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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-08-31"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 236</biblScope>
          <date when="1916-08-31">1916-08-31</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Die türkische Kriegserklärung an Rumänien. Feindliche Angriffe im Westen teils vereitelt, teils zurückgeschlagen. — Der Berg Kukul in den Karpathen von deutschen Truppen erstürmt. — Erfolgreiche Beschießung des rumänischen Donauhafens Turun-Magurölö durch die österr.-ung. Donauflottille. Im Westen versuchten die Engländer und Franzosen im Sommegebiet mehrere Angriffe, die jedoch meist bereits von unserem Feuer niedergehalten wurden. Wo die Feinde aber anstürmten, wurden jie blutig abgewiesen, bei Ovillers—Pozieres in schwerem Nah-kampse. Ter Feind konnte keinen Fußbreit Boden ge­ winnen. An der Maas brachen französische Angriffe zusammen. Im Osten haben deutsche Truppen in den Karpathen den Russen den heißumstrittenen Berg Kuknl wieder entrissen. An der rumänischen Grenze ziehen sich! die österreichisch-ungarischen Truppen aus den Stellungen, die infolge der ungünstigenGrenzgestaltung einer Umgehung ausgesetzt wären, zurück an die Gebirgsstellungen. Damit fal­ len den Rumänen zwar billige Anfangslor­ beeren in den Schoß, die aber kaum von langer Tauer sein dürften. Ter Uebertritt Rumäniens zum Vierverband erweist sich immer Mehr als ein Treu­ bruch, wie ihn die Geschichte noch nicht gekannt hat. Tie letzten Schleier fallen und zeigen, daß auch die Vermutung, 'daß der 'Bönig von Rumänien nur gezwungen seinen Ratgebern nachgeben mußte, haltlos sei. Während der König dem österr.-ungar. Gesandten pathetisch erklärte, nie und nimmer werde er nachgeben', nie in -.einen Krieg willigen, war auf seinem' Schreibtisch! im Nebenzimmier seine Unter­ schrift, die er unter die Kriegserklärung gesetzt hatte, noch nicht trocken. Tas eben ist das fatale an diesem rumänischen Treubruch, daß die Dynastie, die deutsche Dynastie in Bukarest, aus der unsere Hoffnungen beruhten, keine passive, keine duldende Rolle in dieser Komö­ die des Verrates gespielt hat, sondern daß sie anscheinend sich! dazu hergegeben hat, die­ ser Büschklepperpolitik den Bönigsmantel als wirkungsvolle Draperie zu leihen. Und zu diesem Verhalten König Ferdinands ftimwn merkwürdig gut auch tue vor längerer Zeit aufgetauchten Gerüchte, die Königin Marie von Rumänien sei ganz für den Vierverband ge­ wonnen, man habe von Petersburg aus einen Weg gefunden, sie durch Bezahlung ihrer höchst beträchtlichen persönlichen Schulden an die Politik Rußlands und Englands zu fesseln. Tiefes Mittel wäre dann also dasselbe gewesen, das mit Erfolg im ganzen 'Lande vom! Minister bis zum einfachen Zollwächter angewandt wür­ de. Als Tochter des Herzogs Alfred von Eo- burg-Gotha gehörten zudem ihre Sympathien der englischen Politik ihres Onkels Eduard VII'. dem Austtfter allen Unheils dieses Kriegles. Auch hier machen wir wieder zu unserem Scha­ den die Erfahrung, daß dynastische Familien­ beziehungen fast ausschließlich! unseren Fein­ den, England und Rußland, zugute gekommen sind. Aber König Ferdinand, der Gatte die­ ser englischen Prinzessin, dürfte doch! jeden Rekord geschlagen haben. Einen Kriegsmini­ ster, der mit frecher Stirn die Mobilmachung ableugnet, hat bereits Rußland geliefert, Kö­ nig Ferdinand von Rumänien tritt stolz an die Seite des Herrn Suchomlinow. Rur schade, man hat der vielgewandten Majestät nicht mehr getraut. An der rumänischen Grenze sind überall starke Truppenmassen versam­ melt worden. Und so ist es Rumänien nicht gelungen, uns unvermutet in den Rücken zu fallen. 1 Tie österr.-ungar. Tonauslottille ent­ wickelt eine rege Tätigkeit. Vorgestern beschoß sie die rumänische Petroleumraffinerie"inGiuygin, gestern bei Turau Magurölö und Zimnica rumänische Hafenanlagen und Schiffe, die zer­ stört oder als Beute mitgenommen wurden. Tie Türkei hat nun auch den Krieg an Rumänien erklärt. An der Kaukasusftont zogen sich die Rus­ sen vor dem rechten Flügel der Türken, ber­ ste zu. umgehen brohte, in eiliger Flucht zu­ rück. I v . &gt; 1 Bericht des deutschen HnuMnttiers. WTB. Berlin, 30. August. Mittags. (Großes Hauptquartier.) Westlicher KrikßSschWlatz. Im Sorchüegebiet kämen unter beiderseits andauernd bedeutendem artilleristischen Ein­ satz feindlich« Unternehmungen am Tage in unserem wirkungsvollen Sperrfeuer nicht zur Entwicklung. Abends und nachts erfolgten starke Angriffe aus der Linie Ovillers—Po­ zieres und zwischen Tuillemont und Maurepas, während anschließend bis zur Somme und über diese hinaus bis in die Gegend von Ehilly der sturmbereite Gegner auch nachts in feinen .Gräben niedergehalten wurde. Un­</p>
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          <p>Bericht des deutschen Hauptquartiers. WTB. Berlin, 30. August. Mittags. (Großes Hauptquartier.) Westlicher KrikßSschWlatz. Im Sorchüegebiet kämen unter beiderseits andauernd bedeutendem artilleristischen Ein­ satz feindlich« Unternehmungen am Tage in unserem wirkungsvollen Sperrfeuer nicht zur Entwicklung. Abends und nachts erfolgten starke Angriffe aus der Linie Ovillers—Po­ zieres und zwischen Tuillemont und Maurepas, während anschließend bis zur Somme und über diese hinaus bis in die Gegend von Ehilly der sturmbereite Gegner auch nachts in feinen .Gräben niedergehalten wurde. Un­ sere Stellungen sin» restlos behauptet. Nörd­ lich von Ovillers Pozieres haben unsere tapferen Tryppen in schwerem Nahkampfe die an einzelnen Punkten eingedrungeneu engli­ schen Abteilungen wieder geworfen. Rechts der Maas sind erneute, durch heftiges Feuer vorbereitete französische An­ griffe bei Fleury und gegen unsere Stellun­ gen zwischen dem Torf und dem Chapitrewalde abermals zusammengebrochen. Südöstliche von Fleury wurde der Feind durch Gegenstoß zurückgeschlagen. I Nördlich des Ancrebaches und westlich von Müllhausen wurde je ein feindliches Flug?zeug im Luftkampf außer Gefecht gesetzt. Zwei Flugzeuge sind durch Abwehrfeuer nördlich der Somme heruntergeholt, ein wei­ teres mußte bei Sohecourt innerhalb unserer Linien landen. 1</p>
