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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-07-04"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 178</biblScope>
          <date when="1916-07-04">1916-07-04</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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      <editorialDecl>
        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Neuer Erfolg vor Verdun. Die englisch-französische Offensive. — Schwere blutige Verluste ver Engländer «uv Fran­ zose». — Die "Hohe Batterie von Damlonp" erstürmt. — Russische Angriffe vei Tmorgor. «nd Goro-Dischtschi abgeschlagen. — Fortschreiten des Angriffes der Armee Liufinge«. Die schwere« Verluste der Raffen. — Erfolge der Türken im Kankasns.</p>
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          <p>Im Westen nehmen die englisch-französi­ schen Angriffe ihren Fortgang. Ihre Erfolge Maren gestern gleich! Null. Nachdem an der SoMjmie die beiden Divisionen in der Riegelstel­ lung zwifchM der 1. und 2. Stellung (niichjt linier, toie es gestern hieß) den Feind ge­ nügend lange aufgehalten hatten, sind sie jetzt in die zweite ausgebaute Stellung zurückgenoMhwn Morden. Tie Zurücknahmt er­ folgte in der Nacht und Mar die natürliche Fol­ ge der Räumung der ersten Stellung. Bei Frieourt kämpfen die Unsern, obwohl von drei Seiten vom Feinde bedrängt, wie die Löwen, während bei MaMetz bereits heftige Gegen­ stöße der Unsern die vorgeschobenen feindlichM Linien bedrohtn. Tie Offensive hat den Eng­ ländern und Franzosen ungemein schwere Ver­ luste, dagegen nur ganz geringfügige Erfolge gebracht. Von einem Durchstoßen unsrer Front kann keine Rede sein und wenn dies wirklich! die angekündigte Offensive ist, kann 'fjeute schon gesagt werden, sie wird erfolglos verlaufen. Taß es sich! aber um die Generalosfensive der Entente handelt, dürfte aus den gleichzeitigen Vorstößen der Engländer an der Ipernfron't der Franzosen jm Priesterwalde und der Rus­ sen an der ganzen Front hervorgehen. Damit soll natürlich! verhindert werden, daß von un­ serer Seite jenen Frontteilen Reserven ent­ nommen und an die bedrohte Stellung gesandt' werden. Jm Rausmie von Verdun geht der rasende Kampf um! jeden Schritt Bodens inzwifchsen mit ungeschwäichjter Heftigkeit weiter. Tie Franzosen haben es erneut versucht, gegen die deutschen Linien aus der "Kalten Erde" und beim Panzerwerk Dhiau'mlont vorzustoßen, müß­ ten aber erfolglos und stark geschwächt wieder abziehen. Sie werden auch in Zukunft, trotz der Vorgänge am westlichen Teile der Front in Frankreich die Erfahrung machen müssen, daß die Teutschen vor Verdun nicht locker las­ sen, daß vielmehr mit aller Gründlichkeit der Ring um die Maasfestung imjmer enger gezogen werden wird. Südöstlich, von der Feste Vaux haben die Unsern sogar wieder einen Schritt weiter getan und den Franzosen die "Hohe Batterie von Damloüp" abgenommen. Unsre Flieger waren auch: vorgestern wie­ der sehr rege und halben neuerdings 6 feind­ liche Flugzeuge abgeschossen. Jm Osten haben russische Torpedoboote« und das Linienschiff ^,, Slava" einen Vorstoß an die kurländische Küst^ bei Raggasem unter* nomimien, Mußten aber, von unsren Batterien und Fliegern warM empfangen, schleunigst wie­ der die Rückfahrt antreten. An der Front von Smorgon bis zur Bukowina versuchten die Russen Vorstöße, wurden aber überall, manchmal nachj Anfangserfolgen, zurückgewor­ fen. Bei den Truppen Linsingons geht es weiter vorwärts. . Es würden von ihnen wei­ tere 1800 Russen gefangen. Auch gestern wurde wieder von Kavallerieattacken berichtet. Tie Russen wollen anscheinend ihren letzten Ka­ valleristen to§ werden, sonst wäre es nicht verständlich!, daß, sie Kavallerie in kilometer breiter Front gegen Infanterie, Maschinen­ gewehre und Artillerie anreiten lassen. &gt; Tie österr.-ungar. Truppen haben rufst-, sche Vorstöße westlich! von Kolomea zum Ste­ hen gebracht. An der italienischen Front dauern die italienischen Angriffe gegen die Hochfläche von Toberdo an, wurden aber abgeschlagen. Tie Türken treiben die Russen int Kau­ kasus immer weiter zurück. Tie Seeschlacht ant Skagerrak mächt sich anscheinend in der englischest' Flotte stark fühl­ bar. Tie Engländer haben nunmehr alle ihre Kreuzer, die sie vor den Dardanellen und an der kleinasiatischen Küste hatten, in die Heimat zurückberufen, ustr die Lücken, welche die Schlecht ihrer Flotte geschlagen hat, wie­ der auszufüllen. &gt; Bericht des destschev HWtWMillS. WTB. Ber lin, 3. Juli. Mittags. (Großes Hauptquartier.) Westlicher MMchWlG. Tie Fortsetzung der englisch-franzöfischen Angriffe beiderseits der SomMe erreichte nördlich! des Flusses im allgemeinen keine Vor­ teile. Ter Feind erlitt hier außerordentlich, hohe Mutige Verluste. Südlich, des Flusses zogen wir nachts die gestern in die Riegelstellung zurückgenommenem Divisionen in eine zweite Stellung zurück.</p>
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          <p>Bericht des deutschen Hauptquartiers. und das Linienschiff ^,, Slava" einen Vorstoß an die kurländische Küst^ bei Raggasem unter* nomimien, Mußten aber, von unsren Batterien und Fliegern warM empfangen, schleunigst wie­ der die Rückfahrt antreten. An der Front von Smorgon bis zur Bukowina versuchten die Russen Vorstöße, wurden aber überall, manchmal nachj Anfangserfolgen, zurückgewor­ fen. Bei den Truppen Linsingons geht es weiter vorwärts. . Es würden von ihnen wei­ tere 1800 Russen gefangen. Auch gestern wurde wieder von Kavallerieattacken berichtet. Tie Russen wollen anscheinend ihren letzten Ka­ valleristen to§ werden, sonst wäre es nicht verständlich!, daß, sie Kavallerie in kilometer breiter Front gegen Infanterie, Maschinen­ gewehre und Artillerie anreiten lassen. &gt; Tie österr.