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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-08-18"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 223</biblScope>
          <date when="1916-08-18">1916-08-18</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Im Westen haben nun die Engländer und Franzosen nördlich der Somme einen neuen gemeinsamen Angriff unternommen. Beson­ ders die Franzosen zeigten sich sehr lhardnäckig und stürmten bis zu fünfmalen hin­ tereinander geirrt unsere Linien an. Alle Anstrenigung war vergebens. Wo es dem Feinde wirklich gelang, in unsere Gräben zu kommen, wurde er sofort im Gegenstoß, wieder hinausbefördert. Meist mutzte er aber schon in unserem Feuer umkehren. Daß unsereFeinde bei diesem neuen Mißlungenen Sturm schwere Verluste erlitt, ist ohne weiteres zu glaubend Südlich der Somme waren die Franzosen glücke licher. Sie konnten in etwa 500 MeterBreite in unsere Gräben eindringen, aus denen sie noch nicht zurückgeworfen sind. Im Osten wurden russische Vorstöße west­ lich von Zalocze und nördlich, des Dnjestr abgewiesen. In den Karpathen schreiten die Und fern erfolgreich fort. Unsere Flieger haben die russische Flugstastion auf Papenholm auf der Insel Leset wieder besucht und mit Erfolg 'Spreng- und Brandbomben abgeworfen. An der italienischen Front kam es zu schweren italienischen Anstürmen südlich von Görz. Venedig wurde neuerdings von österr.-, ung. Fliegern mit Erfolg angegriffen, eben-,fo die italienischen Stellungen und Batterien am unteren Jsoüzo, in Grado und Monsalcone.' An der griechischen Grenze häufen sich jetzt die Scharmützel zwischen bulgarischen und Entente^Truppen vor allem in der Gegend des Doiransees. Bericht des deutschen Hau-Wattiers. WTB. Berlin, den 17. August, mittags. .Großes Hauptquartier.) Westlicher KriiMauM. Das feindliche Feuer erreichte westlich von Whtschaete, sowie am. und südlich des Ka­ nals von La Bassee zeitweise große Heftigkeit. Nachdem bereits am Morgen starke englische Angriffe aus der Linie Ovillers—Po-' gieres und westlich des Foureauxwaldes abge­ wiesen waren, sind abends nach stärkftemVor-</p>
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          <p>Ereignisse zur See. In Erwiderung des feindlichen Flieger­ angriffes auf Triest hat in der Nacht vom 16. auf den 17. August ein Flugzeuggeschwa­ der Venedig angegriffen. Es wurden der Bahnhvf, Magazine, das Arsenal und militäri­ sche Objekte ausgiebig mit schweren, leichten und Brandbomben belegt, viele Volltreffer er­ hielt und große Brande in den BchähofsmagaRitten erzeugt. Ein zweites Geschwader griff erfolgreiche den Binnenhafen von Grado, eine Batterie am unteren Jsowzo und militärische Objekte von Monfalcone an. Trotz Heftigster Abwehr find alle Flugzeuge unversehrt eingerückt. : Flottenkommando.</p>
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          <p>nur dadurch erklärt, daß sie jetzt unter allen Umständen die Entscheidung erzwingen wol­ len mit dem Einsatz der gesamten und letzten zur Verfügung stehenden Mittel. Man schau­ dert bei der Vorstellung, welch eine Schlächterarbeit unsere eigenen Leute Legenüber diesen wütenden Massen zu verrichten gezwungen sind. Tie Rücksich tslpsig kett der Menschen-, Opferung ermöglicht es den Feinden, hier und dort kleine Geländegewinne zu erzielen, deren Gesamtheit aber im Verhältnis zu den Kosten und im Vergleich zu dem Ziel nach.wie vor ohne jede Bedeutung bleibt. Tie Ungunst der Sackstellung, in die sie geraten sind, ist immer noch ebenso groß wie vorher. Vom westlichen Kriegsschauplatz SM westlich« MssschanM. Ter Kaiser au der Somme. Aus dem Felde wird uns unterm 11. August geschrieben: Heute war der Kaiser bei uns! Tie große Schlacht an der Somme ist nochs "nicht vorüber; aber die Stoßkraft der englisch-französischen Angriffstruppen ist gff brachen, an der unerschütterlichen Wehr un­ serer Soldaten ist sie zerschellt; sie ist in sich verblutet, und auch die diktatorischen Be­ fehle der feindlichen Machthaber vermögen ihr keinen neuen Mut einzuhauchen. Immer wie­ der flackert Geschützfeuer auf; Abschuß, und Einschlag vermischen sich zu einer unheimlichen Sinfonie, die mit ihrem dunklen Gewoge den Frieden dev Landschaft stört, ln der unsere Sol­ daten den üppig gereiften Segen der Felder, die Früchte ihres säenden Fleißes einbringen. Was nützt aller Donner der Geschütze? Die Feinde Haben den Triumph, das brennende Peronne zu sehen, das sie zwecklos in Trüm­ mer geschosssen haben; sie haben die Not, die geringen errkämpften Kilometer, in denen un­ ser Geschützffeuer sie von drei Seiten faßt, nicht zu einem unheimlichen Sarg werden zu las­ sen — und die Sieger, das ist selbst den Fein­ den kaum noch zweifelhaft, die Sieger blie­ ben wir! . . . Einem Teil dieser Sieger galt der kaiserliche Gruß heute. Im Park eines Schlosses waren Abordnungen der Truppen aufgestellt, die an der Somme so wacker stände gehalten huben. Erst spät rangen sich bleiche Sonnenstralhlen aus dem Nebeldunst des Mor­ gen heraus,, aber frohe Festfreude glänzte auf allen Gesichtern. Voll Stolz grüßte der Kai­ ser seine Heelden. Er dankte ihnen und wünscht te ihnen weiteres Waffentzlück. Tie Glück­ lichsten empfingen aus der Hand ihres Kais fers selbst 'das Eiserne Kreuz. Nach der Pa­ rade fuhr der Kaiser, in dessen Begleitung sich auch PZrinz Eitel Friedrich und der Chef des Feldheeeres von Falkenhahn befanden, zum Gefechtsstamd einer Division, der ihm einen weiten ,Ueb»erblick über die Gegend der erbit­ tertsten Käimpse an der Somme ermöglichte. Tie Truppten aber zogen heim, in ihr Ruhelager oder iin den Schützengraben. Froh trugen sie die Ku nde weiter: der Kaiser war heute bei uns! Uind die Worte seines Tankes wur­ den Älen 'Kameraden zum langnachhallenden Glücksgefühil. Durch die ganze Sommefront lief es wie eine stille Bekräftigung des alten Treuegelöbinisses. &lt;Z.) Rücksichtslose Menschenopfer der Franzosen. Die "Köln. Ztg." meldet aus dem Großen Hauptquarttier unterm 16. August: Ter An-, blick der Sommeschlacht bleibt unverändert der­ selbe. Tie Gegner wollen, da der Gewaltstoß am ersten Julitage nicht zu dem erhofften sofortigen Durchbruch unserer Linien geführt hat, jetzt uns durch das Mittel des unablässi­ gen, immer wiederholten Druckes schrittweise zurückdrängen, immer in der Vorstellung be­ fangen, daß. nur ein wenig genüge, um den plötzlichen Zusammenbruch- unseres Widerstan­ des herbeizuführen. Insbesondere die FranS zosen greifen mit einer wahren Raserei an ! unter Opferung von Menschenmassen, die sich«</p>
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          <p>Neue engl.-frauz. Stürme gescheitert. Reue engl.-frauz. Stürme gescheitert. Russische Massenaugriffc siegreich abgewehrt. — Fortschreitende Erfolge unserer Truppen in den Karpathen. — Fünf italienische Stürme zusammengebrochen. — Erfolgreicher Flieger­ angriff anf Venedig. — Luftangriff auf Leset.</p>
