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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-08-28"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 233</biblScope>
          <date when="1916-08-28">1916-08-28</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Italiens und Rumäniens Kriegserklärung. Italien erklärte an Deutschland den Krieg, Rumänien an Österreich-Ungarn. — Teilangriffe an der Somme und Maas abgeschlagen. — Die Bulgare« vis zur ägäischen Küste vorgedrungen.</p>
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          <p>Der österr.-ung. Heeresbericht. WTB. Wien, den 26. August. Amtlich wird verlautbart: Russischer Kriegsschauplatz. Abgesehen von stellenweisen Vorfeldkäm­ pfen keine besonderen Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. Las feindliche Geschützfeuer gegen unsere Stellungen südlich der Wippach, war zeitweise wieder sehr lebhaft. Im Plöcken-Abschnitt wurden Annäher­ ungsversuche der Italiener abgewichen. An der Front südlich des Fleimstales scheiterten die wiederholten Angriffe mehrerer Bataillone gegen den Zauriol; ebenso alle Vorstöße schwächerer feindlicher Abteilungen gegen unsere Kammstellungen timi Gebiete der .Cima di Cece. Bei Lusern schoß Leutnant von Siedler einen Caproni pb. Südöstlicher Kriegsschauplatz: Keine Ereignisse von besonderer Bedeu­ tung. stellvertretende Chef des Generalstabes i t&gt;. Hoefer. Feldmarschalkeutnant. WTB. Wien, den 27. August. - ! Lumich wird gemeldet: Russischer Kriegsschauplatz. Lage unverändert. Keine besonderen Er­ eignisse. ' Jtalienisichjer Kriegsschauplatz. Neuerliche Angriffe auf den Cauriol wur­ den unter empfindlichen Verlusten der Ita­ liener abgeschlagen. Das gleiche Schicksal hat­ ten auch alle übrigen Vorstöße des Feindes gegen die Front der Faslsaner Alpen. An der küstenländischen und Kärntnerfront kerne we­ sentlichen Ereignisse. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. fcer stellvertretende Chef des Generalstabes! v. Hoefer, Feldmarsch alleutnant. Ereignisse zur See. Am 25. August hat Linien sch,iffsleutnant Konjovics mit noch zwei anderen Seeflugzeu­ gen im ionischen Meere eine Gruppe von feind­ lichen Ueberwachungsdampfern angegriffen und einen derselben mit Bombentreffern versenkt. Tie Flugzeuge, die von den feindlichen Ueberwachungsfahrzeugen heftig beschossen wurden, kehrten unversehrt zurück. Flottenkommando.</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. Französische Schandtaten. Wie berechtigt die Maßnahmen der deut­ schen Negierung sind, um von Frankreich, die Aufhebung aller nordafrikänischen Kriegsge­ fangenenlager zu erzwingen, beweisen folgen­ de aufs neue bekannt gewordene Schandtaten der Franzosen: In glühender afrikanischer Sonnenhitze mußten die Gefangenen schwere Wegebauarbeiten verrichten, wobei sie von ihren Wächtern unter Beschimpfungen und Mißhandlungen in schärfster Weise zur Arbeit angetrieben wur­ den. Wegen der geringsten Vergehen, wie z. B. kurzen Ausruhens während der Arbeit oder einer an sich belanglosen Bemerkung wurden die Kriegsgefangenen mitStrafen bedacht, wie sie im Mittelalter nicht 'schlimmer auIgefonnen werden konnten. In Algier im Gefangenenlager von SikhOu-Meddour hat sich nachstehender Vorfall ab­ gespielt. Die deutschen Befangenen waren eines Tages wieder scharf zur Arbeit heran- —rite fl* «tetetetete. genommen worden und unlet* stielten sich aw Abend vor: ihren festen über ihre krjaurige Lage. Ta eine ausgesucht schlechte Behandlung immer dann einzutreten pflegte, wenn die Franzosen auf dem Kriegsschauplatz. Mißerfolge zu verzeichnen hatten, bemerkte &gt; ein Unter­ offizier über die an diesem Tage besonders schlechte Behandlung: "Tw Franzosen werden wieder mal tüchtig was aufs Dach- gekriegt haben!" ülnvorfichtigerweise waren^ diese Wor­ te so laut gesprochen worden, daß, sie einer der französischen Köche, der etwas Teutsch sprach, verstehen konnte. Dieser meldete den Vorfall sofort dem Lagerkommandanten, der mit Hilfe des Dolmetschers und einiger Unter­ offiziere feststellte, daß der betreffende Un­ teroffizier tatsächlich! diese Bemerkung gemacht hatte. Daraufhin ließ der Lagerkommandant Stricke herbeiholen. Ter Unteroffizier' wurde, auf dem Rücken liegend, mit ansgespreizten Armen und Beinen an Holzpflöcken, die in die Erde getrieben wurden, festgebunden. Ties war, wie erwähnt, gegen Abend; die Stelle, auf der dar Unteroffizier festgebunden dalag, befand etwa 15 Meter außerhalb des La­ gers. Etwa eineinhalb Stunden mußte der arme Mensch in dieser an sich schon qualvollen Lage aushalten, die dadurch noch, eine grau­ same Verschärfung erfuhr, daß. es ist