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        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-08-02"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 207</biblScope>
          <date when="1916-08-02">1916-08-02</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Ueber Rumänien ging in den letzten Ta­ gen eine Meldung durch die Presse, daß die Alarmnachrichten aus Bukarest lediglich ein Bluff der Ententefreunde in Bukarest seien. Nun erlaßt aber einer der gewiegtesten Poli­ tiker Rumäniens, Peter Carp, in seinem Organ, der "Moldawa", eine Warnung, in welcher er offen die Regierung beschuldigt, mit den Russen zu konjspirieren, den russischen Einmarsch in Rumänien zu fördern. Er nennt Bxatianu einen russischen Gouverneur von Rumänien, der seinen König und das Volk täusche und nicht mehr seine volle Handlungs­ freiheit besitze. Auch das Organ Marghilomans, des konservativen Führers, bestätigt diese Angaben. Run, die Rumänen sind ge­ warnt worden. Sollten sie jetzt dennoch zu unseren Feinden übergehen, so müssen sie eben auch die Folgen tragen. Unser bulgari­ scher Verbündeter hat ohnedies noch« eine alte Rechnung mit ihnen zu bereinigen. "Wer nicht Höpen will, muß fühlen". Im Westen hat sich die allgemeine Offen­ sive an der Somme in einzelne Teilkäwpsö aufgelöst, die aber mit beispielloser Erbit­ terung gefüllt werden. Bei Maureipas würde ein in 8 Wellen vorgetragener «.Angriff von den Unsern glatt abgewiesen. Am Foureauxwalde würden eingedrungene Engländer zurückgeworfen, ebenso die Franzosen bei dem Gehöfte Monacu. r Tie englisch-französische Offensive wird im gestrigen Heeresbericht eingehend beleuchtet. Die Feinde haben zwar auf einer Strecke von 28 Kilometer eine Einbuchtung der deutschen Front von durchschnittlich 4 Kilometer Tiefe erreicht, aber nirgends die deutsche Stellung erschüttert. Dieser "Erfolg" kostete den Eng­ ländern mindestens 230 000, den Franzosen 120 000 Mann Verluste, mit denen unsre Ver­ luste zahlenmäßig überhaupt nicht zu verglei­ chen sind. "Tas große Auskehren", wie die englische Presse stolz die Offensive genannt hat, ist also gründlich mißglückt. Trotz der bereits einen Monat dauernden Anstrengung haben die Feinde auch nicht einen der ersten Hauptpunkte der Offensive Peronne und Bapaume erreicht und es ist Wohl sehr ^u be­ zweifeln, ob sie, nachdem die besten Kräfte verbraucht sind, zu weiteren nachhaltigen Vor­ stößen noch die Kraft besitzen. Wohl werden die 'Kämpfe noch einige Zeit andauern^ doch! haben die Unsern auch hierfür vorgesorgt duych Anlegen neuer starker Stellungen, wozu ihnen die Feinde durch die lange Tauer der Kämpfe genügend Zeit gelassen haben. Tie Luftschiffangriffe aus England.schei­ nen sich nun wieder mehren zu wollen. Ge­ stern Nacht sandten .mehrere Luftschiffge­ schwader London und den.östlichen englischen Grafschaften ihre donnernden Grüße. Es geht ein Gefühl der Befriedigung durch das deutsche Volk, daß diesem hartnäckigsten un­ serer Gegner her Krieg auch im eigenen Lande fühlbar gemacht wird, daß seine militärischen Anlagen und Fabriken vernichtet werden. Allerdings noch mehr zittert sn deutschen Her­ zen der Wunsch, es .möch te auch der Unter fee* bootkrieg, dessen wirksamste Durchführung ame­ rikanische Willkür uns beschränkte, Meder rück­ sichtslos zur 'Anwendung kommen und dadurch die Befürchtung, dunkle Kräfte hielten schü­ tzend i'hjre Hand über Albion, endlich und endgiltig zerstreut werden. Bericht des deutschen Hauptquartiers. WTB. Berlin, 1. August. Mittags. sWroheS Haupt au«rÄer.) Westlicher Kriegsschauplatz. Das mißglückte "Große Auskehren". Ein Monat engl.-fra»;. Offensive an der Somme: 850 000 Mann Verluste unserer Gegner. — Heftige Teilangriffe nördlich der Somme glatt avgemiesen. — Vergebliche russische Angriffe an der Stochod-Front. — Neuer Lustschiffangriff auf London und Ost-England. Nördlich der Somme haben räumlich! be­ grenzte, aber erbitterte Kämpfe als Nachwehen der großen Angriffe vom 30. Juli stattgefun­ den. Westlich des Foureauxwaldes auf schma­ ler Front eingedrungene Engländer sind hin­ ausgeworfen. ' Ein in acht Wellen vorgetragener feind­ licher Angriff in der Gegend von Maurepas ist glatt angewiesen. Hart nördlich der Somme am Abend vor­ brechende Franzosen sind nach« erbitterten Kämpfen in dem Gehöfte Monaeu restlos zurück­ geschlagen. ‘ Südlich der Somme lebhafte beiderseitige Artillerietätigkeit. Ebenso auch rechts der Maas, besonders im Abschnitt von Thiaumont —Fleury und östlich davon. Hier wurden ge­ stern früh Vorstöße feindlicher Handgranatentrüpps abgewiesen. . t Durch umfangreiche Sprengungen zerstör­ ten wir die französischen Stellungen nördlich von Flireh in einer Ausdehnung von etwa 200 Metern. Unsere nachstoßenden Patrouil­ len machten einige Gefangene. Unternehmungen feindlicher Erkündungsabteilungen sind westlich von La Bassee, nörd­ lich von Hulluch, südlich von Loos .und südöst­ lich von Reims gescheitert. Durch Bombenabwurf aus Verwig, bel­ gisch Comin und andere Orte hinter unserer Front ist unbedeutender militärischer Scha­ den angerjchtet. Es sind zahlreiche Opfer unter der Bevölkerung verursacht. Je ein feindliches Flugzeug ist gestern und am 30. J3uli durch Abwehrfeuer inner­ halb unserer Linien im Somimegebiet, ein wei­ teres gestern im Luftkampfe bei Lihons abge­ schossen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Eine einzelne gegen Wülka am Oginskykanal vorgehende russische Kompagnie wurde durch Vorstoß deutscher Abteilungen vernich­ tet. Westlich von Logischin sind in den gestern berichteten Kämpfen über 70 Gefangene einge­ bracht. Verschärfter Artilleriekampf beiderseits des Nobelsees; der Angriff eines feindlichen Bataillons wurde östlich des Sees blutig ab­ gewiesen. Gegen die Stochodfront erschöpften sich die Russen weiter in ergebnislosen Angriffeü. Dreimal wurden sie bei und nördlich von Smolary durch Feuer zur Umkphr gezwungen. Bei Porsk, nordwestlich der Bahn Kowel— Rowno würden sie im Gegenstoß, gewörfen. Zwischen Witoniee und Kisielin stürmten sie bis zu sechsmalen vergeblich an. Um den Besitz einzelner Gräben bei Witoniee wird hartnäckig gekämpft. Es wurden 5 Offiziere und über 2WMaun gefangen genommen. Südlich der Turha Patrouillen- und Handgranatenkänch'fe. Tie Truppen des Generals von Linsin-' gen haben im Juli t 70 Offiziere, 10 998 Mann gefangen genommen und 53 Maschinengewehre! erbeutet. Bei der Armee des Generals Grasen von</p>
