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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-08-23"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 228</biblScope>
          <date when="1916-08-23">1916-08-23</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Die Schlacht an der Somme. Feindliche Angriffe nördlich und südlich der Somme gescheitert. — Neue vergebliche russische Anstürme. — Erfolgreicher Fortgang der Angriffe auf die Salonikifront. ' Im Westen haben die englischen Angriffe wieder an Ausdehnung zugenommen, sie wur­ den aber überall abgewiesen. Nur ein vor­ springendes Grabenstück bei 'Pozieres mußte dem Feinde überlassen werden. Ter Haupt-' kämpf dretzte sich um das Torf Guillempnt. Tie Entscheidung wogte hin und per, doch ge­ lang es den tapferen Württembergern vom Regimenre "Kaiser Wilhelm" die Engländer schließlich! wieder aus dem Torfe zu wer-' fen und dasselbe zu behaupten. Auch die Franzosen griffen zwischen Estrees und Sohecourt nach längerer Pause wieder an, mußten aber gleichfalls mit blutigen Köpfen wieder abziehen. Im Osten schlug am Stochod bayerische Reitere mit österr.-ung. Tragonern russische Anlgrifse unter größten Verlusten für den Feind ab. Außerdem käm es nur bei Pieniaki und Zwyzhn zu ernsteren Kämpfen, ebenso in den Karpathen an der Stepanski- und der Kretahöhe, wo die Russen Gegenangriffe ver­ sucht hatten. , ! Am Balkan schreitet der Vormarsch der' bulgarischen und deutschen Truppen immer Mehr vorwärts. Tie Serben wurden aus ih­ ren letzten Stellungen auf der Malta Nidzeplanina geworfen. * Gegenangriffe des Fein­ des am Tzemaat Jeri und timl Moglena-Gebiet wurden blutig abgewiesen und die Franzo­ sen Zwischen dem Butkowa- und Tahinosi-See über den Strumasluß geworfen. Am östlichsten Flügel bei Seres wurde die Smijnicäplanina dem Feinde abgenomlmen. BMA des ieittfdet HWtWKttiKS. WTB. Be rli n, 22. August. Miltags. ^Großes Hauptquartier.) BeWcher irlegsfiWs. Der Kamps nördlich der Somme hat wieder größere Ausdehnung angenommen. Mehrfache englische Angriffe gegen unsere zwischen Thiepval und Pozieres vorgebogene Linie wurden abgewiesen. Eine vorspringende Ecke ist verloren gegangen. Nordöstlich von Pozieres und im Foureauxwalde brachen die feindlichen Sturmkolonnen in unserem Feuer zusammen. Erbitterte Kämpfe entspannen sich um den Besitz' des Torfes Guillemont, in das der</p>
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          <p>Bericht des deutschen Hauptquartiers. WTB. Be rli n, 22. August. Miltags. ^Großes Hauptquartier.) BeWcher irlegsfiWs. Der Kamps nördlich der Somme hat wieder größere Ausdehnung angenommen. Mehrfache englische Angriffe gegen unsere zwischen Thiepval und Pozieres vorgebogene Linie wurden abgewiesen. Eine vorspringende Ecke ist verloren gegangen. Nordöstlich von Pozieres und im Foureauxwalde brachen die feindlichen Sturmkolonnen in unserem Feuer zusammen. Erbitterte Kämpfe entspannen sich um den Besitz' des Torfes Guillemont, in das der Gegner vorübergehend eindrang. Tas würrtembergische Infanterie-Regiment Kaiser Wil­ helm hat alle Angriffe siegreich abgewehrt und hat das Torf fest: in der Hand. 7 Mehrere Te i ln n ternehmungen der Fran­ zosen zwischen Maurepas und Clery blieben ohne Erfolg. Südlich der Somme griffen frisch einge­ setzte französische Kräfte int Abschnitt EstreesSoyecourt an. Verlorene Gräben sind im Gegenstoß wieder genommen. 1 Offizier, 80 Mann blieben gefangen in unserer Hand.</p>
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          <p>Am Stochod setzten die Russen ihre hart­ näckigen Angriffe in der Gegend von RudkaCzerwiszcze fort. Bayerische Reiterei mit I österreichifch-pngarischen Tragonern wies den Gegner unter für ihn größten Verlusten jedes­ mal ab, nahm 2 Offiziere, 270 Mann gefangen und erbeutete 4 Maschinengewehre. Erfolgreiche Unternehmungen gegen die feindlichen Vorposten bei Smolary brachten 50 Gefangene und 2 Maschinengewehre ein. Am Luh- und Graberkäabschnitt und wei­ ter südlich brachen russische Angriffe im allge­ meinen schon im Sperrfeuer znsamkndn. Bei Pieniaki und Zwyzhn drang der Geg­ ner in kurze Grabenstücke ein. Bei Zwyzhn ist er noch nicht wieder geworfen. Front des Generals der Kavallerie Erz­ herzog Karl. Wiederholte Gegenangriffe beiderseits des Czarnh—Ezeremosz gegen unsere neuen Stel-' lungen auf dem Stepanski und der Kretahöhe hatten keinerlei Erfolg. Balkan-Kriegsschiauplatz. Alle serbischen Stellungen auf der MakkaNidzeplanina sind genommen. Ter Angriff ist "int Fortschreiten. Mehrfach ist der zum Gegenstoß angesetzte Feind am Tzemaat Jeri und tot Mog le nagebiet blutig zurückgeschlagen. Zwischen betn Butkova- und Tahinossee sind französische Kräfte über den Struma ge­ worfen. Weiter östlich ist im Kampf die Smijnica-i Planina gewonnen. Oberste Heeresleitung. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg.</p>
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          <p>giere. Danach verloren die Engländer in den ersten Monaten.der Offensive 2122 tote, 4830 verwundete und 747 vermißte Offiziere, zu­ sammen 7699, oder durchschnittlich 247 jeden Tag. Ein täglicher Verlust von 247 £ffi­ xieren entspricht einem täglichen Gesamtver­ lust von etwa 6000 Mann. Selbst wenn man den Verlust der Franzosen auf nicht mehr als die Hälfte der englischen Verluste veranschlagt, würde das verlorene Menschenmaterial der bei­ den Ententemächte doch. 