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          <p>Oestlicher Kriegsschauplatz. Nördlich der Karpathen keine Ereignisse von besonderer Bedeutung. Teutsche Truppen haben den Berg Kuknl nordwestlich von Zabie Lestürmt. valkankrieassSaulvlatz. Tie Lage ist im allgemeinen unverändert. Oberste Heeresleitung.</p>
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          <p>JtaltenisBer Kriegsschauplatz. Keine Ereignisse von besonderer Bedeu­ tung. SüdöstlhHer Kriegsschauplatz. Unsere Tonauflottille zerstörte bei TurnuMlagurölö an der unteren Donau rumäriische Schleppschiffe, Hasenmagazine und militärische Anlagen. Sie erbeutete bei Zimnica zwei volle Schlepper, ein Steg schliff und zwei Mo­ torboote. ' An der unteren Vojusa erhöhte Patrouilleniätigkeit. x 6&gt;et stellvertretende Chef des GeneralstabeO! v. H o e f e r, Feldmacschalleutuant. Ein Protest, des Papstes wegen des Palazzo Venezia. * Wien, 30. August. Ter hiesige päpst­ liche Nuntius teilte im Ministerium des Aeußern mit, daß der Papst einen Protest gegen den Raub des Palazzo Venezßct durch Italien erheben werde. Nach einer Meldung der "Reichspost" ist es möglich, daß der Papst int November-Konsistorium, in dem^vekanntkich die Nuntien von Wien und München den Kardinalshut erhalten sollen, diesen Protest vor dem versammelten Kardinalskollegium!aus­ sprechen wird. .</p>
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          <p>Neue russische Anleihe. Kopenhagen, 29. August. Tie "Ber- ) Vom östlichen Kriegsschauplatz. lingske Titdende" meldet aus Petersburg: Ter Finanzminiister wurde vom Zaren zu einer weiteren 'Kriegsanleihe von 2 Milliarden Ru­ bel unter «denselben Bedingungen wie die frü­ heren Kriegsanleihen ermächtigt. rankes Hölle in Rußland. Unter der Ueberschrift: "Dantes Hölle in Rußland" schreibt die Nordd. Allg. Ztg.: Alle Schrecken, alle Schilderungen über die Lage der Kriegsgefangenen in Rußland werden über­ stoffen ducrch einwandsteie Berichte, die von wenigen glücklich den Orten des Grauens ent­ flohenen Gefangenen erstattet und jetzt erst zur Kenntnis der Regierung gelangt sind. Preisgegeben schändlichen Blutsaugern von Un­ ternehmern, nicht bewchcht, sondern wie Skla­ ven geknechtet von unkultivierten'Horden von Tscherkessen und Kosaken gehen in den Di­ strikten an der Oronetz-Nerna-Eisenbahn und im Gouvernement Wjatka Tausende von deut­ schen und österreichischen Kriegs- und Zivilgefangenen unter so grauenhaften Umständen dem sicheren Tode entgegen, daß der mensch­ liche Geist sich sstäubt, von diesem Elend sich eine Vorstellung zu machen. Die deutsche Re­ gierung Hut gegen diese furchtbaren Zustände bei der russischen Regierung energischen Ein­ spruch erhoben und unverzüglich Abstellung gefordert.</p>
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          <p>Der Krieg mit Rumänien. Tic Kriegsstärke Rumäniens. Das Carpsche Blatt "Moldäwa" meldet, daß die Kriegsstärke des rumänischen Heeres bei Kriegsbeginn 600 000 Mann betrage. Eine Erhöhung dieser Ziffer soll nur bei entspre­ chend langer Tauer des Krieges in Frage kommen, wobei indessen die Abgänge durch Verluste auf den Schlachtfeldern und durch Krankheiten von maßgebendem Einfluß seien. Aus dem Kronrate. Ber n, 29. August. Das "Giornale d'Jtalia" meldet aus Bukarest: Im Kronrat stimmten Carp, MarghilvMän und Majorescu gegen den Krieg. Vratianus Zjoppelfpiel. Nachträglich! werden teils aus rumänischen rv eitS - aU t Erklungen von aus ^ Gegend von Serres, Drama und Kavalla Rumänien hrer etngestofsenen, verlas, tgenPer- Mntpr 1ttt V hpn s-**^*«* sönlichkeit-en Einzelheiten bekannt, die das in der letztenl Zeit von Bratianu getriebene Dop­ pelspiel tm noch garstigerem Lichte erscheinen 5T TOe'XÄ™ SÄ,*» — OIf D * m **.•“ smeftomilnbun9 ' land wurden in London und Paris ratifizier^. Poincare und Briand haben persönlich an den Verhandlungen teilgenommen und haben einen raschen Abschluß gefordert. Ter Vertrag mit Rumänien wurde von allen Ententestaaten un­ terfertigt. In den Verhandlungen mit den Diplomatien der Zentralmächte wußte Bratianu seine wahren Absichten ttn raffinierter "Weise zu verbergen. Bratianu hat alle kriegerischen Vorbereitungen getroffen und die Mobilisier­ ung angeordnet, während er unseren Vertre- Ter griechisch-orientalische russische Metrö polit Bujsulius Mangra in Hermanstadt (Un- f gärn) erklärte einem Berichterstatter des "Az i Genf, 30. Aug. Gestern fand in Athen Est": Infolge der rumänischen Kriegserklär­ ung bestachten wir ungarl. Rumänen, die im Bewußtsein dessen, daß die Rumänen u. die Ungarn aufeinander angewiesen sind und nur im gegenseitigen Verstauen eine Bürgschaft für das zukünftige Gedeihen erblicken, nunmehr Rumänien als unsern Feind. Die ungarlän­ dischen Rumänen wollen weder erobert noch befreit werden. Unter dem Szepter der un­ garischen Könige haben wir Jahrhünderte