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          <p>Bothmer brach ein feindlicher Vorstoß süd­ westlich von BnrkanoW im Sperrfeuer^ zusam­ men. Im Koropieeabschnitt westlich! von Buezaez rege Gesechtstätigkeit. Größere feindliche An­ griffe sind hier gestern nicht erfolgt. Zn den letzten Kämpfen sind 271 Russen gefangen ge­ nommen worden. «alkattkriegsscha «platz. Keine wesentlichen Ereignisse. Nachdem feit Beginn der englischi-französischeu Offensive im Somimiegebiet, In Eng­ land The Great Sweep, auf Teutsch "das große Auskehren" genannt, nunmehr ein Mo­ nat verflossen ist, während dessen nach den früheren Ankündigungen unsrer Gegner die Entscheidung unter allen Umständen erkämpft werden sollte, lohnt es sich, kurz Zu prüfen, was von ihnen tatsächlich erreicht worden ist. Zwar haben sie auf einer Strecke von etwa 28 Kilometer eine Einbuchtung der deut­ schen Front von durchschnittlich '4 Kilometer Tiefe erreicht, aber sie werden nach! ihren Erfahrungen vom 20., 22., 24. und 30. Juli selbst nicht behaupten wollen, daß die deut­ schen Linien deshalb an irgend einer Stelle and) nur erschüttert seien. Dieser "Erfolg" hat die Engländer nach sehr vorsichtiger Schätzung miüdestens 230 000 Mann gekostet. Für die Schätzung der französischen Ver­ luste stehen uns in diesem Falle keine siche­ ren Grundlagen zu Gebote. Sie werden aber, da die Franzosen die Hauptarbeit zu lei­ sten hatten, trotz deren größerer Gewandtheit im Kampfe auch starke sein. Ter 'Gesamtverlust unsrer Gegner wird sich also auf etwa ' 350 000 Man!» I belaufen, während der unsrige, so beklagens­ wert er bleibt/zahlenmäßig hiermit überhaupt , nicht zu vergleichen ist. | Tabei haben wir infolge des langsamen i Fortschreitens der Offensive vollkommen Zeit | gehabt, hinter unsren jetzigen vordersten Li­ nien die Stellungen wieder anzulegen, die uns vor ihnen verloren gegangen sind. Um diese Angaben in das rechte Licht zu rücken, wird noch angeführt, daß der erste Monat der Kämpfe im Maasgebiet Bei Verdun uns einen mehr als doppelt so großen fGeländegewinn ' mit einem Verlust von etwa 60 000 Mann gebracht hatte, während die Franzosen dort in der gleichen Zeit mindestens 100 000 Mann einbüßten. Oberste Heeresleitung.</p>
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          <p>Bericht des Admiralstabes. Neuer Luftschiffangrisf auf die englische Ostküste. MTV. Berlin, 1. August. (Amtlich.) Mehrere Marine-Luftschiffgeschwader haben in der Nacht vom .31. Juli zum 1. August London und die östlichen Grafschaften Eng­ lands erfolgreich angegriffen und dabei Kü­ stenwerke, Abwehrbatterien, sowie militärisch wichtige Industrieanlagen ausgiebig mit sicht­ barem Erfolg mit Boittben belegt. Alle Luft­ schiffe sind trotz heftiger Beschießung, die schon auf dem Anmarsch durch! .Seestreitkräfte an­ setzte, Unbeschädigt zurückgekehrt. Ter Chef des Admiralstabs der Marine.</p>
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          <p>WTB. Wien, 1. August, mittags. — Amtlich wird verlautbart: Russischer Kriegsschauplatz^ Tie Kämpfe bei Molodylow nordwestlich von Kolomea endeten für den Feind auch gestern völlig ergebnislos. Seine Angriffe scheiterten. Bei Buezaez flaute die Gefechtstätigkeit um Mittag etwas ab. Ein bei Wilesniow angesetzter Nachtan­ griff der Russen wurde glatt abgewiesen. Auch nordwestlich! und Westlich von Luck ließ der Gegner offenbar durch feine außer­ gewöhnlich hohen Verluste gezwungen, eine Pause in seinen Angriffen eintreten, dagegen setzte er nördlich der obersten Turya, ferner im Stochod-Knie bei Kaszowka und nördlich, der von Sarnh nach Kowel führenden Bahn seine Anstürme mit unverminderter Heftig­ keit fort. Er wurde überall, zum Teil schon durch Feuer, zum Teil im Nahkämpf zurück­ geworfen. An der Nordostfront, südlich des Pripjet, wurden im Juli insgesamt 00 russische Offiziere, 18 000 Manin und 70 Maschinengewehre eingebracht. Italienischer Kriegsschauplatz, und Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts von Belang. ver stellvertretende Ches des Generalstabe» v. H o e f e r, Feldmarsch allen tnant. Kroniprinz Rupprccht und Prinz Leopold Preußische Feldnrarschälle. Mürnchen, 1. August. Ter Kaiser hat den Kronprinzen Rupprecht und den Prin­ zen Leopiold von Bayern zu preußischen Generalseldmarschällen ernannt. Aus diesem An­ laß hat zwischen dem Kaiser und betn König ein herzlicher Telegrammwechsel stattgefunden. Au die Beeteidigpr des Paterlandes in per Heimat. WTB. Berlin, 1. August. Zwei volle Kriegsjähire mit all ihren Schrecken und Nöten hat das deutsche Volk nunmehr ertragen müs­ sen. Ungeheure Opfer sind ihm auferlegt wor­ den. Sie wurden dargebracht, weil die Ab­ wehr bier Angriffe einer Ueberzahl von Feinden auch den Bestand des Reiches! und die Freiheit der nationalen uckd wirt­ schaftlichen Entwicklung Teutschlauds sie er­ forderten. Ter unvergleichliche Todesmut un­ seres Heeres hat sich als unüberwindlich, er­ wiesen. Won wichtigen Zuführstraßen des Weltverkehrs abgeschnitten und auf den Er­ trag der (eigenen Scholle angewiesen, hat das deutsche Wölk das zweite schwere Kriegsjahr zu überstehen vermocht, indem es tapfer und entsagungKvoll seine Friedensgewohnheiten än­ derte und, durch Einschränkungen, ja durch Entbehrungen die schwere Mißernte des letzten Jahres aurszugleichen wußte. Der Höhlepunkt der an die Entsagungsfähigteit des Volkes gestellten 'Anforderungen traf zusammen mit den gewaltigsten militärischen Anstrengungen, die je ein Volk bei der. Abwehr einer Ueber­ zahl von Feinden zu leisten hatte. Reben dem wütenden Kampf gegen die lebende Wehr, die Heimat und Herd des deutschen Volkes schützt, führt der Feind einen schmählichen Krieg ge­ gen Frauen und Kinder. Was die.Wafsenge-/ walt auf dem Schlachtfelde nicht vermag, Pas soll der Hunger erzwingen. Wir sollen mür­ be gemacht, der zähe .Widerstand unsrer Heere in der Heimat gebrochen werden. Das wird nicht gelingen. Auf den heimischen Fluren reift uns die Ernte entgegen, die reichere Er­ träge verspricht, als die vorjährige. Sie gibt uns die sichere Gewähr, daß bei richtiger, die Män­ gel der bisherigen Regelung vermeidender Ver­ Der österr.-ung. Heeresbericht. teilung die hingebende Opferwilligkeit unsres Volkes 'keine seine Kräfte übersteigende Be­ lastungsprobe erfahren wird. Das Kriegsevnährungsamt wird alles daran setzen, daß die Nahrungsmittel gerecht und gleichmäßig ver­ teilt werden und daß die Preise nicht über die durch die Kriegsvevhältnisse gebotenen Gren­ zen hinausgehen werden. Soweit sich ohne ©:&amp;= fährdung der Bedarsssicherung eine Senkung des Preisstandes der Nahrungsmittel ermög­ lichen läßt, wird darauf hingewirkt werden. Auch bei Durchführung dieser Grundsätze muß sich das deutsche Volk Beschränkungen auf­ erlegen. Sie sind aber gering anzuschlagen gegenüber den Entbehrungen und Opfern, die unser Heer seit zwei Jahren Willig trägt. Unermeßlichen Tank schulden wir in der Heimat den Tapferen da draußen, die unsre Grenzen schützen. Ihr Vorbild soll uns feiten bei der Anpassung an die Kriegsernährnngsverhältnisse. So erfüllen wir einen Teil un­ serer Tankespflichten und bekunden den uner­ schütterlichen Siegeswillen des deutschen Vol­ kes durch die Tat. , f Berlin, 1. August 1916. Tier Voirstaup des Kriegseruährungsamtrs: v Batocki, Edler v. Brauns Tr. Dehne, Frhr. v. Falkenhausen, Groener, Manasse, Dr. Mül­ ler, Reusch, Saenger, Graf von der Schulen* bürg, Stegerwald. ' | Dieser Erklärung schließen sich! an: Bund der Industriellen, Kommerzienrat FriedrichPotsdam, Bund der Landwirte: Tr. Roesicke, Zentralverband deutscher