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        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-08-10"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 215</biblScope>
          <date when="1916-08-10">1916-08-10</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Siegreiche Abwehr im Westen und Osten.</p>
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          <p>Ein neuer Luftschiffangriff auf England. — Englisch-französische Angriffe nördlich der Somme gebrochen. — Erfolglose französische Angriffe bei Verdun. — Flugzeugverluste im Juli: 81 engl. und franz. gegen 19 deutsche. — Starke russische Angriffe am Stochod gescheitert. — Türkische Fortschritte im Kaukasus.</p>
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          <p>Im Westen sind an der Sommefront die starken englisch-französischen Angriffe unter schweren Verlusten für die Feinde abgeschlagen worden. Ebenso wurden neue französische Vorstöße im Maasgebiet blutig zurückgewiesen. Tos Ergebnis der Luftkämpse im Monat Juli zeigt ein Bild der Ueberlegenheit der deutschen Flieger, das unseren 'Feinden wohl zu denken geben wird: 81 feindliche Flugzeuge gegen 19 deutsche. Tie Herrschaft in der Luft ist den Franzosen entrissen und auf unsere zähen und ausdauernden Flieger 'ubergegan-l gen. Im Osten dauern die schweren Kämpfe am Stochod weiter an. Trotz mehrmaliger An­ griffe und der selbstmörderischen Gefechtsfüh-' pung der Russen, (wie der österreichisch-ungar. Bericht richtig sagt) blieben die Unfern Sieger 1 . Tas Vorfeld unserer Stellungen ist mit russi­ schen Leichen dicht besät. Westlich von Luck sind die Kämpfe zu unseren Gunsten entschie­ den. Weiter südlich wurden nun aucEji die bei Otthnia fechtenden Truppen in neue Stellun­ gen zurückgenommen. Mehrere unserer Marfueluftschiff-Ge­ schwader haben England wieder einen Besuch abgestattet und die ganze Ostküste von der schottischen Grenze bis herunter nach Norfolk mit Sprengbomben schwersten Kalibers und Brandbomben belegt. Tie englische Admirali­ tät beeilt sich natürlich! zu melden, datz kein militärischer Schaden von Bedeutung angerichtet wurde. Sie gesteht aber zu, datz diesmal nicht nur Pferde ums Leben kamen, sondern datz auch drei Frauen und ein Kind getötet und 14 Personen verletzt wurden. Wenn schon die Engländer soviel zugestehen, dann darf als sicher angenommen werden, datz die Wir­ kung derart furchtbar war, datz etwas zuge­ geben werden mutz. Tie mondhelle Nacht ge­ stattete ja auch eine deutliche Beobachtung und diese ergab starktz Explosionen und große Brände in Häfen und Werftanlageu, Eisenund Benzolfabriken und anderen industriellen und militärisch wichtigen Anlagen. Trotz hef­ tigster Gegenwirkung der englischen Abwehrmittel sind alle Luftschiffe unbeschädigt zurück­ gekehrt. An der italienischen Front scheinen die österreichisch-ungarischen Verteidiger, die sich bei Görz auf das linke Jsonzo-Ufer zurückge­ zogen haben, nunmehr auch die Stadt preis-« gegeben zu haben. Biel haben die Italiener nicht davon, da jie auf den die Stadt beharrschenden Höhen des Monte San Michele trotz! wiederholter schwerer Angriffe feinen Erfolg erzielen konnten. Tie Türken haben am rechten Flügel der I Kaukasusfront den Russen weitere Schlappen beigebracht und die Orte Bitlis und Muscht eingenommen. Griechenland seufzt weiter unter der Knechtschaft der Entente, die immer neue For­ derungen stellt. Ten Gipfelpunkt aber bedeu­ tet doch die letzte Zumutung, in welcher Grie^ chenland aufpefo-dert wird, sofort mt der Seite der Entente einzugreifen, oder Gr iechischMazedonien an König Peter abzutreten, damit dieser König vhne Land wieder ein Königreich erhalte. Zaimis soll die Entscheidung bis nach den Wahlen vertagt haben.</p>
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          <p>Front -es Fcl-marschalleutnants Erz­ herzog Karl. Die Zahl der südlich von Zalocze gemach­ ten Gefangenen ist auf 12 Offiziere, 966 Mann gestiegen. Südlich des Dnjestr sind die verbündeten Truppen über die Linie Ilizniow—Tyiamienica—Ottynia zurückgenommen. Balkan-Kriegsschunplatz. Keine wesentlichen Ereignisse. Oberste Heeresleitung.</p>
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          <p>Bericht des Admiralstabes. Neuer Luftangiriff auf die englische Ostiküste. MTB. Berlin, den 9. August. Meh­ rere unserer. Mavinelustschisfgeischwader haben in der Nacht vom 8. zum 9. England erneut angegriffen und Marinestützpunkte der Ost­ küste und Industrieanlagen von militärischer Bedeutung in den Küstengrafschasten vonNorth Humberland bis herunter nach Norfolk aus­ giebig mit Sprengbomben schwersten Kalibers und mit Brandbomben belegt. Ter Erfolg war an allen Stellen her­ vorragend und konnte bei der verhältnismäßig hellen Nacht deutlich beobachtet werden. So wurden in Eisen- und Benzolfabriken bei Mrddlesborougth sehr starke Explosionen ungroße Brän-e, in den Hafenanlagen von Hüll und Hartlepool und in den Werstanlagen am Thyue sehr gute Spreng- und Bran-wirk-/ ungen festgestellt. Auch in den Industrieanlagen bei Whitbh und den Bahnanlagen bei Kings Lynn wurden starke Wirkungen erzielt. Sämtliche Luftschiffe sind trotz der hef­ tigen Gegenwirkung durch Scheinwerfer, Abwehrbatterien und Seestreitkräfte unbeschä­ digt zurückgekehrt. Ter Chef des Admiralstabs der Marine.</p>
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          <p>seine dichtgegliederten Massen — darunter si­ birische und Garde-Truppen — zum Angriff vor. Mr wurde überall, vielfach im Kampf Mann gegen Mann, zurückgeworfen. Wie es bei der selbstmörderischen Gefechtsführung des Gegners nicht anders mögliche ist, bildet das Vorgeläinde unserer Stellungen ein großesLeichenfeld.. Südlich von Stobhchwa scheiterten wie­ der russische Uebergangsversuche. Italienischer Kriegsschauplatz. 