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          <p>Westlicher Kriegsschauplatz. bereitungsfeuer Md mit sehr erheblichen Kräften die Engländer zwischen Pozieres und dem Foureuxwalde, die Franzosen zwischen Guillemont und der Somme zürnt Sturm 1 vorge-&gt; gangen. 21er Sturm ist gescheitert, ebenso wie die mehrfach von den Franzosen bis zu fünsmalen versuchten nächtlichen Wie­ derholungen. Nach hartnäckigem Kampfe wurden östlich! des Foureuxwaldes und südlich von Mäurepas eingedrungene Teile des Gegners wieder zu­ rückgeworfen. 2ite feindlichen Verluste sind groß. Südlich det Somme wurde in . der Gegend von Belloy gekämpft. Die Franzosen haben hier in unserem vordersten Graben in etwa 500 Meter Breite Fuß gefaßt. Oestlich davon und bei Estres ist der Geg­ ner abgewiesen. Beiderseits der Maas war die Artillerietiätiigkeit wiederholt gesteigert. Ter Versuch eines feindlichen Angriffes im Chapttrewalde wurde durch Sperrfeuer un­ terdrückt. Au zahlreichen Stellen der Front sind französische Patrouillenunternehmungen miß­ lungen. ! , : , , Oestlich« SrltVschmiM. Front des Äeneralfeldmarschalls v. Hiudenburg. : Heftige bis in die Nacht fortgesetzte An-, griffe der Russen gegen den Abschnitt %atd kow—Horluzow stviestkich von Zalocze) wurden restlos abgewiesen. Front des Generals der Kavallerie Erz­ herzog Karl. Tie Vorstöße des Feindes nördlich des Dnjestr bei Toustobabh—Konezahu blieben auch gestern erfolglos. Es wurden 154 Ge­ fangene eingebracht. In den Karpathen ist die Höhle Star« Obczhna nördlich von Capul genommen. Balkan-Kriegsschauplatz. Südwestlich des Toiransees warfen bul­ garische Vortruppen feindliche Abteilungen 'zu­ rück, die aus Toldzeli vorzustoßen versuchten. Oberste Heeresleitung. Im Westen haben nun die Engländer und Franzosen nördlich der Somme einen neuen gemeinsamen Angriff unternommen. Beson­ ders die Franzosen zeigten sich sehr lhardnäckig und stürmten bis zu fünfmalen hin­ tereinander geirrt unsere Linien an. Alle Anstrenigung war vergebens. Wo es dem Feinde wirklich gelang, in unsere Gräben zu kommen, wurde er sofort im Gegenstoß, wieder hinausbefördert. Meist mutzte er aber schon in unserem Feuer umkehren. Daß unsereFeinde bei diesem neuen Mißlungenen Sturm schwere Verluste erlitt, ist ohne weiteres zu glaubend Südlich der Somme waren die Franzosen glücke licher. Sie konnten in etwa 500 MeterBreite in unsere Gräben eindringen, aus denen sie noch nicht zurückgeworfen sind. Im Osten wurden russische Vorstöße west­ lich von Zalocze und nördlich, des Dnjestr abgewiesen. In den Karpathen schreiten die Und fern erfolgreich fort. Unsere Flieger haben die russische Flugstastion auf Papenholm auf der Insel Leset wieder besucht und mit Erfolg 'Spreng- und Brandbomben abgeworfen. An der italienischen Front kam es zu schweren italienischen Anstürmen südlich von Görz. Venedig wurde neuerdings von österr.-, ung. Fliegern mit Erfolg angegriffen, eben-,fo die italienischen Stellungen und Batterien am unteren Jsoüzo, in Grado und Monsalcone.' An der griechischen Grenze häufen sich jetzt die Scharmützel zwischen bulgarischen und Entente^Truppen vor allem in der Gegend des Doiransees. Bericht des deutschen Hau-Wattiers. WTB. Berlin, den 17. August, mittags. .Großes Hauptquartier.) Westlicher KriiMauM. Das feindliche Feuer erreichte westlich von Whtschaete, sowie am. und südlich des Ka­ nals von La Bassee zeitweise große Heftigkeit. Nachdem bereits am Morgen starke englische Angriffe aus der Linie Ovillers—Po-' gieres und westlich des Foureauxwaldes abge­ wiesen waren, sind abends nach stärkftemVor-</p>
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          <p>Teures Gels. Haag, 17. August. Aus London wird gemeldet: Me französische Regierung hat für die vor einiger Zeit in Amerika untergebrachte Anleihe von 100 Millionen Dollar 8 Prozent Zinsen zu zahlen. Haag, 17. August. Holländische Bank­ kreise erfahren aus London, daß. die neue eng­ lische Anleihe von 250 Millionen Dollar in den Vereinigten Staaten zu einem Zeich nungskurs von 92 v. H. ausgegeben werden soll. Es verlautet, daß die amerikanischen Banken eine Sicherheit von 30 b. K. des Nennbetrages der Anleihe in der Form eines aus amerikanischen Werten gebildeten Unterpfandes verlangten. Bei den ersten Verhandlungen sollen sie einen Ausgabekurs von 89 v. H. verlangt haben, wozu die englische Regierung sich nicht bereit erklären wollte. Amerikanischer Unwille über Easeinents Hin­ richtung. Funkspruch vom Vertreter des W. T. B. Redaktionelle Bemerkungen und Aeußerungen vieler Männer in hervorragender Stellung rm öffentlichen Leven zeigen einen weitvcrbrcttcten Uriwillen und Verurteilung der Erhängung von Casement und die allgemeine Meinung, daß England einen verhängnisvollen politi­ schen Fehler gemacht hat. Der Newyork Ame­ rican veröffentlicht eine Unterredung mit einem bekannten Senator, der äußerte, der Name Casement werde in der Geschichte heilig fein; er vergleicht Englands Verhalten in der. Easement-stlngelegenheit mit dem Amerikas nn ähnlichen Fällen uNd hebt hervor, daß die Vaterlandsliebe Casements ebenso hoch steht wie die eines Washington, Hans Orth oder Jackson. — Unter der Ueberschrift "Englands moralische Schuld" sagt ein Leitartikel des World: Wenn England Irland nicht die Treue gebrochen hätte, so hätte es feine CasementAngelegenheit gegeben; wenn es fernen Vcr« ffprechungen nicht untreu geworden wäre, wür­ de Irland nicht ein Glutherd der Leidenschaft |etn. — In einem schwarz umränderten Leit-' vrtikel schreibt Newyork American: Ein Rück-blick aus Englands Verhalten gegenüber dem »rischen Volke im Laufe von drei Jahrhunder­ ten hat eine lange Geschichte von Tyrannei und fast unglaublicher Dummheit. Wir glau­ ben daß ein nüchternes Geschichtsurteil die Erhängung von Casement zu den größten Ver­ brechen und Mißgriffen der Regierung rechnen wird, die die lange traurige Geschichte der Unterdrückung, des Unrechtes an Irland und seiner Leiden bezeichnen. Wenn wir die ver­ blüffende Dummheit dieser Tat erwägen, kom­ men wir fast dazu, zu glaubenr-daß die Vor­ sehung die endgültige Auflösung dieses wun­ dervollen und glänzenden Reiches beschlossen, hat, das Voraussicht, Weisheit, Geschick und Tapferkeit vieler Generationen von Englän­ dern aufgebaut, gehegt, vergrößert und auf-, recht erhallen haben. In keinem Jahrhundert »st ein Reich vor solche Not und Gefahr gestellt worden, wie Entzland durch die wunderbare und verblüffende Voraussicht, Klugheit, Ge­ schicklichkeit und Tapferkeit Deutschlands. Vor sicherer Niederlage bewahrt durchs die helden­ mütige Tapferkeit Frankreichs und die mäch­ tige Hilfe Rußlands wie auch durch die frag­ würdigen Machenschaften unserer eigenen an­ geblich neutralen Regierung, hat England zwei volle Jahrs Zeit gehabt, feine organisatorischen und mUitäirischen Fähigketten zu entwickeln. Engherzig, unfähig und dumm hat die Mehr­ heit des britischen Ministeriums die Leiche Casements aufgehängt als ein Zeichen und Zeug­ nis für alle Nationen der Well, für die Blind« heit und Taubheit und Dummheit derer, von deren Schairfsinn, Umsicht und Verständnis das Bestehen d«es brittschen Reiches und seiner Do­ minien abhängt. Irland und das irische Volk, in jedem Teile der Welt, wollen wir nicht bemitleiden!, sondern ihnen sagen, daß sie jauch­ zen und froh sein sollen, daß wieder ein Ire seine Hingabe an die Freiheit mit seinem Blute besiegelt und der Welt gezeigt hat, daß ein Ire tapfer für Irland und die gute Sache der menschlichen Freiheit sterben kann.</p>