Industrieller: Roetger, Landrat a. 2x, der Borort der Vereini­ gung der christlichen deutschen Bauernvereine: Frhr. ö. Kerckerinck zur Borg, Teutscher Bau­ ernbund: Tr. Böhmei Dr. Löscher, Deutscher Handelstag: Tr. Kämpf, Deutscher Handwerks1 und Gewerbekammertag: Platz, Deutscher StädI tetag: Mermuth, Deutschnationaler HandlungsI gehilfenverband: Bechlv. Deneralkommission der Gewerkschaften Deutschlands: C. Legren, Gesamtverband der 'christlichen Gewerkschaften Deutschlands: Matthias Schiffer, Hansabund für Gewerbe, Handel und Industrie: Tr. Riesser, Reichsdeutscher Mittelstandsverband: Tr. Eberle, Soziale Arbeitsgemeinschaft der kauf­ männischen Verbände: Tr. Köhler-Hamburg, Reif-Leipzig, Ehlers Frankfurt a. M., Ver­ band der deutschen Gewerkvereine Gustav Hart­ mann. Gegen die schwanen Listen Englands. Berlin, 1. August. - Nach einer vom "Berl. Tagebl." wiedergegebenen "Times"Meldung wird der Protest Washingtons ge­ gen die schwarze Liste Englands am Montag von den englischen Zeitungen veröffentlicht werden. Man glaubt, daß die Angelegenheit jetzt in ein Studium langwieriger Beratungen eingetreten ist.</p>
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          <p>Tie englische Niederlage im Westen. Stockholm, 1. Aug. Tie Times geben die englische Schlappe am rechten Flügel beim Telvillewalde unumwunden zu und sprechen von schweren Opfern, die das geringe Vorgehen bei Boiselle und Boilers koste. Ter Delvillvwald Wird nach den Berichten dieses Blattes als das Ungetüm einer Verteidigungsstelle be­ zeichnet, die' kreuz und quer mrt**Maschinengewehren bespickt sei. "Manchester Guardian" jagt, man dürfe nicht zu viel hoffen. Die englische Front sei dis jetzt zu schmal zu ei­ nem wirklichen Durchbruch. Haig sei mit ihrer Erweiterung beschäftigt. Ein Tuvchjbruch kön­ ne nur in einer Breite von mindestens 20 Meilen erfolgen. (Z.) Vom westlichen Kriegsschauplatz.</p>
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          <p>Zur Besetzung von Brodh. • Nach der "Gazetta Poranna" blieben in Brodh von 20 000 Einwohnern kaum 6000 zurück. Tie Aemter wurden rechtzeitig und in Ruhe nach Lemberg verlegt, ebenso die Banken. Das Trommelfeuer, das die Rus­ sen auf die einige Kilometer von der Stadt entfernte Front richteten, war so stark, daß, man in der Stadt den Eindruck eines ^Erd­ bebens hatte. (Z.) tim$niWdhrtt|9 der russischen Front. Kopenhagen, 1. Aug. ,,'Rjetsch" mel­ det: Täglich rekognoszieren deutsche Flieger un­ sere Nachhuten und suchen mit Bomben Trup­ penkonzentrationen an den deutscherseits ge­ wählten Angriffspunkten zu verhindern. Ter Feind rechnet offensichtlich damit, daß wir geschwächt Mrden. Nach übereinstimmenden Meldungen herrscht an der übrigen Front ziemlich Ruhe, weil russtscherseits eine völ­ lige Neuordnung und Heranziehung großer Reserven zur Ausfüllung der Verluste notwen­ dig geworden sind. Nach glaubwürdigen Be­ richten wurden nach der wvlhhnischen Front deshalb drei Armeekorps, nach der Bukowina zwei geworfen, Was aus einen Gesamtver-s lust von 350 000 Mann hinweist. (Z.) Rücktritt des russischen! Kriegsministers? Die "Basler Nachrichten" melden aus Pe­ tersburg: "Rußkoje Slowo" stellt einen Wech­ sel im Kriegsministerium in Aussicht, weil General Schumajew wieder die Intendantur des Feldheeres übernehmen werde.</p>
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          <p>Der Krieg mit Italien. Italien Mit» Teutschland. Im "Rento del Carlino" veröffentlicht Hauptmann Ranzi seinen zweiten Artikel, der über die Zweckmäßigkeit einer italienischen Kriegserklärung an Deutschland spricht. Ranzi kommt in seinen Ausführungen aus die ver­ schiedenen Strömungen zu sprechen, die in Frankreich herrschen. Er habe in Paris eine Tenkschrift gelesen, in der es hieß: "Wir brau­ chen Italien notwendiger nach dem Kriege als während desselben, ,Mvvhl bei den Friedensverhandlungen als auch später ^als Gegengewicht Kegen den deutsch-österreichischen Block". Es gebe auch noch eine andere Strömung, die noch immfer die verhängnisvolle Politik von 1869 bedauere. In französischen Konferenzen sei gesagt wor­ den, Triest dürfe nicht an Italien fallen und in Kleinasien müsse man die italienischen Handelseinslüsse bekämpfen. Wie Pichon, Toumeurge, Lachaire, Barthout, so seien auch andere "Förderer" der italienisch-französischen Freundschaft unverläßlich, dagegen feien ge­ rade diese Männer an diesen Konferenzen be- | teiligt gewesen. In jener Tenkschrift hieß es dann ferner: Eine solche Politik müsse Italien unbedingt wieder in die Arme Deutschlands treiben. Das gleiche habe auch er :— Ranzi — gesagt und zwar in einem offenen Brief an Briand, dessen Veröffentlichung aber die italienische Zensur leider verbot. Er habe dann diesen Brief später an den Unterftaatssekretär Thomas gesandt, der ebenfalls seiner Meinung gewesen sei. (Z.)</p>
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          <p>Umformung des Kabinetts Bratianu. Bukarest, '1. August. "Dreptatea" teilt mit, daß aus d;m Ministerium Bratianu mehttrete Minister ausscheiden werden. Ter Minister des Innern, Murtzun, will jetzt um jeden Preis seinen lange gehegten Wunsch erfüllt sehen und aus dem Kabinett ausscheiden. GjriechMjlanbs Knechtschaft. Bern, 31. Juli. "Nea Hellas" teilt mit, daß Poincare dem Prinzen Andreas folgende Erklärungen gab: Tie Alliierten werden nicht dulden, daß ein anderer als Venizelos zur Re­ gierung fiänte, wenn er bei den Wahlen itie Mehrheit der Stimmen davontragen sollte. Jedenfalls, auch wenn die venizelistische Par­ tei bei den Wahlen unterliegen sollte, würde die Entente weder ein Ministerium Skuludis noch ein Ministerium Gunaris dulden, das aus Männern zusammengesetzt fei, die die Tenden­ zen des früheren Ministeriums hätten. Tie Franzosen im Elpitus. Wie das Athener Blatt Embros meldet, stsht die Besetzung der griechischen StadtKotschani durch die Franzosen bevor. Ein aus Koritza abgesandtes serbisches Bataillon ist über.Premoli in Tepoloini eingetroffen. Es wurde längs der nordepirotischen Grenze auf­ gestellt, um die Verbindung mit'den benach* barten Italienern herzustellen. (Z.) Malaria im Balorra. In Balona scheint Malaria zu herrschen. Seit einiger Zeit treffen alle Wochen Schliffe mit fransen WIbanietn an Bord in Bari ein. Ein letzter derartiger Tampfer traf am Sonn­ tag in Bari mit Malariakranken an.Bord ein. Tie Kranken wurden nach Spitälern in Collezio, Palmire und Lueca überführt. (Z.) Am Balkan.</p>
