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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-08-11"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 216</biblScope>
          <date when="1916-08-11">1916-08-11</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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      <editorialDecl>
        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Erfolglose feindliche Angriffe im Westen und Osten. — Görz von den österr.-ungar. Truppen geräumt. — Oesterr.-ung. Fliegerangriff auf Venedig.</p>
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          <p>Bericht des deutschen Hauptquartiers. WTB. Berlin, 10. August. Mittags. (Großes Hauptquartier.) Westlicher SriepfWai. Ter Artilleriekampf zwischen dem Ancrebach und der Somme wird mit großer Stärke fortgesetzt. • Englische Angriffsabsichten bei Bazentin le Petit wurden durch Feuer unterbunden. Tie Zahl der seit dem 8. August in unsere Hand gefallenen unverwundeten Engländer hat sich auf 13 Offiziere, 500 Manu erhöht. Zwischen Maurepas und der Somme schei­ terten abends und während der Nacht 8 heftige französische Angsiffe. Rechts der Maas wird, abgesehen von klei­ nen Handgranatenkämpfen keine Infanterie-Tätigkeit gemeldet. Zm Luftkampf und durch Abwehrfeuer sind zwei feindliche Flugzeuge südlich! von Bapaume, je eines südlich von Lille, bei Lens 3 und bei Saarburg in Lothringen abgeschossen. Sestlichre MgsschWM. Kraut des Geuevalfeldmarschalls | v. Hindemburg. Südlich von ©morgen herrschte regeFeuerund .Patrouillentätigkeit. " * Mehrfache russische Angriffe sind am Strumien bei Tnbczheze, am Stochod bei Lubiestow-jBerezheze, bei Smolary-Zarecze und bet Witoniec blutig abgewiesen. 1 Bei Zarecze nahmen wir bei Gegenstößen 2 Offiziere, 340 Mann gefangen. ' s Unternehmungen kleinerer feindlicher Ab­ teilungen und ein Ueberrumpelungsversnch am Stochodbagen, östlich! von Kowel, blieben ergebnislos. , Südlich von Zalocze entwickelten sich! heute früh neue Kämpfe. - i Front des Fcldmarschallcutnants Erz­ herzog Karl. Bet und südwestlich von Welesniow sind starke russische Angriffe teilweise in frischem 'Gegenstoß zurückgeschlagen. Hier und südlich! des Tnjestr sind die befohlenen neuen Stel-i ‘ lüngen planmäßig eingenommen. " Balkaukriegsschauiplatz. Keine Ereignisse von bchonderer Beden-, tung. Oberste Heeresleitung.</p>
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          <p>Bericht des Admiralstabes. Sie polnische Frage. Wien, den 9. Aug. Unter dem Titel "An der Schwelle wichtiger Ereignisse" bringt der hiesige "Kurier Polsky" folgende Mittei­ lung: WiE wir von kompetenter Stelle erfahren, wird demnächst ein bedeutender Schritt der Zentralmächte in der polnischen Frage erfol­ gen. (Z.) Verfrühte Friedensbetrachtnngen. 1 Von Tr. Carl Peters. Ter Verfasser, gewiß ein genauer Kenner Englands, bestätigt aus seinen Erfahrungen heraus die Ansicht, daß es durchaus falsch sei, durch irgendein Entgegenkommen gegen Eng­ land dort auch nur dsn gieringsten Eindruck zu machen. Er schreibt: Wie zu erwarten war, läßt das Auftreten des neugegründeten Nationalausschusses in den deutschen Zeitungen die Erörterungen Über die sogenannten Kriegsziele wieder leb­ hafter werden. Ich beabsichtige nicht, mich auf dieses GebM zu begeben. Nur die eine MMertung mochte ich dazu Machen, daß die Leute, welche meinen und behauptende mil­ der wir Unsere Todfeinde bei etwaigen Friedensverhundlungen behandelten, um so dau­ ernder würde per zu erreichende Friede sein, völlig im Irrtum sind. Gerade das Umgekehrte ist der Fall. Einen Frieden bekommen wir überhaupt nicht, wenn wir unsere Gegner, — besonders Eng­ land, — nicht völlig zu Boden schlagen kön­ nen. Dazu werden wir, meiner Ansicht nach, nur imstande sein, wenn wir das britische Reich am Suez-Kanal und Aegypten, — wel­ che der Türkei gehören, — möglicherweise in Indien schlagen. Je deutlicher wir ihnen her-, nach zu fühlen geben: vae victis, einen um so dauernderen Frieden werden wir erzwingen. Jede Schonung wird uns auf der ganzen Erde nur als Schwäche ausgelegt werden, und wird den etwaigen Frieden nur zu einem vorübergehenden Waffenstillstand machen.Wir können demnach alle nur hoffen, daß die "sanf­ ten Heimriche" und echten "deutschen Michel" gar nichts mit den Friedensverhandlungen zu tun haben werden. Aber vorläufig ist "es verfrüht, über solche auch nur nachzudenken. Noch beherrscht Mars die Stunde! Ein Haßausbruch Wetterles. Zu den Leuten, die sich vor einem baldigen Ende des Krieges fürchten, weil es ihre Kreise stören würde, gehört auch der ehemaligeReichstagsabgsordnete Wetterle. Er warnt daherim Mattn vom 6. ds. Mts. seine wiedergewon­ nenen französischen Landsleute also vor der deutschen Friedensliebe: Tte allgemeine Lage am Anfang des drit­ ten Krieegsjahres gibt den deutschen Blättern düstere Gedanken ein. ... Es ist noch nicht die Verzweiflung, die aus ihren traurigen Besprech&gt;ungen hervorgeht,' aber man errät schon di,e Furcht vor den schmerzlichen Tagen, die komrmen werden. Tas amtliche Deutschland ist aus Gewohnheit noch hochmütig geblieben, i aber dir innere Ueberzeugung fehlt. . . . Tie 'S Rollen Haben sich umgekehrt. Lange Zeit mußf| ten sich die Verbündeten, toeiljie auf den Rie-/ i senkampf ungenügend vorbereitet waren, da* rauf beschränken, die Eindringlinge zurKckzuweisem. Jetzt hat die Stunde der umgekehrten Bebvegung geschlagen. Tie kräftigen Wel­ len stürmen gegen die schwach' gewordenen i Tämme des Germanismus. An den Ländern, $ die Gefahr liefen, dem Joche der Zentralmäch| te zu unterliegen, freut man sich, den ehernen ? Koloß auf seinen tönernen Füßen wanken zu scheu. Ich habe aber, was mich« betrifft,.diesen entscheidenden Augenblick immer gefürchtet, und zwar aus folgenden Gründen: Ter Deutsche, dessen Hochmut im Erfolg unermeß­ lich ist, kennt im Unglück keine Würde mehr. Wenn er auf allen Fronten seine Armeen weh-: chen sehen wird, wenn die Gespenster der Nie­ derlage und des Ruins vor ihm auftauchen werden, so wird er für seine ^Enttäuschung 5 und seine Reue Ausdrücke finden, deren Platt-« j heit selbst seine Gegner überraschen wird. Er I wird sich in Temut wälzen, die Lüste mit sei•j neu Klagerufen erschüttern und seine rsttew " lichen Gegner anflehen, seiner zu schonen..