-ungar. Truppen haben rufst-, sche Vorstöße westlich! von Kolomea zum Ste­ hen gebracht. An der italienischen Front dauern die italienischen Angriffe gegen die Hochfläche von Toberdo an, wurden aber abgeschlagen. Tie Türken treiben die Russen int Kau­ kasus immer weiter zurück. Tie Seeschlacht ant Skagerrak mächt sich anscheinend in der englischest' Flotte stark fühl­ bar. Tie Engländer haben nunmehr alle ihre Kreuzer, die sie vor den Dardanellen und an der kleinasiatischen Küste hatten, in die Heimat zurückberufen, ustr die Lücken, welche die Schlecht ihrer Flotte geschlagen hat, wie­ der auszufüllen. &gt; Bericht des destschev HWtWMillS. WTB. Ber lin, 3. Juli. Mittags. (Großes Hauptquartier.) Westlicher MMchWlG. Tie Fortsetzung der englisch-franzöfischen Angriffe beiderseits der SomMe erreichte nördlich! des Flusses im allgemeinen keine Vor­ teile. Ter Feind erlitt hier außerordentlich, hohe Mutige Verluste. Südlich, des Flusses zogen wir nachts die gestern in die Riegelstellung zurückgenommenem Divisionen in eine zweite Stellung zurück.</p>
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          <p>Westlicher Kriegsschauplatz. und das Linienschiff ^,, Slava" einen Vorstoß an die kurländische Küst^ bei Raggasem unter* nomimien, Mußten aber, von unsren Batterien und Fliegern warM empfangen, schleunigst wie­ der die Rückfahrt antreten. An der Front von Smorgon bis zur Bukowina versuchten die Russen Vorstöße, wurden aber überall, manchmal nachj Anfangserfolgen, zurückgewor­ fen. Bei den Truppen Linsingons geht es weiter vorwärts. . Es würden von ihnen wei­ tere 1800 Russen gefangen. Auch gestern wurde wieder von Kavallerieattacken berichtet. Tie Russen wollen anscheinend ihren letzten Ka­ valleristen to§ werden, sonst wäre es nicht verständlich!, daß, sie Kavallerie in kilometer breiter Front gegen Infanterie, Maschinen­ gewehre und Artillerie anreiten lassen. &gt; Tie österr.-ungar. Truppen haben rufst-, sche Vorstöße westlich! von Kolomea zum Ste­ hen gebracht. An der italienischen Front dauern die italienischen Angriffe gegen die Hochfläche von Toberdo an, wurden aber abgeschlagen. Tie Türken treiben die Russen int Kau­ kasus immer weiter zurück. Tie Seeschlacht ant Skagerrak mächt sich anscheinend in der englischest' Flotte stark fühl­ bar. Tie Engländer haben nunmehr alle ihre Kreuzer, die sie vor den Dardanellen und an der kleinasiatischen Küste hatten, in die Heimat zurückberufen, ustr die Lücken, welche die Schlecht ihrer Flotte geschlagen hat, wie­ der auszufüllen. &gt; Bericht des destschev HWtWMillS. WTB. Ber lin, 3. Juli. Mittags. (Großes Hauptquartier.) Westlicher MMchWlG. Tie Fortsetzung der englisch-franzöfischen Angriffe beiderseits der SomMe erreichte nördlich! des Flusses im allgemeinen keine Vor­ teile. Ter Feind erlitt hier außerordentlich, hohe Mutige Verluste. Südlich, des Flusses zogen wir nachts die gestern in die Riegelstellung zurückgenommenem Divisionen in eine zweite Stellung zurück. Tie Gefechts tätigte it auf den nicht ange­ griffenen Armeefronlen ist die gleiche geblie­ ben. Westlich, der Maas führten Versuche der Franzosen, uns die an der Höhe 304 genom­ menen Grabenstücke wieder zu entteißen, zu kleinen Jnfanteriekämpfen. Lestlich! der Maas erschöpfte sich der Feind weiter in vergeblichen Angriffen gegen das Werk Thtaumont und die Höhe "Kalte Erde". Bei einem derselben drang er vorübergehend in unseren vorderen Graben etwa 600 Meter südwestlich! des Werkes ein, wurde aber sofort wieder geworfen. , Südöstlich! der Feste Vaux ist sie "Hohe Batterie dom Tamlonp" seit heute Nacht itt unserer Hamd. Tort wurden etwa 100 Ge­ fangene und mehrere Maschinengewehre ein­ gebracht. i Gegen die deutschen Stellungen im Prie­ sterwalde, nordwestlich von Pont au Mousson, vorgehende französische Abteilungen wurden mühelos abgewiesen. In den zahlreichen Luftkämpfen des gestrigen Tages wurden 6 feindliche Flieger abgeschossen, 4 davon in unseren Linien. Leutnant Mulzer hat dabei den siebenten, Leutnant Parschau den sechsten Gegner außer Gefecht gesetzt. Durch, Abwehrfeuer ist ein feindlicher Doppeldecker über Souain, ein anderer vor­ gestern östlich! Pervhse (Mserfront) herunter­ geholt. Zwei französische Fesselballons wurden in Gegend von Verdun von unseren Fliegern abgeschossen. Seitlicher KrilgsslhWllltz. Russische Torpedoboote und das Linien­ schiff "Slava" beschossen ohne Erfolg die kurländische Küste östlich! von Raggasem. Sie wurden von unseren Küstenbatterien wirkungs­ voll gefaßt und von Fliegergeschwadern ange­ griffen. Tie "Slava" ist getroffen. An vielen Stellen der Heeresgruppe des Generalfeld«arschaHs von Hindenburg. steigerte der Feind seih Feuer und unternahm mehrfache Vorstöße, die nur bei Minki (nord­ östlich von Smorgon) zum Kampfe in unseren Linien führten, aus denen der Gegmer unter Einbuße von 342 Gefangenen und starten bln-</p>
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          <p>tigen Bcrlusten sogleich, wieder vertrieben wurde. i Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayer« Tie Russen haben nordöstlich! und östlich! von Goro-Tischtschi, jsowie beiderseits derBahn Baranowitschi—Snbw&gt; nach, vielstündiger Feu­ ervorbereitung angegriffen. Gegen nordöstlich! von Goro-Tischtschi eingedrungene Abteilun­ gen ist der Gegenstoß im Fortschreiten. Sonst ist der Feind unter Zurücklassung vieler Toter und Verwundeter zum Kehrt­ machen gezwungen worden. Heeresgruppe des Generals w. Linsinge«. Starke russische Gegenangriffe nördlich und südwestlich von Luck konnten unser Fort­ schreiten niW aufhalten. Große Kavallerie­ attacken brachen kläglich, zusammen. Tie Ge­ fangenenzahl ist um etwa 1800 Mann gestiegen. Armee des Generals Grafen von Bothmer Südöstlich, von Thnnacz stehen unsere Truppen in günstigem Kampfe. Balkankriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Oberste Heeresleitung. * Berichtigung. In dem gestrigen Heeres­ berichte muh, es bei dem westlichen Kriegs­ schauplätze bei dem Zurückbiegen der zwei Tivisionen richtig heißen: z w i sichen der 1. und 2. Stellung, nicht hin sier der 1. und 2. Stellung.</p>