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          <p>Die Türkei im Kriege. Tier türkisch« BierWt. Konstantinopel, 31. Juli. Tas tür­ kische Hauptquartier meldet: An der Jrakfront und in Persien keine Veränderung. An der Kaukasusfront keine wichtige Kampfhandlung. Eines unsrer Flugzeuge warf mit Erfolg Bomben aus feindliche Lager und Parks. Ein über Ari Burun erschienenes feindliches Flugzeug wurde durch unser Ge­ schützfeuer vertrieben. Ein feindliches Schiff flog von der Küste einer der westlich von Aivalik gelegenen Insel auf. An der ägyptischen Front lieferten die von unsren vorgeschobenen Trüppenkörpern vorgesandten Aufklärungsabteilungen feindli­ chen Patrouillen erfolgreiche Gefechte. Nörd­ lich von Katia fiel ein von unsrem Feuer be­ schädigtes feindliches Flugzeug aus das Meer­ ufer nieder. Tie Insassen flöhen, nachdem sie das Flugzeug in Brand gesetzt hatten. Eine unsrer Patrouillen-verjagte in der Nähe des abgeschossenen Flugzeuges eine Abteilung feindlicher Kavallerie und erbeutete ein vom Flugzeug abgenommenes Maschinengewehr und anderes Material. An den anderen Fronten keine Veränderung.</p>
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          <p>Staatsunterstützungen als Zwangsbeiträge zur Kriegsanleihe abgezogen. KitzchMers Leiche noch nicht gefunden. Berlingske Tidende erfährt aus London: Nachdem alles Suchen nach Kitcheners Leiche trotz Aussetzens einer Belohnung von 15 000 Pfd. St. vergeblich war, wird nur noch, die Möglichkeit der Auffindung der Leiche an der dänischen oder norwegischen Küste erhofft.</p>
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          <p>tief Atem, Jost, solch gute Luft gibt es in Berlin nicht, zumal nicht, seit die greulichen Autos mit ihrem Benzinduft die Luft ver­ pesten." "Was man imMer haben kann, Tante Jettchen, das verliert an Wert." antwortete Lo­ thar scherzend. "Was glauben Sie wghl, wie gern ich manchmal die herrliche WaldathMosphäre gegen ein bischen Berliner Luft ver­ tauschte, wenn sie auch noch so ,sehr nach Benzin duftete." "Nun ja, so zur Slbwechslung, das glaube ich Ihnen, lieber Lothar. Aber für immer, schauerlich. Wenn ich wählen dürfte, ich blie­ be nicht in Berlin." s "Und wo würden Sie am " liebsten sein?" Tante Jettchen lachte. "Jeden Tag an einem anderen schönen Orte, immer Ktwas neues sehen, tmfoer auf Reisen," versicherte die alte Dame enthusiasrniert. Anne-Rose sah lächelnd zu Lothar hin­ über. "Tante Jettchen ist dauernd auf Reisen, in "ihrer Phantasie durchsliegt sie täglich end­ lose Strecken. Papa und ich, wir fliegen dann zur Gesellschaft mit, weil Wir doch! in "Wirk­ lichkeit " nicht dazu kommen. Haben Sie schon viel von dev Welt gesehen, Vetter Lothar?" ,,O) ja, allerdings nicht auf eigne Kosten. Ich bin: in Gemeinschaft mit beim 1 jungen Gra­ fen Hmck aufgewachsen und sein Vater bil­ dete stich ein, daß ich!. ihn günstig in seinem Werdegzang beeinflußte. So hatte er nichts dagegern, daß mir fein Söhn eine herzliche Freundaschaft schenkte. Und als er seinen Sohn auf Reeisen schickte nach: beendetem Studium, da trucg er mir das Amt eines Reisebegleit^s für dieesen an. So bin ich ein volles Jahr mit G:raf Leo auf Reisen gewesen und habe des Sächönen und Herrlichen viel gesehen in aller, ^Herren Länder." "Wie beneidenswert sind Sie deshalb," sagte lTante Jettchen mit glänzenden, weitgeöffneeten Augen. "Ba, ich häb es Graf Hnck auch! im tief­ sten H?erzen gedankt. Wir häben ihm über­ haupt so unendlich viel zu danken. ^ Nicht nur, tdaß er meinem Vater eine «gute Lebenssteellung gab, er gab sie auch mir, strotz meinen: Jugend und trotzdem Graf Leo eben­ sogut imstande wäre, seine vätzerlichen Gü­ ter zm bewirtschaften, wenn er nur wollte. Ich vermute, er will nur nicht, mm mich nicht aus meiner Stellung zu vertreiben." Liothär verschwieg hierbei, daß seine beispielloise Energie und Tüchtigkeit ihn trotz seiner Jugend hervorragend für seine Stel­ lung befähigten, und daß ihm allein das Ver­ dienst zukam, daß aus dem leichtsinnigen Tau­ genichts, zu dem sich! Graf Leo Huck chatte auswachsen Wollen, ein ehrenwerter, Vernunft tiger Mensch geworden War. Der alte Graf Hujck dankte ihm das in seiner vornehmen, gütigen Art und gab ihm nicht nur das Amt ."feines Vaters, sondern zog ihn auch oft und gern in den Kreis feiner Familie. Jost von Billach sah wohlgefällig in Lo­ thars energisches Gesicht. "Graf Huck wird wohl Wissen, daß Sie diese Auszeichnung verdienen, mein lieber Lothar. Ich freue mich! sehr, daß. Sie schon so fest und gesichert im Leben stehen. &gt;Wie alt sind Sie eigentlich?" "Treiunddreißig Jahre." Jost von Billach seufzte. Er dachte wohl daran, was er im Sehen erteid)t hatte, fIw LotHars Alter verdiente er noch nicht .das Salz in der Suppe. Und nun war er mit seinen 60 Jähren fertig mit dem Leben, ein nutzloser, überflüssiger Mensch, den man bei­ seite geschoben .hatte, weil er vorzeitig auf-. gebraucht war im erschlaffenden Bürodienfl. » ; " 1 , 1 (Fortsetzung folgt.) . _ r £ j</p>
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          <p>Der Luftkrieg. Leutnant Horndorf. . Berlin, 1. August. Leutnant Hoendorf, der, wie im gestrigen Tagesbericht erwähnt wurde, den 11. Gegner im Luftkampfe außer Gefecht gesetzt Hat, ist laut "Morgenpost" der Orden Pour le merite verliehen worden. Ster Erfolg des letzten Zchpelinangriffes. T-ie in Bergen eingetroffene Mannschaft des Tavanger Dampfers "Krosfond" berichtet: Während das Schiss in 'der Nacht zum "28. Juli in Hüll lag, wurde die Stadt von einem grossen Zeppelin unter furchtbarster Wirkung mit zahlreichen Bomben belegt, die viele Men­ schen töteten oder verwundeten. Einige Anla­ gen von militärischer Bedeutung, sowie Waf­ fen- und Munitionsfabriken sind zerstört wor­ den. Ter verursachte Materialschaden geht in die Millionen. Das Luftschiff bombardierte die Stadt aus solcher Höhe, daß. die Land­ batterien völlig wirkungslos blieben. Eng­ lische Flieger konnten ebenso wenig ausrich­ ten ,da der Zeppelin derartig geschickt ma- j näverierte, daß. auch nicht ein Flieger über I den Zeppelin kommen konnte. Die Verfol­ gung war ebenfalls ergebnislos. Im Hafen wurden ebenfalls einige Volltreffer konsta­ tiert. UntHr der Bevölkerung brach eine Pa- I nik aus, als sie einsah, daß öte Landbatterien ] gegen den Zeppelin vollkommen ohnmächtig waren. '(Z.) Zcsxpclinschavcn in England. Kristiania, 1. August. Reisende aus England berichten, daß.durch den Angriff der Zeppelinluftschiffe am 28. und 29. Juli sehr großer Schaden angerichtet und viele Men­ schen getötet und verwundet wurden.</p>
