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        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-07-05"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 179</biblScope>
          <date when="1916-07-05">1916-07-05</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Die erfolglose englische Offensive. Alle Angriffe des Vierverbandes im Westen, Osten und Süden vlutig abgeschlagen. — Fortschreitende erfolgreiche Gegenstöße der Heeresgruppe» Prinz Leopold und Linfingen. Die Russen durch die Armee Bothmer in ZV Kilometer Breite und 10 Kilometer Tiefe zurückgedrängt. — Bulgarischer Vorstoß an der Salonikifront. — Kermanschah von den Türken besetzt.</p>
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          <p>ob dies ein vereinzelter Vorstotz bleibt, oder ob es der Beginn des bulgarischen Vormarsches an dieser Front ist. Im Westen haben die Engländer ihre An­ griffe nördliche des Ancrebaches nicht fortge­ setzt, dagegen stürmten Engländer und Fran­ zosen zwischen Äncre und Somme mit star­ ken Kräften gegen unsre Linien, wurden aber überall abgeschlagen, wobei sie sehr schwere Ver­ luste erlitten. Ter deutsche dtegenftof), beson­ ders bei Mgmetz, scheint sich bereits fühlbar zu machen. Aus bebt, Torfe Hardecourt wur­ den die eingedrungenen Franzosen wieder hin­ ausgeworfen. Auch, bei Wern, La Bassee und Lens haben die Verbündeten Angriffe versucht, die zurückgewiesen wurden, wie auch, franzö­ sische Angriffe auf die von uns eroberte "Bat­ terie von Tamloup". Unsre Flieger haben ohne eigne Verluste fünf, unsre Abwehrgeschütze vier feindliche Flugzeuge, somit insgesamt 9, abgeschossen. Im Osten hat die Heeresgruppe Hindenburg russische Angriffe bei Smorgon, beiKrewo und Wiszniewl unter schjweren Verlusten, für die Russen abgeschlagen. Tie Heeresgruppe Linsingen ist trotz russischer Massen angriff^ in weiterem Fortschreiten. Die Heeresgruppe Prinz Leopold hat in ihrem erfolgreiches Ge­ genstotz wieder fast 1900 Russen gefangen. Tie Armee Bothjmier geht jetzt auch, aktiv vor und hat die Russen bei Tlumacz in 20 Kilo­ meter Frontbreite auf 10 Kilojweter Tiefe zu­ rückgeworfen und damit den österr.-ungar. Truppen bei Kolomea Lust gemacht, da sein Vorgehen die Flanke der Russen bei Oberthn und Kolomea bedroht. Bei Kolomea wird noch, imfner erbittert gekämpft, doch. wurden die russischen An­ griffe von den österr.ungar. Truppen abge­ schlagen. Tie Italiener scheinen sich an der Kü-. stenfront der allgemeinen Offensive des Vier­ verbandes ansch,ließen zu wollen. Besonders bei Mpnfälcone richteten sie sieben starke An­ griffe gegen die Front unsrer Verbündeten, die aber von österr.-ungar. Landsturmtr-uppett abgewiesen wurden. Auch' Bei Bagni, am' Monte Casich, bei Selz, am Masobach und im Posinatale wurden italienische Angriffe ab­ gewiesen. ! An . der Salonikifront nahm bulgarische Infanterie die französischen Stellungen bei Petka. Tie nächsten Tage werden ja lehren,</p>
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          <p>Westlicher Kriegsschauplatz. Bericht des deutschen WuttMtiers. WTB. Berlin, den 4. Juli. Mittags. .Großes Hauptquartiers ~ . Westlich« KriegsschiriiM. Während nördlich, des Ancrebaches der Feind seine Angriffe nicht wiederholte, setzte er starke Kräfte zwischen Ancre und Somdne gegen die Front Thiepval—La Bois seile—MäMetz,, südlich, der SoMsmje gegen die Linie Barleux—Belloy ein. Tem hohen Einsatz an Men­ schen entsprachen seine Verluste in unfern« Artillerie- und Jnfanteriefeuer. Die Angriffe wurden überall abges chlagen. Um den Besitz des Torfes Hardecourt (nördlich, der SomMe) wurde erbittert gekäwpst, die dort eingedrungenen Franzosen sind hin­ ausgeworfen. Nordöstlich von Apern, westlich La Bassee und in Gegend südwestlich von Leus wurden örtliche feindliche Vorstöße, östlich der Maas kräftige Angriffe gegen die "Hohe Batterie von Tamloup" glatt abgewiesen. Tie wiederholten amtlichen französischen Mitteilungen über Rückeroberung des Werkes ThiauMvnt und der Batterie von Tamloup sind ebensolche Fabeln, tote die Angaben über Gefängenenzahlen bei den Ereignissen an der SoMjmje. Teutsche Patrouillen brachen östlich und südöstlich, von Armentieres in die englischen Erkundungsabteilungen, bei Erbruecke (west­ lich, von Mühlhausen) in die französische Stel­ lung ein. Hier wurden 1 Offizier, 60 Jäger gefangen. 0 feindliche Flieger, wurden abgeschossen, davon 5 im Luftkampf ohne eigene Verluste, 4 durch, Abwehrfeuer. 6 der außer Gefecht gesetzten Flugzeuge sind in unserer Hand.</p>
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          <p>Oestlicher Kriegsschauplatz. I Sestlich« Krikgrschillplch. I Heeresgruppe des Generalseldnmrschalls von Hindenburg. Im Anschluß, an vielfach gesteigerte Feuer­ tätigkeit haben die Russen abends und nachts auf der Front Naroczsee—Smorgon, östlich von Wiszniew, an mehreren Stellen angegrif­ fen, Mit erheblichen Kräften beiderseits von Smorgon, bei Bogucze (nordöstlich, von Krewo) und bei Sloikowschtschisna (südöstlich von Wis­ zniew). Sie haben keine Vorteile errungen^ wohl aber fchiwere Verluste erlitten. Heeresgruppe des Generalseldmarschalls Prinz Leopold von Bayern. Tie kräftigen Gegenstöße unserer Truppen haben an den Stellen, wo es den Russen ge­ lungen war, anfängliche Fortschritte zu Ma­ chen, durchwegs zum Erfolge geführt. An Ge­ fangenen wurden hierbei : 13 Offiziere, 1883 Mann eingebracht. Heeresgruppe des Generals v. Linfingen.' Auch, gestern warfen sich die Russen mit starken, zumteil neu herangeeilten Truppen unserem Vordringen in Massen entgegen. Sie wurden geschlagen. Unser Angriff gewann weiter Boden. Armee des Generals Grafen von Bothmer Südöstlich, von Tlumacz haben unsere Truppen in schnellem Fortschreiten die Russen in über 20 Kilometer Frontbreite und bis über 10 Kilometer Tiefe zurückgedrängt. Balkan-Kriegsschauplatz. Keine wesentlichen Ereignisse. &gt; j Oberste Heeresleitung.</p>