'Titz 'heftigen Kämpfe im Raums von Görz dauern fort. Gestern nachmittags erreichten einzelne feindliche Abteilungen die Stadt. Am Monte San Michele und bei San Martino wie­ gen unsere Truppen ^wiederholte Angriffe unter schwersten Verlusten der Italiener ab. Tas k. ungarische Szekesfehewarer Honved-JnfanterieRgt. Nr. 17 tat sich hierbei besonders hervor. Sü-östlicher Kriegsschauplatz. * Unverändert. Der stellvertretende Chef des Generalstab--, b, Hoeser Feldmarschafleulnam. Ereignisse zur See. In der Nacht vom 8. ans den 9. August belegte ein Seeslugzeuggeschwader eine feind­ liche Batterie an der Jsonzomündung und die feindliche Seeflugstation Gorgo bei Grado sehr wirkungsvoll mit Bomben. Mehrere Voll-, treffet wurden erzielt. Trotz heftigster Be­ schießung kehrten die Flugzeuge unversehrt zu- , rück. Flottenkommando. WTB. Wien, den 9. August. — Amtlich wird verlautbart: Nusstscher Kriegsschauplatz f Heeresfront des J«l-marschallentnants Erzherzog Karl. Im Gebiete des Capul in der »Buko­ wina wurde der Gegner gegen Norden zurück­ geworfen. Am oberen Pruth gewannen utu sere Truppen die Höhen östlich von Worochte. Infolge der vorgestrigen Kämpfe wurden auch die bei Oithnia fechtenden Kräfte in eine . westlich vorbereitete Stellung zurückgeführt. Tie Gefechtstätigkeit in diesem Raume dauerte auch gestern den ganzen Tag über in unver­ minderter Hestigfeit an. Am Südflügel der Armee des Generals Grafen von Bothmer schlugen k. u. k. Regi­ menter mehrere starke Angriffe ab. DieZahl der südlich von Zalocze eingebrachten tPe-° fangenen ist auf 12 Offiziere, 966 Mann ge­ stiegen. HeeveSfront twe Generalfeldmarschalls v. Hin-enburg. In Wolhynien wuchsen die Kämpfe er­ neut zu größter Stärke an. Sowohl bei der Armee des Generalobersten von Terszthansky, wo die Russen stellenweise durch Gegenangriffe geworfen wurden, als auch bei Kisielin und im Stochodknie bei Kaszowka führte der Feind Der österr.-ung. Heeresbericht.</p>
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          <p>Was nottut! Berlin, 9. August. Professor Otto Hoetzsch schreibt in der heutigen Wochenschau in der "Kreuzzeitung" nach einer Darlegung der Balkanlage: Daraus ergibt sich unweigerlich die Folgerung, die, soweit wir sehen, in Teutschland bei der Betrachtung des Verhält­ nisses von England und Teutschland nur sehr selten gezogen wird: Ein Kriegsausgang, der Deutschland keinen wirklichen Sieg über Eng­ land bringt, schließt auch. für alle Fragen auf dem Balkan und im nahen Orient eine in allen unseren Interessen restlose und grund­ sätzliche Lösung aus. Für Arabien und Meso­ potamien liegt das aus der Hand. Aber man möge auch einmal eine kleine Frage, etwa die Valonas unter diesem Gesichtspunkt durchdenken! Das sehen die weitblickenden Staatsmänner der Türkei, das sehen auch die weitblickenden Staatsmänner der Balkanstaaten, auf der unsrigen wie auf der gegnerischen Seite, d&gt;as sicht man noch viel zu wenig in den politischen Kreisen Oesterreichs und Un­ garns utnb überhaupt nicht in den Zirkeln Deutschbands, die den deutsch-englischen Ge­ gensatz immer noch als vorübergehend und kaufmännisch geschäftlich lösbar betrachten. Aber gerade die Richtung, die die Interessen der Türkei, unser Interesse an iht und das deutsche Interesse am östlichen Europa mit dem grtößten Nachdruck betont, diese müßte in vorderster Front derer stehen, die den ent­ schlossenen Kampf gegen England mit allen Mitteln fordern. Wenn eine Entscheidung sehr wohl am Suezkanal und am Ausgang der Bagdadöahn herbeigeführt werden kann, so bleibt sie unvollständig, wenn nicht die Ent­ scheidung zugleich, zu Lande und zu Wasser im westlichen Europa fällt. Darum schrieb Fürst Otto zu Salm-Horstmar: Wir werden den Krieg verloren haben, wenn wir nicht als Siegespreis auch die Herrschaft über die flan­ drische Küste heimbringen. Tarum verlangt Admiral v. Tirpitz eine Stellung gegenüber dem Angloamerikanertchml, die wir erlangen, wenn nicht England, sondern wir die Vormacht von Flandern werden. Tarum betonen wir die Notwendigkeit dieser Küste vom Glacis­ standpunkt aus, der für Bismarck bei der Ge-, winnung Elsqtzl-Lothringens ausschlaggebend war. Tarum sehen wir darin allein die realen Garantien, und nicht in "psychologischen Ga­ rantien" oder in technischen Voraussaget . (Z.) Kein unentschiedener Krieg. Ter Pariser Korrespondent der Balsler Nachr. kommt auf die Rück- und Ausblicke der französischen Presse anläßlich des Abschlusses des zweiten Kriegsjahres zu sprechen und schreibt: Ter Rückblick ist für die Entente we­ niger günstig als für die Zentralmächte. Kai­ ser Wilhelm hat in seinem Schreiben an den Reichskanzler davon gesprochen, daß die.Hoff­ nungen der Feinde Deutschlands dieses in her Herstellung der Kriegsmittel zu übertrumpfen und zu überflügeln zu nichte geworden seien. Das sei das große Geheimnis der deutschen Erfolge. Deutschland hat das Uebergewicht an Kriegsmitteln und das sei die Hauptsache, das Kriegsziel zu erreichen. Es wird keinen un­ entschiedenen Krieg geben, das Gegenteil zu erwarten sei eine Illusion, die man sich aus dem Kopfe fchagen müsse, wenn mkm nichU einer schweren Enttäuschung entgegengehen wolle. Ein Ende ohne Entscheidung sei un-. möglich und die Entscheidung werde große Veränderungen in Europa bringen. (Z.) Tjer Wieg nach dem Kriege. Haag, 8. Aug. Ter Holländische Pro­ fessor Verryn-Stuart schreibt in dem hollän­ dischen Monatsblatt "Oekonomie" über die. Pa­ riser Wirtschaftskonferenz ü. a., 'daß die Deut­ schen sich mit großem Fleiß und großer Tüch­ tigkeit auszubreiten suchten. Tie Deutschen hätten versucht, den Engländern gleich zu kommen ohne sie zu überflügeln. Wenn man in England deutsche Waren kaufte, so hätte man dies nicht getan, weil eben die deutschen Waren besser und billiger gewesen seien. Eng­ land wäre es möglich gewesen, den deutschen Vorsprung durch Verbesserung seiner Arbeits­ methoden, durch "Hebung der Intelligenz seiner Arbeiter usw. wieder einzuholen . Ter Weltkrieg habe nicht mehr und nicht weniger bezweckt, als Deutschland finanziell zu erschöpfen. Zum Schlusse sagt Professor Verryn: Die Pariser Wirtschaftskonferenz wolle diese Erschöpfung der deutschen Finanzkraft nach dem Kriege fortsetzen. Man wünscht zu verhindern, daß die Teutschen bessere und billigere Waren verkaufen, als die Verbündeten. Tabei übersieht England scheinbar, daß die deut­ sche Einfuhr nach England im Jahre 1913 82 Millionen Pfund betrug und daß der Aus­ fall dieser Summe auf alle Bedürfnisse des Landes einwirken müßte. Tie englische Ein­ fuhr nach Teutschland betrug 1913 41 Mil-^ lionen Pfund. Deutschland war nach Britisch-Indien Englands bester Kunde. Das scheint man aber vergessen zu haben (Z.) Englands Willkür gegenüber den Neut­ ralen. Tie Engländer verlangen, wie schon