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        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-07-19"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 193</biblScope>
          <date when="1916-07-19">1916-07-19</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Bericht des deutschen Hauptquartiers. WTB. Berlin, den 18. Juli. Mittags. AroheS Hauptquartier.)</p>
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          <p>Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe de» GtzneralfeldmarschaNS voui Hkndenbnrg. Tie Russen setzten südliche und südöstlich von Riga ihre starken Angriffe fort, die vor unseren Stellungen blutig zusammenbrachen, oder da, wo sie bis in unsere Gräben ge­ langten, durchs Gegenstoß zurückgeworfen wur­ den. Heeresgruppe des Geueralseldmarschalls Prinz Leopold von Nähern. Keine besonderen Ereignisse. Heeresgruppe üeS Generals v. Linsiugen. , Tie Lage ist im allgemeinen unverändert. Russische Angriffe sind westlich und süd­ westlich von Luck glatt abgewiesen. Armee des Generals Grafen von Bothmer Abgesehen von kleinen Vorfeldkämpfen keine Ereignisse. Balkankriegsschanplatz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung.</p>
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          <p>Der österr.-ung. Heeresbericht. WTB. Wien, 18. Juli, mittags. — ' Amtlich wird verlautbart: Russischer Kriegsschauplatz. In der Bukowina und im Raume des Prislop-Sattels verlief der gestrige Tag ohne nennenswerte Begebenheit. Bei Zabie und Tatarow drückten die Rus­ sen unsre vorgeschobenen Posten zurück. An­ griffe auf unsre Hauptstellung scheiterten unter großen Feiud-Berlusten. Italienischer Kriegsschauplatz» Im Ortlergebiet wurde ein feindlicher An­ griff auf das Thürwieser Joch, abgewiesen. Die Stadt Riva, unsre Front zwischen dem Borcola-jPaß und dem Astaich-Tal, sox wie einzelne Abschnitte in den Dolomiten stan­ den unter lebhaftem Artilleriefeuer. &gt; An der Kärtner Front dauern die Ge­ schützkämpfe im Fella- und Raibler-Abschnitt! fort. Auch Malborghet wurde nachts von der italienischen Artillerie beschossen. Im Fratten-Graben (nordwestlich, von Pontebba) war abends starker Gefechtslärm hörbar. Von unsrer Seite befanden sich, bort keine Truppen im Kampf. An der Jsonzofront entwickelte die feind­ liche Artillerie, namentlich gegen den Göx-. zer Brückenkopf, eine xegere Tätigkeit. : Südöstlicher Kriegsschauplatz; Nichts Neues. ter stellvertretende Chef des Generalstabes r v. H o e f e r, Feldmarfchalleutnant.</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. * Stic englischen Verluste. Rotherdam, 18. Juli. Ter gestern aus London in Vlissingen eingetroffene Postdamp­ fer "Wilhelmine" begegnete unterwegs einer englischen Kriegsflotte, die wahrscheinlich mit jenem Geschwader eins gewesen &gt;sein dürfte, das die Heimbeförderung der bei den Kämpfen an der Somme verwundeten Engländer zu überwachen bzw. M besorgen hat. Dazu ver­ lautet gus bester Quelle, daß seit 2. ds. Tag für Tag zwischen 10—12000 ver­ wundete Engländer nach England zurückgcsandt werden. Man sieht also, welch! riesige Verluste die Engländer bei ihven Offensivversuchen bisher erlitten haben. (Z.) Russischer Nachschub im Westen. Bern, 18. Juli. Einer Pariser Havas- meldung zufolge ist ein neues Kontingent Rus­ sen in Brest gelandet worden. (Zh</p>
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          <p>Englische Hilfe für Italien. I Zürich, 18. Juli. Es scheint, daß Jtalien bei den letzten Besprechungen des ita­ lienischen Schatzministers in London einige Zu­ sicherungen evhalten hat, die den Abschluß eines Finanzvertrages, ein Abkommen Pefc -Munitionslieferungen und ein solches über Schiffsfrachten und Köh'lenlieferungen betref­ fen. Wie der römische Korrespondent der "Stampa" erklärt, hätten wider Erwarten die italienischen Vertreter in London viel aus­ richten können. Tie italienische Köhlen- und Lebensmittelversorgung sei bedeutend erleich­ tert und es seien Italien finanzielle Zuge­ ständnisse gemacht worden. Der Krieg mit Italien. Tie italienische Nachbarschaft der Schweiz. Lu gano, 18. Juli. Wie die "Stampa" erfährt, ist in Italien zu Verteidigungszwecken der Belagerungszustand über den TomodosjolaTistrikt einschließlich des Forts Simplon bis Pallanza erklärt worden.</p>
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          <p>Am Balkan. Tie Kosten der Saloniki-Expedition. Tie R. Zürcher Ztg. veröffentlicht einen Bericht aus Saloniki, in dem mitgeteilt wird, daß die Expedition bisher einen Betrag von mehr als 60 Millionen Fr. verschlungen habe. Für die wöchentlichen Auslagen der französi­ schen Truppen werde von Paris alle acht Tage der Betrag von sieben Millionen Fr. übermittelt, während englischerseits ungefähr fünf Millionen pro Woche verausgabt werden. Nicht eingerechnet sind dabei die Unterhal­ tungskosten für die serbischen Truppen. (Z.)</p>