dies einwandfrei von verschiedenen Gefange­ nen beobachtet worden ein paar Lagerhünde Gesicht und Hände des Unteroffiziers beleckten. Endlich wurde dieser losgebunden und ifntec das sogenannte Strafzeit gelegt. Tiefes besteht aus einer einzigen Zeltbahn, die Köpf und Füße freiläßt und mit Holz­ pflöcken über dem am Boden 'Liegenden befe­ stigt ist. In Der afrikanischen Tropenglut ist diese Strafe eine ausgesucht fürchterliche 'Quä­ lerei. Ter Unteroffizier sollte hier, ohne sich rühren $t können, B Tage lang leiden. aber seine Gesundheit dieser Marter nicht ge­ wachsen war, mußte er nach drei Tagen ins Lazarett geschafft werden. Nach einigen Ta­ gen hmrb-e er wieder ins Strafzelt gelegt, erkrankte (aber nach weiteren zwei Tagen von neuem untb mußte wieder ins Krankenzelt auf­ genommen, werden. Man foTfte es nicht für möglich halten, daß sich in Frankreich ange­ sichts solcher Zustände 'Leute, wie der Abge­ ordnete Galli and andere Kammermikglieder, nicht schämen, wegen angeblich menschenunwür­ diger Behandlung von Kriegsgefangenen im­ mer hfteber gegen Deutschland zu hetzen. Der französischen Regierung ist von obigem Vorkommnis Kenntnis gegeben und eine Be­ strafung der Schuldigen gefordert worden. Französischer Geschmack. In der "Action" vom 13. August stellt W de Waleffe fest, daß der Kaiser mersach incognito in Paris war, und erklärte, er müsse wieder kommen. Fraglich sei, ob die Franzosen ihn fangen würden, aber wenn es den Bundes­ genossen gelinge, würden sie ihn den Franzo­ sen schenken, die .diesen Teil der Beute nie­ mand überlassen würden. In Ketten wird man ihn durch die Straßen führen bis zum Zoologischen Garten, wo er den Rest seines Lebens im Bärengraben verbringen muß. Tork werden ihm die Witwen und Verwundeten be­ gaffen, ihmr Brotkrumen und Papierfetzen zu­ werfen. (8-) Man kann nicht genug Aeußerungen der aberwitzigsten Geistesverrohung der einstmals Besten eimes Volkes bringen, die bei uns in Deutschland in so kindlich gläubiger Weise abgöttisch bewundert worden sind. Vielleicht hilft diese Blütenleise dazu, das nationale Ge­ wissen in Teutschland aufzurütteln! Ein geheimnisvolles Gerücht über Gallienis Tod. Tie Voss. Ztg. meldet: Mehrere amerika­ nische Passagiere, die an Brod des französischen Tampfers "Lafayette" in Newyork eintrafen, berichten, sie hätten in Paris auf das bebestimmteste gehört, daß General Gallieni nicht eines natürlichen Todes gestorben, sondern von einem hohen französischen Offizier erschossen worden sei. Dieser Offizier soll von Verdun nach Paris berufen und mit der Aufgabe be­ traut worden sein, mit Vertretern der deutI scheu Heeresleitung über die Uebergabe von Verdun zu unterhandeln. Ter Offizier hätte darüber mehrere Besprechungen mit General Gallieni. Bei der letzten dieser Unterredungen hörten die vor dem Zimmier aufgestellten Wa­ chen des Generals einen Schuß. Sie stürzten in das Zimmer und fanden dort Gallieni blut­ bedeckt auf dem Fußboden liegend, während der andere Offizier Mt einer rauchenden Pi­ stole dastand. Man schaffte ihn rasch, fort, wohin ist unbekannt. Gustave Heslouin, der der sich in Newyork als Vertreter! des fran­ zösischen Kriegsministeriums aufhielt, wurde gefragt, ob diese Darstellung zutreffe. Er stellte sie keineswegs in Abrede, sondern sagte nur, daß "seine Lippen versiegelt seien". (Z.)</p>
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          <p>Schritt und Tritt, und sterben möchte man nicht gern. Jetzt beginnt sich tm Menschen der In­ stinkt der Selbsterhaltung zu regen. Tte ärzt­ liche Hilse besteht aus ganz minimalen Mitteln: Chinin, Rizinusöl und Jod — das ist die tzanze Apotheke. Ter kranke Mensch laust so lange, bis ex fällt. . . Manchmal bringt es einen zur Verzweiflung, vor allem, wenn man die ganze Nacht bis zum Knie im Suwspfe Posten stehen mutz. Man trippelt vergeblich dauernd aus der Stelle ohne sich zu erwärmen. Tie Stimmung hier ümi Heere ist gleichgültig. Jeder Mann will, wie es auch kommen sollte, nur am Leben bleiben, um das Ergebnis dieses grotzen Krieges zu sehen. Niemand scheut Gefan­ genschaft oder Verwundung, um nach Hause zu kommen, es ist sedejml gleich, ob die Teutschen Narwa und den Landen Bezirk besetzen oder die Russen ihn behalten. Ich persönlich» hege den gleichen Wunsch». Diesen Heldenmut und diesen Meist, von dem die Redakteure der grotzen Zeitungen noch schwärmen, gibt es in der Armee nicht. Ob es früher der Fall war, weiß ich nicht .... Auch die Läuse haben mich bald verzehrt, es. ist nicht mehir auszuhal­ ten . . Warum schreibst Tu nicht, oder bist 'Tu vielleicht Kommissar geworden uftb verachtest alle Leute, die es.zu keinem Range gebracht haben?</p>