ge­ meldet, strengste Garantien bei der Lieferung von Kohle und Fischereigeräten an norwegische Fischer, daß diese Geräte nicht an Deutschland weiterverkauft werden. Jetzt müssen sich die dänischen Fischer, die sich an dem Jslandfang beteiligen wollen verpflichten, ihren gesam-j ten Fang an England zu den bestehenden ge­ setzlichen Höchstpreisen von nur 45 Kr. für die Tonne zu verkaufen. Ter erste norwe­ gische Fischdampfer ist heute aus Island mit einer Ladung von 600 Tonnen angekommen, erhielt von dem Vertreter der britischen Re­ gierung den Bescheid, 45 Kr. fei ein zu hoher Preis und er verweigere die Abnähime der Ladung. Er verbot aber gleichzeitig dem Ei­ gentümer der Ladung, diese anderweitig zu verkaufen. Tie Fischer wenden sich, jetzt mit einer Eingabe an die Regierung, da die jetzi­ gen Zustände nicht mehr haltbar sind. (Z.) 2ic Bemühungen -er Entente um Bra­ silien. Aus Pariser Finanzblättern ist ersichtlich! daß der Vierverband Brasilien zur Ausgabe der Neutralität gegen Gewährung finanzieller Vorteile bewegen wollte, jedoch hat Präsident Braz von Brasilien dieses Ansinnen abge­ lehnt. (Z.)</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz Ein englischer Offizier über nie SommefchlaMt. Tas englische Blatt "Nation" veröffent­ licht folgenden Brief, den es von einem jungen, in der Schlacht an der Somme beteiligten Offizier erhalten hat: Sie sprechen sehr bewundernd von un­ seren Taten hier, und ich mutz vermuten, daß die Mehrheit des englischen Volkes Ihnen folgt. Aber ich wünschte doch, das Volk würde ein wenig mehr an die Schrecken dieser Fort­ schritte denken und an die Leiden unserer In­ fanterie, die fast die menschliche Widerstands­ kraft übersteigen. Tie zwei ersten Jahre des Kampfes vor dem 1. Juli sehen jetzt fast aus wie eine Friedenszeit. Niemand hat sich bis jetzt vorstellen können, welche Leiden nötig waren, um das erste deutsche Liniensystem er­ obern zu können. Zuerst hämmern unsere Kanonen ein Torf Tag und Nacht und machen einen währen Feuerofen daraus, während die deutschen Kanonen wieder an unseren Trup­ pen Vergeltung üben. Wenn das Torf dann verschwunden und alles Leben augenschein-j lich ausgelöscht ist, verlassen unsere Leute ihre zerstörten Laufgräben und bewegen sich der-, trauensvoll vorwärts, während 'sich unsere Ka­ nonen auf die Hinteren Linien des Feindes richten. Aber von Erdfalten aus und hinter den schwelenden Ruinen des Torfes, rieten die feindlichen Maschinengewehrmannschästen ihre Waffen auf uns und mähen unsere voran» schreitenden Männer nieder. Tann müssen wir uns entweder zurückziehen oder wir müssen das Torf ’ durch die Macht unserer unwider­ stehlichen Ueberzahl nehmen. Und wenn nun die Stellung genommen ist? Tann tvjerfen die Teutschen während der nächsten 24 Stunden ihre Gasgranaten und ihre schweren Kar­ tätschen in die Haufen der verfaulenden To­ ten oder erbebenden Lebendigen. Ter Feind läßt auch Granaten auf unsere Verstärkungen niederregnen und aus die, »die uns Nahrung und Wasser bringen.</p>
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          <p>Vom östlichen Kriegsschauplatz. -Lie russische Offensive. In einer Brochüre die dieser Tage in Kopenhagen erschienen ist, wird das Vorge­ hen der österr.-Ung. Heeresleitung, die na­ türlichen Linien zur Verteidgung zu benutzen, für richtig erklärt. Dadurch werde es mög­ lich, imit einer, verhältnismäßigen Minder­ zahl Millionen von Russen aufzuhalten. Tie Russen werden nicht eher einen entscheidenden Erfolg erringen, bevor sie nicht die deut­ schen Heere von den österreichischen getrennt haben. In den Stellungskämpfen muß es aber Hindenburg gelingen^ alles mit allen techni­ schen Errungenschaften der Teutschen auszu­ statten. Darüber wird der Herbst vergehen und dadurch ist. dann jedenfalls der Russen­ sturm abgewehrt. (Z.) 130 russische Divisionen gegen Galizien. Tie "Basler Nachrichten" melden aus Petersburg: In einer Darstellung der russischen Offensive gegen Galizien erwähnt das Pe-. tersburger Blatt "Rußki Invalid", daß 130 Divisionen für den Angriff konzentriert wur­ den, etwas mchr als die Hälfte sei bisher in den Kampf gekommen. Truppenansammlnngcn in Bessarabien. Von der russischen Grenze wird gemel­ det, daß. in Südbeßarabien wieder große Trup­ penverschiebungen stattfinden. Die Russen ha­ ben auf der unteren Donau, besonders bei Kartal und Reni viel Militär angehäuft. Zahlreiche Truppen befinden sich ebenfalls längs der befestigten Linie Reni—BenderAckermann. Nach der Lobrutsche geflüchteteDeserteure behaupten, daß in Südbetzarabien über 300 000 Mann versammelt seien. Gleichzei­ tig wird noch gemeldet» daß die russische Schwarzemeerflotte den Beschl erhielt, mit großen Kohlenvorräten sich auf verschiedenen Punkten zwischen den Tonauhäsen Wilkow und Ackermann zu konzentrieren. Ter Zweck die­ ser militärischen Maßnahmen ist vorläufig un­ bekannt. (3.) Ei« neuer russischer Kriezsrat. , Die bulgarischen Blätter bringen Mel­ dungen, daß demnächst im russischen Haupt­ quartier ein neuer Kriegsrat stattfinden wird, um die schweren Differenzen, die zwischenGeneral Brussilow und General Rußki ausge­ treten sind, auszugleichen. (Z.) Die Petersburger amtlichen Berichte. Aus Petersburg wird berichtet: Eine Ver­ fügung deI Petersburger Stadthauptmanns be­ sagt daß. sofort nach dem Erscheinen der amt-, lichen Tagesberichte diese in den Kaffeehäu-i sern an deutlich sichtbarer Stelle angeschka-! gen werden müssen. In den Theatern müs­ sen die Berichte sofort nach ihrem Erscheinen von den Schauspielern vorgelesen werden, um das Publikum, wie es in der Verfügung heiW, die Leistungen der Truppen vor Augen zu führen. Tie Kassechausbesitzer sind jedoch von dieser Neueinführung wenig erbaut, denn das Publikum'verläßt in ,den meisten Fällen im ersten "Siegesjubel" ohne zu bezahlen die Gaststätten. (Z.) Ter erstaunte Temps. Ter Pariser Temps ist sehr erstaunt, daß Generaloberst von Köveß plötzlich an der rus­ sischen Front erschienen ist. Das Blatt schreibt: Unglücklicherweise ist General Leschitzky genö­ tigt, seinen Angriff auf den Südflügel der Armee auszusetzen, u'trt Köveß ent-, gegenzutreten, der durch das Pruthtal von den Karpathen herabsteigt. Köveß war jüngst noch in Serbien. Wie hat er dort abkommen können? Das ist ein Kapitel der Geschichte