gleich°l falls unter den Trümmern des Königspalastes von Tatvi den Tod. Oberst Telapvrte erlag seinen Verletzungen. Ter Kommandant Metaxas, der sich, mit etwa 20 Soldaten in dem brennend en Schlosse der Königin Olga befand, konnte niicht gerettet werden. Sieben aus der Türkei gjeslüchtete Griechen wuvdenf wegen Brandstif tung festgenommen. — "Daily Mail" berichtet über den Brand des Sommerpalastes des griechischen Königs: Die meisten wertvollen Suchen umd Möbel würden rechtzeitig gerettet. Man hoffte, daß das Feuer an dem Mauso­ leum des Königs Georg vorübergehen würde, aber die "Pinien, die es umgaben, fingen Plötze lich! Feuer:, das auch die Kaipelle zerstörte. Prinz Alexander stürzte in das Mausoleum, um die Ueberrest« des verstorbenen Königs zu retten, aber die Flammen wurden zu gefährlich, und der Prin:z kam nur mit Hilfe seines Adju­ tanten wteder heraus. — Nach, einer Genfer Meldung der "Wiener Allgem. Ztg." sollen bei dem Brand des kgl. Schlosses in Tatoi die Vierverbandsmächte schwer belastet sein. (Wie zu erwärten war!) Es gewinnt den An­ schein, als ob der wachhabende Offizier vor? Ausbruch des Brandes aus dem Wege ge­ räumt worden sei. , (Z.) Wirren fn Nlarokko. Wie Pariser Blätter melden, hatten französische Truppen in Ma­ rokko nahe Chamel Allah harte Kämpfe mit einem über 8000 Mann starken Stamm, wo­ bei die Franzosen 7 Tote und 35 Verwundete: hatten. Tie Blätter erwähnen hiepbei, daß die angreifenden Stämme sich der Schützen-: grüben jrn Gefecht bedienten. Revolution in Mexiko? Petit Parisien meldet ans Washington das Gerücht von dem Ausbruche einer Revolution in Mexiko. Ge­ neral Trevino, der Oberbefehlshaber der Carranza-Armee habe gemeinsame Sache mitVilla gemacht. (Z.) weggenommen worden sind, also auf schwe­ dischem Gebiet. T«r unterseeisch« Handelsverkehr. Amsterdam, 17. Juli. Ein ExchaMeTelegrarnm aus Baltimore berichtet: Tie Lake Torpedo-Gesellschaft und der Newhorker Ver­ treter von Krupp haben beschlossen, in Ame­ rika eine Gesellschaft mit 100 Millionen Dol­ lar zum Bau von 5000 - Tonnen-stlnterseeboütten zu gründen, wvbei deutsche und amerika­ nische Patente benutzt werden sollen. (Eine Bestätigung dieser Meldung liegt bisher von keiner Seite vor. Tie Red.) (Z.) Köln, 17. Juli. Tie "Köln. Ztg."schreibt über den Bau der Bremer Handels-U-Boote: Wie lange solch! ein Bau dauert, wollen wir nicht verraten, aber wenn erwünscht, können während des Krieges noch viele solcher Blokkadebrecher hervorgebracht werden. Tie La­ dungen sollen vorerst nur aus Farbstoffen be­ stehen. Tie Frachtverdienste der Reederei hier­ an sind so groß, daß sich das ganze Schiff Lebcnsmittelbestandsausnahme. Tie ge­ plante Aufnahme findet, wie das "Berliner Tagebl." vernimmt, voraussichtlich am 15. Sep­ tember statt. Ein früherer Zeitpunkt ist des­ halb nicht möglich, weil eine derartige Er­ hebung, soll sie wirklich! zutreffend sein, um­ fassende Vorbereitungen erfordert. Es steht fest, daß sich die Vorratserhebung auch aus die Privaten Haushaltungen ohne jede Aus­ nahme erstrecken würd. Gegen das Heiratsverbot der Lehrerinnen. Tie städt. Lehrerinnen in Schöneberg haben</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Prinz Franz von Bayern, der vor eini­ gen Tagen auf kurzen Urlaub von der Front in München eingetroffen war, ist am Sonntag abends wieder an die Front abgereist. Tuych Allerhöchstes Gesetz vom 15. Juli 1916 wird die laufende Landtagswahlzeit um ein Jahr verlängert. Die Schafschur und das Wollgcsälle bei den Gerbereien wurden beschlagnahmt. T«r Kath. Lehrerinnenvercin in Bayern lehnte in seiner Kriegstagnng in München die Verheiratung der Lehrerinnen nach einer leb­ haften Diskussion ab.</p>