lang gelebt und mit unseren ungarischen Brüdern leben und «sterben wir. Ich bin überzeugt, daß mit dem heutigen Tage jede andere Po­ litik ausgeschaltet ist und daß im Vaterland kein Rumäne lebt, der sich nach« der Kriegser­ klärung nicht mit dem UngartuNt identifizieren würde. Mit aller Kraft wollen wir daran arbeiten ,daß das feste Zusammenhalten der Ungarn und der ungarländischen Rumänen u. die darin enthaltene Kraft ungeschmälert und ungeschwächt anstecht erhalten beibt. versicherte. (Z.) Eine lLrkläruttg der ösierreichisch-ttngarifche« Rumänen. W ie-n, 30. Aug. Ter Rumänenklub des Abgeordnietenhauses versendet folgende Erklä­ rung: Tie Abgeordneten des rumänischen Vol­ kes in bete Bukowina können den Anschluß Ru­ mäniens «an Rußland nicht fassen. Nach ihter Ueberzeugung ist er ein Unglück für den gan­ zen rumänischen BoltsstamiM, dessen Bestand durch einen Sieg Rußlands geradezu verneint werden würde. Unter diesen Umständen be­ klagen sie aufs tiefste die KriegserklärungRumäniens und verharren ebenso wie das ru­ mänische Volk in der Bukowina, das seine Liebe für Kaiser und Reich mit seinem Blute besiegelt, nach wie vor in unverbrüchlicher Treue zu Oesterreich. Sie wolle« nicht erlöst sei«.</p>
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          <p>eine von den Venizelisten veranstaltete Mas­ senkundgebung statt, die infolge der von der Regierung getroffenen Maßnahmen ohne Zwi­ schenfall verlies. Auch in zahlreichen anderen griechischen Städten wurden Versammlungen abgehalten. Sie schickten ein Telegramm an den König, worin sie diesen zur Kriegserklärung an Bulgarien aufforderten. An der venizelistischen Kundgebung in Athen beteiligten sich ungefähr 50 000 Personen. Ter serbische Ministerpräsident Pasitsch hatte am Montag nachmittags mit Zaimis u. Venizelos Besprechungen. Er begibt sich- am Tonnerstag nach Chalkis zum serbischen König und kehrt darauf nach Athen zurück. (Z.) Ter König von Griechenland krank. Reuter meldet aus Athen: Ter König leidet neuerdings an den Folgen der letzten Operation, da sich die Wunde entzündet hat. Es wird eine nochmalige kleine Operation nö­ tig fein. Ter König ist deshalb außerstande, die Te!putation 'der liberalen Partei zu em­ pfangen.</p>
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          <p>Die Türkei im Kriege. Die türkische Kriegserklärung an Rumänien. Kousiautinopel, 30. August. Nach einer Meldunjg der Agence Telegraphiquc Milli hat der Ministerrat gestern die Kriegserklärung der Türkei an Rumänien beschlossen. Ter türkische Bericht Konstantinopel, 30. Aug. Tas tür­ kische Hauptquartier teilt mit: An er Kauka fusfro nt setzte unser rechter Flügel die Offensive auch- gestern er­ folgreich fort. Infolge der Bewegung gegen die Rückzugslinie eines Teiles der feindlichen Streitmacht hat dieser sich- in aufgelöster Flucht nach verschiedenen Richtungen zerstreut.Feindliche Soldaten, die auf dem Kampfplatz verblie­ ben, wurden teils gefangen, diejenigen, die widerstanden, getötet. Am Zentrum und auf dem linken Flügel kein wichtiger Vorgang!. Außer unbedeutenden Ueberfällen von hüben und drüben, Patrouillengefechten, die für uns günstig waren, Feuerwechsel und örtliche Ge­ fechte ohne Bedeutung. Von fünf feindlichen Flugzeugen, die in den Gewässern von Gafa von einem Flugzeug-Mutterschiff aufgestiegen waren, und die Bomben warfen, mußte eines niedergehen. Es wurde mit bem' Führer ein­ gebracht. Zwei feindliche Flugzeuge, die am selben Tage über El Arich erschienen, wurden durch Feuer zur Flucht gezwungen. An den anderen Fronten nichts Erwähnenswertes.</p>
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          <p>te auch nicht jene "wahrhaft genialen" Staats­ männer stehen, die sie ersehnt. Aber unsere leitenden Minner werden sehr mt Gegen­ satz zu ihren Ententetollegen — imstande sein, die Katastrophe zu überragen und ihr ein gerechtes Ende zu setzen, weil sie treu und echt, ehrlW und von reinstem Wollen beseelt, und vor allem, weil hinter ihnen die zum (äußersten entschlossenen Völker in Waffen ste­ hen, die den unbeirrbaren Willen haben, mit dem "Blitz 'ihres höheren menschlichen Wil­ lens" zur rechten Stunde mitten hinein ins feindliche Zentrum zu treffen.</p>
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          <p>schon Frkau von Aathenow. Ob sie daran schön gedacht Hatte? Ob es ihr leid tat, daß es zu spät tottic? War es denn zu spät? Noch war Hans von Rathenow nicht mit Christa Langendorf verheiratet und eine Verlobung läßt sich rück­ gängig -machen. &gt; Ob Anne-Rose eine solche Möglichkeit er­ wog? Er sah (sie mit einem brennenden Blick unruhig an. Und er rief sich zurück, was.sie im Parck auf der kleinen Anhöhe miteinander gesprochen hatten. Wie erlöst atmete er auf. Nein, Anne-Rose war zu stolz, ihr Herzj dem wieder zuzuwenden, der es, in kalter Berech­ nung bion sich gestoßen hatte. Sie griff gewiß nicht noch einmal nach trügerischem Rausch­ gold!, da sie es als solches erkannt Hatte. Wer Hans von Rathenow? Ob der nicht versuchen würde, sich von der ungeliebten Braut zu lösen und (sich Anne-Rose zurück­ zugewinnen, nun sie eine reiche Erbin war, nun sie den Preis zu zahlen vermochte, um den er sich verkaufte? O ja, (sicher würde erf es versuchen. Er würde sich an Anne-Rose herandrängen und versuchen, (sie von neuem zu betören. Finster starrte Lothar vor sich hin und der harte Zug um seinen Mund vertiefte sich. Taser-Akbersicht. Kein Getreide mehr für Braun tw c in bren­ ne r eien. Wie von dem Vorsitzenden der Reichs­ getreidestelle mitgeteilt wird, ist in den Wirt­ schaftsjahren 16 und 17 nicht beabsichtigt, die Kornbrannkweinbrentzereien mit Brotgetreide zu beliefern. (Z.) Streiks «nd Aussperrmvgeü im Kriege. Ter deutsche Arbeitsmarkt im Kriege ist durch­ aus geregelt. Infolgedessen ist auch nirgends von einer Arbeitslosigkeit etwas zu spüren. Aber auch Streiks und Aussperrungen treten nur selten in die Erscheinung. Tas "ReichsArbeitsblatt" bringt jetzt die Streikzahlen für das zweite Vierteljahr des laufenden Jahres 1916. Tanach wurden in diesem zweiten Vier­ teljahr 60 ©Breis# beendet und 58 Streiks be­ gonnen. Bei den beendeten Streiks handelte es sich im ganzen um 171 Betriebe. 