(. Man muß längere Zeit mit diesen elendesten Geschöpfen verkehrt haben, um das Geheimnis ihrer Seele zu durchdringen. . . . Wir' ElsaßLothringer haben sie lange genug beobachtet, um uns durch eine solche Aenderung nicht überraschen zu lassen. . . . Ich« fürchte mich daher mehr vor dem reuigen und demütigen Teutschen, als vor dem Barbaren, der noch gestern die Einwohner' Nordfrankrjeichs und Belgiens wie Sklaven verschickte. . .! . Tie Leute, die systematisch alle großen Grundsätze in der Vergangenheit verletzt haben und darauf rechneten, sie nyßh einmal zu verletzen, um die ganze Welt ihrer brutalen Gewalt zu unter­ werfen, schicken sich« .jetzt an, .zu ihren Gunsten jene Theorien der Menschlichkeit anzurufen, die sie immer verworfen haben. Und nun sollte es bei ihren befreiten Opfern leicht­ gläubige Leute geben, um sie in ihren Hand­ greisenden Wideysprüchen ernst; zu nehmen! Und dieser Mensch hat sich' nicht gescheut, jahrelang Mitglied des deutschen Reichstags und der elsaß-lothringischen Kammer zu blei­ ben! Erfolge unserer Seeflngzcuge. WTB. Berlin, 10. August. (Amtlich.) Ein Geschwader unserer Seeflugzeuge hat am 9. August mittags vor der flandrischen Küste stehende englische Monitore und leichte Streitkräfte erfolgreich mit Bomben angegriffen und mbhrexe einwandfrei festgestellte Treffer er­ zielt. Am gleichen Tage sind ferner die russi­ schen Flugstationen Arendsbnrg und Lebara auf Oesel von Mehreren deutschen Wasserslugzeuggeschwadern mit gutem Erfolg angegriffen worden. Eine Anzahl Treffer wurde ein­ wandfrei beobachtet; die FlugzeughalleArendsburg wurde schwer beschädigt, die Decke ist eingestürzt. Von den zur Abwehr aufgestie­ genen feindlichen Flugzeugen wurde eines 1 ge­ zwungen niederzugehen. Alle Flugzeuge sind trotz heftiger Beschießung durch die englischen und russischen Streitkräfte zurückgekehrt. Der Ghef des Admiralstabes der Marine.</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. Me Kämpfe um ? hiaumäut—Flenrh. Genf, 9, August. Ter "Petit Parisien" erklärt, daß Teneral Nivelles Offensive geZen das Werk Thiaumont diesmal nicht von Süden nach Norden, sondern von Osten noch Westen gerichtet war, sodaß die französische Front gleichlaufend mit der Maas gehe, wäh­ rend die deutsche Linie paralell mit den Maas-^ höhen verlaufe. An der Sommesront war der gestrige Tag durch eine außerordentlich! hef­ tige Artilleriefchlacht gekennzeichnet, die sich von Rohe bis zum Abschnitt Thiepval auf einer Front von 50 Kilometern erstreckte. Wäh­ rend 36 Stunden dauerte das Bombardement der Alliierten, das die deutschen Linien un­ haltbar machen sollte. Tie deutsche Artillerie blieb jedoch die Antwort nicht schuldig, son­ dern nahm die Kanonade mit verdoppelter Heftigkeit auf, die gegenwärtig auf der gan­ zen Front fortdauert. (Z.) Stic Folgen des Krieges. Basel, 10. Aug. Nach einer franzö­ sischen Statistik über die Zahl dex zerstörten Ortschaften und Häuser find gm meisten Mit­ genommen worden das TePartement Marne mit 15160 be­ schädigten und 3499 völlig zerstörten Ge­ bäuden, das TePartement Pas de Calais mit13 452 beschädigten Häusern, das Teparrement Meurthe und Woselle mit 4930 beschädigten Häusern. Aus das TePartement Ardennes konnte die Statistik nicht ausgedehnt werden, da dieses vollständig okkupiert ist. Von den 36 247Qrtschasten des europäischen Frankreichs sind nach französischen Ausstellungen 2554 von den Teutschen besetzt. 247 Ortschaften wurden von der Zivilbevölkerung und Zivilverwaltung ge­ räumt. &lt;Z.) 1 Me französische» Sozialisten u»t&gt; der Frieden. Bern, 9. Aug. Tie Humanste" veröffent­ liche gestern eine von der französischen Zen­ sur unterdrückte Resolution der Minderheit des Landesausschusses der sozialdemokrati­ schen Partei Frankreichs. Sie spricht davon, daß die Völker den Frieden herbeisehnten, die für den Krieg verantwortlichen Regierenden ihn aber fortsetzen und über die Kriegsziele beharrlich nur allgemeine Worte und doppel­ sinnige Redensarten machten. Sie gibt der be­ rechtigten Unruhe über die herausfordernde Rede Poincares in Ranch und über die An­ sprüche des russischen Imperialismus Aus­ druck und verlangt, die französische Regier­ ung solle unverzüglich ihire und ihrer Ver­ bündeten Kriegsziele bekanntgeben und jeden Vermittlungs- oder Schiedsgerichtsvorschlag günstig aufnehmen.</p>
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          <p>Der Krieg mit Italien. Tie italienischen Erfolge bei Görz. Nach Mailänder, Blättern verbreitete sich, am Dienstag mittags in RoM die Nachricht von einem großen Siege der Italiener bei Görz. Eine ungeheure Erregung bemächtigte sich der gesamten Bevölkerung, die mit fieberhafter Spannung die Berichte Cadornas abwartete. Als dieser eintraf, füllten sich die Straßen mit jubelnden Menschen . Alle Häuser wur­ den beflaggt. Tie Volksgruppen zogen mit Fahnen und Musik zur Piazza Collonna über den Corso zur Piazza Vensztia zu den Mi­ nisterien und zu der französischen Gesandtschaft, sowie zur Redaktion des Giornale ö’ Jtalia. Ein Redakteur erschien am Fenster und hielt eine begeisterte Ansprache. In Neapel waren ebenfalls die Straßen mit jubelnden begeisterten Menschen gefüllt. In Mailand beschränktesich« die Kundgebung der Nationa­ listen auf das Stadtzentrum in Turin und Bologna fanden keine öffentlichem Kundgebun­ gen statt. Tie Militärkritiker des Secolo und Avanti weisen auf die großen Schwierigkeiten hin ,die dem italienischen Heer nach der Ein­ nähme von Görz noch bevorstehen, da die Karsthöhen von den Oesterreichern zweifellos stark befestigt und ausgebaut seien. (Z.)</p>
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          <p>kichen Angriffe beschädigt, wobei wir dem Gegner Beute entrissen. Ju Persien fährt unsere Armee an der russischen Front fort, mit ihrem rechten Flü% 9 e l den Feind in der Richtung auf Hamadan Fu verfolgen. Ter Feind versuchte energisch, sich im Engpaß öftlMji Sakna zu verteidigen, aber er wurde gezwungen, sich nachj Kankaver zurückzuziehen. Er ließ. eine Anzahl von Ge­ fangenen, zwei Munitionswagen, die Bespanlkikng für acht Kanonen und eine große Menge anderer militärischer Gegenstände in unseren Händen. Eine feindliche Haubitze wurde durch das Feuer unserer Artillerie zerstört. ~ Ge­ fangene erklärten, daß ein französischer Ge­ neral von Anfang an mit der Befestigung des Engpasses östlich von Kankaver beauftragt war. , Kaukasusfront: Auf dem rechten Flügel fahren unsere Truppen fort, gegen die Eng-s Pässe nördlich Bitlis und Musch! vorzurücken. Tie von uns gegen die feindlichen Stellungen in der Umgegend der Ortschaft Ognott, nord­ westlich von Musch, ungefähr 80 Kilometer don Erzerum, begonnene Offensive nimmt einen für uns günstigen Fortgang. Ein Teil unserer Truppen nahm in heftigen Stürmen den Wügel Äughlan und die Hochfläche von Mequan, zwischen Müsch und Ognott /ebenso öen Hügel Tscheli-Guek, zwei Kilometer östlich, von Ognott und die feindlichen Stellungen westlich der genannten Oertlichkeit in einer Ausdehnung von acht Kilometern. Bei die­ sen Kämpfen nähmen wir beim 1 Feinde 400 Gewehre, eine Menge Munition und Pioniermarerial .,auch machten wir 140 Gefangene. Ter andere Teil unserer Truppen, der 46 Km. südlich von Mamwchatun in de r Richtung auf Kighi operierte, nähert sich der letzte-, ren Ortschaft. Im Zentrum und auf deM lin­ ken Flügel entwickelte der Feind gestern keine wichtige Tätigkeit. Aegyptische Front: Es fand kein Ereignis von Bedeutung in der Umgegend von Karia statt. Ausbreitung der Kämpfe am Luezkanat? Amsterdam, 9. Aug. , Londoner Tele­ gramms lassen den starken Eindruck erken­ nen, den der Beginn der Kämpfe am Suezkanal in ganz England hervorgerufen hat. Es wird zuwächst darauf hingewiesen, daß es den Türken gelang, ihren Vormarsch geschickt zu maskieren. Tie Angaben über die Stärkeverhältnisse der Türken weichen weit von ein­ ander ab. Bisher scheint es nur zu Vorpostengefechten gekommen zu sein. Man ist in London allgemein der Ansicht, daß man es mit dem Beginn der wiederholt angekündigten großen Operationen gegen den Suezkanal x zu tun hübe.</p>