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          <p>von Tlumacz) schiritten deutsche und österrei­ chische Truppen erfolgreich vorwärts. In Wolhynien versuchte der Feind unser Wordringen durch! Massenangriffe aufzuhalten, Er wurde überall unter schweren Ver­ lusten zurückgeschlagen. Italienischer Kriegsschauplatz^ Unsre Front zwischen dem Meere und dchni Monte Sei Busi stand abends und die ganze Nacht unter betn 1 schwersten Geschützfeu-er und wurde unaufhörlich! angegriffen. Tie heftig­ sten Anstrengungen des Feindes richteten sich diesmal gegen den Rücken östlich! von Mowftilcone, den unsre braven Landsturmtruppen gegen 7 Angriffe vollständig behaupteten. Vorstöße der Italiener bei Bagsti^ atzn' Monte Cosich! und östlich von Selz wurden gleichfalls zum Teil ijm! Handgemenge abge­ wiesen. Vor betn Monte San Michele verhinderte schon unser Gejschützfeuer das Vorgehen der feindlichen Infanterie. Nördlich! des Suganatales scheiterten An­ griffe der Italiener gegen unsre Stellungen! aw oberen Masobach!. Auch! nördlich des oberen Posinatales schlugen unsre Truppen mehrere starke Vor­ stöße des Gegners zurück Gestern wurden 177 Italiener gefangen genommen. Oberleutnant Johann Foind hat sein 3. feindliches Flugzeug abgeschossen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. ker stellvertretende Chef des Generalstabe»! v. £soefer, Feldmarschalleutnant.</p>
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          <p>!Zer Höhepunkt. Kopenhagen, 3. Juli. "Politiken" schreibt in einem Leitartikel: Mit betn 1 Angriff der Engländer an der Westfront erreicht best Krieg einen Punkt, der hoffentlich! den Höhe­ punkt darstellt. So ungeheuere .Massen an Menschen und Material, wie sie jetzt im Westen Süden und Osten gleichzeitig eingesetzt werden, kannte der Krieg bisher nicht. Es ist eine große Anspannung, die Entweder den Sieg oder eine Klärung des Erkenntnisses bringen Muß, daß der Sieg nach irgend einer Richtung unmöglich! ist. Höher kann Europa kaum kümtnten in vernichtender Machtentfaltung. Nach den Kümpfen der nächsten Monate kommt sicher ein psychologischer Moment, durch den der zu­ künftige Friedensvermittler endlich' die Aus­ sicht etijiält, offene Ohren zu finden. Europa ist jetzt schon auf Jahrzehnte gebrochen und geschwächt. Wenn der Krieg noch ein paar Jahre fortgesetzt wird, wird unser Weltteil wahrscheinlich vollständig entmarkt und ver­ schuldet sein und außer Stande zu einem inne­ ren Wiederaufbau, der allein uns über die Folgen des Krieges hinwegbringen kann. Tjas Urteil Liebknecht im LWtc des Aus­ landes. Gens, 4. Juli. In einer Besprechung der innenpolitischen Lage Deutschlands beschäftigt sich, die Zeitung "Le Genevois" mit der Ver­ urteilung des Abgeordneten Liebknechts, wobei das -Bllatt zu folgender Kritik kommt: In keinem kriegführenden Staaten dürfte ein Ur­ teil gefällt werden, das so Mild ausfällt.</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. Am westlich« KrikMmM. Tie englisch-französische Offensive. Genf, 3. Juli. Tie NahWmpfe bei den einzelnen Somlmiedörfern gehörten nach- den französischen Schilderungen zu den blutigsten seit Kriegsbeginn. Tas heldenmütige Ringen der deutschen Garnison von Dompierre gegen zwei französische Eliteregimenter sowie die mehrstündige hartnäckige deutsche Verteidigung des Torfes Curlu wird besonders hervorge­ hoben. Frankfurt a. M., 3. Juli. Die "Frkf. Ztg." meldet aus deM Haag: Ter "9t. R. C." erfährt aus London: Ter wütendste Kamps wurde in den zusammengeschossenen Dörfern geführt, welche die Teutschen mit größter Ge­ schicklichkeit in 'Verteidigungszustand gebracht hatten und auch! mit größter Hartnäckigkeit verteidigten. Ties war der Fall z. B. iM (Torfe Dhiepval, 6.5 Kilometer nordöstlich von Albert, welches scheinbar durch den Feind ge­ räumt war. Als jedoch, die englische Infanterie dort vorbeikam, schwärmten die Teutschen aus den tiefen Löchern und anderen Schutzplätzen hervor und eröffneten einein wütenden An­ griff mit Maschinengewehren, Handgranate!» und anderen Waffen, während die Artillerie ein heftiges Feuer aus allerlei Geschützen los­ brechen ließ. In dem erbitterten Kampfs, der nun folgte, wurde das Torf in einen Kessel mit schwarzem', weißchw und grünen Ranch' verwandelt. Es ist ein Wunder, daß darin noch' jemand leben konnte. (Z.) Tie Kämpfe an der '©otmimfe. Der Berl. Lokalanz. meldet aus Lugano: Compolonghi berichtet aus Paris dem Secolo: Paris ist ruhig und begierig auf Nachrichten. In ber Umgebung von Paris,' in den Ort­ schaften der Bannmeile und sogar im den Au­ ßenquartieren der Stadt hört man den Ka­ nonendonner. Tie Blätter in Amiens bersch­ ten, daß das Rollen des Geschützfeuers enorm und betäubend fei, und daß die Bewohner vor die Stadt gingen» um den Horizont in FlaMmen zu sehen. (W Tic Zivilbevölkerung in Lothringen entfernt Basel, 4. Juli. Wie die "Basler Nachr." erfahren, sind dieser Tage in der Franchst Comte viele Fchnilien aus lothringischen Ort­ schaften nahe der Front zugewandert, welche auf Befiehl der französischen Militärbehörden plötzliche abgeschoben worden sind und zwar so überraschend, daß viele nur da,s Nötigste mitnehMen konnten. In den verlassenen Ort­ schaften richten sich die Truppen häuslichlein. Französische Beschönigungsversuche. Berlin, 4. Juli. Ein französischer Funk­ spruch, vom' 28. Juni nachmittags 5 Uhr meldet: Tie französischen Repressalien gegen die Beschießung offener Städte. Ein deutsches Radiotelegramm Meldet die schreckliche Wirkung des von unsren Fliegern am 22. Juni ausgeführten Bombardements der Stadt Karlsruhe. 257 Personen wurden ge­ tötet, oder verwundet. Das Radiotelegramm brandmarkt das Verbrecherische dieses Bom­ bardements einer feindlichen offenjen Stadt, ohne den militärischen Zweck. Es Muß daran erinnert werden, daß das Bombardement von Karlsruhe, wie es in betn «Amtlichen fran­ zösischen Bericht vom 22. Juni abends hieß, als Vergeltung für die deutschen Bombarde­ ments der offenen Städte Barl le Tue und Luneville anbefohlen war, die ebenfalls zahl­ reichen Opfern — Nichtkombattanten — das Leben kosteten. Wir sind entschlössen, den Feind zur züchtigen, der keines der Kriegsgesetze respektiert. Wir haben die Entscheidung erst getroffen, nächstem die Zähl der von HM be­ gangenen Attentate jedes Maß überstieg. Vom 3. Februar bis 19. Mai, während welcher Zeit wir keine Stadt hinter der Front des Feindes bombardierten, haben die Teutschen Bethune sechsmal,, AfMiens sechsmal, Hazebrouck drei­ mal und St. Tie 13 Mal durch, weittragende Geschütze und Flieger, ferner GerardMer fünf­ mal, Luneville neunmal, Baccarat fünfmal, Raon l'Etape fünfmal usw. bombardiert. — Wir wollen den Teutschen die Freude nicht gönnen, die Zahl ihrer Opfer kennen zu ler­ nen, aber wir sind der Ansicht, daß, uNisre lange Enthaltung genügte, um der Welt zu zeigen, tote weit unsre Geduld geht und unser Bestreben, der frtebIMjen Bevölkerung