16 Be­ triebe wurden zu völligem Stillstand gebracht. In den betroffenen Betrieben waren insge­ samt rund 150 000 Personen beschäftigt. Von den Streiks hatten 7 einen vollen Erfolg, 27 einen teilweisen und 26 keinen. Tie meisten Streiks fanden int Baugewerbe statt, nämlich 118. Tann folgte das Berg- und Hüttenwesen mit 17 Streiks. 4 Streiks kamen auf die Maschinenindustrie, 3 auf die Metallverarbei­ tung, auf die Holzindustrie, auf das Beklei­ dungsgewerbe und das Verkehrsgewerbe. 2 Streiks waren in der chemischen Industrie, in der Nahrungsmittelindustrie und im Reini­ gungsgewerbe, 1 Streik in der Kunst- und Handelsgärtnerei. Aussperrungen von Sei­ ten der Arbeitgeber fanden nicht statt. Tier Papst und die rumänisch« KriegSerlärung. Ter Mailänder Secolo meldet aus Rom: Tie gestrigen Ereignisse kamen für den Vatikan ganz unerwartet. Ter Papst war durch die Nachricht der Kriegserklärung Ru­ mäniens an Oesterreich-Ungarn ganz erschüt­ tert 'und rief aus: Wir hofften, daß uns die­ ser neue Schmerz erspart bleiben würde! Hiercruf zog sich der Papst in seine Privatgemächer zurück. Unruhen in Niederlänvisch-Jndicn. Nach einem Telegramm! aus Niederländisch-Jndien ein dumpfer Truck über sie, als gehöre ihr das alles mit Unrecht. Tann sah sie be­ drückt in Lothars Gesicht und atmete tief und schwer. Nur der Gedanke, daß Lothar nach! Retzbach kommen würde und daß es ihr dann möglich sein würde, ihn zu entschädigen, er­ leichterte ihr Gemüt. Und in der Hoffnung auf ein stetes Zusammenleben mit Lothar in Retzbach, das ihr in Zukunft bevorstand, konnte sie dann wieder eine helle Glückseligkeit em­ pfinden. Am nächsten Tage sollte dann der Besuch in Langendorf stattfinden. Es drängte Jost von Billach, seinem alten Freund Langendorf zu verkünden, daß er nun in Zukunft mit feinen Tomen in Retzbach wohnen und gute Nachbarschaft mit ihm halten würde. 1 Ter geräumige Landauer war wieder an­ gespannt worden. Lothar saß Anne-Rose ge­ genüber und konnte jetne Augen nicht von ihrem süßen Geisicht lassen. Und da kam ihm! plötzlich der Gedanke an Hans von Rathenow. Was würde dieser wohl empfinden, wenn er hörte, daß Anne-Rose von Billach jetzt eine reiche Erbin war, viel reicher wahrscheinlich, als seine ungeliebte Braut? I Wenn Anne-Rose früher dies reiche Erbe zugefallen wäre, dann wäre sie jetzt wohl "Er soll es nicht wagen." Tas stand in seinem Gesicht geschrieben!. Anne-Rose sah in dies starre, drohende Ge­ sicht hinein und ihr Herz Köpfte unruhig. Warum sah Lothar so finster aus, woran dachte er? Sie konnte ihre Augen nicht lösen von diesem harten, festen Gesicht. "Als Feind möchte ich Lothar Retzbach nicht, kennen lernen, nie möchte ich, daß seine silntzeü-so finster aus mir ruhten. — Aber er kann gottlob anders blicken, ganz anders, so wie gestern, ach, warum sieht er mich! nicht mehr so an, wie am gestrigen Morgen?" Sie seufzte leise. Ta fuhr er aus seinem finsteren Brüten auf und sah in iljre Singen hinein. Eine unbewußte Bitte lag in ihrem Blick. Und da verschwand der harte Zug, seine Augen blickten nicht mehr finster und drohend). Ter Ausdruck seines Gesichts zeigte eine selt­ same, zärtliche Weichheit, wie immer, wenn er Anne-Rose ansah. t Ta stieg eine heiße Röte in ihr Antlitze und sie wandte verwirrt den Blick zur Seite. ^ ' (Fortsetzung folgt.)</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Sozia lle Hilfe. Zur Durchführung der Erwerbslossenfürsorge in der Kleider- und Wäscheindulstrie, die wegen der Verkürzung der Arbeitszeitz in den genannten Betrieben not­ wendig geiworden ist, hat die Stadtgemeinde München Zunächst einen Betrag von 25 000 Mark zur Verfügung gestellt.</p>
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          <p>Ein feindlicher Lebensretter. Tas zwei­ einhalb Jahre alte Söhnchen der Arbeiters­ frau Klein von Tachau fiel bei der dortigen Papierfabrik in den tiefen reißenden Mühlbachkanal der Amper. Tas Kind wurde fort­ getrieben. Im Fabrikhofe ging ein kriegsgefongenetr Franzose spazieren. Dieser sah das Kind dahertreiben, sprang in den Kanal und rettete das. Kind mit eigener Lebensgefahr von dem Tode des Ertrinkens. Ter Vater des Kleinen starb bereits den Heldentod fürs Vater­ land. Wirb el sturm. Ein Orkan, der dieser Tage in der Gegend von Stangenroth wütete, hat an den Obstbäumen beträchtlichen Schaden an­ gerichtet. Im Burkardröther "iDemeindewald hat der Wirbelsturm viele Fichten abgesplit­ tert und entwurzelt. Menschenleben kamen nicht zu Schaden. Ertranikien. Ter 13 Jahre alte Volks­ schüler Georg Koch von Ludwigshafen badete im Rhein und ging dabei unter. Tie Leiche konnte noch nicht gefunden werden. Hagelschlag in Frankreich. Laut "Matin" ist Südfrankreich wiederum von Heftigen Stür­ men und Hagelschlag heimgesucht worden. In Perigneux wurde die vor der Einbringung stehende Tabak-, sowie die Mais- und Wein­ ernte zerschlagen. Auch- im Bezirk BergerAc soll der Schaden sehr beträchtlich fein. Expllosion. Ter "Temps" meldet aus Mon­ treal (Kanada): In Trumnrondville wurde eine Pulverfabrik durch Feuersbrnnst voll­ ständig eingeäschert. 3 Tote und 20 Verwun­ dete wurden gezählt. JSrojje Pulvervorräte wurden ^vernichtet. Gescheitetzt. Tas amerikanische Linien­ schiff "Memphis" wurde durch, esnen Sturm gegen Me, Küste geworfen. Es werden die größten Anstrengungen gemacht, um die 1060 Mann starke Besatzung zu retten. Allerlei.</p>