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          <p>Am Balkan. Rumänien erklärt an Oesterreich-Ungarn den Krieg. WTB. Berlin, den 28. August. "Stic rumänische Regierung hat gestern abends Oesterreich-Ungarn den Krieg erklärt. 21er Bundesrat wird zu einer sofortige« Sitzung zusammenberufe«. T«r bulgarische Bericht. So fia, 26. August. Amtlicher Bericht des Generalstabes. Unser rechter Flügel setzt seinen Vormarsch fort. Tie Abteilung, die südlich vom Qchrida-See vorgeht, hat das Torf Malik, 10 Kilometer nördlich von Koritza am Nordufer des gleichnamigen Sees erreicht und genommen. Int Moglenitza-Tal versuchten die Serben nach ihren vergeblichen Angriffen vom 21.—23. August am 25. August in der Rich­ tung auf das Tors Bahovo zum Angriff über­ zugehen, sie wurden aber zurückgeschlagen. Das Schietzen hörte den ganzen Tag über nicht auf. Im Wardartal stellenweise Geschützkämpfe. In dem Dorf Doldjeli haben wir eine englische Abteilung mit dem befehligenden Offizier ge­ fangen genommen. Unser linker Flügel ist von Parnar-Tegh vorgerückt und hat die ägäische 'Küste beisetzt. Alle englischen Truppen haben sich in der Richtung auf Orfano und Tschavazi zurückgezogen. Wir Haben vor Tschavazi und Orfano die Linie Lakovitza— Tedebali—Arksakli—Mentechli eingenommen. Gestern morgens haben drei russische Wasseriflugzeuge in großer Höhe Varna überflogen und einige Bomben auf Stadt und Hasen ge­ worfen. Es wurde niemand getötet. Ter Sachschaden ist geringfügig. Unlsere Wasser­ flugzeuge haben zweimal mit sichtlichem Er­ folg ein russisches Geschwader angegriffen, das in einer Entfernung von 10 Meilen von der Küste kreuzte. Alle Wasserflugzeuge sind un­ beschädigt zurückgekehrt. Ter bulgarische Bormarschi. Sofia, 26. Aug. "Vastia" schreibt über die Lage des rechten Flügels der bulgarischen Armee: Unsere Soldaten halten die beherr­ schenden Höhen des Moglenagebirges. Infolge der Einnahme von Tjemateri besitzen sie ei­ nen Teil der wichtigsten Punkte die Wodena gegen Westen schützen. Ihre gefährliche Lage einsehend, mutzten die hier stehenden Teile der serbischen Armee alle Höhen nördlich, und westlich von Wodena zurückzuerobern versuchen, die heute in unseren Händen find. Tarin liegt die Erklärung für die 18 aufeinander­ folgenden Angriffe gegen Kukuruz und Kovil und auf den Abhängen des Moglenagebir­ ges sowie für die mehrmaligen Angriffe ge­ gen Tjemateri. Der durch ihre Verbündeten ausgehaltenen und bezahlten serbischen Armee wird Unmögliches zugemutet: ihre Ueberreste I haben neuerlich furchtbare Niederlagen erlit- 8 ten. — "Echo de Bulgarie" schreibt: Durch I Temperament und Erziehung ist der bulga- 1 rische Soldat für die Offensive geschaffen; der I Krieg ist ihni eine dringende Angelegenheit, die keinen Aufschub duldet und die Offensive allein kann schnelle Ergebnisse herrbeiführen. Verstärkt durch die technischen Hilfsmittel, über die unsere deutschen Verbündeten im Ueber» slusse verfügen und voll Vertrauern auf ihre Führer ,erweist sich die bulgarische Armee j wieder als dieselbe, wie drei Feldzüge sie der j Welt gezeigt hat und der Erfolg krönt wieder jj ihre mächtige Anstrengung. Ohme zu über- jj treiben können wir annehmen, datz die Siegle 8 unserer Truppen eine Wirkung auf die all- j »gemeine Lage haben werden; und sie wird sich jj noch erhöhen, denn die Verfolgung wird nicht jj aufhören, bis unsere Feinde außer Stande sind 1 uns zu schädigen. 8 Bon der Balkansront. I Tie Wiener Allg. Ztg. meldet aus Athen: | Tie Truppen Sarrails, darunter eine engli- I sche Division, wurden in den ersten Tagen der 1 Kämpfe von den deutsch-bulgarischen Truppen B vollständig geschlagen und zum eiligen Rück- j zuge auf Kavala gezwungen, wo sie total er- 1 schöpft ankamen. 20 000 Kranke liegen inSa- 3 loniki, die an Ruhr, Typhus usw. leiden. Un- I unterbrochen treffen neue Züge mit Berwuwdeten dort ein. Mehrere Spitalschisse haben bereits den Hafen verlassen. (Z.)</p>
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          <p>Der Krieg mit Italien. Die italienische Kriegserklärung. WTB. Berlin, den 27. August. (Amtl.) Tte Kgl. italienische Regierung hat durch' Vermittlung v er schweizerischen Regierung der ziaiserl. Regierung mitteilen lassen, daß sie sich vom 28. des Monats an als mit Teutschland im Kriegszustand befindlich betrachte. Venedig in Rot. Der Corriere della ©dm meldet aus Rom, eine Abordnung venezianischer Bürger sei vom Ministerpräsidenten empfangen wor­ den, dem sie eine TenUchr ist überreichten, in der die Kriegsnot Venedigs geschildert und die Aufmerksamkeit der Regierung aus eine Reihe von Maßnahmen gelenkt wird, um we­ nigstens teilweise die unglücklichen Verhält­ nisse Venedigs zu mildern. Boselli versprach, sich hierfür zu interessieren.</p>