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          <p>Bei östlich« KrieMmM. Tie Zukunft Polens. Von gut unterrichteten Stellen sind in den letzten Tagen Andeutungen gemacht wor­ den, daß.die Besprechungen zwischen der deut­ schen und österreschisch-whgariischen Regierung über die Zukunft Polens zu einem erfreulichen Einvernehmen geführt haben und daß man der Lösung dieser wichtigen Frage einen gehörigen Schritt näher gekommen sei. Wie aus Wien mitgeteilt wird, macht sich die öffentliche Mei­ nung auf bedeutsame neue Schritte in der Polenfrage gefaßt; man vermutet, daß schon die allernächste Zeit eine Klärung bringen werde. Vom östlichen Kriegsschauplatz.</p>
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          <p>Der Krieg mit Italien. Der Krieg mit -Statten. Italien und England. Lugano, 17. August. Auf italienischer Seite macht sich ein Unbehagen über die ausge­ bliebenen festen Verpflichtungen der englischen Regierung bemerkbar, die nur eine ver­ mittelnde Einwirkung auf den Kohlenhandel und die Schiffseigner in Aussicht gestellt hat. Nach dem Corriere seien noch- vieleSchwierig' feiten für die italienischen Finanzen, Einfuhr, Ausfuhr, Industrie und Kriegsmittel zu über­ winden. Bon Arabern gefangen. Basel, 16. Aug. Das Echo de Paris meldet aus Tripolis: Ein Boot des im Mittel­ meer versenkten italienischen Dampfers "Letimbro" hat bei Mesorata landen müssen, wo es von Arabern beschlagnahmt wurde, die die acht Passagiere in das Innere des Landes mit sich führten. General Ameglio hat sofort ei­ nen Unterhändler entsandt, der über die Frei­ lassung der Gefangenen verhandeln soll. (Z.)</p>
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          <p>reits gestern hier eingetroffen. Ten Aeußer­ ungen rumänischer Diplomaten Zufolge kann später auch die Frage des Austausches anderer Artikel an die Reihe kommen. Ter in Regier-ungskreisen Herrschende Optimismus begründet sich natürlich! nicht blos auf den Abschluß u. die Durchführung des Warenaustauschabkom-! mens. Ter hiesige rumänische Gesandte derussi ist gestern nach Bukarest abgereist. Er kehrt nach zähn Tagen wieder hierher zurück. Rumänien. Ter Vertrag über den Ankauf von Brau­ gerste und Erbsen wurde seitens der Mittel­ mächte heute unterzeichnet. Stahl und Eisen nach Rumänien. * Tie rumänische Staatsbahn hat soeben mit dem deutschen Stahlwerksverband einen Lieferungsvertrag für 25 bis 30 000 Tonnen Eisenbahnschienen für den Bau einer neuen Bahn von Crajooa nach Bukarest abgeschlossen. Tier rumänische Rote Kreuz hat sein erstes Spitalschifs vom Stapel ge­ lassen. Tas Schiff unternahm Probefahrten nach Galatz und Braila.</p>
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          <p>Der Krieg mit England. D« Krieg mit England. The englische Anmaßung. London, 16. Aug. Sir Edward Carson fragte int Unterhause, welche Schritte die Re­ gierung in der Angelegenheit der Ermordung Fryatts zu tun gedenke. Asquith antwortete, die Regierung sei entschlossen, daß das Land die Wiederaufnahme des diplomatischen Ver­ kehrs nach dem Kriege nicht dulden wird, bis Genugtuung für die Ermordung Fryatts gegeben worden ist. Einige unserer Verbün­ deten hatten unter Brutalitäten zu leiden, die sogar noch ärger und noch! Kahlreicher waren, als die uns durch das Vorgehen der deutschen Behörden zugefügten. Wir beraten mit ihnen über die besten und wirksamsten' Schritte, die unternommen werden können und darüber, auf welchen Bedingungen wir bei Friedensschluß bestehen müssen, um uns Ge­ nugtuung zu sichern, die die Gerechtigkeit ver­ langt. (Bei Friedensunterhandlungen wer­ den unsere Vertreter hoffentlich die Englän-i der an die fürchterlichen Mißhandlungen Teutscher durch! Engländer, Franzosen und Russen in nachdrücklicher Wesse erinnern.)</p>
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          <p>Der Luftkrieg. Der Luftkrieg. Fliegerangriff in »er Ostsee. WTB. Berlin, 17. August. Am 15. und 16. August griffen unsere Seeflugzeuge erneut die Flugstation Papenholm auf Oesel und am Strande der Insel Runoe stehende feindliche Flugzeuge mit gut bedeckenden Spreng- und Brandbomben an. Trotz heftigem Abwehr­ feuer mit anschließendem Luftkämpf sind un­ sere Flugzeuge sämtlich wohlbehälten zurück­ gekehrt. Ein in derselben Nacht von vier feindli-' chen Flugzeugen auf Angernsee ausgeführter Angriff verursachte nur geringen Sachscha-' den. Auszeichnung. Berlin, 17. August. Ter Kaiser hat dem k. sächs,. Oberleutnant d. R. Freiherrn von Althaus, zurzeit bei einer Fliegerabteilung, den Orden Pour le mente verliehen. (Z.) Große Bombenschäden in England. B er li n, 17. Aug. Ueber die bei dem deutschen Luftangriff vom 8. auf 9. August auf die englische Ostküste erzielten Erfolge ist trotz möglichster Geheimhältung durch! die eng­ lischen Behörden bisher folgendes bekannt ge­ worden: , Hüll am Hu,»ber sind in den Dockstationen der North Eastern Eisenbahngesellschaft sowie in Holzlagern in der Nähe davon große Brände verursacht wor­ den. Kohlenübernahmeschiffe und Kaianlagen wurden schwer beschädigt. Eine Munitions­ fabrik wurde in Brand gesetzt, ein voller Ge­ treidespeicher von 200 Meter Länge brannte gänzlich ab. Tas große Zollhaus und ver­ schiedene Häuser in seiner Nähe sind bis auf den Grund abgebrannt. Große Schäden wur­ den in denAlexandradocks angerichtet.Ein gan­ zeg Tock soll unbrauchbar gemacht sein. Ferner ist festgestellt, daß zwei bei Hawthorn Leßlie u. Co. — Hebburn — auf Stapel liegende Torpedoboote vernichtet iworden sind. Bei Gates Head ist ebenfalls eine Munitionsfabrik in die geflogen. Außerdem wurde sonst noch schwerer Ma­ terialschaden angerichtet. Ein Ladung neh­ mender russischer Tampfer wurde vernichtet.' In Middlesborough, West-Hartlepoll und Whitbh sind große Brände^ besonders von Fa­ briken. und Einstürze von Lagerhäusern am Peer festgestellt worden. Allgemein herrscht in England große Trauer und Bestürzung über diese neuen und großen Erfolge unserer Luftschiffe. Tie Er­ regung unter der Bevölkerung ist groß. Ter Regierung werden schwere Vorwürfe gemacht. Mit Schrecken sieht man neuen Luftangriffen entgegen. Tie Vorschriften über Abblenden sowie sonstige Abwehr-Maßregeln werden dau­ ernd nach Möglichkeit verschärft.</p>
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          <p>nischen Segelschiffe "Iva" und "Guiseppe Pet­ rarca" gesunken. Das Reutersche Büro meldet aus San Malo: Das französische Dampfschiff "Henry Elisa" ist durch ein deutsches Tauchboot in den Grund gebohrt worden. Aufgebracht. Tie Berlinske Tidende meldet aus Malmö: Der schwedische Dampfer "Ines" wurde gestern im Sund von einem deutschen Kriegsschiff auf» gebracht und nach einem deutschen Hafen ge­ führt. Tie "Ines" war mit Grubenholz nach England unterwegs.</p>