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          <p>Der österr.-ung. Heeresbericht. Ser Dm.-mg. Hrererbkrichl. WTB. Wien, 3. Juli, mittags. — Amtlich wird gemeldet: Russischer Kriegsschauplatz» In der Bukowina nichts von Belang. Tie Kämpfe bei KoloMea haben an Um­ fang zugenommen. Ein starker feindlicher Vor­ stoß westlich, der Stadt ist durch! Gegenangriff zum Stehen gebracht worden. Südöstlich, von Tlumacz, wo deutsche und österr.-ungar. Truppen im Gefechte stehen, brach, eine in 1,5 Kilometer Frontbreite angesetzte russische Reiterattacke im Artillerie- und Jnfanteriefeuer zusammen. IM Raufme südlich, von Luck gewann der Angriff der Verbündeten abermals Raum. Westlich, und nordwestlich, von Luck wurden hef­ tige russische Vorstöße abgeschlagen': ebenso scheiterte eine feindliche Reiterattacke in der Gegend von Zloezewka. Nordöstlich, von Baranowitschji wiesen deutsche und österreichisch-ungarische Truppen starke, durch, heftiges Artilleriefeuer vorbereitete Angriffe ab. Tie Kämpfe sind noch, nicht abgeschlossen. Italienischer Kriegsschauplatz^ Tie lebhafte Tätigkeit der feindlichen Ge­ schütze und Minenwerfer gegen die Hochfläche von Toberdo, namentlich, gegen den Abschnitt südlich des Monte bei Sei Busi, hält an. Stellenweise kam es auch zu hartnäckigen Handgranatenkämpfen. IM Marmolatagebiet und an unsrer Front zwischen Brenta und Etsch, wurden wieder Meh&gt;rere Angriffe des Feindes abgewiesen. Im Raume des Monte Jnterrotto brachte Leutnant Kaiser Mit einer 6 Mann starken! Patrouille des k. und k. Landwehr-Jnf.-!Regts» Nr. 26 von einer gelungenen Unternehmung gegen feindliche Maschinengewehre 266 Ita­ liener, darunter 4 Offiziere, als Gefangene zurück. An anderen Stellen wurden gestern 14 Offiziere und 366 Mann gefangen genommen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. t'tt stellvertretende Chef des GeneralstabeK v. H o e f e r . Feldmarscha llentnant.</p>
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          <p>Ter Abbruch der sranzö fisch»- sch wetz erischen Verhandlungen. Amsterdam, 3. Juli. Ter "Telegraaf" meldet aus Paris: Von hier wird der vor­ läufige Abbruch, d er schweizerischen Verhand­ lungen mit dem Vierverband berichtet. Tie viertägigen Verhandlungen der Schweizer De­ legierten in Paris führten zu keinem Resul­ tat, da der Vierverband jedes Entgegenkam^ men gegenüber den schweizerischen Wünschest ablehnte und an seinem früheren Standpunkt! festhält, also die vermehrte Ausfuhr Schwei­ zer Güter nach Deutschland mit der Blockade der Schweiz zu beantworten droht. Tie Schwei­ zer Abordnung berlieft gestern abends Paris. Wahrscheinlich! werden aber neue Verhandlun­ gen folgen. Vermutlich, wird eine neue schwei­ zerische Delegation in den nächsten Wochen! nach, Paris reifen. Beschränkung der holländische^ Käscausfuhr. Berlin, 3. Juli. Das "Tageblatt" mel­ det aus Amsterdam!: Tie Ausfuhr von hollän­ dischem Käse unterliegt von heute ab einer sehr beachtenswerten Abänderung. Von den 80 Prozent holländischen Käses, die ausge­ führt werden dürfen, werden künftig 50 Proz. für den englischen und französischen Bedarf zurückgestellt werden. Ter Produzentenver band teilt feigen Abnehmern diese des niedri­ gen Preises in England wegen für sie sehr schmerzliche Maßregel in eindtrt Rundschreiben mit, in beim es heißt: Holland sah sich, gezwun­ gen. (!) einlen Teil seiner landwirtschaftlichen, Erzeugnisse an England abzutreten, um nicht die Ernährung Von Mensch, und Tier in Hol­ land zu gefährden. (Z.)</p>
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          <p>die Ergebnisse mager und ziehen einen Ver­ gleich! mit der früheren französischen Offensive in der Champagne. Ter "Matin" bringt einen offiziösen Artikel, aus dem keineswegs einte hoffnungsvolle SttMmüng zu ersehen ist. Nach! der Meinung des Blattes muß. bei der moder­ nen Offensive die TonneNza'hl des Eisenstahls entscheiden. Ter Vierverband müsse daher das deutsche Beispiel nachahmen und die frühere Sturmtaktik aufgeben. In den jetzigen Ver­ hältnissen müsse die Infanterie möglichst ge­ schont werden. Auch! dürfe das Publikum die HaUptstärke der Offensive nicht an den ersten Tagen erwarten, denn die Engländer woll­ ten die französische Erde schrittweise aufwüh­ len, ehe sie vorgehen. Tie Offensive !sei daher eine Geduldprobe. Ter Vierverband wolle die Feinde nicht verjagen, sondern unter Stahlmassen begraben. (Z.) Haag, 3. Juli. Ter "Nieuwe RotterdaMsche Courant" schreibt: Alles scheint da­ rauf hinzuweisen, daß der gemeinsame Angriff der Engländer, Franzosen, Kanadier, Austra­ lier und Neuseeländer die große Offensive der Verbündeten sein soll. Obwohl diese, tote bei dem starken Munitions- und Menscheneinsatz nicht anders tzu erwarten war, einige Ergeb­ nisse lieferte, muß Iman sagen, daß die Verbün­ deten den Faktor der Ueberraschung nur schwach zur Geltung brachten und für den ersten, häufig entscheidenden Tag nur sehr mittelmäßige Erfolge aufweisen können. Das beweist, daß der Durchbruch völlig mißglückt, das Widerstandsvermögen der Teutschen sehr groß ist und der Gefechtswert der englischen Truppen keineswegs mehr die Höhe des ersten Expeditionsheeres hat. Genf, 2. Juli. Am Vorabend der eng­ lisch-französischen Offensive stellte der Pari­ ser Korrespondent der "Gazette des Lausanne" Betrachtungen an über die tieferen Beweg­ gründe, welche die Heeresleitungen der Ver­ bandsmächte veranlaßten, jetzt Mit allen Mit­ teln im Westen zu versuchen, die Entscheidung zu erzwingen. Bei den erwiesenen gutem Be­ ziehungen des Korrespondenten zur framzösischen Regierung verdienen seine Ausführun­ gen besondere Aufmerksamkeit. Aus ihnen ge!ht hervor, daß im gegnerischen Lager hin­ sichtlich der weiteren Kriegspolitik zwei Strö­ mungen vorhanden sind. Tie eine, !meist aus Leuten hinter der Front bestehend, Macht gel­ tend, daß die artilleristischen Mittel erst im Jahre 1917 den Entscheidungsstoß gegen Teutschland erlauben, denn zu diesem Zeit­ punkt werde der Sieg der Entente wie eine reife Frucht in den Schoß fallen. Temgegenüber seien die Heerführer entschlössen, den Krieg womöglich! noch in diesem Jahre zu been­ digen in der Ueberzeugung, daß die seelische der Soldaten einen neuem 1 Winter­ feldzug nicht mehr erträgt. Neue Enthüllungen über die Gcheimstturngen der französischen Kammer. Aus Basel meldet der "Berl. Lok.