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          <p>Vereinigten Kunstmühlen wegen starker Be­ schäftigung der Mühlen vom Magistrat durchBeschluß der letzten Sitzung um eine Woche auf 18. September verschoben. Eine Verschie­ bung der Auskehr des Klötzlmüller und Ham­ merbaches dürfte, wie vermutet wird, an der Weigerung der oberen Müller scheitern, doch beschloß der .Magistrat, mit dem Bezirksamt Freising in dieser Angelegenheit in Fühlung zu treten. Hiebei beklagte auch- Herr Ml-R. Weiß als Kommissär der Schwimhnjschule, daß die Bachauskehr noch während der Badesaison stattfinde, wodurch die stöbt. Schwimm schule immer einige Tage außer Betrieb gesetzt wer­ de und regte eine Spüterverlegung des Ter­ mines an, was jedoch als unausführbar be­ zeichnet wurde., —* Die Gänf enteister, die Körnerfutter benötigen, wollen ein Gesuch um Zuweisung durch ihre Distriktspolizeibehörde baldigst an die Bayer. Fleischversorgungsstelle richten; be­ vorzugt bei der Verteilung stmrden Mäster,' die sich "verpflichten, die ausgemästeten Gänse ih­ rem Konimlunalverband (Lebensmnttelversorgungsgesellschaft, Lebensmittelverteilungsstelke usw.) zur Verfügung zu stellen. —* Die Bayer. Fleischversorgungs­ stelle schreibt: Es sind Fälle vorgekommen, daß Kommissionäre oder Aufkäufer auf die Schlußscheine die Bemerkung geischrieben ha­ ben: "Für Mindererlös kommt der Verkäufer auf". Ein derartiges Vorgehen der Genannten ist unzulässig und unkorrekt und hat im Wie­ derholungsfälle die sofortige Entziehung des Erlaubnisscheines zur Folge. —* Ein Ankaufsrecht für Eicheln und Kastanien steht nur der Bezugsverei­ nigung der deutschen Landwirte in Berlin zu. Tie Sammelstellen der Bezugsvereinigung wer­ den demnächst öffentlich, bekannt gegeben. Ta die Eicheln ein nützliches Viehsutter und die Kastanien neben den Futterwerrken ein gu­ tes Speiseöl liefern, wird dringend gebeten) zur Zeit der Reise eine al lg ernenne Sammel­ tätigkeit int ganzen Reiche zu entfalten ^und die Früchte den Sammelstellen zuzuführen. —* Ue b e r d ie Behänd! ung leicht­ verderblicher Sendungen chat die Eisenbahndirektion folgenden Hinweis erlas­ sen: In letzter Zeit sind wiederholt Gemüsesendungen im Gewahrsam der Eisenbahn ver­ dorben, weil Ablieserungshindernisse eintra­ ten, insbesondere vom Empfänger die Annah­ me verweigert wurde und die Tienststellen nicht für rasche Verwertung des Gutes Sortze trugen. Tie derzeitigen Verhältnisse erfor­ dern aber dringend, daß alle Nahrungsmittel restlos verwertet werden. Tie Dienststellen wurden deshalb angewiesen, auf schnellste BenachrichiüMng der Empfänger von der An­ kunft leichtverderblicher Güter und auf deren unverzügliche Auslieferung bedacht zu sein, und zwar namentlich, wenn die Sendungen während der Beförderung Verzögerung erlit­ ten haben oder kurz vor Beginn oder während des Marktes eintreffen. Ergeben sich Ablleferungshindernisffe, so ist das Gut unverzüg­ lich zu verkaufen. Von dem bevorstehenden Verüruf sind, besonders bei größeren Men­ gen schleunigst die Kommunalverbände zu verständigen und zur Stellung von Kaufange­ boten zu veranlassen. Bereits erhöht int Etat vorgesehene Betriebseinnahme von 57 000 Mark, somit eine Meh­ rung von 8000 Mark. Im August allein lvurden bis jetzt 6700 Mark eingenommen. —* Von einem Pferde gestoßen wurde gestern nachmittags in der unteren Altstadt Herr Privatier Sarsoe. Er mußte durch die freiw. Sanitätskolonne in seine Wohnung ver­ bracht werden. * Die Abgabe von Saccharinbe« zugsscheinep erfolgt jeden Dienstag und Freitag gegen 'Vorzeigung der Brotkarte int Meinen Rathaussaale zwischen halb 10 und !11 Uhr an minderbemittelte und kinderreiche Familien. —* Keine Petroleumabgabe. Tie vom hiesigen Magistrate in seiner letzten Sitz­ ung beschlossene Maßnahme über die Abgabe von Petroleum gegen Marken und die Aus­ gabe von Petroleummarken sind infolge der neuen Verfügung des Reichskanzlers gegen­ standslos geworden. Es darf gegenwärtig überhaupt kein Petroleum abgegeben werden, daher können auch keine Petroleummarken zur Ausgabe gelangen. —* Ein Opfertag für die deutsche Marine wird am 1. Oktober in ganz'Deutsch­ land veranstaltet. Tie hiesige Ortsgruppe des Teutschen Flotten-Vereins, der die Bezirke Landshut-Stadt, Bezirksamt Landshut und Vilsbiburg zugeteilt wurden, hat mit den Vor­ arbeiten bereits begonnen. -—* Anonyme Briefe gelangten in der letzten Zeit an Herrn Oberbürgermeister Hofrat Marschall, wie dieser in der letzten Magistratssitzüng mitteilte. In diesen Brie­ fen wurden ihm Vorwürfe wegen Befreiung hiesiger Personen vom Militärdienste gemacht und ihm hiefür mit einer "Kugel" gedroht. Er betonte, daß der Zivilvorsitzende nichts zu befreien habe; ebensowenig wisse er von einer Einberufung. Ter Zivil- und Militärvorsitzende haben ev.' Gesuche lediglich zu prüfen au? die Richtigkeit der darin jjematujien An­ gaben. Tie Entscheidung Ti ege 'bei dem Ge­ neralkommando. Leider seien bei den letzten Einberufungen eine Menge Leute, die hier " hätten einberufen werden können, nach aus­ wärts einberufen worden. Doch sei dies alles militärische Angelegenheit und der Zivilvorfitenbe habe hiermit nichts zu tun. —* Das Öbsterträ-gn is der Straße Landshüt Regensburg zwischen Essenbach! und Ergoldsbach, Kilometer 11—19, wird am il. September vormittags halb 10 Uhr und der Straße Landshut—Straubing zwischen Ki­ lometer 16—18 am 4. September vormittags halb 10 Uhr (Zusammenkunft bei Mettenbach) in kleinen Losen zur Versteigerung gebracht. -* Di e I sarauskehr, die in der kleinen Isar am zweiten Montag des Septem­ ber erfolgen sollte, wurde auf Anregung der</p>