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          <p>"In Berlin bin ich ullerdings morgens um sechs Uhr noch nicht am Frühstückstisch. -Aber da gehen wir auch nicht, wie gestern hier, mit den Hühnern zu Bett: Ich habe reichlich ausgeschlafen und die Sonne lockte mich ins Freie. Ich wollte mich für die feier­ liche Handlung nachher stärken und einen Spa­ ziergang durch den Park machen." Seine Augen umfaßten entzückt ihre ganze maienfrische Erscheinung. "Dieselbe Absicht hatte ich auch, und wenn Sie sich nicht nach absoluter Einsamkeit sehnen, bitte ich ergebenst, mich an schließen zu "dürfen." "Das gestatte ich mit Vergnügen, wenn Sie mir dafür beim Frühstück Gesellschaft leisten." Der Diener brachte für Anne-Rose ein silbernes Kännchen mit Schokolade, dazu ein Kännchen heiße Sahne und eine Kristallschale voll Schlagsahne. Sonst waz auf dem Tisch alles aufgestellt, was man sich wünschen konn­ te zu einem leckeren ersten Frühstück. Köstlich frische, eisgekühlte Butter, Honig, knuspriges Weißbrot, duftendes Schwarzbrot, ein gefüt­ tertes silbernes Körbchen mit frischen gekoch­ ten Eiern, eine Platte mit rosigem Schinken und kaltem Braten. ; Und die alten Damen fanden endlich die wohlverdiente Ruhe. ft Anne-Rose hatte sich am nächsten Morgen sehr früh von ihrem Lager erhoben. Tante JeHtchen, die sehr spät eingeschlafen war, schlief noch! sehr fest. Leise, um sie nicht zu stören, schloß Anne-Rose die Verbindungstür zwischen ihrem und. der Tante Zimmer und kleidete sich schnell an. Ter feierlichen Be­ stimmung des Tages entsprechend, legte sie das schwarze Seidenkreppkleid an. von dem sie die farbige Schärpe und den Kragen ent­ fernt Hatte. Es sah nun mit den schwarzen Spitzen um den kleinen Halsausschnitt, die jabotartig auch über die Bluse fielen, sehr einfach, aber doch, hübsch und vornehm aus. Weich schmiegte sich der faltenlose Rock um die schlanken Hüften und die glatte Bluse verriet die edlen runden Formen der jugend­ schönen Gestalt. Das goldblonde Haar hob sich von dem schwarzen Kleide no* wirkungsvoller ab, und der blütensiische Teint leuchtete förmlich. ANne-Mose von Billach hatte vielleicht noch nie so schön ausgesehen wie an diesem Morgen. Leise huschte sie hinaus, als sie fertig war. Sie wollte einen Spaziergang machen. Ah­ nungslos, welch eine tragikomische Szene sich in der Nacht- hier abgespielt hatte, ging sie mit leichten Schritten den Korridor entlang, die Treppe hinab in die große Eingangshalle. Hiev stand ein Diener. Er meldete ihr leise, das Frühstück sei int Speisezimmer ser­ viert und erkundigte sich, ob er ihr Tee, Kaffee oder Schokolade bringen solle. Sie gab steundlich Bescheid und war sehr überrascht, daß man hier schon so zeitig das Frühstück bereit hatte. Und nun entschloß sie sich doch,, noch vor ihrem Spaziergang zu stüh­ stücken. Als sie das Speisezimmer betrat, sah sie Lothar Bereits am Frühstückstisch sitzen. Es war derselbe runde Tisch am Fenster, an dem sie gestern den Tee genommen hatten. Ter junge Mann sprang steudig über­ rascht auf. Er trug einen eleganten, gut­ sitzenden Anzug von dunkelblauem Cheviot, war also noch nicht für den feierlichen Akt der Testamenrseröffnung gekleidet. "Guten Morgen, Bäschen! Tas ist ja eine reizende Ueberraschnlng! So stüh hatte ich nicht auf Ihre Gesellschaft gehofft. Ich hatte mich auf einige einsame Stunden gefaßt.ge­ macht. Sie sind also auch! Frühaufsteherin?" Sie legte ihre Hand in die seine und lachte schelmisch.</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Rußland noch lange als Königreich Polen be­ zeichnet zu werden pflegte. Das Ministerium für Galizien habe eine Denkschrift verfaßt, in der der Beweis erbracht wurde, daß die unabhängige Staatlichkeit Polens Europa ge­ genüber nie zu bestehen aufgehört habe. Ter Beweis stützt sich auf Redewendungen amt^'cher Aktenstücke des letzten Jahrhunderts. In der Denkschrift wird der Ausdruck der Hoff?" nung hinzugefügt, daß das "Königreich Polen" für immer Königreich Polen bleiben werde. In einer Fußnote dazu wird bemerkt: Auch' das Generalgouvernement Warschau hat die Staatsangehörigkeit im Königreich Polen in gleichem Sinne geregelt. Das hat seinen Aus­ druck in der Wahlordnung für die Stadtver­ ordnetenversammlung der Landeshauptstadt ge­ funden; ferner wird in den Reisepässen statt der bisherigen Bezeichnung "Russe" fortan "Pole", Generalgouvernement Warschau, an­ geführt. — Mit diesem Berichte würde auch« eine Mitteilung übereinstimmen, nach welcher der Polenführer Molowski in einer Rede am Jahrestage der Besieiung Polens gesagt habe, die Polen müßten nunmehr die Untätigkeit verlassen und im Kampf gegen die Russen zur Verteidigung der errungenen Freiheiten eine eigene Armee bilden, die mit der erprob ten polnischen Tapferkeit die Stahlmauer der deutschen und österreichisch-ungarischen Armee verstärken soll. Ueberfall auf einen deutschen Journali­ sten in Bukarest. Aus Bukarest wird gemel-, der: Ein feiger Ueberfall ist auf den hiesi­ gen Korrespondenten des "Berliner Tage­ blattes", Dr. Leo Lederer, verübt worden. Dr. Lederer saß abends auf der Terrasse des Cafe Mirzea und las die "Vossische Zeitung", als aus der Reihe des promenierenden Publikums der Ruf erscholl: "Auch ein Spion!" Im sel- 1 ben Augenblick erhielt Tr. Lederer von hinten I einen Stockschlag über den Kopf. Tie Wunde 1 blutete so stark, daß Tr. Lederer sich im Spital g verbinden lassen mußte. Er fuhr dann zur 1 Polizei, um den Vorfall anzuzeigen. Diese § gab zwar ihrem Bedauern Ausdruck, leitete ‘ aber keime Untersuchung ein, da der Täter unbekanmr sei. Juden Kreisen der anständigen Presse Bukarests'wird der Zwischenfall außer­ ordentlich scharf verurteilt. Eine Abordnung von angesehenen Bukarester Journalisten er­ schien bei Tr. Lederer im Hotel und drückte ihm ihr Bedauern aus. Tie Hetzarbeit der Entente hat anscheinend in Bukarest in ge* wissen Kreisen günstigen Boden gefunden. Bayerische RachrichtkL An Kronprinz Rupprecht hatte der Bayer. Landwirrschaftsrat bei seiner letzten Sitzung ein Huldigungstelegramm gesandt. — Tarauf ist folgende Antwort eingelaufen: "S. K. Ho­ heit der Kronprinz lassen für die namens des Bayer. Landwirtschaftsrates dargebrachten Glückwünsche höchstseinen besten Dank übermit­ teln und dem vollen Vertrauen Ausdruck geben in die ersprießliche Tätigkeit der bay­ erischen Landwirtschaft und ihrer stets bewähr­ ten Vertretung. Im höchsten Auftrag Rittm. Müller-Grand.-" Eine Landeskirche,nsammlung in sämtli­ chen katholischen Kirchen des Königreichs ist von S. M. dem König zum Zwecke der Auf­ bringung eines Teiles der Mittel für die Er­ weiterung der sott): Pfarrkirche St. Peter u. Paul in Augsburg-Oberhausen genehwigt wor­ den. Eine neue Stahlquelle wurde bei Leupoldsdorf (Obersr.) aufgefunden, die sehr wert­ voll und ergiebig zu werden verspricht.</p>