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          <p>Russische Angriffe an der Düna abgeschlagen. Neue feindliche Angriffe an der Somme gescheitert. — Beschießung der englischen Lstlüste durch ein U-Boot. — Vergeblicher russischer Fliegerangriff am Rigaische« Meerbusen. Amerikanische Schutzmaßnahmen zur Abfahrt der "Deutschland". — Easemeuts Berufung verworfen. Im Westen wiederholten die Franzosen zu beiden Seiten der Somme nach! starker Feuervorbereitung ihre Angriffe, die aber unter großen Vexlusten für sie abgewiesen wurden. An der englischen Front kam es zu keinen Jnfanteriekämpfen. ' 1 Im Osten ist die russische Offensive jetzt anscheinend in Teilkämpfe zersplittert. Süd-» lich und südöstlich von Riga wiederholten sie ihre Angriffe, wieder vergeblich,. Auch bei Luck würden russische Voxstöße glatt abgewie­ sen, während es bei der Armee Bothmer nur zu Vorfeldkämpfen kam. In der Bukowina herrschte Ruhe. Bei Zalie und Tatarow haben die österr.-Ungar: Truppen russische Angriffe abgewiesen. An der italienischen Front wurde ein An­ griff der Italiener im Ortlergebiet abgewie-, sen. Sonst gab es nur ArtillerieMmpfe. Einen merkwürdigen Anhang besitzt der gestrige öfter* reichisch-ungarische Heeresbericht. Er sagt: Im Frattengraben (nordwestlich von Pontebba) war abends starker Gefechtslärm hör­ bar; von unsrer Seite befanden sich dort keine Truppen im Kampfe. Tie Italiener scheinen also dort selbst aneinander geraten zu fein nach, dem Muster der Engländer in beut "be­ rühmten" Kreuzergefecht an der schwedischen Küste, wo sie sich einige Schiffe gegenseitig lahm schossen und der Franzosen, die gegen die Garibaldiner schossen, weil sie dieselben für Feinde hielten. . , Drei russische Flugzeuge griffen unsere leichten Seestreitkräfte am Eingang zum Riga­ ischen Meerbusen an, wurden aber verjagt. Eines wurde abgeschossen. Unsere U-Bovte haben an der englischen Ostküste 7 englische Fischdampfer und 2 Fischer­ fahrzeuge vernichtet. Diese Schiffe üben be­ kanntlich!, wie alle englischen Fischerfahrzeuge, Bewachungs- und Meldedienst für 'die engli­ sche Flotte und den Luftdienst, gleichgiltig ob sie von der Admiralität gechartert sind oder nicht. Es ist daher eine vollberechtigte Auf­ gabe unserer U-Boote, diese Aufpasser zu be­ seitigen. Tie Eisenwerke von Seaham an der eng­ lischen Ostküste wurden von einem unsrer Un­ terseeboote mit Erfolg beschössen. Tie briti­ sche Admiralität meldete diesen Vorfall be­ reits am 12. Juli amtlich, während uns'rv Marineleitung anscheinend die Rückkehr unsres ) U-Bootes abwartete. Amerika trifft Vorbereitungen für die Ausreise der "Deutschland". Mehrere ihrer Torpedobote wjerden bis Cap Virginien pa­ trouillieren, um zu verhindern, daß die En­ tentebrüder ihre Drohung, die "Deutschland" innerhalb der Dreimeilenzone anzugreifen und dadurch die amerikanische Neutralität zu ver­ letzen, wähvzumachen imstande sind.</p>
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          <p>Auf dem nördlichen Teile der Front wur­ den an zahlreichen Stellen feindliche Patrouil­ len vor unseren Hindernissen abgewieschr. Eine unserer Patrouillen trolfjtn im engli­ schen Graben östlich von Vermelles 1 Offizier, 4 Unteroffiziere und 11 Mann gefangen. ; Zu beiden Seiten der Somme benutzten unsere Gegner den Tag zur Feuervorbereitung. Starke Angriffe, die sich abends und nachts gegen Pozieres und die Stellungen östlich, da­ von, gegen Biaches-Maisonette-iBarleux und gegen Sohecourt richteten, wurden überall unter großer Einbuße des Feindes zum Schei­ tern gebracht. Im Maasgebiet zeitweise lebhaftes Feuer und kleinere Handgranaten kämpfe. Oestlilher MMmpW. Heeresgruppe de» GtzneralfeldmarschaNS voui Hkndenbnrg. Tie Russen setzten südliche und südöstlich von Riga ihre starken Angriffe fort, die vor unseren Stellungen blutig zusammenbrachen, oder da, wo sie bis in unsere Gräben ge­ langten, durchs Gegenstoß zurückgeworfen wur­ den. Westlicher Kriegsschauplatz.</p>
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          <p>bei, tote Felddivisionspfarrer Ott mitteilt, «ine Ansprache, in der er sagte: Wir brauchen ein praktisches Christentum. Mit Spaziergängen in die Kirche alle acht Tage einmal ist es nicht? getan. Man muß, sich! täglich mit dem Herrn beschäftigen. Ter Kaiser Mach auch von dem, was das deutsche Volk um den Gewinn des Krieges bringen könnte, von der Passion zum Nörgeln und Kritisieren. Er habe den Ein­ druck, daß die Menschen, die jetzt im Schützen­ graben liegen, daheim andere sein wärden. Tie Geistlichen sollten ihnen einprägen, sie sollten das, w!as ihnen jetzt durch! Kopf und Herz geht, in die Zukunft mitnehmen. Russische Spionage in Skandinavien. Ueber die russische Spionage in Skandrnavien meldet die "Boss siche Zeitung" aus Stockholm, daß der Privatdozent der Peters­ burger Universität Popow! von der russischen Regierung zum Studium der Erz-und sonstigen Mineralreichtümer nach dem Norden Norwe­ gens abkommandiert wurde. Wenig verständ­ lich! sei es, daß Herr Päpow für seine Reise noch! zweier anderer Mineralogen bedarf, die sonderbarerweise gleichzeitig Offiziere des rus­ sischen Heeres sind, noch dazu in einer Gegend, wo Mineralogen nicht sonderlich viel finden könnten. Protest gegen die Teuerung in Holland. Am Sonntag fand in Amsterdam eine stark besuchte Protestversammlung gegen dieNahxungsmittelteuerung statt, an der die sozialisti­ sche Arbeiterpaxtei, der Niederländische Ge­ werkschaftsbund und der Bund der Arbeiter­ korporationen teilnahmen. Die Versammlung nahm eine ausführliche Entschließung an, in welcher es als die Pflicht der Regierung be­ zeichnet wird, Nahrungsmittel zur Verfügung zu stellen und sie &gt;zu verteilen, statt diese Pflicht aus die Schultern der Gemeindever­ waltungen abzuschieben, die doch nicht imstande seien, den Preistreibereien entgegenzutreten. (8* Japans Pläne in China. Petersburg, 18. Juli. In einer Un­ terredung erklärte der japanische Premier­ minister Okmna, in China werde in der näch­ sten Zukunft ein Kampf um die Macht zwi­ schen einzelnen Politikern entbrennen. Falls dadurch das Handelsleben gestört und die Aus­ länder gefährdet würden, werde Japan ge­ zwungen sein, die Ordnung gewaltsam her­ zustellen. Diese Hilfe werde sich! vielleicht aus die Versöhnung des Nordens mit dem Süden, sowie auf die Einsetzung eines neuen fähige­ ren Präsidenten beschränken. Falls China sich selbst an Jäpan wenden werde, werde Japan eine Annäherung beider Nationen versuchen und, falls Unruhen enfftünden, aus eigner Initiative Maßnahmen für die Wiederherstel­ lung der Ordnung »ergreifen. Ter japanische Ministerrat beschloß, einstweilen Liyucan-Hung seine moralische Unterstützung zu gewähren, weil er den aufrichtigen Willen zeige, Japan und China auszusöhnen. Tie Vermittlung Japans zur Aussöhnung der nördlichen und südlichen Provinzen habe bereits auf diplo­ matischem Wege begonnen.</p>