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          <p>Unterschieid zwischen den beiden alten Damen. Holdchen utnb Binchen trugen nicht nur genau dieselben .Kleider mit genau derselben kühnen Spitze ngarmitnr, sie hatten auch dieselben, et­ was vertragen aussehenden Mantillen, die-; selben schwarzen, haubenartigen Seidenhüt­ chen, die mit einer neckisch! emporstrebenden Kreprschleife versehen worden waren, und so­ gar die glleichen riesengroßen Pompadoursaus schwarzemt Sammlet mit Perlfransen geschmückt. Untew den drolligen Hütchen kamen die grauweißen, sorglich gekräuselten Löckchen zu beiden Seiten der Stirn zum Vorschein. Ver­ mutlich nvaren diese Löckchen falsch, aber auch sie Innrem ganz gleich und erinnerten .stark an die Krisuren der Biedermeierzeit. Holdchen und Binchen hatten außer ihrem Pompado.ur eine Schirmrolle, zwei ganz glei­ che Luftkissen, die sie an einem Henkel am Arm trugen, eine Plaidrolle, ein Körbchen, in dem sie jedenfalls ihren Rerseprootant auf­ bewahrt hatten und eine Heine Handtasche bei sich. Sie warteten ängstlich, bis der Diener das alles aus ihrem Wagen geträntt hatte und vor ihnen hertrug. Zierlich trippelten sie dann hinter ihm her. Oberst von Uechteritz war jedenfalls eine weniger erfreuliche Erscheinung. Sein Ge­ sicht war blaurot, er machte den «Eindruck eines sehr cholerischen Herrn, und wer 'sich mit ihm unterhielt, der Mußte sMmer fürch­ ten, daß' 'der Aufgeregte jede Minute einen Schlaganfall bekommen würde. Er hatte Fräulein Holdchen und Binchen, die er übrigens heute auch das ^rste Mal in seinem Leben sah, rücksichtslos von Toktov Hafsners Seite gedrängt, sobald er gehört hatte, daß dieser der Testamentsvollstrecker war. Er hielt ihn krampfhaft an einem Knopf des Rockes fest. Diese gewalttätige An­ gewohnheit haben viele Menschen, die gewöhnt sind, daß man ihrer Unterhaltungsgabe nicht freiwillig standhält. Oberst Uechteritz schrie nun mit seiner knarrenden Stimme: "Also, Sie find der Testamentsvollstrecker des seligen Malte, Herr Doktor? Hm! Freut mich sehr. Sie wissen natürlich, was das Testament für Bestimmungen enthält, HM, was? Na ja, machen Sie man keine Speren­ zien, das wissen wir ja, Sie chAssen natürlich genau.Bescheid. Und iptt Der Verwandtschaft, ich bin dach wohl so ziemlich der Nächste und habe die meiste Aussicht, hm?" i , J, , ' (Fortsetzung folgt.) j | | | i ners ergreifend, aus dem Wagen und schüt­ telten und zupften ängstlich und besorgt an ihren schwarzen Seidenkleidern und Mantillen. Es waren die beiden einzigen schwarzen Klei­ der, die sich in ihrem Besitz vorgefunden hat­ ten, und um neue Kleider für diese Fahrt anzuschaffen, waren sie zu arm. Tie schwarzen Seidenkleider stammten sicher aus einer Zeit, die mindestens um zwanzig Jahre zurücklag. Sie waren zierlich gepufft und gekräuselt und sichtlich! mit einer etwas sühnen Garnitur aus schwarzen Spitzen erst jetzt verschönert mon= den, wodurch die unklaren Formen noch! be­ deutend unttarer geworden waren. Tie beiden Schwestern waren seit ihrer Jugendzeit gewöhnt, sich ganz gleich' zu klei­ den, und so erschienen sie auch jetzt wie Zwillinge. Dieser Eindruck wurde bestärkt durch Kne unverkennbare Ae'hnlichkeit. Sie baren auch nur zwei Jahre auseinander. Tie Jüngste war Reinholdine, die aber von ihrer Schwester nur mit dem süßen Kosenamen "Holdchen" angeredet wurde und es beson­ ders zu unterstreichen pflegte, daß sie die faxte Fräulein Sabine, "Binchen" von der Schwester genannt, hatte sich auch, als die Aeltere, einige Autorität über Holdchen an­ geeignet. Tas war aber auch der einzige</p>
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          <p>Der Krieg zur See. heute früh südlich vom Sund angehalten und untersucht; nach, einer Viertelstunde konnte der Dampfer die Reise fortsetzen. Ein englischer Tampfer verloren. Christiania, 10. Ang. Ter englische 3000-Aonnendampfer "Jupiter" ist seit dem 4. August auf dem Wege von Newcastle nach Bergen mit einer wertvollen Ladung über­ fällig. Man nimmt an, daß er versenkt oder durch den Sturm der letzten Tagemus eine losgerissene englische Mine geraten ist. Auf eine Mine gestoßen. National Tidende meldet aus Malmö rJetzt ist festgestellt, daß der norwegische Dampfer "-Tora Hasle", 300 Meter von der schwedischen Hoheirsgrenze entfernt, auf eine Mine ge­ stoßen ist. Von dem Wrack ragen Masten und Schornstein aus dem Wasser. Deutsche Wacht-' schiffe werden das Wrack Beseitigen. , Freigegebene Schiffe. Mehrere seit Kriegsausbruch in Riga fest­ gehaltene dänische Segelschiffe sind' jetzt von den Russen freigegeben worden und sollen auf Anordnung der russischem Regierung durch einen russischen Marinedampfer unentgeltlich nach Raumo in Finnland bugsiert und dort den dänischen Eigentümern zur Verfügung ge­ stellt werden. (Z.) Set Krieg §er See. Teutsche Seekontrolle. Kope rrhag en, 10. Aug. Wie disVeretnigte T-amHffchiffahrtsgesellischaft mitteilt, wird der Tampfer "Bidar", der vor einigen Tagen auf der Reise von Kopenhagen nach England von deutschen Kriegsschiffen ausge­ bracht worden ist, zur Untersuchung nach Swi­ nemünde geführt und vor ein deutsches Prisengerichr gestellt werden. Die Reisenden und die Post des Dampfers sind wieder in Kopenhagen eingetroffen. Tie National Tidende erklärt: Es scheint, daß die deutsche Kontrolle über die dänische Schiffahrt jetzt auch auf Schiffe in inländischer Fahrt ausgedehnt werden soll. Jedenfalls ist in der letzten Nacht der Tampfer "Jdnn" auf der Fahrt von Frederikshavn nach Kopenha­ gen im Kaittegat von zwei deutschen Torpedo­ booten aufgebracht und nach Swinemünde ge­ führt worden. Tie "Jdun" verkehrt in festet Rourenfahrt zwischen Kopenhagen und Chri-&gt; stiania mit Frederikshavn als Zwischenstativn. Tas Schiss führte 150 Tonnen Stückgut und eine bedeutende Fischladung im Werte von über 20 000 Kronen mit; an Bord befinden sich 150 Rteisende, darunter 20 Ferieukinder. Auch der zwischen Kopenhagen und Aelberg verkehrende Tampfer "Cimbria" wurde in der letzten Nacht von einem deutschen Torpedoboot angehalten. Ein Offizier kam an Bord und 'untersuchte die Schiffspapiere, woraus der Tampfer feine Fahrt fortsetzen durfte. Fer­ ner wurde der Bornholmer Dampfer "Heimdal" auf der Reise don Rönne nach Kopenhagen</p>