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          <p>Allerlei. Mittel Selbstmord. In München stürzte sich ein 2öjähriger Kaufmann aus einem Fenster tto den Hofraum eines Gasthauses im Tal, wo er tot liegen blieb. Ter Blitz schlug in das Anwesen des Bau­ ern Reiser in Possenvied ein und äscherte Wohnhaus und Scheunen ein. Beim Baden ertrunken ist im Alpsee bei Jmmenstadt der 18jähr. Knecht Johann Jörg, der in Trieblings bedienstet ist. T»er Ausbruch des Stromboli. Schwei­ zerische Blätter melden über den kürzlich er­ folgten Ausbruch des Stromboli, daß es der stärkste aller Ausbrüche dieses alten Vulkans war. Man sah zuerst über dem Vulkan ganz plötzlich eine riesige leuchtende feurige Kugel, dann hörte man eine gewaltige Detonation, die bis nach Palermo vernehmbar war und Tausende und aber Tausende von Fensterschei­ ben auf kilometerweite Entfernungen zer­ trümmerte. Kurz darauf fiel ein Feuerregen auf den Berg, bis etwa zum vierten Teil seiner Höhe, während den übrigen Teil der Insel ein Regen von leichten und kalten Schlakken bedeckte. Ter Vulkan erweiterte die drei großen Krater, die sich in den letzten Jahren gebildet hatten. Einen Begriff von der mäch­ tigen vulkanischen Erscheinung erhält man, wenn man erfährt, daß Steinblöcke und Erd-j schichten, die mehrere Tonnen wogen, über dreihundert Meter weit geschleudert wurden und daß die Lavamassen eine Strecke von einem halben Kilometer Umfang bedeckten und ganze Strecken weit die Weinpflanzungen und Waldungen in Brand steckten. Augenblicklich zeigt der Krater zahlreiche Oeffnungen, aus welchen beständig Gase, vor allem Schwefel-, gase, strömen, die die Lust ringsum verpesten.</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. MLerSllherWe RMAe«Trggenvorf, 17. Aug. (Aufforstung.)Neuerdings har die daher. Forstverwaltung zwei große Gürer behufs Aufforstung angeksaut, nämlich den Schwarzenberg am Vogelfang, frü­ her im Besitze des Oekonomierates Rabl, mit 234 Tagwerk und das Eiblsche Anwesen in Loderhart mit 156 Tagwerk. %nnetfyalb der letzten 10 Jähre hat der Staat für Forstzwecke am Vogelfang, Gais- und Treitannenriegel ei­ nige Tausend Tagwerk käuflich erworben. Walvkivchen, 17. Aug. (Ertrunken.) Vor­ gestern nachmittags siel die mit Epilepsie be­ haftete 9 Jahre alte Tochter des Häuslers Michael Pvxleitner von Atzesberg irwden nahe beim Anwesen befindlichen Wassergrant und erkrank in diesem, ehe ihr Hilfe werden konnte.</p>
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          <p>Großhändler an den Kleinhändler gestattet ist. Händler, die sich nicht int Besitze einer Aus­ weiskarre befinden, dürfen nicht Nutz? und Zuchtvieh Händeln. Für eine Vermittlung darf der Vermittler bis zu 5 Prozent Provision verlangen. Eine Ueberschreitung der 5 Proz. ist strafbar. Tie Gültigkeit der Ausweiskarten für Händler erstreckt sich nur auf den Regierungsbezitk, wo die Händler den Sitz ihrer gewerblichen Niederlassung haben. AuÄvärtige Händler haben also in Niederbahern nichts zu suchen. Ter Verkauf der Tiere erfolgt entweder nach Gewicht oder überhaupt. Tabei muß im­ mer die Richtlinie der Höchstpreise eingehalten werden. ' 1 * Anmeldungen von Kauf und Verkauf von Nutz- und Zuchtvieh werden auch entgegenge­ nommen im Verbandsbüro des Zuchtverbandes für Fleckvieh in Niederbahern, Landshüt, Regierungsßebäude, Zimmer Nr. 81. Bon dort aus werden im Bedarfsfälle auch Tiere ver­ mittelt. Tic Preise für Nutzvieh . Seit 25. Juni 1916 (Staatsanzeiger Nr. 146 vom 27. Juni 16) ist eine Neuregelung des Nutz- und Zuchtviehverkehrs erfolgt. Diese Re­ gelung umfaßt auch die Preisbildung und setzt Höchstpreise fest. Als Höchstpreise ist festge­ setzt für Tiere inländischer Herkunft für den Zentner Lebendgewicht: a) für Zugochsen 90-112,50 Mk. b) für Milchkühe (ohne Kalb) 90-125 c) für trächtige Kühe und trächtige Kalbinnen 90—125.— Mk. Für Herdebuch tiere dürfen mit Zustim­ mung des Zuchtverbandes für Fleckvieh in Niederbayern (Tierzuchtinspektor Herold in Landshut, Regierungsgebäude ,Zimmer Nr.81) höhere Preise bezahlt werden. Für Ferkel und Läuferschweine, Zuchtbullen lmb Ziegen sind leine Höchstpreise festgesetzt. Tie Höchstpreise gelten sowohl im Verkehr von Landwirt zu Landwirt als auch für die Kreise des zugelassenen Handels. Zuwider­ handlungen sind. strafbar. Ter Verkehr von Landwirt zu Landwirt unterliegt außer dem Höchstpreiszwang keinen Beschränkungen, ebenso nicht der Verkehr vom verkaufenden Tierhalter zu Master oder Ab­ melkwirt, sofern diese Tiere zur Fortführung des eigenen Betriebes benötigt werden. Ter Viehverlehr zwischen den soeben genannten Stellen bedarf keines Schlutzfcheines. Neben dem direkten Verkehr von Landwirt zu 'Landwirt sind in allen BezirksämternNiederbayerns aus den Kreisen des ansässigen Handels-, Nutzst und Zuchtvieh'oermittler auf­ gestellt. Tiefe erhalten eine Ausweiskartc, werden im Amtsblatt bekannt gegeben und dürfen nur unter Schlußscheinzwang handeln. Kettenhandel, das heißt die Weiterveräußer-» ung der gekauften Tiere an Händler ist nicht gestattet. Eine Ausnahme bildet der Ferkel­ handel, wo der einmalige Weiterverkauf vom</p>
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          <p>Lokales. Lands Hut, 18. August —*DasNamensfest Sr. Majestät König Ludwig IU. wird a#l Freitag den 25. August auch hier durchs Festgottesdienste bei St. Mar­ tin und in der Prot. Pfarrkirche begangen, an denen die staatlichen Behörden, städtischen Kollegien mit den städtischen Beamten und Lehrern und das Militär teilnehmen werden. —* In arge Bedrängnis kam gestern das Kollegium der Gemeindebevollmächtigten. Obwohl bereits kurz nach Ablauf der auf halb 4 Uhr angesetzten Frist zum Beginne der Verhandlungen 18 Herren Gemeindebevollmächtigte anwesend waren, Wollte der zur Be­ schlußfähigkeit notwendige 19. Herr absolut nicht erscheinen. Nach einigem Warten wurde das Telephon in Bewegung gesetzt; der Amts­ bote ausgesandt, aber alles umsonst. Ter eine Herr war verreist, der andere krsank, dex an­ dere hatte "keine Zeit". Endlich gelang es, den 19. Herrn in der Person eines wegen Krankheit entschuldigten Mitgliedes herbeizu­ schaffen, das trotz körperlicher Beschwerden bereit war in die Bresche zu springen für jene, die "keine Zeit" hatten. Endlich mit nahezu einstündiger Verspämng, nämlich 5 Minuten vor halb 5 Uhr konnten die Verhand­ lungen beginnen. Es wird nachgerade zur feststehenden Tatsache, daß das Kollegium seine Sitzungen erst mit Verspätungen beginnen kann. In anderen Städten, in denen viele Mitglieder im Heeresdrenste stehen, wurde eine Herabsetzung der zur Beschlußfässung notwen­ digen Ziffer durchgesetzt. Ob dies hier, bei der Beurlaubung von 6 von 36 Mitgliedern zum Heeresdienst gerade notwendig ist, müßte wohl noch reiflich geprüft werden. Stichhaltiger' dürfte schon die Ansicht fein, die der Herr Vorsitzende gestern äußerte: Wer "keine Zeit" hat, soll sich nicht wählen lassen. ' —* Milchabgabe. Der Herr G.