'täglich durchschnitt-' lich 9000 Mann betragen. Ta die Offensive bis gum 17. August '48 Tage gedauert hat, wäre der Gesamtverlust in der Picardie auf unge-' fahr 430 000 Mann zu berechnen und wenn auch "die Kampfhätigkeit in der letzten Woche etwas abgeflaut hat, wlld die Zahl kaum viel hinter 400 000 Mann zurückbleiben. FZ.) Französische Vorbereitungen für 1917. Ge nf, 22. August. Wie berichtet, sollen demnächst Nachmusterungen der französischen Untauglichen und Zurückgestellten statifin ^ den. Ueberdies wird eine allgemeine Neu­ musterung des französischen Heeres vorgenom­ men werden, um den Heeresbestand für den Feldzug 1917 zu ergänzen. Tie Neumusterun­ gen werden voraussichtlich, im nächsten Oktober und November zugleich mit der Musterung des Jahrganges 1918 stattfinden, der im Laufe des Januar 1917 zur Ausbildung einberufen wird. Tie belgische Regierung erläßt eine Aufforderung an belgische Staatsangehörige im Auslande von 16—18 und von 40—45 Jahren, sich als Kriegsfreiwillige zu melden. Ein gleicher Aufruf wendet sich auch an bie in den Ententeländern lebenden Luxemburger, die .nicht von deutschen Eltern abstammen. (Z.) Ein französischer Oberstleutnant an seinen Sohn. Aus Briefen, die bei einem französischen Unterleutnant und Flugzeugbeobachter gefun­ den wurden und von seinem Vater, einem Oberstleutnant, herrühren, teilt die Fvkf. Ztg. einige Auszüge in wörtlicher Uebersetzung mit. Sie werfen ein eigentümliches Licht auf die Geistes- und Gemütsverfassung des franzö­ sischen Heeres. Eine der angeführten Stel-: len lautet: "24. Juli 1916. Eie Engländer werden durch den schrecklichen Boche in ihre Stellungen festgespießt, und es sieht leider illugenblicklich ganz und gar nicht so aus, als ob man vorwärts käme. Ich fürchte sehr, die­ sen Winter meinen neuen Mantel in Frank­ reich tragen zu müssen, ein Gedanke, der mir sehr zuwider ist. Ich hoffte immer noch,,Trier ober Köln oder Aachen zu sehen. Ja, Kuchen! Ich befürchte sehr, daß ich nicht vor dem Win­ ter 17 oder 18 in Trier sein Werpe. Tort will ich mir dann für billiges Gekd die sel­ tensten Pelze kaufen, einen aus dem Muff einer Erzherzogin hergestellten Umhang, einen aus Geheimrätinnenhäut gefertigten Leibrie­ men und ein Suspensorium aus bayerischer Prinzessinnenbrust! Aber bis dahin? — Gott, ist das langweilig!" Tie Frankfurter Ztg. schreibt dazu: "Die­ ser Brief läßt geradezu in erschreckender Weise^ die innere Verrohung des französischen Osfi-! gierskorps selbst in den höheren Tienstgraden erkennen. Tas ist kein Scherz mehr, sondern Roheit und Gemeinheit, die den ganzen gei­ stigen und sittlichen Tiefstand, selbst der hö­ heren Gesellschaftskreise in Frankreich an den Tag legt. Hier zeigt sich die Frucht der durch amtliche Kundgebungen und systemati­ sche Verleumdungen der Presse betriebenen Verhetzung der öffentlichen Meinung Frank­ reichs gegen Teutschland. So sehen in Wahr­ heit die Kulturträger jener Nation aus, die von jeher für sich in Anspruch nimmt, an der Spitze der Zivilisation zu marschieren."</p>
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          <p>Vom östlichen Kriegsschauplatz. Am Sftliiet KrteaMoWlatz. Russische Schießübungen bei Reni. Tie Bukarester Blätter berichten laut "Neue Freie Presse", daß die Russen seit eini­ gen Tagen Marineschießübungen mit schwe­ ren Geschützen bei Reni vornehmen. (Z.) Better«! Kuropatkin als Gouverneur von Turkestan. Im Einvernehmen mit beto Großfürsten Nikolaus hat General Kuropatkin gemeinsam mit dem erstgenannten einen Aufruf veröffent­ licht, der bezwecken sollte, die Turkmenen und die eingeborene Nomadenbevölkerung zu den Fahnen zu rufen. Ter Aufruf erreichte aber gerade das Gegenteil. Tie Nomaden­ bevölkerung und die Turkmenen flüchteten. Großfürst Nikolai und Kuropatkin wollen nun energisch gegen die Fahnenflüchtigen vorgehen. (Z.)</p>
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          <p>Der Krieg mit Italien. Gegen die "Barbarei des Feindes". Tie "Tribuna" vom 15. August druckt einen Heeresbefehl des Generals Cadorna ab, der unter Berufung auf angeblich zahlreiche rechtswidrige Handlungen der österreichischungarischen Truppen anordnet, daß "alle feind­ lichen Soldaten jeden Grades, die im Besitz von Sprenggeschossen und künstlich! entstellten Geschossen (Tum-Tum), oder in italienische Uniformen gekleidet ober in Ausübung irgend­ einer Verletzung des Kriegsrechts betroffen werden, sofort getötet werden sollen". Ein­ leitend behauptet die "Tribuna", daß der öster­ reichische Oberbefehl zuvor schon dasselbe ange­ ordnet habe; Cadornas Befehl enthält davon nichts. Tie "Tribuna" nennt den Befehl Ca­ dornas in der Ueberschrist: "Eine gerechte und notwendige Vergeltung gegen die Barbareien des Feindes." Ein willkommener Gefangener. Tie römische "Tribuna" glaubt aus der jangeblich sehr hohen Zahl der bei Görz ge­ machten Gefangenen einen einzelnen besonders mit Namen hervorheben zu müssen, den Ma­ jor Afan de Rioera, Sprößling einer vorneh­ men neckpolitanischen Familie, die u. a. auch einen italienischen General und Kriegsmini­ ster hervorgebracht hat. Ter gefangene Ma­ jor jedoch war österreichischer Staatsangehöri­ ger und Beamter der kaiserlichen "Finanzvett Wallung in Triest. Er hat außerdem bis zu seiner Gefangennahme durch die Italiener als Offizier pflichtmäßig für den Staat gekämpft, dem er als Bürger angehörte, statt wie Cesare Battisti fahnenflüchtig zu werden und zum Feind überzulaufen. Tie "Tribuna" nimmt ihm diese Pflichttreue und Ehrenhaftigkeit offenbar übel, denn sie bemüht sich, den ge­ gangenen österreichischen Major bei ihren Le­ sern in ein schlechtes Licht zu setzen, indem sie daran erinnert, daß. derselbe bei einem Hochverratsprozeß gegen drei junge Triestiner vor dem Grazer Schwurgericht die Anklage vertteten und sich dabei angeblich sehr ge­ hässig gegen die Angeklagten benommen hübe. Während die "Tribuna" gleich der übrigen italienischen 'Presse den Hochverräter Battisti als einen Helden und Märtyrer preist, hält sie einen österreichischen Staatsbürger italieni­ scher Wstammung, der seine Pflicht nicht mit Füßen tritt, für einen schlechten Kerl und be­ geifert ihn, nachdem er wehrlos in Gefangen­ schaft geraten ist. Ihr sittliches Empfinden weicht von dem unsern bedeutend ab.</p>