dieses Krieges, das wir aus zählreichenGrünq den noch nicht behandeln, ja nicht 'berühren können. Wie die Russen Gefangene machen. Folgende Stelle aus einem Feldpostbrief vom 30. Juli, welcher der . Köln. Ztg. zur Verfügung gestellt ist, diene zur Kennzeichn nung der russischen Kriegsberichte: Mit größter Beruhigung und nicht ohne Schmunzeln las ich, heute in der Zeitung, im russischen Bericht vom 27. Juli von einem Ge­ fecht beim "Torfe" Wonki. Unser Schützen­ graben geht 20 Minuten vom Sondaraberg durch das ehemalige, jetzt völlig zerstörteT&gt;orf Wonki. Ich habe das Gefecht mit angehört, es dauerte genau eine Stunde. Es war eine Jägerpatrouille, die die Russen gern abge­ fangen hätten: sie legten das Feuer von vier Batterien dahinter, von uns antworteten zwei Batterien. Tie Jäger hatten fünf Tote und zwei Verwundete und verloren keinen Ge­ fangenen, und die Russen machen daraus, 4000 Gefangene!! Wenn die galizischen Kom­ mandeure Ähnlich gelogen haben, braucht man über die Gefangenenzahlen nicht u ec schr ek­ len.</p>
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          <p>Wohl eingesehen haben. Bon keiner Seite wer­ den die sonst üblichen Siegesfeiern gemeldet. Nur aus Rom berichtet der Carriere, daß sich auf den Straßen Gruppen gebildet Hätten, die den Sieg mit großer Genugtuung bespra­ chen. (Z.)</p>
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          <p>Tie Haiuptsache liegt auf Tante Jettchens Schulteren. Aber eigentlich! -dürfte ich Sie gar­ nicht mtit solchen Sachen belästigen." Miit großen, ernsten Augen sah er sie an. "Jcch glaube nicht, daß mich jemals etwas belästigten könnte, was mit Ihnen zusammen­ hängt, Anne-Mose. Ich -wünschte, Sie ^hiel­ ten micich in wir -in allen Trugen Ihres Ver­ trauens- so wert, 'wie in dieser Stunde. Und Sie müüssen mir jetzt etwas versprechen." Ertwartungsvoll sah sie -zu ihm auf, und in ihrem Augen spiegelten sich die Lichter der untergeehenden Sonne. "Was soll ich Ihnen versprechen, Better?" "Diaß wir uns nicht wieder aus den Augen verlieren wollen, Anne-Rose, wenn wir Retzbackh verlassen haben. Das Band, welches uns so, rasch und fest aneinander geknüpft hat, darrf nicht wieder zerrissen werden. Wir wollen uns wirklich verwandt bleiben. Sie müssen mir gestatten, daß ich Utich zuweilen mit eintent Lebenszeichen in Erinnerung bringe und miüssen von sich hören lassen. Und noch mehr. Sie mDssen irnlir gestatten, Sie zu­ weilen in Berlin aufzusuchen." Frwudig strahlten ihre Augen auf, so daß ihm dais Herz warm wurde. ,,L), das wird schön, darauf werden wir doppelt schwer. Wenn wir nun soviel erben würden — ach, ich, glaube, ich würde vor Freude närrisch, daß Papa und Tante ihr Sorgenbündel los würden. Tenken Sie, ich habe mir das mit Tante Jettchen schon aus­ gemalt in den herrlichsten Farben. Aber wenn es nichts ist, nun, dann sollts nich,t fein. Wir haben dann doch die schöne Reise gehabt und können in der Erinnerung an Retzbach schwelgen." Gerührt sah er in ihr vor 'Eifer gerötetes Gesicht. . "So schwere Sorgen schleppen Sie schon auf Ihren jungen Schultern herum?" fragte er weich. Ihr war. zu Mute, als streiften sanfte, linde Hände über sie dahin, bei seinen Worten. Sie füllte wohlig seine Teilnahme und dqchte, wie schön es sein müßte, mit allen Sorgen und Aengsten sich zu diesem starken Mann flüchten zu können. Ter Vater war ihr nie ein starker Halt gewesen, km Gegen­ teil, dem hatte sie mit Tante Jettchen ofk genug Halt und' Stütze sein müssen. Und es erwachte in ihr etwas von der Sehnsucht, ihr Geschick im treue starke Hände zu legern. Sie atmete tief auf. "Ach, es ist garnicht so schlimm, Vetter. uns freuen. Aber Stuttgart 'und Berlin lie­ genwett auseinander!" Er lachte. "Man braucht allerdings eine kleine Tage­ reise von einem Ort 'zum andern. -- Im Frühling, Sommer und Herbst werde ich wahrscheinlich keine Zeit dazu haben. Aber int Winter, da kann ich mir schon einige Wochen Urlaub nehmen. Und dann ver­ bringe ich ihn in Berlin und melde mich so oft als möglich bei Ihnen an." 0 Ehrliche Freude leuchtete aus ihrem Antlitz. "Wenn Ihnen nur dieses 'Versprechen nicht wieder leid wird." Seltsamen Blickes sah er in ihre goldig schimmerden Augen, in denen sich die Son-nenfunfen gesogen hatten. "Nein, es wird mir ganz 'bestimmt nicht leid werden." Es lag etwas int Ton seiner Stimme, ln dem Ausdruck seiner Augen, das ihr das Herz schneller schlagen ließ. Sie wandte hastig das Antlitz von ihm ab, aber er sah, daß die Röte in ihre Wangen stieg. (Fortsetzung folgt.)</p>
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          <p>Am Balkan. Ter bulgarische Bericht. Sofia, '8. Aug. Bericht des Hauptquar­ tiers. Täglich finden mehr oder weniger hef­ tige Artilleriekämpfe statt. Gestern rückten un­ sere vorgeschobenen Posten nördlich, vom Torfe Ziumnttza etwas vor. Eine unserer Patrouil­ len drang in das Torf ein, Vertrieb den da­ rin befindlichen feindlichen Posten und kehrte, nachdem die ihr ausgetragene Erkundung durchgeführt war, zu ihrem Posten zurück. Sie erlitt nur leichte Verluste, obwohl sie von der feindlichen Artillerie lebhaft beschossen wurde. (Sitte rnntlrchc rumänische Erklärung. Ter Bukarester halbamtliche Biterul veröf­ fentlicht eine Erklärung, die sich, in scharfer, präziser Form gegen die vielen auftauchenden Sensationsmeldungen gewisser rumänischer — gemeint sind die russophilen Blätter wen­ det in der Absicht, die öffentliche Meinung irre zu führen. Es ist der Regierung in der letzten Zeit unmöglich gewesen, jede einzelne dieser tendenziösen, jeder Grundlage entbehr renden Alarmmeldungen zu demsrntieren'.Wenn man in den maßgebenden rumänischen Krei­ sen diesem Treiben ohne Besorgnis zusah, so geschah dies, weil man im Verlauf dieses .Krieges wiederholt feststellen konnte, daß. die öffentliche Meinung in Rumänien so reif sei, um Mache von Wirklichkeit unterscheiden zu können. Tie ruhige Haltung Rumäniens sei in erster Linie durch das Vertrauen in die gegenwärtigen Lenker der Geschicke Rumäniens und in denUeberzeugung begründet, daß die Zeit seit Beginn des Krieges duzn benützt wurde, Rumänien militärisch und wirtschaft--! lich zu stärken. (Z.) Ein bestrafter rumänischer .Hetzer. Zu einem bezeichnenden Zwischenfall, der über die Stimmung iitns rumänischen Heere Zeugnis gibt, ist