die Kriegsschrecken zu ersparen. Von unsren Geg­ nern gezwungen, über das Maß hinauszugehen, sind wir für die Zukunft entschlössen, unsre Haltung nach, der Ihrigen zu richten. Tie französische Oberste Heeresleitung, von der zweifellos dieser Funkspruch' ausgeht, hat aber vergessen, darauf aufmerksam M ma­ chen, welch großer Unterschied zwischen der Beschießung französischer Städte, die samt und sonders unmittelbar hinter der Front oder im Operationsgebiet liegen, durch' uns und die der Beschießung von Karlsruhe ist, welches weitab vom Kriegsschauplatz auf der anderen Rheinseite gelegen ist. Auch! erwähnt sie nicht, daß die Franzosen seit langer Zeit völlig regelund planmäßig französische Städte im deut­ schen Okkupationsgebiet mit Bomben angreifen. Wie aus inzwisch,en in Deutschland eingegan­ genen französischen Zeitungen klar zu ersehen ist, gestattete die französische Pre'ssezensur we­ der den Abdruck des oben angeführten Funkspruches noch eine eingehendere Besprechung des Fliegerangriffs auf Karlsruhe im eignen Lande. Ter Grund hierfür liegt auf der Hand. Tie hohe Anzahl der Toten, die dem nicht zu rechtfertigenden Angriff auf die außerhalb des Kriegsgebietes liegende unbefestigte Stadt Karlsruhe zum Opfer fielen, würde zweifellos auch, auf den rechtlich denkenden Teil des franizösischen Volkes einen tiefen Eindruck gemacht !haben, der vermiesten werden Mußte. Tom Ausland gegenüber aber soll die Untat durch den eingängs erwähnten Funkspruch entschul­ digt werden. Italienische Arbeiter für die französische Jtwustrie. Angesichts des Mangels an Arbeitskräf­ ten, an denen die französische Industrie emp­ findlich' leidet, hatte die französische Regie­ rung mit der italienischen wegen UeberlafsuNg der benötigten Arbeitskräfte Unterhandlungen angeknüpft, die jetzt ihren endgültigen Ab­ schluß gefunden haben. Von nun an kann jeder französische Industrielle, der Mindestens 25 italienische Arbeiter zu erhalten wünscht, dem Unterstaatssekretariat des MunitivnsMinisteriums eine entsprechende Eingabe Machen, die diese dann dem Auswanderer-Ausschuß in Rom weitergeben wird. In diesem Antrag, der die Form und die Gültigkeit eines Ar­ beitsvertrages erhalten soll, hat der Antrag­ steller die Zahl der Arbeiter, deren er bedarf, die Arbeitsart, für die er sie zu verwenden gedenkt und die Tauer des Arbeitsverhältnisfes anzugeben. Ter italienische Arbeiter, der nach Frankreich! koMmit, wird bei Unfalls oder Er­ krankung dieselben Vorrechte genießen wie der Franzose; er soll auch im Lohnbezug nicht Mechter als dieser gestellt fein. Tie Reiseästen gehen zu Lasten des französischen In­ dustriellen, der außerdem als Bürgschaft für die genaue Jnnehaltung der kontraktlichen Ver­ pflichtung 50 Frs. als Tepot für jeden Ar­ beiter zu hinterlegen hat. Tiefe SumMe wird ihm nach, drei Monaten, wenn die Bedingungen des Vertrages pünktlich' erfüllt worden sind, wieder zurückgestellt.</p>
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          <p>kurses für Littauen statt. 71 einheimische Leh­ rer, sowie ältere Gymnasiasten sind zur Teil­ nahme zugelassen. (Z.) Tlie RetzchSvunra doch vertagt. Petersburg, 4. Jul. Tie Reichsduma ist durch, kaiserl. Ukas bis zum 14. November vertagt worden.</p>
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          <p>Am Balkan. Am VMM. Erfolge der Bulgaren. Budapest, 4. Juli. Das Blatt Ez Gst Meldet aus Sofia: Tie Kambana erfährt aus dem Hauptquartier, daß die bulgarische In­ fanterie nach, entsprechender Artillerievorbe­ reitung int Sturm die französischen Stellun­ gen bei Poltka genommen hat. Tie Franzo­ sen zogen sich, unter schweren Verlusten 1 zurück. C8-) ! Antivenizelistische Kundgebungen .Bern, 4. Juli. Nach, Athener Meldun­ gen französischer Blätter zieht die durch die Gewaltpolitik der Entente ausgelöste antivenizelistische Bewegung tat griechischen Heere imsnter weitere Kreise. Außer der Liga der Mobilisierten, die übrigens mit ZustimMüng des griech,. Generalstabes gegründet worden sein soll, ist eine neue von General Makira angeregte Militärliga in Bildung begriffen mit b0rtt Zweck eine Protestbewegung gegen die Verletzung der Rechte und Freiheiten Grie­ chenlands durch die Entente zu organisieren. Die Blätter schreiben dieser Vereinigung die Absicht zu, im Falle der Wiederwohl vonVenizelos einen Gewaltstreich zu versuchen. Auch habe Man allen Grund anzunehmen, daß zwi­ schen deM Generalstab und der Partei Gunaris ein enges Einverständnis bestehe dahingehend, Zaimis zu verhindern, die Forderungen der Alliierten zu erfüllen. (8-) Berlin, 4. Juli. In Saloniki ist es zu einer gegen Venizelos gerichteten Kundge­ bung des griechischen Offizierskorps gekomwvn. 20 Offiziere drangen in die Redaktionsräume des venizelistischen Blattes "Rizospatis" ein, stellten den Schriftleiter wegen seiner ententefreundlichen Artikel zur Rede und versetzten ihm sowie anderen Journalisten Säbelhiebe. Sie demolierten auch, die Einrichtung. Tie französische Militärbehörde hat eine Untersu­ chung eingeleitet. ! , l Aus Rumänien. Bukarest, 4. Juli. Unter Teilnahme von Take Jonescu und Lukaciu hielten die Konservativen eine Versammlung ab, in der die Notwendigkeit betont wurde, die rumäni­ sche Regieung zu stürzen, die weder nach innen noch, nach außen den nationalen Willen vor­ stelle. Tie Menge veranstaltete darauf einen Straßenumzug, wobei sie vor der russischen Gesandtschäst Hochrufe und vor dem Libera­ len Klub Peratruse ausbrachte. Take Jonescu und Lukaciu sprachen vom Balkon des Kon­ servativen Klubs für den Eintritt Rumäniens in den Krieg gegen die Mittelmächte. Zwischen­ fall that sich, keiner ereignet. — Tie Sozi'aldemvkraren hielten vorgestern eine gleich­ falls stark besuchte VersamMtang gegen den Krieg sowie gegen die Haltung der Regierung in der Galatzer Angelegenheit ab. Nachher durchzogen mehrere tausend Personen die Stra­ ßen Mit Fahnen und Tafeln, die die Aufschrif­ ten trugen: "Wir wollen Schulen, dem Frie­ den die Neuträlität, aber keinen Krieg!" Vor den Kriegshetzblättern wurden SchMährufe aus­ gebracht. Auch hier ereigneten sich keine Zwi­ schenfälle.</p>