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          <p>Wir machten 40 Gefangene, darunter einen feauptmann, einen Kompagnieführer unb eine Abteilung Reiterei samt Pferden. Tie Fran­ zosen ließen viele Tote und Verwundete zu­ rück. —- Im Wardartale das übliche Artilteriefeuer. Auf dem rechten Flügel wurde gestern die Offensive fortgesetzt. Unsere süd­ lich Serin (Florina) operierenden Truppen ge­ wannen den Malare'kakamm und marschieren Südwärts weiter. — Tie östlich in der Rich­ tung Lerin-Banieq-Gorniteokewo-Ostrovo vor­ rückenden Truppen griffen die stark befestigte feindliche Stellung aus dem Kample der NidzaPlanina an, die von der' serbischen Tonaudivision und zwei Regimentern der Wardardivision verteidigt wurde. Gestern Abend gegen 6 Uhr bemächtigten wir uns dieser Stellung und des Torfes Gornitschevo, wo wir eine ganze Kompagnie mit drei Offizieren gefangen nahmen. Ter Gegner zieht sich in östlicher Richtung zurück; unser Vormatsch! hält gn. Griechenland und der bulgarisch-deutsche Bar­ marsch. Ge nf, 22. August. Lyoner Blätter mel­ den aus Athen, daß die griechische Regierung an die militärischen und Zivilbehörden in den besetzten Gebieten die Weisung erteilte, sich betn Vorrücken der Bulgaren nicht zu wider­ setzen. Ter deutsche und der bulgarische Ge-, sandte in Athen erklärten, daß die besetzten Gebiete nach der Beendigung des Krieges an Griechenland wieder zurückerstattet werden. Die Bevölkerung in diesen Gebieten würde auf das wohlwollendste behandelt werden. FZ.) Tas Pariser "Journal" berichtet ans Sa­ loniki: Feindliche Flieger bombardierten am 19. unb 20. August die Lager der Verbündeten Vertekop und Kilkitsch, wobei drei Soldaten getötet wurden. Epidemien bei den Truppen Sarrafls. Wie die "Köln. Ztg." meldet, bestätigt "Echo de Paris" die Meldung, daß unter den Truppen des Generals &lt;Sarra.il Malaria, Dysenterie, Typhus und andere Jnfektionskrakheiten in starkem Maße um sich greifen. Ter höchst mangelhafte Sanitätsdienst sei den Seuchen in keiner Weise gewachsen. — Die "Köln. Ztg." bemerll hierzu: Wenn man weiß wie vorsichtig die französische Presse verfahren muß, wenn sie derartige Dinge berührt, um nicht der Zensur zu verfallen, so sagen diese ßranzösischen Meldungen bo# bei aller Zu­ rückhaltung mehr als genug. (Z.) ■ Zurückgezogenes Angebot Englands an Ru­ mänien. Die Bukarester "Opinia" weiß zu berich­ ten, daß die englische Regierung ihr Angebot, jede Waggonladung, die nach Teutschland ver­ kauft wird, mit 300 Sei teurer zu bezahlen als das deutsche Einkaufskonsortium, zurückgezo­ gen habe. (Z.) Am Balkan. Ter bulgarisch« Bericht. Sofia, 21. August. Generalstabsbericht vom 21. August. Am 20. August rückten unsere im Strumatale zwischen beto Tachhuvund dem Butkow-See operierenden Truppen vor und warfen den Feind auf das rechte Sttumaufer zurück. Wir besetzten auf dem linken Ufer die Dörfer Hasmater, Barsaklidyownaya, Kumli, Elissan, Todrovo, Nevolen, Aenikoej, Karadjakoej, Bala, Christian und Kamila, wo wir uns einrichteten. Wir zerspreng­ ten die französische Brigade Pertier, die aus dem 1., 4. und 8. Regiment afrikanischer Jä­ ger, drei Zuavenbataillonen und einer Abtei­ lung reitender Artillerie zusammengesetzt war.</p>
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          <p>gefährliche Klima Mesopotamiens kamen, son­ dern die englische Regierung, die sie als Trup­ pen dort eingesetzt^ hätte.</p>
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          <p>Der Krieg mit England. Lebensmittelteuerung in England. Tie "Daily Mail" berichtet, daß der Preis des Speckes eine ungekannte Höhe erreicht Habe. Tie beste Sorte koste jetzt 1 sh. 10 ps. das englische Pfund, der Preis der Butter sei auf 2.5 sh. gestiegen. (Z.) Ei« Zeuge der Tubliner Straßcnkämpfc. Bei einem Engländer, der an der Somme in Deutsche Hände fiel, fand sich!, wie der Korrespondenz "Heer und Flotte" geschrieben wird, folgender Brief, der einige interessante Angaben über die Kämpfe in Tublin enthält: "Old Pal, Tu fragst mich über Dublin. Nun, ich kann Dir sagen, es war die Hölle. Es war ebenso schlimm wie Frankreich. Alle die Gebäude haben wir in die Hölle geschossen mit unserem Maschinengewehrfeuer. Ich! kam! ein paar Mal mit knapper Not davon, das kann ich Dir sagen, denn sie feuerten hinter den Schornsteinen auf den Hausdächern her­ vor und aus den Fenstern. Sie hätten das Postgebäude in ihren Händen, und wir konn­ ten die Aufständischen nicht Herauskriegen. Wer als die Maschinengewehre kamen, da ging es verdammt heiß zu. Tu solltest hier sein, um die Ruinen zu sehen, es ist schauderhaft. Es wird ein paar Jahre dauern, bis sie wiedet aufsgebaut sind. Ta war eine Straße, die sie "8title Mary Street" nennen, die war be­ deckt von den Leichen von Zivilisten, Soldaten, Frauen, Kindern und Polizisten. Sie schos­ sen selbst äuf Zivilisten. Aber unsere "Ge­ schütze säuberten den Weg, und die Maschinen­ gewehre erledigten das übrige in Mary Street. Es war der längste Tag, den ich jemals erlebt habe. So kann ich Tir, während Du in frem­ den Landen kämpfst, erzählen, daß ich zu Haufe kämpfe! " Ter Schreiber dieses Briefes heißt Gordon, bei den R. Irish Füsiliers, Portobella Barraks, Tublin. Der Briefkopf trägt die Buchstaben N- M. C. A. — Uoung Mews Chistian Association — darunter sind ein paar Kanonen abgebildet.</p>
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          <p>Der Luftkrieg. Zeppeline auf der Wacht. Christi ania, 22. August. .Am 19. August überflog vor Stavanger außerhalb der Territorialgrenze ein Zeppelin den schwedi­ schen Amerikadampfer "Bergensfjord", der auf der Fahrt nach Newyork begriffen war. "Das 1 Luftschiff stellte die Nationalität des 'Schiffes jj und dessen Reiseziel fest. Das Luftschiff ent- g fernte sich darauf, den Tampfer mit der Flagge 9 grüßend und ihm gute Reife wünschend, in westlicher Richtung. (Z.)</p>