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          <p>Der Krieg mit Portugal. Lissabon, eine englische Festung. Nach Schweizer Blättermeldungen hat der englische Gesandte in 'Lissabon erklärt, daß diese Stadt von den Engländern besetzt wer­ den wird. Tatsächlich! werden schon jetzt in der Umgebung von Lissabon Befestigungsarbeiten ausgeführt. (Z.)</p>
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          <p>Amerika und Mexiko. Eine neue Note Carranzas an Wilson. Der "Newhork Herold" berichtet aus Wa­ shington: Wie verlautet, hat Carranza eine neue Note an die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika gerichtet, in der aber­ mals die Zurückziehung der amerikanischen Truppen verlangt wird. Zn amtlichen Krei­ sen glaubt man, daß die Regierung der Bereinigten Staaten dieser Forderung nicht nachgeben wird. (Z.)</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. senden unrerstütztes Streben nach einem en­ geren Zusammenschluß aller Liberalen iM neuen Teutschen Reiche mit vollem Erfolge gekrönt sein! llk. Verkehr mit Saatgetreide. Es besteht An­ laß, daraus hinzuweisen, daß die bisherigen Vorschriften über den Verkehsr mit Saatge­ treide, das außerhalb des Kommunalverbandes veräußert' werden soll, weiter bestehen. Jeder Handel und Verkauf ist deshalb nach wie vor der Payer. Futtermittelstelle in München anzubieten. Ohne schriftliche Erlaubnis der Landessuttermittelstelle ist die Ausfuhr von Saatgetreide aus dem KoMMuualverbande un­ zulässig. Kriegsgefangene in Bayern. Tie Zahl der in Bayern internierten verwundeten und unverwundeten Kriegsgefangenen betrug nach einer Zusammenstellung des KriegsMiniste riums am 1. August insgesamt 92 407; hiervon waren ,2051 Offiziere; um 103 mehr als aM 1. Juli 1916, und 90 356 Unteroffiziere und Mannschaften, um 213 weniger. Bei den Of­ fizieren hat sich die Zahl der Franzosen und Engländer etwas vermehrt, während bei den Mannschaften die Zahl der Franzosen und Bel-, gier sich etwas vermindert, die der Russen, Engländer und Serben sich etwas vermehrt I hat. Von den Offizieren toeuren 1310 FrauI zosen, 42 Engländer, 6 Belgier und 693 Rus| fen, von den Mannschaften 48 547 Franzosen, $ 312 Engländer, 64 Belgier, 37 099 Russen, | 4330 Serben und 4 Angehörige anderer NaI tionen. I 2er Landesverband bayerischer Polizeibeamter hielt am Sonntag, den 6. August, in Nürnberg im Saale des "Krokodil" seine 7. Jahresversammlung ab. Ten Vorsitz führte der erste Vorstand Oberwachtmeister JäckelI Nürnberg, der nach herzlicher Begrüßung der I aus allen bayerischen Regierungsbezirken zah'II reich erschienenen Vertreter den Jahresbericht 1 erstattete. Tem Berichte war zu entnehmen, I daß von den rund 1400 Verbandsmitgliedern | 80 Prozent derzeit Heeresdienst, leisten. Eine I stattliche Reihe von Mitgliedern hat sich' das I Eiserne Kreuz, zwei auch die 1. Klasse, erworI Ben, verschiedene erhlkelten andere Auszeich?, I nungen. Groß ist auch die Zahl per Befördere I ungen. Im Kampfe für das Vaterland fielen I 122 Mitglieder; ihrer gedachte die Bersamm| lung in ehrender Weise. Tie Kasse »verhält-. I Nisse des Verbandes sind sehr gute. (Dem I Kassier wurde Entlastung erteilt. Die VerI sammlung nahm von der Verabschiedung des 1 bayerischen Gemeindebeamtenge setzes mit leb1 Hafter Befriedigung Kenntnis yjtb sie beschloß, I den um das Zustandekommen des Gesetzes devI dienten 1. Vorsitzenden des Zentralverbandes der bayerischen Gemeindebeamten, JehleMünchen, zum Ehrenmitglied des Landesver­ bandes bayerischer Polizeibeamten zu ernen­ nen und ihn hiervon durch telegraphische Be­ grüßung in Kenntnis zu setzen. In den wei­ teren Verhandlungen gelangte der Wunsch zum Ausdruck, daß das Tragen der Landes-, kokarde, wie in anderen Städten, auch in Nürnberg und Würzburg den Polizeibeamten gestartet werden möge. Tie bisherige Vorstandschast wurde durch- Zuruf wiedergewlählt und zwar Oberwachtmeister Jäckel als erster, Sergeant Teggendorser als zweiter Vorsitzen­ der, Wachtmeister Lebold als Kassier und Schutzmann Glock als Schrfftführer, sämtlich in Nürnberg. Beschlossen wurde noch, die 8. Jahresversammlung 1917 in BaMverg ab­ zuhalten und hieraus die Tagung, die sehr angeregt verlies, geschlossen. Ter Mbcitsmarkt in Bayern im Monat Juni IM6. Tas Bild hat sich gegenüber dem Vormonat wenig verändert. Die Betriebe der Metallverarbeitungs- und Maschinenindustrie, der 'Leder-!, Holz- und Bökleidungsindüstrie sind größtenteils mit der Erledigung von I Heeresaufträgen voll beschäftigt. Tie Lage der I Textilindustrie und der Oel- und Fettverar| beitungsbetriebe hat sich nicht gebessert. Das 1 Handwerk erhielt auch im laufenden Monat | durch Militäraufträge mehrfach Arbeit. Tie I Bautätigkeit in den Städten scheint ihxen I Höhepunkt wieder erreicht zu haben, während | sie auf dem Lande noch etwas reger ist. Tie &amp; Beschäftigungsmöglichkeit der Arbeiterschaft hat sich auch im Monat Juni befriedigend gestaltet. Ter Manßel an gelernten und Fach­ arbeitern macht sich- in manchen Industrie­ zweigen Immer Mehr bemerkbar. Nach dem Tätigkeitsberichte der dem Verbände Bayer. Arrbeitsnachweise angeschlossenen gemeind­ lichen Arbeitsämter trafen im Monat Juni aus 100 offene Stellen einschließlich der Vor­ monatsreste 86 männliche Arbeitsuchende, wäh­ rend deren Zahl im Mai '92 betrug. Die leichte Entspannung auf dem weiblichen Arbeitsmark­ te ist 'werter vorgeschritten. Auf 100 offene Stellen tröffen einschließlich der. Vormonats­ reste 151 Bewerberinnen gegen 163 im Vor­ monat. Unbefriedigend blieb nur die Lage der Textilarbeiterinnen, Schneiderinnen und Putzmacherinnen. Innerhalb der einzelnen Gewerbezweige sind nur geringfügige Ver­ schiebungen eingetreten. In der Nahrungs­ und Genußmittelindustrie hat das Ueberangebot von 'Arbeitern etwas nachgelassen. ,Tie Verhältnisse des Bedienungspersonals inGastund Schankwirtschaften haben sich etwas gün­ stiger gestaltet. 2iie Kriegstrauung des Herzogs Ludwig Wilhelm in Bayern, Chef der herzogl. Linie des Hauses Wirtelsbach mit der Fürstin Witwe Eleonore von Schönburg-Waldenburg findet Mitte August in Bad Kreuth statt. Tas Eiserne Kreuz am weißen Bande wurde dem ersten Präsidenten des Bayerischen Landwirtschastsrates Exzellenz Tr. Frhr. von Eetto-Reichertshausen verliehen. 2er neue Staatssekretär des Reichsschatnmtcs von Rödern trifft morgen Samstag zu einem Antrittsbesuche in München ein und wird vom König in Audienz empfangen. 2ir Miiltor-fMeiningen har heute den ll. August sein 50. Lebensjahr vollendet. Wir benützen diesen Anlaß, um — wohl in Ueber­ einstimmung Mit allen politischen Freunden in Bayern und im Reiche — in dankbarer An­ erkennung des Wirkens zu gedenken, das Tr. Müller in langjähriger parlamentarischer Tä­ tigkeit für freiheitliche und vaterländisch,eZiele entfaltet hat. Möge es Dr. Müller' gegönnt fein, noch Jahrzehnte an dem politischen Le­ ben unseres engeren und weiteren Vaterlan­ des den gleich starken Anteil zu nehmen, wie bisher und möge insbesondere sein von Tau­</p>