-B. Schund hat eine Eingabe an das Gemeindekollegium gerichtet, dieses möchte im Hinblick auf die Milchknappheit in unserer Stadt bei dem Ma­ gistrate in Anregung Bringen, es sollen int Hl. Geist spital eine größere Anzahl von Milch­ kühen aufgestellt werden. Ter Magistrat ^hät diesem Antrage entsprechend und int Hin-, blick auf die Möglichkeit der Ausführung und die zurzeit günstige Gelegenheit zur leichteren Futterbeschaffung beschlössen, es sollen im Hl. Geistspital eine entsprechende Anzahl von Milchkühen aufgestellt und die Milch zu den Gestehungskosten an Minderbemittelte abgege­ ben werden. Das Gemeindekollegium nahm von diesem Magistratsbeschlu'sse in seiner letzten ten Sitzung mit Befriedigung Kenntnis. —* Der Betriebsfond der städt. Spar­ kasse mit 878 400 Mark wurde int Monat Juli mit 754 460 Mark in Anspruch genommen, so daß noch ein Restguthaben von 123 945,48 Mark bei der K. Filialbank vorhanden war. —* Die Exequien für die vorstorbenen, in der Klostergruft in Seligenthal hier ru­ henden Angeihörigen des daher. Fürstenhau­ ses finden heuer am Samstag den 26. August in der Eist- und Klosterkirche Seligenthal statt, wozu die städt. Kollegien Abordnungen entsenden. Das Gemeindekollegium ordnete die G.-ß3. Herren Straub und Haberstroh ab. —* Eine Bewirtung der hier befind­ lichen Verwundeten fand gestern int Wiener Cafe mit musikalischer Unterhaltung statt. Ein Fräulein aus Wien hatte ihre Sangeskunst in den Dienst der edlen Sache gestellt und brachte mit wohlgeschulter herrlicher Stimme mehrere Lieder zum Vortrag, von HerrnHirsch jun. anschmiegend begleitet. Herr Grübl er­ götzte sein Publikum wieder als Bauchredner. Leibliche und geistige Genüsse ergänzten sicht so in wirkungsvollster Weise, so daß wohl alle Verwundeten gerne an den ihnen be­ reiteten Nachmittag denken werden. Tie Ver­ anstaltung war durch mehrere edle Spender ermöglicht, die Ausführung hätten die Herren Tresch, Mayer, Schuh und Heller ü&amp;ernom* men. Es wäre zu wünschen, daß sich aus diesen Anfängen eine Gesellschaft bildet, wel­ che das hier begonnene Werk mit Erfolg fort* setzt. —* Keine Kartoffel ohne gleichzei-' (tigert Kauf von Gemüse wollte gestern eine hiesige Schwaigerstochter abgeben. 'Sie Schützemannschaft belehrte sie aber bald über bte Unzulässigkeit ihrer Forderung.</p>
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          <p>". J j . teure Heimat, sei gegrüßt, in der Ferne sei gegrüßt!" Es fingen! alle mit, auch! die, die auf dem Bahnhöfe stehen. Wie ein brau­ sendes Gebet steigt es in den blauen Abend­ himmel empor: "Teure Heiwat, sei gegrüßt!" Einer der Urlauber hat's mir -erzählt und dabei hinzugefügt: Jchi war noch nie so er­ griffen, wie in diesem Augenblicke unter dem Banne des schönen Liedes! . . . Carl Kromer hat uns in der Tat damit ein herrliches Volks­ lied geschenkt. Wie das Lied immerfort deut­ sches Eigentum bleiben wird, so wollen wir aber auch-! auf ihn nicht vergessen, den stillen, besch&gt;eidenen, fleißigen Mann, auf den das Stuttgarter Hoftheater, stichk minder aber sein Heimatland Baden, stolz sein kann. "(Z.) 3tie Wirkungen der deutschen Brisanzgranatenr. Nach Londoner Mitteilungen hat der plötz­ liche Erstarrungstod vieler Soldaten an der Front zu eingehenden Untersuchungen geführt, um die Ursachen festzustellen, weshalb diese Leute ohne jedes äußere Kennzeichen genau in der Stellung, die sie im letzten Augenblick ihres Lebens einnahmen, den Tod gefunden höben. Ter französische Pionieroffizier Arnoux, der sich gleichfalls mit Untersuchung derartiger Fälle befaßte, behauptet nun, daß er auf Grund seiner Untersuchungen heraus- gefunden höbe, daß die ''Ursache der Todes­ fälle plötzliche gewaltige Lustdrnckschjwankungen seien, die durch die Explosionen der deui-l scheuHochbrisanzgranaten hervorgerufen wür-!den. Er habe ein bei einem Soldaten, der unter ähnlichen Umständen sein Leben ein­ büßte, gefundenes Aneroid-Barometer zuge-i fandt erhalten, aus dessen Zerstörung er her­ ausgefunden höbe, dgß ßitt plötzlicher, geival­ tiger Luftdruckunterschied das Barometer zer­ stört haben müsse!.. Er fei dann zu dem Schluß gekommen, daß durch die Ehplosiou der! deutschen Hochbrisanzgrauaten ein Ähnlicher Luftdruckunterschied entstehen müßte, wie wenn ein lebender Mensch Plötzlich! aus einer Löhe von einer gewaltigen Berges'hvhe in normale Flachlandshöhe gebracht würde. Ter Druck­ unterschied betrage 10 060 Kilogramm auf das Quadratmeter'. Dadurch würde plötzlich die Köhlensäure im Blute frei und die Blutzirku­ lation im menschlichen Körper höre aüß und der Tod müsse .logisch eintreten. (Z.) Lied vorspielte. Ter sagte sofort: "Das Lied ist wunderbar! Gehen Sie unverzüglich! zum Zuwsteg!" — Tas ist der Inhaber eines an­ gesehenen Musikverlages in .Stuttgart, übri­ gens ein Enkel dieses Zumsteg, der mit Schiiller zusammen die Karlsschule beisuchte. "Zumsteg nahm die Komposition an. Wie er sagt, ist es sein bestes Lied gewesen, das er je im Verlage hatte! . .(* Tas Lied ist dann — wie jeder weiß — auch Allgemeingut des deut­ schen Volkes geworden. Ueberall wird es ge­ sungen. Und dem' Komponisten, der seither noch, viele andere Lieder vertont hat, ist mit diesem ein echtes Volkslied gelungen. Von der mächitigen Wirkung möge folgende kleine Epi­ sode zeugen: Ein UrlauberWg gelangt Bei Herbesthal, der bekannten Grenzstation, an. Einer der Urlauber, der fid): bislang während der stundenlangen Fahrt schweigsam verhal­ ten hat in all dem Tumult seiner Kameraden, blickt durch! das Fenster. Er sieht wieder deut­ sche Landsleute auf dem Bahnhöfe. Zivilisten, Frauen und Männer. Ta steigt heiße Sehn­ sucht in ihm' empor, er, der Schweigsame, be­ ginnt plötzlich zu singen: "Nach der Heimat möcht ich wieder . . ." Tas Lied pflanzt sich fort von Abteil zu Abteil. Aus allen Fenstern schauen die Soldaten heraus ünd fingen, die leuchtenden Blicke zur Heimat gewandt:</p>
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          <p>Letzte Posten. Seite Wen ! l Me Schwierigkeiteu des citgliDen Hee­ res am der Somme. Daily Exprgß beschreibt die Schwierig-' letten, mit denen das englische Heer an der Somme zu kämpfen hat, und erwähnt mfit bol*' ler Bewunderung die von den Teutschen herge­ stellten Unterstände und unterirdischen Wohnräume. Besonders lobend wird ein Apparat beschrieben, mit dem die Teutschen die Erde aus diesen Unterständen sofort in Sandsäklen nach oben befördern, wo sie für den Bau von Verschanzungen verwendet wird. 30 Fuß unter der Erde wurde ein vollständiges La­ zarett für 30 Patienten gefunden. (Z.) Einstellung der Veröffentlichung russi­ scher Verlustlisten. Laut neuem Wiener Journal verfolgt man mit wachsender Besorgnis in Rußland die ernstlich hohen Verluste, weshalb beschlos­ sen wurde, keine Veröffentlichung der Verlust-listen mehr herauszugeben. Tie letzte Ver­ lustbilanz des Kiewer Zentralamtes führt unge­ fähr 600 000 Mann und 40 000 Offiziere an. Besonders groß sind die Verluste des Flieger­ korps, was auf bisher unbekannt gebliebene Unternehmungen zur See hindeutet. (Z.) Weitere Truppen für Irlach». Lugano, 18. Aug. Secolo meldet aus London: General Maxwell fordert dringend die Entsendung weiterer Truppen aller Waf­ fengattungen für Irland. Es verlautet, daß die Arbeiter in den Munitionsfabriken Tub-^ lins seit der Hinrichtung Casements die Ar­ beit eingestellt haben. (Z.)</p>