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          <p>Die Türkei im Kriege. Me Türkei im Kriege. Ter türkische Bericht. Konstantinopel, 4. Juli. Das tür­ kische Hauptquartier teilt mit: An der Jrakfront keine Veränderung. In Südpersien zogen sich! die Rüssen aw 28. Juni von Kosarevabad zurück, zogen nachts durch, Harunabad und flohen eilig mit ihren Haüptkrästen in der Richtung auf Mahideeht. Tie in Harunabad von den Russen zurücktzelassene starke Nachhut konnte fstch ata 29. Juni vor der kräftigen Verfolgung unsrer Bothut-k Abteilungen nicht halten. Tie Rufsem! räum­ ten Harunabad. Sie wurden gezwungen sich, in der Richtung ihrer Hauptstreitkräfte zu­ rückzuziehen. An der Kaukasusfront auf dem rechten Flügel keine wichtige Kampshandtang. Lager­ stätten und Ansammlungen des Feindes wur­ den wirkungsvoll durch, unsre Artillerie be­ schossen. Auf dem linken Flügel sind unsre Truppen nördlich, Tschoruk damit beschäftigt, die dem Feinde in den letzten Tagen abgenonchnjenen Stellungen zu befestigen. In dem Abschnitt, der den rechten Flügel dieser Trup­ pen, die nach! Norden zu stehen, bildet, ver­ suchte der Feind eine Offensive, welche schei­ terte. Wir machten einige Gefangene und Beu­ te. UeberraschungsunternehMUngeu, die der Feind auf einzelnen Stellen des Küstenabschnit­ tes unternehmen wollte, wurden Mit Verlu­ sten für den Feind zurückgeschlagen. Sonst ist nichts zu bemerken. k Kermanschchh! von den Türken besetzt. Konstantinopel, 4. Juli. NachetaeM erbitterten Kampf westlich. von KevManschah am 130. Juni zogen sich, die Russen zurück; sie konnten sich, in Kermanischah nicht behaupten, worauf die Türken am 1. Juli die Stadt besetzten. ,</p>
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          <p>Der Krieg zur See. 9er Krieg zur 6er. Tie Toten der Skagerrak- Schlecht. Ter Berl. Lokalanz. berichtet aus Christiauia: Bis jetzt sind über 150 Opfer der Ska­ gerrak-Schlachst an der schwedischen Küste ein­ gebracht, 50 in der Gegend von FredertkstadTonsberg, sowie viele während der letzten Tage an der Südküste entlang bis Flekkefjord-Ekersnnd-Mandal. Ueberall wurden die Toten fei­ erlich, begraben. Tie Teilnahme der Bevölker­ ung war groß. (Z.) aSerfeitft. London, 4. Juli. Lloyds Meldet: Ter britische Tampser "Moeris" (3409 Tonnen) ist versenkt worden. Ueber das Schicksal der Be­ satzung ist nichts bekannt. * T«er englische Postraub. Haag, 4. Juli. Ter Dampfed "Rijndam" (müßte aus dem, Wege nach, Rotterdams die amerikanisch^ Post in Rotterdam zurück­ lassen. i 1 ; ' ( ; : I !</p>
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          <p>lin über zu starken Kartosfelzusatz im Brot erwiderte das Kriegsernährungsamt, daß Er­ wägungen schweben, den Kartoffelzusatz zu Brot demnächst in Wegsall fomlmen zu lassen. Ferner hat der Berliner Magistrat seit vor­ gestern für den Bezirk der Stadt Berlin ange­ ordnet, daß bei der Bereitung v^n Weizen­ brot anstatt Kartoffeln anch Wetzenschrot rn derselben Menge wie Kartoffelmehl verwendet werden kann. (3.) Wirsingkohl und weißer Kohl dürfen mit Konsens von Holland nacfii Deutschland aus­ geführt werden. Tie allgemeine Lebensmittelbestandsaufnahme. Tie Besprechung im Kriegsernährungsamt über die allgemeine Lebensmittel-Bestandsaufnahme kamen zu dem Ergebnis, daß die Erhebungen sich erstrecken sollen auf Fleisch-, Fleischwaren, Fleischkonserven und ge­ mischte Konserven, ferner auf Eier. Allgewein war Man der Ansicht, daß in den 'Pri­ vathaushaltungen nur die besonders wichti­ gen Nahrungsmittel zu erfassen feien, int den Gewerbe- und Handelsbetrieben, in betn Komwunen, Einkaufs- und Kriegsgesellschaften aber eine möglichst eingehende Aufnahme der ein­ zelnen Lebensmittel erfolgen soll. Die Erhe­ bung soll jede Menge von Vorräten erfassen Bezüglich! des Zeitpunktes der Erhebung ent­ schied man sich für Ende August bis Ansang September, da sür diese Zeit ohnehin eine landwirtschaftliche Erhebung vorgesehen ist. Natürlich! ist nicht beabsichtigt, und das kann zur Beruhigung der Vorratsbesitzer gesagt wer­ den, die Vorräte zu beschlagnahmen. Höchstens wird man da, wo in sinnloser Weife und zu spekulativen Zwecken gehamstert worden ist oder Vorräte leicht verderblicher Wären auf­ gestapelt worden sind, die Vorräte in gewis­ sem Ufmfang der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Wohl dagegen wird man bei der in Aussicht genonsmenen Verteilung neuer Vor­ räte den Haushaltungen ihre Vorratsmengen anrechnen müssen. Enrc RciWwosnungsversichcrung. In einer umfangreichen Denkschrift am den Reichs­ tag: "Handlungsgohilfenforderungen für die Ueberleitung der Kriegswirtschaft in die Frie­ denswirtschaft" fordert der Deutsch nationale Handlungsgehilsenverband u. a. als erste« Baustein zu einer großen Elternschaftsversicherung, die uns die Zukunft bringest muß, eine Reichswohnungsoersicherung. Durch die Ange­ stelltenversicherung sollen von allen ledigen Versicherten Beiträge eingezogen werden und die versickerten Familien mit mindestens drei Kindern sollen Wohnrenten ausgezahlt be­ kommen, die mindestens so hoch sind, daß da­ von die Miete für den durch die Kinder ent­ standenen Mehraufwand an Wohnräumen be­ stritten werden kann. Diese Renten sollen aber aus dem Wege des Kapitalabfindungsversahrens ausgezahlt werden können und dann Ihren Einfluß von der Herzogin-Mutter auch, aus den Sohn auszudehnen und um Meine unglückliche Schwester in Ihre Hand zu be­ kommen. Sie haben die Ahnungslose dazu an­ gestiftet, das wichtige Dokument vom Schreib­ tisch des Herzogs zu entwenden, und es meinem Vater in die Hände geschmuggelt, um Zwie­ tracht zwischen ihm und seiickjM Zögling zu säen und seinen Sturz herbeizuführen Tenn er war Ihnen als selbstloser Ratgeber seines Fürsten und als ein starrer Ehrenmann im Wege, und seine Tochter fing an, Ihr Ge­ baren zu durchschauen und Ihnen gefährlich zu werden. So mußten beide fallen. Und als sich unter Ihren vielen versteckten Feinden am Hofe einer fand, der noch schlauer und ränkeooller war als Sie und die junge Her­ zogin zur Unzeit über das Verhältnis ihrer Hofdame zu ihrckM Gemahl aufklärte, da ver­ standen Sie es mit Ihrer gewandten Tücke, die böse /Angelegenheit vor den Augen der Welt zu vertuschen, indem Sie die unheimlich,: Aehnlichkeil zwischen uns beiden Schwestern benützend, ohne Skrupel eine Schuldlose auf­ opferten." Ta unterbrach! er sie mit einem' höhnischen Auslachen. "Meine Gnädige, das ist wunder­ voll, was Sie sich da zusammengereimt haben — es fehlt nur, daß Sie einen einzigen kleinen als Anzahlung auf ein Eigenheim dienen. Ter Antrag des Teutsch nationalen Verbandes ver­ wertet die Erfahrungen, die bislang inTeutschland aus dem Gebiete der Sozialversicherung, der Wohnungsreform und HeiMstättenbefchafsung gemacht worden sind. Es ist 'zu erwarten, daß sich, seiner Forderung weitere Kreise an­ schließen werden. Tie Zahl der Sparkassenbücher hat sich im zweiten Kriegsjähr in einer Weise ver­ mehrt, die selbst in Friedenszeiten niemals er­ reicht worden ist. Eine Umfrage, die sich nur aus die größten Städte und Industriegebiete erstreckt, hat ergeben, daß bei ihnen die Zahl der Sparbücher um 4,7 Prozent gewachsen ist. Anch, auf dem Lande dürfte eine gleiche Zu­ nahme erfolgt sein. Tie "Pofs. Ztg." mteint, dies seien gute Aussichten für die nächste Kriegsanleihe. Verworfene Frauenzimmer. Wie dem "Lok.