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          <p>mußten am 21. August einem tn der Richtung auf diesen Ort und nördlich und südlich des Torfes ©binfing, erfolgtem Angriff an Zahl, überlegener Kräfte standhalten. Sie vertei­ digten sich erfolgreich und warfen den Gegner zurück. Aus dem guten Zustand seiner Ver­ kehrsmittel in diesen Gegenden Vorteil ziehend, führte der Feind Verstärkungen heckn, die größtenteils ausTransbaikal-Kosaken bestanden. Ohne uns Zeit zu lassen, unsere Linien zu ver­ stärken, griff er in der Nacht zum 22. August den linken Flügel unserer vorgeschobenen Truppen an. Ten Angriffen überlegener Streitkräfte von den Seiten, von vorn und von hinten ausgesetzt, mußten sich die Unsrigen in der Richtung auf die Grenze zu detzHaupttrnppen zurückziehen. Ein Teil unsererTvupPen erlitt in dem Kampf Verluste, während' er bte feindliche Umschließungslinie durch­ brach. An der Kaükasusfront schreitet ' unsere Offensive auf dem rechten Flügel trotz des feindlichen Gegenangriffes fort. Von den an­ deren Fronten keine neuen Nachrichten.</p>
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          <p>trat er äußerlich ruhig und gefaßt in den Salon, tn dem ihn Billachs erwarteten. Als er Anne-Roses vom Weinen gerötete Angen sah, schlug sein Herz sShr unruhig. I Tante Jettchen faßte feine Hand. "Sie muffen mir helfen, Lothgr! Sehen Sie sich diese beiden trauernden Menschen an. Das sind die glücklichen Erben Malte von Retzbachs. Sie können sich! nicht beruhigen, daß nicht Sie, lieber Lothar, Herr von'Aetzbckch geworden find." Lothar sah zu Anne-Rose hinüber. Sie erhob sich und trat aus ihn zu. Seine Hand erfassend, schilderte sie ihm mit hastigen, ,drängenden Worten ihr Empfinden. Sie sägte ihm, daß ihr diese Erbschaft mehr Pein cils.Glück verursache, weil er leer aus­ gegangen Jet. Und sie bat ihn dringend, das Testament anzufechten. - Ach, wie gern hätte er das bebende er­ regte Mädchen in seine Arme genommen und es getröstet und beruhigt mit all der heißen Innigkeit, die in.seinem Herze» für sie lebte. Er sah ein, daß er seine Liebe zu Anne-Rofs nicht mehr unterdrücken konnte. Wer er konn­ te sich beherrschen. ; Lächelnd sah er auf sie herab. . i , "Es fällt mir gar nicht ein, dies Testa­ Sie drückte hastig auf die Klingel und gab dem eintretenden Diener Befehl, Herrn Lothar von Metzbach herunter zu bitten. Lothar von Retzbach folgte dem Rufe so­ fort. Er hatte seine Ruhe scheinbar schon wieder gefunden. Energisch hatte er sich selbst zurecht gewissen, hatte sich! vorgehal­ ten, daß er sich in so kurzer Zeit doch! un­ möglich in Anne-Rose so rettungslos verliebt haben konnte, daß er diese Liebe nicht mit festem Willen unterdrücken und zu einer ruhi­ gen Freundschaft herabmindern konnte. Wie die Sache jetzt lag, konnte er, bei seiner Ver­ anlagung, nicht um Anne-Rose werben. Da­ mit war es für ihn vorbei. Wurde er mit seiner Liebe für Anne-Rose, die ihm so plötz­ lich das Herz erfüllt hatte, nicht fertig, dann war er doch Mann genug, sie zu verbergen. Und wendete sich trotz allem Anne-Roses Herz ihm zu, was dann? , Diese Frage konnte er sich nicht beant­ worten. Aber er fragte sich, ob er denn wohl auch in seinem Stolz behärren würde, wenn er Gewißheit erhielt, daß sie ihn liebte, wie er sie.; . Daran wollte er aber nicht denken. Je­ denfalls mußte er jetzt alles vermeiden, was einer Werbung um Anne-Rose gleichkam. So ment anzufechten, liebes Bäschen, und es ist ein Unrecht von Ihnen, daß Sie mir so etwas zumuten. Sie müssen schnell alle diese törich­ ten Bedenken über Bord werfen und uns nicht betrüben durch Ihr blasses, verstörtes Gesicht. Mein Wort darauf, es tut mir nicht im Minde­ sten weh, daß ich leer ausgegangen bin." "Aber mir tut es weh, lieber Vetter. Es läßt mich nicht dazu kom'men, Mich zu freuen. Wie schön hätte es sein können, wenn Sie Herr von Retzbach geworden wären. Tann hätte ich ganz freudig das viele Geld genom­ men, daß mir außerdem noch zufallen soll. Ta wären wir beide reiche, lachende Erben geworden. Geht es nicht an, daß, ich zu Ihren Gunsten auf Retzbach verzichte?" "Nein, Anne-Rose. Das geht schon be§, halb nicht, weil ich! das niemals annehmen würde," antwortete er ernst. "Und doch wäre es die beste Lösung," fiel hier Jost von Billach ein. "Nicht wahr, Papa! Sehen Sie wohl, Lothar, Papa sagt es auch." "Wer ich bin anderer Meinung, AnneRose, daran ist nicht zu denken." . t &lt;-&gt; (Fortsetzung folgt.)</p>