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          <p>Flaschenposten. Am Skagerrak ist, wie gemeldet wurde, von einem Fischer eine Flasche aufgefunden worden die den letzten Bericht des Kapitäns vom Zeppelin-Kreuzer "L 19, und Karten grüße der Besatzung an ihre Angehörigen enthielt. Die Flaschenpost, d. h. die Beförderung von Nachrichten durch tust- und wasserdicht verschlossene Flaschen, die man dem Ozean anvertraut, um sie durch die Meeresströmung an eine von Menschen bewohnte Küste treiben zu lassen, ist uralt. Seit Jahrhunderten bereits berichten die Chroniken von Flaschenposten, zu denen Schiffbrüchige ihre Zuflucht nahmen. In unserer Zeit des Dampfes und der Elektrizität hat die Verwendung der Flaschenpost freilich mehr und | deutsche Sammlung der Flaschentriftzettel auf mehr als 600 angewachsen. Der Prozentsatz der wiederge­ fundenen Flaschen ist selbstverständlich, je nach der Art der Küsten, sehr verschieden. Unbewohnt oder felsige, schwerer Brandung ausgesetzte Gestade sind der Wiedererlangung der Flaschen ungünstig. Von den 60 Flaschen, die Neumeier von Australien um Kap Horn bis zum Aequator auf verschiedenen Wegen ausgesandt hatte ist nur eine einzige wiedergefunden worden. Anderseits wurden von Den 3550 Flaschen, die non 1894 bis 1897 von der schottischen Fischereibehötde längs der schottischen und englischen Nordsee­ küste ausgesetzt wurden, 572, also rund der 6. Teil, wieder eingeliefert. Hieraus ging eine wissenschaftliche Triftkarte hervor, die deutlich eine Umkreisung der Nordsee durch einen Strom, entgegengesetzt der Richtung des Uhrzeigers, aufweist. Sodann wurden, um nur noch ein Beispiel anzuführen, fast alle Flaschen, die in den äquatorialen Strömen des Atlantischen Ozeans ausgesetzt wurden, in Brasilien oder Westindien die im Guineaftrom ausgeworfenen dagegen an der westafrikanischen Küste gefunden. Die Fundorte der Flaschen ergaben hier also sehr wertvolle Schlüffe auf die Richtung der Lberflächenströmungen. Die tägliche Durchschnitlsgeschwindigkeit einer Flaschenpost veran­ schlagt m'an auf 15 — 16 km. Immerhin ist bte Ermittlung der Stromgeschwindigkeit nicht sehr zuverlässig, weil man nur selten wird festellen können, ob eine Flaschenpost sofort oder erst längere Zeit nach ihrer Anschwemmung an die Küste gesunden wurde. geworden ist, ist der Sieg einer Politik, die als die verkörperte Solidität und Rechtlichkeit erkannt werden mußte und die,, auch so lange sie mehr enthaltsam, denn planend verfuhr, jedenfalls die Grundlagen bereitet hat, daß die das Wohl jener Staaten unbeirrt abwägenden Verantwortlichen in der Schwere der Entscheidung den Mut hatten, auf Deutschland und Österreich ihren Verlaß und ihre Zuversicht zu setzen Und darin liegt das Wiedererhebende, nach dem Ekel und der Trostlosigkeit, womit der politische Anfang des Krieges die Seele erfüllen mußte. Auf die Dauer hat sich doch die gewissenhafte Sachlichkeit gegen die wüste Agitation der Entente nebst der Freiheit so mancher Politikmacher behauptet, und die Mannhaftigkeit und Klarsicht der monarchischen Lenker war es, die diese befreiende Wendung brachte. mehr abgeenommen. Es liegt dies in der Natur der Sache; dien unflre Fernverständigungsgelegenheiten sind viel lbesser und schneller als der immerhin wenig verläßlicher Flaschenbote, von den man nie weiß, ob. wann undd wo er landet, und wenn er landet, ob ihn auch hilfsbereite Hände bergen. Dagegen hat nun aber die Flaschenpost im Laufe der Zeit eine sehr wesentlichee Bedeutung in der wissenschaftlichen ForschungsArbeit gewonnen. Besonders wird sie seit dem 19. Jahrhundert benutzt, um Richtung und auch Geschwindigkeiten von Meeresströmungen festzustellen. Zum erstten Male wurde diese Strombeobachtung nachweisliich 1802 vom englischen Schiff "Rainbow' angewandt, und zwar hatte man in jede Flasche einen Zettel gefsteckt, der das Datum des Auswerfens und den Ort der Abgangsstelle enthielt und auf dem der Finder gebeten wurde, später das Datum des Auffindems und die Fundstelle anzugeben. Fast alle in der errften Zeit abgesandten Flaschenpoüen sind im Golfftronn ausgeworfen worden. 1837 veröffentlichte, als Erfteer in Deutschland, Heinrich Berghaus eine Tafel 21L ihm bis dahin bekannt gewordenen Flaschen­ triften. Die Bezeichnung "Flaschenpost" findet sich zum erstten Mal in einer 1868 veröffentlichten Besprechung vo Flafcheutriften durch den späteren Leiter der' deutschen Seewarte in Hamburg Prof. Dr. G. Neumeier. Seit 1878 hat die Hamburger Seewarle die Ausgabe rorgedruckter Flafchenpostzettel organisiert, damn die Seeiahrer solch ein passendes Blatt, worauf nur wenige Zahlen und Namen nachzutragen waren, jeden Augenblick zur Hand halten. Bis zuun Anfang des jetzigen Jahrhunderts war die</p>