-Attz." aus Stettin gemeldet wird, wurde die Maschinistensrau Berta Schulz aus Bütow von der Strafkammer in Stolp wegen sittlicher Verschlungen, besonders wegen ihrer Bezie­ hungen zu Kriegsgefangenen, zu 1 Jahr 6 Monaten Zuckthaus, 100 Mark Geldstrafe, 5 Jähren Ehrverlust und Zulässigkeit der Stel­ lung unter Polizeiaufsicht verurteilt. Tie Tochter, die ebenfalls Beziehungen zu Kriegsgesangenen untechielt, wurde zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. (Z.) 1</p>
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          <p>kasmus drohte ihm kläglich, abhanden zu kom­ men. "Ich! Mütz bijdji bitten, Dietrich, dieser Szene ein Ende zu mach Pu, in der dein alter Onkel mit einer Rolle bedachst ist, Me ihn beleidigen müßte, wenn sie nicht gar so kin­ disch, wäre. — Ich! habe nicht aus Danß ge­ rechnet, als W mich durch die flehentlichen Bitten der Generalin von Telken erweichen ließ, ihr zu helfen, aus ihrer verzweifelten Lage herauszukommen, aber ich bin nichit wil­ lens, mich, von einer hysterischen Frau zumf Sündenbock-Machjen zu lassen, weil ffie als Glied einer entehrten FaMilie naturgemäß nicht das erhoffte Glück in der Ehe Mit einem' anständi­ gen Manne hat sindein können." — Und zu Ilse gewandt: "Meine Gnädige, ich, habe meinen Reffen tief bedauert, als Sie ihn als die rechte Tochter Ihrer intriganten Mutter dazu ge­ bracht hatten, Sie zu heiraten, aber obgleich, ich nur meinen Mund hätte öffnen brauchen, u-M ihm die Lust dazu sür intimer vergehen zu las­ sen, habe ich, geschwiegen, weil mir —" er be­ tonte das Wort scharf — "ein geleisteter Eid heilig ist." "Onkel," fuhr Dietrich dazwischen, "ich lasse dich, reden, weil ich ganz klar sehen will, aber hüte dich, meine Frau anzutasten." _ 1 , t 1 v.i (Fortsetzung folgt.) ] j | [ A Beweis sür die 'Erzeugnisse Ihrer blühenden Phantasie erbringen. — Aber Sie vergessen außerdem, daß selbst das aller schönste Märchen sich, logisch, entwickeln muß. — Ter schwarze Mann von Oldenfelden soll urplötzlich! dazu kcmchien, die unheimliche AehnlichLeit einer Person mit einer anderen zu benutzen, von de­ ren bloßer Existenz er nicht einmal eine Ahn­ ung hatte. Ta müßte doch zuM Mindesten erst eine Hexe oder Zauberin gekommen sein, die ihm verkündet hätte — solche Dinge tut nämlich! iMmer das weiblirhe Element in einem Märchen." "Ich! muß nckine Mutter anklagen, Ihr Helfershelfer in der schmutzigen Angelegen­ heit gewesen lzu fein; aber sie tat es nicht aus Berechnung oder Eigennutz, ihr unbän­ diger Stolz ertrug es nicht, vor der Welt Mit Schande beladen das Feld rmmtfm zu müssen — da opferte {sie lieber noch ihre zweite Tochter sür ihr Lieblingskind, zur Ver­ tuschung der Angelegenheit." Ter Geheimrat wandte sich an seinen Neffen. Sein gelbliches Lakaiengesicht spielte jetzt ins Grüne, in feind* Zögen trat das Hin­ terhältige und Verkniffene scharf hervor, seine schmalen Lippen zeichneten sich wie ein harter Strich in seinem Gesicht ab, fein Lächeln hatte etwas Verzerrtes, denn sein alter giftiger Sar- lin über zu starken Kartosfelzusatz im Brot erwiderte das Kriegsernährungsamt, daß Er­ wägungen schweben, den Kartoffelzusatz zu Brot demnächst in Wegsall fomlmen zu lassen. Ferner hat der Berliner Magistrat seit vor­ gestern für den Bezirk der Stadt Berlin ange­ ordnet, daß bei der Bereitung v^n Weizen­ brot anstatt Kartoffeln anch Wetzenschrot rn derselben Menge wie Kartoffelmehl verwendet werden kann. (3.) Wirsingkohl und weißer Kohl dürfen mit Konsens von Holland nacfii Deutschland aus­ geführt werden. Tie allgemeine Lebensmittelbestandsaufnahme. Tie Besprechung im Kriegsernährungsamt über die allgemeine Lebensmittel-Bestandsaufnahme kamen zu dem Ergebnis, daß die Erhebungen sich erstrecken sollen auf Fleisch-, Fleischwaren, Fleischkonserven und ge­ mischte Konserven, ferner auf Eier. Allgewein war Man der Ansicht, daß in den 'Pri­ vathaushaltungen nur die besonders wichti­ gen Nahrungsmittel zu erfassen feien, int den Gewerbe- und Handelsbetrieben, in betn Komwunen, Einkaufs- und Kriegsgesellschaften aber eine möglichst eingehende Aufnahme der ein­ zelnen Lebensmittel erfolgen soll. Die Erhe­ bung soll jede Menge von Vorräten erfassen Bezüglich! des Zeitpunktes der Erhebung ent­ schied man sich für Ende August bis Ansang September, da sür diese Zeit ohnehin eine landwirtschaftliche Erhebung vorgesehen ist. Natürlich! ist nicht beabsichtigt, und das kann zur Beruhigung der Vorratsbesitzer gesagt wer­ den, die Vorräte zu beschlagnahmen. Höchstens wird man da, wo in sinnloser Weife und zu spekulativen Zwecken gehamstert worden ist oder Vorräte leicht verderblicher Wären auf­ gestapelt worden sind, die Vorräte in gewis­ sem Ufmfang der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Wohl dagegen wird man bei der in Aussicht genonsmenen Verteilung neuer Vor­ räte den Haushaltungen ihre Vorratsmengen anrechnen müssen. Enrc RciWwosnungsversichcrung. In einer umfangreichen Denkschrift am den Reichs­ tag: "Handlungsgohilfenforderungen für die Ueberleitung der Kriegswirtschaft in die Frie­ denswirtschaft" fordert der Deutsch nationale Handlungsgehilsenverband u. a. als erste« Baustein zu einer großen Elternschaftsversicherung, die uns die Zukunft bringest muß, eine Reichswohnungsoersicherung. Durch die Ange­ stelltenversicherung sollen von allen ledigen Versicherten Beiträge eingezogen werden und die versickerten Familien mit mindestens drei Kindern sollen Wohnrenten ausgezahlt be­ kommen, die mindestens so hoch sind, daß da­ von die Miete für den durch die Kinder ent­ standenen Mehraufwand an Wohnräumen be­ stritten werden kann. Diese Renten sollen aber aus dem Wege des Kapitalabfindungsversahrens ausgezahlt werden können und dann Ihren Einfluß von der Herzogin-Mutter auch, aus den Sohn auszudehnen