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          <p>Vom östlichen Kriegsschauplatz. Tie Kämpfe um Buezacz. &gt; Wien, 18. Juli. Das Krakauer Blatt "Czas" berichtet über die Kämpfe bei Buczacz: Von der Stadt Jaslowie, die einst so grüß wie Lemberg war, ist keine Spur mehr vor­ handen. Tie historischen Ruinen des Schlos­ ses, die altertümliche Kirche, das Schloß des Prinzen Pouiatöwski, sowie viele andere wert­ volle und geschichtliche Gebäude sind nach! der Besetzung von den Russen vollständig zerstört worden. Tie Lage in der Bukowina. Bukarest, 18. Juli. Aus Burduszeni wird gemeldet: Tie Lage der österreichisch-unga­ rischen TrUppen in der Buköwina hat sich ge­ bessert. In der gestrigen Nacht griffen die österr.-ung. Truppen die Russen westlich von Kimbolung an, wo sie die Russen einige Kilo­ meter zurückwarfen. Tie Russen erlitten furchtbare Verluste. Tie k. u. k. Truppen nah­ men 1000 Russen gefangen, darunter den rus­ sischen Oberst Atanäsieff und 22 Offiziere, ferner erbeuteten sie 18 Wagen mit Munition sowie 4 Kanonen, 6 Maschinengewehre, 5 Mi­ nenwerfer und 8 Lastwagen mit Proviant. Kerne Russengefahr. Budapest, 18. Juli. "Uj Hireg" meldet aus Bistritz: Ter Obergespan des Komitats Bestercze, Graf Bethlen, erklärte, die Heeres­ leitungen haben alle notwendigen Verfügungen getroffen, um die Russen aufzuhalten. Es ist keine Gefahr vorhanden, daß die Russen jemals wieder ungarischen Boden betreten. Serben in der russischen Armee. W i en , 18. Juli. Nach' zuverlässigen Mitteilungen vom galizischen Kriegsschauplatz ist nun festgestellt, daß »dort in der russischen Armee Serben kämpfen. Sie haben sich durch besondere Grausamkeit gegen verwundete und gefangene österr.-ungar. Soldaten hervorge­ tan. Russische Gewalttaten. "Gazeta Wieczorna" berichtet: Tie Mel­ dungen aus dem okkupierten Teil der Buko­ wina lauten immer trostloses. Tw Russen schei­ nen die rumänische Bevölkerung durch Brand­ schatzungen und Plünderungen provozieren zu wollen. Zu den barbarischsten Taten gehört die Beraubung des Klosters in Putna, eines für die Rumänen heiligen Wallfahrtsortes. Auch! die Klöster in Suczawiczy und in an­ deren Ortschaften in dev Nähe von Suczawa wurden gänzlich vernichtet. Trotz genauer Be­ zeichnung v^r rumänischen Grenze erfolgen außerordentlich! oft Grenzüberschreitungen und Zusammenstöße mit dem rumänischen Militär, das energisch! jede Grenzüb ejrschreitung zu ver­ hindern trachtet. Aus Suczawa wird berich­ tet, daß die Kosaken in Radowietz und Storozhniez furchtbar gehaust haben und diese Orte nahezu vollständig niedergebrannt hätten. ' Neueinberufungen in Rußland. "Az Est" läßt sich von der rumänischen Grenze berichten: Heute rückt die zweite Gruppe des russischen Jahrganges 1918 ein. Auch die Aushebungen der bisher vom Heeresdienst befreiten Schüler dieses Jahrganges hat be­ gonnen. — Aus Rußland treffen auf dem Kiliakanal massenhaft Flüchtlinge auf rumä­ nischem Gebiete ein.</p>
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          <p>Die Türkei im Kriege. Tvr türkisch« Bericht. K o nsta n ti n op e l, 17. Juli. Das tür­ kische Hauptquartier teilt mit: Von der Jrakfront und aus Persien liegt keine Nachricht von Bedeutung vor. Im Kau­ kasus ist die Lage am rechten und linken Flü­ gel unverändert. Südlich! des' Tschoruk im Abschnitt des Zentrums verloren die Angriffe der Russen, die gewaltige Verluste infolge unsrer kräftigen Gegenstöße erlitten hatten, in den letzten Tagen an Heftigkeit. Am 16. Juli warfen zwei feindliche Flie­ ger 10 Brandbomben auf die Umgebüng des Hospitals und bei den Sanitätsbaracken von Gallipoli; sie verursachten aber keinen an­ deren Schaden als einige zerbrochene Fenster­ scheiben. Ein feindlicher Flieger, der am Nach­ mittag erschien, wurde durch unser Feuer außerhalb der Meerenge vertrieben. — An den anderen Fronten keine Aenderung. !</p>
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          <p>den Fragen vom 20. Juli auf, too er alle kritischen Einmünde beantworten werde. Arbeiterbeiwiegung in Englapd. Englischen Meldungen zufolge sind am Schifsahrtskanal von Manchester über 4000 Ar­ beiter in den Ausstand getreten. 1500 Koh­ lenarbeiter in Lestingthorne- Grafschaft Turham haben gleichfalls die Arbeit niedergelegt. Tie Kesselmacher der Great Southern an We­ stern Pacific in Cork streiken. TB-)</p>