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          <p>Allerlei. Selbstmordversuch verübte ein 26jähriger Hausdiener in einem Gasthvfe in Manchem Er hat sich durch, einen Schuß in die Herz­ gegend schwer verletzt. Ueberfahren ließ sich ein 28jähr. Arbei­ ter in München von einem Eilzuge bei der Bahnüberfahrt an der Clencestraße. Zu Tode geschleift. Als der 27 Jahre alte Soldat Andreas Margie in Sand bei Brunneck mit einem Holzsührwerk fuhr, scheu­ ten plötzlich die Pferde, wobei er, da er sich, das Leitseil um die Hände gewunden hatte, unter den Wagen geriet und eine Strecke weit geschleift wurde. Man fand ihn mit zerschmet­ tertem Schädel und anderen schweren Ver­ letzungen noch lebend auf, denen er jedoch bald erlag. In den Bergen abgestürzt. Ter Sohn des Pächters des Gasthauses "Zur Kampeuwand" in Aschau stürzte am Kernmandl unter dem Schönbrand ab.</p>
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          <p>Lokales. Lundsbut, 11. August. —* Den Heldentod für das Vater­ land starb der Infanterist im 3. daher. Ins.-» Rgt. Adalbert Wasserburger, Eisengießer von hier, Sohn des Herrn Ludwig Wasserburger. Ter Gefallene war besonders als Kunstturnev in hiesigen Turnerkreisen bekannt und be­ liebt und bei den Veranstaltungen des Männer­ turnvereins eine hochgeschätzte Kraft. —* Auf dem Felde der Ehre fiel der Pionier im 2. daher. Pionier-Bataillon Herr Johänn Janker von Achdorf b. L. —* Der Opfertag erbrachte hier in der Haussammlung und bebt am letzten Sontag vorgenommenewi Straßenverkauf von Postkar­ ten und Andenken zusammen die ©utnjme von rund 8000 Mark. —* Der Viktuallienmarkt war heute in der Hauptsache mit Obst bestellt. Frühäpfel und -Pflaumen. Besonders erstere waren in stattlichen Mengen vorhanden. Auch Kriechen und Heidelbeeren waren gut vertreten. Als neue Waldfrucht gesellten sich Brombeeren hin­ zu. Den Hauptbestand des Marktes aber bil­ dete Fallobst, das zu mäßigeren Preisen auch rasch Abnehmer fand. Schwämiwe gab es nur in wenigen Exemplaren, was mit der trokkenen Witterung der letzten Zeit zusammen­ hängt, Eier, Butter und Schmalz fehlten ganz. —* Der Kartoffelmarkt war ziem-' lich gut mit Frühkartoffeln bestellt, doch! hiel­ ten die Verkäufer noch immer die alten Preise von 10 bis 15 Pfennige per Pfund. Ter Ver­ kauf gestaltete sich infolgedessen nur schleppend und beschränkte sich zumeist auf den Augen­ blicksbedarf. Es dürste gut .sein, wenn der Magistrat in seiner morgigen Sitzung im An­ schluß an dem durch die daher. Lebensmittel­ stelle für ihre Aufkäufer vom 10. August ab festgesetzten Höchstpreis von 7 Mark für den Zentner eine Korrektur des für unsere Stadt bestimmten, allzuhohen Höchstpreises von 13 Pfennig vornehmen würde. —* Ein scharf es Gewitter ging ge­ stern abends über unsere Stadt hinweg mit Sturmeswind und schwerem Regen, der "jedoch nicht lange anfielt. Noch in den späteä Abendstunden härte man fernes Donnerröllen. Eine angenchwe Abkühlung der Tenn peratur war noch am heutigen Morgen zu verspüren. . —* Die Stoppeln stehen jetzt wieder auf den Feldern. Sonst gab es um xbieje Zeit Herden von Gänse, die auf die abgeernteten Felder getrieben wurden, um dort die Nach­ lese nach verlorenen Körnern zu hälten und so restlos die Ernte zu nützen. Heuer fehlen die 'Gänse. Tie Aufzucht von jungen Gän­ sen wurde nur spärlich betrieben, weil int letzten Winter infolge der hohen Preise für Mastgänse zu wenig Zuchtmaterial übrig ge­ lassen wurde und der sonst gewohnte Zutrieb von Mager-Gänsen aus Böhmen und Polen in diesem Jahre ausgeblieben ist. Für Gänseliebhüber sind die Aussichten daher Heuer keine allzu rosigen. Allerdings hätten die Preise ihre Zahl ohnehin erheblich beschräükt.</p>
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          <p>Letzte Posten. Tüs iitalieuische Großkampffchiff "Leonardo da Binici" zerstört. In Turin war am gestrigen Tage das Gerücht perbreitet, daß das italienische Groß­ kampfschiff "Leonardo da Vinci" im Hafen von Tarent in die Luft geflogen .sei. Die Ursache der Zerstörung ist unbekannt, doch soll sie auf Tatsache berulhen. Das angeblich gesunkene Schliff gehört der Klasse der italienischen Großkümpslinienschiffe an und ist im Jahre 1911 vom Stapel gelaufen; Es hat 22 400 Tonnen Wasserverdrängung, eine Schnelligkeit von 22 Seemeilen, eine Be­ stückung von 13 30,5 Zentimtr., 18 12 Zen­ timeter, 20 7,6 Zentimtr. Geschützen, drei Torpedoausstpßrohre, seine Maschinen entwickeln 30 000 PS, die Bemannung beträgt rund 1000 Mann. Zu derselben Klasse gehören noch' die Linienschiffe "Giulo Cesare" und "Conte di Cavour". (Z.) Kämpfe deutscher U-Boote mit englischen Bewachungsdampsern. Der Berl. Lok.-Anz .schreibt: Einige..un­ serer kürzlich in die heimischen Häfen zurück­ gekehrten Unterseeboote hatten am 11. Juli östlich von Firth of Forth ein längeres Ge­ fecht mit feindlichen BewachunKdamPfernMer das wir folgendes erfahren: Am Abend des genannten Tages hatte eines unserer U-Boote einen großen und Zwei kleinere englische be­ waffnete Bewachungsdampfer gesichtet und lief auf sie zu. Tie drei Dampfer fuhren darauf mit hoher Fahrt gegen Westen auf die Küste zu, verfolgt und beschossen, von unserem Unterseeboot. An dieser Verfolgung nähmen auch noch« drei weitere deutsche Un­ terseeboote teil und eröffneten zunächst das Feuer auf den vordersten Dampfer. Nach­ dem diesem Treffer in die Geschützjmiunition beigebracht worden waren, sackte der Dampfer! bald ackhteraus. Darauf wurde der letzteDampfex unter Feuer genommen, da erkannt toutjbe, daß auch der mittlere Dampfer durch! nkehtvre I Treffer schon ganz abbließ und zurückblieb. Alle I drei Bewachungsfahrzeuge wurden darauf $ durch Geschützfeuer oder Sprengbomben tien= § senkt. 1 Neue englische Truppen an der Somme. I Tie Basler N. Nachr. berschten aus LonI don: Tie amtliche Bekanntgabe von Ofsiziers1 Verlusten läßt erkennen, daß seit dem 8. Au-' | gut 8 neue bisher noch nicht genannte Divn 1 ftonen — neue Formationen — jn den Kampf ! eingetreten sind. (Z. ) Jubel unter Tränen. Lugano, 11. Aug. Tie Einnahwe von Görz löst in Italien jenes Uebermaß von Jubel aus, das nicht nur die unerwartete Schnellgikeit des Erfolges sonsdern vor allem die Höhe der gebrachten Opfer rejchtfeÄtigf. Tie Jdea Nationale schreibt: Niemand ahnt welche Opfer an Blut und Tränen die 15 Kriegsrnonate kosteten. Görz mußte unser wer­ den, denn wir hüben ihm die Blüte von Italiens Jugend geopfert. (Z.) Wechsel im russischen Finanzministerium'? Stockholm, 10. Aug. Man erzählt in Petersburg, der Finanzminister Barck werde von seiner Reise nicht mvhr puf seinen Po^ sten zurückkehren. Sein Nachfolger werde vor­ aussichtlich der jetzige Reichskontrolleur Pokrowsky sein, dem rühmend angerechnet werde, daß er Rußlands Handelsinteressen auf der Pariser Konferenz energisch vertreten hübe'. Dem Wechsel im Fi na nzlmi n isterium würde eine politische Bedeutung innewohnen, da Pokkrowskh ein entschiedener Anhänger derFor^ derung der russischen wirtschaftlichen Unab­ hängigkeit von England ist und an der Aus­ arbeitung des Kokowzewschen Finanzplanes den erheblichsten Anteil hat. (Z.)</p>