es dieser Tage in der Redak­ tion des bekannten russophilen Hetzblattes "Patria" in Bukarest gekommen. Tort traten einige Offiziere ein und forderten den Redak­ teur auf, beleidigende Aeußerungen, die er in seinem Blatte gebracht hatte, zurückzuneh­ men. Als der Redakteur dies verweigerte, ohrfeigten ihn die Offiziere. (Z.) Muniitionstransporte für Rumänien. In Ungheni ist neuerdrings ein Muni­ tionstransport aus Rußland eingetroffen, der sofort nach Jassy weitergeleitet wurde. Tie Murritlomswagen trugen die AufschriftenWladiwostok und Archangelsk. Es verlautet, daß in diesem beiden Häfen noch zahlreiche Wag­ gons mich rumänischer Munition stehen. In Rumänien begrüßt man die Sendung Mit ei­ nem berechtigten Mißtrauen, da Rußland bis­ her allem Munitionssendungen jede nur mög­ lichen Händernisse in den Weg gelegt hat'. Tie rumänische Ernte. NaH einer amtlichen Zusammenstellung trug am 1. Juli ds. Jrs., der angemeldete Getreidevorrat 16 000 000 gegen 12 000 000 Mzr. in der gleichen Zeit des Vorjahres. Ta die diesjährige Sommerernte befriedigt und die Aussichten für die Maisernte sich! erheblich gebessert haben, so wird Rumänien in diesem Jahre sehr bedeutende Getreidemengen für die Ausfuhr verfügbar haben. (Z.) Straxenkämpse zwischen Girieren und Frau-, Aasen. ' Wie die "Kölnische Volkszertung" mitteilt, veröffentlicht die in Sofia erscheinende Zei­ tung "Kambana" vom 2. August Mitteilungen von Flüchtlingen, wonach! am 22. Juli En Sereth &lt;ein blutiger Zusammenstoß zwischen Griechen und Franzosen stattgefunden hat, weil sämtliche Marktprodukte einem Ausschuß überwiesen werden sollten, der, ohne Zahlung zu leistem, bestimmen solltq, wie 'viel für den sofortigen Selbstbedarf'und tote viel für das Proviantamt verwendet werden sollte. Fünf Personen blieben rot am Platze. In der "Etabt sind alle Läden geschlossen. Ter Verkehr ist eingestellt. Französische Patrouillen durch­ ziehen die Stadt. Aehnliche Kämpfe fanden in Drama ftattf. Im Innern des Landes be­ reiten sich ernste Dinge vor. Das Volk wird | stetig erbitterter und die Atmosphäre immirv schwüler. - ? (Z.) , Täs geknebelte Griechenland. Konstantinopel, 9. Aug. In unter­ richteten Kreisen wird eine Meldung aus Sa­ loniki verbreitet, daß nach der Ankunft des serbischem Kronprinzen der BierverbandGriechenland- die Wähl stellte, es möge entweder eingreifen oder griechisch, Mazedonien werde bis zur Befreiung Alt-Serbiens König Peter als Herrschaftsgebiet zuerkannt. Zaimis ver­ schob biee Antwort bis nach den Wahlen.</p>
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          <p>Die Türkei im Kriege. 2er türkische Bericht. Konstantinopel, 8. August. Das tür­ kische Hauptquartier meldet: K ar u k a suSfr o n t: Eine russische Streit­ macht, kdie sich infolge der Ungunst der Wege und Betrbindungen sowie der durch die Witter- ung geschaffenen Schwierigkeiten seit einiger Zeit in der Gegend von Bitlis und Musch einrichten konnte, wurde nach und nach zum Rückzug gezwungen: sie ließ Kanoneü, Geweh­ re und Gefangene in unseren Händen. Ter Rückzug Ist Die Folge der heftigen Angriffe und des Druckes, den die auf unserem recfH * ten Flügel kämpfenden Truppen seit einer Woche -auf die außerordentlich, steile Hügel-, kette ausgeübt haben. Tie Bergketten südlich von Bitlis und Musch, die der Feind bereits vollkommen befestigt hätte und die er jetzt hartnäckig -verteidigte, wurden gleichfalls vor­ gestern von uns vollständig eingenommen. In der Nacht vom 7. zum 8. August ergriffen un­ sere Truppen von der Ortschaft 'Bitlis, am Morgen des 8. August von Musch Besitz. Im Nahkampf ergaben sich am '7. August Morgens südlich von Musch zwei Kompagnien feindlicher Infanterie mit Waffen. Unsere Truppen ver­ folgten den Feind, der *tn der Richtung auf den Fluß Murad flieht. Im Zentrum und auf dem linken Flügel keine wichtige Kampfhandlung. — Bon den anderen Fronten lie-gen keine Berichte vor.</p>
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          <p>Waruin Sich Roger Casement sterben Maßte. Die "Dresdner Nachrichten" veröffentli­ chen einen Artikel "Warum Roger (£a ferne nt sterben mußte". 'Darin wird festgestellt, daß man in Roger Casement einen unbequemen Wahrheitszeugen beseitigte. Ten Revolutio­ när hätte man den Iren gern zum Werbege­ schenk gemacht. Aber Roger Casement wußte, daß am 15. Juli 1914 ganz überrjaschend und zum ersten Male die Jrenführer zu einem ge­ heimen Kronrat berufen wurden, dem König Georg präsidierte-. Tort teilte man ihnen, | insbesondere Redmond, vertraulich mit, daß. ? der Krieg gegen Deutschland beschlossen sei und befragte die irischen Führer, ob man sich unter diesen 'Verhältnissen auf ihre Lands­ leute verlassen könne. Dieser Tatsache stellen die "Tresdner Neuesten Nachrichten" als Do­ kument das Telegramm des Königs Georg an den Prinzen Heinrich von Preußen vom 30. Juli gegenüber, wonach also noch 15 Tage später König Georg mit allen Mitteln ver­ suchte, den Teutschen Kaiser und die Regierung an "hie absolute Friedfertigkett der englischen Regierung glauben zu machen. Roger Case-, ment war in der Lage, das ganze Lügenge­ bäude der englischen Regierung zu Fall zu. bringen. Daraus erklärt sich auch nach dem. Artikel des Blattes, warum man schon früher verbuchte, ihn durch, Mörder zu beseitigen.. — Tie Verantwortung für diese etwas sen­ sationelle Enthüllung muß, natürlich dem 1 Tresdner Blatte überlassen bleiben. Der Krieg mit England.</p>