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          <p>Abwehr russischer Fliegerangriffe. ' WTB. Berlin, 18. Juli. Am 17. Juli griffen 3 russische Flugzeuge einen Teil unserer leichten Seestreitkräfte am Eingang zum Riga­ ischen Meerbusen an. Sie warfen ohne Erfolg Bomben ab. Turch unser Abwehrfeuer wurde ein Flugzeug abgeschossen, die beiden anderen würden vertrieben. Tie Arbeit der deutschen Flieger im Oste». Tie neuesten russischen Blätter betonen immer wieder die lebhafte Entwicklung der deutschen Fliegertätigkeit im Osten, besonders an der Front des Prinzen Leopold von Bay­ ern und bei Linsingen. Tie deutschen Flieger bombardieren oft erfolgreich! Bähnnetze, Eisen­ bahnknotenpunkte und Etappenstationen, wo­ durch! der Versorgungs- und Ablösungsdienst der vordersten Front erschwert und diese manch­ mal sogar von der Verbindung nach! hinten abgeschnitten wird. Taruntex leidet auch die russische Offensive, denn die ausgebauten rus­ sischen Artilleriestellungen sind eine Zielscheibe für die deutschen Flieger. Das einheitliche Programm der Beschießung der feindlichen Front wird dadurch in Mitleidenschaft gezogen oft sogar erschwert und kann nur mit Ver­ zögerung durchgefühpt werden. (Z.) Fliegerangriff auf Mailand? Reisende, die aus Mailand in Chiasso ein­ trafen, berichten, daß am Sonntag in Mailand plötzlich ein Fliegeralarm erfolgte. Ob es sich um einen Angriff, oder nur uw einen Probe­ alarm handelte, konnte man nicht erfahren, da sie sich! sofort in die Keller begeben mußten. In den Kellern konnten sie aber deutlich das Donnern der Abwehrgeschütze vernehmen. (Z.) Der Luftkrieg.</p>
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          <p>wartet werde, zu dep Ansicht, daß, es sich um einen, allerdings ganz plumpen, Versuch handelt, den Bestimmungsort der Bpemen in Erfahrung zu bringen. Tie "Bremen" ver­ ließ kurz nach! Ausreise der "Deutschland" die Weser. Ihr Bestimmungsort wird geheim ge­ halten. (Z.) Der Krieg zur See. 9 englische Schiffe torpediert. WTB. Berlin, 18. Juli. Am 11. Juli hat eines unserer Unterseeboote Eisenwerke von Seaham an der englischen Ostküste beschos- sen. In der Zeit vom 10. bis 14. Juli sind an der englischen Ostküste durch unsere Untersee­ boote 7 englische Fischdampfer und 2 Fischerfahrzeuge vernichtet worden. Tie deutschen U-Boote in der Nordsee. Amsterdam, 18. Juli. Tie Londoner Blätter sprechen heute von dem Merkwürdigen Wiederaufleben der deutschen Tauchboottätig­ keit in der Nordsee und stellen den Verlust von 18 englischen Tampfern in der vergangenen Woche in der Nordsee fest. (Z.) Tier N-Bootskrieg in dep Nordfee. Amsterdam, 18. Juli Tie Londoner Blätter sprechen von dem merkbaren Wieder-aufleben der deutschen Tauchboottätigkeit in der Nordsee und stellen einen Verlust von 18 englischen Dampfern in der vergangenen Woche in der Nordsee fest. Unter den heute gemeldeten Opfern vom Samstag hatte die "Ec­ clesia" aus Mancheester 3714 Tonnen und die "Alton" aus Witbh 3536 Tonnen. Beide Tampfer liefen im Auftrag der englischen Ad­ miralität. (Z.) Versenkt. London, 18. Juli. Lloyds meldet aus Malta: Ter britische Dampfer Virginia (4279 Tonnen) ist von einem Unterseeboot versenkt worden. ' 47 Mann der Besatzung sind in Malta angekommen. Sechs davon wurden ver­ wundet ins Spital gebrachit. Der erste Offi­ zier wird vermißt. — Aus Loveftoft meldet Lloyds, daß. drei Fischerfahrzeuge versenkt wor­ den sind. Tie Besatzungen wurden gelandet. Aufgebrachte Schiffe. Dr agör, 18. Juli. Die Deutschen brach­ ten heute nachmittags südlich von Tragör 3 schwedische Tampfer mit Papiermasse und einen amerikanischen Viermast-Schooner mit Petro­ leum auf,-die Schiffe würden nach Swinemünde geführt. England nimmt, die holländischen Fischdampfer weg. Rotterdam, 18. Juli. Ter niederlän­ dische Konsul inKirkwall berichtet: Alle nieder­ ländischen Fischerfahrzeuge, die von den Eng­ ländern aufgebracht worden sind, wurden mit den Ladungen als Prisen erklärt. Bor der Abfährt der "Teutschland". Haag, 48. Juli. "Central News" berich­ ten aus Newyork: Vier amerikanische 2or=' pedojäger wurden nach! Kap Virginia gesandt, wo sie vor der Mündung der Bucht patrouil^ lieren sollen, um einen Bruch! der Neutralität innethalb der Trei-Meilen-Zone zu verhinp dern. Tier Bestimmungsort dc!r "Bremen". In unterrichteten Kreisen neigt man bei der Meldung englischer Blätter, daß die Bre­ men in einigen Tagen in Rio de Janeiro er-</p>
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          <p>Aus den Kolonien. Tte Aufruhrbewcgung in Indien. Bern, 18. Juli. Aus russischen Konsul arberichten aus Bombai geht hervor, daß die Lage in Indien durchaus nicht so friedlich ist, wie sie von den Engländern geschildert wird. Nach diesen Berichten herrscht neuer­ dings in Benghalen eine Gärung gegen das englische Regime. Tiefe Gärung, die bereits mehrfach! zu Kämpfen zwischen Regierungstrup­ pen und Aufständischen geführt hat, wird von einer Ghadr-Gesellschaft genährt. Ter Füh­ rer diesex Gesellschaft namens Hardyal, der sich bisher in den Vereinigten Staaten aufhielt^ ist auf Schleichwegen nach Benghalen gelangt und hat Waffen und Geld in größerer Menge! mitgebracht. Es kommt jetzt oft zu größeren und kleineren Zusammenstößen, so daß der Handel im Hinterlande mit Fährlichkeiten al­ ler Art verbunden ist. Ta die Ghädr-Gesell* schüft und vornehmlich Hardyal s?hr gefähr­ lich! ist, hat die englische Regierung einen Preis von 200 000 Mark, für seinen Kops ausge­ setzt. (Z.)</p>