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          <p>Schwimmens Unkundiger ertrank. Ten zu Hilfe herbeigeeilten Mischern Schnee und Stapf gelang es zwar, eine Anzahl zu rette-n. 6 Arbeiter fanden aber ihren Tod in den Flu­ ten. Tier gestohlene Bismarck. Das Berliner "Tageblatt" meldet: Das Bild Bismarck auf dem Sterbebette ist, wie Sine Berliner Kor­ respondenz meldet, seinem Besitzer und Ur­ heber, dem Maler Emanuel Großer in Berlin-. Halensee gestohlen worden. Tem Künstler war seinerzeit durch Vermittlung von Schweninger ermöglicht worden, den Kanzler auf be'ttt Sterbebette zu malen. Es wurde Großer dann nachher der Vorwurf gemacht, er sei wider­ rechtlich in das Sterbezimmer eingedrungen, sein Lehrer Professor von Lenbach hatte jedoch damals *bie eidesstattliche Versicherung abge­ geben, daß Großer durch! seine und Schweningers Vermittlung die Erlaubnis von den Hin­ terbliebenen erlangt Hatte. Das Bild verblieb im Besitze Großers, obwohl sich zahlreiche Lieb­ haber fanden. Schließlich wurde es im Keller der Villa verwahrt. Kürzlich! machten die Großers,chen Eheleute die Entdeckung, daß in dem Keller eingebrochen und das Gemälde ge­ stohlen worden sei. Vor etwa 3 Wochen wurde außerdem in der drei Treppen hoch gelegenen Wohnung der Villa, während sich! das Ehe'paar eine Treppe höher im Atelier befand, wie­ derum eingebrochen und es wurden dabei zahl­ reiche Briefe entwendet. Alle übrigen Werigegenstände blieben unberührt liegen. (Z.) Ein Mafsenmeineidsprozeß. Nach acht­ tägiger Verhandlung verurteilte das Schwur­ gericht in München-Gladbach den Apotheker Jakob Herlet aus Thierfen zu 7 Jahren Zucht-, Haus. Er ist ein Schwager des verstorbenen Teilhabers von Kaisers Kaffeegeschäften. Er versuchte auf Grund gefälschter Verträge von Kommerzienrat Kaiser mehrere Millionen zu erlangen. Zu diesem Zweck hatte er eine Meineidsgenossenschaft gegründet, die, von ihm verleitet, einen Meineid nach dem andern schwor. Von seinen Meineidsgenossen erhiel­ ten der Kaufmann Friedrich Hansen 2 Jahre 16 Monate Zuchthaus, vier Frauen Gefängnis­ strafen von 6—15 Monaten, eine Frau Dr. Brunner aus Linz wurde freigesprochen. Ter Kaufmann Tanner wurde wegen dringenden Meineidsverdachtes im Gerichtssaal verhaftet. Hagelwetter in Rumänien. Ter in der Samstagnacht nach 14 tägiger anhaltender anormaler Hitze niedergegangene Hagel und Sturm verursachte an vielen Stellen der Wa­ lachei an Mais und Hafer beträchtlichen Scha­ den. Der Weizen, dessen Ernte fast überall beendet ist, blieb unberührt. Als Turchschnittsertrag wird halbamtlich 16 Hektoliter pro Hek- ‘ tar angegeben.</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. Straubing,- 17. Juli. f&lt;funbctollintt.) In Falkenfels würde gestern bei einem herren­ losen Hunde, der eine Reihe von anderen Hunden abgeraust Hatte, amtstierärztlich Tollwut festgestellt. Metten, 17. Juli. (Leichenfund.) .Vor­ gestern mittags fand der Bauer Josef Büchner von Mettenufer in der Tonau eine Leiche, welche französische Militärunisorm trug. Ter Ertrunkene dürfte in mittleren Jahren ge­ standen sein und lag schon mehrere Tage im Wasser. Nachdem die Gerichtskommission den Sachbestand aufgenommen hatte, wurde die Leiche im Friedhof in Metten beerdtgt. Es fanden sich keinerlei Erkennungsmittel bei der Leiche. ' * Neutir.chen hl. Blut, 15. Juli. (Vom Blitze getroffen) würde gestern bei einem hef­ tigen Gewitter der 14 Jahhe alte 'Schreiners­ sohn Alois Bacht von Vorderbuchberg, als er sich auf dem Heimwage vom Heuen befand. Er wär sofort tot. Neukirichien hl. Blut, 15. Juli. (Aus ver­ schmähter Liebe.) Ter epst seit kurzem ver­ witwete Häusler Stöcker von Obgrdörfl brach­ te sich! in der Nacht vom^ 10. aus 11. ds. Mts/ in Leming am Kammerfenster seiner Angebete­ cken zwei Schüsse mit einem Revolver bei. Er verletzte sich&gt; hierbei aber nur leicht am Kopfe. Motiv: Verschmähte Liebe.</p>