und um Meine unglückliche Schwester in Ihre Hand zu be­ kommen. Sie haben die Ahnungslose dazu an­ gestiftet, das wichtige Dokument vom Schreib­ tisch des Herzogs zu entwenden, und es meinem Vater in die Hände geschmuggelt, um Zwie­ tracht zwischen ihm und seiickjM Zögling zu säen und seinen Sturz herbeizuführen Tenn er war Ihnen als selbstloser Ratgeber seines Fürsten und als ein starrer Ehrenmann im Wege, und seine Tochter fing an, Ihr Ge­ baren zu durchschauen und Ihnen gefährlich zu werden. So mußten beide fallen. Und als sich unter Ihren vielen versteckten Feinden am Hofe einer fand, der noch schlauer und ränkeooller war als Sie und die junge Her­ zogin zur Unzeit über das Verhältnis ihrer Hofdame zu ihrckM Gemahl aufklärte, da ver­ standen Sie es mit Ihrer gewandten Tücke, die böse /Angelegenheit vor den Augen der Welt zu vertuschen, indem Sie die unheimlich,: Aehnlichkeil zwischen uns beiden Schwestern benützend, ohne Skrupel eine Schuldlose auf­ opferten." Ta unterbrach! er sie mit einem' höhnischen Auslachen. "Meine Gnädige, das ist wunder­ voll, was Sie sich da zusammengereimt haben — es fehlt nur, daß Sie einen einzigen kleinen</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Bayerische Nachrichten. Tier Gemeindebeamtengesetz-Aussichuß der Kammer der Abgeordneten hat heute den Ent­ wurf eines Gemeindebeam'tengesetzes in der Fassung der Beischlüsse der ReichsratskamMer Mit allen Estimfmerr gegen die Stimmen der Ab­ geordneten Götz (Z.) und Matzeder ( Bayer. Bbd.) angenommen. Füuf Tage den Leichnam ihres Mannes in ihrer Wohnung behalten hät in Kaisers­ lautern eine 80 Jahre alte, geistesschwache Frau. Ter Mann war bereits am vergangenen Dienstag gestorben, ohne daß der Behörde von dem Tode Mitteilung gemwcht worden wäre. Durch! den Verwesungsgeruch aufmerk­ sam gehiächt, fanden Leute in einem! einzigen ZimjMer die Frau mit der Leiche, bei der die Frau die ganzen Tage hindurch! gelebt und geschlafen hatte.</p>
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          <p>Nr 179 gautag für 1917 fällt nach, Falkenberg. Herr 2. Vorsitzender Fischer dom Landesverband in München brachte atn Schlüsse der Versamm­ lung ein dreifaches "Gut Heil" auf den lang­ jährigen Bezirksfeuerwehrvertreter Herrn Joh. Spahn von Eggenfelden aus, womit die Gau!versam!m!lung geschlossen wurde. Kößlarn, 4. Juli. (Beim Baden ertrunken) Tie stille Rott fordert alljährlich! Zur Badezeit ihre Opfer. Nachdem altn' 1. Juli bei Bayerbach der 12jährige Bolksschüler Abtmeier von Kindlbach ertrank, ereilte lOtn 1 Sonntag den 19jährigen Bauerssohn Joh. Enthvfer von Thanham das gleiche Geschick. Bilshofen, 3. Juli. (Gefährlicher Sturz.) Als hier der von Passau eintreffende Zug mittags ankajml, stürzte die Tochter des Kauf­ manns Föckensperger, welcher eine höhereTöchterfchule in Pafsau besucht aus dem Zuge auf den Bahnköriper, wo sie Mit einer Gehirner­ schütterung liegen blieb. AidenbaH, 4. Juli. (Erdrückt.) Am Frei­ tag abends nahm die Tienstmagd Johanna Beil das 15 Monate alte Kind ihrer Dienstherrschaft, des Bauern Frz. Spiegl von Beu­ telsback,, zu sich ins Bett. Als die Magd er* machte, lag das Kind tot neben ihr im| Bette. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die Magd im Schlafe das Kind erdrückt hat. Zwiesel, 3. Juli. (Zur Lebensmittelver­ sorgung.) Wegen der jüngsten schlimmen Erfah­ rungen blieb am Samstag eine Landbötim vor der Stadt und ließ ihre Viktualken durch ihre von ihrem Eintreffen verständigten Kundschaf­ ten abholen, was auch gelang, bis auf 10 Schilling Eier, welche sie selbst geheim in die Stadt bringen wollte. Aus der Angerbrücke wurde sie aber von einer Anzahl Weiber ge­ stellt und ihr der ganze Eiervorrat gegen Be­ zahlung weggenommen. Stallwang, 4. Juli. (Einen Diebstahl) verübten am Donnerstag nachmittags die aus der Zwangserziehungsanstalt Heiligenbrunn hieher entflohenen Burschen Max Stumvoll von Kötzting und Karl Eckbauer von Griesbach. Sie begaben sich nach der Behausung der Rosina Stahl, deren Ehemann unter Waffen steht, stiegen durch ein Fenster in die Wohnung ein und stahlen 18 Mark; das vorhandene Mehl streuten sie auseinander und einige Eier, die sie vorfanden Zertraten sie. Aus ihrem Wei­ termarsch gelangten sie zu beton! Stadel des Bauern Lehner in Gallner und zündeten den­ selben an. Er brannte total nieder. Tie bei­ den Taugenichtse wurden gestern durch die hie­ sige Gendarmerie aufgegriffen und verhaftet. Neukivcheu hl. Bl., 3. Juli. (OpferstockMarder.) In der hiesigen Pfarrkirche wurde der Opserstock erbrochen und seines Inhaltes .überaubt. &gt; 1</p>
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          <p>Herstellung von Törrobst. Ter Kreisverband niederbayerischer Obst­ bauvereine hat an die Bezirksverbände und Obstbauvereine folgendes Rundschreiben ge­ richtet: "Zur allgemeinen Lebepsyckttelknapphekt hat sich im heurigen Lahre auch noch Mangel an Verbramhszucker gesellt, wodurch die Halt­ barkeit des Obstes beeinträchtigt wird. Ein Ausgleich wird nur dadurch geschaffen, daß man sich wieder mehr einer Massenverwertungsart, die unsere Vorfahren fleißig geübt hatten, nämlich deM Dör­ ren des Obstes zuwendet. Törrprodukte sind in jetziger Zeit überdies ein gut bezahlter Handelsartikel und eine willkommene Gabe für unsere Lazarette. Ties gift insbesonders für .Gegenden mit viel Kirschen-, Zwetschgen- und 1 Mostbirnbau. Bei einiger Sorgfalt lassen sich 1 neben Törrzwetschgen, Apfelspalten und Birnhuzeln auch! jene schönen und feinen Törr­ produkte herstellen, die man zu Friedenszeiten in Geschäften erwarb. Für kleine Haus­ haltungen empfiehlt sich! die Anschaffung einer zweÄnäßigen Herddörre, die auf jedem Küchenherd aufgestellt und zum Trocknen von Schwämmen, von Gemüse, Küchenkräutern und Blättertee verwendet werden kann. Tie Holzwarensabrik Vollmut-Teggendorf liefert einen solchen Apparat zum Kriegspreise von 17 Mark. Jene Verbände und Vereine, in deren Bezirken größere Mengen rasch ver­ gänglichen Obstes erzeugt werden, seien auf die Erbauung aufnahmsfähiger Türröfen auf­ merksam gemacht. Nr. 5 der diesjährigen Mo­ natsblätter für Obst- und Gartenbau brachte ssinen Artikel über einen solchen Dörrofen, den Herr Bezirksbaumeister FeldMaier-Pfarrkirchen für den dortigen Obstbauverein im Vor­ jahre aufgestellt und der sich! sehr gut bewährt hat. In demselben können 5—6 Zentner auf einmal gedörrt werden. Nach den Tetailplänen ist