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          <p>33. Sitzung des Stadtmagistrats Landshut. kosten von ffrüher 2 Psg. aber jetzt auf 10 Pfg. gestiegen siind, beantragte die Direktion der städt. Lichlwverke einen 40prozentigen Aufschlag, sodaß der ZStrom nunmehr M Pfg. kosten soll. Ter Magrsstrat genehmigte dies int Hinblick auf den güinftigen Abschluß der Straßenbahn. Das i B a u g e s u ch der Aktiengesellschaft für Chem. Produkte vorm. Scheidemttndel für Anbau eimes Kvhlenschuppens, sowie eines Puntpen- rund Waslserreinigungsraumes wird genehmigt unter der Bedingung, daß die Umsassungsmaruer gegen den städt. Grund aus massivem 'Mauerwerk hergestellt wird. vom 29. August 1916. Borsitzender: Oberbürgermeister Hofral M arschal l. Ein D ant schreiben des Herrn Regierungspräsidenten Exzellenz b. Pracher für die Glückwünsche der städt. Kollegien zur Verleihung des Titels "Exzellenz" wird zur Kenntnis genommen. Eine Einladung zur Tagung deut­ scher Berufsbormünder wird zur Kenntnis ge­ nommen. Der Obstanfall in den städt. Anwesen am Gries und im ehemj. Becheranwesen "bort wird der Volksküche zugewiesen. Die Dampfkesselanlage der Fa. Scheidemandel wird zu den Bedingungen des Rebifionsvereins genehmigt. Der Tauschbertr a g zwischen Stadigemeinde und Landesbersicherungsanstalt für den Grundtausch am Viehmarktplatz zur Ein­ friedungsmauer der Landesbersicherungs - An­ stalt findet Genehmigung. Die elektrische I n stallatio n im Hause seines Bruders hier möchte der Instal­ lateur Joseph Niederer von Günzburg vorneh­ men. Wird abgelehnt, da hier genügend In­ stallateure vorhanden und zumteil ohnedies keine Arbeit hüben. Kredit Überschreitungen beim Elektrizitätswerk für Betriebsmaterialien von 3400 Mark auf 8600, und für Unterhält der Akkumulatorenbatterie von 200 Mark auf 670 Mark werden genehmigt. Der Strom für die Straß,enbah n kostete bisher 10 Pfennig. Ta die Erzeugungs­</p>
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          <p>Tages-Uebersicht. Kein Getreide mehr für Braun tw c in bren­ ne r eien. Wie von dem Vorsitzenden der Reichs­ getreidestelle mitgeteilt wird, ist in den Wirt­ schaftsjahren 16 und 17 nicht beabsichtigt, die Kornbrannkweinbrentzereien mit Brotgetreide zu beliefern. (Z.) Streiks «nd Aussperrmvgeü im Kriege. Ter deutsche Arbeitsmarkt im Kriege ist durch­ aus geregelt. Infolgedessen ist auch nirgends von einer Arbeitslosigkeit etwas zu spüren. Aber auch Streiks und Aussperrungen treten nur selten in die Erscheinung. Tas "ReichsArbeitsblatt" bringt jetzt die Streikzahlen für das zweite Vierteljahr des laufenden Jahres 1916. Tanach wurden in diesem zweiten Vier­ teljahr 60 ©Breis# beendet und 58 Streiks be­ gonnen. Bei den beendeten Streiks handelte es sich im ganzen um 171 Betriebe. 16 Be­ triebe wurden zu völligem Stillstand gebracht. In den betroffenen Betrieben waren insge­ samt rund 150 000 Personen beschäftigt. Von den Streiks hatten 7 einen vollen Erfolg, 27 einen teilweisen und 26 keinen. Tie meisten Streiks fanden int Baugewerbe statt, nämlich 118. Tann folgte das Berg- und Hüttenwesen mit 17 Streiks. 4 Streiks kamen auf die Maschinenindustrie, 3 auf die Metallverarbei­ tung, auf die Holzindustrie, auf das Beklei­ dungsgewerbe und das Verkehrsgewerbe. 2 Streiks waren in der chemischen Industrie, in der Nahrungsmittelindustrie und im Reini­ gungsgewerbe, 1 Streik in der Kunst- und Handelsgärtnerei. Aussperrungen von Sei­ ten der Arbeitgeber fanden nicht statt. Tier Papst und die rumänisch« KriegSerlärung. Ter Mailänder Secolo meldet aus Rom: Tie gestrigen Ereignisse kamen für den Vatikan ganz unerwartet. Ter Papst war durch die Nachricht der Kriegserklärung Ru­ mäniens an Oesterreich-Ungarn ganz erschüt­ tert 'und rief aus: Wir hofften, daß uns die­ ser neue Schmerz erspart bleiben würde! Hiercruf zog sich der Papst in seine Privatgemächer zurück. Unruhen in Niederlänvisch-Jndicn. Nach einem Telegramm! aus Niederländisch-Jndien wurden daK Postamt und das Polizeigebäude von Mcear:a Tembesi zerstört. Man glaubt, daß es sich um ein Attentat von Mitgliedern der Sarekart-Jslams handelt. (Z.)</p>
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          <p>ünterhaltungsdienst Jos. Probst in Waldkir­ chen, dem Bahnarbeiter Frz. Haidt in Passau, dem Unteroffizier d. Res. Frz. Bläschko bei der Bahnhof-Kommandantur Passau, den Feldwebelleutanten Joh. Amann und Gg.Kurz -es 1. Ers.s-Bat. und Joh. Hölzl des 2. Ersatz-Batl. des 16. Jns.-'Rgts., Ernst Urz und Gg. Ttichtl des Landst-Jns.^ Erstatt. Passau, dem Ofsiziersstellvertrer des 2. Ers.-Batl. des 16. Jnf.-Rgts. Oskar Kirchner des2. Ers.-Batl, 16. Jnf.bRgts., den Feldwebeln des Lanst.Ersl-Batl. Passau Otto Wahlrab und Jak.Heyp,' dem Sergeanten Jos. Seibold des Bez.-Kommandos Passau, dem Sergeanten des Landst,. Gg. Tistelhut in Passau, dem Gefreiten d. Reft Anton Bauer des Bezirks-Kom. Paffau.</p>