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          <p>Der Krieg zur See. Versenkt. WTB. Berlin, den 9. August. (Amtlich) In der Zeit vom 31. Juli bis 5. August hat eines unserer Unterseeboote in der Nordsee 13 englische Fischdampfer und einen engli­ schen Regierungskohlendampfer versenkt. Lloyds meldet aus Cette: Der griechische Dampfer "Achilleus" ist am 5. August 1 Uhr nachmittsags auf der Höhe von Kap Bagur von einem Unterseeboot versenkt worden. Lloyds berichtet, man glaube, daß der britische Dampfer "Frieden!" versenkt worden sei. Lloyds berichtet aus Stockholm, daß bei dem Feuerschiff Sinngrundet eine dänische Brigg von einem deutschen Unterseeboot ver­ senkt worden sei. Nach Schätzungen englischer Reedereien hat die Handelsflotte der Verbündeten imMonat Juli ungefähr 110 000 Tonnen, die Han­ delsflotte der Neutralen etwa 24 000 Tonnen Laderaum durch den Unterseebootskrieg ver­ loren. (Z.) Versenkte englische Fischdampfer. Der Fischerlogger "K. W. 125", von dem vor einiger Zeit die Meldung kam, daß 18 englische Fischdampfer durch deutsche U-Boote in den Grund gebohrt wurden, berichtet, daß zuerst vier Trawler von einem U-Boot an-, gegriffen wurden. Ein bewaffneter Trailer nahin den Kampf an, utot&gt; den drei anderen Gelegenheit zu geben, in westlicher Richtung zu entkommen. Ter bewaffnete Trawler "Nelly Mullens A. D. 69" wurde, nachdem noch zwei deutsche U-Boote auftauchten, rasch zum Sinken gebracht. 11 Mann wurden von dem Logger "Toggerbank Sch. 197" aufgenommen. Diese "Geretteten erzählten, daß tags vorher 14 englische Trawler von denselben U-Booten versenkt wurden. Tie drei U-Boote, die die "Nelly Mullens" zum Sinken brachten, ver­ folgten hieraus die drei flüchtenden Trawler, sodaß man glaubt, daß auch diese drei Schiffe versenkt worden sind. Bon einem U-Boot gejagt. Basel, 9. Aug. Nach einer Havasmeldung aus Marseille ist der Dampfer "Mascara" am Montag von Algier kommend, nach aben­ teuerlicher Fahrt dort eingetroffen. Er wurde von einem Tauchboot angegriffen und ent--! kam der Gefahr nur dank dem Erscheinen eines Hilfskreuzers. (Z.) Aufgebracht. Der dänische Dampfer "Jdun" ist ge­ stern abends von Frederikshafen nach Kopen­ hagen abgegangen. Er wurde von einem deut­ schen Kriegsschiff am Kattegat aufgebracht u. heute vom Oeresund südwärts geführt. "Jdun" besorgt zurzeit die Routenfährten zwischen Christiania, Frederikshafen und Kopenhagen. Man erwartet die baldige 'Freigabe. (Z.)</p>
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          <p>:5tte neue 5. Kriegsanleihe des Reiches wird, wie schon seinerzeit im Reichstage an--' gekündigt, im September zur Zeichnung aufge­ legt werden. Aller Wahrscheinlichkeit nach schon in den ersten Tagen des Monats. Ueber I die Höhe des Zeichnungskurses und über die 1 sonstigen Einzelheiten sind laut Berl. Tgbl. | endgültige Bestimmungen noch nicht getroffen. § Bundesratsausschußsitung. Tie Bayer. Staatsztg. schreibt in ihrer heutigen Nummer über die Tagung des Bundesrarsausschusses für auswärtige Angelegenheiten: Wie wir er­ fahren, tagte im Reichskanzlor-Dalais zuBerlin gestern nachmittags und heute vormittags unter dem Vorsitze des daher. Staatsmini-, ster Dr. Grafen v. Hertling der Bundesrats-^ ausschuß für auswärtige Angelegenheiten, der während des Krieges schon wiederholt zusamimengetreten war, um von Zeit zu Zeit die Mitteilungen des Reichskanzlers über die all­ gemeine politische Lage entgegenzunehmen.Der Reichskanzler gab auch diesmal eine eingehende Darstellung der gesamten politischen Lage, wo­ bei alle schwebenden Fragen zur Sprache ka­ men. Ter Bundesratsäusschuß begegnete sich mit dem Reichskanzler in unerschütterlicher Siegeszuversicht und gab seiner vertrauens-vollen Zustimmung zu der von beim! Reichs­ kanzler vertretenen Politik einmütigen Aus* Tages-Uebersicht. Berliner Borortgemeinden, die Massenspei--. sung eingerichtet haben, hatte das Ergebnis, daß die Beteiligung? oft bis auf die Hälfte und mehr zurückgegangen ist.' Es ist möglich und sogar wahrscheinlich!, daß sich die Be­ teiligung in der 'kalten Zähreszeit wieder heben "wird. Bon mehreren Gemeinden, die in weitgehender Vorsorge ganze Eisenbahn-, Wagenladungen frisches Gemüse angeschafft hätten, wird darüber geklagt, daß sie einen großen Teil des Gemüses nicht absetzen konn­ ten; es mußte getrocknet werden. 115. Kranen in der Gewerbeaussicht. Zur Gewerbeaufsicht in Preußen werden jetzt auch Frauen eingestellt. 15 Gehülfinnen sind be­ reits angenommen worden. Die Hauptbedin-, gung für die Annahme ist, daß die Anwärter­ innen sich durch! längere Beschäftigung in einer Fabrik unmittelbaren Einblick in die Verhältnisse des gewerblichen Lebens ver­ schafft Häben. Baralong- Geist. Das Geschrei jenseits des Kanals über die in Teutschlarid vollzogene Hinrichtung an dem englischen See-FranMreur Tryatt hört sich merkwürdig.an, wenn man sich der Entschuldigung der von läng län­ dern verübten Meuchelmorde an deutschen See­ leuten und der Schandtat des "King Stefan" erinnert. In seinem letzten Heft bringt der "Türmer" (Stuttgart, (Steiner und Pfeiffer) noch folgenden Beleg für den "BaralongGeist", der tn englischen Kreisen herrscht: "Wenn sie hineinfallen, laßt sie ersaufen, denn die Flieger von der Armee haben kein Recht, über der See zu fliegen." So lauteten, wie das Varlamentsmitglied Pemberton Billing vor der Untersuchungskommission in West minster ausführte, die Worte eines höheren Offiziers des Kol. Seit. Marine-Fliegerkorps. Und diese Worte sind gefallen, als ein An­ gehöriger dieses Korps noch so viel nichts englisches Fühlen zeigte, daß er dem ertrin­ kenden Kameraden vom Heere zu Hilfe eilen wollte. Aber sein höher Vorgesetzter hindert tön daran —'ja. er verbietet es ihm ausdrück­ lich! Und das dem eigenen Kameraden und Volksgenossen gegenüber! Dürfen wir uns da über die Mörder vom "Baralong" und vom "King Stefan" wundern? Diese Fälle wiederholen sich, bleiben keine Ausnahme, son­ dern werden nachgerade zum Kennzeichen 'der Art. Und alle diese erbarmungslosen, kaltlächelnden Mörder sind Leute mit der Bezeich­ nung "Offiziere", gehören der Auslese des Landes, der höchststehenden Truppe an, ihrer Navy, ihrer 'Flotte —! So sieht der Geist der Menschlichkeit und Kameradschaft aus, der in Englands geachteffter Waffe herrscht! Wen kann es da wunder nähmen, wenn sich bei uns ein hoher Grad von Abscheu und Verach­ tung bildet einem Volke gegenüber, dessen sich als der erste Stand Dünkende morden —Hvhnlächelnd Freund und Feind, der waffenlos in schwerer Todesnot ringt, zugrunde gehen lassen." Silberne Kugeln — nnb Meuchel* mörb —! Das ist britischer, das ist BaralongGeist —! druck.. KartosiettleiUverkaus. Nach den neuer­ dings gefaßten Entschließungen übernimmt das j Reich ein Drittel des Schadens, der den Ge-. ? meinden entsteht, wenn die Kartoffeln im Kleinhandel zu folgenden Preisen verkauft werden: Pom 16. Juli bis 10. August 9 Pfg., vom 11. August, bis 20. August 8 Pfg., vom 21. August bis 15 September 7 Pfg. und born 16. September bis 30. September 6 Pfg.. Die Poraussetzung für den Reichszuschuß Ist, daß die restlichen zwei Drittel von anderer Seite getragen