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          <p>Der Krieg zur See. Unsere letten U-Bootscrsotge in der Nordsee. WTB. Berlin, 22. Aug. (Amtlich.) Zu den gestern gemeldeten Erfolgen unserer UBoote werden im Hinblick auf die amtliche englische .Veröffentlichung folgende Einzelhei-' ten auf Grund der inzwischen eingegangenen Meldungen bekannt gegeben: ■ Am 19. August gegen 5 Uhr nachmittags sichtete eines unserer U-Boote fünf kleine eng­ lische Kreuzer mit südöstlichem Kurs, die von zwei Zerstörerflottillen begleitet waren. Hin- ter diesen standen sechs Schlachtkreuzer mit starker Zerstörersicherung. Dem U-Boot gelang es, auf einen sichernden Zerstörer, der vier Schornsteine hatte unä anscheinend dem TYP "Mohawc" gngehörte, zum Schuß zu kommen. Kurz nach dem Treffer sank der Zerstörer, mit Heck hoch aus dem Wasser stehlend. Als gleich darauf der gesamte englische Verband Kehrt machte, griff das U-Boot einen nunmehr pivfc ten stehenden, 25 Seemeilen lausenden kleinen Kreuzer vom Typ der Chatham-Kläffe an. Es wurden zwei Treffer, der eine in Back, dev andere in den Maschinenraum beobachtet. Tas Schiff bekam sofort starke Schlagseite und blieb Gegen. Wegen der starken feindlichen Sicher­ ung gelang es dem U-fBoot erst zweieinhalb Stunden später, den Angriff auf den Kreuzer, 1 der inzwischen ins Schlepp genommen worden 1 war, zu wiederholen. Kurz vor dem Schuß 5 des U-Bootes wurde beobachtet, tote ein drei­ hundert Meter querab stehender Zerstörer mit äußerster Kraft aus das Ü-Boot zulief und es zu rammen versuchte. Dies ging augenblick^ lich auf größere Waffertiefe und vernahm gleich darauf eine starke Detonation über sich. Tie feindlichen Zerstörer verfolgten das UBoot bis zur Tunkelheit. Das Boot ist in­ zwischen wohlbehalteu zurückgekehrt. Ter schwerbeschädigte kleine Kreuzer wurde später) von einem anderen unserer U-Boote vernichtet. Tier Kampf in der Nordsee. Ro tte rd am, .22. August. Ter Marine­ sachverständige der "Daily News" sagt anläß­ lich der Versenkung der englischen Kreuzer "Nottingham" und "Falmouth", Es ist das erstemal, daß die Taktik der Teutschen Erfolg hatte. Sie versuchten ein kombiniertes Ma­ növer mit einem Geschwader von schweren Schiffen und Unterseebooten. In den Kämpfen bei der Doggerbank und bei anderen Gelegen-. heiten hat der Gegner schon ähnliche Versuche gemacht, englische Schiffe in eine U-BootO falle zu locken, Wer sie mißglückten. 'Tie Ver­ nichtung zweier wertvoller leichter Kreuzer ist ein wirkliches Unglück. Tte Operationen, wo­ ran sie sich beteiligten, waren übrigens solche, wofür sie eigens bestimmt waren, nämlich die Verfolgung überlegener feindlicher Streitkräfte, mit denen sie in Berührung kommen. Hierzu bemerkt der "Berliner Lokal-Anzeiger": Sie sind doch Helden, die Herren Engländer, in Taten und Worten. Tte Vernichtung zweier wertvoller leichter Kreuzer ist zwar, wie der Marinesachverständige der "Daily News" sagt, ein wirkliches Unglück, aber schließlich waren sie besonders dazu bestimmt, überlegene feind­ liche Streitkräfte zu verfolgen, ebenso, wie der Hase den Hund verfolgt. Nicht? Nein, Herr Sachverständiger, dieses Heldentum überlassen wir ruhig Mnen. Tann wählen wir schon lieber die Rollen der armen Verfolgten. Taß wir dabei die heldenhaften Hasen mit gutem Appetit verspeisten, steht freilich aus einem anderen Blatt. .. X3-) Versenkt. Ter englische Dampfer "Swedish Prince" (3712 Tonnen) wurde dem Temps zufolge ver­ senkt. Beschlagnahmte h'länvischc Fif crfahrzeuge. In Vlaardingen eingetroffene Schiffe be­ richten, daß wieder eine Anzahl holländischer Fischerfahrzeuge nach« England aufgebracht wurden. (Z-) Ter englische Postdicbstahl. Amsterdam, 23. Aug. Tie TiMes er­ fährt, daß« aus Befehl der britischen Admi­ ralität in London alle Juwelen verkauft wur­ den, die sich in den beschlagnahmten Postsäcken der holländischen Tampfer "Nieuw Amsterdam" "Frisia" und "Noordam" befanden; es waren hauptsächlich« ungefaßte Tiamanten und andere Edelsteine.</p>
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          <p>merzeit gibt es verschwindend wenige. Ein Teil der Arbeiterschaft — vielleicht ein Viertel — verhält sich gleichgültig zur Sommerzeit, oder richtiger ausgedrückt, sie hat sich! mit der Sommerzeit abgefunden. Ter größte Teil der Arbeiterschaft dagegen hat mancherlei an der Sommerzeit auszusetzen. Tie Haupteinwände, sind, daß durch lfie eine Verlängerung der Arbeitszeit verschuldet wird, und gesund­ heitliche Schädigungen durch diese beiden Er­ scheinungen hervorgerufen werden. Tie Ar­ beiterschaft hat deshalb feien Interesse daran, daß, die jetzige Zeiteinteilung weder im Som­ mer noch im Winter wiederholt wird; sie wünscht vielmehr lebhäft, daß es dauernd bei der natürlichen mitteleuropäischen Zeiteintei­ lung bleiben möge, (11k.) WjeWe Mlhrilhtn. 2ler Uebcrwachungsausschinß der Leder­ industrie hat nun seine Tätigkeit begonnen. Aus Bayern gehören ihw an Konsul Heinrich Röckl-München und Reichstagsabgeordneter Si­ mon-Nürnberg. Eine Bicrtelmillion Mark hat ein baher. Großindustrieller zur Erjrichtung eines Ausstellungsgebäudes für die Münchner Sezession gestiftet. Ein Hinden-urgdenkmal wird durch Frau Direktor Blaufuß in Rodacherbrunn eyrichk itet Tie Enthüllung soll am 3. September in Verbindung mit einem Kinderfest stattfinden. Tier Baher. Äenossenschaftsverband hielt in Augsburg seine 39. Versammlung ab. Tem! Geschäftsbericht ist zu entnehmen: Tie Mitgjliederzahl des Verbandes ging im letzten Jahre von 22 192 auf 21147 zurück. Ter Grund dafür ist, daß. manche Mitglieder durch den Krieg genötigt waren, ihre Anteilscheine flüssig zu machen. Zur dritten und vierten Kriegsanleihe wurden von dem dem Verbände angeschloissenen Genossenschaften 7,2 Millionen und 6,35 Millionen Mark gezeichnet. Tie Frage der Notwendigkeit einer Revision der Zinspolitik und der Notwendigkeit der Aus­ dehnung des Scheckverkehrs wurde lebhaft er­ örtert. Tie Vorstandschaft wurde wieder ge­ wählt und als Ort der nächsten Tagung Eggen-! selben ausersehen. "</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. 2ler Uebcrwachungsausschinß der Leder­ industrie hat nun seine Tätigkeit begonnen. Aus Bayern gehören ihw an Konsul Heinrich Röckl-München und Reichstagsabgeordneter Si­ mon-Nürnberg. Eine Bicrtelmillion Mark hat ein baher. Großindustrieller zur Erjrichtung eines Ausstellungsgebäudes für die Münchner Sezession gestiftet. Ein Hinden-urgdenkmal wird durch Frau Direktor Blaufuß in Rodacherbrunn eyrichk itet Tie Enthüllung soll am 3. September in Verbindung mit einem Kinderfest stattfinden. Tier Baher. Äenossenschaftsverband hielt in Augsburg seine 39. Versammlung ab. Tem! Geschäftsbericht ist zu entnehmen: Tie Mitgjliederzahl des Verbandes ging im letzten Jahre von 22 192 auf 21147 zurück. Ter Grund dafür ist, daß. manche Mitglieder durch den Krieg genötigt waren, ihre Anteilscheine flüssig zu machen. Zur dritten und vierten Kriegsanleihe wurden von dem dem Verbände angeschloissenen Genossenschaften 7,2 Millionen und 6,35 Millionen Mark gezeichnet. Tie Frage der Notwendigkeit einer Revision der Zinspolitik und der Notwendigkeit der Aus­ dehnung des Scheckverkehrs wurde lebhaft er­ örtert. Tie Vorstandschaft wurde wieder ge­ wählt und als Ort der nächsten Tagung Eggen-! selben ausersehen. "</p>