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          <p>Letzte Posten. Tie Russen in Rumänien. 93et n, 31. Aug. Tie Agenee des Balcans berichtet ans Bukarest: Russische Truppen der Armee des Generals Jwanosf sind bereits am Samstag abends, also 24 Stunden vor der ru­ mänischen Kriegserklärung auf Pontonbrükbrücken über die Donau gesetzt worden. Die Russen waren von drei Divisionen serbischer Truppen begleitet, die ans serbischen Flüchtlingen, Rumänen und Freiwilligen ans Ame­ rika gebildet worden waren. Diese Trulppen hatten vor drei Wochen in Odessa vor dem Za­ ren Revue passiert. Sie wurden in Sonderzü?gen unvermittelt durch Rumänien ln südlicher Richtung weiter transportiert. Bei Reni wurjde eine fünf Kilometer lange Rampe gebaut, in beten Nähe die Russen gewaltiges Materüat und gpoße Truppenmengen bereitstellen. Auf bet anderen Seite des Stromes bauen die Ru­ mänen eine Rampe von gleicher Länge. (Z.) Tvr griechische Äeupralstubschef zurück­ getreten? Berlin, 30. Aug. Vom zurückgetretenen griechischen Generalftabsches und feinem Stell­ vertreter stellen die Blätter fest, daß sie mit ihren Sympathien ans der Seite der Mittel­ mächte waren, deren ehrliche Handlungsweise gegenüber Griechenland sie erkannten. Sie verdanken einen großen Teil ihrer militäri' scheu Ausbildung deutscher Schulung. g §8ott der Salouikiarruee. I B er n, 31. Aug. Tie "Depesche de TonI taufe meldet von bet Salonikiarmee, daß bis jetzt mit drei Hospitalschiffen 12 000 sranzöfische Soldaten krank oder verwundet in ihre Heimat zurückgebracht sind. Eine sozialdcmotlratische Reichskonferenz, B erllin, 31. Aug. Tie sozialdemokrati­ sche ReichMonferenz, die kürzlich int Parteiausschuß beschlossen worden ist, wird voraus­ sichtlich, M itte September in Berlin abgehalten werden. &lt;Sie wird, entsprechend den gegen­ wärtigen 'Verhältnissen nicht öffentlich tagen. Eilt, östgrrj.-uwgar. Protest. Wiem, 31. Aug. Das österr.-nng. Mini­ sterium de:s Aeußern hat unter dem gestrigen ! Tage die K. spanische Botschaft im Ouivi| nal bitten lassen, namens dev österreichischj-unl gotischen Regierung beim Kabinett in Rom | wegen der Konfiskation des Palastes der österreichischi-umgar. Botschaft beim Hl. Stuhl einen I Protest zu überreichen. ! Site Kämpfe am Kifdmtn Tor. | B uld ape st, 30. Aug. Pesti Hirlap be­ richtet aus Kladowo: Ter Donaumonitor"Almos "gab 30 Schüsse auf die rumänischen An­ lagen in Turn-Severin ab, die großen Scha­ den verursacht. Unsere Batterien, die den Hafen vom Kladowo verteidigten, haben sich wirkungsvoll an dem Artilleriekampf betei­ ligt. Das zwecklose Schießen der rumänischen Artillerie^ konnten das ruhige Verladen und die Abfahrt von 50 Getreideschleppern und 5 anderen 1 Schleppern nicht verhindern. Die Schiffe "Uranz Joseph 1." und "Teak" konn­ ten. nngekhindert in eine sichere Wassergegend' gelangen. Nur ein kleiner Schlepper wurde unerheblich beschädigt. Inzwischen wurde die ! Aktion bter Rumänen imtoet heftiger und er-' ? streckte such jspäter sogar auf den äußeren Teil der Sradck Drjoca, Schaden Ist in der Stadt nicht verursacht worden. Die Bevölkerung setzt | die gewothnte Lebensweise fort. Rumänien hat * die form kelle Kriegserklärung nicht einmal ab­ gewartet und schon vorher das. Personal der dort verlbliebenen Schlepper, 46 Mann, ver­ haftet, b»ie übrigen konnten sich auf bulga­ rischen Boden flüchten. (Z.)</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. Französische Phantasie«. In der "Action" vom 15. August setzt M. de Walefse auseinander, daß Teutschland die gesamten Kriegskosten bezahlen muß. Er schreibt: Man wird einfach die Schulden aller Ver­ bandsmächte zusamm'enreichnen und sie Deutsch­ land aufbürden. Hat zum Beispiel Frank­ reich 100 Milliarden Kriegsschulden, so muß Deutschland die Jahreszinsen von 5 bis 6 Milliarden bezahlen. Ebenso bei den andern Verbandsmächten. Das ergibt.für Deutschland eine jährliche Belastung von 15 bis 20 Mil­ liarden. Aber Deutschland kann diese Summe aufbringen, denn allein sein Besitz an Kohllen wird auf 423 Milliarden Tonnen geschätzt, außerdem ist es das Turchgangsland für den europäischen Handel. Sein Umsatz betrug 1912 etwa 25 Milliarden und wird trotz des Krie­ ges in zehn Jahren auf 50 Milliarden anwach­ sen und War unter der Aussicht und zum Nu­ tzen seiner Gläubiger. Diese werden die deut­ schen Industrieanlagen nicht selber ausbauen, sondern dort nur ihre Awenten halten, die die Arbeit der Deutschen überwachen und je­ den Monat den Gkwinn abführen. Sicher wird man das deutsche Volk für 10 bis 15 Jahre in dieser Sklaverei erhalten. Aehnlich schreibt Camille Mauclair in dem "Phare de la Loire" (Nantes) vom 20. August, Deutschland werde nicht in der Lage sein, die geforderte 'Kriegsentschädigung innerhalb ei­ nes Jahrhunderts in bar abzutragen, aber die Verbandsmächte könnten sich! an deutschem Be­ lfitz und an der deutschen Handelsflotte schad­ los halten. Ter Deutsche müsse für die Ver­ bandsmächte arbeiten, das sei zwar ein beschei­ dener aber beachtenswerter Vorschlag, der hof­ fentlich auch der Regierung einleuchten werdch Man wird allenthalben über diese beschei­ denen Vorschläge sehr erstaunt sein. Teutschlland braucht nur dauernd feine wirtschaftliche Kraft und Arbeit den Herrenvölkern zur Ver­ fügung zu stellen, dann sind Französen und Engländer mit dem Ausgang des Krieges schon zustreben. Wir haben nicht mitzureden, son­ dern zu zahlen.</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. Untergriesbach, 30. August. (Besitzwechsel.)' Das Oekonomieanwesen des Herrn AdamBreutreiter in Grabenstätt am Chiemsee ging durch Kauf an den Privatier Gg. Steininger aus Untergriesbach über. Ten Verkauf betätigte das Jmmobilienbüro Eduard Bachberger in München. Bischofsmais, 30. Aug. (Spielerei der Na­ tur.) In der Stallung der Poschalterin Frau Schwarz hier wurde ein Kalb geboren, welches einen Köpf mit drei Mäulern und 4 Augen hatte. Tas Kalb war tot. Perlesreuth, 30. Aug. (Ertrunken.) Tas ca. 2jährige Söhnchen des Gütlers Eibl von Niederperlesreuth ist in einem unoewachten Augenblick am letzten Samstag abends in den im Hofe stehenden Wassergrand gefallen und ertrunken.</p>
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