ßAnz.": Tas "Baseler Volksblatt" meldet: Unter Be­ rufung auf die "Bataille shndicaliste", von der "Avanti" allem Anschein nach! einen Bür­ stenabzug erhalten hatte, wollte das sozialisti­ sche Hauptorgan Italiens einen sehr interessauten Bericht über die Geheimsitzung der fran­ zösischen KaMmIer veröffentlichen, die italieni­ sche Zensur hat aber in letzter Stunde die Ver­ öffentlichung verhindert. Ter zerstückelte, für den Laien unverständliche Bericht bietet aber für den Fachmann genug Anhaltspunkte, uM den roten Faden zu verfolgen, der sich! durch! die Geheimsitzungen zog. Es war nur der stark betonte Erfolg der russischen Offensive, der die aktive Operation auf etwa 100 Stim­ men zusammenschmelzen ließ. Ohme ihn wären ihr 200 StiMrüen sicher gewesen. Tie soziali­ stischen Teputierten gingen mit großer Strate­ gie vor. In dem Bericht findet sich! an meh­ reren Stellen die Erwähnung des sofortigen Waffenstillstandes. Tie sozialistischen Redner betonten sehr stark, daß zur Wiedereroberung des von den Teutschen besetzten Gebietes Hun­ derttausende von jungen Franzosen hingeschickt werden Müßten. Auf deutscher Seite sei aber keinerlei Uebelwollen gegen Frankreich! vorhan­ den, das ohne Blutvergießen sein verlorenes Gebiet wieder erlangen werde. (?). Ein Zu­ ruf Blaues ging dahin, ob denn die Jugend Frankreichs, die Zukunft der Nation, für Eng­ land hingeschlachtet werden müsse. Lebhafte Zusammenstöße zwischen dem Kammerpräsiden­ ten und den sozialistischem Oppositionellen zei­ gen noch! deutlicher, daß. schließlich nur die große Streitfrage zur Tebatte stand, ob Frank­ reich! über das SelbstbestimMmngsrecht verfüge oder aus England Ihören Müsse. Briand, der fünfmal das Wort ergriff, hob die schon er­ wähnten russischen Erfolge hervor und kün­ digte die große englische Offensive mit den gewaltigsten Artilleriemitteln unverblümt an. Tas Ergebnis dieser Offensive in Verbindung mit der russischen müsse abgewartet werden, wenn man die Chancen abmagern wolle. Tie­ fer FristbestimMung fügte sich die KamMjvr bis auf hundert Stimmen von Oppositionellen und Abstentionisten. ■ r</p>
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          <p>Vom östlichen Kriegsschauplatz. Boi Wtze» MegsWgM. 1 Born der Ostfront. Ber lin, 3. Juli. Ter "Lok--Anz." mel­ det aus Stockholm: Tie gestrigen Berichte der Petersburger Blätter von der Ostfront erwähinen energische, erfolgreiche Angriffe der Teutschen in der Gegend von Dwinsk. Die Patrouillenkämpfe nehmen hier einen offen­ siven Eharakter an, meint die Petersburger Börsenzeitung. Tie Erörterungen der Militärkvitiker zeigen nervöse Ungeduld. Oberst! Schumski schreibt: Tie Lage ist an allen Punk-, ten außerordentlich! und völlig unklar. Ein großes entscheidendes Kräftemessen beginnt. Tie Verbündeten haben eimge Vorteile, aber keine ausschlaggebenden Siege aufzuweisen. Alles hängt von der Zukunft ab. (Z.) Tie russischen Berlustc. Wien, 3. Juli. Aus dem Kriegspresse­ quartier wird gemeldet: Gefangenenaussagen, aufgegriffene Meldungen und sonstiges Mate­ rial ermöglichen nunmehr ein annäherndes Bild über die russischen Verluste während der letzten Offensive. Man geiht nicht fehl in der Annahme, daß hinter der Front für jeden Truppenkörper 50 bis 75 Prozent des Stan­ des an Ersatztruppen bereitgestellt waren. Bei­ spielsweise hatte, üM eines unter den ungezälten Beispielen anzuführen, das 53. russische Infanterie-Regiment von der in Ostgaliziem Winpfenden APMee Letschtitzkh aMl 6. Juni 3250 Mann, vier Tage später nurmehr 800 Mann. Es verlor also 2450 Mann oder 75 Prozent. Am 14. Juni wurden 2200 Mann eingestellt, womit das Regiment annähernd die Kriegs­ stärke erreichte, aber schon am 21. Juni waren unter den 8 Kompagnien 5 gänzlich! aufgerie­ ben, während drei nur 20—25 Gewehre zähllen. Nehmliche Verhältnisse crcc :n sich als Folge per massenjiüörderHchen 2a;.tE der rus­ sischen Feldherrn bei den Meisten Tvüppenkörpern unter Brussilows Befehl. Alle ver­ läßlichen Angaben stimmen darin überein, daß die bei der russischen Feldarmee ber eltgestell­ ten bis zu dreiviertel des Kampsstandes be­ tragenden Ersatztruppen zur Wiedergewinnung der vollen Kriegsstärke nicht mehr ausreichen. Es muß aus den Ersatzköripern neues KanoneMfUtter herangeholt werden. Das russische Süd­ westheer büßte in einem Kriegsmonat saunt! weniger als 500 000 Mann Tote und Ver­ wundete ein. '</p>
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          <p>Tie Zollstationen sind von griechischen, eng­ lischen und französischen Soldaten besetzt. Ter italienische Kreuzer "Piemonte" ankert im! Ha­ sen von Saloniki.</p>
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          <p>mend, die Hände fest ineinander gerungen!. Jetzt raffte sie sich« auf: "Ich« muß auch sagen, du sprichst nur von mir — aber ich! h«abe eine Familie — Und was willst du erwidern, wenn Man dir vorhält: "Ihre Fra»i ulst zwar selber rein, doch« sie stammt aus schmutzigen Verhältnissen?" Sie sah ihn mit einer fiebernden Angst ün. T»&gt;. -lachte er kurz auf und sagte in einem frischen, freien Ton: "Ich! habe eine Frau geheiratet und keine Familie, die werde ich! Mir erst selber schüffen nach «meinen eigenen Grundsätzen, und ich! will &amp; en sehen, der es wagt, meine Frau anzutasten, wenn sie sich, «fest an meine Seite stellt und den Leuten ohne Scheu gerade ins Gesicht sieht. Fm übrigen habe ich die Empfindung, als ob meine eigene Familie nicht sonderlichen Grund hätte, auf unseren verehrten Onkel Mellwitz stolz zu