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          <p>Kriegsbriefe aus dem Osten. KrieMefe uns Dem Osten. ( Bexlin, den 17. August 1916. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Plänkeleien am Slochod. &gt; Telegramm unsres zum Ostheer entsandten Kriegsberichterstatters. Armee Linsingen, den 16. August. Auf der Sanddüne von Zarecze geht der Kampf um den östlichen Teil der Tüne hin und her. In der Nacht vom 13. zum 14. August wurden von unseren vorstoßendenTruppen dort 1 Offizier, 84 Mann gefangen und 4 Maschinengewehre erbeutet. Tie gegensei­ tige Belegung mit Artillerie macht aus der kleinen Sandinsel eine Hölle. Tie vielen rus­ sischen Toten verpesten die Luft. — Abteil­ ungen der polnischen Legion, bewährt in den letzten schweren Kämpfen, unternahmen gestern Lied vorspielte. Ter sagte sofort: "Das Lied ist wunderbar! Gehen Sie unverzüglich! zum Zuwsteg!" — Tas ist der Inhaber eines an­ gesehenen Musikverlages in .Stuttgart, übri­ gens ein Enkel dieses Zumsteg, der mit Schiiller zusammen die Karlsschule beisuchte. "Zumsteg nahm die Komposition an. Wie er sagt, ist es sein bestes Lied gewesen, das er je im Verlage hatte! . .(* Tas Lied ist dann — wie jeder weiß — auch Allgemeingut des deut­ schen Volkes geworden. Ueberall wird es ge­ sungen. Und dem' Komponisten, der seither noch, viele andere Lieder vertont hat, ist mit diesem ein echtes Volkslied gelungen. Von der mächitigen Wirkung möge folgende kleine Epi­ sode zeugen: Ein UrlauberWg gelangt Bei Herbesthal, der bekannten Grenzstation, an. Einer der Urlauber, der fid): bislang während der stundenlangen Fahrt schweigsam verhal­ ten hat in all dem Tumult seiner Kameraden, blickt durch! das Fenster. Er sieht wieder deut­ sche Landsleute auf dem Bahnhöfe. Zivilisten, Frauen und Männer. Ta steigt heiße Sehn­ sucht in ihm' empor, er, der Schweigsame, be­ ginnt plötzlich zu singen: "Nach der Heimat möcht ich wieder . . ." Tas Lied pflanzt sich fort von Abteil zu Abteil. Aus allen Fenstern schauen die Soldaten heraus ünd fingen, die leuchtenden Blicke zur Heimat gewandt: abends nach kurzer Artillerievorbereitung ge­ gen 10 Uhr einen Ueberfall auf die Gräben bei Rudka-Sitowicka. Sie fanden in denGräsben viele Tote, Spuren des russischen Rück­ zuges, und brachten, nachdem sie über drei Stunden in der russischen Stellung geblie­ ben waren, Gefangene mit zurück, als die Russen sich mit stärkeren Kräften dem Gra­ benstück umfassend nähern wollten. — Bei Kieselin brachte eine stärkere Patrouille ein Maschinengewehr, 1 Offizier, 163 Mann aus dem russischen Graben mit. (Kb.) Rolf Brandt, Krregsberichterstatter.</p>
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          <p>Literarisches. Literarisches. Tas Bayer. Aufenähaltsgeseh ' vom 21. August 1914 mit Erläuterungen und Vollzugs­ anweisungen. Unter Beifügung des gleich­ falls mit Anmerkungen versehenen Freizügig'keitsgesetzes mit Vollzugsanweisungen sowie des Paßgesetzes herausgegeben von A. Reger, Rat des K. Bayer. Verwaltungsgerichtshofes.! Preis gebd. 1.25 Mark. (Verlag C. Brügel u. Söhn in Ansbach.) Es dürfte Wohl allseits begrüßt werden, daß Jpevx Verwältungsgerichtsrat Reger, der Herausgeber; der weit­ verbreiteten, letztmals (1911) hn achter Auf­ lage erschienenen Handausgabe des Heimat­ gesetzes aus Anregung des Verlags sich bereit finden ließ, nnnmehr,auch das Aufenthalts­ gesetz ntit eingehenden Erläuterungen sowie mit den neuen und den aufrecht erhaltenen früheren Vollzugsbestimmungen als selbstän­ diges Merkchen lherauszugeben. "Lumpel" heißt ein neues höchst erheitern­ des Buch, das Hans Brennert soeben imVerlag der "Lustigen Blätter" (Tr. Eysler u. 'So.) in Berlin, geschmückt mit einem entzückenden Ti­ telbild von Ernst Heilemann und mit putzigen Zierleisten von Lutz Ehrenberger, erscheinen läßt. Es sind wiederum Geschichten, wie sie heut nur Hans Brennert schreiben kann: die lächerlichem Liebesnöte von Staatsanwälten, Vorstadtwiittibs, Torfarmenhäuslern, Klub menschen, Wintersportmenlschen und Theater­ leuten, von Straßenbahnfahrern und Kakteen­ züchtern pnd Geschichten von lenen lieblichen Mitmenschen, die es verstehen, mit geringen Mitteln sich uni) die Mitmenschen wie ^Bafiliske zu ärgern. Gestalten, jenen ebenbürtig, die Brennert in seinen Komödien auf die Bühne stellt. Mit hellem Uebermut gesehen, mit funkelndem Witz und in der wundervoll gepflegten Sprache Hans Brennerts geschrie­ ben, hat sein neues Buch noch' stärker &gt;als seine früheren bei aller spröden Ironie den Herzschlag eines starken, wenn auch! verschäm­ ten Gefühls, das die Gestalten in das Mensch­ liche hebt, und wie es nur unsere .großen deutschen Humoristen haben. Wäkcheup des Weltkrieges. Skizzen und Novellen einer Frau zur großen jMegszeit. Von 'E. Käthe König. (Verlag C. C.'Mein­ hold ü. Söhne, Dresden.) In sehr netter Ausstattung kostet das Büchlein nur 1 Mark in Kartonumschlag, 1.50 Mark in Leinen geb. und ist in jeder Buchhandlung erhältlich- öder vom Verlag direkt zu beziehen. Wie -aut mau fürs halbe Geld ttt Ost uup West neu auf? Volkstümliche Bauweise für Stadt und Land mit ungeübten Arbeitern und eigenem Baumaterial von jedermann tn 8 Wochen gebrauchsfertig auszuführen. Mit zahlreichen Abbildungen herausgegeben von Diplom-Ingenieur Curt Adler. Preis IMk. (Porjo 10 Pfg.) Heimkultir-Verlagsgesell schaft, Wiesbaden. Praktische Obstverwertung ohne Mucker. Nebst Anhang über das Dörren und die Verwendung von Abfällen. Von Dr. I. Kochs, Vorsteher der Versuchsstation für Obst- und Gemüseverwertung an der König!. Gärtnerlehranstalt Berlin-Dahlem. Verlag von Paul PÄey in Berlin SW. 11, Hedemannstr. 10. Preis 25 Pf. Tillmann 240 Ausflüge von Müncheu auf einen halben Tag bis zu drei Tagen, mit einer Uebersichtskarte, sechs Kartenskizzen und einer Karte der Umgebung Münchens von O. Brunn. Preis Mk. 1,40 München, I. Lindauersche Universitätsbuch­ handlung (Schöpping). Wollt ihr wissen, welches die größten Schlachten der Weltgeschichte und wie stark ihre Verluste waren, so lest das Heft 43 der illustrierten Zeitschrift Ueber Land und Meer (Deutsche VerlagsAnstalt, Stuttgart). Wir bringen einen kurzen Auszug daraus:... In der großen Völkerschlacht bei Leipng standen sich 460 000 Menschen gegenüber, auf seilen der Verbündeten 300 000, auf seiten der Franzosen 160 000. Die Gesamtverluste an den drei großen Kampftagen, den 16., 18. und 19. Oktober 1813, betrugen 62000 Tote und Verwundete... Am 25. Februar 1905 leiteten die Japaner, die über 300 000 Mann verfügten, ihre großzügigen Operationen gegen das russische Heer, das 310 000 Mann stark war, ein, und es gelang ihnen, indem sie mit beispielloser Kühnheit die beiden Flügel der russischen Stellungen zu umfassen verstanden, das russische Heer vernichtend zu schlagen. Tie Russen verloren etwa 100 000 Mann einschließlich der Gefangenen, während die Verluste auf japanischer Seite an Toten unt&gt; Verwundeten nur 41000 Mann betrugen. Diesen großen Waffenerfolgen der Japaner reihen sich unsere deutschen Erfolge in diesem Weltkriege würdig an. Ja, dank unserem Hindenburg dürfen wir uns rühmen, auf den Schlachtfeldern der Geschichte zurzeit die größten Lorbeeren errungen 5u haben. In der Schlacht bei Tannenberg vom 27. bis 29. August 1914 gelang es Hindenburg, mit weit unter­ legenen Kräften, mit nur 13b 000 Mann, die russische Narewarmee in Stärke von 250 000 Mann, dem Beispiel Hannibals bei Kannä folgend, einzukreisen und aufzurreiben. Nur etwa 60000 Russen entkamen, 100 000 wurrden gefangengenommen unö die übrigen deckten das Schlachtfeld...</p>