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          <p>Der Krieg zur See. Tie deutsche Flotte. ( Berlin, 1. August. Ter Marine sach­ verständige des "Berl. Tagebl." schreibt: Auch! während des zweiten Kriegsjahres erfüllte die Flotte die Hauptaufgabe, den "Feind von den nichtet anzunehmende feindliche Tonnenzahl erfährt dadurch eine recht ansehnliche Ver-Mehrung. deutschen: Küsten fernzuhalten. Sie fügte dem Kranz ihre Rumestaten durch die Schlacht vor dem Skagerrak ein unverwelkliches Lor­ beerblatt: ein. Unsre Gedanken wandern zu all den brawen Seeleuten, die ihr Leben für die Ehre ihrier Flagge Hingaben und die nun im feuchten Grabe liegen. Dankbarkeit im Her­ zen für ihre Aufopferung wird uns sie nicht vergessen: lassen. Wir überschreiten dieSchwelle zum 3. ISeekriegsjähr, im Vertrauen auf den tapferen Geist, der in unserer Kriegsmarine lebt, und in der.Hoffnung, daß die in ihr wohnende schon bewährte Zähigkeit und der Wille zum Sieg im dritten Seekriegsjahr Ge­ legenheit haben werden, sich .erneut und ruhm­ reich zu betätigen. (Z.) Bier Schiffe dow einem U-Boot versenkt. Christiania, 1. August. Der in Norsgrund angekommene Kapitän des norwegischen Schiffes "Subra" berichtet: Am 22. Juli tauchte in der Nähe der, ."Subra", 30 Minuten von ihrem englischen Bestimmungshafen entfernt, ein deutsches Unterseeboot auf. In der Nähe der "Subra" befanden sich noch die norwegi­ schen Schiffe "Juno" und "Bams", sowie ein schwedisches Schiff. Alle vier wurden, nach­ dem festgestellt war, daß sie Konterbande-La­ dung an Bord hätten, mit Petroleum uttb Del in Brand gesteckt, nachdem der Mannschaft reichlich Zeit zu ihrer Rettung gegeben war. Tas Unterseeboot schleppte " sodann sämtliche Rettungsboote wach einem holländischen Fischdampfer., der die Mannschaft in Schouwen lan­ dete. Die Deutschen traten sehr rücksichts­ voll auf. BersevTt. Lloyds meldet, daß der britische Dampfer "Claudia" und die norwegische Goelette"Mars" versenkt wurden. g So n bo n, 1. August. Lloyds meldet: Der | italienische Dampfer "Dandolo" mit 4977 To. ' wurde hersenkt. Dler bet "Warspite". Berrlin, 31. Juli. Nach der Seeschlacht ctzm Skargerrak war, wie erinnerlich, deutschere seits beit Untergang des englischen GroßkampfLlnrenslchiffes "Warspite" gemeldet, aber englischerseüts mit großer Sicherheit abgeleugnet worden.. Es liegen, abgesehen von den Beobachtungien unserer Hochseeflotte, ganz be­ stimmte Anzeichen dafür vor, daß "Warspite" tatsächliich gesunken ist und daß die Engländer auch inn amtlichen Verkehr unter sich ,Mit den verschiedenen daran interessierten Stellen diese Thatsache nicht mehr verschweigen. Nur nach arußen hin wird die Fabel vom ,Fort­ leben dver "Warspite" noch aufrecht erhalten; wir hchffen abex, daß sich bald Gelegenheit ergeben: wird, der "Warspite" auch einen amt­ lichen ^Totenschein auszustellen. Tie in der Seeschlcacht vor dem Skagerrak als sicher ver­</p>
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          <p>chen. Es wird deshalb besohlen, in der Nacht vom 8. zum 9. Juli in die vorbereitete Stochod-Linie zurückzugehen. Alles, was nördlich und südlich der Bahn außerhalb dieser Linie steht, schwenkt deshalb in dieser Nacht unbe­ merkt und ungestört vom Feinde in die Stochod-Linie zurück. Starke zurückbleibende Pa­ trouillen reiben die erst am Mittag des 9. vorfühlenden Kavalleriepatrouillen der Rus­ sen völlig auf und gehen dann planmäßig vor stärkeren Massen auf die Hauptltnie zu­ rück. Nicht ein Mann, .keine Patrone fällt den Russen in die Hände. Der Brückenkopf.Swid­ niki, der ja zur Stochod-Linte gehört, wird natürlich gehalten, sodaß hier die Stellung, die sich sonst an pie Sandinseln westlich! des Stochod anlehnt, Mit scharfer Aase vorspringt. Gegen die Brückenkopfstellung beginnen die Russen nun im Zusammenhang ihres An­ rennens — und plötzlichen Erkennens — der starken Stochod-Li,nie am 10. Juli heftige An­ griffe, die am 11. Juli mit starker Artilleriewirkung wiederholt Wurden. Im Morgen­ grauen und bann bis (Sonnenaufgang gehen die russischen Sturmkolonnen längs der Straße und durch bejt Sumpf vor. 'Wieder versinken ganze Schwarmlinien.in den.inzwischen völlig unpassierbar gewordenen Sümpfen, wieder hört man das Jammern und Stöhnen der lang­ sam Verlöschenden. Die gerade, .blanke Straße nach Luck ist übersät von ruMschen Leichen. Eine sächsische Unteroffizier-Patrouille von 3 Mann, die sich jm Sumpf vorarbeitet, nilmtoit an diesem Tage 50 Russen gefangen. "T«ie Ueberläujer, die im Sumpf abgeschnitten sind und sich ergeben, mehren sich«. Man schickt täglich« Patrouillen aus, um die armen Teufel im Sumpf zu retten, aber der hungrige Sumpf wird nun den eigenen Leuten gefährlich, sodaß.man bald. jede Hilfe aufgeben muß. Seit dem 11. Juli herrscht Dann Ruhe an der Front. Zuweilen zertrümmern die russischen Granaten die Ziegelreste des ehe­ maligen Dorfes' in noch .kleinere Stücke, zu­ weilen fressen (sich die Eisenstücke in die reifen (Mohnbeete und in die Kartoffeläcker; es hat doch schon den Schein (des Stellungskrieges, dieses unregelmäßige Hämnwrn da bei Swid­ niki. Hinter der festen Front.aber reift überall die wolhhnische Ernte. (Kb.) Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter. Tager-AebttMt. Usttepsagte Versammlung des "Natwnalausschusses". Die 'Versammlung des deutschen Nationalausschusses, in der Gehrimrat Deitzjmann aus Berlin in Stettin sprechen sollte, ist untersagt wurden. Es wird dem "Berl. Tagebl." von zuständiger Seite bestätigt, daß der Vortrag des Nationalausschusses in Stet­ tin verboten worden ist. In allen anderen Städten, bis auf zwei, werden die Versamm­ lungen, tote angekündigt, stattfinden. In Kö­ nigsberg und Kiel.haben die dort vorgesehe-' neu Veranstaltungen aus eigenen Stücken auf­ gegeben wexden müssen, nicht aus politischen, sondern lediglich aus örtlich« technischen Grün­ den. Verhaftung 'russischer Bankdirektoren. T«er "Tjein" berichtet, daß. nach« erfolgten Haus­ suchungen Der Direktor der russisch-fränzösischen 'Bank, Lanskoi, und der Direktor der Handelsbank, Rubinstein, mit Frau und sei­ nen zwei Brüdern, den Besitzern des Bank­ hauses Junker, ferner die Brüder Junker, Ad­ vokat Wolfsohn, Justizrat bei der spanischen Gesandtschaft, verhaftet worden sind. Sie wur­ den nach dem Festungsgefängnis Pskow über­ führt und der Spekulation mit Wertpapieren um den Rubelkurs zu drücken, angeklagt. Auch der Direktor der Aktiengesellschaft Treuholnik 'Utermany ist in die Angelegenheit ver­ wickelt. Er wurde bisher nicht verhaftet. In Kiew sind zahlreiche Zuckerwucherer zur glei­ chen Zeit verhaftet worden. (Z.) chen. Es wird deshalb besohlen, in der Nacht vom 8. zum 9. Juli in die vorbereitete Stochod-Linie zurückzugehen. Alles, was nördlich und südlich der Bahn außerhalb dieser Linie steht, schwenkt deshalb in dieser Nacht unbe­ merkt und ungestört vom Feinde in die Stochod-Linie zurück. Starke zurückbleibende Pa­ trouillen reiben die erst am Mittag des 9. vorfühlenden Kavalleriepatrouillen der Rus­ sen völlig auf und gehen dann planmäßig vor stärkeren Massen auf die Hauptltnie zu­ rück. Nicht ein Mann, .keine Patrone fällt den Russen in die Hände. Der Brückenkopf.Swid­ niki, der ja zur Stochod-Linte gehört, wird natürlich gehalten, sodaß hier die Stellung, die sich sonst an pie Sandinseln westlich! des Stochod anlehnt, Mit scharfer Aase vorspringt. Gegen die Brückenkopfstellung beginnen die Russen nun im Zusammenhang ihres An­ rennens — und plötzlichen Erkennens — der starken Stochod-Li,nie am 10. Juli heftige An­ griffe, die am 11. Juli mit starker Artilleriewirkung wiederholt Wurden. Im Morgen­ grauen und bann bis (Sonnenaufgang gehen die russischen Sturmkolonnen längs der Straße und durch bejt Sumpf vor. 