sein." Und als ob dies Wort die Zauberkraft besessen hätte, den Genannten herbeizurufen, hörte man plötzlich« seine Stimime draußen in der Halle. "•j l ' (Fortsetzung folgt.) , | A ] , L j "Ehe ich dir antworte, sage mir erst: Was soll das heißen, Ilse?" i r "Tas kannst du dir allein sagen — Es gibt nur eins für uns — Trennung! Und ich werde gehen, so schnell ich vermag, bevor du noch« ein «zweites Mal um deiner Frau willen die Augen niederschlagen mußt." "Ilse du zitterst an allen Gliedern, du bD außer dir. — Laß uns doch um Gottes willen in Rühe diese schreckliche Geschichte in Ordnung bringen! — Tu sprichst im!m&gt;er nur von mir, von meiner Schmach, und was ich zu tragen habe. — Nein, Ilse, der Leidende bist allein du! — Tenn ich, ich, bin wie erlöst, daß durch den unglücklichen Menschen diese Angelegenheit gewalsam ans Licht des Tages gezerrt worden ist. — Tu meinst, ich müßte entsetzt sein über die "abgedankte Favoritin?" — Nicht einmal erstaunt bin ich! — Ich habe, ehe ich« dich« heiratete, gewußt, daß. es Men­ schen gibt, die eim Interesse daran hüben, dich, in diesen Verdacht zu bringen, und ich habe es mit Zähneknirschen tragen müssen, weil du, die einzige, von der ich« Aufklärung und die Macht zum Einschreiten hätte erhalten können, schwiegst. — Allein das ist es, was mich« von dir ferngehalten hat. — Tein Man­ gel an Vertrauen. — Tessen hast du dich« anzuklagen. — Durchs dein Schweigen hast du mich« zu einer unwürdigen Rolle verdamMt. Aber das ist auch! alles, was zwischen uns liegt. — An das andere habe ich! nicht einen Augen­ blick geglaubt. — Und wenn du auch« jetzt noch« nichjt den Mut zur Wahrheit finden und weiter schweigen — dein Geheimnis w&gt;it ins Grab nehmen solltest, wird das an weinev Ueberzeugung nichts ändern, daß eine Frau so rein und keusch« wie du, niemals in einen schmutzigen Liebeshandel verwickelt gewesen sein kann. Wenn du nur endlich« lernen woll­ test, die Telken zu vergessen, und dich« als einfaches Menschenkind mit guten und weniger guten Eigenschaften, wie wir sie alle hüben, in die Gesamtheit der übrigen irrenden Men­ schen einzureihen, dann wirst du auch! einsehen, daß es eine vornehmere und heiligere Auf­ gabe ist, seine volle Persönlichkeit zur Erfül­ lung der Pflichten der Gegenwart einzusetzen, als seine Kraft in nutzlosen Grübeleien über unabänderliche Tinge der Vergangenheit zu vergeuden. Tann wirst du abschließen mit dein! was war und den Mut finden, zu beglücken und selber glücklich« zu sein. Daß ich! unter keiner Bedingung in eine Trennung willigen werde, brauche ich dir nach allem nicht «mjeW besonders zu versichern." Sie hatte, während er sprach«, wieder in sich Zusammengesunken dagesessen, kaum ar-</p>
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          <p>Die Türkei im Kirge. Sie SMei in Stiege. Ter türkische Bericht. Konstantinopel, 2. Juli. Tas tür­ kische Hauptquartier meldet: An der Jraksront keine Veränderung. Aus Südpersien liegt keine neue Meldung vor. Kaukasusfront: Auf dem rechten Flügel Rühe. Im Zentrum« dauert der örtliche Artil­ leriekampf Mt Unterbrechungen an. Auf dem! linken Flügel geht unsre Offensive nördlich des Tschoruk Schnitt für Schritt gegen die Küste erfolgreich weiter. Gestern besetzten un­ sere Verfolgungskolonnen einige neue feind­ liche Stellungen und erweiterten hierdurch! ihr Okkupationsgebiet. Wir machten in diesem' Kampfe *20 Gefangene. Zwei feindliche Flieger, die den Eingang der Tardanellen-Meerengen überflogen, muß­ ten vor unsrem Feuer in der Richtung auf Jmbros entfliehen. Sonst nichts Neues.</p>
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          <p>Der Krieg mit England. Set Stieg sit England. Tie Luche nach Kitchener. Aus London wird gemeldet: Tie Suche nach der Leiche Kitcheners wird von einer eigenen Flottille fortgesetzt. Tie Regierung har einen Preis von 10 000 Pfund für die Auffin­ dung ausgesetzt. Abfuhr gegenüber englisch-deutschen Feind­ seligkeiten. K o p e nh a g e n, 3. Juli. Ter amerikasche Schriftsteller John T. Barry, der als Mitglied der Fordschen neutralen Friedenskon­ ferenz zur Zeit in Stockholm weilt, niMimt in "Politiken" anläßlich eines Angriffes des Engländers William Archer gegen Georg Bran­ des wegen dessen neutralen Haltung im Kriege scharf gegen Archer Stellung. Er widerlegt dessen Beschuldigungen gegen Teutschland, in­ dem er u. et. ausführt: Man hat nicht das Recht, wie Archer von einem Einmarsch derTeurschen in Belgien zu sprechen, ohne den Um­ stand in Betracht zu ziehen, daß sie in dem Glauben standen, daß ihre Sache identisch! sei Mit Wahrheit, Gerechtigkeit und Menschlich­ keit. Ebenso wenig darf man ihre Behaup­ tung, wie Archer tut, übersehen, daß sie durch« Belgien angegriffen worden wären, falls sie nicht Belgien angegriffen hätten. Es genügt nicht zu sagen, daß der Glaube an ihr Recht unbegründet war. Gerade dieser Glaube war es, der sie beherrschte. Man muß isich erinnern, daß unter den Angreifern Belgiens Männer waren, die zweifellos aus Begeisterung für ihr Land vorwärts getrieben wurden. Man kann auch nicht ohne weiteres behaupten, daß die Teutschen so unrecht hatten mit der Be­ hauptung, daß Man ihnen von Belgien aus in den Rücken fallen wolle. Es ist möglich, daß solches niemals erfolgt wäre, aber ent­ scheidend ist, daß die Teutschen davon über­ zeugt waren. Es ist w«ahr, daß, Deutschland zuerst den Krieg erklärte, aber deshalb steht nach« nicht fest, daß es den Krieg wünschte. Nicht ohne Grund behauptet T«eutsch,land, daß es zum Kriege gezwungen w«orden ist. Be­ dauerlich! ist, daß Aricher nicht einsehen kann, daß. andere als er einen anderen Standpunkt haben müßten. Er kann nicht einsehen, daß er, indem er sich« ausschließlich mit englischem Maße mißt, unfair handelt.</p>