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          <p>Der Krieg mit England. Tier englische Räuber an der Arbeit. 1 In der englischen Fachzeitschrift The Electrician vom 4. ds. findet sich unter der Ueberschrift: Ansprüche auf feindliches Eigentum, folgende Mitteilung: Es wird bekanntgemacht, daß der öffentliche Sachwalter eine Aufstellung vorbereitet über die Höhe der Ansprüche, welche englische Gläubiger gegen feindliches Eigen­ tum haben, das jhm anvertraut wurde; doch wird die Fertigstellung der Aufstellung noch einige Zeit dauern. $iie bisher von ihm ausbe­ zahlten Ansprüche belaufen sich. auf 148 838 Pfund Sterling. Hieraus geht hervor, daß die englische Regierung tatsächlich bereits For­ derungen englischer Firmen gegen Teutsche aus dem beschlagnahmten deutschen Geschäfts­ vermögen deckt! j ;</p>
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          <p>Der Luftkrieg. Flieger über Belfort. Tie "Basler Nachr." melden: Das Bom­ bardement von Belfort durch deutsche Flie­ ger in der Nacht vom 15. auf 16. August war das Schrecklichste, welches Belfort in diesem 'Kriege erlebt hat, weniger wegen der Wirifungen der Fliegerbomben, als wegen der Be­ harrlichkeit der Flieger. Wähnend der ganzen ersten Hälfte der Nacht hatten die Abwehrkanonett und die Alarmmannschaften zu arbeiten, denn nachdem um halb 9 Uhr abends die deuti- WaafflWE Pte IWMWlB^piTO», scheu Flieger zum erstenmale erschienen waren und Bomben abgeworfen hatten, kam schon um halb 11 Uhr der zweite Alarm, uw halb 12 Uhr der dritte. Um Mitternacht kamen die Flieger zum vierten Male und ließen 9 BornBen auf die Stadt und die Festungswerke her­ unterfallen. Kaum Jö Minuten später erschien, ein neues Geschwader und gegen 1 Uhr wieder­ um ein drittes Geschwader. Sechsmal wurde die Bevölkerung tn Schrecken versetzt. Erst von halb 2 Uhr an kehrte die Ruhe wieder ein, aber von einem ruhigen Schlafen in dieser Nacht war keine Rede mehr. (nt.)</p>
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          <p>Der Krieg zur See. Nr. 233 ,^THI »"V.MNg Vier Offiziere und 19 Mann der Besatzung) gerettet. Tio anderen an Bord befindlichen Mannschaften sind wckhrscheinlich ertrunken. Aufgebracht. Als der schwedische Dampfer "Gerd" ge­ stern vormittags ans der Ostsee in den Sund einlief, wurde er von einem deutschen Kriegs­ schiff angehalten und zur Untersuchung nach einem deutschen Hafen Überführt. , Alle englischen Handelsschiffe bewaffnet. Rotterdam, 26. Aug. Tie englische Regierung hat der niederländischen Regierung mitgeteilt, daß ab Mitte August alle eng­ lischen Handelsschiffe bewaffnet sind. Tie SchiKführer haben von der Admiralität strenge Abweisung, auf hoher See die 'Waf­ fen gegen alle feindlichen Schiffe anzuwenden. Neutrale Gewässer sollen respektiert werden. j Englands Postraub. : Am st erd am, 27. Aug. Ter DaMpfer "Prins der Niederlanden", von Amsterdam nach Westindien unterwegs, mußte seine Post in England zurücklassen. Stein U-Boot verloren. WTB. Berlin, 26. Aug. (Amtlich.) Anschließend an die amtliche Veröffentlichung vom 21. August wird bekannt gegeben, daß nunmehr alle an der Unternehmung bcmtf 19. August beteiligten U-Boote zurückgekehrt sind. Tie Angabe der britffchenAdmiralität über die Zerstörung eines deutschen U-Bootes ist dem­ nach unzutreffend. Ter Chef des Admiralstabes der Marine. Min englisches Hilfskriegsschiff verloren. London, 26. August. Reuter meldet: ^Amtlich,) Ter Hilfsdampfer der Kriegsmarine zur Untersuchung von Handelsschiffen, "Tuke of Albany (1997 Tonnen) wurde am 24. Aug. in der Nordsee von einem feindlichen Unter­ seeboot torpediert und versenkt. Ter Kapitän und 23 Mann sind umgekommen, 87 Mann wurden gerettet. . j Tie "Bremen" auf hoher Sec. Köln, 28. Aug. Im Laufe einer Unter­ redung mit dem Vertreter der Köln. Ztg. sagte Dr. Lohmann u. a.: Tie "Bremen" schwimlmt jetzt tasächlichl auf hoher See. Sie steuert iotefc der nach Baltimore und ist wieder mit Farb­ stoffen beladen. Kckpitän König betonte, daß die Besetzung des Handels-U-Bootes vom ersten bis zunn letzten Mann vollkommen Militär­ frei sei und in jeder Weise genau so den Vorschriften der Seemannsordnung und übet* Haupt den Gesetzen und Bedingungen der Han­ delsmarine untersteht, wie die Besatzung ei­ nes jeden anderen Handelsschiffes. Versen«. Haag, 27. Aug. Im Gvlfe von Alexandrette ist vor kurzem, wie ein deutscher Beglicht bereits meldete, ein englisches bewaffnetesPatrouillenschiff in Grund gebohrt worden. Tie englische Admiralität hat gestern nun Mitge­ teilt, daß es sich Hier zweifelsohne um bte "Caida" gehandelt habe, ein Schiff von 2027 Tonnen, das der britisch-indischen Tampfschifffahrtsgesellschaft gehörte. Tie Türken haben</p>