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          <p>herz deinen unerschöpflichen Edelsinn nun auch mit einer Spende zu Liebesgaben für bisher, vergessene Krieges. Wer viel hat, gebe viel; wer wenig Mt, gebe wenig. "Edel sei der Mensch, hilfreich und gut." Edle Gaben wer­ den auch! in der Filiale des "Kurier für Nieder-bayern", Altstadt, Linnbrunnerhaus, entgegen­ genommen und der Kreissammelstelle für die freiw. Krankenpflege im Kriege ihrem speziel­ len Zwvcke zugeführt. —* Jnvalidenunterstützungen bei der Feuer Wehr. Tas K. Staatsministe­ rium des Innern hat verfügt: TM Antrag des 'Bayer. LandesseuerwÄhjrausschusses ent­ sprechend wird gebilligt, daß, die Jnvalidenunterstützungen an jene Personen, die aus Anlaß des Krieges zum Heeresdienst einberufen wur­ den und insbesondere an solche, die im Felde stehen, während des Krieges fortbezahlt wer­ den. Nach! Rückkehr der Feuerwehrinvaliden wird die Frage der Invalidität neuerlich zu prü­ fen sein. Nach dem eingesandten Berichte sollen während des Krieges frühere Mitglieder von freiwilligen 'Feuerwehren, die das 60. Le­ bensjahr überschritten haben,'im Feuerwehrdienst verwendet werden. Hiergegen besteht unter der Voraussetzung keine Erinnerung, daß diese Aushilfspersonen genügende Ge­ sundheit und Rüstigkeit besitzen. Bei vor­ kommenden Unfällen im Feuedwehrdienst dür­ fen ihUen die satzungsgemäßen Unterstützungen gewährt werden.</p>
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          <p>vom 15. Juli 1916. Vorsitzender: Oberbürgermeister Hafra: M a rschail Unter Polizeiaufsicht wird der verheiratete Bauarbeiter Otto Wimmer nach, seiner Entlassung aus dem Zuchthause gestellt, in dem er eine Strafe wegen schwerer Kup­ pelei verbüßt. v Die t. Regierung erteilte der Meß­ stiftung der Wechselwärterswitwe Karolina Gärtner zur hl. Geiststiftung die Bestätigung. Eine Retortenlademaschine ist im hiesigen Gaswerk nur vorhanden. Ta diese den gesteigerten Anforderungen des erweiter­ ten Gaswerkes nicht mehr voll zu genügen vermag, soll eine zweite Maschine beschafft werden mit einem Kostenaufwand von 3150 Mark, die aus den noch; vorhandenen Rest­ mitteln für die Erweiterung der Gasfabrik zur Verfügung gestellt werden können. Wird genehmigt. Die Tafeln im Hofgarten, in denen die Bestimmungen über das Betreten des Hof­ gartens enthalten sind, sind schadhaft und sol­ len erneuert werden, wobei die Tafeln auch, in eine gefälligere Form gekleidet werden sollen. Hierbei beschwert sich der Hofgartenkommissär, daß sich, die Mannschaften des Gefangenen­ lagers der Trausnitz nichit an die Wege halten, sondern an den Hängen neue Fußwege schaffen und dadurch die Erdmassen ins Ilbrutfchen bringen. Es soll Beschwerde hiergegen erho­ ben werden. Dem Zirkus Barum wird die Ge­ nehmigung zur Veranstaltung von Vorstellun­ gen auf dem Viehmarktplatz erteilt, nachdem der Chef des 'Garnisonslazarettes keine Er-' innerung hiegegen erhoben hat. Most und Likör möchte infolge der Bierbeschränkung der Gastwirt Korbinian Koppaur "zum Hornung" zur Verleitgabe brin­ gen. Ter Ausschank von Most wird genehmigt, das Gesuch um die Berechtigung des Aus­ schankes von Likör dagegen abgewiesen. 27. Sitzung des Stadtmagistrats Landshut</p>