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          <p>Ser Stieg pr See. Versenkt. ! Bern, 3. Juli. Wie der "Temps" meldet, wurde der französische Küstenfahrer "Saint Jacques" vor der holländischen Küste torpe­ diert. 9 Mann der Besatzung sind ertrunken. Am st er'da,mt, 3. Juli. Lloyds meldet aus Licata: Ter norwegische Dampfer "Mo­ lina" hat hier die Mannschaft des Tampfers "Teana" der Wilson-Linie an Land gesetzt. Ter Dampfer "Deana" ist von ernähr feindlichen U-Boot versenkt worden. London, 3. Juli. Lloyds meldet: Ter unbewaffnete britische Dampfer "Winderwvre" und das italienische Segelschiff "Carlo Al­ berto" sind versenkt worden. Vermißter A merikas auch fer. Kopenhagen, 3. Juli. Nach einerMeldung der Nat.-Tidende aus Stockholm fehlt von dem schwedischen Amjerikadampser "Stock­ holm", der (tjm! 20. Juni mit 800 Reisnden Newhork verlassen hat, seitdem jede Nach­ richt. Das ÄMsfl ist mit Funkentelegraphie ausgestattet. Der Krieg zur See.</p>
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          <p>Aus den Kolonien. Alls dell Kolonien. Erhebung der Marokkaner gegen die Fran­ zose». Paris, 3. Juli. Nach Meldungen, die dem "Temps" aus Tanger zugingen, sind in der Gegend von Fchj und Taza unter der Leitung des Rebellen Sidi Rabo neue Un­ ruhen ausgebroch«en. Tie Aufständischen lei- sten in dem schwierigen Gelände lebhaften Wi­ derstand. Tie Stellung von Tarzput im Ab­ schnitt von Guigon wurde angegriffen und mußte energisch« verteidigt werden, wozu Trup­ pen aus Meines herangeAdgen wurden. Auch« zwischen Mogador und Agadir wußten die französischen Truppen Streifzüge unterneh­ men.</p>
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          <p>Tages-Uebersicht. TzgEbetW. Zum Fall Liebknecht berichjtet das "Berl. -Tagebl.": Ter Vorstand der sozialdemokrati­ schen Fraktion des Abgeordnetenhauses hat be­ schlossen, zu versuchen, für.den Fall, bay, das gegen Liebknecht gefällte Urteil bis zum Wiederzusammlentritt des Landtages rechtskräftig geworden sei, seine sofortige Entlassung aus der Haft, und für den Fall, daß das Verfahren -vor dem' Oberkriegsgericht bis zu dieser Zeit noch« .schwebt, die Einstellung des Verfahrens für die Tauer der Session zu beantragen.</p>
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          <p>Las Bankgesetz gegebenen Teckungsvvrschriften in Frage zu stellen. T-as ständig wachsende Bedürfnis an Zählungsmitteln macht es aber wünschenswert, daß die durchs die Goldsammlungspolitik erreichte Stärkung der finan'ziellen Kriegsbereitschaft der Reich,sbank auch weiterhin durich, geeignete Mittel gefördert: wird. Ein solches Mittel ist vor allem die tun­ lichste Einschränkung im Verbrauch der Zah­ lungsmittel selbst. Hierzu sollte jederTeutsche, in der Erkenntnis, daß es auch.auf dem Ge­ biete des Zahlungsverkehrs für ihn eine pa­ triotische Pflicht zu erfüllen gibt, nach seinen Kräften dadurch beitragen, daß er niufjlt höhere Geldbeträge mit sich: herumträgt, als unbe­ dingt für die Besviedigung der täglichen Be­ dürfnisse erforderlich: ist, und sich! außerdem bei feinen Zahlungen nach Möglichkeit der bar­ geldersparenden Zählungsmethoden bedient. Es unterliegt keinem Zweifel: Tie Ein­ bürgerung des Papiergeldes hat die Erschei­ nung gezeitigt, daß der einzelne größere Geld­ beträge als sonst mit sich: herumträgt oder bei sich, zu Hause verwahrt. Diese ohne Not­ wendigkeit zurückgehaltenen, in der Gesamt­ heit Milliarden ausmachenden Beträge beein­ flussen unsere Währungsverhältnisse insofern ungünstig, als die Banknoten der Reichsbank entzogen bleiben und der Notenumlauf somit unnötigerweise höher ausgewiesen werden muß, als der wirttichen wirtschaftlichen Lage ^Deutschlands entsprechen würde. Durch Stei­ gerung des Notenumlaufs wird aber bei der Reichsbank das Verhältnis von Gold zu den Verbindlichkeiten — und die Banknoten sind solche — naturgemäß, verschlechtert, und wenn dieser Umstand auch, rein materiell an unserer gefnuben Lage nichts ändert, so wird doch unseren Feinden, die uns unter Hinweis Hier­ auf eine finanzielle Schwächst unterschieben wollen, eine Waffe der Verleumdung an die Hand gegeben. Wie können wir nun "an Umlaussmitteln sparen?" Zunächst ist es Pflicht jedes Deut,sichen, sein Geld ohne Versäumnis in die Ban­ ken, Sparkassen ujsw. zu tragen, die bekannrlich den Teil, der nichjt Umlaufszwecken dient, an die Zentralstelle — die Reichsbank — ab­ führen. Jeder Teutsche sollte daher ein Schstckund Ueberweisungskonto bei einer Bank, Spar­ kasse, Postanstalt usw. haben, was ihm nicht nur eine sichere Aufbewahrung seines Pa­ piergeldes, sondern meist sogar den Vorteil einer Verzinsung und die Möglichkeit bietet, seine Zahlungen bequem auf bargeldlosem Wege zu erledigen. Namentlich, der Geschäftswelt erwächst hier eine weitere vaterländische Pflicht der Erziehung: NW mehr als bisher soll sie darauf sehen, daß größere Zahlungen im Wege der Ueberschreibung von Konto zu Konto oder durich, Scheck beglichen werden. Jede HundertMarknote, die hierdurch, als UmlaufsMittel ge­ spart wird, stävkt die Lage der Reichsbank und damit das Ansehen unserer Marwaluta draußen. Ter Grotzberke.hr bedient sich, ohne­ hin schau bei seinen großen Umsätzen 'des Scheck- und Giroverkehrs, aber gerade int Kleinen wird hier noch, viel gesündigt. Es wäre zu wünschen, daß, die deutsche Geschäfts­ welt durch. Angabe des Bankkontos aus den, Briefbogen, Rechnungen usw. und durch! Ueberdruck: "Zahlt durch Ueberweisung oder Scheck" die Bewegung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs förderte. Jetzt, nachdem wir Deutschst unsere Goldreserven in so außerordentlichem Maße gesteigert haben, gilt es, an der Verstär­ kung unseres Währungsgebändes weiterzuarbeiten durch, tunlichste Einschränkung des BarMittelumlaufs. Neben die Forderung: "Alles Gold in die Reichsbank" ist jetzt der Aufruf zu setzen: Banknoten, die nicht für den Verkehr unbe­ dingt notwendig sind, gehören in die Reichs­ bank, an ihjre Stelle trete Scheck und Ver­ rechnung!</p>
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          <p>Städtische Schwimmschule. 4. IU« 1916. Luft . . 25 Grad C. Wasser . 21 Grad C.</p>