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          <p>Allerlei. Eiu Wilddieb erschossen. Ter vormalige Hofjagdgehilfe Emil Moosrainer von München, der vor fünf Jahren mit Komplizen einen fre­ chen Einbruch! in der Schloßgemäldegalerie in Schleißheim verübte und dafür büßen mußte, verlegte sich nach! seiner Entlassung aus der Strafanstalt aufs Wildern und wurde der Parkes. Vergangenen Sonntag nachts stieß nun der Forstgehrlfe Fischer int Walde zwischen Baierbrunn und Höllriegelskreuth auf ihn, als er eben einen frisch geschossenen Hirschen zum Transporte herrichten wollte. Ta er auf Fi­ scher zu Wießpn versuchte, legte dieser gleich­ falls an und ein tötlicher Schuß machte dem Leben des berüchtigten Wilderers ein Ende. Aufgeschlitzt. Tie Gütlersftau Kreszenz Westermaietc in Gümding bei Tächau wurde bei ihrer Heimkehr vom Felde von einer Kuh an­ gegriffen, zu Boden geworfen und ihr mit den Hörnern der Bauch aufgeschlitzt. Tie -schwer verletzte Frau, Mutter von vier kleinenKindern, befindet sich in gesegneten Umständen. Ter Ehemann steht im Felde. Verbrannt. Im Wohnhaus des Bauern Kießling in Obersauerhof bei Münchberg kam Feuer aus, dem das Haus und das angebaute Skallgebäude zum Opfer fiel. In den Flam­ men kam auch das fünfjährige Söhnchen des Besitzers um. Tas Kind war in 'seiner Angst direkt ins Feuer gelaufen, da es den Weg zur Stiege durch die Flammen versperrt,sah. Tie Entstehungsursache des Brandes ist un­ bekannt. Erstürzt. In schlaftrunkenem Zustande stürzte der Büttnermeistzr Meißel in Bamberg in den Keller seines Anwesens und erlitt töd­ liche Verletzungen. Todestrunk. Ter 21jährige Gefreite Nad­ ler in Jngftetten bei Weißenhorn in Schw. half seinem Nachbarn beim Abladen des Getreides. Er trank in erhitztem Zustande iftfö fiel dom Schlage getroffen tot um. Schwere Explosion. In einem Hause in Charlottenburg erfolgte gestern morgens eine heftige GaKetzplosipn, durch die das zweite und dritte Stockwerk sowie die GiebeWand zum Einsturz gebracht wurden. Drei'Hausinwoh­ ner wurden von den Trümmern verschüttet und mußten von der herbeigerufenen Feuer­ wehr befreit werden. Zbbi von ihnen sind tot, der dritte ist lebensgefährlich verletzt; 9 Personen erlitten schwere Brandwunden und mußten ims Krankenhaus verbracht werden. Viele Personen wurden durch Glassplitter ver­ letzt. "Aber, liebes Kind!" Ein alter Herr aus Süddeutschland, der Meier Tage in Erfurt weilte, hatte viele Ferngespräche zu erledigen und erkundigte sich schließlich, wieviel sie koste­ ten. Ter Betrag, der ihm von der Dame born' Amt genannt wurde, kam ftto etwas zu hoch vor, weshalb er in aller Freundlichkeit ein erstauntes "Aber, liebes Kind!" hören ließ. Tas "liebe Kind" vom Amt war sofort ver­ schwunden und die Aufsicht meldete sich, die nach.seinem Namen und seinckn Wohnort ftagte und ihm schließlich! .erklärte, daß er sich wegen Beamtenbeleidigung werde zu veran't- Worten haben. Tas ließ dem alten Herrn keine Ruhe; er ging persönlich zum Amt und dort lernte man in ihm einen jovialen, freund-! Irchen Herrn kennen, dem man sofort anmerkte, daß er Wohl zu höflich, abÄ: nicht beleidigend werden könne. Er war Vater mehrerer er­ wachsener Töchter und dreier Söhne, die als Offiziere im Felde standen, dürste also das Vaterrecht für sich! schon in Anspruch nehmen. So löste sich denn die Beleidigungsgeschichte auch in Wohlgefallen auf. Der alte Herr spendete gerne ^etwas für die Unterstützungs­ kasse der Postbeamtinnen und das "liebe Kind" ging in die Ferien.</p>
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          <p> fanttte, daß in den Reihen der freiwilligen -Feuerwehr Deggendorf die Spitzen der Ge­ sellschaft stehen, vom Landgericht die höchsten Beamten, der Landgerichtsdirektor als Kom­ pagnieführer. . ZtgjgeuVorf, 22. Aug. (Blitzschlag.) Ein Blitzstrahl zündete int Stadel des BauernWeischäupl in Radling und äscherte das ganze An­ wesen 'mit der gesamten diesjährigen Ernte und allen Baumannsfährnifsen ein. iSchwimmbaD, 22. August. (Entflohener Kriegsgefangener.) Heute nachts ist hier ein russischer Kriegsgefangener durchgebrannt. Osterhofen, 23. Aug. (Blitzschlag.) Wähtrend eines Gewitters schlug der Blitz in den Stadel des Oekonomen Zillinger in Arbing und in kurzer Zeit stand das ganze Gebäude mit all seinem Jnhaln an Stroh und ^Futteroorräten, an Maschinen und Baumannssahrnissen in hellen Flammen. Freyung, 22. Aug. (Hundetollwut.) Tie vom hiesigen K. Bezirkstierarzt bei einem ver­ endenden Hunde des Schmiedmstr. Kühberger dahier festgestellte Tollwut ist in Berkin, wo­ hin der Kopf des Tieres gesandt wurde, be­ stätigt worden. Ter von dem wutkrankenTiere abgerauften Hunde sind gestern noch getötet worden und wird nun die Hundesperre mir aller Strenge durchgeführt. Freyung, 21. Aug. (Ertrunken.) Tie mit Epilepsie behaftete neunjährige Tochter des Häuslers Michael Paxleitner von Atzesberg fiel in den beim Anwesen befindlichen Wafsergrant und ertrank in diesem. Passau, ,23. Aug. (Lebensmittelversorg­ ung.) Ter Magistrat beschloß gestern in fei­ ner Sitzung die Einstellung des Kartoffel-, Verkaufes, weil die Kartoffeln von der Bevölkerung picht genügend gekauft wurden, und die Stadt das Risiko nicht übernehmen wollte. Ter Kartoffelhöchstpreis wurde auf 7 Pfennig per Pfund festgesetzt. — Ta der Einkauf von Weißbrot ,in bedenklichem Maße zugenommen hat, beschloß der Magistrat, daß in Gaskivirtfchaften ab 9 Uhr vormittags fein Weißbrot mehr abgegeben werden darf. Das Gerücht von einer bestehenden Mehtknappheit inPafsau wurde als unbegründet erklärt. Passau, ,23. Aug. (Hamsterei.) Auf