jede, Landschreiner und Maurer imstande, den Ausbau eines derartigen Ofens ausführen zu können. Pläne hiezu sind zum ^Preise von 3 Mark vom Vorsitzenden des Kreis­ verbandes Herrn Hauptlehrer Bauer-Berg o. L. zu beziehen. Tie Verbände und Vereine möchten zur Erbauung von Dörröfen baldigst Schritte tun, um sie heuer ausgiebig benützen zu können. Die Gelegenheit hiezu ist gegen­ wärtig besonders günstig, da nach, einer Re­ gierungsentschließung vom 29. Mai lfd. Js. Nr. 19 940 die Deckung der Kosten ganz oder teilweise auf die Erübrigungen der KomMunalverbände aus dem' Getreideverkehr übernom­ men werden kann. Ueberdies sind derartige Einrichtungen für die Besitzer von dauerndem Werte. Tie Ausstellung der Dörre geschieht ant zweckmäßigsten imi Mittelpunkte des Nutz­ gebietes. Anleitung über das Dörren erteilt auf Wunsch Herr Kreiswanderle'hzfer ©(rill* Deggendorf." seine Freunde und Verwandten um sich ver­ sammelt sehen will. In der Heimat geht es an diesem Tage hoch her. Tie köstlichsten Speisen werden aufgetragen und Raki und Süßigkei­ ten verschwinden nicht von der Tafel. Tie Ankunft eines Reisenden oder eines Armjejn wird als Glückstzeichen für das Haus betrach­ tet, ja selbst die Toten sind zu der Feier gela­ den, und man setzt auf ihre Gräber BluMen und ausgewählte Gerichte. Es ist das die "Slava", die altheidnische Zeremonie zu Ehren der alten Götter, die pon den ersten christli­ chen Missionaren in ihren Kult hinüber ge* nomjmlen worden ist. Selbst in den tragisch­ sten Lebensumständen wird es kein Serbe ver­ säumen, seine "Slava" zu feiern. "Ich selbst habe sie oft genug auf dem Schlachtfeld gefei­ ert, aber so traurig und rührend wie hier ist mir das Fest noch nie erschienen," schreibt der schweizerische Berichterstatter. "Tie gan^e montenegrinische Kolonie war von Bordeaux herübergekommen. Man sah Beamte, Stu­ denten, Offiziere und arme Flüchtlinge in buntem Gemisch im eleganten Salon des Schlosses vereint. Um Haupteslänge die An­ wesenden überragend, stand der Prior des Klosters von Ostvog, des Heiligtums Montene­ gros, stolz mit feiner schwarzen Soutane und dem breiten karchoisinroten Seidengürtel da,</p>
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          <p>Eier waren nur in verschwindend geringer Anzahl, Butter und Schimalz gar nicht Vor­ händen. —* Der Kartoffel markt blieb heute unbestellt. Es war keine Zufuhr vorhanden; sodaß alle KaufMebhaber unverrichteter Tin­ ge abziehen mutzten. —* Höchstpreise für Kir schen hat die baher. Landesstelle für Gemüse- und Obstver­ sorgung festgesetzt und zwar: Für Süßkirschen: Beim Verkauf durch! den Erzeuger an den Handel (Erzeugerpreis) 30 Pfg. für das Pfd, beim Verkauf durch! den Kleinhändler an dein Verbraucher (KleiNhändlerpreis) 38 Pfg. für das Pfd. — Sauerkirschen (Weichsel): Beim Verkauf durchi den Erzeuger an den Handel (Erzeugerpreis) 35 Psg. für das Pfd.; beim Verkauf durch! den Kleinhändler an den Ver­ braucher (Kleinhändlerpreis) 46 Pfg. das Pfd. Tie Preise treten am Freitag, den 7. Juli in Kraft. —* Für Heidelbeeren dürfen nach! amtlicher v Festsetzung höchstens gefordert wer­ den: Beim Verkauf durch, den Schnimler an den Händler oder an gewerbliche Betriebe für erste Ware 16 Pfg., für zweite Ware (Preßware) 12 Pfg. das Pfund; beim Weiterverkauf durch! den Aufkäufer an den GroWändler oder an gewerbliche Betriebe (Aufkäuferpreis): für erste Ware 18 Pfg. für das Pfund, für zweite 14 Pfg. für das Pfund; beim Weiterverkauf durch, den GroWändler an den Großabnehmer oder an gewerbliche Betriebe (Großhändler­ preis): für erste Ware 21 Pfg. für das Pfund, ausschließlich der Frachtkosten; für zweite Ware 17 Pfg. für das Pfund, ausschjlietzlich der Frachtkosten; beim Weiterverkauf durch den Großabnehmer oder den Großhändler an bett! Kleinhändler (Großabnehmerpreis): für erste Ware 24 Pfg. für das Pfund; beim Verkauf durch, den Kleinhändler an Verbraucher (Kleiirhändlerpreis): 30 Pfg. für das Pfund. —* Zur Brotversorgung nahm ge­ stern der Beirat des Staatsminister iuimß für das Ernährungswesen Stellung. Es wurde be­ tont, daß, die in Nürnberg gewährte Vergrö­ ßerung der Mehl- und Brotration durch, spä­ tere Einsparungen wieder hereingebracht wer­ den Müsse, oljfo nur eine zeitliche Matznahine bilde und die in München gewährtem Zusatz­ marken aus städt. Einsparungen gegeben wer­ den. Zugleich, wurde aber beantragt, für die Zeit vom 15. Juli bis 15. September pie Mehlration auf täglich, 250 Gram/M zu erhöhen. In Landshut beträgt die tägliche Mehlration bet voller Karte 200, bei gekürzter Karte für Kinder 166 Granchn! Mehl. Bei delw gegenwär­ tigen Kartoffelmangel wäre es zu wünschen, daß der Beschluß des Beirates auf Erhöhung der täglichen Mehlration zur Durchführung käme. —* Gemüse und Obst darf vorerst in Postsendungen bis zu 5 Kilogramm ohne Ge­ nehmigung (Versandschein) der Lamdesstelle für Gemüse- und Obstversorgung verisendet werden. vorübergehen, ohne Ihnen die Mitteilung zu machen, daß wir von heute ab eine neue Re­ gierung haben und damit eine neue Hoffüung, die sich unserer Sehnsucht eröffnet." , Das war alles. Seine Gedanken begannen wieder abzuirren. Aufrecht in ihrem -Sessel sah die Königin Milena mit starren Augen ins Leere. Sie verkörperte in diesem Augenblick das rö­ mische Ideal der Gattin und Mutter. Vielleicht dachte sie in diesem Winkel des Exils, .inmitten ihrer letzten Getreuen, an ihre Kinder,, die in.der Welt verstreut sind, und die/ wie dis Königin von Italien und die beiden Grotz/fürstinnen von Rußland, für sie verloren sind. Immer schwerer und bedrückender wuchtete das Schweigen über der Versammlung. Einer nach dem anderen von nns zog sich diskret zurück. Das war der Namenstag eines Herrschers, den wir h&gt;ier in der Fremde feierten."</p>
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          <p>Städtische Schwimmschule. Mdtische ölhmtmWle. 5. Juli 1916. Lust . . 21 Grad C. Wasser . 19 Grad C.</p>