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          <p>Abgabe gelangt einwandfrei gewonnene steri­ lisierte Milch! in trinkfertigen Tagesmengen für Kinder bis zu 3 Iahten. Bedürftige beMnlmlen die Milch! für geringen Preis. Gute einwandfrei« Rührung ist besonders in betn' heißen Sonchnermonaten für die Gesunderhal­ tung der Kinder sehr wichtig und es darf deshalb darauf gerechnet werden, daß Mütrer, die ihre Kinder nicht selbst stillen können, die neue nützliche Einrichtung fleißig in Anspruch nehmen. —* Ein Schjuhdieb trieb in letzter Zeit in verschiedenen Städten sein Unwesen. Er übernachtete in Hotels, stahl dort in der Frühe die Schuh«, welch je die Reisenden vor ihre Türen gestellt hatten und verschwand, wobei er aucht meist das Zählen vergaß,. Aucht hier hatte dieser ungebetene Gast eine Nacht verbracht. Nunmehr gelang es, ihn in München festzu­ nehmen. Er gab sicht dort als SüdfrüchtenMndler Willi Meier aus Osterhofen aus, wur­ de aber als der ledige Bäckvr Johann Raith von Alburg bei Straubing ermittelt. —* Einbruchdieb stähle verübte in einem hiesigen Gasthof der früher dort bedienstete Hausbursche Franz Elüvanger. Er öffnete mit einem Nachschlüssel den Raunt, in welchem die für Gespräch je der Reisenden angefallenen Telephongebühren aufbewahrt waren und stähl in zwei Fällen zusammen 58 Mark. Er wurde festgenommen. 1 —* Obst- und Waldbeerernte. Eine Bekanntmachung des Kultusfministeriumjs an die Regierungen, K. d. I., die Distrikts- und Ortsschulbehörden und das gesamte Lehrper­ sonal an den Volksschulen besagt betreffs der Obst- und Waldbeerenernte: Tie möglichst voll-? ständige Gewinnung der Obst- uUd Waldbee­ renernte ist in diesem« Jähre für die Volks­ ernährung noch dringender geworden. Unter Bezugnahme auf das Ausschreiben vom 3. Fe­ bruar lfd. Jrs. betr. 'Schulbefreiungen wird daher die Verwendung schulpflichtiger Kinder, nötigenfalls unter Befreiung vom Schulbesuchs, zur Sicherung der Obst- und Waldbeerenernte nahegelegt und insbesondere auf die Wichtig­ keit der Verwertung auch! des Fallobstes hinge­ wiesen. —* Ein Wohltätigkeitskonzert zum' Besten der Kriegsfürsorge veranstaltet morgen im« Rathausprunksaale die Zentralsingschule Landshut unter Mitwirkung der Pianistin Frl. Ziske und des Sänger-Vereins. Tie sämtlichen Klassen der Schule werden in einem umfang­ reichen Programm Proben ihres Könnens er­ bringen und die früheren Konzerte der Schule lassen auch! diesesntal wieder einen genußrei­ chen Abend erwarten. —* Scha denfeuer verhindern ist iMMer besser, als den entstandenen Schaden ausbessern. Deshalb habe man in jetziger Zeit acht auf alle landwirtschaftlichen Gebäude, auf Streichhölzer und brennenden Tabak! —* Hebe r den Bezug von Militärre nt e ist einer Verfügung des Kriegsministe­ riums zu entnehmen: Auf Antrag des Ver­ sorgungsberechtigten ist den aus Anlaß des gegenwärtigen Krieges aus Grund einerKriegsdienstbeschädigung zu versorgenden Personen, bei denen nach« der Art des Versorgungsgrun­ des ein späteres Herabsinken der Erwerbs­ unfähigkeit unter 10 vom Hundert nicht zu erwarten ist, eine Bescheinigung auszustellen, daß ein gänzlichter Fortfall der Rente später nicht mehr eintritt, die Kriegszulage sonach nie wegfallen darf. Ist bei Empfängern der VerstüMMelungszulage nach« der Art der Ver­ stümmelung auch! der Fortfall der Verstüm­ melungszulage nicht W erwarten, so ist die Bescheinigung nach! dieser Richtung hin zu er­ gänzen.</p>
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          <p>25. Sitzung des Stadtmagistrats Landshut 25.Atzma der etobtmagiftiats Lmbrhat vom 1. Juli 1916. Vorsitzen d er: Oberbürgermeister Hofrai Marschal l. Die Lustbarkeits abgäbe für Kinos wurde nachl dem Beispiele von München auch 'hier von der Etatskommission abzuändern be­ schlossen. Es sollen erhoben werden für Ein­ trittsgelder unter 50 Pfg. 5 Pfg., unter 75 Pfg. 10 Pfg., unter 1 Mark 15 Pfg. und unter 1.25 Mark 20 Pfg. Bei einem höheren Ein­ trittspreis sollen für jede angefangenen 25 Pfg. je 5 Pfg. mehr erhoben werden. Ein Besuch der Verhandlungen über Kriegsfürsorge im Reichstagsgebäude in Ber­ lin am 3. und 4. Juli wird abgelehnt. Für einen Speiseaufzug im Kran­ kenhaus liegen 3 Offerten vor. Tie Angele­ genheit wird nacht längerer Debatte nochmals dem Bauausschuß zugeleitet.</p>
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          <p>Ueber das Einkochen und Haltbarmachsen von Obst und Gemüsen ohne und mit Zucker. . Ter Sommer Mt seinem reichen Gottes­ segen in Garten, Wald und Feld bringt der jetzt bei der großen Knappheit an Lebensmit­ teln doppelt gep«lagten Hausfrau manche Er­ leichterung in der Zusammenstellung des Kü­ chenzettels. Wir können nun doch! schon Mit verschie­ denen Gemüsen rechnen, der Wald liefert Bee­ ren und köstliche SchwäMme, die Kirschen sän­ gen zu reifen an und bald gibt es auch! Fall­ obst. Mehr als je muß aber die fürsorgliche Hausfrau mit dem was die Natur spendet haushalten, es darf nichts von dem, was nicht verbraucht wird, verkommen, denn auf den SomMer und Herbst folgt die knappe Winters­ zeit, für die wir vorzusorgen haben. ; Manchje wissen noch gar nicht, was wir in Feld und Wald für Schätze finden können, nicht nur an Beeren, Obst und Gemüse, son­ dern auch! an Gewürzen, die, wenn sie richtig getrocknet und aufbewahrt werden, uns dann die teuren, oft noch dazu ungesunden, reizen­ den ausländischlen Gewürze vollständig er­ setzen. ' Wir finden überall den köstlichen Feldthymian, Beifuß,, KüMmiel, Salbei und andere würzigen Kräuter. Ebenso ist es mit verschiedenen jungen Blättern, z. B. der &gt;" Erdbeeren, der Brombeeren, Preißel- und Heidelbeeren, der Linden-, Hollunder- und Waldmeisterblüt ten, die einen gesunden, wohlschmeckendem Tee liefern anstelle des jetzt unerschwinglichjen aus­ ländischen schwarzen Tees. Alles übrige Gemüse und Obst soll getrock­ net und eingekocht, Gemüse