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          <p>Ter Scheck- und Aprcjchmungsverkehr im Tickn sie der Kriegführung. Als der Aufruf an das deutsche Volk er­ ging, alles Gold zur Reichsbank zu bringen zur Stärkung unserer Währung und Zahlungs­ bereitschaft, da Zögerte kein Teutscher, mit seinem Scherflein zu dem Erfolge beizutragen, den die Goldsammlung auszuweisen hat. Turch, die damit erzielte gewaltige Steigerung des Goldschatzes wurde die Reichsbank in den Stand gesetzt, die infolge des Krieges in außer­ ordentlich, gesteigertem Maße an sie herantre­ tenden Ansprüche des Zahlungsmittelbedarss durch, Ausgabe von Banknoten voll zu befrie­ digen, ohne die Jnnehaltung der ihr durch, das Bankgesetz gegebenen Teckungsvorschriften in Frage zu stellen. Tas ständig wachsende Bedürfnis an Zahlungsmitteln macht es aber wünschenswert, daß. die durch! die Goldsamm­ lungspolitik erreichte Stärkung der finanziel­ len Kriegsbereitschaft der Reichsbank auch weiterhin durch, geeignete Mittel gefördert wird. Ein solches Mittel ist vor allem die tun­ lichste Einschränkung im Verbrauch der Zah­ lungsmittel selbst. Hierzu sollte jederTeutsche, in der Erkenntnis, daß es auch, auf dem Ge­ biete des Zahlungsverkehrs für ihn eine pa­ triotische Pflicht zu erfüllen gibt, nach seinen Kräften dadurch, beitragen, daß er nicht höhere Geldbeträge mit sich, Mrumträgt, als unbe­ dingt für die Befriedigung der täglichen Be­ dürfnisse erforderliche ist, und sich! außerdem bei seinen Zahlungen nach, Möglichkeit der bar­ geldersparenden Zählungsmethoden bedient. Es unterliegt keinem Zweifel: Tie Ein­ bürgerung des Papiergeldes hat die Erschei­ nung gezeitigt, daß der einzelne größere Geld­ beträge als sonst mit sich herumträgt oder bei sich! zu Hause verwahrt. T-ieise ohne Not­ wendigkeit zurückgehaltenen, in der Gesamt­ heit Milliarden ausmachenden Beträge beein­ flussen unsere Währungsverhältnisse insofern ungünstig, als die Banknoten der Reichsbank entzogen bleiben und der Notenumlauf somit unnötigerweise höher ausgewiesen werden muß, als der wirklichen wirtschaftlichen Lage Deutschlands entsprechen würde. Durch Stei­ gerung des Notenumlaufs wird aber bei der Reichsbank das Verhältnis von Gold zu den Verbindlichkeiten — und die Banknoten sind solche — naturgemäß verschlechtert, und wenn dieser Umstand auch, rein materiell an unserer gef nuten Lage nichts ändert, so wird doch unseren Feinden, die uns unter Hinweis hier­ auf eine finanzielle Schwäche unterschieben wollen, eine Waffe der Verleumdung an die Hand gegeben. Wie können wir nun "an Umlaufsmitteln sparen?" Zunächst ist es Pflicht jedes Teut­ schen, sein Geld ohne Versäumnis in die Ban­ ken, Sparkassen ulfto. zu tragen, die bekannrlich d«en Teil, der nicht Umlaufszwecken dient, an die Zentralstelle — die Reichsbank — ab­ führen. Jeder Teutsche sollte daher ein Schpckunb Uleberweisungskonto bei einer Bank, Spar­ kasse, Postanstalt usw. haben, was ihm nicht nur «eine sichere Aufbewahrung seines Pa­ piergeldes, sondern meist sogar den Vorteil einer Verzinsung und die Möglichkeit bietet, seine .Zahlungen bequem auf bargeldlosem Wege zu erledigen. Namentlich, der Geschäftswelt erwächst Wer eine weitere vaterländische Pflicht der Erziehung: Noch, mehr als bisher soll sie darauif seihen, daß. größere Zahlungen im Wege der Uleberschreibung von Konto zu Konto oder durch, Scheck beglichen werden. Jede Hundertmarkraote, die hierdurch, als Umlaufsmittel ge­ spart wird, stärkt die Lage der Reichsbank und «damit das Ansehen unserer Markvaluta draußen. Ter Großverkehr bedient sich, ohne­ hin schon bei seinen großen Umsätzen Des ] Scheck- und Giroverkehrs, aber gerade im ' Kleinen wird hier noch, viel gesündigt. Es wäre zu wünschen, daß die deutsche Geschäfts­ welt durch, Angabe des Bankkontos aus den Briefbogen, Rechnungen usw. und durch Ueberdruck: "Zahlt durch Ueberweifung oder Schjeck" die Bewegung des bargeldlosen Zahlungsver­ kehrs förderte. Jetzt, nachdem wir Teutsche unsere Goldreserven in ifo außerordentlichem Maße gesteigert haben, gilt es, an der Verstär­ kung unseres Währungsgebäudes weiterzuar. beiten durch, tunlichste Einschränkung des Bar­ mittelumlaufs. Neben die Forderung: "Alles Gold in die Reichsbank" ist jetzt der Ausruf zu setzen: Banknoten» die nicht für den Verkehr unbe­ dingt notwendig sind, gehören in die Reichs­ bank, an ihre Stelle trete Schock und Ver­ rechnung!</p>