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          <p>einzelnen sich wird gestalten müssen. Einst­ weilen mag unserer Reichsregierung^feierliche Ankündigung von der Befreiung der Länder zwischen der Baltischen See und den Wolhhnilschen Sümpfen aus der Zarenherrischaft genü­ gen. Tie höchste und "dringlichste Forderung dieser Stunde ist eine andere. Ter Aufruf des Unabhängigen Ausschusses faßt sie in die Warnung vor dem uns von England drohenden Helotentum und in die lapidaren Worte zusam­ men: "Wir kennen jetzt unseren eigensten und gefährlichsten Feind, England. Er hält die Gegner zusammen. Er leitet sie. Sie sind von Ihm abhängig geworden ;fie würden es nach erfochtenem Siege noch mehr sein. Ueber den Trümmern unseres zerschlagenen Reiches hofft England das Banner der Weltherrschaft des Angelsachsentums aufzurichten". — Das ist unser Feldgoschrei und Kriegsziel Zugleich. Neben ihm verblaßt alles andere. Sind wir diesen Weg mit stählernem Willen bis zum Ende gegangen, dann sind wir auch überall sonst am 'Ziel! Darum Muß diese eine Kriegsparole, und keine andere, mit allenMitreln in Hirn und Herz der Nation gehämmert werden. Mit allen Mitteln der 'Schrift und des Wortes möge unser wacher Patriotismus im Volke diesen Aufruf verbreiten, unter dem sich die Namen hervorragender Vertreter aller Lürgerlichen Parteien, die Führer von Kunst und Wissenschaft, der Landwirtschaft, Indu­ strie, Technik uüd Kaufmannschaft, und nicht zuletzt so angesehene Autoritäten des See­ kriegs, wie die Admirale von Knorr, von Laus, von Grumme-Touglas, Hans Meyer, Kalau vom Hofe u. a. m. zusalmsmiengefunden haben, um Deutschland zuzurufen: Eines tut not, der Kampf gegen England, unsern eigen­ sten und gefährlichsten Feind. (Unabhängige Nationalkorrespondenz.) Friedensziele. Wie der deutschen Friedensgesellschaft, so hat Unterstaatsse'kretär Wähneschaffe auch der sozialdemokratischen Ar­ beilsgemeinschaft auf ihr Gesuch- um Freigabe der Erörterung der Kriegsziele ablehend ge­ antwortet. (Z.) LiebtÜecht hat gegen das Urteil des Ober­ kriegsgerichts Revision einlegen lassen.</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Tie Ausfuhr von Saatgetreide aller Art aus Bayern ist nur mit Genehmigung des K. Staats min i ster i ums des Innern zulässig: Fabrikgrünvuug. Wie der Fränk. Kurier melhet, wurde die Errichtung einer großen Fabrik in Fürth zur Herstellung von Eisen­ bahnwagen sowie Flugzeugen beischlossen. Zu diesem Zwecke wurden die der Stadt gehörigen, aus der sogenannten Hard gelegenen großen Ländereien für Fabrikzwecke erworben und au­ ßerdem ungefähr 300 000 ^Quadratmeter Ge­ lände für die Einrichtung eines großen Flug­ platzes von der Stadt zur Verfügung gestellt. Das neue Unternehmen, die "Bayerischen Wapgon- und Flugzeugwerke", wird durch die Mit­ wirkung der bedeutenden Gothaer Waggon­ fabrik, deren Erzeugnisse auch im Flugwesen höchsten Ruf genießen, errMjitet. Ter Bau der Fabrik wird sofort in AngiKff genom­ men. I , , ; , ; -</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. Deggerkdorf, 26. Aug. (Ehrliche Finderin.) In der letzten Zeit häufen sich auffallend grö­ ßere Fundverluste. Nachdem erst kurz einem Bauern aus dem unteren Walde eine Brief­ tasche mit über 300 Mark, dann einer Bauers­ frau eine solche mit über 800 Mark durch! redliche Finder zurückgegeben wurde, ist ge­ stern wiederum eine Brieftasche mit über 600 Mark dem magistratischen Fundbüro übergeben worden. Die ehrliche Finderin war das 11jährige Hausmeisterskind Kreszenz Regner, deren Vater im Felde steht. Das gefundene Geld konnte schon ntafjremer halben Stunde der Eigentümerin zurückgegeben werden, die die Ehrlichkeit des Mädchens gut belohnte. Passau, 26. Aug. (Ein Opfer der Gewehr­ spielerei.) In dem benachbarten Pfasienreuth i bei Untergriesbach fand die Wirtstvchter Mag­ dalena Helm tm elterlichen Wäschekasten ein geladenes Gewähr. Durch unvorsichtiges Han­ tieren erschoß'sie die 17j,ähr. Dienstmagd Ma­ ria Donaubauer von Haunersdorf.</p>