'Wieder versinken ganze Schwarmlinien.in den.inzwischen völlig unpassierbar gewordenen Sümpfen, wieder hört man das Jammern und Stöhnen der lang­ sam Verlöschenden. Die gerade, .blanke Straße nach Luck ist übersät von ruMschen Leichen. Eine sächsische Unteroffizier-Patrouille von 3 Mann, die sich jm Sumpf vorarbeitet, nilmtoit an diesem Tage 50 Russen gefangen. "T«ie Ueberläujer, die im Sumpf abgeschnitten sind und sich ergeben, mehren sich«. Man schickt täglich« Patrouillen aus, um die armen Teufel im Sumpf zu retten, aber der hungrige Sumpf wird nun den eigenen Leuten gefährlich, sodaß.man bald. jede Hilfe aufgeben muß. Seit dem 11. Juli herrscht Dann Ruhe an der Front. Zuweilen zertrümmern die russischen Granaten die Ziegelreste des ehe­ maligen Dorfes' in noch .kleinere Stücke, zu­ weilen fressen (sich die Eisenstücke in die reifen (Mohnbeete und in die Kartoffeläcker; es hat doch schon den Schein (des Stellungskrieges, dieses unregelmäßige Hämnwrn da bei Swid­ niki. Hinter der festen Front.aber reift überall die wolhhnische Ernte. (Kb.) Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter. Tager-AebttMt. Usttepsagte Versammlung des "Natwnalausschusses". Die 'Versammlung des deutschen Nationalausschusses, in der Gehrimrat Deitzjmann aus Berlin in Stettin sprechen sollte, ist untersagt wurden. Es wird dem "Berl. Tagebl." von zuständiger Seite bestätigt, daß der Vortrag des Nationalausschusses in Stet­ tin verboten worden ist. In allen anderen Städten, bis auf zwei, werden die Versamm­ lungen, tote angekündigt, stattfinden. In Kö­ nigsberg und Kiel.haben die dort vorgesehe-' neu Veranstaltungen aus eigenen Stücken auf­ gegeben wexden müssen, nicht aus politischen, sondern lediglich aus örtlich« technischen Grün­ den. Verhaftung 'russischer Bankdirektoren. T«er "Tjein" berichtet, daß. nach« erfolgten Haus­ suchungen Der Direktor der russisch-fränzösischen 'Bank, Lanskoi, und der Direktor der Handelsbank, Rubinstein, mit Frau und sei­ nen zwei Brüdern, den Besitzern des Bank­ hauses Junker, ferner die Brüder Junker, Ad­ vokat Wolfsohn, Justizrat bei der spanischen Gesandtschaft, verhaftet worden sind. Sie wur­ den nach dem Festungsgefängnis Pskow über­ führt und der Spekulation mit Wertpapieren um den Rubelkurs zu drücken, angeklagt. Auch der Direktor der Aktiengesellschaft Treuholnik 'Utermany ist in die Angelegenheit ver­ wickelt. Er wurde bisher nicht verhaftet. In Kiew sind zahlreiche Zuckerwucherer zur glei­ chen Zeit verhaftet worden. (Z.)</p>
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          <p>Straubrnjg, '30. Juli. (Tie Gemeindeum­ lagen) wurden bei extern Umlagenbedarf von 303 000 Mark auf 130 Prozent, gegen 120 Prozent int Vorjahre, festgesetzt. Ter Etat schließt mit 709 625 Mark in Einnahmen und Ausgaben ab. Niederbayerische Nachrichten.</p>
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          <p>Lokales. L a n d s h u t, 2. August. —* Das Eiserne Kreuz wurde dem Gefreiten im 15. daher. Jnf-Regt., Bräugehilfen Herrn Joses Holzapfel der Brauerei Fleischmann hier, verliehen. Der Ausgezeich­ nete hatte seinen verwundeten Feldwebel und Unteroffizier im schwersten Feuer zur Verband­ stelle gebracht. —* Das Eiserne Kreuz wurde dem Gefteiteu Des 16. Infanterie-Regiments Herrn Emil Schatz, Zuletzt Photograph hier, verliehen. —* Gegen die Uebersütterung von Schlachtvieh. Die Metzgerzwangsinnung Landshüt hat an den Magistrat eine Eingabe gerichtet, 'in der lebhaft .geklagt wird, daß feit der Ausschaltung der Wetzger als Ein­ käufer eine führ starke Uebersütterung der zum 'Verkaufe gebrachten Tiere zu beobachten Ist. 'Großvieh und Schweine sind meist sehr stark überfüttert, Wtn Schaden der Metzger, aber 'zum Nutzen der Viehverkäuser und -Ein­ käufer. Daher können die Metzger auch nicht mehrten geringsten Nutzen erzielen. Ter Direktor des Schlachthofes, Herr städt. Bezirks lierarzt Saurer, bestätigt diese Angaben. Ter Magistrat beschloß in seiner setzten Sitzung, diese Eingabe der Fleischversorgungsstelle München Zur Kenntnisnahme und entsprechen­ den 'Abhilfe in Vorlage zu bringen. —* Für die Zulassung zum Handel I mit Lebens- und Futtermitteln müssen nach ° neueren Bestimmungen Kommissionen gebildet werden, welche die Zulassungsgelsuche der ver­ pflichteten Firmen verbescheiden. In diese Kommission hat der Magistrat als Mitglieder die Herren 'Kaufmann Nadler, Braueretbesitzer Koller und Schwaiger Georg Sttaßer, als Ersatzleute die Herren Kaufmann Däuser, Brauereidirektor Schuster, Kaufmann Pauh, Brauereibesttzer Fleischmann, Gastwirt und M--N. Wicklmahr und Schwaiger Riemhofer gewählt. —* Der «Viktualienmarkt, der aus Anlaß des heutigen Monatsmarktes stattfand, war nur schwach« befckhren. Es gab in.grö­ ßeren Mengen nur Schwämme aller Art, Hei­ delbeeren, rckife Frühäpfel, Fallobst und Kriecheln, die «auch« .zahlreiche Abnehmer fanden. Der Geflügelmarkt war nur schwach, bestellt. Ein 'Korb Eier verirrte sich auf den Marjkt und die Besitzerin, welche geltend machte, daß sein Inhalt «schon bestellt sei, mußte erst durch« polizeiliches Machtgebot veranlaßt werden, die Eier am Markte zu verkaufen. —* Der Kartoffelmarkt war heute von Schwaigern mit geringen Mengen befahiren. Die Landzufuhr fehlte gänzlich, was auch« nicht zu verwundern ist, da die gerade jetzt dringenden Crntearbeiten den Landleuten keine Zeit zur Beschickung ^des Marktes lassen. —* 'Zwei prächtige Karpfen im Ge­ wichte von 13,5 und 8,5 Pfund hat (Herr Fischermeister Stöckl (Mirschkosers Nachf.) in seinem 'Fischwasser bei Ahrein gefangen. —* Ein Ztmmerbrand entstand gestern abends in «einem Hause der Luitpoldstraße der aber von den Passanten bemerkt und ge­ löscht wurde, «che er größeren Schaden an­ zurichten int «Stande war. —* Ausgestellt ist in der Auslage der Oskar Tallmerschen Kunsthandlung ein von Herrn Otto Knauer, Elektrotechniker, zucheit Landwehrinfanterist in den Vogesen angefer­ tigtes römisches Kreuzschwert, das als Brief­ öffner geformt «ist. ;</p>
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          <p>29. Sitzung des Stadtmagistrats Landshut Murstpreise in Iandshut. Vom 8. Mai ab gelten folgende Wurstvreife In Landshut: Pfd. 1,60 Mk., 75 Gramm 20 Pfg. Pfd. 1,50 M!., 80 Gramm 20 Pfg Pfd. 1,50 Mk., 80 Gramm 20 Pfg. Pfd. 1,80 Mk., 55 Gramm 20 Pfg. Pfd. 1,80 Mk., 55 Gramm 20 Pfg. 1. Leberkäse 2. Presfsack weiß 3. " rot 4. Lyoirerwurst 5. Gelbwutst 6. Schinken-, und Zungenwurst Pfd. 1,90 Mk., 70 Gramm 25 Pfg. 7. LeberstreichwurstPfd. 1,80 Mk., 60 Gramm 20 Pfg. 8. Regensburger (Knackwurst) Pfd. 1,70 41?., 50 Gramm 17 Pfo. 9. Blutwurst Pfd. 0 50 Mk., 50 Gramm 10 Pfg. 10. Leberwurst Pfd. 0 80 Mk., lOOGramm 20 Pfg. Dauerwürste: Mettwurst Pfd. 3,00 Mk., 50 Gramm 30 Pfg Rauch- und Dauerware«: (Höchstpreise) Schinken roh mit Knochen Pfd. Mk. 2,60 " roh ohne Knochen im Aufschnitt Pfd. Mk. 3,10 " gekocht mit Knochen Pfd. Mk. 3,00 " gekocht ohne Knochen im Aufschnitt Pfd. Mk. 3,40 Vio Pfd. Schinken gekocht ohne Knochen höchstens 40 Pfg. Geräuchertes Schweinefleisch roh Pfd. Mk. 2,40 " " gekocht Pfd. Mk. 2.50 Geräuchertes Rindfleisch Pfd. Mk. 2,20 vom 29. Juli 1916. Vorsitzender: Oberbürgenueister Hasra: M a rschall. Tiie Aktienvollzahlung der Wirtschaftli­ chen: Vereinigung deutscher Gaswerke A.