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          <p>sönnen, furchtbare Verluste. Es ist ein Nieder­ mähen der russischen Kolonnen an diesen Ta­ gen entlang der ganzen Front. Nachmittags tritt die Ruhe der Erschöpfung bei den Russen ein. Sie dauert bis heute an. * Verluste sind schwer zu schätzen. Als ich durch die Stellung, die zerschossene Stellung, in der heldenmütiger Wille die zerstörten Grä­ ben ersetzt hatte, am 10. ging, War an vielen Stellen der Leichengeruch fast unelrlväglich. !Bon der Tarowo-Höhe aus sah man die To­ ten te'ie Schwaden, reife Ernteschwaden im Tal liegen. Eine Offizlerspatrouille war die Nacht bis zur Schtschara hinabgestiegen. Der Leutnant sagte mir, sie hätten über Leichen­ hügel klettern müssen. Eine Vorpostenstel­ lung wurde in der gleichen Nacht wieder von uns besetzt, man fand 160 tote Russen in dem kleinen Fleckchen, in einem Birkenwäld­ chen dicht vor der Stellung würden an 200 Tote gezählt. Dies ist ein kleiner Ausschnitt der Front, die überall von Zirin bis Baranowitschi ein ähnliches Aussehen hat. Rußland zahlt seinen Blutanteil voll und ganz. * In der warmen Julisonne schlafen die sVerteidiger. In der Vorstellung bei Tischeje schreiben sie alle. Jeden Augenblick können ja die eisernen Sperrgüter niedergehen. Einer sieht still auf ein Bild. Auf dem TarowoHügel dämmen sie vorsichtig, vorsichtig an Schott und zerschossenem Material. Trüben steht der "Brüllaffe", die Schützengrabenkarwne. Auf jede Bewegung folgt Schuß. Viele liegen lang auf dem Boden, blinzeln in die Sonne. "Wie geht's fcenn?" "Tanke, gutt, daß se heut nein schisse. Mer Han de Russen ordent­ lich gedroschen!" Die zerschossenen, schwarzen Bäume, die mächtigen Eichen der Kirchhofstellung, die nur noch als zersplitterte Stümpfe ragen, sind mit seinen Goldlinien der Frühsonne umzogen. Der ferne Wald sieht dunkelgrüne Gxäber. Ter Himmel glänzt lehnsuchtsblau über Grauen und unerschütterliche Herzen. (Kb.) Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter.</p>
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          <p>Bei Tische plauderte Jost von Billach ' harmlos von Hans von Rathenows Verlo­ bung, von der er schon im Amt gehört hatte. "Ter junge Mann macht eine glänzende Partie. Langendors ist eines der schönsten Güter Thüringens und die Eltefcn der Braut find außerordentlich liebenswerte Menschen," sagte er mit seiner freundlichen Art in dem ihm eigenen, müden Tone. Tie beiden Damen sahen ihn überrascht an und Tante Jetichen fragte hastig: "Kennst du denn die Herrschaften?" Jost von Billach winkte ein wenig leb­ hafter als sonst. "Jawohl, Jettchen, ich kenne nicht nur Herrn und Frau von Langendors, sondern auch die Braut. Tie war allerdings noch sehr in den Kinderschuhen, als ich vvr vielen Jahren einige Male mit Hortensen in Lan­ gendors zu Gaste war." "Also Langendors kennst Tu auch? Du warst dort? Wie bist du denn dahin gekommen, Jost?" Tiefer lächelte. "Auf sehr einfache Art, Jettchen. Ter Be­ sitz des Herrn von Langendors grenzt näm­ lichdirekt an Retzbach." j ; "Ah, an das Gut des verstorbenen alten Sonderlintgs!" rief Tante Jettchen sehr in­ teressiert. "Richtig, an die Besitzungen des Freiherrn Malte vom Retzbach. Er ist ein menschen-/ scheuer Eiinsiedler getodcben. Ob er, wie Tu sagst, ein verschrobeneir Sonderling ist, ent-! zieht sich! meiner Beurteilung. Wir haben ja seit lamgen Jahren keinerlei Verkehr mit ihm gehabtt. TaMals, als wir ihn auf Hortenses dringemden Wunsch einmal auf einige Wo­ chen besuchhten, war er bereits sehr menschen-' feindlich umd finster. Es war ein wenig befriedigendeer Besuch. Hortense wollte den Ein-! siebter dmrchaus in das Leben zurück zwin­ gen und gxab sich, trotz seines schroffen, ableh­ nenden Wesens die größte Mühe, ihn aufzu­ heitern. Tu weißt ja, Hortense konnte in ihrer frohen Schelmerei unwiderstehlich sein. Uber an Malte Retzbach prallte alles ab, wenn er manchmtal wie gerührt Hortenses Hand küß­ te. Wie gesagt, es war ein unfreundlicher Auf­ enthalt. Eine freundliche Erinnerung hatten wir aber dpch an jene Zeit in Retzbach. Wir lernten H«rrn von Langendors kennen, der eines Tagles mit Malte geschäftlich zu ver­ handeln hatte. Und der lud uns herzlich nach Langendors ein. Wir machten dort verschie­ dene Besuche und wurden in reizendster Weise aufgenommen. Tas war uns nach der bedrückenden Gesellschaft Maltes eine Erho­ lung. Ich! freundete mich damals mit Herrn von Langendors an und habe ihn später zu­ weilen in Berlin getroffen. Er hat mir denn auch! erzählt, daß Malte Retzbach immer men­ schenscheuer und düsterer wurde. Tiefer hatte nach! unsrem Besuch jeden, auch den spärlichsten schriftlichen Verkehr, der int Austausch der üblichen Gratulationen bis dahin bestanden hatte, abgebrochen. Er hatte sehr deutlich zu verstehen gegeben, daß man ihn in Ruhe lassen solle,worüber sich! Hortense sehr ärgerte. Tenn sie war von den besten, mitleidigsten Gefüh­ len für.pen Weltflüchtler beseelt gewesen." "Was hat denn Malte von Retzbach zum Menschenfeind gemacht, Papa?" fragte AnneRose voll Interesse. Jost von Billach zuckte die Achseln. "Genaues weiß man nicht. Was ich weiß, habe ich! von deiner lieben Mutter gehört. ,Malte hat ein Mädchen geliebt mit der gan­ zen Ausschließlichkeit seines Wesens. f , (Fortsetzung Psigt.) 1 ; j (</p>
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          <p>Tages-Uebersicht. atuupter fRy I längere Verhandlungen und Erhebungen nöI tig. Vor allem wird es notwendig sein, wenn gleichzeitig die Fleischpreise gesenkt werden sollen, daß, einheitliche und auch niedrigere Preise für Futtermittel gewährleistet werden. Sie Verwendung von Zucker zu Luxussüßigkeiten tjt vielfach mit guten Gründen be­ anstandet worden. Allzu viel Zucker konnte dadurch! nicht mehr verloren gehen, da die Süßigkeiten- und SchokoladeuHndustrie schon fett Beginn dieses Jahves auf die Hälfte und und feit einigen Wochen nur aus den vierten Teil ihrer früheren Verarbeitung gekürzt ist. Eine Verordnung des Präsidenten des Kriegs­ ernährungsamtes verbietet nun, naichi einem den "M. N. N." ans Berlin zugehenden eignen Trahtbericht, Ipeiter die Verwendung von Zul­ ker zur geiwerblichen Herstellung