dem Bahnhöfe dahier wurde ein Koffer mit ein­ einhalb Zentner Dauerwurst beschlagnahmt, die in Passat« -gsekanft und von einem unbekann-, ten Absender abgeschickt werden sollte. Die Würste wurden der städtischen Lebensmittelstelle übergeben, die sie zum Preise von 1 Mark pro ,Pfund an die minderbemittelte Bevölke­ rung abgab. Vor einigen Tagen soll der glei­ che Koffer mit etwa 80 Pfund Gewicht abge­ geben worden sein. Passau, 23. Aug. (Verhafteter Pferddieb) Tie hiesige Polizei verhaftete den von der Staatsanwaltschaft Straubing steckbrieflich! ver­ folgten, ,ledigen Tienstknecht Karl Sagstetter von Einfürst, B. A. Bogen, der bei zwei verschiedenen Bauern in der Nähe von Strau­ bing in beiden Fällen Pferd und Wagen ent# wendete, verkaufte und den Erlös für sich verbrauchte. Ter verursachte Schaden beträgt insgesamt 2850 Mark. Bei dem Diebe fand die Polizei noch den Betrag von 1100 Mark, das andere hatte er bereits verbraucht. Passau, 21. August. Interessant sind die jetzigen Entwicklungen in verkehrstechnischer Hinsicht, die sich auf der Donau vollziehen. Neben Per rasch emporkomlmleuden, jüngsten Schiffahrtsunternehmung "Bayerischer Lloyd", 'ist auch die Zentral-EinkaufGGesellschäft im Werkehr aufgetreten. Man hat bereits öfters Aber die Durchfahrt von kleinen, in Diensten der Z. E. G. stehenden Schraubendampfern! berichtet, die auf der unteren Tonau Schlepp­ dienste leisten sollen. Es waren dies bisher nur frühere Elbedampfer, die znm Teil auf den Schiffswerften in Regensburg und Deggendort neu montiert worden find. Run ließ die Z. E. G. von der Dresdener 'Schiffswerft Tlebigau in Regensburg sechs mächtige Rad­ dampfer erbauen. Tret davon sind bereits vom Stapel gelaufen, die übrigen gehe» in kürzester Zeit ihrer Vollendung entgegen. Ne­ stern traf das erste Schiff dieser Klässe, das</p>
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          <p>nicht auf das Gemüt des Zuschiauers. 'Der szenische Aufbau ist geschickt angeordnet^und die Aufnahmen dürften Wohl jedermanns Ge­ schmack Rechnung tragen. Alles in allem ein erstklassiges Werk, dessen Erfolg in vorzügli­ cher Handlung und Tarstellung bedingt ist. "Einmal und nicht wieder", ist eine äußerst amüsante Hefiratsgeischichle mit dem beliebten Paul Heydemann in der Hauptrolle, dessen Erscheinen auf der "Bildfläche" schon allge­ meine Heiterkeit auslöst. "Eine kitzliche Sache", eine interessante "Eisenbahnfahrt in Norwegen" und eine Serie neuer "Bilder vom Kriegsschauplatz" bieten angenehme Abwechs­ lung.</p>
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          <p>Vermischtes. In Görz. Die Italiener in der toten Stadt. Seit die Italiener, wer weiß' auf wie lange — daß zerschossene Görz besetzt haben, sind sie in ihrem Siegesjubel rein aus dem Häuschen. "Gorizia -e' nostra!" heißt es überschwänglich in den die ganzen Seitenbreite einnehmenden Üeberschriften der italienischen Zeitungen, die mit nicht zu überbietender Weitschweifigkeit alle möglichen Einzelheiten des Kampfes um die geräumte Stadt breittreten, und hie sich geberden, als hätte Cadorna Wien und Budapest zugleich eingenommen. Sachlich mutet in all' diesem exaltierten Gehabe allein an, was Luigi Barzini im "Carriere della Sera" über den Eindruck berichtet, den er von einem Besuch in dem schwer geprüften Görz davongetragen hat. Seine Wahrnehmungen schildert er in folgendem Stimmungsbild: »Ueber den Kiesgrund führt mich mein Weg zwischen Bauernhäuschen, Hütten, Obstgärten hin. Allmählich wandeln sich die Häuschen zu eleganten Villen, der Landweg wird zur städtischen Straße. Ich bin in Görz. Älles ist geschlossen, ist schweigsam und liegt in weltverlorener Stille. Man könnte meinen, daß die Stadt seit Jahren von der Bevölkerung verlassen sei. Auf den von Bäumen umsäumten Straßen wuchert das Unkraut längs der Bürgersteige und der Mauern. Ein drückendes Schweigen brütet über allem. Hie und da ein abgedecktes 'Dach, ein bis auf die von Kugeln durchlöcherten Mauern herunter­ gebranntes Haus. In manchen Vorgärten haben sich Pflanzen und Blumen auf die Wanderschaft begeben und jedes freie Plätzchen in Besitz genommen. ' Ihr kriechender Griffel hak die Straßen ausradiert. Ueberall klammern sie sich mit hartnäckigem Trotz, jede Stelle besetzend, die der Mensch zwischen sich und sie als Grenze gesetzt hatte. Die niedrigen Fenster, die seit Monaten keine Menschenhand mehr geöffnet hat, verstecken sich hinter einer flammenden Girlande blühenden Oleanders. Eines der Fenster aber im Erdgeschoß eines von der Blumenmaske freien Hauses ist weit geöffnet. Ich schaue in das Zimmer, ob ich vielleicht irgend ein menschliches Wesen entdecke. Nichts als ein paar Leichen, die in der Mitte zerstreut liegen. Em m'.lilärisches Motorrad saust wie ein von der Sehne geschnellter Pfeil über die Straßenkreuzung. In der glühenden Schwüle des flimmerden heißen Sonntag steigt von den verstaubten Bäumen der einförmige Gesang zirpender Heimchen hernieder. "Haltestelle der Straßenbahn liest man auf einem vorspringenden Schild, wovurch mir erst zum Bewußtsein kommt, daß unter der dichten Staubschicht der Straße Schienenglerse rosten. Nach und nach sind bie Gebäude größer, moderner geworden. In schnurgerader Linie reihen sich unzählige Fenstern an den weißen Mauern. Ich bin im Ä, ittelpunkt der Neustadt. Hier, wo alles I durch die Verhältnisse gebotenen Maßnahmen noch vom Leben der Menge, von Bewegung, von ? und diplomatischen Beziehungen würden mit Hantel und Wandel erzählt, wirkt die Einsamkeit \ größter Kaltblütigkeit beurteilt. “t?! 1 KtÄ? Jf“,S ‘f"!?’ ! *»««• °« »CI. Bull,««, kfttf. Dmge atmen den Hauch des Todesschreckens, der bte ? ~ ~ ' _, ' , Paläste mit den toten Augen und die Läden, auf .,^ Nach e,ner von der Voss. Ztg. veroffentderen Schwelle der Staub schichtweise liegt, in den $ Achten Meldung sollen bte über den Mesta lähmenden Bann der Todcsstarre zwang. | vordringenden bulgarischen Abteilungen KaPlötzllch aber sehe ich mich einem geöffneten Ü Absetzt haben. Kaffehause gegenüber, einem eleganten Cafe mit einem f Eich lisch« Geschwader gesichtet. Gewimmel von Oifizieren, die, von einem Kellner in | Christinnia, 23. Aug. Ter norwegiwerßer Leunvandjacke bedient, gierig _ ihren Durst | P&lt;tssagierdampfer "Haakon 7" begegnete stillen. Ganz hinten sitzt der Wirt auf einer Bank. Man bekommt hier herrliche Limonade für weniges r Geld. In Görz gab es wohl keine Seife, dafür aber | Zitronen im Uebersluß, und es find unsere Zitronen, f bte aus Italien über die Schweiz hierher kamen. | Das eiste, was in Görz wieder zuin Leben erwacht, * war das Kaffeehaus. Am Morgen, als kaum die Schieberei in den Vorstädten aufgehört hatte, öffnete Platzes in, der Altstadt fühlt man hinter den Mauern das vorsichtige Regen eines Lebens, das im Verborgenen und mit noch nicht besiegtem Mißtrauen lauert. Hinter einer Tür taucht ein Kinder köpf auf, und hinter den Vorhängen des Fensters lugen neugierige Frauenaugen, angelockt -durch vas Geräusch der Schritte, die in der Totenstille über das glühendheiße Pflaster dahin stampfen. Hier wohnt die arme Bevölkerung, soweit sie der Heerbann verschont bat. Morgen werden sich die, Türen wider öffnen, und durch diese dunklen, gewundenen Gäßchen des alten Venezianerviertels, das auf dem Hügel des Schlosses der Grafen von Görz so malerisch hingebettet liegt, wird wieder das Leben fluten."</p>
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          <p>Letzte Posten. bin im Ä, ittelpunkt der Neustadt. Hier, wo alles I durch die Verhältnisse gebotenen Maßnahmen noch vom Leben der Menge, von Bewegung, von ? und diplomatischen Beziehungen würden mit Hantel und Wandel erzählt, wirkt die Einsamkeit \ größter Kaltblütigkeit beurteilt. “t?! 1 KtÄ? Jf“,S ‘f"!?’ ! *»««• °« »CI. Bull,««, kfttf. Dmge atmen den Hauch des Todesschreckens, der bte ? ~ ~ ' _, ' , Paläste mit den toten Augen und die Läden, auf .,^ Nach e,ner von der Voss. Ztg. veroffentderen Schwelle der Staub schichtweise liegt, in den $ Achten Meldung sollen bte über den Mesta lähmenden Bann der Todcsstarre zwang. | vordringenden bulgarischen Abteilungen KaPlötzllch aber sehe ich mich einem geöffneten Ü Absetzt haben. Kaffehause gegenüber, einem eleganten Cafe mit einem f Eich lisch« Geschwader gesichtet. Gewimmel von Oifizieren, die, von einem Kellner in | Christinnia, 23. Aug. Ter norwegiwerßer Leunvandjacke bedient, gierig _ ihren Durst | P&lt;tssagierdampfer "Haakon 7" begegnete auf der letzten Rei,se von Newcastle nach Ber­ gen am 20. Mitte Nordsee einer mächtigen bri­ tischen Flotte, wohl 100 Kriegsschiffen, sowie mehreren Zeppelinen. (Z.) Aus dem eng rischen Parlament. London, 23. Aug. Im Unterhause er­ klärte in Vertretung des Munitionsministers es pünktlich seine Pforten. Jenseits des großen I Attison über die Explosion in einer Muni­ tionsfabrik, daß 20 Leichen geborgen seien. Wenn auch durch die Epplösion eine gewaltige Zerstörung angerichtet worden sei, so seien die Verluste doch nicht so schwer, wie man zuerst angenommen habe. Ponsonbh (radikckl) frägt an, ob für den Fall, daß während der Parla­ mentsferien Verhandlungen angeknüpft wer­ den sollten ,um die Feindseligkeiten zu be-, enden, der Premierminister schließlich das Parllament einberufen würde, um darüber zu be­ raten. Asquith erwiderte scharf "nein, ich kann keine solche Verpflichtung eingehen". Schwere englische Verluste in Ostafrika. Amsterdam, 23. Aug. Wie ans London gemeldet wird, ist General Bothas letzter Auf­ ruf zur Anwerbung von Reservetriuppen in Südafrika auf die enormen Verluste der Eng-l länder in Ostafrika durch Krankheiten und Seuchen.zurückzuführen. Auchi das langsame Vorwärtskommen ist dieseim! iKnftnnbe zuzu­ schreiben. Tie Südafrikaner in London sagen, daß der Aufruf keinen Erfolp haben werde. In Südafrika sei der Krieg nicht beliebt und alles, was in die Armee eingereiht werden konnte, sei Wngst an der Front. Die südafri­ kanische Brigade werde bei weiteren Verlusten Aufgelöst werden müssen. (Z.) 2iic Verluste der Krarrtzoser». Berlin, 23. Aug. Aus amtlichen An­ gaben veröffentlicht ein französischer Jour­ nalist in einem spanischen Blatte Ausführun­ gen, denen zufolge der Reichstagsabgeordnete Tr. Pfeiffer laut Rordd. Allg. Ztg. die Ge­ samtverluste der französischen Armee seit Kriegsbeginn auf 3 917 860 beziffert und die Verlust vor Verdun an Toten u. Verwundeten 200 000 betragen. Ter französische Journalist sagt ausdrücklich, die Berechnungen seien ge­ gründet auf die durch die offiziellen Dekrete des Journal Offie'al gelieferten Zahlen. Sie entsprechen volkständig dem von kompetenter Partei erhaltenen Aufschluß. Zie russischen Mißerfolge bei Horozanka. Tie Köln. Ztg. meldet, daß der Feind vom 14. bis 17. August bei Horozanka 5000 Tote hatte, dem äußerstens 80 Verwundete und Tote unsererseits gegenüberstehen. Wenn Man zu den ungeheuerlichen feindlichen Mannschafts­ verlusten noch den großen Materialschaden hin­ zunimmt, namentlich an Artilleriemünition, so wird die Ueberzeugung immer begründereck, daß selbst, wenn die geringsten Raumerfolge der Russen, die hier seit einer Woche ganz versagten, wirklich andauern 'sollten, die Mießliche Erschöpfung des Gegners unausbleiblich ist. Aiuch der neueste rus fische Vorstoß am Sonntaig nachts brach- in unseren Drahthinder­ nissen zusammen, wo die Toten zu vielen Hunderten liegen. Bei dem geringsten Wind­ hauch ist der Letchengeruch auf weile Strecken unangenehm bemerkbar. (Z.) Tire Lage in Rumänien. Bukarest, 23. Aug. Rach äußerlichen Anzeichen zu schließen, ist hier eine Entspan­ nung der Lage eingetreten. Die Beunruhigung der öffentlichen Meinung hat sichtlich nach­ gelassen und die durch die Verhältnisse ge­ botenen militärischen Maßnahmen und die diplomatischen Besprechungen werden mit grö­ ßerer Kaltblütigkeit beurteilt. In ernsten po­ litischen Kreisen herrscht die Ueberzeugung vor', daß von unmittelbar bevorstehenden entschei­ denden Aenderungen int Verhalten Rumä­ niens nicht die Rede sein kann, daß sich aber bezüglich der Zukunft keinerlei bestimmte Vor­ aussagen machen wissen! (Z.) Jni Bukarest findet heute, wie die Voss. Ztg. meldet, Ministerrat zur Prüfung der aus­ wärtigen Lage statt. Tem Berl. Lok.-Anz. zufolge habe die Beunruhigung der öffent-.' lichen Meinung sichtlich nachgelassen und die</p>