-G. Köln wird genchmigt. Ein Baugesuch der Maschinenfabrik F. I. Sommer. Karlstraße 28, Ueberbauung des Tampshamwers wixd erinnerungslos geneh­ migt. Ein Baugesuch des Bäckermeisters Alois Eder, obere Altstadt 191, Einbgu eines Back­ ofens wird ohne Erinnerung belassen. Zwei Abmarkungen werden erinner­ ungslos anerkannt. Zur Instandsetzung der Hauptfassade des Verwaltungsgebäudes der stöbt. Lichtwerke wurde nach einem Antrag desBauckusschusses beschlossen, den Sockel der Haupt­ fassade zu «spitzen, damit das Mauerwerk aus­ trocknet, ehe weitere. Arbeiten vorgenommen werden. Bezüglich Schildausbesserung oder Anbringung einer Marmortafel etc. soll die Direktion weitere Vorschläge machen. Landgerich,t Landshut. (Sitzung Pom 25. und 28. Juli 1916.) Wegen fahrlässiger Tötung wurde der Tienstknecht Franz Spitzlberger von Engkofen freigesprochen. Wegen schweren Diebstahls erhielt die Tienstmagd Anna Stöberl von Sommerau drei Monate Gefängnis. Ter Unterhändlerssohn Sebastian Schelks von Mainburg sollte sich wegen Diebstahls verantworten, erschien aber nicht vor Gericht, weshalb Haftbefehl erlassen würde. Tie Verhandlung gegen den Schuhmacher Josef Furtner von Tingolfing wegen Belei­ digung wurde Ausgesetzt. Merschprerse in Iandshut. Die .Preisprüfungsstelle hat für die Zeit vom 29. Juli an für Landshut folgende Höchst­ preise für Fleisch festgesetzt: i- Ochsenfleisch,: Ein Pfund von gefleischten Ochsen, Bul­ len, Rindern und Kalbinnen darf kosten: a) Hals, Stich und Brust Mark 2,25 b) Lende und Filet " 2,70 c) für alle übrigen Teile " 2,45 Kühfleisch: Ein Pfund Fleisch von Kühen darf kosten: a) Lende und Mlet Mark 2,40 b) Hals, Stich und Brust " 2,05 c) für alle übrigen Teile " 2,25 Fletscharmes Vieh: 1 Ein Pfund Fleisch von fleischarmem Schlachtvieh (Wurstvieh) darf durchgehend den Preis von 1.50 Mark nicht überschreiten. Kalbfleisch: Ein Pfund Fleisch von mindestens vier Wochen alten Kälbern darf durchgehends nicht mehr als 1,50 Mark kosten. Schweinefleisch: Hierfür gelten die bisherigen Höchstpreise: Schlegel, Grat, Kottelettes und Bug 1.60 Mk., Hals, Brust und Bauch 1.50 Mark, Kops, Füße, Haxen und Knöcherl 1.30 Mark, geprickeltes oder gesalzenes Schweinefleisch 1.60 Mark, Leber, Herz, Nieren, Zunge und Hirn 1.50 Mark, Lunge und Milz 0.60 Mark. Rohes Schweinefett 1.80 Mark, ausgelassenes Schweinefett 2.— Mqrk und gesalzener Speck 1.80 Mark per Pfund. Schaffleisch,: Ein Pfund Fleisch von Schafen darf kosten: a) Hals, Stich und Brust Mark 1,18 b) Lenden, Filet und alle übrigen Teile " 1,78</p>
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          <p>Letzte Posten. Die "Deutschland". Basel, 2. August. Tem "Mattn" wird aus Newyork berichtet: Ter Schlepper des Ha­ fens von Baltimore "Thomas Timlnwns" hat $ Montag nachmittags begonnen, die Leichter j und andere Fahrzeuge aus dem Fahrwasser I der "Deutschland" wegzuschaffen. Älle ANzeiI chen sprechen für die bevorstehende Abfahrt I des Tauchbootes. Tie Besatzung versichert, die | "Bremen" würde Dienstag nachts die ameri­ kanischen Gewässer erreichen. (Z.) Die Riesenverluste der Russen. Stockholm, 2. August. In den ersten Augusttagen sollen, wie aus sicherer Quelle bekannt wird, Massentransporte russischer Ver­ wundeter — Opfer der jüngsten Russenoffen-' sive — aus den Notlazaretten der südwest­ lichen Front nach dem Innern des Landes be- tz ginnen. Um welch ungeheure,Anzahl von Ve-r-, I mundeten es sich handelt, erklärt sich schon 1 daraus, daß die südwestlichen Bahnen, die | Moskau—Kiewer, Moskau—Kasaner und Mos- | kau—Petersburger Nikolai-Bahnen zu diesem | Behufe bis auf weiteres 11 bzw. : 9 bzw., 6 1 bzw. 8 Verwiundetenzüge täglich ablassen sol- | len. Dem Chef des Moskauer Militärbezirks ist die Anweisung zugegangen, in Moskau selbst weitere 12 000, in anderen (Stätten dbs Be­ zirkes 16 000 Betten bereitzustellen. Die Pe­ tersburger Stadtverwaltung hat die Order er­ halten,, umgehend weitere 10 000 Betten ein­ zurichten. In Kasan werden Vorbereitungen für 90)00 Verwundste getroffen. Man scheint aus naheliegenden Gründen die Zahlen der zu evakuierenden Verwunde­ ten botr dem großen Publikum geheimhalten zu wollen, denn es ist den betr. Evakuierüngskommifssionen streng Vorgeischrieben worden, die einschlägigen Beschlüsse in Ge he im sitzn ngen zu treffen. In Kiew haben die dort! von der Front eingebrachten Verwundeten so­ viel Raum beansprucht, daß, man die Besürlchh tung hegt, die Universitätsgebäude, sowie sämt­ liche Volksschulen und Gymnasialgebäude würden — da sie gegenwärtig als Notlazarette verwendet werden — bei dem bevorstelhenden Beginn des Schuljahres ihrem eigentlichen Ge­ brauch nicht mehr zugeführt werden können. Bei den bisherigen Einberufungen des russischen Landsturms 1. und 2. Aufgebots konnten die dortigen größeren Bauten, Versicherungs- und Transportgesellschaften ihre landsturrNpffichtigen Beamten in der Regel reklamieren. Am jüngsten Montag erhielten diese Gesellschaften ein Rundschreiben des Kriegsministeriums des Inhalts, daß von nun ab derartige Reklamationsgesuche keine Berück­ sichtigung finden können. Kämpfe am der griechischen Grenze. Berlin, 2. August. Wie italienische Blätter aus Saloniki melden, sind seit drei Tagen serbische Operationen im Gange. Tie Serben hätten einige Höhen besetzt. Ter Feind verfüge über eine glänzende und zahlreiche Artillerie, die mit ungsheLirer Genauigkeit arbeite. Tie bulgarischen Stellungen seien sehr gut ausgebaut, ein Angriff daher sehr schwie­ rig. Versenkt. Amsterdam, 1. August. Ter Fischdawpfer "King James" wurde von einem Unter­ seeboot versenkt. Tie Blähung ist gelandet: Ter Fischdampfer "Andromeda", der bon einelmj Unterseeboot angegriffen wurde, konnte ent-« rinnen.</p>
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          <p>Literarisches. "Wachtfeuer" (Architektur- Verlag "Ter Zirkel" G. m. b H., Berlin, Wilh-lmstr. 48, Preis 20 Pfg,) ist das neueste 94 Heft erschienen.</p>
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          <p>2. August 1916. Luft . , 26 Grad C. Wasfer 21 Grad C. Städtische Schwimmschule.</p>
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          <p>Druck u. Verlag I. F. Rietsch, Landshut. Verantwortl. Redakteur F. L. Wagner, Landshut.</p>
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          <p>Inserate.</p>