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          <p>Merlin, den 10. August 1916. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise verboten.) Schwere Angriffslage. Telegramm! unsres Kriegsberichterstatters. .Gr. Hauptquartier, den ,9. August. Vorgestern und gestern zeigte sich der Feind längs der ganzen Westfront äußerst tä­ tig. An der Upernfront unternähmen wir« einen erfolgreichen Gasangriff. An der Som­ me griff der Feind an vielen Stellen gleich­ zeitig an. So entstanden heftige Kämpfe bei Guillemont, bei Maurepas, in der Gegend von Clery, zwischen Tiepval und der.Somme, beim! Foureauxwalde und bei Pozieres. Nirgends konnte der Feind einen entscheidenden Schritt vorwärts tun. • An einigen Punkten gelang es seinen starken Kräften, in unsere Stellun­ gen einzudringen, doch wurde er alsbald wie­ der daraus geworfen. Nur bei Clery und Pozieres ist der Kampf gegen die in das Torf eingedrungenen Franzosen noch im Gange und &gt;hat bereits dazu geführt, sie aus dem größeren Teile der von ihnen gewonnenen Gräben wieder hinauszudrängen. Restlos zurückgewie­ sen worden sind die starken französischen An­ griffe an der Verdunfront, wo sie beim Bertzwalde und beim Fuminwalde, südlich von Fleurh und bei Lauffee mit bedeutendenKräften und bei Dhiaumont dreimal 'hartnäckig! angriffen. Jn der Champagne begnügten sie sich mit Feuerüberfällen. Tie beiden Kümpses-! tage an der Somme und an der Verdunfronk gehören zu den heißesten des Krieges. (Kb.) W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter. Kriegsbriefe aus dem Westen.</p>
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          <p>Literarisches. Im Unsterseeboot. Kapitänleutnant Han­ sen, der den britischen Dämpfer "Dulwich" und die französischen "Pille de Stile" und "Dinorgh" zum Sinken gebracht hat, gilt "als ein Llänzendes Beispiel jenes neuen Menschenthpus, den der Unterwaslser'krieg hervor­ gebracht hat!" Ueber seine letzte Ausfahrt nach) dem Kanal, wo er mehrere Schiffe versenkte, berichtete er in den soeben erschienenen Heften 8/10 von "Wie wir unser Eisern Kreuz er­ warben", Selbsterlebnisse nach persönlichen Be­ richten von Inhabern des Eisernen Kreuzes 1914, bearbeitet von Generalleutnant Friedr. Freiherr von Tincklage-Campe (Deutsches Verlagshäus Bong ü. Co., Berlin W. 57, Preis des Vierzehntageheftes 50 Pfg.)</p>
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          <p>der "Kambania" an Rumänien. Er betonte den Ueberfluß an Artillerie, Munition und Soldaten, den Bulgarien habe, ebenso Die un­ begrenzte Kampfessreudigkeit der bulgarischen Armee. Er meinte: "Wehe deni, der wagt, unser Land zu betretest". Auf Grund des Bündnisses und der wohlverstandenen Inter­ essen sind die Feinde unserer Verbündeten auch 5 unsere Feinde. Bis znm letzten Augenblick I und bis zum letzten Blutstropfen werden wir I treue und aufrichtige Verbündete bleiben."— Das ist wohl deutlich genug. Inzwischen hat sich ja auch! die Kriegsstimmung in iBukarest, so plötzlich sie gekommen ist, wieder ge­ legt und man hört nur noch von friedlichen Tingen dort, Mais- und Erb senver kaufen an uns und Take Jonescn begeht ein politisches Harikiri. Umsonst stehen also die deutschen Regimenter nicht an der rumänischen Grenze. Im Westen herrschte an der Somprefront im Wesentlichen nur starker Artilleriekampf. Englische Vorstöße konnten durch' unser Ab­ wehrfeuer zurückgehalten werden. die Franzosen unternahmen zwischen Maurepas und der Somme acht heftige Utiiyriffe, die aber alle an dem Widerstände der Unsern scheiterten. An der Maas gab es nur Handgranatenkämpfe. Fünf feindliche Flugzeuge wurden im Luftkampse und durch Abwehrfeuer herunter-! geholt. Im Osten wurden russische Angriffe am Strumien und tim Stochod, ebenso weiter süd­ lich an der Dnjestrfront, zumteil blutig abgewiesen. Südlich des Tnjestr mußten unsere Truppen der Rückverlegung der.Front folgen und haben jetzt die neuen befohlenen Stellun­ gen erreicht, auf denen dem russischen Ansturm Halt geboten werden soll. Unsere Marineflugzeuge haben englische Seestreitkräfte vor der flandrischen Küste an»; ,.gegriffen und erfolgreich mit Bomben belegt. Ebenso wurden ruffische Flugplätze auf der Insel Oesel mit Erfolg angegriffen. ,Stile Flugzeuge konnten trotz feindlicher Gegen angriffe heil zurückkehren. Un der italienischen Front haben die öfter*.»Jung. Truppen nunmehr Görz aufge­ geben und sich auf die hinter der Stadt lie­ genden Höhenstellungen zurückgezogen. Selbst­ verständlich erhebt die italienische Presse ein Freudengcheul über diesen Erfolg Cadornas, doch mischen einige Vernünftige einen Trop­ fen Wermuth in die Freude und mahnen, erst abzuwarten, ob der Erfolg auch weiter aus­ genützt werden kann. So unangenehm die Auf­ gabe der Stellung, die schon so bieten Anstür­ men Stand gehalten hat, an sich ist, so ist doch zu bedenken, daß&gt; die Stellung so weit aus der österr.»png. Linie hervorsprang, daß ihre Festhaltung gegenüber Maffenangriffen zu starken Verlusten führen mußte. Außerdem ist Görz, das ja stets im italienischen Feuer' lag derart zusammengeschossen, daß es wohl nicht zu verantworten wäre, seinetwegen noch weitere Opfer zu bringen. , Oesterr.»ung. Flieger haben als Erwider­ ung des Angriffes italienischer Flieger auf l Fiume die Lagunenstadt Venedig mit ver­ heerendem Erfolge mit Bomben belegt. Insge­ samt wurden 70 Zentner Bomben auf die Stadt geworfen. Einen Wink mit dem ZaunpsaW richtete der bulgarische Generalissimus Schekow in ei­ ner Unterredung jnit dem Sofioter Vertreter</p>