von Pralinees, Christbaum- und Ostersachen, Fruchtpasten und Geleesrüchten, überzuckerten Mandeln, Nußternen, Schaumzuckerwaren und türkischem Ho­ nig. Gegen weitergehende Einschränkungen sprechen ernste Bedenken. Jetzt schon sonnn Arbeiter und Arbeiterinnen nur mit Mühe beschäftigt werden, zum größten Teil dadurch, daß die Industrie sich besonders aus solche Ware verlegt, bei der der Wert der Arbeit den des Stoffes überwiegt. Tazu ko mint die Rück­ sicht auf die vielen kleinen Handelsgeschäfte. Wünsche an die Volksvertretung. . Im Kriege sind außerordentlich viel Bittschriften beim Reichstag und 'bei den Landtagen einge­ gangen. Auch jetzt in der parlamentslosen Zeit ist dieser Strom nicht bepfiiegt. Meh­ rere Eingaben machen ganz eigenartige Vor­ schläge. So fordert ein Berliner die Abschaf­ fung des Geldes, ein anderer die Einführung einer allgemeinen Arbeitspflicht. Ein Tresdener will, daß drei Mitglieder des Reichstags in den Bundesrat aufgenommen werden sot­ ten, wo sie bei Fragen der auswärtigen Politik mithelfen sollen. Ans Dresden wird auch vor­ geschlagen, militärdienstuntangliche Leute ein Jahr lang in der Landwirtschaft zu beschäfti­ gen. Kriegsinvaliden sollen diese.nenenLandarbeiter beaufsichtigen. Eine Eingabe will den Jugendlichen unter 20 Jahren das Rau­ chen untersagen. Gegen das bayerische Postrecht mit eigenen Postwertzeichen werden meh­ rere Stimmen laut. Angeregt wird auch, Re­ klamen auf den Postkarten anzubringen, wie sie schon auf den Fahrscheinen zu finden sind. Ein Ehaklottenburger "beschwert sich über die schlechte Gummierung der Briefmarken. Eine Reichsjunggesellensteuer hat viele Freunde. Ein Breslauer befürwortet eine Sondersteuer auf Pferde mit kurzem Haarschweis, weil das Luxuspserde feien. Aus der Sozialdemokratie. Adolf BraunNürnberg und Reichstagsabgeordneter WurmBerlin laden zu einer Einigungskonferenz der Sozialdemokratie nach! Nürnberg ein. Wie die Internationale Korrespondenz hört, stehen die führenden Persönlichkeiten beider Lager der Sache sehe skeptisch gegenüber. Es verlautet, daß die äußerste Linke überhaupt nicht einge­ laden ist. (Z.) Stic Einschränkung des Fleischverbrauchs in Oesterreich. Tas Ministerium des Innern verfügte die Weitere Einschiräüknng des Fleisch- Site Lage der Ernährungsfrage. Tie Ber­ liner Morgenblätter bringen eine Rede des Mitgliedes des Kriegsversorgungsamtes, Ge­ neralsekretärs Stegerwald, der in Köln über die Verwaltung der Lebensmittelversorgung sprach. Danach wird eine durchgreifende Re­ gelung der Milchoersorgung im September in allen Törfern und Sammelstellen jur Verbut­ terung vvrgeselhen. Das beschlagnahmefreie Mehl foll verschwinden. Nach der Einfüh­ rung der Reichsfleischkarte wird der Preis ge­ ringer, die Kopfmenge höhesr sein und etwa 350 bis 400 Gramm wöchentlich betragen. Tie Hauptschwierigkeiten seien überwunden. Heute sei die Fleischvevforgung so gut organisiert, daß der Krieg jahrelang dauern könnte, ohne uns wieder vor solche Schwierigkeiten zu stel­ len, wie wir sie hinter uns haben. Tie Brot­ ration wird im Hexbst erhöht werden. Grieß, Grautpen und Grütze sollen billiger werden. .Zucker wird es im Oktober genügend geben.. Site ReiMfleischkarte. Wie die "M- N. N." von informierter Seite hören, stehen die Ver­ handlungen über die Reichsfleischkarte entgegen anders lautenden Meldungen noch nicht unmit­ telbar vor dem Abschluß. Mau soll sich an den zuständigen Stellen lediglich aus gelwisse Richtlinien geeinigt haben. So soll z. Bt die zu gewährende Kopfmenge pro Woche nie­ driger sein als die gegenwärtige durch die Sperrkarte in Bayern zugeteilte, jedoch höher als die in Berlin gewährte, die zur Zeit; 200 Gramm beträgt. Genaue Ziffern sind jedoch noch keineswegs festgesetzt, und was darüber veröffentlicht wurde, beruht sicher nur auf Vermutungen. Man hört ferner, daß die Absicht besteht, die Preise für Fleisch im gan­ zen Reichsgebiet einander anzugleichen, daß eine einheitliche Bewirtschaftung sich ermög­ lichen ließe, doch sind auch Hierüber wohl noch b Verbrauches. Die fleischlosen Tage, die in Oesterreichi auf Mittwoch und Freitag fallen, werden fortan auch für die Privathaushältungen gültig sein. Hanshaltungsvorstände werden bestraft, wenn an einem fleischlosen Tage in ihren Haushaltungen an sie oder ihre Familien­ mitglieder Fleisch, verabfolgt wird. Site spanischen Bergleute vor dem Ge­ neralstreik. Tie Konferenz zwischen dem spanischlen Ministerpräsidenten Grafen RomaUvnes und dem Ausschuß des Generaloerbandes der Arbeiter führte zu keinem nennenswerten Ergebnis. Ter Eisenbahnerstreik weise eine Besserung auf. Der Ausstand in den Bergwer­ ken verschlimmert sich. Es ist möglich, daß die Grubenarbeiter heute in ganz Spanien den Generalstreik erklären. Tie Regierung ist ent­ schlossen, in diesem Falle energische Maßnah­ men zu ergreifen. Romanones hielt ge­ stern dem König Vortrag über die Lage. (Z.) Brand im Staatsarsenal dejr Vereinigten Staaten. Einer Havasdepesche ans Newyork zufolge ist im Staatsarsenal auf bisher unbe­ kannte Weise ein Brand entstanden. 400 000 Patronen, die für die mexikanische Expedition bestimmt waren, wurden zerstört. (Z.) Ein amerikanischer Kohlcndatnpser geschei­ tert . Havas meldet ans Neiwyork: Ter ameri­ kanische Kohlendampfer "Heetor" hat in der Nähe von Charleston Schiffbruch erlitten. Tas Los der Bemannung, die aus 70 Seeleuten be­ stand ist unbekannt, ebenso das Schicksal von 12 Offizieren und 60 Infanteristen, die sich an Bord befanden. Ter hohe Seegang ließ bisher jede Hilfsaktion als aussichtslos er­ scheinen.</p>