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          <p>Landgerichtsdirektor Karl Bauer in Passau, dam Landgerichtsdirektor Josef Brennfleck in Passau, dem Landgerichtsrat Julius Oskar von Beguelin in Teggendorf, dem Amtsrichter Lud­ wig Weigert in Landau a. I., dem Obersekretär Franz Stöcklein in Pfarrkirchen, dem Landge­ richtssekretär Jöses Vogel in Deggendorf, dem Rechtsanwalt Josef Segl in Straubing, dem Rechtsanwalt Alfons Prager in Straubing, dem Buchhalter bei dem ZuichHäus 'Straubing Seb. Zacherl, dem Grsängnisverwalter Adolf Karl in Paslsau, dem Wafchmeister bei dem/ Zuchthause Straubing,Georg Maier, dem Oberaufseher bei dem Zuchthaus« Straubing Johann Weith, dem Landgerichtsboten Heinrich Eichner in Passau. dem Beizirksamtmiann Tr. Ludw. Schmitt in Regen, dem Bezirksamtsassessor Frz. Haertl in Mallersdors, dem Bezirksamtsaslsessor Jos. Schubert in Tingolfing, dem Bezirksamtssek­ retär Josef Bielmeier in Regen, dem Bezirks­ amtssekretär Karl Wolserseder in Mallers­ dorf, dem Bezirksamtssekretär Anselm Bütt­ ner in Straubing, dem Bauamtmsann Karl Obermüller in Teggendorf, dem Bezirkstieuarzt August Auer in Kelheim, dem Bezirks­ tierarzt Andreas Pfab in Tingolfing, dem Tiistriktstierarzt Ludwig Bierling in Velden, dem Wrektor der Heil- u. Pflegeanstalt Dr. Emanuel Scheiber in Mainkofen, dem Ober­ arzt an der Heil- und Pflegeanstalt Dir. Alfred Maria Heckel in Mainkofen, dem Gendarmerie­ wachtmeister Max Heindl in Plattling, dem Gendarmerieoberwachtmeister Jos. Lehnen in Teggendorf, dem Stadtbaurat Jakob Flintsch in Paslsau, dem Rentner und Magistratsrat Heinr. Stahl in Paslsau, dem Bierbrauereibef. Gemeindebev. Jos. Schneider in Teggendorf, dem Bürgermeister Ludw. Förster in Eggenfelden, dem Bürgermstr. Jos. Schweller in Velden, dem Bürgermstr. Anton Vogt in Kel­ heim, dem Bürgerjmstr. Matth. Aäiänn in Adl­ kofen, dem Bürgermstr. Jak. Beck in Bergho­ fen, dem Bürgermstr. Jak. Eichberger in Ortenburg, dem Bügermstr. Mich. Neidlinger in Vornbach, dem Stadtsekretär Hans Kestel in Zwiesel, dem Marktsekretär Jos. Zauner-in Viechtach, dem Gemeindediener Mich. Zehent­ bauer in Frauenbiburg, dem Gutsbesitzer und Posthalter Jos. Cottel in Passau, dem Oekonomen, Landtagsabg. Jos. Wasner in Wasen, dem Beamten der Zentraldarlehenskasse Karl Neumeier in Bogen, dem Beamten der Zen­ traldarlehenskasse Ludw. Reitmayer in Pas­ sau, dem stellv. Geschäftsführer Heinr. Vornlochner in Passau, dem stellv. Vorstand der Landw. Winterschule Hans Rüllmann in Pässau, dem Landwirtschaftslehrer Albert Ruhtwandl in Pfarrkirchen, dem Eisenhändler und Tistriktssparkalssenverwalter Jos. Graf inSimbach a. I., der Rentnerin Therese Greinedeck in Simbach a. I., dem Rentalmtlmann Alfons Tewes in Griesbach, dem Zimntermleister Ignaz Hohenthanner in Weng, B. A. Griesbach, dem Gutsbesitzer u. Bürgermstr. F. Gevauer in Mittich, B. A. Griesbach.</p>
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          <p>Letzte Posten. Schweizer Gedenktag. Die Einwohner von Basel-Stadt begingen am Samstag den Jahrestag der Schlacht gegen das französische Armagnarenoeer. Vor nahezu 500 Jahren fiel die kleine Schaar der Eidgenos­ sen im Kampfe gegen die 40fache französische Uebermacht in ruhmvollen Kampfe bis auf dem Oaptam B. I. Slade, der ferne Erzäh- j den letzten Mann und rettete dadurch die Stadt ung mrt den damals tn bert britischen Flug- - Basel und die Eidgenössenschaft vor drohendem 3U ^o/ENden Worten begann: "Von I Verderben. An der Feier nahmen über'30 000 Jmmetmjann gefaßt und abgeschoben zu wer- | Personen teil den, ist keine Schande." Wie Slade berichtet/, \ flog er mit seinem Lenker, Captain Tarleh, f Englische Vorherrschaft über Rußland, gegen die deutschen Stellungen, als sich Im-, j Pe lersburg, 27. Aug. Reuter meldet: melmann plötzlich ans der Höhe auf sie stürzte^ F Ter Herausgeber der Rnßkij Gväshdanin, Bnsern Maschinengewchr in voller Tätigkeit. Als' ? latzel, hat sich bei dem englischen Botschafter den englischen Fliegernchie drohende Gefahr $ wegen seines neuerlichen Artikels entschuldigt, zum Bewußtsein käm, wär ihr Benzintank j Ter Botschafter spricht sich sehr scharf über den Artikel aus, der nur bezweckte, zwischen Rußland und England Mißtrauen zu sähen. WmjzfckhnM des rumänischen Silbergeldes. Wien, 27. Aug. Aus Bukarest wird der Politischen Korr, gemeldet, daß das Finanz­ ministerium ,it!tnf die Bevölkerung zur Ablie­ ferung des Metallgeldes.zu zwingen, alles !Silbergeld einziehen wird, weil es das Bild­ nis des Königs Carol trägt und dieses durch das Bild des Königs Ferdinand ersetzt werden soll. Tie Frist zur Einziehung ist vom 1, September 4 Wochen. Eingelöst wird das Silbergeld durch Banknoten. Tier Palazizo Venjegia konfisziert. Basel, 27. Aug. Nach einer Meldung der Stampa aus Rom hat die italienische Re­ gierung durch Tekret beschlössen, den Palazzo Venezia zu konfiszieren. Ter Palast gehört Oesterreich-Ungarn und 'ist Wohnsitz des öster­ reichischen Botschafters beim Vatikan. (Z.) 2|er Nil führt Hochwasser. Wie der Temps aus Kairo meldet, wachsen die Gewässer des Nil außerordentlich schnell an. Man befürchtet größere Ueberschwemmuncfen als sonst. Me entsprechenden Vorkehrun­ gen wurden getroffen.</p>