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          <p>brachen meist! schon vor unseren Hindernissen zusammen. Sie erlitten durchwegs schwere Niederlagen. 'Tie Verluste sind wieder sehr groß. Italienischer Kriegsschauplatz. Entsprechend der duvch, die Räumung des Brückenkopfes von Görz eingetretenen Lage wurde die Stadt aufgegeben und nach blutiger Abweisung neuerlicher italienischer Angriffe auf der Hochfläche von Tvberdo die gebotene Berichtigung unserer Stellungen — vom Feind ungestört — durchgeführt. In diesem Raume nahmen unsere Truppen in den -letzten Tagen 4100 Italiener gefangen. Beim Einbruch des Gegners in den Görzer Brückenkopf konnten 6 unserer Geschütze nicht meht geborgen wer­ den. Gestern richteten • sich, die stärksten An­ strengungen der Italiener gegen den Abschnitt von Plava. . Nach 12 ständigem Artillerie­ massenfeuer griff die feindliche Infanterie Za-, gora viermal, die Höhen östlich von Plava dreimal an. Alle diese Stürme brachen sich! am festen Widerstand unserer Truppen, unter' denen sich Abteilungen der.Infanterie-Regi­ menter 22 und 52 neuerdings auszeichneten. An der Tiroler Front scheiterten mehrere Angriffsversuche des Feindes in den Dolontfiett und drei Angriffe auf unsere Stellun­ gen im Posubiogebiet. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine Ereignisse von Belang. Der iMInerfretenbi* Chef des Generalstabes! v. H o e f e r, Feldmarsch alleutnanr. , * Ereignisse zur See. ' Ter Besuch der italienischen Großkamps­ flugzeuge in Fiume am 1. August wurde in der Nacht vom "9. auf 10. Äugust von unseren Geschwadern, zusammen 21 Seeflugzeugen, in Venedig erwidert, wo sie das Arsenal, Bahn­ hof und militärische Objekte und Fabrikanlagen mit Bomben iws Gesamtgewicht von drei­ einhalb Tonnen mit verheerenden Erfolgen belegten. Ein Tutzend Brände wurde hervor­ gerufen, davon zwei von sehr großer Aus­ dehnung bei der Baumwollfabrik und in der Stadt, die noch auf 25 Weilen Entfernung sichtbar waren. Tas heftige Abwehrfeuer der Batterien war ganz wirkungslos. Alle Flug­ zeuge sind unversehrt eingerückt. Flottenkommando.</p>
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          <p>aufgedeckt. Ter Oberprokürator bediente sich für seine Schwindeleien eines abgefeimten Zuchthäuslers namens StumM, den er auf die großen Wachsmärkte nach. Lissabon und London entsandte und dort Ankäufe — angeb­ liche — über 60 Millionen Rubel machen ließ. Tatsächlich wurden aber nur Käufe in Höhe von 1 Million abgeschlossen. Die Quittungen wurden von Stumm gefälscht und von dem Prokurateur mit StumM geteilt. Nach dem Abgang des Oberprokuräteurs Sabler blieben die Wachslieferungen aus, eine Folge davon war ein kolossales Anziehen der Wachspreiise und die nahezu vollständige Unmöglichkeit der Beschaffung vorschriftmäßiger Wachskerzen für den Kirchendienst. Es ist fraglich., ob der Oberprokurator zur Verantwortung gezogen wird. Vom östlichen Kriegsschauplatz. Sie Wahrheit in Rußland. Petersburger Privatmeldungen berichten von schauerlichen Schilderungen, die von der Front zurückgekehrte Krieger ihren Angehöri­ gen entwerfen. Tie Zurückgekehrten zeichne­ ten ein schreckliches Bild von den unglaublichen Verlusten und der "völligen Nichtachtung des menschlichen Lebens bei den sinnlosen Angrif­ fen gegen die Höllenschlunde der deutschen Artillerie, von den Epidemien besonders an der Südwestfront und der herrschenden Hun­ gersnot. Die russische Regierung sucht dieseErzählungen durch Verbote an die Soldaten zu verhindern. Hier liegt der Wortlaut eines sol­ chen Erlasses, der in Lazaretten den wundeten eingeschärft wurde bei Androhung der schwersten Arreststrjasen. Darnach ist 1. den Kriegsteilnehmern verboten Zivilperson nett, auch den nächsten Anverwandten einzelne Erlebnisse von der Front zu erzählen, weiter Berichte über Verluste, Vorgänge an der Front, Zustände in der Lebensmittelversorgung und Ernährung der Truppen, Mangel an Munition, dem russischen Sanitätswesen sowie anderem zu geben, was dem Feinde Nutzen zu bringen vermag. 2. Völliges Schweigen der Kriegsteilnehmer über die vorgenannten Ge- jj genstände ist unbedingte Kriegsnotwend iglest. I Tas Sanitätspersonal hat die unbedingte Ver- ! pflichtung, Zuwiderhandlungen anzuzeigen. I Tiefer gewaltsame Versuch der Mundtotntach- 1 ung der Wahrheit kennzeichnet am besten die Stimmung in Rußland. Tie Brände der rus­ sischen Munitionsfabriken sind durchs eine neue Liste um eine stattliche Anzahl — 17 neue Brandstiftungen an einem Tage — vermehrt worden. In Petersburg brannten die Aktien-, gesellschaft für Kühler und Elevatoren am Obwodnikanal ab. Fn Moskau ist die frühere Schamownitschewskojsche Bierbrauerei abge­ brannt, die von der Heeresverwaltung be­ schlagnahmt worden war. Acht Feuerwehren der Stadt arbeiteten an der Bekämpfung. Eine weitere fürchterliche Feuersbriunst wütete in Kitaigorod in den Vierteln, wo die Speicher der Manufakturwarengeschäste liegen. .'Meh­ rere Speicher dieser Firmen gerieten in Brand, das Feuer sprang auf 5 benachbarte große Speicherhäuser über. Ein Speicher enthielt für 2 Millionen Munition, die mit fürchterli­ chem Krachen explodierte. Tie gesamte Feuer­ wehr von vier Moskauer Stadtvierteln war versammelt. Durch die explodierenden Ge­ schosse wurden zahlreiche Personen getötet oder verwundet. (Z.) Riesenunterschlagungen in Rußland. Stockholm, 9. August. Riesige Unter­ schlagungen des früheren Oberprokuräteurs des Heiligen Shnods wurden durch das von der Regierung ausgesandte Wachseinkaufskomitee</p>
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          <p>Am Balkan. Eine Schlappe der Serben. Athen, 10. Aug. Nördlich von Vodena ist es zu einem Zusammenstoß größerer ser­ bischer und bulgarischer Abteilungen gekom­ men. Tie Serben erlitten eine sshr empfind­ liche Schlappe. Sie wurden von den Bulga­ ren unter starken Verlusten aus ihren Step lungen geworfen und zurückgetrieben. (Z.) Meutereien serbischer Truppen in Maze­ donien. i Athen, 10. Aug. Nach Meldungen aus Saloniki haben sich neue Meutereien unter den dort stehenden serbischen Truppen zugetragen. Einige Tausend Serben mußten in die Festung Karaburnu eingeschlossen werden. In den letz-, ten Tagen wurden russische Truppenabteilun­ gen unter die serbischen gemischt, um dieMo-i ral der letzteren zu heben. Auch die An-! Wesenheit des serbischen Kronprinzen ist vor allem durch die neuerlichen Vorkommnisse ver­ anlaßt worden. (Z.) Anskauf der rumänischen Ernte. Bukarest, 9. Aug. Zwischen dem rumä­ nischen Hauptaussuhrausschuß unter dem Vor­ sitz des Ackerbauministers Constantinescu und den Vertretern der Mittelmächte kam über den i Ankauf von Braugerste und Erbsen diesjäh­ riger Ernte eine Einigung zustande. ZurVeri-, fügung stehen annähernd 2000 Eisenbahnwagen Erbsen, 6000 Eisenbahnwagen Braugerste. Ter Preis für Erbsen ist yuf 5600 Lei, für eine Eisenbahnwagenladung, für Braugerste äuf 4500 Lei festgesetzt. Explosion in einer rumänischen Pulverstrbrik. Bukarest, 10. Aug. Gestern mittags ereignete sich eine große Explosion in Wer Pulver-und Waffenfabrik von Teilest bei Bu­ karest. Nach nod;i unbestätigten Meldungen sind mehrere Offiziere und Soldaten tot, viele verwundet. Ter, König und der Kriegsmi-i nister begaben sich sogleich! mach dem Schau-« platz des Unglücks, dessen Ursache noch unbe­ kannt ist. 62 Personen sind getötet. Site Wahlmache des Vierverbandes in Grie-r chettland. Berlin, 10. August. Ter "Lokal-Anz." meldet aus Athlen: Ter Vierverband hat Venizelos bisher 5 Millionen Mark zu Wahlzweckext (nur zu diesen?) zur Verfügung gestellt und duldet in den von ihm besetzten "Gebieten kei­ nerlei Wählpropaganda, die sich gegen seine Politik richtet. Tas Heer, das Volk und die Kaufmanyschaft sind entschieden anti-venizelistisch gestimmt. Ihr KaMpfgeschrei lautet: Fortsetzung der Neutralität! (Z.)</p>