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          <p>die Eisenbahnbrücke und der Brückenkopf Swid­ niki müssen aufgegeben werden. Weiter süd­ lich schritt der deutsche Angriff aber vorwärts, am 16. wird Babin erreicht. Nördlich! der Bahn beginnt der Angriff der Westfalen ge­ gen Liniewka, das wie eine Insel aus dem Stochod-Sumpf 'hervorragt. Einzelne Leute ar­ beiten sich kühn durK« den Sumpf vor, aber sie kommen unter dem russischen Maschinengewehrseuer nicht weiter, 30 Wann dringen schließlich durch und setzen sich am Dorfrande fest unter dem Hagel des russischen Feuers. Am gleichen Tage setzt der russische Ge­ genstoß gegen Boguszowka (nochj südöstlich Swidniki) und gegen Swidniki selbst mit außer­ ordentlicher Stärke ein. Das blutige Ringen geht durch den ganzen Tag. Tie trockenen Stundenangaben sprechen: um 4 Uhr ist der Nordrand, im wahnwitzigen Feuer liegend, noch in der Hand von ein paar Kompagnien, um 5 Uhr sind die russischen Kolonnen, Vie uiMcheurc Bprluste erleiden, mit Einsatz im­ mer neuer Reserven, bis zum Südrand vorge­ drungen. Das Geschützfeuer wächst noch im­ mer. Um 5 Uhr 15 Min. wird der Südrand von Swidniki geräumt, eine halbe Stunde (später ist auch der letzte Teil des Torfes nicht mehr zu halten. Kein Haus steht mehr, Die Brände überschlagen die Torfstraße wie ein dunkelrotes Tach. Gegen Abend setzt ein heftiges Gewitter ein, die Flammen verlöschen ilml starken Re­ gen, wie die russische Angriffslust nach, der Einnahme gelöscht ist. Sie kommen auf der Straße, an die sich der Sumpf hinter Swid­ niki dicht anschließt, nicht einen Schritt Wei­ ler nach diesem Tage. Aber auch der deutsche (Gegenangriff gegen Swidniki geht nur lang­ sam u,nd schwer vorwärts. Am 18. Juni wird der Südrajnd des Torfes wieder erreicht, süd­ westlich der Bahn gehen Westfalen über NowiMosor gegen die Bahnbrücken und die Chaus­ see vor, nordöstlich gewinnen süddeutsche Trup­ pen 'in harten SumpfkÄmpfen Raunt, nehmen Mylsk und drücken gegen Helenowka vor, sind also schon beinahe östlich! von Linewka, das, eine Festung im Sumpf, noch imjmer hart­ näckig verteidigt. Die russischen Verluste in diesen Tagen übersteigen bald jedes Maß, gan­ ze Kompagnien werden durch den Sumpf vor­ getrieben, kommen bis zu betoi Hals in das Sumpfivasser und verkommen elend. Weit vor dem Angriffsziel. Man hört das entsetzliche Schreien ganze Nächte lang, aber niemand kann helfen. Nachdem man sich. gegen Li­ newka tagelang herangearbeitet hat, Wird ojn 27. Juli, um 5 Uhr, nachmittags, der Haupt­ sturm angesetzt. Diesmal gelingt es den West­ falen, Nachdem die Artillerie eine Stunde ge­ wirkt hat, in schnellem Sturmlauf den Dorf­ rand zu erreichen. Die Russen warfen darauf­ hin Verstärkungen nach Linewka hinein, aber um '7 Uhr nehmen Sachsen und Westfalen Die Flankenstellung Kap südwestlich Linewka, und vor dem letzten Sturmangriff der West­ sallen fliehen die Russen, die die Bajonette spüren. Um 8 Uhr 20 Min. ist ganz Linewka fest in unsrer Hand. Die Sibirer, die ^sich tapfer geschlagen haben, sind völlig anfgvrieSen, die Reste zweier Regimenter müssen die Russen hinter der Front zu einer schwachen neuen Formation zusammenlegen. Ein paar hundert Gefangene, ein halbes Dutzend Ma­ schinengewehre bleiben als Beute. Von Limewka aus wird nun gegen die Straße nach Luck 'vorgedrückt. Am 2. Juli wird von Sü­ den näher herangegangen, und am 3. Juli erreichest die Westfalen, von ihrem Obersten Höfer persönlich ins Gefecht .geführt, die Straße von Linewka, über Emilin durch­ stoßend. Es ist ejn Ehrentag des Regiments. Tie russische Infanterie flutet nachmittags in dichten Kolopnen aus dem Brückenkopf Swid­ niki zurück, als der Flankenstoß von Nord«osten ihre Rückzugslinie bedroht, in die flüch­ tenden Massen schlagen die deutschen Gra­ naten; am 4. Juli ist die russische " Hauptstellung bei Swidniki in deutschem Besitz. Sie wird ausgebaut und hat .in den nächsten Ta­ gen 'außer russischen Feuerüb erfüllen feine Angriffe 'auszuhalten. Inzwischen sind österreichisch-ungarische Truppen bei Kolki bem russischen Truck gewi- chen. Es wird deshalb besohlen, in der Nacht vom 8. zum 9. Juli in die vorbereitete Stochod-Linie zurückzugehen. Alles, was nördlich und südlich der Bahn außerhalb dieser Linie steht, schwenkt deshalb in dieser Nacht unbe­ merkt und ungestört vom Feinde in die Stochod-Linie zurück. Starke zurückbleibende Pa­ trouillen reiben die erst am Mittag des 9. vorfühlenden Kavalleriepatrouillen der Rus­ sen völlig auf und gehen dann planmäßig vor stärkeren Massen auf die Hauptltnie zu­ rück. Nicht ein Mann, .keine Patrone fällt den Russen in die Hände. Der Brückenkopf.Swid­ niki, der ja zur Stochod-Linte gehört, wird natürlich gehalten, sodaß hier die Stellung, die sich sonst an pie Sandinseln westlich! des Stochod anlehnt, Mit scharfer Aase vorspringt. Gegen die Brückenkopfstellung beginnen die Russen nun im Zusammenhang ihres An­ rennens — und plötzlichen Erkennens — der starken Stochod-Li,nie am 10. Juli heftige An­ griffe, die am 11. Juli mit starker Artilleriewirkung wiederholt Wurden. Im Morgen­ grauen und bann bis (Sonnenaufgang gehen die russischen Sturmkolonnen längs der Straße und durch bejt Sumpf vor. 'Wieder versinken ganze Schwarmlinien.in den.inzwischen völlig unpassierbar gewordenen Sümpfen, wieder hört man das Jammern und Stöhnen der lang­ sam Verlöschenden. Die gerade, .blanke Straße nach Luck ist übersät von ruMschen Leichen. Eine sächsische Unteroffizier-Patrouille von 3 Mann, die sich jm Sumpf vorarbeitet, nilmtoit an diesem Tage 50 Russen gefangen. "T«ie Ueberläujer, die im Sumpf abgeschnitten sind und sich ergeben, mehren sich«. Man schickt täglich« Patrouillen aus, um die armen Teufel im Sumpf zu retten, aber der hungrige Sumpf wird nun den eigenen Leuten gefährlich, sodaß.man bald. jede Hilfe aufgeben muß. Seit dem 11. Juli herrscht Dann Ruhe an der Front. Zuweilen zertrümmern die russischen Granaten die Ziegelreste des ehe­ maligen Dorfes' in noch .kleinere Stücke, zu­ weilen fressen (sich die Eisenstücke in die reifen (Mohnbeete und in die Kartoffeläcker; es hat doch schon den Schein (des Stellungskrieges, dieses unregelmäßige Hämnwrn da bei Swid­ niki. Hinter der festen Front.aber reift überall die wolhhnische Ernte. (Kb.) Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter. Tager-AebttMt. Usttepsagte Versammlung des "Natwnalausschusses". Die 'Versammlung des deutschen Nationalausschusses, in der Gehrimrat Deitzjmann aus Berlin in Stettin sprechen sollte, ist untersagt wurden. Es wird dem "Berl. Tagebl." von zuständiger Seite bestätigt, daß der Vortrag des Nationalausschusses in Stet­ tin verboten worden ist. In allen anderen Städten, bis auf zwei, werden die Versamm­ lungen, tote angekündigt, stattfinden. In Kö­ nigsberg und Kiel.haben die dort vorgesehe-' neu Veranstaltungen aus eigenen Stücken auf­ gegeben wexden müssen, nicht aus politischen, sondern lediglich aus örtlich« technischen Grün­ den. Verhaftung 'russischer Bankdirektoren. T«er "Tjein" berichtet, daß. nach« erfolgten Haus­ suchungen Der Direktor der russisch-fränzösischen 'Bank, Lanskoi, und der Direktor der Handelsbank, Rubinstein, mit Frau und sei­ nen zwei Brüdern, den Besitzern des Bank­ hauses Junker, ferner die Brüder Junker, Ad­ vokat Wolfsohn, Justizrat bei der spanischen Gesandtschaft, verhaftet worden sind. Sie wur­ den nach dem Festungsgefängnis Pskow über­ führt und der Spekulation mit Wertpapieren um den Rubelkurs zu drücken, angeklagt. Auch der Direktor der Aktiengesellschaft Treuholnik 'Utermany ist in die Angelegenheit ver­ wickelt. Er wurde bisher nicht verhaftet. In Kiew sind zahlreiche Zuckerwucherer zur glei­ chen Zeit verhaftet worden. (Z.)</p>
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