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          <p>Städtische Schmmschule. Städtische Schmmschiike. 18. August 1916, Luft . . 22 Grad C. Wasser . 21 Grad C.</p>
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          <p>Oestlicher Kriegsschauplatz. bereitungsfeuer Md mit sehr erheblichen Kräften die Engländer zwischen Pozieres und dem Foureuxwalde, die Franzosen zwischen Guillemont und der Somme zürnt Sturm 1 vorge-&gt; gangen. 21er Sturm ist gescheitert, ebenso wie die mehrfach von den Franzosen bis zu fünsmalen versuchten nächtlichen Wie­ derholungen. Nach hartnäckigem Kampfe wurden östlich! des Foureuxwaldes und südlich von Mäurepas eingedrungene Teile des Gegners wieder zu­ rückgeworfen. 2ite feindlichen Verluste sind groß. Südlich det Somme wurde in . der Gegend von Belloy gekämpft. Die Franzosen haben hier in unserem vordersten Graben in etwa 500 Meter Breite Fuß gefaßt. Oestlich davon und bei Estres ist der Geg­ ner abgewiesen. Beiderseits der Maas war die Artillerietiätiigkeit wiederholt gesteigert. Ter Versuch eines feindlichen Angriffes im Chapttrewalde wurde durch Sperrfeuer un­ terdrückt. Au zahlreichen Stellen der Front sind französische Patrouillenunternehmungen miß­ lungen. ! , : , , Oestlich« SrltVschmiM. Front des Äeneralfeldmarschalls v. Hiudenburg. : Heftige bis in die Nacht fortgesetzte An-, griffe der Russen gegen den Abschnitt %atd kow—Horluzow stviestkich von Zalocze) wurden restlos abgewiesen. Front des Generals der Kavallerie Erz­ herzog Karl. Tie Vorstöße des Feindes nördlich des Dnjestr bei Toustobabh—Konezahu blieben auch gestern erfolglos. Es wurden 154 Ge­ fangene eingebracht. In den Karpathen ist die Höhle Star« Obczhna nördlich von Capul genommen. Balkan-Kriegsschauplatz. Südwestlich des Toiransees warfen bul­ garische Vortruppen feindliche Abteilungen 'zu­ rück, die aus Toldzeli vorzustoßen versuchten. Oberste Heeresleitung.</p>
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          <p>Tages-Uebersicht. Tager-Wersicht. Kaiser Franz Joseph von Oesterreich Voll­ ender heute sein 86. Lebensjahr. Dem treuen Bundesgenossen unseres Kaisers in schwerster Zeit, der inmitten gewaltiger Ereignisse der Willensstärke Führer seiner Völker geworden ist, fliegen auch alle Herzen unseres Volkes in Liebe und Ehrfurcht zu. Ablieferung der neuen Ernte. Tie viel­ fach vertretene Auffassung, daß die nodEj 1 vor­ handenen Bestände an Brotgetreide alter Ernte so reichlich! seien, daß die Ablieferungen aus der neuen Ernte einer Beschleunigung nicht bedürfen, ist durchaus irrtümlich, DieReichsgjerreidestelle bedarf vielmehr dringend einer sofortigen Ablieferung von Roggen und Wei­ zen der neuen Ernte. (Amtlich.) Tier Leiter der — Getreideschiebcr. Der Leiter des Kriegsgetreideamtes Tuchel (in West­ preußen), Berndt, wurde verhaftet. Er dürfte an den Getreideschiebungen zwischen Westpreuf en und Berlin beteiligt fein. Aussehen erregende Bcstechungsasfäre in Mainz. Ter Inhaber eines Mainzer Posamenreriegeschästes, der früher in bescheidenen Ver­ hältnissen lebte, jetzt aber während des Krie­ ges sein Einkommen auf jährlich 300 000 Mk. steigerte wurde dort verhaftet. Veranlassung dazu gaben bei Holzlieferungen entdeckte Be­ stechungen, die im Einzelnfalle eine Höhe bis zu 50 000 Mark erreichten. Tie Angelegen­ heit, in die noch andere Personen verwickelt sind, zieht weitere Kreise. So wurde bereits bei einem bekannten Weinhändler in Mainz eine Haussuchun g vorgenommen. Tas "Königreich Polen". Aus Krakau wurde kürzlich gemeldet, daß im Bereiche der von Oesterreich-Ungarn besetzt gehaltenen Teile Russisch-Polens die Bewohner dieser Gebiete künftig aus Pässen und sonstigen amtlichen Urkunden nicht mehr als russische Untertanen, sondern als Bürger des "Königreis Polen" zu bezeichnen seien. Polnische Blätter teilen dazu mit, daß diese Verordnung sich auf den amt-! lichen Sprachgebrauch stützt, nach dem Kon­ greßpolen auch nach seiner Einverleibung in Rußland noch lange als Königreich Polen be­ zeichnet zu werden pflegte. Das Ministerium für Galizien habe eine Denkschrift verfaßt, in der der Beweis erbracht wurde, daß die unabhängige Staatlichkeit Polens Europa ge­ genüber nie zu bestehen aufgehört habe. Ter Beweis stützt sich auf Redewendungen amt^'cher Aktenstücke des letzten Jahrhunderts. In der Denkschrift wird der Ausdruck der Hoff?" nung hinzugefügt, daß das "Königreich Polen" für immer Königreich Polen bleiben werde. In einer Fußnote dazu wird bemerkt: Auch' das Generalgouvernement Warschau hat die Staatsangehörigkeit im Königreich Polen in gleichem Sinne geregelt. Das hat seinen Aus­ druck in der Wahlordnung für die Stadtver­ ordnetenversammlung der Landeshauptstadt ge­ funden; ferner wird in den Reisepässen statt der bisherigen Bezeichnung "Russe" fortan "Pole", Generalgouvernement Warschau, an­ geführt. — Mit diesem Berichte würde auch« eine Mitteilung übereinstimmen, nach welcher der Polenführer Molowski in einer Rede am Jahrestage der Besieiung Polens gesagt habe, die Polen müßten nunmehr die Untätigkeit verlassen und im Kampf gegen die Russen zur Verteidigung der errungenen Freiheiten eine eigene Armee bilden, die mit der erprob ten polnischen Tapferkeit die Stahlmauer der deutschen und österreichisch-ungarischen Armee verstärken soll. Ueberfall auf einen deutschen Journali­ sten in Bukarest. Aus Bukarest wird gemel-, der: Ein feiger Ueberfall ist auf den hiesi­ gen Korrespondenten des "Berliner Tage­ blattes", Dr. Leo Lederer, verübt worden. Dr. Lederer saß abends auf der Terrasse des Cafe Mirzea und las die "Vossische Zeitung", als aus der Reihe des promenierenden Publikums der Ruf erscholl: "Auch ein Spion!" Im sel- 1 ben Augenblick erhielt Tr. Lederer von hinten I einen Stockschlag über den Kopf. Tie Wunde 1 blutete so stark, daß Tr. Lederer sich im Spital g verbinden lassen mußte. Er fuhr dann zur 1 Polizei, um den Vorfall anzuzeigen. Diese § gab zwar ihrem Bedauern Ausdruck, leitete ‘ aber keime Untersuchung ein, da der Täter unbekanmr sei. Juden Kreisen der anständigen Presse Bukarests'wird der Zwischenfall außer­ ordentlich scharf verurteilt. Eine Abordnung von angesehenen Bukarester Journalisten er­ schien bei Tr. Lederer im Hotel und drückte ihm ihr Bedauern aus. Tie Hetzarbeit der Entente hat anscheinend in Bukarest in ge* wissen Kreisen günstigen Boden gefunden. Bayerische RachrichtkL An Kronprinz Rupprecht hatte der Bayer. Landwirrschaftsrat bei seiner letzten Sitzung ein Huldigungstelegramm gesandt. — Tarauf ist folgende Antwort eingelaufen: "S. K. Ho­</p>
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