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          <p>Der Luftkrieg. Fliegerangriff auf EKottrocfL WTB. Berlik, den 10. Aug. Eirr feind­ licher Fliegsr roarf itt der Nacht zum 9. August mehr,e,re Bomben auf Rottweil inWürtlemberg ab, Ein Wohnhaus werde getrof­ fen. mehrere: Personen wurden verletzt. Mi-? litärischer Schaden entstand nicht. 2lic Lttftkämpfe itt Flandern. Tas Vadeland berichtet: Die Tätigkeit itt Flandern beschränkt sich» zurzeit auf Lustge-' fechte. Tie Infanterie ist tu den letzten Tagen nicht itt Tätigkeit getreten. In Flandern wur­ den in der letzten Woche mehr als 40 Luft-, gefechre geliefert. Tie englischen Flieger leg­ ten sehr viel Mut an den Tag aber zogen öfter den kürzeren. Sie haben bedeutendvVerluste erlitten. An militärischen Gebäuden hin­ ter der englischen Hront wurde bedeutender Schaden angerichtet. Drei Bürger sind ge­ tötet, verschiedene verwundet worden.</p>
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          <p>Tiie Lag«' in Irland. Nach dem Bericht eines Londoner Ge­ währsmannes ist in England die ganze vorige Woche keine Post aus Irland eingetroffen. Auchi der Reiseverkehr ist feit einigen Tagen einge­ stellt. Jetzt erfährt man, daß in Südirland Straßenunruhen und Zusammenstöße atit Mi­ litär stattgefunden haben, wobei das Militär von den Waffen Gebrauch machen mußte. An­ geblich soll die Ruhe wieder hergestellt sein, doch halten die Auf,ständischen überall ProtestVersammlungen gegen die Hinrichtung Casements ab, und fordern die englische Regierung zur Rache auf. In Dublin sagte ein Redner, es wäre Irland besser gedient gewesen, wettn man statt Casement den Pariser Carson ge­ hängt hätte. (Z.) Der Krieg mit England.</p>
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          <p>Tages-Uebersicht. Ter Reichskanzler ist mir dem Staats­ sekretär von Jagow nach Wien abgereist, um den Besuch des Ministers Baron Burian itt Berlin zu erwidern und die Besprechungen über die Ordnung der Angelegenheiten 'der von den Verbündeten gemeinsam besetzten Ge­ biete fortzusetzen. (WTB-) Zum Leiter der Presseverwaltung der Re­ gierung in Warschau wurde an Stelle des zu­ rückgetretenen Ge!h. Regierungsrates Cleinow der frühere Chefredakreur der Münchener N. Nachrichten" Tr. Martin Mota ernannt. 62 Anstauschverwundcte sind aus Eng­ land in Aachen angekommen. Ter Prozeß gegen Liebknecht. Die Ver­ handlung gegen den Abgeordneten Tr. Lieb­ knecht wegen versuchten Kriegsverrats, Unge­ horsams und Widerstands gegen die Staatsge­ walt findet, wie wir erfahren .voraussicht­ lich am Mittwoch den 16. August, in zweiter Instanz vor dem Oberkriegsgericht statt. (Z.) Postverbindung zwischen Schweden und Finnland. Tie schwedische Generalpostverwaltursg teilt mit: Tie Postverbindung zwischen Schweden und Finnland wird vorläufig aus der Linie Gefle-Maumo teils durch den Postdampfer "Oelaud", teils durch den Dampfer "Nrche" aufrechterhalten, die ausschließlich die Post aufnehmen. 2er amerikanische Eisenbahnangestelltcnnusstand. Aus Newyork melden englische Blätter: Die Vertreter von 350 000 Eisenbahn­ angestellten werden heute den Vertretern der Eisenbahugesellschaften die Abstimmung über den Streik mitteilen. Ueber 92 Prozent der Angestellten ist für den Streik.' Ter Ausstand hat sich auch an der amerikanischen Börse in starkgedrückter Stimmung bemerkbar gemacht. 2&gt;er Goldübcrsluß in Amerika. Aus einem Pittsburger Privatbrief geht hervor, daß Ar­ beiter in amerikanischen Fabriken in der letz­ ten Zeit ihren gesamten Lohn in Gold aus­ bezahlt erhielten. Tie Banken müssen Maß^ nahmen treffen, um Kleingeld in den Verkehr zu bringen. (Z.)</p>
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          <p>Par Reich! von Höhenberg. Inwiefern der Verdacht begründet ist und vielleicht noch wei­ tere Persönlichkeiten in die Angelegenheit ver­ wickelt sind, wird die geführte Untersuchung zeigen. ObevnzeU, 9. August. (Einbruchdiebstahl.) Heute vormittags wurde bei dem Bauern Kro­ nawitter in Schergendors eingebrochen und 4000 Mk. Bargeld sowie eine Wenge Kleidungs­ stücke gestohlen. Als Täter kommen zwei um­ herziehende Wannspersonen in Betracht, wel­ che die gestohlenen Sachen in Rucksäcken bei sich tragen.</p>
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          <p>Städtische Schwimmschule. 11. August 1916. Luft . . 21 Grad C. Wasser . 19 Grad C.</p>
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          <p>Handel und Verkehr. Lanbshirt, 11. Aug. (Viktualienmarkt.) Der heutige Viktualienmarkt war mäßig bestellt. 8—0 Stück Eier erhielt man um 1 Mark, dar Pfund Rindschmalz kostete im Großverkauf 1,80 bis 0,00 Mk., im Kleinverkauf 1,85 bis 0,00 Mk., Landbutter 1,50—0,00 Mk., Molkereibutter 1,75 bis 1,95 Mk., Schweinefett 1,80—2,00 Mk., junge Hühner und alte Suppenhennen 3.80—4,50Mk., junge und alte Hahnen 3,00-4,50 Mk., Gänse lebend — Mk., Gänse geputzt 10 Mk, Enten lebend 5—6 Mk., Enten geputzt 5,00—5,80 Mk., junge Tauben per Stück 80—90 bl., Kaninchen 1 — 6 Mk. Fische: Forellen per Pfd. — Mk., Hechte 1,35—0,00 Mark, Karpfen 1,20—0,00 Mk., Schleie 1,30 Mk, Nutten 1,30 Mk., Aitel 80 dl., Nerfling, Frauenfisch und Brachsen 80—00 dl.. Waller 0,00 Mk., Huchen 0,00— 0,00 Mk., Barben — dl., Bürstling — dl., Rotaugen und Nasen 35 bl, Weißfische 40-50 dl., Stockfisch — dl., Krebse — Mk. Wildbret (Höchstpreise): Reh­ ziemer 1,80 Mark, Rehschlegel 1,80 Mark, Rehbug 1,20 Mark, Einmachwildbret 60 dl., Wildenten 2,60 Mark, Halbenlen 0,00 Mark. Frühobst: Aepsel sehr viel vorhanden 3—6 St. 10 dl.. Reineklauden 50 St. 10 dl., Birnen 3—6 St. 10 dl. Gemüse: Gurken Stück 10-50 dl., Kopfsalat 3-8 dl, Rettich 3—10 dl., Erbsen pro Pfund 30 dl., grüne Bohnen 25—30 dl, Wtrsing 10—30 dl., Blumen­ kohl 10-50 dl., Kohlrabis 3-10 dl., Frühkartoffeln pro Pfund 10—13 dl.</p>
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          <p>Erfolgreiche Tätigkeit unserer Seeflugzeuge.</p>
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