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          <p>—* In die Isar gesprungen. Als !heute vormittags ein Bewohner von Achdvrf seine Ehestau, die an geistiger Störung litt, zuM Arzte hierher verbringen wollte, sprang die Frau beim Kindergarten in die Isar. Von der Ländbrücke aus wurde ihr ein Rettungs­ gürtel zugeworfen, an dem sie sich ~ dann krampfhaft festhielt. Ter verh. LandstuvMmann Hofmeister sprang unterhälb der Brücke in die Isar und verbrachte die Frau im'it! eigner Lebensgefahr an Land. —* 40JahreHundesteuerinLandshu t. In der zweiten Hälfte des Jahres 1876 wurde in Bayern die Hundesteuer eingeführt mir cii &lt; :n Gebührensätze von 9 bezw. 3 Mark, von dem ijml ersten Jahre für die zweite Jahres­ hälfte der halbe Betrag zur Einhebung ge­ langte. Vom Jahre 1881 an wurde die Hunde­ abgabe auf 15 bezw. 3 Mark und durch, das neue Hundeabgabengesetz vom 14. August 1910 auf 20 resp. 6 Mark erhöht, unter voller Ueberweisung des Betrages an die Gemeinden, denen bisher nur die Hälfte der Reineinnahtme zugefallen war. Tie Hundezahl betrug von 1876 bis 1879 von 440 bis 536, die Ein­ nahmen 2071—4310 Mark; von 1880 bis 1890 418 bis 643 Hunde und 4528-6622 Mark Ein­ nahmen, von 1891 bis 1900 650—1000 Hunde und 6670—11 289 Mark, von 1901—1911 956 bis 1102 Hunde und 9600—11 367 Mark, von 1912-1916 betrug die Hundezahl 671—955 die Einnahmen 10 265—12 661 Mark. Die Mindeste Hundezähl betrug 418 im Jahre 1883, die höchste 1703 im Jahre 1909. Tie Mindeste Einnähme erbrachte das Jahr 1876 Mit 2076 Mark 50 Pfg., die höchste das Jahr 1914 mit 12 661 Mark. Tie Gesamteinnahme der 40 Jähre Hundeabgabe betrug insgesamt 346 864 Mark.</p>
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          <p>wurden sie überall restlos abgewiesen/ stellen­ weise unter seihr blutigen Verlusten für die Angreifer. Sshr viele Tote haben die Engländer bei dem ergebnislosen Anrennen gegen unsre Stellungen in ihrem Frontabschnitt nörd­ lich! der Somjme liegen lassen. In den häißejnl Kämpfen beiderseits der SoMImie treiben die Franzosen wieder Massen von Schwarzein! als Sturmtruppen vor. Es ist dämjit zu rechnen, daß die Verbündeten ihre Anstrengunigen noch erheblich! steigern werden, nachdem der wuchtige erste Anprall statt des erhvfften Turchbru-l ches der deutschen Front in vierzig Kilometer Breite nur zu deM Eindrücken einiger erster deutscher Stellungen geführt hat. Bei Ver­ dun versuchten die Franzosen Mit erhöhten! Kräften, uns von der inneren Berteidigungs-' linie der Festung abzudrängen. Sie behaupten! .dabei wiederholt in ihren letzten Heeresbe­ richten, bis in das Werk Thlaumont gelangt zu sein, das sie dann allerdings lMMer wieder verloren hätten. Ta sie in Wirklichkeit nur einmal bis in die Nähe dieses Forts gelangt sind, hät es mir den Anschein, als ob sie nach, deM berühmten Muster des "Toten Manu" nun das Werk Thiaumont aus der Karte südwestwärts in eine der dem Werke "Kalte Erde" genäherten Batteriestellungen wandern ließen. (Bei diesen ununterbrochenen Kämpfen ist uns die WegnähMe der "Höhen Batterie" gelun­ gen, die für die Franzosen nach, dem Verluste von Fort Vaux als Beobwchtungspunkt gro­ ßen Wert befaß. (Kb.) W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter. Kriegsbriefe aus dem Westen. Messbriefe ras dem Weste». Berlin, 4. Juli 1916. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise verboten.) Der englisch-französische Angriff auf die Westfront (Telegramm unsres Kriegsberichterstatters.) Großes Hauptquartier, 3. Juli. Auch, während des zweiten Tages ihrer »großen Offensive" unternahmen die Englän­ der und Franzosen in der Absicht, uns an der Verschiebung unsrer Reserven zu verhindert, allenthalben Beunruhigungsunternehmungen, starke Feuerüberfälle, die sich, beim Priesterwalde zum Trommelfeuer steigerten. Gasan­ griffe und Patrouillenvorstöße. Wo diesen Vorbereitungen Jnsanterieangrisfe folgten,</p>
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          <p>Literarisches. Literarisches. Hnndefport und Jagd. Amtliche Zeit­ liche Zeitschrift des Teutsch,en Reichsverbandes für Polizei- und Schutzhunde, E. V. mit 26 Unterabteilungen und anderer Verbände. Er­ scheint wöchentlich, einmal im Verlage Gundlach-Bielefeld. Preis vierteljährkich 2.25 Wk.</p>
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          <p>Bericht des deutschen Hauptquartiers. Bericht des deutschen WuttMtiers. WTB. Berlin, den 4. Juli. Mittags. .Großes Hauptquartiers ~ . Westlich« KriegsschiriiM. Während nördlich, des Ancrebaches der Feind seine Angriffe nicht wiederholte, setzte er starke Kräfte zwischen Ancre und Somdne gegen die Front Thiepval—La Bois seile—MäMetz,, südlich, der SoMsmje gegen die Linie Barleux—Belloy ein. Tem hohen Einsatz an Men­ schen entsprachen seine Verluste in unfern« Artillerie- und Jnfanteriefeuer. Die Angriffe wurden überall abges chlagen. Um den Besitz des Torfes Hardecourt (nördlich, der SomMe) wurde erbittert gekäwpst, die dort eingedrungenen Franzosen sind hin­ ausgeworfen. Nordöstlich von Apern, westlich La Bassee und in Gegend südwestlich von Leus wurden örtliche feindliche Vorstöße, östlich der Maas kräftige Angriffe gegen die "Hohe Batterie von Tamloup" glatt abgewiesen. Tie wiederholten amtlichen französischen Mitteilungen über Rückeroberung des Werkes ThiauMvnt und der Batterie von Tamloup sind ebensolche Fabeln, tote die Angaben über Gefängenenzahlen bei den Ereignissen an der SoMjmje. Teutsche Patrouillen brachen östlich und südöstlich, von Armentieres in die englischen Erkundungsabteilungen, bei Erbruecke (west­ lich, von Mühlhausen) in die französische Stel­ lung ein. Hier wurden 1 Offizier, 60 Jäger gefangen. 0 feindliche Flieger, wurden abgeschossen, davon 5 im Luftkampf ohne eigene Verluste, 4 durch, Abwehrfeuer. 6 der außer Gefecht gesetzten Flugzeuge sind in unserer Hand.</p>
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          <p>Landgericht Landshnt. (Verhandlungen vom 27. und 30. Juni 1916.) Verurteilt wurden: die Tienstmagd Apollonia Abler von Friepberg wegen Betrugs im Rückfalle zu 1 Jähr Gefängnis; ( bet verheiratete Schneidermeister Johann Seehofer von Mainburg wegen Verbrechens wider die Sittlichkeit zu 1 Jtzhr Gefängnis und 5 Jahr Ehrverlust. Verworfen wurde die Berufung des Han-' delsrnanns Johann Bill von Berg o. L. we­ gen Beleidigung und die Berufung des Amtsanwalts gegen den Viehhändler Joh. Wadensdorfer in Nandlstadt wegen unerlaubten Viehhandelns. Infolge Berufung des Amtsanwalts wur­ de das schöffengerichtliche Urteil gegen den Gastwirt Josef Ries von Holzkeller wegen un­ befugten Viehhandelns aufgehoben und Ries zu 200 Mark Geldstrafe oder 20 Tagen Gefäng­ nis verurteilt. Wegen Diebstahls wurde vom Schöfsew geeicht der Monteur Karl Winterl von Gangkosen zu 3 Tage Gefängnis verurteilt, vom Berufungsgericht aber fteigesprochen.</p>
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