werden. Ter Zuschuß wird gewährt für die in den einzelnen Zeitabschnitt ten im Kleinhändel nachweislich, abgesetzten Mengen, jedoch höchstens für eine Menge von eineirihalb Pfund aus Tag und Kopf der orts-&gt; anwesenden Bevölkerung. Bon einer Be-, schvänkung auf Minderbemittelte.und Kriegs­ angehörige wird abgesehen. (WTB.) Geringes Bedürfnis für Massenspeisungcn. Tie Einrichtungen der Groß-Berliney Gemeinden zur Massenspeisung in Form von Volksküchen, Kriegskiichen ustv. finden durch­ aus nicht so starke Beteiligung, wie erwartet worden. Bon der Volksspeisung der Stadt Berlin ist bereits bekannt, daß die Beteiligung, sich in angemessenen Grenzen hält und die bereitgestellten Einrichtungen lange nicht er­ schöpft. Dieselbe Erscheinung ist in den Nach-, bargemeinden festzustellen; vielfach wird so- | gar ein nicht unerheblicher Rückgang der Be-, g teiligung berichtet. Es kann dies als ein g günstiges Zeichen dafür angesehen werden, daß I eine Notlage in der Lebensmittelversorgung jg der breiten Massen nicht vorhanden ist. Zu 1 einem beachtlichen Teil wird die geringe Be-. | teiligung an den Massestspeisungen daraus- zu- , rückzuführen sein, daß ein Teil der Fleisch-. \ und Kartoffelkarten den Teilnehmern ange- | rechnet wird. Eine Umfrage bei den Grotzf, %</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. 21er Senior der bayerischen Presse. Dr. Karl Poehlmann, zuletzt Hauptschriftleiter der früheren "Würzburger Presse" ist im Alter von 91 Jähren gestorben. Bürgermeisterwähl. In Bamberg wurde der bisherige Bürgermeister Wächter einstim­ mig vom Geim'rindekollegium wiedergewählt u. ihm damit das Tefinitivulm! erteilt. 2är Opfertag brachte in Nürnberg rund 173 000 Mark. Das Ergebnis ist ein über Erwarten erfreuliches.</p>
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          <p>ment das Datum fehlte, erkannte das Gericht | das Testament nicht an, und aus Verzweiflung I darüber machte die Enttäuschte ihrem Leben I ein Ende. .</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. Pfapkkirchen, 9. Aug. (Tie Ehrenmünze des K. Ludwigsordens) wurde dem Dekan und Pfarrer Lorenz Huber in Zimmern verliehen. Nuiterzcitlärn, 8. August. (In der Ge­ fangenschaft gestorben.) Ter Kriegsfreiwillige Lüdw. Motz der 5. Komp. 1. Res.-Jns:-Regt:, ein Bruder des hiesigen Lehrers §emt Fritz Motz, wurde seit 6 Monaten vermißt. Vor einigen Tagen traf die yffzielle Meldung der französischen Regierung ein, daß Motz am 18. Februar lf. Js. in Blangh bei Arras schwer verwundet in Gefangenschaft geriet und bald darauf seinen Wunden erlegen ist. Bogen, 9. Aug. (Giftiger Insektenstich.) In Breitenweinzier wurde in ihrer Küche die Bauersfrau Bachl von einer Fliege an der Hand gestochen. Es trat Blutvergiftung ein, die uftter qualvollen Leiden zum Tode führte. ' Sjchöllnaich, 9. Aug. (Besitzwechsel.) Das Oekonomiegütl des Herrn Martin Schosser in Ramperting ging durch Kauf in den Besitz des Herrn Math. Trein in Thauberg über. Tie Vermittlung lag in den Händen des Jmmobilienbüros Eduard Bachberger in München.</p>
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          <p>Lokales. Landshut, 10 August —* Das Eiserne Kreuz wurde dem Theologen Michael Kroener, Sohn des Herrn Gasheizers Kroener hier, verliehen. —* Ten Heldentod für das Vater­ land starb der Kriegsfreiwillige, Offiziers-' aspirant und Vizewachtmeister im 2. Schweren ReiterqRgt. Herr Lorenz Stockinger, Bankbe­ amter, Söhn des Herrn Güterhändlers Brams hier. Das Eiserne Kreuz und dasMilitär-Vetfdienfikreuz 2. Kl. zierten die Brust des gefal­ lenen Helden. —* Di e silbern e Hochzeit feiert mor­ gen Freitag Herr Buchbindermeister Franz P. Mayr mit Gemahlin ümf Kreise seiner Familie. —*Enteignung von Schlachtvieh. Infolge der fortwährend ungenügend abgelieferten Mengen von Schlachtvieh wurde von - den behördlichen Stellen angeordnet, daß. int Kreise Niederbayern in 17 Bezirken, darun­ ter auch im Bezirk Landshut, sofort die Ent­ eignung von Schlachtvieh vorzunehmen ist. In den meisten Bezirken und besonders im Bezirke Landshut haben nun die Landwirte zahlrei­ ches Schlachtvieh zur Anmeldung gebracht, wohl in der richtigen Erkenntnis, daß sie hierdurch höhere Preise erzielen und außerdem die Kosten der Enteignung, die thuen zur Last fallen würden, ersparen. Immerhin werden säumi­ ge Landwirte gut tun, ihr Schlachtvieh sofort an die Einkäufer abzugeben oder dem Vor­ sitzenden des Viehlieferungsausschuffses anzu­ melden. —* Ke ine Einführung fl ei schloser M o n a te. Beim Besuch des Präsidenten des Kriegsernährungsamtes im rheinisch-westfäli­ schen Jndustriebezirk wurde der Vorschlag ge­ macht, unseren Viehbestand durch Anordnung " von einem oder zwei fleischlosen Monaten zu schützen. Herr von Batocki sagte damals Prüfung dieses Vorschlages zu. Wie jetzt der "Kölnischen Volkszeitung" aus zuverlässiger *Quelle mitgeteilt wird, ist Herr von Batocki auf Grund diyser Prüfung zu einer Ablehlnung des Vorschlages auf Einführung fleischiloser Monate gekommen. —* Kindsmord. Tie Sektion der, wie gestern gemeldet, in der Isar angeschwemmten Leiche eines neugeborenen Kindes har ergeben, daß das Kind nach der Geburt gelebt ihatte. Tie Kindsmutter ist noch nicht ermittelt. —* Zur Bartlmädult werden Heuer, wie bereits früher mitgeteilt, seit Kriegsbe­ ginn zum erstenmal wieder Schaustellungen auf die Festwiese zugelassen. Die Anmeldun­ gen sinh auch in großer Zahl eingelaufen, so , daß die Wiese trotz des Mangels einer Wirts-, ' .bude voll besetzt werden dürste. | —* Die Königin der Nacht. Einen | seltenem Genuß bot in der Nacht vom 6. auf 7. g August die Kakteensammlung des Herrn Stuk- 1 kenberger auf dem Hosberg, in welcher dank I liebevollster Pflege des Züchters ein Cereus 1 grandisllorus zu herrlichster Blüte gelangte. | Wie eint mild leuchtender Stern strahlte die zu wen schGnsten Dlumen zu rechnende "Königin der Nacht" mit ihren schneeweißen Kelchblät­ tern und ihren sattgelben Pedalen durch die Nacht. Tie Blüte maß 28 Zentimeter imDurchmesser und atmete einen feinen vanilleähn- ; lichen Duft aus. Leider bewilligt MutterNatur dieser seltsamen Blüte nur eine Nacht Le­ ben und Pracht, litt Morgen schloß sie sich i für immer, nachdem. es noch gelungen, ihr | Bild auf der Platte zu verewigen. I ■ —* An freiwilligen Spenden gingen | bei der Sammelstelle I im Rathaus (Zimmer Nr. 2) 1 weiter ein: 1 Landgericht Landshnt. S itzung vom 1. und 4. August. Verurteilt wurden: d&gt;er Händler Georg Reitberger von Ach­ dorf wegen Verbrechens wider die Sittlich&gt;keit §,u 1 Jahr Gefängnis; d&gt;er Bauerssohn Ludwig Freilinger von Holzlatten wegen Verbrechens wider die Sitt­ lichkeit zu 1 Monat Gefängnis; der Sattlergehilfe Max Rubasch vonFreising wegen Vergehens der Kuppelei zu 14 Tagen Gefängnis; Ter Dienstknecht Karl SchmidhUber von Langeneck wegen Unterschlagung zu 2 Mo­ naten Gefängnis.</p>