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          <p>Literarisches. Die Illustrierte Kriegs-Chronik des Da­ heim hat vor ähnlichen Unternehmungen einen großen Vorzug: sie folgt den Ereignissen ge­ radezu aus dem Fuße. Für jeden Tag findet der Leser in knappem Chronikstil die Ereig­ nisse der verschiedenen Kriegsschauplätze kurz verbucht. Dem Besitzer dieses Werkes ist es also später einmal leicht, durch Nachblättern, jede einzelne Waffentat des großen Krieges festzustellen. (Verlag von Velhagen und Klasing in Bielefeld und Leipzig. Preis des Hef­ tes §0 Pfg.) Der Türmer. Halbmonatsschrift für Gemüt und Geist. Herausgegeben von I. E. Freiherrn von Grotthuß. Verlag von Greiner u. Pfeiffer in Stutt­ gart. Vierteljährlich 6 Hefte, 4 50 Mark.</p>
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          <p>Tanke Jettchen küßte sie herzlich!. "Brav, mein Herzenskind! Tu hast ja so recht. Tiefer bildschöne Herr Assessor ist trotz seiner Schönheit ein Ekel, jawohl, ein ganz windiges Ekel. Tas merkt man erst so recht, wann jjtarn einen Mann wie Lothar neben ihm sieht. Wie eine Null wirkt er da. Du, der Lothar, das ist ein anderer Schlag, nicht wahr? Wenn ich nach dreißig Jahve jünger wäre, in den verliebte ich mich! auf der Stelle." Anne-Rose wurde rot, lachte aber schein­ bar unbefangen. "Mache doch aus Deinem Herzen keine Mördergrube, Tantchen, und gestehe es ehr­ lich, daß Tu, trotz Deines ehrwürdigen Alters schon in ihn verliebt bist," scherzte sie. Tante Jettchen nickte vergnügt. * "Na ja, ich gebe es zu. Er ist aber auch! ein Prachtmenschf Ich fteue mich »schon seinet­ wegen, daß wir hierher gereist sind, Wenn auch am Ende sonst garnichts bei der Testa-, mentsgeschichte herauskomiMt. Ich glaube, der Oberst läßt niemand etwas übrig." Sie lachten beide. "Oder em bringt uns alle um, wenn er nicht den größten Teil erhält." "Tu gehst, also nicht mit, Anne-Rose?" "Nein, Tantchen." TpggeUdorf, 22. Aug. Am Sonntag hielt der niederbaher. Kreisfeueckvehrverband seine 16. Generalversammlung ab, bei der sämtliche 26 Stadt- und Laudbezirke vertreten waren. Hoftat Kinskofer begrüßte die Versammlung namens der Stadt im Sitzungssaale bes Ge­ meindekollegiums. — Kreisfeuerwehroertreter Kommerzienrat Kandier (Passau) eröffnete die Persammlung unter Hinweis auf die hervor­ ragenden Leistungen unserer Truppen mit ei­ nem Hoch auf S. M. den König. Er erstattete darauf den Tätigkeitsbericht, nach! welchem das I Feuerlöschwesen trotz des Einflusses desKrieI ges sich weiter im Kreise entwickelt hat. Von I 48 919 Manu stehen 23 904 im Felde; an 2200 Mann sind auf dem Felde der Ehre gefallen, nahezu 2000 haben Auszeichnungen erhalten, darunter 35 das Eiserne Kreuz 1. Klasse und 4 die Goldene Tapferkeitsmedaille. Mit 12000 Mark hat sich der Kreisverband an der letzten Kriegsanleihe beteiligt. Ter Vorsitzende des Landesfeuerwehrperbandes Jung hob die vor­ bildliche Tätigkeit des Kreisvertreters hervor und gab sodann die Richtlinien zu einem wei­ teren Ausbau des baher. Feuerwehrwesens während und nach dem Kriege bekannt. Seine Anträge, daß untere Tienstgrade nicht mehr gewählt sondern ernannt und die Landesver­ bandsorgane künftig nach einem neuen Wahl­ modus nach 5 Jahren gewählt und amtlich! be­ stätigt werden sollen, fanden einstimmige An­ nahme. Ter Vertreter der Kreisregierung, Bezirksamtsassessor Tr. Albrecht, sprach' seine Freude aus über das zielbewußte Vorwärtsschreiten des Landesausschusses und Kreisverbandes und begrüßte wärmstens, daß durch die Absichten des Landesausschusses noch eine innigere Verbindung mit den Behörden gesucht und gefunden werden »solle; auch! be­ wunderte er den regen Schaffensgeist der Feu­ erwehren und ihrer Obmänner im Andenken an ihren Organisator Rat Jung. Im Abschluß an die zweistündige Tagung fand auf dem Rathausplatz eine Schul- und Angriffsübung statt, bei der der Inspizierende dankbar aner"Na, schön, dann mache ich Lothar meine schönsten Augen und setze ihm so lange zu, bis er mir verspricht, daß, er.uns bald ein-' mal in Berlin besucht, denn der darf un5 nicht wieder ganz aus dem Gesichtskreis ver­ schwinden." Anne-Rose polierte ihre Fingernägel mit großer Aufmerksamkeit. "Ach, Tantchen, da kommst Tu zu spät, er hat mir schon versprochen, daß. er uns diesen Winter in Berlin besuchen will," sagte sie leichthin. Wieder betrachtete sie Tante Jettchen for­ schend. "Wirklich, hat er das ernstlich versichert?" "Ganz ernstlich, Tantchen. Aber auf alle .Fälle kannst. Tu ihm doch noch' Deine schön­ sten Augen machen," neckte das junge Mäd-: chen. ,Dm! Na, ich will mal sehen, was sich, tun läßt. Sein Herz ist ja noch frei, bie er uns versichert hat." "Und Tu hast große Chancen, Tantchen, er mag Tich sehr gern." Sie umarmten sich lachend und küßten sich. Tann eilte Tante Jettchen davon. kTM i (Fortsetzung folgt.) _ "Ach so, Kind, darüber wollte ich» mit Dir reden. Wollen wir Papa und Lothar nicht allein nach Langendorf fahren lassen? Wir können unter irgend einem Vorwand "ab­ sagen. Es ist doch nur eine unnütze Quälerei für Tich." "Nein, Tante Jettchen. fei unbesorgt, ich werde ganz ruhigen Herzens hinüberfahren. Herr von Rathenow soll sich nicht einbilden, daß. ich ihn nicht ruhig mit seiner Braut Msammen sehen kann," Tante Jettchen umarmte Anne-Rose glück­ strahlend. "Ach, Kind, bas. Tu das so ruhig aus-, 'sprechen kannst, macht mich ganz glücklich. Ich» Sorgte mich gestern »schrecklich um Tich, als dieser Mensch so plötzlich! in unter Abteil kam. Ich hätte ihn am liebsten hinausgewiesen. Aber das ging doch Papas wegen nicht." "Tu hast Tich ohne Grund beunruhigt, Tantchen. Angenehm war mir natürlich-seine Gesellschaft nicht. Aber sonst, dieser Irrtum meines Herzens liegt abgetan hinter mir, mein Wort darauf. Um einen Mann wie Hans Rathenow trauert ein vernünftiges Mädel nicht lange, und Tu hast Dir doch.so viel Mühe gegeben, mich zu einem vernünftigen Mädel zu erziehen."</p>
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