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          <p>wenn Sie über den Fortgang der Kriegs-Ereignisse stets auf dem Laufenden bleiben wollen. Sein, Kriegsbertchterstattung ist aner­ kannt zuverlässig, schnell, kurz und bündig. Bezugspreis für den Monat 60 Pf., vierteljährlich 1 Mk. 80 Pf. Lesen Sie den Kurier für Niederbayern</p>
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          <p>Allerlei. Ertrunken. In Vierkirchen Bei Dach au wollte das eineinhalb Jahre alte Mädchen der Bauerseheleute Müller aus einer Wasserpfütze Achsel herausfischen; es fiel in diese unb konn­ te nur mehr als Leiche herausgezogen werden. Mit der Heugabel erschlagen. Ter bei der Bäuerin Rauschhnber in Ofsenham bei Trost­ berg Bedienstete Knecht Alfons Kilger wurde von deren Sohn Alois nach! kurzem Streit derart mit einer Heugabel auf den Kopf ge­ schlagen, daß Kilger alsbald eine Leiche war. Der Grund zu dem entstandenen Stpeit war der, weil Kilger dem Rauschhüber an dem­ selben Tage zu wenig gearbeitet hatte. Großfeuer. Durch ein Großfeuer wurden in Ballweiler vier Häuser bis auf die Um­ fassungsmauern eingeäschert, wobei auch ein großer Teil Feldfrüchte ein Raub der Flammen wurde. Tas Vieh konnte gerettet werden. Tie Entstehungsursache ist unbekannt.</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. Arnstors, 17. Juli. (Gefallen) sind auf dem Felde der Ehre: der Schuhmacherssohn Ludwig Alguer von hier, Infanterist im 2. Infanterie-Regiment, im Alter von 21 Jahren; am 11. Juni der 26 Jahre alte Bauerssohn Johann Hofbauer, Infanterist im 1. Jusant.xRegt. und der Banerssohn Ludwig Huber von Radelsbach!. Englmar, 17. Juli. (©ein 40 jähriges Tienstjubiläum) feierte gestern in aller Stillte Herr Postbote Eckl hier, Eckl wurde am 16. Juli 1876 in den Postdienst aufgenommen und wurde bei Errichtung der Postagentur basier Postbote. Ter Jubilar ist noch rüstig und ge­ sund. Vier Sohne desselben stehen beim Heere, einer wurde verwundet und befindet sich! in einem Lazarett in Mainz.</p>
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          <p>Lokales. Landshut, 19. Juli —* Das Militär-Verdienstkreuz mit Krone und Schwertern wurde beqt Ge­ freiten im r Ö. Schweren Reiter-Regiment Herrn Franz Krieglsteinex von hier verliehen. Herr Krieglsteiner wuxde erst vor kurzem mit dem Eisernen Kreuze ausgezeichnet. ' ' —* Da sDien st auszeichnungskreuz für freito. Krankenpflege wurde für langjährige Dienste bei der freitoi. Sanitätskolonne Lands­ hut dem Kastreur Herrn Joh. Reich! in Berg o. L. verliehen. —* Den Heldentod für das Vater­ land starb der Kanonier im 1. Feld-Art.P Regt. Herr Aritz Hofreiter, Sohn der Weißbierbrauereibefitzjeriu Frau Hofreiter, im 23. Lebensjahre. Ein Bruder des Gefallenen steht noch! im Felde. y —* In tiefe Trauer wusrden die Fa­ milien Rentier Molter und Kaufmann Büttner hier versetzt. In München starb nach längerem Leiden Frau Postsekretär Molter, die Schwie­ gertochter und Schwägerin der genannten Fa­ milien. Eine liebevolle Gattin und Mutter schied mit ihr aus dem Leben. Tie Leiche wird nach Koburg überführt. —* Tö dl ich vom Schl a ge getroffen wurde in der Nacht von Montag aus Dienstag der Regierungskanzleiassistent Herr Jolsef Beer in seiner Wohnung in der Stetthaimerstraße hier. ■—* Aus /betn Felde sandte ein Mili­ tärbeamter eine größere Anzahl Wäschestücke, Schuh und 1800 Mark Bargeld an hiesige Verwandte. Ta Veruntreuung und Aneig­ nung von Beutestücken vermutet wird, ist mi­ litärische Untersuchung eingeleitet. —* Zur Bekämpfung des Ketten­ handels im Handel mit Lebens- und Fut­ termitteln muß auf ministerielle Anordnung jeder Kommunalverband eine eigneZulassungsstelle bilden, welcher der Vorstand des Kom­ munalverbandes oder dessen Stellvertreter, zwei Vertretejr des Handels und ein Ver­ treter der Verbraucher angehört. —* Der Kartoffelverkauf der Stadt hatte gestern wieder lebhafte Nachfrage ge­ bracht, die auch, da genügend Vorrat vor­ handen war, voll befriedigt werden konnte. —* .Di ebst ahl. Einem hiesigen Anwe­ sensbesitzer wurden von einem bereitgelegten Kaufgelde für eine Kuh 500 Mark aus dem Schranke gestohlen. Ter Täter konnte noch nicht ermittelt werden. « —* Ei ne Radlerin fuhr gestern mit ihrem Rade die alte Bergstraße herab. Beim Einbiegen in die Altstadt geriet sie an den Trottvirrand und wurde vom Rade geschleu­ dert. Sie erlitt eine leichte Gehirnerschütter­ ung und mehrere Quetschungen. —* Zur begin nenden 'Getreid eer nte. Tie Landw. Winterschule schreibt:Schon sieht man hier und da KornMandl stehen. Bei genauerem Zusehen aber zeigt sich-, daß das Korn noch! keineswegs schnittreif ist. Bet der unbeständigen Witterung wäre es viel bes­ ser, das Getreide noch! etwas am Halm stehen zu lassen; denn da hält es die nasse Witzlerung entschieden besser aus, als wenn es wochenlang angebunden steht. Gut ausgereis­ tes, namentlich auch im Stroh ausgereifteres Getreide trocknet dann auch auf den Mandeln rascher ab und gibt viel mehlreicheres und besser keimfähiges Korn, was bei der Gewin­ nung von Saatgut sehr zu berücksichtigen ist. Darum sollen wir die alte Erfahrung be­ herzigen, das Getreide wirklich- reif werden lassen, ehe wir es schneiden.</p>
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          <p>Städtische Schwimmschule. 19. Juli 1916. Luft . . 17 Grad C, Wasser . 15 Grad C.</p>