auch! eingesalzen werden. r Nicht jedermann ist in der Lage, sich zur Haltbarmachung der teuren Apparate und Glä­ ser anzuschaffen, die ja bei der Knapph&gt;eit an Zucker eine große Erleichterung sind. Es sei deshalb auf verschiedene Arten des Ein­ mache ns hingewiesen, ohne oder nur Mt ganz wenig Zucker, das ist: 1. das Haltbarmachen durch! Wasserenrziehung, das Dörren und Trocknen, 2. das Einmachen in einfachen Krügen und Flaschen, wie sie w«oh«l in jedem Haushalt zu finden oder doch billig und leicht zu. be­ schaffen sind, mit einfachem Korkverschluß und Ueberzug von Pech«, Lack, Stearin oder Gela­ tine. So einfach! diese Art des EinMachjens von Obst und Gemüse auch, ist, dürften doch, jeder Hausfrau praktische Winke und Rezepte hiezu erwünscht sein, es wird deshalb wöchentlich das eine oder andere hier angegeben werden. Diese Rezepte sind aus dem lleinen Kochbuch/ "Tie Eirynach-Küche", es enthält über 100 An­ leitungen zum Haltbarmächen von Obst und Gemüsen, darunter viele Vorschriften ähne An­ wendung von Zucker. Dasselbe ist um den Preis von 25 Pfg., wie die andern so belieb­ ten Kochbüchtein des Vereins für Frauenin­ teressen, in der Filiale des "Kurier für Nie­ derbayern" zu «haben.</p>
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          <p>Letzte Posten. Letzte Posten Verschärfung der amcrikauifch-mexiiänischen Krise. Berlin, 4. Juli. Die amerikanisch-me­ xikanische Krise soll sich, durch neuen Einfall 'mexikanischer Banden in amerikanisches Ge­ biet wieder zugespitzt haben.</p>
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          <p>Kriegsbriefe aus dem Westen. Kriegrbriefe ans beut Westen Berlin, 3. Juli 1916. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise verboten.) Die englisch-französische Offensive in der Picardie. (Telegramm unsres Kriegsberichterstatters.) Großes Hauptquartier, 2. Juli. Tie seit langem angekündigte und zu­ letzt von den Franzosen sehr ungeduldig her­ beigesehnte Offensive der Verbündeten hat ge­ stern morgens um halb 8 Uhr begonnen. Ter Feind hatte an großen Teilen der übrigem Front seit einigen Tagen Feuerübersälle und andere Beunruhigungsnnternehmungen der anstaltet, in der Hoffnung, unsre Aufmerksam­ keit von der von HM zur Offensive ausge­ suchten Frontgegend abzuziehen. Diesen Ab­ schnitt von Armentieres bis zur SoMme be­ legte er eine volle Woche lang Mit Trommel­ feuer, das er mit zahlreichen Gasangriffsoersuchen begleitete. Während die Engländer nir­ gends einen nennenswerten Erfolg hätten, muß? ten wir südlich! gegen die französischen Angriffe beiderseits der SoMme unsre Stellung etwas zurücknehmen, da an einigen Stellen die völ­ lig eingetromipelten vordersten Gräben nicht Mehr zu halten «waren. Ter Angriff fand schon vor den zwischen der ersten und zweiten Stel­ lung gebauten Riegelstellungen Halt. Inner­ halb seines Raumgewinnes liegen die zerstörten Ortschaften Fricourt, Mametz, Herbeconrt, Affevillers und la Boiselle. Die kiebliche reiche Pieardie dürfte in der nächsten Zeit wieder zum Schauplatz heißer Kämpfe werden. Ter Plan des Feindes war, wie er offen ver­ kündet hatte, Mit ein-eM« gewaltigen Anlauf ohne Aufenthalt ganz Frankreich« bon der deut-' scheu Besetzung frei zu siegen, und «sich, den Weg nach Belgien öffnen. An Vorbereitungen, Mnnitionsanlhäusung, Ansammlung von fri­ schen Truppen hat man es auch, dieslmäl nicht fehlen lassen. Einstweilen aber hat der ge­ waltige Anlauf nur einige zerschossene Schchtzengräben der vordersten Linie überrannt und hat dann vorerst schon vor den Zwischenstellungen stocken müssen. Ter für «solche Offensive in vieler Hinsicht entscheidungsvolle erste Tag dürfte also b^n sehr hochgespannten Hoffnun­ gen der Alllierren wenig entsprechen«. (Kb.) W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter.</p>
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          <p>Handel und Verkehr. §6ttbe! Mb Verkehr. Nürnberg, 3. Juli. (Hopsenbericht.) Ter Verlaus des dieswöchentlichen Marktverkehrs war im allgemeinen ein ruhiger und es be­ wegten sich! die Tagesumsätze zwischen 35 und 130 Ballen. Ter niedrigste Preisstand war 42 Mark. Tie meist begehrten Mittelsorten hiel­ ten sich! zwischen 45 und 55 Mark, wogegen für prima Hopsen 58—60 Mark und Höchstens­ falls 65 Mark bezahlt wurden. Tie Stim­ mung war sehr fest und es sind insbesondere bei weiterem Vorrücken der Farben und Qua­ litäten alle Mstielsorten wieder einige Mark teuerer. Ter Wochenumsatz, beziffert sich, auf 450 Ballen, wovon 150 Ballen auf Spekula­ tion entfallen, welch! letztere diesmal sich, auch für bessere Sorten bis zu ,55 Mark interessierte. Wocheuzufuhr: 200 Ballen. Preise ant 1. Juli für 50 Kilogramm: geringer Hopfen 40—45 Mark, Mittel- und Gut-tzNittelHHopfen 48 bis 58 Mark, prima einschließlich Siegelgut 60 bis 70 Mark.</p>
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          <p>Literarisches. Literarischer. Der Türmer. Halbmonatsschrift für Gemüt und Geist. Herausgegeben von I. E. Fretherrn von Grotthuß. Verlag von ©reiner u. Pfeiffer in Stutt­ gart. Vierteljährlich 6 Hefte, 4 50 Mark.</p>
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          <p>Amerika und Mexiko. MkMll lllld MM. Wilson und Mexiko. Tie "Voss. Ztg." meldet aus Zürich : Nach französischen Blättern zog sich General Per­ shing, der Befehlshaber der amerikanischen Truppen in Mexiko hundert Kilometer gegen die amerikanische Grenze zurück. Ter frühere amerikanisch«e Kriegssekretär richtet gegen Wil­ son heftige Angriffe wegen der ungenügenden Ergebnisse der Mobilisierung. Eine Woche nach dem Mobilmachungsbefehl waren kaum 30 000 Mann neu aufgestellt. Von regulären Trup­ pen ständen heute nur 35 000 Mann an der mexikanischen Grenze. Tie von Pershing be­ fehligte Armee sei von Wilson in eine unMögliche Militärische Lage gebracht worden. Unter diesen Umständen den Krieg zu führen, sei verbrecherisch!.</p>
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