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          <p>Letzte Posten. Tie bisherige cnglis,^französische Offensive. Bern, 18. Juli. Tie Blätter betonen, daß die Kämpfe an der Westfront dem Angrei­ fer so geringe und strategisch, nicht günstige Ergebnisse gebracht Mben, daß man bisher von einem Scheitern des Angriffes, wenn man dessen großen Ziele annimmt, sprechen könne. (Z.) Wann schlägt die entscheidende Stunde? Zürich, 18. Juli. Ter "Tagesanzeiger" meldet indirekt aus Petersburg: In Bespre-' chung der Kämpfe der letzten Tage betonen die Militärkritiker, die Kräfte der Verbündeten seien bisher Nichit gebrochen. Erft wenn der Feind eine mögliche Umgrupp ierurH seines Kräfte vorgenommen habe, toiifrbe die entschei­ dende Stunde der Kräftemessung zwischen Ruß? land und den Zentralmächten schlagen. Von Nancy chaich Galizien im Flugzeug. Wien, 18. Juli. Tie "Krakauer Zeitung" meldet aus Pinczow über die Gefangennahme eines französischen Fliegerofsiziers: Soldaten bemerkten einen Flieger, beir auf einer Wiese nächst Kalwenczyn landete. Trotz, zweier Flucht­ versuche konnte er festgenommen Wehden, als der Propeller Jroieber die Arbeit begann. Ter Offizier war von Nancy gekommen und gab Rowno als Ziel seiner Reise an. Der Zweck war angeblich! das Abwerfen von Flugschriften über Deutschland und photographische Ausnah­ men. Tas Flugzeug ist ein Doppeldecker. Der Flieger hat eine Strecke von 1800 Kilometer zurückgelegt. Er verlor die Orientierung und landete jjb rei Stunden zu früh. Als er seinen Irrtum bemerkte und tote Nähe der russischen Front erfuhr, weinte er vor Aufregung. (Z.) Tie "Teutschland" und der englische Rivale. Bern, 18. Juli. Hiesige politische Kreise sind der Ansicht, daß durch die geglückte Fahrt der "Teutschland", des ersten Haüdels-Untqrseebootes, das hauptsächlichste Kriegsziel Eng­ lands unerreichbar geworden sei. Es müßte denn zur angestrebten Hestrschaft auf der See noch, diejenige unter dem Meere gewinnen können. (Z.)</p>
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          <p>Kriegsbriefe aus dem Osten. Berlin, 17. Juli 1916. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise verboten.) Russische Gegenangriffe nordöstlich Baranomtschi. Telegramm unsres zum Ostheer entsandten Kriegsberichterstatters. Baranowttschi, 16. Juli. Auf die wiedergenommenen Grabenteile östlich, Gorodischtsche.haben die Rüssen gestern wieder ein starkes vierstündiges Feuer gelegt. Auf die seht heftige Artillepievorbereiltung folgte dann bei beginnender Tunkelheit ein matter Jnsanterieangjriff, der nicht über die russischen Leichenfelder vom vorher­ gehenden Tage voriwiärts kam und schon itü Sperrfeuer zusammenbrach, trotzdem vor der wiedereroberten Stellung die Trahthindernisse natürlich nicht ausgebaut waren. Beim Durch­ suchen der Unterstände und Fuchslöcher sielen unsren Truppen noch! 6 russische Offiziere, die zum Teil verschüttet waren, und 10 Maschinen^ gewehre in die Hand. Stundenlanger heftiger Gewitterregen unterbindet augenblicklich jede Kampftätigkeit. • &gt; r (Kb.) Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter.</p>
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          <p>Städtische Schwimmschule. 18. Juli 1916. Luft . . 16 Grad C. Wasser . 15 Grad C.</p>
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