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          <p>Städtische Schwimmschule. 10. August 1916, Luft . . 21 Grad C. - Wasser . 18 Grad C.</p>
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          <p>Letzte Posten. Der jüngste deutsche Luftangriff auf England. Christiania, 9. Aug. In Bergen an­ gekommene Taächfer, die am vorigen Montag und Tienstag in englischen Häfen lagen, bericht ten über die Kämpfe, die sich zwischen den deut-' scheu Luftschiffen und den englischen Batte­ rien entwickelten: Tie Dunkelheit wurde durch die mächtigen Streifen der Scheinwerfer und durch die explodierenden Projektile unterbro­ chen. Ter Kampf währte mit größer Heftigkeit über eine Stunde. Tie englischen Flieger, die zur Bekämpfung der deutschen Luftschiffe auf­ gestiegen waren, erwiesen sich als nutzlos. Am Mittwoch morgens mußten alle neutralen Schiffe die englischen Häfen verlassen. Am Dienstag hätte man eine Mwaltige Kanonade von See her gehört. Als die neutralen Dam­ pfer am Mittwoch mittags außerhalb der eng­ lischen Küste gnkämen, sahen sie die Wracks von drei englischen Dampfern, die vollständig aus­ gebrannt waren. Tie Namen der Schiffe wa­ ren nicht mehr zu lesen, von den Mannschaf­ ten nichts zu sehen. Später trafen die neut­ ralen Schiffe ein englisches Wachfahrzeug, das den Vorfall erst durch die neutralen Schiffe erfuhr. In der Nacht vom Montag zum Tienstag fanden über London mchrere Luftkämpfe statt, die zum Teil eine furchtbare Wirkung hatten. Ter gesamten Presse ist streng verboten über die Wirkung dieser Käm­ pfe irgend etwas zu bringen. Zerstörte Häu- . f er quartiere sind von einem Polizeicordon um­ geben. Tie Abwehrbatterien und der englische Flugzeugabwehrdienst Waren völlig überrascht worden. Tie Bevölkerung von einzelnenStadtteilen wurde von einer Panik ergriffen. Tie Zahl der Toten und Verwundeten ist außer­ ordentlich groß. Ter Sachschaden wird auf viele Millionen geschätzt. Speziell die in der Nähe des Hafens liegenden Stadtteile und Schuppenviertel wurden stark mitgenvmwen. Ter letzte Luftangriff war der schwerste und erfolgreichste, der je gegen London unternom­ men wurde. (Z.) Englische Riescngeschmtzc an der Jsonzofront. Ter Carriere della Sera weiß zu berich­ ten, daß an der italienischen Front am unteren Jsonzo englische Rielsengeschütze, wie sie an der Sommefront in Tätigkeit sind, arbeiten. Bon der Salonikifront. Ter Korrespondent des Daily Telegraph berichtet vom Sonntag von der Salonikifront: T-ie Linie der Verbündeten erstreckt sich setzt ungefähr von dem Presba-See bis an die Struma. Ties will nicht sagen, daß wir zwi­ schen diesen Punkten eine ununterbrochene 'Li­ nie bch^rrscht halten, sondern daß unsere stra­ tegische Stellung das gesamte Gebiet mitSaloniki äls Mittelpunkt umfaßt. Die serbi­ sche Armee besitzt einen Teil des westlichen Flügels unserer Linie. (Z.) Die Kämpfe am Suezkanal. Nowoje Wremja berichtet aus London: Es ist den Türken in einer Stärke von 12—15000 Mann gelungen, sich in der Nähe von Katia sicher zu verschanzen. Obgleich australischeRei-j terei mehrfach Angriffe Legen diese Stellun-j gen unternahm, ist es bisher nicht möglich gewesen, den Feind zu vertreiben. Tie Sicher­ heit des Verkehrs im Innern erfordert es Je­ doch, daß die Türken unter allen Umständen zur Aufgabe dieser Stellungen gezwungen wer­ den. Es kann im Interesse einer wohlverständ-l lichen Kriegsführung nW liegen ,daß der Feind sich hier vor den Toren kdes Kanals einen starken Stützpunkt schaffen darf. Tie türkischen Truppen bestehen aus Reiterei und Maschinengewchrqbteilungen auf Kamelen. Au­ ßer den regulären sind auch irreguläre Trup­ pen verwendet ,die zu Schanzarbeiten hierangezogen werden. Ter Feind wird durch zwei Flieger wirksam unterstützt. Tie Engländer bereiten einen starken Vorstoß, mit berittener Artillerie vor. (Z.)</p>
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          <p>Inserate.</p>
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          <p>Berlin, den 9. August 1916. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise verboten.) Die Kämpfe bei Zarecse am Stochod. Telegramm utrseres zum Ostheer entsandten Kriegsberichterstatters. Armee Linsingen, den 8. August. In dem Gewirr der Stochodarme; die sich bei Zarecze ausbreiten, hatten die Rus­ sen eine Anzahl Sanddünen westlich der Stvchodarme im SuMipfgebiet besetzt. Bei bra! all­ gemeinen russischen Angriff am 29. Juli ge­ lang es ihnen, den Brückenkopf auszubrei­ ten. Am 30. Juli warf sie ein Gegenangriff zurück, etwa 200 Gefangene wurden gemacht. Am 1. August, wurden zwei weitere Sanddünen gestürmt, 1 Stabsoffizier, 3 Offiziere, 73Mann gefangen. Am 5. August im Morgengrauen wurde die letzte Sanddüne südlich von Zarecze nach vierstündiger Artillerievorbereitung ge­ nommen, 4 Offiziere, 300 Mann fielen dabei den Stürmern in die Hand, die Zähl der Ma-, schinengewehre, die geborgen wurden, erhöhte sich auf 11. In der Rächt vom 6. zum 7. August suchten die Russen, die Töne wieder^ nehmen. Es gelang ihnen, um 3 Uhr nachts einzudringen. Ein sofort einsetzender Gegen­ stoß warf die russischen Abteilungen wieder heraus, 1 Offizier, 60 Mann wurden gefan­ gen. Zwei russische Gegenangriffe am 7. mit* tags und in der Nacht vom 7. zum 8. brachen im deutschen Artilleriesperrfeuer züsamMen. Tie trockene Zusammenstellung der Kämpfe um die Dünen von Zare^e zeigt die Erbitterung, mit Per an vielen Stellen der wolhhnischen Front gefochten wird, zeigt aber auch«, wie sich die russische Massentaktik selbst im Klei-. Pen dem harten deutschen Willen beugen muß. (Kb.) Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter. Kriegsbriefe aus dem Osten.</p>
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