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          <p>Letzte Posten. Stic englische« Verluste. ( Ko&gt; pen ha gen, 19. Juli. Ein Reisen­ der, betr üb «fr Bergen aus England hierher zurückkekhrte, schildert die großen Veränderun­ gen, dice er bei einem Besuche von London dieser Tage beobachtete. Nach seinen Berich­ ten bevrölkern jetzt Tausende von Verwundeten und Krcüppeln die öffentlichen Anlagen auf den Strmßen und Plätzen. Täglich treffen neue Verwumdetentransporte ein. Ihr Anblick er­ füllt dice Londoner Bevölkerung mit Schrecken und Entsetzen. In Dover und anderen Häfen Südengllands treffen täglich! ganze Flottillen mit Verwundeten ein. Tie Schiffe führen auch zahlreiche Leichen von hohen Offizieren. Bei ihrer Ausladung spielen sich- Szenen ab so herzzerreißender Art, daß sie nicht wieder­ zugeben sind. Die Landungsstellen sind mi­ litärische gesperrt. Nur die allernächsten Ver­ wandtem erhalten Zutritt zu den Schiffen. (Z.) Ter Leutemangel in Krankreich 83 e r n, 19. Juli. Berner Blättern zu­ folge fordert der Kammerdeputierte Quesfel in einem Briefe an den Landwirtschaftsminister diesen Zu energischen und dringend notwen­ digen Maßnahmen gegen den Mangel an Ar­ beitskräften in der französischen Landwirt­ schaft auf, wobei der Abg. Tarant hinweist, daß nicht weniger als 75 Prozent Arbeiter fehlen. " (Z.) Tie Ausreise der "Deutschland". A m st e r d a m, 19. Juli. Tie Newyorker Zeitungen kündigen für morgen die Aus­ reise der "Deutschland" aus Baltimor" an. Tie "Deutschland" hat 1200 Tonnen Nickel und Kautschuk geladen. Vor der Cheasepeake-Bucht wurden englische Kreuzer beobachtet. Alle Blätter bringen Bilder vom Kapitän König und seiner Mannschaft und zeigen deutlich, daß die Sympathien diesmal, wenn auch! mehr aus sportlichen Gründen, auf deutscher Seite sind. Teer Kommandant der "Deutschland" soll, wie Neiwyork Herald meldet, erklärt haben, daß etwa 12 Handels-sl-Boote in einigen Wojchen fertiggestellt sein werden. Tie deutsche Tätigkeit beschränke sich aber nicht hierauf. (Z.) Ftallien und die Pariser Ksufeivenz. ' Ge ns, 19. Juli. Einer römischen Mel­ dung de«s "Petit Partsien" zufolge ratifizierte die italiienische Regierung durch Beschluß des gestrigem Ministerrates die auf der Pariser Wirtscharftskonferenz getroffenen Abmachungen. (Z.) Caserment will an das Oberhaus appellieren Lo ndvn, 19. Juli. (Reuter.) Es ver­ lautet, lCasement beabsichtigt, an das Ober­ haus alcs höchsten Gerichtshof zu appellieren, vorausgcesetzt, daß der Generalanwalt seine Zustimmuntg erteilt. -Tie Wahlen in Griachrnland. Abhen, 19. Juli. Ter Termin für die Neuwahllen ist auf 17. September festgesetzt, (Z.)</p>
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          <p>Literarisches. Tr.. Anton Tnrirwaechiter, "Bayerns Eigen­ art vorm Weltkrieg aus." Oktav, 141 Seiten. Preis geheftet 2.20 Mark, gebunden 3 Mark. Jos. KG feilsche Buchhandlung, Kempten und München:. — Bayern hat ein Anrecht darauf, als zweitgrößter deutscher Bundesstaat von allen deutschen Stammesgenossen und den Nachbarm richtig und erschöpfend erkannt und getoertett zu werden. Mit der hohen EinschätzunD des bayrischen Bieres und der som­ merlichem Ueberflutung des bayerischen Hoch­ landes ist es nicht getan. Wiederholt ist Bayern schon in diesem Weltkrieg in Verbin­ dung mit hochwichtigen innerpolitischen Fra­ gen genannt worden; die Rolle, die ihm ge­ rade bei: einer programmgemäßen Entwicklung unserer Oxientpolitik unabweisbar zufallen wird, bedingt es, daß man bayerisches Wesen, bayerisches Fühlen und Denken, bayerisches Streben und Arbeiten genau und vor allem verständnisvoll sich! näher bringt! Deshalb ist das Buch&gt; von Professor Tstrrwaechte'r nicht bloß eine überaus dankenswerte Schöpfung vom Standpunkt des bayerischen Patrioten aus, sondern es kommt einem geradezu vordring­ lichen Bedürfnis entgegen, jetzt mchr als je, Wo sich- die größten und wichtigsten Entschei­ dungen vorbereiten. Wir können unsere Leser nicht eindringlich genug auffordern, diesem wertvollen und wichtigen Gegenwartsbuch, das' in dem oben zitierten letzten Kapitel hochin­ teressante Ausblicke in die Zukunft gibt, ihre vollste Aufmerksamkeit zu schenken. Ehärlotte Klinger. Roman von Helene Kalisch. Das neueste Ullsteinbuch. Preis eine Mark. — Ter Roman von Helene Kalisch! stellt das Zentrum Berlins dar, die großen Ge­ schäftshäuser, die Kontore und Säle der Mo­ denindustrie. Ueberxaschend echt ist das alles gesehen, mit eirtem ebenen Ton, mit feinem Gefühl für den Rhythmus der Arbeit gind für die vorüberhuschenden Stimmungen "des Werktags. Erzählt wird das nach! mancherlei Kämpfen frohe Schicksal der hübschen, 6Ion* den Direktrice Charlotte Klinger. Anmutig und still gchk sie ihren Weg, und auch! aus der Verwirrung eines kürzen Liebestraumes, der im betörenden Glück der.SomMertage erwachs und vom schrillen Herbststurm verweht wird, findet sie in ernster Lebenstüchtigkeit sich wie­ der. Eingeschaltet sind Naturbilder, die Wald und Park um einen pommerschien Herrensitz, die grünen Täler des Harzes, den Ostseestrand bei Misdroy schildern. Sie geben dem Roman einen zarten poetischen Schimmer, den Schim­ mer der Sehnsucht.</p>
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          <p>Druck u. Verlag I. F. Rietsch, Landshut. Ver­ antwort!. Redakteur F. 3E. Wagner, Landshut.</p>
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          <p>Inserate.</p>
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          <p>Dienstesnachrichten. Schuldienst. Tie Volksschullehrer-, Mes­ ner- und Organistenstelle in Kollnburg, K. Tistriktsschulinspektion Viechtach I in Viechtach, ist zur Erledigung gekommen. Enhßermin für Bewerbungen: 12. August ls. Js. ; x &gt;</p>
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