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          <p>Vermischtes. kktmerikanjische Luftkriegmärcheu. Keine andere Waffe wahrt in diesem Krieg so gewissenhaft u«*S&gt; ehrlich die Altüberlie­ ferten Regeln des Zweikämpfes, das unge­ schriebene Gesetz der Ritterlichkeit, wie die Flieger. Von diesem Satz ausgehend, erzäh­ len amerikanische Blätter nach englischen Quellen die folgende Geschichte, deren Held zinser unvergeßlicher Jmmelwiann ist,, und die ver­ breitet oder erfunden wurde, als er noch der Schrecken der britischen Piloten war. _@te stammt von einem! englischen Fliegeroffizier, dem Oaptam B. I. Slade, der ferne Erzäh- j den letzten Mann und rettete dadurch die Stadt ung mrt den damals tn bert britischen Flug- - Basel und die Eidgenössenschaft vor drohendem 3U ^o/ENden Worten begann: "Von I Verderben. An der Feier nahmen über'30 000 Jmmetmjann gefaßt und abgeschoben zu wer- | Personen teil den, ist keine Schande." Wie Slade berichtet/, \ flog er mit seinem Lenker, Captain Tarleh, f Englische Vorherrschaft über Rußland, gegen die deutschen Stellungen, als sich Im-, j Pe lersburg, 27. Aug. Reuter meldet: melmann plötzlich ans der Höhe auf sie stürzte^ F Ter Herausgeber der Rnßkij Gväshdanin, Bnsern Maschinengewchr in voller Tätigkeit. Als' ? latzel, hat sich bei dem englischen Botschafter den englischen Fliegernchie drohende Gefahr $ wegen seines neuerlichen Artikels entschuldigt, zum Bewußtsein käm, wär ihr Benzintank j Ter Botschafter spricht sich sehr scharf über auch schon von einem Hagel von Geschossen durchlöcheirt. Sie konnten nicht weiter stiegen; es 'galt nur, schnell Tiefensteuer zu Jeden und der sicheren Erde zuzustreben. Dabei war der deutsche Flieger ihnen immer dicht aus den Fersen und überschüttete ihr Llugzeug mit rasendem Feuer. Eine Kugel zer­ schmetterte den Daumen des englischen Piloten, und während.die Gejagten jmb der Verfolger in wilder Fahrt durch die Luft glitten, wäh­ rend JmmelMnnns Maschinengewehr ununter­ brochen knatterte, mpßte Captain Slade seieem Kameraden Mt einem Taschenmesser den Finger amputieren. Trotz der Verwundung gelang es bqn Engländer, sein Flugzeug sicher zur Erde zu bringen. Als Jmmelmänn, er­ kannte, 'daß. die feindlichen Flieger am Leben waren, ging er auch nieder, landete, kam auf sie zu, um ihnen in. höflicher Form Hilfe anzubieten. "Er benahm sich fähr liebens­ würdig," schreibt Captain Slade. . "Er ist ein Gentlemen, und ich hoffe, wenn er einmal in unsere Hand gerät, wird er als solcher be­ handelt werden. . So deutlich diese Ge­ schichte zeigt, welchen Ansehens und Respek­ tes sich Held Jmmelmänn unter den englischen Fliegern erfreute, so trägt sie doch so offen­ kundig den Stempel der Legende, daß man sich wundert, sie von der amerikanischen Presse ohne'ein Wort des Kommentars übernommen zu sehen. Wie kritiklos freilich in Amerika jedes Märchen hingenommen wird, wenn es nur ein bißchen romantisch! aufgeputzt ist, be­ weist auch die folgende kleine WliegergeschWte, die gleichzeitig mit dem Jinlmelmann-Abenteuer durch die amerikanische Presse geht, und die — das .ist auch bemerkenswert — aus dem sonst einigermaßen verständigen "Manchester Guardian" stammt. Sie schildert "eine gänz­ lich neue Methode, der Gefangenschaft zu ent­ gehen," für die ein junger englischer Offizier angeblich ausgezeichnet wurde, folgenderma­ ßen: Ter englische Flieger war gezwungen, in den deutschen Linien niederzugehen und wurde dort von einem deutschen Offizier ge­ fangen genommen. ^Mit dejm Revolver in der Hand) zwang nun der Teutsche seinen Gefongenen:, ihn an Bord des Flugzeuges zu einem Weobachtungsflug über die englischen Stellungen ziz bringen. Nachdem er &gt;rch ge­ nügend umgeschaut hatte, befahl der deutsche Offizier dem .englischen Flieger, zu wendem und nach den deutschen Stellungen zurück­ zufliegen. T«er junge Engländer befolgte scheinbar den Befahl; er stieg höher — und plötzlich schlug er in der Luft einen Wunderbacken Saltomortale. Als er seine Maschine wieder aufrichtete, War er allein; der deutsche Offizier hatte, sich auf dem Sitz nicht festge­ schnallt, und so war er kopfüber in die Tiefe gestürzt. Sü schnell als möglich! kehrte der Engländer zu den Seinen zurück. . . . Wer der kühne Held .und Tächter war, .und welcher Art feine Auszeichnung, das verschweigt der englisch-amerikanische Bericht. Mindestens ist der phantasiebegabte Jüngling zum Ehren-. Mitglied der "Guardian"-Redaktion ernannt worden, wenn .nicht überhaupt die ganze tolle Geschichte auf einem Redaktionssckssel in Man­ chester in aller Ruhe das Licht her Welt er­ blickt hät. (Z.)</p>
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